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Deutsch-indische Handelsbeziehungen weiter ausbauen Was die

EinbettenHerunterladen
65. Internationale Automobil-Ausstellung Pkw
14. September 2013
S. 2 Erlebniswelt IAA
Von aktivem Fahrspaß bis Kinderkino
S. 6 Mercedes GLA
Der Letzte soll der Erste sein
S. 7 Im Gespräch mit Thomas Weber
„Der GLA ist attraktiv und emotional“
S.9 Ford S-Max Concept
Familientransporteur – neuester Stand
S. 4 IAA-Symposium
Zulieferer sehen Internationalisierung als Chance
S. 6 BMW i3
Der soll elektrisieren
S. 8 Citroën C4 Cactus Concept
Lob der Einfachheit
S. 10 Johnson Controls „Bespoke“-Konzept
Für das Interieur von heute und morgen
präsentiert vom:
IAA Heute / Morgen
Sa., 14.09.2013
11:00 Uhr
Messerundgang Günther Oettinger,
EU-Kommissar für Energie
11:00-11:30 Uhr / 13:00-14:00 Uhr
Autogrammstunde
Schauspielerin Nadesha Brennicke,
Chevrolet, Halle 9
11:00 Uhr / 12.30 und 14:00 Uhr
Fan-Special OPC & Motorsport, unter
anderem mit dem ehemaligen
Rennfahrer und Opel-Markenbotschafter Joachim Winkelhock,
Opel, Halle 8
11:30 Uhr
Messerundgang Malu Dreyer,
Ministerpräsidentin von
Rheinland-Pfalz
Die IAA öffnet ihre Tore
Was die Welt bewegt
Endlich! Das Warten hat ein Ende. Heute öffnet die 65. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw ihre Pforten
für alle Besucher. Bis einschließlich 22. September können diese sich von den modernsten Autos in all ihren Facetten
faszinieren lassen.
D
ie weltweit wichtigste Mobilitätsmesse, „die automobilste Show der Welt“, hat sich für ihre
Gäste besonders ins Zeug gelegt:
Auf 230.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren 1.098
Aussteller aus 35 Ländern ihre
Neuheiten – vor allem die 159 Weltpremieren – und informieren über
die automobilen Megatrends Elektromobilität Fahrzeugvernetzung:
Das Auto wird zur mobilen Kommunikationsplattform, entlastet den
Fahrer durch viele Assistenzsyste-
me – und eines nicht mehr fernen
Tages kann es sogar ohne Fahrer
ins Parkhaus fahren und sich dort
eine Parklücke suchen.
Die IAA zeigt: Elektromobilität ist
keine Vision mehr, die Autos kom-
men jetzt auf die Straße. Das Angebot reicht vom rein batterie-elektrischen Antrieb über den Plugin-Hybrid bis zum Pkw mit Reichweitenverlängerung. Hinzu kommen Brennstoffzellenfahrzeuge.
Die IAA stößt damit das Fenster
D
ie deutsche und die indische Automobilindustrie
wollen ihre Handelsbeziehungen
weiter ausbauen.
„Beide Länder, Indien wie Deutschland, sind auf den Export ausgerichtet. Dabei erwirtschaftet Indien im
Handel mit Pkw sogar einen Handelsüberschuss“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann bei der
Eröffnung des „IAA-India-Days“,
an dem auch der indische Industrieminister Shri Praful Patel, der
deutsche Botschafter in Indien,
Michael Steiner, Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und die Präsidenten der VDA-Partnerverbände
ACMA und SIAM teilnahmen.
Mit über 300 Teilnehmern gehört
der India Day – der bereits zum
achten Mal auf der IAA stattfindet –
14:00-17:00 Uhr
Rallyefahrer Armin Schwarz,
Schaeffler Automotive
Aftermarket, Halle 5.1
So., 15.09.2013
10:30-11.00 Uhr / 13:00-13.30 Uhr
Autogrammstunde
Schauspielerin Valerie Niehaus,
Chevrolet, Halle 9
11:00 Uhr und 13.00 Uhr
Talk und Autogrammstunde
mit Ex-Nationalfußballer
Andreas Möller, Opel, Halle 8
14:00 Uhr
Interview und Autogrammstunde mit Fußballern von Borussia
Dortmund
Hankook, Halle 8
IAA-India Day
Deutsch-indische Handelsbeziehungen
weiter ausbauen
12:30-13:00 Uhr /14:00-14.30 Uhr
Autogrammstunde
Schauspielerin Valerie Niehaus,
Chevrolet, Halle 9
Indiens Industrieminister Shri Praful Patel und
VDA-Präsident Matthias Wissmann
wieder zu den Top-Veranstaltungen
der internationalen Leitmesse.
Im vergangenen Jahr wurden Fahrzeuge im Wert von 80 Mio. Euro
von Deutschland nach Indien ausgeführt. Umgekehrt hatten die Exporte Indiens einen Wert in Höhe
von 184 Mio. Euro. „Wir können
schon heute sagen, dass ein Abkommen, mit dem die Zölle und die nichttarifären Handelshemmnisse abge-
baut werden, beiden Seiten Vorteile
und neue Chancen einräumt“, sagte
Wissmann. Auch Industrieminister
Shri Praful Patel betonte das Interesse der indischen Regierung an
einer weiteren Intensivierung der
Zusammenarbeit der deutschen
und indischen Automobilindustrie.
Auf der IAA tagte zudem die hochrangig besetzte Indo-German Working Group.
15:00 Uhr
Interview und Autogrammstunde mit Fußballern von Borussia
Dortmund
Opel, Halle 8
15:00-16:00 Uhr
Autogrammstunde DJ Antoine,
Cadillac, Halle 9
2
Sa, 14.09.2013
Impressum
Herausgeber
SPS Spotpress Services GmbH
Bahnhofstraße 25
56459 Willmenrod
iaa@spotpress.de
Ansprechpartner:
Günter Weigel
Fon +49 2663-91 97 50
Mobil+49 171 214 92 21
zur Zukunft ganz weit auf. Und
natürlich haben die klassischen
Verbrennungsmotoren noch erhebliches Potenzial: Sehr effiziente
Motoren mit kleinerem Hubraum,
mit Direkteinspritzung und Hochaufladung bieten hohe Leistung
bei gleichzeitig geringerem Verbrauch – und damit auch niedrigere Emissionen. Sie machen die
Fortschritte bei der Optimierung
der klassischen Antriebe deutlich.
Die IAA weckt zudem Emotionen
der klassischen Art: sportliche
Coupés und Cabriolets, Supersportwagen, Luxuslimousinen –
auf dieser Messe kann jeder Besucher seinen „Traumwagen“ sehen,
anfassen, probesitzen.
Schlendern, schauen, staunen:
Die Faszination Auto steht in den
Frankfurter Messehallen im Mittelpunkt. Darüber hinaus bietet
die IAA zahlreiche Möglichkeiten, Mobilität aus unterschiedlichen Gesichtspunkten zu erfahren. Rund um das Thema Auto
finden viele Sonderaktionen für
Groß und Klein statt. Ob aktiver
Fahrspaß oder Kinderkino – ein
unterhaltsames und informatives
Programm bietet den Besuchern
die Möglichkeit, aktiv an der automobilsten Show der Welt teilzunehmen.
Einsteigen bitte! – Probefahrten
auf der IAA
So stellen Opel, Citroen, Hyundai, Isuzu, Kia, Maserati, Renault,
Tesla oder Volvo sowie der Zulieferer Valeo und Erdgas Mobil ihre
Fahrzeuge für Probefahrten kostenlos zur Verfügung. Interessenten können aus etwa 70 Autos ihr
Testfahrzeug auswählen. Wer einen gültigen Führerschein besitzt,
kann sich am Stand der teilnehmenden Marken eine Bestätigung
besorgen und in Halle 10 direkt
einsteigen.
Nur für Wagemutige
Die Geländewagen-Teststrecke
ist ein weiterer Publikumsmagnet
der IAA. Mercedes-Benz, Hyundai, Isuzu und Volkswagen Nutzfahrzeuge stellen ihre neuesten
Modelle vor. Besucher können in
ihrem Fahrzeugfavoriten auf dem
Beifahrersitz Platz nehmen und
sich von echten Profis durch den
anspruchsvollen Off-Road-Parcours manövrieren lassen – über
Buckel- und Schlaglochpisten,
extreme Schräglagen, Kiesstrecken und Brücken. Interessierte
können sich an den Messeständen
der teilnehmenden Hersteller oder
direkt an der Parcours-Strecke
anmelden.
Darf es etwas kleiner sein?
Liebhaber von schnellen kleinen Autos kommen auf der IAA
ebenfalls auf ihre Kosten. Carrera, Weltmarktführer bei Autorennbahnen und -zubehör, hat
eine Rennbahn aufgebaut. Auf der
Freifläche F11 können Besucher
zwischen originalgetreuen Mini-
Gala-Fahrt von Frankfurt nach Pforzheim
Bertha Benz Challenge startet
Zum 125jährigen Jubiläum der Pionierfahrt von Bertha Benz startete gestern die gleichnamige Challenge auf der IAA mit nachhaltig
angetriebenen Fahrzeugen zur dreitägigen Gala-Fahrt. Schirmherren
für die dreitägige Fahrt sind Bundesumweltminister Altmaier, sowie
die Ministerpräsidenten von Hessen und Baden-Württemberg, Volker
Bouffier und Winfried Kretschmann. Nachdem die Fahrzeuge vormittags auf dem IAA-Gelände präsentiert wurden, fiel der Startschuss
für die erste Etappe in Richtung Mannheim, wo alle Elektro-Fahrzeuge
über Nacht aufladen können. Heute, am zweiten Tag der Challenge,
führt die Fahrt über die Bertha Benz Memorial Route in die Goldstadt
Pforzheim, dem Geburtsort von Bertha Benz. Am morgigen Sonntag,
führt die Strecke über den Hockenheimring und das Schwetzinger
Schloss zurück nach Mannheim.
aturausgaben von Audi A5 DTM,
AMG Mercedes C-Coupé DTM
oder BMW M3 DTM wählen. Die
Teilnehmer fahren um den Tagessieg sowie um die Qualifikation zum großen Finale im November in Essen und zum Showdown
beim Carrera Challenge Tour
World Final im Frühjahr 2015.
Wer seine Champion-Gene unter
Beweis stellen möchte, kann unter carrera-toys.com eine Fahrlizenz herunterladen oder sich vor
dem Start des Rennens direkt
beim Rennleiter anmelden. Gefahren wird in den drei Altersklassen 7 bis 12 Jahre, 13 bis 17 Jahre
und ab 18 Jahren.
Theorie und Praxis
Glück und Geschick braucht es
bei der Jubiläumsveranstaltung
„Deutschlands bester Autofahrer“
des Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) zum 25. Bestehen dieser Initiative. Auf dem Außengelände vor Halle 10 (Stand
F12) können Teilnehmer ihr fahrerisches Geschick sowie ihre theoretischen Kenntnisse an vier Stationen unter Beweis stellen. Als
Hauptpreis lockt eine Mercedes
A-Klasse.
Mensch, wie die Zeit vergeht
Wer in 30 Jahre alten automobilen
Erinnerungen schwelgen möchte, ist in Halle 3.1 richtig. Eine
Oldtimer-Sondershow zeigt ehemalige Premieren (u. a. VW Golf
II, Audi Sport Quattro, Opel Monza GSE) der IAA unter dem Motto: „Die Stars von 1983 – Wo sind
sie geblieben?“ Warum 30 Jahre?
Weil die gezeigten Fahrzeuge jetzt
erstmals als Oldtimer angemeldet werden können, sofern sie im
originalen und technisch einwandfreien Zustand sind.
„Boxenstopp“ für Frauen und
Familien
Auch dieses Jahr lädt das OnlinePortal „Hallo Frau“ die weiblichen
Automobilfans in die „Ladiescorner“ im Foyer der Halle 4.0 ein.
Ganz entspannt können sich interessierte IAA-Besucherinnen hier
über die verschiedensten Themen rund ums Auto informieren.
Wer eine Pause vom Messetrubel
braucht, kann zudem bei Softdrinks, Kaffee und auf Massagesesseln neue Energie tanken.
Früh zum Führerschein
Wer seine Kinder möglichst früh
für die faszinierende Welt des Automobils begeistern will, kommt
am Hyundai-Lego-Kreisverkehr
nicht vorbei. Schon die ganz kleinen Verkehrsteilnehmer ab drei
Jahren können auf dem Freigelände F4 ihre fahrerischen Qualitäten
testen und einen “Führerschein“
erwerben. Gefahren wird in LegoAutos mit Elektromotor von Hyundai. Der Fahrschulparcours ist,
wie im richtigen Straßenverkehr,
mit Verkehrsschildern und Straßenmarkierungen gestaltet. Für
Autofans zwischen fünf und zehn
Jahren bietet die Erlebniswelt
„Kids Driving School“ von KinderÜberraschung und Porsche auf
der Freifläche F12 spielerische
Verkehrsfrüherziehung.
Gegen Quengelattacken
Den Kindern ist laaaangweilig?
Dann ist höchste Zeit fürs Kinderkino. In Halle 4.2 (Raum Brillanz)
präsentiert Twentieth Century
Fox ab 14. September, immer um
12, 14 und 16 Uhr, die schönsten
Kinderfilme für Kids ab 5 Jahren.
Gezeigt werden in Rotation die
Filme „Rio“, „Epic – Verborgenes
Königreich“, „Robots“, „Ice Age
4 – Voll verschoben“ und „Alvin und die Chipmunks 3: Chipbruch“. Besonderes Highlight ist
der neue Animationsfilm „Turbo –
Kleine Schnecke, großer Traum“,
der erst im Oktober in die Kinos
kommt. Der Eintritt zur den Vorstellungen ist frei.
Besser unterwegs mit der App
Noch ein kleiner Tipp für die Messebesucher: Auf dem weitläufigen
Messegelände legt man mitunter
lange Strecken zurück. Gut, dass
es jetzt eine praktische Smartphone-App gibt, die die Orientierung erleichtert und durch bessere Planung die Wegstrecken
verkürzen kann. Die kostenlose
Anwendung fungiert als MesseGuide und ermöglicht einen Überblick über favorisierte Aussteller
und Veranstaltungen, die man in
persönlichen Merklisten abspeichert. Ein praktisches Feature ist
auch der von jedem Nutzer erstellbare individuelle Rundgang. Die
App kann man kostenlos über den
App-Store, Google Play oder als
Web-App über iaa.de-Seite herunterladen.
Verändert die Welt.
Nicht den Alltag.
Der Audi A3 Sportback e-tron: elektrische und
TFSI®-Power für bis zu 940 km Reichweite.
Unverwechselbar Audi A3 und doch eine eigene Designsprache: vom eigenen Grill bis zur
Verbindung von sportlicher Eleganz mit einem Plug-in-Hybridantrieb. Dieser kombiniert die
Effizienz des neuesten 1.4 TFSI mit der Durchzugsstärke des elektrischen Motors (75 kW)
für die beeindruckende Gesamtleistung von 150 kW (204 PS und 350 Nm) bei
einem kombinierten Verbrauch von nur 1,5 l/100 km und einer rein elektrischen
Reichweite von bis zu 50 km. www.audi.de/e-tron
Auf Deutschlands Straßen ab 2014.
Der Audi A3 Sportback e-tron wird noch nicht zum Kauf angeboten. Er besitzt derzeit noch
keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG.
Folgende vorläufige Werte liegen vor: Kraftstoffverbrauch Audi A3 Sportback e-tron in l/100 km:
kombiniert 1,5; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 35. Energieeffizienzklasse A+
IAA 2013. Audi auf der Agora.
4
Sa, 14.09.2013
11. Hessischer
Mobilitätskongress 2013
Strategien für intelligente
Mobilität von morgen
„Neue Wege statt alter Straßen –
Mobilität zwischen Finanzierungslücken und Web 3.0“ – unter diesem
Motto fand der 11. Hessischer Mobilitätskongress 2013 im Congress
Center der Messe Frankfurt statt.
Die Veranstaltung lud Experten aus
Wirtschaft, Verwaltung, Industrie
und Forschung ein, um über die
Zukunft des Verkehrs in Europa zu
diskutieren. Florian Rentsch (FDP),
Hessischer Minister für Wirtschaft,
Verkehr und Landesentwicklung, eröffnete den Kongress und forderte
in seiner Rede stetige und verlässliche Finanzierung für die Infrastruktur in Deutschland. Die Finanzierung
der Verkehrswege thematisierte
auch VDA-Präsident Matthias Wissmann in seinem Grußwort. „Die Mobilität wird zunehmend auf digitale
Datenströme zurückgreifen und sie
nutzen, um noch effizienter und
noch attraktiver zu werden. Dies
gilt vor allem vor dem Hintergrund,
dass sich die Finanzierungslücken
bei bestehenden der Verkehrsinfrastruktur mehr und mehr bemerkbar
machen“, so Wissmann.
Hochrangig das Podium(v.l.): Arndt G. Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter & CEO der Kirchhoff Holding GmbH & Co. KG; Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Unternehmensgruppe; Andreas Müllender, Executive Director Product Purchasing Europe, Adam Opel
AG; Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender des Vorstands der Elring Klinger AG; Dr. Kurt Demmer, Chefvolkswirt der IKB.
IAA-Symposium von VDA und IKB
Zulieferer sehen Internationalisierung als Chance
Eine der spannendsten Fragen stand im Mittelpunkt des IAA-Symposiums, das die IKB (Deutsche Industriebank AG) und der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Frankfurt auf der weltweit wichtigsten Automobilmesse durchführte: „Zulieferindustrie im Internationalisierungsprozess –
Zukunftsperspektiven für den Standort Deutschland“ hatte die Veranstaltung als Thema. Wohl selten
zuvor wurde so intensiv aus Sicht von Zulieferer- und Hersteller-Perspektive die Herausforderung der
Internationalisierung diskutiert.
V
US-Botschafter auf der IAA
„IAA ist hervorragende
Bühne“
Der amerikanische Botschafter John
B. Emerson hat gestern einen zweistündigen IAA-Rundgang gemacht.
Bei seinem ersten Besuch auf dem
Frankfurter Messegelände zeigte er
sich begeistert von „der automobilsten Show der Welt“. „Was man hier
auf der IAA sieht, ist wirklich sehr
eindrucksvoll“, so Emerson, „Für die
Hersteller und die gesamte Automobilindustrie ist die Messe eine
hervorragende Bühne, um ihre neuesten Innovationen zu präsentieren.“ Der Botschafter besuchte die
Stände US-amerikanischer Unternehmen und die der deutschen Hersteller mit Standorten in den Vereinigten
Staaten.
DA-Präsident Matthias Wissmann begrüßte zu Beginn
die zahlreichen Gäste des Symposiums und wies darauf
hin, dass die IAA traditionell einen hohen Fachbesucheranteil
habe. Die IAA sei damit nicht nur die weltweit größte Autoshow mit den meisten Weltpremieren, sondern auch ein großer Kongress mit über 30 Fachveranstaltungen. Die Tatsache, dass der Anteil der ausländischen IAA-Aussteller auf
42 Prozent deutlich gestiegen sei, wobei der Anteil der Aussteller aus China besonders kräftig zunahm, dokumentiere
die Internationalisierung der Branche. „Diese Entwicklung
fordert unsere Industrie, sowohl die Fahrzeughersteller als
auch die Zulieferer. Internationalisierung ist unabdingbar, zunehmend auch für unsere mittelständischen Unternehmen.
Nicht nur, weil die Pkw-Hersteller ihre Wachstumschancen
auf außereuropäischen Märkten sehen. Das bietet natürlich
Chancen auch für Zulieferer. Ihre Etablierung auf diesen
Märk-ten gibt ihnen aber auch einen gehörigen Startvorteil
gegenüber den Wettbewerbern. „Gerade unsere Zulieferer werden von der Entwicklung der neuen Märkte profitieren“, unterstrich Wissmann.
Andreas Müllender, Opel, betonte, dass die Internationalisierung noch längst nicht abgeschlossen sei. Das Wachstum der
kommenden Jahre werde vor allem in den BRIC-Staaten erfolgen, weniger in Europa: „Der Druck, vor Ort zu produzieren,
wird sich fortsetzen.“ Er unterstrich, dass die Pkw-Hersteller
gerade auch im Tier-2- und Tier-3-Bereich kompetente Zulieferer benötigten.
Arndt G. Kirchhoff erläuterte, dass sein Unternehmen rund
40 Werke weltweit habe, davon allein in Nordamerika 14:
„Wir betreiben seit einem Vierteljahrhundert die Internationalisierung in der Kirchhoff-Gruppe.“ Allerdings sei dies nicht bei allen Zulieferern der Fall. Jedes Unternehmen müsse selbst ent-
scheiden, ob und wann sich ein eigener Standort in einem
der BRIC-Staaten lohne. Dabei komme es nicht nur auf
die Marktperspektive an, sondern auch auf die rechtlichen
Rahmenbedingungen. Nicht in jedem Fall seien Joint-Ventures der passende Ansatz, um auf neuen Märkten Fuß zu
fassen. „Vorteilhaft für kleine und mittelständische Zulieferer
sind auch Cluster oder Industriepark-Konzepte vor Ort“, so
Kirchhoff. Er unterstrich, dass die deutschen Zulieferer auf
offene Märkte angewiesen seien, die zunehmenden protektionistischen Maßnahmen in vielen Ländern seien besorgniserregend.
Stefan Wolf, Elring Klinger, hob ebenfalls die Chancen der
Internationalisierung hervor: „Ich bin ein klarer Befürworter
der Internationalisierung. Wir haben außerhalb Deutschlands
42 Standorte und werden weiter internationalisieren. Unsere
Kunden, die Hersteller, erwarten das auch von uns.“ Der Markterfolg gehe nur über Qualität und Technologie. Wolf erläuterte, dass sein Unternehmen den Hochlauf in Indien aus
eigener Kraft erreicht habe: „Wir haben uns dort nicht für ein
Joint-Venture entschieden, sondern sind selbst durchgestartet –
das war der richtige Weg.“
Auch Jürgen Otto sieht in der Internationalisierung die Chance: „Während wir in Europa in diesem Jahr einen Rückgang haben, werden wir in den USA um 20 Prozent zulegen, in China
wird das Wachstum zweistellig sein.“ Notwendig sei gerade für
Zulieferer auch eine hoch effiziente Logistik: „Wir setzen auf
just in sequence, weltweit“, so Otto. Für kleine Zulieferer sei es
aller-dings nicht wirtschaftlich, auf allen Wachstumsmärkten
eigene Fertigungsstandorte zu errichten. Ein „Shop-in-ShopKonzept“, bei dem sich diese kleineren Zulieferer bei größeren integrieren, sei eher eine erfolgversprechende und kostengünstige Option.
Freiheit ist ansteckend.
Eine Marke der Daimler AG
Der neue GLA 200 CDI.
GLA 200 CDI (Handschaltung): Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert: 5,5–5,4/3,9–3,7/4,5–4,3 l/100 km;
CO₂-Emissionen kombiniert: 119-114 g/km; Effizienzklasse: A.
Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen.
Das abgebildete Fahrzeug enthält Sonderausstattungen.
Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart
6
Sa, 14.09.2013
BMW i3
Der soll elektrisieren
Über zwei Jahre zelebrierte BMW die Vorfreude aufs elektrische Fahren.
Mit dem i3 stellen die Bayern nun ihr Elektroauto-Debüt vor. Kein
geringeres Ziel als die Mobilität der Zukunft neu zu beschreiben,
haben sich die Münchener vorgenommen.
D
er i3 ist gemacht für Menschen, die sich bisher von
der neuen Art der Fortbewegung
noch nicht haben „elektrifizieren“
lassen. Er ist sparsam, aber nicht
schwerfällig; wendig, aber nicht
eng; selbstbewusst, aber nicht
protzig; premium, aber auf eine
nachhaltige Art. Er hat alles, was
ein moderner BMW haben muss
– und erzählt zusätzlich die Geschichte einer nicht mehr so fernen Autozukunft.
auch den kompletten Unterboden
aus und sorgen für optimale Gewichtsverteilung und niedrigen
Schwerpunkt – das Geheimnis des
hervorragenden Handlings.
Denn die Münchener haben von
der ersten Vorstellung des i3 Konzepts auf der IAA im Jahr 2011
glücklicherweise viel des futuristischen Charisma in das fertige
Serienmodell hinübergerettet. Wie
etwa das frei schwebende Armaturenbrett, auf dem wenige Knöpfe und zwei Bildschirme eine ganz
eigene Leichtigkeit verbreiten.
Oder die sich gegenläufig öffnenden Türen mit integrierter B-Säule, die den Einstieg in den Fond
erleichtern.
Denn natürlich soll der i3 frei
nach dem BMW-Slogan Freude
am Elektrisch-Fahren machen.
Typisch für ein E-Auto prescht
der i3 aus dem Stand zackig los,
der 125 kW/170 PS starke Elektromotor verliert dabei aber auch
in Richtung 100 km/h nicht die
Kraft: In 7,2 Sekunden von Null
auf Hundert.
Unter der schönen Außenhaut
steckt der wohl größte Hinweis
auf die Zukunft: Die Fahrgastzelle
des Kleinwagens besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Die Karbonfasern,
die entsprechend den hoch- und
niederfesten Stählen in konventionellen Autos unterschiedliche
Funktionen erfüllen können. Bis
zu 300 Kilogramm spart BMW so
gegenüber einem Fahrzeug mit
normaler Karosserie ein. Das ist
nötig, treiben doch die schweren
Batterien (230 Kilogramm) das
Gewicht eines Elektroautos zunächst in die Höhe. Sie füllen aber
zu wenig ist, der ordert den Range-Extender. Der 25 kW/34 PS
starke Benzinmotor arbeitet als
Generator und lädt leere Akkus
wieder auf, die Reichweite verlängert sich auf bis zu 300 Kilometer. Sind die Akkus leer, brauchen
sie an einer Haushaltssteckdose
etwa acht Stunden Ladezeit, eine
Schnellladesäule füllt die Batterie
in weniger als 30 Minuten zu 80
Prozent wieder auf. Im November
kommt der i3 ab 34.950 Euro auf
den deutschen Markt.
Je nachdem, ob man im Stadtverkehr oder auf freier Strecke unterwegs ist kommt der Elektroflitzer
so zwischen 130 und 160 Kilometer weit, im Eco Pro+-Modus sind
es sogar 200 Kilometer. Wem das
Mercedes GLA
Der Letzte soll der Erste sein
Man hat lange abgewartet in Stuttgart: Doch jetzt will Mercedes der Konkurrenz mit dem ersten Kompakt-SUV der Marke das
Fürchten lehren. Die Chance stehen nicht schlecht – der GLA bringt
alles mit, was ein Erfolgsmodell ausmacht.
in einem eigenständigen Erscheinungsbild. Charakteristisch ist die
Kombination aus hochgesetzter
Karosserie in Verbindung mit dem
optisch niedrig gehaltenen „Greenhouse“, also dem oberen Teil des
Passagierabteils. Zudem setzten
die Designer auf ein muskulöses
Auftreten. Den Offroad-Charakter
des SUV unterstreichen Elemente
wie ein angedeuteter und deutlich
sichtbarer Unterfahrschutz.
E
ines vorweg: Der GLA gibt
sich auf den ersten Blick als
Mercedes zu erkennen, vollbringt
gleichzeitig das Kunststück, erfrischend neu, modern und einzigartig dazustehen. Die Frontpartie zitiert die Formsprache der
Kompaktmodelle der Marke, die
Verwandtschaft zu CLA oder A-
Klasse ist dem GLA ins Gesicht
geschrieben: Gerade beim Kühlergrill mit dem großen Zentralstern
und bei der Form der Scheinwerfer orientiert sich der Neue an den
Familien-Genen.
Aus allen anderen Perspektiven
dagegen präsentiert sich der GLA
Überraschend gering fallen die Verbrauchswerte aus. Der GLA kann
je nach Motorisierung bereits mit
4,3 Litern auf 100 Kilometern bewegt werden. Dies gilt für den
GLA 200 CDI, der von einem Dieselmotor mit 2,2 Litern Hubraum
(100 kW/136 PS) angetrieben
wird. Als zweiter Diesel findet sich
der GLA 220 CDI im Programm:
Auch hier hat der Motor 2,2 Liter
Hubraum, die Leistung jedoch beträgt 125 kW/170 PS.
Daneben gibt es den Mercedes
GLA auch mit zwei Benzinmotoren: Als Einstiegsmodell GLA 200
mit 1,6 Liter Hubraum und 115
kW/156 PS sowie als GLA 250
mit 2,0 Litern Hubraum und 155
kW/211 PS. Geschaltet wird mit
einem Sechsgang-Getriebe oder bei
den jeweils stärkeren Motorvarianten mit der serienmäßigen Doppelkupplungsautomatik 7G-DCT.
Aber was wäre ein SUV ohne die
Option auf einen Allradantrieb?
Mercedes rüstet den GLA auf
Wunsch mit der neuesten Generation des permanenten Allradsystems 4MATIC aus. Bei diesen Modellversionen kommt ausnahmslos
die Doppelkupplungsautomatik
zum Einsatz. Die Antriebsmomente werden vollkommen variabel auf
Vorder- und Hinterachse verteilt.
Das Spitzenmodell der neuen Baureihe ist der GLA 250 4MATIC:
Er beschleunigt aus dem Stand in
6,5 Sekunden auf Tempo 100, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit
von 235 km/h und verbraucht im
Schnitt 7,1 Liter auf 100 Kilometer.
Alles in Allem: Daimler hat die
Entwicklungszeit gründlich genutzt – der GLA kommt zwar spät,
aber er wird sich sicher ein gehöriges Kuchenstück von der Konkurrenz abschneiden.
7
Sa, 14.09.2013
Das Interview: Im Gespräch mit Thomas Weber
„Der GLA ist attraktiv und emotional“
Welches Auto auf der IAA gefällt Thomas Weber, als Vorstandsmitglied bei Daimler
verantwortlich für die Konzernforschung und die Entwicklung
der Mercedes-Benz Fahrzeuge,
am besten? Und welche Rolle
soll der neue GLA im Portfolio
der Marke übernehmen?
Was ist für Sie als Techniker
das Highlight der Messe?
Darauf gibt es nur eine Antwort:
Die neue Mercedes-Benz S-Klasse.
Sie steht seit jeher als Sinnbild für
die Luxuslimousine und setzt auch
jetzt wieder neue Maßstäbe in
punkto Sicherheit und Komfort, Effizienz und Fahrspaß. Darin steckt
die ganze Leidenschaft unserer Ingenieure, das beste Automobil der
Welt zu bauen.
Erstmals fährt die S-Klasse
auch längere Zeit elektrisch. Ist
der Plug-in-Hybrid der Königsweg in die weitgehend emissionslose Zukunft?
Einen Königsweg gibt es aus unserer Sicht zwar nicht. Aber für
jeden Anwendungszweck und
Kundenwunsch die beste Lösung.
Und das ist für Luxus- und Oberklasselimousinen zweifellos der
Plug-in-Hybrid. Für emissionsfreies Fahren bei Klein- und Kompaktwagen setzen wir auf Elektroantriebe mit Batterie oder
Brennstoffzelle.
Einen elektrisch betriebenen
Smart gibt es ja bereits, wann
kommt denn der erste Mercedes
nur mit Stromantrieb?
Es gibt schon viele Kunden, die einen elektrischen Mercedes-Benz
fahren. Entweder eine batterieelektrische A-Klasse oder eine BKlasse mit Brennstoffzelle. Seit
wenigen Wochen ist mit dem SLS
AMG Coupé Electric Drive sicherlich das sportlichste und faszinierendste Fahrzeug auf dem Markt.
Das nächste Mitglied der Elektrofamilie von Mercedes-Benz ist
die B-Klasse Electric Drive. Sie
ist auch auf der IAA zu sehen
und kommt im nächsten Jahr –
zunächst in den USA – auf den
Markt.
Man muss aber nicht elektrisch
oder teilelektrisch fahren, um
effizient unterwegs zu sein?
Vollkommen richtig. Dank unserer
modernen High-Tech Motoren und
Getrieben sowie bester Aerodynamik findet man quer durch unsere
Produktpalette besonders effiziente Fahrzeuge. Von einer A-Klasse
mit 3,6 Litern Verbrauch über eine
E-Klasse mit 4,4 Litern bis hin zu
einer M-Klasse mit 5,8 Litern Verbrauch.
Zu den Stars der Messe gehört
auch der neue GLA. Welche Rolle spielt er für Mercedes?
Als neuestes Mitglied unserer
Kompaktwagenfamilie zeigt er vor
allem zwei Dinge. Erstens, dassMercedes-Benz inzwischen attraktive und emotionale Produkte
auch für eine jüngere Zielgruppe
anbietet. Und zweitens, dass wir
es ernst damit meinen, bis 2020
wieder die Nummer Eins unter
den Premiumanbietern zu werden.
Pedelec mit Brennstoffzelle
Das Wasserstoff-Fahrrad ist Realität
fahrrad fast serienreif: Im Frühjahr 2014 soll
das „Ped-Hy-lec“
des Herstellers
Gernweit in einer
ersten Kleinserie auf den Markt
kommen.
W
ährend die wasserstoffbetriebenen Autos noch
auf sich warten lassen, ist ein
wasserstoffbetriebene Elektro-
Die ist allerdings
noch recht teuer:
Etwa eineinhalbMal so viel wie
ein hochpreisiges Pedelec, also
deutlich mehr als 5.000 Euro, sollen die Fahrräder kosten. Großer
Vorteil der Wasserstoff-Bikes ist
die Reichweite gegenüber Batterie-Fahrrädern.
Das Elektrorad fährt sich wie ein
normales Pedelec, das Treten
wird bis maximal 25 km/h unterstützt von einem 250 Watt starken Motor. Statt Batterien hat das
Fahrrad eine Brennstoffzelle, die
den Strom erzeugt. Dafür benötigt sie Wasserstoff, der in zwei
Zweiliter-Tanks bei 300 bar Druck
gespeichert wird. Die Tanks bestehen aus Carbon und sind dort
montiert, wo bei einem normalen
Fahrrad der Gepäckträger sitzt.
Die Abteilung Wasserstoff- und
Brennstoffzellentechnologie der
Hochschule Rhein-Main hat das
Fahrrad mit entwickelt, sie stellt
es in Halle 3.1 auf der IAA aus.
Zweieinhalb Jahre intensive Entwicklungsarbeit steckt in dem
High-Tec-Fahrrad.
Der Vorteil gegenüber einem
Pedelec mit Batterien: Sind die
Wasserstoff-Speicher nach etwa
100 Kilometern leer, kann man
sie dank eines Klicksystems einfach austauschen und muss nicht
auf Ladezeiten Rücksicht nehmen. Das Netz an Fahrradhändlern, die Wasserstofftanks zum
Tausch anbieten, ist derzeit allerdings noch im Aufbau.
Denkbar wären in Zukunft zum
Beispiel auch Tankstellen, die
Tauschtanks anbieten. Darüber
hinaus nennt der Hersteller auch
die im Vergleich zu Akkus längere Lebensdauer der WasserstoffTechnik als Vorteil. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch
das Land Nordrhein-Westfalen.
Skoda-Kinderwagen
Früh übt sich
D
ass Skoda praktische, aber
stilistisch zurückhaltende
Autos baut, ist hinlänglich bekannt. Jetzt haben sich die
Tschechen den Luxus erlaubt,
etwas gänzlich Unpraktisches,
dabei aber sehr, sehr Auffälliges mit vier Rädern zu konstruieren: einen Kinderwagen mit
Sportpaket. Ein echter Hin-
gucker – quasi die Tuning-Kiste
unter den Kinderkarren.
Dieser Wagen hat die wohl größten Räder auf dem ganzen SkodaStand: Die Basis des Herstellers
Bugaboo steht – mit einem angedeuteten Dämpfer unter der Babyschale und zwei Starrachsen – auf
vier 22-Zöllern. Die auf Hochglanz
polierten Felgen tragen das RSLogo, das Zeichen für besondere Sportlichkeit aus dem SkodaHauptsitz in Mladá Boleslav.
Genau um diese Kombination aus
Familientauglichkeit und Renngenen zu demonstrieren wurde
das Einzelstück gefertigt: Der
Baby-Transporter ist eine Requi-
site aus dem neusten Werbespot
für den Octavia RS, den Familienkombi der Tschechen mit 162
kW/220 PS (135 kW/184 PS
als Diesel) und Sportpaket. In
7,1 Sekunden saust der Kombi
auf Tempo 100. Das schafft der
Kinderwagen auf dem SkodaMessestand nicht – aber wahrscheinlich nur deshalb, weil eine
Hostess daneben steht und „Bitte
nicht anfassen“ sagt.
8
Sa, 14.09.2013
Citroen C4 Cactus Concept
Lob der Einfachheit
Der erste blechgewordene Kaktus von 2007 (C-Cactus) galt noch als pfiffiger, ökologisch angehauchter Kleinwagen, den die Auguren schon als
Nachfolger der legendären „Ente“ sahen. Sechs Jahre später ist aus dem Kleinwagen-Konzept ein recht erwachsen wirkendes Fahrzeug geworden.
Im Interieur setzen die Designer
auf naturbelassene Materialien.
So besteht die Verkleidung der Sitze und Türen aus einem Mix von
Baumwolle und Naturleder. Handschuhfach, Kofferraumabdeckung
oder seitliche Türverkleidungen
erinnern mit ihren Verschlüssen
beziehungsweise Griffen an Lederkoffer wie sie noch in den 50ern
modern waren. Für großzügige
Lichtverhältnisse sorgt das durchgehende Panoramadach.
G
latte Flächen und fließende
Formen bestimmen den Gesamteindruck des nur etwa 1.200
Kilogramm schweren C4 Cactus
Concept. Zum auffällig sanftmütigen Eindruck trägt auch die Front
bei. Der Doppelwinkel prägnant in
Szene gesetzt und von LED-Leuchten charmant eingerahmt. Die
LED-Heckleuchten mit 3D-Effekt
geben dem stämmigen Fahrzeugabschluss eine sportliche Note.
Die seriennahe Studie streckt sich
auf eine Länge von 4,21 Metern,
in der Höhe misst sie 1,53 Meter
und in der Breite 1,75 Meter. Kur-
ze vordere und hintere Überhänge, ganz weit außen, positionierte 19-Zoll-Leichtmetallräder und
jede Menge Fläche in PerlmuttWeiß: Der C4 Cactus fällt auf. Die
schwebende hintere Seitenlinie
und das wie aufgesetzt wirkende
Dach samt markanter schwarzer
Dachreling sind ebenfalls Hingucker. Einen zweiten Blick hat
die Seitenansicht verdient. Hier
schützen weiche und nachgiebige Kunststoffelemente mit Luftkapseln als Aufpralldämpfer die
Flanken vor Kratzern. Diese sogenannten Airbumper gibt es in
unterschiedlichen Farben, so dass
der Fahrzeugbesitzer sein Gefährt
ganz nach Gusto individualisieren
kann.
Durch das schmale, schwebende Armaturenbrett bleibt der Boden frei und vermittelt ein luftiges
Raumgefühl. Ein 7-Zoll Bildschirm
ersetzt das klassische Kombiinstrument. Die Bedientasten sind in
einem 8-Zoll-Touchscreen integriert, über das die Funktionen für
Klimaanlage, Audio- oder Navigationssystem gesteuert werden.
Selbstverständlich verfügt die
Studie auch über Internetzugang.
Einen herkömmlichen Gangwahlhebel gibt es nicht. Ein Wählknopf im unteren Teil des Armaturenbretts sowie Schaltpaddel
am Lederlenkrad genügen. Beim
Motorenangebot des künftigen
C4 Cactus setzen die Franzosen
auf sparsame Antriebe, darunter
Dreizylinder sowie deren Kombination mit Air-Hybrid. Das System
verzichtet auf teure Batterien und
nutzt stattdessen Luftdruck, um
für kurze Strecken ohne Verbrenner unterwegs zu sein. Verbrauchswerte von unter drei Litern sollen
so realisierbar sein.
Das C4 Cactus Concept ist Vorbote der künftigen Ausrichtung der
C-Linie. Er dient als Ideengeber
für C3, C4 und C5. Man darf also
gespannt sein, was die Franzosen
noch an Ideen in Petto haben. Das
beste zum Schluss: Das Serienmodell kommt schon im Frühsommer
2014.
Das Interieur des C4 Cactus ist
ebenfalls ungewöhnlich. Das Innenleben erinnert eher an ein
Wohnzimmer, wirkt heimelig und
aufgeräumt. Die üppig dimensionierten Sitzgelegenheiten für Fahrer und Beifahrer sind Teil der
luftigen Raumgestaltung. Citroen
leistet sich einen kleinen ExtraGag: Das Bildnis von André Citroen ist mittig sowohl auf dem vorderen als auch auf dem hinteren
Gestühl angebracht.
Citroen DS3 Cabrio Racing
Ein verführerischer Franzose
Diese Mischung stimmt: Citroen hat seinen kurvensüchtigen DS3 Racing mit dem sonnendurchfluteten DS3 Cabrio gekreuzt. Es sind nicht nur die Fahrleistungen (von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden,
Vmax 235 km/h) und die Motorleistung von 149 kW/202 PS mit denen das französische Powerpaket Applaus ernten will. Vielmehr überzeugt das DS3 Cabrio Racing auch durch seinen Auftritt in
dunklem Mattlack und Akzenten in knalligem Carminrot. Farben, die ebenso von einem Platz auf der
Überholspur künden wie die nur dezenten Chromapplikationen, schwarz glänzende 19-Zoll-Aluräder
und das mit feinen Linien durchzogene DS-Muster auf dem schwarzen Dach, das den Eindruck gewebten Carbons erweckt. Ein Material, das in der Welt des Rennsports unverzichtbar ist. Ebenso wie
eine großzügig dimensionierte Bremsanlage, die Citroën ebenfalls in auffälligem Carminrot leuchten
lässt.
Ein tempogeladener und extrovertierter Auftritt, der sich im zugleich elegant gestalteten Interieur
des Citroëns mit Faltverdeck fortsetzt. Hier sorgen bequeme Sportsitze mit Leder-Alcantara-Bezug
für Seitenhalt bei schnellen Drifts. Nicht fehlen dürfen die DS-Grafik in manchen Lederverkleidungen
und das Carminrot, das die Nähte der Sitzflanken und das Armaturenbrett sowie den Schaltknauf in
der Farbe von Leidenschaft und Motorsport kennzeichnet. Dazu passend finden sich in der DS-Linie
Kindersitze in der Leder-Couture des DS3 Racing Cabriolets und – womöglich einzigartig – Helme, die
die Karosseriefarbe aufgreifen.
Fast glaubt man schon das Racing-Startsignal zu vernehmen: „Gentlemen, start your engines!“ Aber
der offene Citroën DS3 Racing ist nicht nur ein verführerischer Franzose, sondern leider auch einzigartiges Concept Car.
9
Sa, 14.09.2013
Ford S-Max Concept
Familientransporteur – neuester Stand
Auf die Neuauflage des 4,77 Meter langen Familien-Vans müssen Autofahrer noch ein wenig warten. 2014 kommt die zweite Modellgeneration
des S-Max auf den Markt. Doch Ford gibt schon einmal einen Vorgeschmack auf den kommenden Siebensitzer.
faser-Intarsieren inmitten der
ebenfalls lederbezogenen und
äußerst schlanken Sitze.
D
er hoch aufragende Kühlergrill, die weit in die Flanken
reichenden, schmalen Schweinwerfer und der dezente untere
Lufteinlass spiegeln den jüngsten
Stand der markeneigenen Designsprache wider. Die kompakte Motorhaube mit den feinen Sicken
geht fließend in die stark geneigte
Frontscheibe über, die sich wiederum ohne Bruch an den eleganten
* Previewday
Dachbogen anschließt – und viel
Licht im Innenraum garantiert.
Das fahrerzentrierte Interieur
wartet derweil mit hochwertigen
Materialien und bester Verarbeitungsqualität auf. Statt mit aufgeschäumtem Kunststoff sind
Türverkleidungen und Armaturenträger mit weichem Leder überzogen. Akzente setzen die Karbon-
Die Mittelkonsole gibt sich erfreulich aufgeräumt. Zentrales
Element ist der mittig montierte Dual-View-Display, der unterschiedliche Bilder und Informationen für Fahrer und Beifahrer
liefert. Während der Steuermann
über den Monitor Radio, Navigation und Telefon bedienen kann,
kommt sein Sitznachbar während
der Fahrt beispielsweise auch in
den Genuss seiner Lieblings-DVD.
Das Konnektivitätssystem Ford
Sync sorgt außerdem für optimale
Vernetzung. Das Auto verwandelt
sich damit in einen rollenden Hotspot, über den sich Insassen mit
ihrem Smartphone oder Tablet ins
Internet einwählen können. Während sich die Mitfahrer ihren persönlichen Präferenzen widmen,
profitiert der Fahrer selbst von
der sogenannten „AppLink“-Funktion. Sie integriert das Smartphone ins Auto, sodass der Fahrer
während der Fahrt seine persönlichen Apps beispielsweise für
die Navigation nutzen oder seine
Lieblingssongs abspielen kann.
Durch die Sprachsteuerung muss
er dafür nicht einmal die Hände
vom Lenkrad nehmen.
Für den Vortrieb sorgt die neueste
Generation von Ecoboost-Motoren. Im Ford S-Max Concept arbeitet ein 1,5-Liter-Vierzylinder,
der Benzindirekteinspritzung,
Turboaufladung und eine doppelt
variable Nockenwellensteuerung
kombiniert. Moderne Assistenzsysteme wie ein Kollisionswarner
mit Fußgänger-Erkennung und die
„Car-to-Car“-Technologie, durch
die das Fahrzeug mit anderen Verkehrsteilnehmern kommuniziert,
kommen ebenfalls zum Einsatz.
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Sa, 14.09.2013
Johnson Controls „Bespoke“-Konzept
Für das Interieur von heute und morgen
Mit einem neuen Innenraumkonzept macht der Johnson Controls auf der IAA auf sich aufmerksam. Die innovative Interieur-Studie „Bespoke“
zeigt, wie eine komplette Bandbreite an neuen Technologien für Premium-Crossover-Fahrzeuge aussehen kann. Dabei geht es um Lösungen, die
auf die speziellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind.
Ein besonderes Highlight ist ein
herausnehmbarer und deshalb
leicht zu reinigender Auffangbehälter, der rund um die Mittelkonsole platziert ist und weitere Ablagemöglichkeiten bietet.
Vor allem aber verhindert er, dass
kleinere Gebrauchsgegenstände
wie Schlüssel, Münzen oder Stifte
unter die Sitze rutschen.
Das neue Innenraumkonzept steht
für ein Interieur, das Funktionalität mit modernem Design und maximalem Komfort verbindet und
bei dem die einzelnen Komponenten intelligent aufeinander abgestimmt sind.
„Zu den wesentlichen Funktionen
unseres Bespoke-Konzepts zählen
verbesserte Benutzerfreundlichkeit
und fortschrittliche Technologien für
alle Märkte. Das haben wir bereits
bei der Entwicklung durch einen gemeinsamen Designprozess unserer
europäischen, nordamerikanischen
und chinesischen Studios sichergestellt“, erläutert Han Hendriks,
Vice President Advanced Product
Development. Die in Europa erstmals präsentierten Technologien könnten bereits in die nächste Fahrzeuggeneration integriert
werden.
Beim Konzeptfahrzeug sind sowohl Instrumententafel als auch
Türverkleidungen mit Leder
überzogen – ebenso die Mittelkonsole, die mit neuen, gewichts-
reduzierenden Produktionstechnologien gefertigt wurde. Eine
im vorderen Bereich der Konsole
integrierte flexible Verstellvorrichtung erlaubt dem Fahrer, den
Stauraum individuell zu konfigurieren. Zusätzlichen Stauraum
für größere Gegenstände bietet
die Mittelkonsole unter der von
zwei Seiten mühelos aufrollbaren Abdeckung. Der strukturelle
Aufbau der Mittelkonsole erlaubt
darüber hinaus die Ablage elektronischer Endgeräte, beispielsweise eines Tablets.
Im Bereich der Türverkleidung
profitiert der Fahrer von einer
Kombination aus Armlehne und
Ablagemöglichkeit. Die verschiebbare Armlehne sorgt nicht
nur für Bequemlichkeit, sondern
dient auch als Verschluss für ein
weiteres Fach. Darin kann der
Fahrer vernetzte elektronische
Geräte wie Kameras oder Smartphones verstauen. Ein USB-Anschluss erlaubt gleichzeitig das
Aufladen der abgelegten Geräte.
Die ebenfalls mit Leder bezogenen und in einem speziellen Hybrid-Formverfahren hergestellten
Türverkleidungen sind rund
40 Prozent
leichter als vergleichbare Produkte.
Mit dem speziell
in die Türverkleidung eingebrachten Bezug
schafft Johnson Controls
Kosmetik fürs Auto
Einmal waschen, sprühen und cremen bitte!
Nanu, ein Friseur auf der IAA? Oder doch ein Kosmetiksalon? Läuft man auf den
Stand mit den vielen knallbunten Fläschchen, Tiegeln und Schwämmchen zu, der
etwas versteckt in Halle 3.1 liegt, könnte man so etwas denken. Und ein bisschen
stimmt es auch, bemerkt man spätestens dann, wenn die dunkelrot lackierte
Motorhaube, die am Rand aufgebockt ist, liebevoll mit rosa Wachs eingecremt
und mit einem orangefarbenen Microfasertuch poliert wird.
Denn die Fläschchen und Tiegel mit rosa, pinkem, gelbem, hellblauem oder grünem
Inhalt, lassen das Herz eines echten Autoliebhabers höher schlagen. Autoshampoo,
Glasreiniger, Wachs, Versiegelung, Poliermittel, Felgenreiniger – von den niederländischen Vertreibern unter den Marken „Smartwax“ und „Chemicalguys“ aus Amerika importiert.
Nicht, dass es Autopflege-Produkte grundsätzlich nicht auch hierzulande gäbe.
Aber irgendwie hat es etwas, wenn das rosafarbene Polierwachs auch noch nach
Kaugummi riecht. Oder das gelbe Zitrusshampoo richtig fruchtig. „Autopflege soll
Spaß machen“ erklären die Niederländer. Das lockt auch ein der Autopflege sonst
eher abgeneigtes Klientel: In Amerika machen Frauen 30 Prozent der Käufer aus.
Auch wenn die Aussteller auf der IAA
wohl eher auf der Suche nach ProfiKundschaft sind, darf sich der Laie mal
durchs Sortiment schnuppern. Leder,
Pinacolada, Jasmin, Kirsch und – besonders beliebt – der Geruch „neues Auto“
zum Versprühen im Innenraum. Auch
jede Menge Schwämme und Mikrofasertücher in verschiedenen Farben liegen in
den Regalen.
An unserem Vergleich mit dem Kosmetik halten wir übrigens fest: Steht doch
„100 Prozent Canauba“ auf den WachsFläschchen und -Tiegeln . Ein Wachs, das
aus den Blättern einer brasilianischen
Palme gewonnen wird. Und das auch die
Kosmetikindustrie einsetzt.
einen nahtlosen Übergang zwischen Türverkleidung und Instrumententafel. Der auf diese Weise
gewonnene Raum wird auf der
Fahrerseite zur Steuerung der Klimaanlage und auf der Beifahrerseite für ein vergrößertes Handschuhfach genutzt.
Die nahtlose Integration der
elektronischen Kontroll- und
Bedienelemente mit moderner
LED-Beleuchtung und Touchscreen-Displays in die Innenraumverkleidung unterstützt die
intuitive Interaktion. Das konfigurierbare zentrale Informationsdisplay für den Fahrer sowie der
ebenfalls berührungsempfindliche
Bildschirm oberhalb der Mittelkonsole sorgen für ein komfortables und sicheres Benutzererlebnis.
Außerdem verfügt die Mittelkonsole über eine Ablage für das
Smartphone, die den Betrieb und
das drahtlose Wiederaufladen des
Geräts ermöglicht.
11
Sa, 14.09.2013
Elektroauto aufladen
Strom tanken an der Straßenlaterne
Es klingt so einfach wie abgefahren, könnte aber einen wichtigen Baustein zum Fortschritt der Elektromobilität liefern: In Berlin kann man ab
Ende des Jahres an einem Stadtmöbel Energie tanken.
E
lektroautos zapfen künftig
zum Laden Straßenlaternen
an. Noch in diesem Jahr werden
100 Lampen in Berlin dazu umgebaut, 2014 sollen dann in ganz
Deutschland solche Stromtankstellen geschaffen werden. Die
neue Technik ist eine zukunftsweisende – unter anderem, weil
sie rund 90 Prozent günstiger
kommt als bisherige Ladesäulen.
Garia Mansory Golf-Cart
Ganz ohne Handicap
Der erste Eindruck: Der ist aber
schön Orange. Auch der zweite
Blick bestätigt uneingeschränkt
diese Einschätzung. Das Garia
Mansory Golf-Cart ist kaum zu
übersehen. Der als Zweisitzer
oder als 2+2-Variante lieferbare
Platz-Begleiter unterscheidet
sich von herkömmlichen GolfCarts aber nicht nur durch die
auffällige Farbe. Das Exterieurund auch Interieurdesign ist
vielmehr gekennzeichnet durch
die Verwendung von Carbon,
Teakholz und Leder. Natürlich
bewegt es sich dank des Zutuns
des Veredlers nicht nur luxuriös,
sondern auch etwas schneller
als ein Standard-Wägelchen. Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h
sind drin und klar: Das Golf-Cart
hat auch eine Straßenzulassung.
Selbstverständlich liegt der Preis
ein wenig über dem üblichen
Niveau. Kunden, die sich für ein
solches individualisiertes Fahrzeug entscheiden, müssen rund
40.000 Euro investieren.
Die Idee des Berliner Start-ups
Ubitricity ist denkbar einfach:
Man nehme eine Straßenlaterne
neben der ein Auto parken kann
und integriere eine Steckdose –
fertig ist die Ladestation. Weniger
als 300 Euro pro Laterne werden dafür laut Ubitricity fällig, die
Kosten für eine konventionelle
Ladesäule beziffert das Unternehmen auf rund 10.000 Euro.
Die eigentliche Schwierigkeit
dabei ist die Frage der Abrechnung – wie wird der abgezapfte
Strom gezählt und dem Tankenden in Rechnung gestellt? Konventionelle Ladesäulen haben
dazu Zähl- und Online-Kommunikationstechnik integriert, bei der
Straßenlaterne muss man sie mitbringen. Dafür hat Ubitricity ein
„intelligentes Kabel“ entwickelt,
das die Berliner auf der IAA präsentieren. Das enthält ein Modul
mit einer SIM-Karte, „eine Kreuzung aus intelligentem Stromzähler und Smartphone“, nennt es Geschäftsführer Knut Hechtfischer.
Stöpselt der Kunde sein mit dem
Auto verbundenes Kabel in die Laternensteckdose, erkennt sie den
Nutzer als autorisiert und lässt
Strom fließen. Das Kabel übermittelt die Messdaten via Mobilfunk, der Kunde rechnet dann mit
seinem eigenen Stromversorger
ab. „Sie bekommen also sozusagen
Strom der Stadtwerke Köln auch aus
Berliner Straßenlaternen“, erklärt
Hechtfischer. Unter 200 Euro soll
das intelligente Kabel kosten.
Mit der neuen Technik löst das
Start-up gleich mehrere Probleme
auf einmal: Nicht nur, dass wegen
des deutlich günstigeren Installationspreises die Infrastruktur an
Lademöglichkeiten, an der die regionalen Stromanbieter ja durchaus großes Interesse haben, sehr
schnell wachsen könnte. Auch für
die städtischen Laternenparker
wird ein Elektroauto plötzlich interessant. Bisher wurde die größte Zielgruppe der E-Mobile bei
denjenigen gesehen, die das Elektroauto in ihrer Garage oder an ihrem Arbeitsplatz aufladen können.
Stadtwerke in ganz Deutschland
seien „sehr interessiert“ an der neuen Technik, sagt Hechtfischer. Die
100 Laternen bis Ende des Jahres
in Berlin sind ein Testlauf, um im
kommenden Jahr in den Massenmarkt einsteigen zu können. Ubitricity verdient sein Geld dabei
beim Messen und Abrechnen der
Daten, für das der Stromanbieter
zahlt.
Auf der IAA in zwei Jahren will
Hechtfischer wieder präsent sein.
„Dann wollen wir diese Technik aber
im Auto haben“, sagt er. Gespräche
mit Automobilherstellern habe es
bereits gegeben.
Europapremiere.
Der neue Mazda3
Live auf der IAA (Halle 9 / Stand B 12) oder online unter
www.mazda-connect.de. Jetzt anmelden, exklusive Infos sichern
und Special Events rund um den neuen Mazda3 erleben.
DER NEUE M{ZD{ 3. LEIDENSCHAFTLICH ANDERS.
Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus: 5,8 – 3,9 l/100 km; CO2-Emissionen im kombinierten Testzyklus: 135 – 104 g/km.
Auch über
www.mazda.de
Eine Werbung der Mazda Motors (Deutschland) GmbH.
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