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Hessens Apotheker sind vorbildlich Gesundheitsreform – was

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H 53602
konkret
Mitteilungen der Landesapothekerkammer Hessen
Heft 5 · September/Oktober · 2003
Ausbildungsplätze:
Hessens Apotheker
sind vorbildlich
Delegiertenversammlung:
Gesundheitsreform –
was kommt ist offen
Wiesbaden:
Sommerfest im
Apothekergarten
Telefonverzeichnis
Um die Geschäftsstelle zu erreichen, bitten wir Sie, vor der jeweiligen Durchwahlnummer die
Telefonnummer 0 69 / 97 95 09 zu wählen.
Hier nun eine Auflistung der Ansprechpartner mit ihren Durchwahlnummern:
Landesapothekerkammer Hessen
Durchwahlnummer:
Geschäftsleitung
Ulrich Laut
Maria Schmid
Geschäftsführer
Sekretariat
- 16
- 23
Justitiariat:
Kerstin Feuerstein-Dörnhöfer
Jutta Beck
Birgit Bauer
Justitiarin, Dienstbereitschaft
allgemeine Fragen, Stellenmarkt
Rezeptsammelstellen und Tariffragen
- 18
- 11
- 38
Öffentlichkeitsarbeit:
Andrea Mühlbacher
- 13
Buchhaltung:
Helga Potz
- 19
Mitgliederverwaltung:
Birgit Wolfraum
Magdalena Merz
Abteilungsleiterin
Druckerei und Postversand:
Andrej Ulrich
Bereich Pharmazie:
Dr. Hildegard Mauthner
Nicole Wittmann
Sven Ebert
Frank Börner
Ingrid Rhein
Versorgungswerk:
Michael Aland
Rosemarie Schäfer
Andrea Leopold-Sadowski
Elvira Cuert
Ivanka Masa
Sabine Diether
Lyudmyla Chykyrynda
Gabriela Kriesel
Martina Allmannsdörfer
Silke Glaue
- 17
- 40
- 20
Bereichsleiterin
Sekretariat, allgemeine Fragen, regionale und
zentrale Fortbildung
Allgemeine Fortbildung, begleitende Unterrichtsveranstaltungen
Weiterbildung
PKA-Ausbildung
- 14
- 12
Bereichsleiter
Sekretariat, Rentenzahlungen,
Rehabilitationsmaßnahmen
Mitgliederverwaltung: Mitglieder von A - K
Neuanmeldungen, BfA-Befreiungen,
Änderungsmeldungen
Mitgliederverwaltung: Mitglieder von L - Z
Neuanmeldungen, BfA-Befreiungen,
Änderungsmeldungen
Beitragsabrechnungen der Angestellten
Beitragsreg. der Selbständigen, Überleitungen
Leiterin Buchhaltung
Buchhaltung
Buchhaltung
Lastschrifteinzug
- 25
- 39
Telefax:
Landesapothekerkammer Hessen
Versorgungswerk
E-Mail:
info@apothekerkammer.de
info@apothekerversorgungswerk.de
- 15
- 24
- 41
- 37
- 28
- 29
- 27
- 35
- 30
- 36
- 46
- 22
- 44 und - 66
Die E-Mail-Adresse der einzelnen Mitarbeiter setzt sich aus dem ersten Buchstaben des Vornamens, dem Familiennamen und
daran anschließend @apothekerkammer.de (Beispiel: u.laut@apothekerkammer.de) oder @apothekerversorgungswerk.de (Beispiel: m.aland@apothekerversorgungswerk.de) zusammen.
2
Internet:
www.apothekerkammer.de
www.apothekerversorgungswerk.de
LAK
konkret 5/03
Inhalt
KINDER WILLKOMMEN
Auch bei der 69. Zentralen
Fortbildungsveranstaltung der
Akademie für Pharmazeutische Fortbildung
der Landesapothekerkammer
Hessen – am
15. und 16.
November
2003 in
Gießen
(Programm
siehe
Seite 19) –
wird eine Kinderbetreuung angeboten.
Nähere Einzelheiten: Nicole
Wittmann, Tel.: 0 69
/ 97 95 09 - 12 oder
Fax: 0 69 / 97 95 09 - 22
7
DELEGIERTENVERSAMMLUNG
Auch wenn die Stimmung
im Keller ist: Kammerpräsidentin Dr. Gabriele
Bojunga rief Hessens
Apothekerschaft auf, aus
der Not (der Gesundheitsreform) eine Tugend zu
machen
Aus der LAK
Delegiertenversammlung
Die nächste Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen findet am 12. November 2003 statt. Die Versammlung beginnt um
10 Uhr. Veranstaltungsort ist das „Scandic Hotel Offenbach“ (früher:
„Holiday Inn“), Kaiserleistraße 45, 63067 Offenbach. Das Hotel ist unter
der Telefonnummer 0 69/80 61 - 0 sowie unter dem Faxanschluß 0 69/
80 61 - 666 zu erreichen.
✓ KLARTEXT
Die Gesundheitsreform steht
4
✓ AKTUELL
15
Ausbildungsplätze –
Hessens Apotheker vorbildlich
16
Politik –
Am Wahlvolk vorbei
5
DocMorris –
Profit statt Visionen gefragt
18
Olbernhau –
Als die Flut kam
6
Meldungen
20
Delegiertenversammlung –
Was tatsächlich kommt, ist offen
7
Tag der Zahngesundheit –
Motto: „Gesund beginnt im Mund“
9
Apothekergarten Wiesbaden –
Sommerfest
10
Gesundheitsreform –
Es einmal den Dilettanten zeigen
12
Florian Rentsch, MdL –
Als „Praktikant“ in Ranstadt
13
Apothekenbesichtigung –
Fehler, die sich einschleichen
14
konkret 5/03
✓ BÜCHER
Gastroenterologie
Rauschgift
Selbstmedikation
PKA-Lehrbuch
21
✓ SCHLUSS
Ferienanlage überbucht –
Ersatzziel muß nicht akzeptiert werden
✓ INTERN
LAK
Dermopharmazie –
Revision der Hygienerichtlinie
22
✓ RUBRIKEN
Aus der LAK
LAK-Notizen
Impressum
TITELBILD: BUNDESWEHRAPOTHEKE WILHELMSHAVEN © Florian Draxler
5, 7
6, 9
22
3
Klartext
Die Gesundheitsreform steht – wir
werden sie zukunftsweisend ausfüllen
ugegeben: Ein perfektes
Reformgesetz ist Illusion.
Dies schon deswegen, weil
es immer Detailfragen gibt, in denen man unterschiedlicher Auffassung sein kann. Was wir jedoch an
der aktuellen Gesundheitsreform kritisieren, ist substantieller Natur: Im
Bereich der Arzneimittelversorgung
wird ohne Not – und zum Teil sogar
wider bessere Einsicht – ein System
über Bord geworfen, das hochmodern ist und nachweislich reibungslos funktioniert.
Auch wenn uns das Gesetz zur
Modernisierung der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz – GMG) in seiner
Endfassung nicht zusagen kann,
steht fest: Die vielen Gespräche, die
wir mit politischen Entscheidungsträgern geführt haben, waren nicht völlig vergebens. Sie haben immerhin
dazu beigetragen, daß etliche der
uns betreffenden Passagen des
GMG-Ursprungsentwurfs entschärft
wurden. An einigen Stellen wurde
die Position der Apotheken sogar
gestärkt.
Klar sehen muß man aber auch:
Apotheker in anderen Ländern, wie
zum Beispiel der Schweiz, wurden
ebenfalls mit gravierenden Strukturveränderungen konfrontiert. Sie haben diese nicht nur überstanden, sie
haben sie zudem gut umgesetzt.
Was wir jetzt also auf keinen Fall
tun dürfen, ist, „den Kopf in den
Sand stecken“. Im Gegenteil: Wir,
Z
4
Foto: Draxler
die Landesapothekerkammer Hessen und der
Hessische Apothekerverband, werden gemeinsam die Module erstellen,
die für ein sinnvolles, praxisbezogenes Hausapothekenkonzept notwendig
sind. Dazu wird die Kammer ihre Weiterbildungsordnung um
neue Spezialisierungen ergänzen,
die nicht nur den aktuellen Anforderungen genügen, sondern zukunftsweisend sind. In der kommenden Ausgabe dieser Zeitschrift werden wir erste konkrete Vorschläge
in dieser Richtung vorstellen.
Ich wünsche mir nämlich, daß wir
uns nicht allein damit begnügen, nun
die „Ärmel hochzukrempeln“ und
die vorgegebene Reform auszugestalten. Was wir meiner Meinung
nach darüber hinaus brauchen, ist
ein steter Gedankenaustausch mit all
denen, die uns auf dem Weg einer
permanenten Innovation begleiten
können und sollen.
Hierzu zähle ich insbesondere den
Kreis der Kolleginnen und Kollegen,
die in Forschung und Lehre tätig sind,
die Studenten, die noch nicht in ein-
Dr. GABRIELE BOJUNGA
Präsidentin der
Landesapothekerkammer Hessen
gefahrenen Gleisen stecken, und die
Politiker, die unseren Bereich von
außen her betrachten.
Eine unmißverständliche Forderung geht jedoch gleichzeitig an die
Politik: Es muß ein Ende damit haben, daß die Apotheken die handwerklichen Fehler des Gesetzgebers
finanziell auszubaden haben.
Ihre
LAK
konkret 5/03
Aktuell
Politik läuft zusehends
am (Wahl-) Volk vorbei
ie Kritik am Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV-Modernisierungsgesetz –
GMG) hält bis dato an. Die Autoren beeindruckt's offenbar wenig.
Doch der Anschein dürfte trügen.
Denn sie bessern – gewissermaßen
quer über die Fraktionsflure an unterschiedlichen Stellen nach. Einzig
ihre Kritiker bekommen davon keinen Wind – und wenn, dann ist das
jeweilige „Ding“ schon gelaufen.
Diese Art politischer Gestaltung ist
für Berliner Verhältnisse neu. Und sie
dürfte so schnell auch nicht wiederholbar sein. Aktuelles Beispiel:
der Kampf ums Schloß
Bellevue. Kaum hat der
amtierende Bundespräsident den Verzicht auf
eine neuerliche Kandidatur erklärt, war der
gern und viel beschworene „Respekt vor der Würde des
Amtes“ futsch. SPD-General Olaf
Scholz trumpfte – inhaltlich – mit
dem Ruf der früheren Präsidentengegner auf: „Frau statt Rau“. Da
stellt sich die Frage, warum Scholz
und Co. die Chance nicht schon im
Mai 1999 ergriffen haben. Damals
hatten CDU/CSU die Thüringer Professorin Dagmar Schipanski als (Gegen-) Kandidatin aufgeboten.
Der Ruf nach (irgend-) einer Frau
ist kein Konzept. Und weder Scholz
noch sein Chef Gerhard Schröder
werden die Union damit in Zugzwang bringen. Denn dort hat bereits eine Frau entschieden, daß sie
den Job nicht antreten möchte. Nun
D
LAK
konkret 5/03
sortiert sie, wer aus den Reihen ihrer Partei für den ab 2004 neu auszuschreibenden Zeitvertrag im Bellevue in Frage kommt.
Was das Regierungslager verkennt: Das Wahlvolk fragt nicht nach
Frau oder Mann. Es wünscht sich jemanden, der nicht nur bei der Mehrheit in der Bundesversammlung ankommt.
Szenenwechsel: Die Bundesregierung will auch künftig Egomanentreffen organisieren – sprich: Gremien vom Schlage der Rürup-Kommission sponsern, deren Rat nicht
einmal den Auftraggeber interessiert, wie der Kanzler noch vor
der Übergabe des Gutachtens medienwirksam
kundtat.
Seine Gesundheitsministerin hat dennoch einen neuen Sachverständigenrat zur Politikberatung ihres Ministeriums berufen: sieben Professoren, unter ihnen
zwei Damen. Ihr Privileg: Sie dürfen bis zum 31. Juni 2007 auf Kosten der Steuerzahler sagen, was sie
wollen.
Was die Politik dabei ignoriert:
Die Bürger sind derlei Gremien leid.
Sie wollen verständliche Informationen und klare, tragfähige Entscheidungen – und zwar von denen, die
sie dafür gewählt haben. Daß Professoren mit ihren Traumgagen und
-pensionen bar jeder Realität leben
und denken, belegen schon deren
jüngste Ratschläge zur Zukunft der
Gesundheits- und Rentenpolitik.
JÜRGEN R. DRAXLER
Aus der LAK
Informationsabend
Zu einem Informationsabend mit
Kammerpräsidentin Dr. Gabriele
Bojunga lädt die Zweigstelle Kassel der Landesapothekerkammer
(LAK) Hessen ein.
Termin:
Montag, 29. September 2003
Ort:
Apothekerhaus Kassel, Frankfurter Str. 229a, 34134 Kassel
Themen:
Bericht vom Apothekertag in
Köln, Beitragssatzsicherungsgesetz 2003, Apotheke 2004: Auswirkungen der Gesundheitspolitik und Perspektiven für 2004.
í
Rentenerhöhung
Erfreulich für die Versorgungsempfänger: Auch 2004 werden ihre
Renten steigen. Die Delegiertenversammlung hatte in ihrer Junisitzung eine Erhöhung aller laufenden Renten um 1,25 Prozent
beschlossen (siehe „LAK konkret“,
Heft 4/03, S. 5 und 8). Diesem Beschluß hat nun die Aufsichtsbehörde des Versorgungswerkes
zugestimmt. Bei Rückfragen ist
das Versorgungswerk unter Tel.:
0 69 / 97 95 09 - 25 erreichbar.
í
Stellenbörse der
LAK Hessen
Die Stellenangebote und -gesuche finden Sie unter der Internetadresse der Landesapothekerkammer (LAK) Hessen: www.apo
thekerkammer.de
Auskünfte zur Stellenbörse können Sie aber auch telefonisch
erhalten. Ihre Ansprechpartnerin
in der LAK: Jutta Beck, Tel.: 0 69/
97 95 09 - 11
5
Aktuell
LAK-Notizen
Fortbildung auf der
Gesundheitsmesse
6
Das „Forum chronische Krankheiten, Prävention und Information“, das vom 14. bis 16. November auf dem Messegelände in
Frankfurt/Main stattfindet, verspricht eine Gesundheitsmesse
der besonderen Art zu werden.
Ausstellungs- und Tagungsort sind die
Halle 5.1 sowie das
an-grenzende Congress Center (siehe
auch Heft 4/03 dieser Zeitschrift).
Apotheken, die
ihre Kunden informieren möchten,
können dies mit Hilfe von Besucherflyern und Postern für
ihr Schaufenster tun.
Das Material ist bei
der Messe Frankfurt
kostenfrei erhältlich.
Zuständig: Simone
Hauptmann, Tel.: 0
69 / 75 75 - 57 62, Fax: 0 69 / 75
75 - 58 83, E-Mail: simone.haupt
mann@messefrankfurt.com.
Die Landesapothekerkammer
(LAK) Hessen ist nicht nur mit einem Ausstellungsstand (Halle 5.1,
C 24), sondern auch mit einem
Fortbildungsangebot vertreten.
Dabei geht es am 15. November
um den „Asthmapatienten in der
Apotheke“:
14 - 15.30 Uhr, „Rahmenbedingungen in der Apotheke und
Mitarbeiterschulung“, Dr. Christian Gerninghaus, Schlitz
16.00 - 17.30 Uhr, „Betreuung
des Asthmapatienten“, Dr. Chalid
Ashry, Reinhardshagen.
Weitere Informationen unter:
www. allergica.de
Fotos: Stadtwerke Olbernhau
Am 12. und 13. August 2002 verwüstete das Hochwasser auch das Jugendund Kulturzentrum des Erzgebirgsstädtchens Olbernhau
Olbernhau
Als die Flut kam
s war am 12. und 13. August letzten Jahres, als die
verheerenden Fluten auch
das Erzgebirgsstädtchen Olbernhau
trafen. Schwer in Mitleidenschaft
gezogen wurde auch die Drei-Tannen-Apotheke von Udo Siegert.
In den Tagen der Not machten sich
viele Bürger aus allen Landesteilen
in die betroffenen
Regionen auf und
leisteten persönliche
Hilfe vor Ort. Unter
ihnen: hessische
Apothekerinnen
und Apotheker.
Daneben wurde
viel Geld gespendet, um auch auf diese Weise zu helfen. Allein auf einem eigens von der
Landesapothekerkammer Hessen
eingerichteten Spendenkonto gingen exakt 5 289,28 Euro ein. Geld,
das dem Kollegen Siegert zur Verfügung gestellt wurde.
Der aber dachte selbst in seiner
Notlage noch an die, die kaum auf
E
eine solche Hilfe hoffen konnten: das
Jugend- und Kulturzentrum seiner
11 500 Einwohner zählenden Heimatstadt. Allein die dortigen Wasserschäden (an Wänden, Böden,
Bühneneinrichtung und Technik) beliefen sich auf rund 200 000 Euro.
Das Zentrum war 1992 als Domizil für die Jugendlichen und Vereine
(von der Theatergruppe über das
Blasorchester der
Freiwilligen Feuerwehr bis hin zur
Schnitz- und Klöppelgruppe) eröffnet
worden. Dank der
Spenden können
nun wieder Ausstellungen, Lesungen,
Liederabende, Konzerte und anderes
mehr stattfinden. Gunnar Rug vom Jugend- und Kulturzentrum: „Ein großes Dankeschön an alle, die gespendet haben! Ohne diese Hilfe wäre ein
Wiederaufbau des Zentrums aus finanziellen Gründen nicht möglich
gewesen.“
୵
LAK
konkret 5/03
Aktuell
Aus der LAK
Neue Köpfe
Delegiertenversammlung
Was tatsächlich
kommt, ist offen
Das seit dem 1. Januar geltende
Beitragssatzsicherungsgesetz
(BSSichG) verhagelt den Apotheken – mit seinen haarsträubenden Rabattregelungen – massiv
die Betriebsergebnisse. Die nun
beschlossene Gesundheitsreform wird – dank Versandhandel
und Mehrbesitz – den Negativtrend noch weiter verschärfen.
Was die Präsidentin der Landesapothekerkammer (LAK) Hessen, Dr.
Gabriele Bojunga, der Delegiertenversammlung in ihrem „Bericht zur
Lage“ mitzuteilen hatte, klang düster. Schuldzuweisungen, wer wen
„verschaukelt“ und wer was versäumt hat, blieben aus. Statt dessen
warnte Bojunga davor, in Selbstmitleid zu verfallen. Auftritte solcher Art
kämen weder im politischen Berlin
noch in der Öffentlichkeit an. Das
belegten frühere Beispiele ebenso
LAK
konkret 5/03
wie jüngste Reaktion: „Wir tun keinem Leid!“ betonte sie.
Die Gesundheitsreform drohe das
bewährte wie sichere System der
Arzneimitteldistribution auszuhebeln. Die Arzneimittelsicherheit werde durch die Einführung des Versandhandels gefährdet. Ob die im
Gesetz fixierte eingeschränkte
Mehrbesitzerlaubnis auch quer
durch die Gerichtsinstanzen Bestand
habe, bleibe abzuwarten.
Bojunga sieht die Kammern und
Berufsverbände gefordert, Konzepte wie zum Beispiel das Hausapothekenmodell weiterzuentwickeln und
Wege für ein Apothekenmanagement unter den veränderten Rahmenbedingungen aufzuzeigen. Einhellige Zustimmung erhielt die Präsidentin für ihre Ankündigung, wonach die LAK den Apotheken offensiv Hilfestellung leisten wird – sei es
durch qualifizierte Fort- und Weiterbildungsangebote oder durch ̈
Das Team der Landesapothekerkammer (LAK) Hessen ist wieder komplett. „Mit der Apothekerin Doktor Hildegard Mauthner
und dem Betriebswirt Sven Ebert
sind aus dem Bereich ‘Pharmazie’
neue Impulse zu erwarten“, prognostizierte Kammerpräsidentin
Dr. Gabriele Bojunga, die die neue
Bereichsleiterin der Delegiertenversammlung vorstellte:
Dr. Hildegard Mauthner , 38,
Studium der Pharmazie und Promotion in Erlangen, tätig als
Klinikapothekerin, Unterricht an
einer Krankenpflegeschule sowie an PTASchulen. Seit dem 1. August ist sie Bereichsleiterin Pharmazie der LAK.
Ihr Ziel: „Den Strukturwandel im Gesundheitswesen als Chance für die
Apotheke nutzen.“ Ihre
Aufgabenschwerpunkte:
Fort- und Weiterbildungsangebote zu konzipieren und organisieren – um beispielsweise das
Hausapothekenmodell umsetzen
zu können.
Sven Ebert, 33, gelernter Hotelfachmann mit Weiterbildung
zum staatlich geprüften
Betriebswirt. Ebert ist
ebenfalls seit dem 1. August bei der LAK im Bereich Pharmazie/Fortbildung tätig. Er freut sich,
„Frau Doktor Mauthner
in ihrem Bemühen um
eine qalitativ hochwertige Apothekerfortbildung in Hessen unterstützen und dieses Vorhaben zum
Erfolg führen zu können“.
Fotos: Draxler (2); Mühlbacher (1)
7
Aktuell
die Klärung juristischer Fragen, wie
zum Beispiel die, ob Apotheken
künftig in der Rechtsform einer
GmbH geführt werden dürfen.
ABDA-Beiträge. Angesichts derart massiver Probleme, denen sich
die Mitglieder – allen voran die
Apothekenleiter – stellen müssen,
forderte die Delegiertenversammlung den Kammervorstand auf, gegenüber der Bundesvereinigung
Deutscher Apothekerverbände –
ABDA in der Frage des Kammerbeitrags an die ABDA den Kurs bei-
Absicht, daß die LAK Hessen auch
künftig Mitglied der Bundesvereinigung bleiben soll.
ABDA-Politik. Daß außerdem die
Informationspolitik der ABDA zu
wünschen übrig läßt, wurde im Verlauf der Diskussion ebenfalls deutlich. So habe man die Mandatsträger der Kammern und Verbände
in dem Glauben und für „viel Geld“
nach Berlin fliegen lassen, daß man
mit ihnen das neue Kombi-Honorarmodell besprechen wolle, berichtete Bojunga. Dann habe sich heraus-
Professor Dr. MANFRED SCHUBERT-ZSILAVECZ nahm die Einladung von Kammerpräsidentin Dr. GABRIELE BOJUNGA gern an, um der Delegiertenversammlung die Perspektiven des ZL aufzuzeigen
8
zubehalten. Die Versammlung war
sich einig, daß man auch in Berlin
kürzertreten und sparen muß. Von
daher soll der zur Hälfte auf einem
Sperrkonto liegende Beitrag dort
verbleiben. Über das weitere Vorgehen will die Delegiertenversammlung erst entscheiden, wenn die
ABDA sich eine Haushalts- und Kassenordnung gegeben hat und somit
Transparenz in ihr Finanzgebaren
kommt.
Ebenso einmütig unterstützten die
Delegierten den Vorstand in der
Fotos: Draxler
gestellt, daß dies bereits dem Bundesgesundheitsministerium vorlag,
so daß die Mitgliederversammlung
der ABDA das Papier nur noch „abzunicken“ gehabt hätte.
ZL-Zukunft. Bevor die Delegierten
sich mit dem Thema „ABDA“ befaßten, hatten sie Erfreuliches zu hören
bekommen. Der neue Chef des Zentrallaboratoriums (ZL), Professor Dr.
Manfred Schubert-Zsilavecz, stellte
ihnen sein Konzept vor, mit dem er
die einst vielbeachtete Institution in
eine solide Zukunft führen will.
Zunächst aber machte SchubertZsilavecz aus seiner Belastung als
Universitätslehrer und Generalsekretär der Deutschen Pharmazeutischen
Gesellschaft keinen Hehl. Aus diesem Grund wird seine bisherige Assistentin, Dr. Mona Tawab, quasi die
Tagesgeschäfte des ZL übernehmen.
An der strategischen Ausrichtung
des Instituts werden beide gemeinsam arbeiten.
Wohin die Reise gehen muß, stellte Schubert-Zsilavecz ohne Umschweife klar. Nach dem Ausscheiden des vormaligen ZL-Chefs, Professor Dr. Henning Blume, sei das
Institut bedeutungslos geworden. Die
Themen von damals (Bioverfügbarkeit) oder heute (DNA-Chips, Zellkulturen) seien entweder mittlerweile überholt oder aber kaum zu vermitteln.
Wenn das ZL wieder (national wie
international) Beachtung finden wolle, müsse es heute an den Themen
von morgen arbeiten: Qualitätsprüfungen von Importarzneien und -arzneistoffen (Stichwort: Arzneimittelfälschungen), Qualitätssicherung
von Biologicals, Phyto- und Radiopharmaka.
Aussagen, die die Delegierten zuversichtlich stimmten beziehungsweise, wie es Kammerpräsidentin
Bojunga formulierte, „uns in eine
Aufbruchstimmung versetzen“. Daß
diese Stimmung auch nach außen
getragen werden soll, machte Schubert-Zsilavecz abschließend ebenfalls deutlich. Wer in der Forschung
etwas bewege, werde die dafür notwendigen Mittel auf Dauer nur erhalten, wenn seine Leistungen auch
öffentlich wahrgenommen würden.
Und: Je mehr Reputation das ZL erlange, desto mehr falle davon wieder auf die Apotheker zurück.
JÜRGEN R. DRAXLER
LAK
konkret 5/03
Aktuell
LAK-Notizen
Tag der Zahngesundheit
Motto: „Gesund
beginnt im Mund“
m 25. September ist in
Deutschland zum nunmehr
13. Mal Tag der Zahngesundheit. Auch in diesem Jahr geht
es deshalb wieder in einer unüberschaubaren Anzahl von kleinen und
größeren Veranstaltungen in Ländern, Städten und Gemeinden, in
Zahnarztpraxen und Dentallabors
und an vielen weiteren Orten um die
Vermeidung von Zahn-, Mund- und
Kieferkrankheiten.
Gemäß dem
Motto des Jahres 2003 „Gesund beginnt
im Mund: Zähne sind ein
Team, sie gehören zusammen“ soll vor
allem darauf
aufmerksam
gemacht werden, wie wichtig eine korrekte Zahnstellung
und Bißlage ist.
Fast jedes zweite Kind in Deutschland muß kieferorthopädisch behandelt werden. Schiefe Zähne und
Kieferanomalien sind jedoch nicht
immer angeboren. Rund die Hälfte
aller Fehlstellungen wird durch unzweckmäßige Flaschensauger,
schädliche Gewohnheiten wie Nukkeln am Daumen oder Schnuller über
A
LAK
konkret 5/03
das Säuglingsalter hinaus, Zungenpressen, Lippenbeißen und Wangensaugen sowie Sprachstörungen,
ständige Mundatmung und insbesondere Karies verursacht.
Zahnlücken oder unregelmäßig
und verschachtelt stehende Zähne
sind nicht nur keine Zierde – sie können auch zu gesundheitlichen Störungen führen, die auf den ersten
Blick gar nichts mit den Zähnen zu
tun haben.
Zähne und Kiefer, die nicht zusammenpassen,
belasten
die
Kiefergelenke ungleichmäßig.
Häufige Folge
dieser Fehlbelastung sind Verspannungen der
Kaumuskeln, was
Kopfschmerzen
und Migräne
auslösen kann.
Oft kommen
Eltern mit ihren
Kindern zu spät
zum Zahnarzt, weil noch gar keine
oder erst wenige zweite Zähne
durchgebrochen sind. Für Vorbeugung ist die Chance dann meist
schon vorbei. Vielfach sind bereits
erste kariöse Defekte und Störungen
der Gebißentwicklung eingetreten,
die eine regelgerechte Kieferent୵
wicklung verhindern.
Weiter überzeugen
Zu politischen Gesprächen trafen die Präsidentin der Landesapothekerkammer (LAK) Hessen,
Dr. Gabriele Bojunga, und LAKGeschäftsführer Ulrich
Laut in Wiesbaden mit
der hessischen Sozialministerin, Silke Lautenschläger (Foto r.), und Innenminister Volker Bouffier (Bild r. u., beide CDU)
zusammen. Inhalt der
Gespräche waren die
Ausgestaltung des Apothekenwesens im Zuge
der aktuellen Diskussion
um die Gesundheitsreform sowie Fragen der
Arzneimittelsicherheit.
Die Mitglieder der Landesregierung wollten sich
bei diesen Unterredungen aus erster Hand über
die Position der Apothekerschaft informieren, bevor sie –
voraussichtlich Ende September
oder Anfang Oktober – im Bundesrat über das Gesamtpaket der
Gesundheitsreform abstimmen.
Die LAK vertritt als Körperschaft
öffentlichen Rechts die Interessen
aller rund 5 500 Apothekerinnen
und Apotheker Hessens.
In einer Stellungnahme gegenüber dieser Zeitschrift bezeichnete Laut die Gesprächsatmosphäre
als unbelastet und gut. Unbeschadet aller aktuellen Fragen sei man
übereingekommen, auch künftig
einen regelmäßigen Meinungsaustausch zu pflegen. Bereits im
Frühjahr hatte Bojunga sich mit
Ministerpräsident Roland Koch zu
einem Gespräch getroffen (wir
berichteten).
Fotos: Archiv
9
Aktuell
Apothekergarten Wiesbaden
Artischocke und Politik gaben
beim Sommerfest den Ton an
Auch das 8. Sommerfest im
Apothekergarten Wiesbaden
wurde seinem Ruf mehr als
gerecht. Ein Fest, das Oberbürgermeister Hildebrand Diehl in
seiner Bürgerkolumne ausdrücklich als eines der „kleinen
Juwele“ der Landeshauptstadt
lobte.
Bei strahlendem Sonnenschein
begrüßte Markus Ley, Vorsitzender
der Interessengemeinschaft (IG) der
Apotheker Hessen-Nassau, die Gäste aus Politik, Verwaltung, Verbänden und last but not least der Apo-
10
Eröffnete das Sommerfest: Markus
Ley, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Apotheker HessenNassau
Fotos: Florian Draxler
thekerschaft. Er konnte ihnen nicht
nur einen lohnenden Rundgang
durch das Areal empfehlen, sondern
außerdem auf ein Programm verweisen, das gleichermaßen Information wie Unterhaltung bot.
Der Apothekergarten war 1984
nicht zuletzt auf Initiative der IG
Hessen-Nassau gegründet worden.
Auf seinen mittlerweile 5 500 Quadratmetern sind heute mehr als 200
Pflanzenarten zu finden – darunter
Arzneipflanze des Jahres: die
Artischocke. Sie begleitet den
Menschen bereits seit Jahrtausenden
etliche, die nach wie vor zur Herstellung von Arzneimitteln dienen.
Wie zuvor der IG-Vorsitzende
begrüßte auch die Vizepräsidentin
der Landesapothekerkammer (LAK)
Hessen, Dr. Silva Daus, die Gäste,
unter ihnen die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler,
CDU. Daus dankte insbesondere der
Landeshauptstadt und ihrem Grünflächenamt, das in über 18 Jahren
aus dem Garten ein wahres Kleinod gemacht hat.
Daß die Stadt damit zugleich Besucher anlockt, die nicht nur aus
Hessen kommen, sondern zum Teil
auch von weit darüber hinaus, be-
Die Gesundheitsreform bot genügend Gesprächsstoff: Kristina
Köhler, MdB (l.), und Dr. Silva Daus,
Vizepräsidentin der LAK Hessen
LAK
konkret 5/03
Aktuell
zeichnete Daus als eine
sehr erfreuliche Nebenwirkung.
Aus dem Kreis der Gäste dankte Köhler für die
Einladung. Die Jungpolitikerin hatte sich nach eigener Aussage schon
deswegen über die Einladung gefreut,
weil sie bereits als Kind mit dem
Apothekerberuf intensiver in Berührung gekommen ist. Hintergrund: Ihr
Großvater betrieb bis 1984 eine
Apotheke in Wiesbaden.
Die CDU-Politikerin wollte das
Sommerfest bewußt nutzen, um sich
über die Positionen der Apothekerschaft zur Gesundheitsreform zu informieren. Daß dieser Wunsch in Erfüllung ging, war allenthalben zu
beobachten.
Viele Gäste machten Gebrauch
von der Gelegenheit, neben den eiLAK
konkret 5/03
genen Erkundungen, an einer von
drei angebotenen Führungen durch
den Apothekergarten teilzunehmen.
In einer dieser „Exkursionen“ wurde das Augenmerk besonders auf
die mittelalterliche Klostermedizin
gelenkt.
Wer den Dingen noch genauer
auf den Grund gehen wollte, konnte dies mit Hilfe einer stereomikroskopischen Betrachtung sowohl von
getrockneten als auch von frischen
Pflanzen tun. Für die Kinder, denen
in aller Regel der Sinn kaum nach
solcherlei Tun stand, gab es eben-
falls Lehrreiches: Sie
konnten ihre Beobachtungsgabe bei einem
Pflanzenmalwettbewerb
unter Beweis stellen. Und
wem das nicht Abwechslung genug war, der erfreute sich an den Künsten, die ein leibhaftiger Zauberer
zum besten gab.
Damit alles wie geplant gelang,
waren auch in diesem Jahr zahlreiche Unternehmen als Sponsoren
dabei: Anzag, Kneipp Würzburg,
Phönix, Kapferer, Stada, Dr. Theiss,
Schwabe Karlsruhe, Wort & Bild
Verlag, Govi Verlag und die Lichtwer
Pharma.
Ley und Daus dankten diesen Firmen ausdrücklich für ihr Engagement, ohne das es ein solches Fest
nicht geben würde.
JÜRGEN R. DRAXLER
Fotos: Florian Draxler
11
Aktuell
Webportal zur
Homöopathie
12
Jetzt ist es soweit: Unter der Internetadresse www.homöopathie
-welt.de hat dieser Tage das erste deutsche Homöopathieportal
im Internet seine Pforten geöffnet.
Hinter dem Angebot stehen
zwei Organisationen, die für die
Seriosität bürgen: der Deutsche
Zentralverein homöopathischer
Ärzte (DZVhÄ) und der Schweizerische Verein homöopathischer
Ärztinnen und Ärzte (SVHA).
Zum Start
präsentierte sich
das Portal noch
etwas spartanisch – sprich: in
einer sogenannten Basisausstattung, wie die
Initiatoren erklärten. Das Informationsangebot
werde jedoch täglich ausgebaut,
hieß es ergänzend in einer Erklärung, die der DZVhÄ herausgegeben hat.
Unter der genannten Internetadresse werden allgemeine Informationen zur Homöopathie offeriert. Darüber hinaus gibt es
praktische Tips zum Beispiel zur
Selbstmedikation. Hinweise und
Hilfestellung finden Patienten
aber auch bei anderen Fragen.
So etwa, was bei einer Abrechnung homöopathischer Leistungen mit einer gesetzlichen Krankenkasse unbedingt zu beachten
ist.
Eine Datenbank mit den Adressen von Ärzten für Homöopathie,
die auch einen Veranstaltungskalender enthält, rundet das Informationsangebot ab.
Gesundheitsreform
Es einmal den
Dilettanten zeigen
Der Streit um die Gesundheitsreform hat die Gemüter erhitzt.
Dabei ging es um Geld und
Ideologien. Wer glaubt, es besser
machen zu können, kann dies
jetzt probieren – am Computer.
Das Simulationsprogramm findet
man im Internet unter www.gesund
heitspolitik.de. Das Programm namens „Reform-O-Mat“ wurde von
dem Arzneimittelhersteller Schwarz
Pharma entwickelt. Wer sich per
Mausklick zum Gesundheitsminister
befördert, kann alle
Reformschritte
durchspielen, die
seine Berater empfehlen und die ihm
sinnvoll erscheinen.
Der Haken an der
Sache: Man wird
sofort mit sämtlichen
Konsequenzen konfrontiert, die diese
Maßnahmen an allen anderen Ecken und Enden des
Gesundheitssystems auslösen.
Aber damit nicht genug: Smileys
zeigen an, wie diese Reformen beim
Volk oder in den Augen der Steuerzahler ankommen. Wer da die Balance nicht findet, verspielt schnell
für sich (und seine Partei) jegliche
Chance auf eine Wiederwahl –
sprich eine weitere Amtszeit.
Keine Frage: Das Programm ver-
deutlicht jedem Spieler, wie komplex
die Gesundheitspolitik ist und wie problematisch das Drehen an einzelnen
Stellrädchen sein kann. Allein die Aufgabe, wonach der Spieler ein Defizit
der gesetzlichen Krankenkassen
(GKV) in Höhe von rund drei Milliarden Euro bei einem Ausgabenvolumen von142,6 Milliarden Euro schließen muß, hat es in sich.
Warum allerdings die Einführung
des Versandhandels 1,8 Milliarden
Euro einsparen soll, bleibt schleier-
haft. Doch auch ohne diesen Unfug
läßt sich ein Einnahmeüberschuß erzielen, der weder die Beitrags- noch
die Steuerzahler vergrätzt – probieren Sie es mal selbst.
JÜRGEN R. DRAXLER
LAK
konkret 5/03
Intern
Florian Rentsch
Als Praktikant in Ranstadt
Politikern sagt man gemeinhin
nach, von allem etwas und von
vielem nichts zu wissen. Der
FDP-Landtagsabgeordnete
Florian Rentsch, gesundheitspolitischer Sprecher seiner
Fraktion, unternimmt einiges, um
derartige Lästereien Lügen zu
strafen.
Der 28jährige Rentsch gehört dem
hessischen Landtag seit der Wahl
vom 2. Februar dieses Jahres an.
Von Haus aus Jurist, hat sich der Liberale der Sozial- und Gesundheitspolitik verschrieben. Damit er weiß,
wo und warum beispielsweise die
Apotheker der Schuh drückt, machte er sich in den Wetteraukreis, genauer nach Ranstadt, auf, um in der
dortigen Post-Apotheke für einen
halben Tag als „Praktikant“ hinter
die Kulissen zu schauen.
In der Offizin erwartete ihn mit
Jens Bojunga ein erfahrener Apothekenleiter, der nicht nur die heutigen Probleme des Gesundheitssystems kennt, sondern auch die Entwicklung, die dahin führte, aus eigener Anschauung miterlebt hat.
Das Programm für Rentsch hatte
es in sich: Ob Warenannahme, Warenlager, Apotheken-EDV oder Labor, dem Politiker wurden zunächst
alle mit diesen Bereichen verbundenen Aufgaben und pharmazeutischen Leistungen erläutert. Anschließend standen die Offizin sowie die
Beratungs- und Serviceleistungen,
die gegenüber Kunden, Patienten
und Arztpraxen erbracht werden,
LAK
konkret 5/03
Apotheker JENS BOJUNGA stellte dem
im Fokus des In- FDP-Politiker FLORIAN RENTSCH, MdL,
teresses. Damit seine Post-Apotheke vor. Der
Abgeordnete lernte dabei die
sich das Bild für Bandbreite der Offizinpharmazie
ihn abrundete, kennen. Sein Resümee: Apotheken
durfte der Abge- sind nicht nur für das Gesundheitsordnete auch an system unverzichtbar, sondern
dem Wust von auch als Arbeitgeber unersetzlich
Bürokratie teilhaben, der in einer Apotheke tagtäg- formation und pharmazeutische Belich – ohne jegliche Honorierung – treuung der Patienten sei eine wertvolle Hilfe und trage dazu bei, im
abzuarbeiten ist.
Für Rentsch war das Ausmaß des Gesundheitssystem erhebliche KoBürokratismus im übrigen eine „er- sten einzusparen. Deshalb, so der
schreckende“ Erkenntnis, zumal er Liberale, täte die Politik gut daran,
gedacht hatte, „es geht in erster Li- die Beratungsleistung weit stärker zu
nie um die Patienten“. Beeindruckt honorieren.
Da der internetgestützte Versandwar der FDP-Politiker aber von dem
handel
kaum dauerhaft zu verhindern
Aufwand, der hinter den Beratungsleistungen steckt, und der Intensität sei, forderte Rentsch EU-weit identimit der diese dennoch betrieben sche Wettbewerbsbedingungen, zu
denen ebenso gleiche Steuern (Beiwerden.
Nach dem, was er in Ranstadt zu spiel: Mehrwertsteuer) wie gleiche
sehen und hören bekam, steht für Rechte und Pflichten für alle Apotheden FDP-MdL fest, daß in den Apo- ken gehörten. Dies müsse Berlin posttheken „Hervorragendes“ geleistet wendend in Angriff nehmen.
wird. Die dort stattfindende InJÜRGEN R. DRAXLER
Fotos: privat
13
Intern
Apothekenbesichtigungen
Fehler, die sich einschleichen
tellt eine Apotheke zulassungspflichtige – oder von
der Einzelzulassung freigestellte – Fertigarzneimittel für Menschen her und bringt diese in den
Verkehr, muß sie dafür eine Produkthaftpflichtversicherung vorweisen
können. Das ergibt sich aus dem
Arzneimittelgesetz (AMG, §§ 88 bis
94). Bei Apothekenbesichtigungen
kommt es gelegentlich jedoch zu
Mißverständnissen, wenn „nach
dem Bestehen einer Versicherung
zur Deckungsvorsorge im Sinne des
Arzneimittelgesetzes“ gefragt wird.
Worum es im Einzelnen geht, erläutert Dr. Helmut Blaß vom Regierungspräsidium Darmstadt: „In erster Linie sind Arzneimittel betroffen,
die nach Standardzulassungen in
der Apotheke im voraus hergestellt
und zur Abgabe bereitgehalten
werden.“ Einige Apotheken seien
auch Mitvertreiber industriell gefertigter Präparate in Eigenaufmachung (ähnlich den früheren „unechten Hausspezialitäten“). Während
sich in letzterem Fall die Apotheke
in der Regel als „Mitversicherungsnehmer“ vertraglich der Versicherung des Originalvertreibers und
Zulassungsinhabers anschließe, sei
im ersteren Fall eine eigene Versicherungspolice erforderlich. Übrigens: Die Deckungssummen sind gesetzlich festgelegt. Seit Anfang 2003
liegt die Jahresprämie – grob geschätzt – bei etwa 150 Euro.
„Zuweilen ist der Apothekenleitung nicht klar“, so Blaß weiter, „ob
diese Versicherung in einem Gesamtpaket enthalten ist.“ Sein Tip:
S
14
Schlüsselwörter in der Police wie „§
94 AMG“, „pharmazeutischer Unternehmer“, „Deckungsvorsorge“,
„Pharma-Haftpflicht“ oder „Kapitalbetrag von 120 Millionen Euro“ sind
Hinweis darauf, daß ein entsprechender Versicherungsschutz tatsächlich besteht.
Eine Vorsorgehaftpflichtpolice ist
nicht notwendig, wenn die Apotheke
ausschließlich Rezepturpräparate,
Fertigarzneimittel nach der sogenannten 100er-Regel, registrierungspflichtige homöopathische Medikamente, Tierarzneimittel oder
selbsthergestellte Stada-Präparate anbietet. Und noch ein Hinweis von
Blaß: „Die uns zumeist vorgelegte Betriebshaftpflichtversicherung kann
eine Produkthaftpflichtversicherung
nach dem AMG nicht ersetzen und
ist auch nicht Gegenstand der behördlichen Überwachung.“
ĭ
Fehlerhafte Kennzeichnungen
von Arzneimitteln können vorkommen. Die Redaktion dieser Zeitschrift
fragte den Experten des Regierungspräsidiums nach den häufigsten
Fehlern. Blaß: „Bei Apothekenbesichtigungen stellen wir oft fehlerhafte Kennzeichnung bei solchen Arzneimitteln fest, die der sogenannten
100er-Regel unterliegen.“ Diese ergibt sich aus § 21 AMG und betrifft
Arzneimittel, die „aufgrund nachweislich häufiger ärztlicher oder
zahnärztlicher Verschreibung in den
wesentlichen Herstellungsschritten in
einer Apotheke in einer Menge bis
zu hundert abgabefertigen Packungen an einem Tag im Rahmen des
üblichen Apothekenbetriebs hergestellt werden und zur Abgabe in dieser Apotheke bestimmt sind“.
Diese Fertigarzneimittel sind nicht
wie Rezepturarzneimittel nach § 14
der Apothekenbetriebsordnung
(ApBetrO), sondern umfangreicher,
nämlich nach § 10 AMG, zu kennzeichnen. Blaß: „Eine Packungsbeilage, wie sie in § 11 AMG vorgesehen ist, kann allerdings entfallen.“
Was bei der Apothekenrevision in
diesem Zusammenhang auffällt:
Vielfach fehlt auf den Packungen der
Hinweis „apothekenpflichtig“ oder
„verschreibungspflichtig“. Vergessen wird zum Teil aber auch die
Angabe eines echten Verfallsdatums
(„verwendbar bis: ...“) oder der
Kinderschutzhinweis, obwohl diese
Angaben von jedem handelsüblichen Fertigarzneimittel bekannt
sind. „Fehl am Platz sind“, wie Blaß
ergänzend anmerkte, „lateinische
Stoffbezeichnungen und Angaben
wie ‘ana ad’.“ Darüber hinaus erinnerte er daran, daß auch diese
Präparate Defekturen seien, „für die
ein Herstellungsprotokoll erforderlich ist“.
Was bei Apothekenbesichtigungen ebenfalls auffällt: beispielsweise ein mit einem Gummiband befestigtes Etikett, auf dem als „letzter
Herstellungsschritt“ noch der Patientenname aufgetragen wird. Namen
sind weder der ApBetrO noch dem
AMG zufolge eine Pflichtangabe.
Auch wenn sie aufgetragen werden,
wird aus einer Defektur keine Individualrezeptur.
JÜRGEN R. DRAXLER
LAK
konkret 5/03
Intern
Gesellschaft für Dermopharmazie
Revision der
Hygienerichtlinie
ie Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) hat die
„Hygienerichtlinie für die
Herstellung von nicht sterilen pharmazeutischen Zubereitungen in der
Apotheke“ in der Erstfassung vom
19. Januar 2000 überarbeitet und
veröffentlicht. Die revidierte Richtlinie steht interessierten Fachkreisen
auf der GD-Homepage als pdf-Datei unter www.gd-online.de zur Verfügung.
Die Hygienerichtlinie wird zudem
mit der 20. Ergänzungslieferung in
das NRF 2003 im Wortlaut aufgenommen. Auch in den Empfehlungen zum Qualitätsmanagement der
deutschen Apotheken, den Leitlinien zur Qualitätssicherung der Bundesapothekerkammer, wird auf die
Richtlinie der GD hingewiesen.
Die Hygienerichtlinie orientiert
sich selbstverständlich an den spezifischen Aufgaben und der Ausstattung der Apotheke sowie an dem
hohen Ausbildungsstand der Apothekenmitarbeiter. Ihre Umsetzung
ist ebenso einfach wie praktikabel
gehalten. Demzufolge ist der Aufwand bei schrittweiser Umsetzung
weitaus geringer als gelegentlich
vermutet.
Sehr hilfreich sind bei der Umsetzung der Richtlinie die Musterhygienepläne für Personal und Betriebsräume. Sie geben Anregungen und
erleichtern den betriebsspezifischen
Aufbau. Ebenso nützlich ist die
Checkliste zur Selbstinspektion. Sie
D
LAK
konkret 5/03
ermöglicht es, zunächst eine ehrliche Einschätzung des Hygiene-IstZustandes vorzunehmen, aber auch
gleichzeitig das betriebliche Hygienekonzept zu überprüfen und somit
abzusichern.
Die Richtlinie beschreibt in zwölf
Punkten, wie ein gutes Hygienekonzept aussieht. So werden zunächst
im festgelegten Geltungs- und Verantwortungsbereich die Hygieneforderungen an Herstellungsbereich,
Geräte und Personal erläutert. Auf
die notwendigen Hygienemaßnahmen bei Herstellungsvorgängen,
den Ausgangsstoffen, Abgabebehältnissen und bei der Abfallbeseitigung wird hingewiesen.
Regelmäßige Schulung und Fortbildung sollen alle Mitarbeiter motivieren, ihr Wissen aufzufrischen
und neue Erkenntnisse einzubeziehen. Da die Umsetzung ohne Dokumentation kaum zu realisieren wäre,
müssen die entsprechenden Maßnahmen in Arbeitsanweisungen und
Hygieneplänen festgehalten werden. Und last but not least sollte der
Erfolg des Hygienekonzeptes durch
Selbstinspektion und gegebenenfalls
ein Hygienemonitoring nachgewiesen werden.
Für das Team der Apotheke definiert die Richtlinie als Ziel die ständige Verbesserung der Sicherheit
und Effektivität der Arbeitsabläufe.
ROSEMARIE EIFLER-BOLLEN
GD-FACHGRUPPE MAGISTRALREZEPTUREN
Stellenbörse für
Gesundheitsjobs
Eine neue Jobbörse im Internet
bietet allen Arbeitssuchenden
eine bundesweite Übersicht über
freie Positionen im Gesundheitswesen. Auch Apotheken können
unter der Internetadresse www.sa
najobs.de ihre Stellen inserieren
und so bundesweit auf Mitarbeitersuche gehen.
Das Angebot wurde von der
Lübecker Unternehmensberatung
Sananet konzipiert und ins Internet gestellt. Die
auf das Gesundheitswesen
spezialisierte
Beratungsgesellschaft arbeitet in diesem
Fall mit der
Bundesanstalt
für Arbeit zusammen. Die
Behörde meldet
alle ihr bekannten offenen Stellen aus dem
Gesundheitssektor an das Internetportal von
Sanajobs.
Neben Angeboten für Apotheker und Mediziner werden auch
Stellen für die Komplementärberufe – wie PTAs, Krankenschwestern, Arzthelferinnen und
andere mehr – vermittelt. Derzeit
sind nach Angaben der Betreiber
über 20 000 Jobs aus 17 Gesundheitsberufen in der Stellenbörse zu finden. Der Standardeintrag für eine Anzeige ist kostenfrei. Nur herausgehobene
oder verlinkte Stellenofferten werden berechnet.
15
Intern
Ausbildungsplätze
Hessens Apotheker vorbildlich
rotz der Unsicherheit angesichts der Gesundheitsreform und eines bereits erfolgten Stellenabbaus aufgrund massiver Ertragseinbußen durch das
Beitragssatzsicherungsgesetz, verzeichnet die Landesapothekerkammer Hessen aktuell 664 laufende Ausbildungsverhältnisse für den Beruf der
pharmazeutisch-kaufmännischen
Angestellten (PKA).
Dr. Gabriele Bojunga, Präsidentin der Landesapothekerkammer
Hessen, hofft, daß sich die Ausbildungsplatzsituation in einem politischen Umfeld, das die Apotheken
finanziell und strukturell schwächt,
nicht verschlechtert: „Die Zahlen
sind – trotz der unsicheren Lage –
ein gutes Zeichen für eine anhaltende Ausbildungsbereitschaft von
Apothekerinnen und Apothekern
und Ausdruck ihres gesellschaftli-
T
16
Foto: Archiv
chen Verantwortungsbewußtseins.“
Außerdem spiegelten sie die Bedeutung der wohnortnahen Apotheke
als Ausbildungsstätte wider, die es
auch in Zukunft zu erhalten gelte.
Die Ausbildung zur PKA dauert
drei Jahre und umfaßt ein breites
Spektrum an Tätigkeiten, die in dieser Zeit erlernt werden. Von kaufmännischen Aufgaben über die Daten- und Textverarbeitung, die pharmazeutische Warenkunde und Lagerhaltung bis hin zur Schaufensterdekoration werden die Auszubildenden auf den abwechslungsreichen
Alltag in der Apotheke vorbereitet.
„Gerade bei jungen Frauen ist
dieser Ausbildungsberuf sehr beliebt“, so Bojunga, „da er durch die
Möglichkeit der Teilzeitarbeit optimale Voraussetzungen bietet, Erwerbs- und Familienleben miteinander zu vereinbaren.“
„Wir vermuten, daß wir in diesem
Jahr noch weiteren jungen Menschen Ausbildungsplätze in öffentlichen Apotheken und Krankenhausapotheken zur Verfügung stellen
können“, erklärte Ulrich Laut, Geschäftsführer der hessischen Landesapothekerkammer.
Um dies festzustellen hat die Kammer eine Umfrage gestartet. Damit
will man die genaue Anzahl noch unbesetzter Ausbildungsplätze in den
Apotheken ermitteln. Mittlerweile bildet fast jede zweite Apotheke in Hessen aus. Dies ist ein wertvoller Beitrag dazu, die Lehrstellensituation für
die Schulabgänger in unserem Land
deutlich zu verbessern, stellte Bojunga
fest. Aus diesem Grund bittet die
Kammer den auf der gegnüberliegenden Seite stehenden Umfragebogen auszufüllen und an die LAK
zurückzuschicken.
୵
LAK
konkret 5/03
17
LAK
konkret 5/03
Intern
DocMorris
Profit statt Visionen gefragt
xperten sehen in dem niederländischen Arzneimittelversandhändler DocMorris weder ein innovatives noch
ein visionäres Unternehmen. Im Gegenteil: Wer eine solche Geschäftsidee als Nonplusultra propagiert,
nimmt die Gefährdung der Arzneimittelsicherheit in Kauf. Das wurde
bei einem Streitgespräch in der Universität Bonn deutlich.
Daran teilgenommen hatten der
Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, Professor Dr.
Theo Dingermann, die Präsidenten
der Landesapothekerkammern (LAK)
Hessen, Dr. Gabriele Bojunga, und
Nordrhein, Karl-Rudolf Mattenklotz,
auf der einen sowie Ralf Däinghaus,
DocMorris, und Dr. Gert Schorn vom
Bundesgesundheitsministerium
(BMG) auf der anderen Seite. Eingeladen hatte Professor Dr. Christian
König. Der Bonner Universitätslehrer
vertritt DocMorris vor dem Europäischen Gerichtshof. Das Publikum: Angehörige der Heilberufe sowie Studenten.
Wenn der deutsche Arzneimittelmarkt für den europäischen Wirtschaftsraum geöffnet werde, betonte
Bojunga, sei zu befürchten, daß das
besonders in südeuropäischen Ländern bestehende Überwachungsdefizit hinsichtlich Zulassung, Verschreibungspflicht und Fälschungen zu einem „Einfallstor für Arzneimittelrisiken in bisher nicht gekannter Größenordnung“ werde. Sie warnte davor,
in Deutschland die Grenzen für den
Versandhandel mit Arzneimitteln zu
öffnen, bevor nicht die Sicherheitslage
E
18
Foto: Mühlbacher
Stritten für ihre Standpunkte: Ralf Däinghaus, PR-Chef des niederländischen
Arzneiversandhändlers DocMorris, Karl-Rudolf Mattenklotz, Präsident der
Apothekerkammer Nordrhein, Dr. Gabriele Bojunga, Präsidentin der LAK
Hessen
in allen EU-Mitgliedsstaaten einen
gleich hohen Standard aufweise. Außerdem sei es schwierig, Qualitätsund Sicherheitsstandards außerhalb
der Landesgrenzen zu überprüfen.
Dingermann verwies darauf, daß
das Arzneimittel nicht als einfache
„Ware“, die dem europäischen
Grundsatz des freien Warenverkehrs
unterliege, gesehen werden könne.
Arzneimittel besäßen ein Gift- und
Gewöhnungspotential. Zudem würden sie, über das Internet zugänglich gemacht, wesentlich hemmungsloser konsumiert, so seine Prognose.
Dem stellte Däinghaus die Sicherheitsstandards seiner Internetapotheke
entgegen. Er räumte ein, daß auf dem
internationalen Markt zu hauf Arzneifälschungen existierten.
Mattenklotz stellte seinerseits klar,
daß sich kein Apotheker vor dem
Versandhandel fürchten müsse –
sofern es gleiche Wettbewerbsbe-
dingungen gebe. Dies sei aber für
die deutschen Apotheken nicht der
Fall, solange sich ausländische Versandapotheken das Preisgefälle von
Arzneimitteln in der Europäischen
Union zunutze machen könnten.
Ein Ärztevertreter äußerte die Befürchtung, daß auf Druck der Krankenkassen gerade wirtschaftlich
schlechter gestellte Patienten dazu
bewegt würden, Versandhandelsrisiken in Kauf zu nehmen, obwohl
sie eigentlich lieber bei der Apotheke vor Ort kaufen würden. Eine Aussage, die BMG-Vertreter Schorn zurückwies. Der Gesetzgeber werde
Sorge tragen, daß kein Patient von
seiner Kasse zur Nutzung einer Versandapotheke gezwungen werden
dürfe. Außerdem werde auch die
Preisverordnung so geregelt, daß
der Versandhandel nicht automatisch zur ersten Wahl werde.
JÜRGEN R. DRAXLER
LAK
konkret 5/03
Intern
Programm
der 69. Zentralen Fortbildungsveranstaltung der Akademie für
Pharmazeutische Fortbildung der Landesapothekerkammer Hessen
am 15./16. November 2003 in Gießen
Veranstaltungsort: Kongreßhalle, Berliner Platz 2, 35390 Gießen
Thema: „Ganzheitliche Medizin und Homöopathie“
*
Samstag, 15. November 2003
15.00 - 15.15 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Dr. Gabriele Bojunga
Präsidentin der LAK Hessen
Prof. Dr. Henning Blume
Sprecher der Akademie für Pharmazeutische Fortbildung
18.05 - 19.10 Uhr
Enzymtherapie
Dr. Rainer Stange
Immanuel-Krankenhaus, Abteilung für Naturheilkunde, Berlin
16.40 - 17.45 Uhr
Anthroposophie
Dr. Harald Matthes
Gemeinschaftskrankenhaus Hardhöhe, Klinik für Anthroposophisch
erweiterte Heilkunst, Berlin
15.15 - 16.20 Uhr
Homöopathie
Dr. K.-H. Gebhard
Karlsruhe
Sonntag, 16. November 2003
9.15 - 10.20 Uhr
Traditionelle Chinesische Medizin
Dr. Christian Schmincke
Klinikum am Steigerwald, Gerolzhofen
10.40 - 11.45 Uhr
Pharmakodynamische und psychodynamische Wirkungen
bei Behandlungen mit Arzneien – zur Bedeutung von
Placeboeffekten
Prof. Dr. Volker Schulz
Berlin
12.00 - 13.05 Uhr
Aktuelles Thema
N.N.
Einführung und Moderation:
Dr. Gabriele Bojunga
Präsidentin der LAK Hessen
Moderation:
Prof. Dr. Henning Blume
Sprecher der Akademie für Pharmazeutische Fortbildung
Programmänderungen vorbehalten
LAK
konkret 5/03
* Kinderbetreuung (Tel.: 0 69 / 97 95 09 - 12, Fax: 0 69 / 97 95 09 - 22)
19
Intern
Betrüger verhökern
„Das Original Gold“
Unter Rentnern und Pensionären
sind die als „Kaffeefahrten“ getarnten Verkaufsveranstaltungen beliebt.
Schließlich bieten sie Gelegenheit,
für wenige Euro „mal rauszukommen“. Solche Fahrten offeriert auch
die Firma Pro Vital. Ihr Verkaufshit
ist ein Nahrungsergänzungsmittel:
„Das Original Gold“ (Pharmazentralnummer 3 245 713).
Im Rahmen der Veranstaltung sollen dann am Kauf interessierte Kunden eine Apotheke ihres Vertrauens
nennen. Per Anruf läßt man sich von
dort den (Lauertaxen-) Preis des Mittels – in Höhe von 664 Euro – bestätigen. Bevor der Apotheker jedoch eine Erläuterung abgeben
oder zum Präparat selbst Stellung
nehmen kann, wird aufgelegt. Nach
dieser „Preisbestätigung“ erklärt der
Verkäufer den Kunden, daß das
Mittel bei ihm zum Tagespreis von
nur 298 Euro zu haben sei. Viele
Reiseteilnehmer zeigen sich beeindruckt und kaufen das völlig überteuerte Mittel. Die Apotheken sollten ihre Kunden vor dieser Verkaufspraktik warnen.
୵
Rezeptfälschungen
Im Kreis Offenbach sind gefälschte Rezepte im Umlauf. Sie wurden
von einem „Dr. L. Nacigp“ ausgestellt. Verordnet sind jeweils starke
Schmerzmittel – Valoron und Tilicomp. Ausgestellt wurden die Rezepte für den „Patienten“ Akifer
Gigit, Eisenbahnstr. 124, 63303
Dreieich. Die Apotheken werden vor
einer Belieferung dieser „Verordnungen“ gewarnt.
୵
ĭ
20
Dem Arzt Dr. Manfred Moritz aus
Obertshausen sind Rezeptblätter
gestohlen worden. Bislang aufgetauchte Rezepte wurden im Januar
ausgestellt und beinhalteten eine
Verordnung des MSD-Migränepräparats Maxalt.
୵
ĭ
Dank der Wachsamkeit einer
Apothekenmitarbeiterin wurde die
Fälschung eines Rezepts (siehe Abb.
rechts) des Bürgerhospitals Frankfurt
am Main entdeckt. Die Verwaltungsleitung des von der Apotheke verständigten akademischen Lehrkrankenhauses der Johann Wolfgang
Goethe-Universität vermutet, daß
noch mehr solcher Kopien des
Originalvordrucks im Umlauf sein
dürften.
୵
ĭ
Auch das gibt es: Rezepte, ausgestellt von einer Phantompraxis (siehe Abb. rechts). Vorgelegt wurden sie in einer
Kasseler Apotheke,
nachdem die Präparate
telefonisch vorbestellt
worden waren. Offensichtlich bemerkte die
Frau, die zwei dieser Rezepte einlösen wollte, das Mißtrauen des Apothekenpersonals. Sie verließ die Offizin urplötzlich. Der Versuch, die Praxis telefonisch zu erreichen, mußte scheitern. Der „Arzt“
war ebensowenig bei der Ärztekammer gemeldet wie der Telefonanschluß bei der Telekom. Übrigens:
Beide Rezepte sind zwar quittiert,
wurden aber nicht beliefert.
୵
Beiträge der Berliner
Apothekerkammer
Der im Heft 3/03 (Seite 13) dieser
Zeitschrift veröffentlichte Jahresbeitrag für Apothekenleiter der Apothe-
kerkammer Berlin ist falsch berechnet worden. Das erklärt der Geschäftsführer der Berliner Kammer,
Rainer Auerbach, in einem Brief an
die Landesapothekerkammer Hessen.
Er verweist in seinem Schreiben
zwar darauf, daß die veröffentlichten Werte nicht aus Berlin stammen,
hat es jedoch bis zum Redaktionsschluß dieser Ausgabe unterlassen,
der Redaktion dieser Zeitschrift – trotz
ausdrücklicher Bitte – die tatsächlichen Beitragssätze mitzuteilen. So
sehr wir eine mögliche Fehlmeldung
bedauern, so sehr wären wir an der
aus Berliner Sicht „korrekten“ Beitragssatzstaffel interessiert.
୵
LAK
konkret 5/03
Bücher
Gastroenterologie
Arzneimitteltherapie in der Gastroenterologie: pharmakologische
Grundlagen - Organerkrankungen Tumoren - pädiatrische und geriatrische Besonderheiten - gesundheitsökonomische Aspekte; mit 75 Tabellen / hrsg. von Jürgen Schölmerich
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½ Nebenwirkungen und Dosisanpassungen
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˽
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Rauschdrogen und
deren gesundheitliche Gefahren. Der
Schwerpunkt liegt in der Darstellung
der wesentlichen Substanzen zur
Rauscherzeugung. Dabei reicht die
Bandbreite von Ecstasy über Haschisch, halluzinogene Pilze und
Schnüffelgase bis zum Sekret der
Agakröte. Berücksichtigt sind auch
Medikamente, die als Suchtstoffe mißbraucht werden. Dabei wird auf Eigenschaften, Nachweis, Szenenamen, Wirkung, Vergiftungsmöglichkeit und Spätschäden eingegangen.
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˽
Selbstmedikation
Selbstmedikation in Deutschland:
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2002. ISBN 3-8047-1978-3. Preis:
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Die eigenverantwortliche Anwendung selbstgekaufter
rezeptfreier
Arzneimittel
kann das
Gesundheitssystem
und damit
die Solidargemeinschaft der
Krankenversicherten finanziell entlasten. Voraussetzung für den medizinischen und ökonomischen Nutzen
der Selbstmedikation ist der verantwortungsvolle Umgang des Patienten
mit auftretenden Gesundheitsstörungen und den gegebenenfalls indizierten OTC-Präparaten. Allen voran die
Apotheken können dazu einen aus
gesundheitsökonomischer Perspektive
wertvollen Beitrag leisten, indem sie
durch Wahrnehmung einer qualifizierten Beratungs- und Kontrollfunktion zur Verbesserung der Anwendungssicherheit rezeptfreier Arzneimittel beitragen.
˽
PKA-Lehrbuch
Die PKA: Lehrbuch für pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte; mit
Tabellen / hrsg. von Christiane EckertLill und Herbert Gebler. - 2., überarb.
Aufl.. - Eschborn: Govi-Verl., 2003.
- 632 S.: zahlr. Ill.; + 1
CD-ROM. Systemvoraussetzungen der CDROM-Beil.: Windows
95/98/2000/NT/XP.
ISBN 3-7741-0989-3.
Preis: 44,-- €
Das Lehrbuch hat in
der PKA-Ausbildung
seit seinem Erscheinen
neue Maßstäbe gesetzt.
Die Ansprache ist modern, die Texte werden durch Bilder
und Tabellen aufgelockert, Merksätze graphisch hervorgehoben. Gegenstände, die in der Apotheke täglich benutzt werden, sind zum besseren Verständnis abgebildet. Die
beigelegte CD-ROM, mit der das erlernte Wissen in verschiedenen Tests
überprüft werden kann, ermöglicht
interaktives Lernen. In der jetzt erschienenen 2. Auflage wurden sämtliche Kapitel überarbeitet und das
gesamte Bildmaterial aktualisiert.
Der Titel ist empfehlenswert.
˽
21
Schluß
Ferienanlage überbucht:
Urlauber brauchen Ersatzziel
nicht zu akzeptieren
rlauber, die eine seit Wochen gebuchte und bestätigte Reise nicht antreten
können, weil der Veranstalter ihnen
wenige Tage vorher mitteilt, die
Ferienanlage sei überbucht, haben
Anspruch auf Schadenersatz wegen
vertaner Urlaubszeit. Eine
als Alternative angebotene
Reisemöglichkeit auf eine
Nachbarinsel müssen sie
nicht akzeptieren. Dies geht
aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Celle
hervor, auf das der Anwaltsuchservice hinweist.
Ein Ehepaar hatte einen
Maledivenurlaub zum Preis
von 5 000 Euro gebucht.
Vier Tage vor der Abreise
teilte der Veranstalter mit,
daß das Hotel überbucht sei, und
bot ersatzweise einen Aufenthalt auf
einer anderen Malediveninsel an.
Davon wollten die Eheleute aber
U
konkret
Mitteilungen der Landesapothekerkammer Hessen
- 4. Jahrgang -
Herausgeber:
Landesapothekerkammer Hessen
Chefredakteur:
Jürgen R. Draxler
wie das OLG Celle entschied (Az.:
11 U 1/02).
Könne eine Reise wegen Hotelüberbuchung nicht stattfinden, habe
Anschriften
Redaktion:
Im Lohe 13, 29331 Lachendorf
Tel. 0 51 45 / 98 70 - 0
Fax 0 51 45 / 98 70 - 70
ISDN-DaFü 0 51 45 / 9 32 00
E-Mail: j.r.draxler@web.de
Verantwortlich für namentlich gezeichnete
Beiträge: die Verfasser
Herausgeber:
LAK Hessen
Am Leonhardsbrunn 5, 60487 Frankfurt/M.
Tel. 0 69/97 95 09 - 11
Fax 0 69/97 95 09 - 22
E-Mail: info@apothekerkammer.de
Redaktionsbeirat:
Dr. G. Bojunga (Vors.), Dr. S. Daus, H.-D. Helfer, Dr. F.
Runkel, Dr. M. Schmall, Dr. G. Ahlers, Dr. D. Steinbach
Konzept, Layout & Satz, Fotos & Grafiken:
@ktuell Redaktionsbüro Draxler
Im Lohe 13, 29331 Lachendorf
Ständige Mitarbeit:
Ulrich Laut
22
nichts wissen. Sie kannten die andere Insel bereits von einem früheren Kurzbesuch und hatten keine
Lust, dort Urlaub zu machen. Das
Paar stornierte die Reise, blieb zu
Hause und verlangte Schadenersatz
wegen vertaner Urlaubszeit. Zu Recht,
Foto: Archiv
dies in der Regel der Veranstalter
zu vertreten, so die Richter. Die Kunden müßten sich nicht darauf einlassen, ihren Urlaub ersatzweise an
einem anderen Ort, zum Beispiel auf
einer Nachbarinsel, zu verbringen,
wenn sie dazu keine Lust hätten. Ein
Reiseveranstalter, der die gebuchte Reise aufkündige,
habe auch die rein gefühlsmäßig getroffene Entscheidung der Reisenden, an dem
ihnen als Alternative angebotenen Ort keinen Urlaub
machen zu wollen, hinzunehmen. Das Gericht sprach
dem Paar für die vertane Urlaubszeit 3 000 Euro Schadenersatz zu.
Tip: Der Anwaltsuchservice benennt Rechtsuchenden unter der Servicerufnummer 01
80 - 52 54 555 (12 Cent/Min.) bis
zu drei spezialisierte Anwälte in ihrer Nähe.
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Druck und Vertrieb:
Lindendruck- u. Verlagsgesellschaft mbH
Fössestr. 97 A, 30453 Hannover
Amtliches Mitteilungsblatt
der Landesapothekerkammer Hessen
Verantwortlich für den Gesamtinhalt:
Jürgen R. Draxler
Erscheinungsort: Frankfurt/Main. Erscheinungsweise: zweimonatlich. Einzelheft 5,50 €, zzgl. Versandkosten. Für Mitglieder der Landesapothekerkammer Hessen ist der Bezug kostenfrei.
Nachdruck, Kopien, Aufnahme in elektronische Medien (auch auszugsweise) nur mit schriftlicher Genehmigung der Chefredaktion. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte, Fotos etc. keine Gewähr. Die Redaktion
behält sich die (sinngemäße) Kürzung von Leserzuschriften vor.
LAK
konkret 5/03
Veranstaltungskalender (Teil I)
LAK
23. September 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Frankfurt am Main
Biozentrum Niederursel
Hörsaal HB 1 oder HB 3
Marie-Curie-Str. 9
60439 Frankfurt
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der DPhG,
Landesgruppe Hessen, und der Zweigstelle
Frankfurt der Landesapothekerkammer Hessen:
„Einschränkung oder notwendige Strukturierung durch ‘Listenmedizin’?“,
Prof. Dr. Gerd Glaeske, Bremen
23. September 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Kassel
Kurhessisches Apothekerhaus
Frankfurter Str. 229a
34134 Kassel
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Kassel der Landesapothekerkammer
Hessen: „Chronische Darmerkrankungen –
Diagnose und Therapie“,
Dr. Gero Moog, Kassel
25. September 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Wiesbaden
Dorint Pallas Hotel
Auguste-Viktoria-Str. 15
65185 Wiesbaden
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Wiesbaden der Landesapothekerkammer
Hessen: „Pathogenese der Arteriosklerose: die
Mainzer Hypothese“,
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der JohannesGutenberg-Universität, Mainz
27. September 2003
Anmeldung
erforderlich*
Offenbach
Fortbildungsveranstaltung: „Geriatrie:
Arzneimittel / Ernährung“
Workshop
Hannelore Krekel, Universitätsklinik Gießen
Dr. Annette Hauenstein, Universitätsklinik Gießen
Barbara Eirmbter, Klinikum Darmstadt
7. Oktober 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Darmstadt
Fa. Procter & Gamble
Dr.-Otto-Röhm-Str. 2 - 4
64331 Darmstadt-Weiterstadt
20 Uhr s. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Darmstadt der Landesapothekerkammer
Hessen: „Psychoneuroimmunologie: Wie Gehirn
und Immunsystem miteinander kommunizieren“,
Prof. Dr. Manfred Schedlowski, Institut für
Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum
Essen
9. Oktober 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Gießen
Kongreßhalle
„Kerkrade-Zimmer“
Berliner Platz 2
35390 Gießen
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Gießen der Landesapothekerkammer
Hessen: „Orthomolekulare Medizin“,
Apotheker Uwe Gröber, Frankfurt/M.
14. Oktober 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Kassel
Kurhessisches Apothekerhaus
Frankfurter Str. 229a
34134 Kassel
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Kassel der Landesapothekerkammer
Hessen: „Peptisches Ulkus und Refluxkrankheit –
neue Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie“,
Prof. Dr. Martin Konermann, Chefarzt Medizin.Klinik, Marienkrankenhaus, Kassel
15. Oktober 2003
Anmeldung
erforderlich*
Darmstadt
Fortbildungsveranstaltung: „Osteoporose“
(Mamma-CA)
Vortrag
Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz
konkret 5/03
* Anmeld. per Fax: 0 69 / 97 95 09 - 22 oder E-Mail: s.ebert@apothekerkammer.de., weitere Infos: www.apothekerkammer.de/pharmazie
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Veranstaltungskalender (Teil II)
21. Oktober 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Frankfurt am Main
Biozentrum Niederursel
Hörsaal HB 1 oder HB 3
Marie-Curie-Str. 9
60439 Frankfurt
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der DPhG,
Landesgruppe Hessen, und der Zweigstelle
Frankfurt der Landesapothekerkammer Hessen:
„Therapeutischer Zusatznutzen von Insulinsensitizern
und Glykosidaseinhibitoren bei der Therapie des
insulinpflichtigen Diabetes mellitus“,
Prof. Dr. H. P. T. Ammon, Tübingen
23. Oktober 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Gießen
Kongreßhalle
„Kerkrade-Zimmer“
Berliner Platz 2
35390 Gießen
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Gießen der Landesapothekerkammer
Hessen: „Moderne apothekengerechte Methoden
bei der Prüfung von Ausgangsstoffen“,
Dr. Karsten Albert, Zentrales Prüflaboratorium
des DAC, Eschborn
28. Oktober 2003
Anmeldung
erforderlich*
Kassel
Fortbildungsveranstaltung: „Blutzuckermessung in
der Apotheke“
Workshop
Gudrun Wolff, Leverkusen
29. Oktober 2003
Anmeldung
erforderlich*
Wiesbaden
Fortbildungsveranstaltung: „Lifestylemedikamente“
Vortrag
Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz
4. November 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Darmstadt
Fa. Procter & Gamble
Dr.-Otto-Röhm-Str. 2 - 4
64331 Darmstadt-Weiterstadt
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Darmstadt der Landesapothekerkammer
Hessen: „Verstehste mich? – Regeln für eine
gute Kommunikation“,
Dr. Detlef Eichberg, Apotheke Lützelbach,
Lützelbach
11. November 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Frankfurt am Main
Biozentrum Niederursel
Hörsaal HB 1 oder HB 3
Marie-Curie-Str. 9
60439 Frankfurt
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der DPhG,
Landesgruppe Hessen, und der Zweigstelle
Frankfurt der Landesapothekerkammer Hessen:
„Therapeutischer Zusatznutzen der Kombination
von Statinen mit Cholesterin-Resorptionshemmern
bei der Therapie von Fettstoffwechselstörungen“,
Prof. Dr. mult. Walter Schunack, Berlin
15. / 16. November 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Gießen
Kongreßhalle
Berliner Platz 2
35390 Gießen
69. Zentrale Fortbildungsveranstaltung der
Akademie für Pharmazeutische Fortbildung
der LandesapothekerkammerHessen:
„Ganzheitliche Medizin und Homöopathie“.
– Programm siehe Seite 23 dieser Zeitschrift –
18. November 2003
keine Anmeldung
erforderlich
Kassel
Kurhessisches Apothekerhaus
Frankfurter Str. 229a
34134 Kassel
20 Uhr c. t.
Regionale Fortbildungsveranstaltung der Zweigstelle Kassel der Landesapothekerkammer Hessen:
„Diagnostik und Therapie des Reizdarmes – Prävention von Darmkrebs“,
Dr. H.-U-Kellner, Kassel
* Anmeld. per Fax: 0 69 / 97 95 09 - 22 oder E-Mail: s.ebert@apothekerkammer.de., weitere Infos: www.apothekerkammer.de/pharmazie
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Seele and Geist
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