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Ergebnisprotokoll „Brücken in Ausbildung und Beruf – Was

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gefördert aus Mitteln des
Ergebnisprotokoll
„Brücken in Ausbildung und Beruf – Was partnerschaftliche Netzwerke
leisten können“
17. Dezember 2013 (09.00 – 15.30 Uhr)
Albert Hall (Your Office), Albertgasse 35, 1080 Wien
Vorname
Nachname
Organisation
Werner
Eva
Renate
Berenike
Thomas
Rainer
Katrin
Andrea
Claudia
Karoline
Elke
Doris
Elfriede
Ingrid
Elfie
Renate
Bibiana
Edith
Gabriele
Elke
Andrea
Dirk
Manuela
Caroline
Wolfgang
Erika
Birgit
Oksana
Jane
Otto
Mirna
Anna
Roman
Uli
Alexander
Andrea
Philipp
Annette
Tanja
Veronika
Blank
Buchinger
Divitschek
Ecker
Eglseer
Fellner
Fliegenschnee
Fraundorfer
Gabriel
Gindl-Müller
Grote
Hagspiel
Harrer
Hofer
Karlinger
Kitzmantel
Klingseisen
Konrad
Krainz
Lambauer
Leopold
Maier
Makovich
Manahl
Michalek
Mühlbauer
Neuhold
Pachner
Platter
Prantl
Prebanda
Pucher
Rauter
Rebhandl
Reiff
Schmon
Seirer
Sombekke
Sommer
Steinkreß
BSB NÖ / Landesschulrat für NÖ
Austrian Institute of Technology (AIT)
BAB Unternehmensberatung GmbH
Kooo am ZSI
BundesKOST
amg-tirol
BundesKOST
BMUKK
BMASK
BAB Unternehmensberatung GmbH
IFA-Unternehmensberatung GmbH
RMOÖ GmbH
waff / TEP Wien
WUK - Koordinationsstelle Jugend - Bildung - Beschäftigung
Iap Unternehmensberatung GmbH
Koordination Jugendcoaching Salzburg
BMASK
AKOÖ
BSB Stabsabteilung
Team Styria Werkstätten GmbH
IFA-Unternehmensberatung GmbH
WUK - Koordinationsstelle Jugend - Bildung - Beschäftigung
WIBAG
Kooo am ZSI
Kooo am ZSI
BSB Salzburg
BMASK
ZSI
amg-tirol
Amt der Kärntner Landesregierung
AKOÖ
RMOÖ GmbH
BSB NÖ
BMASK
Amt der Salzburger Landesregierung
BSB
amg-tirol
BSB Salzburg
BMASK
Arbeitsassistenz Tirol
Helmuth
Katharina
Michaela
Nikolaus
Alfred
Lisa
Renate
Sturm
Vogrin
Vorlaufer
Wachter
Weber
Wimmer
Winklbauer
Amt der NÖ Landesregierung
BSB Steiermark
Verein Jugend und Arbeit
BSB Burgenland
BSB Stabsabteilung
Kooo am ZSI
Koordination Jugendcoaching Salzburg
VERDICHTUNG DER VERANSTALTUNGSERGEBNISSE
Am 17. Dezember 2013 luden das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK), Abteilung VI/A/9-ESF und die bundesweite Koordinationsstelle der Territorialen
Beschäftigungspakte (TEPs) zum Austausch rund um das Thema "Brücken in Ausbildung und
Beruf – Was partnerschaftliche Netzwerke leisten können" ein. Im Mittelpunkt der Diskussion
stand der exemplarische Austausch der Territorialen Beschäftigungspakte (TEP) bzw. deren
Koordinationen und der Koordinationsstellen am Übergang Schule – Beruf (KOST).
Nach der Begrüßung seitens der Abteilungsleiterin des ESF Frau KLINGSEISEN sprach Key-NoteSpeakerin EVA BUCHINGER (AIT - Austrian Institut of Technology GmbH) über den Nutzen und
Mehrwert von Netzwerken. Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier.
In der anschließenden Diskussion wurden u.a. die Fragen aufgegriffen:
 Inwiefern der Nutzen/Mehrwert von Netzwerken gemessen werden kann oder soll;
 Wann besser ein neues thematisches Netzwerk etabliert werden und wann eher auf
bisherige Netzwerkstrukturen aufgebaut werden soll;
 Wie auf NetzwerkpartnerInnen reagiert werden soll, die sich nicht/kaum ins Netzwerk
einbringen.
RepräsentantInnen der bundesweiten Koordinationsstelle der TEPs (Kooo) sowie der
bundesweiten Koordinationsstelle am Übergang Schule – Beruf (BundesKOST) stellten die
beiden auf nationaler Ebene angesiedelten Netzwerke vor.
Anschließend stellten regionale TEP- und KOST-KoordinatorInnen einander ihre Netzwerke in
sogenannten World Cafes vor. Posterpräsentationen der einzelnen Netzwerke finden Sie hier.
Den Präsentationen folgte ein interaktiver Austausch entlang unterschiedlicher Themen in drei
Workshops:
WORKSHOP 1: (W EITER)ENTWICKLUNG VON STRATEGIEN UND ANGEBOTEN FÜR AUSGRENZUNGSGEFÄHRDETE UND AUSGEGRENZTE JUNGE MENSCHEN
ELFI HARRER (TEP Wien) gab einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Themenfeldes
Übergang Schule - Beruf im TEP Wien: Aufgrund des vergleichsweise hohen Anteil an NEETs in
Wien (12,5%) beschäftigte sich der TEP Wien sehr früh mit diesem Themenfeld. 2007 wurde eine
Koordinationsstelle für Jugendliche mit Behinderung eingerichtet, die später mit einer
Koordinationsstelle für alle Jugendliche am Übergang Schule - Beruf ergänzt wurde. Ein
Meldesystem für Jugendliche wurde implementiert und 2014 wird ausgehend von den
Erfahrungen im Projekt Space!lab - I pimp my future eine Produktionsschule an vier Standorten
eingerichtet werden (spacelab, girls spacelab). Diese Maßnahme wurde von den Paktpartnern
unter der Einbindung der Koordinationsstelle Jugend - Bildung - Beschäftigung entwickelt.
INGRID HOFER (Koordinationsstelle Jugend - Bildung - Beschäftigung, Wien) beschrieb die
Herausforderungen in der Servicierung von Jugendlichen nicht nur darin, die Jugendlichen zu
erreichen, sondern auch darin, sie rechtzeitig zu erreichen. Dabei bietet das Meldesystem eine
große Hilfestellung. Angebote müssen aber auch so gestaltet sein, dass sie für Jugendliche
attraktiv sind. Vernetzung ist gerade auch für die Erreichung systemferner Jugendlicher
essentiell (z.B. mit der offenen Jugendarbeit). Besonders schwer erreichbar sind jene
Jugendliche, die sich nicht im öffentlichen Raum aufhalten bzw. im öffentlichen Raum nicht
auffallen.
Diskussion:
 Schnittstelle des Jugendcoachings zum TEP Wien: VertreterInnen des AMS Wien,
Bundessozialamt (BSB) Wien und Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff)
sind in der Steuerungsgruppe der Wiener Ausbildungsgarantie. Diese Personen sind
auch TEP-AkteurInnen und gewährleisten so den Informationsfluss zwischen TEP und
Steuerungsgruppe.
 Ansatzpunkte zur Erreichung systemferner Jugendlicher: über geriatrische Zentren (und
somit über ältere Familienmitglieder), über ÄrztInnen (z.B. junge Mütter), enge
Kooperation mit StreetworkerInnen (z.B. Jugendcoaches arbeiten in Jugendzentren),
Workshops im öffentlichen Raum, Gemeindebeauftragte, Jugendkontaktbeamte bei der
Polizei.
 Für manche Jugendlichen ist das Jugendcoaching zu hochschwellig, daher sind
niederschwelligere Maßnahmen um Jugendliche ans Jugendcoaching heranzuführen
besonders wichtig.
 „early complete“: neues Projekt des TEP Wien, das jene Lehrlinge erreichen soll, die vom
Lehrlingscoaching der Wirtschaftskammer nicht erreicht werden. Ziel ist Ausbildungsabbruch zu verhindern.
WORKSHOP 2: STRUKTURELLE UND INHALTLICHE TRANSPARENZ SCHAFFT WISSEN HINSICHTLICH
BEDARFE AM ÜBERGANG SCHULE – BERUF
RENATE DIVITSCHEK (STEBEP) stellte den Steirischen Beschäftigungspakt (STEBEP) als ein
u.a. an der Schnittstelle Schule-Arbeitsmarkt agierendes Netzwerk vor. Beim STEBEP handelt es
sich um ein Netzwerk auf Metaebene, das auf die Verknüpfung von Arbeitsmarkt- und
Beschäftigungspolitik mit anderen Politikbereichen im Bundesland Steiermark abzielt,
landesweite Strategien entwickelt und entsprechende Maßnahmen initiiert, die nicht nur den
Bereich Schule-Arbeitsmarkt betreffen. Aus dem STEBEP erwachsen ist die
Koordinationsstelle Jugend-Bildung-Arbeit (JuBA), die an der Schnittstelle Schule – Beruf
agiert. Eine Zielsetzung der Koordinationsstelle beinhaltete die Erstellung eines Überblicks über
das Angebotsspektrum entlang dem Übergang Schule-Beruf, der auch auf der Website
www.jugendwegweiser.at einsehbar ist. Kofinanziert werden beide Strukturen über den ESF und
das BMASK.
ELKE LAMBAUER (KOORDINATIONSSTELLE JUGENDCOACHING STEIERMARK) stellte die
Koordinationsstelle Jugendcoaching vor, deren übergeordnetes Ziel die Gewährleistung der
einheitlichen Umsetzung des Jugendcoachings in der gesamten Steiermark ist. Finanziert wird
diese Struktur vom Bundessozialamt.
Strukturelle und inhaltliche Schnittstellen der Koordinationsstelle Jugendcoaching und der
Koordinationsstelle JuBA sind vielfältig. Sie beginnen bei der gemeinsamen Zielsetzung, die
bestmögliche Abstimmung von Maßnahmen für junge Menschen entlang der Schnittstelle SchuleArbeitsmarkt bzw. bei der Vernetzung und dem Austausch, gehen über die Einbringung beider
Strukturen in die JuBA Steuergruppe und reichen hin bis zur Abstimmung von
Öffentlichkeitsmaßnahmen.
Zudem gibt es in der Steiermark noch ein weiteres übergeordnetes Gremium auf Landesebene,
das strategische Gremium für Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark, das die
Förderung der Berufsorientierung zum Thema hat, dem die Koordinationsstelle JuBA und die die
Koordinationsstelle Jugendcoaching zuarbeitet.
Diskussion:
 Die WorkshopteilnehmerInnen, primär TEP- und KOST-RepräsentantInnen, stellten rasch
fest, dass es von Bundesland zu Bundesland recht unterschiedliche Definitionen und
Aufgabenspektren bzw. Tätigkeitsprofile des Jugendcoachings bzw. der an der
Schnittstelle Schule-Arbeitsmarkt agierenden TEP-und KOST-Netzwerke gibt. In
manchen Bundesländern hat das Jugendcoaching einen sehr operativen Charakter, im




Sinne einer operativen Maßnahmenkoordination zwischen den Trägern. In anderen
Bundesländern hat es durchaus auch einen stärkeren strategischen Charakter.
Deutlich wurde allerdings auch, dass man in den Bundesländern darum bemüht ist, die
Aufgaben und Tätigkeiten von TEP-Netzwerken und -koordinationen und Jugendcoaching
und KOST-Koordinationen so gut wie möglich aufeinander abzustimmen und man danach
trachtet, diese inhaltlich und strukturell zu ergänzen.
Kontrovers diskutiert wurde durchaus die Frage, warum das Jugendcoaching bzw. die in
diesem Zusammenhang etablierten Koordinationsstellen nicht ganz klar entlang von
bestehenden Strukturen wie beispielsweise den TEPs etabliert wurden.
Angemerkt wurde zudem, dass es bis zur Einführung des Jugendcoachings keine
fundierte quantitative Erfassung von Jugendlichen am Übergang Schule-Arbeitsmarkt
bzw. deren Bedarfe gab. Genau dem wird man mit dem Jugendcoaching, das auch ein
umfassendes Monitoring beinhaltet, gerecht.
Die Entwicklung und Implementierung des Jugendcoachings fußte auf dem Commitment
einer von zwei Ministerien (BMASK und BMUKK) eingerichteten interministeriellen
Steuerungsgruppe. Auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse in der Steuerungsgruppe
wurde die gesetzliche Basis für das Jugendcoaching gelegt. So gesehen wurde das
Jugendcoaching von Anfang an auf solidem Fundament gebaut.
WORKSHOP 3: MEHRWERT VON PARTNERSCHAFTLICHEN NETZWERKEN AN DER SCHNITT- UND
NAHTSTELLE SCHULE – BERUF
RAINER FELLNER (TEP Tirol) stellte den TEP Tirol und seine Schwerpunktsetzung auf Jugendliche
am Übergang Schule – Beruf vor. In den vergangen Jahren wurden zahlreiche Projekte
entwickelt; viele sind inzwischen im Regelsystem implementiert bzw. ins Jugendcoaching
übergeführt worden. Bereits 2008 wurde vom TEP Tirol auch die Landeskoordination
Übergang Schule – Beruf ins Leben gerufen.
Die Landeskoordination Übergang Schule – Beruf koordiniert die Pakt-Arbeitsgruppe
Übergang Schule – Beruf, in der ExpertInnen den Themenbereich strategisch bearbeiten. Die
Landeskoordination agiert somit im Rahmen des TEPs auf strategischer Ebene.
Ziele der Landeskoordination Übergang Schule – Beruf sind die Erhöhung der Transparenz des
vorhandenen Unterstützungsangebots zur beruflichen Integration von Jugendlichen in Tirol, die
Schnittstellenoptimierung durch Koordination und Abstimmung, die Identifikation von Lücken im
Unterstützungsangebot für Jugendliche, die Optimierung von Informationsflüssen auf Ebene von
Pakt-PartnerInnen und die Begleitung des Überführungsprozesses von Pakt-Modellprojekten ins
Jugendcoaching.
Aktuelle Arbeitsschwerpunkte der Landeskoordination sind die Analyse des Tiroler
Übergangssystems
Schule
–
Beruf,
die
Aktualisierung
der
Angebotsübersicht
www.jugendchancen-tirol.at, Informationsaustausch bei Vernetzungstreffen und Organisation von
Vor-Ort-Besuchen bei Jugendmaßnahmenträgern.
Diskussion:
 In der Diskussion wurde unterstrichen, dass am Übergang Schule – Beruf in den letzten
Jahren eine breite Projekt- und Maßnahmenlandschaft entstanden ist, in die
verschiedenste Akteure involviert sind. Eine Koordination dieser Akteure ist wichtig und
sinnvoll.
 Zudem wurde auch in dieser Diskussionsrunde deutlich, dass die Strukturen bzw.
mitunter auch die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der TEP- und KOST-Netzwerke in
den einzelnen Bundesländern variieren. Das Kennenlernen der unterschiedlichen
Strukturen und der bundeslandübergreifende Austausch standen deswegen auch hier im
Fokus der Diskussion. Einen wichtigen Aspekt stellte die Rolle der Koordinationen solcher
Netzwerke dar und die Frage, ob es eine netzwerkübergreifende Koordination der
Netzwerkskoordinationen braucht.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Relevanz einer gute Begleitung von jungen
Menschen am Übergang von der Schule zur Berufsausbildung österreichweit außer Frage steht.
Die Territorialen Beschäftigungspakte entwickelten österreichweit Strategien zur verbesserten
Abstimmung von Aktivitäten und Engagements von TEP-PartnerInnen und TEP-nahen
StakeholderInnen. Über den ESF finanzierte innovative Projekte und Maßnahmen wurden und
werden seitens der Pakte entwickelt und im Auftrag der Pakte von unterschiedlichen Trägern
umgesetzt. Ausgehend von einer Pilotinitiative in zwei Bundesländern wurde mittlerweile
österreichweit Jugendcoaching implementiert und nahezu bundesweit wurden dafür zuständige
regionale Koordinationsstellen am Übergang Schule-Beruf (KOST) eingerichtet. Die
Austauschveranstaltung zeigte, dass TEP- und KOST-Strukturen mitunter stark ineinander
greifen, Zielsetzungen, Verantwortlichkeiten und Aufgabenfelder der beiden Strukturen z.T.
ähnlich sind, es aber auch dahingehende, klare Unterschiede gibt. Deutlich wurde die
Notwendigkeit koordinierender Strukturen entlang der Schnittstelle Schule – Beruf auf
Bundeslandebene. Allerdings bedarf es auch der institutionenübergreifenden Abstimmung der
verantwortlichen Stellen auf nationaler Ebene, (va. BMASK, BSB, BMUKK), um Aufgabenfelder
und Verantwortlichkeiten obiger Netzwerke bereits auf nationaler Ebene gut definiert zu wissen.
Synergienutzungsmöglichkeiten in komplementärer und/oder integrierter Form bei der
Umsetzung von Maßnahmen an der Schnittstelle Schule-Arbeitsmarkt sollten auf Basis von
klaren Definitionen gut möglich werden. Genau dem versucht man in institutionenübergreifenden
Gremien nachzukommen.
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