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(a.a.O. S. 469) zu Recht besteht (zitiert in Fischer 1921), was

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y i s c h e r , Spaltenapparate an Früchten u. Durchlüftung d. Hohlfrüchte.
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( a . a . O . S. 469) zu Recht besteht (zitiert in F i s c h e r 1921),
was angesichts des Chlorophyllgehalts der Fruchtwand unreifer
: rüchte, der sich nach meinen Beobachtungen auch auf die Innenepidermis erstrecken kann, nicht überrascht. Auch sind in dieser
zuzeiten, wie bei der Tollkirsche, große Stärkemengen vorhanden,
während am Ende der Fruchtentwicklung die Frucht bekanntlich
große Mengen fetten Öles und Chromatophoren führt (vgl. auch
M o l i s c h 1891, und A u g u s t i n a . a . O . S. 70).
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Entwicklungsgeschichtliches.
Die Entwicklung des Spaltenapparates erfolgt, wie ich be­
sonders an Prokopps Riesen feststellen konnte, verhältnismäßig
ziemlich spät, und zwar zu einer Zeit, wo die Frucht schon eine
merkliche Größe erlangt hat (bei Prokopps Riesen mehrere Zenti­
meter Länge und Breite) und wo auch die Samenbildung ent­
sprechend vorgeschritten ist. Bei der paradeisförmigen Sorte
treten an ca. 1—l ^ cm langen bzw. l l —2 /
cm breiten Früchten
meist jüngere Entwicklungsstadien der Spalten (Spaltenmutterzellen, Spaltenmutterzellen und Spalten in Teilung usw.) auf,
die in noch jugendlichen Epidermiszellen liegen, wogegen große
Spaltöffnungen in diesem Stadium überhaupt beinahe ganz zurück­
treten. Die Hauptentwicklung der Spaltöffnungen, die an jüngeren
Früchten ziemlich ungleichmäßig und spärlich verteilt sind und
bei denen (wie auch sonst) verschiedene Entwicklungsstadien durch­
einander auftreten, was die genaue Feststellung der Eigenheiten
dieses Spaltenapparates erschwert, fällt somit ziemlich in die letzte
Zeit der Fruchtentwicklung, in der auch die Verholzung der Nester
und die Verkorkung des Kollenchyms vor sich geht, deren erste
Entwicklung aber schon vorher einsetzt (vgl. auch A u g u s t i n
a. a. 0 . S. 71 ff.).
Ein direkter Zusammenhang zwischen der Verholzung und
dem Auftreten der Spaltöffnungen ist unter den obwaltenden U m ­
ständen schwer nachzuweisen, zumal beim Paradeispaprika an­
scheinend auch Formen mit sehr schwacher oder mangelnder
Nesterbildung und zahlreichen Spaltöffnungen auftreten, obgleich
das starke Auftreten der Spalten an Früchten mit ganz verholzter
Innenepidermis (wie dem seinerzeit beschriebenen Prokoppschen
Riesenpaprika) bzw. ihr Auftreten am Ende der Fruchtentwicklung
auf einen solchen hindeuten könnte. Möglicherweise hängt dies
auch mit der Größe der Frucht und Dicke des Fruchtfleisches
der einzelnen Sorten bzw. den Vegetationsbedingungen und dem
Saftgehalt zusammen, wie dies bei Wasserspalten zuzutreffen
scheint (vgl. V o 1 k e n s bzw. M i n d e n ,
NeumannR e i c h a r d t a. a. O. S. 304 und S. 329) ).
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') Nebenbei bemerkt erscheint gerade unser Klima für die Ausführung
derartiger Studien nicht besonders günstig, da besonders der erwähnte Riesen­
paprika (und teils auch andere Sorten) bei uns nur in sehr günstigen Jahren m i t
spät einsetzenden Frösten zur Vollreife gelangen und bei nachgereiften Früchten
mit anderen Wachstumsverhältnissen zu rechnen ist.
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