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Honorarzuwachs: Wer bekommt was! - Gesundheitsnetz Süd

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im dialog 19 Ärzte für Ärzte mit Praxisteam
GNS – Im Bundesverband der ärztlichen Genossenschaften
im dialog
Ärzte für Ärzte mit Praxisteam
Aktuelle Informationen unter www.gnsued.de
19. GNS-Magazin Dezember 2008
GELD?
REGEN!
Honorarzuwachs: Wer bekommt was!
Ausblick 2009: Was bringt das neue Jahr? UND: Dialog-Interview mit Dr. Martin Wagner
GNS – Im Bundesverband der ärztlichen Genossenschaften
Vorwort
Vorwort von Dr. Martin Wagner
Rückblick
Inhalt
Titelthema
Honorare in BW – Seite 3-4
Ausblick auf das Jahr 2009
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Gastbeitrag von Prof. Dr. Neubauer – Seite 4-5
wieder geht ein Jahr zu Ende mit Höhen
GNS Aktuell
und Tiefen, beruflich wie privat.
Interview von Dr. Lenz mit Dr. Wagner – Seite 7
Neues aus dem Netz – Seite 8
Seit Monaten jagt eine Hiobsbotschaft
von Banken und Industrie die andere.
GNS – Beitrittserklärung/Beteiligungserklärung
Auch im Gesundheitswesen schweben
Anmeldung – Seite 9
wir zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
Viele tröstet lediglich das Wissen darum,
Redaktioneller Beitrag
dass wir Ärztinnen und Ärzte, Psychothe-
ratiopharm führt erstes Biosimilar ein – Seite 11
rapeuten/innen auch in Zukunft für die
Gesellschaft unersetzlich sein werden. Es
Neues aus dem Versicherungsbereich
ist schon fast tragisch, wie wir uns immer
Praxischeck und GNS-Beraterbrief – Seite 12
wieder selbst ein Bein stellen und dadurch zum Spielball von Politik, Kranken-
Neues aus den Netzen
kassen und Einzelinteressen werden.
Aeneas und GNS – Seite 13
Es gibt aber auch erfreuliche Entwick-
Praxis
lungen. Eine davon verbinden wir mit der
Schließen Sie Aut idem aus – Seite 14
Gründung des neuen Spitzenverbandes
BVMG e.G. unter Beteiligung von BVÄG,
Informationen für medizinisches Fachpersonal
Medi und NAV.
Fortbildungen praxisorientiert anwenden – Seite 15
Die Kooperation resultiert aus der Erkenntnis heraus, dass die Kassenärzt-
Termine 2009
lichen Vereinigungen immer weiter an
Akademie Gesundheitsnetz Süd Fort- und Weiterbildungen – Seite 16
Bedeutung verlieren werden.
Um handlungsfähig zu bleiben und nicht
Ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
in einer Vielzahl von Einzelverträgen zu
Wir wünschen allen Lesern des „ImDialog“ und Ihren Familien für
versinken, ist die Umsetzung dieses Pro-
das kommende Jahr Gesundheit, Glück, Erfolg und Zufriedenheit.
jektes evident! GNS hat schon lange auf
Ihr Team vom Gesundheitsnetz Süd eG, GNS
dieses gemeinsame Ziel hingearbeitet.
Wir hoffen, dass die Umsetzung dieses,
schon weit vorangetriebenen Projektes
nicht noch auf der Zielgeraden scheitert.
Impressum
Ihnen Allen, die Sie uns kritisiert, gelobt
Herausgeber Gesundheitsnetz Süd eG, GNS, Hopfenhausstraße 2, 89584 Ehingen
und unterstützt haben wünscht der Vor-
(Donau), www.GNSued.de, service@GNSued.de, Fax 07391 586459 Redaktion
stand und Aufsichtsrat von GNS ein fried-
Dr. med. Klaus Lenz, Internist Covergestaltung/Gesamtlayout/DTP/Realisation ‘pyrus
liches Weihnachtsfest und ein gesundes,
Werbeagentur (Ulm), www.pyruswerbeagentur.de Anzeigenbuchung Dörthe Ihlenburg,
erfolgreiches Neues Jahr.
Fax 07391 586459, service@GNSued.de Druck Druckwerk Süd GmbH & Co KG, www.
druckwerk-sued.de Erscheinungsweise 4 x jährlich. Rechte © Gesundheitsnetz Süd eG,
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.
Hinweis Die Redaktion behält sich vor, zugesandte Manuskripte zu kürzen.
2
GNS im dialog 19/ 04.08
Titelthema
Ein Bericht von Dr. Michael Barczok
Honorare
in
BW:
Die Ersten drohen die Letzten zu werden
Während Herr Köhler bei der letzten Vertreterversammlung der KBV in Berlin
seitens der meisten KVen stehenden Beifall für die Ergebnisse der letzten Honorarrunde erhielt, kam vor allem von den Vertretern aus Baden-Württemberg
und Bayern klares Missfallen angesichts der sehr unterschiedlichen und für
die Süd-KVen letztendlich enttäuschenden Ergebnisse. Wie konnte das geschehen, obwohl uns doch allen ein klarer Honorarzuwachs von nahzu drei
Milliarden Euro versprochen worden war?
Nun,
das
bart worden, an die sich aber die Mehr-
Strategie auch durchzusetzen oder aber
Verbän-
zahl der KVen vor allem in Nord und Ost
rechtzeitig die Verhandlungsführung zu
den anvisierte Ziel
nicht hielten. Hier waren Punktwerte un-
ändern.
eines bundesweiten
ter 2 Cent normal, die Punktzahlvolumina
Das zweite, wohl noch schlimmere Pro-
Punktwertes
von
entsprechend hoch. Das Gefälle wurde so
blem zeichnet sich jetzt durch die Kündi-
5,11 Cent tatsäch-
groß, dass bei einer zunächst beabsichti-
gung nahezu aller Zusatz-Verträge durch
lich
gten Mittelwertbildung bei unter 3 Cent
die Krankenkassen ab. 25% unserer
den, wäre auch für die Ärzte in Baden-
ein 3stelliger Millionenbetrag aus BW
Leistungen wurden als Sonderleistungen
Württemberg ein maßgeblicher Zuwachs
abgeflossen wäre. Dies wurde nach mas-
in den vergangenen Jahren ausgedeckelt
von
wäre
allen
erreicht
wor-
möglich geworden. Die KBV war mit einer
sivem Druck aus Bayern und BW durch
bzw. mit einem geschützten PW vergütet,
Forderung von zusätzlich 36,2% in die
Aufstockung der Leistungsvolumina für
der höchste Prozentsatz aller KVen.
Verhandlungen gegangen letztendlich ka-
ca. 2,8 Milliarden Euro zwar gerade so
Die rigorose Kündigung dieser Verträge,
men aber nur etwa 10% heraus, zuwenig
verhindert, verbunden aber mit einer er-
die auch nach Ansicht der Krankenkassen
um für Baden-Württemberg ein vernünf-
heblichen Vermehrung der hierfür zu er-
Qualität verbessert und Kosten gespart
tiges Ergebnis zu erreichen.
bringenden Leistungen und noch immer
haben (wie etwa beim ambulanten Ope-
so, dass gerade mal eine rote Null für BW
rieren) und das einstimmige „NJET“ der
Da das Ziel von 5,11 verfehlt wurde, er-
zu erwarten stand.
Kassenvertreter bis in das Schiedsamt
wies sich die Forderung nach einem bun-
hinein kann nur als politische Kündigung
desweit einheitlichen Punktwert als fatal,
Andere KVen sehen sich hingegen einem
bezeichnet werden und stellt eine zu-
denn die Festlegung eines niedrigeren
unerwarteten Geldsegen gegenüber. Die
nehmende Hypothek dar, wenn es darum
bundesweiten Punktwertes musste zu
Politik eines hohen Punktwertes in BW
geht, neue Verträge nach 73b oder c ab-
einem Abfluss von Ressourcen aus KVen
vor dem Hintergrund der Einführung eines
zuschließen, entstünde dann doch der fa-
mit hohem Punktwert in solche mit nied-
bundesweiten gemeinsamen Punktwertes
tale Eindruck, bereits einmal flächenhaft
rigem Punktwert zur Folge haben. Dabei
unterhalb von 5,11 erwies sich somit als
ausgehandelte Leistungen sollten wieder
war bundesweit eine Strategie hin zu
verhängnisvoll vor dem Hintergrund des
eingesammelt und nunmehr in Selektiv-
einem möglichst hohen Punktwert verein-
Unvermögens der KBV, eine vereinbarte
verträgen erneut verwertet werden. Mit
www.gnsued.de
3
GNS – Im Bundesverband der ärztlichen Genossenschaften
Titelthema
Gastbeitrag
Ein Bericht von Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer
einem Federstrich werden umfassende
auch das Argument, dass etwa durch Ver-
Versorgungsstrukturen wie Notdienst und
lagerung von Leistungen aus dem Kran-
ambulantes Operieren vernichtet, die von
kenhaus in die Praxis Kosteneinsparungen
vitaler Bedeutung für Patienten aber auch
möglich seien.
für die betroffenen Ärzte sind.
Es ist höchste Zeit, dass wir dem geschlossenen Vorgehen der Krankenkassen
Dem Hinweis der Krankenkassen, dies sei
entschiedenen
aufgrund des Gesundheitsfonds erforder-
setzen und sich alle Gruppen in BW im
Widerstand
entgegen-
Ausblick
auf das
Jahr 2009
Seit dem 2. Quar-
lich, kann nur bedingt gefolgt werden. Die
Widerstand hiergegen zusammen finden,
tal 2008 befindet
Begründung für viele Sonderleistungen
was bislang erstaunlicherweise nicht ge-
sich die deutsche
war ja neben höherer Qualität durchaus
schieht.
Volkswirtschaft
in
einem KonjunkturabAbb.: Honorarzuwachs nach KVen zwischen 2007 und 2009 in Prozent
schwung. Zwar stieg
im 2. Quartal 2008
Thüringen
Sachsen-Anhalt
Sachsen
Niedersachsen
Mecklenburg-Vorpommern
Berlin
Brandenburg
Saarland
Westfalen-Lippe
GKV
Hessen
Bayern
Bremen
Rheinland-Pfalz
Hamburg
Nordrhein
Schleswig-Holstein
1,69 %
Baden-Württemberg
1,28 %
0%
26,20 %
18,65 %
18,12 %
noch die Beschäftigung um 1,4 Prozent
bzw. 545 000 Menschen gegenüber dem
Vorjahr, doch ist gegen Ende des Jahres
16,14 %
eine Stagnation beim Abbau der Arbeits-
15,74 %
losigkeit zu erwarten. Parallel dazu hat
13,17 %
12,03 %
sich die Wirtschaftsleistung im 2. Quartal
11,23 %
2008 gegenüber dem 1. Quartal um 0,5
11,09 %
Prozent verschlechtert. Auch im 3. Quar-
8,45 %
7,26 %
tal 2008 schrumpfte die Wirtschaftsleis-
6,50 %
tung um 0,5 Prozent. Damit befindet sich
4,32 %
die deutsche Volkswirtschaft in einer Rezes-
3,97 %
3,38 %
sion, deren Ende Anfang 2010 erreicht
3,04 %
sein dürfte. Die Schätzungen laufen darauf hinaus, dass im 4. Quartal 2008 nicht
5%
10 %
15 %
20 %
25 %
zuletzt durch Einfluss der internationalen
Finanzkrise die Produktionstätigkeit weiter schrumpfen wird.
Für das Jahr 2009 erwarten mittlerweile
Ansehen.Auswählen.Konfigurieren.
alle Prognosen, dass Deutschland, ähnlich
wie die EU, ein Nullwachstum erreichen
wird. Diese Stagnation der Wirtschaftstätigkeit wird auch im Jahr 2009 einen
weiteren
Anstieg
der
Arbeitslosigkeit
nach sich ziehen. Wobei die Arbeitslosig-
Individue
lle Lösungen für Ihren ThekenFavorite
n erzeugen Sie ganz einfach im
keit auch deswegen kein guter Konjunkturmaßstab ist, weil viele Menschen in
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4
Arbeitsmarktstützungsmaßnahmen
über-
nommen werden, und so nicht in der
Arbeitslosenstatistik mitgezählt werden.
Auch der vorgezogene Ruhestand wirkt in
die gleiche Richtung.
GNS im dialog 19/ 04.08
Die internationale Finanzkrise hat bislang
Die Ausgabenentwicklung in der vertrags-
des Morbi-RSAs eine neue Ausgangslage
auf die Realwirtschaft nur begrenzt einge-
ärztlichen Versorgung ist aufgrund des
schafft. Man darf gespannt sein, wie die
wirkt. Gleichwohl ist aber zu erwarten, dass
festen, bundesweit einheitlichen Orien-
großen Parteien mit den dann mutmaß-
insbesondere gegen Ende 2008 und An-
tierungswertes und einer korrespondieren-
lich aus der Opposition hinzukommenden
fang 2009 die Finanzkrise vor allen Din-
den Mengenregelung an sich im Risiko
Parteien sich hier neue Strategien aufbau-
gen die Investitionstätigkeit der Industrie
begrenzt. Ein Mengenrisiko hat allerdings
en. Am langfristigen Trend führt jedoch
negativ beeinträchtigen dürfte. Schließ-
der Beschluss des Erweiterten Bewer-
kein Weg vorbei. Die demographische
lich ist die Finanzkrise auch eine Ursa-
tungsausschusses ausgelöst, indem er
Entwicklung einerseits und der Anspruch
che dafür, dass alle wichtigen Auslands-
einige Leistungen aus der morbiditätsori-
auf eine moderne, innovative Versorgung
kunden der Bundesrepublik Deutschland
entierten Gesamtvergütung, die den Re-
der Bevölkerung andererseits lassen die
Schere zwischen Ein- und Ausgaben sich
ebenfalls mit konjunkturellen Problemen
gelleistungsvolumenvorgaben
zu kämpfen haben. Deutschland ist aber,
ausgedeckelt hat.
immer weiter öffnen. Um diese Schere
als Exportweltmeister, extrem von der
Insgesamt bleibt aber die vertragsärztli-
zu schließen, bleiben nur zwei wirksame
Auslandsnachfrage abhängig. Stottert der
che Vergütung an die Grundlohnsummen-
Instrumente: Lenkung über Preise inklu-
Konjunkturmotor bei unseren wichtigsten
entwicklung gebunden. Von daher ist für
sive prozentuale Kostenbeteiligung und
Abnehmerländern, spürt dies unmittelbar
2009 keine grundlegende Verbesserung,
Definition einer Grundversorgung. Beides
die deutsche Exportwirtschaft. Wir haben
jenseits der einmaligen Honoraranhebung,
ist für die Parteien kritisch, da man damit
also insgesamt für 2009 eine stagnieren-
zu erwarten.
unterliegt,
wohl Wählerstimmen verlieren, aber kaum
de Wirtschaft mit mäßig ansteigender, of-
gewinnen kann.
fizieller Arbeitslosigkeit zu erwarten.
Ausblick
Für die Gesetzliche Krankenversicherung
Nach der Bundestagswahl 2009 erwarten
Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer ist Di-
schließlich erwarten wir aufgrund des
wir für das Jahr 2011 eine weitere Ge-
rektor des Beratungsinstituts für Gesund-
Starts des Gesundheitsfonds eine Reihe
sundheitsreform. Einmal mehr werden die
heitsökonomik (IfG). Er ist ferner Mitglied
von Turbulenzen, die nur begrenzt von der
Vorstellungen der großen Parteien, einer-
in einer Reihe von Aufsichtsgremien und
gesamtwirtschaftlichen
abhängig
seits die Bürgerversicherung, andererseits
wiss. Beiräten von Einrichtungen/Unter-
sein dürften. Immerhin ist von der Bun-
Lage
die Gesundheitsprämie, zur Diskussion
nehmen des Gesundheitswesens und Vor-
desregierung für 2009 ein Ausgabenvolu-
kommen. Der große Unterschied gegen-
sitzender bzw. Mitglied mehrerer Schieds-
men von 167 Mrd. EUR garantiert worden.
über der Diskussion im Jahr 2005 ist aber,
ämter auf Bundes- und Landesebene.
Dies gilt auch dann, wenn dem Gesund-
dass der Gesundheitsfonds einschließlich
heitsfonds mit den festgesetzten 15,5
Prozent Beitragssatz diese Summe nicht
Abb.: Nach der Wahl 2009 ist vor der Reform 2011
zufließen wird.
Allerdings ist auch richtig, dass die Bundesregierung dem Fonds lediglich einen
Reform
2004
Kredit versprochen hat, und damit von ih-
Reform
2007
Reform
2011
Reform
2015
rer ursprünglichen Zusage abweicht, dass
im Jahr 2009 die bedarfsnotwendigen
Mittel auch tatsächlich über den Beitragssatz von 15,5 Prozent geschöpft werden
Wahl
(Herbst)
Wahl
(Herbst)
Wahl
(Herbst)
Wahl
(Herbst)
können. Das Risiko, dass die 15,5 Prozent
Beitragssatz nicht ausreichen, um die politisch zugesagten Ausgaben von 167 Mrd.
EUR abzudecken, ist nicht zuletzt auch
von dem oben skizzierten konjunkturellen
02
03
2004
05
Integrierte Versorgung:
Wettbewerb der
Leistungserbringer
06
2007
08
Gesundheitsfonds
09
10
2011
12
Finanzierungsreform:
Bürgerversicherung vs.
Gesundheitsprämie
13
14
2015
Grund- und
Wahlleistungen
Verlauf abhängig.
www.gnsued.de
5
Erfahrung. Zuverlässigkeit. Vertrauen.
DIE WELT VON CLEXANE
•
•
•
•
•
•
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1
2
3
®
20 Jahre Erfahrung
In über 100 Ländern zugelassen
Mehr als 200 Millionen behandelte Patienten
Umfassendste Datenlage1
Breitestes Indikationsspektrum aller NMH2
Als Leitsubstanz der NMH gemäß AVR* 2008 definiert 3
AVR = Arzneiverordnungsreport
Umfassendste Datenlage aller NMH, gemäß Pubmed®-Datenbank, Stand: 01.04.2008
Gilt für in Deutschland zugelassene NMH; Anwendungsgebiete gemäß jeweiliger Fachinformation, Stand: 01.04.2008
Leitsubstanz der niedermolekularen Heparine gemäß Schwabe, U., Paffrath, D. (Hrsg.), Arzneiverordnungsreport 2008
Clexane® 20 mg/Clexane® 40 mg/ Clexane® 20 mg Duo/ Clexane® 40 mg Duo Clexane® 60 mg Therapie/Clexane® 80 mg Therapie/Clexane® 100 mg Therapie/Clexane® multidose 100 mg/ml Clexane® 20 mg Praxis/
Clexane® 40 mg Praxis Clexane® 20 mg Klinik/Clexane® 40 mg Klinik Clexane® multidose akut, Clexane® multidose Praxis. Wirkstoff: Enoxaparin-Natrium – Verschreibungspflichtig. Zusammensetzung: Clexane® 20 mg/
Clexane® 40 mg/Clexane® 60 mg Therapie/Clexane® 80 mg Therapie/Clexane® 100 mg Therapie Clexane® 20 mg Praxis/Clexane® 40 mg Praxis Clexane® 20 mg Klinik/Clexane® 40 mg Klinik Clexane® multidose akut,
Clexane® multidose Praxis: 1 Fertigspritze mit 0,2/0,4/0,6/0,8/1,0 ml Injektionslösung enthält 20 mg/40 mg/60 mg/80 mg/100 mg Enoxaparin-Natrium (entsprechend 2.000 I.E./4.000 I.E./6.000 I.E./8.000 I.E./10.000
I.E. anti-Xa). Clexane® multidose 100 mg/ml: 1 ml Injektionslösung enthält 100 mg Enoxaparin-Natrium (entspr.10.000 I.E. anti-Xa). Sonstige Bestandteile: Wasser für Injektionszwecke, zusätzlich für Clexane® multidose
100 mg/ml: Benzylalkohol 15 mg/ml Anwendungsgebiete: Thromboseprophylaxe und Gerinnungshemmung bei extrakorporalem Kreislauf während der Hämodialyse. Primärprophylaxe tiefer Venenthrombosen: Clexane®
20 mg/Clexane® multidose 100 mg/ml peri- und postoperativ bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem thromboembolischen Risiko (z.B. Allgemeinchirurgie); Clexane® 40 mg/Clexane® multidose 100 mg/ml peri- und
postoperative Primärprophylaxe bei Patienten mit hohem thromboembolischen Risiko (z.B. orthopädische Chirurgie); Clexane® 40 mg/Clexane® multidose 100 mg/ml bei nicht-chirurgischen Patienten mit mittlerem oder
hohem thromboembolischen Risiko bei akuten schweren internistischen Erkrankungen (Herzinsuffizienz NYHA III bzw. IV, Infektionen, respiratorische Erkrankungen) mit weitgehender Immobilisation. Clexane® 60 mg
Therapie/Clexane® 80 mg Therapie/Clexane® 100 mg Therapie/Clexane® multidose 100 mg/ml: Therapie tiefer Venenthrombosen mit und ohne Lungenembolie; Therapie der instabilen Angina pectoris und des NichtST-Hebungs-Myokardinfarktes (NSTEMI); Therapie des akuten ST-Hebungs-Myokardinfarktes (STEMI) bei Patienten, die konservativ oder zunächst konservativ mit nachfolgender perkutaner Koronarintervention (PCI)
versorgt werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Enoxaparin-Natrium, Heparin oder Heparin-Abkömmlinge, einschließlich anderer niedermolekularer Heparine. Kürzlich zurückliegende Verletzungen oder
Operationen am Zentralnervensystem oder am Auge oder Ohr. Kürzlich zurückliegende klinisch relevante Blutung (z.B. gastrointestinale Blutung, makroskopisch sichtbare Urogenitalblutung oder sonstige anormale Blutung).
Akuter oder < 6 Monate zurückliegender (oder Verdacht auf) hämorrhagischer Schlaganfall oder andere intrakraniale Blutungen. Akute oder anamnestisch bekannte intrakraniale Erkrankung (Neoplasma, arteriovenöse
Malformation, Aneurysma). Klinisch relevante Gerinnungsstörungen (hämorrhagische Diathese – auch in der Anamnese, Mangel an Gerinnungsfaktoren, Thrombozytopenie). Magen- oder Darmulzera. Abortus imminens.
Schwere Leber- oder Pankreaserkrankungen. Unkontrollierbare schwere Hypertonie. Endokarditis. Aktuelle oder anamnestisch bekannte allergisch bedingte Thrombozytopenie (Typ II) auf Heparin. Verdacht auf vaskuläre
Retinopathie, Glaskörperblutungen oder andere intraokulare Blutungen. Clexane® 60 mg Therapie/Clexane® 80 mg Therapie/Clexane® 100 mg Therapie/Clexane® multidose 100 mg/ml zusätzlich bei der Indikation
instabile Angina pectoris: Gabe von oralen Antikoagulantien vor Therapiebeginn (INR > 1,4 bzw. aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) > 41 sec.); bei den Indikationen Therapie tiefer Venenthrombosen mit und
ohne Lungenembolie, instabile Angina pectoris oder Nicht-Q-Wellen-Myokardinfarkt: bei gleichzeitiger Spinal-, Peridural-, Epiduralanästhesie oder Lumbalpunktion. Beachten der Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
(siehe Fachinformation Punkt 4.4) bei der Thromboseprophylaxe und gleichzeitigen rückenmarksnahen Anästhesien bzw. Punktionen. Anwendung bei Pat. mit künstlichen Herzklappen nur nach strenger Indikationsstellung.
Clexane® multidose 100 mg/ml nicht bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu 3 Jahren anwenden, da der Gehalt an Benzylalkohol hier zu toxischen und anaphylaktoiden Reaktionen führen kann. Nebenwirkungen: In
seltenen Fällen allergische Reaktionen (wie z.B. Pruritus, Erythem, Urticaria, angioneurotisches Ödem, Exanthem, Übelkeit, Erbrechen, Temperaturanstieg, Blutdruckabfall), bei Clexane® multidose 100 mg/ml auch durch
Benzylalkohol bedingt. In Einzelfällen anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen mit exanthemischen Hautveränderungen, Bronchospasmus, Dyspnoe und Blutdruckabfällen bis zum Schock. In Einzelfällen Purpura mit
Hautnekrosen im Bereich der Injektionsstelle, teils auch an anderen Körperstellen mit Bevorzugung der unteren Extremität. An der Injektionsstelle Ekchymosen sowie Schmerzen. Dosisabhängig vermehrtes Auftreten von
offenen oder okkulten Blutungskomplikationen (insbesondere an Haut, Schleimhäuten, Wunden sowie im Bereich des Gastrointestinal- und Urogenitaltraktes). Selten und im Umfang begrenzt vermehrte Blutungen bei
operativen Eingriffen. Berichte über schwere Blutungen (retroperitoneal, intrakranial), in sehr seltenen Fällen mit tödlichem Ausgang. Gelegentlich zu Beginn der Behandlung mit Heparinen eine leichte vorübergehende
Thrombozytopenie (Typ I), im Allgemeinen keine Komplikationen. Selten Antikörpervermittelte schwere Thombozytopenien (Typ II) mit Thrombozytenwerten deutlich unter 100 000/µl oder einem schnellen Abfall auf
weniger als 50% des Ausgangswertes; dabei Auftreten von arteriellen und venösen Thrombosen/Thromboembolien, Verbrauchskoagulopathie, evtl. Hautnekrosen an der Injektionsstelle, Petechien, Purpura und Meläna möglich. In
einzelnen Fällen zusätzlich Organinfarkte oder Ischämien der Gliedmaßen. Mögliche Verminderung der blutgerinnungshemmenden Wirkung des Heparins (Heparin-Toleranz). Bei HIT Typ II Enoxaparin sofort absetzen. Information
des Patienten: keine weiteren Applikationen von Heparin-haltigen Präparaten. Bei der Gabe von Enoxaparin im Zusammenhang mit einer Spinal- oder Epiduralanästhesie oder postoperativen Verweilkathetern in seltenen Fällen
Berichte über spinale und epidurale Hämatome, Folge hier: neurologische Komplikationen unterschiedlicher Ausprägung wie zum Beispiel langdauernde oder permanente Paralyse. Häufig Anstieg der Leberenzyme, möglicherweise
dosisabhängig (zumeist nach Absetzen der Behandlung reversibel und klinisch nicht bedeutsam). Selten asymptomatische Thrombozytosen und Leukopenien beobachtet. Anstieg des Serum-Kaliums möglich.
Nebenwirkungen wie bei unfragmentiertem Heparin, wie Haarausfall, Kopfschmerz, Azidose, Osteoporose, Hautnekrosen, Priapismus, Hypotonie, Bradykardie, Hypoaldosteronismus, in Einzelfällen möglich.
Wie bei unfragmentiertem Heparin mögliche Verfälschungen klinisch-chemischer Untersuchungsergebnisse durch Enoxaparin (falsch niedrige Cholesterinwerte, falsch hohe T3- und T4-Werte bei nicht
nüchternen Patienten, falsch hohe Blutzuckerwerte; Bromsulfalein-Test). Angaben gekürzt – weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Fach- bzw. Gebrauchsinformation, die wir auf Wunsch gerne
zur Verfügung stellen. Pharmazeutischer Unternehmer: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt am Main; Postanschrift: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Potsdamer Straße 8,
10785 Berlin. AVS 801 08 018b-012330
Stand: Clexane® 20 mg/Clexane® 40 mg: Juli 2006, Clexane® 20 mg Praxis/Clexane® 40 mg Praxis: März 2008, Clexane® 20 mg Klinik/Clexane® 40 mg Klinik: März 2008, Clexane® 20
mg Duo: März 2008, Clexane® 40 mg Duo: Mai 2006, Clexane® 60 mg Therapie/Clexane® 80 mg Therapie/Clexane® 100 mg Therapie: Juni 2008, Clexane® multidose 100 mg/ml:
August 2007, Clexane® multidose akut: September 2007, Clexane® multidose Praxis: September 2007 (012286).
GNS Aktuell
Interview von Dr. Lenz mit Dr. Wagner
von aus, dass schon Anfang Januar 2009
Systemausstieg aus – es ist so ruhig da-
Dialog-Interview
die Geschäftstätigkeit beginnen kann. Da-
rum geworden?
Dialog: Herr Dr. Wagner – was gibt’s Neues
für gibt es konkrete Pläne.
M.Wagner: Tja, eigentlich schade, den hat
Dialog: Zurück zu GNS. Wie entwickelt
der Hausarztvertrag auf dem Gewissen!
sich GNS?
Es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt illu-
im GNS?
M.Wagner: Wir sind sehr zufrieden. Die
sorisch, dies ernsthaft voranzutreiben, so-
M.Wagner: Es ist sehr viel in Bewegung,
Dinge entwickeln sich schneller und
lange Medi und der Hausarztverband auf
fast zu viel, um dies alles noch nebenbe-
besser als wir erwartet haben. Die Ge-
diese Karte setzen.
ruflich erledigen zu können. Aus dieser
nossenschaftsidee, die Verknüpfung von
Dialog: Wieso läuft dieser Vertrag im Sü-
Erkenntnis heraus haben wir uns auch
Wirtschaftskraft und politischem Einfluss,
den nicht so wie von den Vertragspartnern
personell verstärken müssen. Mit Herrn
wird zunehmend angenommen. Wir konn-
erhofft?
Willmann, Gesundheitsökonom und Be-
ten viele neue Kolleginnen und Kollegen
M.Wagner: Dies ist ein vielschichtiges Pro-
triebswirt haben wir eine versierte Kraft
für GNS gewinnen. Besonders freut mich
blem. Wir „Südstaatler“ wechseln ungern
gefunden, die GNS sicher weiter nach vor-
die neu geknüpften Bande mit unserer
zu schnell und zu oft unser Mäntelchen.
ne bringen kann.
Nachbargenossenschaft
die
Es ist relativ schwer unseren Mitgliedern
Dialog: Von welchen Entwicklungen reden
sich unter Erhaltung der eigenen Identität
heute elektronischen Datenaustausch hin
Sie?
dem GNS angeschlossen hat. Sie wurden
zu den Krankenkassen schmackhaft zu
M.Wagner: Ich meine die Entwicklung des
in die Führungsebene von GNS eingebun-
machen, gleichzeitig aber gegen die elek-
BVÄG, der jetzt von einer starken Südwest
den und kann ab jetzt an der Wirtschafts-
tronische Patientenkarte zu mobilisieren.
Flanke unterstützt wird. Hier wächst etwas
kraft von GNS teilhaben. Mich freut auch
Das gleiche gilt für DMPs, Aufgabe fixer
AENEAS,
zusammen, was die Wirtschaftskraft, aber
der Umbau vom GNS zu einem Know how
Punktwert oder gar Kostenerstattung. An-
auch die politische Bedeutung genossen-
Zentrum für alle Ärztegruppen. Durch un-
dere können das eben besser. Auch mir ist
schaftlichen Denkens vorantreibt. Darüber
sere fachübergreifende Zusammensetzung
klar, dass beim Abschluss von Verträgen
hinaus gilt es genossenschaftliche Ideen
steht unsere Kompetenz allen Gruppie-
mit Krankenkassen Kompromisse einge-
und Gestaltungskraft in den BVMG ein zu
rungen offen.
gangen werden müssen. Es kommt jedoch
bringen, dem neuen Hoffnungsträger der
Dialog: Wie entgegnen Sie Vorwürfen, GNS
sehr auf die Qualität dieser Kompromisse
niedergelassenen Ärzteschaft in Deutsch-
sei ein reines Wirtschaftsunternehmen?
an. Als größten Sündenfall betrachte ich
land. Das Bündnis aus Genossenschaften,
M.Wagner: Die GNS Service GmbH ist un-
die Sprengung des Ärztebündnisses in
NAV und Medi ist schon jetzt ein Riese,
ser wirtschaftliches Fundament, das uns
Baden Württemberg, bestehend aus NAV,
der allerdings noch erweckt werden muss.
erst erlaubt – beitragsfrei – die politischen
Hartmannbund, Kinder- u. Jugendärzten,
Sollte es gelingen diese Kräfte zu bündeln,
Ziele voranzutreiben. Ich darf als Beispiel
Hausarztverband, Medi und GNS. Für ei-
hat die niedergelassene Ärzteschaft eine
nur unsere Assekuranz erwähnen, durch
nen kurzen Moment bestand die Möglich-
gewaltige Interessensvertretung, die we-
deren Nutzung jeder „Genosse“ jedes Jahr
keit in BW mit einer Stimme zu sprechen.
der von Politik noch von Krankenkassen
viel Geld einsparen kann. Ich empfehle je-
Diese Chance wurde leichtfertig vertan.
übergangen werden kann.
dem sich von den attraktiven Angeboten
Die Ausschreibung des Hausarztvertrages
Dialog: Woher nehmen Sie Ihren Optimis-
in unserem neu aufgelegten „Sparbüchs-
war ein genialer Schachzug der AOK, das
mus?
le“ zu überzeugen. Natürlich verlieren wir
muss man neidlos anerkennen. Die haben
M.Wagner: Aus der Ernsthaftigkeit der
darüber nicht den Blick für das Wesent-
aus der Geschichte gelernt: „Divide et im-
Bemühungen aller Beteiligten! Die Dring-
liche. Als Mitbegründer des BVÄG haben
pera!“ Mehr will ich dazu nicht sagen.
lichkeit der Situation erlaubt kein weiteres
wir und mit dem BVMG werden wir die
Dialog: Ein letzter Satz an die Ärzteschaft,
Zögern! Wir haben keine andere Wahl als
Weichen zu einem bundesweit agierenden
wie soll der lauten?
zusammen in die Offensive zu gehen, wol-
Verband stellen, der auf Spitzenebene
M.Wagner: Wenn wir jetzt die Chance des
len wir nicht Platz machen für private Kli-
verhandeln wird. Künftige Verträge müs-
gemeinschaftlichen Handelns in einem
nikketten und anderweitige Investoren, die
sen bundesweit geschlossen werden, um
BVMG verspielen, wird der Ärzteschaft
bereits jetzt das Fell des Bären verteilen.
nicht in einem Gewirr von Einzelverträgen
nicht mehr zu helfen sein. Ich hoffe alle
Dialog: Gibt es einen Zeitplan?
zu ersticken, die in den Praxen nicht mehr
Beteiligten haben das begriffen und sind
M.Wagner: Die wichtigsten Weichen und
beherrscht werden können.
sich Ihrer Verantwortung bewusst.
Entscheidungen sind gestellt. Ich gehe da-
Dialog: Wie sieht es eigentlich mit dem
Dialog: Herzlichen Dank für das Gespräch.
www.gnsued.de
7
GNS – Im Bundesverband der ärztlichen Genossenschaften
GNS Aktuell
Neues aus
dem Netz
(aeneas). Bitte lesen Sie auch hierzu den
GNS ist mit einem Stand auf der Messe
Artikel von Herrn Dr. med. C.-W. Frey in
vertreten (Halle 4, Stand Nr. 4B55).
dieser Ausgabe. Wir freuen uns auf eine
Im
gute Zusammenarbeit.
hält Herr Dr. med. F. Gagsteiger am
Rahmen
des
Messeprogramms
Im Zuge dieser Netzerweiterung begrüßen
30.01.2008 um 16:00 Uhr einen Vortrag
Personalzuwachs im Netz: Seit Oktober
wir Herrn Dr. med. Frey im Vorstand von
über die Akademie Gesundheitsnetz Süd.
ist Herr Andreas Willmann als Projektma-
GNS.
Am Sonntag, den 01.02.2008, um 10:00
Uhr wird dann Herr Dr. med. A. Rost über
nager für das GNS tätig. Herr Willmann ist
von Haus aus Gesundheitsökonom (EBS)
Neues fürs „Sparbüchsle“: Für die GNS-
die Patientenakademie AIDA e.V. referie-
und Dipl.-Betriebswirt (FH) mit langjähri-
Mitglieder ist das neue Sparbüchsle
ren.
ger, leitender Erfahrung auf dem Banken-
herausgekommen. In diesem Leistungs-
sektor, Privatabrechnung, Beratertätigkeit
katalog finden sich alle Kooperationspart-
BVMG Am 5. Dezember 2008, um 13:00
und Sachverständiger (Bewertung von
ner, bei denen GNS-Mitglieder zu guten
Uhr: Tagung des Bundesverband BVMG
Arztpraxen). Er wird unter anderem eine
Konditionen vergünstigt Produkte und
(BVAG, NAV und MEDI) in Berlin.
beratende und unterstützende Funktion
Dienstleistungen beziehen können. Vor
Der BVMG verfolgt als Ziel, flächende-
für die Projekte und Vorhaben von GNS
jeder Neuanschaffung lohnt sich ein Blick
ckende Verträge mit den Krankenkassen
einnehmen.
in diesen Katalog.
abzuwickeln, um ein Wirrwarr an nicht
Netzzuwachs: Eine weitere erfreuliche
Termine: Messe „Medizin 2009“
hindern. Außerdem wird dadurch die
Am 30.01 bis 01.02.2009 findet die
Kraft der einzelnen Verbände, BVAG, NAV
mehr überschaubaren Verträgen zu verNeuigkeit aus dem Netz: Wir begrüßen
das Ärztenetz am Schussental eG
Panto-AZ LampeV5-178x125 SSP-1108-dr.indd 1
8
„Messe Medizin“ 2009 in Stuttgart statt.
und MEDI gebündelt.
18.11.2008 11:36:00 Uhr
GNS im dialog 19/ 04.08
Anmeldung
Beitrittserklärung/Beteiligungserklärung
Mitglieds-Nr.
Geburtsdatum
Vollständiger Name und Anschrift des Beitretenden/Mitglieds/Praxisstempel
Gesundheitsnetz Süd eG, GNS
z. Hd. Frau Ihlenburg
Name
Telefon
Straße
E-mail
PLZ/Ort
Fax
Hopfenhausstraße 2
89584 Ehingen
Bestätigen Sie bitte durch Ankreuzen
Ich erkläre hiermit meinen Beitritt zur Genossenschaft.
Ich erkläre, dass ich mich mit __ weiteren, also insgesamt __Geschäftsteilen an der Genossenschaft beteilige.
GNS Mitgliedschaft ohne Risiko!
Der Beitritt zum Gesundheitsnetz Süd kostet Sie einmalig 500 Euro, es gibt keine Folgenkosten (wie z. B. Beiträge).
Im Falle Ihres Austritts erhalten Sie die 500 Euro zurück. Kein Risiko – Geldzurückgarantie!!!
Ich verpflichte mich, die nach Gesetz und Satzung geschuldeten Einzahlungen auf den/die Geschäftsanteil(e) zu leisten.
Ich ermächtige die Genossenschaft, einmalig 500 Euro (nach Gesetz und Satzung fällige Einzahlungen)
folgendem Konto zu belasten:
Konto-Nr.
BLZ
Bank
Soweit die Dividende 51 Euro nicht übersteigt, wird außerdem beim Finanzamt gem. § 45 c EStG der Antrag
auf Erstattung der Kapitalertragssteuer gestellt.
Ich beauftrage die Genossenschaft, mir aus künftigen Dividendenabrechnungen zustehende Ansprüche
(einschließlich evtl. Steuerguthaben) meinem Geschäftsguthabenkonto bis zur vollen Einzahlung des
Geschäftsanteils gutzuschreiben und soweit die Dividende 51 Euro nicht übersteigt, beim Finanzamt gem.
§ 45 c EStG den Antrag auf Erstattung der Kapitalertragssteuer zu stellen.
Darüber hinausgehende Beträge bitte ich dem folgenden Konto gutzuschreiben:
Konto-Nr.
BLZ
Bank
Ort, Datum:
Beitretender / Mitglied:
Ort, Datum:
Kontoinhaber:
Ich bin bereits Mitglied beim Ärztenetz
< Einfach abtrennen, in ein Fensterkuvert stecken und ab die Post!
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9
Herz-Kreislauf-Kompetenz
von ratiopharm
Clopidogrel-ratiopharm
Eprosartan-ratiopharm
Nebivolol-ratiopharm
®
®
ratiopharm GmbH, 89070 Ulm · www.ratiopharm.de
®
Redaktioneller Beitrag
ratiopharm führt
erstes Biosimilar ein
Mit dem biotechnologisch hergestellten Wachstumsfaktor Filgrastim hat
ratiopharm aktuell sein erstes Biopharmazeutikum mit dem Markennamen Ratiograstim® eingeführt.Wirksamkeit und Sicherheit des ersten
Filgrastim-Biosimilars Ratiograstim® wurden in einem aufwendigen klinischen Studienprogramm eindrucksvoll belegt.
Bei dem Wirkstoff Filgrastim handelt es
Für die Zulassung von Ratiograstim®
gleichen Indikationen wie das Referenz-
sich um den humanen rekombinanten
wurden umfangreiche klinische Studien
präparat Neupogen® zugelassen.
Wachstumsfaktor G-CSF. Dieser regu-
der Phase I und III mit insgesamt rund
liert im menschlichen Körper die Rei-
880 Probanden und Patienten durchge-
Aufgrund ihrer hohen Entwicklungs- und
fung und Freisetzung von neutrophilen
führt. Dabei konnte eindrucksvoll gezeigt
Herstellungskosten
zählen
Biopharma-
Granulozyten aus dem Knochnemark. In
werden, dass sich Ratiograstim in Qua-
zeutika zu den teuersten Medikamenten
der Behandlung bestimmter Formen der
lität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit
überhaupt. ratiopharm bietet Ratiogra-
Neutropenie und zur Mobilisierung von
nicht vom Referenzprodukt unterscheidet.
stim® aber trotz der kostenintensiven und
peripheren Blutstammzellen ist der Wirk-
Damit hat Ratiograstim den anspruchs-
aufwändigen Entwicklungs- und Produkti-
stoff Filgrastim fest etabliert. Mit diesem
vollen
onsabläufen kostengünstig an.
Arzneimittel wird bei Krebspatienten dem
erfolgreich durchlaufen und ist für die
®
®
Zulassungsprozess
der
EMEA
durch eine Chemotherapie induzierten
Rückgang der weißen Blutkörperchen
entgegengewirkt, mit dem Ziel, eine möglicherweise lebensbedrohliche Infektion
bei diesen Patienten zu verhindern. Die
infektionsbedingte Sterblichkeit von Tumorpatienten kann mit dieser Therapie
deutlich reduziert werden.
Nun hat ratiopharm das erste biotechnologisch hergestellte Filgrastim-Nachfolgeprodukt auf den Markt gebracht. Seitens
der
europäischen
Zulassungsbehörde
EMEA werden mit einem zentralen Zulassungsverfahren hohe Ansprüche an Biosimilars gestellt.
www.gnsued.de
11
GNS – Im Bundesverband der ärztlichen Genossenschaften
Neues aus dem Versicherungsbereich
Ein Bericht von Wolfgang Schweikert
Praxisröntgencheck: Im Einkauf liegt der
Gewinn! NEU: Der GNS – Beraterbrief
ins vermeintlich sichere Tages- und/oder
Festgeld. Der Anleger setzt sein ganzes
Vertrauen auf die Kraft des suggerierten
Gegenwertes. Dabei wird außer Acht ge-
Die Rahmenbedingungen für die erfolg-
einem umfassenden Versicherungsstatus
lassen, dass das Fundament der Kaufkraft
reiche unternehmerische Tätigkeit wer-
wurde fundiert beraten und die Umstel-
jedes Geldwertes einen reellen Gegenwert
den immer anspruchsvoller und komple-
lungen haben sich finanziell gelohnt.
zwangsläufig darstellen muss.
xer. Davon sind mittlerweile besonders
Dr. R. Meeßen
Mit anderen Worten: Wenn Papier-(Geld-)
niedergelassene Ärzte und Psychothera-
Die Beratung in Versicherungsangelegen-
werte nicht durch die Deckung der Sach-
peuten betroffen.
heiten läuft für mich und meine ganze
werte im Gleichgewicht stehen, verlieren
Unternehmerischer und fachlicher Erfolg
Familie beim GNS über Herrn Schweikert
Geldwerte ihre Glaubwürdigkeit.
setzen voraus, dass diese sich wieder
in sehr zuverlässiger und objektiver Art
Die
auf ihr Kerngeschäft konzentrieren kön-
und Weise. Die Beiträge sind z.T. deut-
selbstverständlich auch eine Vielzahl
nen – die medizinische Versorgung ihrer
lich günstiger. Bei Neuabschlüssen oder
an Chancen, die es zu nutzen gilt. Ziel
Patienten. Der Umbruch im Gesundheits-
Versicherungswechsel bekam ich rasche,
kann es letztendlich ausschließlich sein,
momentane
Ausgangslage
bietet
markt bedeutet aber nicht nur auf der
unbürokratische und fachlich sehr gute
sich klar zu machen, dass Rücklagen in
Einnahmenseite aufzubauen, sondern die
Beratung und Hilfe. Nachfragen wurden
Form von Währungen aller Art stets nur so
Ausgabenseite gezielt zu reduzieren. Die
bisher rasch und zu meiner ganzen Zufrie-
viel wert sind, wie ihnen zum jeweiligen
alte Weisheit, dass im Einkauf der Gewinn
denheit bearbeitet.
Zeitpunkt ein Geldkäufer im Besitz eines
liegt, ist in einem Markt mit sinkenden
Dr. med. Christa Mannig
Sachwertes zu geben gewillt ist.
Punktwerten, Budget und der allgemei-
Um wirklich einen passenden und auch
Das Zitat von Alan Greenspan bringt es
nen Weltwirtschaft aktueller als je zuvor.
günstigen Versicherungsschutz zu be-
auf den Punkt: Je unübersichtlicher die
Neben
Not-
kommen, macht es Sinn, verschiedene
Zeiten und je höher die Risiken sind, desto
wendigkeit der Praxisoptimierung kann
Angebote einzuholen. Denn vergleichbare
mehr Diversifikation ist notwendig, um
die Planung einer Kooperation, eine stra-
Leistungen werden durchaus zu sehr un-
ein Vermögen zu schützen.
tegische Neuausrichtung oder ein akuter
terschiedlichen Preisen angeboten. Sinn-
Aus aktuellem Anlass und als neue Dienst-
Startschwierigkeiten
und
Liquiditätsbedarf (z.B. Regressforderung)
voll ist die Beratung durch einen vertrau-
leistung stellen wir ab sofort für unsere
der Anlass für Ihren „Röntgentest für Ihre
ensvollen Partner, der auf niedergelassene
Mitglieder zu aktuellen Themen aus der
Praxis” sein. Nicht selten sind dadurch
Ärzte spezialisiert ist. Noch besser wenn
Finanzwelt den GNS-Beraterbrief kosten-
Einsparungen im vierstelligen EURO-Be-
der Makler so wie im Fall des GNS, selbst
frei per e-mail zur Verfügung.
reich möglich.
aus der Branche kommt und die Interessen seiner Mitglieder vertritt.
Praxischeck:
Ja
REFERENZEN: Wir waren sehr überrascht,
Wir kennen die potenziellen Risiken bspw.
GNS-Beraterbrief:
Ja
wie groß der Spielraum trotz geringerer
Regressforderungen und wissen, wo und
Versicherungsbeiträge einen wesentlich
wie sie zu einem guten Preis versicherbar
Zur unverbindlichen Anforderung genügt
besseren Versicherungsschutz zu bekom-
sind. Eine bessere Konzeption und Alter-
es, wenn Sie uns diese Seite mit Ihrem
men, war! Jetzt nach dieser „Umbau-
native gibt es aktuell nicht.
Praxisstempel UND Ihrer e-mail-Adresse
zufaxen.
phase“ können wir über freigewordenes
Geld verfügen, haben den Überblick über
NEU: DER GNS BERATERBRIEF
unsere Versicherungen und sind auch im
Die Entwicklung der aktuellen Marktsi-
Schadensfall besser absichert – das fühlt
tuation hat die gesamte Weltwirtschaft
sich wahrhaftig gut an!
stark eingetrübt. Stellenweise herrscht
Dr. G. Bolley & Dr. I. Liman-Bolley
eine lähmende Irritation seitens Anleger
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem
und auch Anlageberater vor. Denn viele,
Service von Herrn Maier gemacht. Nach
noch zuvor interessierte Anleger flüchten
12
Refax an 07391-586459
Praxisstempel
GNS im dialog 19/ 04.08
Neues aus den Netzen
Ein Bericht von Dr. med Claus-W Frey, Vorstandssprecher aeneas eG
Aeneas und GNS – eine Achse der Gemeinsamkeiten unter dem Dach der genossenschaftlichen Idee von der Alb zum Bodensee
Aeneas und GNS
haben
genau
nommen
Hausärzteverbandes und Medi sind einige
le Ressourcen, zersplittern die mühsam
ge-
der vielen gemeinsamen Positionen, die
über die Protestphase aufgebaute Allianz
schon
zu einen und zu gemeinsamen Strategien
der Arztgruppen untereinander und spie-
von Beginn an ge-
zu führen, wir mit dieser Kooperation an-
len unseren Widersachern in die Hand.
meinsame Wurzeln.
getreten sind. Wir haben genug Zeit gehabt,
Gemeinsam mit aeneas bin ich der Auf-
Nicht zuletzt unter
diese Zusammenarbeit im Sinne der Be-
fassung, dass Gemeinsamkeit mit Augen-
gedanklichen
teiligung von aeneas zu prüfen und wir
maß für uns und unsere Praxen auf lange
Anschub durch GNS in der Vorbereitung
dem
freuen uns nun aus tiefer Überzeugung
Sicht zielführend sein wird.
einer Netzgründung am Schussental, ent-
diesen Schritt zu tun. aeneas und GNS
Lassen Sie sich darum von beiden Genos-
stand 2004 das Aerztenetz am Schussen-
bedeutet für die Mitglieder beider Genos-
senschaften, so wie in der Geschichte des
tal aeneas eG.
senschaften u.a. ein Mehr an Leistung
aeneas an die Hand nehmen und aus den
Von anfänglich 70 Mitgliedern ist aeneas
und „Marktmacht“ in der Umsetzung un-
Wirren des überall brennenden Gesund-
bis heute auf 140 Mitglieder angewach-
serer Interessen sowie eine Verbesserung
heitswesens heraus in eine hoffentlich
sen und bietet eine Vielzahl von wertvollen
der Infrastruktur und Information. Dies al-
bessere Praxiswelt führen. Dafür ist jedes
Leistungen, die sich nun durch die Syner-
les ohne Mehrkosten und ohne Identitäts-
Mitglied wichtig. Lassen Sie sich alle in
gieeffekte der Kooperation einer regio-
verlust – aeneas bleibt regional aeneas
Ihren Netzen vom genossenschaftlichen
nalen Genossenschaft (aeneas) mit einer
und GNS überregional GNS!
Gedanken und unseren Ideen inspirieren,
überregionalen Genossenschaft (GNS) für
In turbulenten und unsicheren Zeiten wie
schenken Sie uns Ihr Vertrauen und betei-
die Mitglieder beider Genossenschaften
sie 2009 vor uns liegen, haben wir uns
ligen Sie sich mit Anregung und Kritik an
optimieren lassen.
weniger für Populismus sondern mehr für
der Weiterentwicklung unserer Genossen-
Der von Beginn an beidseitig gehegte
ein seriöses und bedachtes Agieren ent-
schaften. Vertrauen Sie auf unser Engage-
Wunsch einer Partnerschaft, scheiterte
schieden. Divide et impera – die Strategie
ment. Es wird zukünftig auch interessante
lange an formellen Hindernissen. Beide
unserer Widersacher kann nicht unser Cre-
Hausarztverträge ohne wesentliche Zwän-
Vorstandssprecher – Dr. Wagner, (GNS)
do sein und die Zukunft der Ärzteschaft
ge und EDV Zwangsanbindung geben.
und Dr Frey (aeneas), waren gemeinsam
kann nicht ausschließlich in Händen von
Erwarten Sie mehr von uns und unserer
mit Ihren Führungsgremien immer der
Interessenverbänden in Kollaboration mit
Zusammenarbeit.
Auffassung eine Kooperation zu ermög-
Kassen und Politik liegen. Gewachsene
aeneas zusammen mit Aufsichtsrat und
lichen. Die Überzeugung der genossen-
Strukturen, die mit Augenmaß einen und
Vorstand bedanken sich für das Vertrauen
schaftlichen Idee „buttom up und top
uns öffentlich rechtlich im Sinne der
in diese Kooperation und wünschen Ihnen
down“, das zutiefst demokratische Ver-
Rechtsstaatlichkeit auf Dauer vertreten,
allen schon jetzt eine gute und beschau-
ständnis in beiden Netzen, die Ausrich-
sind weiter gefragt.
liche Weihnachtszeit sowie einen guten
tung auf Haus- und Fachärzte sowie Psy-
Selbst wenn sie in der berechtigten Kritik
Start nach 2009. Gesundheit, Freude am
chotherapeuten, der Gedanke zu einen
stehen, ist es unsere Aufgabe mitzuge-
Arztberuf und Zusammenhalt sind wich-
statt zu spalten, das Selbstverständnis
stalten und die erforderlichen Reformen
tige Qualitäten für 2009.
des freien Berufes, die grundsätzliche
anzustoßen und gemeinsam im Sinne
Ablehnung einer zunehmenden Verstaatli-
unserer Mitglieder umzusetzen. Honorar-
Ihr aeneas Vorstand
chung unserer Arbeit und die kritische Di-
töpfe, Gruppeninteressen in den KVen
Dr. med Claus W. Frey und
stanz zu wesentlichen Teilen zum HzV des
oder Ersatzstrukturen zerstören wertvol-
Dr. med Michael Häussler
www.gnsued.de
13
GNS – Im Bundesverband der ärztlichen Genossenschaften
Praxis
Von Ilse Schlingensiepen
Ärzte Zeitung, 21.11.2008: „Schließen Sie Aut idem aus!“
ob das vom Apotheker abgegebene Mittel
Um bei Arzneiverordnungen der Therapie-
Arzneimittelrichtlinien sollten regelmäßig
Lactose enthält oder nicht.
der Verteidigung ,Ich konnte nicht anders’
verantwortung gerecht zu werden, sollten
werden Sie nicht durchkommen“, warnte
gelesen werden!
Niedergelassene grundsätzlich Aut idem
Wartensleben die Niedergelassenen. Denn
Die Ärzte müssten lernen, dass sie nicht
ausschließen und Arzneien aus dem un-
sie seien weiterhin daran gebunden, die
mehr Herren des Geschehen sind, betonte
teren Preisdrittel verordnen. Das empfieh-
Patienten nach dem aktuellen Stand der
der Rechtsanwalt. „Wenn der Arzt nicht
lt der Medizinrechtler Herbert Wartensle-
Wissenschaft zu versorgen. Das ermögli-
weiß, was mit dem Patienten geschieht,
ben.
che der Ausschluss der Aut-idem-Rege-
muss er Vorsorge treffen.“ Wartensleben
Durch die Rabattverträge wisse der Arzt in
lung, so Wartensleben. „Das wird jeder
empfiehlt den Niedergelassenen auch, re-
vielen Fällen nicht mehr, welches Mittel
Staatsanwalt Ihnen vorhalten.“ Zwar sehe
gelmäßig die Arzneimittelrichtlinien zu le-
der Apotheker aufgrund einer Verordnung
der Gesetzgeber für die Rabattverträge
sen. „Das ist eine untergesetzliche Norm,
abgibt, sagte Wartensleben bei der Medica
die Abgabe wirkstoffgleicher Arzneimittel
die müssen Sie beachten.“
Juristica auf dem Medika-Kongress in Düs-
vor. „Das Arzneimittel besteht aber nicht
Da Ärzte immer in die Lage kommen
seldorf. Bleibt der erhoffte Behandlungs-
nur aus Wirkstoffen“, sagte er. Lässt etwa
könnten, ihr Vorgehen begründen zu müs-
erfolg aus oder tritt eine unerwünschte
ein Arzt bei einer Verordnung für einen
sen, sollten sie es auf jeden Fall ausführ-
Wirkung ein, werde das weiterhin der Ver-
Patienten mit einer Lactose-Intoleranz
lich dokumentieren. Rechtsanwalt Theo
antwortung des Arztes zugeordnet. „Mit
den Austausch zu, könne er nicht wissen,
Pelzer geht davon aus, dass Plausibilitätsprüfungen durch die zunehmende Komplexbildung und Pauschalisierung der
ärztlichen Vergütung künftig stark an Bedeutung gewinnen werden. Um den Prüfern auf Augenhöhe begegnen zu können,
sollten sich die Ärzte nicht nur mit medizinischem, sondern auch mit juristischem
Sachverstand wappnen, empfahl er. „Die
Plausibilitätsprüfung ist eine sehr ernst zu
nehmende Diagnose ihrer Abrechnungsstruktur“, sagte Pelzer. Fänden die Prü-
Denn Preis und Leistung stimmen
fer Anhaltspunkte für Implausibilitäten,
liege die Beweislast beim Arzt – anders
als etwa bei der sachlich-rechnerischen
Richtigstellung. „Der Arzt muss selbst
aufzeigen, dass er plausibel war.“ Pelzer
kritisierte das Umgehen einiger KVen mit
dem Thema. Während manche KVen wie
die KV Sachsen die Verfahrensordnungen
für die Plausibilitätsprüfungen veröffentlichen, ������������������������������
würden andere wie die KV Nordrhein si�������������������������������
e als Verwaltungsinterna behandeln und nicht herausgeben. „Das können
Sie im Rahmen eines solchen Verfahrens
nicht akzeptieren“, betonte Pelzer.
Copyright © 1997-2008 by Ärzte Zeitung Verlags-GmbH
VO9067_AZ_117x125x5.indd
1
14
20.05.2008 17:39:27 Uhr
GNS im dialog 19/ 04.08
Informationen für medizinisches Fachpersonal
Ein Bericht von Monika Abel-Pfeiffer Dipl. Sozialpädagogin(FH)
Fortbildungsreferentin und Coach im Gesundheitswesen
Fortbildungen
praxisorientiert anwenden
Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Erst dann nach einer Arznei zu
suchen, wenn man krank ist, ist wie erst dann nach einem Brunnen
zu graben, wenn man durstig ist.“
In Deutschland wer-
übertragen werden? Von welchen Faktoren
ten auseinandersetzen. Es ist essentiell,
den
hängt der Fortbildungserfolg nun ab?
den Inhalt der Fortbildung mit den eige-
arden Euro in die
Zum einen hängt der Lernerfolg einer
nen Zielsetzungen in Einklang zu brin-
Weiterbildung
Fortbildung von der grundsätzlichen po-
gen, die Transfermöglichkeiten für die
Betriebsmitarbeitern
sitiven Einstellung der TeilnehmerInnen
eigene Praxis abzuklären und diese auch
investiert
zum Thema Weiterbildung ab.
tatsächlich verwirklichen zu wollen! Kon-
Ein weiterer, ganz wesentlicher Punkt des
kret heißt das: im Idealfall berichten die
jährlich
–
Millivon
leider
nur mit mäßigem Erfolg. Schade um die Motivation, die Zeit
Erfolgs ist die Einstellung der ChefInnen
Seminarbesucherinnen zeitnah z.B. im
und das Geld. In vielen Fällen bringen die
zum Thema: wie wichtig sind Fortbil-
Rahmen von Teambesprechungen ihren
Weiterbildungsmaßnahmen nur wenig für
dungen für die Weiterentwicklung und
Kolleginnen und Chefs vom Fortbildungs-
den Praxisalltag.
Qualitätssicherung unserer Praxis?
inhalt. Das Team überlegt nun, welche
Die Wirklichkeit sieht aber häufig so aus,
Seminarinhalte den vorgegebenen Ziel-
Was sind nun die Gründe für Erfolg oder
dass die Angestellten unzureichend auf
vereinbarungen entsprechen. Also: was ist
Misserfolg
Weiterbildungsveranstal-
den Sinn und die praktische Relevanz
möglich und sinnvoll und wie kann dies
tungen, über die wir nachdenken sollten?
der Fortbildungsmaßnahme vorbereitet
auf die eigene Praxis übertragen werden ?
an
Als Fortbildungsreferentin mache ich die
werden. Der thematische und der dafür
Erfahrung, dass
verantwortliche personelle Bedarf für die
Teilnehmerinnen Semi-
nare besuchen, bzw. von Ihren ChefInnen
Praxis wird nicht genau ermittelt.
zu diesen geschickt werden, ohne einen
Und das sind die Anforderungen an die zu
vereinbarende Ziele:
- Ziele sollen genau formuliert sein
konkreten Lernauftrag zu haben. Das
Das heißt: der Fortbildungsbedarf wird
- Ziele sollen glaubhaft sein
- Ziele sollen messbar und
heißt, dass die Med. Fachangestellten
nicht im Problem- und Bedarfskontext
angemeldet werden, weil betriebsintern
und als strategische Maßnahme gesehen.
mal wieder „dicke Luft“ ist, oder „etwas“
Häufig werden Entscheidungen ad hoc,
verbessert werden soll.
also aus der momentanen Situation heraus
Mitteln erreichbar sein
Notwendig wäre die Überlegung: was soll
getroffen. Weiterbildungen können aber
- Ziele sollen wichtig sein.
verbessert werden und wer aus dem Pra-
nur dann nachhaltig und von Nutzen sein,
Die berechtigte Forderung der Praxen
xisteam ist dafür geeignet? Wie kann der
wenn sich das gesamte Team und die
an die Fortbildung ist:
Lerninhalt des Seminars auf die Praxis
ChefInnen mit den Weiterbildungsinhal-
Wer sät, will auch ernten!
www.gnsued.de
überprüfbar sein
- Ziele sollen mit den gegebenen
15
Gesundheitsnetz Süd eG, GNS, Hopfenhausstr. 2, 89584 Ehingen (Donau)
Das nächste Heft erscheint im April 2009
Akademie Gesundheitsnetz Süd Termine 2009
Fort- und Weiterbildungen für Ärzte und med. Fachpersonal
Bei der Teilnahme der Weiterbildungs-
Kurs 6
Kurs 19
seminare 1-13 erhalten Sie das Zertifikat
Teambesprechung und Meetings
Unternehmen Arztpraxis
Mi 22.04.2009, Ulm
Sa 07.02.2009, Ulm
Ihr Praxismanagement. Die Seminare
Kurs 7
Kurs 20
können auch einzeln besucht werden.
Teamarbeit
Vorsorge für den Ernstfall –
Mi 29.04.2009, Ulm
plötzlicher Tod, oder schwere
„Medizinische Fachkraft für Qualitätsmanagement“. Die Softkills des QM für
Kurs 1
Erkrankung des Praxisinhabers
Grundlagenwissen zur Qualitätssicherung
Kurs 10
Mi 18.03.2009, Ulm
und Qualitätsverbesserung in der Praxis
Führungsmethodik – Teil I
Mi 04.03.09, Ulm
Führungskompetenzen
erwerben und erweitern.
Kurs 6&7
Kurs 2
Mi 14.01.2009, Ulm
Teambesprechungen, Teamarbeit
Qualitätsmanagement,
Kompaktkurse
Fr 30.01.2009 + Sa 31.01.2009,
eine Reise in die Zukunft,
Kurs 11
Qualitätsmanagement in den Praxisalltag
Führungsmethodik – Teil II
integrieren – und alle profitieren
Praxisorganisation, Planung und
Kurs 8
Mi 11.03.09, Ulm
Delegation – eine Leitungsaufgabe
Effektive Einarbeitung neuer Mitarbeiter
Mi 21.01.2009, Ulm
Sa 14.02.2009, Reutlingen
Reutlingen
Kurs 3
Corporate Identity
Kurs 12
Kurs 9
Der Patient im Mittelpunkt
Führungsmethodik – Teil III
Konfliktmanagement
Sicherheit am Telefon
Mitarbeiterführung, Personal-
Fr 27.01.2009, Reutlingen
Mitarbeiterzufriedenheit
entwicklung, Personalgespräche
Fr 20.03.2009, Ulm
Mi 04.02.2009, Ulm
Information und Anmeldung
Akademie Gesundheitsnetz Süd
Kurs 4
NEU! Für Ärzte/Ärztinnen
Hopfenhausstraße 2, 89584 Ehingen
Beschwerdemanagement
Praxis- und Mitarbeiterführung –
Fon 07391 5865458
Mi 25.03.2009, Ulm
eine Herkulesarbeit
Fax 07391 5865459
Sa 24.01.2009, Ulm
sek.gns@kh-gmbh-adk.de
Unternehmerisch denken und handeln
Kurs 16
Sonstige Termine
Mi 01.04.2009, Ulm
Hygiene
Generalversammlung des GNS
Mi 28.01.2009, Ulm
Fr 26.06.2009, 16 Uhr, Sigmaringen
Kurs 5
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.gnsued.de
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