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Das, was die Welt im Innersten zusammenhält, das ist die

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Nr. 111/ 24.Jg.
Weihnachten 2007
DER PFARRGEMEINDE
ST. MICHAEL WALDBRÖL
UND IHRER FILIALEN
Das, was die Welt im Innersten zusammenhält,
das ist die Menschwerdung unseres Gottes.
Inhalt Heft 111 / Weihnachten 2007
Redaktionsschluss für die Ausgabe zu Pfingsten 2008: 30.März 2008
3
4
23
26
44
Editorial
Pastoralteam und Seelsorge
Geistl. Wort (4) Eine neue Krippe (6) Theologie konkret (7)
Zukunft der 4 Gemeinden im SB (8) Tauferinnerungsfeier (9)
Gottesdienste an Weihnachten und Silvester (10) Neue Orgel
(12) Aus der Pfarrfamilie (15) Interview Kpl. Hannig (18)
Fußwallfahrt (20) Neue Minis (21) Wallf. n. Marienthal (22)
Aus Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand
Neues aus dem PGR (23);
Filialen, Gremien, Gruppen
Benefizkonzert (26) Glosse (28) Kinderarmut (30) kfd-Jahreshauptversammlung (32) Kreuzbund (34) Familientreff
(35) Glaubensfest (36) 15 Jahre Lektorenkreis (37) Wanderung Chor) (38) 20 J. Chor Nümbrecht (39) Weihe Kapellchen (41) Dank an W. Köster (42) Erntemarkt im KiGa (43)
Aus der Kinder und Jugendarbeit
Firmwochenende (29) Osterfreizeit (44) Elternkurs KiGa (46)
Romwallfahrt (47) Sommerlager der Pfadfinder (50) OPUSUrkunde für KiGa (52) Generationstreffen (53) Sternsinger)
(54)
55 Projektpartnerschaft Eine Welt
Gedanken zum Teilen (55) Bericht aus El Alto (58) Bericht
aus Sao Luis (61)
62 Ökumene Waldbröl
Tafel Oberberg (62) Erntedankgottesdienst (64) Das Christentum (65) 50 Jahre Stadtrechte (67) Gottesdienst am
Pfingstmontag (69)
A-D Gelb:
Ansprechstellen, Anschriften, Allgemeine Gottesdienstordnung für Waldbröl, Wiehl, Bielstein und Denklingen
I-IV rot:
Termine im Leben der Pfarrei
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!
In dieser LUPE werden Sie feststellen, dass unsere Gemeinde
im Aufbruch ist, wir haben uns
aufgemacht, auf einen neuen Weg
in einen neuen, erweiterten Seelsorgebereich.
Zunächst macht uns das Angst:
alles wird größer, alles wird anonymer. Das fällt uns schon bei solch
elementaren Ereignissen wie der
Sonntagsmesse auf: Der Pastor
hält nicht mehr jeden Sonntag in
unserer Kirche die Messe, sondern nur noch alle Paar Wochen.
Wir sehen ihn seltener: er ist nun
Ansprechpartner für ca. 13.040
statt bisher rund 6.400 Katholiken
in vier weit auseinander liegenden
Gemeinden.
Das bereitet uns Sorgen.
Aber lassen Sie uns auch die guten
Seiten betrachten:
Anfang September haben wir die
neuen Mitglieder unseres Seelsorgebereichs zu unserem Pfarrfest
eingeladen. Und sie sind nicht
nur zahlreich erschienen, sondern
haben auch gleich mitgewirkt.
Dadurch hatten wir erste Möglichkeiten uns gegenseitig kennen zu
lernen und voneinander zu profitieren. Das ist ein Weg, der richtige
Weg, wie ich finde.
Ich lade Sie ein, den Seelsorgebereich und seine Vielfalt weiter kennen zu lernen. Gelegenheit dazu
gibt es genug: Am 12.1.2008 findet
nach der Abendmesse der Neujahrsempfang des PGR statt, zu
dem auch die Mitglieder
der anderen Pfarreien unseres Seelsorgebereichs
eingeladen sind. Dort haben wir die Möglichkeit
einander zu begegnen und uns
(besser) kennen zu lernen
Wenn nach dem Weißen Sonntag
die Pfarrkirche wegen des Orgelneubaus geschlossen wird, nutzen
Sie die Möglichkeit, die wunderschönen anderen Kirchen unseres
Seelsorgebereichs zu besuchen
und diese Gotteshäuser, ihre Vielfalt und ihre Gemeindemitglieder
kennen zu lernen!
Anregungen dazu finden Sie in
den neu gestalteten gemeinsamen Pfarrmitteilungen, die nun
auch die Nachrichten und Gottesdienstzeiten aus den Gemeinden
Wiehl, Bielstein und Denklingen
beinhalten.
Aber auch Ihre Sorgen in Bezug
auf den neuen Seelsorgebereich
wollen wir nicht vergessen. Helfen
Sie uns daran zu arbeiten, indem
Sie den beigefügten Fragebogen
ausfüllen. Jede Antwort ist uns
wichtig! Wir versuchen, Ihre Anregungen umzusetzen.
Und behalten Sie das Motto unseres Pfarrfestes immer im Hinterkopf: „Gemeinsam sind wir
stärker!“.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
und Ihrem Familien ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest
und ein gesegnetes Neues Jahr!
Ihre Stephanie Baum
LUPE 111/Dezember 2007
Pastoralteam
und Seelsorge
UNTERWEGS ZUR KRIPPE
Geistliches Wort zur Advents-und Weihnachtszeit
Liebe Gemeinde!
Wieder einmal beginnen wir
einen Advent. Wieder einmal machen wir uns auf den Weg zur
Krippe.
Wenn Weihnachten vor der Tür
steht, besonders der Hl. Abend,
dann haben wir alle nur noch ein
Ziel, ein Verlangen: Wir möchten
nach Hause. Wir möchten daheim
sein, bei unseren Eltern, unseren
Kindern, in unserer Familie. Wir
möchten mit den Menschen zusammen sein, die wir lieben, die
uns etwas bedeuten.
„Heimat“, „Daheimsein“, „ein
Zuhausehaben“ – das ist die
Ursehnsucht des Menschen. Sie
bricht immer wieder neu in uns
auf, aber an keinem Tag, an keinem Fest ist sie so tief und so
stark wie am Hl. Abend. Gerade
da bewegt uns die Frage: Wo gehöre ich hin? Wo kann ich bleiben? Wo finde ich Heimat?
„Herbergssuche“ – das ist das
zentrale Weihnachtsthema, aber
auch unser Lebensthema.
An Weihnachten feiern wir die
Antwort auf die Lebensfrage des
Menschen. Gott ist in der Nacht
von Bethlehem Mensch geworden, um uns Heimat zu schenken, um für uns zur Heimat zu
werden.
Dazu wählte er einen ungewöhnlichen Weg. Nicht den Weg
von oben, sondern von unten.
Nicht den Weg der Macht, sondern der Ohnmacht.
Eine Zeitung fragte ihre Leser:
„Gesetzt den Fall, Sie wären das
gewesen, Mensch zu werden, die
Menschen zu erlösen, wo hätten
Sie dazu geboren werden wollen?“
Die Zeitung machte acht Vorschläge für den Ort der Geburt: Im
Weißen Haus, in der Deutschen
Bank in Franfurt, im Bundeskanzleramt, im UNO-Gebäude, im Vatikan, in einer ausländischen Familie, in einem Asylantenheim, in
einer Notunterkunft für Nichtsesshafte.
Für welchen Geburtsort auch
immer wir uns entschieden hätten, wohl keiner von uns hätte die
Notunterkunft gewählt. Keiner,
außer Gott.
Nicht als einer der Großen ist
er geboren. Er kam, wie wir alle
kommen, als neugeborenes Kind
mit einem Schrei. Er mischt sich
ein, ohne zu nötigen. Er mischt
sich ein, ohne uns etwas zu nehmen.
Er will geliebt werden, aber
so, wie ein Kind geliebt wird: absichtslos, um seiner selbst willen.
LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
Dieses Kind wird dreißig Jahre
später sagen, dass der Reichtum
nicht im Haben liegt, sondern im
Sein; dass nicht das Äußere zählt,
sondern das Herz; dass einer, der
immer nur sich selber sucht, sich
garantiert verliert; dass Vergebung möglich ist und Neuanfang;
dass Liebe keine Einbildung ist,
sondern der Sinn unseres Lebens; dass Vertrauen sich lohnt,
auch wenn es immer wieder enttäuscht wird; dass Gott uns kennt
und keiner ihm egal ist, so unbegreiflich das auch manchmal erscheinen mag.
Um uns Heimat zu schenken hat dieses Kind, hat dieser
Mensch Jesus von Nazareth alle
Fremdheit und Heimatlosigkeit
dieser Welt auf sich genommen.
Geboren unterwegs auf einer
Reise ist er als Wanderprediger
von Ort zu Ort gezogen, immer
angewiesen auf die Aufnahmebereitschaft der Menschen. Draußen, ohne Heimat und Herberge,
hat er die wesentliche Zeit seines Lebens verbracht. So nimmt
er immer den Platz draußen ein:
den Platz, den wir Menschen ihm
zuweisen, den wir für ihn übrig
haben: Dort sammelt er alle, die
draußen sind: zuerst die Hirten,
später die Zöllner, die Aussätzigen und die seelisch Kranken.
Alle, die draußen sind, sammelt
er. Und so verwandelt er das
Draußen in ein Drinnen.
Das ist die Botschaft von Weihnachten: Gott nimmt den Platz
und Seelsorge
ein, den wir ihm zumuten. Aber
ER hat für alle Platz und Herberge. An seiner Krippe ist Platz für
alle und für alles!
Für den, der glaubt, aber auch
für den, der den Glauben verloren hat. Für den, der überzeugt
ist von der Botschaft der Heiligen
Nacht, aber auch für den, der an
ihr zweifelt. Für den, der in der
Kirche trotz aller Enttäuschungen
noch Heimat sucht und findet,
aber auch für den, dem sie schon
lange nichts mehr bedeutet. Für
den, der Sonntag für Sonntag zu
uns kommt, aber auch für den, der
nur an Weihnachten unser Gast
sein möchte. Für den, der allen
Grund hat, dankbar und zufrieden
zu sein, aber auch für den, der es
schwer hat in seinem Leben.
Wir alle dürfen an Weihnachten von neuem wissen und erfahren, dass das Kind in der Krippe
für einen jeden von uns und für
alle Menschen auf dieser Erde
geboren ist.
Seit Weihnachten ist Gott für
immer an unserer Seite. Wo wir
auch sind, wo wir auch leben, was
immer wir tun und wirken, nie sind
wir ganz allein in dieser Welt.
Seit der Heiligen Nacht von
Bethlehem ist uns Christus und
damit Gott zur Heimat geworden.
Aber werden wir ihn finden?
Werden wir das Kind in der Krippe finden?
In der Kirche von St. Peter Ording, einem bekannten Urlaubsort
LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
an der deutschen Nordsee, steht
ein kunstvoll geschnitzter Altar
aus dem Mittelalter. Er zeigt Bilder
aus dem Leben Jesu, unter anderem eine Darstellung der Heiligen
Nacht mit Stall und Krippe, Ochs
und Esel. Im Vordergrund stehen
Maria und Josef. Sie schauen zur
Krippe. Aber die Krippe ist leer.
Das Jesuskind fehlt. Die Mitte
und Seelsorge
des Bildes, auf die hin das ganze Kunstwerk ausgerichtet wurde, ist spurlos verschwunden. Die
Mitte ist leer – Weihnachten ohne
Jesus. Ist das ein Bild für unsere
Zeit?
Ich wünsche uns allen eine
gesegnete Adventszeit und eine
gnadenreiche Weihnacht.
Pastor Klaus-Peter Jansen
Eine neue Krippe für die Pfarrkirche
Mit großer Freude kann ich
Ihnen mitteilen, dass wir zum
kommenden Weihnachtsfest in unserer Pfarrkirche St.
Michael eine neue
Krippe bestaunen
können.
Dass dies trotz
unseres großen Orgelprojektes möglich ist, verdanken
wir der großzügigen Spendenbereitschaft von Gemeindemitgliedern
sowie dem Einsatz
unserer Frauengemeinschaft in Waldbröl.
Die neue Krippe wird die Krippe unserer ehemaligen Filialkirche St. Hubertus in Grötzenberg
ersetzen, die nach der Schließung
der kleinen Kapelle in der Pfarrkirche aufgestellt wurde, aber in
keinem guten Zustand mehr war.
Dennoch soll sie nicht verloren
gehen, sondern künftig in unserem Kindergarten St. Michael in
Waldbröl genutzt werden. Hier
sollen sie den Kindern weiterhin Freude machen und das
Geheimnis von Weihnachten
erschließen.
Damit sich unsere Gemeinde mit der neuen Krippe richtig
vertraut machen kann, wollen
wir sie nicht, wie sonst gewohnt, erst am Hl. Abend aufstellen, sondern einige Figuren
bereits an den vier Adventssonntagen. Dazu soll es eine
Predigtreihe geben.
Die gesamte Krippe wird
aber natürlich erst zu Weihnachten aufgebaut.
Ich bedanke mich im Namen
unserer ganzen Pfarrgemeinde
sehr herzlich bei allen, die sich
für unsere neue Krippe eingesetzt
und sie mit ihren Spenden ermöglicht haben.
Pastor Klaus-Peter Jansen
LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
und Seelsorge
Theologie konkret: Bezeichnungen für Geistliche
Prälat, Kaplan, Monsignore,
Subsidiar, Priester,... - eine Fülle
von Titeln verwirren immer wieder die Gläubigen. Was hat es
mit den verschiedenen Bezeichnungen für Geistliche auf sich?
Drei Ebenen unterscheidet
man: die Ebene des Sakramentes, des Amtes und besonderer Ehrungen.
Das, was einen Geistlichen
im Wesentlichen auszeichnet, ist
die Weihe. Dieses Sakrament,
das viele nur als Priesterweihe
kennen, ist eigentlich das eine
Weihesakrament, das in drei Stufen gefächert ist: der Diakon, der
Priester und der Bischof. Diese
drei Bezeichnungen beschreiben
das Wichtigste des Geistlichen.
Es geht um das, was er im Wesen ist, wo er seine tiefste Berufung und Sendung durch Christus findet. Es ist mehr als eine
Berufsbezeichnung, es weist hin
auf die Lebensentscheidung und
- führung als Gottgeweihter.
Jeder Geistliche übt seine Berufung in konkreten Diensten aus.
Diese Aufgaben kann man als
seinen Beruf verstehen. Das Amt
hat eine Stellung innerhalb der
Leitungsstruktur und Aufgabenverteilung in der Kirche. “Pfarrer”
ist das häufigste Amt eines Priesters; er ist der Leiter einer Pfarrei
bzw. eines Pfarrverbandes.(Auch
der aus dem Evangelischen stamLUPE 111 / Dezember 2007
mende Begriff “Pastor” ist für einen Pfarrer gebräuchlich.) “Kaplan” ist der Priester, der als junger, noch lernender Priester dem
Pfarrer zu Seite steht. “Pfarrvikar” bezeichnet in unserem Erzbistum einen erfahrenen Priester,
der nicht in der Leitung als Pfarrer
arbeitet.
In höheren Leitungsstrukturen
gibt es dann die (Stadt- / Kreis-)
Dechanten, die ihrem Dekanat
(Gebiete mit mehreren Pfarrverbänden) vorstehen. Wenn der
Priester die Leitung einer Einrichtung hat, kann er auch mit dem
eher weltlich klingendem Titel “Direktor” bezeichnet werden. Selten sind die Titel Regens, Subregens und Repetent, die Ämter in
der Priesterausbildung bezeichnen.
Auch Geistliche sind nicht
davor bewahrt, durch besondere Verdienste mit Ehrungen und
Sondertiteln ausgezeichnet zu
werden. Am häufigsten ist der
Ehrentitel Monsignore und eine
Stufe höher Prälat.
Letztlich geht es bei Geistlichen nicht um ihre Titel. Es sind
nur Bezeichnungen, die auf ihre
Tätigkeiten hinweisen. Das entscheidenste ist der Dienst des
Geistlichen, für den er von Christus selbst berufen und geweiht
wurde.
Kaplan Sebastian Hannig
Pastoralteam
und Seelsorge
Die Zukunft unserer 4 Gemeinden im
Seelsorgebereich „An Bröl und Wiehl“
Unser Erzbischof Joachim
Kardinal Meisner hat Ende Oktober entschieden, dass die katholischen Pfarreien auch künftig selbst bestimmen können, ob
sie mit den anderen Gemeinden
ihres Seelsorgebereichs fusionieren oder in einer Pfarreiengemeinschaft kooperieren wollen.
Dabei sollen in beiden Modellen
die Kirchorte und das Leben um
den jeweiligen Kirchturm erhalten
bleiben.
Für unsere Pfarrgemeinde St.
Michael und die weiteren drei
Pfarreien bedeutet dies, dass wir
in den gewählten Gremien von
Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand bis zum 31. Juli 2008
eine Entscheidung für eines der
beiden Modelle treffen müssen.
Fusionieren unsere vier Gemeinden zu einer einzigen Pfarrei, so wird es in Zukunft nur noch
einen gemeinsamen Kirchenvorstand geben. Entscheiden sich
die Gemeinden für den Erhalt
ihrer Selbstständigkeit, bleiben
die Kirchenvorstände vor Ort bestehen und bilden in der Pfarreiengemeinschaft eine sogenannte
„Verbandsvertretung“ des Kirchengemeindeverbandes. Auf jeden Fall wird es ab 2009 nur noch
einen Pfarrgemeinderat für alle
Gemeinden geben.
In den kommenden Wochen
und Monaten werden die Verantwortlichen in einen intensiven Dialog eintreten und eine Entscheidung treffen, die bis zum Jahre
2020 Bestand haben soll. Denn
bis dahin will der Erzbischof sich
und uns weitere Strukturdiskussionen ersparen.
Möge Gottes Geist uns bei unserer Entscheidung leiten!
Pastor Klaus-Peter Jansen
Entdecke die Möglichkeiten
Advent will Türen öffnen: die Tür zu deinen Sehnsüchten, die Tür zu
deinen Fähigkeiten, die Tür zu deinen Zweifeln, die Tür zu deinen Hoffnungen, die Tür zu deinen Ängsten, die Tür zu deinem Mut, die Tür zu
deiner Liebe, die Tür zu dir selbst.
10 LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
und Seelsorge
Tauferinnerungsfeier ist zur Tradition
geworden
Der PGR-Ausschuss „Liturgie
und Weitergabe des Glaubens“
will an den Beginn des Lebens in
der Gemeinschaft mit Jesus Christus erinnern. Deswegen sind, wie
schon in vorigen Jahren, im September Einladungen zur Tauferinnerungsfeier an alle Familien
verschickt worden, deren Kinder
vor fünf Jahren in der Pfarrkirche
St. Michael in Waldbröl oder einer
der Kirchen in Nümbrecht, Ziegenhardt und Schönenbach getauft worden waren.
21 Täuflinge mit ihren Eltern,
Geschwistern und Paten waren
am 20. Oktober dieser Einladung
gefolgt. Pastor Klaus-Peter Jansen und Pastoralreferent Michael
Grüder feierten mit über 120 Familienmitgliedern einen fröhlichen
Wortgottesdienst, der unter dem
Thema „Licht“ stand. Die Täuflinge hatten ihre Taufkerzen mit-
gebracht, die noch einmal an der
Jesus-Kerze angezündet wurden.
Auf der Gitarre begleitete eine
LUPE 111 / Dezember 2007
Mutter aus dem Kindergarten die
Lieder, die teilweise mit den Kindergartenkindern schon eingeübt
worden waren.
Nach dem Wortgottesdienst
ging es ins Pfarrheim, wo fleißige
Hände die Tische sehr schön
herbstlich dekoriert und eingedeckt hatten. Von einem gut bestückten Kuchenbüffet (einige Kuchen waren von Eltern der Täuflinge gebacken und gespendet
worden) konnten sich alle nach
Wunsch bedienen und bei einer
guten Tasse Kaffee, Tee oder
einem Glas Saft mit ihren Tischpartnern und den beiden Seelsorgern Gespräche führen.
Die Kinder wurden währenddessen von einem Team des Katholischen Kindergartens betreut.
Sie bastelten ein Licht, das sie
auch später mit nach Hause nehmen durften. Pastor Klaus-Peter
Jansen verschenkte als Erinnerung an die Tauferinnerungsfeier
eine kleine Minibibel.
Gegen 16:30 Uhr endete das
Treffen und von überall gab es ein
„Danke“ für den schönen Nachmittag an die Pfarrgemeinde und
den Liturgieausschuss. Diesen
Dank möchte ich an dieser Stelle
noch einmal an die fleißigen Helfer weitergeben.
Rosemarie Grunert
11
Pastoralteam
und Seelsorge
Gottesdienste zu Weihnachten, Silvester und Neujahr im
Seelsorgebereich „An Bröl und Wiehl“
Heiligabend - Montag, 24.12.2007
15.00 Uhr Krippenfeier in St. Mariä Himmelfahrt Wiehl
15.00 Uhr Krippenspiel in St. Antonius Denklingen
15.30 Uhr Christmette im CBT-Wohnhaus St. Michael
16.00 Uhr Weihnachtlicher Kinder- und Familiengottesdienst
mit Krippenspiel in St. Michael Waldbröl
16.00 Uhr Familienchristmette in St. Bonifatius Bielstein
16.30 Uhr Weihnachtlicher Wortgottesdienst Kreiskrankenhaus W.
16.30 Uhr Christmette in St. Konrad Ziegenhardt
18.00 Uhr Christmette in St. Mariä Himmelfahrt Wiehl
17.30 Uhr Vorfeier in St. Antonius Denklingen
18.00 Uhr Christmette in St. Antonius Denklingen
18.15 Uhr Christmette mit Vorfeier in Heilig Geist Nümbrecht
(mit Kirchenchor)
21.00 Uhr Christmette mit Vorfeier in St. Michael Waldbröl
(mit Kirchenchor)
23.00 Uhr Christmette in St. Bonifatius Bielstein (mit Kirchenchor)
Keine Christmette in Maria im Frieden Schönenbach !
Die Kollekte an Heilig Abend und am 1. Weihnachtstag ist
für Adveniat bestimmt
Erster Weihnachtstag – Dienstag, 25.12.2007
08.30 Uhr Weihnachtsmesse in St. Maria im Frieden Schönenb.
09.00 Uhr Weihnachtsmesse in St. Antonius Denklingen
09.30 Uhr Weihnachtsmesse in St. Michael Waldbröl
10.30 Uhr Weihnachtsmesse in St. Mariä Himmelfahrt Wiehl
11.00 Uhr Weihnachtsmesse in Heilig Geist Nümbrecht
12 LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
und Seelsorge
Zweiter Weihnachtstag – Mittwoch, 26.12.2007 (Hl. Stephanus)
09.00 Uhr
09.00 Uhr
09.30 Uhr
10.30 Uhr
11.00 Uhr
18.00 Uhr
Hl. Messe in St. Bonifatius Bielstein (Sternsinger-Auss.)
Hl. Messe in St. Antonius Denklingen
Hl. Messe in St. Michael Waldbröl
Hl. Messe in St. Mariä Himmelfahrt Wiehl
Hl. Messe in Heilig Geist Nümbrecht (mit Familienchor)
Hl. Messe in St. Maria im Frieden Schönenbach
Silvester – Montag, 31.12.2007
17.00 Uhr Jahresabschlussmesse in St. Michael Waldbröl
18.00 Uhr Jahresabschlussmesse in St. Antonius Denklingen
18.00 Uhr Jahresabschlussmesse in St. Bonifatius Bielstein
Neujahr – Dienstag, 01.01.2008 – Hochfest der Gottesmutter Maria
09.30 Uhr Hl. Messe in St. Michael Waldbröl
10.30 Uhr Hl. Messe in St. Mariä Himmelfahrt Wiehl
11.00 Uhr Hl. Messe in Heilig Geist Nümbrecht
18.00 Uhr Hl. Messe in St. Konrad Ziegenhardt
LUPE 111 / Dezember 2007
13
Pastoralteam
und Seelsorge
Die neue Orgel von St. Michael
In seiner Sitzung vom
3.5.2007 hat der Kirchenvorstand
unserer Pfarrgemeinde St. Michael den Auftrag für den Neubau der
Orgel unserer Pfarrkirche an die
Orgelbaufirma Hubert Fasen vergeben. Die Kosten für die neue
Orgel belaufen sich auf 283.696 €.
Hinzu kommen noch die Kosten
für den Abriss der Orgelempore
sowie Kosten für den Orgelsachverständigen des Erzbistums
Köln, der uns in den letzten Jahren beraten hat.
Insgesamt sind es dann
333.696 €, die zum großen Teil
von unserer Gemeinde aufgebracht werden müssen. Lediglich
oder immerhin 40.000 € erhalten
wir als Zuschuss vom Erzbischöflichen Generalvikariat in Köln.
Dieses hat inzwischen auch seine endgültige Genehmigung zum
Neubau der Orgel unserer Pfarrkirche erteilt.
Nun kann es also losgehen.
Und es geht bald los! Unmittelbar
nach dem Weißen Sonntag wird
eine Gruppe von Handwerkern
aus Polen zu uns kommen und
die alte Orgel abbauen. Bereits
im Jahre 2005 hat der Kirchenvorstand von St. Michael beschlossen, unsere Orgel einer katholischen Pfarrgemeinde in Polen
kostenfrei zu überlassen. Dafür
übernimmt die polnische Gemeinde alle Kosten für den Abbau
unserer alten Orgel. Ich bin sehr
14 dankbar, dass unser Kirchenvorstand vor zwei Jahren diesen Beschluss gefasst hat. Denn zum
einen wird damit gewährleistet,
dass unsere alte Orgel auch weiterhin in einer Kirche erklingt, zum
anderen haben wir viele Kontakte
zu unserem Nachbarland Polen
und zur polnischen Kirche. Denken wir z.B. an die Städtepartnerschaft zwischen Waldbröl und
Swiebodzcice, an die polnischen
Musiker Jacek und Krystof, die
seit Jahren am Ehrenamtsabend
zu uns kommen oder auch an
die persönlichen Beziehungen
etlicher Gemeindemitglieder zu
Priestern aus Polen! Schließlich
wollen wir auch nicht vergessen,
dass viele Aussiedler aus Polen
zu unserer Gemeinde gehören
und sie mittragen.
Nach dem Abbau der alten
Orgel geht es dann bald weiter.
Die Orgelempore muss abgerissen werden, was mit viel Staub
und Dreck verbunden sein wird.
Aus diesem Grunde möchte ich
gerne unsere Pfarrkirche für einige Monate schließen. Ich weiß,
dass dies für viele, besonders für
unsere älteren Pfarrangehörigen,
eine schmerzvolle Entscheidung
ist. Aber ich hoffe, dass sich viele
Fahrgemeinschaften bilden werden, die unsere Gottesdienstbesucher in die anderen Kirchen
unserer Gemeinde bzw. im Seelsorgebereich bringen. Wie der
Gottesdienstplan dann genau
LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
aussieht, wird rechtzeitig bekannt
gegeben.
Der letzte Teil der Umbaumaßnahmen wird dann der Aufbau unserer neuen Orgel sein. Auch er
wird mehrere Monate in Anspruch
nehmen. Das Datum für die Einweihung steht aber bereits heute
fest. Am zweiten Advent – das ist
Sonntag, der 7. Dezember 2008
- wird der für unsere Region zuständige Kölner Weihbischof Dr.
Rainer Woelki die feierliche Orgelweihe vornehmen. Im Umfeld der
Weihe soll es eine Art „Festwoche“ geben, in der u.a. ein großes
Adventskonzert aller Chöre im
Seelsorgebereich sowie eine Orgelnacht mit verschiedenen Organisten geplant ist. Auch an eine
Festschrift wird gedacht.
Das sind im Wesentlichen die
Schritte, die nun vor uns liegen.
Bis zur Einweihung heißt es nun
weiter: sparen, sparen, sparen!
Wir haben erst etwa ein Drittel
der Kosten gesammelt. Das ist
und Seelsorge
zwar für den kurzen Zeitraum seit
Gründung des Orgelbauvereins
schon sehr viel, aber reicht eben
lange nicht aus. Ich hoffe, dass
wir mit Hilfe vieler Menschen aus
unserer Gemeinde auch noch die
restlichen zwei Drittel schaffen.
Ich möchte auch weiterhin für
Mitglieder im Orgelbauverein werben sowie auf die „Orgelpfeifenpatenschaft“ für die neue Orgel
hinweisen. Ich meine, es gibt kein
schöneres dauerhaftes Geschenk
gerade zu Weihnachten!
Am Schluss ist es mir ein
großes Anliegen, all jenen zu
danken, die sich bisher für den
Neubau unserer Orgel eingesetzt
haben: dem Kirchenvorstand,
dem Orgelbauverein, besonders
seinem Vorsitzenden Burkhard
Stahl sowie vielen einzelnen.
Ohne deren großes Engagement würde der Traum von einer
neuen Orgel für unsere Pfarrkirche nicht Wirklichkeit werden!
Pastor Klaus-Peter Jansen
Dieser Ausgabe der Lupe liegt ein Überweisungsträger bei, den Sie für Ihre Spende zu Gunsten
der neuen Orgel nutzen können.
Natürlich besteht auch weiterhin die Möglichkeit,
Mitglied des Orgelbauvereins zu werden und das Projekt
durch Ihren Beitrag regelmäßig zu unterstützen. Bitte füllen Sie dazu die in den Kirchen ausliegenden Beitrittserklärungen aus.
Bei Fragen oder dem Wunsch zum Erwerb einer Orgelpfeifenpatenschaft wenden Sie sich an das Pfarrbüro oder direkt an die Vorstandsmitglieder des Orgelbauvereins.
LUPE 111 / Dezember 2007
15
Pastoralteam
und Seelsorge
Diesen Entwurf für unsere neue Orgel haben die Verantwortlichen aus einer Vielzahl
von Entwürfen ausgewählt.
Die Orgelempore wird entfernt werden. Dort wird nun ebenerdig die neue Orgel stehen. Die Türe hinter der Orgel bleibt erhalten, wird jedoch nur noch als Fluchtweg
genutzt werden.
16 LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
und Seelsorge
Aus der Pfarrfamilie
DAS SAKRAMENT DER TAUFE EMPFINGEN
März 2007
Juni 2007
Holik, Niklas Adrian
Ditler, Lea
Potthof, Kira
April 2007
Wendt, Vanessa
Cramer, Lennart Wilhelm
Mai 2007
Knuth, Angelina
September 2007
Riffel, Alexandra
Rühl, Emma Charlotte
Riffel, Anna-Sophie
Junker, Leonard Maximilian
Buda, Marie
Juli 2007
Zimmermann, Steven
Alexander
Scheffels, Antonia
Seipp, Maximilian
Jonas, Eduard
Zielenbach, Lara
August 2007
Fichter, Viktoria
Resch, Nadine
Weiser, Julia
Janik, Gioia Jennifer
Oktober 2007
Hebekus, Noah
Babila, Alexandra
Berschauer, Stella
Hopfauf, Valeria
Tomanek, Jonas
Merten, Nils
Mertens, Tilo
Scheuten, Lucia
November 2007
Klöcker, Lara
Araújo Melo, Monja
Es spendeten sich das Ehesakrament
Mai 2007
Hendarik Yacoub und Elisabeth Albert,
wohnhaft in Waldbröl
Jens Markus Friedrich und Daniela Schütze,
wohnhaft in Koblenz
Juni 2007
Martin Krüger und Christiane Weber,
wohnhaft in Kerpen
Michael Hemmersbach und Maria Rita Crisci,
wohnhaft in Waldbröl
Viktor Degenau und Irina Siebert,
wohnhaft in Krefeld
LUPE 111 / Dezember 2007
August 2007
Ralf Weidner und Katja Wagener,
wohnhaft in Waldbröl
September 2007
Rainer Becker und Doris Christine Henseler,
wohnhaft in München
Dennis Roger Meyer und Antje Greb-Meyer,
wohnhaft in Waldbröl
Oktober 2007
Torsten Klimper und Nina Beate Krupa,
wohnhaft in Nümbrecht
17
Pastoralteam
und Seelsorge
Aus der Pfarrfamilie
IN DIE EWIGKEIT ABBERUFEN WURDEN
ES SPENDETEN
Februar
2007 SICH DAS EHESAKRAMENT
Dr. Frithjof Lehner; Nümbrecht (71 J.)
März 2007
Gertrude Karoline Martina Wichary;
Waldbröl (84 J.)
Johannes Wilhelm Brückmann;
Nümbrecht (71 J.)
Wolfgang Hagen; Nümbrecht (63 J.)
Annelore Natter; Nümbrecht (74 J.)
April 2007
Henryk Bernard Hetmanczyk;
Waldbröl (49 J.)
Maria Luise Vohl; Waldbröl (79 J.)
Wilhelm Janßen, Waldbröl (91 J.)
Gertrud Elisabeth Dobbermann,
Waldbröl (97 J.)
Franziska Kuhn; Waldbröl (87 J.)
Dr. phil. Paul Gottfried Röhrig;
Nümbrecht (81 J.)
Eva Winter, Nümbrecht (86 J.)
Mai 2007
Wilhelm Antonius Alzer, Waldbröl (87 J.)
Gertrud Löcherbach; Waldbröl (90 J.)
Martha Magdalena Budde;
Nümbrecht (79 J.)
Juni 2007
Willibald Alois Mazur; GM (93 J.)
Eva Suzana Maria Staub; Nümbrecht (69 J.)
18 Maria Anna Carelle; Reichshof (83 J.)
Anna Tischler, Nümbrecht (88 J.)
Juli 2007
Maria Emma Klara Vanvor;
Nümbrecht (97 J.)
Huu Hanh Le; Waldbröl (53 J.)
Waltraut Pütz; Waldbröl (60 J.)
Elisabeth Rolland; Waldbröl (84 J.)
August 2007
Günther Hermann Carlem;
Waldbröl (74 J.)
Martin Kaltwasser; Waldbröl (76 J.)
Helene Kamphues; Waldbröl (90 J.)
Günther Bernhard Junklewitz;
Waldbröl (76 J.)
Heinz Heinrich Hackmann; Waldbröl (82 J.)
Bernardino Manuel Hernandez y Laso;
Nümbrecht (57 J.)
Margareta Johanna Pruy; Reichshof (94 J.)
Ursula Hildegard Gertrud Balke;
Waldbröl (84 J.)
Luigi Pietro Caputo; Morsbach (59 J.)
Anna Maria Helmert; Waldbröl (85 J.)
Elisabeth Adler; Nümbrecht (99 J.)
September 2007
Elke Elisabeth Burghardt; Waldbröl (45 J.)
Mari Juli Scherer; Bonn (0 J.)
LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
und Seelsorge
Aus der Pfarrfamilie
IN DIE EWIGKEIT ABBERUFEN WURDEN (Forts.)
Friedrich Franken; Nümbrecht (83 J.)
Jozef Skowron; Waldbröl (62 J.)
Diethelm Striewe; Reichshof (64 J.)
Benno Krüger; Nümbrecht (68 J.)
Elisabeth Elfriede Domeinski;
Ruppichteroth (79 J.)
Anna Fernandine Hartlieb;
Nümbrecht (88 J.)
Maria Martha Gutmeyer; Nümbrecht (72 J.)
Brigitte Jakobs; Waldbröl (59 J.)
Oktober 2007
Anna Martha Wilhelm Hackmann;
Waldbröl (81 J.)
Orazio Crisci; Waldbröl (55 J.)
Elisabeth Tolksdorf; Waldbröl (92 J.)
November 2007
Gertrud Ciociola; Waldbröl (79 J.)
Christina Winter; Waldbröl (62 J.)
Dietmar Klemens Scharrenbach;
Waldbröl (48 J.)
Peter Josef Bamber; Waldbröl (62 J.)
Anna Staffel; Waldbröl (94 J.)
Firmung und Erstkommunion
Derzeit bereiten sich 42 Jugendliche unserer Gemeinde auf den Empfang des Firmsakraments
vor. Am Mittwoch, den 12. Dezember wird ihnen Weihbischof Dr. Rainer Woelki dieses Sakrament spenden.
58 Kinder, 14 davon in Nümbrecht, nehmen am wöchentlichen Kommunionunterricht zur
Vorbereitung auf die Erstkommunion am Weißen Sonntag teil.
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LUPE 111 / Dezember 2007
19
Aus Pfarrgemeinderat
und
Kirchenvorstand
Interview:
Unser neuer Kaplan Sebastian Hannig
Im Seelsorgebereich „An
Bröl und Wiehl“ und damit
auch in unserer Gemeinde St.
Michael gibt es einige personelle Veränderungen. Eine davon möchte ich Ihnen heute
vorstellen.
Herzlich Willkommen
in unserer Gemeinde,
Herr Kaplan Hannig.
Woher kommen Sie
und was hat Sie bewogen Geistlicher zu werden?
Gebürtig
komme
ich aus Wuppertal und
habe noch zwei jüngere
Geschwister. Eigentlich ist meine Heimatgemeinde auch meine geistliche Gemeinde; St. Johann Baptist. Sicher liegen hier
die Wurzeln, durch die ich den
Ruf verspürt habe, Priester zu
werden. Schon in der 5. oder 6.
Klasse mussten wir in der Schule
einen Aufsatz schreiben mit dem
Titel: Was will ich mal werden? Ich
habe meine Mutter gefragt: „Wie
schreibt man, dass man Priester werden will?“ Ich war von unserem damaligen Pastor Norbert
Trelle, dem heutigen Bischof von
Hildesheim, so beeindruckt, dass
ich ihn als Vorbild für meinen späteren Beruf gewählt habe.
Wo haben Sie Theologie studiert? Und aus welcher Gemeinde kommen Sie?
20 Nach Abitur und Zivildienst
habe ich in Bonn im „Collegium
Albertinum“ und an der Bonner
Universität Theologie und Philosophie studiert. Danach war ich
ein Jahr in Rom und habe an der
Päpstlichen
Universität
„Gregorianum“
studiert. Nach meinem
Diplom in Bonn bin
ich für ein halbes Jahr
nach Peru gegangen
und habe dort für meine Ausbildung einen
pastoralen
Schwerpunkt gesetzt, weil ich
sah, wie die Lateinamerikanische Kirche
besteht und lebt. Ich hatte so
eine intensive geistliche Gemeinschaft mit den Menschen, und
das war ein wichtiger Punkt hin
zu meinem eigenen Priestertum.
Daran anschließend habe ich ein
Praktikum in Köln-Bocklemünd
gemacht und als Vorbereitung
auf die Priesterweihe bin ich auf
die Praktikums- und Diakonstelle
nach Betberg an der Erft versetzt
worden.
Wieso hat man Sie dann nach
Waldbröl versetzt, oder war das
Ihr persönlicher Wunsch?
Als Kaplan hat man so gut wie
keinen Einfluss darauf, wohin man
versetzt wird. Im Bistum gibt es
viele Kaplanstellen, aber nur wenige Kapläne. Unser Bischof und
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus Pfarrgemeinderat
Kardinal Meisner schauen darauf,
wo man nach seinen Fähigkeiten
und Möglichkeiten am besten eingesetzt werden kann.
Und so bin ich hier in den Seelsorgebereich „An Bröl und Wiehl“
gekommen.
Sie sind nun seit Juli in der Gemeinde tätig. Was gefällt Ihnen
hier besonders, und wo könnten
Sie sich – nach so kurzer Zeit –
Veränderungen vorstellen?
Der erste Eindruck, den ich gewinnen konnte - ich bin ja erst drei
Monate in der Gemeinde tätig - ist
eigentlich, dass ich sehr froh und
erstaunt bin, wie viel hier eigentlich schon läuft im Vergleich zu
den anderen Gemeinden, in denen ich Praktika gemacht habe.
Ich denke, es geht uns allen hier
im Bistum so, dass wir von der
Perspektive her weiter denken
müssen, ich sage mal „Katholisch
denken“, das heißt ja weltumfassend, dass wir alle Christen sind,
dass wir alle zu einer Kirche gehören und deswegen eben auch
mit den Menschen aus unseren
Nachbargemeinden im jetzigen
Seelsorgebereich in unserer Kirche viel zu tun haben, und dass
wir versuchen sollen zusammen
zu wachsen, denn durch diese
Gemeinsamkeit werden wir stärker.
Nun ist ja die Gemeinde Waldbröl um einige Pfarreien gewachsen. Wie kommen Sie mit dieser
Mehrbelastung zurecht, das geht
ja sicher manchmal an die GrenLUPE 111 / Dezember 2007
und
Kirchenvorstand
zen des Machbaren?
Ja, also in den letzten Tagen
kam häufiger die Frage: „Schafft
der Priester das überhaupt noch?“
Und da habe ich schon einige
Male die Antwort gegeben:
„Christus hat uns das ja versprochen: Die Ernte ist groß,
es gibt nur wenig Arbeiter.“ Ich
denke, jeder, der sich auf den
Priesterberuf einlässt und in der
Seelsorge tätig wird, der muss
wissen, es ist eigentlich egal zu
welcher Zeit viel zu viel Arbeit da
ist. Es kommt darauf an, wie gut
man organisiert und plant, aber
auf der anderen Seite auch zu
wissen, dass man letztlich nicht
alles schaffen kann, aber dass
eben auch das Vertrauen da ist,
dass der Hl. Geist wirkt und dass
die Gläubigen auch mittragen.
Ich glaube, das ist eine ganz
wichtige Sache in unserer Zeit,
dass uns wieder zu Bewusstsein
kommt, was meiner Ansicht nach
nie hätte verloren werden dürfen,
dass die Kirche nicht durch die
Priester getragen wird, sondern
durch die lebendige Gemeinde, durch die Gläubigen mit den
Priestern und allen anderen die
da sind.
Wir freuen uns, dass Sie hier
sind und sich in den verschiedenen Gemeinden einbringen.
Seien Sie noch einmal herzlich
begrüßt. Wir wünschen Ihnen für
Ihre Arbeit viel Erfolg und Gottes
Segen.
HePe
21
Pastoralteam
und Seelsorge
Sehr gute Beteiligung bei der
Fußwallfahrt-Gruppe
Knapp 30 Teilnehmer fanden
sich zu früher Stunde (4.30 Uhr)
an der Pfarrkirche St. Michael
Waldbröl und im weiteren Verlauf an der Filialkirche Maria im
Frieden Schönenbach (5.45 Uhr)
ein, um gemeinsam den knapp 24
Kilometer langen Weg bis nach
Marienthal zu Fuß zurück zu legen. Diakon Josef Miebach hatte
für die Wallfahrer Texte und Gebete als Besinnungsstationen auf
dem Weg vorbereitet, die Andreas Hombach durch einige Lieder
aus dem Gotteslob ergänzte. Gemeinsam mit Marita Bläser hatte
er sich zur thematischen Leitung
dieser Gruppe bereit erklärt.
Das Wetter an diesem Tag
schuf einen wunderschönen Rahmen für den Pilgerweg der vom
Oberbergischen Kreis durch den
Rhein-Sieg-Kreis bis in den Westerwald führte. Ganz nebenbei
22 wechselte man im Verlauf dieser
Tour vom Bundesland NRW nach
Rheinland-Pfalz.
Pünktlich um kurz vor 8 Uhr
morgens erreichte die Gruppe auf
halber Strecke Windeck-Obernau,
wo man gemeinsam das mitgebrachte Frühstück verzehrte und
sich für den zweiten Teil der Strecke
stärkte. Von hier an
wurden die Wallfahrer auch von Pastoralreferent
Michael
Grüder und Kaplan
Sebastian
Hannig
begleitet.
Mit ihm gemeinsam wurden unterwegs einige weitere
Gesätze des Rosenkranzes gebetet – wie es sich für
eine Marien-Wallfahrt „gehört“.
Wie geplant erreichte die gesamte Gruppe ohne Probleme
gegen 10.40 Uhr das Ziel, um gemeinsam mit der Rad-WallfahrerGruppe und den übrigen Gemeindemitgliedern unter Führung von
Pastor Jansen singend zur Wallfahrtskirche zu ziehen.
Fazit: Es war wie in den vergangenen Jahren ein schönes
Glaubenszeugnis der Teilnehmer,
sich frühmorgens vor SonnenaufFortsetzung S. 19
LUPE 111 / Dezember 2007
Pastoralteam
und Seelsorge
Neue Ministranten in St. Michael
Am Sonntag, dem 04. November 2007 wurden Vivien, Elvira
und Mathias durch Kaplan Hannig
in die Schar der Waldbröler Ministranten aufgenommen. Theresa
fehlte wegen Erkrankung, gehört
aber selbstverständlich auch zu
den Minis.
Kenntnisse bei der Gabenbereitung in die Tat umsetzen.
Zum ersten Mal durften die
Schellen geläutet werden und der
Gong ertönte bei der Wandlung.
In den Filialgemeinden fanden
sich in diesem Jahr keine neuen
Kinder für den Dienst am Altar.
Begleitet durch viele ältere Ministranten zogen sie, zunächst
nur mit dem roten Talar bekleidet,
fröhlich und sichtlich aufgeregt in
die Pfarrkirche ein. Nach einer
kurzen Ansprache durch Kaplan
Hannig bekamen die drei die weißen Rochetts und die gesegneten
Plaketten durch unseren dienstältesten Ministranten Stefan sowie
durch ihre „Ausbilder“ Stefan und
Frank überreicht.
Nachdem ein Dankgebet der
Minis gesprochen wurde, konnten
alle dann ihre frisch erworbenen
Forts. von S. 18 Fußwallfahrt
gang auf diesen weiten Weg zu
machen. Wie in jedem Jahr wird
jeder Pilgerer für sich positive Erfahrungen während der Wallfahrt
gesammelt haben. Erfreulich die
große Zahl von Fußwallfahrern,
nachdem in den Vorjahren immer weniger bereit waren, diesen
sicherlich auch anstrengenden
LUPE 111 / Dezember 2007
Nach der Familienmesse fand
dann noch eine kurze Feier zwischen den fünf Glocken der Pfarrkirche statt.
Allen Ministranten danken wir
herzlich für ihre Bereitschaft und
wünschen Gottes Segen für Ihren
Dienst am Altare Gottes.
FrWi
Weg auf sich zu nehmen. War einer der Gründe für die gute Beteiligung der Gedanke daran, dass
es möglicherweise die letzte Wallfahrt zu diesem Ziel war? Hoffentlich finden wir auch im neuen
erweiterten Seelsorgebereich „An
Bröl und Wiehl“ die Möglichkeit
dieser Glaubenserfahrung – möglichweise mit neuen Zielen.
Andreas Hombach
23
Pastoralteam
und Seelsorge
„Pilgerndes Gottesvolk“
Pfarr-Wallfahrt nach Marienthal am 12. August 2007
Bei schönstem Sommerwetter begrüßte Pastor Klaus-Peter
Jansen die große Schar der Gläubigen draußen vor der Wallfahrtskirche „Zur schmerzhaften Mutter“
in Marienthal. Am Ortseingang
hatten sich die verschiedenen Pilgergruppen eingefunden, um gemeinsam singend
zur Kirche zu ziehen. Pfarrer Jansen freute sich in
seiner Begrüßung
ganz besonders
unseren
neuen
Kaplan Sebastian
Hannig vorzustellen.
Er ließ nicht
unerwähnt, dass
dieser ein großes
Talent zum Prediger habe, was
Kaplan
Hannig
später in seiner
persönlichen Vorstellung auch eindrucksvoll unter
Beweis stellte. Er sagte, dass das
Fundament seiner tiefen Religiösität in seiner Familie begründet
sei. Vor allem die Großmütter hätten schon früh nachhaltige Eindrücke und Beispiele tiefer Gläubigkeit bei ihm hinterlassen. In
seiner Ansprache spürte man seine Freude und Begeisterung, die
frohe Botschaft Jesu in die Welt
zu tragen. Er sprach auch von
24 seiner tiefen Verehrung zu Maria,
der Mutter Jesu.
Kaplan Hannig hatte sich in den
frühen Morgenstunden mit einer
Gruppe von fast 30 Teilnehmern
zu Fuß auf den Weg nach Marienthal gemacht. Vielleicht für ihn
selbst der schönste Start in seine
Tätigkeit im Seelsorgebereich „An
Bröl und Wiehl“.
Die Kirchenchöre aus Waldbröl und Nümbrecht unter Leitung von Michael
Bischof sangen
während
des
frohmachenden
Gottesdienstes
draußen vor der
Kirche in Gottes
schöner
Natur
folgende Lieder:
„Ave Maria“ von
Willibald Hausmann, „Sancta
Maria” von Schweitze, „Ave verum“
von W.A. Mozart, „Tollite hostias“
von Camille Saint-Saèns.
Pfarrer Jansen fand am Schluss
noch lobende und anerkennende
Worte für den 70-jährigen Pater
Czeslaw, der nach 28 Jahren als
Marienthaler Pastor in das Kloster
der Michaeliten (CSMA) in Polen
in den wohlverdienten Ruhestand
geht.
Christiane Klein
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus Pfarrgemeinderat
und
Kirchenvorstand
Neues aus dem Pfarrgemeinderat
Die Arbeit des Pfarrgemeinderates im Jahr 2007 war von den
Entscheidungen um den neuen
Seelsorgebereich bestimmt.
Bezüglich der Neuordnung der
Seelsorgebereiche gab es am
Aschermittwoch, dem 21.2.2007
eine gemeinsame Sitzung von
PGR und KV, in der über die Neugliederung der Seelsorgebereiche
diskutiert und abgestimmt wurde.
In dieser Sitzung haben sich
Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand einstimmig für den Vorschlag B (Pfarreien Wiehl, Bielstein, Waldbröl, Denklingen =
vier Pfarrgemeinden mit 13.040
Katholiken) ausgesprochen. Als
Alternativvorschlag A stand zur
Debatte, die Pfarreien Waldbröl,
Morsbach, Ellingen, Lichtenberg,
Holpe und Friesenhagen (insgesamt sechs Pfarrgemeinden
mit 13.942 Katholiken) zu einem
Seelsorgebereich zu vereinen.
Erzbischof Joachim Kardinal
Meisner ist dem Votum der Gremien gefolgt und hat im März
2007 entschieden, dass der Seelsorgebereich „An Bröl und Wiehl“
ab August bzw. September 2007
die Pfarrgemeinden in Waldbröl, Wiehl, Bielstein und (neu) in
Denklingen umfasst.
Mitte Oktober hat der Erzbischof nun entschieden, dass es
den Pfarrgemeinden freigestellt
bleibt, ob sie zu einer Großpfarrei
fusionieren oder ob sie zukünfLUPE 111 / Dezember 2007
tig eine Pfarreiengemeinschaft
bilden werden. Für den Pfarrgemeinderat ist diese Entscheidung
ohne numerische Auswirkung: im
Jahre 2009 wird für den gesamten Seelsorgebereich auf jeden
Fall nur noch ein Pfarrgemeinderat gewählt werden.
Weiterhin hat der PGR damit
begonnen, die vom Vorstandsteam angedachten Neuerungen
in die Tat umzusetzen. Wir haben
uns u.a. vorgenommen, unsere
Sitzungen im Wechsel in allen
Orten und Einrichtungen unsere
Gemeinde zu halten, um einen
besseren Einblick in die Arbeit der
Gemeinde und einzelner Gruppierungen zu bekommen.
Unsere Sitzung im Mai fand
aus diesem Grund im CBT- Haus
statt.
Um eine intensive Auseinandersetzung mit Gruppierungen
der Gemeinde zu ermöglichen,
hatten wir uns weiterhin vorgenommen, Vertreter einzelner
Gruppierungen zur Vorstellung ihrer Arbeit in die PGR- Sitzungen
einzuladen. In der Mai-Sitzung
besuchten uns Siegfried Hombach und Walter Kloster und stellten die Arbeit der Gruppe des
Kreuzbundes e.V. in Waldbröl vor
(vgl. auch Artikel S. 34). Der Vortrag der beiden machte uns sehr
betroffen, regte uns aber auch zur
Diskussion und zum Nachfragen
an. Es entbrannte während des
25
Aus Pfarrgemeinderat
Vortrags eine hitzige Diskussion
über Jugendalkoholmissbrauch
und dem Stellenwert des Alkohols
in der Gesellschaft. Da es auch
ein Anliegen des Kreuzbundes ist,
sich vermehrt in die Gemeindearbeit einzubringen, gestalteten seine Mitglieder die Hl. Messe zum
Thema Sucht am 17.06.2007 mit.
Ferner ergab sich aus der Teilnahme an der PGR- Sitzung auch
eine Teilnahme am diesjährigen
Pfarrfest, wo der Kreuzbund seine Arbeit vorstellte und u.a. zur
alkoholfreien Bowle einlud. Dafür
sagen auch wir nochmals herzlichen Dank!
Des Weiteren wurde im PGR
das diesjährige Pfarrfest vorbereitet, das unter dem Thema „Gemeinsam sind wir stärker“ am 2.
September 2007 stattfand. In der
Heiligen Messe stellte sich das
komplette Seelsorgeteam den
Mitgliedern des neuen Seelsorgebereichs vor und benannte kurz
und prägnant seine Hoffnungen,
Wünsche und Visionen für die
künftige gemeinsame Arbeit. Der
bewegende und zu Herzen gehende Gottesdienst wurde festlich
gestaltet von den drei Kirchenchören aus Bielstein, Nümbrecht
und Waldbröl unter der Leitung
unseres Seelsorgebereichmusikers Michael Bischof.
Danach begann rund um das
Pfarrheim das Pfarrfest. Auch
war so manches neu. So gab es
„echte Wiehler Pommes Frittes“
von der Vater-Kind-Kanu-Gruppe
26 und
Kirchenvorstand
aus Wiehl. Aber auch sonst war
wie immer für das leibliche Wohl
gut gesorgt: Kaffee und Kuchen,
Salat und Gegrilltes, Reibekuchen, Waffeln und sogar Boretsch. Ferner gab es eine Hüpfburg, einen Treckerparcour und
den „heißen Draht“ für die Kinder
und einen Stand des Eine- WeltLadens, einen Bücherstand, Informationsstände von den Sachausschüssen „Caritas und Soziales“
und „Partnerschaft Eine Welt“, ein
Stand für eine neue Krippe und
die Weinlaube mit dem OrgelbauWein. Insgesamt waren 30 (!!!)
Gruppierungen der Gemeinde tätig.
Am Nachmittag testeten die
Nümbrechter Lektoren mit einem
Bibel-Quiz die Kenntnisse der anwesenden evangelischen und katholischen Seelsorger und einiger
Gemeindemitglieder.
Aber das Wichtigste war, dass
es wie jedes Jahr genügend Gelegenheit gab zum ausgiebigen
Plausch, zum Lachen und Sich
Austauschen. Und dafür spielte
dieses Jahr auch das Wetter mit!
Besonders erfreulich war die Anzahl der Besucher aus den Nachbarpfarreien Wiehl, Bielstein und
Denklingen- sowohl in der Hl.
Messe als auch am Pfarrheim.
Im PGR gab es einen Mitgliederwechsel. Herr Edmund Widera musste leider aus beruflichen
Gründen seine Mitgliedschaft im
PGR aufgeben. Wir bedauern
dies sehr und bedanken uns für
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus Pfarrgemeinderat
seine Mitarbeit in den vergangenen zwei Jahren. Wir sind jedoch sehr froh darüber, dass wir
in Hans Wilhelm Schmitz aus Ziegenhardt einen Nachfolger finden
konnten. Wir wünschen ihm und
uns eine gute und erfolgreiche
Zusammenarbeit!
Schließlich wurde die Pfarrversammlung vorbereitet, die
am Mittwoch, dem 24.10.2007 im
Anschluss an die Abendmesse im
Pfarrheim stattfand.
Im ersten Teil des Abends
wurden die Anwesenden ausführlich über den Neubau der Orgel
in der Pfarrkirche in Waldbröl informiert. Dazu reiste der Orgelbauer Hubert Fasen eigens aus
der Eifel an. In einem virtuellen
Gang durch unsere Kirche stellte
er in einem Filmbeitrag, untermalt
von Orgelmusik, der Gemeinde
die neue Orgel vor. Jeder konnte sich so ein Bild davon machen,
wie unsere Kirche mit der neuen
Orgel aussehen wird. „Ein Jahrhundertwerk“, wie Pfarrer Jansen
überzeugend feststellte. Die neue
Orgel wird in einem großen Festgottesdienst am Sonntag, dem 7.
Dezember 2008 eingeweiht werden.
Der zweite Teil stand unter
dem Thema „Der neue, erweiterte Seelsorgebereich und seine
Folgen“. Auch hier gab es eine
Bildpräsentation über den neuen
Seelsorgebereich. Per Landkarte
und Photos wurde der Gemeinde
LUPE 111 / Dezember 2007
und
Kirchenvorstand
das Ausmaß des Seelsorgebereichs erläutert. Umgesetzt wurde die Veränderung schon durch
neue gemeinsame Pfarrmitteilungen.
Der neue Seelsorgebereich
hat auch Auswirkungen auf unsere Gremien. Da es ab 2009
nur noch einen Pfarrgemeinderat geben wird, muss die Arbeit
vor Ort das Wesentliche bleiben.
So versuchten wir der Gemeinde
zu verdeutlichen, dass nicht nur
Freiwillige für die Gremienarbeit
gebraucht werden, sondern auch
für einzelne Aufgaben vor Ort.
Viele Aktivitäten finden im Seelsorgebereich statt. Nicht alles
muss neu erfunden werden, aber
wir haben die Chance uns daran
zu beteiligen. „Gemeinsam sind
wir eben stärker!“ lautete das Ergebnis, das wir herausarbeiteten.
Um von den Gemeindemitgliedern sowohl die Sorgen und Befürchtungen als auch die positiven
Erwartungen den neuen Seelsorgebereich betreffend zu erfahren,
wurde ein Fragebogen ausgeteilt
und gebeten, diesen zu Hause
in Ruhe auszufüllen, damit wir in
der Arbeit des PGR auf die speziellen Sorgen und Erwartungen
UNSERER Gemeinde eingehen
können.
Dieser Fragebogen liegt der
LUPE bei, damit Sie sich alle
auch auf diesem Weg in die Arbeit für unsere Gemeinde einbringen können.
StBa
27
Filialen - Gremien - Gruppen
Solisten bestachen durch Virtuosität
und Klangschönheit
Benefizkonzert für die neue Orgel
Der Orgelbauverein der katholischen Kirchengemeinde konnte
nur staunen und sich freuen. Eine
große Zahl interessierter Hörer
war am 04.11. trotz eines weiteren
Konzerts zur gleichen Zeit gefolgt
und sorgte nicht nur für eine vollbesetzte Kirche, sondern auch für
weitere Einnahmen für die Finanzierung der neuen Orgel.
me. Virtuosität und Musikalität
bewies Michael Bischof mit der
Gestaltung einer Pavane, einem
höfischen Schreittanz, und einer
Gaillarde, einem ausgelassenen,
ja geradezu kecken Tanz im Dreiertakt von William Byrd, einem
der bedeutendensten englischen
Komponisten des elisabethanischen Zeitalters.
Die Hörer kamen voll auf ihre
Kosten und ließen sich von den
hochkarätigen Darbietungen des
neuen Kirchenmusikers Michael Bischof am Cembalo, seiner
Frau Antje Bischof (Sopran) und
Mechthild Franke (Blockflöten) begeistern. Das Programm enthielt
Vokal- und Instrumentalwerke
der Renaissance und des Barock.
Nach der von Antje Bischof mit
wunderschöner Stimme anmutig vorgetragenen Sopran-Arie
von G.F.Händel, begleitet von ihrem Mann am Cembalo und von
Mechthild Franke mit obligater
Flöte, begrüßte Michael Bischof
die Zuhörer und machte zugleich
einige erläuternde Anmerkungen
zum folgenden Programm, das
weiterhin das Ehepaar Bischof
mit zwei bekannten Liedern u.a.
„Come again“ von John Dowland
(1562-1625) fortsetzte. Dowland,
selber Lautenist, komponierte
die meisten seiner sogenannten
„Ayres“ für Laute und Singstim-
Sinn und Gespür für die Bachsche Kontrapunktik entwickelte
er ebenso überzeugend mit dem
Vortrag der gesanglichen E-DurFuge aus dem Wohltemperierten
Klavier. Mechthild Franke, vielen
musikinteressierten Zuhörern im
Oberbergischen als Blockflötistin
sehr wohl bekannt, begeisterte
die Hörer mit solistischen Beiträgen voller Temperament und
Geschick der Kompositionen Jakob van Eycks, einem sehr bedeutenden flämischen Komponisten seiner Zeit für Blockflöte. Mit
großem
Einfühlungsvermögen
gelang es Mechthild Franke, die
Leidenschaften der Kompositionen van Eycks zu vermitteln, in
denen dieser sowohl Variationen
über ein Thema von Dowland und
den virtuos anmutenden Gesang
der Nachtigall nachahmend vertonte, im übrigen ein Idealbeispiel
kompositorischer Ästhetik jener
Zeit.
28 LUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
Mit der C-Dur-Sonate von Georg Philipp Telemann (1681-1767)
trugen M.Bischof und M.Franke
eines der bekannteren Werke für
Blockflöte und Generalbass vor,
einer typischen Gattung spätbarocker Kammermusik. A. Bischof,
die, wie zu hoffen ist, nicht nur
für die Musik der katholischen
Kirchengemeinde, sondern überhaupt für die oberbergische Musikwelt ein Gewinn sein dürfte,
trug mit ihren abschließenden
Arien aus einer Telemann-Kantate einen wohlgemeinten Rat an
die Zuhörer vor, der nicht nur den
barocken Kirchenbesuchern nützlich war: „Seele, lerne dich erkennen! Lauter Stückwerk ist zu
nennen, was der Menschen Witz
vermag. Zur Vollkommenheit zu
dringen, sind der ird´schen Klugkeit Schwingen viel zu schwach.“
Mit dieser wohlmeinenden Rat in
LUPE 111 / Dezember 2007
der Kantate Telemanns klang das
Benefizkonzert aus.
Zuvor dankte Pfarrer Jansen,
assistiert von den beiden Kindern
des Ehepaares Bischof, im Namen der Kirchengemeinde, vor
allem aber im Namen des Orgelbauvereines für die begeisternden
Vorträge der drei Künstler und
skizzierte kurz das weitere Prozedere des Orgelbaus. (s. S. 12!)
Nach begeistertem Applaus der
sich von den Bänken erhebenden
Zuhörern ging ein wunderschönes Konzert mit einer Zugabe zu
Ende. Aus dem Zyklus der Neun
deutschen Arien von G.F.Händel
trug A. Bischof im Dialog mit der
obligaten Flöte von M. Franke,
begleitet von M. Bischof am Cembalo eine abschließende Arie vor.
Walter Köster
29
Filialen - Gremien - Gruppen
Ein ungewöhnlicher Knabe (Glosse)
Vor etlichen Jahren wurde
auf mysteriöser Weise ein Junge
geboren. Er war in Windeln gewickelt und man wußte nicht viel
von seiner Herkunft. Mit 11 oder
12 Jahren trat er zum ersten Mal
in Erscheinung. Viele kannten
schon seinen Namen, und er hatte – wie es schien – übernatürliche Sinne.
Trotz seiner jungen Jahre diskutierte er mit den Erwachsenen.
Seine Hände hatten heilende
und magische Kräfte. Er war
schneller als alle anderen, und
hatte den richtigen Durchblick für
jede Situation.
Tiere konnten mit ihm sprechen und waren immer hilfreich
zur Stelle, wenn es gefährlich
wurde.
Natürlich hatte er auch Feinde
die ihn vernichten wollten. Es gab
sogar Menschen, die ihn lieber
Tod als lebendig gesehen hätten.
Aber zum Glück gab es
auch hilfreiche Freunde, die in
schweren Situationen immer
rechtzeitig zur Stelle waren.
Vater und Mutter hielten segnend die Hände über ihn, was
in vielen Momenten von großer
Wichtigkeit war.
Er war nämlich ein Träumer.
Sein Traum war eine heile und
glückliche Welt. Aber wer von uns
träumt nicht manchmal davon?
30 Dieser Knabe jedoch war so
einmalig, dass er viele Freunde
um sich scharte, die ihm durch
dick und dünn folgten. Sie zogen
manchmal, um ihn zu retten, auch
das Schwert.
Seine Eltern haben sich in
schwierigen Augenblicken immer
aufopfernd für ihn eingesetzt.
Aber der Knabe war sehr geschickt und klug, und konnte sich
oft in aussichtslosen Situationen
selber helfen.
Sonderbarer Weise tat er immer das Richtige um sich zu retten. Er überlebte alles und galt als
großer Held, der nun jedes Jahr
gebührend gefeiert wird.
Etliche Bücher wurden verfaßt
um sein Leben zu würdigen. Auch
werden sicher bald große Filme,
und tolle Zeichentrickfilme über
seine Taten gedreht. Diese Filme
sind sicher überdimensional teuer
und aufwendig.
Wer käme diesem Knaben bei,
und wer wäre so tapfer und weise
wie er?
Jung und alt ist an dem Werdegang seines Lebens interessiert.
Er ist Vorbild für viele Kinder und
Erwachsene.
Sicher wissen Sie schon längst
von wem hier die Rede ist: Natürlich von Harry Potter!!
HePe
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus
der
Kinder-
und Jugendarbeit
Unser Firmwochenende in Wissen
Wir, die Firmgruppe aus Waldbröl, machten uns am Freitag,
den 14.09.2007 um 16 Uhr auf
den Weg nach Wissen.
Nachdem wir unsere Zimmer
bezogen hatten, trafen wir uns in
unseren Kleingruppen und
besprachen das Programm
für das Wochenende.
Unser Thema an diesem Wochenende lautete
„Lasst den Geist in euch
entflammen.“ Getreu diesem Motto machten wir
abends eine Wanderung
in Form einer Vigil mit Fackeln und Kerzen. Wir
hatten verschiedene Stationen, an denen wir hielten
um zu beten und zu singen. Die Nachtruhe um 24
Uhr konnte weder von den Firmlingen noch von den Betreuern
eingehalten werden.
Der nächste Tag begann mit
einer Andacht in einer kleinen
Kapelle, die viele Firmlinge verschlafen betreten hatten. Auch
an diesem Tag teilten wir uns in
kleine Gruppen auf, um über den
Heiligen Geist nachzudenken.
Mittags hatten wir Zeit, um
den Gottesdienst am Abend vorzubereiten, was uns auch sehr
gelungen ist. Schöne Musik, tolle
Fürbitten und eine super Altargestaltung. Der anschließende Karaoke-Abend ließ sowohl die JuLUPE 111 / Dezember 2007
gendlichen als auch die Erwachsenen aus sich herauskommen.
Deshalb konnte auch in dieser
Nacht die Nachtruhe nicht eingehalten werden.
Am Sonntagmorgen machten
wir eine Schnitzeljagd, bei der wir
unser Wissen, aber auch unsere
Kreativität beweisen mussten.
Nach dem Mittagessen und einer abschließenden Runde in der
Großgruppe war es auch schon
Zeit aufzubrechen.
Den Firmlingen hat es gut gefallen und wir sind froh diese Erfahrung gemacht zu haben. Wir
haben neue Freunde kennen gelernt, aber auch ernsthaft über
Gott gesprochen. Wir bedanken uns vor allen bei denen, die
dieses Wochenende gestaltet und
ermöglicht haben.
Angelika Köster
31
Filialen - Gremien - Gruppen
Kinderarmut mitten unter uns
Ursachen und Entwicklung
Die kfd Waldbröl hatte in Zusammenarbeit mit dem Kath. Bildungswerk für Mittwoch, den 12.
September zu einem Gespräch
über die Kinderarmut mitten unter
uns eingeladen.
In der gut besuchten Veranstaltung im Pfarrheim machten
die Erfahrungsberichte und Informationen der Referenten deutlich,
dass das Thema Kinderarmut uns
auch in Waldbröl betrifft.
Sylke Dickmann (Erste Beigeordnete der Stadt Waldbröl) nannte konkrete Zahlen: Von 4204
Kindern in Waldbröl sind 680 Kinder (nahezu jedes 6. Kind) von
Kinderarmut betroffen. Als arm
gelten bei uns Kinder, die vom
Sozialhilfesatz leben müssen.
Dies sind 207 € im Monat (13,88
€ für Kleidung; 79 € für Essen
und Trinken; 1,41 € für Spielzeug;
1,39 € für Schulsachen; 44 ct für
ein Fahrrad und 1,36 € für Kino/
Theater…) .
und nachhaltig wirksam sind: alle
Maßnahmen, die grundsätzlich
so ausgerichtet sind, dass sie
den betroffenen Eltern und damit
auch den Kindern den Weg zur
Selbsthilfe aufzeigen. Dazu müssen grundlegende soziokulturelle
Fertigkeiten (Umgang mit dem
Haushalt, dem Geld, der Ernährung und Gesundheit, der Erziehung, Sprachförderung) vermittelt
werden, die dann auch zu einer
besseren Entwicklung und Entfaltung der Kinder führen.
Wünsche und Vorschläge zur
Verbesserung der Situation wurden sowohl von den Referenten
als auch von den Zuhörern gemacht:
Elfi Jungblut (esperanza Gummersbach) hält es für besonders
wichtig, auf politischer Ebene eine
Anwaltschaft für Kinder zu etablieren und somit das Kindeswohl
immer im Blickfeld zu haben.
Hannelore Stahl ( Kontaktpunkt
Im Schnitt geben Eltern 549 € für ev. Kirchengemeinde) wünscht
ein Kind aus, mehr als das Dop- sich, dass weiterhin die Spenden
pelte vom Sozialhilfesatz!
ausreichen, um die Tafel und die
anderen Projekte mit Zuversicht
Maßnahmen
verschiedener
und Freude dauerhaft fortführen
Träger, die von Armut betroffenen
zu können.
Familien zu unterstützen, wurden
von den Referenten vorgestellt.
Frau Dickmann wünscht sich
weniger Vorurteile im Umgang
Die ausführlichen Berichte der
mit den betroffenen Familien und
Referenten machten betroffen
helfenden Einrichtungen wie zum
und zeigten auf, welche helfenBeispiel dem „Jubs“ und empden Maßnahmen wirklich sinnvoll
32 LUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
fiehlt den Zuhörern, sich vor Ort
zu informieren und die wertvolle
Arbeit, die dort geleistet wird, zu
würdigen.
Christel Kirsch (Jugendbegegnungsstätte Jubs Waldbröl)
wünscht sich soviel Unterstützung
(ohne die Tafel wäre das Jubs bis
jetzt nicht in der Lage, wenigstens eine Mahlzeit in der Woche
mit den Kindern zu kochen), dass
sie jeden Tag mit den Kindern ein
Essen vorbereiten könnte. Vielleicht könnte daraus in geraumer
Zeit sogar ein Kinderrestaurant
werden, in dem auch die Esskultur den Kindern im besonderen
Maße vermittelt werden könnte.
Der konkrete Wunsch nach einem
großen Kochtopf ging an diesem
Abend sofort in Erfüllung!
Alfons Braun (Sozialdienst
Kath. Frauen und Männer SKFM)
verwies bei seinen Wünschen
noch einmal auf seine Ausführungen am Anfang: Wichtig ist,
dass zunächst die Betroffenheit
der „Wohlversorgten“ geweckt
werden muss.
Die Position der Helfer sollte
immer auf Augenhöhe mit den
Betroffenen sein, um keinem Hilfesuchenden die Bittgängerrolle
aufzuzwingen. Helfer sollten sich
freuen über das Vertrauen, dass
ihnen von Betroffenen entgegengebracht wird, wenn sie um Hilfe
bitten.
Auch wenn Familien in Not
offensichtlich über Wohlstand
LUPE 111 / Dezember 2007
(Auto, Handy, Computer, Markenkleidung) verfügen, so sollten
wir wissen, dass viele Betroffene
dies als Schutz besitzen, um nicht
von vornherein gesellschaftlich
ausgegrenzt zu sein. So können
wir gezielt Gerüchten entgegenwirken, die bei hilfesuchenden
Familien deren Hilfsbedürftigkeit
in Frage stellen und Missbrauch
unterstellen (so schon oft geäußert im Zusammenhang mit der
Tafel!).
Herr Braun wünscht sich eine
größere Vernetzung der Hilfsorganisationen und Projekte und ein
weiteres Anwachsen der ehrenamtlichen Gruppierungen, auch
wenn hier schon eine erstaunliche Entwicklung stattgefunden
hat und wichtige Hilfe (z.B. für die
Alleinerziehenden) geleistet wird,
für die man nur dankbar sein
kann. Zuhörer schlugen vor, eine
Ehrenamtsbörse durch die Stadtverwaltung einzurichten.
Im Sinne der zu Beginn zitierte
Bibelstelle aus dem 5. Mose „Es
sollte überhaupt kein Armer unter
Euch sein“ können wir nur darauf
hoffen, dass wir diese biblische
Forderung auch als Auftrag an
uns selber auffassen und mit unseren Möglichkeiten zur Verwirklichung beitragen werden.
Die kfd Waldbröl wird weiterhin
auf dieses Thema aufmerksam
machen und nimmt Spenden für
die Unterstützung der genannten
Maßnahmen gerne entgegen.
Ulla Köster
33
Filialen - Gremien - Gruppen
Jahreshauptversammlung
der kfd St. Michael Waldbröl
Im Hinblick auf die Neuordnung des Seelsorgebereichs an
Bröl und Wiehl standen die Frauengemeinschaftsmesse und die
anschließende Jahreshauptversammlung am 17. Oktober unter
dem Thema: „Gemeinsam sind
wir stärker“.
In der Messe wurde durch Bild
und Wort darauf aufmerksam gemacht, welche Chancen eine größere Vernetzung der kfd-Gruppen
im Seelsorgebereich bieten kann.
Die Jahreshauptversammlung
begann nach der Begrüßung
durch die Vorsitzende Ulla Reinsch zunächst mit einem italienischen Imbiss und Gelegenheit
zum Gespräch.
Anschließend wurde durch einen Fragebogen in den einzelnen
Tischgruppen angeregt, sich Gedanken über die kfd im Seelsorgebereich zu machen.
Beim folgenden Austausch bot
sich dann die Gelegenheit, Informationen über die Frauengruppierungen in den anderen Gemeinden des Seelsorgebereichs
zu sammeln, zu formulieren, was
man gerne noch wissen möchte,
welche gemeinsamen Unternehmungen geplant werden sollten
und ob es Aktivitäten geben sollte, bei denen man „unter sich“
bleiben möchte.
34 Als gemeinsame Aktivitäten
könnten sich Viele zwei gemeinsame Gottesdienste im Jahr mit
anschließendem Treffen vorstellen, aber u.a. auch eine gemeinsame Wallfahrt. Monatstreffen
und Jahreshauptversammlungen
sind ortsbezogene Veranstaltungen, die weniger interessant für
die Gruppierungen anderer Gemeinden sind. Deutlich wurde in
der gemeinsamen Runde, dass
die Bereitschaft, die anderen
Frauengruppierungen
kennenzulernen und miteinander etwas
zu unternehmen, groß ist und die
Planungen dafür nicht mehr lange
auf sich warten lassen sollten.
Der nächste Programmpunkt
war bestimmt durch den Jahresbericht, die Berichte der einzelnen Gruppen bzw. Veranstaltungen (50 plus; Reiseleiterteam des
Jahresausflugs;
Adventsbasar;
Kommunionkinderfrühstück; Mittendrin) und dem Kassenbericht.
In Zusammenhang mit dem Kassenbericht wurde vom Vorstand
vorgeschlagen, mit dem Erlös
vom Adventsbasar die Anschaffung der neuen Krippenfiguren
zu unterstützen und in Bezug auf
die Problematik der Kinderarmut
im nächsten Jahr besonders die
Gruppierungen vor Ort (u.a. den
SKFM, die „Waldbröler Tafel“ s.S.
62) zu berücksichtigen.
LUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
Die Berichte machten deutlich,
wie viele Aktivitäten verschiedenster Art wieder hinter allen lagen und wie viel Energie und Zeit
dazu aufgebracht worden sind.
Bei der Vorschau auf die Aktivitäten für das kommende Jahr
teilte der Vorstand mit, dass aufgrund des frühen Termins (31.01.)
die Karnevalsfeier an Weiberfastnacht leider ausfallen muss, aber
2009 dafür mit neuem Schwung
Karneval wieder gefeiert werden
soll.
Nach der Entlastung des Vorstands richtete Pastor Jansen das
Wort an alle anwesenden Damen
der kfd und äußerte weitere Gedanken zum Seelsorgebereich.
Er dankte allen für die getane Arbeit und überreichte den Vertreterinnen der einzelnen Gruppierungen und dem Vorstand dieses
Mal keine Rose, sondern im Hinblick auf das Orgelbauprojekt eine
Flasche Wein.
Ulla Reinsch gab zum Abschluss der Jahreshauptversammlung allen folgenden Spruch
mit auf den Weg: „Wenn du etwas
geschafft hast, sag zu dir „Ich
kann etwas“. Wenn du etwas nicht
geschafft hast, sag dasselbe.“
Ulla Köster
Sternsinger
für die Eine Welt!
So lautet das Motto der 50. Sternsinger-Aktion 2008.
Wir sind auch wieder dabei! Die Kinder-Gruppen von Denklingen,
Nümbrecht und Waldbröl sind am Freitag, den 4. Januar und
Samstag, den 5. Januar 2008 unterwegs als Könige, Friedensboten und Bettler für die in Armut lebenden Kinder unserer Welt!
Die Kinder in Bielstein und Wiehl sind ab dem 26.12.07 bis zum
06.01.08 stundenweise auf mehrere Tage verteilt unterwegs.
Wir Sternsinger tragen den Stern der Hoffnung von Haus
zu Haus; dies ist weltweit die größte Aktion von Kindern für
Kinder! Wer möchte da nicht mitmachen?
Auch Jugendliche und Erwachsene werden wieder als Gruppenbetreuer gebraucht.
Wer mitmachen möchte und kann, möge jetzt schon bald Bescheid sagen; weitere Info‘s folgen dann rechtzeitig.
Ansprechpartner sind für Nümbrecht Dietmar Teepe
(02293/80309) und PR Michael Grüder (02293/901821)
sowie für Waldbröl Ulrich Wieczorek (02291/ 808527) und
PR Michael Grüder (s.o.)
LUPE 111 / Dezember 2007
35
Filialen - Gremien - Gruppen
Der Kreuzbund stellt sich vor
Der Kreuzbund ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Suchtkranke
und deren Angehörige.
1896 gründete Josef Neumann
aus Aachen den „Kath. Verein gegen den Missbrauch geistiger Getränke“, später wurde daraus das
Kreuzbündnis mit der Verbandszeitung „Volksfreund“. Hier eine
kleine Chronik:
- 1901 wurde das St. KamillusHaus in Essen eröffnet. Die Klinik wurde damals als katholische
Trinkerheilstätte bekannt.
- Die erste Satzung des Kreuzbündnisses stammt von 1904.
- Das Kreuzbündnis wird 1917
offiziell Fachorgan des Caritasverbandes.
- 1926 erhält der Verband den
Namen „Kreuzbund“.
In den folgenden Jahren entwickelt sich der Kreuzbund zu
einem der größten Suchtselbsthilfe-Verbände mit dem Sitz der
Bundesgeschäftsstelle in Hamm.
Die einzelnen Untergliederungen
sind die Diözesanverbände, es
folgen Kreis- und Stadtverbände
mit ihren Gruppierungen und als
kleinste Einheit Gruppen und Gesprächskreise, zu denen auch die
Kreuzbundgruppen im Oberbergischen zählen.
Die Kreuzbundgruppe Waldbröl besteht seit nunmehr zwei
Jahren und ist in dieser Zeit unter
ihrem Gründer und Gruppenleiter
36 Walter Kloster zu einer festen Gemeinschaft geworden.
Die Gruppe trifft sich regelmäßig jeden Montag von 19:00 bis
21:30 Uhr im Pfarrheim an der
Vennstraße in Waldbröl.
In der Gruppe ist jeder unabhängig von Konfession, Geschlecht oder Alter willkommen.
Diese Einladung gilt für Betroffene und Angehörige. Die Gruppe ist auch für andere Süchte als
Alkohol offen. Wenn nicht vor Ort
Hilfe geleistet werden kann, so
sind kompetente Stellen bekannt,
an die vermittelt werden kann. Die
Gruppe ist im Netzwerk des Oberbergischen Kreises integriert und
hält mit allen Stellen Kontakt. Der
Kreuzbund hat als Dachverband
den Caritasverband und auch die
Waldbröler Gruppe arbeitet eng
mit der Caritas in Gummersbach
zusammen.
Die Gruppe möchte sich auch
im kirchlichen Bereich mehr bekannt machen und mitarbeiten.
Als erstes haben wir uns im
Rahmen der Suchtwoche in der
Sonntagsmesse am 17.6.2007
vorgestellt. Beim Pfarrfest waren
wir mit einem Info- und Getränkestand (natürlich nur mit alkoholfreien, sehr schmackhaften
Getränken!) präsent.
Bei einer Sitzung des Pfarrgemeinderates im CBT-Haus haben
Fortsetzung auf S. 35
LUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
Familientreff unterwegs
Einen wunderschönen Herbsttag Ende Oktober nutzten einige
Familien unseres Familientreffs
zu einem Ausflug zur Abtei Marienstatt und anschließender Wanderung entlang der Nister.
Eingeleitet wurde der Tag mit
dem Besuch der Gemeindemesse
in der eindrucksvollen Klosterkirche. Im urgemütlichen Brauhaus
der Abtei wurde anschließend gemeinsam zu Mittag gegessen.
Frisch gestärkt ging es dann
auf einen Rundweg. Der herrlich
bunt gefärbte Herbstwald und die
sanft dahin plätschernde Nister
boten einen wunderbaren Rahmen für gute Gespräche der teilnehmenden Familien. Ein Abstecher zu einer Schiefergrube stellte für den ein oder anderen eine
konditionelle
Herausforderung
dar – schließlich ging es erst steil
bergan und anschließend fast
senkrecht in die Grube. Nach der
Rückkehr erstürmten die Kinder
erst einmal die nahe gelegenen
LUPE 111 / Dezember 2007
Kletterfelsen, bevor der Tag wiederum im Brauhaus bei Kaffee,
Tee, Kakao und Kuchen endete.
Für das kommende Jahr
möchte der „Wanderführer“ Othmar Gau weitere Wanderungen
in nah und fern für interessierte Familien anbieten. Natürlich werden auch weiterhin die
wertvollen Gesprächsabende
(ohne Kinder, in der Regel am
ersten Mittwoch eines Monats)
stattfinden.
Nähere Informationen zum Familientreff gibt es bei PR Michael
Grüder oder Andreas Hombach
(siehe Adressenverzeichnis).
Andreas Hombach
Forts. von S. 34 Kreuzbund ....
Walter Kloster und Siegfried Hombach festgestellt, dass Interesse
für unsere Arbeit vorhanden ist
Weitere Informationen bei
• Walter Kloster,
Telefon 02294/993885
• Siegfried Hombach, Telefon
02291/2589
Siegfried Hombach
37
Filialen - Gremien - Gruppen
Glaubensfest in Hl. Geist Nümbrecht
Die Tradition des Glaubensfestes begann 1996, als unsere Gemeinde Hl. Geist ihr 20-jähriges
Bestehen feierte, und setzt sich
bis heute in lockerer Folge fort,
immer ist es ein
besonderer Tag.
In diesem Jahr
hatten sich die
Mitglieder des Filialausschusses
das Thema: „Wie
kann ich meinen
Glauben im Alltag leben - heute
- hier - jetzt. Gemeinschaft
vor
Ort“ ausgesucht.
Entfaltet wurde
das Thema durch
Referat,
szenische
Darstellung und Bibelarbeit am Vormittag.
Nachmittags gab es die Gelegenheit neue geistliche Lieder mit
Kirchenmusiker Michael Bischof
zu singen; mit Monika Strathaus
meditativ zu tanzen, und mit Gertrud Simon das ganz persönliche
Glaubensbekenntnis zu schreiben.
Das Fest war getragen von
einer wohlwollenden, geschwisterlichen Atmosphäre, auch ökumenisch: fünf evangelische Frauen und Männer waren da, und so
freute sich Pastor Klaus-Peter
Jansen, einen Kreis von 35 Per38 sonen begrüßen zu können.
Während seiner Ausführungen
ließ der Referent, Pfarrer Mathias
Schnegg, Pastor an „Sankt Maria in Lyskirchen“ in Köln, wichtige exegetische
Erkenntnisse über
die
Entstehung
der
Evangelien,
über die Absicht
der Evangelisten
und die zeitlichen
Hintergründe der
biblischen
Geschichten nebenbei einfließen und
uns
eindrücklich
erfahren, miterleben, was in dem
Bibeltext Jh. 9,1–
34
beschrieben
wird.
„So habe ich
das noch nie gesehen, dass Blinde sehend, und
Sehende blind sein können“, zu
dieser Erkenntnis kam ein Teil
der anwesenden Männer und
Frauen.
Ich glaube sagen zu können,
die Distanz zum Text war weg,
und wir waren ergriffen von dem,
was vor unseren Augen geschah:
ein blinder Mensch ließ uns Anteil
nehmen an seiner Blindheit, seiner Heilung und der Reaktion seiner Umgebung.
In Gruppen besprochen und
ausgewertet, klärten sich die vieLUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
len Eindrücke und Fragen.
Hinter Jesus hergehen – vom
Sinn Kirche zu sein – besprachen
wir in Gruppen und mit dem Referenten an Hand des Bibeltextes
Mk. 8,27-33. Petrus sagt dort: “Du
bist der Messias“ und er bekommt
den Auftrag, hinter Jesus zu gehen, durch seine Augen auf die
Welt, auf die Menschen zu sehen.
Wenn es denn jedem und jeder
ab und zu gelingt barmherzig und
wohlwollend zu schauen, dann
macht Kirche Sinn.
„Der eigene Glaube lebt von
der persönlichen Beziehung zu
Jesus“, so die Aussage des Referenten.
In der Feier der Eucharistie
am späten Nachmittag wurden
die Erfahrungen des Tages, die
neuen Lieder, das Glaubensbekenntnis „die Gemeinschaft vor
Ort“ zusammengebracht um die
gemeinsame Mitte, und Gott gab
seinen Segen dazu.
Leoni Schröder
15 Jahre Lektoren- und
Kommunionhelferkreis in Hl. Geist
Thema unseres Treffens am
30.Oktober 2007 war das Wort von
Papst Benedikt XVI „Gottes schöpferische Liebe wurzelt in uns.“
Seit 15 Jahren treffen sich die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
dieses liturgischen Dienstes alle
zwei Monate. Den Anstoß gab damals Diakon Burkhard Wittwer, der
zu diesem Jubiläumstreffen als
Gast gekommen war. Petra Winkelmeyer übernahm nach der Versetzung von Diakon Wittwer die
Leitung dieses Kreises. Seit vielen
Jahren ist Pastoralreferent Michael Grüder geistlicher Begleiter der
Nümbrechter Lektoren und Kommunionhelfer. Bei unseren Treffen
haben wir den Glauben miteinander
geteilt, neue und spannende Erkenntnisse erworben, tiefe BegegLUPE 111 / Dezember 2007
nungen erlebt und kontrovers diskutiert. Das Wort des Papstes wurde
so lebendig. Der kleine Same des
Glaubens keimt in uns. Dies wird
spürbar durch unseren Dienst und
unsere Begegnungen.
Petra Winkelmeyer
Ausverkauf?
39
Filialen - Gremien - Gruppen
Wanderung des
Kirchenchores „St. Cäcilia“ Waldbröl
Gerade eine Woche nach dem
Pfarrfestwochenende
machten
sich ca. 25 Teilnehmer(innen) auf
den Weg, um gemeinsam die wunderschöne Natur vor der Haustür
Waldbröls zu durchwandern. Unter Begleitung unseres Kaplans
Sebastian Hannig begaben wir
uns vom Treffpunkt - Parkplatz
des ehemaligen Amtes für Agrarordnung Waldbröl - zum nahegelegenen Wiedenhofpark. Dort erwartete die bunt gemischte Gruppe unser neues Mitglied Matthias
Klein, um den kürzlich erstellten
Hochseilgarten vorzustellen und
einen kleinen Einblick seiner naturerlebnispädagogischen Arbeit
zu vermitteln. Chorleiter Michael
Bischof mit Tochter Hanna und
Kaplan Hannig trauten sich auf
die „Riesenleiter“, deren Sprossen aus Telegrafenmasten bestehen, die im Abstand von bis zu
2 m aufgehängt sind und gaben
damit den Teilnehmern eine Kostprobe von den dort angebotenen
Übungen und Kletterelementen,
die insbesondere Kreativität, Geschicklichkeit, den Mut, Vertrauen
und die Risikobereitschaft herausfordern.
Weiter ging es dann durch den
Wiedenhofpark zum Blumenweg,
wo sich die Teilnehmer(innen)
auf der Terasse von Chormitglied
Eva Wehner mit Weitblick über
den Ort Waldbröl bei Kaffee und
40 leckeren Kuchen für die anschließende Fußwanderung labten.
Gut gelaunt und gestärkt begaben wir uns danach auf den
etwa zweistündigen Fußmarsch
von Waldbröl hinunter nach Vierbuchermühle ins „Haus Mühlenberg“.
Etwa auf der Mitte der Wanderstrecke beim Feuerwehrgerätehaus in Heide erwartete uns
Christiane Klein mit Erfrischungsgetränken und Paul und Elisabeth
Joost kredenzten als Nachtisch
bei kühler Witterung einen wärmenden Obstler, der für den nötigen Schwung der zweiten Hälfte
der Wanderstrecke sorgte.
Ein gemeinsames Abendessen
in gemütlicher Runde durfte nach
diesen Anstrengungen natürlich
nicht fehlen.
Im Verlaufe des gemütlichen
Abends sangen die Sängerinnen
und Sänger einige Stimmungsund Heimatlieder und waren
besonders erfreut über die solistische Darbietung von Antje
Bischof, die unter Gitarrenbegleitung ihres Ehegatten zwei wunderschöne alte englische Lieder
sang. Für diesen überraschenden
Soloauftritt des Ehepaares Bischof bedankten sich die Chormitglieder mit herzlichem Applaus.
Christiane Klein
LUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
20 Jahre Kirchenchor
St. Cäcilia an Hl. Geist in Nümbrecht
20 Jahre sind eine lange Zeit,
und doch so schnell vergangen.
Für den Cäcilienchor Nümbrecht
war diese ereignisreiche Zeit sowohl ein Grund zum Feiern als
auch ein Grund dankbar zu sein.
So dankte die Chorgemeinschaft
am 14. Oktober in der Sonntagsmesse in Hl. Geist Gott für die
vielen frohen Stunden und Jahre
gemeinsamen Tuns. Mit den befreundeten Chören des Seelsorgebereichs und den vielen Menschen, die dem Chor in 20 Jahren
begegnet sind, ihm nahestehen,
mitgesungen haben und viel miterlebt haben, wurde das Jubiläum
anschließend im Pfarrheim gefeiert.
„In Jubel freudenreicher Zeiten,
Herr, lass uns dankbar sein, du
bist mit uns in Licht und Schatten, nie sind wir ganz allein.“ Mit
ihren einfühlsamen, gefühlvollen
Texten und der einfachen Melodie fand die Trouvere-Messe
des tschechischen Komponisten
Petr Eben großen Gefallen. Der
Nümbrechter und der Waldbröler
Kirchenchor sangen gemeinsam
unter der Leitung von Michael
Bischof, begleitet von Julia Wagener (Flöte), Klaus Köster (Violine), Dr. Nies (Violoncello) und
Walter Köster (Clavinova). Hervorzuheben auch die schöne Solostimme von Barbara Katt zum
Zwischengesang: „Du bist die
LUPE 111 / Dezember 2007
Wahrheit und der Weg, doch hab
ich´s lange nicht gewusst, wohl
deshalb, weil in meiner Brust der
Glaube an die Liebe fehlte.“ und
dem Solovortrag „Jerusalem“ von
Mendelssohn-Bartholdy.
Auch
das meditative Lied „Gott hat mir
längst einen Engel gesandt“ von
Thomas Gabriel passte sehr gut
zur Stimmung der Trouvere-Messe.
In seiner Predigt verwies Pfarrer Klaus-Peter Jansen auf den
liturgischen Wert der Musik: „Im
Lied Gott zu preisen und zu danken bedeutet mehr als ein Gebet.
Singen kommt von Herzen und ist
der Seele heilende Nahrung.“ So
sprach bzw. sang der Chor zum
Schluss mit dem Danksagungslied allen aus dem Herzen: „Dafür, dass du mir viel gegeben, du
mein Gewinn, wenn ich verlier`,
dass du mir hilfst, zu dir zu stre41
Filialen - Gremien - Gruppen
ben, gütiger Herr, ich danke dir.“
Mit den „Klängen der Freude“
begann noch in der Kirche die
weltliche Feier. Der Waldbröler
Kirchenchor gratulierte mit diesem festlichen Ständchen. Und
sein Vorsitzender Peter Klein
fragte: „Was wäre das Leben
ohne Musik?“ und gab gleich die
Antwort: „Sang- und klanglos
zöge es vorüber, denn es fehlte
uns eine Sprache des Herzens.“
Er wünschte dem Chor die Freude
an der Musik, eine gute Gemeinschaft und Gottes Segen für einen
lebendigen liturgischen Dienst für
die Menschen unserer Pfarrgemeinde. Der Familienchor Am Ha
Adon aus Nümbrecht schloss sich
diesen Worten an und gratulierte
zum Geburtstag mit einer Riesenflasche Sekt. Nun, diese Flasche
dürfte reichen, um anzustoßen
auf weiterhin gemeinsames Singen in der Messe an Pfingsten,
dem Patrozinium von Hl. Geist,
was ja bereits eine kleine Tradition ist.
Das Pfarrheim war gut besucht,
die Stühle reichten nicht aus. Aber
ein bestimmter Prozentsatz ist ja
42 immer unterwegs. Und so war es
eng und gemütlich, alle waren gut
gelaunt und hielten das Sektglas
in der Hand. Der Vorsitzende Heribert Mengelkamp begrüßte alle
recht herzlich, bedauerte aber außerordentlich, dass der Gründer
des Chores Pastor Norbert Pauls
nicht kommen konnte. Er war als
kommissarischer
Stadtdechant
verpflichtet, Kardinal Meisner
bei der Jubiläumsfeier 100 Jahre Kirchweihe Sankt Mariä Empfängnis in Wuppertal-Vohwinkel
zu begleiten. Große Freude aber,
dass Wolfgang Werner gekommen war, der Vorgänger unseres
jetzigen Chorleiters, mit dem viele
herzlich verbunden sind.
Die Glückwünsche von Bürgermeister, Rat und Verwaltung
überbrachte Bertold Ohlig und
wünschte dem Chor weiterhin
viel Erfolg und eine gute Gemeinschaft. Und jetzt konnte sich erst
einmal jeder stärken. Für das
leibliche Wohl war bestens gesorgt: Gulaschsuppe, Minestrone,
Kaffee und Kuchen, ....
Zwölf Sängerinnen und Sänger konnte Präses Klaus-Peter
Jansen ehren: Christel Becker,
Margret Eschbach, Heribert Mengelkamp, Stefanie Molzberger,
Helga Pfahl, Sieglinde Schneider,
Manfred Schneider, Claire Stapperfendt, Inge Weck, Heinz Weyers, Erna Zimmermann, Friedhelm Zimmermann. Sie waren
von Anfang an dabei und singen
auch heute in unserm Chor mit
unverändert großer Freude. Wie
LUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
Präses Klaus-Peter Jansen anmerkte entspricht das der Hälfte
des jetzigen Chores, ein bemerkenswert hoher Anteil und sicherlich ein Beweis für die Attraktivität
der Chorgemeinschaft. Pastor
Jansen gratulierte den Jubilaren
und überreichte ein kleines Dankeschön. Treue und Beständigkeit
sind lebenswichtig für einen Chor.
Aber ebenso gilt für uns alle der
Spruch: Die Zeiten ändern sich,
und wir ändern uns mit ihnen.
Und dann kam endlich per
Beamer und Leinwand der angekündigte Rückblick auf 20 Jahre
pulsierendes Leben: die Gründerjahre mit Kaplan Norbert Pauls,
Messfeiern in Hl. Geist und Reha-
Klinik, „Rundfunkmesse“ und Patrozinium zusammen mit Am Ha
Adon, die vielen gegenseitigen
Besuche der Partnerschaftschöre
St. Cäcilia Nümbrecht und La Gevelene in Gouvieux mit Messfeiern, Ausflügen und Tanzabenden,
die Cäcilienfeste in Waldbröl, die
zahlreichen Chorausflüge, die
Romfahrt mit Weihbischof Melzer, Geburtstagsfeiern mit viel
Gesang, Sketchen und dem berühmten Männerballett der Cäcilia
und die „behütete“ Hochzeit zweier Chormitglieder. Erinnerungen
an alte Zeiten, Besinnliches und
Vergnügliches. Es wurde viel
geredet und gelacht. Es war ein
schöner 20. Geburtstag.
Heribert Mengelkamp
Weihe des Brenzinger „Kapellchens“
Die vom Sturm „Kyrill“ am 18.
Januar 2007 schwer beschädigte
Kapelle in Brenzingen wurde am
14.11,, auf den Tag genau 70
Jahre nach ihrer Einweihung,
durch Weihbischof Manfred Melzer erneut geweiht.
Es waren viele Gemeindemitglieder zu dieser eindrucksvollen
Feierstunde eingefunden, die vom
Kirchenchor musikalisch gestaltet
wurde.
Pastor Jansen dankte allen
Helfern und namentlich KV-Mitglied Peter Blatz für ihr Engagement zur Wiederherstellung der
Kapelle. Sein Dank galt auch
Mechthild Gehle und Christel
Burghardt, die seit vielen Jahren
LUPE 111 / Dezember 2007
für die beständige Pflege der
Umlage sowie den Blumen- und
Kerzenschmuck an und in der
Kapelle sorgen.
Wocl
43
Filialen - Gremien - Gruppen
Waldbröler Kirchenchor bedankt sich
bei Walter Köster
Der Waldbröler Kirchenchor
„St. Cäcilia“ bedankt sich noch
einmal sehr herzlich bei Musiklehrer Walter Köster für die hervorragende Probenarbeit mit dem Chor
in der Zeit von Januar – Mitte Mai
2007.
Seit dem Weggang von Wolfgang Werner und der plötzlichen
Erkrankung der Vizechorleiterin
Ilona Broda war Walter Köster
spontan bereit, die wöchentliche Probenarbeit zu übernehmen. Der Chor hatte noch nie
mit Herrn Köster gesungen und
war sofort begeistert von seiner
kompetenten, erfrischenden und
freundlichen Art, mit den Chormitgliedern „Altbewährtes“ aber
auch neues Liedgut einzustudieren. Bei aller Ernsthaftigkeit der
intensiven Probenarbeit haben
die Sänger(innen) doch auch des
öfteren herzhaft gelacht, so dass
die abwechslungsreichen Pro44 benabende dem Chor sehr gut
gefallen haben und dazu immer
sehr gut besucht waren.
So waren der Ostergottesdienst, die Erstkommunionfeier und die feierliche Messe an
Christi Himmelfahrt, bei der die
Sänger(innen) die Tschechische
Messe von Petr Eben mit einem
kleinen Orchester aufführten, etwas Besonderes, Festliches und
bleiben bei Chor und Gemeinde
nachhaltig in Erinnerung.
All diese Auftritte wurden mit
viel Lob und Anerkennung bedacht. Pastor Jansen bedankte
sich an allen Tagen sehr herzlich beim Chor und vor allem
bei Walter Köster für die sehr
schöne und festliche Gestaltung der liturgischen Feiern.
Eine schönere und bessere Zwischenlösung hätte sich
der Chor gar nicht wünschen
können. In der ersten Probe
mit dem neuen Chorleiter und
Kantor Michael Bischof bedankte sich der 1. Vorsitzende
Peter Klein mit Blumen und einem
Präsent bei Walter Köster und alle
Sängerinnen überreichten ihm mit
Dank je eine Rose und verabschiedeten sich von ihm.
Danke, Walter Köster!
Christiane Klein
LUPE 111 / Dezember 2007
Filialen - Gremien - Gruppen
Erntemarkt im kath. Kindergarten
Schon Tradition ist der herbstliche Erntemarkt im Kindergarten
St. Michael, der in diesem Jahr
am 20. September stattfand. Das
Wetter an den vorangegangenen
Tagen ließ uns schon befürchten, wir müssten alles absagen –
aber dann war am Markttag doch
strahlender Sonnenschein und
wir konnten mit viel elterlicher Unterstützung die Stände aufbauen.
Die Eltern und Großeltern hatten reichlich aus ihren Gärten
und Küchen gespendet, was nun
hübsch dekoriert
in Körben und
Kisten zum Verkauf angerichtet wurde. Alles,
was die kleinen
Verkäuferinnnen
und Verkäufer
anzubieten hatten, wurde im
Laufe des Vormittags an die interessierte Kundschaft verkauft. Auch Pastor Jansen und Kaplan Hannig nahmen
sich die Zeit für einen Besuch.
Besonders freute uns, dass auch
unsere Nachbarn, die Bewohner
des CBT-Hauses unserer Einladung folgten und mit uns bei Gemüsepuffern, Reibekuchen und
Waffeln das Erntedankfest feierten.
Auch wenn es für uns nicht der
wesentliche Aspekt des Festes
ist, freuen wir uns sehr über den
LUPE 111 / Dezember 2007
Reinerlös von 722,10 €. Davon
gehen 300,- € an die Frei-AlbertoSchule in Brasilien. Dieses Projekt ist eines der Projekte, die von
unserer Pfarrgemeinde in Südamerika unterstützt werden.
Dieses Projekt der Franziskaner befindet sich in Sao Luis im
Nordosten Brasiliens. Die Schulen arbeiten nach der Pädagogik
des brasilianischen Volkspädagogen Paulo Freire.
Ausgangspunkt ist die Lebenssituation der Kinder, die nicht nur
lesen und schreiben lernen, sondern auch ihre
Situation zu erkennen, zu hinterfragen und zu
verändern.
Jedes Kind
erhält
täglich
eine Schulspeisung. Für viele
ist es die einzige Mahlzeit am Tag
und daher ein weiterer Grund zur
Schule zu gehen. Das Schulprojekt wird ausschließlich durch
Spendengelder finanziert. Ohne
Hilfe von außen würde die Arbeit
zusammenbrechen, denn der
brasilianische Staat hat wenig
Interesse daran, dass arme Menschen eine Bildung erhalten. Analphabeten sind leichter zu manipulieren, auszunutzen und zu
missbrauchen.
Pea Rolland
45
Filialen - Gremien - Gruppen
Osterfreizeit Spannung, Spiel und Spaß
Am Sonntag, dem 01.04.2007
trafen sich 30 Kinder und 10 Betreuer am Waldbröler Busbahnhof zur Osterfreizeit. Mit einem
gemeinsamen Lied und einem
Reisesegen von Pastoralreferent
Grüder verabschiedet, ging es
los in Richtung Bestwig im Sauerland.
Bei Spielen, Freizeit, gemeinsamen Mahlzeiten und Andachten gab es genügend Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu
lernen.
Der zweite Tag stand im Zeichen gemeinsamer Workshops.
Ob beim Eierfärben, bei der Gestaltung von Gipsmasken und
-bildern, bei gemeinsamen sportlichen Aktivitäten, beim Backen
von Brot und Brötchen oder im
Erleben der Natur- überall setzten
wir uns mit Gottes einzigartiger
46 Schöpfung auseinander.
Diese Erfahrungen wurden
in den abendlichen Erlebnissen
vertieft: nach dem Singen einiger
Lieder ging es in Zweiergruppen
mit Teelichterschälchen in den
Wald. Wir erfuhren: Das Licht und
die Wärme, die Gott uns gibt, beschützte unseren Weg durch
den dunklen Wald. An einer
vom Mond beschienenen Wegestelle machen wir Halt, besannen uns, hörten eine Textstelle aus der Bibel und beteten
gemeinsam. Diese schönen Erfahrungen ließen uns abends
seelenruhig und friedlich schlafen.
Am Dienstag teilten wir uns
nach Frühstück und Morgenandacht erneut in Workshops auf.
Dieses Mal galt es durch allerlei Künstlerisches und Schöpferisches den Wortgottesdienst
vorzubereiten. Neben der Vorbereitung eines Bibelspiels und der
Fürbitten wurden Altarkerzen, die
Dekoration und sogar ein Altartuch gestaltet. Der Wortgottesdienst stand unter dem Thema
Freundschaft, Freundschaft miteinander und die Freundschaft
zu Gott. Der Gottesdienst wurde
von Herrn Grüder geleitet, der
sich nachmittags bei uns einfand.
Abends fand ein selbst organisierter „Bunter Abend“ statt, dem
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus
der
Kinder-
eine gruselige Nachtwanderung
folgte.
Am Mittwoch war der letzte
Tag der Osterfreizeit gekommen.
Nach einer letzten Morgenandacht und einigen Liedern hatten
zwei Betreuer eine Meditation für
die Kinder vorbereitet. In mehreren Gruppen hatten die Kinder
Zeit sich mit Hilfe eines Entspannungstextes auf ihren eigenen
und Jugendarbeit
Körper und auf Gott zu besinnen.
Zu entsprechender Musik wurden
Mandalas liegend oder im Sitzen
ausgemalt und zum Abschluß dieser Meditation durfte sich jedes
Kind ein Perlenkreuz herstellen.
Vor der Abfahrt setzten wir
uns noch zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Die Resonanz der Kinder war positiv (einziger Kritikpunkt waren die quietschenden und durchgelegenen
Betten). Mit diesen schönen Erinnerungen ging es sodann zurück
in die Heimat, wo die Kinder von
ihren Eltern abgeholt wurden und
es sicherlich einiges zu erzählen
gab. Aber auch für das Leiterteam
steht fest, dass dies nicht die letzte Fahrt gewesen ist und so ist die
Fahrt 2008 bereits in Planung.
Nadine Schneider
Frühbucher-Tipp:
>>>>>>>>> Osterfreizeit 2008
Nach der erfolgreichen Fahrt nach Bestwig im Sauerland (s. oben)
plant der Sachausschuss Jugend für Ostern 2008 erneut eine Freizeit.
Vom 16. März – 19. März 2008 geht es wieder auf große Tour!
Angesprochen sind Kinder und Jugendliche im Alter von 9 – 13
Jahre. Die Kosten für die Fahrt belaufen sich auf ca. 35 - 45 € pro
Kind. Wollt IHR mit dabei sein? Dann meldet Euch bald bei uns.
Ansprechpartner sind die Leiter der Kommuniongruppen sowie
Verena Tews (0151-59073397 und 02741-939617), Nadine Schneider (0171-9537340) und Stephan Wichary (0171-5712772)
LUPE 111 / Dezember 2007
47
Aus
der
Kinder-
und Jugendarbeit
Starke Eltern - Starke Kinder
Erneut Elternkurs im Kindergarten St. Michael:
Zum zweiten Mal findet derzeit
in den Räumen des Kindergartens
dieser Elternkurs des Deutschen
Kinderschutzbundes statt.
Eltern sein ist sehr schön und
manchmal auch ganz schön anstrengend. Dieser Elternkurs ist
für Mütter und Väter gedacht, die
mehr Freude und weniger Stress
mit ihren Kindern haben wollen. Er
unterstützt die Eltern dabei eine
Familie zu sein, in der alle gerne
leben, in der gestritten wird, ohne
das Gegenüber niederzumachen,
in der Grenzen und Menschen
respektiert werden. Mit dem Kurs
„Starke Eltern – Starke Kinder“
möchten wir das Selbstvertrauen der Eltern stärken, die für ihre
Familie wichtigen Werte deutlich
machen und die Fähigkeiten zum
Zuhören, Grenzen setzen und
Verhandeln erweitern.
Den Eltern wird das „Modell
des anleitenden Erziehens“ vermittelt. Dieses Modell möchte
die Eltern dazu befähigen, dass
sie mit den Kindern zusammen
Wege finden, die weniger Stress
und Konflikte im Alltag erzeugen.
Im Einzelnen werden folgende
Verhaltensweisen behandelt:
• Wie muss ich sprechen, damit mein Kind mir zuhört?
• Wie muss ich zuhören, damit
mein Kind mit mir spricht?
48 • Wie lassen sich die Bedürfnisse der Kinder und Eltern abgleichen?
• Welche Erwartungen haben
Eltern an sich?
• Welche Erwartungen haben
Eltern an ihre Kinder?
Zu diesem Kurs haben sich Eltern zusammengefunden, um in
vertrauensvoller Atmosphäre ihren Erziehungsalltag zu schildern,
es wird viel gelacht und beruhigend oft erkannt, wie sich Situationen doch gleichen. Die Kursleiterin Frau Müller-Seelig gibt uns
reichlich gute Ideen und Anregungen, ohne mahnenden Zeigefinger und gewürzt mit Anekdoten
aus ihrem eigenen Leben mit drei
nun erwachsenen Töchtern. So
wechseln sich Theorie- mit Praxisphasen ab und wir haben reichlich
Gelegenheit unsere Gedanken
einzubringen. Insbesondere die
„Hausaufgaben“ bereichern sehr,
da wir dadurch aufgefordert sind,
Abläufe zu Hause einmal genau
zu betrachten und eventuell einen
anderen Umgang mit einem Problem zu üben.
Wir werden alle ganz viel davon mitnehmen und dadurch bestimmt zu weniger Stress und
mehr Spaß in unseren Familien
kommen.
Pea Rolland
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus
der
Kinder-
und Jugendarbeit
Rom-Wallfahrt der Messdiener
„Ad Fontes – Zu den Quellen“
lautete das Motto der diesjährigen
Romwallfahrt, und so machten
sich achtzehn junge Menschen
aus Reichshof, Nümbrecht und
Waldbröl zusammen mit 1800
anderen Messdienern des Erzbistums Köln auf nach Rom, zur
Quelle der Christenheit.
Als wir in Deutz ankamen, bestiegen wir den Sonderzug mit
dem passenden Namen „Omega“, der letzte der beiden Züge.
In wenig geräumigen Liegeabteilen sollten wir nun die 24 stündige Zugfahrt nach Rom genießen. Da so eine Fahrt natürlich
alle Kraftreserven verschlingt, haben sich alle über geschätzte 150
Sandwichs von einer freundlichen
Spenderin gefreut.
Nachdem wir uns erst einmal
in den Abteilen eingelebt hatten,
kam schnell Vorfreude auf, und
durch Spiele und lustige Unterhaltungen verkürzte sich die Fahrt
auf gefühlte 15 Minuten.
Als wir dann in Rom ankamen,
stand zuerst kein Bus für uns bereit und so wurden wir standesgemäß, wie es sich gehört, mit
einem VIP Bus zum Hotel gefahren. Dort hatten wir dann noch
kurz Zeit zum Duschen.
Unser erster Abend führte uns
zum Petersplatz, von dem wir
dann zur Kirche „Santa Cruze“
LUPE 111 / Dezember 2007
aufbrachen, von der eine Lichterprozession zum Eröffnungsgottesdienst in „Giovanni in Laterano“ führte.
Der
Eröffnungsgottesdienst
wurde von Joachim Kardinal
Meisner zelebriert. Mit 1800 Jugendlichen zusammen eine Messe zu feiern war für viele eine
ganz neue Erfahrung.
Wer Langschläfer war, hatte in
Rom ein kleines Problem, denn
die Nacht nach dem Gottesdienst
bescherte uns gerade einmal vier
Stunden Schlaf, weil wir schon
sehr früh zum Petersdom aufbrachen, um dort an dem Seitenaltar
„Mater Ecclesiae“ eine Frühmesse
zu feiern, die von unserem Kaplan Sebastian Hannig gemeinsam
mit seinem Kollegen und Freund
Jorge aus Peru gehalten wurde.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, wagten wir den Aufstieg auf
die Kuppel des Petersdoms, von
der wir ganz Rom überblicken
konnten. Vom Petersplatz gingen
wir nun an der Engelsburg vorbei
Richtung Innenstadt. Das nächste Ziel der Quellensuche war das
Pantheon. Ursprünglich ein säkulares Gebäude, wurde es im
Jahre 608 n. Chr. dem Papst Bonifatius IV geschenkt, der es im
Jahre 609 n. Chr. allen Märtyrern
weihte. Das war der Ursprung des
Festes, welches heute unter dem
Namen „Allerheiligen“ bekannt ist.
Die weitere Reise führte uns an
49
Aus
der
Kinder-
diesem Tag an beeindruckenden
Eisdielen und Kirchen vorbei, wir
bestiegen den Kapitol und gingen
durch das Antike Zentrum Roms,
das Forum Romanum. Den Tag
ließen wir bei einem gemütlichen
Abendessen und auf der Spanischen Treppe ausklingen.
Der nächste Tag begann eigentlich schon in der Nacht, denn
um gute Plätze bei der bevorstehenden Papstaudienz zu bekommen, musste man sehr früh sein.
Papst Benedikt XVI begrüßte,
nachdem er mit seinem Papamobil über den Petersplatz gefahren
war, alle 1800 Kölner Messdiener,
die zur Audienz gekommen waren, namentlich als Gruppe und
nahm danach noch hochrangige
Vertreter von Politik und Kirche in
Empfang.
Wir verfolgten den Weg der
Christenheit weiter und kamen
schließlich zu den „Domitilla Katakomben“ die in der Antike Grabstätten für die Christen boten, und
50 und Jugendarbeit
nicht, wie allgemein angenommen, Zufluchtsorte waren. Dort
feierten wir auch eine Messe.
Eigentlich als Überraschung
gedacht, lud uns Kaplan Sebastian Hannig ein, bei seinen
Freunden aus Peru in seinen 30.
Geburtstag hineinzufeiern. Das
Gebäude, eine Kirche mit angebauten Wohnungen, in dem wir
feierten, sollte ursprünglich einmal ein Ort gewesen sein, in dem
der Apostel Paulus vermutlich
einen Teil seines Arrestes abgesessen hat. Auf der Dachterrasse
wurden uns dann Würstchen und
Grillfleisch serviert, bis wir um
Mitternacht gemeinsam den Ehrentag unseres jetzt etwas älteren
Kaplans feierten.
Obwohl wir am nächsten Tag
wenigstens etwas länger schlafen
konnten, machten sich schon einige Frühaufsteher unserer Gruppe
auf zum Petersplatz. Die anderen
stießen später dazu und besichtigten die Papstgräber unter dem
Petersdom, natürlich mit einem
besonderen Augenmerk auf das
Grab des 2005 verstorbenen Johannes Paul II.
Wunschlos glücklich waren wir
nach dem Besuch des Trevi Brunnens, denn ein Volksglaube sagt,
dass es Glück bringe, Münzen mit
der rechten Hand über die rechte
Schulter in den Brunnen zu werfen.
Vermutlich eine geschickte
Strategie der Ratsherren in Rom,
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus
der
Kinder-
denn der Brunnen wird regelmäßig geputzt und durch das Einsammeln der von Touristen eingeworfenen Münzen fließen jährlich bis zu 200.000 € mehr in die
Stadtkasse.
Als sich der Abend dann näherte, machten wir uns auf den
Weg zu der Basilika „St. Paul vor
den Mauern“, wo wir unseren Abschlussgottesdienst feierten.
Anschließend gingen wir auf
einen benachbarten Platz, wo
wir mit den anderen Messdienern
den letzten Tag vor der Abfahrt
feierten. Aus übrig gebliebenen
leeren Cola Dosen bauten unsere beiden Laieningenieure Jacob
und Klaus einen Turm, der auf
dem Platz für großes Aufsehen
sorgte angesichts dieser schier
unermesslich großen Leistung,
die natürlich auch von uns entsprechend gewürdigt wurde.
Nun war es leider wieder soweit, die Koffer mussten gepackt
und die Zimmer geräumt werden.
Trotzdem ließen wir es uns nicht
und Jugendarbeit
nehmen Rom noch „Auf Wiedersehen“ zu sagen und so posierten
alle gemeinsam auf der Treppe zu
Santa Maria in Aracoeli. Nachdem
dann die letzten Lebensmittel und
Souvenirs gekauft waren, wurden
wir mit Bussen zum Bahnhof gebracht und stiegen glücklich aber
müde in den Zug, der uns nach
Köln bringen sollte, ein.
Bedanken möchten wir uns bei
allen, die uns tatkräftig und finanziell unterstützt haben.
Und wenn der Colaturm nicht
umgefallen ist, dann steht er auch
noch heute.
Franz Köster
LUPE 111 / Dezember 200751
Aus
der
Kinder-
und Jugendarbeit
Klein aber fein –
Pfadfindersommerlager 2007
Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl von nur 14 Kindern und
Jugendlichen wurde das Ziel der
Fahrt von Einhaus (bei Ratzeburg) an die Steinbachtalsperre
bei Euskirchen verlegt. Ferner
fuhren die jüngeren Mitlieder des
ursprünglichen
Leitungsteams
kurzerhand als Rover mit.
So machten wir uns am Freitag, den 20.07. um 9.00 Uhr auf
den Weg an die Steinbachtalsperre. Dort angekommen, stellten wir
fest, dass der Vortrupp (Klaus
Köster und Felix Spiekermann)
schon fleißig gewesen war: die
Jurte für die Rover und die Leiter und das Küchenzelt standen
schon. Schnell wurden die restlichen Zelte aufgebaut, und sodann das Lager eröffnet.
Ein buntes Programm sollte
in den kommenden zehn Tagen
folgen. So waren zwei Geländespiele, ein Hajk über knapp 20 Kilometer mit vier Stationen für die
Kinder und Jugendlichen, eine
Lagerolympiade, der Besuch des
Schwimmbades in Bad Münstereifel und ein Ausflug nach Euskirchen die Höhepunkte des Lagers.
Selbstverständlich
gehörten
auch die Morgenrunde, abendliche Liederrunden am Lagerfeuer, die Bannerwache sowie eine
Nachtwanderung zum Programm.
Ein besonderes Highlight war
52 ein nächtliches Hajk für die Rover: sie wurden zunächst einmal
gegen 23 Uhr mit verbundenen
Augen an den Ausgangspunkt ihrer Wanderung gefahren, knapp
30 Kilometer vom Zeltplatz entfernt. Sie wanderten die ganze
Nacht durch und kamen gegen 7
Uhr müde, aber glücklich, wieder
im Lager an.
Besonders erwähnenswert ist
noch, dass unser geographisch
gesehen drittnächster Pfadfinderstamm aus Altenkirchen unser
Zeltnachbar an der Steinbachtalsperre war. Da sie von einem
Priester begleitet wurden, waren
wir an beiden Sonntagen zu Gast
bei ihrem Gottesdienst. Dafür
konnten wir sie mit unserem Bannermast und unserem Lagerturm
beeindrucken. Aufgrund dessen gab es in den letzten beiden
Nächten eine mehr oder weniger
gemeinsame Bannerwache der
beiden Lager. Die gegenseitigen
Versuche, das Banner des jeweils anderen zu klauen, verliefen friedlich und endeten in einer
gemeinsamen Bannerwache am
Lagerfeuer.
Klaus und Felix lebten – nachdem wir endlich Bauholz bekommen hatten – ihren Bautrieb mit
einem 13-Meter-Bannermast und
zwei Lagertürmen aus, nachdem
sie zuvor ja schon die Großjurte
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus
der
Kinder-
aufgebaut hatten.
In Erinnerung an das erste
Pfadfinderversprechen überhaupt,
und Jugendarbeit
im Zeichen der Aktion „Scouting
100“. Wie weltweit viele andere
Pfadfinder erneuerten auch wir
in der Morgenrunde unsere Versprechen.
Am Montag kam die Presse zu
Besuch: Der Kölner Express wollte über Pfadfinder berichten und
bei einer Anfrage im Diözesanbüro wurde unser Lager vermittelt. Ein Fotograf und eine Journalistin kamen zu uns ins Lager,
nahezu alle Teilnehmer wurden
interviewt und viele Bilder wurden
gemacht. Der Artikel wurde dann
am 01.08. auf Seite 3 veröffentlicht. Kaum waren die Reporter
weg, wurde alles abgebaut, denn
um 14 Uhr sollte es wieder nach
Hause gehen.
das 22 Jungen am 1. August
1907 in London abgelegt haben,
stand Sonntag, der 29. Juli dann
Fazit: Das Lager hat allen gut
gefallen und auch das Wetter hat
einigermaßen mitgespielt.
Ulrich Wieczorek
LUPE 111 / Dezember 200753
Aus
der
Kinder-
und Jugendarbeit
OPUS-Urkunde für den Kindergarten
„St. Michael“
Unserem Kindergarten St. Michael wurde vom Ministerium für
Schule und Weiterbildung des
Landes Nordrhein-Westfalen die
Urkunde vom „OPUS-Netzwerk
NRW – Bildung und Gesundheit“
verliehen. Die Urkunde nahmen
am Mittwoch, dem 17.10.2007 im
Kreishaus Gummersbach Nadine
Wasser und Annika Hellemann
aus unserer Einrichtung von
Landrat Hagen Jobi entgegen.
sundheitsamtes. Sie hat an drei
Vormittagen mit den Kindern über
Der Kindergarten St. Michael
nimmt seit Herbst 2006 gemeinsam mit acht weiteren Kindergärten und -tageseinrichtungen im
Oberbergischen Kreis an Fortbildungen, Vorträgen und Workshops zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung (Ernährung,
Bewegung und Sprache) teil.
Die dort gewonnenen Erkenntnisse wurden im Laufe des letzten
Kindergartenjahres in verschiedenen Bildungsbereichen umgesetzt. So bauten wir den Bereich
der Bewegungsförderung außerhalb des Kindergartens weiter
aus z.B. durch ein Fußballprojekt
und Waldtage.
Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres haben wir verstärkt
das Thema „Gesunde Ernährung“
aufgegriffen. Dieses Thema wurde als Projekt mit den Kindern erarbeitet. Unterstützung erhielten
wir dabei von Frau Niewöhner, Ernährungsberaterin des Kreis-Ge54 gesunde Ernährung gesprochen
und mit ihnen gemeinsam ein gesundes Frühstück zubereitet.
Zusätzlich gab es für die Eltern
einen Gesprächsnachmittag rund
um das Thema Ernährung.
Mit Übergabe der Urkunde haben wir uns verpflichtet, verstärkt
die Themen „Ernährung, Bewegung und Sprache“ im Blick zu
halten. Deshalb nehmen wir an
weiteren Fortbildungen mit dieser
Zielsetzung teil und setzen die
Erkenntnisse in unserer pädagogischen Arbeit um.
H. Gabriel u. A. Hellemann
LUPE 111 / Dezember 2007
Aus
der
Kinder-
und Jugendarbeit
Generationen kommen zusammen
Wir, das sind die Kinder vom
Katholischen Kindergarten mit ihren Mitarbeitern und die Senioren
vom CBT- Wohnhaus mit ihren Mitarbeitern:
Wir haben zwei Gemeinsamkeiten: unser Name „St. Michael“
und unsere Eingänge in der „Dechant-Wolter-Straße“!
Viele Jahre leben, arbeiten
und spielen wir nun schon nebeneinander und haben in dieser Zeit
schon viele schöne Begegnungen
miteinander gehabt. In diesem
Jahr ist es uns noch mal besonders bewusst geworden, welch
ein Vorrecht es für beide Gruppen
ist, dass wir so als Nachbarn zusammen gestellt sind:
Ein Kindergarten und ein Seniorenwohnhaus - das heißt „Begegnung zwischen den Generationen“, Anteil geben und Anteil
nehmen, sich kennen lernen,
über seinen eigenen Lebenshorizont – bzw. Alter hinüberschauen
zum anderen.
Das ist ein riesiges Geschenk,
für das wir Gott, sehr dankbar
sind. Das Kindergarten-Team sowie Leitung und Mitarbeiter des
CBT-Wohnhauses haben in diesem Jahr die gegenseitigen Möglichkeiten noch weiter ausgebaut.
So wurden die gegenseitigen Besuche intensiviert, dabei wurde
uns eine gewisse Regelmäßigkeit
unserer Begegnungen wichtig.
Sei es ein „Stuhlkreis“ zum
Kennenlernen mit kleinen Vorführungen und Lieder Singen im Kindergarten
oder sei es
ein Seniorengymnastiktraining
in der Cafeteria des
CBT-Wohnhaus, immer hatten
die Kinder und die Senioren sowie
die Mitarbeiter Freude an diesen
Begegnungen.
Auch zum Sommerfest des
Seniorenwohnhauses und zum
herbstlichen Erntedankfest des
Kindergartens wurden herzliche
Einladungen an die „Nachbarn“
ausgesprochen.
So nehmen wir „zwischen den
Generationen“ Anteil und möchten an dieser Stelle auch einander „Danke-Schön“ sagen.
Ebenso wollen wir diesen Dank
an alle anderen Beteiligten weitergeben, auch an die Eltern der
Kinder, die unsere Zusammenarbeit unterstützen und begleiten.
Wir freuen uns auf die nächste
Zeit, auf die Ideen, die wir weiterhin gemeinsam entwickeln und
wünschen uns dabei viel Freude
und Gottes Segen.
Daniel Kerkenberg
CBT-Wohnhaus St. Michael
LUPE 111 / Dezember 200755
Aus
der
Kinder-
und Jugendarbeit
Kaspar, Melchior und
Balthasar kommen auch zu Ihnen!
Festlich gekleidet und mit einem
Stern vorneweg werden die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Michael und den Filialen am 04.
und 05.01.2008 wieder in den
Straßen von Waldbröl und Nümbrecht
unterwegs sein. Mit
dem
Kreidezeichen
„20*C+M+B+08“ bringen sie als die Heiligen Drei Könige den
Segen „Christus segne
dieses Haus“ zu den Menschen und
sammeln für Not leidende Kinder
in aller Welt. Wer den Besuch der
Sternsinger wünscht, kann sich im
Pfarrbüro der Pfarrei St. Michael
(02291-92250) anmelden.
Wegen der Größe des Pfarrgebietes schaffen die Sternsinger es
leider nicht, während der Aktion alle
Haushalte zu besuchen.
Überall in Deutschland machen
die Sternsinger diesmal mit dem
Leitwort „Sternsinger für die Eine
Welt!“ deutlich, dass sie Verantwortung für Gleichaltrige in den ärmeren Ländern der Welt übernehmen. Bundesweit sind die kleinen
Könige bereits zum 50. Mal unterwegs. 1959 wurde die
Aktion Dreikönigssingen erstmals gestartet. Inzwischen ist das
Dreikönigssingen die
weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der
sich Kinder für Kinder
in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die
Sternsinger“ und vom Bund der
Deutschen Katholischen Jugend
(BDKJ). Jährlich können mit den
Mitteln aus der Aktion rund 3.000
Projekte für Not leidende Kinder in
Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt
werden.
In Waldbröl machen die Sternsinger bereits zum 31. Mal bei der
Aktion mit, erstmals waren sie
1978 dabei.
Königliche Gewänder gesucht!
Der Fundus für unsere Sternsinger ist nicht mehr so wirklich üppig
und ansehnlich.
Wer beim Basteln und Nähen von Kronen, Sternen und Gewändern
helfen kann oder Material hierfür beisteuern möchte, wende sich bitte
möglichst bald an Stephan Wichary (02291-908532 / 0171-5712772;
stephan.wichary@kkgw.de) oder ans Pfarrbüro.
Zudem werden noch dringend ältere Jugendliche und Erwachsene
als Betreuer für die Sternsingergruppen gesucht.
56 LUPE 111 / Dezember 2007
Projektpartnerschaft Eine Welt
Gedanken
zum Teilen in der Einen Welt
Zur Eröffnung des MIBA 2007 machte Pfarrer Jochen Gran an einem
kleinen Beispiel deutlich, wie gerecht oder auch ungerecht Teilen sein
kann - je nach eigener Perspektive. Diese Gedanken können sicherlich
auch auf uns und die Projekte unserer Gemeinde übertragen werden.
Ich darf Ihnen heute morgen etwas
präsentieren, was Sie als morgendliche Besucher des MIBA vermutlich
noch nie gesehen haben. Das ist ein
Kuchen, der stellvertretend für die
vielen Kuchen steht, die ab Mittag
hier angeboten werden. Ich habe
mir diesen Kuchen reserviert.
Ich weiß genau, Sie werden denken: Der wird diesen Kuchen doch
wohl nicht alleine futtern. Ich kann
Sie beruhigen: Nein, ich werde diesen Kuchen nicht alleine futtern.
Das wäre ja grob unhöflich. Natürlich werde ich diesen Kuchen
teilen. Aber ich will nicht verhehlen, dass es mein Kuchen ist, und
dass ich die Größe des Teiles,
den ich abgeben werde, selbst
bestimme. Das finde ich nur fair;
denn schließlich gehört der Kuchen mir. Da dieser Kuchen mir
gehört, und ich ihn ja eigentlich
nicht teilen müsste, aber gewillt
bin, ihn um des lieben Friedens
willen zu teilen, weil es sich so
gehört, bin ich der Meinung, dass
jedes Stück, das ich abgebe, egal
wie groß es ist, eine großzügige
Geste ist. Schließlich ist es ja
mein Kuchen.
Nun werden Sie mich vielleicht
fragen, ob ich den Kuchen selbst
gebacken habe, so dass ich behaupten kann, er gehöre mir. Ich
will Ihnen frei und offen sagen, dass
ich diesen Kuchen nicht gebacken
habe. Nein, das haben irgendwelche fleißigen Hände gemacht. Es
ist eigentlich auch vollkommen
wurscht wie viele fleißige Hände
diesen Kuchen produziert haben
und wie viele Stunden jemand zugebracht hat, um diesen Kuchen
zu backen.
Tatsache ist, dass ich ihn gekauft habe, und er also mir gehört.
Und weil er nun mir gehört, ist es
sehr großzügig von mir, wenn ich
gewillt bin etwas abzugeben, was
ich ja eigentlich nicht müsste, weil
es mein Kuchen ist. Aber da ich
anständig bin, und – wie gesagt
– um des lieben Friedens willen,
möchte ich etwas von diesem Kuchen abgeben. Und ich schenke
dieses Stück diesem kleinen Gast.
Ich weiß genau, was Sie denken. Der hat so einen großen Kuchen und schenkt dieser kleinen
Gestalt nur ein so kleines Stück.
Das ist doch unverschämt. Aber
ich will Sie fragen: Woher wollen Sie wissen, dass dies unverschämt ist? Ich bin der festen
Überzeugung, dass sich dieser
LUPE 111 / Dezember 200757
Projektpartnerschaft Eine Welt
kleine Mensch über dieses Stück
Kuchen freut.
Also weiß ich gar nicht, was
Sie wollen. Ich habe von meinem
Kuchen, den ich zwar nicht gebacken habe, den ich aber gekauft
habe, in meiner Großzügigkeit diesem kleinen Mann ein Stück abgegeben. Und er freut sich darüber.
Und Sie finden das unverschämt?
Nun gut, ich weiß, dass Sie im
Grunde Recht haben. Sie haben
deshalb Recht, weil Sie wissen,
dass dieser Kuchen mir gehört
und dass ich die Möglichkeit hätte, diesem kleinen Mann von diesem Kuchen mehr als dieses kleine Stück abzugeben.
Sie wissen somit etwas, was
dieser kleine Mann nicht weiß, weil
er nicht über den Tisch gucken
kann. Er weiß nicht, dass ich die
Möglichkeit hätte, ihm von diesem Kuchen mehr abzugeben
als ich ihm abgegeben habe. Das
wissen nur Sie. Er freut sich darüber, dass er überhaupt etwas abbekommen hat. Nur Sie wissen,
dass ich ihm eigentlich wesentlich
mehr abgeben könnte. Und das
wissen Sie, weil Sie gebildet sind.
Ich möchte Sie heute morgen
etwas fragen. Ich möchte Sie fragen ob es Ihnen gut geht? Fühlen Sie sich wohl? Ich denke,
dass Sie diese Fragen mit „JA“
beantworten. Ich sage Ihnen: Sie
sind wie dieser kleine Mann. Sie
freuen sich über ihr Leben wie
er sich über das kleine Kuchen58 stück freut. Nun möchte ich Sie
aufklären. Ich möchte sie bilden.
Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie
alle nur ein kleines Stück Kuchen
in den Händen halten. Der neue
Sozialbericht des Landes NRW
hat an das Tageslicht gebracht,
dass immer mehr Menschen sich
ein immer kleiner werdendes
Stück unseres Wohlstandkuchens
teilen müssen. Die Wahrheit also
ist, dass Sie sich noch viel wohler
fühlen könnten, dass das Stück
vom Kuchen, das Sie sich teilen
viel größer sein könnte. Aber Sie
sind zufrieden, weil Sie nicht wissen wie groß der Kuchen wirklich
ist.
Was ich gerade beschrieben
habe, gilt nicht nur für unsere Gesellschaft. Es gilt für die ganze
Welt. Die Länder der sogenannten Dritten Welt, und das heißt, die
größte Zahl der Menschen auf dieser Erde, müssen sich ein kleines
Stück Kuchen teilen, nämlich das
Stück, das ihnen die reichen
Staaten abgeben. Und es bricht
nur deshalb keine Revolution aus,
weil viele gar nicht wissen wie
groß der ganze Kuchen wirklich
ist. In manchen Ländern, so auch
in Papua, beginnen nun aber
Menschen zu ahnen, dass es einen großen Kuchen gibt und dass
sie von diesem Kuchen fairerweise mehr abhaben könnten. Wissen Sie, was in West Papua mit
diesem kleinen Mann geschehen
würde, wenn er gebildet wäre und
mir nun sagen würde, dass er
gerne mehr vom Kuchen haben
LUPE 111 / Dezember 2007
Projektpartnerschaft Eine Welt
wolle? Er würde verhaftet oder erschossen. Das passiert im Augenblick in Papua – zur Verhinderung
der Revolution.
MIBA bedeutet zweierlei: MIBA
bedeutet einerseits, dass das
Stück des Kuchens, das wir teilen, etwas größer wird, ein ganz
klein bisschen. Aber weil wir mit
dem MIBA eine Schule unterstützen, bedeutet MIBA auch, dass
wir Menschen bilden und ihnen
erzählen wie groß der Kuchen
wirklich ist. Das ist zwar einerseits
gefährlich. Andererseits aber wollen wir, dass die Personen, die wir
bilden, in der Lage sind, für ein
größeres Stück für sich und ihr
Land zu streiten, dass sie sagen
können:“ Es ist nicht recht, dass
wir nur ein so kleines Stück vom
Wohlstandskuchen abkriegen.“
Dann mögen zwar die Reichen
sagen: Aber es ist unser Kuchen.
Wir haben ihn gekauft. Aber die
mit MIBA-Geld Gebildeten werden fragen: Habt Ihr ihn auch gebacken? Nein! Also ist es nicht
nur euer Kuchen.
Die Tageslosung für den heutigen Tag lautet: „Er, Gott, sättigt
die durstige Seele, und die Hungrigen füllt er mit Gutem.“ Und der
Lehrtext lautet: „Christus spricht:
ich bin das Brot des Lebens.“
Wir alle haben heute die Möglichkeit, ein etwas größeres Stück
aus unserem Wohlstandskuchen
zu schneiden.
Und um Sie zu motivieren,
schenke ich Ihnen den ganzen
Kuchen.
Jochen Gran
3. Modenschau der Eine-Welt-Aktion
Die Models der Eine-Welt-Aktion Waldbröl e.V. werden auch
im
kommenden
Frühjahr in unserem Pfarrheim
die aktuelle Mode
mit Textilien und
Accessoires
aus
fairem Handel präsentieren.
Dabei gibt umfassende
Informationen über die
Herkunft der Artikel
und die Gruppen
und Kooperativen, die diese Teile
produzieren.
Am reichhaltigen Kuchenbuffet
werden wie in den beiden Jahren
zuvor Kuchen mit Zutaten aus fairem Handel und die dazu gehörenden Backanleitungen
angeboten.
Die Modenschau beginnt am 14. März um 15
Uhr.
Eintrittskarten sind ab
1. Februar im Eine-WeltShop an der Kaiserstr.
37b (gegenüber Woolworth) erhältlich.
WoCl
LUPE 111 / Dezember 200759
Projektpartnerschaft Eine Welt
„Meerschweinchen oder Hühner“
Chancen zur Steigerung des Familieneinkommens
Eva Pevec berichtet aus El Alto/Bolivien
Mein kleiner japanischer Jeep
kann gerade noch die zu ansehnlichen Bächen angeschwollenen
Straßenrinnen der Hauptstraße
in das am äußersten Rand von
El Alto liegende Barrio „Franz
Tamayo“ überwinden. Es regnet
seit Tagen im Altiplano, die sonst
sichtbare Bergkette der Cordillera
Real mit ihren schneebedeckten
Fünftausendern verschwindet in
der Regenwand.
Ich warte hier im ländlichen
Einzugsbereich auf Don Tomas,
den bürgerschaftlichen Vorsteher
dieses Barrios, in dem sich ca. 80
Familien mit rd. 400 Personen angesiedelt haben. An die Regeln
bolivianischer
Verabredungen
habe ich mich inzwischen gewöhnt. Eine halbe bis eine ganze
Stunde nach der zeitlichen Ver60 einbarung ist immer noch „pünktlich“.
Also beobachte ich die im strömenden Regen vorbeilaufenden
Personen: Frauen unter ihrer
„manta“, dem Schultertuch, versteckt, die Männer mit tief ins Gesicht gezogenen Hüten. Regenschirme sind hier nicht üblich; bei
den oft heftigen Winden, die über
die flachen Höhen des Altiplano
fegen, auch nutzlos.
Unter den Mantas tauchen
plötzlich zwei mir bekannte
Gesichter auf: Dona Hilaria
und Dona Maria. Fröhlich
lachend steigen sie ins Auto
und weisen mir den Weg
durch die Regenwand zu
Don Tomas.
Seit einigen Wochen arbeite ich für die Diözese El
Alto in der Kommision „Focapaci“, die es sich u.a. zur
Aufgabe gemacht hat, Bürgerbeteiligungsprozesse zu
fördern. Bereits seit einem
Jahr ist ein Prozess mit 64 Vorstehern von Stadtteilgruppen in
Gang gekommen und die Verbindung zu Don Tomas war äußerst
positiv. Nun soll ein Projekt für
sein Barrio überlegt werden, das
zu einem zusätzlichen Einkommen oder letztlich auch zur Verbesserung der NahrungsversorLUPE 111 / Dezember 2007
Projektpartnerschaft Eine Welt
gung beitragen kann.
Zwei Räume umfasst das
Wohnhaus von Don Tomas. Sein
Grundstück, etwa 250 Quadratmeter groß, ist zu allen Seiten mit
einer hohen Mauer umgeben, wie
alle Häuser hier in den Außenbereichen von El Alto. Ein Wasseranschluss befindet sich im
Hofbereich, ebenso das Toilettenhäuschen. Der Steinfußboden im
Wohn- und Küchenraum ist bunt
gestrichen, der Schlafraum für
die Familie mit drei im Schulalter
befindlichen Kindern verfügt über
Teppiche und vermittelt so einen
wärmeren Eindruck. Heizung:
Fehlanzeige. Das Einkommen
reicht gerade mal für die Gasflasche, die den Brenner für die Essenszubereitung bedient. Und die
Nachttemperatur sinkt in der Winterzeit häufig bis auf -7 bis -8°!
Nun, hier ist jetzt Frühling und
mit der Regenzeit steigen langsam die Temperaturen.
Dona Hilaria ist Sprecherin einer Gruppe von 16 Frauen, die
nun alle im Wohnraum von Don
Tomas versammelt sind, und
sie teilt das Ergebnis ihrer Vorüberlegungen mit: Wir haben
ein zu geringes Einkommen, der
Schulbesuch für unsere Kinder
ist nicht gesichert, oft fehlt es sogar an ausreichendem Essen,
nicht immer werden wir satt, und
„krank werden“ können wir uns im
wahrsten Sinne des Wortes nicht
„leisten“.
Hier beginnt meine Arbeit als
Projektverantwortliche. Wir klären ab: Wer macht mit bei der
Haltung von Kleintieren? Hühnerhaltung zur Eierproduktion oder
Aufzucht von Meerschweinchen
zur Fleischproduktion? Beides
ist hier möglich und üblich. Auch
der Anbau von Gemüse in einfachen Plastik-Gartenhäuschen
wird erwogen. Ohne den Schutz
von „Frühbeethäusern“ gedeiht
hier in 4000 m Höhe nicht sehr
viel an Gemüse. Wie werden die
Produkte vermarktet? Auch darüber wird diskutiert. Wie können
die Familien durch Arbeitsteilung
miteinander kooperieren?
Die Frauen reden in Aymara,
der hiesigen Indio-Sprache, und
Dona Florentina übersetzt mir die
wichtigsten Beiträge. Eigentlich
können alle Spanisch, aber die
Muttersprache ist halt Aymara,
untereinander sind sie es gewohnt
und es geht einfach schneller.
Ein endgültiges Ergebnis wird
heute nicht erzielt, aber die Beteiligung dieser Familien an einem
nachhaltigen Projekt, das unter
dem Begriff „Hilfe zur Selbsthilfe“ eingeordnet werden kann, ist
einen guten Schritt weiter gekommen.
Auf drei Jahre ist das Programm „Förderung von produktiven Gruppen zur Steigerung des
Familieneinkommens“ durch die
Kommission „Focapaci“ angelegt. Ziel ist es, dem Stadtrat von
El Alto damit einen Vorschlag zur
LUPE 111 / Dezember 200761
Projektpartnerschaft Eine Welt
Wirtschaftsförderung für die arme
Bevölkerung zu unterbreiten.
Im Zuge der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung in Bolivien sind zwar auch private
Großinvestitionen festzustellen,
doch diese suchen oftmals nur
einfache und billige Arbeitskräfte.
Der Gewinn bleibt in den Taschen
der nicht selten im Ausland befindlichen Investoren.
Ich begleite diese Gruppen bei
ihren Entscheidungsprozessen,
kümmere mich um externe Finanzierung, unterstütze insbesondere
die Basisfrauen in der Stärkung
ihres Selbstbewusstseins und der
Übernahme von Leitungsfunktionen, plane und führe Kurse mit
diesen Zielen durch.
Reichlich Erfahrung auf diesem
Gebiet habe ich in meiner Pfarrei
„Sagrada Familia de Belén“ mit
meinen „leonas“, der Strickgruppe für die Fingerpuppen gesammelt. Gemeinsam arbeiten wir zur
Zeit daran, das Zertifikat für den
FairHandel zu bekommen, um
einen größeren Markt für unsere
Fingerpuppen zu erschließen.
Und Ihr daheim werdet fragen:
Wie läuft das alles mit zwei kleinen Kindern und einem Ehemann,
der neben seiner schulischen Tätigkeit als Musiklehrer (nur nachmittags) fast jeden Abend seiner
ehrenamtlichen Aufgabe als Leiter der K`alaqaya-Musikgruppe
im Allyu, dem Kulturhaus der Jugend, nachgeht. Vielfach nehme
62 ich Amaru (2 ½ Jahre) oder Mara
(4 Monate) einfach mit. Sie kennen bereits die Frauen und vor
allem die kleineren Kinder, die
fast bei allen Aktivitäten dabei
sind. Und die häufige praktische
Unterstützung durch die anderen
Team-MitarbeiterInnen und der
hervorragende kollegiale Umgang
in der bischöflichen Verwaltung
motivieren mich.
Gern werde ich im Sommer
des nächsten Jahres in Waldbröl
wieder persönlich über meine Arbeit berichten, denn dann steht
nach einer nun weiteren dreijährigen Verlängerung meines Auftrages durch die Betlehem Mission Immensee/Schweiz ein längerer Heimaturlaub an.
In diese Zeit fällt auch die erneute Deutschland-Tournee der
K`alaqaya-Musikgruppe, die gerne auch wieder in Waldbröl auftreten möchte. Die Terminplanungen
hierzu laufen bereits.
Bis dahin verbleibe ich mit
einem freundlichen „chaucito“
Eure / Ihre Eva Pevec
Eva Pevec mit Marco, Amaru und Mara
LUPE 111 / Dezember 2007
Projektpartnerschaft Eine Welt
Neues vom Projekt „Traum der Aline“
Seit Mai diesen Jahres besuchen wieder 115 Mädchen täglich
das Projekt. 45 stehen noch auf
der Warteliste.
Wir mussten umdisponieren:
die Mädchen aus der Vorstadt
Sao Luis (36 Kilometer entfernt)
sind in ein unmittelbar gelegenes
Projekt ihrer jeweiligen Wohnviertel eingegliedert worden. In
einem Vertrag haben sich die Leitungspersonen zur wechselseitiger Aushilfe verpflichtet. Dafür
konnten mehr Mädchen aus den
beiden umliegenden Gemeinden
unseres Projektes erfasst werden.
Dort sind zum Teil noch miserablere Verhältnisse und noch nagendere Armut. Alle Familien wurden
vorher besucht um eine Bestandsaufnahme zu machen.
Auch der Gemüse- und Rosenanbau sowie die Tierhaltung sind
im Umbruch, weil die Kosten für
Futter, Dünger und die Löhne der
Angestellten zu teuer geworden
sind. Durch die Partnerschaft mit
dem Projekt in Sao Luis bekommen wir einen Teil der Lebensmittel aus Märkten und Geschäften,
die am Rand des Verfallsdatums
sind. Auch hat sich unsere Kölner
Provinz stärker zu Zuwendungen
verpflichtet, weil die eingehenden
Spenden bei weitem nicht mehr
reichen.
Schwester Maria Goretti
Sao Luis, 14. Juli 2007
Wer dieses Projekt finanziell
unterstützen möchte nutze bitte
folgende Bankverbindung (alternativ auch über das Pfarrbüro
möglich!):
Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung e. V.
Deutsche Bank Olpe
Konto Nummer 502365000
BLZ 460 700 24
Zweck: Traum der Aline
Kurz vor Drucklegung dieser
LUPE ereichte uns noch neuer
Brief von Sw. Maria Goretti, in der
sie ausführlich über die Entwicklung des Projekts berichtet und
auch einige der Betroffenen zu
Wort kommen läßt.
Dieser Brief kann auf der Homepage der Pfarrei ungekürzt gelesen werden: www.kkgw.de.
Sw. Maria Goretti wünscht der
ganzen Gemeinde ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes
neues Jahr.
LUPE 111 / Dezember 200763
Ökumene
waldbröl
Die Tafel Oberberg Süd Waldbröl
Die Tafel wurde vor etwa vier
Jahren von Pfarrer Jochen Gran
ins Leben gerufen.
Ziel war und ist es, Bedürftige
mit Lebensmitteln, die in Geschäften nicht mehr verkauft werden
konnten, aber qualitativ einwandfrei sind, zu unterstützen. Das
Angebot wurde immer mehr an-
genommen, so dass heute über
20 ehrenamtliche Helferinnen und
Helfer wöchentlich ca. 300 Lebensmitteltaschen an Bedürftige
austeilen. So tragen wir zur Versorgung von über 650 Menschen
bei, davon ca. 300 Kinder und Jugendliche.
Wir sammeln an sechs Tagen in der Woche bei Lebensmittelgeschäften und Bäckereien
im Raum Morsbach, Wildbergerhütte, Eckenhagen, Wiehl,
Nümbrecht, Ruppichteroth und
Waldbröl unsere Waren ein. Aus
dieser Region kommen auch unsere Kunden. Zum Einsammeln
der Waren setzen wir zwei Trans64 porter ein. In unserem Tafelraum
(neben dem „Kaufhaus für Alle“)
werden die eingesammelten Waren sortiert und für die Ausgabe
aufbereitet.
Unsere Kunden erhalten von
uns einen Berechtigungsausweis
nachdem sie uns ihre Bedürftigkeit nachgewiesen haben. Dies
geschieht durch Vorlage vom
aktuellen ALG2–Bescheid (Hartz
IV), Rentenbescheid, Bescheinigung über Bezug nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder einer Sozialhilfebescheinigung.
Dienstags und freitags erfolgt
ab 12:00 bzw. 12:30 Uhr die Ausgabe an unsere Kunden. Bereits
ab 10:00 Uhr versammeln sich
die Kunden an der Tafel und warten auf die Ausgabe. Für sie ist
dieser Treffpunkt auch ein wichtiger Ort zum Gespräch mit anderen Menschen, die sich in der
gleichen oder ähnlichen Lebenssituation befinden.
Die Menge der abgegebenen
Lebensmittel richtet sich nach
der Anzahl der Personen, die zu
dem Antragsteller gehören. Bei
der Ausgabe versuchen wir die
Anzahl und das Alter von Kindern
besonders zu berücksichtigen.
Für eine Tasche entrichten die
Kunden einen symbolischen Betrag von 1 €. Damit soll bei den
Kunden das Gefühl vermieden
werden, nur Almosen zu bekommen. Der Erhalt der Würde unLUPE 111 / Dezember 2007
Ökumene
serer Kunden ist uns sehr wichtig.
Dies bestimmt auch unseren Umgang mit unseren Kunden.
Unser Tafelteam ist ökumenisch zusammengesetzt. Einmal
im Monat treffen wir uns zu einem
Teamgespräch um unsere Erfahrungen auszutauschen, unsere
Arbeit zu reflektieren und neue
Ideen zu entwickeln.
Der Unterhalt der Fahrzeuge,
die Raumausstattung, Kühlgeräte
und die allgemeinen Nebenkosten erfordern erhebliche finanzielle Mittel. Wir sind daher auf Geldund Sachspenden angewiesen.
waldbröl
Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen, so können Sie
Ihre Geldspende auf das folgende
Bankkonto der evangelischen Kirchengemeinde Waldbröl überweisen:
Kontonummer 100 129 6015
Bankleitzahl 384 621 35
Volksbank Oberberg.
Eine große Freude können Sie
uns auch mit einer Lebensmittelspende bereiten. Bitte nur abgepackte Lebensmittel (z.B. Konserven, Mehl, Zucker, Fertiggerichte)
oder Obst und Gemüse bringen.
Die Sachen können Sie direkt zur
Tafel bringen oder im „Kaufhaus
für Alle“ abgeben.
Bedanken möchten wir uns für
die großzügigen Sach- und Geldspenden, die wir beim Erntedankgottesdienst in der katholischen
Kirche Waldbröl erhalten haben.
Alfred Freitag
Mitarbeiter im „Tafel“-Team
LUPE 111 / Dezember 200765
Ökumene
waldbröl
Erntedankgottesdienst
Wir wollen danken für unser
Brot.
Wir wollen helfen in aller Not.
Wir wollen schaffen; die Kraft
gibst Du.
Wir wollen lieben; Herr, hilf
dazu!
Dieses Gebet auf der Einladung
zum Erntedank-Gottesdienst am
7. Oktober in unserer Pfarrkirche
spricht für sich. Es spiegelt die Gefühle und Gedanken, die den Erntedank-Gottesdienst in diesem Jahr
in besonderer Weise bestimmten:
die Weitergabe von Erntegaben!
Viele Gaben der Natur hatte
der Familienkreis unter Leitung
von Hildegard Gabriel vor dem Altar aufgebaut – eine reiche Ernte,
ein schönes Bild und eine großzügige Spende, denn alles Essbare,
das dieser schöne Altarschmuck
66 enthielt, wurde an die „Tafel Oberberg-Süd“ (kurz: Tafel) in Waldbröl weitergegeben.
Pastor Norbert Kipp, der den
Erntedank-Gottesdienst in diesem
Jahr assistiert von Pastoralreferent Michael Grüder und Mitgliedern des Familienkreises zelebrierte, gab nach der Kommunion
das Wort an Alfred Freitag weiter,
Mitarbeiter im Vorstand der „Tafel Oberberg-Süd“. Er stellte den
Gottesdienstbesuchern in anschaulicher Weise Entstehung, Aufbau und
Arbeitsweise der Tafel
vor. (s. hierzu Seite 62)
So waren auch die
liebevoll zusammengestellten Sachspenden
und die großzügigen
Geldspenden der Gottesdienstbesucher die
vor und nach dem besinnlichen Gottesdienst
von Mitarbeitern in Tafel-Körbe gesammelt
wurden, sehr willkommen. Sie wurden bei
der nächsten Lebensmittelausgabe an die Kunden der Tafel
weitergegeben.
Im Namen der Mitarbeiter der
Tafel und der Tafelbesucher an dieser Stelle ganz herzlichen Dank!
Beate Conrad
Sachausschuss „Caritas und
Soziales“ im PGR
LUPE 111 / Dezember 2007
Ökumene
waldbröl
Das Christentum. Eine verstandene
Religion?
Begegnungen mit seinen Grundlagen
Ein großes Thema für einen
Abend!
Im Rahmen einer Vortragsreihe zu den großen monotheistischen Religionen lud die „Ökumene Waldbröl“ am 20.04.2007
zum Thema Christentum ins kath.
Pfarrheim ein. Ein Vortrag über
den Islam war vorangegangen
und ein Vortrag über das Judentum wird im November folgen.
Zum Thema „Christentum.
Eine verstandene Religion?“
hatten sich mehr als 30 Interessenten eingefunden. Der Referent des Abends, Professor Dr. G.
Bitter von der Universität Bonn,
stellte dem Publikum einleitend
die Frage, ob sich jeder in diesem
Christentum daheim und glücklich
fühlen könnte.
Um das schwierige Thema einzukreisen, wurden zunächst zwei
Schwerpunkte herauskristallisiert:
“Religion, was ist das?“ und die
Themenfrage: “Ist das Christentum eine verstandene Religion?“
In den einleitenden Worten
von Prof. Dr. Bitter wurde deutlich, dass der Begriff „Religion“
ein komplexes soziales und kulturelles Gebilde meint – ausgerichtet auf gelingendes Leben.
Drei Arbeitsblätter, die der
Referent seinen Zuhörern an die
Hand gab, waren Ausgangspunkte
für die folgenden Gespräche über
verschiedene Thesen zu den Religionen und das Christentum und
gaben die Möglichkeit, die gewonnenen Erkenntnisse zu strukturieren; indem eine Zeichnung und
Grundlagentexte untersucht und
ausgewertet wurden, konnte sich
jeder im Gespräch mit seinem
Nachbarn eine Meinung bilden,
diese äußern und sich mit dem
Nachbarn austauschen.
Es ergaben sich Fragen, wie
die zu der Beziehung von Religion und Kirche und die nach den
Gemeinsamkeiten zwischen den
einzelnen Glaubensrichtungen.
Es wurde die These aufgestellt,
dass zum Gehorsam in den einzelnen Glaubensrichtungen auch
die eigene Erkenntnis kommen
sollte und dass der Glaube der
Gläubigen die eigentliche Grundlage des Christentums darstellt.
Der Referent verdeutlichte,
dass das Entscheidende des lebendigen christlichen Glaubens
der Glaube an das Handeln Gottes ist, der die Schöpfung in den
Händen hält. Er wird uns zur Vielfalt und Vollkommenheit führen.
Jesus ist für Christen die Stimme Gottes und die Sakramente
LUPE 111 / Dezember 200767
Ökumene
sind die Bausteine des Christentums.
Diese grundsätzlichen Aussagen wurden im Laufe des Abends
schrittweise und in lebendiger
Form verdeutlicht. Aus passiven
Zuhörern des Vortrags wurden
allmählich aktiv beteiligte Gesprächsteilnehmer, die sich ihr
eigenes Urteil bildeten. So gelang
ein abgerundeter Diskussionsabend und alle Beteiligten konn-
waldbröl
ten Einblicke in das Geflecht von
Religionen bekommen und ihre
Kenntnisse vom Christentum, seinen Wurzeln, Aussagen und Zielen aktivieren und erweitern.
Christen konnten sich an diesem Abend „daheim“ fühlen, aufgehoben in dieser Religion als
Menschen, „die Gott in seinen
Händen hält“ – Zitat Prof. Bitter.
Beate Conrad
Gedanken zur Krippe
Weihnachtsrummel in der Stadt.
Eine Frau steht vor einem Schaufenster
voll potentieller Weihnachtsgeschenke und
bemerkt die Krippe, die den Hintergrund der
Dekoration bildet.
„Du meine Güte!“ ruft sie. „In alles bringen sie die Religion hinein.
Schau, jetzt verquicken sie die Religion sogar mit Weihnachten!“
nach: Gisbert Kranz, Schmunzelkatechismus
68 LUPE 111 / Dezember 2007
Ökumene
waldbröl
50 Jahre Stadtrechte für Waldbröl Wir feierten mit!
Fast bis auf den letzten Platz
gefüllt war die Evangelische Kirche am Sonntag, den 26. August,
als die Waldbröler Christen aller
Gemeinden aus Anlass des 50.
Jahrestages der Verleihung der
Stadtrechte an Waldbröl zu einem
Ökumenischen Gottesdienst zusammenkamen. Es ist ein gutes
Zeichen, dass zu Beginn eines
so bedeutenden Festtages ein
gemeinsamer Gottesdienst aller
Christen der Stadt gefeiert wurde,
in dem Dank für das bisher Erreichte wie auch die Bitte um Segen für das Kommende vor Gott
getragen wurden.
Seelsorger der drei Waldbröler
Gemeinden hatten Liturgie und
Predigt aufgeteilt, und es wurde ein ganz besonderer ökumenischer Gottesdienst!
Pastor Hartmut Hunsmann
stellte einleitend fest, dass ein
Gottesdienst zu einem Stadtjubiläum in der heutigen Zeit nicht
selbstverständlich sei. Die Menschen in dieser Stadt bewiesen
jedoch durch die Eröffnung eines
solchen Festtages mit einem ökumenischen Gottesdienst, dass für
sie eine höhere Instanz, nämlich
Gott, im Mittelpunkt des Festtages stehe. Sein Predigttext Jer.
29,11 „Ich will euch Zukunft und
Hoffnung geben.“ sind Worte, die
der Prophet in der Babylonischen
Gefangenschaft an die Israeliten
richtete. Er will Mut machen und
Hoffnung verbreiten, denn Gott ist
der Herrscher. Das Volk Israel ist
weit weg von daheim, weg vom
gewohnten Leben, weg von den
eigenen Plänen – aber eben nicht
weg von Gott. Es ist auch heute
unser Vorrecht, einen solchen
Gott zu kennen, der mit uns unterwegs ist, der unter uns ist. Wir
dürfen und können diesen Gott
immer wieder zu Wort kommen
lassen – bei besonderen Festen,
aber auch im Alltag und bei den
kleinen Anliegen.
„Ruft ihr mich an und wendet
ihr euch betend an mich, so will
ich euch erhören!“ (Jer 29,12):
Pfarrer Thomas Seibel blickte auf
die vergangenen 100 Jahre im
Leben der Stadt Waldbröl zurück:
ein Ort im Grünen, prosperierend
und aufstrebend. Bis die Wirren
des Krieges all diesem ein Ende
bereiteten. Es galt, während des
Krieges und in den Jahren danach
Flüchtlinge aus den zerbombten
Städte und den Ostgebieten des
ehemaligen deutschen Reiches
aufzunehmen und zu integrieren.
Und später siedelten sich Deutsche aus dem Osten und Migranten aus vielen Teilen Europas
in Waldbröl an. Auch sie galt es
zu integrieren und aufzunehmen.
Viele dieser Menschen hatten
LUPE 111 / Dezember 200769
Ökumene
ähnliche Erlebnisse wie die Israeliten in Babylon. Pfarrer Seibel
machte sehr deutlich, dass es
Aufgabe aller Christen ist, Fremden Heimat zu geben und sie in
die Gemeinschaft aufzunehmen.
Auf der Grundlage des christlichen Glaubens müssen die Menschen aufeinander zu gehen.
Pastor Klaus-Peter Jansen
setzte diese Gedankenreihe fort:
Viele Menschen sind heute auf
der Suche nach Sinn, einem gelingendem Leben, nach Heimat und
Geborgenheit, nach innerem Frieden, nach Gott. Dies sollte den
Kirchenverantwortlichen Mut machen. Noch mehr Mut aber sollten
die Worte der Hl. Schrift machen:
„Sucht Ihr mich, so findet Ihr
mich. Wenn Ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, so lasse ich
mich von euch finden. Spruch des
Herrn.“ (Jer 29,13) Gott lässt sich
finden von denen, die ihn suchen.
Auch in der Stadt Waldbröl sind
viele auf dieser Suche. Trotz aller
Verdunstung des Glaubens gibt
es viel religiöse Substanz. Die
Christen aller Konfessionen und
Gemeinden gestalten das soziale und kulturelle Leben unserer
Stadt mit und tragen dazu bei,
dass diese Stadt ihr menschliches
Gesicht behält.
Pfarrer Jansen wies auf die seit
Jahrzehnten gewachsene ökumenische Zusammenarbeit hin: „Wir
gehen aufeinander zu und suchen Gott gemeinsam trotz aller
noch bestehenden Unterschiede.“
70 waldbröl
Er erinnerte insbesondere an die
Aktionen „Neu Anfangen“ (1993)
und „Miteinander“ (2000) und
das ökumenische Gemeindefest
anlässlich der Jubiläumsfeiern
in unserer Gemeinde. Noch viel
bedeutsamer jedoch sind die vielen guten Kontakte und Freundschaften zwischen evangelischen
und katholischen Christen. Die
aktiven wie auch frühere Pfarrer
der Waldbröler Gemeinden verbindet ein tiefes Band des Vertrauens und der Sympathie. In
Waldbröl geht vieles einfach und
unkompliziert, eben ökumenisch.
Denn „Christsein geht eben nur
ökumenisch, oder es geht nicht!“
stellte der Fuldaer Bischof noch
kürzlich fest.
Nach diesem eindruckvollen
Gottesdienst, der musikalisch von
der Evangelischen Kantorei und
dem Waldbröler Kirchenchor St.
Cäcilia unter wechselnder Leitung
von Martin Kotthaus und Michael
Bischof und diesen beiden Musikern im Wechsel an der Orgel gestaltet wurde, blieben noch viele
Christen lange im „Kirchencafé“
zum persönlichen Gespräch beisammen.
Auch beim Festzug war unsere
Gemeinde gut vertreten: die Mitglieder des Kirchenchores St. Cäcilia und der Evangelischen Kantorei gingen in geschwisterlicher
und ökumenischer Gemeinschaft
gemeinsam mit und brachten hin
und wieder ein Ständchen dar.
Fortsetzung auf S. 69
LUPE 111 / Dezember 2007
Ökumene
waldbröl
„Auf dass alle eins seien“
Gottesdienst am Pfingstmontag
Es war formal kein ökumenischer sondern ein evangelischer
Gottesdienst – aber sehr viele
Mitglieder unserer Gemeinde
waren auch in diesem Jahr zum
Gottesdienst am Pfingstmontag in
die evangelische Kirche Waldbröl
gegangen – so, wie es seit vielen
Jahren guter Brauch ist.
Wo das Wort angenommen wird,
da wächst Kirche. Diese Kirche
lebt nicht von ihrer Kraft und ihrem Kapital, nicht von seinem
Mangament und ihrem Kundenkreis- sie lebt vom Wort, das von
den Kanzeln gepredigt und in der
Eucharistie lebendig unter den
Menschen ist.
Pfarrer Ulrich Sticherling legte
seiner beeindruckenden Predigt
die Verse Joh 17,20-23 zu Grunde. Dabei griff er vier zentrale
Aussagen des Textes heraus:
Die Kirche soll eins sein: „Ich
bitte für sie..., auf dass alle eins
sein.“ Wir haben uns entgegen
dem ausgesprochenen Willen des
Herrn daran gewöhnt, dass es so
viele Konfessionen gibt. Gewiß ist
niemand gegen die Einheit – aber
nur dann, wenn die anderen genau so werden wie wir sind. Als
Gegensatz zur Einheit ist hier
aber nicht die Vielfalt zu verstehen sondern die Isolierung: Jeder ist nur noch für sich selbst da.
Wenn er sich mit den anderen beschäftigt, dann nur, um sich klar
von ihnen abzugrenzen.
Die Kirche wächst aus dem
Wort: „Ich bitte für die, die durch
das Wort an mich glauben“, sagt
der Herr. Ohne dieses Wort kann
Kirche nicht sein. Heute wollen
viele Menschen Taten sehen.
Doch was helfen uns alle Taten
ohne Gott und ohne sein Wort?
Forts. von S. 68: 50 Jahre Stadtrechte
Messdiener zogen mit dem
Kirchenmodell durch die Stadt
und erinnerten so zum einen an
unser Jubiläumsjahr und zum
anderen daran, dass die Pfarrgemeinde und ihre Mitglieder und
Gruppen ihren festen Platz im
Leben dieser Stadt haben. Auch
die Pfadfinder hatten sich in den
Festzug eingereiht und auf ihre
Jugendarbeit hingewiesen.
WoCl
LUPE 111 / Dezember 2007
Christus will eine Kirche. Das
heißt nicht, dass er eine Einheitskirche wollte. Er bittet vielmehr,
sie sollten eins sein, „gleichwie
du, Vater, in mir und ich in dir.“
Der Vater und der Sohn gehören
fest zusammen, einer ist ohne den
anderen nicht denkbar. Dennoch:
der Vater bleibt der Vater und der
Sohn der Sohn. Und das gilt für
die Kirche ebenso; Jedes Glied
am Leib Christi hat seinen Auftrag
und seine besondere Führung,
71
Ökumene
seine Würde und seinen Reichtum, und dennoch gehören alle
zusammen.
Wenn wir den Willen Christi
ernst nähmen, dann müsste es
möglich sein, dass Kirchen aufhörten, gegeneinander und isoliert nebeneinander zu stehen.
Eine Kirche bedeutet nicht Uniformierung, sondern dass einer den
anderen ernst nimmt.
Wir können diese Einheit mit
unserer Kraft nicht schaffen. Sie
entsteht dadurch – so sagt es
Christus in einem geheimnisvollen Satz – dass „ich in ihnen
bin..., damit sie vollkommen eines
seien.“ Die Einheit ist keine Frage
der Organisation, sondern der gehorsamen Liebe zu unserem einen Herrn. Im Grunde ist die Einheit da. Sie heißt Jesus Christus.
Die Einheit beginnt dort Wirklichkeit zu werden, wo wir nicht zuerst nach der Konfession fragen,
sondern ob er zu Jesus Christus
gehört.
waldbröl
Pastor Sticherling verdeutlichte dies an einem Beispiel: Unsere
Häuser haben nicht dann schon
elektrischen Strom, wenn sie alle
mit einer Leitung miteinander verbunden sind, sondern erst, wenn
sie miteinander und an das eine
Elektrizitätswerk angeschlossen
sind. So ist das auch mit der Kirche: Es kommt an auf die Verbindung aller mit dem einen Herrn
und dann untereinander.
Die Kirche könnte dieser von
Krisen geschüttelten Welt helfen
durch das Beispiel der Einheit
und durch das Weiterleben und
Weitergeben der Liebe Christi.
Abschließend rief der Prediger
alle Christen auf, an dieser Aufgabe unbeirrt fest zu halten und
ans Werk zu gehen.
Nach diesem bewegenden
Gottesdienst verblieben noch
viele Christen zum persönlichen
Gespräch im „Kirchencafé“ oder
vor den Türen der evangelischen
Kirche beisammen.
Zusammenfassung: WoCl
Aus der guten (?) alten vor-ökumenischen Zeit
Ein kleiner, katholischer Junge (Franz L.) aus Waldbröl saß vor
der Bäckerei Thienes an der Kaiserstrasse auf der Treppe und
pflückte die einzelnen Rosinen aus dem von ihm gekauften Stuten.
Da kam der evangelische Pastor vorbei und beobachtete den
Franz. „Was machst Du denn da, das tut man doch nicht!“ sagte der
Pastor zu Franz.
Der Franz sah zum evangelischen Pastor auf und erwiderte:
„Erstens: Das geht dich gar nichts an, was ich hier tue...
Zweitens: Du bist überhaupt nicht mingen Pastor...
Drittens: Ich sollte einen Stuten ohne Rosinen mitbringen!“
72 LUPE 111 / Dezember 2007
Der Pfarrgemeinderat
der Pfarrgemeinde St. Michael Waldbröl
im Seelsorgebereich „An Bröl und Wiehl“
lädt herzlich ein zum
NEUJAHRSEMPFANG
Am Samstag, dem 12. Januar 2008
wollen wir nach der Abendmesse
im Pfarrheim an der Vennstraße in Waldbröl
mit einem Glas Sekt oder Wasser mit Ihnen
auf ein gutes Neues Jahr 2008 anstoßen.
Herzlich willkommen sind auch alle Mitglieder
der Nachbarpfarreien im Seelsorgebereich.
Dieser Pfarrbrief wurde mit freundlichen Grüßen durch den
Pfarrbesuchsdienst von St. Michael Waldbröl und Filialen überreicht.
IMPRESSUM:
»LUPE« • Informationen • Mitteilungen • Berichte
aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael Waldbröl und den Filialen
Hl. Geist Nümbrecht, Maria im Frieden Schönenbach und St. Konrad
Ziegen­hardt.
Herausgeber: Katholische Kirchengemeinde St. Michael Waldbröl, Inselstr. 2,
51545 Waldbröl. E-Mail: pfarrbuero@st-michael-waldbroel.de
Redaktion: PGR/SA „Öffentlichkeitsarbeit/Redaktionsgruppe LUPE”,
Email: lupe-redaktion@st-michael-waldbroel.de / lupe@kkgw.de
v.i.S.d.P. Wolfgang Clees (WoCl) Tel. 02291-7620
Redaktionsteam: Stephanie Baum (StBa), Wolfgang Clees (WoCl)
Boguslaw Kania (BoKa), Herbert Peter (HePe), Frank Wieczorek (FrWi).
Satz u. Layout: Wolfgang Clees
Finanzierung: Der Pfarrbrief wird z.T. über Spenden (gegen Spendenquittung)
und durch Werbung finanziert. Auflage: 3.200 Exemplare.
Spendenkonto: Kath. Kirchengemeinde St. Michael Waldbröl, Kreisspar­kasse
Köln, KtoNr: 0341001153, BLZ: 370 502 99; Stichwort: “LUPE”.
Die Redaktion behält sich die Bearbeitung und Kürzung eingereichter Beiträge vor.
Hinweis auf das Widerspruchsrecht gegen die Veröffentlichung besonderer Ereignisse in kirchlichen Publikationsorganen: Die Betroffenen haben das Recht, der Bekanntmachung besonderer Ereignisse (Alters- und Ehejubiläen,
Geburten, Sterbefälle) im Pfarrbrief oder im Aushang zu widersprechen. Der Widerspruch muss rechtzeitig schriftlich
oder in sonstiger geeigneter Form beim Pfarrbüro vorliegen (vgl. Amtsblatt des Erzbistums Köln vom 12.12.1995, Nr.
285, Ziff. 3).
DRUCKHAUS GM
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