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In der Tuwass tut sich was - Sonntag Aktuell

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Mit viel Glas und Beton: Der ungewöhnliche Bau zieht auch Gäste an, die sich weniger
fürs Baden, sondern vielmehr für die Architektur interessieren.
Bilder: TW
E
In der Tuwass
tut sich was
s ist laut, es ist voll, es ist modern, es
tut gut – aber der Reihe nach. Wer an
einem regnerischen Sonntagnachmittag ein Freizeit- und Thermalbad besucht,
darf sich nicht wundern. Dann nämlich
kommen leider sehr viele, vor allem Familien mit Kindern, auf die Idee, ins Bad zu
gehen. Das ist überall so, auch in der
Tuttlinger Wasserwelt. Noch dazu zieht das
Bad ohnehin Neugierige an, denn es ist
relativ neu (2001 eingeweiht) und findet
auch bei Schöngeistern Anklang, die sonst
nicht so gerne in Badehose ausgehen. Immer wieder jedenfalls besuchen Interessierte das Bauwerk des Stuttgarter Architekturbüros 4a, weil sie ein Faible für moderne
Bäderachitektur haben. Wir allerdings haben nicht viel Muße, um das gelungene
Bauwerk aus Beton
und viel Glas näher
unter die Lupe zu
Wellnessbäder sind eine
nehmen. Am liebsten
schnelle Möglichkeit, um zu
würden wir uns in
sich zu kommen. Ob sie
den so genannten Relaxbereich zurückziehalten, was sie versprechen,
hen oder in die
wollen wir in einer Serie
Sauna. Aber wir sind
herausfinden. Heute: die
mit unseren Kindern
Tuwass in Tuttlingen.
da, froh über die klaren und farbenfrohen
Ausschilderungen
und versuchen erst einmal, die Kids im
Trubel nicht zu verlieren. Denn nicht nur,
dass die Schwimmhalle überaus voll ist (wir
haben vermutlich die letzten, leider sehr
schmalen Spinde ergattert), das Angebot
des Bades ist riesig: Während der jüngste
Mitreisende im Babybereich plantscht, wollen die anderen im Strömungskanal tauchen, die Steilrutsche testen oder am liebsten gleich die Wendeltreppe zu den Erlebnisrutschen hochklettern. Platz gibt es an die-
sem Sonntagnachmittag eigentlich nur in
einem Bereich: im Sportbecken, denn dort
muss man sich richtig bewegen – weil außer
leeren Bahnen nichts geboten und das Wasser zudem vergleichsweise kalt ist.
Badelandschaft: Für alle ist etwas dabei:
Im so genannten Funbereich gibt es einen
Strömungskanal, ein Wellenbad, einen
Whirlpool, eine irrsinnig steile, gekachelte
Rutsche, ein Nichtschwimmerbecken, einen
Baby-Plantschbereich und zwei Riesenrutschen. Wer sich in die dunkle Röhre wagt,
kreischt meist bei der ersten Fahrt, so
aufregend sind die Licht- und Wassereffekte. Die Schwimmer ziehen ihre Bahnen
im 25 Meter langen Sportbecken.
Wellness: Wir baden in Thermalwasser –
und das tut natürlich per se gut, ganz egal
in welchem Becken. Wer sich Ruhe und
Erholung gönnen will, ist im Relaxbereich
gut aufgehoben: Im bis zu 37 Grad warmen
Thermalwasser kann man sich innerhalb
und außerhalb des Bades treiben lassen
oder das heiße Wasser in der Sprudelgrotte
und dem Quelltopf genießen. Und natürlich
gibt es angenehme Sprudel- und Massagedüsen, Ruheräume innen und außen. Wem
das nicht genug ist und wer mindestens
INFO
zwei Stunden Zeit mitbringt, kann auch den
großen Saunabereich nutzen: in der Kelosauna bei 100 Grad (!) brüten, in der
finnischen Sauna bei 90 Grad schwitzen, in
der Kräutersauna bei 80 Grad sinnieren
oder sich in der Dampfsauna bei 50 Grad
langsam aufheizen. Und natürlich besteht
die Möglichkeit, Massagen und Lymphdrainagen zu buchen oder sich die Füße bei
einer Reflexzonenmassage kneten zu lassen.
Besonderheiten: Alles unter einem Dach,
hier kommen Sportler, Genussbadende und
Familien auf ihre Kosten. Wer viel Publikum
scheut, dem sei ein Blick ins Bad via Internet empfohlen: Eine Webkamera zeigt den
Neugierigen, was gerade los ist.
Publikum: Ein Bad für alle. Wer keine
Lust auf lautes Kindergequietsche hat, sollte
regnerische Nachmittage vor allem am Wochenende tunlichst meiden.
Gastronomie: Schwimmen und Baden
macht hungrig. Wer nicht das eigene Vesper
mitbringt, kann von der Brezel (70 Cent)
bis zum Schnitzel mit Pommes (große Portion 9,30 Euro) zu akzeptablen Preisen
etwas zu sich nehmen. Professioneller Imbiss: auch am proppenvollen Sonntag keine
Nachschubprobleme.
Heike Wiest
◆ Öffnungszeiten: Der Badebereich ist montags bis freitags von 10
bis 22 Uhr, samstags ab 8 Uhr, sonntags ab 9 Uhr geöffnet. Saunalandschaft von sonntags bis donnerstags
von 10 bis 22 Uhr, freitags und
samstags von 10 bis 24 Uhr. Samstags können die Saunagäste auch
den Badebereich von 22 bis 24 Uhr
textilfrei nutzen. Dienstags ist ausschließlich Frauensauna.
◆ Preise: Erwachsene zahlen für
drei Stunden 6,50 Euro, Jugendliche 5,50 Euro, Kinder von vier bis
14 Jahren 3,50 Euro. Eine Tageskarte kostet für Erwachsene 9,50
Euro, Familien erhalten ab vier zahlenden Personen 20 Prozent Rabatt.
◆ TuWass, Mühlenweg 1–5, Tuttlingen, Telefon 0 74 61 / 9 66 55,
www.tuwass.de.
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