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Förster der Zukunft: Was wollen, können, sollen sie? Förster - BDF

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BDF AKTUELL
BDF
www.bdf-online.de
Zeitschrift des Bund Deutscher Forstleute für Forstpolitik, Forstwirtschaft, Natur und Umwelt
VVA Vereinigte Verlagsanstalten GmbH, Höherweg 278, 40231
Düsseldorf · Postvertriebsstück 1 H 8257 E. Entgelt bezahlt.
46. Jahrgang
2/2006
Förster der Zukunft:
Was wollen, können,
sollen sie?
Inhalt
Forstpolitik
Staat –
Wie viel? Wofür? Warum?
Aufgaben des Staates auf
dem Prüfstand
Dies war das Motto der 47.
Gewerkschaftspolitischen
Arbeitstagung des dbb,
die vom 08. bis zum 10.
Januar 2006 in Köln stattgefunden hat. Waren sich
auf der 46. Gewerkschaftspolitischen Arbeitstagung 2005 in Bad KisBernhard Dierdorf,
singen die alte BundesreBundesvorsitzender
gierung und der dbb noch
darüber einig, dass der Bund für das Dienstrecht und
damit für das Besoldungs- und Versorgungsrecht der
Beamten zuständig bleiben muss, bestand in Köln in
dieser Frage keine Einigkeit zwischen dem neuen
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und dem
dbb. Wolfgang Schäuble verteidigte die Absicht der
schwarz-roten Bundesregierung, die Gesetzgebungskompetenz für das Laufbahn-, Besoldungsrecht- und
Versorgungsrecht auf die Länder zu übertragen.
Mit dieser Absichtserklärung hat die neue Bundesregierung die Geschäftsgrundlage des ausgehandelten
Eckpunktepapiers „Neue Wege im öffentlichen Dienst“
verlassen und für eine Verschärfung des Umgangstones
zwischen Bundesregierung und dbb gesorgt. dbbBundesvorsitzender Peter Heesen stellte neue Probleme fest, wo bereits Lösungen vorlagen und neue Auseinandersetzungen, wo doch Zusammenarbeit gefordert wäre. Das Programm der neuen Bundesregierung
für den Bereich des öffentlichen Dienstrechts bezeichnete Peter Heesen als Rückschritt im Vergleich zu den
Vorstellungen und Vorschlägen des vorherigen
Bundesinnenministers Otto Schily. Otto Schily hatte vor
einem Jahr in Bad Kissingen von Föderalismusseligkeit
und von einem Rückfall in die Kleinstaaterei des 19.
Jahrhunderts gesprochen. Die kontrovers geführte Diskussion über das Für und Wider zur angestrebten Föderalismusreform verdrängte das Motto der Tagung
„Staat – Wie viel? Wofür? Warum? zeitweise in den
Hintergrund.
Dennoch müssen die drei Fragen von der Politik beantwortet werden. Die Anforderungen der Gesellschaft an
Leistung, Fähigkeit und Effizienz staatlichen Handelns
und damit die Anforderungen an den öffentlichen
Dienst werden weiterhin zunehmen. Daran wird die
seit Jahren unbewältigte und ständig steigende Staatsverschuldung nichts ändern. Die Antworten auf diese
Fragen sind abhängig davon, in welchem Umfang es
2
Weihenstephaner Förster: Was wollen,
können, sollen sie?
4
Reiner Ostertag 60 Jahre
6
Forstleute im Ruhestand
Unterstützung statt Bevormundung
8
Landesnachrichten
Forstwaisenhilfe Baden-Württemberg
8
Oberbayerische Bezirksversammlung
9
Information aus dem ÜPR Forst
11
Hilferuf aus Tharandt: Die „Öko“
wird 50
13
Einführung bleifreier Munition
14
Waldarbeiter in Hessen – Quo vadis
16
Gespräch mit HessenForst-Betriebsleiter
17
Start der Landesforst als Anstalt
18
Forstwirte bei der Arbeit mit entsprechender Arbeitsschutzkleidung
inklusive Gehörschutz sind seit
mehr als einem viertel Jahrhundert
eine Selbstverständlichkeit. Da der
Arbeitgeber allgemein Maßnahmen
im Sinne des Gesundheitsschutzes
treffen muss, um die Gesundheitsgefährdung möglichst gering zu
halten, wird jetzt der Gehörschutz
auch für Forstbeamte und –beamtinnen in Niedersachsen Pflicht.
BDF
Forststudenten besichtigen Sägewerk
Kühne
20
Forstleute besuchen ihre Landesabgeordnete
21
Landesverbandstag in NRW
22
Konzept der technischen Produktion in
Rheinland-Pfalz
23
Was wir von Bäumen lernen können
25
Jahreshauptversammlung im Saarland
26
Neues Jahr – neuer Waldbau?
29
gelingt, die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren.
Hier befürchte ich, dass von den Beschäftigten im öffentlichen Dienst neben den bereits erfolgten Kürzungen und Streichungen von Sonderzuwendungen sowie
der Erhöhung der Wochenarbeitszeiten weitere Beiträge abverlangt werden. Doch ich erwarte dann von der
Politik aber auch den Mut, den Bürgerinnen und Bürgern endlich offen und ehrlich zu sagen, was der Staat
noch bezahlen kann und was nicht. Zugleich muss
Schluss damit sein, den Menschen schlagwortartig Entstaatlichung, Entbürokratisierung, Deregulierung und
Privatisierung als Bausteine einer gemeinwohlorientierten Politik vorzugaukeln.
Eine am Gemeinwohl und an der Daseinsvorsorge
orientierte Politik darf keine Ressourcen unnötig binden und muss Freiheit und Wachstum fördern. Sie muss
für eine qualitativ hochwertige öffentliche Infrastruktur
und für einen gut ausgebildeten und hoch motivierten
öffentlichen Dienst sorgen. Radikalreformen, wie sie in
einem großen Teil der Länderforstverwaltungen bereits
geschehen sind, zerstören ein funktionierendes Gemeinwesen und belasten das gedeihliche, solidarische
Miteinander in der Gesellschaft. Denn auch im 21. Jahrhundert ist ein funktionierendes Gemeinwesen in Freiheit und Wohlstand nur mit einem leistungsfähigen
Staat zu gewährleisten.
Bücher
Neuerscheinungen
15
Ihr
Personen
Leserbrief „Bachelor an FH Weihenstephan
30
Wir gratulieren/Wir gedenken
30
Bernhard Dierdorf
Bundesvorsitzender
Weiterqualifikation für Forstwirte
Neuer Forsttechnikerlehrgang 2006 - 2008 in Lohr a.
Main
Lohr, 15. Dezember 2005: Die Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr a. Main bietet von September 2006 bis Juli 2008 wieder eine zweijährige
Weiterbildung zum/zur „Staatlich geprüften Forsttechniker/ Staatlich geprüften Forsttechnikerin“ an.
Telefon: 09352/8723-0
Telefax: 09352/8723-30
E-Mail:poststelle@fstsw.bayern.de
Internet: www.forsttechnikerschule.de
Um den Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes (§ 10(1) UVV Lärm)
Genüge zu tun, sind alle Beschäftigten (für die Jagdausübung
Dienstaufgabe ist) verpflichtet, vor
Schussabgabe einen niveauabhängiger Gehörschutz zu tragen. Die
Niedersächsischen Landesforsten
Spruch des Monats
haben dazu diesen Personenkreis
Die wahren Optimisten sind nicht überzeugt, dass alles
gut gehen wird, aber sie sind überzeugt, dass nicht alles
schief gehen kann.
Friedrich von Schiller
mit Gehörschutz ausgerüstet. Mit
Wechselschalen in grün und orange.
Foto: Armin Ristau
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
3
Berufspolitik
Die Weihenstephaner Förster der Zukunft –
Was wollen sie? Was können sie?
Was sollen sie?
359 Bewerber auf 126 Studienplätze – die FH Weihenstephan
kann sich trotz Forstreform nicht über mangelndes Interesse an
Studenten beklagen. Doch welche Motivation haben die Studenten, warum treten sie dieses Studium an? Dies war eines der
Themen der 16. Weihenstephaner Forsttage, die von der FH Weihenstephan und dem Verband der Weihenstephaner Forstingenieure (VWF) – wie gewohnt sehr gut – organisiert wurden.
Was wollen die Förster?
Die „Liebe zur Natur“, die Arbeit „draußen“ und die „praxisnahe Ausbildung der FH“ wurden von den FH-Studenten nach einer Umfrage von Studiendekan Prof. Jörg Ewald am häufigsten
als Motivationsgründe für ihr Studium genannt. „Viel Geld verdienen“, „Beamter werden“ oder „Familientradition“ hingegen
landeten weit abgeschlagen auf den letzten Plätzen. Aus den
Ergebnissen lassen sich drei Grundtypen ableiten: der „zupkckend-ökologische“, der „bodenständige“ und der „skeptischökologische“ Student. Ziel der FH-Ausbildung ist nach Dekan
Prof. Manfred Schölch die praxisorientierte, fachliche und soziale Kompetenz. Dass dieses Konzept auch bei den Arbeitgebern
ankommt, belegt die mit 85 % sehr hohe Erwerbstätigkeitsquote ehemaliger FH-Studenten (Umfrage 1992 bis 2000). Auch
wenn neuere Umfragen vielleicht schlechtere Ergebnisse bringen
würden, seien die Berufsperspektiven besser als in vielen anderen Studiengängen.
Studium an TU München mit internationaler Ausrichtung
Nach Prof. Anton Fischer, Studiendekan der TU München, wählten 71 % der Studenten an der TU bewusst das Universitätsstudium wegen der internationalen Ausrichtung und 31 %, weil sie
sich dort bessere Berufschancen versprechen. Er stellte den
neuen Bachelor „Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement“ und Master „Forst- und Holzwissenschaft“ „Sustainable
Ressource-Management“ der TU vor. Ziel sei die „grundlagenorientierte Ausbildung mit hohem Abstraktionsniveau“.
4
Was sollen die Förster?
Ministerialrat Hermann Hübner vom StMLF stimmt „sehr bedenklich“, dass nur noch wenig Studenten Interesse an der Anwärter- und Referendarsausbildung sowie am Beamtentum haben. Er versprach sich dafür einzusetzen, dass der Einstellungskorridor von 20 % der frei werdenden Stellen ausgeschöpft werde, könne aber nichts versprechen. Als Ergebnis der Ausbildung
erwarte die Forstverwaltung betriebswirtschaftliches Denken,
Sozialkompetenz und einen kompetenten „Förster“ und keinen
beliebig ausgebildeten Generalisten im Ressourcenmanagement. Die Verwaltung halte am Reviersystem fest, allerdings mit
Spezialisten und veränderten Anforderungen.
Kommunalwald: Einnahmequelle und Erfüllung der Gemeinwohlfunktionen
Kommunen mit eigenem Waldbesitz sehen nach Bernhard
Rückert, Leiter des Stadtwaldes Lohr, in ihrem Wald eine willkommene Einnahmequelle und Sparkasse, aber ebenso wichtige Aufgaben zur Erfüllung der Gemeinwohlfunktionen zum Wohl
ihrer Bürger. Je größer der Waldbesitz ist, desto wichtiger ist seine Bedeutung auch für Trinkwassererzeugung, Erholung und als
Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten. Der Stadtrat der Stadt
Lohr a. Main hat deshalb beschlossen, die Funktionen im über
4000 Hektar großen Stadtwald in gleichem Maße zu erfüllen.
Um den Anforderungen an den Wald und dessen Bewirtschaftung auch mittel- und langfristig gerecht zu werden, ist für den
Stadtwald gut ausgebildetes, qualifiziertes Forstpersonal ein
absolutes Muss.
Großprivatwald: Qualitätsarbeit rechtfertigt Förster
Nur Qualität rechtfertigt die Bezahlung von uns Förstern, sonst
werden billige Bewirtschaftungs-GmBHs den Zuschlag im GroßPrivatwald bekommen, davon ist Markus Schelkle, Leiter des
Forstbetriebs Fürst von Hohenzollern, überzeugt. Entscheidend
ist eine gute Kommunikation zwischen Leitung und Revierlei-
BDF
Berufspolitik
Eine intensive Diskussion über die Zukunft des Försters führten bei den 16. Weihenstephaner Forsttagen (v.l.n.r) Prof. Dr. Anton Fischer, Ministerialrat Her-
beibehalten, die Waldarbeiter werden allerdings revierübergreifend eingesetzt und alle Rationalisierungsmöglichkeiten ausgenützt – und davon gebe es „viele“. Teilfunktionalisierungen
gibt es im Bereich der technischen Produktion, weitere Bereiche
sind aber denkbar. Für Auszeichnen, Holzaufnahme, Holzüberweisung oder Jagd ist nur eine „tiefe Einbindung in die Aufgabenerfüllung“ vorgesehen. Sollen so bisherige Kernbereiche der
Revierleitertätigkeiten an Waldarbeiter/Forstwirtschaftsmeister
delegiert werden? Der Vorstandsvorsitzende ließ auch keine
Zweifel daran, dass die Reviere deutlich größer werden. Delegation, Konzentration auf Organisation und Koordination, Rückzu
aus der Aufgabenerledigung, aber auch Übernahme neuer Aufgaben von der Forstbetriebsleitung seien die zukünftigen Entwicklungen.
mann Hübner, Markus Schelkle, Dr. Rudolf Freidhager, Prof. Dr. Manfred Schölch
und Bernhard Rückert.
Gewinnerzielung und Ökonomie kontra Zielen des Waldgesetzes
tern sowie eine gute Geräteausstattung. Ob Reviersystem oder
Funktionalisierung geeigneter ist, kann nicht generell beantwortet werden. Sobald jeder Bestand digitalisiert ist, spiele die
Ortskenntnis aber keine so große Rolle mehr.
In der Diskussion wurde kritisiert, dass die Gewinnerzielung und
Ökonomie einen Stellenwert in der Strategie des Vorstands besitze, der nicht durch die Ziele im Waldgesetz und Errichtungsgesetz gedeckt sei. Dr. Freidhager entgegnete darauf, dass Gewinn und naturnahe Forstwirtschaft kein Gegensatz seien. Die
Bayerischen Staatsforsten werden Anwärter und Referendare
betriebsbezogen ausbilden, nur die Anzahl der angebotenen
Stellen sei noch offen. Neben der fachlichen Kompetenz würden
in Zukunft verstärkt die sozialen Kompetenzen eine Rolle spielen. Der Berufswandel des „Försters“ ist in vollem Gange...
Bayerische Staatsforsten: Vom Förster zum Landmanager
Vom Förster zum Landmanager betitelt Dr. Rudolf Freidhager,
Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, die zukünftige Entwicklung der Forstingenieure. „Wir brauchen qualifiziertes Personal, das steht außer Frage“, nur über die Anzahl
kann erst nach Erstellung des „Nachhaltigkeitskonzepts“ bis
Juni 2006 entschieden werden. Die Flächenverantwortung wird
Zum 60. Geburtstag von Reiner Ostertag
Ende Januar 2006 konnte der ehemalige Vorsitzende unseres
Berufsverbandes seinen 60. Geburtstag feiern.
Der BDF Landesverband Bayern sowie Deine „Bundeskollegen“ gratulieren Dir, lieber Reiner, ganz herzlich und sagen
Dank für all Deine geleistete Arbeit für den Berufsverband im
Land Bayern und im Bund.
Reiner Ostertag war über 20 Jahre für den BDF, damit für die
Anliegen der Forstleute und des Waldes, in verschiedensten
Funktionen ehrenamtlich höchst engagiert.
Begonnen hat dies im Jahre 1976 als Landesschriftleiter unserer Verbandszeitung, damals der ‚DEFO’. Bis zum Jahre 1983
führte er diese Feder, besonders die kritischen Beiträge entfachten Diskussionen.
Ab dem Jahr 1982 wurde er Mitglied im Landeshauptvorstand
und stellv. Landesvorsitzender des BDF, im Jahre 1986 übernahm
er den Landesvorsitz und übte diese Funktion 10 Jahre, bis März
1996 aus.
Zusätzlich begleitete er ab dem Jahr 1992 den Bundesvorsitz
des BDF, zunächst gedacht als Provisorium, dann doch die volle
Amtsperiode von 4 Jahren. In dieser Zeit war er auch Mitglied im
Hauptvorstand des Deutschen Beamtenbundes (DBB).
6
Die effektive Ausübung dieser Funktionen ist zwangsläufig
gekoppelt an die Übernahme weiterer „Ehrenämter“, was letztlich die enorme persönliche Belastung verdeutlicht. R. Ostertag
war, wie bisher fast alle Landesvorsitzenden, zusätzlich stellv.
Vorsitzender des Hauptpersonalrates Forsten, Mitglied des
Hauptvorstandes des Bayerischen Beamtenbundes (BBB), Mitglied der Bundesleitung des BDF und Mitglied des Deutschen
Forstwirtschaftrates.
Daneben engagierte er sich noch in parteipolitischen Gremien seiner Heimat.
All dies lief neben dem dienstlichen Hauptamt vom Revierleiter und späterem Beamten im forstamtlichen Leitungsdienst.
Dies zehrt an den Kräften:
das ständige Agieren, Reagieren, Informieren, der Termindruck, die Fremdbestimmung, die Problemsammelstelle, der
Beratungsservice und vieles mehr.
Die Zeitdauer dieses Marathons ist, je nach Kondition und
persönlichem Umfeld, begrenzt.
Warum trägt einer freiwillig diese Lasten? Genau diese Frage
stellen sich die „Vorsitzenden“, auch ihre Familien, nach einem
Stück des Weges. Ein rationales Abwägen des persönlichen ‚In-
BDF
puts’ zum ‚Output’, des Für und Wider dieser Ehrenämter in der
heutigen materialistischen Sachwelt, führt eigentlich zu einem
klaren Ergebnis, dies lautet „ohne mich“.
Was treibt also?
Es ist sicher eine große Portion Idealismus, Bereitschaft zur
Mitverantwortung und ein gelebtes Demokratieverständnis.
Idealismus für die Sache der Forstleute, des Waldes und unserer Aufgaben für die Gesellschaft.
Mitverantwortung für das Bild unseres Berufsstandes, für das
Schicksal von Berufskollegen, für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen des Personals, den Zusammenhalt und die Außenwirkung des forstlichen Tuns.
Gelebtes Demokratieverständnis für das Einbringen von
Ideen, für das Mitgestalten von Entwicklungen, für das „Gehörverschaffen“, für das aktive Mitbestimmen der Strukturen und
letztlich der Repräsentation der Forstleute im politischen Raum.
Dies war und ist zu keiner Zeit ein leichtes Amt zum „Gotteslohn“. Als Steigerung manchmal umringt von Kritikern, „die es
schon immer wussten“, auch von externen wie internen Hekkenschützen, die nur effektiv Waidwund schießen, bei der nötigen Hatz jedoch nicht stellen.
Diesen Erfahrungsschatz besitzen alle „Vorsitzenden“, auch
Reiner Ostertag.
Lieber Reiner, wir haben eine sehr lange Zeit gemeinsam die
Rucksäcke auf den forstlichen Wegen getragen, bevor Du Dich
vor 10 Jahren zwangsweise ins Basislager zurückgezogen hast.
Wir haben die Spielregeln der Politik, das Geflecht der grünen
und grauen Verbände sowie unseres forstlichen Berufsstandes
in allen Facetten erfahren.
Reiner Ostertag
Manches haben wir durchschaut, manches hat uns verwundert und aus manchen Vorgängen zogen wir treffsichere Schlüsse für die berufsständische Arbeit.
Als Ehrenmitglied sitzt Du inzwischen in der angenehmeren
Zuschauerloge.
Der Weg ist noch steiniger geworden, die Last drückt noch
stärker auf die Schultern und die Ziele liegen z. Z. eher in Nebel
verhangenen Talsenken – dennoch wir werden gemeinsam
Wege finden. Forstlicher Idealismus ist mehr denn je gefragt.
Diesen Idealismus und die Solidarität hast Du über lange Zeit
vorgelebt – Dein hohes Engagement und Deine Leistungen sind
ein wichtiger Baustein in der Geschichte des BDF auf Landesund Bundesebene.
Gunther Hahner, Landesvorsitzender Bayern
A N G E S T E L LT E
Tarifverhandlung öffentlicher Dienst mit den Ländern
Auf der Basis der Verabredung vom September 2005, die Tarifverhandlungen mit
der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL)
über ein neues Tarifrecht für die Beschäftigten der Länder zunächst in vier Arbeitsgruppen zu führen, haben sich alle
Gruppen mittlerweile zweimal getroffen.
Diese Struktur erlaubt es, länderspezifische Bedarfe in den Bereichen Schulen,
Wirtschaft und Universitätskliniken sowie
einer allgemeinen Gruppe zunächst zu
identifizieren. In einem weiteren Schritt
wird es darum gehen, Lösungsmöglich-
keiten für solche speziellen Bedarfe zu
erarbeiten.
Die Gespräche sind bislang offen und
konstruktiv geführt worden. Es besteht
der beiderseitige Wille, dass das auch so
bleibt. Jedoch sollte diesen Verhandlungen auch ein Ergebnis folgen.
Die begonnen Tarifverhandlungen
müssen in 2006 eine neue Qualität entwickeln, damit der Abschluss eines neuen Tarifrechts im Länderbereich nicht in
weite Ferne rückt. Die TdL wird sich dann
entscheiden müssen, in welchen Berei-
Angestelltenvertretung
Richard Nikodem, Markstraße 2,58809 Neuenrad, Tel. (d) (0 23 94) 80
03 73, Tel. (p) (0 23 94) 80 03 55, Fax (0 23 94) 80 03 55, Mobil (01 71)
15 87 00 24, E-Mail: richard.nikodem@gmx.de
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
chen der TVöD als Basis für einen Abschluss im Länderbereich dienen kann
und wo tatsächlich Änderungsbedarf besteht. Bezüglich der Arbeitszeit und der
Jahressonderzahlungen müssen konkrete
Alternativen entwickelt werden, damit
die Gremien auf beiden Seiten darüber
beraten und beschließen können. Die
dbb tarifunion hat diesbezüglich Verhandlungsbereitschaft signalisiert.
Über die weiteren Verhandlungen
werden wir an dieser Stelle weiter berichten.
V.C.
Baden-Baden 4-Sterne-Ferienwohnung für 2-4 Personen,
ruhige Lage Nähe Feststpielhaus und Thermen. Tel.: (0 72 21)
2 84 57, mail: anton.hammer@gmx.de
7
Landesnachrichten
FORSTLEUTE IM RUHESTAND
Unterstützung statt Bevormundung
Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht
nur ein Rechtsstaat, sie ist ein sozialer
Rechtsstaat. Und was das bedeutet, zeigt
sich vor allem im Umgang mit Menschen,
die auf die Hilfe anderer angewiesen sind.
Dazu gehören Erwachsene, die aufgrund
psychischer Krankheiten oder körperlicher, geistiger oder seelischer Störungen
ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise
nicht mehr selbst regeln können.
Für sie gilt das Betreuungsrecht in
Form des Gesetzes zur Reform des Rechts
der Vormundschaft und Pflegschaft für
Volljährige (Betreuungsgesetz – BtG)
vom 12. September 1990 (Bundesgesetzblatt Teil 1, Seite 2002). Es hat erhebliche
Verbesserungen für erwachsene Mitbürger und Mitbürgerinnen gebracht, die
früher unter Vormundschaft oder Gebrechlichkeitspflegschaft standen. Betreuung als Rechtsfürsorge zum Wohl der
betroffenen Menschen ist an die Stelle
von Vormundschaft, Entmündigung für
Erwachsene und Gebrechlichkeitspflegschaft getreten.
Unter welchen Voraussetzungen wird ein
Betreuer bestellt?
Ein Betreuer kann nur bestellt werden,
wenn bei der betroffenen Person eine
Hilfsbedürftigkeit vorliegt, die auf einer
der folgenden, im Gesetz (§ 1896 Abs. 1
BGB) genannten Krankheiten oder Behinderungen beruht:
– Psychische Krankheiten
– Geistige Behinderungen
– Seelische Behinderungen
– Körperliche Behinderungen
Zu der Krankheit oder Behinderung
muss ein Fürsorgebedürfnis hinzutreten:
Ein Betreuer darf nur bestellt werden ,
wenn der Betroffene aufgrund dieser
Krankheit oder Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht zu
besorgen vermag.
Grundsatz der Erforderlichkeit bei der
Betreuerbestellung
Die Betreuung stellt eine wichtige Hilfe
für die Betroffenen dar. Sie kann aber
auch von ihnen als Eingriff empfunden
werden, zumal, wenn sie mit der Bestellung nicht einverstanden sind. Gegen
den Willen des Betroffenen, sofern er
diesen frei bilden kann, darf ein Betreuer nicht bestellt werden (§ 1896 Abs. 1a
BGB). Für alle Bereiche des Betreuungsrechts gilt außerdem der Grundsatz der
Erforderlichkeit.
Notwendigkeit der Betreuung
Ein Betreuer wird nur bestellt, wenn dies
notwendig ist, weil eine Person ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht
mehr besorgen kann. Dabei muss zunächst festgestellt werden, ob nicht andere Hilfsmöglichkeiten bestehen, insbesondere die Unterstützung durch Familienangehörige, Bekannte oder soziale
Dienste. Solche Hilfen sind vorrangig. Einen Betreuer braucht derjenige nicht,
der eine andere Person selbst bevollmächtigen kann oder bereits früher bevollmächtigt hat. Hilfestellungen geben
die Betreuungsbehörden bei den Kreisverwaltungen und Stadtverwaltungen
kreisfreier Städte, die Vormundschaftsgerichte oder Betreuungsvereine. (rh)
Kontakt
Friedrich Rhensius, Lohmühlenstraße 9,
56422 Wirges, Telefon: 0 26 02/6 02 17,
Fax: 0 26 02/7 00 87,
E-Mail: rhensius@bdf-online.de
BADEN-WÜRTTEMBERG
Forstwaisenhilfe Baden - Württemberg
Im Jahr 2004 gründeten Forstleute in Baden Württemberg einen Verein, die
„Forstwaisenhilfe“, als Nachfolgeeinrichtung der seit 100 Jahren schon bestehenden Forstwaisenstiftung.
Die Forstwaisenhilfe macht es sich zur
Aufgabe, Kinder jung verstorbener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen staatlicher,
kommunaler und privater Forstbetriebe
und -verwaltungen in Baden–Württemberg und der für sie arbeitenden forstlichen Unternehmen zu unterstützen.
Damit will er gleichzeitig den Hinterbliebenen zeigen, dass sie nicht vergessen
sind.
8
Der Verein sieht sich als Anlaufstelle
für Nachrichten vom Tod von Mitarbeitern
und Mitarbeiterinnen, die Kinder hinterlassen mussten. Der Vorstand des Vereins
nimmt sodann Verbindung mit den
Hinterbliebenen auf und beschließt, in
welcher Art und Höhe finanzielle Hilfe im
Einzelfall gewährt werden kann.
In der Tradition der alten Forstwaisenstiftung sollen Unterstützungsleistungen
im Todesfall sowie (auch länger dauernde) Ausbildungsbeihilfen an die Hinterbliebenen gewährt werden, insbesondere durch Einmalzahlungen bei ausbildungsbedingtem Mehrbedarf für Lern-
BDF
mittel, Zuschüsse zu Schullandheim- und
Auslandsaufenthalten im Rahmen von
Schüler- und Studentenaustauschprogrammen, fortlaufende Unterstützungen
zur Förderung von musischen, sportlichen und sonstigen besonderen Begabungen der Waisen, Zahlungen in Notfällen und schweren Ausnahmesituationen
der hinterbliebenen Familien, etwa in
Krankheitsfällen.
Leider hatte der Bund Deutscher
Forstleute in diesem und im letzten Jahr
wieder den tragischen Tod junger Berufskollegen aus seinen Reihen zu beklagen,
die Frau und Kinder hinterlassen haben.
Auch diese Waisen bei der bekannt geringen Versorgung gerade junger Familien in
ihrer weiteren Entwicklung zu unterstützen, wird dem Verein Aufgabe und Verpflichtung sein.
Der Verein lebt ausschließlich von
Spenden, die, da ausschließlich und unmittelbar mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken dienend, steuerbegünstigt
sind.
Spendenkonto:
Nummer 4544294
Landesbank
Baden
Württemberg
BLZ:60050101
Der Verein Forstwaisenhilfe ist für jedeauch noch so kleine Spende dankbar. Für
jede Spende wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt, sofern die Adresse
angegeben ist.
Der Verein ist unter der Adresse Weitblickstraße 3
72108 Rottenburg zu erreichen.
Landesgeschäftsstelle
Schlossweg 1, 74869 Schwarzach, Telefon:
(0 62 62)92 51 25, Fax: (0 62 62)92 51 26,
E-Mail: geschaeftsstelle@bdf-bw.de,
Internet: www.bdf-bw.de
B AY E R N
Österreicher bei oberbayerischer Bezirksversammlung
Das Tagungslokal fasste gar nicht alle Besucher, so viele BDF-Mitglieder und Gäste
konnte Bezirksvorsitzender Alwin Rammo
am 30. 11. 2005 in Großhartpenning bei
Holzkirchen zur oberbayerischen Bezirksversammlung begrüßen.
Seit der Zerschlagung der Staatsforstverwaltung am 30.6.2005 war es die erste Gelegenheit, dass sich Forstleute über
die Grenzen von Verwaltung und Betrieb
wiedertrafen und Solidarität miteinander
bekunden konnten.
Kollegiale Kontakte pflegen - Auseinandertriften verhindern
Alwin Rammo rief dazu auf, dass insbesondere auf Kreisebene der BDF die Kontakte erhalten, ja sogar wieder verstär-
ken muss. Nur so kann ein völliges Auseinandertriften unter den Kollegen vermieden werden. Besonders herzlich begrüßte der Bezirksvorsitzende den BDFLandesvorsitzenden Gunther Hahner. In
einem aufrüttelnden Referat ging Gunther Hahner auf die Zerschlagung der
Einheitsverwaltung ein.
Harter Kampf gegen politische Forstreform
Der Berufsverband hat auf allen Ebenen
einen harten Kampf gegen die Forstreform geführt, nach der politischen Entscheidung hat er sich allerdings in die
Ausgestaltung mit eingebracht, um praxisgerechte Lösungen zu finden. Neu für
viele Zuhörer war sein Bericht über die
Die Situation in der neu gegründeten Bayerischen Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten beleuchteten ausführlich (v.l.n.r.) Fritz Ganster vom Verband Österreichischer Förster, Dr. Rudolf Freidhager,
Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, Ministerialdirigent Georg Windisch, Leiter der Bayerischen Forstverwaltung und der oberbayerische BDF-Bezirksvorsitzende Alwin Rammo.
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
Entwicklung in den anderen Bundesländern, wo selbst Staatswaldverkäufe angedacht werden oder sogar die Staatswaldbewirtschaftung an sich in Frage gestellt wird.
Kommunalwald: Fallen die Qualitätsstandards?
Auch die in Bayern in Beratung stehende
Körperschaftswaldverordnung löste bei
den Zuhörern Kopfschütteln aus. War
bisher für die Betriebsleitung von Körperschaftswäldern der höhere Forstdienst Voraussetzung, könnten im
schlimmsten Fall alle Standards fallen.
Der BDF setzt sich dafür ein, dass eine
forstliche Hochschulausbildung für die
Betriebsleitung festgeschrieben wird.
Ansonsten werden mit dem Wegfall von
beruflichen Qualifikationen die Berufschancen für den forstlichen Nachwuchs
noch katastrophaler werden. Die Ausführungen über die Situation in der neuen
Forstverwaltung und dem Forstbetrieb
zeigten den Zuhörern, wie vielfältig und
notwendig die Arbeit des Landesvorsitzenden in diesen unruhigen Zeiten ist.
Die Mitglieder bedankten sich mit langanhaltendem Applaus für das außerordentlich hohe Engagement des Landesvorsitzenden.
Forstverwaltung: Schlechte personelle
und finanzielle Situation
Voller Spannung erwarteten die Zuhörer
am Nachmittag die Referate des Leiters
der Forstverwaltung Ministerialdirigent
9
BDF-Landesvorsitzender Gunther Hahner (links) und Bezirksvorsitzender Alwin Rammo berichteten ausführlich über den politischen Prozess, der zur Zerschlagung der Bayerischen Staatsforstverwaltung geführt hat.
Georg Windisch, des neuen Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens Bayerische
Staatsforste Dr. Rudolf Freidhager und
nicht zuletzt des Bundesobmannes des
Verbandes Österreichischer Förster Fritz
Ganster. In seinen einleitenden Worten
wies der Bezirksvorsitzende Alwin Rammo auf die schlechte personelle und finanzielle Situation der Forstverwaltung
hin.
Forstbetrieb: Die Köpfe müssen reduziert
werden
Am Forstbetrieb bemängelte Rammo die
fehlende Würdigung des hohen beruflichen Engagements der Mitarbeiter.
Stattdessen hörten sie immer nur, dass
die Köpfe reduziert werden müssten.
Forstverwaltung: Möglichst viel Eigenständigkeit erhalten
Ministerialdirigent Georg Windisch hob in
seinem Referat hervor, dass sich das
Staatsministerium für die Erhaltung einer
möglichst hohen Eigenständigkeit der
Forstverwaltung einsetze. Die Forstverwaltung leidet unter der massiv angespannten Haushaltslage, aber auch unter
einer sehr ungleichen Verteilung der Arbeitsbelastung des Personals.
Viele Reviere sind unbesetzt, da mit
der politisch gewollten Ausbringung von
Beratern der forstlichen Zusammenschlüsse die Reviere ausgedünnt worden
sind. Eine Revierneuorganisation ist unabdingbar. Die Vorarbeiten beginnen
10
noch in diesem Jahr. Im zweiten Halbjahr
2006 ist dann an eine Ausschreibung (ob
generelle oder Teilausschreibung ist noch
nicht entschieden) möglichst gemeinsam
mit dem Forstbetrieb geplant.
Forstbetrieb: Nachhaltigkeitskonzept
bringt Daten zur Revierorganisation
Auch Dr. Freidhager, Vorstandsvorsitzender des neuen Unternehmens Bayerische
Staatsforsten, kündigte eine Revierorganisation an. Zahlen über die verbleibenden Reviere konnten nicht genannt werden. Ein gerade in Arbeit gegangenes
Nachhaltigkeitskonzept soll die notwendigen Daten liefern. Grundsätzlich soll an
der Flächenverantwortlichkeit der Revierleiter festgehalten werden, auch die Servicestelle für den Waldarbeiter- und
Unternehmereinsatz gilt als gesetzt.
Forstbetrieb: Neue Aufgaben für Revierleiter
Das Aufgabenfeld der Revierleiter wird
sich wandeln, neue Einsatzmöglichkeiten
für Diplomforstingenieure (FH) als Forsteinrichter, Kundenbetreuer oder stellv.
Betriebsleiter wurden angeführt. Auf
Nachfrage gab Dr. Freidhager klar zu verstehen, dass das Unternehmen sich betriebswirtschaftlich an anderen großen
europäischen Forstbetrieben messen will
und dass auch für Hochgebirgsbetriebe
zumindest die schwarze Null angestrebt
werden muss.
BDF
Österreich Vorbild für Bayerns Forstorganisation?
Unter dem Motto: Österreich ist anders
führte der Kollege Fritz Ganster vom Verband Österreichischer Förster in die forstlichen Verhältnisse der Alpenrepublik ein.
Erstaunlich ist es schon, dass erst ein
Österreicher Vorstandvorsitzender der
Bayerischen Staatsforsten werden musste, bis es zum Kontakt der benachbarten
Forstverbände kam. Das Referat zeigte
überdeutlich, dass wir von unseren direkten Nachbarn viel zu wenig über
Forstorganisation und forstliche Berufe
wissen. So gibt es dort keine forstliche
FH-Ausbildung, aber Wald- und Forstwarte haben eine noch größere Bedeutung als in Bayern. Ein deutlicher Personalabbau hat auch bei unseren Nachbarn
in den letzten 10 Jahren stattgefunden,
auch eine Verlagerung von Aufgaben und
Kompetenzen von oben nach unten. Die
Trennung zwischen staatlichem Betrieb
und der Hoheitsverwaltung hat im Nachbarland eine lange Tradition.
Sozialverträgliche Umsetzung der Forstreform nicht unterschrieben
In der anschließenden Diskussion drehten sich viele Fragen um die Zukunft der
forstlichen Privatwaldbetreuung, um das
zukünftige Berufsbild der Förster in Verwaltung und Betrieb. Sehr konkret wurde
beim Vorstandsvorsitzenden Dr. Freidhager nachgefragt, ob die Dienstvereinbarung zur sozialverträglichen Umsetzung
der Forstreform unterschrieben ist und ob
sich der Betrieb an die politischen Vorgaben wie z.B. Einstellungskorridor oder
Einsparquote gebunden fühlt. Die Antworten darauf waren nicht für alle zufrieden stellend.
Solidarität der Forstleute erhalten
Am Schluss appellierte Alwin Rammo
nochmals dringend an die Solidarität der
Forstleute untereinander. Die gemeinsamen Wurzeln sollten nicht vergessen
werden.
Alwin Rammo,
BDF-Bezirksvorsitzender Oberbayern
Erhöhte Wegstreckenentschädigung abgelehnt
Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen hat einen Antrag auf Erhöhung
der Wegstreckenentschädigung bei
Dienstfahrten wegen der stark gestiegenen Kraftstoffpreise abgelehnt. Zur Begründung wird ausgeführt, dass in den
vom Dienstherrn zu zahlenden Wegstreckenentschädigungen nicht die gesamten kalkulatorisch anfallenden Kosten, sondern lediglich die durch die
dienstliche Mitnutzung der privaten
Kraftfahrzeuge entstehenden Mehraufwendungen einfließen können.
Diese Pauschale könne nicht bei jeder
Änderung einzelner Kalkulationsgrundlagen nach oben oder unten angepasst
werden. Die durch die dienstliche Mit-
nutzung anfallenden Treibstoffkosten,
die je nach Fahrzeug, Fahrweise, Treibstoffart etc. zwischen ca. 0,08 € bei einem Diesel-Pkw und 0,15 € bei einem
Benzin-Pkw betragen können, seien damit abgedeckt. Weitere fahrleistungsabhängige Aufwendungen wie Wertverlust,
ggf. höhere Versicherungsprämie, Verschleiß sind insoweit berücksichtigt, als
sie auf der dienstlichen Zusatznutzung
beruhen. Reine Fixkosten, wie z.B. die
Kfz-Steuer, können nach Auffassung des
Finanzministeriums gar nicht berücksichtigt werden, da sie dem Bediensteten
– unabhängig von einer dienstlichen
Mitnutzung des Fahrzeugs – ohnehin
entstehen würden.
Das Finanzministerium verweist
außerdem auf die noch in der Bayerischen Staatsforstverwaltung testweise
eingesetzten Leasingfahrzeuge, die angeblich bei entsprechenden Fahrleistungen trotz voller Kostentragung durch die
Dienststellen wirtschaftlicher gewesen
seien als die Wegstreckenentschädigung.
Bei der Entscheidung des Finanzministeriums bleibt völlig unberücksichtigt,
dass die Beschäftigten im forstlichen
Außendienst häufig ein Zweitfahrzeug
einsetzen müssen, um die ständige Verfügbarkeit des Fahrzeuges auch bei den
erforderlichen hohen Fahrleistungen sicherzustellen. Für dieses Zweitfahrzeug
müssten dann die vollen entstehenden
Kosten kalkuliert werden. Die Argumentation des Finanzministeriums trifft deshalb für weite Bereiche des forstlichen
Außendienstes nicht zu. Häufig wird
auch wegen der besonderen Anforderungen an den Einsatz im Wald ein teureres
Allradfahrzeug angeschafft.
Der BDF wird die Diskussion um die
Wegstreckenentschädigung im Forstbereich und auch den evtl. Einsatz von
Dienstfahrzeugen in Forstbetrieb und
Forstverwaltung weiterführen.
Dank an Personalrat Georg Käsbohrer
Kollege Georg Käsbohrer war über 20
Jahre Mitglied des Hauptpersonalrates
Forsten der Bayer. Staatsforstverwaltung
und zuletzt im Übergangspersonalrat der
Bayer. Staatsforsten.
Er engagierte sich in dieser Zeit vorbildlich für die Sache, aber besonders für
alle Beschäftigten im Forstbetrieb. Er
vertrat entschieden die Anliegen des gehobenen Verwaltungsdienstes und ist ein
Fachmann für alle Fragen der forstlichen
DV, wobei seine Stellungnahmen für das
Gremium besonders wertvoll waren.
Welche harten Diskussionen geführt
wurden und welch hohe Zeitopfer besonders die letzten Reformjahre abverlangten, können letztlich nur die Gremiumsmitglieder ermessen.
Der BDF Landesverband Bayern dankt
unserem Kollegen Georg Käsbohrer ganz
besonders für die Ausübung dieses Ehrenamtes über all die langen Jahre. Sein
Rat und seine Hilfe bei der Bewältigung
der künftigen Probleme werden nötig
und weiterhin geschätzt sein.
Gunther Hahner, Landesvorsitzender
Georg Käsbohrer
Information aus dem Übergangspersonalrat Forst
Der Vorsitzende des Übergangspersonalrates der Forstverwaltung, Kollege Klaus
Wagner, berichtet über aktuell behandelte Themen:
Verzögerte Zahlung von Leistungsprämien und Leistungszulagen
Nachdem die Leistungsstufen nicht mehr
vergeben werden können, verbleibt nur
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
noch die Leistungsprämie und Leistungszulage, um besonderen Einsatz und besondere Leistungen anzuerkennen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
11
Landesnachrichten
die in den Genuss einer solchen Zahlung
kommen könnten, stehen bereits fest.
Allerdings wurde in einem LMS darauf
hingewiesen, dass aus Haushaltsgründen
diese Zahlungen erst im Haushaltsjahr
2006 vollzogen werden können.
Im Bereich der Landwirtschaft hingegen wurden die Zahlungen bereits ausgereicht. Der ÜPR hat gegenüber der Verwaltungsspitze mehrfach sehr deutlich
gegen diese Ungleichbehandlung protestiert. Bei der Prämie und Zulage handelt
es sich um Gehaltsbestandteile, die durch
eine Beamtenrechtsreform allen Beschäftigten bereits vorher abgezogen wurden.
Insofern sind diese Mittel keine dekkungsfähigen Haushaltsmittel. Der ÜPR
bestand aus diesem Grund auf einer Auszahlung der Gelder noch im HH-Jahr
2005 und hat dies dem Staatsministerium
mitgeteilt.
In einem Antwortschreiben des Ministeriums wird allerdings darauf hingewiesen, dass eine Auszahlung nur im
Rahmen vorhandener Haushaltsmittel
erfolgen kann. Für das HHJ 2006 ist die
zusätzliche Ausreichung in Absprache mit
dem Finanzministerium angestrebt. Eine
Gleichbehandlung mit den Kollegen aus
dem Bereich Landwirtschaft ist nicht
möglich, da beide Bereiche über getrennte Haushalte verfügen.
Zusammenlegung von Standorten der ÄLF
Dem ÜPR wurde das Konzept zur Standortzusammenlegung übergeben. Nach
Rückfragen bei allen Ämtern für Landwirtschaft und Forsten (ÄLF) gibt es bei
der Umsetzung der Reformbeschlüsse relativ wenige Probleme. Die größten Probleme ergeben sich aus der mangelnden
Haushaltsausstattung für den Geschäftsbedarf und Gebäudeunterhalt. Bei einzelnen ÄLF gibt es daher noch Klärungsbedarf.
Gebäudelisten und Dienstwohnungen
Bereits vor dem Stichtag der Reform wurden die Gebäude der Staatsforstverwaltung zwischen Forstverwaltung und BaySF
aufgeteilt. Der ehemalige HPR wurde bei
der Gebäudeaufteilung nicht informiert.
Auch wenn dies kein beteiligungspflichtiger Vorgang war, hätte der HPR eine Information erwartet. Dies wurde durch
den ÜPR der Verwaltung mitgeteilt.
Im Grundsatz kann die Forstverwaltung und auch die BaySF nur Gebäude
weiterhin bewirtschaften, wenn diese für
den Dienstbetrieb noch benötigt werden.
Bei der Forstverwaltung handelt es sich
dabei im Wesentlichen um Schulen,
Dienstgebäude der ÄLF sowie die Forstdienststellen. Alle weiteren Gebäude,
d.h. auch Forstmietanwesen, mussten als
entbehrlich gemeldet werden und gehen
damit in die Bewirtschaftung des Landesamtes für Finanzen über, das diese
Gebäude entweder verkauft oder weitervermietet.
Bestehende Mietverhältnisse von Beschäftigten werden derzeit von der Übergabe in den Finanzhaushalt nicht berührt
und es gelten die üblichen Kündigungsschutzregelungen. Bei leer stehenden
Gebäuden bzw. frei werdenden Gebäuden, in die Beschäftigte der Forstverwaltung einziehen möchten, wäre ein Antrag
auf Zuweisung einer Staatsbedienstetenwohnung an die gebäudeverwaltende
Behörde zu stellen, d.h. entweder an das
noch zuständige ALF oder das bewirtschaftende Landesamt für Finanzen (LfF).
Dabei sollte auf die mit dem ehemaligen HPR seinerzeit ausgehandelte Vereinbarung zur Wohnungsfürsorge in der
„Dienstvereinbarung“ und „Abrede zur
sozialverträglichen Umsetzung der Reform der Bayerischen Staatsforstverwaltung“ verwiesen werden. Auch gilt in
diesem Zusammenhang der Punkt 7:
BDF stellt Beamtenvertreter
Der BDF stellt im neu gewählten Gesamtpersonalrat der Bayerischen Staatsforsten mit Gunther Hahner (Forstbetrieb Hammelburg) und Wolfgang Pröls
(Forstbetrieb Waldsassen) die beiden Beamtensitze im Gesamtpersonalrat der
Bayerischen Staatsforsten.
12
BDF
Unterstützung bei Wohnungsbeschaffung
Wohnungsfürsorge aus „Verwaltung 21 –
Grundsätze für personalrechtliche Maßnahmen“. Diese Vereinbarungen müsste
jeder Beschäftigte kennen.
Verkauf von Gebäuden
Für den Verkauf an den Wohnungsinhaber gibt es nach einem Schreiben des Finanzministeriums an die Landesämter
für Finanzen die Möglichkeit des freihändigen Verkaufs an die Mieter. Einschlägig
sind in diesem Zusammenhang auch die
Richtlinien für den Verkehr mit staatseigenen Grundstücken, v.a. Punkt 1.3. ff..
Weitere Informationen wären beim ÜPR
zu erfragen.
Verbissaufnahme und Vegetationsgutachten
Diese wichtige Aufgabe ist von den Kolleginnen und Kollegen im Jahr 2006 durchzuführen. Die Personaldecke und der Gerätebestand sind dabei äußerst dünn.
Auch dürfen keine Hilfskräfte hierzu beschäftigt werden. Die ÄLF sind aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten
diese Aufgabe zu organisieren, wobei das
Staatsministerium bestrebt ist, personelle
Engpässe zu decken. Der ÜPR wird über
die aktuelle Situation in der Januar-Sitzung informiert werden.
Einstellung von Forstreferendaren und
Forstinspektoranwärtern
Auch in diesem Jahr sollen junge Forstkollegen eingestellt werden. Dies war
auch eine Zusage der Politik bei der
Forstreform. Im Rahmen des Einstellungskorridors können 20 Prozent der Altersabgänge bezogen auf die jeweilige
Laufbahn wieder eingestellt werden. So
wurden in diesem Jahr 4 Forstreferendare eingestellt. Die Anzahl der einzustellenden Anwärter steht derzeit noch nicht
fest. Der ÜPR hofft, dass eine entsprechende Anzahl von jungen Kollegen auch
dieser Laufbahn eingestellt werden.
Beförderung und Höhergruppierung
In „Verwaltung 21, Grundsätze für personalrechtliche Maßnahmen“ werden unter
Punkt 3 Aussagen zu anstehenden Beför-
derungen bzw. Höhergruppierungen getroffen. Der ÜPR bittet die Verwaltungsspitze um eine Aussage zu dem praktizierten Zeitraum von 3 Monaten, die für
eine gefestigte Vertrauensposition unterstellt wird. Der ÜPR wünscht sich auch
hier eine Gleichbehandlung mit anderen
von der Verwaltungsreform betroffenen
Verwaltungen.
Forst- und Rechtsaufsicht
Die Forstverwaltung ist auch für die durch
die BaySF bewirtschaftete Flächen für die
Rechts- und Forstaufsicht zuständig. In
Kürze soll anlässlich eines Klausurtreffens
definiert werden, wie diese Dienstaufgabe wahrzunehmen ist. Eine Definition
hält der ÜPR u.a. auch im Hinblick auf die
anstehende Revierorganisation für dringend nötig. Der ÜPR hofft auf eine konstruktive Lösung dieses Problems, um
diese Aufgabe im Sinne des Waldgesetzes
zu lösen.
Finanzierung von Gemeinwohlleistungen
bei der Bayerischen Staatsforsten (BaySF)
Die BaySF führt verschiedene Maßnahmen und Projekte durch. Diese werden
durch Mittel des Freistaates Bayern finanziert in einer Größenordnung von ca. 7
Millionen Euro im Jahr 2005. Diese Mittel
sind im Haushaltsplan 2005/06 vorgesehen und gehen deshalb nicht zu Lasten
des Haushaltes der Bayerischen Forstverwaltung.
Haushaltsmittelsituation
Herr Staatsminister Miller hat auf das Anschreiben des ÜPR reagiert. Die mehr als
angespannte Haushaltslage ist aus verschiedenen Gründen entstanden. Es besteht jedoch begründete Hoffnung, dass
noch weitere Haushaltsmittel bereitgestellt werden können. Auch ihm ist es ein
besonderes Anliegen, die „Anlaufprobleme“ unserer neuen Forstverwaltung
möglichst rasch zu lösen.
Schulung von Forstwirten für Motorsägen-Kurse im Rahmen der Privatwaldberatung
Kurzfristig wurden einige Forstwirte an
die WBS Goldberg geschickt, um vom 5.7. 12. 2005 für die Organisation und das
Abhalten von Motorsägenkursen geschult
zu werden. Das ÜPR-Mitglied FWM Hans
Wellhöfer wird an dieser Veranstaltung
den ÜPR vertreten und im Anschluss daran berichten.
Revierorganisation
Nach wie vor gibt es keine konkreten Vorstellungen über eine Revierorganisation.
Ziel einer Organisation bei der Forstverwaltung ist es, die derzeitige unterschiedliche Arbeitsbelastung auszugleichen. Auch die Bayerische Staatsforsten
werden eine Revierorganisation durchführen.
Bei der Forstverwaltung hat im Januar
2006 ein Workshop stattgefunden der
sich mit der Vorbereitung und Planung
der Revierorganisation beschäftigt hat.
Im Anschluss soll sich eine Projektgruppe
mit dieser Thematik befassen.
Der ÜPR legt Wert darauf, dass die Förster auf der Fläche vertreten bleiben und
damit kein Rückzug aus der Fläche erfolgt. Weiter müssen bei der Revierorganisation auch Funktionsstellen betrachtet
werden, wo an einigen Stellen evtl. noch
nachgesteuert werden muss.
Landesvorsitzender
Gunther Hahner, 97532 Üchtelhausen– Hoppachshof, Telefon: (0 97 20) 7 43, Telefax:
603 oder FoA Hammelburg, Telefon: (0 97 32)
9 16 60, Telefax: (0 97 32) 91 66 22
BERLIN
BRANDENBURG
Aus Tharandt Hilferuf – Die „Öko“ wird 50?!
Jeder der in Tharandt studiert hat, erinnert sich bestimmt oft und gerne an
seine vielleicht nicht immer schöne, aber
bestimmt meistens interessante und erlebnisreiche Studienzeit an diesem tradi-
Traditioneller Standort auf der Weißiger Höhe
tionellen Standort zurück. Ein großer Teil
der Erinnerungen dreht sich wahrscheinlich auch um das Wohnheim auf der
Weißiger Höhe - früher wohl als HansWerner-Bau bekannt - heute in Studentenkreisen liebevoll „Öko“ genannt (seit
wann, daran kann sich keiner der jetzt
hier Studierenden erinnern).
Hier befindet sich der eigentliche
Mittelpunkt des studentischen Lebens in
Tharandt.
Gemeinsame Lerngruppen, Erfahrungsaustausch, Jagdhornblasen, regelmäßige Clubabende und Großveranstaltungen wie der „Grüne Ball“ finden hier
statt.
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
Man trifft sich eben hier, wenn man in
Tharandt studiert.
Auch der Studentenclub der Forststudenten hat hier seine Heimat gefunden.
Der Heinrich-Cotta-Club e. V. steht für
ein großes Stück studentischer Kultur und
tritt auch bei Ehrenkolloquien, Promotions- und Diplomfeiern, sowie bei Absolvententreffen immer wieder in Erscheinung, indem die Mitglieder für das
leibliche Wohl der Feiernden sorgen.
Begonnen wurde mit dem Bau der
„Öko“ im Jahr 1953. In den Jahren 1955
bis 1957 beherbergte der Bau die Staatliche Forstfachschule, die dann ins thüringische Schwarzburg verlegt wurde. Seit
13
Landesnachrichten
damals ist das Gebäude auf der Weißiger
Höhe der Fakultät für Forstwissenschaft
und somit der TU Dresden angegliedert
und beherbergte neben dem Wohnheim
die Institute für Ökonomie und Tropische
Forstwirtschaft. Da mit der Ökonomie das
letzte Institut an den Campus geholt
wurde und die TU Dresden als Mieter nun
ganz ausgestiegen ist, ist das Wohnheim
akut von der Schließung bedroht. Das
Studentenwerk Dresden sieht sich laut
Aussage des Verwaltungsrates nicht in der
Lage, das Gebäude auf der Weißiger Höhe
weiter zu unterhalten, geschweige denn
die notwendigsten Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Aufgrund mangelnden Wohn(heim)raumes in Tharandt
müssten die hier Studierenden wohl oder
übel nach Dresden umziehen und relativ
lange Anfahrtswege zum Campus in Kauf
nehmen. Bedroht wären durch eine
Schließung des Wohnheimes auch viele
traditionsreiche Sparten des studentischen Lebens, wie zum Beispiel die Jagdhornbläsergruppe oder auch die Ausübung des jagdlichen Brauchtums (wie erkläre ich es meinem Kommilitonen, einem Nicht-Forststudenten, der am besten noch Vegetarier ist, dass ich mein
gerade geschossenes Stück Wild gleich
noch in der Küche zerwirken und in den
Eisschrank packen will...).
Absolvententreffen, der „Grüne Ball“
und ähnlich gelagerte Veranstaltungen
würden wegen Platzmangels ausfallen
oder in weniger traditionsbehaftete
Räumlichkeiten verlagert werden müssen.
Verschiedene Gespräche mit dem Studentenwerk scheiterten an mangelnder
Verhandlungsbereitschaft. Beispielsweise
werden auch potenziellen Investoren
keine Zahlen und Fakten zur Verfügung
gestellt, sodass diesen nichts weiter
bleibt, als von ihrem Interesse Abstand zu
nehmen. Auch ein Schreiben an den Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages zeigte bisher wenig Wirkung.
Uns, den Studierenden, der örtliche
Bevölkerung und hoffentlich auch Ihnen,
als ehemaliger Tharandter oder als Forstfrau/mann, kann es doch nicht egal sein,
dass hier versucht wird, ein Stück forstlicher Tradition und des studentischen
Lebens mit einem Federstrich zu beenden, zumal die „Öko“ als Wohnheim zu
nahezu 100 % ausgelastet ist.
Wir bitten Sie, im Rahmen forstlicher
Zusammengehörigkeit, machen Sie die
geplante Schließung zu einem Gesprächsthema. Außerdem würde es uns
freuen, wenn uns Kommentare, Solidaritätsbekundungen oder eventuelle Hilfsangebote unter
taskforce_tharandt@yahoogroups.de
erreichen.
Helfen Sie mit, dass die „Öko“ nicht in
ihrem 5. „Lebensjahrzehnt“ die Pforten
schließen muss.
Gunnar Klama
Die Neue GF
Name: Sandra Hahn
Alter: 30 Jahre
Wohnort: 04936 Lebusa/OT Freileben, südliches Brandenburg in der
Nähe von Herzberg
Ausbildung: Studium Fachhochschule für öffentliche Verwaltung
(Finanzverwaltung)
Abschluss: Finanzwirtin
Außerdem: seit 2002 Fernstudium
BWL zur Diplom-Kauffrau an der FH
für Technik und Wissenschaften
Wismar, Abschluss 2007
Bisherige Tätigkeiten:
- Finanzbuchhalterin / Jahresabschlussbearbeiterin in mehreren
Steuerberatungskanzleien
– befristete Tätigkeit im Finanzamt
Finsterwalde
Derzeitige Tätigkeit:
- Geschäftsführerin der FBG Weidmannsruh - Führung eines Büroserviceunternehmens
Einführung bleifreier Munition
Am 21. 9. 2005 veranstaltete die BDFGruppe Eberswalde eine Vortragsveranstaltung mit dem Thema „ Bleimunition
und Vergiftungen bei freilebenden Seeadlern“. Bestritten wurde sie von Wissenschaftlern der FU Berlin, des IWZ Berlin und Mitarbeitern des NABU Berlin/
Brandenburg. Anlass, ein derartiges Thema aufzugreifen, war der im Januar diesen Jahres ergangene Erlass des MLUV,
der die Verwendung von Bleimunition
auf den Jagdflächen des Landes zukünftig untersagt. Leider hatte es die forstliche Leitungsebene unterlassen, im Vor-
14
feld Aufklärungsarbeit über das Für und
Wider bleihaltiger Munition zu betreiben.
Nach Herausgabe des Erlasses gab es
zwar Informationen und viele Berichte in
der Jagdpresse. Welche Konsequenzen
die Bleimunition aber nicht nur für die
Seeadler sondern auch für den wildfleischverzehrenden Konsumenten haben kann, wurde mir erst in den Vorträgen des Abends deutlich.
Dass durch den Straßenverkehr Jahrzehnte lang Blei aus den Auspuffen oder
durch entsorgte Akkumulatoren in die
Landschaft verteilt wurde, ist seit gerau-
BDF
mer Zeit bekannt. Dafür hat es entsprechende Lösungen wie das bleifreie Benzin gegeben. Dagegen sind in Deutschland die Erkenntnisse über die Wirkungen bleihaltiger Munition erst jüngeren
Datums. Insbesondere die Verwendung
sich stark zerlegender Bleigeschosse und
die sich daraus ergebenen Risiken für die
Nahrungskette rückten hierzulande Mitte der 90iger Jahre ins Visier von Wissenschaftlern. Dabei nimmt der Seeadler
eine gewisse Schlüsselposition ein, weil
er stark auf die Aufnahme von Blei reagiert. Die Rückeroberung der mitteleuro-
päischen Lebensräume des Seeadlers ist
durch die Bleimunition nicht zum Erliegen gekommen. Der Vogel ist weiter auf
dem Vormarsch. Aber die Ausbreitung
dieses majestätischen Vogels könnte sich
beschleunigen, wenn die großen und
kleinen Bleipartikel in den beschossenen
Wildkörpern nicht wären. Und gerade die
kleinen, oft mit bloßem Auge nicht sichtbaren Teilchen sind es, die auch dem
Menschen nicht gut bekommen. Sie fin-
den sich im Wildkörper auch weit außerhalb des Schusskanals. Wenn ein Bleigeschosse verschießender Weidmann das
kleine Jägerrecht mit nach Hause nimmt
und seiner Familie ein leckeres Gericht
auf den Mittagtisch zaubert, kann er
nicht ausschließen, dass er seinen Lieben
gerade einen Bleicocktail verabreicht.
Das Metall zeigt beim Menschen nicht die
verheerenden Wirkungen wie beim Seeadler. Bei Kindern kann die wiederholte
Aufnahme dieser Substanz aber zu gesundheitlichen Störungen führen. Im
Sinne verantwortungsbewussten Handelns ergibt es sich meines Erachtens von
ganz allein, dass man sich der etwas
teureren bleifreien Munition zuwendet.
Schade, dass unser Dienstherr diese
Überzeugung beim Einzelnen per Erlass
herbeiführen möchte und an dieser Stelle nicht den Weg teamorientierter Mitarbeiterführung ging. Bernhard Huhn
Der neue Dienstrock
Der BDF Vorstand hat sich aufgrund zahlreicher Anregungen und Hinweise nochmals an den Minister zum Thema der
neuen Dienstbekleidung gewandt.
Im Schreiben geht es vorrangig um
die unzulänglichen Vertrags- und Lieferbedingungen, auf die sich jeder Käufer
von einzelnen Bekleidungsstücken der
Kollektion einlassen muss.
Eine Bestellung ist nur alle 6 Monate
für wenige Wochen über das Internet
möglich. Die Lieferzeiten betragen in der
Regel mindestens ein halbes Jahr und
darüber hinaus. Eine Umtauschmöglichkeit für nicht passende Bekleidungsstücke wird von den Lieferfirmen nicht
gewährt. Dem Minister werden die Auswirkungen der zurzeit nur zögerlichen
Bestellungen der neuen Dienstbekleidung beschrieben und gleichzeitig Vor-
schläge zur Verbesserung der Situation
gemacht.
Auszug aus dem Brief :
1. Der Vertrag mit den Herstellerfirmen
ist über die Niedersächsische Landesforstverwaltung abgeschlossen worden. Dazu gibt es eine länderübergreifende Arbeitsgruppe, in der nach
unserer Kenntnis Brandenburg nicht
vertreten ist.
Ein kompetenter Vertreter Brandenburgs als Mitglied der Arbeitsgruppe
ist nachträglich zu benennen.
2. Der Vertrag mit den Herstellern läuft
2007 aus und ist entweder nachzubessern oder es sind andere Hersteller
für einzelne Teile der Kollektion zu
finden.
Folgende Punkte und Vertragsbedingungen sind zu berücksichtigen.
erschienen. Die 2. Auflage wurde grund-
Neue Bücher
legend überarbeitet und ergänzt. Ausgehend von den Arten und Herkünften
Weihnachtsbäume
werden die wirtschaftlichen Aspekte des
Weihnachtsbaummarktes ausführlich
Jürgen Matschke, 2. grundlegende
beleuchtet. Eingehend behandelt wer-
überarbeitete u. starke erweiterte Auf-
den auch die durch umfangreiche For-
lage 2005, 303 S. über 650 Farbab-
schungs- und Versuchsergebnisse er-
bildgn., Format DIN A 4, broschiert,
mittelten Erkenntnisse wie Beeinflus-
Preis 49,90 €; Thalacker Medien, Braun-
sung und Beurteilung von Qualitäten,
schweig, ISBN 3 87815 218 3; www.thal-
Vermeidung von Schadeinflüssen im
acker-medien.de
Zusammenhang mit Umweltfragen, in-
Das Standardwerk für die Weihnachts-
tegrierte
baumproduktion und –vermarktung ist
Baumschule und in der offenen Land-
in einer neuen, aktualisierten Ausgabe
schaft.
Gehölzproduktion
Landesgeschäftsstelle
Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin,
Telefon: (0 30) 40 81 65 70,
Fax: (0 30) 40 81 67 10
E-Mail: Brandenburg-Berlin@BDF-online.de
der
(rh)
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
in
– ein Umtauschrecht ist zu gewähren
– zu prüfen ist, inwieweit die Lieferzeiträume verkürzt werden können
– eine Bestellung über Katalog muss
möglich sein
– der Preis ist erneut zu verhandeln
(natürlich nach unten )
3. Gemeinsam sollte sich der BDF und
Vertreter der Abteilung Forstwirtschaft
und Naturschutz Gedanken machen,
wie die Bedingungen zum Erwerb und
Tragen der Dienstbekleidung für Beschäftigte ohne Dienstbekleidungszuschuss verbessert werden können (z.B.
Schaffung einer kostengünstigen Kollektion oder von preiswerten einzelnen Teilen der Kollektion).
4. Unbekannt ist dem BDF der aktuelle
Stand zur Ausstattung und Einführung
einer einheitlichen Arbeitsschutzbekleidung bzw. Dienstbekleidung für
Waldarbeiter.
Der Landesverband bietet seine Mitarbeit zu diesem Thema ausdrücklich
an.
Der vollständige Inhalt des Briefes ist
den Basisgruppen zur Kenntnis gegeben
worden.
Jander
15
Landesnachrichten
HESSEN
Waldarbeiter – Quo vadis?
Informationsveranstaltungen zum Berufswechsel für Waldarbeiter
Nach den Informationsveranstaltungen
für die der Personalvermittlungsstelle
(PVS) gemeldeten Beamten und Angestellten, die vom BDF-Hessen mitinitiiert
worden waren, wurden nun alle, nicht
nur die der PVS gemeldeten Waldarbeiter
zu insgesamt vier Informationsveranstaltungen zwischen dem 7. 12. und dem 13.
12. 2005 eingeladen.
Das Ergebnis des Personalverlustes bei
Foto: Ristau
„PVS-Halbzeit“ lautet: Über alle Gruppen
ist eine Personalreduzierungsquote von
69,7 % erreicht. Im Bereich der Arbeiter
beträgt die Quote 58,3 %. Der Leiter der
Personalabteilung, Herr Treffenstädt,
richtete an alle Anwesenden den Appell,
zu prüfen, welche Veränderungswünsche
oder mögliche Optionen vorhanden sind.
Über die Option konform der Richtlinie
vom 21. 9. 2005 durch freiwilliges Ausscheiden aus dem Landesdienst eine Abfindung zu erhalten, wurde gesondert
informiert: Sie gilt für Hausmeister, Reinigungskräfte und Waldarbeiter. Die
Laufzeit reicht nur vom 01.01. bis zum 31.
3. 2006. Voraussetzungen sind ein Auflösungsvertrag und die Beendigung des Arbeitsverhältnisses im o.a. Zeitraum. Da
ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zum
Land Hessen bestehen muss, sind „Altersteilzeitler“ nicht anspruchsberechtigt. Die Abfindung wird besteuert. Erworbene Versorgungsansprüche bleiben
erhalten. Im Fall der Arbeitslosigkeit
nach dem Ausscheiden sind beim Ar-
Termine
15. 2. 2006, Rainrod, Gasthof „Kupferschmiede“, mitgliederoffene Vorstandssitzung
4. 4. 2006, Aßlar, Stadthalle, Jahreshauptversammlung 2006
16
beitslosengeld Sperrzeiten zu berücksichtigen.
Nach Einschätzung des BDF-Hessen ist
die Richtlinie nur für diejenigen lohnend, die nach dem Ausscheiden aus
dem Landesdienst anderweitige, reizvolle und begründet gute Berufsaussichten
BDF
haben.
Weiterhin wurde für die Wachpolizei
Nordhessen geworben, bei der noch 26
Dienstposten unbesetzt sind. Aufgabe
der Wachpolizei ist die Entlastung des
Polizeivollzugsdienstes in Bereichen wie
Objektschutz,
Gefangenentransport,
Fußstreife, Polizeigewahrsam, Sicherung
polizeilicher Liegenschaften, erkennungsdienstliche Behandlung und Radarüberwachung.
Im Lauf der Diskussion wurde gefordert, das Ziel, den Unternehmereinsatz
auf 40 % des Arbeitsvolumens zu steigern, nicht überschnell voranzutreiben,
um den eigenen Mitarbeitern Arbeitsplätze zu erhalten. Die fehlende Vergleichbarkeit mit Unternehmern bezüglich Tariftreue, Arbeitsgüte und Einhaltung der Sicherheitsvorgaben wurde kritisch angemerkt. Auch die teuren Umsetzaktionen wurden kritisch angesprochen. Weiterhin wurde die Forderung erhoben, den laufenden Anpassungsprozess von Hessen-Forst mit kleineren
Schritten als bisher voranzutreiben, um
Fehler zu vermeiden.
Auf Nachfrage stellte Herr Treffenstädt
klar, dass für Beschäftigungsverhältnisse
in neuen Tätigkeitsbereichen der Grundsatz der Besitzstandswahrung gelte,
wenn die entsprechende neue Regelvergütung unter dem Forstwirtlohn liege.
Dies schließe die Forstzulage ein.
Bezüglich der geäußerten Ängste vor
möglichen betriebsbedingten Kündigungen nach 2007 sah Herr Treffenstädt keine akute Bedrohung. Er merkte jedoch
an, dass er die dann zu fassenden Beschlüsse der Landesregierung natürlich
noch nicht kenne. Sollten betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen
werden müssen, so habe die Auswahl
der Betroffenen nach einem dann aktuellen Sozialplan zu erfolgen. Die PVSMeldung habe für ein solches Verfahren
keinerlei Bedeutung.
Es wurde klargestellt, dass Mitarbeiter
in zeitlich befristeten PVS-Projekten nach
Projektende in die Stammdienststellen
zurückkehren.
Der BDF-Hessen unterstützt die Forderungen der Mitarbeiter und sieht in der
Erhaltung qualifizierter Arbeitsplätze
eine seiner Kernaufgaben.
Sie sind an aktueller
Information interessiert?
Sie wollen per E-Mail („BDF-Info“) auch als nicht BDF-Mitglied - stets zeitnah und aktuell informiert werden? Sie
waren bereits im Verteiler, aber Ihre Anschrift hat sich geändert? Dann melden
Sie sich bitte beim Vorsitzenden Dr.
Johann (johann.m@bdf-hessen.de) und
geben Ihre aktuelle E-Mail-Adresse bekannt.
BDF-Hessen im Gespräch mit dem Landesbetriebsleiter
Am 9. 12. 2005 trafen sich die Vorstandsmitglieder Dr. Johann, Brell, Brinkmann,
Helberg und Schaaf mit dem Leiter des
Landesbetriebes Hessen-Forst, Herrn
Gerst, sowie mit dem Sachbereichsleiter
der Personalabteilung, Herrn Dr. Rohde,
zu einem informellen Gedankenaustausch. Im Verlauf eines Gesprächs von
etwa 2 1/2 Stunden Dauer wurden Sichtweisen ausgetauscht.
Standpunkte des BDF:
– Die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter
ist seit Einführung der neuen Strukturen mit dem 1. 1. 2005 übergroß; die
Masse der Reviere ist unter Wahrung
der bisherigen Standards nicht mehr
leitbar.
– Bei der Bewältigung von Arbeitsspitzen fehlt meist Unterstützung.
– Bei Ausfällen fehlt häufig eine kom-
V. l. n. r.: Hr. Helberg, Hr. Brinkmann, Dr. Rohde, Hr. Gerst, Dr. Johann, Fr. Brell, Hr. Schaaf.
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
petente Vertretung.
– Die Intensivierung des Berichtswesens
gegenüber den betreuten Waldbesitzern (Kommunen) ist als zusätzliche
Belastung vermehrt festzustellen.
– Erhöhte Einnahmeerwartungen auf
allen Ebenen erschweren die Arbeit.
– Der Betrieb ist mit den „alten Methoden“ nicht mehr beherrschbar. Es fehlen angepasste Regeln für die Betriebsabläufe.
– Die interne Papierflut muss eingedämmt werden.
– Die überstarke Betonung der Wirtschaftlichkeit bezüglich des Umganges
mit dem Wald bedroht den Aspekt der
Daseinsvorsorge. Der kurzfristige wirtschaftliche Erfolg kann vor der Langfristigkeit des Betriebsmittels kein Betriebsziel sein.
– „Überhangäquivalent“ wird als forstliches Unwort des Jahres gesehen, da
es geeignet erscheint, Personen zu
diskreditieren. Der BDF fordert einen
gerechten Umgang mit dem Personal.
Die persönliche Betroffenheit der von
der Umstrukturierung negativ Betroffenen verdient besondere Beachtung
und Respekt.
– Die „Informationspolitik“ der Landes-
17
Landesnachrichten
betriebsleitung nach innen und nach
außen bedarf der dringenden Verbesserung.
– Die Teilbetriebe benötigen größere
Freiheiten bei betrieblichen Entscheidungen.
Im Gespräch geäußerte Standpunkte
der Landesbetriebsleitung waren:
– Die Organisationsänderung ist vollzogen. Die Ablaufprozessorganisation
muss noch weiter angepasst werden.
Überall muss eine Prozessoptimierung
mit Fragen nach der Dringlichkeit sowie der Notwendigkeit erfolgen. Ziel
ist die Vereinfachung betrieblicher Abläufe.
– Der Personalabbau erfolgte schneller
als vorausgesagt.
– Knappe Ressourcen zwingen zu einer
Hinterfragung und ggf. Absenkung der
Standards.
– Im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses wurde eine Vielzahl sozialer
Federungen eingeschaltet. Eine Ausgrenzung des PVS–gemeldeten Personals durch Zentralisierung fand nicht
statt.
– Der Einsatz der Überhangäquivalente
obliegt den Leitern der Teilbetriebe.
Schwierigkeiten hierbei werden behoben.
– Das Arbeitsfeld der Waldbetreuung für
private und kommunale Partner durch
Hessen-Forst erscheint auch nach
2007 gesichert, solange die Kosten in
einem angemessenen Verhältnis zu
den Leistungen und Wirkungen des
Waldes stehen.
– Neueinstellungen, die in den letzten
Jahren in einer Größenordnung von
zwei bis drei Personen / Jahr bei Hessen-Forst realisiert werden konnten,
werden auch künftig nicht mehr zur
Begründung von Beamtenverhältnissen führen.
– Die Regelbeurteilungsrunde Anfang
2006 wird Grundlage nachfolgender
Beförderungsmöglichkeiten in derzeit
noch nicht übersehbarem Umfang
werden. Auch Funktionsbeamte sollen
Beförderungsmöglichkeiten eingeräumt bekommen.
– Die Gewährung von Leistungsprämien
ist derzeit in Hessen kein Thema.
Der Gedankenaustausch fand in einer
gegenseitig aufgeschlossenen, sachlich
ruhigen Atmosphäre statt. Einige Punkte
bedürfen der weiteren Auseinandersetzung. Wir hoffen, dass ähnliche Treffen
zum Nutzen der Mitarbeiter unseres Betriebes weiterhin dazu beitragen können, auch kontroverse Ansichten auszutauschen.
Aktuelles zur Sachschadensregelung
Die Landesbetriebsleitung geht davon
aus, dass in der Kilometerpauschale auch
eine Vollkaskoversicherung enthalten ist
und erstattet daher vorläufig nur maximal eine Selbstbeteiligung von 300 € pro
Schaden. Der BDF-Hessen empfiehlt auf
Grund der noch nicht erfolgten landesweiten Regelung und der gesetzlich geregelten Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
dennoch den gesamten Schaden einzureichen und gegebenenfalls Widerspruch
einzulegen. Auf die Möglichkeit des
Rechtsbeistandes durch den BDF wird
hingewiesen.
Landesgeschäftsstelle
Rolf Steinbrenner, Zur Weitershell 14, 35685
Dillenburg, Telefon: (0 27 71) 3 12 64, Internet:
http://www.BDF-Hessen.de
MECKLENBURG-VORPOMMERN
Start der Landesforst als Anstalt
Silvester 2005 – vielleicht hat manche/r
um Mitternacht auch einen Moment an
die Veränderungen und die Zukunft der
Landesforst gedacht…die Knallerei hat
dann sicher die letzten bösen Geister
vertrieben!?
Nun ist sie also da, die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern nach ihrem langen Weg, der mit dem GMO-Gutachten als 1. Versuch begann. Es folgte
das Forstkonzept 2000, dies erwies sich
jedoch (zu) schnell als „LarvialstadiumX“, aus dem nach nur kurzer „Puppenruhe“ nun mitten im Winter das Imago
„LFoA“ geschlüpft wurde.
Zahlreiche „Häutungshemmer“ waren
18
zu überwinden oder auch einzusetzen,
um den „Kern“ in dieser Metamorphose
zu retten. Mit dem größten „Schock“–
dem Landespersonalkonzept als Frühund sicher auch noch Spätfrost wirkend
– fällt der Start besonders schwer. Ein
dringend nötiger „Reifungsfraß“ für die
Motivation der Belegschaft und zur Stabilisierung des eigenen wie übertragenen Wirkungsraumes ist nicht in Sicht.
Trotzdem wird der Start gelingen (müssen) – das wünschen wir unserer Landesforst und deren fleißigen Mitgliedern,
von denen zahlreiche auch im BDF sind.
Im beruflichen Alltag werden die Änderungen wohl nicht gleich für jede/n zu
BDF
spüren sein, auch wenn die Zeitungen im
Dezember von umfassenden Umbrüchen
berichteten. Konkret wird es zunächst vor
allem für alle, die sich finanziell und buchungsseitig mit Wirtschaftsführung befassen – SAP, KLR, Bilanz und der Dauerbrenner Abies „fix“. Ansonsten werden
weiter B-Pläne bearbeitet, Fördermittel
ausgereicht, Wild verkauft, Waldarbeiter
verlohnt, Touristen geführt, Kinder geschult, Holz geschlagen, Meldungen gemailt nach Malchin und zurück und anderswohin…
Große Aufmerksamkeit, die meisten
Fragen und natürlich auch persönliche
Sorgen nicht nur unserer Mitglieder wer-
den die Umsetzung der Strukturbeschlüsse des Gründungsrates sowie die Stellenbesetzungen mit sich bringen.
Das vergangene Jahr hat neben der
Gesetzesdebatte vor allem hier dem BDF
einiges abverlangt. Für den Vorstand war
es nicht leicht, eine Strategie zu finden
zwischen (noch konstruktivem) Widerstand gegen den finanzpolitischen Rotstift - der das Forstkonzept 2000 in den
drei wesentlichen Punkten Personal,
Struktur und Finanzen aushöhlt - und
andererseits der Beteiligung bzw. Unterstützung von Vorschlägen z. B. der eigenen Verwaltung.
Die für den 1. 1. 2007 beschlossene
Auflösung der Forstämter Neukloster,
Strelitz, Rügen und Pasewalk hat uns
sehr betroffen gemacht, der anstehende
Verlust von Revieren auch. Nach den
maßgeblich externen Vorgaben hat es
letztlich keine Alternative zu diesem bitteren Kelch gegeben, so dass wir die Arbeit des LFG hier zumindest vom methodischen Ansatz her mitgetragen haben.
Alles andere hätte unseren Verband an
den Rand oder gar hinter den Zaun gestellt. Von dort aus wird die Zukunft unserer Landesforst aber auch zukünftig
nicht zu gestalten sein. Berufsverbandsseitige Schmerzgrenzen wollen wir trotzdem auch bzw. erst recht in der neuen
Rechtsform „sprungbereit“ respektieren.
Für die nächsten Monate wird es dem
BDF darum gehen, zunächst mit dafür
Sorge zu tragen, dass die Anstalt in ihrem
Profil keinen falschen Weg einschlägt.
Getreu dem noch immer jungen und
noch immer aktuellen Leitbild der Landesforst bleibt das Dienen für das Gemeinwohl oberste Maxime allen Handelns – gute Einnahmen gehören dazu.
Selbstverständlich wird es auch für öffentlich rechtliche Forstingenieure eine
TOP-Finanzierung
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und Angestelltendarlehen
mit garantiertem Festzins
Herausforderung bleiben, die Wirtschaftlichkeit der Waldnutzung noch weiter zu
verbessern und den neuen Rahmen hier
auszuloten. Ein Blick auf die Zahlen der
beiden letzten Jahre im Forstbetrieb einschließlich der stark ausgebauten
Nebennutzungen sollte uns Mut machen,
aber auch endlich einmal politisch Anerkennung finden.
Jedes Vernachlässigen der öffentlichen
(und privaten) Dienst- bzw. Wohlfahrtsleistungen sollte aber tunlichst auf ganzer Breite unterbleiben. Kartellbeschwerden und Subventionsdebatten über die
Staatsforsten in Deutschland und der EU
zeigen in eine Richtung, der sich auch
die Landesforst M-V kurzfristig stellen
muss. Wer aufmerksam das BDF-aktuell
liest, ist hier richtig informiert.
Verlieben wir uns jetzt etwa „aufs
Neue“ in „unseren“ Waldbau-Holzbetrieb, wäre dies keine Schieflage sondern
der absolut falsche Weg für eine öffentlich getragene Landesforst.
Vor diesem Hintergrund erwartet der
BDF auch eine gute Personalentscheidung bei der Besetzung des Vorstandspostens. Mit einem (reinen) Forstkaufmann oder natürlich auch Forstfrau wäre
dem Land und seiner Landesforst nicht
umfassend gedient. Bilanzrecht, SAP,
Doppik alles gut und wichtig...Taschenrechner und Bleistifte sind vorhanden,
PCs sollen noch mehr kommen...
Was wir aber dringend brauchen, ist
auch ein neuartiger forstpolitischer Aufbruch, der in die breite Gesellschaft ausstrahlt. Hier wird vor allem ein Signal
durch die neue Spitze erwartet!
Sägeholz und IS werden durch Waldarbeiter und Revierförster auch künftig
an den Waldweg gebracht – dafür ist bereits heute professionell gesorgt.
Auch für den internen Schub wird
neuer „Dampf“ erforderlich sein, die
zweite große Herausforderung für den
Anstaltvorstand.
Einbringen wollen wir uns auch in die
„Personalentwicklung“. Die Fragen zur
Stellenbesetzung und zum Überhang
sind noch vielfältig und groß, auch wenn
ein Rahmenpapier zur Umsetzung des
Personalkonzeptes für das PeM existiert.
Zufallsähnlich wird es zu ungeliebten,
inzwischen aber auch nicht mehr immer
überraschenden
Auflösungen
von
Dienstposten/Aufgaben kommen, mit
denen sich eben auch Kolleginnen und
Kollegen verbinden.
Überhang ist ein hässliches Wort,
nicht nur für Forstleute. Gebraucht wird
jeder, vielmehr wären Neueinstellungen
wichtig... Die Stellenrechnerei stimmt
zunächst zuversichtlich, dass bei den Angestellten und Beamten in überschaubarer (akzeptabler?) Zeit jede/r wieder eine
forstliche Kernstelle bekommt. Mit
rechtsverbindlicher Nachbesetzungsfestlegung sollte zudem vielen eine Perspektive gegeben werden können. Für ältere
Kollegen sollte über Sonderregelungen
nachgedacht werden, damit kurz vor
Ende des Berufslebens „unschöne“ Fälle
vermieden werden können.
Den „freien Zugriff“ des PeM auf unsere Kollegen für andere Aufgaben des
Landes sehen wir skeptisch und halten
dies von vielleicht persönlichen Einzel-
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BDF
BDF-Aktuell 2/2006
19
Landesnachrichten
fällen abgesehen für wenig sinnvoll. Die
Versuche anderer Länder sollten allen
Warnung genug sein, hier Behutsamkeit
walten zu lassen. Forstlich sinnvolle Projekte für die „Übergangszeit“ sollten sich
finden lassen, wenn sich die Verantwortlichen des PeM verantwortlich verhalten.
Wir wollen uns in diesem Prozess für
eine größtmögliche Selbstständigkeit der
Landesforst einsetzen.
Die Politik hat sich mit der Gründung
der Anstalt zumindest ein Stück von der
unmittelbaren Verantwortung zurückgezogen, auch wenn das Parlament entgegen ursprünglicher Planungen der Exekutive nun auch im Verwaltungsrat „sitzt“.
Der BDF wird sich dennoch umso mehr in
den Regionen wie zentral an politischen
Prozessen beteiligen, damit der Wald und
die Leistungen seiner Forstleute gefragt,
gut angeboten und politisch anerkannt
werden. Wir bleiben gespannt und aufmerksam, fordern aber auch alle Mitglieder auf, sich mit ihren Fragen, Meinun-
gen und Vorschlägen an die Geschäftsstelle zu melden. Apropos melden: Gern
nehmen wir auch Artikelentwürfe für die
Verbandszeitschrift entgegen. Hier können wir sicher zulegen, auch wenn nicht
jeden Monat zwingend eine Seite „gefüllt“ werden muss.
Die Landesleitung
Landesgeschäftsstelle
Gleviner Burg 1, 17273 Güstrow, Telefon:
(0 38 43) 85 53 32, Fax: (0 38 43) 85 53 34,
E-Mail: bdf-m/v@web.de
NIEDERSACHSEN
Studenten bei Hackschnitzeln und Holzböcken
Am 28. Oktober machten sich Mitglieder
der Studentengruppe Göttingen bei herrlichem Wetter auf, das Sägewerk Kühne
in Adelebsen zu besichtigen. Der Einblick
in den Produktionsprozess öffnete so
manchem Forststudenten die Augen.
„Nicht zu gebrauchen!“ äußert sich mit
leichtem Schmunzeln unser Führer Herr
Bussemeier. Wir stehen vor ein paar Paletten mit ausgemusterten Fichtenbalken. Was er meint ist klar: ein Balken ist
von Bockkäfern buchstäblich zerlöchert
worden. Doch so etwas kommt vor, bei
einem Einschnitt von ca. 750.000 fm Nadelholz im Jahr kann nicht jeder Stamm
vorher genau inspiziert werden.
Die Logistik
Der größte Teil der Ware wird ohnehin
nicht von den eigenen Käufern geprüft,
sondern von Händlern aus verschiedenen
Bundesländern erworben. Per Bahn wird
das Rundholz direkt ins Werk gefahren.
Nicht auszudenken, würde die Bahn die
Trasse aus Kostengründen schließen.
Dann bliebe nur noch der z. T. teurere
Transport mit Lkws. Wichtige Exportkontrakte, vor allem mit den USA, könnten
dann nicht mehr verlängert werden. Mit
katastrophalen Folgen für das ohnehin
schon angeschlagene Sägewerk. Mit
750.000 fm zählt es zwar zu den größten
Nadelholzsägewerken in Deutschland, im
weltweiten Vergleich ist es aber eher ein
kleiner Fisch. Da kann sich die Sprunghaftigkeit des internationalen Schnittholzmarktes hart auswirken. Dabei
macht das Sägewerk einen sehr vitalen
Eindruck. Getrennt in Stark- und
Schwachholzeinschnitt wird Massenware
wie Einzelbestellung gleichermaßen effektiv eingeschnitten.
Thermische Verwertung der Rinde
Die beim Schälen des Rundholzes anfallende Rinde wird dabei gleich in einer
Polizenith-Anlage fast rückstandsfrei
Einladung Bezirksverband
Lüneburg
Das Sägewerk Kühne in Adelebsen benötigt jährlich rund 750000 Fm Fichtenholz.
20
BDF
„Grüner Abend“ des Bezirksverbandes Lüneburg am 11. 2. 2006,
20.00 Uhr, im Hotel Rieckmann in
Bispingen.
verbrannt. Mit der entstehenden Abwärme können die nagelneuen Trocknungskammern betrieben werden. Gerne würde die Firma auch ein Holzenergiekraftwerk zur Stromerzeugung in Betrieb nehmen und es mit Hackschnitzeln betreiben. Diese fallen ja ohnehin an, bei den
Profilzerspanern in der Sägehalle. Bisher
werden sie noch an andere Abnehmer
verkauft, weil es an Kapital für diese Investition fehlt. Da erscheint ein zerfressener Fichtenbalken als ein erleichternd
kleines Problem.
Produkt den Käuferanforderungen genügt, oder als unbrauchbar ausscheidet.
Was sich im Stamm verbirgt, kann man
vorher nicht immer sehen, das ist klar.
Unser Fazit
Die Teilnehmer der Sägewerksbesichtigung vor der
Burg Adelebsen.
Die Bearbeitungsschritte im Werk
Der Balken hat bis hierhin einen weiten
Weg gemacht. Über die Entrindungsmaschine und die Vermessungsanlage ging
es zur Kappmaschine, an der die Stämme
zu Teilstücken zersägt werden. Online
geht es dann gleich weiter in die Säge-
halle, wo eine endlos scheinende, lärmende Kette von Spanern und Kreissägen
das Rundholzstück in die von einem
Computer berechnete optimale Form
bringt. Spätestens jetzt zeigt sich, ob das
Nach dem Abschied von Herrn Bussemeier verließen wir die Produktionsstätten und kehrten in einer gemütlichen
Gaststätte ein. Im Anschluss besichtigten
wir noch die herrschaftlich über der Stadt
thronende Burg Adelebsen. Für genügend Gesprächsstoff war gesorgt und wir
alle nahmen viele schöne Eindrücke mit
nach Hause.
S. Paczkowski
Landesgeschäftsstelle
Niederhaverbeck 14, 29646 Bispingen, Telefon (0 51 98) 98 96 94, Telefax (0 51 98) 98
96 92, E-Mail: BDF.Niedersachsen@t-online.de, Internet: www.bdf-niedersachsen.de
NORDRHEIN-WESTFALEN
Aktionstag – Informieren statt demonstrieren
Forstleute besuchten ihre Abgeordneten
im Landtag
Unter dem Motto „Kaputtsparen gefährdet
nachhaltige Waldpflege und Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“ veranstalteten BDF und IG B.A.U. am 19. Januar
2006 einen gemeinsamen Aktionstag im
Landtag zu Düsseldorf.
Fünfzig Forstleute setzten sich keine
Käppis auf, schwangen keine Plakate und
veranstalteten auch kein Trillerpfeifenkonzert, sondern informierten in vielen
Einzelgesprächen Landtagsabgeordnete
aller Parteien über die Gefahren der einseitigen Suche nach Einsparpotentialen.
Zugleich warben sie für die Erhaltung der
Einheitsfortverwaltung und dafür, dem
zum 01. Januar 2005 gegründeten Landesbetrieb Wald und Holz die Chance
einzuräumen, sich selbst auf der Grundlage seriöser „Zahlen-Daten-Fakten“ in
eine kontinuierliche Verbesserung der
Betriebsergebnisse zu begeben. Der BDF
forderte in den Gesprächen mit den Abgeordneten, im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses eine Aufgabenkritik durchzuführen und ein Personalentwicklungskonzept zu erarbeiten.
Außerdem müsse, so der BDF, der Kundenwille ermittelt und in die Überlegungen von Verwaltungsstrukturreformen
einbezogen werden.
Für einen Teil der Forstleute war der
Aktionstag ihr erster Besuch des Landtages. Entsprechend groß war der Respekt
vor dem hohen Hause. Doch die Abgeordneten aller Fraktionen machten es
den Forstleuten leicht und stellten sich
unkompliziert und aufgeschlossen für
Gespräche zur Verfügung. Die Vorsitzende
des Landtagsausschusses für Umwelt und
Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Marie-Luise Fasse ( MdL)
begrüßte die Forstleute im Landtag. Sie
unterstrich die Notwendigkeit einer
funktionierenden Einheitsforstverwaltung. Marie-Luise Fasse humorvoll: „Ich
freue mich immer wieder, wenn mir im
Wald ein grünes Männchen begegnet.“
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Tel. 0800/1000 500
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
21
Landesnachrichten
Öffentlicher Landesverbandstag 2006
Zukünftige Betreuung des nichtstaatlichen Waldbesitzes
von links nach rechts: Bernhard Dierdorf, MdL Helmut Stahl, Fraktionsvorsitznder des CDU, Horst Heicappel. Der CDU-Frakltionsvorsitzende ließ sich vom
BDF über die aktuelle Situation in der Forstwirtschaft umfassend informieren.
Ein kurzes Fazit aus den Einzelgesprächen
Der vorauseilende Gehorsam von einigen
Führungsverantwortlichen in bezug auf
die schwebenden Wettbewerbsverfahren
sei ursächlich für die aktuelle Forstreform. Dies trotz der Erkenntnis, dass die
Landesforstverwaltung – so ein Abgeordneter wörtlich – ausgelutscht sei. Der
Wald als Baustein für die Lebensqualität
der Menschen müsse gepflegt werden.
Die Forstwirtschaft als Energieversorger
müsse weiterhin gefördert werden. Bei
einer Schuldenlast von 116 Milliarden Euro
des Landes müsse auch die Forstverwaltung einen Sparbeitrag leisten. Die Landesregierung benötige dringend Gestaltungsspielräume. Es geht im wesentlichen um das Ziel der bezahlbaren Verwaltung.
Der Aktionstag war richtig und wichtig.
Der BDF wird bis zum Abschluss der Haushaltsberatung seine Informationsarbeit in
Richtung Landtag intensivieren und seine
Beiträge für die Erhaltung der Einheitsforstverwaltung und damit für die Erhal-
Der BDF Landesverband NRW wird am 17. März 2006 in Hagen einen öffentlichen
Landesverbandstag veranstalten, der sich mit der zukünftigen Betreuung des
nichtstaatlichen Waldbesitzes durch die Landesforstverwaltung auseinandersetzen wird. Rund 110 Mia. Euro Schulden zwingen das Land Nordrhein-Westfalen zu einem konsequenten Sparkurs. Davon wird auch der im Jahr 2005 gegründete Landesbetrieb Wald und Holz NRW nicht ausgenommen.
Die Landesregierung denkt laut über die Umwandlung der bisherigen indirekten Förderung der „Tätigen Mithilfe“ in eine direkte Förderung für den nichtstaatlichen Waldbesitz nach. Welche Konsequenzen eine solche Entscheidung
insbesondere für den Kleinprivatwaldbesitz haben wird muss ernsthaft erörtert
werden. Die beim Bundeskartellamt anhängigen Wettbewerbsbeschwerden
zur Rundholzvermarktung durch staatliche Forstbetriebe und zu den „Dumpingpreisen“ im forstlichen Dienstleistungsbereich werden zu Veränderungen
im Geschäftsfeld Dienstleistungen führen. Trotz der sich ständig verschlechternden Rahmenbedingungen ist der Landesbetrieb Wald und Holz zu
einem wirtschaftlichen Erfolg verpflichtet. Eine Unternehmensberatung ist mit
einem Gutachten über die Verbesserung der Einnahmemöglichkeiten für den
Landesbetrieb beauftragt und unter dem Vorsitz von Staatssekretär Dr.
Alexander Schink soll eine Arbeitsgruppe ein Konzept für die Weiterentwicklung
des Landesbetriebes entwickeln. Und über allen Bemühungen schwebt wie das
Damoklesschwert die große Verwaltungsstrukturreform über dem Landesbetrieb.
Programm
Der öffentliche Landesverbandstag soll mit folgendem Programm zur Klärung
der dringensten Fragen beitragen:
Begrüßung: Bernhard Dierdorf, Landesvorsitzender
Grußworte: Peter Demnitz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen
MdL Marie-Luise Fasse, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landestages von NordrheinWestfalen
Andrè Jander, Vorsitzender des BDF-Landesverband Brandenburg/ Berlin zum
Thema: „Erfahrungen im Land Brandenburg“
Vorträge: MdL Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Frank-D. Reh, Bundeskartellamt
Dietrich Graf von Nesselrode, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW e. V.
Podiumsdiskussion:
MDL Clemens Pick, CDU
MdL Jürgen Unruhe, SPD
MdL Holger Ellerbrock, F.D.P.
MdL Johannes Remmel, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Moderation: Hans Jacobs, BDF – Landesvorsitzender Schleswig-Holstein
Tagungsort: Ratssaal des Rathauses an der Volme der Stadt Hagen i. W.
Zeit: 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr Einlass: 9.00 Uhr.
Alle Forstleute sind sehr herzlich zum Landesverbandstag 2006 eingeladen.
Fortsetzung siehe Seite 23.
22
BDF
tung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen steigern. Dass Solidarität unter Forstleuten funktioniert ist ein erfreuliches Ergebnis dieses Aktionstages. Dafür mein
aufrichtiges und herzliches Dankeschön
an alle Forstleute, die an dieser Aktion
teilgenommen haben.
bd
Landesgeschäftsstelle
Von links nach rechts: Bernhard Dierdorf, MdL Marie-Luise Fasse, Ausschussvorsitzende, Horst Heicappel.
Tonnenheider Straße 21, 32339 EspelkampFrotheim, Telefon: (0 57 43) 93 10 73,
Fax: (0 57 43) 93 08 71,
E-Mail: bernhard.dierdorf@t-online.de
RHEINL AND-PFALZ
Konzept der technischen Produktion
In dem Reformpaket „Landesforsten zukunftsfähige Strukturen“ wurde durch
den Ministerrat unter anderem auch das
„Konzept der technischen Produktion“
(TPL-Konzept) beschlossen.
In zahlreichen Diskussionen hat sich
der BDF seither mit dem TPL-Konzept
auseinander gesetzt. In seiner Sitzung
am 8. Oktober 2004 hat der BDF-Landesbeirat folgende Beschlüsse gefasst:
„1. Der BDF führt die weitere Diskussion zur TPL-Konzeption konstruktiv und
bringt sich in die Ausgestaltung der Entwicklung der Arbeitsorganisation auf örtlicher Ebene intensiver ein.
2. Der BDF weist deutlich auf die
Schwierigkeiten bei einer landesweiten
Einführung des TPL-Konzeptes, insbe-
sondere in Regionen mit hohem Kommunal- und Privatwaldanteil hin. Es soll
kein finanzieller Umsetzungsdruck auf
die Waldbesitzer ausgeübt werden.
3. Hinsichtlich der weiteren Umsetzungsschritte soll der BDF auf rechtzeitige und zeitnahe Information durch die
Verwaltung drängen.“
Auf der Grundlage dieser Beschlüsse
begleitet der BDF-Landesverband das
„Konzept der technischen Produktion“
seitdem kritisch, aber konstruktiv.
Wir sind konstruktiv!
Wir sind kritisch!
Für das TPL-Konzept rheinland-pfälzischer Prägung gibt es keine Erfahrungswerte.
Ein bewährtes System, nämlich das
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
des Generalisten im Forstrevier, wird völlig verändert. Zuständigkeit und Verantwortung werden geteilt, zusätzliche
Schnittstellen werden geschaffen.
Zu Recht fragen sich da die überaus
engagierten Forstleute: „Kann das neue
System zu einem nachhaltigen Erfolg
führen? Wie kann ein solches Konzept im
klein strukturierten Kommunalwald
funktionieren?“ (vgl. BDF INFO 1/04 und
2/04)
Der Berufsverband hat immer betont,
dass er sich nicht gegen notwendige und
sinnvolle Veränderungen stellt. Schon
frühzeitig haben wir eigene Konzepte zur
Weiterentwicklung des Reviersystems er-
23
Landesnachrichten
arbeitet. (vgl. BDF INFO 5/02) Eine weitgehende Funktionalisierung von Aufgaben
haben wir nicht als ausschließlich zielführend erachtet.
Mit dem TPL-Konzept hat sich Landesforsten auf einen Reformweg festgelegt.
Angesichts des wirtschaftlichen und politischen Drucks, unter dem Forstverwaltungen bundesweit stehen, muss dieser
Weg nun zum Erfolg führen.
Der BDF muss zur Kenntnis nehmen,
dass die Eckpunkte des TPL-Konzeptes
feststehen.
Gleichzeitig erkennen wir aber auch
die Gestaltungsspielräume innerhalb
dieses Rahmens.
Im Interesse unserer Mitglieder wollen
wir an einer sinnvollen Ausgestaltung
mitwirken.
Unser Augenmerk gilt aber auch dem
Gesamtbetrieb Landesforsten. Im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern
sind die bisherigen Reformschritte
äußerst sozialverträglich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie konstruktiv für den Erhalt des Gemeinschaftsforstamtes gestaltet worden.
Diesen Weg der Sozialverträglichkeit
und dem Erhalt des Gemeinschaftsforstamtes mit seinen Forstrevieren wollen
wir mitgehen.
Der BDF begleitet die Einführung des
TPL-Konzeptes.
Sowohl als Berufsverband, als auch
durch seine Präsenz im Bezirkspersonalrat ist der BDF in die Gestaltung der TPLKonzeption eingebunden.
Unsere Ansätze:
Ein Forstamt wird nicht von heute auf
morgen zum TPL-Forstamt.
Der Weg dorthin ist eine Entwicklung,
die sich in ihrer Geschwindigkeit und ihren Schritten nach den örtlichen Strukturen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern richten muss.
Sofern sich herausstellt, dass das TPLKonzept strukturelle Fehler enthält, muss
nach entsprechender Evaluierung nachgebessert werden.
Mit der Einführung des TPL Konzeptes
ändert sich das Berufsbild unter anderem
des Revierleiters gravierend. Mit einer
Diskussion um unsere forstlichen Berufsbilder wollen wir neue Orientierungen
erarbeiten.
Die betroffenen Revierleiterinnen und
Revierleiter müssen stärker in die Einführung des TPL-Konzeptes eingebunden
werden.
Für die Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister bedeuten die neuen
Strukturen Mehrverantwortung und größere Handlungsspielräume. Die Arbeit in
teilautonomen Gruppen entspricht der
Qualifikation des Berufes. Das ist zu begrüßen!
Mit dem TPL-Konzept verbinden je-
doch auch die Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister Unsicherheiten und Ängste. Was bringt die Herauslösung aus dem
bekannten Revier? Bin ich den steigenden Herausforderungen gewachsen? Wie
arbeite ich in der teilautonomen Gruppe?
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit
dem TPL und TPA? Hier muss vor allem
durch frühzeitige Information auch der
Forstwirte in „Nicht-TPL-Forstämtern“
Abhilfe geschaffen werden.
Das TPL-Konzept organisiert interne
Arbeitsabläufe im Forstbetrieb. Es eignet
sich nicht zur Diskussion im politischen
Raum.
Unsicherheiten und Ängste sind
schlechte Ratgeber und führen leicht zu
Fehlinterpretationen.
An der Schnittstelle zu den Waldbesitzern müssen alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Landesforsten jedoch sicher und überzeugend argumentieren. Es
ergibt sich ansonsten ein Negativbild, das
uns allen schadet.
Der BDF fordert daher die Entwicklung
einer innerbetrieblichen Informationsund Diskussionskultur. Dazu benötigen
wir unter anderem die schnelle Einbindung der Forstreviere in das Kommunikationsnetz von Landesforsten. Wir müssen
lernen, intern zu diskutieren und mit
gleichen Zielen nach außen geschlossen
aufzutreten.
Neuer Jahrgang
Gespräch mit Forstreferendaren
Auf Einladung des BDF Rheinland-Pfalz
fand Ende November in Hachenburg ein
Gespräch der neun Forstreferendare des
jüngeren Jahrgangs mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Jürgen Thielen statt. Gesprächsthemen waren die
bisherige Ausbildung, die Berufs- und
Einstellungschancen, sowie aktuelle Themen wie z.B. der Meinungsaustausch mit
dem Gemeinde- und Städtebund. Wie
fast immer ist bei den jungen Kollegen
ein sehr offener und (auch zeitlich) intensiver Meinungsaustausch möglich. So
24
wurde auch die Vorgehensweise des BDF
kritisch gewürdigt, über konstruktive Gespräche anstelle extrem kritischer oder
ablehnender Positionen und Papiere
Verbesserungen für die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter (inkl. dem unbedingt
notwendigen Nachwuchs) zu erzielen.
Der vom Ministerrat zugesagte Einstellungskorridor von ein bis zwei Personen
je Jahr im höheren Dienst wurde begrüßt, wobei bei den Berufschancen
außerhalb der klassischen Betätigungsfelder natürlich keine große Zufrieden-
BDF
heit herrschen kann. Mit der bisherigen
Ausbildung im Bereich der Forsteinrichtung zeigten sich die Referendare sehr
zufrieden, im verwaltungsmäßigen Ablauf konnten einige Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Jürgen Thielen
Landesvorsitzender
Hans-Peter Schimpgen, Postfach 1407,
54464 Bernkastel-Kues, Telefon: (06531) 4821
(p), Fax: (06531) 971546 (p)
E-Mail: BDF.Rheinland-Pfalz@t-online.de
Internet: http://www.bdf-rlp.de
„Was wir von den Bäumen lernen können“
Exkursion ins Institut für Materialforschung des Forschungszentrums Karlsruhe
Am 2. März 2006 führt die Exkursion in
das Institut für Materialforschung des
Forschungszentrum Karlsruhe. Professor
Dr. Mattheck, Inhaber des Deutschen
Umweltpreises 2003, wird eine Einführung in sein Tätigkeitsfeld geben:
- „Der Baum als Lehrmeister“ - Übertragung von Erkenntnissen aus der
Physiologie des Holzes in die industrielle Anwendung
- Entwicklung und Aufbau des Visual
Tree Assessment für die Baumdiagnose
(VTA-Methode)
- praktische Beispiele für die Anwendung der VTA-Methode, z.B. im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht
Für den Nachmittag ist eine Stadtführung in Neustadt an der Weinstraße so-
wie ein kurzer Besuch der Zentralstelle
der Forstverwaltung vorgesehen.
Programm:
7.00 Uhr: Abfahrt in Koblenz, Parkplatz
an der Oberwerther Halle
7.40 Uhr: Zustiegsmöglichkeit
Autobahnausfahrt Rheinböllen, Autohof
8.00 Uhr: Zustiegsmöglichkeit
Autobahnausfahrt
Gau-Bickelheim,
Autohof
8.45 Uhr: Zustiegsmöglichkeit
Neustadt a. d. Weinstraße, Bushaltestelle am Globus
9.45 - 12.15 Uhr: Besuch des Forschungszentrums,
anschließend Mittagessen im Forschungszentrum
13.30 Uhr: Weiterfahrt nach Neustadt
17.30 Uhr: Abfahrt Neustadt (Heimfahrt)
Die Berücksichtigung der Anmeldung
erfolgt nach Eingang. Sie ist erst verbind-
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
lich nach Überweisung der Teilnahmegebühr von 10,- Euro für Mitglieder des BDF
und 20,- Euro für Nichtmitglieder. Dieser
Betrag beinhaltet die Busreise und die
Stadtführung.
Der Betrag ist unter Angabe des Verwendungszweckes (Exkursion Karlsruhe
und Name des Teilnehmers/der Teilnehmerin) auf folgendes Konto zu überweisen:
Raiffeisen- und Volksbank Dahn,
BLZ: 542 912 00, Konto Nr.: 343 455.
Für weitere Informationen und zur
Anmeldung erreichen Sie uns unter folgender Adresse:
Ralf Konwinski (Landesjugendsprecher)
BDF-Landesverband Rheinland-Pfalz
76872 Winden, Gänsbuckel 7
Tel. dienstl.: 06321/99-2563
Fax dienstl.: 06321/99-3-2563
E-Mail: Ralf.Konwinski@wald-rlp.de
25
Landesnachrichten
SAARLAND
Jahreshauptversammlung 2006
Eingeladen hatte der Vorstand in das
Umwelt- und Freizeitzentrum „Finkenrech“ bei Dirmingen. Die Appelle an die
Mitglieder im Vorfeld der Jahreshauptversammlung haben in diesem Jahr
Früchte getragen, konnte Landesvorsitzender Jörg Thielmann doch 40 Kollegen,
dies entspricht mehr als einem Drittel
der Mitglieder des BDF Saar, im „Finkenrech“ begrüßen.
Im Einladungsschreiben hatte Jörg Thielmann die Notwendigkeit einer offenen
und ehrlichen Analyse der Arbeit des
BDF-Vorstandes während der Phase der
Umorganisation des SaarForst Landesbetriebes eingefordert. Vor diesem Hintergrund hatte der Vorstand beschlossen, in
diesem Jahr weder Vertreter der politischen Fraktionen noch aus dem Ministerium für Umwelt einzuladen, um einer
offenen und ehrlichen Diskussion Raum
zu geben. Außerdem wollte der BDF mit
dem Nichteinladen ein klares Zeichen als
Reaktion auf politische Verlässlichkeiten
während des Reformprozesses setzen.
Als einzigen, aber sehr willkommenen
Gast begrüßte Jörg Thielmann Ewald Linn
vom „dbb beamtenbund und tarifunion
Saar“, der auch die Grüße des dbb Landesvorstandes überbrachte.
Thielmann dankte dem dbb beamtenbund und tarifunion, dessen Landesvor-
stand für die „BDFler“ stets mit fachlichem Rat ein gesuchter Gesprächspartner
war.
Ewald Linn informierte umfassend
über die zu erwartenden Kürzungen im
Haushalt 2006 bei den Sonderzuwendungen, die zu erwartenden Entwicklungen für den öffentlichen Dienst nach Bildung der großen Koalition in Berlin sowie die Aussichten hinsichtlich Entwicklung eines neuen und zeitangepassten
Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst.
Die Stimmungslage wird durch das vom
dbb beamtenbund und tarifunion vorgestellte Plakat mit den Schlagworten
„Schöne Bescherung“ – Arbeitszeit rauf,
Weihnachtsgeld weg, Gerechtigkeit
futsch! – Nein danke! Ihr öffentlicher
Dienst – bestens zum Ausdruck gebracht.
Jörg Thielmann zeigte anschließend in
seinem Bericht des 1. Vorsitzenden die
umfangreichen Aktivitäten des Vorstandes seit der ersten Vorstellung der geplanten Strukturreform im Februar 2005
sowohl absolut als auch in Form einer
Selbstreflexion der Vorstandsarbeit auf.
Der Entscheidung, diese Strukturreform
kritisch konstruktiv zu begleiten oder
pauschal abzulehnen, wurde ein intensiver Prozess der Meinungsbildung im
Vorstand, die Einbeziehung der Einschätzung von Mitgliedern außerhalb des Vor-
Ewald Linn beim Vortrag
26
BDF
standes sowie die Suche nach möglichen
Verbündeten vorgeschaltet. Das Ergebnis
dieses demokratischen Prozesses war die
Linie des Vorstandes, die geplante Strukturreform kritisch konstruktiv zu begleiten und ständig im Dialog zu bleiben, um
sich alle Möglichkeiten einer aktiven Mitgestaltung zu erhalten. Heute wissen wir,
dass das Ergebnis dieser ausgesprochen
aufreibenden Arbeit als sehr bescheiden
einzuwerten ist. Der Vorstand muss sich
daher die Frage gefallen lassen, ob durch
die Strategie einer pauschalen Ablehnung und durch Herstellung von mehr
Öffentlichkeit über die Medien eine wirksamere Unterstützung im Bestreben, an
den Eckpfeilern dieser Strukturreform etwas bewegen zu können, zu erreichen
gewesen wäre. Aus der Versammlung gab
es mehrere Beiträge, welche die Nichteinbeziehung der Medien als Kardinalfehler bezeichneten. Die besonderen Erschwernisse für eine erfolgreiche Vorstandsarbeit fasste Thielmann in den folgenden 6 Eckpunkten zusammen:
1. Sowohl die Politiker im Ministerium
für Umwelt als auch die Betriebsleitung
von SaarForst wollten diese Strukturreform.
2. Teile der Belegschaft wollten/akzeptierten diese Strukturreform.
3. Zeitgleich zu der Strukturreform bei
Internet
Liebe Leser,
für den unter
www.BDF-online.de
eingerichteten und geschützten
Mitgliederbereich lautet das Passwort für diesen Monat „winter”.
Ines v. Keller
Interessierte Zuhörer im „Finkenrech“
SaarForst war das Interesse der Öffentlichkeit im Saarland in erster Linie auf die
umfassende Grundschulreform sowie die
Einspardebatte beim Theater des Saarlandes in Saarbrücken ausgerichtet.
4. Diese Strukturreform erfolgte im
Stimmungsrahmen des bundesweiten
Trends zum „Kahlschlag“ in den Landesforstverwaltungen.
5. Der Boden für die allgemeine Schadenfreude, wenn der öffentliche Dienst
„mal wieder dran ist“, scheint bestens
bestellt.
6. Klassische Lobbyisten einer Waldbewirtschaftung sind nur schwer zu mobilisieren.
In diesem Zusammenhang zeigte
Thielmann an Hand einer Grafik die als
dramatisch zu wertenden Personalreduzierungen im Forstbereich als Folge ständiger Reformvorhaben seit 1994 auf.
(siehe Seite 26).
Die Zahlen unter 2005/1 zeigen den
Personalstand vor Eintritt in die Strukturrefom, die unter 2005/2 nach Umsetzung
derselben, während der Personalanstieg
unter 2005/3 die aus dem Personal Service Center (PSC) im SFL beschäftigten Mitarbeiter mit berücksichtigt.
„Welche Aufgaben kommen auf uns
zu?“, diese Fragestellung gilt es für den
Vorstand, möglichst eng im Dialog mit
den Mitgliedern zu bearbeiten und mögliche Strategien zu entwickeln. Wenn ein
fairer Umgang miteinander nicht fruchtet, dann ist nach Einschätzung der
Mehrheit der Mitglieder der einzige verbleibende Hebel etwas zu bewegen, konsequent über die Medien den Weg in die
Öffentlichkeit zu suchen. Sicher wird der
BDF auch in der Zukunft die weitere Umsetzung dieser Strukturreform begleiten,
doch gilt es die Schwachstellen und Fehlentwicklungen schonungslos aufzuzeigen
und öffentlich zu machen.
Die Beantwortung der spannenden
Frage „Wie geht es weiter mit dem BDF
Saar?“ muss vor der Tatsache gesehen
werden, dass 2006 Vorstandsneuwahlen
anstehen und einige Schlüsselpositionen
wie Landesvorsitzender und Schriftführer/Landesschriftleiter neu zu besetzen
sind. Um diese Fragen intensiv und ohne
Zeitdruck diskutieren zu können beschloss die Versammlung, im Frühjahr
2006 eine außerordentliche Mitgliederversammlung der für Mitte des Jahres
2006 anstehenden Jahreshauptversammlung vorzuschalten. Abschließend
darf noch bemerkt werden, dass dem
Schatzmeister des BDF, Bernd Bard, eine
ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt und einstimmig bei eigener
Enthaltung Entlastung erteilt wurde.
W.M.
Landesvorsitzender
Jörg Thielmann, Am Franzenbach 26, 66663
Merzing-Brotdorf, Telefon (0 68 61) 91 27 84 (d)
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Landesforstverwaltung vor Änderung der Rechtsform?
Noch im Sommer diesen Jahres hatte Minister von Boetticher den bisherigen Reformbestrebungen der Landesforstverwaltung Respekt gezollt und die Meinung
vertreten, dass auch im Rahmen einer
Verwaltungsstrukturreform die Forstverwaltung nicht vorrangig betroffen sein
werde.
Parallel dazu hat das Kabinett ab Juli
eine für alle Ministerien geltende Aufgabenkritik in Gang gesetzt. Im Bereich der
Forstverwaltung wurde eine Arbeitsgrup-
pe unter Leitung der Abteilungsleiterin
Frau Brahms gegründet. Ziel ist die Bewertung aller Aufgaben nach folgender
Priorisierung: Wegfall der Aufgabe; Kommunalisierung; Verbleib als Landesaufgabe.
Die Arbeitsgruppe tagte zwei Mal, die
Mitglieder hatten jeweils einzelne Bereiche des Aufgabenspektrums zu bearbeiten. Die Ergebnisse wurden zusammengetragen, ohne jedoch eine Abstimmung
innerhalb der Mitglieder herbeizuführen.
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
Diese „Ergebnisse“ wurden dann durch
die Abteilungsleiterin dem Staatssekretär
Herrn Rabius vorgestellt. Die dort festgelegten Vorschläge zur Vorlage bei der
interministeriellen AG unter Leitung von
Herrn Staatsekretär Schlie wurden den
Arbeitsgruppenmitgliedern nicht mitgeteilt, in Teilen waren diese vorher nicht
einmal Inhalt der Gespräche und Vorschläge der Arbeitsgruppe.
Der Landesvorstand hat in einem Telefonat mit dem Staatssekretär Herrn Ra-
27
Landesnachrichten
bius dieses wenig partizipative Verhalten
kritisiert, und gefordert, dass alle Beteiligten umgehend informiert werden.
Auch verfestigte sich auf Seiten des BDF
die Ansicht, dass bereits Entscheidungen
gefallen wären und die Arbeitsgruppenarbeit daher keinerlei Relevanz mehr
hätte. Der Staatssekretär betonte jedoch,
dass noch keine Entscheidungen gefallen
wären, man sich nur in mehrere Richtungen hin informiere. So wäre auch das
Treffen mit dem ehemaligen Abteilungsleiter Forsten der Niedersächsischen Landesforstverwaltung, Gerd Janssen nur informell zu verstehen. Hierbei ging es insbesondere um die Gründe, welche zur
Bildung der Anstalt öffentliches Rechts für
die Niedersächsische LFV führten.
Dem BDF wurde für den 9.12. ein Gesprächstermin angeboten, an dem der
Staatssekretär über die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Aufgabenkritik“ informieren wolle.
Die Überlegungen zur Überführung der
Landesforstverwaltung in eine Anstalt öffentlichen Rechts scheinen jedoch sehr
konkret zu sein, zumal eine Abtrennung
der Unteren Forstbehörden von den
Forstämtern und deren Eingliederung in
die neu zu schaffenden „Regionalämter“
durch das Ministerium favorisiert wird.
Der BDF wird versuchen die weitere Entwicklung aktiv zu begleiten und etwaige
Forderungen sachlich vortragen. Da die
Landesregierung plant, die gesamte Landesverwaltung auf regionaler Ebene ent-
weder zu kommunalisieren oder in die
neuen „Regionalämter“ zu überführen,
wird die Hauptaufgabe des BDF darin bestehen, die Forstverwaltung möglichst
mit ihrem jetzigen Aufgabenspektrum zu
erhalten.
Bei allem Rationalisierungsdruck
bleibt zu hoffen, dass jegliche weitere
Entwicklung sich an sachlichen Erwägungen orientiert und weniger durch politisch motivierten Aktionismus getrieben
wird.
HJ
Landesgeschäftsstelle
Jan Stäcker, Trammer Weg 11, 23881 Niendorf/Stecknitz, Telefon: (0 41 56) 71 51 (d),
Telefax: (0 41 56) 81 14 59 (d),
E-Mail: Staecker@Kreis-RZ.de
VERBAND DER BUNDESFORSTBEDIENSTETEN
Aktuelle Kurzmeldung
Gespräche mit Bundestagsabgeordneten
Zur Vertretung der Interessen der Beschäftigten von BUNDESFORST in der politischen Diskussion über die Sicherung
des nationalen Naturerbes hat BDFBundesforst bereits einige Gespräche mit
verschiedenen Bundestagsabgeordneten
geführt: Hauptadressaten waren die Abgeordneten und BImA-Verwaltungsratsmitglieder Bernhard Brinkmann (SPD)
und Jochen-Konrad Fromme (CDU). Am
28.12.2005 war der Vorsitzende Ulrich
Dohle ins Haus des Abgeordneten Bernhard Schulte-Drüggelte (CDU, im Haushaltsausschuß zuständig für das BMU) in
Möhnesee-Delecke eingeladen.
Am Randes des agrarpolitischen Gesprächskreises der Friedrich-Ebert-Stiftung am 04.01.2006 in Schwerin sprach
Dohle dann mit dem neuen forstpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Gerhard Botz.
Der Vorstand von BDF-Bundesforst arbeitet in dieser Sache eng mit der IG BAU
und dem VBOB zusammen. Natürlich finden auch laufend Absprachen mit dem
HPR statt.
Am 13.01. fand außerdem in Berlin zusammen mit der BDF-Bundesleitung ein
vertrauensvolles Gespräch mit dem NABU
statt.
Delegiertenversammlung
Voraussichtlich im März wird in Berlin
wieder eine Delegiertenversammlung
stattfinden. Neben der Sicherung des nationalen Naturerbes und der möglichen
Rolle von BUNDESFORST wird die Neu-
strukturierung ein weiterer Schwerpunkt
sein. Im Schreiben des GB vom 23.12.2005
wurde mitgeteilt, dass sich die Erstellung
des Rahmenkonzepts um einige Wochen
verzögern wird. BDF-Bundesforst hält es
für sinnvoll die Schwerpunkte richtig zu
setzen und erst dann die Neustrukturierung fortzuführen, wenn Klarheit über
die Umsetzung der Sicherung des nationalen Naturerbes besteht!
Der Geschäftsbereichsleiter BUNDESFORST und das BImA-Vorstandsmitglied
Dirk Kühnau sind zur Teilnahme an der
Delegiertenversammlung angefragt und
haben ihr Interesse an einer Teilnahme
bekundet. Der genaue Termin wird in
Kürze auf unserer Homepage veröffentlicht. Mitglieder sind natürlich herzlich
willkommen!
D.N.
Ehrung langjähriger Mitglieder
Der Verband der Bundesforstbediensteten beglückwünscht im Monat Februar
den Kollegen Hans-Richard Kramer aus
Meßstetten, der dem BDF seit 1966 die
28
Treue hält, zu seiner 40-jährigen Mitgliedschaft.
Der Vorstand bedankt sich bei ihm für
das dem Verband entgegengebrachte
BDF
Vertrauen mit der goldenen Ehrennadel.
D.N.
Neues Jahr – neuer Waldbau?
Waldbauworkshop
Wie bereits berichtet, fand am 22. 11.
2005 in Bonn ein Workshop zur neuen
Geschäftsanweisung Waldbau statt, die
den bisherigen Waldbauerlaß ablösen
soll. Der Workshop war notwendig geworden, weil die Meinungen der beteiligten Personen während der dezentralen
Qualitätssicherung der neuen Schriftstücke teilweise sehr weit auseinander
gingen.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde
der Stellenwert des bisherigen Waldbauerlasses gewürdigt. Durch ihn wurde das
waldbauliche Renommee von BUNDESFORST ab 1995 in der (Fach)Öffentlichkeit
deutlich gesteigert. Daran will man nach
Bekunden der Verantwortlichen anknüpfen.
Einige Kollegen waren der Meinung,
dass der alte Waldbauerlass auch unter
dem Dach der BImA problemlos unverändert weiter angewendet werden könnte,
da das Letzte, auf das die Förster in der
derzeitigen Situation draußen warten
würden, ein neuer Waldbauerlass sei.
Leitlinie umfassender Nachhaltigkeit
oder Werkzeug kurzfristiger Wirtschaftsergebnisse?
Erschreckend war die von einigen Teil-
nehmern geäußerte Erkenntnis, dass viele Kollegen in der Praxis der Auffassung
seien, Waldbau finde bei BUNDESFORST
zurzeit sowieso nicht mehr statt, da zur
Erreichung der ehrgeizigen Wirtschaftser-
Handlungsrahmen wird für die unterschiedlichen Flächenkategorien seitens
der Geschäftsfeldabteilungen VGV und
AGV festgelegt. Diese fehlen zurzeit immer noch! Aus diesem Grund ist eine
gebnisse nur noch reine Holznutzung betrieben werde. Hier gilt es zu differenzieren: Jede Art der Holznutzung beruht natürlich auf waldbaulichen Entscheidungen des jeweiligen Wirtschafters. Zumindest sollte dies so sein und ist nicht zuletzt aus berufsständischem Selbstverständnis ein bedeutender Grundsatz guter forstfachlicher Praxis!
Die oben beschriebene andere Wahrnehmung im praktischen Dienst ist
durchaus als Alarmsignal zu werten. Es
besteht die Gefahr, dass bisher übliche
umfassende Nachhaltigkeitsgrundsätze
aufgrund ökonomischer Zwänge leichtfertig über Bord geworfen werden. Hier
werden die Grenzen der Desinvestitionsund Segregationsstrategie innerhalb der
dualen Geschäftsfeldorientierung deutlich sichtbar.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die neue GA Waldbau als variables Handwerkszeug (Toolbox) zur Umsetzung der Geschäftsziele innerhalb eines klar abgegrenzten Handlungsrahmens zu verstehen ist. Der jeweilige
umfassende Bewertung der waldbaulichen Zukunft von BUNDESFORST nur sehr
schwer möglich.
Profil von BUNDESFORST schärfen
Ein weiterer Grund dafür, das waldbauliche Profil von BUNDESFORST nicht zu stark
einzuengen, ist die Diskussion über die
Sicherung des nationalen Naturerbes.
BDF-Bundesforst erwartet, daß sich die
Geschäftsbereichsleitung BUNDESFORST
und der Vorstand der BImA uneingeschränkt dafür einsetzen, dass BUNDESFORST bei einer Umsetzung der politischen Absicht weiterhin für die Bewirtschaftung dieser Flächen zuständig
bleibt. Eine Reduzierung von BUNDESFORST auf einen reinen Holznutzungswaldbau wäre diesbezüglich kontraproduktiv. In einigen Regionen wird die
derzeitige Wirtschaftsweise von BUNDESFORST von anderen Akteuren bereits sehr
kritisch hinterfragt. Auch die Hängepartie
bei der FSC-Zertifizierung in Mecklenburg-Vorpommern kann hier als richtungsweisender Fingerzeig verstanden
werden.
Der Waldbauworkshop konnte aufgrund der vielfältigen Diskussionen nicht
bis zum Abschluss eines abgestimmten
und damit zeichnungsfähigen Entwurfs
geführt werden. Die weitere Beteiligung
soll zunächst wieder dezentral erfolgen.
U.D.
Geschäftsstelle
Findet noch Waldbau statt oder geht es nur noch um reine Holznutzung zur Erfüllung ehrgeiziger Wirtschaftsergebnisse!
Foto: Ristau
BDF
BDF-Aktuell 2/2006
Sebastian Bicher, Friedrich-Wolf-Straße 30,
16565 Lehnitz, Tel. und Fax (0 33 01) 57 73 65,
E-Mail: Info@bdf-bundesforst.de.
Internet: www.bdf-bundesforst.de
29
Landesnachrichten
LESERBRIEFE
Thema: Bachelor an FH Weihenstepfan
Leserbrief zum Aritikel in BDF-Aktuell
1/2006 Landesnachrichten/Bayern
Alles was von den Amis kommt scheint
nachahmenswert zu sein. So laufen an
Bayerns FH Weihenstepfan die Mühlen
zur Einführung des Bachelor und Masters
auf Hochtouren.
Dazu möchte ich ein Interview mit
dem am 10. 12. 2005 mit dem Nobelpreis
ausgezeichneten Physiker Hänsch erwähnen (AZ v. 4.1.2006):
Frage: Die Diskussion über die Qualität
des deutschen Bildungssystems schlägt
derzeit hohe Wellen. Denken Sie, dass es
noch fähig ist, künftig weitere Nobelpreisträger hervorzubringen?
Antwort: Ich hoffe: Jetzt sind wir ja
gerade dabei, einiges abzuschaffen, was
in der Vergangenheit sehr erfolgreich
war. Was deutsche Physiker in der ganzen Welt immer zu Leckerbissen gemacht
hat, war, dass wir das Diplom haben.
Damit führt man vor der Promotion eine
richtige kleine wissenschaftliche Arbeit
durch. Dabei lernt man enorm viel. Jetzt
wird das wahrscheinlich im Rahmen der
Umstellung auf ein Bachelor- und Masterstudium abgeschafft, so dass die
Deutschen dann auch nicht besser dran
sind als die anderen.
Frage: Hätten Sie gerne am Diplom
festgehalten?
Antwort: Ich meine, für die Beweglichkeit im internationalen Raum ist es
vielleicht sinnvoll, das Studium zu vereinheitlichen. Aber ich kenne eine ganze
Menge amerikanischer Hochschullehrer,
die liebend gern den Master abgeschafft
und lieber ein Diplom eingeführt hätten.
Mit freundlichen Grüßen
Max Wagner
chant, Donaueschingen (14. 2.); Walter
Robert Egner, Billigheim-Sulzbach (26.
2.). 81 Jahre: Ernst Marxer, Tübingen (5.
2.); Friedrich Schrem, Abtsgmünd (6. 2.);
Bernhard Küpferle, Sigmaringen (22. 2.).
83 Jahre: Christoph Langer, Crailsheim (7.
2.). 85 Jahre: Wilhelm Albicker, Emmendingen (10. 2.); Fritz Braun, Bad Dürrheim
(17. 2.). 88 Jahre: Siegfried Geyer, Stuttgart-Bad Cannstatt (1. 2.).
dolf Lautenschlager, St Owald (28. 2.). 81
Jahre: Hans Schraud, München (7. 2.);
Günther Gödde, Berchtesgaden (10. 2.).
82 Jahre: Georg Winklhofer, Marzling (14.
2.); Josef Stangl, Vilgertshofen (28. 2.). 83
Jahre: Peter Fromm, Regensburg (1. 2.);
Josef Bauer, Hersbruck (6. 2.). 85 Jahre:
Anton Dobmeier, Herbruck (26. 2.). 87
Jahre: Hans Rosenbusch, Seeshaupt (19.
2.). 91 Jahre: Alfred Sussbauer, Nürnberg
(10. 2.); Oskar Freyer, Gräfelfing (20. 2.).
PERSONEN
Wir gratulieren
Der Berufsverband gratuliert seinen Jubilaren und wünscht beste Gesundheit,
Schaffenskraft und weiterhin Treue zum
BDF.
Baden-Württemberg
65 Jahre: Walter Hengel, Weidenstetten
(17. 2.). 70 Jahre: Josef Killian, AhornSchillingstadt (8. 2.); Fritz Wolf, Gundelsheim (14. 2.). 75 Jahre: Christian Schäfer,
Metzingen (5. 2.); Hugo Kuhn, WertheimHöhefeld (16. 2.); Karl-Heinz Schäfer, Buchen (17. 2.); Rudolf Eisenmann, FreiburgOpfingen (21. 2.). 76 Jahre: Josef Sedlak,
Waldbrunn-Strümpfelbr. (1. 2.). 77 Jahre:
Hans Beck, Eisenbach (2. 2.); Winfried
Löwe, Baden-Baden (5. 2.); Emil Bosch,
Leonberg (6. 2.); Wolfgang Schöffel, Stuttgart (12. 2.); Franz Müller, Hausach (17. 2.).
78 Jahre: Josef Erbacher, Dettenhausen (3.
2.); Karl Schauber, Radolfzell (7. 2.); Karl
Ziegelbauer, Ellwangen (17. 2.); Edgar
Maag, Albstadt (21. 2.); Ernst Kampf, Sessenheim (27. 2.). 80 Jahre: Liselotte Stephan, Königheim (7. 2.); Heinrich Su-
30
Bayern
70 Jahre: Othmar Kipfer, Breitenbrunn (6.
2.). 76 Jahre: Rudolf Weidinger, Laufach
(4. 2.). Theresia Haydn, Mauth (5. 2.). 77
Jahre: Hubert Wehr, Schollbrunn (5. 2.);
Karl Bär, Marktrodach (7. 2.); Ulrich Leonhard, Heideck (24. 2.). 78 Jahre: Otto
Gürtner, Reit im Winkel (14. 2.); Heinrich
Hertel, Bayreuth (21. 2.). 79 Jahre: Ludwig
Artinger, Altötting (12. 2.); Robert Assmann, Nürnberg (13. 2.); Anto Kohl, Rettenberg (16. 2.); Willy Vetterl, Pegnitz (22.
2.). 80 Jahre: Ernst Kimmel, Reckendorf (1.
2.); Ernst Meyer, Treuchtlingen (12. 2.);
Karl Eichhorn, Reichenbach (27. 2.); Ru-
BDF
Berlin/Brandenburg
65 Jahre: Jörg Lewin, Ferch (15. 2.). 70
Jahre: Günter Dragosch, Marienthal (27.
2.). 75 Jahre: Ulrich Kothe, Brandenburg
(13. 2.).
Hessen
65 Jahre: Ernst Lorch, Gladenbach (4. 2.);
77 Jahre: Hans-Alfred Stephan, Wächtersbach (5. 2.). 78 Jahre: Karl-Heinz Stolz,
Hann. Münden (10. 2.); Willi Iffland,
Reinhardshagen (16.02.); Dr. Paul-Joachim Hopp, Jossgrund (29. 2.). 92 Jahre:
Paul Burmeister, Dillenburg (23. 2.).
Niedersachsen
74 Jahre: Werner Dielitzsch, Bückeburg
(18. 2.). 77 Jahre: Günther Heepe, Hann.Münden (27. 2.). 78 Jahre: Kurth Müller,
Wennigsen (20. 2.); Otto Meyer, Lüchow
(25. 2.). 80 Jahre: Rudolf Seidel, Dörverden (8. 2.). 81 Jahre: Alfred Lühmann,
Bargstedt (13. 2.). 82 Jahre: Dietrich
Lemcke, Deutsch Evern (18. 2.). 85 Jahre:
Gerhard Finke, Schöningen (21. 2.).
Nordrhein-Westfalen
65 Jahre: Dieter Göbel, Marienheide (20.
2.); Gunnar Everken, Wuppertal (8. 2.). 70
Jahre: Ernst-August Billerbeck, SchiederSchwalenberg (3. 2.). 80 Jahre: Siegfried
Schnell, Wermelskirchen (7. 1.). 81 Jahre:
Hansgeorg Kaiser, Ratingen (25. 2.); Heinrich Ahle, Bad Sassendorf (6. 2.). 82 Jahre: Wilhelm Meyer, Bad Driburg (7. 2.). 84
Jahre: Axel Buchta, Menden (28. 2.); Werner Linnenbrink, Freiburg (25. 2.). 87 Jahre: Gustav Sommer, Schleiden (3. 2.).
Mecklenburg-Vorpommern
70 Jahre: Rolf Houben, Middelhagen (12. 2.).
Rheinland-Pfalz
65 Jahre: Hans-Peter Schaback, Isenburg
(3. 2.); Hans Vatter, Rodalben (15. 2.). 70
Jahre: Ernst Dickerhof, Kaiserslautern (14.
2.). 75 Jahre: Günther Becker, Damflos (28.
2.). 77 Jahre: Gerhard Hanz, Höhn (18. 2.);
Edgar Müller, Korlingen (12. 2.). 78 Jahre:
Erich Gauer, Morbach (28. 2.); Walter
Gestrich, Trier (2. 2.); Lothar Kempf, Pir-
masens (8. 2.). 80 Jahre: Eduard Lötschert, Schönborn (18. 2.); Hans-Wilhelm
Nicolai, Gerolstein (7. 2.). 81 Jahre: Wilhelm Mitter, Miehlen (4. 2.). 82 Jahre:
Paul Buchen, Gebhardshain (25. 2.). 83
Jahre: Ewald Thieser, Adenau (7. 2.). 84
Jahre: Wilhelm Schmidthöfer, BernkastelKues (22. 2.); Wilfried Wilhelm, Pirmasens
(17. 2.). 86 Jahre: Siegfried Kossmann,
Kaiserslautern (16. 2.). 90 Jahre: Gerhard
Baumgärtner, Haßloch (18. 2.).
Sachsen
65 Jahre: Günter Pietzsch, Freital (20. 2.).
70 Jahre: Christian Büchner, Schildau (28.
2.). 75 Jahre: Herbert Georgi, Eibenstock
(9. 2.); Ernst Langer, Klipphausen-Polenz
(11. 2.).
Sachsen-Anhalt
73 Jahre: Dietmar Belitza, Arendsee (4. 2.).
Schleswig-Holstein
65 Jahre: Ulrich Kade, Bargstedt (12. 2.).
66 Jahre: Manfred, Vesper, Lübeck (17. 2.).
69 Jahre: Roland Köhn, Kasseedorf/Eutin
(4. 2.). 77 Jahre: Ulrich Becker, Kirchbarkau (20. 2.).
sowie nachträglich
66 Jahre: Hans-Jürgen Arp, Wallsbüll
(7. 1.); Knut Hansen, Bordesholm (22. 1.).
70 Jahre: Willi Möller, Barmstedt (20. 1.).
77 Jahre: Klaus Höltig, Wangels (15. 1.).
82 Jahre: Ernst Bruhn, Itzehoe (25. 1.).
90 Jahre: Friedrich Rohwer, Osterrönfeld
(14. 1.).
Thüringen
64 Jahre: Jochen Heimburger, Großfurra
(14. 2.). 65 Jahre: Dr. Ralf Keller, Suhl (12.
2.). 66 Jahre: Klaus Drößler, Urnshausen
(13. 2.). 68 Jahre: Martin Becker, Leutenberg (25. 2.).
Verband der Bundesforstbediensteten
78 Jahre: Theodor Wißmüller, Theilenhofen (27. 2.). 80 Jahre: Gunther Kußmann,
St. Blasien (6. 2.). 81 Jahre: Günther
Nessenius, Fallingbostel (9. 2.); 85 Jahre:
Ernst Klenke, Ulm (22. 2.).
Wir gedenken
Baden-Württemberg
Christoph Spohn, Reutlingen (43 J.).
Bayern
Karl Lober, Nürnberg (12/2005). Hermann
Richter, Eckersdorf (12/2005). Hans Kügler,
Sonthofen (12/2005).
Nordrhein-Westfalen
Friedrich Anger, Münster, 84 Jahre (20. 9.
2005). Otto Reins, Essen, 84 Jahre (2. 3.
2005). Karl-Friedrich Günther, Detmold,
85 Jahre (24. 12. 2005). Hans Fleischmann, Willebadessen, 96 Jahre (14. 1.).
Sachsen-Anhalt
Günter Richter, Riethnordhausen (72)
Wir trauern über den Tod unserer Kollegen und werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.
Herausgeber: Bund Deutscher Forstleute (BDF), Geschäftsstelle, Friedrichstraße
169/170, 10117 Berlin, Telefon (0 30) 40 81-65 50, Telefax (0 30) 40 81-65 65, E-Mail:
Info@bdf-online.de – Fachverband für Forstbeamte und -angestellte im Deutschen
Beamtenbund (DBB) – Kooperationspartner: Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft, Bund der Technischen Beamten, Angestellten und Arbeiter im DBB (BTB).
Impressum
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BDF
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Fax (0 23 94) 80 03 55, Mobil (01 71) 15 87 00 24, E-Mail: richard.nikodem@gmx.de;
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Riedel, Bischofsweg 25, 04779 Wermsdorf, Telefon (03 43 64) 5 22 76; Saar: Walter Matheis, Sicklingerstr. 19, 66424 Homburg-Sanddorf, Telefon (0 68 41) 6 37 03; Bay: Georg Käsbohrer, Blumenstr. 6, 86570 Inchenhofen, Telefon (0 82 57) 4 53; BuFo: Dieter Neumann, Hasbacherstr. 44,
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