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Berufs- und SozialpädagogIn – technische

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16 |
LEIPZIG
DONNERSTAG, 23. OKTOBER 2014 | NR. 247
Kleiderkammer
sucht warme
Wintersachen
Der Winter naht, daher ruft die Kleiderkammer der Produktionsschule Leipzig,
Zschochersche Straße 97–99, zu Sachspenden auf. Vor allem warme Sachen
für Erwachsene und Kinder, Winterschuhe, Schals und Mützen würden bald
nachgefragt, so Maike Hillenbach, Sprecherin des Berufsbildungswerkes Leipzig
(BBW), zu dem die Schule samt Kleiderkammer gehört. Zudem seien dort auch
andere Kleidung, Haushaltswaren, Spielsachen und Weihnachtsdeko willkommen. Größere Sachspenden könnten
nach Vereinbarung auch abgeholt werden. „Alles wird dann gegen einen kleinen Geldbetrag an bedürftige Menschen
– belegt etwa mit dem Leipzig-Pass – abgeben“, so Hillenbach. Die BBW-Produktionsschule ist ein Jugendberufshilfeangebot für jene ohne Abschluss, Ausbildung oder Arbeit. Produktive Tätigkeit
wird dort mit schulischem und sozialem
Lernen kombiniert. Eine dieser Tätigkeiten ist das Betreiben der Kleiderkammer.
Ziel der Schule ist, den betreffenden
Jugendlichen im Leben eine Perspektive
zu geben.
A. Rau.
z
Kleiderkammer-Kontakt: Tel. 0341 2304356. Auf
ist Mo. 10-15.30, Di.-Do. 8.30-15.30, Fr. 11-15 Uhr.
Wintergartenhochhaus, Mendebrunnen und Oper in der Fassade des Gewandhauses.
Fotos: Volkmar Heinz
City –
im Fenster
Einbrecher macht
Beute in 30 Minuten
Gerade mal eine halbe Stunde brauchte
ein Einbrecher im Gohliser Poetenweg,
um wertvolle Beute zu machen. Der Unbekannte hebelte am Dienstag zwischen
15.10 und 15.40 Uhr zwei Türen auf und
stahl dann aus einer Wohnung einen
Fernseher, ein iPhone, einen Laptop, einen Fotoapparat und Bargeld. Wie Polizeisprecherin Birgit Höhn gestern mitteilte, entstand Schaden in Höhe einer
vierstelligen Summe.
Am selben Tag drang ein Einbrecher
in ein Einfamilienhaus in Lindenau ein,
indem er ein Fenster aufhebelte. Die Tatzeit lag hier zwischen 18.10 und 21.30
Uhr. Er erbeutete einen Laptop, einen
Fotoapparat, eine Uhr, eine Schmuckkassette sowie Bargeld in ausländischer
Währung. Der Wert des Diebesgutes
liegt im vierstelligen Bereich, so die Polizeisprecherin.
F. D.
Spieglein, Spieglein in der Stadt – die Fenster und Glasfassaden von Leipzigs Innenstadt bieten zum Teil verblüffende Sichten auf Bekanntes. Manchmal aufdringlich wie am
Augustusplatz, manchmal nur aus einem ganz bestimmten Winkel. Fotoreporter Volkmar Heinz ließ sich anregen.
Altes Rathaus in der Marktgalerie.
Kurz gemeldet
Randalierer hetzt seinen
Hund auf Autofahrer
Alte Waage im Polnischen Institut.
Suahaporue statt Europahaus im Gewandhaus.
Ein Randalierer hat in der Inselstraße
seinen Hund auf einen Mann gehetzt.
Gestrigen Polizeiangaben zufolge trat der
Unbekannte am Dienstag gegen 13 Uhr
den Spiegel eines VW Polo ab. Der
Autofahrer (33) beobachtete das zufällig,
verfolgte den Täter mit seinem Rad und
stellte ihn zur Rede. Doch der Randalierer
packte das Rad seines Opfers und warf es
zu Boden. Dann jagte er seinen Schäferhund auf ihn. Das Tier biss den VW-Fahrer
ins Bein, zerriss dessen Hose. Jetzt sucht
die Polizei nach dem Hundebesitzer: etwa
25 Jahre alt, 1,80 Meter groß, verfilzte
dunkelblonde Haare und ungepflegt.
Brandstifter zündelt in
Plagwitzer Treppenhaus
Radtour zum Stasi-Bunker
bei Machern
Zum Stasi-Bunker bei Machern führt eine
Radtour des Allgemeinen Deutschen
Fahrradclubs am Sonnabend. Dabei geht
es über 35 Kilometer über verschiedene
Parthedörfer durch den Tresenwald zum
Stasi-Bunker mit Führung (Eintritt).
Rückfahrt mit S-Bahn oder individuell mit
Rad. Treff: 9.15 Uhr am Mariannenpark,
Ecke Rohrteichstraße/Schönefelder Allee.
Seminar für getrennt
Lebende und Geschiedene
Trennung und Scheidung sind keine
Einzelfälle in der Gesellschaft. Wie ein
neuer Anfang gelingen kann, vermittelt ein
Tagesseminar in der Ehe-, Familien- und
Lebensberatungsstelle des Bistums
Dresden-Meißen, Löhrstraße 14. Es findet
am 8. November von 9.30 bis 18 Uhr statt.
Anmeldungen bis 23. Oktober unter Telefon
0341 9830071 sowie E-Mail: efl-beratung.
leipzig@bistum-dresden-meissen.de.
Infos zur
Pflegereform 2015
Eine kostenlose Infoveranstaltung zur
Pflegereform 2015 gibt es heute ab 16.30
Uhr im ASB-Objekt „Am Sonnenpark“,
Mattheuerbogen 6. Interessierte Pflegebedürftige und Angehörige können sich gern
noch dazu gesellen. Zugang: barrierefrei.
Klingerhaus im Merkurhaus in der Schlossgasse.
WBG-Boss weiterhin
zu krank für Prozess
Amtsarzt bestätigt erstes neurologisches Gutachten
Verfahren gegen zwei Wirtschaftsprüfer,
einen Vermögensberater und einen
Der mutmaßliche Hauptverantwortliche Rechtsanwalt wurden noch vor Prozessdes Millionenskandals um die Wohnungs- beginn gegen Geldauflagen zwischen
baugesellschaft Leipzig-West AG (WBG) 10 000 und 100 000 Euro eingestellt. Weimuss vorläufig nicht vor Gericht. Nach tere Verfahren gegen Ex-Aufsichtsräte,
LVZ-Informationen gilt Jürgen Schlögel Wirtschaftsprüfer und Vermögensberater
(50) weiterhin als verhandlungsunfähig. wurde im Laufe des Ende 2013 begonneWie Landgerichtssprecher Hans Jagen- nen Strafprozesses eingestellt – ebenfalls
lauf gestern auf Anfrage mitteilte,
überwiegend gegen Geld-Zahsei der WBG-Mehrheitsaktionär
lungen. Zu einer Bewährungsvon einem Amtsarzt begutachtet
strafe verurteilt wurde Ex-Vorworden. Die Untersuchung sei
stand Pierre Klusmeyer (57) wevon dem zuständigen Behördengen Betrugs und Untreue sowie
arzt in Dessau-Rosslau vorgenomzu 4950 Euro Geldstrafe wegen
men worden – Gerichtsangaben
vorsätzlicher Pflichtverletzung
zufolge das Einzugsgebiet des
bei Zahlungsunfähigkeit.
letzten bekannten AufenthaltsorSchlögel – er war mit seiner
tes von Schlögel. Der Amtsarzt
Nürnberger Firma J. S. Immobihabe das erste Gutachten vom
lienbeteiligungen zu 74 Prozent
Jürgen Schlögel an der WBG beteiligt, kontrolNovember 2013 bestätigt.
Damals hatte ein renommierter
lierte diese über einen GewinnExperte das Attest ausgestellt. Schlögel, abführungs- und Beherrschungsvertrag
seit vielen Jahren alkoholkrank sei, dem- und soll durch Anlagebetrug 99 Millionen
zufolge nicht in der Lage, einer Verhand- Euro kassiert haben – saß bereits 17 Molung vor Gericht zu folgen. Die Wirt- nate in Untersuchungshaft. Nachdem ein
schaftsstrafkammer hegte deshalb erheb- erster Prozess 2007 geplatzt war, kam er
liche Zweifel an dessen Verhandlungsfä- auf freien Fuß.
higkeit, setzte das Verfahren aus, stellte
Angesichts des neuen ärztlichen Bees jedoch nicht ein. Für die anderen Ver- fundes habe die Wirtschaftsstrafkammer
antwortlichen der Pleitefirma sind die zunächst keine Verhandlungstermine anVerfahren längst abgeschlossen. Ur- gesetzt, so Jagenlauf. Allerdings werde
sprünglich hatten die Ermittler 13 Bosse Schlögels Gesundheitszustand regelmäund Berater der WBG im Visier. In drei ßig untersucht. Denn wie in den meisten
Fällen erhob die Staatsanwaltschaft gar Fällen gelte auch hier die aktuell festgenicht erst Anklage. Von den verbliebenen stellte Verhandlungsunfähigkeit als vorüzehn Beschuldigten verstarb einer, die bergehend und keineswegs endgültig.
Von Frank Döring
Foto: André Kempner
Ein Feuer ist am Dienstag kurz vor
Mitternacht in einem Mietshaus in der
Plagwitzer Siemensstraße ausgebrochen.
Wie die Polizei gestern mitteilte, brannte
ein im Treppenhaus abgestellter Plastiktisch. Verletzt wurde niemand. Decke und
Teile der Mauerverkleidung wurden
verrußt, Wandfliesen zersprangen.
Kameraden der Wachen West und Mitte
löschten den Brand. Die Polizei ermittelt
wegen Brandstiftung.
Cityhochhaus im Klingerhaus.
Bettler trickst Reisende
am Hauptbahnhof aus
Vorwurf: Notfall vorgetäuscht, danach Opfer beraubt
Von Sabine kreuz
Ihre Hilfsbereitschaft kam Reisende am
Leipziger Hauptbahnhof teuer zu stehen. Letztlich wurden sie Opfer eines
Kriminellen, der einen Notfall vortäuschte, um an ihr Geld zu gelangen. Von diesem Szenario geht die Staatsanwaltschaft aus, die gestern einen 32 Jahre alten Leipziger wegen erpresserischen
Menschenraubes sowie räuberischer Erpressung am Landgericht anklagte.
Enrico N. soll am 22. März dieses Jahres zunächst die 16-jährige Sabrina S. auf
dem Querbahnsteig um sieben Euro angebettelt haben. „Sie fiel mir auf, weil sie
hübsch war“, sagte der Angeklagte. Er
tischte ihr die Lüge auf, gerade den Zug
nach Halle verpasst zu haben und nun
Geld für ein Ticket zu benötigen. Die
Schülerin gab es ihm: „Er kam sympathisch rüber“, berichtete sie gestern als
Zeugin. Dann jedoch schlug der Mann ihren Worten zufolge andere Töne an. Er
habe gesagt, dass er wegen Totschlags
bereits mehrere Jahre im Gefängnis saß.
Wenn sie ihn also nicht begleite, dann
drohe ihr Schlimmes. „Ich war erschrocken, hatte Angst.“ Aus diesem Grund
sei sie dem Fremden in eine etwa 500
Meter entfernte Spielothek in der KurtSchumacher-Straße gefolgt, nachdem er
sie am Arm gepackt habe. Staatsanwalt
Marc Renger warf dem Angeklagten vor,
dass er dort 60 Euro von dem Opfer forderte – eine Summe, die Enrico N. sofort
am Automaten verspielte. Das Geld hatte
Sabrina S. unmittelbar zuvor von ihrem
Vater erhalten. Wegen eines Treffs mit
ihm war sie von Grimma nach Leipzig gekommen. Dem Angeklagten konnte sie
schließlich entwischen. „Als sein Handy
klingelte, war er abgelenkt. Da rannte ich
weg“, so die Zeugin. Weil sie ihre eigene
Rückfahrkarte nicht bezahlen konnte,
habe sie einen Kumpel angerufen, sie abzuholen. Danach ging sie zur Polizei. Auf
die Frage der Richter, warum sie in der
Spielothek niemanden um Hilfe gebeten
habe, entgegnete sie: „Die kannten sich
doch alle.“ Sie habe sich keine Unterstützung erhofft. Tatsächlich war Enrico N.
Mitarbeitern zufolge dort sowie in einer
Nachbarkneipe Stammgast, hatte auch
mal Hausverbot, weil er andere Besucher
immer um Geld anbettelte.
Der Spiel- und Drogensüchtige bestritt jedoch jegliche Bedrohung. „Das
Geld gab sie mir freiwillig“, behauptete
der wegen Körperverletzung und anderen Delikten Vorbestrafte. Und auch bezüglich eines weiteren Falles stellte er
sich als Unschuldslamm dar. Staatsanwalt Renger lastete ihm an, dieselbe Masche zudem am 19. Mai 2014 im Hauptbahnhof abgezogen zu haben. Das Opfer: Schüler Kevin K. (18). Auch er gab
ihm fünf Euro. „Ich wollte nur helfen,
habe nicht überlegt.“ Weil ihm der Beschuldigte das Geld angeblich zurückgeben wollte, begleitete er ihn Richtung
Eisenbahnstraße. Dort wurde der Geschädigte noch weitere 60 Euro sowie
sein Handy los. Urteil: 12. November.
Spitze der Nikolaikirche im Motel One.
Fachtagung zur
Buchstadt Leipzig
„Buchstadt, Verlagsstadt, Buchmessestadt“ ist heute und morgen eine Fachtagung in der Universitätsbibliothek,
Beethovenstraße 6, überschrieben. Mit
Blick auf 2015 – dann feiert Leipzig seine tausendjährige Ersterwähnung – soll
auf die besondere Bedeutung des Buches für die Geschichte Leipzigs hingewiesen werden. Dabei wird unter anderem über den Buchdruck im 16. Jahrhundert, Anfänge der illustrierten Presse, Leipzig und Erotik-Buchmarkt sowie
Leipziger Belletristik-Verlage in der Diktatur geredet. Veranstalter sind neben
der Universitätsbibliothek der Leipziger
Arbeitskreis zur Buchgeschichte. Beginn
ist heute um 13 Uhr im Vortragsraum der
Bibliotheca Albertina.
M. O.
Vereinsleben
■ Glaukombetroffene („Grüner Star“)
beabsichtigen, eine Selbsthilfegruppe in
Leipzig zu gründen. Interessierte können
sich an die Selbsthilfekontakt- und
Informationsstelle des Gesundheitsamtes,
Ansprechpartnerin Ina Klass unter Telefon
0341 123-6755 oder über E-Mail: ina.klass@
leipzig.de, wenden.
■ Die Deutsche Parkinson-Vereinigung
lädt für heute, von 14 bis 16 Uhr, in das
AOK-Gebäude, Willmar-Schwabe-Straße 2,
zum Vortrag „Ursache, Wirkung und
Behandlung bei Beeinträchtigung des
Schluckens“ ein.
■ Herbstfest in der „Kregeline“ des
Arbeiter-Samariter-Bundes ist am Freitag
von 15 bis 16.30 Uhr in der Stötteritzer
Straße 28. Gast sind die „Markranstädter
Stammtischler“.
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