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magazin - Was die Schweizerische Post bewegt - Ausgabe

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Starbariton Thomas Hampson «Ich mag
den Familiensinn der Schweizer und
ihren Respekt der Individualität.» Seite 26
Weihnachtspost Damit die Geschenke
pünktlich unter dem Baum liegen: alle
Abgabe- und Öffnungszeiten der Post. Seite 22
magazin
Was die Schweizerische Post bewegt
Ausgabe November 2010
Kleine Meisterwerke
Warum die Briefmarken der Post einzigartig sind. Seite 6
BENJAMIN DAVID & GOLIATH
T O P
S C O R E R
Jeder hat das Zeug zum Top Scorer – dank
der Nachwuchsförderung von PostFinance.
Als langjährige Hauptpartnerin des Schweizer Eishockeys engagieren wir uns
von der Nachwuchsförderung mit dem PostFinance Top Scorer bis hin zum
Sponsoring der Nationalmannschaft. Mehr über unser Engagement erfahren
Sie unter www.postfinance.ch/hockey
Besser begleitet.
3
Fotos: Martin Stollenwerk, Cédric Widmer, Pierre-Yves Massot, Peter Willems, Markus Bertschi, Mathias Hofstetter; Cover: Cédric Widmer, Markus Bertschi
magazin November 2010
Editorial
Vom Sinn des Sammelns
Zweimal im Jahr fühle ich mich wie eine
Schweizer Kuh: Meine innere Uhr braucht
mindestens eine Woche, um nach der neuen Sommer- beziehungsweise Winterzeit
zu ticken. Und so leide ich denn mit den
Tinas, Fionas, Dianas und wie sie alle gemäss jährlicher Top Ten der Kuhnamen
des «Schweizer Bauern» heissen. Doch die
Winterzeit hat auch ihr Gutes. Zum Beispiel
den Schnee. Im Skiort Mürren hat es meist
genug davon. Ganz zum Vergnügen des
Postboten Hans von Allmen. Denn er holt
dann zum Verteilen der Post seinen Hornschlitten hervor (Seite 13). Nicht nur die
Skigebiete haben im Winter Hochsaison,
sondern auch die Post: In der Woche vor
Weihnachten passieren täglich bis zu einer
Million Pakete und 20 Millionen Briefe die
Sortierzentren. Schon 1961 stapelte sich
ein imposanter Päckliberg in der Sihlpost
(Seite 21).
Was ist eigentlich das Gegenteil von
Sammeln? Diese Frage habe ich mir zum
Thema Philatelie, unserem Schwerpunkt
in dieser Ausgabe, gestellt. Sammeln ist
Leidenschaft. Und Briefmarken sind Objekte der Begierde par excellence! So bezeichnet der Händler und Sammler JeanPaul Bach das «Basler Dybli» schon mal als
«Viagra für Philatelisten». Er ist einer der
drei im Beitrag Porträtierten, die eine Passion für die Briefmarke verbindet (Seite 6).
Lesen auf eigene Gefahr, denn die Sammelleidenschaft ist ungemein ansteckend!
Ausser man ist gänzlich ungeeignet für das
systematische Anhäufen von Dingen – so
schön und wertvoll sie auch sein mögen.
Ich bin eine leidenschaftliche Nicht-Sammlerin und wehre mich standhaft dagegen,
mehr als zwei Exemplare des Gleichen zu
besitzen. Mit einer Ausnahme: Socken. Besonders im Winter.
Daria Lederrey
Chefredaktorin
06
14
Schwerpunkt So entstehen
die weltberühmten Briefmarken
der Schweizerischen Post.
Poststellen Gemeinsam
eröffnen die Post und PostFinance
ein neuartiges Filialmodell.
28
20
Gesundheitskarte Wie wir
unsere Patientendaten ab 2015
selber verwalten werden.
Hockey Academy Mit einem
visionären Projekt will man die
Nachwuchsförderung optimieren.
Aktuell
05 News Die neuen Weihnachtssondermarken sind da.
06 Schwerpunkt Schweizer Briefmarken sind technologische Meisterwerke.
12 Jungfraujoch Die Post hat die Briefeinwürfe modernisiert, auch auf 3500 m ü. M.
12 Impressum
13 Der Postbote Warum Hans von Allmen die Post mit dem «Horeschlitten» zustellt.
14 Poststelle Das Kombi-Modell «Insieme» von Post und PostFinance.
15 Kundenzufriedenheit Gute Noten für das Dienstleistungsangebot der Post.
16 Das Serviceposter Die wichtigsten Brief- und Paketpreise auf einen Blick.
Service
19 News Wie Sie Ihre Krankenkassenrechnungen elektronisch bezahlen.
20 Gesundheitskarte Die Post ist an den ersten Tests beteiligt.
21 Das historische Bild Weihnachtspakete auf der Zürcher Sihlpost (1961).
22 Weihnachtsgeschenke Alle Aufgabe- und Öffnungszeiten der Post.
23 Fensterplatz Mit PostAuto-Fahrer Stéphane Roten durchs Val d’Hérens.
24 Mobiles Leben Eine Ausstellung zeigt, wie das Handy unseren Alltag veränderte.
Dialog
25 News Wählen Sie das Klimaschutzprojekt der Post für 2011.
26 PostFinance Classics Das «magazin»-Interview mit Stargast Thomas Hampson.
28 Hockey Academy Die Post unterstützt die Planung eines Leistungszentrums.
29 Gewinnen Sie! Tickets für ein Hockey-Länderspiel, die PostFinance Classics usw.
30 Leserreise Erleben Sie mit PostAuto den Frühling in Ligurien und der Toscana.
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Aktuell 5
magazin November 2010
Aktuell
PostFinance Card
Onlineshopping
Bargeldbezug bei Manor
Nespresso online zahlen
Seit Ende Mai können Kundinnen
und Kunden von PostFinance in
71 Manor-Filialen am Kundendienst gratis Bargeld beziehen.
Auch in Migros- und SparFilialen und an SBB-Schaltern
existiert dieser Service. In der
Schweiz stehen den Besitzern
einer PostFinance Card mittlerweile 4500 Zugangspunkte zur
Verfügung. Mit den 2,65 Millionen PostFinance Cards wurden
2009 rund 62 Millionen Bargeldbezüge an Geldautomaten,
in Poststellen und im Handel getätigt. RH
Die einen schwören auf das bequeme Kapselsystem, die
anderen erliegen dem
Werbecharme
von George
Clooney: Nespresso überzeugt
auf diversen Ebenen. Künft ig
kommen auch alle Cyberfans auf
ihre Kosten, denn PostFinance
und Nestlé arbeiten bei Einkäufen im Internet zusammen. Das
Finanzinstitut verarbeitet die
Bezahlung von Interneteinkäufen von Nespresso, Dolce Gusto
und Special.T in der Schweiz und
in diversen Ländern weltweit.
Nestlé wird somit zum grössten
Kunden von PostFinance im Onlineshopping. RH
Detailliert
Fahrplanwechsel
Πwww.nespresso.ch
Vorteilhaft
Fnac-Kundenkarte
Die Briefmarke
Alle Jahre wieder: Kurz bevor
das Christkindli seine Runden
dreht, ändern die Abfahrtszeiten
im öffentlichen Verkehr. Am
12. Dezember tritt der neue Fahrplan bei PostAuto in Kraft. Änderungen mit nationalen Auswirkungen wird es nicht geben, aber
solche, die für einzelne Regionen
und Gebiete von Bedeutung sind.
Alle Infos und einen Wettbewerb
mit tollen Preisen finden Sie online unter RH
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Lieferservice
Post installiert Migros-PCs
Bücher, CDs, Filme, Veranstaltungstickets, Unterhaltungselektronik, Handys – bei Fnac bekommt man fast alles, was irgendwie der Unterhaltung dient.
Seit Anfang März bietet das
Unternehmen seinen Kunden sowie rund 150 000 registrierten
Karteninhabern die Treuekarte
Duo, die eine Zahlungsfunktion
beinhaltet. Wer schon eine Kundenkarte hat, kann sie in eine
Carte Duo umwandeln. Sie bietet
vorteilhafte Finanzierungslösungen, einfaches Bezahlen an der
Kasse sowie 20 Prozent mehr
Treuepunkte. Die neue Zahlungsfunktion wurde zusammen mit
Swiss Post Solutions, einem Konzernbereich der Schweizerischen Post, erarbeitet. RH
Πwww.fnac.ch
Erfolgreich
Fotos: Die Schweizerische Post, iStockphoto, Nespresso
100. Agentur bei Volg
Er wies schon den drei Weisen den Weg nach Bethlehem. Nun ziert der Stern die diesjährigen Weihnachtssondermarken: Auf jeder einzelnen Briefmarke ist er
abgebildet, glitzert und funkelt silbern im Licht. Die drei
Sujets Kerze, Schneeflocke und Engel bilden so den
glanzvollen Höhepunkt der laufenden Weihnachtsserie.
Und sorgen dafür, dass die Weihnachtsgrüsse ganz
bestimmt ihren Weg zu den Liebsten finden. DL
Briefmarken ab sofort erhältlich unter
Πwww.post.ch/philashop
Der orange und der gelbe Riese
spannen zusammen: Neu können sich Kunden, die bei melectronics einen PC gekauft haben,
das Gerät nach Hause liefern und
es auch gleich noch vom Fachmann einrichten lassen. Spezialisten von der IT ServiceHouse
AG, einer Tochtergesellschaft der
Post, übernehmen diesen PCService schweizweit. RH
Πwww.melectronics.ch
Im thurgauischen Hörhausen
konnte in einem Volg-Laden die
100. Agentur eröffnet werden.
Mittlerweile gibt es in 13 Kantonen Postagenturen in Volg-Verkaufsstellen. Seit der Einführung
Anfang 2007 hat die Post ihr
Agenturmodell schon an gut 340
Standorten umgesetzt. RH
6 Aktuell
Gezähnte Leidenschaft
Die Briefmarken der Schweizerischen Post sind dank ihrer Qualität und ihrem Design weltberühmt.
Aber wie werden die Sujets ausgewählt und die Marken gestaltet? Ein Blick hinter die Kulissen.
Spezielle Briefmarken: Ob gestickt, mit Schokoladengeschmack oder in Lentikulartechnik – die Marken der Schweizerischen Post sind
technische und grafische Meisterwerke (Beschreibung siehe Seite 8).
Aktuell 7
magazin November 2010
Text von Anja Thomas
Die Briefmarke hat 1840 das Post­
wesen revolutioniert. Statt wie
bisher das Porto beim Empfänger
einzuziehen, bezahlte fortan der
Absender. Die Schweiz war von Be­
ginn weg bezüglich Qualität und
Design führend – und sie ist es bis
heute. Die erste Stickereimarke,
die erste Marke mit Schoggiduft,
die erste in Lentikulartechnik –
Schweizer Briefmarken sorgen im­
mer wieder weltweit für Schlagzei­
len. Hat das System? «Es geht uns
nicht um den Gag. Die Innovation
muss einen Bezug zum Thema ha­
ben. Wir suchen einen Mix aus
Techniken und Motiven.» Kurt
Strässles Fachgebiet ist rund neun
Quadratzentimeter gross, bunt,
gezähnt und heute meist selbst­
klebend. Eine kleine Fläche für
grosse Botschaften. «Die Marke ist
>
Gebrauchsgegenstand und
8 Aktuell
Kulturgut zugleich.» Was sie
>
vermittle, sei mal vordergründig, mal
versteckt, aber immer beabsichtigt.
Dass es ihm zuerst um Kultur geht,
verhehlt der Leiter Briefmarken und
Philatelie bei der Post nicht. «Briefmarken spiegeln die Identität eines
Landes wider. Seine Kulturgeschichte zeigt sich auch in der grafischen Umsetzung.» Doc h auch Kulturgüter brauchen Abnehmer. Und
das Markenpublikum ist heterogen.
Zum einen sind da die Postkunden,
sprich wir alle. Wer hortet nicht eine
Auswahl Kleinode für besondere
Zwecke? Das alpine Dreigestirn von
Bernadette Baltis – Europas schönste Marke 2006. Fasnachtsmarken
von Vetsch, für die die Basler im Januar stundenlang in der Kälte ausharrten. Pro-Juventute-Rosen fürs
Grosi – für die Enkelin Prinzessin
Lillifee. So vielfältig der Geschmack
der breiten Bevölkerung, so bunt ist
die Sujetauswahl. Was eingefleischten Sammlern – der anderen Hauptzielgruppe – nicht immer passt.
Kostspieliges Hobby
Der Händler und Sammler
Jean-Paul Bach, 1952, gründete 1981 ein Auktionshaus, das heute im
Schweizer Markenversandhandel führend ist. Im Juni versteigerte er eine
Doppelgenf für die Rekordsumme von 270 000 Franken. Ausserphilatelistisch ist der Basler Obmann der Clique Privé-Waggis. Œ www.bach-philatelie.ch
«Zürich 4»
und «Zürich 6»
Ausgabedatum:
1.3.1843
Sondermarken der Schweiz:
Innovationen in Serie (Seite 6–7)
02
01
03
08
07
04
09
10
02
11
12
05
13
06
14
01 mit Hologramm, Rega, 2002
02 in Lentikulartechnik (5 Bilder
übereinander), 100 Jahre Museum für Kommunikation, 2007
03 gelocht, Eidgenössisches
Schützenfest, 2010
04 Roger Federer, er erhielt als
einziger Schweizer zu Lebzeiten
eine Marke, 2007
05 Jean Tinguely, von Künstler entworfene Gemeinschaftsmarke
der Schweiz und Frankreich, 1988
06 mit digitalem Code (BeeTagg)
als Link, Schweiz Tourismus,
2007
07 mit optischem Effekt durch
Mehrfachdruck, der Gletscherrückgang zeigt, 2009
08 massgetreue Verkleinerung der
Hunderternote, 100 Jahre
Schweizer Notenbank, 2007
09 mit Brailleschrift, 100 Jahre
Schweizerischer Zentralverein
für das Blindenwesen, 2003
10 in Form eines Dreiecks, Europamarke 100 Jahre Pfadi, 2007
11 aus Holz, Thema Schweizer
Rohstoff, 2004
12 mit Schokoladenduft, 100 Jahre
CHOCO SUISSE, 2001
13 «lebende» A-Post-Marke,
durch 10 000 Menschen nachgebildet, Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde, 1996
14 mit St. Galler Stickerei, Weltpremiere, 2000
Männlich, leicht ergraut, konservativ – introvertierte Stubenhocker
halt. So charakterisiert Jean-Paul
Bach den Durchschnittsphilatelisten und widerlegt einige der Vorurteile gleich selbst. Der Händler,
Auktionator, Gutachter und Markenbroker ist offen, umtriebig und
ständig unterwegs. Tausende von
Kilometern legt er jährlich zurück,
um Marken zu kaufen oder Interessierte zu beraten, wie sie ihre – häufig geerbten – Sammlungen am besten zu Geld machen. Trouvaillen
seien heute selten dabei. Und doch
muss er gut davon leben, denn er
frönt einem kostspieligen Hobby. Er
sammelt Basler Tauben. Die Basler
Kantonalmarke zu 2½ Rappen ist
nach der Zürich 4 und 6 sowie der
Doppelgenf die dritte Schweizer
Marke und die fünfte weltweit.
1845 – vor Gründung der Bundespost – ausgegeben, ist sie nicht nur
die erste farbige, sondern auch die
erste mit Prägung und überhaupt
«die einzige charismatische Marke
der Welt».
Bach ist den seltenen Tauben
verfallen, hat ihnen ein viel beachtetes Buch gewidmet und schlägt
nun eines seiner Alben auf: Prachtexemplare, sauber geschnitten, auf
Brief, jedes gut 45 000 Franken
wert – «Viagra für Philatelisten».
Aus berufener Quelle heisst es, seine vielfach ausgezeichnete Kollektion sei die grösste, die wertvollste
der Welt. Gesamtwert? Der Basler
gibt sich bescheiden: «Was an Herz-
Aktuell 9
magazin November 2010
blut drinsteckt, ist unbezahlbar –
solange man sammelt. Und zählen
ist etwas für Buchhalter.»
Von 600 auf 300 Mio. Briefmarken
Die jährliche Druckauflage von Briefmarken hat sich in den vergangenen
15 Jahren bei der Schweizerischen Post halbiert: Sie ging von 600 Millionen
auf rund 300 Millionen Exemplare zurück. Der Umsatz mit Briefmarken
beläuft sich aktuell auf rund 420 Millionen Franken pro Jahr (2009). Davon
werden etwa 20 Millionen Franken durch Sammler und Philatelisten erzielt.
Der Rückgang des Briefmarkenverkaufs geht einher mit dem gesamten
Rückgang des Briefvolumens. Elektronische Medien verdrängen mehr
und mehr das traditionelle Briefeschreiben. Das Internet bietet aber auch
neue Frankiermöglichkeiten: Webstamp, die elektronische Briefmarke der
Post. Bis Mitte 2010 haben sich bereits 160 000 Kunden online registriert
und über 25 Millionen WebStamps kreiert. DL
Sorgfältige Sujetauswahl
Aufwändige Produktion
«Jeanne Herschs Klarheit gefällt mir.
Ich mag es schlicht und sprechend»,
sagt Tessa Gerster, die die im >
«Doppelgenf»
Ausgabedatum:
30.9.1843
Der Experte
Kurt Strässle, 1958, ist seit 1999 bei der Post für die Briefmarkengestaltung zuständig. Von Haus aus Fotograf und Grafiker steht der Kulturvermittler für technische Vielfalt und künstlerische Qualität – was sich
in den Markenausgaben widerspiegelt. Πwww.post.ch/philatelie
«Basler Taube»
Ausgabedatum:
1.7.1845
Fotos: Cédric Widmer; Quelle: Museum für Kommunikation
Als Präsident des Schweizer Briefmarken-Händler-Verbands (SBHV)
hat Bach Einsitz in die Markenjury
der Post. Das Gremium entscheidet,
welche Entwürfe umgesetzt werden. Bis es tagt, hat Kurt Strässles
Postteam das Gros der Arbeit getan.
Mit 2010 hatte es sich bereits 2008
befasst und sich gefragt: Welche
wichtigen Veranstaltungen stehen
dann an? Welche verstorbene herausragende Persönlichkeit liesse
sich wann ehren? Welche Institution feiert ein Jubiläum? Und was
wird politisch ein Must? Gesuche
von interessierten Organisationen
werden geprüft. Einige, wie Pro Patria und Pro Juventute, stehen fest
auf dem Programm. Ist die Auswahl
gemacht, hat der Postchef das letzte
Wort. Künstler werden beauftragt
oder eingeladen, sich im Wettbewerb zu messen. Die Entwürfe kommen dann vor die Markenjury, in
der neben Post und SBHV auch der
Verband der Schweizerischen Philatelisten-Vereine, das Museum für
Kommunikation, die eidgenössische
Kunstkommission und bei Gesuchen die beteiligten Organisationen
vertreten sind.
Rund vierzig Marken in vier
Ausgaben bringt die Post jährlich
heraus – bei gleichbleibendem Nominalwert von unter 60 Franken.
Eine Konstanz, die für kluge Ausgabepolitik steht. Denn so bleibt das
Hobby für alle erschwinglich und
die Marken werden nicht als Umsatztreiber missbraucht. Bei Sondermarken wird die Auflagenhöhe im
Voraus bestimmt. Ladenhüter werden nach Verkaufsschluss geschreddert. Aber welches sind die Renner?
Die Pingu- und die Alinghi-Marken
liefen gut. Und die Federer-Marke
wurde 5,6 Millionen Mal verkauft.
Ein heikles Thema, denn laut UVEKVorgabe dürften so nur Tote geehrt
werden. «Roger Federer ist eine
Ausnahmeerscheinung, wie seine
Marke auch», Kulturmensch Strässle windet sich, «wir wollten kein
Präjudiz schaffen. Federer hat im
Sport Geschichte geschrieben, er ist
eine Persönlichkeit mit nachhaltigem, einzigartigem Lebenswerk.»
Marken verraten viel über die Vorbilder ihrer Entstehungszeit.
10 Aktuell
>
September erschienene Marke
zu Ehren der Genfer Philosophin
(1910–2000) gestaltet hat. Und wie
hat sie sich als junge Frau der grossen alten Kämpferin für Freiheit
und Menschenwürde genähert?
«Ich gehe immer gleich vor. Zuerst
recherchiere ich falls nötig zum
Träger, dann zum Motiv», sagt die
Dreissigjährige, die in Lausanne
ein Atelier für visuelle Kommunikation betreibt.
Sie fing an zu lesen, Bücher über
die Philosophin und Bücher von ihr.
Sie schaute sich Videos an, um mit
Herschs Bewegungen vertraut zu
werden – und wählte als Vorlage
für ihren Entwurf ein SchwarzWeiss-Foto, einen Schnappschuss,
aus. Die Schultern dem Betrachter
zugewandt, blickt die junge Hersch
über die Schulter zurück. Der Chignon bildet optisch den Mittelpunkt.
Die Körpersprache entspreche gut
der Geisteshaltung der streitfreudigen Denkerin: «Sie wirft einen
Blick zurück auf das Gelebte, bleibt
dabei aber zukunftsgewandt. Fassbar sind ihr vifer Geist und die innere Suche, es eint Beweglichkeit
und Tiefe.»
Tessa Gerster zeichnet zuerst
von Hand, arbeitet dann mit Grafikprogrammen, wobei sie immer wieder die Versionen im Originalformat
ausdruckt und die Wirkung überprüft. Sie spielt mit Schatten und
Licht. Und mit Farbe. «Fuchsia ist
eine moderne Farbe. Sie macht das
Porträt zeitgemäss, lebendig und
feminin», sagt die begabte Künstlerin. Ihre Fingernägel sind im selben Ton lackiert.
Die Grafikerin
Tessa Gerster, 1980, schloss ihre Ausbildung 2006 an der Ecole romande
d’art et de Communication in Lausanne ab. Zuletzt erschienen sind ihre
Pro-Juventute-Marken zum Thema Kind und Geld. Auch den Familienkalender 2011 der Stiftung gestaltet sie. Die Grafikdesignerin lebt und arbeitet
in Lausanne. Πwww.tessagerster.ch
«Sitzende Helvetia»
oder «Strubeli»
Ausgabedatum:
ab 1854
«Sitzende Helvetia
gezähnt»
Ausgabedatum:
ab 1862
Lernen vom Panini-Effekt
Bilder, die haften
«Stehende Helvetia»
Ausgabedatum:
ab 1882
Das Museum für Kommunikation in Bern – eine
Stiftung von Swisscom und der Post – besitzt
eine der grössten öffentlich zugänglichen Briefmarkensammlungen der Welt. Ein Grossteil davon
wird in der Ausstellung gezeigt. Die Kuratoren
vertrauen dabei auf die Kraft der Bilder und zeigen
die winzigen Sujets in Lebensgrösse. Der Besucher begeht eine skurrile,
sinnliche Welt aus Schweizer Markenmotiven. Spielerisch ist auch der Automat, an dem Gross und Klein eigene Marken frei gestalten können. Die
wertvollste Kollektion von Schweizer Marken wie dem legendären 15er-Bogen der Basler Taube und Varianten der sitzenden und stehenden Helvetia
ist der andere Ausstellungsmagnet. AT
Infos unter
Πwww.mfk.ch
Foto: Cédric Widmer; Quelle: Museum für Kommunikation, Lisa Schäublin
Trotz Topqualität und Innovation:
Die Zahl der Markenabonnements
der Post geht zurück, die philatelistische Stammkundschaft schrumpft –
altersbedingt. Hat die Briefmarke
als Sammelobjekt überhaupt eine Zukunft? «Absolut», ist Jean-Paul Bach
überzeugt. Der Run auf die Fussballbilder von Panini zeige doch, dass –
und wie! – gesammelt werde. «Die
Post lässt sich viel einfallen, um die
Jugend zu erreichen», sagt der erfolgreiche Händler, aber sie müsse
noch populärer werden. «Ich meine
keinen Sauglattismus wie Briefmarken aus Holz, sondern volksnahe
Sujets auf Papier.» Was heisst das
konkret? «Wüsste ich das, hätte
ich ausgesorgt.» Aber Amerika mache es vor. «Die geben 100er-Bogen
mit Astronauten, Präsidenten und
Häuptlingen heraus.» Dann schmunzelt er: «Aber finde du mal hundert
Indianer in der Schweiz.»
n
Kleinformate ganz gross
Jahrbuch der Schweizer Briefmarken 2010
■
■
■
49 gesammelte Originale reich illustriert
Inhaltlich wertvoll – Wissenswertes in vier Sprachen erzählt
Ein aussergewöhnliches Zeitdokument – ein ideales Geschenk
Schweizer Briefmarken 2010
Bestellen Sie das Jahrbuch jetzt unter +41 (0)848 66 55 44
oder über www.post.ch/philashop.
12 Aktuell
Wenn Briefkästen reisen
Die Post hat in den letzten drei Jahren in der ganzen Schweiz
ihre Briefeinwürfe modernisiert, sogar auf 3500 m ü. M.
1000 Schweizer «teilen» sich
eine Optimierung der Stand­
exakt 1,9 Briefeinwürfe, weiss
orte. Neu sind Briefeinwürfe
die Statistik und setzt unser
an gut frequentierten und
Land damit auf Platz fünf der
sichtbaren Standorten plat­
ziert, zum Beispiel an Bahn­
Top 15 in Europa. Die Schweiz
verfügt also über ein dichtes
höfen. Was aber hat ein Brief­
Netz an Briefeinwürfen – und
kasten auf dem Jungfraujoch
dank dem neuen Modell auch
auf 3500 m ü. M. zu suchen?
über eines der sichersten. Ungewöhnliche Fracht für die Jung- Dort bleibt er gemäss Köchlin
Denn das Modell ist nicht nur fraujochbahn – der neue Briefaus Imagegründen. Denn der
robust gebaut, sondern hat einwurf auf dem Weg zum Gipfel.
Briefeinwurf «Top of Europe»
wird gerne von Touristen ge­
ein Sicherheitsschloss, eine
Rückholsperre und einen Ein­
nutzt. Für die Schweizerin­
sichtsschutz! Die Säulenform
nen und Schweizer stehen
macht es zudem auch für
mit den rund 15 000 Briefein­
Kunden im Rollstuhl gut zu­
würfen ja immerhin noch ge­
gänglich. Seit 2006 montiert die Post sukzes­ nügend andere zur Auswahl. Wer seinen
sive überall im Lande die alten Briefeinwür­ Briefkasten nach der Modernisierung am
fe ab – 13 unterschiedliche Modelle waren angestammten Platz vermisst, der findet den
im Einsatz – und ersetzt sie durch das mo­ neuen Standort übrigens auch online auf der
derne Einheitsmodell. Dabei hat sie auch die Standortkarte, voraussichtlich ab Frühjahr
Standorte systematisch überprüft. «Das 2011. Dank der Post­App kann die Karte
Netz ist historisch gewachsen und ent­ auch jederzeit unterwegs auf dem Handy
spricht heute nicht mehr den Bedürfnissen konsultiert werden. DL
der Kundinnen und Kunden», erklärt Pro­
jektleiter Urs Köchlin. «Sie werfen ihre Brie­
fe hauptsächlich auf dem Weg zur Arbeit
oder zum Einkaufen ein.» Ziel des Netz­
umbaus war deshalb nicht nur die Moderni­ Infos unter
sierung der Briefeinwürfe, sondern auch Œ www.post.ch/standorte
Impressum
Herausgeberin
Die Schweizerische Post
Kommunikation
Viktoriastrasse 21
Postfach
3030 Bern
Konzept
lemongrass communications ag
Arnold. Inhalt und Form AG
Chefredaktion
Daria Lederrey (DL)
Kommunikation, Die Schweizerische Post
Autorinnen/Autoren
Michael Flückiger (MF)
Hans-Ueli Friedli (HF)
Monika Gurtner (MG)
Ruth Hafen (RH)
Lucie Hribal (LH)
Marc Amstutz (MA)
Marie-Aldine Béguin (MB)
Michael Krobath (MK)
Anja Thomas (AT)
Produzent
Michael Krobath (MK)
Gestaltung und Layout
Michael Suter, Petra Siegenthaler,
Rahel Würmli/Petra Feusi (Projektmanagement)
www.arnold.inhaltundform.com
Übersetzung und Korrektorat
Sprachdienst, Die Schweizerische Post
Lithografie
Marti Media AG
www.marti-media.ch
Anzeigen
Creative Media GmbH, Manuel Loureiro
www.c-media.ch, Telefon 043 322 60 30
Druck
Neue Zürcher Zeitung AG, NZZ Print
www.nzzprint.ch
Sprachen/Auflage
Deutsch: 1 451 100
Französisch: 635 470
Italienisch: 119 810
©
Die Schweizerische Post. Nachdruck mit
schriftlicher Erlaubnis der Kommunikation
der Post gestattet.
Kundendienst der
Schweizerischen Post
Montag bis Freitag 7–19 Uhr
Samstag 8–13 Uhr
Telefon: 0848 888 888
Fax: 0844 888 888
kundendienst@post.ch
Auch Touristen füttern fleissig die rund 15 000 Briefeinwürfe der Post – wie hier auf dem Jungfraujoch. Mitte August
installierte Postmitarbeiter Andreas Gäumann (links im Bild) den neuen Briefkasten auf 3500 m ü. M.
Aktuell 13
magazin November 2010
Der Postbote
10 Fragen an:
Hans von Allmen, Mürren (BE)
1. Wie kam es, dass Sie Postbote wurden?
Fotos: Stefan Walter
Name Hans von Allmen
Wohnort Mürren
Alter 39
Zivilstand getrennt, eine Tochter
Hobbys Schwyzerörgeli, Skifahren, Trychler-,
Trachten und Samariterverein
Angestellt bei der Post 16 Jahre
Das geschah aus heiterem Himmel. Ich
hatte ursprünglich Landwirt gelernt. Später
arbeitete ich im Sommer auf der Alp und im
Winter als Pistenpatrouilleur. Eines Tages
fragte mich der Posthalter, ob ich sein Nachfolger werden möchte. Klar, habe ich geantwortet.
2. Wie beginnt Ihr Arbeitstag?
Um 6.20 Uhr entschärfe ich die Alarmanlage
der Poststelle. Dann gehe ich zur Station der
Luftseilbahn, die jeweils um 6.35 Uhr die
Post aus dem Tal zu uns heraufbringt. Denn
Mürren liegt auf 1650 Meter und kann nur
mit der Seilbahn erreicht werden. Pro Tag
kommt da einiges an Post zusammen, zwischen 500 bis 800 Kilo.
3. Im Winter sind Sie jeweils mit
dem Hornschlitten unterwegs,
wie kam das?
Der Horeschlitten – wie wir ihn nennen –
war im Winter das traditionelle Transportgefährt der Bergbauern und auch der Pöstler. Als ich meine Stelle antrat, habe ich zwei
hundertjährige Schlitten aus dem Keller geholt und wieder instand gestellt. Denn sie
bieten für mich die beste und schnellste
Möglichkeit, um runter nach Gimmelwald
zu kommen. Wenn ich richtig Gas gebe,
brauche ich für die vier Kilometer keine
zehn Minuten.
4. Ist das nicht lebensgefährlich?
Man muss schon höllisch aufpassen, denn
bisweilen sind viele Schlittler unterwegs.
Aber bisher ging alles gut. Da ich als Kind
mit dem Horeschlitten tonnenweise Holz
transportieren musste, habe ich ihn unter
Kontrolle.
5. Welcher Briefkasten fordert Sie
am meisten heraus?
In Gimmelwald gibt es einige Häuser, die nur
zu Fuss und auf steilen Bergpfaden zu erreichen sind. Das verlangt die richtige Ausrüstung und ein bisschen Kondition. Aber für
mich ist das kein Problem. Meine frühere
Arbeit als Landwirt war wesentlich anstrengender.
6. Von den 350 Einwohnern heisst
in Mürren jeder zehnte von Allmen –
wie Sie. Kommt es da bei der
Zustellung zu Verwechslungen?
Das kann vorkommen, denn einige haben
auch noch den gleichen Vornamen. Aber in
der Regel habe ich das im Griff. Schliesslich
bin ich mit den meisten verwandt.
7. Welches sind die beliebtesten
Postkartensujets von Mürren?
Das Schilthorn und natürlich die verschiedenen Sujets mit James Bond. 1968 wurde
hier oben der Bond-Klassiker «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» gedreht. Noch heute
gibt es in Mürren Bond-Ausstellungen und
eine 007-Kabine der Gondelbahn.
8. Man erlebt auf den Touren so
einiges: Ihr speziellstes Erlebnis?
Im Sommer 2007 hagelte es einmal so stark,
dass ich für eine halbe Stunde unter ein
Scheunendach flüchten musste. In den Bergen geht man bei Unwettern lieber auf Nummer sicher. Einmal schlug der Blitz zwanzig
Meter neben mir ein, und der Druck war so
gewaltig, dass mir der Rechen aus der Hand
geschleudert wurde.
9. Wann ist Ihre Tour zu Ende?
Zwischen 12 und 13 Uhr bin ich fertig. Die
letzten Kunden auf meiner Tour sind meine
Eltern in Gimmelwald. So kann ich jeweils
bei ihnen zu Mittag essen. Das ist äusserst
gäbig.
10. Wären Sie nicht Postbote,
was dann?
Vermutlich wäre ich noch immer Pistenpatrouilleur oder Angestellter der Schilthornbahn. Aber es ist gut so, wie es gekommen ist. MK
14 Aktuell
Die Poststelle der Zukunft
Ab Herbst 2011 begrüssen Post und PostFinance ihre Kundinnen und Kunden erstmals an einem
integrierten Poststandort. Der ideale Ort für eine umfassende und komfortable Beratung.
Finanzberatung
Postschalter
Wer sich für Finanzdienstleistungen
interessiert, erhält erste Informationen an der Kurzberatungstheke und kann sich danach
individuell in diskreten Räumen
beraten lassen.
Päckli oder Briefe aufgeben,
Einzahlungen machen –
Sie werden wie bisher am
Schalter bedient, aber
neu ohne trennende
Glasscheibe.
Wartezone
Wie eine Lounge präsentiert
sich der Wartebereich der
Poststelle. Gemütliche Sitzinseln laden zum entspannten Verweilen ein.
Ein wenig müssen sich die Kundinnen und
Kunden der Post noch gedulden, bis sie den
ersten integrierten Poststandort betreten
können. Vorgestellt hat Konzernleiter Jürg
Bucher das zukunftsweisende Modell zwar
Anfang Oktober, eröffnet werden die ersten
drei Filialen aber voraussichtlich erst ab
Herbst 2011 in Horgen, Martigny und Köniz.
Bis 2012 will die Post bereits an zehn Standorten mit dieser Art von Kombi-Poststelle
präsent sein. Dafür investiert der Konzern
bis Ende 2012 40 Millionen Franken. Bewähren sich die Poststellen, könnten es bis Ende
2014 sogar an die 30 Standorte sein.
Was steckt hinter dem integrierten Poststellenmodell? Wie der Name bereits sagt,
kombiniert es die Dienstleistungen des
Unternehmens an einem Ort – und zwar die
klassischen Postprodukte mit den Finanzprodukten. Das moderne Erscheinungsbild
vermittelt den Kundinnen und Kunden ein
neues Einkaufserlebnis: Sie erhalten ein
komplettes Angebot von Post- und Finanzdienstleistungen an einem Standort.
Das neue Filialenkonzept sieht denn
auch die umfassende und komfortable Beratung in allen Fragen rund um das Angebot
von Post und PostFinance vor (siehe Zonenbeschreibung im Bild). Wie bisher beinhaltet
die Poststelle der Zukunft einen Shop mit
verschiedenen Markenartikeln. Aus gutem
Grund, denn die Post erzielt mit dem Ver-
kauf von Drittprodukten jährlich einen
Umsatz von fast 500 Millionen Franken.
Mit den integrierten Standorten entwickelt die Post ihr Verkaufsnetz kundennah weiter. Sie bedient Kunden dort, wo sie
sind – mit dem Zugangspunkt, der ihren
Bedürfnissen am besten entspricht. Mit
ihren Agenturen ist die Post an attraktiven
Standorten und mit grosszügigen Öffnungszeiten präsent. Teilweise sind die Agenturen
auch am Samstag und am Sonntag geöffnet.
Dank dem Hausservice wiederum können
Kunden die wichtigsten Postgeschäfte an
der Haustür erledigen. In Quartieren mit
vielen Unternehmen bietet die Post Geschäftskundenschalter an, an denen Pakete
Aktuell 15
Foto: Pierre-Yves Massot; Grafik: Die Schweizerische Post
magazin November 2010
Einkaufszone
Ein modernes Einkaufserlebnis bietet der Shop
mit einer breiten Auswahl an
bekannten Markenartikeln
(Drittprodukte).
Lob der Postkunden
Die diesjährigen Umfragen zur Kundenzufriedenheit bestätigen, dass die
Post mit ihrer beharrlichen Sicherung der Dienstleistungsqualität nach
wie vor auf dem richtigen Weg ist. Sie hat die Note «sehr gut» erhalten.
Die Post erbringt täglich Höchstleistungen «für die anspruchsvollsten Kunden
der Welt» und sie prüft alljährlich, wie
gut sie ihr Motto umsetzt. Dass es ihr
auch in diesem Jahr gelungen ist, belegen die neusten Kundenumfragen. Der
Grosskonzern hat die hohen Erwartungen an seine Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit sowie an sein Dienstleistungsangebot und Qualitätsbewusstsein
nicht nur erfüllt, sondern häufig übertroffen.
Die bei rund 20 000 Privatkunden und
9000 Geschäftskunden durchgeführte
Befragung zur Kundenzufriedenheit ergab über alle Konzernbereiche hinweg
einen Schnitt von 80 Punkten (bei 100
möglichen Punkten) – ein sehr gutes Resultat. Dieses zeugt nicht zuletzt vor
dem Hintergrund des Wettbewerbsdrucks in den entmonopolisierten Geschäftsfeldern von Leistungsstärke und
Kundennähe der Post. Die Privatkunden
geben ihr mindestens ebenso gute oder
sogar bessere Noten als im letzten Jahr,
beispielsweise in Bezug auf das Angebot
und die Betreuung an den Postschaltern
(87 Punkte wie im Vorjahr). Die Zufriedenheit mit der Zuverlässigkeit und der
Einfachheit der Dienstleistungen von
PostFinance ist angestiegen (von 84 auf
85), ebenso wie die der Kundinnen und
Kunden, die von den heuer erweiterten
touristischen Linien von PostAuto begeistert sind (von 81 auf 83).
Eine weitere jährlich durchgeführte
Umfrage unter den Empfängerkunden
zollt den Zustellbotinnen und -boten
ebenfalls grosses Lob (92 von 100 Punkten, wie im Vorjahr). Die Kundinnen und
Kunden, die ihre Post täglich in ihren
Briefkästen oder Postfächern vorfinden
oder sie von den Zustellern persönlich
entgegennehmen, schätzen insbesondere die Diskretion und die Freundlichkeit, mit der sie bedient werden. LH
Konstant hohe Kundenzufriedenheit
Auch 2010 zeigen sich die Kundinnen und Kunden nahezu aller Postbereiche noch zufriedener als
im Vorjahr – dank deren Beratungskompetenz und den Dienstleistungspaletten, die sich an den Bedürfnissen der Privatkunden oder auch an den Wertschöpfungsketten der Geschäftskunden orientieren.
m 2010
m 2009
100
über 80 Punkte
sehr zufrieden
80 80
81
78
80
83
81 80
79 79
76
75
75
72
85 84
87 87
81
73
Poststellen und Verkauf, Privatkunden
PostFinance, Privatkunden
PostAuto, Touristen
PostAuto, Pendler
Poststellen und Verkauf, Geschäftskunden
PostLogistics, Geschäftskunden
PostMail, Geschäftskunden
PostFinance, Geschäftskunden
unter 60 Punkten
unzufrieden
Swiss Post International, Geschäftskunden
60
Swiss Post Solutions
Infos und Bilder unter
Πwww.post.ch/news
78
von 60 bis 80 Punkten
zufrieden
Konzern Post
und Briefe aufgegeben werden können.
Um noch kundennäher zu sein, prüft die
Post zurzeit, wie sie eine Kombination
dieser verschiedenen Formate umsetzen
könnte. In Ballungsräumen könnte eine
Mischung aus integrierten Poststandorten,
Poststellen, Agenturen und Zugangspunkten für Geschäftskunden die unterschiedlichen Bedürfnisse jeweils am richtigen
Ort erfüllen. DL
83 83
Die wichtigsten
Brief- und Paketpreise
Zum Herausnehmen und Aufbewahren: die wichtigsten Versandpreise, gültig seit 1. April 2010.
Unter www.post.ch/schalter finden Sie ausführlichere Informationen.
Format B4
Format B5
353 × 250 mm
250 × 176 mm
1.
2.
Grösse
3.
Gewicht
Wie gross ist mein Brief?
Wann muss mein Brief beim Empfänger sein?
Wie muss ich meinen Brief frankieren?
A
Y
PRIORIT
AIRE
PRIORIT
A-Post
1.–
B-Post
–.85
bis 250 × 176 mm
101–250 g
A-Post
1.30
B-Post
1.10
bis Format B4
1–500 g
A-Post
2.–
B-Post
1.80
501–1000 g
A-Post
4.–
B-Post
3.60
bis 353 × 250 mm
in 2–4 Werktagen 3
bis Format B5
bis 250 × 176 mm
Europa
in 2–3 Werktagen 2
1–100 g
bis Format B5
Schweiz
Brief in die Ecke halten,
um Grösse zu bestimmen
(Format B5/B4).
Zeit und Preis
Wie schwer
ist mein Brief?
morgen 1
bis Format B4 / B5
und
bis 20 mm Dicke
und
bis 1000 g Gewicht
So funktionierts
bis Format B4
bis 353× 250 mm
in 4–10 Werktagen 3
1–20 g
PRIORITY
1.40
ECONOMY
1.30
21–50 g
PRIORITY
2.60
ECONOMY
2.20
51–100 g
PRIORITY
3.70
ECONOMY
2.90
1–100 g
PRIORITY
4.30
ECONOMY
3.80
101–250 g
PRIORITY
7.–
ECONOMY
4.90
251–500 g
PRIORITY
12.50
ECONOMY
8.50
501–1000 g
PRIORITY
17.–
ECONOMY
10.50
Weitere Formate und die Preise für alle übrigen Länder finden Sie unter
Πwww.post.ch/vsc-kalkulator
A-Post/PRIORITY
Schnell da
A
Y
PRIORIT
AIRE
PRIORIT
Verschicken Sie Ihre Sendungen als A-Post! Sie zeigen so,
dass Ihnen der Empfänger
wichtig ist, und sichern sich
grössere Aufmerksamkeit.
WebStamp
Günstigere Pakete
Gestalten Sie Ihre Briefmarken
elektronisch selbst: Bestimmen Sie das Motiv – etwa ein
eigenes Foto – Porto, Menge
und Druckformat, und schon
haben Sie Ihre persönliche Onlinebriefmarke. WebStamps
können für In- und Auslandsbriefe sowie für Inlandspakete
verwendet werden. Pakete
bis 5 kg sind mit WebStamp
CHF 1.00 günstiger.
Πwww.webstamp.ch
1
2
3
4
Zustellung an Werktagen (Montag bis Samstag).
Keine Zustellung samstags.
Effektive Laufzeiten sind von der Destination abhängig.
Keine Zustellung samstags und sonntags. Bei Aufgabe
am Samstag erfolgt die Zustellung am Dienstag;
bei PostPac Economy in Ausnahmefällen am Mittwoch.
5 Paketannahme: am Vortag in der Regel bis 12 Uhr,
in ausgewählten Poststellen bis 16 Uhr.
2.
1.
Swiss-Kurier
0800 88 88 88
Gewicht
Zeit und Preis
Wie schwer
ist mein Paket?
morgen 4/ 5
PostPac PRIORITY
über 20 mm Dicke
oder
über Format B4
oder
ab 1000 g Gewicht
Schweiz
Der Swiss-Kurier holt überall
in der Schweiz und im
Fürstentum Liechtenstein Ihre
Kuriersendung ab und stellt
sie innert kürzester Zeit in diesen beiden Ländern zu. Gratistelefon 0800 88 88 88.
Wann muss mein Paket beim Empfänger sein?
Wie muss ich mein Paket frankieren?
A
übermorgen 4
PostPac ECONOMY
Y
PRIORIT
AIRE
PRIORIT
bis 2 kg
9.–
7.–
bis 5 kg
11.–
9.–
bis 10 kg
12.–
10.–
bis 20 kg
18.–
15.–
bis 30 kg
25.–
22.–
Die Preise für Pakete ins Ausland finden Sie unter
Πwww.post.ch/vsc-kalkulator
URGENT-Weltkurier
0800 45 45 45
URGENT, der Weltkurier
von TNT Swiss Post, liefert Dokumente und Waren sehr
schnell in über 200 Länder. Informationen erhalten Sie unter
der Nummer 0800 45 45 45
oder im Internet.
Πwww.post.ch/urgent-ware
Swiss-Express
«Mond»
Was mache ich, wenn ich weitere Fragen habe?
Alles von der
Post
Briefe und Pakete
einfach versenden
Für Privatkunden
– gültig ab 1.
April 2010
Unsere Broschüre enthält
weitere Informationen.
Πwww.post.ch/alles-von-der-post
www.post.ch/schalter
Poststelle
0848 888 888
Im virtuellen Postschalter finden Sie
ausführliche Informationen.
Antworten erhalten Sie in Ihrer
nächsten Poststelle.
Ihre telefonische Poststelle.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post und die dazugehörenden Verkaufsbroschüren inklusive Angaben der Preise bilden in ihrer jeweils gültigen Fassung die Grundlage für das Dienstleistungsangebot der Post.
Die Angebote und Preise gelten auch für das Fürstentum Liechtenstein. Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten. Preise Inland inklusive Mehrwertsteuer. Alle Preise in CHF.
Aufgegeben bis kurz vor
Schalterschluss, ist Ihr Paket
oder Ihr Brief mit Swiss-Express «Mond» am Folgetag
bis 9 Uhr beim Empfänger,
auch am Samstag.
Πwww.post.ch/swissexpress
www.posta.ch/sponsoring
Sie will ihre Freude teilen.
Annik, 11-jährig
2 × Weihnachten: 24.12.2010 bis 8.1.2011
Spenden Sie Geschenke für benachteiligte Menschen in der Schweiz und in Osteuropa.
Die Hilfsgüter können Sie auf Ihrer Poststelle gratis abgeben. Die Post leitet die Pakete
direkt ans Schweizerische Rote Kreuz weiter. www.2xweihnachten.ch
Eine Initiative von:
Service 19
magazin November 2010
Service
Hilfswerk
Plattform
Schutzstern für Kinder
Ferien beginnen online
Viermal im Jahr macht die Post
mit einem Hilfswerk eine Verkaufsaktion. Im November ist
das ein reflektierender
Schutzstern für
Kinder, anzubringen an Kleidung
oder Schultasche.
Ein Teil des
Erlöses geht
an Terre des
Hommes. Im Februar 2011 folgen
anlässlich des
internationalen
Kinderkrebstags (zugunsten der Krebsliga Schweiz)
die von Ted Scapa entworfenen Teddybären. RH
DirectFactory
Süsse Grüsse
Finanzratgeber
Ein bekanntes Phänomen: Kaum
aus den Ferien zurück, packt
einen schon wieder das Fernweh. Aber bis zum nächsten
Urlaub gehts noch Monate. Einen
Katalog bestellen könnte man ja
trotzdem schon mal: Auf der Onlineplattform Holiday-Infoshop
von Swiss Post International stehen Kataloge mit Ferienangeboten aus dem nahen europäischen
Ausland bereit. Vergessen, aus
den letzten Ferien Postkarten zu
schicken? Einfach die schönsten
Ferienfotos von zu Hause aus als
SwissPostCard versenden. RH
Πwww.post.ch/swisspostcard
Πwww.holiday-infoshop.ch
Soll ich meine Krankenkasse per E-Rechnung bezahlen?
Virtueller Postschalter
Criollo-Kakao, knuspriger Mandelkrokant, Pistazien, Haselnüsse … Mit dem Postkartentool von
DirectFactory kann nun auch ein
Schokoladewickel selber gestaltet werden (erhältlich ab 24 Exemplaren). Wer bekäme nicht
gerne solch exklusive Post? RH
Armin Brun,
Leiter Markt und Vertrieb
bei PostFinance
Ich empfehle Ihnen, sich bei den gewünschten Unternehmen für die
E-Rechnung zu registrieren. Dies ist
gerade bei Krankenkassen sinnvoll.
Als Kundin oder Kunde von PostFinance erledigen Sie Ihre Geldgeschäfte übers Internet. Ihr Konto, geführt
im E-Finance, ermöglicht Ihnen, Ihre
Rechnungen elektronisch zu empfangen, zu prüfen und auf die schnellste und einfachste Art zu bezahlen.
Sie gehen keine Risiken ein.
Bei Unstimmigkeiten lehnen Sie die
E-Rechnung einfach ab.
Die E-Rechnung ist sicher, effizient,
gratis und schont die Umwelt.
Fotos: Die Schweizerische Post
Sie entscheiden, wann und über
welches Konto Sie die elektronische
Rechnung (E-Rechnung) begleichen.
Sie haben die Möglichkeit, das
Ausführungsdatum zu übernehmen
oder zu ändern.
Sie können Ihre E-Rechnung ab
Eintreffen im E-Finance bis zum Ausführungsdatum jederzeit mutieren.
Jahrbuch
Auch wenn Türchen-Öffnen in
der Adventszeit ein verbrieftes
Vorrecht der Kleinen ist – es
macht auch Erwachsenen Spass.
Im virtuellen Postschalter dürfen ab 1. Dezember auch die
Grossen jeden Tag ein Türchen
öffnen, an einer Verlosung teilnehmen und Sofortpreise gewinnen. RH
Kunstwerke für den Alltag
Πwww.post.ch/schalter
Πwww.post.ch/directfactory
Bei Bedarf speichern Sie Ihre
E-Rechnungen mit allen Details als
PDF-Datei. Falls Sie einen Papierbeleg brauchen, drucken Sie die Datei
einfach aus.
Unter www.postfinance.ch/e-finance
finden Sie eine Demoversion zu
E-Finance und E-Rechnung. Selbstverständlich erreichen Sie PostFinance auch weiterhin unter
+41 848 888 300.
Rund 400 Unternehmen – vor allem
aus den Branchen Telefonie, Energie,
Kredit-/Kundenkarten, Versicherungen
und Verwaltungen – bieten zurzeit
die elektronische Rechnungsstellung
an, und es werden immer mehr. Eine
Übersicht finden Sie direkt im E-Finance oder unter www.e-rechnung.ch.
Alle Infos unter
Πwww.postfinance.ch/e-rechnung
Πwww.e-rechnung.ch
Πwww.postfinance.ch/e-finance
Weihnachtskalender
Das Jahrbuch der Schweizer
Briefmarken ist ein Mikrokosmos: Auf 113 Seiten werden
Schweizer Geschichten erzählt.
Die 49 Originale des Jahres 2010
zeigen Schweizer Brauchtum,
unterstützen gemeinnützige Institutionen, porträtieren Persönlichkeiten, deren Lebenswerk
Land und Kultur geprägt hat. Die
kleinen Kunstwerke für den Alltag verblüffen manchmal mit optischen Täuschungen, oder die
darauf abgebildeten Saurier lassen gar das eine oder andere Kinderherz schneller schlagen. RH
Πwww.post.ch/philashop
Kurzferien
Sparen beim Fahren
Wieder einmal hoch hinaus, ohne dafür tief in die Tasche zu
greifen? Jetzt gibt es auf den
PostAuto-Freizeitlinien Chur–
Bellinzona, Julierpass und Palm
Express bis zu 40 Prozent Ermässigung. Die vergünstigten
Tickets können jedoch nur online
gekauft werden. RH
Πwww.postauto.ch/sparbillette
Πwww.sbb.ch/sparbillette
Kreditkarte
Für Budgetbewusste
Gewinnen Sie 5 Jahrbücher.
Teilnahme Seite 29.
Die PostFinance MasterCard
Value bietet alle Vorteile einer
Kreditkarte, funktioniert jedoch
wie eine Prepaidkarte. Einfach
aufladen und an beinahe 30 Millionen MasterCard-Akzeptanzstellen einsetzen. RH
Πwww.postfinance.ch/kreditkarten
20 Service
Meine elektronische
Gesundheitskarte
Mithilfe der elektronischen Gesundheitskarte kann die Schweizer Bevölkerung ab 2015
ihre Patientendaten selber verwalten. Die Karte dient dabei als Schlüssel zum elektronischen
Patientendossier. Erste Tests laufen ab Ende Jahr im Kanton Genf.
Ärzte
Spital
Patient
1
Ärzte
5
Arztpraxis
Pflegepersonal
2
6
So funktioniert die elektronische Gesundheitskarte
1 Beim Arzt identifiziere ich mich mit meiner elektronischen
Gesundheitskarte und persönlichem Code an einem Terminal.
2 Gleichzeitig muss sich auch mein Arzt mit seiner Ärztekarte identifizieren. Nun kann ich ihm meine Patientendaten
zugänglich machen – vorübergehend oder dauerhaft. So
kann mein Arzt für die Behandlung erforderliche Daten zu sich
auf den Bildschirm holen. 3 Zum Beispiel eine Übersicht
meiner in der Apotheke bezogenen Medikamente 4 Oder
die Laborberichte der letzten Blutuntersuchung oder Röntgenbilder 5 Oder die Operations- und Austrittsberichte
meines Spitalaufenthalts. 6 Die Daten werden dabei auf der
dezentralen Datenablage gesucht und beim Arzt dargestellt.
Dies ermöglicht die virtuelle Vernetzung aller Akteure,
auch wenn die Daten dort bleiben, wo sie entstanden sind.
6
6
6
Radiologen
Apotheker
4
Labore und
Röntgeninstitut
3
Apotheken
Text von Michael Flückiger
Die Gesundheitsdaten der Schweizer Bevölkerung sind heute verstreut abgelegt – bei
Allgemeinpraktikern, Spezialisten und Spitälern. Und dies oftmals noch in physischer
statt elektronischer Form. Viele Daten sind
am Ort des Geschehens nicht verfügbar,
doppelspurige Untersuchungen sind an der
Tagesordnung. Jede zusätzliche Information
über die Vorgeschichte des Patienten verbessert aber die Diagnose und damit die
Qualität der Behandlung.
Deshalb wird nun der Bund im Zuge der
sogenannten eHealth-Strategie bis 2015 die
elektronischen Gesundheitsdienste einführen. Die Krankengeschichte des betroffenen
Patienten, die ärztlichen Berichte und Atteste sollen in Zukunft ortsunabhängig zugänglich sein. Im elektronischen Patientendossier werden zudem Daten von Labortests,
Medikationen oder Untersuchungen mit
bildgebenden Verfahren wie etwa Röntgenaufnahmen abrufbar sein.
Eine wichtige Voraussetzung für das
elektronische Patientendossier ist die Vertraulichkeit der Patientendaten und die
Wahrung des Datenschutzes (siehe Interview rechts). Dabei gilt: Auch im Zeitalter
der elektronischen Gesundheitsdienste soll
der Patient die Datenhoheit behalten, d. h. er
entscheidet, wem er Zugriff auf welche Informationen geben will. Deswegen erhält
der Patient mit der Gesundheitskarte – einer
Karte im Kreditkartenformat mit Mikrochip – einen persönlichen Schlüssel zu seinem elektronischen Patientendossier (siehe
Infografik oben). Die eHealth-Strategie des
Bundes sieht vor, dass diese Vernetzungen
kleinräumig in regional angelegten Modell-
versuchen aufgebaut und erprobt werden.
Der Kanton Genf nimmt bei diesen Modellversuchen die Vorreiterrolle ein und hat
die Schweizerische Post damit beauftragt,
den schweizweit ersten Modellversuch
durchzuführen. Mehrere Tausend Patienten,
lokale Ärzte und Spitäler aus dem Raum
Genf sind daran beteiligt. In diesem Modellversuch wird die von der Post hergestellte
Versichertenkarte eingesetzt. Diese verfügt
bereits über die Funktionalitäten, wie sie
für die künftige Gesundheitskarte erforderlich sind.
n
Infos unter
Πwww.post.ch/gesundheitsmarkt
Service 21
magazin November 2010
«Höhere Sicherheitsmassnahmen
als für Bankdaten»
Urs Stromer ist Projektleiter
eHealth bei der Schweizerischen
Post und Präsident des Vereins IG
eHealth, die mit zeitgemässem
Informationsmanagement die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen verbessern sowie Qualität
und Effizienz steigern will.
1961
Foto: Die Schweizerische Post; lllustration: Peter Willems; Quelle: Museum für Kommunikation, Bern
Patientendaten sollen effizienter
verwaltet werden, aber nicht
auf Kosten der Datensicherheit.
Aber wie stellen Sie den Datenschutz sicher?
Die Patientendaten werden in speziell gesicherten Komponenten dezentral abgelegt. Die Sicherheitsmassnahmen übertreffen diejenigen von Bankdaten. Nur der Patient allein hat den
Schlüssel zum Dossier in der Hand. Ohne ihn gibt es keine Verknüpfungen von
Daten.
Was ist, wenn ich als Notfall
eingeliefert werde?
Im Notfall kann ohne Patientenkarte
auf das Dossier zugegriffen werden. Jeder vom Patient nicht autorisierte Dokumentenzugriff wird aufgezeichnet und
dem Patienten wie auch dem Vertrauensarzt mitgeteilt.
Und was passiert, wenn ich
die Karte verliere oder sie mir
gestohlen wird?
Dies ist vergleichbar mit dem Verlust
eines Schlüssels. Mit einer neuen Karte
ist eine Neuregistrierung des Patienten
notwendig. Danach kann wieder wie
zuvor uneingeschränkt mit dem Dossier
gearbeitet werden. Es gehen dabei keine
Daten verloren.
Neu verwalten die Bürger ihre
persönlichen Gesundheitsdaten
selbst. Was ist der Vorteil?
Der Bürger erhält erstmals die Kontrolle
über seine Patientendaten. Das steht ihm
gemäss Datenschutzgesetz grundsätzlich zu. Er sieht zugleich erstmals, was er
mit seinem Gesundheitsverhalten auslöst. Das soll ihn dazu motivieren, Gesundheitsdienstleistungen verantwortungsbewusster in Anspruch zu nehmen.
Welche Rolle spielt denn die
Schweizerische Post in der
eHealth-Strategie des Bundes?
Die Post bietet Lösungen für die sichere
elektronische Kommunikation sowie für
die Digitalisierung von Daten. Sie produziert heute bereits eine verordnungskonforme Versichertenkarte – zum Beispiel für die Kunden der Helsana Gruppe, des grössten Krankenversicherers
der Schweiz. MF
Das historische Bild
Weihnachtspakete auf der Sihlpost in Zürich. Meterhoch aufgeschichtete Pakete dokumentieren die Vorweihnachtszeit in der Zürcher
Sihlpost Anfang der 1960er-Jahre. Das enorme Sendungsaufkommen
stellte schon immer hohe Anforderungen an die Postmitarbeitenden. Im
Unterschied zu heute mussten aber im Jahr 1961 die Pakete noch von
Hand sortiert werden, da die Postleitzahlen noch nicht eingeführt waren.
In den 15 «verkehrsreichsten» Orten der Schweiz – eine gesamtschweizerische Statistik des Weihnachtsverkehrs gab es noch nicht – wurden
vom 11. bis 25. Dezember 1961 fast 3,5 Millionen Pakete aufgegeben,
an den drei Spitzentagen bis zu je 450 000. Heute passieren in der
Vorweihnachtszeit rund 15 Millionen Päckli die modernen Sortierzentren,
an Spitzentagen jeweils rund eine Million. HF
22 Service
Da haben wir
das Geschenk!
Bei der Post gibt es nicht nur die Verpackung für die
Weihnachtsgeschenke zu kaufen, sondern auch den Inhalt.
Weihnachtspost
rechtzeitig verschickt
Die Aufgabetermine und
Öffnungszeiten der Post, damit
Ihre Geschenke pünktlich
unter dem Christbaum liegen.
Briefe
Schweiz
Swiss-Express «Mond»¹
A-Post
B-Post
21.12.2010
14.12.2010
ECONOMY
7.12.2010
Schweiz
Swiss-Express «Mond»¹
PostPac Priority 2
PostPac Economy
Europa
URGENT
PRIORITY
ECONOMY
Übrige Länder
URGENT
PRIORITY
ECONOMY
Ein- und Auszahlungen
auf Jahresende
Zahlungsverkehr
Am Postschalter
Zahlungsaufträge auf Papier
bei PostFinance
Zahlungsaufträge elektronisch
im E-Finance bis 23 Uhr freigeben
Wenn Sie den Paketboten verpasst
haben, können Sie sich das Päckli
nochmals an dieselbe Adresse
zustellen lassen. Die zweite Zustellung ist für Pakete und Expresssendungen gratis.
Alle Infos unter
Πwww.post.ch
Wenn Sie Ihre Weihnachtspäckli
mit WebStamp frankieren,
können Sie sie auch daheim abholen lassen (Preise pro Abholung
zwischen CHF 4.50 [1 Paket]
und CHF 9.– [3 – 5 Pakete]).
20.12.2010
7.12.2010
30.11.2010
Aufgabetermin
23.12.2010
23.12.2010
22.12.2010
20.12.2010
10.12.2010
3.12.2010
17.12.2010
3.12.2010
24.11.2010
Zahlungstermin
28.12.2010
29.12.2010
30.12.2010
Einzahlungen auf das Vorsorgekonto 3a
Am Postschalter
28.12.2010
Zahlungsaufträge auf Papier bei
PostFinance
A-Post
28.12.2010
B-Post
24.12.2010
2
Erwarten Sie ein Paket, sind aber
kaum zu Hause, können Sie bereits
bei der Bestellung die Adresse
eines Nachbarn angeben. Oder Sie
lassen es sich an eine PickPost-Stelle
schicken. Gratis und bequem.
21.12.2010
PRIORITY
1
Weihnachtspakete: So haben Sie keinen Stress
23.12.2010
Europa
Pakete
Πwww.postshop.ch/geschenke
23.12.2010
URGENT
Übrige Länder
URGENT
PRIORITY
ECONOMY
Glaubt man den Umfragen, die jedes Jahr im
Advent zirkulieren, frönen die Schweizer
gerne und immer öfter dem Shopping in
letzter Minute. Wer sich dem vorweihnächtlichen Rummel und der grassierenden Torschlusspanik entziehen möchte, kauft online ein – zum Beispiel bei der Post: Neben
praktischem Zubehör fürs Weihnachtspäckli hält die Einkaufsplattform Geschenkideen für die ganze Verwandtschaft parat.
Ein Luftbefeuchter für Onkel Willi? Eine
Strassenkarte für Cousine Esthers nächste
Osterrallye in Norditalien? Den Full-HDLED-LCD-TV für den lieben Mann? Den
Metall-Allesschneider für Opa? Den Fallschirm-Tandemsprung fürs Grosi? Den Postteddy für die Enkel in Argentinien? Wer gar
nicht weiss, was schenken: Wie wärs mit
dem «Lexikon des Unwissens – Worauf es
bisher keine Antwort gibt»? Was auch immer im Warenkorb landet: Die Lieferfrist
einplanen, alles zeitig zur Post bringen –
dann klappts mit Weihnachten. RH
Aufgabetermin
Aufgabe bis Annahmeschluss am Abend;
garantierte Zustellung am Folgetag vor 10 Uhr
Aufgabe bis Annahmeschluss am Mittag,
spätestens 12 Uhr
Poststellen an Festtagen länger geöffnet
Während der Feiertage verlängert die Post
die Öffnungszeiten ihrer Poststellen. Am
24. und 31. Dezember sind die Postschalter in
den 250 grössten Poststellen jeweils bis 16 Uhr
geöffnet. Die detaillierten Öffnungszeiten
sind ab Anfang Dezember bei jeder Poststelle
angeschlagen.
Service 23
magazin November 2010
Fensterplatz
Sitten–Arolla (VS)
Unterwegs mit Stéphane Roten
Stéphane Roten (57) ist seit 30 Jahren PostAuto-Chauffeur. Davor arbeitete er acht Jahre
als Briefträger. Er ist verheiratet und hat
zwei erwachsene Kinder. Der begeisterte Angler
und Computerfan ist weitgereist und spricht
fliessend Englisch.
10.48 Uhr Zeugen der Eiszeit: Die Erdpyramiden von Euseigne 11.26 Uhr Zeugin des Glaubens: Die überdachte Marienstatue
wurden nicht von Menschenhand geformt, sondern von einer
in Les Haudères trotzt gut geschützt den Jahreszeiten.
Gletscherzunge. Ein Naturdenkmal von nationaler Bedeutung. Mehr als 80 Prozent der Walliser sind römisch-katholisch.
Das Wort «zauberhaft» kommt Stéphane
Roten immer wieder über die Lippen – für
das Val d’Hérens, an dessen Ende Arolla
liegt, für die morgendliche Begegnung mit
einem Adler am Strassenrand, für den
Kontakt mit den Fahrgästen, die ob der
grandiosen, malerischen Landschaft ins
Staunen geraten, für die Freude daran,
den Kunden zu helfen. Ein Postauto auf
dieser engen, kurvigen Strasse zu fahren, kann auch Überraschungen bergen:
Wenn man etwa beim Kreuzen auf engem
Raum neben dem Abgrund nicht schwindelfreien Touristen beim Manövrieren
ihres Wagens helfen muss. Die 41 Kilometer lange PostAuto-Linie zwischen Sitten
und Arolla ist eine der wenigen, die bis
auf 2000 Meter steigt. Im Winter muss die
Strasse bei schlechten Verhältnissen zuweilen geschlossen werden. Die 13 Tonnen des Postautos würden einer Lawine
nicht standhalten. «Vor einigen Jahren
hat mich ein amerikanisches Fernsehteam für eine Sendung über Extremfahrer kontaktiert. In Amerika war ich ein
Star!» MB
Fotos: Markus Forte, © swisstopo (BA100667), iStockphoto, Arnold. Inhalt und Form
11.28 Uhr Historisch verbrieft: Les Haudères, ein Ortsteil der Gemeinde Evolène, wurde bereits um 1250 in Quellen erwähnt.
Heute ist das Dorf Ausgangspunkt für Wanderungen und Klettertouren im Sommer; im Winter locken Pisten und Loipen.
Film schauen und gewinnen! Machen
Sie mit beim mobilissimo-Wettbewerb
von PostAuto, der noch bis 31. März 2011
läuft! Tipps und Onlineteilnahme unter
Πwww.postauto.ch, Webcode 10002
11.42 Uhr Hoch hinaus: Arollas Skipisten reichen
bis auf 3000 m ü. M. Auch Skirennfahrerin
Chantal Bournissen machte hier ihre ersten Bögli.
11.45 Uhr Geheimtipp: 1865 wurde in Arolla das erste Hotel gebaut,
100 Jahre später die erste Strasse, gerade recht fürs Postauto.
Arolla bewahrt seine Ursprünglichkeit fernab des Massentourismus.
24 Service
Handy – Segen oder Fluch?
Ein Leben ohne Handy ist heute undenkbar. Was aber hat sich mit dem Mobiltelefon verändert? Das
Museum für Kommunikation zeigt dazu eine unterhaltsame Ausstellung – mit dem Handy als Führer.
Text von Michael Flückiger
«Bitte schalten Sie Ihr Handy ein!»
Eine Aufforderung, die irritiert. Denn
normalerweise werden wir gebeten,
das Handy auszuschalten. Aber die
Ausstellung «Wo bisch?» im Museum
für Kommunikation in Bern ist ohne
Handy gar nicht erlebbar. Wer sich im
Vorraum – der einem Handyshop
nachempfunden ist – auf einer Gratis­
nummer einwählt, kann sein Mobil­
telefon als auditiven Begleiter, Türöff­
ner und Fernbedienung nutzen. Diese
Art von Umwandlung des Handys ist
eine Weltneuheit.
«Wo bisch?» heisst die Ausstel­
lung im Museum für Kommunikation
sinnigerweise. Diese Frage ist ja auch
erst durch das mobile Telefon populär
geworden. Spuren freizulegen, die
das Handy in unserem Alltagsverhal­
ten hinterlässt, ist denn auch ein Leit­
motiv der Ausstellung. An zahlrei­
chen Stationen hält man das Handy
an einen Sensor und schon ist man
per akustisches Signal übers Ohr in
Dialoge und Filmszenen eingeloggt.
Eine überdimensionierte Weltkugel
zeigt, wie unterschiedlich einzelne
Kulturen in Westeuropa, Japan oder
Afrika das Handy nutzen. Andern­
orts lässt die Ausstellung eintauchen
in Biografien, an deren Bruchstellen
das Handy eine entscheidende Rolle
gespielt hat. Ein Zeitstrahl offenbart
Trouvaillen aus 25 Jahren Handy­
geschichte: Die Handyattrappe, mit
der sich einst Prominente wichtig­
machten, wirkt im Rückblick grotesk.
Ist das Handy Segen oder Fluch? Die­
se Frage muss jeder Besucher für sich
selbst beantworten. So sind wir via
Handy überwach­ und jederzeit er­
reichbar, zugleich werden wir im
Notfall auch ganz sicher gefunden
und gerettet. Ist die Frage «Wo bisch?»
immer ehrlich zu beantworten? Darf
man sein Handy einem Bekannten
für einen Tag ausleihen? Im virtuel­
len Handy­Knigge kann jeder seine
Antworten mit denjenigen anderer
vergleichen. Zu guter Letzt wird die
Hundefrage zur Handyfrage: Was
sagt mein Handy über mich aus?
Gleicht es mir, gleiche ich ihm? Wer
es wissen will, kann sich fotografie­
ren lassen und einer heiteren Selbst­
deutung unterziehen.
n
Mehr Infos
Die Ausstellung «Wo bisch?» ist bis 3.7.2011 im
Museum für Kommunikation, Bern, zu sehen.
Πwww.mfk.ch
Handynostalgie: Die Ausstellung erinnert auch an die Anfänge der Mobiltechnologie und zeigt die rasante Entwicklung in den letzten 25 Jahren auf.
Gewinnen Sie 50 Gratiseintritte ins Museum
für Kommunikation, Teilnahme Seite 29.
Mobile Services von PostFinance
Auch die Post ist nicht nur mobil erreichbar, sondern auch mobil nutzbar. Sie bietet zahlreiche Dienstleistungen auf dem
Handy an Рden registrierten Benutzern von PostFinance Mobile sogar ein ganzes Paket. Πwww.postfinance.ch/mobile
Kontoüberblick
Bezahlen
Angemeldete Kunden können per SMS
ihren Kontostand
und die letzten
fünf Bewegungen
abfragen.
Überall dort,
wo dieses
Piktogramm
zu sehen ist, kann
mit dem Handy
bezahlt werden.
Prepaid-Handy
aufladen
Angemeldete
Kunden laden ihr
Prepaid-Gesprächsguthaben bequem
per SMS auf.
Geld überweisen
Spenden
Zwischen zwei
PostFinance-Konten
können Geldbeträge
bis zu 100 Franken
direkt überwiesen
werden.
Angemeldete Kunden spenden unkompliziert per SMS,
z. B. bei nationalen
Sammlungen der
Glückskette.
Dialog 25
magazin November 2010
Dialog
Hochschulabsolventen
Snow for Free
Hier gehts zum Traumjob
Gratis auf die Piste
Die Zahl der Hochschulabsolventen in der Schweiz nimmt
stets zu. Doch im internationalen
Vergleich befindet sich das Land
immer noch auf eher niedrigem
Niveau, wie eine im September
veröffentlichte Studie der OECD
zeigt. Gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten wird die tertiäre Ausbildung immer wichtiger. Doch ein Abschluss ist noch
kein Job. Der Absolventenkongress, der am 9. Dezember in der
Messe Zürich stattfindet, führt
Jobsuchende und Arbeitgeber
zusammen. Die Schweizerische
Post und PostFinance sind mit
einem Stand präsent. RH Œ www.absolventenkongress.ch
Advent
Dem Christkind schreiben
«Alle Kinder in den Schnee»:
Bernhard Russis Vision mündete
im Projekt Snow for Free, das er
mit der Cleven-Becker-Stiftung
aufgleiste. Pro Winter werden
rund 2000 Neun- bis Dreizehnjährige an vier Mittwochnachmittagen in nahe gelegene Wintersportgebiete zum Skifahren,
Snowboarden oder Schlitteln
eingeladen. Ab Januar 2011 fährt
PostAuto die Kinder wieder kostenlos ab Zürich, Bern, Luzern,
Winterthur, St. Gallen und Lausanne. Auch Material, Betreuung
und einen Snack gibt es umsonst. RH Œ www.snowforfree.ch
Spendenaktion
2 x Weihnachten
Die Zahl
Fotos: Die Schweizerische Post, iStockphoto, Juvent SA/BKW FMB Energie AG, Museum für Kommunikation/Hannes Saxer
57 Mio.
«pro clima»-Sendungen wurden
im laufenden Jahr
bisher klimaneutral verschickt. Ab Mitte Januar 2011
wählen Kundinnen und Kunden sowie die Mitarbeitenden
derclima»
Post das Klimaschutzprojekt, in das die
Label «pro
«pro clima»-Zuschläge aus dem Jahr 2010 investiert
werden. Nutzen Sie die Möglichkeit, mitzubestimmen, wo die gesammelten Gelder ihre Wirkung zugunsten
des Klimas und der nachhaltigen Entwicklung
Sprachversionen
einer Region entfalten werden. MA
Πwww.post.ch/klima
Das Label „pro clima“ steht für klimaneutrale Sendungen. Es darf nur auf Sendungen angebracht werden,
für die der Beitrag zur Kompensation der CO2-Emissionen geleistet worden ist.
Das Label «pro clima» mit IIllustration, Wortmarke und Internetadresse ist als Einheit zu verstehen und
darf nicht modifiziert werden.
Mit der Internetadresse gelangt man zu umfassenden Information zum Thema in der entsprechenden Sprache.
Deutsch
Französisch
Italienisch
Farbversionen
Das Label «pro clima» kann farbig oder schwarz gedruckt werden.
Englisch
Seit 60 Jahren beantworten das
Christkind und der Samichlaus
im Advent die Briefe von Kindern aus der ganzen Schweiz
und aus dem Ausland. Weil die
beiden in der Vorweihnachtszeit
natürlich regelmässig überlastet
sind, hilft ihnen ein Postteam
aus Chiasso bei der persönlichen
Beantwortung der rund 16 000
Kinderbriefe in den Landessprachen und in Englisch. RH Erneuerbare Energie
Wind bläst für die Post
200 000 Megawattstunden Elektrizität verbraucht der Postkonzern im Jahr. Seit das Windkraftwerk auf dem Mont-Crosin 1997
in Betrieb ging, bezieht die Post
von dort nachhaltig produzierten Strom. Seit 2008 kauft das
Unternehmen allen Strom aus
Wind- und Wasserkraft. Am
1. September ging der ausgebaute
Windpark auf dem Mont-Crosin
mit acht zusätzlichen Turbinen
ans Netz. Mit dem Strom, den die
Post von dort bezieht, könnte sie
1700 Elektroroller betreiben. RH Das wärs doch: An Weihnachten
ein Geschenk machen, das
wirklich etwas bringt. Die Aktion 2 x Weihnachten vom Roten
Kreuz, der SRG und der Post
machts möglich: Einfach Ihr Paket zwischen dem 24. Dezember
2010 und dem 8. Januar 2011 gratis bei der nächsten Poststelle
aufgeben oder online ein Geschenk Ihrer Wahl spenden. RH Œ www.2xweihnachten.ch
Gratisfahrt
Kinomagie für die Kleinen
La Lanterna Magica, ein Kinoclub für Kinder, möchte Sechsbis Zwölfjährige altersgerecht
an die Filmkunst heranführen.
Zwischen September 2010 und
Juni 2011 finden im Tessin neun
Vorstellungen statt, die die Kids
jeweils ohne die Eltern besuchen. Die Mitgliedskarte kostet
30 Franken, jedes weitere Kind
in der Familie zahlt 20 Franken.
PostAuto fährt die zukünftigen
Filmkenner jeweils sicher und
gratis ins Kino. RH Onlinelernplattform
Kärtchen mit Köpfchen
Lernkärtchen schreibt man heute auf dem Handy, mit der Onlineplattform Card2brain, die von
PostFinance unterstützt wird.
Auch hier gilt: Probieren geht
über Studieren. RH
Πwww.postfinance.ch/card2brain
26 Dialog
«Das Lied ist ein direkter
Draht zur Seele»
Der Starbariton Thomas Hampson ist dieses Jahr zu Gast bei den PostFinance Classics. Mit dem «magazin»
sprach er über russische Opern, amerikanische Technologie und den öffentlichen Verkehr in der Schweiz.
Fotos: Markus Bertschi
Interview von Ruth Hafen
Es hätte genauso gut ein Gespräch
werden können über die neusten
technologischen Entwicklungen auf
dem Gebiet der Mobiltelefonie, der
HD-Technologie oder über die Möglichkeiten des Livestreaming übers
Internet. Auf dem Tisch liegt das
Aufnahmegerät der Interviewerin,
ein iPod der ersten Generation, wohl
schon bald ein Kandidat fürs Museum. Thomas Hampson hat kaum
richtig Platz genommen, schon strahlt
er, als er das Gerät daliegen sieht, und
erzählt von seinem neuen iPhone der
vierten Generation. Der amerikanische Bariton ist ein absoluter Applefan, wie er selbst immer wieder betont. Eine Leidenschaft aber ist noch
grösser: die für Gustav Mahler.
Hampson hat sich international einen
Namen gemacht als Mahlerinterpret
und Mahlerforscher. Zum 150. Mal
jährte sich dieses Jahr im Juli der Geburtstag des Komponisten – eine geschäftige Zeit für Thomas Hampson.
Es ist Mahlerjahr – haben
Sie nie genug von Mahler,
Herr Hampson?
Nie! Unmöglich! Jeder Musiker hat
einen Schwerpunkt. Ich geniesse
mein breites Repertoire, aber Verdi
und Mahler sind meine Fixsterne. Es
geht mir zu Herzen, was Mahler über
seine Kompositionsart sagte: Eine
Symphonie muss das ganze Leben
beinhalten. Ein kleines Lied soll uns
das Menschsein erleuchten. Mahler
war ein Phänomen: Wie er das, was
Thomas Hampson (55) stammt aus den USA.
Knapp 200 Aufnahmen, für die er unter anderem
den Grammy und den Echo Klassik erhielt, widerspiegeln sein breites Repertoire. Er spielt gerne
Golf (Handicap 10), liebt Jazz und hat ein grosses
Herz für Tiere. Hampson lebt mit seiner Frau
bei Zürich.
«Ich finde es von unschätzbarem Wert, dass in der Schweiz die Privatsphäre hochgehalten wird»: Der mehrfach preisgekrönte
amerikanische Bariton Thomas Hampson liebt Gustav Mahler und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Zürich.
Dialog 27
magazin November 2010
er wahrgenommen hat, in seiner
Musik widerspiegeln konnte, diese
unglaubliche Lebendigkeit!
Sänger verbindet man mit
Opernarien, mit der grossen
Geste. Sie widmen sich
auch dem Lied. Was fasziniert
Sie so an dieser Form?
Die noch nähere Verbindung zur
Seele. Auf der Opernbühne ist es
zwar ebenfalls spannend: Man erzählt Geschichten und stellt Leben
dar, beleuchtet Schicksale aus dem
Blickwinkel des Komponisten. Aber
im Liedfach konzentriert sich alles
auf die Sprache der Seele, die in
Metaphern und durch Gedichte in
Verbindung tritt mit einer anderen
Sprache: der Musik. Das Lied ist ein
direkter Draht zur Seele.
Gustav Mahler besass einst
ein Komponierhäuschen
am See …
… er hatte drei Komponierhäuschen,
an drei verschiedenen Seen!
Haben auch Sie einen Ort,
wo Sie am besten arbeiten?
Das Flugzeug (lacht). Wenn du als
reisender Sänger nicht in einem
stillen Hotelzimmer, egal, wo auf
der Welt, und egal, wie viele Sterne
es hat – also wenn du da nicht deine
Ruhe finden kannst, dann musst
du bald aufgeben. Ich muss mir überall und jederzeit meinen Kokon bauen können.
Man sieht Sie ab und zu in
Zürich. Was verbindet Sie mit
der Schweiz?
Lebensqualität. Ich fühle mich hier
zu Hause. Zwei Eigenschaften der
Schweizer haben mir immer gefallen: Das eine ist der hiesige Familiensinn. Die Art und Weise, wie dieser
Wert hochgehalten wird und wie die
Kinder behütet werden. Dann der
Respekt vor der Individualität. Die
Privatsphäre wird hier hochgehalten, das ist für mich unschätzbar.
Und noch eins: Ich finde den öffentlichen Verkehr hier einfach wahnsinnig toll! Ich fahre kaum Auto,
wenn ich in der Schweiz bin!
Sie reisen viel für Ihren
Beruf. Was bedeutet Ihnen
Heimat?
Ein Künstler hat Wahlheimaten. Es
gibt Künstlerheimaten und es gibt
die Heimatheimat. Obwohl ich viel
unterwegs bin in der Welt, obwohl
ich in der Schweiz meinen Wohnsitz
habe, bin und bleibe ich Amerikaner.
Ich habe mein Land sehr gern, schätze unsere Geschichte sehr. Ich komme aus dem Nordwesten des Landes,
einem Teil, der viel Ähnlichkeit mit
der Schweiz hat. Mount Rainier im
Staat Washington wird sogar «Little
Switzerland» genannt.
Wo ist Ihre künstlerische
Heimat?
Das sind grössere Theater. Die Zürcher Oper, die Metropolitan Opera
in New York, die Wiener Staatsoper.
Dann ein paar Konzertsäle, wo ich
fühle, dass ich dorthin gehöre, wo
ich eine Verbindung zu grossen
Künstlern spüre, die dort gewirkt
haben. Das Concertgebouw in Amsterdam, das Konzerthaus in Wien,
in New York die Carnegie Hall. Ich
fühle mich selten sehr weit von zu
Hause weg.
An den PostFinance Classics
singen Sie unter anderem eine
Arie aus Evgenij Onegin, auf
Russisch. Wie bereiten Sie sich
auf so eine Rolle vor?
Es ist in der Oper nicht so, dass man
die Sprache sprechen muss, um eine
Partie zu singen. Es ist ja eine Oper,
kein Sprechtheater mit ein bisserl
Musik. Natürlich arbeite ich mit
einem Sprachcoach und habe die
Übersetzung dabei. Bei Evgenij Onegin aber folgt das Libretto genau
Puschkins Versroman. Jedes Wort
kommt auf die Goldwaage. Das
«Ich gehe
nicht auf die
Bühne, um
etwas zu
beweisen.»
Thomas Hampson
Konzertreihe PostFinance Classics
Seit 1996 gastiert die beliebte Konzertreihe PostFinance Classics in der Weihnachtszeit in
diversen Schweizer Städten. Klassikfans erleben hier Sängerinnen und Sänger von Weltformat
in festlichem Ambiente und zu reduzierten Preisen. Edita Gruberova, Ramón Vargas, Vesselina
Kassarova und viele andere haben in dieser Reihe schon ihr Publikum begeistert. 2010 interpretieren Thomas Hampson und die Württembergische Philharmonie unter Ola Rudner Werke
von Tschaikowski, Offenbach, Massenet, Thomas und Verdi.
Πwww.postfinance.ch/classics
Genf, Victoria Hall 7.12.2010, Basel, Stadtcasino 10.12.2010
Bern, Kultur-Casino 14.12.2010, Luzern, KKL 17.12.2010
Bern, Kultur-Casino 21.12.2010, Zürich, Tonhalle 28.12.2010
Gewinnen Sie 6 x 2 Tickets für die Konzertreihe auf Seite 29.
heisst für mich: Noch mehr Stunden
üben. Ich beichte Ihnen jetzt was:
Ich hab bei Onegin drei Anläufe gebraucht, drei verschiedene Produktionen abgesagt, bis ich endlich dafür bereit war.
Im Frühling haben Sie als
Weltpremiere eine MahlerMasterclass als VideoLivestream abgehalten.
Wie geht das?
Das funktioniert genau wie eine
normale Meisterklasse, es wird einfach auch gefilmt. Ich arbeite sehr
eng mit der Manhattan School of
Music zusammen, auch als Dozent.
Das Lernen auf Distanz wird sehr
vorangetrieben, als Ergänzung zum
klassischen Ausbildungsprozess.
Wir haben nicht nur den Webcast
gemacht. Wir entwickelten eine
iApp, mit der man sich von einem
iPhone über einen Weblink einwählte und die ganze Masterclass
live auf dem iPhone verfolgen konnte. Rund 1300 Leute aus über 25 Ländern waren so dabei.
Wird es einmal die Opernaufführung als Livestream
für das iPhone geben?
Sicher! Das wäre jetzt schon möglich. Mit der heutigen HD-Technologie kann man schon Opernerfahrung vermitteln, aber sie kann nie
das Liveerlebnis ersetzen. Sie kann
als Anreiz dienen, wieder einmal in
die Oper zu gehen.
Ihr Körper ist Ihr Instrument:
Wie tragen Sie ihm Sorge?
Hauptsächlich mit Gymnastik und
Sport. Ich gehe nur in Hotels, die
einen schnellen Internetzugang
und einen Fitnessraum haben. Ich
laufe täglich; wir spazieren und
wandern viel. Ich passe auf mein
Gewicht auf, achte auf gesunde
Ernährung. Das Allerwichtigste,
das ich als Sänger bewahren muss,
ist mein Schlaf. Da war ich früher
sicher leichtsinniger.
Leiden Sie unter Lampenfieber?
Ich glaube, jeder leidet darunter.
Wenn ich mich zu wenig vorbereitet
fühle, dann ist die Anspannung
grösser. Lampenfieber ist oft damit
verbunden, dass man auf die Bühne
geht und meint, es für jemanden
richtig machen zu müssen. Ich gehe
nicht auf die Bühne, um etwas zu
beweisen. Ich gehe auf die Bühne,
weil ich mein Publikum mit auf eine
imaginäre Reise nehmen will. Sobald ich auf der Bühne bin, sobald
ich Onegin bin, bin ich in meiner
Welt, und diese Welt liebe ich mehr
als die wirkliche. Dann werde ich
sofort ruhig.
n
28 Dialog
Eine Vision für den
Eishockeynachwuchs
Der Eishockeyverband plant ein Leistungszentrum. Dank der Swiss Ice Hockey Academy soll die
Schweiz international konkurrenzfähig bleiben und die Nachwuchsförderung optimiert werden.
Text von Michael Krobath
Der Leistungsausweis ist beeindruckend:
Seit zwölf Jahren belegt die Schweizer Eishockeynationalmannschaft an Weltmeisterschaften jeweils einen Platz in den Top Ten.
Nicht minder erfolgreich sind die Junioren,
die an der letztjährigen WM die Plätze 4
(U20) und 5 (U18) belegten. Keine Frage:
Trotz nur 25 000 lizenzierten Hockeyspielern (Kanada und USA: je 500 000) hat sich
die Schweiz in der Weltspitze etabliert.
Damit dies auch längerfristig so bleibt,
arbeitet Swiss Ice Hockey unter der Ägide
von Präsident Philippe Gaydoul derzeit an
einem visionären Projekt: einem Leistungs-
zentrum für den Eishockeysport. Im Sinne
eines Kompetenzzentrums sollen zum einen
in der Swiss Ice Hockey Academy künftig
Trainer, Spieler, Funktionäre und Schiedsrichter aus- und weitergebildet werden. Zum
anderen sollen hier erstmals die grössten
Talente des Landes zusammengezogen und
unter professionellen Bedingungen gefördert werden. «Die Schweiz hat als kleines
Land keinen riesigen Juniorenpool, deshalb
ist es wichtig, bei der Nachwuchsarbeit
auf Qualität zu setzen. Den Talentiertesten
muss jede erdenkliche Chance gegeben werden, um den Durchbruch zu schaffen», sagt
der Projektleiter des Academy-Teams, Ueli
Schwarz. Finanziell unterstützt wird die
Projektierungsphase von PostFinance, die
dadurch ihre nachhaltige Nachwuchsförderung weiter verstärkt (siehe Box Seite 29).
Vorbild USA
Das Modell einer Hockeyakademie stammt
aus den USA und führte dort zu durchschlagendem Erfolg: Seit 2007 haben die Amerikaner auf Juniorenstufe sieben WM-Titel
gewonnen. Im Gegensatz zu den US-Akademien, die den 17- und 18-jährigen Talenten
offenstehen, will man sich in der Schweiz
Dialog 29
m
agazin November 2010
cht!
ilzegesu
p
s
k
c
ü
l
G
n Sie
Gewinne Preise!
e
attraktiv
sen. «Dadurch werden sie
jedoch auf die Schulabgänger
permanent gefordert und
konzentrieren. «Wir schlies­
entwickeln sich optimal
sen damit eine Lücke», sagt
weiter», ist Ueli Schwarz
Ueli Schwarz, «denn für
überzeugt. Insbesondere be­
unsere Ausnahmetalente
züglich Athletik und Spiel­
zwischen 15 und 17 gibt es
taktik verspreche man sich
bisher kein Angebot, das ih­
Fortschritte, zwei Bereiche,
nen ermöglicht, sich zwi­
denen die Schweizer Ju­
schenzeitlich kompromisslos
«Wir müssen in
nioren ihren ausländischen
auf die Hockeykarriere vor­
Altersgenossen oft unter­
zubereiten.» Einerseits seien den grössten
legen seien.
sie in den Vereinen unter Talenten jede
Darüber hinaus bietet die
Gleichaltrigen oft unterfor­
erdenkliche
Akademie Lebensschulungs­
dert und müssten deshalb
angebote (Sprachunterricht,
nur bedingt an die eigenen Chance
Ernährungslehre, Karriere­
Leistungsgrenzen gehen. An­ geben.»
planung usw.) sowie pädago­
dererseits würden sie auf­
Ueli Schwarz
gische Betreuung. Experten
gerieben von den mannig­
(teils nebenamtlich) sollen
faltigen Anforderungen, die
Pubertät, Berufsbildung und Eishockey für eine umfassende Ausbildung sorgen.
Im Anschluss an das Jahr in der Hockey
an sie stellten.
«Die Gefahr von zu vielen Kompro­ Academy kehren die Jugendlichen in ihre
missen und Überforderung ist allgegen­ Vereine zurück. «Wir betreuen jeden Ein­
wärtig, mit der Konsequenz, dass die Jun­ zelnen, bis er eine Anschlusslösung hat»,
gen sowohl im Sport wie auch im Beruf sagt Ueli Schwarz. Die einen würden mit
bestenfalls Durchschnitt werden oder gar einer Berufslehre oder einem Studium
aussteigen», so Schwarz. «Mit dem Aka­ beginnen, die anderen – und dies sei
demiejahr bekämen sie die Chance, sich das erklärte Ziel – bekämen einen Profi­
in einer entscheidenden Phase voll auf vertrag.
Geht es nach den Vorstellungen von
den Sport zu konzentrieren und heraus­
zufinden, ob sie das Zeug zum Profi ha­ Swiss Ice Hockey, so soll das Academy­
ben.» Der 51­jährige Berner ist eine Ideal­ Team im August 2012 den Betrieb aufneh­
besetzung für das ambitionierte Ausbil­ men. Bis es so weit ist, gilt es einerseits die
dungsprojekt. Er verfügt nicht nur über Finanzierung für die Betriebskosten si­
Erfahrung als Profitrainer und Klubma­ cherzustellen. Zum anderen braucht es
nager, sondern kennt als gelernter Be­ die Kooperationsbereitschaft der Vereine,
rufsschullehrer auch die Bedürfnisse der die ihre besten Talente für die Akademie
freistellen und dies als eine Chance für
Jugendlichen.
alle erkennen müssten. «Wir sind opti­
mistisch, dass alle am gleichen Strick zie­
Eröffnung für 2012 geplant
Vorgesehen ist die Hockey Academy im hen werden, um das Schweizer Eishockey
Sinne eines 10. Schuljahrs für die 25 bis voranzubringen», sagt Ueli Schwarz. Die
30 besten Nachwuchsspieler der Schweiz, Realisierung der Hockey Academy wäre
die aus den Nationalkadern der U15 und zweifelsohne ein Meilenstein in der Ge­
U16 rekrutiert werden. Sie leben und trai­ schichte des Schweizer Eishockeys. Und
nieren zusammen. Zudem bilden sie ein vielleicht ermöglicht sie dereinst die Er­
Team, das an einer Meisterschaft teil­ füllung eines lang gehegten Traums: den
nimmt. Obwohl noch im Novizenalter, Medaillengewinn an einer WM oder an
n
sollen sie sich mit älteren Spielern mes­ den Olympischen Spielen.
EishockeySeite 29
5x2Sitzplätze(1. Kat.) für das Spiel vom
8.2.2011 in der PostFinance-Arena, Bern
Name
Vorname
Strasse
PLZ/Ort
SMS Senden Sie das Wort POM2 an 919
Telefon 0901 919 010
(CHF 1.–/SMS oder Anruf ab Festnetz)
MuseumfürKommunikationSeite 24
50Gratiseintritteins Museum für
Kommunikation, Bern
Name
Vorname
Strasse
PLZ/Ort
SMS Senden Sie das Wort POM1 an 919
Telefon 0901 919 009
(CHF 1.–/SMS oder Anruf ab Festnetz)
PostFinance-Classics-KonzerteSeite 27
2x2Tickets pro Ort
Genf,VictoriaHall7.12.2010
Basel,Stadtcasino10.12.2010
Bern,Kultur-Casino14.12.2010
Luzern,KKL17.12.2010
Bern,Kultur-Casino21.12.2010
Zürich,Tonhalle28.12.2010
Name
Vorname
Strasse
PLZ/Ort
SMS Senden Sie das Wort POM3 und die
Stadt an 919 (Beispiel: POM3 Genf)
Telefon 0901 919 020
(CHF 1.–/SMS oder Anruf ab Festnetz)
JahrbücherderPhilatelieSeite 19
5JahrbücherderPhilatelie
PostFinancefördertHockeynachwuchs
GewinnenSieTickets! Die Post verlost 5 x 2 Sitzplätze (1. Kat.) für das Spiel der Nationalmannschaft vom 8. Februar 2011 in der PostFinance-Arena in Bern. Teilnahme siehe rechte Spalte.
Vorname
Strasse
PLZ/Ort
SMS Senden Sie das Wort POM4 an 919
Telefon 0901 919 030
(CHF 1.–/SMS oder Anruf ab Festnetz)
Fotos: Markus Bertschi, FOTOPRESS
PostFinance engagiert sich seit 2001 umfassend für das Schweizer Eishockey
und seinen Nachwuchs. Beim «PostFinance Top Scorer»-Projekt punkten Profis
für die Junioren und die PostFinance Trophy ist das grösste nationale EishockeySchülerturnier der Schweiz. Mit der Unterstützung der Swiss Ice Hockey Academy verstärkt PostFinance ihre nachhaltige Nachwuchsförderung weiter. Dank
der Akademie will das Schweizer Eishockey langfristig mit allen Junioren-Nationalmannschaften in der Weltspitze vertreten sein und in allen Sparten für guten
Nachwuchs sorgen.
Name
Talons einsenden an: DieSchweizerische
Post,Stichwort«magazin»,3024Bern
Teilnahmeschluss: 3. Dezember 2010
Wettbewerbsbedingungen: Die Gewinnerinnen und
Gewinner der Wettbewerbspreise werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung der Preise. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Gleiche Gewinnchancen bei Teilnahme via SMS, Telefon oder Talon. Der
Rechtsweg ist ausgeschlossen.
30 Dialog
Leserreise mit PostAuto
18.–21. April 2011 • 25.–28. April 2011
Die göttlichen Landschaften
Liguriens und der Toskana
Sonne, Weinberge und historische Städte – wer hat
noch nicht von einem Ausflug nach Italien geträumt? Bekannt für die einmalige Verbindung
von Lebensfreude, kulinarischen Genüssen und
reichhaltiger Kultur bieten sich die Küstenlandschaften Liguriens und der Toskana für eine erholsame Reise geradezu an.
1. Tag: Schweiz – Versilia (Lido di Camaiore)
Fahrt, Abendessen und Übernachtung im Hotel
in Lido di Camaiore (Versilia).
Preis pro Person
m Im Doppelzimmer CHF 788.–
m Zuschlag Einzelzimmer CHF 125.–
Im Preis inbegriffen
m Fahrt im PostAuto-Reisecar**** mit
Toilette (Nichtraucher)
m Begleitung durch Host/Hostess
m 3 Übernachtungen mit Halbpension
im 4-Sterne-Hotel in Lido di Camaiore
m Stadtführung Lucca
m Stadtführung Pisa
m Weinverkostung mit Imbiss am 2. Tag
m Ganztagesausflug Cinque Terre
m Zugfahrt nach Cinque Terre
m Schifffahrt Monterosso–La Spezia inkl.
Aufenthalt in Portovenere
m Lokale deutschsprachige Reiseleitung
auf den Führungen
m Reiseunterlagen inkl. Reiseführer
m Taxen und Gebühren
2. Tag: Pisa und Lucca
Stadtführung Lucca: Die von vier Toren durchbrochenen Stadtmauern zählen zu den beachtlichsten Befestigungsanlagen Italiens. Nach einem
Mittagsimbiss inklusive Weinverkostung geht
es nach Pisa. Stadtführung: Wir bestaunen das
Wahrzeichen Pisas – den Campanile, besser bekannt als schiefer Turm von Pisa. Das Abendessen
wird uns im Hotel serviert.
4. Tag: Versilia (Lido di Camaiore) – Schweiz
Heimfahrt in die Schweiz.
Reise vom 18.–21. April 2011
Abfahrt in Sierre, Susten, Visp, Brig
Italien wie es schöner nicht geht: Ligurien und die Toskana
verzaubern mit ihrer einmaligen Anmut und Vielfalt. Sie
bieten den Reisenden malerische Küsten, zypressenbestandene Hügellandschaften und geschichtsträchtige Städte
wie Pisa, Siena oder Lucca.
Reise vom 25.–28. April 2011
Abfahrt in Biel, Bern, Olten, Zürich,
Luzern, St. Gallen, Diepoldsau, Sargans,
Landquart, Chur
Information und Reservation
Π058 386 31 70
Πwww.postauto.ch/reiseangebote
Webcode 10417
Πtraumreisen@postauto.ch
Fotos: GLS/P. Eckert, Stockxpert
3. Tag: Ganztagesausflug Cinque Terre Nach dem Frühstück fahren wir mit einer Ganztagesreiseleitung nach Maranola. Von dort aus
starten wir den fakultativen Spaziergang auf der
Via dell’Amore nach Riomaggiore, von wo uns
der Zug nach Monterosso bringt. Hier erleben
wir vor unserer individuellen Pause eine kurze
Dorfbesichtigung. Der Küste entlang geht es mit
dem Schiff nach Portovenere, wo erneut eine
Dorfbesichtigung stattfindet. Das Schiff bringt
uns nach La Spezia, von wo wir zum Abendessen
ins Hotel fahren.
Nicht inbegriffen
m Getränke
m Annullations- und Reiseversicherung
CHF 30.–
UNGLAUBLICH GÜNSTIG! Da müssen SIE mit!
Aktionspreise buchbar
bis 15.12.2010
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8 Tage
ab CHF
299.-
inkl. Flug und Taxen!
Programm 1
8-Tage Kappadokienrundreise
2. Tag: Antalya – Sultanhani – Ürgüp
Fahrt über Taurusgebirge – Halt in Sultanhani, Karawanserei
– Weiterfahrt nach Ürgüp – Hotel für 4 Nächte.
3. Tag: Kappadokien
Bei einer kleinen Wanderung durch das Rote Tal können Sie
die Tuffpyramiden und Feenkamine von der Nähe betrachten.
4. Tag: Kappadokien
Tagesausflug zu einer unterirdischen Stadt.
5. Tag: Göreme
Tagesausflug nach Göreme, eine Landschaft aus Felswänden
und Tuffpyramiden. Unterwegs haben Sie die Möglichkeit,
eine Teppichknüpferei zu besuchen.
6. Tag: Ürgüp – Konya – Antalya
Besuch des Mevlana-Kloster (Tanzenden Derwische). Weiterfahrt nach Antalya (Übernachtung).
7. Tag: Antalya
Beim Stadtbummel können Sie Schmuck und Lederwaren
günstig erwerben.
8. Tag: Antalya – Schweiz
Rückflug nach Zürich.
1 Woche Kappadokien-Rundreise
Programm 1
Saison A
Saison B
Saison C
5
5
2
7
12
12
9
14
19
19
16*
21
»Spezial«
2011
Programm 2
1. Tag: Schweiz – Antalya
Flug ab Zürich nach Antalya. Übernachtung.
Februar
März
April
Mai
Samstagsabflüge ab Zürich
Alles 4-5-Sterne Hotels
2 Programme zur Auswahl
26
26
23
30
Aktionspreis: CHF 299.Aktionspreis: CHF 399.Aktionspreis: CHF 499.-
2 Tage Kultur & 5 Tage Strand
1. Tag: Schweiz – Antalya
Flug nach Antalya. Anreise mit dem modernen Car nach Hierapolis. Übernachtung in einem Thermalhotel.
2. Tag: Pamukkale
Pamukkale – die Anlage mit den schneeweissen Kalksinterterrassen ist wegen des Thermalwassers, das mit einer Temperatur von
30-40 Grad entspringt, das bekannteste Naturwunder der Türkei
und Weltkulturerbe der UNESCO. Besuches eines bekannten
Teppichzentrums. Übernachtung in Hieropolis.
DIES ALLES ist bereits INBEGRIFFEN
➽ Flug ab Zürich nach Antalya und zurück
3. – 7. Tag: Hierapolis – Antalya
Kurzweilige und interessante Fahrt von Hierapolis bis zur Anatolischen Küste. Bei einem Zwischenstop haben Sie die Möglichkeit,
eine Fabrikationsstätte mit einheimischen Produkten zu besuchen. An der türkischen Riviera werden Sie Ihr Zimmer im komfortablen 4**** Hotel für die nächsten Tage beziehen. Geniessen Sie
Ihren Badeurlaub oder erkunden Sie diese wunderschöne Region.
Natürlich haben Sie auch die Gelegenheit, die nähere Umgebung
bei geführten Ausflügen besser kennen zu lernen.
➽ Flughafen-, Sicherheits- und Buchungsgebühren im Wert von CHF 128.- pro Person
8. Tag: Antalya – Schweiz
Rückflug nach Zürich.
➽ 7 x Frühstück / Buffet
2 Tage Kultur & 5 Tage Strand
Programm 2
Februar
März
April
Mai
Saison A
Saison B
Saison C
5
5
2
7
12
12
9
19
19
16*
26
26
23
30
Aktionspreis: CHF 299.Aktionspreis: CHF 399.Aktionspreis: CHF 499.-
Preise pro Person / Basis Doppelzimmer / Keine Verlängerung möglich. * Zuschlag CHF 100.- pro Person
➽ Willkommensgetränk
➽ Rundreise resp. Ausflüge in modernen und
klimatisierten Bussen gemäss Programm
➽ 7 Übernachtungen in gehobenen Mittelklassehotels (4-5 Sterne)
➽ Erfahrene, deutschsprachige Reiseleitung
NICHT INBEGRIFFEN:
➽ Einzelzimmerzuschlag CHF 25.– pro Nacht
➽ Annullationsschutz CHF 30.– /p.P. (sofern kein eigener)
➽ Hauptmahlzeiten, Getränke und persönliche Auslagen
➽ Örtliche Eintrittsgelder, allfällige Trinkgelder
BITTE BEACHTEN:
➽ Taxen und Treibstoff, Preisstand Oktober 2010
➽ Programm- und Hoteländerungen sind nicht
beabsichtigt, bleiben aber vorbehalten
➽ Schweizer Bürger benötigen einen gültigen
Reisepass oder eine gültige ID.
Weitere Traum-Reisen finden Sie im Internet unter www.domo-reisen.ch
Gleich anrufen
und reservieren:
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044 828 60 40
Sie erreichen uns
Mo.- Fr. 08.00 - 12.00 und 13.00 - 18.00 Uhr
oder per E-mail: info@domo-reisen.ch
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Werte, die erhalten bleiben
Kunst geniessen im Alltag
“Hans Erni Die vier Elemente”
Die vier Elemente
In der Keramikbild-Kollektion
“Die vier Elemente” verbindet
Hans Erni das Pferd mit dem
Menschen zu einer Symbiose
und setzt damit der gesamten
Schöpfung ein wunderbares
Denkmal. Farblich und inhaltlich
reihen sich die vier Gemälde
harmonisch aneinander und bilden ein Gesamtkunstwerk von
grosser Ausdruckskraft. Die
Gemälde werden auf beste
Keramik übertragen und lassen
sich zusammen mit dem
Acrylglas-Rahmen perfekt präsentieren.
Der Acrylglas-Rahmen hebt sich
effektvoll von der Wand ab und
erzeugt so eine 3-dimensionale
Wirkung. Dank einer versteckten
Aufhängevorrichtung scheinen
die Keramiktafeln auf dem
durchsichtigen Rahmen zu
schweben.
“Wasser”
Sondergrösse:
Keramik-Bilder: 24 x 30 cm
Rahmen: 35 x 40 cm
✂
“Feuer”
“Luft”
“Erde”
Die weiteren Ausgaben der Kollektion “Hans Erni - Die vier Elemente”
50718
Exklusiv-Bestellschein
Einsendeschluss: 20. Dezember 2010
Ja, ich reserviere die Kollektion “Hans Erni - Die vier Elemente”.
Ich erhalte die vier Ausgaben in monatlichen Abständen zugesandt.
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(MMJJ)
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4-teilige Kollektion! Mit 365-Tage-Rücknahme-Garantie.
Produktpreis je Ausgabe, inkl. Präsentations-Rahmen: Fr. 149.80
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Tel. 041 768 58 58
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Jöchlerweg 2 • 6340 Baar • Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90
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Seele and Geist
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