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31. Duisburger Akzente 16. Mai bis 1. Juni 2008 Was uns beschäftigt

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Kulturfestival des Landes Nordrhein-Westfalen
gefördert duch die
www.duisburger-akzente.de
info 0203 94000
festivalbuero @ duisburg-marketing.de
Was uns beschäftigt
31. Duisburger Akzente
16. Mai bis 1. Juni 2008
Adolf Sauerland
Karl Jansen
Oberbürgermeister
der Stadt Duisburg
Kulturdezernent
der Stadt Duisburg
vorwort
Duisburg hat mit dem Strukturwandel in den vergangenen drei Jahrzehnten tiefe Einschnitte in die
Wirtschafts- und Arbeitswelt verarbeiten müssen. Da mag es überraschen, wenn wir ausgerechnet
kurz vor der Schließung der letzten Zeche in unserer Stadt die Duisburger Akzente unter das Motto
„Was uns beschäftigt“ stellen und uns um die Zukunft der Arbeit Gedanken machen. Zwar hat der
Bergbau in Duisburg schon lange an Bedeutung verloren, doch die Schließung der Zeche Walsum
im Juni 2008 markiert einen Einschnitt in das Selbstverständnis unserer Stadt. Immerhin haben
wir rund 150 Jahre mit dem Bergbau und auch vom Bergbau gelebt. Besonders tief ist dieser Einschnitt natürlich für alle die, deren Existenz auch heute noch an der Kohle hängt. Das ist nicht nur
eine Frage der Arbeitsplätze, bedroht ist auch der kollegiale und nachbarschaftliche Zusammenhalt der Bergleute.
Wir glauben, dass ein Blick ohne Scheuklappen in die verschiedenen Sparten von Kunst und Wissenschaft zeigt, wie tief und vielfältig die Veränderungen sind, die mit dem Wandel in der Arbeitswelt einhergehen. Ödön von Horváth etwa gibt uns in seinem Stück „Kasimir und Karoline“ eine
Ahnung davon, wie Arbeitslosigkeit sich zur privaten Krise auswächst. Die Ausstellung „Digitale
Raumkunst“ in der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum zeigt dagegen, wie moderne Techno­
logien aus der Arbeitswelt neue ästhetische Sichtweisen und eine neuen mediale Sprache ermöglichen.
Die 31. Duisburger Akzente werden nicht nur in die Vergangenheit und Zukunft der Arbeitswelt
blicken, sie werden vielmehr mit den zahlreichen Assoziationen spielen, die der Begriff „Beschäftigung“ bei uns auslöst. Wir möchten Sie einladen: Lassen auch Sie sich von diesem Angebot
anregen und erleben Sie mehr als zwei Wochen ein facettenreichen Kulturfestival in Duisburg.
Adolf Sauerland
Oberbürgermeister der Stadt Duisburg
Karl Janssen
Kulturdezernent der Stadt Duisburg
Jürgen Rüttgers
Ministerpräsident
des Landes Nordrhein-Westfalen
Akzente Highlights 6
Eröffnung 8
vorwort
Theater, Tanz und Oper 12
„Was uns beschäftigt“ – das diesjährige Motto der „Duisburger Akzente“ weckt vielfältige Assoziationen. Vor allem „Beschäftigung“ im Sinne von Erwerbsarbeit, die Sorge um den Erhalt von
Arbeitsplätzen sowie der Umgang mit den zukünftigen Herausforderungen des Arbeitsmarktes
sind ebenso wichtige wie aktuelle Themen, die uns alle bewegen.
Ausstellungen 26
Seit ihrer Gründung 1977 haben die „Akzente“ immer wieder unbequeme Fragen gestellt und
mit Feingefühl künstlerisch oder gesellschaftlich relevante Themen erspürt. Diesmal sind es die
Veränderungen in der Bergbau- und Montanindustrie am Festivalort Duisburg, die die Organisatorinnen und Organisatoren der „Akzente“ zu ihrem aktuellen Schwerpunkt inspiriert haben. Das
Festival knüpft mit seiner 31. Auflage thematisch an den Strukturwandel an Rhein und Ruhr an,
doch weist das Motto „Was uns beschäftigt“ weit über rein regionale Veränderungen hinaus und
setzt sich mit generellen Fragen gesellschaftlichen Wandels auseinander.
Ich bin sicher, dass wir uns auf ein anregendes und anspruchsvolles künstlerisches Programm
freuen können. Allen Besucherinnen und Besuchern der „Duisburger Akzente“ wünsche ich bei
den Theateraufführungen, Ausstellungen, Lesungen und Vorträgen neue Ideen, überraschende
Einsichten und natürlich viel Freude.
Literatur 34
Vorträge und Diskussionen 40
Film 46
Musik 50
Crossover 52
Impressum 54
Jürgen Rüttgers
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Akzente-Highlights
Freitag, 16. Mai. 19.30 Uhr
Eröffnung der 31. Duisburger Akzente
Grußworte: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Adolf Sauerland
Festvortrag: Alfred Biolek; Künstlerische Beiträge: Anna Thalbach, Lutz Görner, Familie
Flöz, Trilok Gurtu (Special Guest), Ensemble der Duisburger Philharmoniker u. a.
Künstlerische Leitung / Komposition: Tim Isfort; Regie: Jens Kerbel und Jennifer
Whigham
Landschaftspark Duisburg-Nord, Kraftzentrale, Emscherstraße 71
Freitag, 23. Mai, 20.00 Uhr
Georg Stefan Troller:
Lebensgeschichten
Lesung
Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5 - 7
Samstag, 24. Mai, 20.00 Uhr
Günter Wallraff:
Und weil der Mensch ein Mensch ist ...
Samstag, 17. Mai, 20.00 Uhr
Lesung
Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Str. 5 - 7
Szenen, Texte, Filme und Musik
Mit: Anna Thalbach, Lutz Görner, Familie Flöz, Trilok Gurtu (Special Guest),
Ensemble der Duisburger Philharmoniker u.a.
Von: Tim Isfort (Künstlerische Leitung / Komposition); Jens Kerbel und Jennifer
Whigham (Regie)
Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstraße 71
Montag, 26. und Dienstag, 27. Mai, 19.30 Uhr
Samstag, 17. Mai, 14.00 Uhr Bis Sonntag, 8. Juni
Dienstag, 27. Mai - Sonntag, 14. September
Ich sehe was, was du nicht siehst –
Eine Auseinandersetzung
Paradoxien des Öffentlichen –
Kunst im öffentlichen Raum
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 40 und
verschiedene Orte im öffentlichen Raum
Herr Puntila und sein Knecht Matti
Schauspiel von Bertolt Brecht
Regie: Michael Thalheimer
Thalia Theater Hamburg
Theater Duisburg, Neckarstraße 1
Digitale Raumkunst
Ausstellung
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 40
Sonntag, 1. Juni, 19.00 Uhr
Sonntag, 18. Mai, Mittwoch, 21. Mai, und Samstag, 24. Mai,
jeweils 19.30 Uhr
Lady Macbeth von Mzensk
Oper von Dmitri Schostakowisch, Dirigent: John Fiore, Inszenierung: Dmitri Tcherniakov
Theater Duisburg, Neckarstraße 1
Glaube Liebe Hoffnung
Schauspiel von Ödön von Horváth
Regie: Stephan Kimmig
Münchner Kammerspiele
Theater Duisburg, Neckarstraße 1
Sonntag, 18. Mai - Sonntag, 13. Juli
Manfred Vollmer: Lebenswelt Arbeitswelt
Fotografien aus Betrieben in NRW
Kultur- und Stadthistorisches Museum, Johannes-Corputius-Platz 1
22. Mai - 1. Juni
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein Warentransportmittel nehmen und hinfahrn wo’s schön ist
Theater, Musik, Ausstellung und Diskussion
Ein Kunst- und Theorie-Projekt von Theater Arbeit Duisburg – TAD, Ruth Bamberg,
Philippe Micol und Theorie und Praxis e.V.
Ehemaliger Eisenwarenhandel Hennes, Harmoniestraße 39
19.30 Uhr
Landschaftspark Duisburg-Nord
Kraftzentrale
Emscherstraße 71
47137 Duisburg
Eintritt frei
Freitag, 16. Mai 2008
Festakt
Eröffnung der 31. Duisburger Akzente
Grussworte: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Adolf Sauer­
land; Festvortrag: Alfred Biolek; Künstlerische Beiträge:
Anna Thalbach, Lutz Görner, Familie Flöz, Trilok Gurtu
(Special Guest), Ensemble der Duisburger Philharmoniker u. a.
Künstlerische Leitung / Komposition: Tim Isfort; Regie: Jens
Kerbel und Jennifer Whigham
Mit kulturpolitischen Grußworten werden Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (Staatssekretär für Kultur des Landes NRW) und Adolf Sauerland
(Oberbürgermeister der Stadt Duisburg) die 31. Duisburger Akzente
eröffnen.
Den Festvortag hält Alfred Biolek. Der 1934 im tschechischen Freistadt
geborene promovierte Jurist hat Mediengeschichte geschrieben. Stationen seiner 40jährigen TV-Karriere waren unter anderem die von ihm
produzierten und moderierten Sendungen „Bio’s Bahnhof“, „Boulevard
Bio“ und die Koch-Show „alfredissimo“. Von 1992 bis 2005 war Biolek
außerdem Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Auch
nach seinem Abschied vom Bildschirm ist der mit zahlreichen Preisen – u. a.
Adolf-Grimme-Preis, Goldene Kamera und Bambi – geehrte Moderator
dem Medium treu geblieben. Mit seiner Firma produziert er Sendungen
wie „Mitternachtsspitzen“ und „Menschen bei Maischberger“.
Im Zentrum des Festaktes steht die Eigenproduktion der Duisburger
Akzente „Ich sehe was, was du nicht siehst – Eine AusEinAnderSetzung“.
In einer facettenreichen Collage werfen so unterschiedliche Künstler
wie die Schauspielerin Anna Thalbach, der Rezitator Lutz Görner, das
Maskentheater „Familie Flöz“ oder der Percussion-Virtuose Trilok Gurtu
künstlerische Schlaglichter auf unsere „Schöne Neue Arbeitswelt“ und
den Preis des Fortschritts. Fast wie im richtigen Leben zeigt ihr abwechslungsreiches Miteinander, Nacheinander und Gegeneinander, wie
Fortschrittsglaube und Ökonomisierung unser Dasein durchwirken. Die
Aufspaltung der Gesellschaft in „Haber“ und „Habenichtse“, die Schürung
von Missgunst und Neid wird das Publikum als Teil der Inszenierung
buchstäblich „am eigenen Leib erfahren“.
Unter der künstlerischen Leitung des Musikers und Komponisten Tim
Isfort geht die Inszenierung der polarisierenden Gewinn- und Verlustrechnung der Fortschrittsphilosophie nach und hinterfragt deren Kreditwürdigkeit. Texte, Szenen, filmische Elemente sowie unterschiedlichste
Musiken und Vortragsformen fügen sich zu einem abwechslungsreichen
„Beschäftigungsprogramm“, das die witzigen und aberwitzigen Seiten
unserer „Beschäftigungsverhältnisse“ unterhaltsam beleuchtet und
analysiert.
Freitag, 16. Mai 2008
22.00 Uhr
WDR Big Band Köln & New York Voices
Landschaftspark Duisburg-Nord
Gebläsehalle
Emscherstraße 71
47137 Duisburg
Eintritt: 22 Euro, ermäßigt 12 Euro
Leitung und Arrangements: Michael Abene
Im Anschluss an die Eröffnung der 31. Duisburger Akzente bietet sich allen
Jazz-Fans die Möglichkeit, ein hochkarätiges Konzert zu besuchen. Die
kürzlich erst mit zwei Grammys ausgezeichnete WDR Big Band Köln spielt
unter ihrem musikalischen Leiter und Arrangeur Michael Abene. Als Gäste
bringen sie die New York Voices mit, ein hervorragendes Vokal­ensemble,
das ebenfalls mehrfach mit Grammys ausgezeichnet wurde und an unzähligen prämierten Jazz-Produktionen tatkräftig mitgewirkt hat.
Die New York Voices, die für ihren ausgezeichneten Gruppengesang bekannt sind, zählen zu den besten Vokalensembles im Jazz. In ihren breit
gefächerten Stil haben sie brasilianische Elemente ebenso aufgenommen
wie R’n’B-, Klassik- und Popeinflüsse. Die New York Voices konnten im
vergangenen Jahr ihr 20jähriges Bestehen feiern; seit 1994 sind sie in unveränderter Quartettformation zu erleben. Mit ihrer aktuellen CD „A day
like this“ kehren die vier experimentierfreudigen Sänger zu ihren Wurzeln
zurück.
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
In Zusammenarbeit mit dem WDR Musikfest 08
www.wdr.de/radio/wdr3/musikfest/
Eintrittskarten – soweit vorhanden – nur auf schriftliche Vorbestellung
bei der Duisburg Marketing GmbH, Festivalbüro, Landfermannstr. 6,
47051 Duisburg; Fax 0203 283 2188 oder E-Mail festivalbuero@duisburgmarketing.de.
Theater, Tanz und Oper
10
11
Foto: Iko Freese
Samstag, 17. Mai 2008
Akzente-Theatertreffen
Kasimir und Karoline
Volksstück von Ödön von Horváth, Regie: Andreas Dresen
Deutsches Theater, Berlin
„Und die Liebe höret nimmer auf“: Auf dem Münchner Oktoberfest,
zwischen grellen Amüsements wie einem Abnormitätenkabinett, der
Achterbahn und dem Hippodrom, dreht sich in Horváths Volksstück alles
um dieses Motto. Der arbeitslos gewordene Chauffeur Kasimir kann nicht
glauben, dass Karoline, eine Büroangestellte, ihn trotzdem noch liebt.
Es kommt zum Streit, man trennt sich. Karoline wendet sich dem Zuschneider Schürzinger zu, während Kasimir Trost bei dem vorbestraften
Dienstmädchen Erna sucht. Die berufliche Krise wird zur privaten, einer
verletzt den anderen mit seinen Wünschen und Forderungen und glaubt
dabei, selbst am meisten verletzt worden zu sein. Echte Gefühle werden
durch falsche Worte ausgedrückt, und am Ende gibt es zwar noch die
Sehnsucht nach einem besseren Leben, aber Horváths Figuren richten
sich in stiller Trauer in den von ihnen mit verursachten Verhältnissen ein.
„Andreas Dresen erzählt unsentimental von den großen Gefühlen der
kleinen Leute.“ (Süddeutsche Zeitung) Musikalischen Schwung erhält der
Abend durch die Berliner Kultband „17 Hippies“. „Schon Horváth hat sein
Stück musikalisch kräftig grundiert. Aber diese auch kostümlich ins Spiel
einbezogene Band klezmert, walzt und orgelt sich süffig durch die Handlung, ohne je aufdringlich zu werden.“ (Berliner Morgenpost)
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
20.00 Uhr
Foto: Oliver Wia
Landschaftspark Duisburg-Nord
Kraftzentrale
Emscherstraße 71
47137 Duisburg
Eintritt: VVK 12 Euro, AK 19 Euro
12
Samstag, 17. Mai 2008
Ich sehe was, was Du nicht siehst
Eine Auseinandersetzung
Was haben der weltbekannte Percussionvirtuose Trilok Gurtu, die berühmte Schauspielerin Anna Thalbach, der renommierte Rezitator Lutz
Görner, das wunderbare Maskentheater „Familie Flöz“ und der einzig­
artige Vertikalkrobat Noah Chorny gemeinsam mit Duisburger Philharmonikern und Jazzmusikern auf einer Bühne zu schaffen? Ganz einfach:
Sie präsentieren das, womit sie sich intensiv beschäftigen und was sie am
besten können: ihre Kunst.
In einer facettenreichen Collage werfen ihre künstlerischen Beiträge
Schlaglichter auf unsere „Schöne Neue Arbeitswelt“ und den Preis des
Fortschritts. Fast wie im richtigen Leben zeigt ihr abwechslungsreiches
Miteinander, Nacheinander und Gegeneinander, wie Fortschrittsglaube
und Ökonomisierung unser Dasein durchwirken. Alles scheint dem Dogma
der Effektivität und Effizienz unterworfen. Überall wird gefragt, ob sich
etwas rechnet oder nicht. Komplexe Zusammenhänge scheinen einem
einfachen binären Bewertungscode zu gehorchen: richtig oder falsch? In
oder out? Hopp oder topp? Die Aufspaltung der Gesellschaft in „Haber“
und „Habenichtse“, die Schürung von Missgunst und Neid im täglichen
Konkurrenzkampf wird das Publikum als Teil der Inszenierung buchstäblich „am eigenen Leib erfahren“.
Foto: Mintaka Management
19.30 Uhr
Theater Duisburg
Neckarstraße 1
47051 Duisburg
Eintritt: 7,50 - 25,00 Euro
plus VVK
Unter der künstlerischen Leitung des Musikers und Komponisten Tim
Isfort wird die Akzente-Eigenproduktion der polarisierenden Gewinn- und
Verlustrechnung dieser Philosophie nachgehen und deren Kreditwürdigkeit hinterfragen. Texte, Szenen, filmische Elemente sowie unterschiedlichste Musiken und Vortragsformen fügen sich zu einem abwechslungsreichen „Beschäftigungsprogramm“, das die witzigen und aberwitzigen
Seiten „Beschäftigungsverhältnisse“ unterhaltsam beleuchtet und
analysiert.
Zur „Mitarbeit“ aufgerufen, sind Schauspieler, Musiker und Akteure verschiedenster künstlerischer Genres.
Die Kopf-Arbeiter: Jens Kerbel und Jennifer Whigham (Regie), Frank
Bergmann (Dokumentarfilmer und Musiker), Antek Krönung (Textdichter)
sowie Tim Isfort (Musiker, Komponist, Arrangeur) als Mitverantwortliche
für Idee, Konzept und Realisierung.
Die Wort-Arbeiter: Anna Thalbach (Schauspielerin), Lutz Görner (Rezitator
und Schauspieler), Eva Verena Müller (Schauspielerin), Stephan Baum­ecker
(Schauspieler), Uli Masuth (Kabarettist)
Die Körper-Arbeiter: Familie Flöz (Maskentheater), Noah Chorny (VertikalAkrobatik)
Die Klang-Arbeiter: Ttukunak (weibliches Percussion-Duo), ein Ensemble
der Duisburger Philharmoniker, Eva Kurowski (Jazzsängerin und Songschreiberin), Poedra (HipHop)
Und als „Gastarbeiter“/ Special Guest: Trilok Gurtu (Percussion)
Vorverkauf über die NRW-Ticketshops oder online unter
www.duisburgticket.de.
13
Weitere Aufführungen:
21. und 24. Mai, 19.30 Uhr
Lady Macbeth von Mzensk
Oper von Dmitri Schostakowisch, Dirigent: John Fiore,
Inszenierung: Dmitri Tcherniakov
Katarina, vom Leben mit ihrem Ehemann Sinowi und dem tyrannischen
Schwiegervater Boris angeekelt, erliegt während der Abwesenheit ihres
Mannes dem Werben des Arbeiters Sergej, der ihre Leidenschaft zu
wecken versteht. Das Liebespaar wird ertappt und Katarina wird zur
mehrfachen Mörderin.
Die zwischen 1930 und 1932 entstandene „Lady Macbeth von Mzensk“ ist nach
seiner Oper „Die Nase“ der zweite Geniestreich des jungen Dmitri Schostakowisch. Wie kaum ein anderes seiner Werke wurde „Lady Macbeth von Mzensk“
zu Schostakowitschs Schicksalswerk, das den Zorn des Diktators Stalin
entfachte und das Leben des Komponisten radikal veränderte.
Das Libretto, das Schostakowitsch mit dem befreundeten Dramaturgen
Alexander Preiss verfasste, basiert auf einer Erzählung von Nikolaj Leskow,
die das Schicksal der Kaufmannsfrau Katerina Ismailowa behandelt, einer
Frau die – bei Leskow – aus eigennütziger Berechnung und materieller
Vorteile wegen kaltblütig ihren Schwiegervater, ihren Gatten und in einer
bei Schostakowitsch völlig gestrichenen Szene ein Kind ermordet und nach
der Entdeckung ihrer Verbrechen nach Sibirien deportiert wird.
Lady Macbeth war ein sensationeller Erfolg und wurde allein in Leningrad
und Moskau zwischen 1934 und 1936 fast 200-mal gespielt. Zur gleichen
Zeit ging sie um die Opernhäuser der Welt. Am 26.1.1936 besuchte Stalin
eine Vorstellung in Moskau, die er vorzeitig verließ. Zwei Tage später
erschien in der „Prawda“ der berüchtigte Artikel „Chaos statt Musik“, der
dem Siegeszug der Oper in der Sowjetunion ein abruptes Ende bereitete.
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.rheinoper.de
20.00 Uhr
Theater Duisburg
FOYER III
Neckarstraße 1
47051 Duisburg
Eintritt: 10,00 Euro plus VVK
Weitere Aufführungen:
Dienstag, 20. Mai, und
Mittwoch, 21. Mai, jeweils
um 11.00 Uhr sowie
Donnerstag, 22. Mai, 21.00 Uhr
14
Montag, 19. Mai 2008
Akzente-Theatertreffen
KLASSE KLASSE
Masken – Beatbox – Theater
von Michael Vogel und Ensemble
Regie und Masken: Michael Vogel
Theater Duisburg in Koproduktion mit Theater Strahl Berlin
„Optisch und musikalisch die wohl coolste Inszenierung für Jugendliche ab
12 Jahren in der Stadt“, urteilte die Berliner Morgenpost nach der Premiere
in Berlin. Ein komödiantisches Spiel mit den Typen einer Schulklasse: Der
Streber und die Klassenbeste, der Starke und sein Freund, die Schöne, der
Hinterlistige, der Sportliche, die Verträumte, der Klassenclown, die Beschützerin der Schwachen, der strenge Lehrer, die liberale Lehrerin ... In einer
dynamischen Collage werden die Konflikte einer Schulklasse auf die Spitze
getrieben – mit viel Rhythmus, Körpereinsatz, Witz, Poesie. Mit den von
Regisseur Michael Vogel (Familie Flöz) gebauten Masken bringt das Ensemble
von Theater Strahl eine temporeiche Nummernshow (fast) ohne Worte, aber
mit viel Musik auf die Bühne. Der Deutsche Meister im Beatboxen, Mando, ist
dabei nicht nur musikalischer Ideengeber, sondern auch Live-Akteur.
„Lebendig, überraschend und ungemein witzig – obwohl es nichts anderes
als die altbekannten Klischees zum Gegenstand hat. Mando ist der Spiel­
macher und Held des Abends, der der Inszenierung auf der Bühne die
richtige Rasanz, die Absurdität und den Rhythmus gibt.“ (Berliner Zeitung)
Foto: Jörg Metzner
Theater Duisburg
Neckarstraße 1
47051 Duisburg
Eintritt: 15,70 - 54,60 Euro
bei der Premiere,
sonst 12,50 - 43,50 Euro
Sonntag, 18. Mai 2008
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
Dienstag, 20. Mai 2008
19.30 Uhr
Akzente-Theatertreffen
Tod eines Handlungsreisenden
Theater Duisburg
Neckarstraße 1
47051 Duisburg
Eintritt: 6,50 - 21,50 Euro plus VVK
von Arthur Miller, Regie: LuK Perceval
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
Willy Loman, seit sechsunddreißig Jahren reisender Handelsvertreter, ist
am Ende. Seine Stammkunden sind verzogen oder verstorben, die
Verkaufsmethoden seiner jüngeren Kollegen sind gewinnbringender als
seine und die unzähligen Autofahrten sind inzwischen eine Qual. Auch im
Privatleben gibt es kein Entrinnen, denn die längst erwachsenen Kinder
sind faul und erfolglos. Als ihn der neue junge Chef feuert, gerät Willy in
eine existenzielle Sinnkrise. „Tod eines Handlungsreisenden“ zeigt die
letzten Stunden in Willy Lomans Leben, in denen Depression und Verzweiflung von Rückblenden in eine glückliche Vergangenheit voller
Hoffnung und Erwartung durchbrochen werden. Millers bekanntestes
Stück ist eine Gesellschaftstragödie und die Geschichte eines Identitätsverlustes und Generationskonfliktes: Loman, Prototyp eines kleinen
Geschäftsmanns, wird zum Opfer des amerikanischen Traums von Erfolg
und finanziellem Wohlstand und des eigenen Versagens als Vater.
„Großartig ist Bruno Cathomas, der Biff zwischen beleidigter Leberwurst
und hysterischer Kinderohnmacht hin und her taumeln lässt, bevor er in
einem finalen Tollwutsanfall die Lebenslügen der ganzen Familie hervorwürgt. Thomas Thieme gibt Willy als kraft­meierischen Unsympath, der
zum hilflosen, das Jackett glattstreichenden Jungen zusammenschrumpft, sobald sein widerlicher Jungchef einen schlechten Witz mit
ihm macht. So sieht Existenzangst aus.“ (Der Tagesspiegel)
Foto: Matthias Horn
19.30 Uhr
Premiere
15
Eintritt: VVK 8 Euro, AK 13 Euro
Weitere Aufführung:
28. Mai, 20.00 Uhr
20.00 Uhr
Erstaufführung
Foto: Dagmar Grasshoff
Jüdische Gemeinde Duisburg,
Mülheim/Ruhr, Oberhausen
Festsaal
Springwall 16
47051 Duisburg
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro
Eine Produktion von The Roof – TanzRaum in Kooperation mit dem
Festival Reggio Emilia Danza (Italien) und dem Theaterlabor im Tor 6
(Bielefeld). Gefördert von: Kultusministerium NRW, Stadt Duisburg,
Istituto Italiano di Cultura Köln.
Mit freundlicher Unterstützung der Jüdischen Gemeinde Duisburg,
Mülheim/Ruhr, Oberhausen.
Mittwoch, 21. Mai 2008
Kartenreservierungen beim Festivalbüro unter 0203 283 2019.
Die Wand
Donnerstag, 22. Mai 2008
Musiktheater von Thorsten Töpp nach Marlen Haushofer
Regie: Anja Schoene
Filme: Frank Bergmann
Eine Frau erwacht in einer Berghütte und scheint plötzlich die letzte
Überlebende zu sein: Den Berg umschließt eine unsichtbare Wand, hinter
der alles in Totenstarre liegt. Mit einigen Tieren richtet sie sich auf den
mühevollen Kampf ums Überleben ein.
Seit seinem Erscheinen 1963 ist Haushofers verstörender Roman immer
wieder diskutiert worden. Letztlich entzieht sich das sprachlich vollendete
Werk jeder Eindeutigkeit. Anja Schoenes Inszenierung hält Töpps hypnotische Musik, Bergmanns Filme und den radikalen Text im Gleichklang.
Eva Müller begeisterte 2007 als „Billie Holiday” die Zuschauer und wurde
zu Recht zur besten Schauspielerin in NRW gekürt.
www.hundertmeister.de
Mittwoch, 21. Mai 2008
Piyut
Choreografie: Sergio Antonino und Avi Kaiser
Musik: Rami Fortis
Im Mittelpunkt der Choreografie steht ein hebräischer Gesang, Piyut. In einem
Piyut findet ein ursprüngliches menschliches Bedürfnis seinen Ausdruck: für
einen Augenblick das Alltagsgeschehen kommunizieren. Diese Kommunikation ist unabhängig von sprachlichen, kulturellen, oder religiösen Unterschieden; ein Piyut schafft eine gemeinsame Ebene des menschlichen Austausches
durch Gesang und Körperbewegung. Dieser Zustand von Körper und Stimme
ist Ausgangspunkt für das Bühnenstück, in dem mit den Mitteln der physischen Bewegung, des formellen Tanzes und der Stimme gearbeitet wird.
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein
Warentransportmittel nehmen …
OUr Town. Ruhrort
Thornton Wilder / Recherche Ruhrort, Theater Arbeit
Duisburg. Regie: Martin Kloepfer
Wenn ich nach hinten blicke und gleichzeitig rückwärts gehe, werde ich
schon vorwärts kommen. Amerika 1938. Ein Mann erzählt von einem
vergangenen Jahrzehnt in einer kleinen Gemeinde. Die anderen müssen
das spielen. Menschen gehen zur Arbeit, werden geboren, gebären,
kochen Kaffee, sterben, heiraten. Er beschreibt, was nicht mehr zu sehen
ist und macht dadurch sichtbar, was ist. Und er will seine Frau zurück ...
Früher war alles besser, sagen die Alten. Oder sagen sie: Warum sollt ihr
es eigentlich einmal besser haben als wir? Der Hafenstadtteil Ruhrort als
Grundlage für einen Tribut an den Gott des Alltags. Kein Königsdrama.
Diaschau.
20.00 Uhr
Premiere
Ehem. Eisenwarenhandlung Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt: 7,50 - 20,00 Euro
Weitere Aufführungen:
Samstag, 24. Mai, Sonntag,
25. Mai, und Samstag, 31. Mai,
jeweils 20.00 Uhr
Foto: Vera Keysers
20.00 Uhr
Kulturzentrale HundertMeister
Dellplatz 2
47051 Duisburg
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
Vorverkauf und Reservierungen möglich über die Homepage
www.ruhrort-research.de oder telefonisch unter 0203 66 930 44.
www.ruhrort-research.de
Ausgehend von der jüdischen Tradition ist Piyut also eine Brücke, ein Verbindungsglied von Menschen unterschiedlichster Nationen. Interessant wird diese
Betrachtung zwischenmenschlicher Kommunikation im Ruhrgebiet, welches
als kultureller Schmelztiegel gilt. Hier trafen und treffen Menschen verschiedenster Kultur und Herkunft aufeinander, um in der Industrieregion Arbeit zu
finden. Durch dieselbe Situation, dieselben Sorgen oder Wünsche, dieselben
harten Arbeitsbedingungen, wurden und werden kulturelle Barrieren letztendlich gegenstandslos.
16
17
Theater Duisburg
FOYER III
Neckarstraße 1
Eintritt: 7,00 Euro plus VVK
Foto: Sascha Kreklau
Weitere Aufführungen:
Mittwoch, 28. Mai, und
Samstag, 31. Mai, 20.00 Uhr
Sonntag, 25. Mai 2008
Akzente-Theatertreffen
Fast Forward
Ein Tanz-Theater-Projekt, Regie / Choreografie: Nanna Przetak
Eigenproduktion „Spieltrieb“ – Jugendclub im Theater Duisburg
Jung, dynamisch, erfahren, motiviert, anpassungsfähig, flexibel, mobil,
multifunktional einsetzbar und immer freundlich – so ist der ideale Arbeitnehmer. Er jongliert mit unzähligen Jobs, wechselnden Partnern und
verschiedenen Wohnorten. Die Globalisierung erfordert Flexibilität. Heute
Chef im Büro, morgen Kellner auf Zeit, übermorgen arbeitslos dann wieder
angestellt, gefeuert, selbständig, pleite, angestellt, gefeuert, selbständig ...
Unzählige Jobs, unzählige Wohnorte, keine alten Freunde, keine gewachsenen Strukturen, kein Zuhause – ist das die Zukunft der Arbeit? Die
Tänzerin und Choreografin Nanna Przetak hat mit vier Jugendlichen
gearbeitet und gemeinsam haben sie ein Tanz-Theater-Stück zum Thema
„Zukunft der Arbeit“ entwickelt. Aus Alltagsgesten entstanden Figuren, die
sich in wechselnden Konstellationen begegnen, manipulieren oder auch
austauschen. Die Bewegungssprache wird definiert durch Akrobatik, Tempo
und Dynamik. Der im Ruhrgebiet lebende Amerikaner Jim Campbell hat
dazu eine eigene szenische Musik komponiert: moderne, vielschichtige
elektronische Rhythmen treffen auf Fragmente vergessener Schlager der
Wirtschaftswunderjahre. Ohne Worte werden Geschichten von unseren
Erwartungen, Befürchtungen und Vorstellungen erzählt, von einer Zeit, die
nicht mehr allzu fern scheint, oder schon da ist, ohne dass wir es gemerkt
haben.
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
20.00 Uhr
Premiere
Alte Feuerwache Hochfeld
Kultur- und Stadtteilzentrum
Friedenstr. 5
47053 Duisburg
Eintritt: VVK 12 Euro, AK 16 Euro,
ermäßigt 8 Euro
(ermäßigte Karten
nur über die Alte Feuerwache)
Weitere Aufführungen:
Mittwoch, 28. Mai,
und Freitag, 30. Mai,
jeweils 20.00 Uhr
18
Sonntag, 25. Mai 2008
Arbeit? So viele Fragen. So viele Antworten.
Eine Produktion vom THEATER DER ZEIT in der Alten Feuerwache
Hochfeld
Inszenierung und Dramaturgie: Friederike Schmahl, Renate
Heineck, Aydin Isik, Olaf Reifegerste, Ulla Weltike
Künstlerische Gesamtleitung: Friederike Schmahl
Braucht der Mensch Arbeit – und wie versteht er sie? Wann ist sie
nützlich – und für wen? Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Wie und
wovon können oder wollen wir leben im Zeitalter der Globalisierung? Und
was kommt dann?
Das Ensemble THEATER DER ZEIT greift diese Fragen auf und konfrontiert die Zuschauer mit unterschiedlichen Aspekten rund um das Thema
Arbeit. Dabei spielen individuelle Gesichtspunkte eine ebenso wichtige
Rolle wie gesellschaftliche.
Das theatralische Szenario orientiert sich an der Erfahrungswelt der
Mitwirkenden, die aus sieben verschiedenen Nationen stammen und drei
Generationen umfassen.
Vorverkauf über www.duisburgticket.de
oder über die Ticket-Hotline: 0180 500 18 12.
Kartenreservierung sind möglich per Telefon 0203 608 42 28
oder Fax 0203 608 39 01
www.altefeuerwache-duisburg.de
Montag, 26. Mai 2008
19.30 Uhr
Akzente-Theatertreffen
Herr Puntila und sein Knecht Matti
Theater Duisburg
Neckarstraße 1
Eintritt: 6,50 - 21,50 Euro plus VVK
Volksstück von Bertolt Brecht, Regie: Michael Thalheimer
Thalia Theater Hamburg
Nüchtern ist der finnische Gutsbesitzer Puntila ein Ausbeuter, betrunken
wird er human. Seinem Chauffeur Matti vertraut er die Angst vor seinen
Stimmungsumschwüngen genauso an wie seinen Kummer darüber, dass
ihn die bevorstehende Hochzeit seiner Tochter Eva ein Waldgrundstück
als Mitgift kosten soll.
„Herr Puntila und sein Knecht Matti“ schrieb Brecht nach Erzählungen
von Hella Wuolijoki 1940 im finnischen Exil. Es war sein tollkühnster wie
komischster Versuch, die Dialektik als Kunst, Unvereinbares konstruktiv
zusammenzubringen, theatralisch anzuwenden. Deshalb löst sein Puntila
den Widerspruch zwischen Arm und Reich auf, in dem er sich als
sternhagelvoller Kampftrinker mit den Oberen zerstreitet, mit den
Unteren hingegen, ob es denen nun passt oder nicht, generös verbündet.
In quartalsmäßigen Anfällen von Nüchternheit indes wird er zum ausgewachsenen Kapitalistenschwein, das die Belegschaft schindet, ausbeutet,
hinausschmeißt und sich so seinen feuchtfröhlichen Lebenstraumrausch
finanziert. „So leicht kann Brecht sein, so unverkrampft und sinnlich,
wenn man‘s, wie Thalheimer und das famose Ensemble, kann: zum Herzund Hirnaufgehen.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Weitere Aufführung:
Dienstag, 27. Mai, 19.30 Uhr
Foto: Katrin Ribbe
20.00 Uhr
Uraufführung
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
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21.30 Uhr
Theater Duisburg
Opernfoyer
Neckarstraße 1
Eintritt: 10,00 Euro plus VVK
Weitere Aufführung:
Freitag, 30. Mai, 21.30 Uhr
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Dienstag, 27. Mai 2008
Weg mit Hartz IV, Kultur wollen wir!!!
Lieder, Musik, Sketche und Szenen aus dem Erleben und Alltag
von „Hartz IV“-Empfängern
Es wird neben der Notwendigkeit der Solidarität untereinander auch der
dringende Bedarf für die Teilhabe an Bildung und kulturellem Leben
dargestellt. Nicht Resignation und Lethargie sondern Eigeninitiative und
Selbstorganisation werden als Möglichkeiten aufgezeigt. In den Szenen
werden u.a. ein Duisburgpass und ein Sozialticket gefordert. Diese
Maßnahmen sollen Menschen mit geringem Einkommen mobil machen
und ihnen auch die Möglichkeit zur kostengünstigen Teilhabe an Kulturveranstaltungen eröffnen, eigentlich überhaupt erst die Möglichkeit zur
Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen, ohne dafür andere Notwendigkeiten vernachlässigen zu müssen. Besonders betroffen sind Kinder
und Jugendliche, aber auch Rentner, deren Situation verständlich
gemacht wird.
Der Protest der Duisburger Montagsdemonstration und die daraus
entstandenen Möglichkeiten zur Selbsthilfe in diversen Gruppen der
Selbstorganisation und Eigeninitiative werden der Resignation und der
Lethargie gegenüber gestellt.
Ein gesellschaftskritisches, solidarisches Spektakel nach dem Akzente
Motto „Was uns beschäftigt“ mit dem Titel: Weg mit Hartz IV, Kultur
wollen wir!
Unterstützt wird die Veranstaltung durch Frank Beier, der mit seiner
Musik den geschichtlichen Bezug bringt, und von Vesna Buljevic. Ihr
Programmbeitrag ist die Vision einer ALG-II-Bezieherin von einer anderen
Welt, in der all die, die die Werte schaffen, ein solidarisches Leben nach
ihren Bedürfnissen organisieren.
www.altefeuerwache-duisburg.de
mische Geschichte zweier Menschen, die, auch wenn sie fast ihre
Wohnung und den Fernseher verlieren, ihre Würde und ihre Hoffnung nie
aufgeben. „Poetische Bilder, warmherzige Melancholie, unterkühlter
Humor. Bettina Engelhardt und Andreas Grothgar beeindrucken in einer
wunderbar-witzigen Inszenierung. Es ist ganz anders als Kaurismäki und
bleibt ihm doch treu.“ (WAZ)
Foto: Diana Küster
19.00 Uhr
Alte Feuerwache Hochfeld
Kultur- und Stadtteilzentrum
Friedenstr. 5
47053 Duisburg
Eintritt: 5,00 Euro,
ermäßigt 2,00 Euro (nur AK)
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
Donnerstag, 29. Mai 2008
Kulturabend in der Psychiatrie
Der Augenblick
Mit dem Bertha-Tanztheater und einem Vortrag
von Mimi Müller.
Leitung, Inszenierung, Choreographie: Rita Maassen
Im Augenblick zu sein, ist der Schlüssel der Veränderung.
„Unsere wichtigsten Probleme können nicht auf der Ebene des Denkens
gelöst werden, wo wir sie geschaffen haben.“ (Albert Einstein)
„Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir
heraus wollte. Warum war das so schwer?“ (Hermann Hesse)
Neben dem Bertha-Tanztheater wird Mimi Müller, die als „Ruhrspötterin“
bekannte Kolumnistin des „Wochenanzeigers“, diesen Abend gestalten.
19.00 Uhr
Bertha-Krankenhaus
Therapiezentrum
Maiblumenstr. 1 - 7
47229 Duisburg Rheinhausen
Eintritt frei
Mit freundlicher Unterstützung der Sana Kliniken AG und des Klinikums
Duisburg.
Mittwoch, 28. Mai 2008
Akzente-Theatertreffen
Wolken ziehen vorüber
von Aki Kaurismäki, Regie: Stephanie Sewella
Schauspiel Essen
Illona ist seit vielen Jahren Oberkellnerin im Restaurant „Dubrovnik“. Von
einem Tag auf den anderen wird das Restaurant verkauft und sie verliert
ihre Arbeit. Ihr Mann Lauri ist Straßenbahnschaffner und auch er verliert
seine Stelle. Lauri ist zu stolz, um zum Arbeitsamt zu gehen und zu alt für
neue Jobs. Illona arbeitet in schlechten Snack-Bars und kämpft gegen die
Bürokratie, als ihr alter Kollege aus dem „Dubrovnik“ ihr einen Vorschlag
macht: sie gründen gemeinsam ein neues Lokal. Davor erleben Illona und
Lauri die Stationen des sozialen Abstiegs. Sie irren von Amt zu Amt,
treffen korrupte Arbeitsvermittler und skrupellose Arbeitgeber. In
knappen, kargen Dialogen erzählt „Wolken ziehen vorüber“ die tragiko-
Donnerstag, 29. Mai 2008
19.30 Uhr
Akzente-Theatertreffen
Stunde Null Vol. I - III
Theater Duisburg
Bühne
Neckarstraße 1
Eintritt: 13,00 Euro plus VVK
Ein Stück über Einwanderer
von Nuran David Calis, Regie: Nuran David Calis
Eine Produktion von Schauspiel Köln und Schauspiel Essen
in Kooperation mit dem Theater Duisburg
Deutschland in den 50er-Jahren: In der Bundesrepublik boomt das
Wirtschaftswunder, auf dem Arbeitsmarkt herrscht nahezu Vollbeschäftigung. 1955 gibt es mehr Arbeit als Arbeitssuchende, und um die Wirtschaft weiter anzukurbeln, schließt die Bundesregierung ein so genann-
Weitere Aufführung:
30. Mai, 19.30 Uhr
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Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
20.00 Uhr
Ehem. Eisenwarenhandlung Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt: 5 - 10 Euro
Weitere Aufführung:
Sonntag, 1. Juni, 20.00 Uhr
Donnerstag, 29. Mai 2008
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein Warentransportmittel nehmen …
SeemannsHeim
Sonntag, 1. Juni 2008
19.30 Uhr
Akzente-Theatertreffen
Glaube Liebe Hoffnung
Theater Duisburg
Neckarstraße 1
Eintritt: 7,50 - 25,00 Euro
plus VVK
Ein kleiner Totentanz von Ödön von Horváth
Regie: Stephan Kimmig
Münchner Kammerspiele
Ein lakonischer Totentanz: die Geschichte einer Mittellosen im Märchen,
das man Kapitalismus nennt. Der Glaube an einen gnädigen Gott bleibt
eine Leerstelle, die Liebe ist auch keine Himmelsmacht, sondern eine
durchkalkulierte Sache, und die Hoffnung auf Veränderung und bessere
Zeiten erweist sich als pure Illusion. Elisabeth will arbeiten, aber dazu
fehlt ihr ein Wandergewerbeschein und der kostet Geld. Also beschließt
sie ihren Körper für einhundertfünfzig Mark an ein anatomisches Institut
verkaufen. Ein Oberpräparator klärt sie darüber auf, dass die Anatomie
keine „lebendigen Toten“ kauft, ein Präparator leiht ihr die benötigte
Summe und bringt sie ins Gefängnis, als er erfährt, dass sie das geliehene Geld für die Bezahlung einer Geldstrafe verwendet hat. Einer
Geldstrafe, die ihr für ein illegales Beschäftigungsverhältnis ohne
Gewerbeschein auferlegt worden war. Nach ihrer Entlassung lernt sie den
Schupo Alfons Klostermeier kennen. Er macht sie zu seiner Braut. Doch
das Glück ist nur von kurzer Dauer. „Brigitte Hobmeier gibt die Elisabeth,
und man kann sie für ihre Rollen-Hingabe nur feiern. Wie sie den Bogen
spannt von der munteren Zuversicht am Anfang zur selbstzerstörerischen
Raserei am Ende, ist groß“, schrieb die Süddeutsche Zeitung. Für ihre
Darstellung der Elisabeth wurde Brigitte Hobmeier im letzten Jahr mit
dem Deutschen Theaterpreis ausgezeichnet.
Foto: Arno Declair
Foto: dpa
tes Anwerbeabkommen für ausländische Arbeitskräfte mit Italien ab. Es
folgen weitere Verträge mit Spanien und Griechenland, später mit
Marokko, der Türkei und Portugal. Eine Wanderwelle der Arbeitsmigranten beginnt – aus ganz Europa kommen Menschen zur Arbeit nach
Deutschland. Der noch jungen Bundesrepublik schlägt eine zweite Stunde
Null, es folgt eine Zeit der Einwanderung, die die Zusammensetzung der
Gesellschaft im Land nachhaltig verändern sollte.
„Wie begann es vor über 50 Jahren?“, fragt der Autor und Regisseur
Nuran David Calis, selbst in Deutschland geborener und aufgewachsener
Sohn armenisch-jüdischer Einwanderer aus der Türkei. Er macht sich in
Köln und dem Ruhrgebiet auf die Suche nach Spuren und Erlebnissen der
ersten Einwanderergeneration, um ihren Weg zu verfolgen: Palermo –
Istanbul – Madrid – Köln – Duisburg – Essen. Was er bei seiner Recherche, in Interviews, Gesprächen und Begegnungen mit den Gästen von
damals an Geschichten findet, verdichtet er in einer gemeinsamen
Produktion des Schauspiel Köln und des Schauspiel Essen zu einem
Theaterstück, in dem die erste Generation noch einmal zu Wort kommt
und ihr Weg durch ein halbes Jahrhundert Bundesrepublik erzählt wird:
Ein Rückblick in die Vergangenheit mit Fragen an die Gegenwart und
einem Blick in die Zukunft, nicht nur der Gastarbeiter von vor 50 Jahren,
sondern auch ihrer Gastgeber von heute – erzählt von den Beteiligten und
auf der Bühne gespielt von den Ensembles aus Köln und Essen.
Vorverkauf über das Servicebüro im Theater Duisburg (Bühneneingang),
Tel. 0203 3009 100, Fax 0203 3009 210 oder per Mail über
servicebuero@stadt-duisburg.de. Darüber hinaus sind Karten über die
bekannten NRW-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.theater-duisburg.de
Theater Arbeit Duisburg
Performance von Stella Cristofolini und Stefano Kollibay
Das temporäre SeemannsHeim in Hennes’ ehemaliger Eisenwarenhandlung beherbergt Erstaunliches: Geschichten vom Hafen und der See, von
zwielichtigen Gestalten, kuriosen Fundstücken, Monsterwellen, Klabautermännern, längst verloren geglaubten Schifferliedern und verlorenen
Seelen – wahre Begebenheiten oder Seemannsgarn?
Vorverkauf und Reservierungen möglich über die Homepage
www.ruhrort-research.de oder telefonisch unter 0203 66 930 44.
www.ruhrort-research.de
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Ausstellungen
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Rathaus Duisburg
Burgplatz 19
47051 Duisburg
Freitag, 16. Mai - Samstag, 7. Juni 2008
Freitag, 16. Mai - Samstag, 7. Juni 2008
SIGNUM
WORKINGPLACE
Öffnungszeiten:
Kunstaktion von Romi Fischer
Die freistehende sockellose Stahlplastik SIGNUM (lat.: Zeichen) ist aus
einem quadratischen Schwarzblech entwickelt, dessen zweidimensionale
Fläche durch Einschnitte und Faltungen ohne Hinzufügen oder Wegnehmen von Material in eine dreidimensionale Konstruktion verwandelt wurde.
In den Ausbildungswerkstätten des Bildungszentrums der ThyssenKrupp
Steel AG in Duisburg-Hamborn hergestellt, musste sich SIGNUM (mit 2,10
m Höhe, 1,54 m Breite und 1,26 m Tiefe) bereits während ihres Werdens in
einer nahezu ausschließlich technisch und produktiv orientierten Umgebung behaupten.
SIGNUM wird an völlig unterschiedlichen Orten aufgestellt, um an jedem
Standort einen anderen Interpretationsansatz zu bieten. Dadurch wird
erkennbar, wie entscheidend der jeweilige Standort die Interpretationsmöglichkeit der Stahlplastik erweitert. Weg und Ziel dieser Kunstaktion
sind die fotografische Dokumentation vom Entstehen zum Vergehen der
Stahlplastik SIGNUM als Kunstprodukt.
Während der Akzente steht die Plastik im Duisburger Rathaus und somit
in einem Brennpunkt der Öffentlichkeit. Sie ist Blickfang im Foyer. An
diesem zentralen Ort der Verwaltung ist die Stahlplastik SIGNUM durch
ihre unverrückbare Präsenz Gegenpol zur täglichen, oft hektischen
Geschäftigkeit. Hier, wo die Fäden verschiedenster Belange des Alltagslebens zusammenlaufen, steht das künstlerische Werk als ZEICHEN für
das Nichtalltägliche.
Veranstaltet von AortA Kultur e.V.
Das Projekt zeigt u.a. Olaf Rauchs Fotoserie „Requiem“. Diese führt von
einer der modernsten Stätte der Stahlproduktion immer tiefer zu den
verbotenen Zonen der vergangenen Ära, die die stummen Zeugen der
Arbeitswelt von damals vorstellt. Die Zeugen sind Maschinen, technische
Details und zurückgelassene Artefakte der Arbeiter. Die Orte und Objekte
der Fotoserie existieren größtenteils nicht mehr und sind somit Geschichte
und Gedächtnis zugleich.
Vollständige Projektbeschreibung unter www.aorta.de
Öffnungszeiten:
Samstag, 17. Mai - Sonntag, 18. Mai
The Roof – TanzRaum
Springwall 4
47051 Duisburg
Mo bis Fr, 8.00 - 16.00 Uhr
Alle fünf Standorte von SIGNUM im Überblick:
FrauenMuseum Bonn
„Die Rationale II“, Thematik: KONSTRUKTIVE, KONKRETE KUNST,
10. Februar bis 13. April 2008
Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg
„Kunstvesper“, Thematik: ORA ET LABORA, 19. April 2008
Rathaus Duisburg, Foyer
„31. Duisburger Akzente 2008“, Thematik: WAS UNS BESCHÄFTIGT,
16. Mai bis 1. Juni 2008
ThyssenKrupp Steel AG, Werk Duisburg-Süd, Hüttenheim
„Industrie“, Thematik: LEBENSRHYTHMUS
Schrottinsel, Innenhafen Duisburg
„Endstation“, Thematik: VERGÄNGLICHKEIT
www.romi-fischer.ch
Gefördert durch die „Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia“
und die „Stadt Zürich / Kultur“.
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An einem Sonntag bei der Arbeit
Galerie EigenArt
Lenzmannstraße 16
47051 Duisburg
Mo und Mi bis Fr
jeweils 10.00 - 19.30 Uhr,
Sa 11.00 - 15.30 Uhr
Eintritt frei
Tänzer im Porträt. Fotografien von Dagmar Grasshoff
Ist Kunst Arbeit? Ist das Künstlerleben leicht, einfach, voller Musik und
schöner Dinge? Arbeiten Künstler? Was heißt es, sich mit der Kunst zu
beschäftigen und „Kunst zu machen“? Wie spiegelt sich die tägliche
Auseinandersetzung mit der Arbeit in der Persönlichkeit jedes einzelnen
Menschen?
Die Ausstellung zeigt verschiedene Tänzerpersönlichkeiten, die alle dem
Ausstellungsort „The Roof“ – TanzRaum verbunden sind, in stillen fast
poetischen Bildern auch sonntags bei der Arbeit.
Dagmar Grasshoff ist freie Fotografin, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Mit
den Choreografen Avi Kaiser und Sergio Antonino arbeitet sie seit Jahren im
Rahmen der Produktionen von „The Roof“ – TanzRaum Duisburg zusammen.
www.comesee.de
Öffnungszeiten:
Samstag, 17. Mai - Sonntag, 15. Juni 2008
Eröffnung: Samstag, 17. Mai, 19 Uhr
Atelierhaus Goldstraße
Goldstraße 15
47051 Duisburg
Eintritt frei
besenrein
Ein Projekt der Zboralski / Janka Union in der Galerie im
Künstlerhaus Goldstrasse
Der Begriff „besenrein“ wird im Duden als „mit dem Besen grob gereinigt“
spezifiziert. Er legt fest, dass der Mieter bei Auszug aus einer Immobilie
nur den groben Schmutz und Umzugsreste beseitigen muss. „besenrein“
bezeichnet also den Zustand eines Mietobjekts bei Übergabe, das von
grobem Schmutz befreit ist, ein Ausfegen des ansonsten ordentlichen
Raums ist ausreichend.
Die Ästhetik des Leerstands, des Übergangs, und der gescheiterten
Geschäftsidee im Zustand der besenreinen Übergabe bildet die Grundlage des Projekts „besenrein“ des Künstler-Duos Zboralski/Janka Union.
16.00 - 20.00 Uhr
Öffnungszeiten:
Nach telefonischer Vereinbarung
unter 0203 27277
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Basis der Installation: Fotos leer stehender Ladenlokale in den schrumpfenden Innenstädten des Ruhrgebiets. Spuren der vorherigen Mieter,
gerade verlassener Geschäftsräume. Die Räume zeigen die Zeichen ihrer
Benutzung. Janka und Zboralski entwickeln eine „Raum-im-Raum-Installation“ in der Galerie des Künstlerhauses Goldstrasse. Der öffentliche
Verkaufs- oder Gewerberaum wird in den Kunstraum Galerie transferiert.
Schrift-, Foto- und Materialcollagen in Vitrinen ergänzen die Ausstellung.
Mit dem Übergang zu weltweit operierenden Kapital-, Marken-, Dienstleistungs- und Unternehmensgruppen und mit ihrer Corporate Identity
und ihrem globalen Marketing werden individuell gestaltete Laden­lokale
oder Schaufensterwerbung immer seltener. „besenrein“ lenkt das
Interesse deshalb auf die Ästhetik von Kleinstunternehmern, Imbissen,
Call-Shops, Ramschsläden, An- und Verkaufs-Unternehmen, untergegangenen Handwerkersbetrieben und Individual-Dienstleistern.
www.zboralski.com
Stiftung Wilhelm Lehmbruck
Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
Preisverleihung: Eintritt frei
Samstag, 17. Mai - Sonntag, 8. Juni 2008
Eröffnung: Samstag, 17. Mai, 14 Uhr
Paradoxien des Öffentlichen –
Kunst im öffentlichen Raum
Preisverleihung und Ausstellungseröffnung
der Preisträger des Wettbewerbs
Akzente-Plattform zur Kulturhauptstadt
im Anschluss Besichtigung von Preisträger-Arbeiten
im öffentlichen Raum
Mit Beiträgen von:
Roger M. Buergel (Künstlerischer Leiter der documenta 12)
Karl Janssen (Kulturdezernent der Stadt Duisburg)
Dr. Ingrid Stoppa-Sehlbach (Staatskanzlei NRW)
Dr. Söke Dinkla (Leiterin des Kulturhauptstadtbüros Duisburg RUHR.2010)
Musik: Jürgen Hocker, Musik für mechanische Klaviere in Zusammen­
arbeit mit dem Klavierfestival Ruhr
„Paradoxien des Öffentlichen“ ist eines der ersten offiziellen Kulturhauptstadt­
projekte, das die künstlerische Bespielung ungewohnter für das Ruhrgebiet
typischer Orte im Jahr 2010 vorbereitet.
In einem internationalen Wettbewerb waren Künstler aufgerufen, Arbeiten
für Straßen und Autobahnen, für unsere durch Konsum geprägten Innenstädte und für die neuartigen immateriellen Räume, die vor allem durch die
Mobiltelefonie entstehen, zu entwerfen. Die Preisträgerarbeiten des Wett­
bewerbs, fünf Hauptpreise und zwölf lobende Erwähnungen, werden in der
Ausstellung dokumentiert und vier der Arbeiten im Museum und im öffentlichen Raum realisiert.
Den ersten Preis erhalten die Wiener Künstler Felix Lüdicke und Korbinian
Lechner für ihre Arbeit „Kaiserberg Woher – Wohin“. 450 orangefarbene
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Liegestühle verwandeln eine Freifläche direkt am Autobahnkreuz „Duisburg Kaiserberg“ in einen Ort der Wünsche.
Den zweiten Preis bekommt die Schweizer Gruppe île flottante |
Nica Giuliani & Andrea Gsell für ihre Arbeit „expansion sonore“. Skulpturale, kristallin wirkende Objekte an den Fassaden einzelner Gebäude in der
Innenstadt sind die Schnittstellen, über die Geschichten aus den Innenwelten
der Gebäude nach außen dringen: Passanten können mit Hilfe ihrer Handys
Hörstücke aktivieren und so die Häuser zum Sprechen bringen.
Einen dritten Preis erhalten Karin Lingnau und Martin Hesselmeier für
ihre kinetische Licht-Klanginstallation „SARoskop“, die Besucher mit
Hilfe ihrer Handys in Schwingungen versetzen können. Ulrich Genth und
Heike Mutter (3. Preis) realisieren die Arbeit „Für eine Ökonomie des Tauschens“, eine wachsende Skulptur, die im CityPalais durch persönliche
Gegenstände entsteht, die Passanten gegen Kunstwerke eintauschen.
Birte Hennig erhielt den dritten Preis für ihre Arbeit „Was hier wohl mal
reinkommt?“, die leerstehende Ladenlokale in deutschen Innstädten
fotografisch festhält.
Begehung der Preisträger-Arbeiten im öffentlichen Raum:
Ab 16.00 Uhr„expansion sonore“ von île flottante |
Nica Giuliani & Andrea Gsell, an drei Orten:
Vom-Rath-Straße 9 und 10, Börsenstraße 16
16.30 Uhr„Für eine Ökonomie des Tauschens“ von Heike Mutter und
Ulrich Genth, CityPalais, Landfermannstr. 6
mit anschließendem Umtrunk und Imbiss
17.00 Uhr„Kaiserberg Woher – Wohin“ von Felix Lüdicke und Korbinian Lechner, Busfahrt zum Autobahnkreuz Kaiserberg
Nur mit Anmeldung: Kulturhauptstadtbüro Duisburg, Tel.
0203 283 4107, kulturhauptstadtbuero@stadt-duisburg.de
Ausgestellte Arbeiten im Wilhelm Lehmbruck Museum (bis 8. Juni):
„SARoskop“ von Karin Lingnau und Martin Hesselmeier
Dokumentation aller 17 Preisträgerarbeiten
Termine:
Sonntag, 18. Mai 2008, 11.30 Uhr
Treffpunkt: Wilhelm Lehmbruck Museum
Künstlergespräch mit Dr. Söke Dinkla, île flottante und anschließende
Führung
Mit freundlicher Unterstützung von:
Samstag, 17. Mai, Mittwoch, 21. Mai, Samstag, 24. Mai,
Mittwoch, 28. Mai, Samstag, 31. Mai
Neue Hörstücke der Arbeit „expansion sonore“ von île flottante |
Nica Giuliani & Andrea Gsell an drei Orten Vom-Rath-Straße 9 und 10
sowie Börsenstraße 16 downloadbar
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, den Ministerpräsidenten
des Landes Nordrhein-Westfalen, die Initiative StadtBauKultur NRW und
Vodafone.
Mitveranstalter ist die RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas.
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Galerie Smoev-Dollmann
Duisburg
Adresse bitte der Homepage
www.smoev-dollmann.de
entnehmen
Öffnungszeiten:
Di bis So 11 - 19 Uhr
Eintritt frei
Samstag, 17. Mai - Sonntag, 15. Juni 2008
Eröffnung: Samstag, 17. Mai, 20 Uhr
Akzente Extra!
Eröffnung Galerie SmOEv-Dollmann
Ausstellung: Zboralski/Janka Union (G) „10 Gemälde“
Im Rahmen der 31. Duisburger Akzente „Was uns beschäftigt“ eröffnet die
Dependance der international bekannten norwegischen Galerie Smoev –
Dollmann ihre Pforten. Nun bekommt Duisburg im Hinblick auf die
Kulturhauptstadt 2010 und neben dem Lehmbruck Museum und dem
Museum Küppersmühle endlich einen Kunsttempel von Weltruf. Svens
Smoev-Dollmann betreibt seit 1987 seine Galerie in der norwegischen
Stadt Stavanger. Seither wird dort abwechselnd norwegische und internationale zeitgenössische Kunst präsentiert. Die Bandbreite reicht von
jungen Talenten bis hin zu bereits etablierten, international anerkannten
Künstlerinnen und Künstlern. In den 20 Jahren ihrer Existenz hat sich die
Galerie sowohl in Norwegen als auch im internationalen Kontext ein gutes
Renommee erarbeitet.
Die Schock-Kunst der Young British Artists und deutscher Neo Konzept
Art, deren Bekanntheit Smoev-Dollmann entscheidend gefördert hat, hält
nun Einzug im Ruhrgebiet. Smoev-Dollmann möchte mit einer Dependance neue Wege beschreiten und den Schritt nach Duisburg wagen. Am
Samstag, 17. Mai, wird die Galerie mit einer Ausstellung der Zboralski /
Janka Union „10 Gemälde“ erstmals dem Publikum zugängig sein. In
glücklicher Kooperation mit den 31. Duisburger Akzenten und der Galerie
im Künstlerhaus Goldstrasse kommt es zu einer Doppeleröffnung und
ermöglicht somit einen umfassenden Einblick in das Werk des ruhrgebiet­
stämmigen Künstlerduos und deren interdisziplinärer Praxis. Im zentralen
Raum der Smoev-Dollman-Galerie zeigen Janka und Zboralski exklusiv
10 großformatige schwarz / weiß Gemälde, die in direkter Korrespondenz
zu ihrer Raum-im-Raum-Installation „besenrein“ in der Galerie im Künstlerhaus Goldstraße stehen.
Zur Eröffnung am Samstag, den 17. Mai 2008, wird ein Shuttleservice
zwischen der Galerie in der Goldstraße und der Galerie Smoev-Dollmann
eingerichtet.
www.smoev-dollmann.de
Kultur- und Stadthistorisches
Museum Duisburg
Johannes-Corputius-Platz 1
47051 Duisburg
Öffnungszeiten:
Di, Mi, Do und Sa 10 - 17 Uhr,
Fr 10 – 14 Uhr und So 10 - 18 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro
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Sonntag, 18. Mai - Sonntag, 13. Juli 2008
Eröffnung: 18. Mai, 15 Uhr
Manfred Vollmer: Lebenswelt Arbeitswelt
Fotografien aus Betrieben in NRW von Manfred Vollmer
Seit den 1970er Jahren ist Manfred Vollmer als freier Fotojournalist tätig.
Schwerpunkte seiner Arbeit sind immer wieder das Ruhrgebiet, dessen
industrielle Arbeitswelt und der Strukturwandel in der Region.
Die hier ausgewählten Fotos und Fotoserien zeigen Menschen bei der
Arbeit, in der Ausbildung, im Kampf um ihre Arbeitsplätze. Die Bilder
dokumentieren auch den Wandel der Arbeitswelt, die allmählichen Veränderungen der Arbeitsbedingungen, die Krisen.
Die Ausstellung anlässlich der diesjährigen Duisburger Akzente entstand in
Kooperation mit der IG Metall Duisburg. Das Kultur- und Stadthistorische
Museum hat bereits in den Jahren 1998 und 2003 die Fotoreportagen „Rheinhausen muss leben!“ und „Aus einem Guss“ von Manfred Vollmer gezeigt.
www.stadtmuseum-duisburg.de
Donnerstag, 22. Mai - Sonntag, 1. Juni 2008
Bilanzvernissage: 22. Mai, 16 Uhr
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein
Warentransportmittel nehmen …
Ruhrort. Räume
Ehem. Eisenwarenhandlung Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
Öffnungszeiten:
täglich 15 - 20 Uhr
Eintritt frei
Fotografien von Vera Keysers
Die Essener Fotografin Vera Keysers hat den „Hafenstadtteil Ruhrort“
Anfang 2007 erforscht. Die dabei entstandenen Fotos bilden eine künstlerisch vorformulierte Arbeitshypothese von „Zum Beispiel Ruhrort ...“ und
werden vom 2. März an im Projektlokal ausgestellt.
Vera Keysers wird ihre fotografische Forschung im Rahmen des Projekts
wiederaufnehmen. Widerlegende oder bestätigende Überschreibungen
werden die Ursprungsausstellung fortlaufend verändern.
www.ruhrort-research.de
Dienstag, 27. Mai - Sonntag 14. September 2008
Eröffnung: Sonntag, 25. Mai, 11.30 Uhr
Digitale Raumkunst
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
Öffnungszeiten:
Kurator: Dr. Gottlieb Leinz
Digitale Technik bezeichnet die Umwandlung von elektrischen Signalen in
Zeichen, die es nur in zwei Zuständen gibt: Signal vorhanden oder kein Signal
vorhanden. In diesem mathematisch genauen Binärsystem lassen sich alle
Signale zeichenhaft strukturieren und zu einem dreidimensionalen Abbild der
Realität speichern. Die Entwicklung des digitalen Systems, das neben den
Informatikern und Architekten zunehmend auch von bildenden Künstlern entdeckt wurde, verläuft parallel zur Perfektionierung der Computertechnologie.
Selbst traditionell bzw. analog arbeitende Künstler arbeiten heute zunehmend
mit digitalen Medien und nutzen die von der Industrie und den Kommunikationsmedien projektierten Techniken (Computeranimation, Digital Music,
Interaktive Kunst, Net Vision u.a.). Heute dominiert die digitale Raumkunst mit
dem PC als entscheidendem Arbeitsgerät gerade in den klassischen Medien
von Film, Fotografie und Videokunst und hat in einer komplexen Erweiterung
des Rezeptionsraumes eine eigene mediale Sprache gefunden.
Die Ausstellung stellt einen Ausschnitt aus dem extrem komplexen Bereich
aktueller digitaler Techniken vor, darunter Werke bzw. Installationen von
Di bis Sa 11 - 17 Uhr,
So 10 - 18 Uhr
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro
31
Yves Netzhammer, Mischa Kuball, Karin Sander, Jaume Plensa, Markus
Huemer, Pietro Sanguineti und weiteren Künstlern internationaler Herkunft. Dabei werden im Rückgriff auf die eigene Sammlung gerade solche
grundsätzlich digital erarbeiteten Werke ausgestellt, in denen neben der
typischen medialen Sprache (Videofilm, Ton, Fotos, Licht) gleichermaßen
skulpturale, selbst figürlich besetzte Elemente zur Anschauung kommen.
Neben Planzeichnungen und 3D-Präsentationen werden diese künstlerischen Positionen durch trendsetzende architektonische Modelle von
Herzog & de Meuron (Allianz-Arena), Foster & Partners (Euro Gate) oder
gmp-architekten (Entwurf für den Landschaftspark Duisburg-Nord)
ergänzt, deren „verflüssigte“ und biomorphe Formen sich allein aus digitalen Daten speichern lassen.
Literatur
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (ca. 60 Seiten) mit Abbildungen und
Kommentaren zu allen ausgestellten Werken, ca. 15 Euro.
www.lehmbruckmuseum.de
Museum der Deutschen
Binnenschifffahrt
Apostelstr. 84
47119 Duisburg
Freitag, 30. Mai - Sonntag, 7. September 2008
Eröffnung: Freitag, 30. Mai, 18 Uhr
Das kann doch einen Seemann nicht
erschüttern!
Öffnungszeiten:
Di bis So, 10 - 17 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro
Galerie DKM
Philosophenweg 17A
47051 Duisburg
Öffnungszeiten:
Mo bis Mi, 11 bis 17 Uhr.
Außerdem ist die Galerie 24
Stunden einsehbar.
Eintritt frei
32
Mythos und Klischees von der Arbeit auf hoher See
Popeye und die Blauen Jungs. Hans Albers und die „Große Freiheit“.
Freddy Quinn, die Gitarre und das Meer. Der Matrose als harter, trinkfester Bursche, der in jedem Hafen ein Mädchen hat – Seemanns-Bilder
gibt es zahllose. In einer Ausstellung zeigt das Museum der Deutschen
Binnenschifffahrt, wie sich Mythos und Klischees von der Arbeit auf hoher
See entwickelt haben. Plakate, Tondokumente und Filmausschnitte belegen, wie Werbung und Filmindustrie das Bild vom Matrosen verarbeitet
und für ihre Zwecke genutzt haben.
www.binnenschifffahrtsmuseum.de
Freitag, 16. Mai - Sonntag, 22. Juni
Hayato Goto: 8/8
Installation
Mit „8/8“ realisiert Hayato Goto (geb. 1976) seine neueste Arbeit in der
Galerie DKM. Bis zum 22. Juni 2008 ist die mehrteilige Installation im
Duisburger Innenhafen zu sehen. Goto spielt mit der Vielseitigkeit des
Werkstoffes Holz und erreicht damit einen Gleichklang von industriell
behandeltem und gewachsenem Material, der eine besondere haptische
Anziehungskraft ausstrahlt.
www.stiftung-dkm.de
33
20.00 Uhr
Zentralbibliothek Duisburg
Düsseldorfer Straße 5 - 7
47051 Duisburg
Eintritt: VVK 5 Euro, AK 4 Euro
Montag, 19. Mai 2008
Freitag, 23. Mai 2008
Uwe Timm: Leben – Werk – Wirkung
Georg Stefan Troller: Lebensgeschichten
Lesung und Gespräch
Moderation: Prof. Dr. Werner Jung, Universität Duisburg-Essen
Wer 1940 in Deutschland geboren wurde, der ist tief mit der Geschichte
dieses schwierigen Heimatlandes verbunden. NS-Diktatur und Zweiter
Weltkrieg, politische Restauration in der Adenauer-Ära und Aufbegehren
der 68er, die Schmerzen der Teilung und die Öffnung nach Europa – alle
diese Spannungen finden sich in den Erzählungen und Romanen Uwe
Timms wieder. Doch nicht nur das Politische, sondern auch das Private
und das Reich der Phantasie werden von ihm immer wieder thematisiert.
Im Gespräch mit Werner Jung erinnert sich der Autor an sein wechselvolles Leben und gibt Einblicke in das von ihm seit 1971 geschaffene, im
Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlichte Werk.
Lesung mit Diskussion
Moderation: Dr. Jan-Pieter Barbian
Am 10. Dezember 1921 in Wien geboren, musste Georg Stefan Troller
1938 vor den Nationalsozialisten fliehen. Er emigrierte in die USA, in deren Armee er 1943 als Dolmetscher deutsche Kriegsgefangene verhörte.
1949 kehrte er nach Europa zurück und begann, als Journalist für den
Rundfunk zu arbeiten. Bekannt geworden ist er jedoch vor allem durch
das Fernsehen: mit seinem „Pariser Journal“, das er ab 1962 für das
WDR-Fernsehen sendete, als Sonderkorrespondent des ZDF in Paris ab
1971 und vor allem mit seiner Sendereihe „Personenbeschreibungen“, bei
denen er eine Vielzahl von Prominenten aus Politik, Gesellschaft, Kultur
und Wissenschaft interviewte. In seinen „Lebensgeschichten“ spiegelt
sich nicht nur das eigene Leben und das seiner Gesprächspartner, sondern weit darüber hinaus ein Bild der Zeitgeschichte und dessen, was die
Menschen in den vergangenen Jahrzehnten beschäftigt hat.
Vorverkauf über die Erstinformation in der Zentralbibliothek,
Telefon 0203 283 4218
www.stadtbibliothek-duisburg.de
18.00 Uhr
Volkshochschule
Vortragssaal
Königstraße 47
47051 Duisburg
Eintritt: 5 Euro
Mittwoch, 21. Mai 2008
20.00 Uhr
Zentralbibliothek Duisburg
Düsseldorfer Straße 5 - 7
47051 Duisburg
Eintritt: VVK 5 Euro, AK 4 Euro
Vorverkauf über die Erstinformation in der Zentralbibliothek,
Telefon 0203 283 4218
www.stadtbibliothek-duisburg.de
Alle Räder stehen still, wenn ...
Samstag, 24. Mai 2008
Arbeiter und Arbeitswelt in der Lyrik von 1789 bis heute
Rezitation mit Erläuterungen und Musik
Klassenfrage: Die meisten Künstler stammen aus (klein-)bürgerlichen
Verhältnissen; einige „Arbeiter-Dichter“ kommen auch in Deutschland
nach 1830, 1848, 1870, 1890 und 1916 hinzu. Tränen und Hass, Elend und
Stolz sind die Themen der „Proletarier“ und „Proleten“: Das Unglück in
der Gegenwart und die Hoffnungen auf die Zukunft – „einmal kommen wir
gewaltig!“.
Allerlei Kontrafakturen: Auch wenn die Gedichte oft die traditionellen
mythischen, religiösen und rhetorischen Muster aus dem Volks- und
Kirchenlied übernahmen, einge Texte sind – auch formal – erstaunlich
aktuell. Lassen Sie sich überraschen.
Rezitation und Erläuterungen: Hans Querengaesser, Gladbeck
Internationalistischer musikalischer Rahmen (orientalisch, spanisch,
französisch) mit Saiteninstrumenten: Hilal Makadessi, aus der Arbeiterbewegung kommender Exil-Iraker, Gladbeck
www.vhs-duisburg.de
Günter Wallraff:
Und weil der Mensch ein Mensch ist ...
Lesung mit Diskussion
mit Ali Houzi, Präsident des Deutsch-Tunesischen Kultur­
vereins, und Thomas Schlenz, Betriebsrat der ThyssenKrupp AG
Die Welt der Arbeit unter den Bedingungen des Kapitalismus hat Günter
Wallraff sein Leben lang umgetrieben. Immer wieder ist er in die Rollen
von Arbeitnehmern geschlüpft, um zu erkunden und darüber zu schreiben, was Menschen im „Arbeitsleben“ zugemutet wird. Mit Duisburg
verbindet ihn die Erfahrung der Arbeitswelt bei Thyssen von „ganz unten“.
Hierüber, vor allem aber auch über seine Erfahrungen in aktuellen Arbeitsprozessen unter den Bedingungen der globalisierten Wirtschaft wird
an diesem Abend berichtet und diskutiert.
20.00 Uhr
Zentralbibliothek Duisburg
Düsseldorfer Straße 5 - 7
47051 Duisburg
Eintritt: VVK 5 Euro, AK 4 Euro
zu Gunsten des DeutschenTunesischen Kulturvereins
Vorverkauf über die Erstinformation in der Zentralbibliothek,
Telefon 0203 283 4218
www.stadtbibliothek-duisburg.de
In Kooperation mit dem Literaturbistro in der Zentralbibliothek Duisburg
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20.00 Uhr
Zentralbibliothek Duisburg
Düsseldorfer Straße 5 - 7
47051 Duisburg
Eintritt: VVK 5 Euro, AK 4 Euro
Montag, 26. Mai 2008
Freitag, 30. Mai 2008
Connie Palmen: Luzifer. Roman
Alex Capus: Eine Frage der Zeit. Roman
Lesung und Gespräch
Moderation: Hermann Wallmann, Münster
„Höhere Ordnung“ oder „schrecklicher Unfall“? Der Sturz von Clara Wevers in den Abgrund einer griechischen Insel wirft Fragen auf – auch die
nach ihrem Ehemann, dem homosexuellen Komponisten Lucas Loos. Wie
immer verknüpft die Autorin auch in ihrem neuesten Roman (Diogenes
Verlag) ein „unerwartetes Ereignis“ mit philosophischen Fragen nach
dem, was die Welt im Innersten zusammenhält und nach den Abgründen
in der menschlichen Seele.
Connie Palmen, 1955 geboren, studierte Philosophie und Niederländische
Literatur an der Universität Amsterdam. Sie zählt zu den herausragenden
Persönlichkeiten der niederländischen Gegenwartsliteratur.
Lesung mit Diskussion
Moderation: Dr. Jan-Pieter Barbian
Eine Geschichte, die das Leben schrieb und die man kaum besser erfinden könnte. 1913 lässt Kaiser Wilhelm II. am Tanganikasee ein Dampfschiff zusammenbauen, das zuvor in Papenburg gebaut und in Kisten
verpackt in die damalige Kolonie Deutsch-Ostafrika transportiert worden
war. Im Ersten Weltkrieg geht diese Kolonie an die Briten verloren, sodass
die ganzen Mühen des Transports und des Wiederaufbaus vor Ort sinnlos
werden. Die im Grunde tragische Geschichte erzählt der Autor mit viel
Sinn für Humor.
Alex Capus, 1961 in Frankreich geboren, lebt als freier Schriftsteller in der
Schweiz.
20.00 Uhr
Zentralbibliothek Duisburg
Düsseldorfer Straße 5 - 7
47051 Duisburg
Eintritt: VVK 5 Euro, AK 4 Euro
Vorverkauf über die Erstinformation in der Zentralbibliothek,
Telefon 0203 283 4218
www.stadtbibliothek-duisburg.de
20.00 Uhr
Zentralbibliothek Duisburg
Düsseldorfer Straße 5 - 7
47051 Duisburg
Eintritt: VVK 5 Euro, AK 4 Euro
Mittwoch, 28. Mai 2008
Ulla Hahn: Liebesarten. Erzählungen
Lesung und Gespräch
Moderation: Hermann Wallmann, Münster
Nach Lyrik, Romanen und Essays nun ein Band mit Prosa: „Liebesarten“,
Titel des im August erschienen neuen Buches von Ulla Hahn, vereinigt
13 Erzählungen. Die Lebensgeschichten des Alltags, die darin vorkommen,
sind uns allen vertraut. Doch die Art und Weise, wie diese alltäglichen
Erfahrungen mit den unterschiedlichen Spielarten der Liebe beschrieben
werden, fasziniert. Es sind Geschichten von selbstloser Hingabe, eitler
Eigenliebe, idealistischer Menschenliebe, unbedenklichem Genuss des
Augenblicks, wie sie die meisten von uns so oder so ähnlich bereits erlebt
haben, ohne sie allerdings in Worte gefasst zu haben.
Vorverkauf über die Erstinformation in der Zentralbibliothek,
Telefon 0203 283 4218
www.stadtbibliothek-duisburg.de
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Erfolg im Weltmarkt.
Herz in Duisburg.
Business in Bewegung.
Rund 55.000 Mitarbeiter auf allen Kontinenten sind mit Leidenschaft
und Engagement dabei, wenn es darum geht Haniel in lukrativen Märkten
erfolgreich zu positionieren.
Vorträge und Diskussionen
Franz Haniel ist der geistige Vater unseres Denkens und Handelns. Mit
unternehmerischem Geschick verstand er es, auf unterschiedlichen
Gebieten wegweisende Neuerungen in Gang zu setzen. Trotz aller
Weitsicht hat er nie den Blick für das Naheliegende verloren: für seine
Mitarbeiter und seine Heimatstadt Duisburg. Dort sorgte er mit großem
sozialem Engagement für Bewegung.
Mit Duisburg verbinden wir unseren Erfolg. Mit Duisburg fühlen wir uns
verbunden. Deshalb unterstützen wir seit Jahren viele Institutionen und
Vereine, die mit ihren sozialen, kulturellen und sportlichen Projekten
unsere Stadt so lebendig machen.
Franz Haniel & Cie. GmbH
Franz-Haniel-Platz 1, 47119 Duisburg
E-Mail info@haniel.de
www.haniel.de
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Volkshochschule
Königstraße 47
47051 Duisburg
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr, 9.00 - 21.00 Uhr
Eintritt frei
Freitag, 16. Mai - Montag, 30. Juni 2008
Mein Leben, meine Arbeit und ich
Ein Schreibwerkstattprojekt
Arbeit nimmt einen großen Teil des Lebens eins Menschen ein. Arbeit kann
Last, Lust oder Freude bringen. Zuweilen nimmt sie viel oder auch zuviel
Zeit ein oder ist sinnstiftender Lebensinhalt. In einer Schreibwerkstatt der
Volkshochschule Duisburg haben sich DuisburgerInnen zu diesem Thema
ausgetauscht und ihre ureigenste Geschichte über ihre Arbeit und deren
Bedeutung für ihr Leben aufgeschrieben. Dies wird in einer Ausstellung in
der VHS Stadtmitte gezeigt und in einer kleinen Publikation veröffentlicht.
Information: Jörg Mascherrek, VHS Duisburg, Tel: 0203 283 2064
www.vhs-duisburg.de
18.00 Uhr
Volkshochschule
Vortragssaal
Königstraße 47
47051 Duisburg
Eintritt: 5 Euro
Montag 19. Mai 2008
Vom Krüppel zum Chef
Eine europäische Kulturgeschichte
des Handwerks
Vortrag mit Dias von Dr. Alexander Wiehart
Hephaistos, der Gott des Handwerks, wird von den anderen Göttern gnadenlos
verhöhnt: als gehörnter Ehemann und wegen seiner körperlichen Deforma­
tion. In solchen Mythen kommt die Verachtung gegenüber den Handwerkern
im antiken Griechenland zum Ausdruck. Seitdem hat sich einiges geändert und
der „Werkmannskunst“ wurde bescheinigt, einen goldenen Boden zu haben.
Der reich bebilderte Gang durch drei Jahrtausende Kulturgeschichte zeigt,
dass in Europa kaum eine andere menschliche Betätigung so großen Schwankungen in der Wertschätzung ausgesetzt war wie das Handwerk.
www.vhs-duisburg.de
19.30 Uhr
Volkshochschule
Königstraße 47,
47051 Duisburg
Eintritt: 5 Euro
Dienstag 20. Mai 2008
Die Kunst der Selbstausbeutung
Wie wir vor lauter Arbeit unser Leben
verpassen
München) beschreibt die neue Arbeitswelt, die uns immer schlechter
zwischen Freizeit und Job unterscheiden lässt. Dies führt zuweilen – und
immer öfter – zum Burn-Out.
Der Autor und Referent zeigt in seinem Vortrag auf, wie uns die neue
Arbeitswelt formt und eröffnet eine Debatte, die sicherlich ungewöhnlich
aber für viele ArbeitnehmerInnen notwendig ist.
www.vhs-duisburg.de
Dienstag 20. Mai 2008
Mindestabsicherung und/oder Mindestlöhne?!
Eine alte Streitfrage, immer wieder neu
aufgeworfen
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Volkshochschule
Königstraße 47,
47051 Duisburg
Eintritt: 5 Euro
Vortrag mit Diskussion von Hans Querengaesser
Die mikroelektronische Revolution ermöglicht es, wachsende Warenmengen
mit immer weniger kapital-produktiver Lohnarbeit zu produzieren. Das
Existenzrecht der Einzelnen darf nicht nur von der Ableistung warenförmiger
Arbeit abhängen, wenn die Konkurrenz auf dem Weltmarkt Produktivitätssteigerungen erzwingt, welche wiederum „Überflussbevölkerung“ erzeugen.
Hier setzt seit über hundert Jahren die Idee des „Grundeinkommens“ bzw.
des „Bürgergeldes“ an – in sozialistischen, liberalen und konservativen
Versionen. Im französischen Mai 1968 – vor genau vierzig Jahren – erneuerte u.a. die Gruppe um André Gorz die Diskussion mit Berufung auf die
„Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie“ (1857 / 58) von Karl Marx.
Die Mindestabsicherung sollte Minimalbedingung für die Entkoppelung der
Lebenschancen von traditionellen Lohnarbeitsverhältnissen sein.
In den 1980er Jahren erlebte das Konzept einen Aufschwung, wurde aber
auch heftig kritisiert – gerade von Gewerkschaftlern und sozialdemokratischen Verteidigern des klassischen Sozialstaats: Soll die Mindest­
absicherung an Bedingungen geknöpft werden oder bedingungslos gelten?
Wer bekommt sie – evtl. auch als steuerliche Gutschrift – und in welcher
Höhe? Inwieweit müssen Abstandsgebote zu Mindest-Löhnen und -Renten
(mit erworbenen Ansprüchen) eingehalten werden? Gegen wen richtet sich
diese „halbe Revolution“; wer verliert, wer gewinnt dabei? Warum trifft
das „Grundeinkommen“ immer wieder auf heftigen Widerstand, obwohl es
schon Netzwerke und Kongresse zu diesem Thema gibt?
www.vhs-duisburg.de
Montag, 26. Mai 2008
Vortrag von Jakob Schrenk
Viele kennen die Situation: Wir machen Überstunden, ohne sie aufzuschreiben, buchen für das letzte freie Wochenende eine Fortbildung
und kommen zur Not auch am Wochenende in die Firma. Man arbeitet
viel und auch gern, doch zuweilen entsteht der Verdacht: Was ist, wenn
wir vor lauter Arbeit unser Leben verpassen. Was, wenn der Traum von
selbstbestimmter, interessanter Arbeit zum Albtraum wird.
Der Soziologe Jakob Schrenk (Dozent am Institut für Soziologie der LMU
20.00 Uhr
Kunst als Arbeit I
Zwischen Handwerk und Genie
Vortrag mit Dias von Dr. Alexander Wiehart
Die Selbstverständnisse, mit und aus denen die KünstlerInnen seit der
Antike ihre Werke schufen, mussten in jeder Epoche neu gewonnen
werden – und zwar im künstlerischen Arbeitsprozess selbst und in der
18.00 Uhr
Volkshochschule
Vortragssaal
Königstraße 47
47051 Duisburg
Eintritt: 5 Euro
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(kulturgebundenen) Reflexion darauf. Seit der Antike drängt vor allem die
Frage, ob Kunst als Handwerk und menschliche Leistung oder eher als
Ergebnis einer besonderen, vielleicht gar göttlichen Gabe und Eingebung
zu würdigen sei. Von der Antwort hängt die Auffassung ab, worin künstlerisches Arbeiten besteht und welchen Wert es schafft. Die Palette reichte
vom luxuriösen und prestigeträchtigen Gebrauchsgegenstand bis hin zum
angebeteten Heiligtum. Durch die Abkehr von traditionellen Zielsetzungen
in der Moderne (wie etwa von der Realitätsabbildung und der Vermittlung
kirchlicher Botschaften) gerät auch die Auffassung von künstlerischer
Wertschöpfung in die Krise. Eine Flut an großspurigen Manifesten, Aufsehen erregende Selbstinszenierungen sowie der Versuch, neue Kraftzentren des Schaffensprozesses (wie etwa das Unbewusste) und neue
Arbeitsweisen (Collage, ready-made) zu erschließen, waren die Folge. Der
reich bebilderte Vortrag zieht die Entwicklungslinien von der Antike bis
zur Klassischen Moderne nach.
www.vhs-duisburg.de
18.00 Uhr
Ehem. Eisenwarenhandlung Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt frei
Dienstag, 27. Mai 2008
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein
Warentransportmittel nehmen …
Knapp daneben ist auch daneben:
Ruhrort und sein Hafen
Vortrag und Diskussion von und mit Theorie und Praxis e.V.
Im Rahmen des Projekts „Zum Beispiel Ruhrort ...“ erforscht Theorie und
Praxis e.V. den Zusammenhang von ökonomischer Entwicklung des größten Binnenhafens der Welt und den ökonomischen wie gesellschaftlichen
Entwicklungen im Hafen-Stadtteil Ruhrort. Bestand in früheren Zeiten
Kongruenz zwischen beiden: dem Boom der Hafenökonomie entsprach
ein „boomendes“ Leben im Stadtteil, so sind sie heute augenscheinlich
entkoppelt. Der Vortrag fasst die Ergebnisse einer Gesprächs- und einer
Vorlesungsreihe (Beginn: 8. April) zusammen und stellt sie zur Diskussion.
www.ruhrort-research.de
19.30 Uhr
Volkshochschule
Königstraße 47
47051 Duisburg
Eintritt: 5 Euro
welt für Frauen heute aus? Wurde die Emanzipation verspielt? Wie stehen
Frauen zu ihrer Berufstätigkeit und welche Auswirkungen hat dies auf ihr
Leben und ihr Selbstwertgefühl?
Thea Dorn wurde 1970 geboren und studierte Philosophie in Frankfurt am
Main, Wien und Berlin. Sie ist Autorin zahlreicher Romane und journalistischer Texte; außerdem moderiert sie seit 2003 die SWR-Sendung „Literatur im Foyer“. Bekannt geworden ist Dorn vor allem durch ihre Krimis,
darunter „Die Hirnkönigin“ oder die Kurzgeschichten „Ultima Ratio“. Unter
anderem wurde die in Berlin lebende Autorin mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.
www.vhs-duisburg.de
Donnerstag, 29. Mai 2008
Humanität und Arbeit
Vortrag von Prof. Dr. Martin Wilmers,
Vorsitzender der Akademie Forum Masonicum
Die Zukunft der Arbeit wird von vielen Faktoren bestimmt. Hier rücken
u.a. technologische Entwicklungen, neue Organisationsformen, sich
verändernde Wettbewerbsbedingungen der Unternehmen, neue Qualifizierungserfordernisse und der demographische Wandel in das Blickfeld.
Aber wo bleibt der Mensch? Welche Rolle werden seine Bedürfnisse und
die sozialen Grundwerte unserer Gesellschaft haben? Gibt die Arbeitswelt
der Zukunft dem Menschen noch Raum, sich selbst zu finden und sich zu
entfalten oder ist er nur noch Subjekt der ablaufenden Prozesse? Was ist zu
tun, damit die Arbeitswelt in einer vermehrt leistungsorientierten Wirtschaft einem humanen Anspruch genügen kann? Der Vortragsabend will
Entwicklungstrends und Handlungserfordernisse aufzeigen.
19.30 Uhr
Kultur- und Stadthistorisches
Museum
Johannes-Corputius-Platz 1
47051 Duisburg
Eintritt: 3 Euro
Eine gemeinsame Veranstaltung der Loge „Zur deutschen Burg“ und des
Kultur- und Stadthistorischen Museums in Duisburg.
Dienstag, 27. Mai 2008
Die neue F-Klasse
Der Feminismus ist tot.
Es lebe der F-Klassenkampf
Vortrag von Thea Dorn
Die großen Gleichstellungskämpfe um Arbeit und Ehe sind ausgefochten
und noch nie in der Geschichte waren so viele Frauen so erfolgreich wie
heute. Von dieser Feststellung ausgehend fragt die Autorin Thea Dorn, ob
es denn tatsächlich genügend Frauen auf der „Kapitänsbrücke“ gibt und es
gleichzeitig wieder hoffähig sei zu behaupten, die Frau sei fürs EmotionalFamiliäre, der Mann fürs Geldverdienen zuständig? Wie sieht die Arbeits-
42
43
Ohne Förderung
steht manche Spitzenleistung
auf dem Spiel.
Film
S Sparkasse
Duisburg
Als Geldinstitut, das fest in unserer Heimatregion verwurzelt ist, haben wir auch eine
ganz besondere Verpflichtung für kulturelles Engagement. Ohne unsere Förderung
stünden manche Initiativen und Spitzenleistungen auf dem Spiel. Deshalb sorgen wir
auch weiterhin dafür, dass in unserer Region vieles möglich ist und manches besser läuft.
Wenn’s um Geld geht – Sparkasse.
44
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18.00 Uhr
filmforum
Dellplatz 16
47051 Duisburg
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Weitere Vorstellung:
Dienstag, 20. Mai, 18.00 Uhr
18.00 Uhr
filmforum
Dellplatz 16
47051 Duisburg
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Weitere Vorstellung:
Mittwoch, 21. Mai, 20.30 Uhr
20.30 Uhr
filmforum
Dellplatz 16
47051 Duisburg
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Weitere Vorstellung:
Dienstag, 27. Mai, 20.30 Uhr
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Sonntag, 18. Mai 2008
Freitag, 23. Mai 2008
Moderne Zeiten
Berlin – Alexanderplatz
USA 1936, Regie: Charles Chaplin
Chaplins zweiter Tonfilm, eine sozial- und gesellschaftskritische Tragikomödie über den Menschen im Räderwerk der modernen Technik. Charlie
erlebt am Fließband einer Fabrik und als unfreiwilliger Streikführer die
Absurdität eines reglementierten Lebens, das die Menschen zu Anhängseln von Apparaturen degradiert.
www.filmforum.de
D 1931, Regie: Piel Jutzi
Verfilmung von Alfred Döblins gleichnamigem Roman, der bei den Dreharbeiten selbst mitwirkte. Franz Biberkopf (Heinrich George), gerade aus
dem Zuchthaus entlassen, gerät trotz guter Vorsätze auf die schiefe Bahn.
Erst als ein Ganove Biberkopfs Freundin umbringt, gelingt es ihm, mit
seiner kriminellen Vergangenheit zu brechen.
www.filmforum.de
Montag, 19. Mai 2008
Samstag, 24. Mai 2008
Montags in der Sonne
Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt
E 2002, Regie: Fernando León de Aranoa
Die Geschichte von fünf arbeitslosen Werftarbeitern in der nordspanischen
Hafenstadt Vigo. Als sie nach der Schließung ihres Betriebes unversehens
als Opfer der Globalisierung auf der Straße stehen, entwickelt jeder von
ihnen seine eigene Strategie, mit den Veränderungen in seinem Leben
umzugehen.
www.filmforum.de
(Deutschland 1932)
Kann es eine Emanzipation der Arbeitslosen geben?
Filmseminar mit Hans Querengaesser
Der Film „Kuhle Wampe“ wurde unter großen materiellen Schwierigkeiten
hergestellt. Ein Viertel des Films musste in zwei Tagen aufgenommen
werden. Die einzige unentgeltliche Unterstützung kam von den Arbeitersportlern und -sängern aus Berlin und von den Arbeitslosen, die in der
Kolonie „Kuhle Wampe“ am Müggelsee wohnten. Regie führte Slatan Th.
Dudow nach dem Drehbuch u.a. von Bert Brecht und Ernst Ottwald. Die
revolutionäre Musik stammt von Hanns Eisler, Hauptdarsteller waren
Hertha Thiele, Ernst Busch, Adolf Fischer und Lili Schoenborn. Eingereicht bei der Filmprüfstelle im März 1932 wurde der Film sofort verboten
und nach der Moskauer Uraufführung Mitte Mai erst Ende Mai 1932 im
Berliner „Atrium“ mit elf Schnittauflagen aufgeführt.
Thema des Films ist die entscheidende Phase nach Einbruch der Weltwirtschaftskrise (1929 ff.), als die Weimarer Republik sich ihrem Ende
näherte. Demonstriert werden nicht nur die katastrophalen Folgen der
Brüningschen Politik der „Notverordnungen“, sondern auch die Gefahren
der „Versumpfung“ unter den Dauerarbeitslosen. Als die Dreharbeiten
im Juli 1931 begannen, gab es offiziell 3,95 Millionen Arbeitslose; als der
Film – zensiert – freigegeben wurde, waren es über 6 Millionen.
Der Film artikuliert eindeutig die kommunistische Antwort auf die Gesellschaftskrise. Wie wirkt sich in diesem Sinne die politische Ästhetik
Brechts und Eislers aus und wie klug war die Weimarer Zensur?
www.vhs-duisburg.de
Donnerstag, 22. Mai 2008
Dancer in the Dark
DK /S / SF / F / USA 2000, Regie: Lars von Trier
Die in die USA eingewanderte Fabrikarbeiterin Selma (Björk) verliert
allmählich ihr Augenlicht und benötigt Geld für eine Operation, die ihrem
Sohn dasselbe Schicksal ersparen soll. Als ihr das mühsam ersparte
Geld eines Tages gestohlen wird, nimmt die Geschichte eine dramatische
Wendung.
www.filmforum.de
18.00 Uhr
filmforum
Dellplatz 16
47051 Duisburg
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Weitere Vorstellung:
Dienstag, 27. Mai, 20.30 Uhr
14.00 - 18.00 Uhr
Volkshochschule
Königstraße 47
47051 Duisburg
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro
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20.00 Uhr
filmforum
Dellplatz 16
47051 Duisburg
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Weitere Vorstellung:
Sonntag, 25.05., 18.00 Uhr
18.00 Uhr
Dellplatz 16
47051 Duisburg
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Weitere Vorstellung:
Sonntag, 25.05., 18.00 Uhr
20.30 Uhr
filmforum
Dellplatz 16
47051 Duisburg
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro
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Sonntag, 18. Mai 2008
Billy Elliot – I will Dance
GB 2000, Regie: Stephen Daldry
Im nordenglischen Kohlerevier streiken die Bergarbeiter für höhere Löhne. Der elfjährige Billy (Jamie Bell), der sich seit dem Tod der Mutter um
vieles selbständig kümmern muss, wächst in diesem Arbeitermilieu
auf. Zufällig entdeckt er seine Begabung fürs Ballett, das zu seiner
Leidenschaft wird. Gegen den Willen seines Vaters nimmt er heimlich
Unterricht, um ein berühmter Tänzer zu werden. Doch bis dahin ist es ein
weiter Weg.
www.filmforum.de
Donnerstag, 29. Mai 2008
SPUR DER STEINE
DDR 1966, 132 Min., Regie: Frank Beyer
Eine Großbaustelle in der DDR: Hier entwickelt sich eine konfliktbeladene
Dreiecksgeschichte. Ein fortschrittlicher Parteisekretär und eine attraktive Ingenieurin sagen der Misswirtschaft den Kampf an und finden in
einem anarchistischen Brigadeführer einen Verbündeten.
Der lange Zeit verbotene Film überzeugt auch heute noch mit seiner Kritik
an Gesellschaft und Partei und zählt zu den herausragenden Meisterwerken
des DEFA-Films.
www.filmforum.de
Musik
Freitag, 30. Mai 2008
Der letzte Mann
D 1924, Regie: F.W. Murnau
Musikalisch live begleitet von Joachim Bärenz,
Stummfilmpianist
Klassiker des deutschen Stummfilms. Das Schicksal eines alten Mannes
(Emil Jannings), der die Stelle eines Hotelportiers mit der des Toilettenwärters tauschen muss. Dort scheint er auf sein Ende zu warten, bis ihn
eine überraschende Wende zurück in ein besseres Leben holt.
www.filmforum.de
49
20.00 Uhr
Ehem. Eisenwarenhandlung Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt frei
Ab 16. Mai 2008, jeweils Mittwochs
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein
Warentransportmittel nehmen …
Die andere Session – Frei Improvisierte Musik
Eine Session, offen für interessierte Spieler.
www.ruhrort-research.de
20.00 Uhr
Ehem. Eisenwarenhandlung Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt: 5 - 10 Euro
Freitag, 23. Mai 2008
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein
Warentransportmittel nehmen …
Ich höre dich
Veranstaltungsreihe zum Phänomen
der Prozessorientierten Musik
Konzert mit Nicolas Rihs (Fagott / Basel) und Hansjürgen Wäldele (Oboe /
Basel) und Philippe Micol (Sopransaxofon, Bassklarinette / Duisburg)
In Kollaboration mit der Konzertreihe „Aspekte der Freien Improvisation“
Basel, Februar – Mai 2008 zum Thema „Kritik der frei improvisierten
Musik: Wie kann Qualität beurteilt werden?“ Mehr Informationen unter
www.getreidesilo.net
Vor und nach dem Konzert Reflexion und Gespräch mit Gästen und Publikum
Vorverkauf und Reservierungen möglich über die Homepage
www.ruhrort-research.de oder telefonisch unter 0203 66 930 44.
www.ruhrort-research.de
20.00 Uhr
Ehem. Eisenwarenhandlung Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt: 5 - 10 Euro
Mittwoch, 28. Mai 2008
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein
Warentransportmittel nehmen …
Ich höre dich
Crossover
Veranstaltungsreihe zum Phänomen
der Prozessorientierten Musik
Konzert mit Claus van Bebber (Schallplattenspieler / Kalkar) und Philippe
Micol (Sopransaxofon, Bassklarinette / Duisburg)
Vor und nach dem Konzert Reflexion und Gespräch mit Gästen und Publikum
Vorverkauf und Reservierungen möglich über die Homepage
www.ruhrort-research.de oder telefonisch unter 0203 66 930 44.
www.ruhrort-research.de
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Öffnungszeiten:
Fr 16 - 19 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr
sowie nach Vereinbarung
unter 0203 3460846 oder
galerie-hellebrand@arcor.de
Ehemaliger Eisenwarenhandel
Hennes
Harmoniestraße 39
47119 Duisburg-Ruhrort
17. bis 31. Mai 2008
Eröffnung: Samstag, 17. Mai, 18 Uhr
Beeil dich, wenn du noch was sehen willst,
denn alles verschwindet …
(Boris Vian, 1946)
dKrem: Audio-Installation / Klangkomposition,
Andy Hellebrand: Rauminstallation / Objekte und Bilder
Über hundert Jahre wurde das Ruhrgebiet durch Kohleförderung und
der daran angegliederten Montanindustrie geprägt. Seit fast 50 Jahren
vollzieht sich eine städtebauliche und ökologische Erneuerung dieses
industriellen Ballungsraumes.
Was aber bedeutet diese generationenübergreifende Formung des
Kulturraums Ruhrgebiet und wie lässt sich daraus eine Art Ikonographie
des Verschwindens destillieren? Der Komponist und Musiker dKrem
(a.k.a. Dieter Kulsdom) und der Künstler Andy Hellebrand folgen in ihrer
gemeinsamen Arbeit der Idee einer Notation unabdingbarer Bestandteile.
Einer artifiziellen Datenbank gleich werden bildnerische und akustische
Phänomene versammelt.
Jeweils samstags simultane Live-Zuspielung mit dKrem.
www.galerie-hellebrandt.de
zu einer öffentlichen künstlerischen wie theoretischen Produktions- und
Forschungsstätte. In Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort und mit
eingeladenen Gästen entstehen Interventionen in Stadt und Stadtteil, die
neue Erklärungen und Formen des Zusammenhangs von Leben und Arbeit suchen. Jede/r Interessierte ist von Beginn an eingeladen, an dieser
Arbeit teilzunehmen.
Foto: Vera Keysers
Galerie Hellebrand
Philosophenweg 12
47051 Duisburg
Vom 6. April an finden im Rahmen dieser Arbeit(en) regelmäßig Konzerte,
Vorträge und Performances statt. Über die Termine informiert ab Mitte
März die Projektseite www.ruhrort-research.de.
Vom 22. Mai bis zum 1. Juni werden das Ladenlokal und eine nahe
gelegene Fabrikhalle zu täglichen Spielorten für die hier erarbeiteten
Produktionen. Bereits feststehende Termine finden sich in diesem Heft
in den Rubriken Theater, Ausstellungen, Vorträge/Diskussionen und
Musik (Seiten 17, 22, 31, 42 und 50). Das gesamte Programm ist unter
www.ruhrort-research.de abrufbar.
„Lass uns ein Warentransportmittel nehmen und hinfahrn wo’s schön ist“
ist der erste Teil des bis ins Jahr 2011 angelegten Forschungsprojekts „Zum
Beispiel Ruhrort: Arbeit und Leben im Wandel“. Die Veröffentlichungen im
Rahmen der Duisburger Akzente 2008 stehen für sich, zugleich sind sie
Wegmarken im Hinblick auf die längerfristige Forschungsarbeit.
22. Mai bis 1. Juni 2008
Zum Beispiel Ruhrort: Lass uns ein Warentransportmittel nehmen und hinfahrn
wo’s schön ist
Öffnungszeiten:
täglich 15 - 20 Uhr
Eintritt frei
Ein Kunst- und Theorie-Projekt von Theater Arbeit Duisburg –
TAD, Ruth Bamberg, Philippe Micol und Theorie und Praxis e.V.
Der Hafenstadtteil Ruhrort ist nicht das aufstrebende Wohn- und FreizeitViertel am Duisburger Innenhafen. Er liegt inmitten des größten Binnenhafens der Welt und beherbergt die international erfolgreichen Groß­
unternehmen Duisburger Hafen AG und Haniel. Architektonisch sind die
Spuren des Lebens am Hafen und des dabei erwirtschafteten Reichtums
hier noch gegenwärtig. Ökonomisch scheint Ruhrort jedoch inzwischen
von der Hafenentwicklung abgekoppelt: Während der Warenumschlag im
Hafen seit Jahren steigt, geht er im Stadtteil augenscheinlich zurück. Der
erste Blick trifft heute vornehmlich auf Verfall, leer stehende Ladenlokale
und soziale Tristesse.
Von diesem – in Duisburg-Ruhrort exemplarisch erkennbaren, jedoch unsere (post-)industrielle Gesellschaft insgesamt durchwirkenden – Gegensatz nimmt das Projekt seinen Ausgang und fragt nach dem historischen
und gegenwärtigen Zusammenhang von ökonomischer Entwicklung und
gesellschaftlichem wie individuellem Leben.
Ab Anfang März beziehen die beteiligten KünstlerInnen einen leer stehenden Laden im Zentrum Ruhrorts. Er wird für die Dauer des Projektes
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Impressum
Schirmherrschaft
Dr. Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident des Landes
Nordrhein-Westfalen
Veranstaltet und herausgegeben von
Duisburg Marketing GmbH
Festivalbüro
Landfermannstraße 6
47051 Duisburg
Aufsichtsratsvorsitzende: Petra Vogt
Druck
DZE, Essen
Weitere Informationen
Duisburg Marketing GmbH
Festivalbüro
Landfermannstraße 6
47051 Duisburg
festivalbuero@duisburg-marketing.de
Info-Telefon
0203 94 000
Geschäftsführung: Uwe Gerste, Karl Janssen
Amtsgericht Duisburg: HRB 273
Programmaktualisierungen unter:
www.duisburg.de oder
www.duisburger-akzente.de
In Zusammenarbeit mit
Stadt Duisburg
Der Oberbürgermeister
Dezernat für Familie, Bildung, Kultur
Redaktionsschluss
13.03.2008 | Änderungen vorbehalten
Design
Benning, Gluth & Partner, Oberhausen
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Kunst und Fotos
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