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denn: Heroldsberg hat was... - Ilocept

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Mai / Juni 2009
Ausgabe Nr. 34
S‘Bläddla
denn: Heroldsberg hat was...
Vogelschutz im Reichswald
1 Jahr nach der Kommunalwahl
Bläddlas Gschäftsleut: Susanne Ziegler
Menschen in Heroldsberg: Olivia Katzbach
Vorschau: 4. Oktober
2. Heroldsberg-Hat-Was-SChau
Gewinner vom Künstlersonntag
Guat Beinand
Großer Fotowettbewerb
Willkommens- u. Begegnungsfest
Bläddla’s Gschäftsleut
Susanne Ziegler
S
eit nunmehr beinahe acht Jahren führt Susanne Ziegler in
ihrer Kleingeschaidter Rappelkiste alle Secondhandsachen, die mit
Babys und Kindern zu tun haben - auch
Umstandsmode. Ihr Sortiment wechselt fast
täglich und richtet sich nach den aktuellen Jahreszeiten. Es
umfasst Kleidung, Spielzeug, Mobiliar, Fahrzeuge und hört
beim Zubehör noch lange nicht auf.
Da sie ja nicht nur verkauft, sondern laufend auch neue
Ware braucht, freut sie sich über alle gut erhaltenen Sachen
von Privatkunden, deren Kinder dies und jenes nicht mehr
benötigen oder heraus gewachsen sind. Gemeinsam mit ihrem Kunden schaut sie die angelieferten Sachen durch und
wählt aus, was noch weiter verkaufbar ist. Die Wäsche sollte
immer gewaschen und gebügelt sein, weder Flecken noch
Löcher haben und „modern“, das heißt vor allem „noch tragbar“ sein. Spielzeug und andere Gegenstände sollten aus hygienischen Gründen so gut wie möglich gereinigt sein. Kurz,
sie möchte die Ware so in Empfang nehmen, wie der Kunde
sie auch in ihrem Laden vorfinden möchte und sagt: „Was
jemand sich selbst oder seinen eigenen Kindern nicht mehr
zumuten würde, ist auch nicht mehr für die Rappelkiste geeignet.“ Den Verkaufspreis legt Susanne Ziegler gemeinsam
mit dem Kunden fest. Vom Verkaufspreis erhält der Kunde
60%, der Rest ist ihre Provision - übrigens der einzige Betrag,
der für einen „Lieferanten“ fällig wird. Neukunden zahlen
einmalig 2,50 Euro Bearbeitungsgebühr. Was nach 3 Monaten nicht verkauft ist, wird zurück gegeben. So wechselt das
Second-Hand Angebot regelmäßig durch, es lohnt sich also
immer wieder einmal in die Rappelkiste hinein zu schauen.
Wer wissen möchte, ob
Rappelkiste
sich der Weg nach Klein- Kinder- und Baby Secondhand
geschaidt lohnen wird,
Kleingeschaidt 29
kann sich vorab auf der
Tel: 09126 / 28 16 38
Internetseite www.rappelwww.rappelkiste.net
kiste.net über das akutelle
Öffnungszeiten:
Warenangebot informie- Di: 9 - 12 und 14.30 - 18 Uhr
ren. Die Homepage wird
Mittwoch 9 - 12 Uhr
wöchentlich aktualisiert.
Do: 9 - 12 und 14.30 - 18 Uhr
Wo waren die abgebildeten Werke?
Bläddla-Oster-Versteckspiel:
Zugegeben, es war nicht einfach, die im Bläddla nur in
schwarz-weiß abgedruckten Bildausschnitte der einzelnen Kunstwerke in live wieder zu erkennen. Dennoch
machten sich am verkaufsoffenen Sonntag viele Heroldsberger auf die Suche nach den Motiven in unseren
Bläddla-Geschäften und wir erhielten 73 Einsendungen
zum Gewinnspiel. Die Mühe lohnte sich ja auch, schließlich winkten drei Sack mit jeweils 100 Heroldsberger
Einkaufstalern. Aber es waren nur vier Familien, die alle
Bilder wieder gefunden hatten, auch das Motiv Nr. 1,
unsere Titelseite vom letzten Mal. Und da sollte das Los
entscheiden? Nein, S‘Bläddla hat sich für vier Gewinner
entschieden. Wir gratulieren ganz herzlich
Simone, Ralph und Katja Wadlinger, Juliane
Püchner, Stefan und
Andreas Hornberger
sowie Maria Sams zu
so viel Ausdauer, Genauigkeit und Beobachtungsgabe! (PS: Bei der
Auszählung wurde das
Bild Nr. 20, das der Künstler in Angies Obst- und Gemüse
kurzfristig nicht ausgestellt hatte, nicht berücksichtigt.)
:
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Neu Boden terha
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 PARKETT
 TEPPICHBÖDEN
 ESTRICHREPARATUREN
 UND VIELES MEHR
Eschenweg 2,
Heroldsberg
Fon: 0911 / 790 76 42
Fax: 0911 / 790 74 86
info@uz-fussbodentechnik.de
www.uz-fussbodentechnik.de
Wir nehmen Einkaufstaler:
• BüroBedarfsZentrum Drexler
• Büttner, Metzgerei
• Café Glückswinkel
• Car Design
• Elektro Heid
• Freihardt, Metzgerei u. Restaurant
• Friedrich, Schuhe zum Gutgehen
• Fußpflegepraxis Karin Daut
• Gasthof Rotes Ross
• Garten-Traum-Düfte im Hexenhäuschen
• Gelber Löwe, Flair-Hotel und Restaurant
• Hofladen Herrmann-Lechner, Hauptstr. 41
• Kochteam, Werner und Ingrid Sievert
• Mare Reisen & Erleben
• Mode & Geschenke, Claudia Fischer
• Obstbau Weber
• Ratskeller
(neu!)
• Rewe-Markt (Heroldsberg)
• Reisebüro Hartmann
• Rübner, Dienstleistungen
• Schreibwaren Reinfelder
• Scheuchl GmbH, Autozubehör
• Taxi Seits
• Sport Böhm
• Ulrike Wölfel, Damen- und Herrensalon
• Zimmermann, Getränke
Und das geht so: 1 Taler ist 1 Euro wert. Sie können die
Münzen zu allen möglichen Anlässen im Säckchen verschenken. Der Einkaufstaler gilt zeitlich unbegrenzt. Zu
jedem Säckchen gibt es eine Liste mit allen Geschäften,
die den Taler annehmen, ebenso in jedem Bläddla. Probieren Sie es einfach aus und Sie werden sehen: Einkaufen
in Heroldsberg macht Spaß! Einkaufstaler können Sie bei
Kochteam, Salon Ulrike Wölfel und Schreibwaren
Reinfelder kaufen.
S‘Bläddla:
Herausgeber: Werbegemeinschaft Heroldsberg
Verantwortlich für den Inhalt:
ilocept, Ilona-Maria Kühn, Heroldsberg,
Tel.: 0911 / 518 65 69; Mail: info@ilocept.de;
Druck: Preussler Verlag Nürnberg
Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Genehmigung
Nächste Ausgabe: 25. Juli 2009
Alt-Neubauinstallation ∙ Hausgeräte, Wartung, Service ∙ Antennentechnik
Telefon-, Sprech-, Alarm-, Klimaanlagen ∙ Nachtspeicher, Natursteinheizung
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Mo - Do: 8.00 bis 16.30 Uhr
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Künstler in Heroldsberg
Olivia Katzbach
E
in beliebtes Ziel am ersten Heroldsberger Künstlersonntag war das
Café Glückswinkel. An diesem Sonntag lockten nicht nur die leckeren Kuchen,
sondern noch mehr die beeindruckenden
Bilder einer jungen Studentin.
Über ihre Künstlerlaufbahn befragt, antwortet Olivia Katzbach: „Ich studiere Kunsterziehung für Gymnasien in der Klasse von Herrn Prof. Munding an der Akademie der Bildenden
Künste in Nürnberg und habe im Januar dieses Jahres den 2.
Platz als Publikumsliebling beim Kunstförderpreis der Stadt
Lauf gewonnen.“ Mit ihren 23 Jahren ist die Künsterlin noch
so jung, dass sie in einem Satz scheinbar alles gesagt hat.
Aber dieser Satz hat es in sich, denn was es für einen jungen
Menschen mit Spaß am künstlerischen Schaffen bedeutet,
an einer Akademie studieren zu dürfen, wird dem Laien erst
klar, wenn er sich mit den Anforderungen einer solchen Akademie beschäftigt. Wer einen der begehrten Studienplätze
erhalten möchte, braucht schon für die Bewerbung Bilder
und Erfahrungen, wie sie manch ein „Künstler“ nie erreichen
wird. Olivia Katzbach hingegen widmete sich schon von Kindesbeinen an am liebsten der Malerei. Später engagierte sie
sich gerne in der Jugendarbeit von St. Margaretha. In ihren
Augen ist der Beruf der Kunsterzieherin eine ideale Gelegenheit, diese beiden Hauptinteressen zu verknüpfen, weshalb
sie sich nach dem Abitur zunächst an der Universität Erlangen-Nürnberg eingeschrieben hatte. Aber dann war ihre
Freude groß, als sie im vergangenen Jahr mit ihrer Bewerbung an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
Erfolg hatte. Als Akademiestudentin kann sie sich jetzt nicht
nur auf ihren Beruf vorbereiten, sondern sie erhält zudem
eine wertvolle Ausbildung für ihr eigenes künstlerisches
Schaffen. S‘Bläddla wünscht der jungen Künstlerin in jeder
Hinsicht viel Erfolg und freut sich schon auf ihre nächste
Ausstellung hier in Heroldsberg.
PS: Wer sich die Bilder von Olivia Katzbach nochmals ansehen möchte, kann dies im Olivia Katzbach
Internet unter http://www. eMail:
digitalmediastudio.de/Olivia. Olivia.Katzbach web.de
Katzbach.
Tel.: 0172/9785594
Kommunale Suchtprävention in Heroldsberg:
„Guat beinand“
Beinahe täglich lesen wir von Komasaufen und Trinkgelagen unter Jugendlichen. Ob auf Parties oder in öffentlichen Anlagen: Wer am längsten durchhält, ist cool. Trotz
zahlreicher Gesetze zum Jugendschutz gelangen Teenager
noch immer viel zu leicht an alkoholische Getränke. Beliebt
sind sogenannte Alkopops, das sind fertig gemixte, süße
Getränke, die mit Spirituosen (wie Wodka oder Whiskey)
gemischt sind und in „poppiger“ Aufmachung verkauft
werden. Hier hat der Staat zwar mit einer höheren Besteuerung eingegriffen, aber jetzt mixen die Jugendlcihen sich
ihre Getränke selbst. Zum Schutz unserer Jugend beteiligt
sich jetzt die Marktgemeinde Heroldsberg an dem Projekt
„Guat beinand“, das vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt
herausgegeben wurde und sich bereits in Traunstein und
Österreich bewährt hat.
Bei diesem Projekt sollen alle wichtigen Sozialisationsinstanzen von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde zu
koordinierten suchtpräventiven Aktivitäten motiviert werden. Das sind in erster Linie Eltern, Kindergärten, Schule,
Jugendarbeit, Vereine, Kirche, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Langfristiges Ziel ist aber die ganze Bürgerschaft zu einem bewussten und kritischen Umgang mit
dem Alkohol anzuhalten. Gestartet ist „Guat beinand“ mit
einer informativen Auftaktveranstaltung im Mai, zu der
Bürgermeister Johannes Schalwig neben 30 Vertretern aller wichtigen Heroldsberger Institutionen ganz besonderes
Luitgart Kern vom Gesundheitsamt begrüßte. Im Landkreis
ERH ist sie für die Suchtprävention zuständig und setzt gemeinsam mit Herrn Bayer vom Jugendamt das Modellprojekt um. Mit den Anwesenden moderierte Luitgard Kern
zunächst eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation
in Heroldsberg und entwickelte im Anschluss daran erste
Gedanken zu möglichen Maßnahmen. Am Ende des Abends
wurde eine Trägergruppe gebildet, die weiter an einem
langfristigen suchtpräventiven Konzept arbeiten wird. Zu
dieser Trägergruppe gehören neben Vertretern aus gemeindlicher Jugendarbeit, Vereinsjugendarbeit, Schule,
Vorschule, katholischer und evangelischer Kirche, Selbsthilfegruppen, Agenda 21 und Gemeindeverwaltung auch die
örtliche Politik, vertreten durch die Jugendbeauftragten
der Gemeinde Heroldsberg. Da allen Teilnehmern die Brisanz
dieses Themas durchaus bewusst ist, will die Trägergruppe,
unterstützt vom Gesundheitsamt Erlangen-Höchstadt,
noch im laufenden Schuljahr ihre Arbeit aufnehmen und
dem Gemeinderat baldmöglichst verwendbare Ergebnisse
präsentieren. S‘Bläddla wird darüber berichten.
Großer Fotowettbewerb:
Mein liebster Lesplatz
Es werden tolle Preise vergeben. Teilnahmeberechtigt sind
Kinder und Jugendliche im Alter von 8 - 16 Jahren.
Und so wird‘s gemacht:
Teilnahmekarten in der Gemeindebücherei abholen. Jede
Stilrichtung, jede Aufnahmetechnik, SW oder Farbe sind erlaubt. Es können maximal 3 Bilder als zusammenhängende
Serie oder 3 Einzelbilder eingereicht werden. Die Bilder müssen minimal 18 x 12 cm bis maximal 21 x 15 cm als Papierabzug oder gutem Digitaldruck zusammen mit der Teilnehmerkarte abgegeben werden. Alle Fotos müssen auf der
Rückseite mit Bildtitel, Ort und Datum der Aufnahme, mit
Namen und Alter, Adresse und Telefon versehen sein.
Einsendeschluss ist der 15.07.2009 in der Gemeindebücherei im Bürgerzentrum, Heroldsberg
Die besten Arbeiten werden in einer Ausstellung in der Gemeindebücherei gezeigt und im Internet
veröffentlicht. Veranstaltet wird
der Wettbewerb gemeinsam vom
Haus der Jugend und der Gemeindebücherei Heroldsberg.
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Anker
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Unser Programm in den Pngstferien:
Dienstag, 2. Juni: Musikabend
Es spielen „Karl und seine Freunde“ aus Eltersdorf
Freitag, 12. Juni, 20.00 Uhr: Große 3-D-Show
mit 3D-Fotos von Boly, Heroldsberg und Umgebung
(Bewirtung mit Speisen und Getränken zum Abendessen
schon vor der Veranstaltung!)
Zsuzsanna Spitz - Oberer Markt 19 - Heroldsberg - 0911 / 518 8719
Mo - So. 09.30 - 22.00 h - Mittwoch Ruhetag - Nebenzimmer für bis zu 80 Personen
Samstag, 20. Juni 2009, ab 15.00 Uhr
Willkommens- u. Begegnungsfest
für und mit unseren neuen Bürgern
Die katholische Pfarrgemeinde St. Margaretha und die
evangelische Kirchengemeinde St. Matthäus richten
nicht nur für neu zugezogene Heroldsberger Bürger ein
Sommerfest in Sunny-Side aus.
Der Bau von Sunny-Side auf dem ehemaligen Gelände
der Vereinigten Papierwerke hat in der Geschichte Heroldsbergs endgültig ein neues Kapitel aufgeschlagen.
Von der Kaminsprengung und dem Anrollen der Bagger
über den Aufbau einer neuen Heimat zahlreicher Familien bis zu deren Einzug: Viele Heroldsberger haben in
den vergangenen Jahren die komplette Umgestaltung
des Geländes aufmerksam beobachtet. Während des
Willkommens- und Begegnungsfestes der beiden Kirchengemeinden bietet sich jetzt eine einmalige Gelegenheit, nach den Häusern auch deren Bewohner kennen zu
lernen. Für den gemütlichen Teil gibt es Kaffee, Kuchen,
Grill und Getränke, für Kinder jede Menge Spiel und Spaß.
Schauen Sie doch einmal vorbei:
Samstag, 20. Juni 2009, ab 15.00 Uhr
PS: Wer von den Neubürgern gerne sein Haus segnen lassen möchte, sollte sich bitte vorab melden bei einem der
beiden Pfarrbüros: St. Margaretha (Tel. 0911 / 518 08 85)
oder St. Matthäus (Tel. 0911 / 518 06 59)
Thomas Rübner
Tel.: 0911 / 95 69 771
Mobil: 0151 / 17 37 24 24
Service rund ums Haus & Hausmeisterdienste
BETRIEBSURLAUB vom 30.05.09-15.06.09
Für die Erledigung der anfallenden Hausmeisterdienste
in diesem Zeitraum ist gesorgt!
Natürlich stehe ich Ihnen gerne ab dem 16.06.09 wieder voll zur Verfügung:
z.B. Pflasterarbeiten, Fliesenlegen, Kleinreparaturen, hausmeisterliche Wartungen, Hilfe bei Renovierungen im und ums Haus, Gartenpflege, Wegreinigung, Winterdienst und vieles mehr. Rufen Sie an und fragen Sie nach!
Erinnerung an die Heroldsberg-Hat-Was-Schau 2005, wie wird es 2009?
Information und Anmeldung: Ilona-Maria Kühn 0911 / 518 65 69
2.
Heroldsberger
Gewerbeschau
am
Sonntag
4. Okt. 09
Bitte merken Sie sich diesen Termin!
Der Startschuss ist gefallen: Am Sonntag, den 4. Oktober
2009 wird auf dem Herodlsberger Festplatz die zweite
Große Heroldsberg-Hat-Was-Schau stattfinden. Wie beireits bei der ersten Gewerbeschau vor vier Jahren werden
sich zahlreiche Gewerbebetriebe in und um das ehemalige
Kirchweihzelt präsentieren.
Ein buntes Rahmenprgramm, gestaltet von Heroldsberger
Vereinen sorgt für die Unterhaltung, und zu gewinnen gibt
es an diesem Tag bestimmt auch etwas: Für die einen neue
Kontakte, für die anderen neue Anregungen und für alle
zusammen jede Menge Spaß und Spiel. Halten Sie sich also
unbedingt diesen Termin frei und freuen Sie sich mit uns
auf den 4. Oktober 2009!
Information und Anmeldung für Vereine und Gewerbetreibende, die gerne aktiv dabei sein wollen, bei Ilona-Maria
Kühn, Tel. 0911 / 518 65 69 oder info@ilocept.de
Hartmann‘s
Ratskeller
Heroldsberg
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Kleider ab 19,90 ¤
Hauptstr. 75
90562 Heroldsberg
Mo.-Fr. 10.00 bis 18.00 Uhr
Sa. 10.00 bis 14.00 Uhr
Es ist schon wieder ein Jahr her...
Erinnern Sie sich noch an das Frühjahr 2008, als
die Ergebnisse der Kommunalwahl in Heroldsberg
einigen Wirbel in die Marktgemeinde brachten?
Erst nach wiederholter Auszählung stand endgültig
fest, dass das Amt des Bürgermeisters an Johannes
Schalwig vergeben und der Gemeinderat sechs neue
Mitglieder zählen wird.
Ein Jahr nach ihrer Vereidigung hat S‘Bläddla sich mit
unseren neuen Volksvertretern über ihr erstes Amtsjahr unterhalten. Lesen Sie nach, wie sich unsere
„neuen“ Gemeinderäte fühlen...
1 Jahr als Gemeinderat
Dr. Anika Davidson
S‘Blädda: Wie hatten Sie sich Ihre Arbeit als
Gemeinderätin vorgestellt?
Antwort: „Ich wollte und will mich für unseren so l(i)ebenswerten Ort engagieren und durch die Arbeit im Gemeinderat
an seiner Weiterentwicklung mitwirken. Ich fand und finde
es wichtig, dass dabei neben den erfahrenen, altgedienten
Gemeinderäten auch neue Gesichter eine Chance haben und
mit ihren Ideen Gehör finden.“
S‘Blädda: Was hatten Sie sich anders gedacht?
Antwort: „Ich war davon ausgegangen (oder hatte gehofft), dass nach der Wahl die parteipolitischen Gegensätze rasch überwunden werden und ein konstruktives,
teamorientiertes und vertrauensvolles Miteinander entsteht. Dass das doch so lange dauern würde, hätte ich nicht
gedacht.“Außerdem war im Mai 2008 nicht absehbar, dass
uns eine so gravierende Finanz- und Wirtschaftskrise belasten würde, was zur Folge hat, dass einige Projekte in Heroldsberg, die mir auch persönlich wichtig waren (wie bspw.
die Sanierung und multifunktionale Nutzung des Weißen
Schlosses in Gemeindebesitz), aufgrund der angespannten
Haushaltslage verschoben werden müssen und insgesamt
an allen Ecken und Enden gespart werden muss, was (sowohl für unmittelbar Betroffene als auch für mich als Gemeinderätin) oftmals Enttäuschung bedeutet und Gestaltung bzw. Investition erschwert.“
S‘Blädda: Ihr Wunsch für die nächsten Jahre?
Antwort: „Ich wünsche mir ...
erstens: eine noch offenere Diskussionskultur und effizientere Kompromissfindung im Gemeinderat;
zweitens: eine Entspannung der Finanzlage, so dass zukunftsorientierte Projekte und Ideen realisiert werden können – auf der Basis einer im wahrsten Sinne des Wortes sozialen Markt-Wirtschaft in Heroldsberg;
drittens: dass die berühmte Fee im Gemeinderat vorbeischaut und uns für Heroldsberg drei Wünsche freigibt (auf
die wir uns dann hoffentlich auch einigen könnten ... )“
Infos zur Gewerbeschau unter:
• Telefon: 0911 / 518 65 69 oder
• info@ilocept.de
1 Jahr als Gemeinderat
Helmut Freissler
Auf die Frage nach seinen Erfahrungen im
ersten Jahr als Gemeinderat fällt es Helmut Freissler nicht
leicht, seine Emotionen aus dem Spiel zu lassen. Zu tief ist
er enttäuscht, wie schwer es tatsächlich ist, sich in Heroldsberg für Jugendliche und ihre Interessen einzusetzen, so wie
er es vor der Wahl versprochen hatte. Schon wenn man die
Zahlen im neuen Haushaltsbudget miteinander vergleiche,
habe man das Gefühl, alle Heroldsberger Einwohner seien „...
über 50 Jahre“ alt. Denn warum sonst diskutiere der Gemeinderat stundenlang über die Anschaffung einer Spülmaschine für den Kinderhort oder das Pro und Contra einer zentralen Aufstellung eines Bauwagens als Jugendtreff, wenn
auf der anderen Seite relativ schnell viel Geld für ein neues
Kassenhäuschen am Schlossbad oder eine neue Küche im
Feuerwehrhaus ausgegeben wird? „In Heroldsberg ist man
jederzeit bereit, in Stein und Monumente zu investieren - für
Ausbildung und menschliche Förderung dagegen nicht!“, so
Helmut Freissler. Aber er gibt nicht auf: Er hat ja noch knapp
fünf Jahre Amtszeit vor sich, die er auf jeden Fall dafür nutzen möchte, in der Marktgemeinde ein anderes Bewusstsein
für Heroldsbergs eigene Kinder und Jugendliche zu wecken.
1 Jahr als Gemeinderat
Johann Mussgiller
„Mir war von vornherein klar, dass die Jahre
im Gemeinderat nicht leicht sein würden.
Das brachte ja schon allein das Wahlprogramm der Freien
Wähler mit sich, die der Gemeindeverwaltung vor allem in
Haushaltsfragen stärker auf die Finger klopfen wollten als
bisher. Ich hätte allerdings nicht erwartet, dass die Arbeit
im Gemeinderat derart zeitaufwändig ist. Denn mit der Teilnahme an den Sitzungen alleine ist es ja nicht getan. Damit
man gute Entscheidungen treffen kann, muss man sich gut
auf die einzelnen Themen vorbereiten und nebenher noch
einige Außentermine wahrnehmen. Ich wünsche mir, dass
wir in den nächsten fünf Jahren innerhalb des Gemeinderates besser zusammen arbeiten können, und wir jetzt die
anfänglichen Schwierigkeiten überwunden haben. Der 2008
gewählte Marktgemeinderat und der Bürgermeister haben
schwere Jahre vor sich, nicht nur wegen der Finanzkrise.“
1 Jahr als Gemeinderat
Jürgen Konietzka
Als S‘Bläddla im vergangenen Frühjahr jedes
Mitglied des aktuellen Gemeinderates nach seinen Vorstellungen über die Arbeit in diesem Gremium befragte, wollte
Jürgen Konietzka hierzu keine Stellung nehmen. Als erstmals
gewählter CSU-Mann wollte er sich zunächst einen Eindruck
von der Arbeit im Gemeinderat verschafen. Heute aber
nimmt er wie folgt Stellung:
„Eine Mehrheitsfindung ist nicht immer leicht, weil natürlich jeder Einzelne und selbstredend auch jede Fraktion
versucht, die Eigeninteressen durchzusetzen. Ich denke
aber, wir haben uns gerade jetzt in der Zeit der Finanz- und
Wirtschaftskrise im Gemeinderat gut verständigt und Lösungsmöglcihkeiten für die nächsten Jahre gefunden. Dabei
haben wir es uns nicht immer leicht gemacht und oft gingen die Meinungen doch weit auseinander. Bei manchen Abstimmungen schlugen natürlich auch in meiner Brust zwei
Herzen, aber es kann halt oft nur eine Lösungsmöglichkeit
oder Entscheidung geben. Leider können wir es nicht jedem
Bürger recht machen.
Was ich mir hingegen nicht so vorgestellt habe, ist die Tatsache, dass die Diskussionskultur im Gemeinderat meiner Meinung nach manches Mal doch sehr zu wünschen übrig lässt!!
Polemische Äußerungen, übertriebene Spitzfindigkeiten
und teilweise auch sehr persönlich ausgelegte Angriffe gehören nicht in den Gemeinderat und sind sicherlich unserer
Arbeit auch nicht zuträglich. Unsere Bürger werden sich ihre
eigenen Gedanken darüber machen! Es sollte auch nicht so
weit gehen, dass man sich nicht mehr in die Augen sieht,
nur weil der vermeintliche „Gegner“ eine andere Meinung
vertritt.
Für die nächsten Jahre wünsche ich mir, dass jeder einzelne
Gemeinderat versuchen sollte, überlegte Entscheidungen
zu treffen, die im Interesse und zum Wohle unserer Bürger
auch über die Fraktionsinteressen hinaus gehen können. Der
Bürger sollte sie auch verstehen und nachvollziehen können.
Ich weiß, das wird nicht immer leicht sein, aber ich werde
meinen Teil dazu beitragen und mich bemühen, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln!“
2. Heroldsberg-Hat-Was-Schau
Sonntag, 4. Oktober 2009
1 Jahr als Gemeinderat
Michael Lochmüller
Froh ist Michael Lochmüller, dass der Gemeinderat sich in seiner neuen Zusammensetzung nach anfänglichen Ressentiments gut zusammen gefunden hat. Insbesondere die enge Projektarbeit in den Ausschüssen habe zu
einem guten Klima in den Sitzungen beigetragen, was aber
nicht heißen soll, dass es keine gravierenden unterschiedlichen Auffassungen mehr gibt.
Als einer der jüngsten Gemeinderatsmitglieder sieht Michael
Lochmüller nach wie vor seine Hauptaufgabe als Sprachrohr
der Jugendlichen in der Marktgemeinde Heroldsberg. Auf die
Frage, wie es ihm in den ersten 12 Monaten als Gemeinderat
ergangen ist, fallen ihm zunächst die Diskussionen über die
Haushalte 2008 und 2009 ein, die beide in diesem kurzen
Zeitraum beschlossen werden mussten. Konnte er sich noch
im November 2008 über einen „Goodwill-Beschluss“ zugunsten der Sanierung des TUSPO Heroldsberg freuen, so musste er als Gemeinderat bei der aktuellen finanziellen Situation
der Marktgemeinde sein favorisiertes Projekt während der
diesjährigen Haushaltsverhandlungen wieder zurück stellen.
Schließlich hatte er selbst im Wahlkampf versprochen, das
„Ausgabeverhalten des Gemeinderates an die gegebene Finanzsituation anzupassen“. Noch immer ist er davon überzeugt, dass man lieber mehr als 800 Heroldsberger Jugendlichen ein vernünftiges Sportgelände ermöglichen sollte als
die Duschen im Schlossbad zu sanieren, die dann von wenigen Menschen nur für ein paar Wochen im Jahr genutzt
werden können. Dennoch will sich Michael Lochmüller auch
in den folgenden Jahren zuerst um die Konsolidierung des
Haushalts kümmern. Dazu gehört für ihn darauf zu achten,
dass die Marktgemeinde ihre finanziellen Mittel für Projekte
einsetzt, die auch tatsächlich benötigt werden. Wichtig ist
ihm als Gemeinderat der enge Kontakt zur Jugend, den er
sowohl über den TUSPO als auch über den Jugendbeauftragten der Marktgemeinde, Ralf Hingler, wahren möchte.
Das Jugendhaus beteiligt sich vom 13 bis 16. Juli am
Kunstprojekt der Heroldsberger Volksschule und
lädt die Hauptschüler zu täglich wechselnden Aktionen mit Künstlern ein. Ob Mosaik gestalten, Silber
schmieden, Gipsobjekte schaffen, Metall bearbeiten
oder Styropor-Skulpturen bauen, die Schüler können
sich in vielen Techniken üben und kreativ beweisen.
1 Jahr als Gemeinderat
Oliver Rath
„Etwas bewegen, frischen Wind hinein bringen, alte Strukturen aufbrechen“, das hatte sich Oliver
Rath für seine Amtszeit auf die Fahnen geschrieben.
Schmunzelnd muss er dann aber eingestehen, dass es mit
dem „frischen Wind“ in „alten Strukturen“ schon deshalb
sehr schnell ging, weil die vormals bestehende „Große Koalition“ in der neuen Wahlperiode nicht mehr zustande
gekommen war. Es sind neue Mehrheiten im Gemeinderat
entstanden, die nicht unbedingt von vorn herein festgeschrieben sind. Dies erleichtert es aber nicht gerade, seine
Meinung durchzusetzen, es gibt viele Lobbyisten und es
wird viel um Kompromisse gerungen. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage, die sich bei einem aktuell
geschätzten Ausfall von 75% der Gewerbesteuereinnahmen noch schlechter als erwartet heraus gestellt hatte,
zogen sich die Haushaltsdebatten sehr lange hin. Die ersten Abstriche bei großen Wunschprojekten aus der alten
Legislaturperiode wurden schnell gemacht, wie z.B. die
vollständige Erschließung des Gewerbegebietes Süd-Ost
oder die Sanierung des Weißen Schlosses oder den vollständigen Ausbau des Schlossbades. Als Gemeinderat kann
Oliver Rath auch verstehen, dass im Augenblick eine Unterstützung für den TUSPO nicht in dem zugesagten Rahmen durchgeführt werden kann. Aber er möchte sich dafür einsetzen, dass für den größten Verein Heroldsbergs
nach den Haushaltsberatungen mehr als nur ein „Erinnerungswert“ übrig bleiben wird. Jugendarbeit sei wichtig, da
dürften keine Abstriche gemacht werden. Lieber solle man
sich bei der anstehenden Sanierung des Schlossbades auf
die tatsächlich notwendigen Investitionen beschränken.
„Es rächt sich eben, dass in der Vergangenheit immer aus
dem Vollen geschöpft und versäumt wurde, Rücklagen für
schlechtere Zeiten zu bilden.“
Auf die Frage, was denn nun tatsächlich anders läuft als
erwartet, nennt Oliver Rath zunächst den Zeitfaktor, dass
die Vor- und Aufbereitung der einzelnen Sitzungen umfangreicher ist als gedacht. Vor allem aber bedauert er
sehr, dass gar keine Gestaltungsmöglichkeiten gegeben
sind, weil jede Substanz fehle. „Wir sind von der aktuellen
Situation heftiger überrollt worden, als es hätte sein müssen.“
(0911) 518 73 93 und 518 74 94
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Was macht eigentlich
Melitta Schön
Für ihr Leben brachten die Kommunalwahlen
im März 2008 große Veränderungen mit sich.
Heute - ein Jahr später - hat sie gelernt, sich
über ihre geschenkte Zeit zu freuen. Noch immer bestimmt
ein ausgefüllter Terminkalender ihren Tagesablauf, aber
jetzt ist es ein Kalender, der Luft lässt für private Verabredungen oder spontane Kurztripps. Und das genießt sie sehr.
Eigentlich könnte Melitta Schön heute von Großgeschaidt aus gelassen auf das Treiben in der Marktgemeinde hinunter schauen. Aber Heroldsberg und die Heroldsberger sind ihr einfach ans Herz gewachsen und für
sie setzt sie sich noch immer ein. Als Kreisrätin engagiert
sie sich ganz besonders für die Heroldsberger Schulsituation. In ihren Augen ist es nicht zu verantworten, dass
eine Marktgemeinde mit 8.000 Einwohnern im eigenen
Ort keine Ausbildungsmöglichkeiten für Kinder außerhalb
der Grundschulzeit anbieten kann. Es sei traurig, dass
heutzutage die Hauptschule mit ihrem schlechten Ruf
im bayerischen Schulsystem vom „Aussterben“ bedroht
ist. „Aber da muss man eben neue Wege gehen.“ Für die
Heroldsberger Kinder und ihre Eltern wird die ehemalige
Bürgermeisterin aktiv am Ball bleiben.
Als stellvertretende Vorsitzende im Kreisverband ERH
des Bayerischen Roten Kreuzes besucht Melitta Schön
regelmäßig die einzelnen Bereitschaften. Sie lobt das
Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer und ihre
vielseitigen Einsatzgebiete. Ob die von der Bevölkerung
als selbstverständlich vorausgesetzte 24-stündige Sanitätsbereitschaft oder ob Wasserwacht, Bergwacht oder
Feldküche: Ohne das Dach des BRK ERH könnten sie alle
nicht arbeiten und sich nicht organisieren. Mit dazu gehört auch eine Hundestaffel, deren Einsatzgebiet bis
nach Regensburg reicht. Zur Zeit plant das BRK den Bau
einer neuen Rettungswache in Höchstadt. Hier bringt
Melitta Schön gerne ihre Erfahrungen ein aus der Rettungswache Erlanger Oberland in Kleingeschaidt, einem
Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Heroldsberg, Kalchreuth und Eckental.
Ob ihr das Leben als Bürgermeisterin fehlt? „Nein, heute
nicht mehr,“ sagt sie ganz klar. Dazu hat sie inzwischen
viel zu sehr die Annehmlichkeiten eines Lebens als sogenannte aktive Ruheständlerin schätzen gelernt. Trotzdem kommt sie gerne nach Heroldsberg und nimmt auch
Einladungen im öffentlichen Leben der Vereine oder der
Gemeinde an. Und wo Not am Mann ist, hilft sie selbstverständlich auch mit. Alles Gute weiterhin, Melitta Schön!
Vogelschutz um Heroldsberg
W
ie eine Insel liegt S‘Bläddla-Gebiet von Heroldsberg und
Kalchreuth mitten im Nürnberger Reichswald und damit in einem der bedeutendsten Vogelschutzgebiete
Bayerns. Hier findet man landesweit bedeutsame Vorkommen von Spechten und Höhlennutzern, Laubholzbewohnern
und weiteren Vogelarten, die schon lange auf der Roten Liste
bedrohter Tierarten stehen.
Aktuelle Bestandsaufnahmen haben gezeigt, dass auch in Bayern
die Artenvielfalt in den letzten
Jahren deutlich zurück geht. Diesem Trend möchte das europäische Naturschutzprojekt „NATURA
2000“ entgegenwirken, das Arten
und Lebensräume innerhalb der EU
in einem Länder übergreifenden Biotopverbundnetz schützen und damit
die biologische Vielfalt dauerhaft erhalten soll. Wesentliche Bestandteile
beider Richtlinien sind Anhänge, in
denen die zu schützenden Arten und
Lebensräume sowie einzelne Verfahrensschritte benannt und geregelt
werden. In der Neufassung des
Bayerischen Naturschutzgesetzes
vom 1.9.1998 wurden diese europäischen Vorgaben in Landesrecht
umgesetzt. Allein in Bayern umfasst das Verbundnetz „NATURA
2000“ 744 Schutzgebiete. Im hiesigen Raum ist das Amt für Landwirtschaft und Forsten in Fürth
für 21 Schutzgebiete zuständig,
dazu zählen neben dem Vogelschutzgebiet „Nürnberger Reichswald“ auch das Vogelschutzgebiet
„Markwald bei Baiersdorf“ sowie die
FFH-Gebiete „Tiergarten Nürnberg
mit Schmausenbuck“, „Fürther und
Zirndorfer Stadtwald“, „Wildnis am
Rathsberg“ und die „Sandheiden im
mittelfränkischen Becken“. Die genannten Gebiete stellen auf Grund
ihrer Vogelpopulationen bzw. ihrer
Lage und besonderen Vegetation
unersetzliche Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten sowie
„Trittsteine“ für deren Wanderungen und Genaustausch dar. Durch
die Ausweisung als Vogelschutzgebiet wurde der „Nürnberger Reichswald“ ein Schutzgebiet von europäischem Rang. Im Rahmen
der Planungsarbeiten für das Vogelschutzgebiet „Nürnberger
Reichswald“ führte das Amt für Landwirtschaft und Forsten
Fürth zu Beginn dieses Jahres eine Auftaktveranstaltung
durch, an der rund 100 Waldbesitzer und sonstige Interessierte teilnahmen. Zunächst wurden rechtliche und fachliche
Grundlagen zum SPA-Gebiet (Special Protect Area) „Nürnberger Reichswald“, insbesondere zum naturschutzfachlichen
Wert dieses Gebietes erläutert. Weitere Referenten erläuterten die Vorgehensweise des «Natura-2000-Kartierteams»
für Mittelfranken, und wie die Kartierung der Vogelarten im
hiesigen Bereich ablaufe, die besonders schutzbedürftig seien. Seit März sind jetzt nun zahlreiche Helfer unterwegs und
erfassen die aktuelle Vogelpopulation im Reichswald.
W
as aber lieben die gefiederten Waldbewohner am
Nürnberger Reichswald? Ein kleiner Querschnitt durch
die hier lebenden geschützten Vogelarten gibt Auskunft: Die zusammenhängende rund 380 Quadratkilometer
große Waldfläche mit einer großen Vielfalt an Waldgesellschaften und Sonderbiotopen ist schon von Natur aus ein
schützenswertes Paradies. Ziegenmelker, Heidelerche, Rau-
Hallo Kinder
wie heißen die abgebildeten Vögel und welchen Lebensraum im Nürnberger Reichswald mögen sie am
liebsten? Alle kommen im Bläddla-Text vor und sind
z.B. bei wikipedia zu finden. Einfach Nummer, Name
und Lieblingsplatz der Vögel zusammen auf ein Blatt
schreiben und in der Gemeindebücherei zu den bekannten Öffnungszeiten abgeben. Dort erwartet
Euch ein kleines Präsent. Viel Spaß beim Raten!
Abgabeschluss ist der 31. Mai 2009
fußhühner, Spechte und Kleineulen
lieben beispielsweise die großflächigen, trockenen und vor allem lichten
Kieferwälder mit Zwergsträuchern
und insektenreichen Lichtungen. Starke Buchen, Erlen und Kiefern sowie
Bäume mit natürlichen Faulhöhlen
sind beliebte Brutplätze für Käuze, Hohltaube und Schnäpper. Bei allen Horstbäumen herrscht im Umkreis von 200 m in
der Brutzeit von März bis August eine absolute Bewirtschaftungsruhe. Dadurch trauen sich weitere Vogelarten in den
weitgehend unzerschnittenen Nürnberger Reichswald noch
wie Schwarz-, Mittel- und Grauspecht, Raufuß- und Sperlingskauz, Hohltaube, Halsband- und Zwergschnäpper, Wespenbussard, Habicht und andere Groß- und Greifvögel. Der
Pirol dagegen zieht Offenlandbereiche mit Säumen, Magerwiesen, feuchtem Grünland und Gewässern vor. Alte, lichte,
struktur- und beerkrautreiche Nadel- und Nadelmischwälder
mit ausreichender Beerkrautvegetation locken neben dem
Haselhuhn auch das Auerhuhn an. Dieser wählerische Vogel
braucht aber zusätzlich noch Balzplätze, deckungsreiche
Brutplätze und geeignete Rückzugsgebiete für Weibchen
mit Küken sowie ausgedehnte Winternahrungsflächen und
Rohbodenstellen zur Aufnahme von Magensteinchen und
zum „Sandbaden“. Der Wendehals dagegen ist schon mit bodennahem Totholz für seine Brutstätte zufrieden, am besten in Nachbarschaft zu einer heraus ragenden Singwarte.
Die Wohnung des Eisvogels findet man an ungestörten, unbegradigten, mäandrierenden Fließgewässern. Diese sollten
nur naturbelassene Uferbereiche, natürliche Abbruchkanten
und Steilufer als Brutlebensraum bieten und eine hohe Gewässergüte für naturnahen Fischbestand aufweisen.
E
s gäbe sicherlich noch viel mehr zu
berichten über das Vogelschutzgebiet „Nürnberger Reichswald“.
S‘Bläddla möchte an dieser Stelle den
vielen, oft ehrenamtlichen Helfern
danken, die sich nicht nur im Rahmen
der Studie „NATURA 2000“ für den
Erhalt unserer Natur einsetzen. Sollten Sie während der heißen Sommermonate Lust auf einen schattigen Spaziergang
in „unserem“ Reichswald haben, stellen Sie sich doch einfach
einmal vor, was genau in diesem Augenblick in Ihrer unmittelbaren Nähe im Wald passieren mag. Aber bitte: Bleiben
Sie auf den Wegen und gönnen Sie den Waldbewohnern ihr
lebensn otwendiges Rückzugsgebiet. Sie werden es Ihnen
danken in einem einmaligen Konzert, vor allem in den frühen
Morgenstunden oder zur Abenddämmerung.
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Seele and Geist
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