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Hamburger und ihre Uhren − was zeigen sie uns? - Archiv

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22
Hamburger Abendblatt
HAMBURG
!
Empfang für
Hans-Dieter Loose
Wechsel in der
Taipeh-Vertretung
Nach 24 Jahren als Direktor des
Staatsarchivs ging Prof. HansDieter Loose Ende 2000 in den
Ruhestand. Gestern verabschiedete Senator Willfried Maier
den 63-Jährigen bei einem
Empfang im Rathaus. Erst Mitte
Januar zeichnete der Senat den
Vorsitzenden des Denkmalrats
für sein wissenschaftliches und
ehrenamtliches
Engagement
mit der Biermann-Ratjen-Medaille aus. Aus dem Denkmalrat
will er aber erst Ende des Jahres ausscheiden.
kl
„Hwang ist ein Norddeutscher!“, meinte launig Georg
Jarzembowski, Hamburger Abgeordneter im Europa-Parlament. Dr. Cheun-yen Hwang hat
in den vergangenen fünf Jahren
sein Heimatland Taiwan als Generaldirektor der Taipeh-Vertretung in der Hansestadt für
ganz Norddeutschland repräsentiert. Jetzt hat sich Dr.
Hwang mit einem Empfang im
Hotel Intercontinental verabschiedet. Seine Nachfolgerin
wird Agnes Chen.
kroe
Sonnabend/Sonntag, 27./28. Januar 2001
Hamburger und ihre Uhren
− was zeigen sie uns?
Sportlerin Andrea Hoeppner
mag sportliche Uhren.
Fast jeder hat eine, und die meisten tragen sie täglich. Eine Uhr
kann Prestigeobjekt, Schmuckstück, Modebarometer oder nur
ein Zeitmesser sein. Aber manchen bedeutet sie noch viel mehr.
„SAT.1“-Moderatorin
Britt
Reinecke betrachtet ihre „Cartier“ als eine Art Heiligtum. „Mei-
ne erste große Liebe hat sie mir
geschenkt. Sie ist eine Hommage
an ihn. Ich trage sie sogar unter
der Dusche und beim Schlafen,
nur beim Tennis nehme ich sie
ab.“ Spielt der Preis für sie eine
Rolle? „Klar, habe ich gerne etwas Wertvolles an mir, eine günstigere würde ich vielleicht beim
Empfang der Makler: Kritik an
der rot-grünen Mieterpolitik
Gastredner
zum
Über welches TheNeujahrsempfang
ma reden Makler,
geladen. Er ließ keiwenn sie sich − wie
ne Gelegenheit aus,
am Freitagmorgen
mit der derzeitigen
beim
NeujahrsRegierungsmannempfang des Hamschaft
abzurechburger Landesvernen. Die „Waffenbandes Deutscher
gleichheit zwischen
Makler (VDM) − im
Vermietern
und
stilvollen
HafenMietern“
werde
Klub an den Landurch die geplante
dungsbrücken trefMietrechtsreform
fen? Natürlich über
gedie schlechte Lage Günter Rexrodt (links) empfindlich
stört, betonte Rexauf dem Immobi- und Udo Schrieber.
rodt und wandte
lienmarkt.
Foto: PIEL
sich damit gegen
„Das abgelaufedie geplante Senne
Geschäftsjahr
2000 war für die gesamte Im- kung der Kappungsgrenze, die
mobilienbranche ein schwieri- Einführung qualifizierter Mietges Jahr“, fasste Udo Schrieber, spiegel und die Veränderung
Vorsitzender des VDM-Ham- der Kündigungsrechte. Und eiburg, stellvertretend für die et- nen kleinen Seitenhieb auf die
wa 150 geladenen Gäste zusam- Vergangenheit der grünen Mimen. Denn nach Angaben nister Fischer und Trittin konnSchriebers erhoffen sich nur 55 te sich der Liberale natürlich
Prozent der vom Verband be- auch nicht verkneifen. „Es wafragten Makler und Hausver- ren seinerzeit die 68er, die den
walter im kommenden Jahr Maklerberuf abschaffen wollmehr Umsatz. „Derzeit tut die ten.“ Gesehen: Klaus-Peter Hesrot-grüne
Bundesregierung se, CDU- Abgeordneter, Andre
auch wirklich alles, um mögli- Vollbrecht, Vorstand Hamburche Interessenten an Immobili- gische Notarkammer, Heinrich
Grüven vom Grundeigentümer
en zu beunruhigen.“
In die gleiche Kerbe stieß Verband und Joachim Sproß
Günter Rexrodt. Der frühere von der Strabag Projektentbe
Wirtschaftsminister war als wicklung, NL Hamburg.
„Ich liebe meine Rolex“, sagt
Promi-Wirt Paolo Cherchi.
Die Taschenuhr schmückt Bürgermeister Ortwin Runde.
Altmodisch oder lieber trendy? Rundes Taschenuhr −
der Bürgermeister schwört
auf diese Uhr, die er vom
Petersburger Bürgermeister Wladimir Jakovlev geschenkt bekam. „Die hat etwas Gemütliches, Legeres.
Auf Statussymbole lege ich
keinen Wert.“ Fotos: SOLCHER
Kostümparty mit
Schmusedisco
Mit dem Bösen Buben Ball wird von
20 Uhr an auch im verkleidungsfaulen Norden die Faschingssaison eingeläutet. In der Fachhochschule Bergedorf (Lohbrügger
Kirchstraße 65) steigt die traditionelle Kostümparty mit Bühnenshow, Schmusedisco, Cocktailbar und aufwendiger Deko. !
Der MalersaalKlub präsentiert sich
von 22 Uhr an ganz in erotischer
Farbe. Unter dem Motto Stachy in
Rot setzt der Ex-FischmobSchlagzeuger den Farbton musikalisch und per Deko im Clubhaus des Deutschen Schauspielhauses (Kirchenallee 39) um. ! Das
hervorragende zweite „Remix Album“ des Mojo Clubs (Reeperbahn 1) wird von 23 Uhr an in selbigem vorgestellt. Zur Record Release Party stehen die Original
Jazz Rockers und Michael Sauer
an den Reglern. Live sind die Havanna Boys zu erleben, die mit ihrem Debüt „First Strike“ (Veröffentlichung 19. 2.) ebenfalls ein
Album im Gepäck haben. ! Der
Honolulu Playboys Club erlöst Hipster ohne House-Affinität von 22
Uhr an von ihren Leiden. Im Club 8
(Sternstraße 67) wird unter dem
Motto Space Odyssee 2001 zu Sixtys-Sound, Bossa-Nova und ElvisKlassikern gesteppt. ! DepecheMode-Fans aufgepasst. Zum nunmehr 23. Mal treffen sie bei der
Party for the Masses zusammen, um
den Hits und Raritäten ihrer Idole
in der Markthalle (Klosterwall 9−21) zu lauschen. ! Mit der
neuen Partyreihe Prince & Princess versucht das neu gestaltete
Madhouse (Valentinskamp 46) von
22 Uhr an Szene-Anschluss zu bekommen. Während andere Clubs
den Trendsound des vergangenen Jahres aus ihrem Programm
verbannen, wird hier erst jetzt
mit 2Step losgelegt. ! Außerdem
zieht in den Schlachthof (Neuer
Kamp 30) von 23 Uhr an erneut
der Tranceport mit Trance, House
und mehr ein. ! Und im Fundbureau (Stresemannstraße 114)
schwingen Rhythmus-Begabte zu
Afro-Latin-Classics die Hüften.
Von 23 Uhr an zaubern die DJs
Cecilia und Harm bei Salon de Baile ihre Perlen auf die Teller.
ina
LL
<>
Nr. 23
Seite 22
2
Schwarz
E-Blau
E-Rot
E-gelb
Sport tragen, aber niemals im Alltag.“
Promi-Wirt Paolo Cherchi vergleicht seine Uhr mit einer guten
Flasche Wein. Sechs Jahre hat er
auf seine Rolex, Modell „Daytona“, gewartet. „Die war so
schwer zu bekommen, ich freue
mich jeden Morgen darauf, sie
umzubinden. In der Stahlversion
ist sie schon ein Prestigeobjekt,
aber ich mag sie besonders, weil
sie so stabil ist. Ich besitze auch
andere Uhren, die verstauben
aber in der Schublade.“
Ex-Profisportlerin und PRAgentin Andrea Hoeppner: „Meine Uhr von Nike ist alles andere
als ein Prestigeobjekt. Die hat nur
um die 100 Mark gekostet. Wichtig ist für mich, dass sie die Gezeiten anzeigen kann. Um Weihnachten war ich in Kapstadt. Ich
gab nur den Ort ein, kannte sofort
den Wasserstand und konnte ins
Meer springen. Das ist eine tolle
Erfindung, außerdem sieht sie
cool aus.“
Wenn ein Mann ein Schmuckstück tragen will, sollte es eine
Uhr sein, findet Herrenausstatter
und Polo-Spieler Christopher
Kirsch. „Uhren und Schuhe müssen vernünftig aussehen und was
hermachen“, sagt er. Ihn kleidet
ebenfalls eine Rolex, Modell
„Sea-Dweller“. „Die ist stabil,
auch bei 1220 Meter Tiefe wasserfest. Aber die Hauptsache ist,
dass ich beim Polo vom Pferd gebissen werden kann und meiner
Uhr nichts passiert.“
Erdfarben für den Tag,
schwarz für den Abend: Modeschöpferin Bettina Schoenbach
legt Wert auf das Zusammenspiel
von Kleidung und Uhr. „Ich trage
tagsüber eine Breitling, am
Abend eine Reverso. Beide habe
ich
geschenkt
bekommen.
Schrecklich finde ich Metallarmbänder, die gehen für Frauen
überhaupt nicht. Eine Uhr soll
das schönste Schmuckstück am
Körper sein.“
Über Schmuck oder Statussymbole machte sich der Erste Bürgermeister Ortwin Runde keine
Gedanken: „Die silberne Taschenuhr habe ich von dem St.
Petersburger Bürgermeister geschenkt bekommen. Sie soll mir
nur die Zeit ansagen, aber das auf
die Sekunde.“
Katja Lachnit
Bettina Schoenbach, Modeschöpferin, mags dezent.
Herrenausstatter Christopher
Kirsch: „Sie muss stabil sein.“
Moderatorin Britt Reinecke würde nie ihre Cartier hergeben.
Vanessa Amorosi − in Hamburg kaufte
sie erst mal eine warme Jacke
„Absolutely Everybody“ ist ein
Chartbreaker: 250 000-mal hat
sich die Single von Vanessa Amorosi bisher verkauft. Am Freitag
erhielt sie in Sunny’s Bar am Millerntorplatz den Gold-Award von
Universal Records für diese Leistung. Dennoch bleibt die 19 Jahre
junge Australierin am Boden.
„Popstar wollte ich eigentlich nur
deshalb werden, um das verdiente Geld in andere Projekte zu investieren“, sagt sie. „Mich interessieren die Bereiche Blues,
Rock, Jazz und Klassik.“
Abends sitzt sie mit Gitarre und
Sound-Computer in ihrem Hotelzimmer und komponiert Songs.
Stars wie Anastacia, die sie in
Hamburg kennen gelernt hat,
faszinieren Vanessa Amorosi:
„Sie ist eine ehrliche, echte Person“, sagt sie. „Sie singt ihre eigenen Songs − und zwar live.“ Auch
Vanessa Amorosi besteht bei Auftritten darauf, live zu singen:
„Sängerinnen, die nicht singen,
ergeben für mich keinen Sinn“,
sagt sie. Hier in Hamburg hat sie
sich zuerst einmal eine warme
Jacke gekauft. „Die reicht mir bis
zu den Füßen. Darin sehe ich aus,
Kreativ und bodenständig −
Vanessa Amorosi. Foto: FOWLER
als ob ich in meinem Schlafsack
stecke“, scherzt Amorosi. Die
Umstellung von 43 Grad in Melbourne auf minus sieben in Hamburg musste sie erst verkraften.
Als Naturfreak hat sie ihre Angel
mitgebracht. „Aale angeln macht
aber keinen Spaß“, sagt sie. „Die
sind mir zu glitschig und zu
stromgeladen.“
vlcori
Babs & Boris.
Aus aktuellem Anlass widmet sich die zweite
Lektion in Sinn & Spaß am 28. Januar (20 Uhr, Thalia an der Gaußstraße) doch nicht dem Werdegang von Marcel Reich-Ranicki.
Stattdessen verspricht das „Dilettanten“-Team Erik Gedeon („Thalia
Vista Social Club“) „bisher unveröffentlichte Becker-Gedichte und
Barbaras musikalische Mitgift“. Eintritt: 15 Mark.
Modisches Finale. Zum Abschluss der Erfolgsausstellung „Mo-
de − Körper − Mode“ bietet das Museum für Kunst und Gewerbe (Steintorplatz) am 28. Januar um 12 Uhr eine letzte Führung durch Modefotografien eines Jahrhunderts an. Zur Finissage um 16 Uhr werden die
Fotografen Charlotte March und F. C. Gundlach erwartet.
Swing-Tanzcafé. Am 28. Januar lädt das Barmbeker Schallarchiv wieder zum Swing-Tanzcafé ein: Von 15 bis 17.30 Uhr legt Werner Prill in der Eimsbütteler Apostelkirche (Schwenckestraße 5) bei Kaffee und Kuchen Raritäten der 30er- und 40er-Jahre auf.
Hamburg LIVE − Die Service-Seiten für Hamburg: jeden Donnerstag im
Abendblatt. Aktuelle Änderungen bitte per Fax an: 040 / 34 72 20 25
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Seele and Geist
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