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App, Facebook, Goldfisch oder was? Geografische Verschiebungen

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Nr. 144
Juni 2013
Juin / Giugno
ZEITSCHRIFT DER TAFELGESELLSCHAFT ZUM GOLDENEN FISCH • REVUE DE LA CONFRERIE DU POISSON D’OR • PERIODICA DELLA CONFRATERNITA DEL PESCE D’ORO
App, Facebook,
Goldfisch oder was?
Liebe Gesellschafterinnen
und Gesellschafter, liebe
LeserInnen und Freunde des
Goldenen Fisches
Sich dem Neuen verschliessen
oder doch lieber den Versuch
wagen, das Image eines leicht
angestaubten Vereins zu korrigieren? Diese zentrale
Frage stellte sich bereits anlässlich der diesjährigen
Netzmeistertagung in Murten, und auch die jüngste
Generalversammlung in Meisterschwanden setzte
sich mit den neuen sozialen Medien wie App, Facebook oder gar Twitter auseinander. Die Meinungen zu
diesem Thema sind in den Reihen der Netzmeister,
aber auch innerhalb der Goldfischfamilie, ganz offensichtlich geteilt. Brauchen wir diese Informationskanäle, für wen sind sie bestimmt und wenn ja: Wer
bewirtschaftet diese neuen Angebote und was kostet
das Ganze überhaupt? Fragen über Fragen. Die Tatsache, dass sich die Welt der «Socialmedias» laufend
verändert, macht die Entscheidungsfindung nicht
einfacher. So erstaunt es nicht, dass die Generalversammlung einen entsprechenden Projektkredit von
15’000 Franken nicht einhellig, sondern mit 31 Jagegen 22 Nein-Stimmen eher zögerlich bewilligte.
Allein schon dieses Stimmenverhältnis zeigt, dass
App und Facebook bei vielen gestandeneren Goldfischen (noch) Fremdwörter sind. Während die einen
den Standpunkt vertreten, das Ganze sei ein totaler
Luxus und somit völlig unnötig, argumentieren die
Befürworter dahingehend, dass der Goldfisch-Auftritt
auf diesen Plattformen eine absolute Notwendigkeit
darstellt, um auch jüngere Mitglieder anzusprechen
oder sie überhaupt erst auf unseren Verein aufmerksam zu machen. Handlungsbedarf ist deshalb angesagt, weil die Geschäftsstelle immer wieder auf diese
neuen Kanäle angesprochen wird. Finanziell sollten
und können wir uns das leisten, den Versuch zu
wagen. Allein schon deshalb, um nicht als Club der
Ewiggestrigen abgestempelt zu werden. Das Interesse für die neuen Medien dürfte nicht nur die
Smartphonfreaks beglücken, sondern auch die
Gastronomen freuen. Packen wir’s an, wagen wir den
Schritt in eine neue Zukunft. An den bewährten
Strukturen der Tafelgesellschaft wird sich deswegen
nichts ändern.
Martin Suter, GF-Redaktion
Applaus und Dank Netz und Meister Fisch und Musik Fisch und Fleisch
Verena Burkhard, die
gute Fee der Geschäftsstelle Goldener Fisch,
durfte von den Rechnungsrevisoren Bestnoten entgegennehmen.
SEITE 3
An der Generalversammlung wurde Markus Krüger zum neuen Netzmeister 19 Alpenrhein / Fürstentum Liechtenstein ernannt.
SEITE 3
Im Landgasthof Halbinsel
Au am Zürichsee präsentierte Netzmeisterin Vreny
Meier mit der «Iwanmusik» einen besonderen
Leckerbissen.
SEITE 10
Fleisch ist für mich das
beste Gemüse: Netzmeister Max Soller ist ein
grosser Geniesser und
nicht nur den Fischen
geneigt.
SEITE 13
Geografische Verschiebungen in den Netzen
Red. Der Goldfisch ist auf Wanderschaft und schwimmt teilweise in neuen Gewässern. An der Netzmeistertagung in Murten sind die Grenzverläufe in den Netzen 19 und 20 sowie in den Netzen 9, 10 und 12
vereinfacht und neu festgelegt worden. Das Netz 20 wird umgetauft und künftig unter dem Begriff
Engadin/Mittelbünden geführt.
Bericht Seite 2
Aus dem Inhalt
Seite 2 Wettbewerb
Seite 7
Frühlingserwachen im Kreuz Leissingen
Seite 3 Generalversammlung in Meisterschwanden Seite 10 Netz 14 + 18: Fisch im feinen Sud «gebadet»
Seite 4 Tafelübergabe in der Villa Hausermatte, LU Seite 11 Zu Besuch in der Rheingerbe Stein am Rhein
Seite 5 Neuer Goldfisch: Zunfthaus zur Waag, ZH
Seite 14 Feuilleton: Der Goldene Bauch
1
Am Rande der Netzmeistertagung in Murten
Territoriale Übergriffe – allerdings friedlicher Art
geamtschweizerischen Netzverbund unter dem
Begriff Engadin/Mittelbünden vermerkt. Die neuen
Grenzen haben ab sofort Gültigkeit.
Wie die grossen Feldherren: Tafelmeister Tino Alberto Stöckli und die Netzmeister diskutieren über sinnmachende geografische Anpassungen der Netze.
Wie weiland der grosse Feldherr Napoleon beugten
sich der Tafelmeister und die Netzmeister über die
auf dem Tisch ausgebreitete Landkarte, um für die
beiden Goldfisch-Netze 19 (Alpenrhein/Fürstentum
Liechtenstein) und 20 (Graubünden) einige sinnvolle geografische Anpassungen vorzunehmen.
Obwohl sich im Netz von Vreni Jost nur gerade vier
Goldfischbetriebe befinden, wurde die Region
Graubünden nach besucher- und benutzerfreundlichen Kriterien neu ein- bzw. aufgeteilt. Künftig wird
das Einzugsgebiet Reichenau bis Sedrun sowie
Thusis/Rheinwald vom Netz 19 aus «regiert». Die
Klus oberhalb von Landquart, sozusagen das Tor
zum Prättigau, gilt künftig als Grenzpunkt zwischen
den Netzen 19 und 20. Das heisst: Die Landschaft
Davos und das Schanfigg mit Arosa gehören weiterhin zum Netz 20. Als neuen Netzmeister 19 hiess
die Generalversammlung den bisherigen InterimsNetzmeister Markus Krüger willkommen. Das Netz
20 von Vreni Jost-Streiff wird umgetauft und im
Neueinteilungen in den Netzen 9, 10 und 12
Das vorübergehend stillgelegte Netz 11 (Innerschweiz) ist bekanntlich auf die beiden Netze 10
und 12 aufgeteilt worden. Nachdem das Netz 11
aufgrund fehlender Mitglieder praktisch nicht
lebensfähig ist, soll sich an dieser Praxis vorläufig
nichts ändern. Das heisst: Das Seehotel Waldstätterhof in Brunnen, das Seehotel Fähri in Gersau und
die Hostellerie Sternen in Flüelen verbleiben vorläufig im Netz 12 von Fredy Gossweiler. Neu wird
das Netz unter dem geografischen Begriff Zuger-,
Ägeri-, Lauerzer- und Urnersee geführt. Um das
dichte Netz von André Himmelrich (Netz 10 Luzern)
etwas zu entlasten, sollen das Hotel Central in
Weggis ins Netz 12 von Fredy Gossweiler und das
Hotel Bellevue in Sursee, nahe der Aargauer
Grenze, ins Netz 9 (Aargau) von Max Soller übergeführt werden. Diese Netzwechsel werden auf
1. Januar 2014 wirksam.
Martin Suter, GF-Redaktor
Wettbewerb
Gewinnen Sie einen Gutschein im Wert von 80
Franken für ein Goldfisch-Restaurant Ihrer Wahl!
Liebe Goldfische
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, welche Sie
unserer Zeitschrift schenken. Als treue Leserinnen
und Leser möchten wir Sie belohnen: mit einem
Gutschein im Wert von 80 Franken, den Sie in
einem beliebigen Lokal der Tafelgesellschaft zum
Goldenen Fisch einlösen können. Das Mitmachen
und Gewinnen ist denkbar einfach. Die Frage lautet:
In welchem Beitrag dieser Ausgabe ist der
nachfolgende Ausschnitt zu lesen?
«Das ganze Menü war im Sinne unserer Tafelgesellschaft auf Süsswasserfische ausgelegt. Der freundliche und effiziente Service unter Leitung von Alex
Shreis hat zum Wohlbefinden der Goldfische viel
beigetragen.»
Nennen Sie uns Seitenzahl und Titel des Beitrages,
und schon ist Ihre Gewinnchance intakt.
Die Lösung senden Sie per Post oder Mail an:
Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch
Bützbergstrasse 2, 4912 Aarwangen
info@goldenerfisch.ch
Einsendeschluss ist der 30. Juni 2013.
Viel Glück!
www.fischbook.com/goldenerfisch
Fischbook oder: Auch unsere Freunde im Wasser scheinen sich für die neuen
Kommunikationsmittel zu interessieren.
(Bild: Bea Voegelin, Netz 8)
2
Übrigens: Der glückliche Gewinner des letzten
Wettbewerbs (Zeitung Nr. 143) ist Karl Köppel,
Wiesliacher 16, 8053 Zürich.
Herzliche Gratulation!
Meisterschwanden: Die 44. Generalversammlung stimmt einem Projektkredit
für den Auftritt in den neuen Medien zu
«Stichwort App»
Zukunftsperspektiven und Traditionen
Viele Fragen rund um
iPhone und App
Tafelmeister Tino Alberto Stöckli heisst Markus Krüger, den neuen Netzmeister 19, herzlich willkommen.
Die Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch gibt
sich aufgeschlossen und will sich den neuen
Medien wie Applikationen für iPhones, Tablets,
Facebook usw. nicht verschliessen. So stimmte
die Generalversammlung einem Projektkredit
von 15’000 Franken zu, der für das Aufgleisen
der Social-Medias eingesetzt werden soll. Der
geschäftliche Teil der Versammlung fand auf
dem Flaggschiff «Brestenberg» der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee statt. Im Anschluss an
eine Rundfahrt, verbunden mit einem grosszügigen Apéro, dislozierte die Gesellschaft zum
Fischmahl ins Seehotel Delphin.
Um es vorwegzunehmen: Einige Netzmeister und
auch Gesellschafter machten aus ihren Herzen keine
Mördergrube und brachten deutlich zum Ausdruck,
dass sie mit den neuen Socialmedias (noch) wenig
bis gar nichts anfangen können. Andere wiederum
warnten vor dem Image der «verstaubten» Gesellschaft und sprachen sich dafür aus, dem von der
Vorsteherschaft beantragten Projektkredit zuzustimmen. Das war denn auch die Schwerpunktdiskussion der 44. Generalversammlung, die für einmal
«schwimmend» und erfreulicherweise ohne hohen
Wellengang übers Wasser ging. Die traktandierten
Geschäfte boten nicht allzuviel Gesprächsstoff, um
so mehr Zeit stand für den anschliessenden gemütlichen Teil zur Verfügung.
Heimspiel für Familie Soller
Netzmeister Max Soller und Tafelherr Heinz Weber
sorgten für eine perfekt organisierte Tagung. Für das
Partnerprogramm ausserhalb des geschäftlichen
Teils konnte Berufsfischer Ernst Fischer vom «Delphin» gewonnen werden. Er vermittelte den interessierten Gästen viel Wissenswertes über den Hallwilersee und seine Besonderheiten im Zusammenhang
mit den Fischen. Bei dieser Gelegenheit liessen sich
auch die frisch geschlüpften Felchen und Hechte
bestaunen. Diese Winzlinge werden eines Tages, so
hofft jedenfalls der Berufsfischer, wieder als delikate
Filets auf den Tellern der Fischliebhaber zum Vorschein kommen.
Der Goldene Fisch wächst und gedeiht
Zu Beginn der Versammlung liess Tafelmeister Tino
Alberto Stöckli durchblicken, dass die grösste Herausforderung des Tages wohl diejenige sei, bei der
Begrüssung niemanden zu vergessen. Wir verzichten an dieser Stelle auf eine Aufzählung der langen
Namensliste, möchten aber gleichwohl erwähnen,
dass der Vorsitzende nicht nur die Vertreterin des
Gemeinderates Meisterschwanden, Ariane RothSoller, sondern auch die Ehrenfische Lotty Almer,
Maudi Grossenbacher, Heinz Iseli, Heinrich Soller
und Günter Windfelder besonders herzlich willkommen heissen durfte. Nachdem das Protokoll der 43.
Generalversammlung ohne Einwand verabschiedet
worden war, wies der Tafelmeister in seinem Jahresbericht auf die erfreuliche Tatsache hin, dass
sich die Tafelgesellschaft nach wie vor auf Wachstumskurs befindet und im Berichtsjahr die 1000-erMarke gesetzt werden konnte. Das heisst, beim Goldenen Fisch sind aktuell mehr als 1000 Mitglieder
eingeschrieben, von denen sich eine gute Hundertschaft auch zum Jahresfest mit GV eingefunden
hatte. Während des Berichtsjahres wurden gegen
100 verschiedene Goldfischanlässe durchgeführt.
Hochgerechnet auf die annähernd 4000 Gäste
resultierte dabei für die Gastronomen aus den GFAnlässen ein Umsatz von rund 400’000 Franken.
Erfreulicher Finanzstatus
Finanzchef Daniel Karrer informierte in anschaulicher Weise über die finanzielle Situation der Tafelgesellschaft. Diese präsentiert sich nach den Worten des «Kassenwartes» in einem durchwegs
positiven Licht. Den Mindereinnahmen standen
erfreulicherweise auch Minderausgaben gegenüber, so dass die Rechnung 2012 ein Eigenkapital
von rund 88’000 Franken ausweist. Daniel Karrer
nutzte die Gelegenheit, um Verena Burkhard von
Red. An der Generalversammlung 2013 rief der
beantragte Projektkredit von 15'000 Franken für
die Ausarbeitung einer smartphone-tauglichen
Goldfisch-Applikation einige Redner auf den
Plan. Fragen wie «braucht unsere Gesellschaft
überhaupt eine App?» oder «wie viele Gesellschafter nutzen denn ein mögliches Angebot auf
dem Smartphone?» tauchten auf, die in der
Folge mehr oder weniger leidenschaftlich diskutiert wurden. Fakt ist: Der Vormarsch der neuen
sozialen Medien ist nicht aufzuhalten. Immer
mehr Anwender – auch ältere – nutzen die
Gelegenheit, sich ausserhalb des Computers
über iPhone oder Tablet zu informieren. Die
Geschäftsstelle ist in der Vergangenheit mehrfach auf diese Informationskanäle angesprochen worden, weshalb die Vorsteherschaft auf
die Einrichtung einer App tendiert. Dies unabhängig von der Möglichkeit, wie der Tafelmeister ergänzte, dass man die PDF-Dateien bereits
heute von der GF-Homepage auf iPhone oder
Androidgeräte herunterladen und speichern
kann. Dass von der neuen Form der Kommunikation nicht nur die Gesellschafter, sondern
auch die Gastronomen profitieren würden, steht
ausser Frage. In der Abstimmung sprach sich
eine Mehrheit für den beantragten Projektkredit
aus. Das Stimmenverhältis von 31 Ja zu 22 Nein
lässt jedoch unschwer erkennen, dass es in den
Reihen der Goldfische noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten gilt.
der Geschäftsstelle seinen herzlichen Dank für
ihren «Gewaltseinsatz» auszusprechen. Verbunden
mit dem Hinweis, dass sie den Blumenstrauss dann
beim Mittagessen im Empfang nehmen dürfe.
Melitta Bischofberger von der Kontrollstelle, die
auch im Namen des abwesenden Walter Balsiger
den Revisorenbericht verlas, gelangte zur selben
Erkenntnis: «Die Rechnung wird einwandfrei
geführt und präsentiert sich ausführlich und transparent, deshalb haben wir in keiner Form etwas zu
kritisieren.» An die Adresse der Geschäftsstelle
gerichtet, sprach Melitta ebenfalls ein grosses Komplimet aus. «Bei Verena weiss man immer, was man
antrifft. Sie leistet eine seriöse Arbeit und ist jederzeit à jour mit den Zahlen.» Statt eines weiteren
Kommentars, so die Vertreterin der Kontrollstelle,
schlage sie vor, die Décharge mit einem herzlichen
Applaus zu erteilen.
Neuer Netzmeister
Nachdem die Gesellschafterbeiträge in unveränderter
Höhe belassen wurden (100 Franken für Mitglieder
bzw. 550 Franken Werbebeitrag sowie 100 Franken
Mitgliederbeitrag für Gastronomen), stellte sich der
3
44. Generalversammlung in Meisterschwanden / SCHLUSS
neue Netzmeister Markus Krüger vor. Er führte das
Netz 19 bereits bisher interimistisch und wird sich
künftig in der Region Alpenrhein / Fürstentum
Liechtenstein weiterhin mit viel Elan für den Goldenen Fisch engagieren. «Ein Mann, den wir nicht
zuletzt wegen seiner profunden EDV- und Internetkenntnisse sehr gut gebrauchen können!», wie Tino
Stöckli das Porträt des neuen Netzmeis-ters abrundete.
GV 2014 im Parkhotel Gunten
Unter «Verschiedenem» wurde der Beschluss
gefasst, dass Arosa weiterhin beim Netz 20 verbleibt und nicht ins Netz Alpenrhein / Fürstentum
Liechtenstein umgeteilt wird. Der Vorsitzende gibt
bekannt, dass der Obmann der Ehrenfische, Herbert Huber, seinen Rücktritt eingereicht hat. Mit
einem kräftigen Applaus ernannte die Versammlung Maudi Grossenbacher zur Nachfolgerin und
«Wir haben in keiner Form
etwas zu bemängeln oder
zu kritisieren.»
etwas frühlingshaft-zögerlichen Seite zeigte. Um so
einladender präsentierte sich der vom Gemeinderat
Meisterschwanden offerierte grosszügige Apéro,
der – abgerundet mit einem prickelnden Brestenberger aus dem Weingut Lindenmann – nicht bloss
viele dankbare, sondern ebenso begeisterte Abnehmer fand.
Martin Suter, GF-Redaktor
(Melitta Bischofberger von der Kontrollstelle spricht
der Geschäftsstelle und dem Kassier Lob und Anerkennung aus)
somit zur Obfrau der Ehrenfische. Als nächster
Tagungsort für die Generalversammlung wurde das
Parkhotel Gunten am Thunersee bestimmt.
Im Anschluss an den geschäftlichen Teil stach das
Flaggschiff «Brestenberg» zu einer Rundfahrt in
den Hallwilersee. Gemeinderätin Ariane Roth-Soller
nutzte die Gelegenheit, um den Gästen die aufstrebende Gemeinde Meisterschwanden und insbesondere auch die schöne Seetalregion näherzubringen,
die sich an diesem 4. Mai allerdings noch von einer
Netz 10 / Luzern: Restaurant Villa Hausermatte, Luzern
Tafelübergabe mit Netztreffen in der Villa Hausermatte
Fröhliche Gesichter an der Generalversammlung:
Melitta Bischofberger, Verena Burkhard und Netzmeister Max Soller.
Komposition aus dem Vierwaldstättersee
Saiblinggalantine, süss-saure Röteli
Salatblume
Kürbisessenz mit Gemüseravioli und Eglifilet
Gebratenes Hechtfilet auf Apfelsauerkraut
Sauserbuttersauce
Kirschapfel und Chips
Zanderfilet mit Baumnusskruste,
Waldpilzen an Weissweinrahmsauce
Kartoffel-Spinatroulade
Gemüse
Zwetschgenträumli mit seinem Sorbet
Restaurant Villa Hausermatte, Luzern: Goldfischtafel für ein Restaurant an ganz besonderer Lage.
Am Sonntagmittag, 4. November, hatte sich das
Wetter von der besten Seite gezeigt, um dem festlichen Anlass einer Tafelübergabe gerecht zu werden. Die Villa Hausermatte liegt ein wenig versteckt
hinter Hecken, aber direkt am Vierwaldstättersee,
mit toller Sicht auf den See und den Hausberg Pilatus. Diese spezielle Lage ist der Grund, dass die
Hausermatte für viele ein Geheimtipp blieb. Mit der
Tafelübergabe wurden den Eintreffenden die Tore
weit geöffnet. Ein in jeder Hinsicht grossartiges,
exklusives Apérobuffet, welches uns im Obergeschoss der Villa präsentiert wurde, übertraf alle
Erwartungen. Der Netzmeister hatte die Ehre,
anschliessend die GF-Mitglieder aus den Netzen 10
und 12 sowie die vom Wirt geladenen Gäste zu
begrüssen. Insbesondere wurden folgende Gäste
4
vorgestellt: Tafelmeister Tino Alberto Stöckli mit seiner Gattin Verena Burkhard, Tafeldame Margrit
Kunz (Chefin Testwesen) mit Partner Sigi Amstutz,
Tafelherr Thomas Hänggi mit Partnerin Bea Voegelin,
Vize-Netzmeister Netz 21 Tessin, Werner Ineichen
mit Partnerin Pia, Ehrenfisch Hugo Schmed mit
Partnerin Susanne und Vize-NM Netz 10 Luzern,
Fabrizio Gessa mit Partnerin Nicola. Küchenchef
Georg Putz begrüsste seine Gäste. Besondere
Erwähnung fand Nils Hofer, Megger Berufsfischer
und Hoflieferant von der Hausermatte. Der Gastgeber informierte uns auch über die Herkunft der
Fische, welche beim nachfolgenden Fischmahl
zubereitet wurden. Die vom freundlichen und ausgesprochen aufmerksamen Servicepersonal aufgetragenen Teller waren bei jedem Gang eine echte
Augenweide. Es zeigte sich wieder einmal, dass
nicht nur im Zirkus gezaubert werden kann. Nach
dieser kulinarischen Höchstleistung folgte der offizielle Teil der Tafelübergabe. Tafelherr Thomas
Hänggi orientierte die Anwesenden über die Tafelgesellschaft, Tafeldame Margrit Kunz erläuterte das
Testverfahren und Tafelmeister Tino Alberto Stöckli
würdigte zusammenfassend die Bedeutung der
Tafel. Im Beisein der gesamten Küchen- und Servicecrew wurden Georg Putz und seinem SousChef Tobias Lechmann die Tafel, die Urkunde und
der Orden unserer Gesellschaft unter grossem
Applaus übergeben. Zu guter Letzt erteilte der
Schreibende das Wort dem «Hüttenwart» der Villa
Hausermatte. Rudolf Studhalter gratulierte dem
frischgebackenen Goldfisch Georg Putz und überreichte drei echte Goldfische im Wasserglas sowie
ein Gemälde. Beim Verabschieden teilte mir ein
Goldfisch mit, dass dies die schönste Tafelübergabe
sei, die er je erlebt habe. Solche Komplimente hört
man natürlich gerne. Als Netzmeister bin ich wirklich sehr stolz darauf, ein solch spezielles Restaurant zu meinem Netz zählen zu können. Ich hoffe,
dass zukünftig viele Goldfische den etwas verwunschenen Weg zur Villa Hausermatte finden werden.
André Himmelrich, Netzmeister
Netz 13 / Zürich / Thur: Tafelübergabe Zunfthaus zur Waag, Zürich
Ein Höhepunkt in jeder Beziehung
Mosaik von geräucherten Edelfischen
Zürcher Bouillabaisse
mit Süsswasserfischen
Seeteufel mit gegrilltem Bärenkrebs
auf geschmortem Fenchel
Ofentomaten
Safran-Risotto
dreierlei «Swiss Premium» Kuverture
mit weisser Kaffeesauce
Zunfthaus zur Waag, Zürich: Im Bild (von links) Netzmeister Willy Meier, Küchenchef Alain Koenig und
Zunftmeister René Kalt.
schmackhaft zu machen. Ausgerüstet mit allen
Informationen genossen wir das hervorragend
gekochte und angerichtete Menü in vollen Zügen
(siehe Kasten). Was der Zunftkoch Alain Koenig mit
seiner Crew vollbrachte, war in allen Belangen hervorragend. Es war ein Gaumen- und Augenschmaus pur. Mit dem anschliessenden und krönenden Dessert waren alle gastronomischen
Wünsche in Erfüllung gegangen.
Die anschliessende Tafelübergabe verlief in feierlichen Rahmen. So konnten alle Insignien den
zuständigen Leuten übergeben werden. Anschliessend bedankte sich der Zunftwirt Sepp Wimmer für
die Aufnahme in die Tafelgesellschaft und freut
sich, uns in Zukunft bewirten zu können. Mit Spannung erwarten wir die Ansprache des anwesenden
Zunftmeisters René Kalt. Mit schlagfertigen Argumenten erklärte er uns seine Einstellung zum
Fisch, insbesondere zu unserer Tafelgesellschaft.
Seine Sympathie zu uns demonstrierte er mit seinem Familienwappen, welche ebenfalls einen Fisch
aufweist. Auch er freute sich mit dem Zunftwirt und
seinem hervorragenden Küchenchef, dass sein
Zunfthaus die blaue Tafel tragen darf.
Zufrieden mit dem ereignisreichen Tag löste sich
die illustre Gesellschaft auf. Im Gedenken an einen
wunderschönen Anlass im Kreise unserer Tafelgesellschaft.
Willy Meier, Netzmeister
Zunfthaus zur Waag, Zürich: Tafelübergabe mit Tafelmeister Tino Alberto Stöckli, Küchencrew und Zunftwirt Sepp Wimmer.
Als bekannt wurde, dass das renommierte Zunfthaus zur Waag in unsere Tafelgesellschaft aufgenommen würde, hat das einen Sturm von Anmeldungen ausgelöst. Alle wollten bei diesem
denkwürdigen Ereignis dabei sein. So haben wir
erfahren, wie viele «Zoifter» auch in unserer Tafelgesellschaft integriert sind. 122 Anmeldungen
standen am Anfang 80 Plätze gegenüber, doch der
Zunftwirt hatte ein Einsehen und erweiterte das
Platzangebot auf 90 Plätze. 32 Mitglieder mussten
wohl oder übel vertröstet werden. Dank minutiöser
Vorbereitung wurde diese Tafelübergabe am
3. Februar zu einem absoluten Highlight.
Bereits der in der Einladung angekündigte Champagner-Apéro geriet zum Erlebnis. Die dazu
gereichten wunderbaren Häppchen waren Genuss
pur. Jedermann genoss diesen Apéro und das
Zusammensein. Nachdem im ehrwürdigen Zunftsaal die Plätze eingenommen wurden, konnte der
Netzmeister folgende Honoratioren begrüssen: Von
der Vorsteherschaft Tafelmeister Tino Alberto
Stöckli mit Gattin Verena, Tafeldame Mägie Kunz
mit Sigi Amstutz, Tafelherr Thomas Hänggi mit Bea
Voegelin, unser Gastgeber Sepp Wimmer mit seiner
charmanten Gattin Sandra, Zunftmeister René Kalt
mit Claudia Baumgartner. Mit besonderer Freude
konnten vier Ehrenfische begrüsst werden, nämlich
Walter Rüttimann, Erika und Hubert Walter (meine
Vorgänger) und Hanspeter Diethelm. Ebenfalls
freute es den Netzmeister, dass seine Netznachbarkollegen Vreny Meier und Fredy Gossweiler dabei
waren.
Mit Freude durfte in der Person von Judy Widmer
ein neues Spontan-Mitglied in unseren Reihen begrüsst werden. Im Anschluss ergriff Zunftwirt Sepp
Wimmer das Wort und hiess seine neuen Gäste,
d.h. unsere Tafelgesellschaft, herzlich willkommen.
Vor dem Galadiner liess es sich unsere Netzkellermeisterin Evelyne Wilhelm nicht nehmen, uns in
fachkundiger Weise die angebotenen Weine
Willkommen im
Goldenen Fisch
Seit der Ausgabe 143 sind unserer Tafelgesellschaft folgende Neumitglieder beigetreten:
• Felix und Ursula Aeberli-Willimann, Küsnacht
• Elfriede Hochstrasser, Zürich
• Irène Maria Zumbühl, Zürich
• Thomas Fischer, Triboltingen
• Beat und Lucy Witzig, Wallisellen
• Erwin Erb, Winterthur
• André und Regula Imboden, Niedergesteln
• M. und R. Pedroncelli, Thayngen
• Marcel und Cornelia Nellen, Emmen
• Fritz und Lotti Gnädinger, Bäch
• Markus Möll, Büsingen
• Sven Kuonen, Zürich
• Patrick und Therese Macario, Roggwil
5
Netz 2 / Rhône/Rottu: Restaurant Staldbach, Visp
Fisch und Wein = Genuss und Harmonie
Lachsforelle vom Neuenburgersee
mit Gemüseröllchen
Visperterminer Heida Suppe
mit Zander
«Bretagne» Seezunge
Sauerkraut, Rotweinreduktion
Auswahl von Walliser Käsen
Kalamansi-Yoghurtterrine
Rasberrysorbet
Kiwi, Mango, Tahiti Vanille
Restaurant Staldbach, Visp: Langjährige, treue Goldfische bei uns zu Besuch. Wer erkennt sie?
Nach christlichem Gebrauch war während Jahrhunderten in der Fastenzeit der Konsum von
Fleisch verboten. Hingegen durfte man Fisch
essen, und so dachte der Netzmeister, dass die
Durchführung eines Netztreffens in dieser Zeit ein
Bedürfnis sein könnte. Die Anmeldungen kamen
spärlicher als wie gewohnt herein. Schlussendlich
waren es – dank einiger daran interessierter Gäste
– 30 Fischliebhaber, die sich am Samstag,
23. Februar 2013, im Restaurant Staldbach in Visp
zu einem fröhlichen Anlass einfanden.
Beim Lesen des Menüs hatte man vielleicht den
Eindruck, die einzelnen Gerichte würden etwas
spartanisch ausfallen, da die verschiedenen
Gemüse und weiteren Beilagen auf der Karte nicht
einzeln erwähnt wurden. In Wirklichkeit war das
Gegenteil der Fall. Nach dem offerierten, reichhaltigen Aperitif und den leckeren Häppchen mussten
wir den Gürtel nicht enger schnallen. Die Küchencrew unter der Leitung unseres Gastgebers
Reinmar Eggel liess ihren Ideen freien Lauf, um
neue Kreationen auszuprobieren und uns damit zu
überraschen. Alle Gerichte waren ein Genuss,
optisch und geschmacklich, kunstvoll präsentiert
und einheitlich von dazu passenden, ausgesuchten
Walliser Weinen begleitet. Das Sauerkraut fand
nicht überall Begeisterung, doch soll erwähnt sein,
dass es einiges feiner als nur ein alltägliches Sauerkraut für eine Platte Speck und Bohnen war.
Nochmals einen grossen Dank an unseren Maître
Netz 6 / Aare-Bern / Restaurant La Caletta, Muri
des fourneaux Reinmar Eggel und seine Gehilfen
sowie an das aufmerksame, freundliche Serviceteam, die alle mit ihren Leistungen zu einem
gemütlichen, stimmungsvollen Netztreffen beitrugen.
Roberto Huber, Netzmeister
Restaurant Staldbach, Visp: Apérozeit – bitte bedienen Sie sich!
Artischocken-Crevettensalat
La Caletta «die kleine Bucht» – die Bucht war voll
Hummerbisque
Regenbogenforelle aus dem Blausee mit Mandeln
und brauner Butter auf Spinat
Wolfsbarschfilet mediterranée mit Salzkartoffeln
Tiramisu
Restaurant La Caletta, Muri: Gabriela Elkuch und Massimo Cuccu mit Küchencrew und Servicepersonal.
Das Netz 6 hat im vergangenen Jahr Zuwachs
bekommen! Für das erste Netztreffen am Freitagabend 1. März 2013 meldeten sich 50 Fischliebhaber an, somit war der Anlass ausgebucht. Der
Apéro wurde von Gabriela Elkuch und Massimo
Cuccu offeriert. Als die Gäste ihren Platz eingenommen hatten wie es die Namensschilder erlaubten,
6
wurde über dies und das diskutiert. Die gemütliche
und zufriedene Runde nahm es gelassen, als die
Feuerwehr plötzlich auftauchte, als nach einem
Brandmelder-Auslöser die Sirene losging. In der
Küche konnte wegen der nicht funktionierenden
Lüftung nicht mehr weiter gekocht werden. Zum
Glück stellte sich heraus, dass es ein Fehlalarm im
Treppenhaus der Coop-Filiale war. Nach einer kleinen Verspätung, nahm der Küchenchef Massimo
Cucco den Betrieb wieder auf, und alles klappte
wie geplant. Nach dem kleinen Zwischenfall wurden wir mit jedem Gang mit exzellenten Fischgerichten verwöhnt. Sowohl für die Augen als auch für
den Gaumen waren die Gerichte eine wahre
Freude. Im Anschluss an das 5-Gang-Menü wurden
die kleine, relaxte Küchencrew und das Servicepersonal vorgestellt. Das Caletta-Team durfte einen
kräftigen Applaus entgegennehmen. So durften wir
das erste Netztreffen gemütlich ausklingen lassen.
Das Restaurant La Caletta ist auf jeden Fall wieder
einen Besuch wert, und dies nicht nur an einem
Netztreffen.
Marianne Wenger, Netzmeisterin
Netz 7 / Berner Oberland: Hotel-Restaurant Kreuz, Leissigen
Frühlingserwachen im Kreuz Leissigen
Apéro:
Felchentatar im Glas
Egliknusperli
Riesencrevetten «Costa Verde»
Crudités
Kalte Vorspeisen:
Bunter Frühlingssalat mit Spargel
an Bärlauchdressing
begleitet von gebratenen Felchenstreifen
Hausgemachte Hummerbisque Suppe
Pochierte Walliser Eglifilets
auf Frühlingszwiebeln an Weissweinsauce
Hotel-Restaurant Kreuz, Leissigen (von links) Bernd Spahni, Netzmeister; Service- und Küchenmannschaft;
Hans Gosteli, Gastgeber.
Bei frühlingshaftem «Herbstwetter» – Nebel über
dem Thunersee – konnten 35 Gesellschafter die
Kochkunst von Gastgeber Hans Gosteli und Manfred Eleganti geniessen. Leider konnten wir des
schlechten Wetters wegen den vom Gastgeber
gespendeten Apéro nicht wie vorgesehen auf der
Terrasse einnehmen. Das freundliche Servicepersonal liess kaum zu übertreffende Häppchen auffahren, so dass man einfach zugreifen musste!
Pünktlich zur Mittagszeit wurden dann die Plätze
an den gediegen gedeckten Tischen eingenommen. Wie im Netz 7 schon üblich, wird bei uns ein
Wine & Dine bereitgestellt, welches von den Netzbesuchern im Berner Oberland sehr geschätzt und
auch rege davon Gebrauch gemacht wird. Sprich:
Zu jedem Gang den auserlesenen Wein. Nach einer
kurzen Begrüssung durch den Netzmeister und
dem Gruss – «wir haben ihn gehört» – trug das
sehr freundliche und fleissig arbeitende Servicepersonal die Vorspeisen sowie die hervorragend
zusammengestellten und schön präsentierten
Fischteller auf, die für jeden Geniesser einen wahren Gaumenschmaus bedeuteten. Jeder durfte
merken und im Gaumen kosten, dass hier, im Kreuz
in Leissigen, ein Koch und eine Mannschaft mit
Herzblut für die Fische in der Küche stehen. Dass
die Auswahl der Fische so wie die Zubereitung
allen Anwesenden gemundet hat, zeigte sich spä-
Netz 08 / Basel und Umgebung: Lüber’s Restaurant zur Brücke, Grellingen
Viel Liebe zur Kochkunst
Grilliertes Zanderfilets auf Ofengemüse
und glasierten Kirschtomaten
Hausgemachtes Panna Cotta
mit marinierten Erdbeeren
testens beim kräftigen Applaus der versammelten
GF-Mitglieder. Die Küchenmannschaft und das Servicepersonal haben ihr Allerbestes gegeben.
Verdanken möchte ich hier den vom Gastgeber
gespendeten Gutschein für unseren Jackpot. Einmal mehr haben wir die echte Gastfreundlichkeit
genossen. Zufrieden und um ein gastronomisches
Erlebnis reicher, löste sich die Gesellschaft langsam auf. So ging ein ungezwungenes, fröhliches
Netztreffen leider viel zu schnell zu Ende.
Bernd Spahni, Netzmeister
Bunter Blattsalat mit gebackenen Eperlanknusperli,
Sauce Tatar
Gebratenes Goldbuttfilet, auf grünen Spargeln
und Frühlingsmorcheln, hausgemachte Nudeln
Pochierter Seesaibling, auf einem Getreiderisotto
mit Bärlauch gewürzt, Sauce Hollandaise
Dessert-Variation à la Brücke
oder
kleiner Käse-Teller von Mâitre Fromager Rolf Beeler
und aus der Region
Lüber’s Restaurant zur Brücke, Grellingen: Das «Brückli-Team», zweite von links Rita Lüber, ganz rechts
Leo Lüber, Netzmeister Thomas Hänggi.
Am 16. März 2013 fand das erste Netztreffen dieses Jahres des Netzes Basel und Umgebung statt.
Netzmeister Thomas Hänggi durfte zu seiner
Freude 50 Goldfische im ausgebuchten Restaurant
zur Brücke in Grellingen begrüssen – unter ande-
rem auch Tafelherr Dani Karrer und Trudy, Netzmeister Fredy Gossweiler und Marianne, Netzmeister
Urs Peter Stebler und Christa, sowie Ehrenfisch
Werner Nagel und Margrit. Nach einem kurzen
Apéro verwöhnten uns die Gastgeber Rita und Leo
Lüber und das Brückli-Team mit einem hervorragenden Fischmahl. Ganz spontan gab Toby Herrlich
zu den einzelnen Gängen Auskunft über die Herkunft und Deklaration der Fische. Wir genossen das
aufs Vortrefflichste zubereitete Fischmahl, welches
für Auge und Gaumen ein wahrer Genuss war. Entsprechend bedankten sich Tafelherr Dani Karrer
und der Netzmeister. Sie lobten die Küchencrew,
welche die einzelnen Gänge mit viel Liebe und
hoher Kochkunst zubereitet hatte und den Service,
der uns charmant und sehr aufmerksam bediente.
Ein grosser Applaus bestätigte ihre Leistung eindrücklich. Ein tolles Netztreffen ging zu schnell vorüber, doch wir freuen uns bereits wieder auf das
Nächste in 2 Jahren.
Thomas Hänggi, Netzmeister
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Netz 08 / Basel und Umgebung: Gasthaus Krone in Märkt (D)
Wiedersehen im Marktgräflerland
Nüsslisalat mit Ei
frittierte Eglifilets und Remouladensauce
Kürbiscremesuppe mit Jakobsmuschel
Fischteller «Krone» mit Spinat, zweierlei Saucen und
Nudeln
Dessertvariation
Gasthaus Krone in Märkt (D): Die Krone-Crew mit (von links) Franco D’Angelo. Neben Netzmeister Thomas
Hänggi Susanne Hagist.
Netz 10 / Luzern: Seehotel Hermitage, Luzern
Netztreffen direkt am Vierwaldstättersee
Der Schreibende und sein Stellvertreter, Fabrizio
Gessa, durften am 2. März dieses Jahres eine
erwartungsvolle Gästeschar im Seehotel Hermitage
willkommen heissen. In der herrlichen Winter-
Lounge haben die anwesenden Fischliebhaberinnen und Fischliebhaber in den Lounge-Sesseln mit
atemberaubendem Blick über den Vierwaldstättersee den Apéro genossen. Der Grippevirus macht
Zu seinem letzten Netztreffen im Jahr 2012 lud
Netzmeister Thomas Hänggi seine Schäfchen ins
Gasthaus Krone in Märkt (D) im Marktgräflerland
ein. Besonders freute es ihn, dass er neben den
Gesellschaftern des eigenen Netzes auch Gesellschafter aus dem Netz 10 begrüssen konnte. Nach
einem «kleinen» Apéro begaben wir uns zu Tisch,
und nach dem obligaten Fischgruss tafelten wir
aufs Vorzüglichste. Ein grosser Dank geht an den
Service und die Küchenbrigade, welcher mit
Applaus bestätigt wurde. Ein Netztreffen im kleinen
Rahmen endete im Verlaufe des Nachmittags.
Für das nächste Netztreffen in der Krone wünschen
sich der Netzmeister und Vize-Netzmeister eine
höhere Beteiligung.
Thomas Hänggi, Netzmeister
Geräuchertes Rötelifilet
mit Calvados-Dillschaum, Rauchforellentatar
Seeforellenröllchen mit Wasabi
Räucherfischmousse im Körbli
Safranisierte Fischconsommée
mit Hechtklösschen
Sauce Rouilles und Kräutercrostinis
Gebratene Felchenfilet mit Steinpilzen
und getrockneten Tomaten
Gedämpftes Zanderfilet
auf Wurzelgemüsebeet
und Apfelmostschaum
farbiges Gemüse und Reistrilogie
Kokosnusstimbale mit flambierten Bananen
Seehotel Hermitage, Luzern: Fischruf im Baccara-Saal.
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auch vor Spitzenköchen keinen Halt, deshalb
konnte Andreas Stübi uns nicht persönlich begrüssen; er arbeitete still und leise in der Küche. Stellvertretend erläuterte uns Andreas Schultz, Eventund F&B Manager, das bevorstehende Fischmahl
und die Herkunft der Fische. Manche mochten sich
fast nicht mehr aus den sehr bequemen Sitzgelegenheiten erheben, doch der in warmen Rottönen
gehaltene Baccara-Saal erwartete uns in festlichem Lichterglanz. Ein stilvolles und keine Wünsche offen lassendes Menü bereitete den Fischliebhabern einen unvergesslichen Abend. Auf
individuellen Wunsch wurde zu jedem Gang ein
passender Wein serviert. Besondere Erwähnung
muss der dritte Gang finden, weil dieser sehr
gelungen und attraktiv angerichtet wurde. So
schön war dieser Abend, dass einige Gäste noch
den Weg in die elegante Hermitage-Bar fanden, um
hier das Netztreffen ausklingen zu lassen.
André Himmelrich, Netzmeister
Netz 12 / Zuger-/Aegeri-/Lauerzersee: Zeno’s Spezialitätenrestaurant, Zug
Start ins neue Jahr mit Jubiläum bei Zeno
Ceviche vom Bachforellenfilets
Salatbouquet
Baarer Bier-Gerstensuppe
mit geräucherten Felchenfiletwürfeli
Zugersee-Hecht-Saucisson
Rahmwirz
Petersilien-Kartoffeln
Saiblingfilets «Walchwiler Art»
(in brauner Sauce)
Trockenreis
Orangen-Crêpes mit Haselnuss-Schaum
begleitet von Vanilleglacé
Zeno’s Spezialitätenrestaurant, Zug: Netzmeister Fredy Gossweiler und Tafelmeister Tino Alberto Stöckli
überreichen Zeno Friedli die Jubiläumsurkunde.
Mit unserem ersten Netztreffen im 2013 sind wir
gut ins neue Jahr gestartet. Zeno konnte bereits
sein 10-Jahr-Jubiläum feiern und hat einmal mehr
bewiesen, dass er die blau-goldene Tafel absolut
Netz 12 / Zuger- / Aegeri- / Lauerzersee: Hotel-Restaurant Aesch, Walchwil
Frühlingsnetztreffen, aber Petrus spielte nicht mit
verdient. Viele Goldfische haben sich auf den «Saisonstart» gefreut und sind auch vom einfallreichen,
kreativen Menü nicht enttäuscht worden. Es ist
immer spannend, wenn wir Goldfische in den
Genuss kommen, die neuen Kombinationen der
Fischküche zu geniessen. So ein Netztreffen soll ja
auch dem Wirt die Möglichkeit geben, seinen Fantasien und Ideen freien Lauf zu lassen – und wir
sind dann eben die Profiteure! Zeno mach weiter
so, es ist super.
Fredy Gossweiler, Netzmeister
Tatar vom Bornholmer Lachs auf Pumpernickel
dazu Protto, Schaumwein aus Eigenanbau Hotel
Aesch
Panna Cotta von der geräucherten Forelle
Bärlauch und Lachskaviar
Salatstrauss
Safranschaumsuppe mit Streifen vom Zander
Black Tiger Crevette und Felchenfilet mit Pestokruste
Zitronennudeln
gebratener Spargel
Erdbeerendreierlei «Veronika der Lenz ist da»
Sorbet, marinierter Salat und im Weinteig gebacken
Hotel-Restaurant Aesch, Walchwil: Von links Küchenchef Walter Frey mit seinem Team.
Zu unserem allgemeinen Bedauern spielte dieses
Jahr der Petrus nicht mit. Darum wurde der vom
Haus offerierte Apéro nicht auf der Kanzel, von wo
aus man einen herrlichen Ausblick auf den Zugersee hat, sondern im sehr schön dekorierten Saal
serviert. Der hauseigene Schaumwein Protto und
die Pumpernickel–Lachstatar–Häppchen wurden
von den anwesenden Fischliebhabern sehr genossen. Netzmeister Fredy Gossweiler bat die Anwe-
senden zu Tisch, und begrüsste die 39 Fischfreunde und Gäste herzlich. Die nachfolgenden
zwei Gänge waren sehr lecker und man lernte wieder Neues aus der ausgezeichneten Küche kennen,
was zu angeregten Diskussionen an den Tischen
führte. Mit grossem Applaus wurde sodann die
Küchen- und Servicemannschaft im Saal empfangen, und Fredy Gossweiler bedankte sich im
Namen aller ganz herzlich für die hervorragende
Leistung. Daniel Hürlimann (Sohn des Hauses)
stellte uns die einzelnen Personen des Personals
vor. Nach einem kräftigen Schlussapplaus meldete
sich Otto Hürlimann (Senior-Chef) zu Wort. Er
erzählte von seiner 45-jährigen Winzerzeit und wie
es zum Schaumwein Protto kam. Er stellte uns
auch seine neueste Weinkreation vor; den Walchwiler 2009 «trois bois». Was heisst das? Es ist ein
Blauburgunder aus drei Hölzern. Zuerst wurde der
Versuch gestartet mit Kirschen- und KastanienholzBarrique. Das Ergebnis liess zu wünschen übrig,
vor allem wegen der Spurenelemente. Was tun?
Man gab das Ganze anschliessend in ein Eichenfass. So kam es zum Barrique 2009, welcher etlichen von den anwesenden Gästen sehr gemundet
hat. Der Netzmeister wünschte anschliessend allen
eine gute Heimfahrt und eine gute Zeit bis zum
nächsten Mal.
Sigi Schmid, Vize-Netzmeister
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Netz 13 / Zürich / Thur: Hotel Ambassador Restaurant «Opera», Zürich
Frühlingsstart im Opera
Geräuchertes Forellenmousse
mit frischem Bachtellachs-Kaviar
Weissweinsüppchen mit Hechtwürfeln
Duett vom norwegischen Lachs
an Safran-Crème-fraiche und Gurken-Wasabiglace
Essenz vom Egli aus dem Zürisee
gebackener Fenchel-Bonbon
gebratenes Felchenfilet aus Schweizer Wildfang
Spinat-Risotto mit Rotweinbutter und Trüffelsahne
Roulade vom Zander aus dem Luganersee
Nori-Algenblatt auf Gemüse Pot au Feu
Zitronenschaum
Tiramisu Latte Macchiato
Minze Pesto und Erdbeerlutscher
Zander auf Erbsen-Püree mit Apfelsenfsauce
Gefülltes Felchenfilet auf Kartoffelragout
Dessertbuffet «Rössli» mit Käseplatte
Hotel Ambassador Restaurant «Opera», Zürich: Der Netzmeister bedankt sich bei Service und Küchenchef
Pierre Meyer
Am 16. März 2013 haben wir uns zum diesjährigen
Netztreffen im Restaurant Opera eingefunden. Das
Klima liess es einmal mehr nicht zu, dass der vom
Hause offerierte Champagner-Apéro im Freien
durchgeführt werden konnte. Aber auch im
benachbarten Hotel Opera haben wir es voll genossen. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der
Apéro für den gegenseitigen Kontakt sehr wertvoll
ist. Das Restaurant Opera wurde kürzlich umgebaut. Durch diese Änderung hat sich das Platzangebot auf 58 Plätze etwas reduziert. Doch der
Anlass war, wie meistens, wieder total ausgebucht.
Bei der Begrüssung konnte der Netzmeister einige
Gäste willkommen heissen, so Vreny und Jak Bär,
sowie Titus Meier, Gastronom Restaurant Intermezzo, mit seinem Küchenchef Urs Keller. Das
«Intermezzo» bemüht sich um die Aufnahme in
unsere Tafelgesellschaft. Unser Gastgeber, Ruedi
Zehnder, begrüsste alle Anwesenden herzlich und
stellte seinen neuen Küchenchef Pierre Meyer vor.
Durch den Zugang von Pierre Meyer ist das Restaurant Opera in die Liga der 14 Gault Millau Punkte
Restaurants erhoben worden. Das anschliessende
5-Gang-Menü (siehe Kasten) erfüllte die Erwartungen an den neuen Küchenchef vollumfänglich.
Kreative Tellerkunst erfreute sowohl das Auge wie
Netz 14 + 18 / Zürichsee/Oberland und Glarnerland/Walensee:
Landgasthof Halbinsel Au am Zürichsee
Fisch im feinen Sud «gebadet»
Landgasthof Halbinsel Au: Der Glühwein wärmte
zuerst die kalten Hände…
10
Ein Fisch-Fondue, das richtige Essen und die dazu
passende Kleidung: Das fanden die zweimal 32
Gäste an diesem bitterkalten Februar-Wochenende.
Unsere Gastgeber, Philippe und Ruth Keller, wagten
etwas Spezielles für die Wintermonate und stellten
vor dem Eingang ein «Fondue-Hüüsli» auf. Da für
uns Fischfreunde natürlich kein Käse-Fondue in
Frage kommen konnte, verwöhnte uns Küchenchef
Wolfgang Jambor mit einem Fischfondue à discrétion mit frischen Egli, Felchen, Lachs und Zander.
Es waren nicht wenige, die noch nie Fische in
einem feinen Sud aus vielem Gemüse und grünen
Spargeln «gebadet» und dann mit Hochgenuss
zusammen mit verschiedenen Saucen gegessen
hatten; da war die Skeptik schnell weg und es
folgte einhellige Begeisterung. Den gemütlichen
Apéro draussen mit Finnenkerzen mussten wir vergessen, da half nicht einmal mehr der Glühwein die
klammen Finger zu erwärmen. Dafür sorgte im Zelt
drinnen das Trio «Iwanmusik» mit Schwyzerörgeli,
Geige und Kontrabass mit Melodien von lüpfig bis
auch anschliessend den Gaumen. Wir wurden in
jeder Beziehung verwöhnt. Das ganze Menü war im
Sinne unserer Tafelgesellschaft auf Süsswasserfische ausgelegt. Der freundliche und effiziente Service unter Leitung von Alex Shreis hat zum Wohlbefinden der Goldfische viel beigetragen. Wir möchten
uns auch bei Martin Spycher bedanken. Er wacht
mit Argusaugen, um auch bei kleinen Unregelmässigkeiten sofort eingreifen zu können. Der
anschliessende grosse Applaus für die gebotene
Leistung von Küche und Service war mehr als nur
verdient. Wir haben wieder einmal mehr Gastfreundschaft erlebt und genossen.
Willy Meier, Netzmeister
Geräucherte Lachsroulade
gefüllt mit Cantadou-Meerrettichschaum
serviert auf Gurkencarpaccio
Blätterteigpastetli
gefüllt mit Züriseefischstückli
und Kräuter-Weissweinsauce
Fisch-Fondue à discrétion
mit Egli, Felchen, Lachs und Zander
sechs verschiedene Saucen, Reis und Salzkartoffeln
Wolfgang Jambors hausgemachte Crèmeschnitte
am Meter
jazzig für eine tolle Stimmung. Speziell hervorheben möchte ich die Leistung der Service-Brigade,
musste sie doch alle Teller für die feinen Vorspeisen, die vielen Caquelons mit Zubehör und die
herrlich mundende, meterlange Crèmeschnitte, bei
diesem misslichen Wetter vom Restaurant ins Zelt
transportieren, ganz herzlichen Dank!
Es war in jeder Hinsicht ein gelungenes, etwas
anderes Netztreffen, an das sich alle sicher noch
lange mit Freude erinnern werden.
Vreny Meier, Netzmeisterin
Netz 15 / Schaffhausen-Rhein: Speiserestaurant zur Rheingerbe, Stein am Rhein
Der Frühling liess uns im Stich
Babylattich mit Datterini-Tomaten
und gebackene Streifen vom Bodenseehecht
Zander-Bärlauchsüppli
mit gefüllten Morcheln
Bodenseefelchen überbacken mit Frühlingskräutern
Spargel, Sauce Hollandaise
und neue Kartoffeln
Warmes Schoggiküchlein mit Erdbeerglace
auf Rhabarberkompott
Speiserestaurant zur Rheingerbe, Stein am Rhein: Die Damen waren in der Mehrheit, wie man sieht.
Trotz Frühlingskräutern auf den Bodenseefelchen
war das Wetter nicht gerade «frühlingshaft». So
huschten alle herein, um sich über die Treppe in die
gemütliche Gaststube zu begeben. Von hier aus
lässt sich im Sommer das Treiben auf dem Rhein
genau beobachten. Nachdem die Apérohäppchen
gereicht wurden, war uns dann das Wetter draussen egal. Wieder einmal musste man aufpassen,
um nicht zuviel zu verzehren, verhiess doch die
Menükarte einen genussreichen Abend. Aber auch
eine Überraschung gab es: Erstmals, so schien es,
waren die Damen an einem Netztreffen in der
Überzahl! Natürlich ist uns Männern die holde
Weiblichkeit ans Herz gewachsen. Ohne Wenn und
Aber! Bei den Fischen geht es uns allen ja auch so.
Und diese waren wieder einmal ein Genuss. Das
Küchenteam erfreute uns mit Zander-Bärlauchsuppe mit gefüllten Morcheln. Nur, wie macht man
das? Mit einer Injektionsnadel? Befindet sich im
Küchenteam gar ein Arzt? Wie auch immer, wir liessen es uns schmecken. Natürlich auch die Bodenseehechte und -felchen, die Letzteren mit den
Frühlingskräutern sowie Spargel mit Hollandaise
geboten. Wie man sieht, ein abwechslungsreiches
Menü, das uns geboten wurde. Einmal mehr durfte
der gesamten Equipe ein grosser Dank ausgesprochen werden, man hat uns verwöhnt. Der Applaus
war entsprechend gross. Wie wär’s, liebe Goldfische, mit einem Schiffsausflug auf dem Rhein?
Sowohl vom Bodensee als auch von Schaffhausen
Netz 15 / Schaffhausen-Rhein: Hotel-Restaurant Alte Rheinmühle, Büsingen
Auch unsere Gäste liessen es sich gut gehen
her lässt sich die wunderschöne Landschaft im
Vorbeiziehen erleben und geniessen. Das mittelalterliche Städtchen Stein am Rhein ist immer einen
Besuch wert. Nicht nur wegen des prächtigen Ortsbildes, sondern auch wegen unserer Goldfischrestaurants, die hier seit vielen Jahren zur Spitzengastronomie zählen. Schiff Ahoi!
Willi Josel, Netzmeister
Speiserestaurant zur Rheingerbe, Stein am Rhein:
Ausschliesslich die Goldfischzeitung darf beim
Essen gelesen werden.
Geräuchertes Forellenfilet und Aal
mit Ziegenkäsemousse im Gurkenmantel
Zander
mit Lasagnette vom Mangold-Spinatgemüse
Konfierte Eschalotten
Gebratenes Felchenfilet mit Kräuterschaum
auf pikantem Chinakohl und Salzkartoffeln
Lauwarmer Schoggikuchen
mit hausgemachter Yoghurtglacé
Vergoldete Goldfische in der Alten Rheinmühle: Heinrich und Max Soller, umrahmt von Hardy Krüger und
Willi Josel.
Nur ganz wenige Plätze waren unbesetzt am Netztreffen in der Alten Rheinmühle in Büsingen. Zwei
Goldfische fehlten nämlich. Sie fanden sich abends
ein und konstatierten entsetzt, dass das Fischmahl
ja am Mittag stattgefunden hatte! Zur rechten Zeit
erschienen hingegen unsere Gäste, die von Stellvertreter Hardy Krüger für die Teilnahme begeistert
werden konnten. Er brachte seine Sportskollegen
samt Gattinnen mit. Sie bereuten es nicht zu kommen, denn sie waren des Lobes voll. Ein ausge-
zeichnetes Fischmahl liess auch für sie den Aufenthalt in der «Alten Rheinmühle» zum Erlebnis werden. Besonders die fröhliche und familiäre Atmosphäre hatte es ihnen angetan. Einer trat bereits
spontan bei, nämlich der neue Bürgermeister von
Büsingen. Was Phillipp Sammer mit seiner Küchenmannschaft auf den Tisch brachte, war ein Gaumenschmaus erster Güte. Neben dem reichhaltigen
Buffet zum Apéro konnten wir mit dem ersten Gang
zwei geräucherte Filets geniessen. Eines von der
Forelle, das zweite aber eine Seltenheit, vom Aal.
Wann bekommt man schon diese Fischart vorgesetzt? Zander mit einer Lasagnette, gefüllt mit einer
Mangold-Spinatfüllung, führte zu weiteren Lobeskommentaren. Das nachfolgende gebratene Felchenfilet mit Kräuterschaum mit Chinakohl und
Salzkartoffeln stand dem bisher Gebotenen in
nichts nach. Der Besuch gefiel auch dem ehemaligen Tafelmeister Heinrich Soller mit Gattin. Ebenso
meinem Netzmeisterkollegen Max Soller. Zum
Schluss darf auch die Arbeit der Servicecrew
erwähnt werden. Freundlich, dezent und aufmerksam wirkend, auch das zeichnet ein Goldfischrestaurant aus.
Willi Josel, Netzmeister
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Netz 16 / Unterer Bodensee / Thurgau: Restaurant Krone, Ermatingen
Ohne gutes Essen lässt sich nicht feiern…
Prosecco Canella
Canapé mit Felchenkaviar und Lachs
Currycremesuppe mit Crevetten
Blattsalat mit einer Meerrettich-Lachsterrine und
Dillsauce
Eglifilets meunière mit Trüffelrisotto
Hechtfilets an Kräutersauce und Salzkartoffeln
Tiramisu
Restaurant Krone, Ermatingen: Das Wirtepaar Guido und Marianne Baumann mit seiner eingespielten Crew.
Nicht nur das Restaurant Krone in Ermatingen, ein
ehemaliges Fischer– und Bauernhaus aus dem
Jahre 1624, auch das wunderschöne, idyllisch
gelegene Dorf am Untersee mit seinen vielen Riegelhäusern, erfreute uns vorgängig auf das zu
erwartende Fischmenü. Freude ist Gesundheit der
Seele! Was braucht die Seele auch zusätzlich? Kulinarische Zufriedenheit, was will man mehr! Die
schön gedeckten Tische, die zahlreich erschienenen Goldfisch-Gäste – 58 Personen – liessen
Freude hochleben. Was mich sehr freute, dass trotz
voll besetztem Restaurant ein Tisch für einheimi-
sche Gäste zur Verfügung stand. Die Dorfpolitik
muss auch leben! Der Apéro mit Lachs, Felchenkaviar und einem Glas Prosecco, offeriert von Baumanns, begann schon sehr zu aller Zufriedenheit.
Die fein abgeschmeckte Currysuppe, gefolgt mit
einer zum Punkt gegarten Crevette, zart und
bekömmlich. Drei Eglifilets nach Müllerinnen-Art
aus dem Untersee, begleitet mit einem Trüffelrisotto – eine tolle Kombination! Alsdann wurde uns
ein Hechtfilet, entgrätet, perfekt gebraten, begleitet
mit Gemüsejulienne auf Kräutersauce und Salzkartoffeln, serviert. Ein tolles kulinarisches Spiel für
Netz 17 / Oberer Bodensee/St.Gallen/Appenzell: Restaurant Stadthof, Rorschach
Schnee statt Frühlingslüftchen am Bodensee
Gaumen und Auge. Die Begeisterung unter den
Gästen war so gross, dass gleich drei neue Mitglieder zum Goldenen Fisch gestossen sind. Marianne
und Guido Baumann mit ihrem Team möchte ich
herzlich für den Einsatz danken. Ihr seid gute Botschafter für die Fischkochkunst, die Gastronomie,
die Region Untersee, Thurgau und den Tourismus
Schweiz. Trotz des Erfolges, seid Ihr auf dem Boden
geblieben, die einheimische Kundschaft wird
ebenso gepflegt wie die Gäste, die sich kulinarisch
aus nah und fern verwöhnen lassen möchten. Was
sagte doch Vico von Bülow (Loriot): «Ohne gutes
Essen, guten Wein und gute Freunde kann man
nicht feiern.» Dieses Zitat widerspiegelt doch die
Philosophie des «Goldenen Fisches» in schönster
Weise. Dass der Thurgau kulinarisch zu den wegweisenden Kantonen der Schweiz zählt, ist das Verdienst vieler heutiger und ehemaliger Botschafter
für die leichte und hohe Kochkunst.
Erich Messmer, Netzmeister
Tatar von der Lachsforelle
Geräuchertes Felchenmousse
Bodensee-Eglifilet im Brenessel-Tempurateig
Minz-Tapioka
Avocado-Guacamole
Wasabi-Mousse
Weissweinsüppchen
vom Thaler Blanc de Noir
mit Bodenseehecht und Flusskrebsen
Bodensee-Saiblingfilets auf Vanille-Spargel
Bärlauch Hollandaise
confierte Kartoffeln
Zweierlei vom Rhabarber
Mousse und Parfait
mit Balsamico-Erdbeeren
Restaurant Stadthof, Rorschach: Trotz fehlendem Kniegelenk und an Krücken gehend, liessen es sich VizeNetzmeister Hanspeter Trachsel mit Gattin Ella nicht nehmen, an diesem Abend dabei zu sein!
«Feines Tatar von der Lachsforelle und geräuchertes Forellenmousse zum herrlich spritzigen Stadthof-Wy im sonnendurchfluteten Pavillon, direkt an
den herrlichen Gestaden des oberen Bodensees,
mit faszinierendem Blick über die vielen wogenden
Segelschiffe bis weit über das deutsche Ufer hinaus in das von blühenden Kirschbäumen übersäte
Hinterland». Diese Illusion lag am Morgen des
20. April unter einer dicken Schneedecke vergraben! Aber zwei Tage zuvor, mit 26 Grad am Seeufer,
noch grösste Zuversicht für einen beschwingten
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Frühlingsapéro im Freien! Sehr erfreulich, dass der
Stadthof trotzdem mit 44 Personen sehr gut
besucht war. Herzlich willkommen hiess der NM
speziell Gesellschafter/innen aus den Netzen 16
und 19 sowie vier Gäste, die von Gesellschaftern
eingeladen worden sind. Nachdem der obligate
Fischruf zelebriert wurde, startete die aufmerksame und sehr freundliche Service-Crew, unter der
Leitung von Barbara Kettenmayer, die Menüfolge.
Küchenchef Fritz Tatzl, mit 14 GM-Punkten einer
der Besten in unserem Netz, nahm die Herausfor-
derung an, für uns Goldfische ein virtuoses Bodenseefisch-Menü zusammenzustellen. Dieser Herausforderung hielt er mit Bravour Stand – ein
manchmal gewagt scheinender Gang entpuppte
sich als hervorragende Kombination und stellte
sich als harmonischer Gaumenkitzler heraus.
Selbstredend, dass das abschliessende Dessert
ebenfalls die hohen Erwartungen erfüllte!
Einen aufrichtigen und herzlichen Dank an das
Gastgeberpaar Barbara und René Kettenmayer und
allen Mitarbeitenden für diesen gelungenen Anlass.
Sehr schade, dass dieses Restaurant so versteckt
liegt. Mit dieser abwechslungsreichen Küche und
dem umsichtigen Service wäre der Betrieb, direkt
am See gelegen, im Sommer wohl meistens ausgebucht.
Erwin Vogel, Netzmeister
Im Fokus: Unsere Netzmeister
Heute: Max Soller
Netzmeister 9 / Aargau
oder aber die Gastronomen- bzw. Netzmeistertagung angesagt sind.
In den GF-Zeitschriften stellen wir die Netzmeister
und ihr persönliches Umfeld in einer Serie vor.
Heute fühlen wir Max Soller vom Netz 9 auf den
Zahn, der sich seit einigen Jahren in der Region
Aargau darum kümmert, dass der Goldene Fisch
sein Renommee behaupten kann und für viel guten
Gesprächsstoff sorgt
Max Soller, wann genau bist Du auf den Goldenen
Fisch aufmerksam geworden und was gab den
Ausschlag, der Tafelgesellschaft beizutreten?
Durch meinen Vater, der damals Tafelmeister war.
Fleisch ist für mich das beste Gemüse: Netzmeister
Max Soller ist nicht nur den Fischen geneigt.
Die Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch ist
landesweit in 21 verschiedene Netze aufgeteilt.
Längst nicht immer sind die Kantonsgrenzen
auch die Netzgrenzen. Vor allem in der deutschen Schweiz werden die Goldfischbetriebe
nach geografisch möglichst sinnvollen Kriterien
zugeteilt, weshalb sich die Netze nicht selten
überschneiden und ineinandergreifen. Verantwortlich für jedes Netz sind der Netzmeister
und sein Stellvertreter, die ohne weiteres auch
weiblich sein dürfen. Sie organisieren primär
die traditionellen Netztreffen, sorgen sich um
das Wohl ihrer Schäfchen bzw. Goldfische und
werden darüber hinaus auch in nationale Veranstaltungen eingebaut, wenn beispielsweise
die Generalversammlung mit dem Jahresfest
Wie hat Deine Goldfischkarriere begonnen?
Seit wann übst Du das Netzmeisteramt aus?
Ich durfte Vize-Netzmeister unter Martin Suter sein
und wurde anschliessend an der GV in Zug als
Netzmeister gewählt.
Was reizt und freut Dich an dieser Aufgabe ganz
besonders?
Als Netzmeister kann ich viele nette, interessante
und aufgestellte Leute kennen lernen. Das Ganze
kommt mir wie eine grosse Familie vor.
Gibt es auch Schattenseiten und wenn ja,
welche?
Für mich eigentlich keine, ist doch das Ganze ein
schönes Hobby mit Schlemmen im Freundeskreis.
Der exzellent zubereitete Fisch steht bei den
Goldfischfreunden natürlich ganz oben auf dem
Speisezettel. Wie oft kommt im Hause Soller der
Fisch auf den Tisch?
Je nach Saison zwei- bis dreimal pro Woche.
Netz 9 / Aargau: Restaurant Geisshof, Gontenschwil
«Geisshofküche» ist kaum noch zu übertreffen
Restaurant Geisshof, Gontenschwil: Küchenchef
Thomas Hunziker und André bei der Dessertzubereitung.
Am bisher absolut schönsten Frühlingstag im Jahr,
am Samstag, 18. Mai 2013, traf sich im Restaurant
Geisshof ob Gontenschwil eine gutgelaunte Schar
von rund 40 Goldfischen. Dass sie dem «Ruf» von
Netzmeister Max Soller Folge geleistet hatten,
sollte sich als absoluter kulinarischer Glücksfall
herausstellen. Einmal mehr zauberten Küchenchef
Thomas Hunziker und sein Team ein Goldfischmenü auf den Tisch, das diesem Namen alle Ehre
machte. Allein schon der vom Haus offerierte Apéro
mit den feinen Häppchen war mehr als nur eine
Versuchung wert. Mit Hechtmousse mille feuille
und Lachsforellen-Crêpe wurden die Gäste
genauso verzückt wie mit den auf einem Spargelragout angerichteten pochierten Balchen vom
Sempachersee. Ehrenfisch Heinrich Soller war
ebenfalls voll des Lobes und sprach in seiner Verdankung von einer punktgenauen Zubereitung.
Welches ist Dein absolutes Goldfisch-Lieblingsrestaurant und weshalb?
In meinem Netz habe ich sehr gute Betriebe, daher
liegt es mir fern, Unterschiede zu suchen.
Und wie sieht es mit dem Fleisch aus?
Oh, da kann ich nicht nein sagen, denn Fleisch ist
für mich das beste Gemüse.
Gibt es noch Platz für andere Hobbies in Deinem
Leben?
Ja. Tauchen und die Zeit mit Freunden im Tessin
verbringen.
Welche Bedeutung hat der traditionelle Fischruf
für Dich?
Der Fischruf verkörpert eine schöne Tradition und
ist gleichzeitig eine Ehrerbietung an die Fische.
Neue Gesellschafter finden dies in der Regel amüsant.
Die Atmosphäre innerhalb der vormals doch
eher etwas steifen Tafelgesellschaft ist in den
vergangenen Jahren offener und unkomplizierter
geworden. Wie findest Du diese Entwicklung?
Super, ich bin überzeugt, dass wir damit auf dem
richtigen Weg sind.
In welchem Punkt gibt es für den Goldenen Fisch
und die Verantwortlichen noch Handlungsbedarf?
Unsere Verantwortlichen machen ein super Job,
denn es ist nicht einfach, so eine Gesellschaft zu leiten. Ich hoffe, dass das im gleichen Sinn und Geist
weiter geführt wird.
INTERVIEW: Martin Suter
Hechtmousse mille feuille und Lachsforellen-Crêpe
serviert mit Salatstrauss an Frühlingszwiebeldressing
und Wasabi Muffin
Pochierte Sempacher Balchen
auf Spargelragout an Bärlauch-Hollandaise
mit neuen Kartoffeln
Gebratenes Forellenfilet
auf mediterranem Risotto, Gemüsegarnitur
Dessertteller mit Rosenblätterparfait,
marinierten Erdbeeren und Patisserie
Aber auch von einem hervorragenden Service, der
sich nicht bloss durch Effizienz auszeichnete, sondern sich auch mit sprichwörtlicher Zuvorkommenheit und Freundlichkeit um das Wohl der Gäste
kümmerte. Kurz: Das Restaurant Geisshof in Gontenschwil war einmal mehr Schauplatz eines
grossartigen Netztreffens, welches das Prädikat
«gut» auf dem Goldfischmassstab noch um einiges
übertroffen hat!
Martin Suter, GF-Redaktor
13
Aus der Feder eines GF-Mitglieds…
Der goldene Bauch
Schon vor einigen Jahrzehnten gab es den Verein «Der goldene Bauch», einen sonderbaren
Verein von stark übergewichtigen Menschen.
Der Name wies auf dessen Hauptsinn hin. Die
Mitglieder verfolgten an erster Stelle nicht etwa
das Ziel, durch geeignetes Verhalten auf ein
gesundes Mass abzunehmen. Nein, Trotz und
Rachegelüste verbanden sie gegen die weniger
schweren Leute, die sich immer wieder beleidigend über Fettleibige äusserten.
Sie lästerten öffentlich dagegen, sprachen von saftlosen Schmalwürfen, lustfeindlichen, spröden
Wesen, zeigten ihre dicken Leiber ohne Scham,
durch eng anliegende Trikots noch betont. Ihre ausladenden Bäuche bejubelten sie als golden, rühmten sich verschiedener Vorzüge gegenüber den
Normal- und Untergewichtigen. Vor allem seien ihr
Charakter und Gemüt gesellschaftlich besonders
wertvoll, friedfertig, grosszügig. So etwa ihre Stimmen, um das Selbstwertgefühl zu heben.
Daneben aber versuchten sowohl die Frauen als
auch die Männer des Vereins insgeheim alle möglichen Diäten, denn gesundheitliche Schwierigkeiten
durch erhöhten Blutzucker, Gefässsklerose,
Gelenk- und Herzbeschwerden häuften sich bei
ihnen zusehends. Einmal monatlich kamen sie zu
einem kalorienarmen Abendessen zusammen.
Eines davon blieb allen in besonders schöner Erinnerung. Sie trafen sich in einer eisigen Winternacht
zum wärmenden Fischfondue in einem gastlichen
Landwirtshaus. An zahlreichen Rundtischen sassen
sie plaudernd um die Rechaud-Pfännchen herum,
© Illustration Fritz Schönpflug
während sie aus Plättchen bei ihren Gedecken
kleine Filets von Felchen, Lachs, Egli, Zander in
grossmaschige Sieblöffel legten und diese in die
kochende Gemüsebouillon in den Pfännchen
tauchten. Behaglichkeit breitete sich über der ganzen Gesellschaft aus, durch das Geräusch des
Köchelns in den Pfännchen noch verstärkt.
Ein Musiktrio begleitete dabei die Vereinsgäste,
brachte sie in vergnügliche Stimmung. Mit Geige,
Schwyzerörgerli und Kontrabass spielte es erfinde-
risch Folklore im schweizerischen, italienischen,
russischen, ungarischen, irischen Stil… in wechselnden bis hitzigen Rhythmen. Nicht nur die Menschen fühlten sich durch die Musik willkommen
angeregt. Aus allen Pfännchen stiegen die Filets
wie kleine Fische spiralig schwänzelnd in die Höhe,
blieben schwebend über den Pfännchen und bildeten fröhliche Reigen.
Vom Ballett der Fischfilets bezaubert, erhoben sich
die Teilnehmer der Tafel wie von selbst von ihren
Stühlen, um beschwingt neben und um die Tische
paarweise und auch in Gruppen zu tanzen. Begeistert spielten darauf der Geiger, die Oergelifrau und
der Bassist pausenlos, voller Leidenschaft,
jauchzten, jodelten und hüpften dabei selbst zu
ihren Takten. Nicht wenige sangen beim Tanz ausgelassen zur Musik und alle fühlten sich immer
leichter, leichter, leichter, bis sie über dem Boden zu
schweben glaubten, wie die kleinen Fischfilets über
den Pfännchen.
Ein Gefühl von Schwerelosigkeit beseelte all die
gewichtigen goldenen Bäuche, machte ihre durch
Fettleibigkeit erworbenen Leiden für kurze Zeit vergessen. Wohlbefinden erfüllte sie wie noch nie oder
zumindest seit vielen Jahren nicht mehr. Irgendwann natürlich endete das herrliche Erlebnis. Die
harte Wirklichkeit kehrte zurück. Aber zum Trost
beschloss man, die Abende mit Fischfondue und
Musiktrio mehrmals jährlich durchzuführen. Ob
auch einzelne oder gar manche der goldenen Bäuche der «Tafelgesellschaft zum goldenen Fisch»
beitraten, ist mir nicht bekannt.
Erhard Roth, Uster, GF-Mitglied
Medienmitteilung des Schweizerischen Fischerei-Verbands SFV
Restwasser:
Gerichtsurteil hat Folgen
für alle Kantone
Das Bundesgerichts-Urteil für mehr Restwassermengen im Fall der Misoxer-Kraftwerke hat nicht nur lokale Bedeutung,
erklärt der Schweizerische Fischerei-Verband SFV: «Das Urteil ist historisch und hat
Signalwirkung für alle Kantone», so SFVZentralpräsident Roland Seiler.
(Mitg.) Seit Jahrzehnten kämpft der Schweizerische Fischerei-Verband SFV für die Durchsetzung der Restwassersanierungen, wie es in der
Bundesverfassung verankert ist. Im Fall der
Misoxer-Kraftwerke hat der SFV zusammen mit
WWF und Pro Natura beim Bundesgericht einen
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Präzedenzentscheid angestrebt. Gemeinsam
haben die Organisationen die von der Bündner
Regierung verfügte und vom Bündner Verwaltungsgericht geschützte Restwassermenge als
ungenügend taxiert und Beschwerde eingereicht.
Entscheid mit Signalwirkung
Das Bundesgericht hat den Umweltorganisationen Recht gegeben. Die Sanierung bei Misox
sei ökologisch ungenügend und die vorgesehene Restwassermenge zu bescheiden. Das
Bundesgericht hält fest, dass bei Unternehmungen mit einer guten bis sehr guten Ertragslage
Produktionseinbussen von 8 Prozent oder mehr
zumutbar seien. «Für unseren Kampf für die
Durchsetzung der Restwassersanierungen ist
dieser Entscheid sehr wichtig, weil er Signalwirkung in alle Kantone hat», so SFV-Zentralpräsident Roland Seiler.
Ende Oktober hat der Schweizerische
Fischerei-Verband eine Statistik veröffentlicht,
wonach 20 Jahre nach der Inkraftsetzung der
Verpflichtung zur Restwassersanierung schweizweit erst 37 Prozent realisiert sind. «Fast alle
Kantone haben noch Handlungsbedarf, deshalb
ist der Entscheid des höchsten Gerichts sehr
wichtig, sozusagen ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.»
Gewässerschutz trotz Atomausstieg
Glücklich ist der Schweizerische Fischerei-Verband über das Urteil aus Lausanne noch aus
einem andern Grund. Die Richter halten fest,
dass die Gewässerschutzgesetzgebung zu
respektieren und umzusetzen ist, trotz des
geplanten Atomausstiegs im Rahmen der Energiewende.
Netz 19 / Alpenrhein / Fürstentum Liechtenstein: Restaurant Schloss Weinstein, Marbach
Pochiertes Forellenfilet
an Gemüsevinaigrette
auf gemischtem Blattsalat
Valentinsnetztreffen auf kulinarisch hohem Niveau
Kartoffel-Fenchelcrèmesuppe
mit gebratener Jakobsmuschel
Hechtklösschen auf Blattspinat
an Hummersauce
Basmatireis
Dessert-Variation
Restaurant Schloss Weinstein, Marbach: Die Crew vom Schloss Weinstein freut sich über den Applaus der
Fischfreunde.
Restaurant Schloss Weinstein, Marbach: Beinahe andächtig folgen die Teilnehmer den Ausführungen des
Netzmeisters.
Am Abend des Valentinstages trafen sich Mitglieder
und Gäste der Netze 19 und 17 im Schloss Weinstein, inmitten der tief verschneiten Weinberge
über dem St. Galler Rheintal. Mit fast 50 Teilnehmern war die «Varnbüelstube» bis auf den letzten
Platz besetzt.
In seiner Begrüssungsansprache wusste der neue
Netzmeister, Markus Krüger, einiges zum Ursprung
des Valentinstages, und wie der Tag in anderen
Ländern gefeiert wird, zu berichten.
Nach dem Apéro folgte mit dem pochierten Forellenfilet an Gemüsevinaigrette der fulminante Auftakt zu einem Menü, das wohl allen in bester Erinnerung bleiben wird. Ein weiterer Höhepunkt war
die Kartoffel-Fenchelcrèmesuppe mit gebratenen
Jakobsmuscheln. Der zum Hauptgang gereichte
Hecht, zu feinen Klösschen verarbeitet, begeisterte
selbst erfahrene, mit allen See- und Meerwassern
gewaschene Fischgeniesser. Dazu standen Weine
aus dem schlosseigenen Weinberg zur Auswahl.
Liebevoll arrangierte Dessertteller mit hausgemachten Köstlichkeiten rundeten das Menü auf
hohem Niveau ab. Den Gastgebern Käthi Herzog
und Heinz Käser, dem Serviceteam und der
Küchenbrigade unter Chef Markus Schnarwiler
gebührt ein herzlicher Dank für den rundum gelungenen Abend.
Markus Krüger, Netzmeister
«Stichwort Fischangebot»
Süsswasserund andere Fische
Red. Das verbindliche Fischangebot der GoldfischRestaurants gibt immer wieder zu Fragen Anlass. An
der jüngsten Sitzung hat die Vorsteherschaft das
Fischangebot wie folgt neu definiert:
«Das Angebot umfasst im Minimum 5 Fischgerichte
oder mindestens einen Drittel der Hauptspeisen. Von
diesen sollen mindestens 3 Fische aus einheimischen Gewässern sein. Es können aber auch Zuchtfische, Fische aus nachhaltiger Fischerei ausländischer Herkunft, Schalen- und Krustentiere sein.
Wichtig: Die Herkunft muss zwingend deklariert
werden! Fische, die auf der roten Liste vom WWF
erscheinen, dürfen nicht angeboten werden. Ausnahmen müssen mit der Vorsteherschaft abgesprochen sein.»
Netzmeistertagung in Murten
Red. Anfang März 2013 trafen sich die Netzmeister zur traditionellen Tagung im Hotel
Schiff am See, Murten. Die Präsenz war nicht
zuletzt deshalb sehr erfreulich, weil erstmals
zu einem zweitägigen Treffen mit Partnern eingeladen wurde. Während der Samstag dem
geschäftlichen Teil gewidmet war, stand am
Sonntag ein Fotokurs auf dem Programm.
Susanne Glauser und Jürg Meier vermittelten
den Netzmeisterinnen und Netzmeister viele
nützliche Tipps und Tricks rund um die Digitalfotografie. Zum Ausklang dieses interessanten
Wochenendes traf man sich in den Weinkellereien Simonet zur Degustation der Vully Weine
sowie zu einem Drei-Gang-Fischmenü im
Restaurant du Port in Môtier.
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So 23.06. (M)
Sa 29.06.(A)
So 30.06.(M)
Fr 05.07.(A)
Sa 06.07.(M)
Di 16.07.(A)
Der wärmende
Schlusspunkt
Sa 20.07.(M)
Ein Goldfisch im Schafspelz? Reto Meyer im perfekten Outfit für das Fischfondue auf der Halbinsel
Au – damals im bitterkalten Februar!
Sa 03.08.(M)
Sa 03.08.(M)
So 04.08.(M)
Der Goldfisch
macht Ferien!
Liebe Gesellschafterinnen
und Gesellschafter
liebe Netzverantwortliche
Sa 17.08.(M)
Sa 24.08.(M)
So 25.08.(A)
So 25.08.(M)
Bereits steht wieder die grosse Ferienzeit vor
der Türe. Auch der Goldfisch schwimmt für ein
paar Tage in andere Gewässer. Wir bitten Sie
deshalb zu berücksichtigen, dass die
Geschäftsstelle vom 22. Juli 2013 bis am
4. August 2013 geschlossen bleibt.
Vielen Dank für das Verständnis und schöne
Ferien allerseits!
Sa 31.08.(A)
Sa 07.09.(M)
Sa 07.09.(A)
Sa 07.09.(M)
Sa 14.09.(M)
Fr 27.09.(A)
Impressum
Redaktion:
Martin Suter
Tannenweg 10
5734 Reinach
Druck:
Thomann Druck AG
Museumsstrasse 23
3855 Brienz
Geschäftsstelle:
Tafelgesellschaft zum
Goldenen Fisch
Bützbergstrasse 2
4912 Aarwangen
info@goldenerfisch.ch
Sa 28.09.(T)
Tel. G 062 765 13 12
Tel. P 062 771 62 79
Fax 062 765 13 15
msu@wynentaler-blatt.ch
Tel. 033 952 14 00
Fax 033 952 14 01
info@thomann-druck.ch
So 29.09.(M)
Fr 11.10.(A)
Sa 12.10.(M)
Tel. 062 923 47 14
Fax 062 923 47 13
Sa 12.10.(A)
Fr 18.10.(A)
www. goldenerfisch.ch
Diese Zeitschrift erscheint viermal im Jahr.
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So 29.09.(M)
Sa 26.10.(A)
Redaktions- und Inserateschluss «Goldener Fisch» Nr. 145: 5. August 2013
(A) = Abend
So 23.06.(M)
(N) = Nachmittag
Sa 22.06.(A)
Netztreffen 19 – Alpenrhein / Fürstentum Liechtenstein
Hotel Restaurant Zollhaus, Gams
Markus Krüger
Netztreffen 20 – Graubünden
Schlosshotel Chastè, Tarasp
Vreni Jost-Streiff
Netztreffen 13 – Zürich/Thur
Willy Meier
Restaurant Steinfels, Ellikon an der Thur
Netztreffen 13 – Zürich / Thur
Restaurant Steinfels, Ellikon an der Thur
Willy Meier
Netztreffen (Fischbuffet) 10 – Luzern,
Landgasthof Zollhaus Sachseln, Giswil
André Himmelrich
Netztreffen 12 – Zuger- / Aegeri- / Lauerzersee
Seehotel Fähri, Gersau
Fredy Gossweiler
Netztreffen 5 – Bielersee / Solothurn
Jubiläum 25 Jahre, Fischbuffet / Ortsmuseum
Gasthof 3 Fische, Lüscherz
Urs Peter Stebler
Netztreffen 17 – Oberer Bodensee / St.Gallen / Appenzell
Fisch-Barbecue
Restaurant Jägerhaus, Altenrhein
Erwin Vogel
Netztreffen 14 – Zürichsee / Oberland und 18 – Glarnerland / Walensee
Restaurant Seehof, Uerikon
Vreny Meier-Müller
Netztreffen 8 – Basel und Umgebung
Jubiläum 10 Jahre
Gasthof Solbad, Schweizerhalle
Thomas Hänggi
Sommernetztreffen 17 – Oberer Bodensee / St.Gallen / Appenzell
Restaurant Englers am See, Rorschach
Erwin Vogel
Netztreffen 7 – Berner Oberland
Parkhotel, Gunten
Bernd Spahni
Netztreffen 16 – Unterer Bodensee / Thurgau
Hotel Restaurant Gottfried, D Moos
Erich Messmer
Netztreffen 15 – Schaffhausen / Rhein
Gasthaus zum Salmen, Rheinau
Willi Josel
Netztreffen 14 – Zürichsee / Oberland und 18 – Glarnerland / Walensee
Restaurant Fischerstube, Weesen
Vreny Meier-Müller
Netztreffen 6 – Aare / Bern
Restaurant Zunft zu Webern, Bern
Marianne Wenger
Netztreffen 12 – Zuger- / Aegeri- / Lauerzersee und
Netztreffen 17 – Oberer Bodensee / St.Gallen / Appenzell
Fredy Gossweiler +
Hotel-Restaurant Wysses Rössli Schwyz, Schwyz
Erwin Vogel
Netztreffen 10 – Luzern und 9 Aargau / Luzerner Hinterland
André Himmelrich +
Restaurant Hotel Bellevue am See, Sursee
Max Soller
Netztreffen 2 – Rhône / Rottu
Aparthotel Ambassador, Bellwald
Roberto Huber
Netztreffen 20 – Graubünden
Hotel Haus Homann, Samnaun
Vreni Jost-Streiff
Netztreffen 13 – Zürich / Thur
Wirtshus zum Wyberg, Teufen ZH
Willy Meier
Netztreffen 5 – Bielersee / Solothurn
Restaurant Grenchner Hof / Robi’s Enoteca, Grenchen
Urs Peter Stebler
Tafelübergabe mit Netztreffen 8 – Basel und Umgebung
Hotel Tannenmühle, D-Grafenhausen
Thomas Hänggi
Besuch Tropenhaus Frutigen 14 – Zürichsee / Oberland und
18 – Glarnerland / Walensee
mit Nachtessen und Übernachtung
im Waldhotel Doldenhorn, Kandersteg
Vreny Meier-Müller
Netztreffen 7 – Berner Oberland, 14 – Zürichsee / Oberland und
18 – Glarnerland / Walensee
Bernd Spahni +
Waldhotel Doldenhorn ****, Kandersteg
Vreny Meier-Müller
Appenzeller Geniesser-Netztreffen 17 – Oberer Bodensee / St.Gallen / Appenzell
Geniesser- und Aussichtsrestaurant Weid, Heiden
Erwin Vogel
Netztreffen 15 – Schaffhausen / Rhein
Hotel-Restaurant Rheinfels, Stein am Rhein
Willi Josel
Netztreffen 16 – Unterer Bodensee / Thurgau
See Hotel Off, D Meersburg
Erich Messmer
Netztreffen 20 – Graubünden
Hotel Saluver, Celerina
Vreni Jost-Streiff
Netztreffen 12 – Zuger- / Aegeri- / Lauerzersee
Restaurant Grunder’s Buechwäldli, Morgarten
Fredy Gossweiler
Netztreffen 10 – Luzern und 12 - Zuger- / Aegeri- / Lauerzersee André Himmelrich +
Hotel Central am See, Weggis
Fredy Gossweiler
(M) = Mittag
Sa 22.06.(M)
(T) = ganzer Tag
Termine 2013
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