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KMU-Sprechstunde: Was passiert mit den digitalen Daten

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Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 7/8 / 11
Wirtschaftspolitik:
Unternehmer-Impulse
2011 – Der Anlass für
unsere Mitglieder
KMU-Frauen:
Schule für die Geschäftsfrau – Einmalig und
unverkennbar
KMU-Sprechstunde:
Was passiert mit
den digitalen Daten
Verstorbener?
13
20
25
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GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
2
Editorial
Editorial
Die Realität holt uns ein
Werner Bründler,
Direktor
Gewerbeverband des
Kantons Luzern
Der Entscheid des Bundesrates im vergangenen Mai zu einem schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie und die Wandlungsfähigkeit
zahlreicher Politiker in der Frage der Strompolitik haben doch einiges
Erstaunen ausgelöst. Nicht dass etwa Anstrengungen zu einer höheren Energieeffizienz und Entwicklung alternativer Energien in Frage
gestellt werden. Aber ohne qualitativ ausreichende Grundlagen einen
solch schwerwiegenden Entscheid zu fällen, stimmt nachdenklich.
Mit einem Schlag ist mittelfristig die Versorgungssicherheit der Wirtschaft nicht mehr
gewährleistet. Aber das soll ja, wie ich unlängst an einer Konferenz erfahren habe,
alles kein Problem sein. So gibt es Studien und Meinungen, die, wenn auch auf etwas
schwer nachvollziehbaren Grundlagen basierend, belegen, dass die durch Kernenergie
erzeugte Strommenge problemlos in relativ kurzer Zeit durch erneuerbare Energie
ersetzt werden könne. Das scheint offensichtlich eine weit verbreitete Überzeugung zu
sein. Etwas differenzierter sieht das die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften. In ihrem Bericht «Erneuerbare Energien – Herausforderungen auf dem
Weg zur Vollversorgung» wird u.a. darauf hingewiesen, dass auch mit den stärkst
möglichen Anstrengungen die Umstellung auf eine hinreichende Versorgung mit
erneuerbarer Energie viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird und dabei enorme
technische und finanzielle Leistungen erbracht werden müssen.
Erster Teil der Realität
Sind die ersten emotionalen Stürme vorbei, wird es konkret. Der Einstieg in die oft so verzwickten Details wird sowohl den technischen wie auch finanziellen Nutzen einiger Anlagetechniken in Frage stellen. Dutzende von Milliarden stehen zur Diskussion für die Umrüstung technischer Anlagen in den Unternehmen, aber vor allem für den erforderlichen
Umbau des heutigen Versorgungsnetzes an die künftigen dezentralen Stromerzeugungsanlagen. Die Finanzierung dürfte allein schon an der kurzen Zeitspanne scheitern.
Zweiter Teil der Realität
Der Stromverbrauch nimmt zu. Dank derzeit guter Konjunktur steigt der Stromverbrauch
insbesondere in der Wirtschaft. Im ersten Halbjahr 2010/2011 vermeldete die CKWGruppe eine Steigerung von 13.8 Prozent bei den Grosskunden. Über dieses Faktum hat
die Luzerner Tagespresse leider nicht berichtet. Wie das bereits heute schon der Fall ist,
werden in Zukunft noch grössere Einsparungen bei Heizöl, Gas und Treibstoffen durch
Strom ersetzt. Auch die viel beschworenen Elektroautos werden dereinst ihren Anteil zur
Erhöhung des Stromverbrauchs beitragen, sofern Strom dann überhaupt noch ausreichend zur Verfügung steht. Vielleicht aber befindet sich die Wirtschaft in einer Krise und
benötigt deshalb viel weniger Strom. Dann wird Strom gespart!
Werner Bründler
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
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GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
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4
Impressum
Inhalt
Edition 22. Juli 2011
Editorial
Die Realität holt uns ein
3
Organe
Zu Besuch bei der Luzernischen Glasmalerei
7
Wirtschaftspolitik
Cityring: Start zweite Hauptbauphase
Geothermie: Von Erdwärme zu Elektrizität
Unternehmer-Impulse 2011
Steuereinheiten 2011 Kanton Luzern
Blitzableiter im Dienste der Baumeister
8
10
13
14
16
Kolumne unserer Bundespolitiker
Yvette Estermann: Stärkung der KMU!
17
Bildungspolitik
VSCI: Neue Ausbildung Lackierassistent
19
KMU-Frauen
Geschäftsfrauenseminar
SGF: Einmalig und unverkennbar
20
21
BAUWIRTSCHAFTSKONFERENZ
Stellungnahme zum Raumkonzept Luzern
22
96. Jahrgang
Herausgeber
Gewerbeverband des Kantons Luzern
Redaktion
Ursula Schürmann-Häberli
Korrespondenzadresse
Gewerbe Luzern, Eichwaldstrasse 15, Postfach, 6002 Luzern
Telefon 041 318 03 18, Telefax 041 318 03 19, www.gewerbeverband-lu.ch,
info@gewerbeverband-lu.ch
Abonnemente
Einzelexemplare CHF 5.–, Jahresabonnement Kt. Luzern CHF 25.–,
Jahresabonnement Schweiz CHF 35.–, Jahresabonnement Ausland CHF 55.–
Für Verbandsmitglieder obligatorisch und im Jahresbeitrag inbegriffen.
Auflage
8500 Exemplare
Inserateverwaltung
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KMU-Sprechstunde
Ehe- u. Erbrecht: Digitale Daten Verstorbener 25
Inserate- und Redaktionsschluss, Erscheinungsdatum
September-Ausgabe: 26. Aug. 2011 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 16. Sept. 2011
Oktober-Ausgabe: 19./23. Sept. 2011 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 14. Okt. 2011
November-Ausgabe: 28. Okt. 2011 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 18. Nov. 2011
Erscheint 10-mal jährlich
Der Inhalt der Artikel widerspiegelt die Auffassung der Autoren und deckt sich nicht
notwendigerweise mit der Meinung der Redaktion. Nachdruck unter Quellenangabe
gestattet, Belegexemplare erwünscht. Für ungebeten eingesandte Artikel und Fotos
übernimmt die Redaktion keine Haftung.
Die Tochter- und Partnergesellschaften des Gewerbeverbands des Kantons Luzern:
Gewerbe-Treuhand, Dacor-Informatik, Lufida-Revision.
Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 7/8 / 11
Wirtschaftspolitik:
Unternehmer-Impulse
2011 – Der Anlass für
unsere Mitglieder
KMU-Frauen:
Schule für die Geschäftsfrau – Einmalig und
unverkennbar
KMU-Sprechstunde:
Was passiert mit
den digitalen Daten
Verstorbener?
13
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25
An ihrem traditionellen Treffen besuchten die Ehrenmitglieder des Gewebeverbands des Kantons Luzern
die Luzernische Glasmalerei Christoph Stoos
(www.glasmalerei.ch) und lernten einen wunderbaren, handwerklichen Beruf kennen, der um ein
Haar im Rahmen der Reorganisation der Berufsbildung abgeschafft worden wäre. Im Bild: Tanja
Meier, Auszubildende im dritten Lehrjahr.
Mehr darüber im Bericht S. 7.
(Foto: Ursula Schürmann-Häberli)
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
5
Sektionen
Gewerbeverein Wolhusen-Werthenstein
Willisauer Gewerbe
gewerberontal kmu ebikon und umgebung
Gewerbeverein Nebikon-Altishofen
26
26
27
27
Einzelmitglieder
Detaillistenverband Kanton Luzern DVL
CKW
28
28
Leserbriefe / News
29
Veranstaltungen / Jubiläen
30
Gewerbekalender
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GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
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Organe
Ehrenmitgliedertreffen 2011
Attraktives Kunsthandwerk mit Seltenheitswert
An ihrem traditionellen Treffen mit dem Zentralvorstand besuchten die Ehrenmitglieder des Gewerbeverbands des Kantons
Luzern die Luzernische Glasmalerei Christoph Stooss. Dabei
lernten sie ein wunderbares Kunsthandwerk mit Seltenheitswert
kennen. Mit Genugtuung und Freude vernahmen sie, dass sichChristoph Stooss erfolgreich für den Weiterbestand dieser
attraktiven gewerblichen Berufsausbildung eingesetzt hat.
Versteckt am Hirschengraben, im Quartier des
«Galliker», eines der letzten renommierten klassischen Wirtshäuser der Stadt Luzern, befindet sich
das Atelier «Luzernische Glasmalerei Christoph
Stooss», das Ziel des diesjährigen Betriebsbesuchs
der Ehrenmitglieder des Gewerbeverbands des
Kantons Luzern anlässlich ihres traditionellen Treffens mit dem Zentralvorstand. Was auf den ersten
Blick eher unscheinbar anmuten mochte, entpuppte sich als veritables Juwel in der gewerblichen Berufswelt. Die verdienten Verbandsmitglieder lernten ein vielfältiges, attraktives Kunsthandwerk kennen. Christoph Stooss, Inhaber und
Meister des selten gewordenen Handwerks, erklärte die drei Säulen seines Berufs: Konventionelle Glasmalerei, Restaurierung und Neue Techniken. Die Berufslehre dauert vier Jahre, schweizweit gibt es derzeit sechs Lernende. Mit
Genugtuung und Freude vernahmen die Besucher,
dass diese interessante, anspruchsvolle Ausbildung
auch nach der Reorganisation der Berufsbildung
weiterhin als betriebliche Lehre erfolgt, dank des
engagierten Einsatzes von Christoph Stooss.
Catherina Isenegger, gelernte Glasmalerin – Abschluss
mit Ehrenmeldung – erklärt die Arbeitsschritte bei der
Restauration eines Fensters.
Tanja Meier, Auszubildende im dritten Lehrjahr, zeigt den
«Bleizug», das Vorbereiten der Bleistäbe für die Fassungen der farbigen Glaszuschnitte.
Ursula Schürmann-Häberli
Grössere Aufträge der Luzernischen
Glasmalerei im Jahr 2010
Basel: Zunfthaus zu Safran.
Blatten: Wallfahrtskirche St. Jost.
Chur: Bank Wegelin.
Dagmersellen, Ebikon, Menziken, Reinach BL,
Rotkreuz und Sigigen: Kirchen.
Eschenbach: Kreuzgang im Kloster.
Luzern: Treppenhausverglasung Murbacherstr.,
Rathaus, Maria-Hilf-Kirche.
Muri / Aargau: Glasmalereien im Kreuzgang
der ehemaligen Benediktinerabtei.
St. Moritz: Hotel Schweizerhof
Stans: Restaurant Tell
Christopf Stooss erklärt die Merkmale der Glasmalerei verschiedener Epochen.
(Foto: Ursula Schürmann-Häberli)
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
7
www.glasmalerei.ch
Wirtschaftspolitik
Cityring Luzern
Start zweite Hauptbauphase
Die erste Hauptbauphase der Gesamterneuerung Cityring Luzern
ist abgeschlossen. In der zweiten Phase tritt die Installation der
Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen in den Vordergrund. Ab
Ende August wird wieder an den Wochenenden gearbeitet.
Franz Koch, Gesamtprojektleiter Bundesamt für
Strassen ASTRA.
Asphaltieren der Fahrbahn
auf dem Lehnenviadukt.
Dank des grossen Einsatzes
von rund 200 Baufachleuten
kommen die Arbeiten auf der
Cityring-Baustelle zügig voran. Bereits ist das erste Viertel der Hauptarbeiten abgeschlossen: Im Reussporttunnel sind die Arbeiten auf der
linken Fahrbahnseite grösstenteils beendet. Die
Entwässerungsleitungen sind installiert. Die Tunnelwände haben einen hellen Anstrich und Oberflächenschutz erhalten, der künftig eine optimale
Reinigung ermöglicht. So wird sichergestellt, dass
die Tunnel stets hell bleiben und damit den Autofahrenden mehr Sicherheit bieten. Auch im
Sonnenbergtunnel laufen die Arbeiten nach Plan.
Lehnenviadukt verstärkt
Auch auf der offenen Strecke nördlich des Reussporttunnels wurde intensiv gearbeitet. Die Träger
des Lehnenviadukts sind verstärkt und der bergseitige Teil der Fahrbahn umfassend erneuert:
Der Fahrbahnbelag wurde aufgebrochen und
die darunterliegenden Betonplatten instand gesetzt. Ein grosses Schutzzelt sorgte dafür, dass
die Arbeiten trotz Winterkälte und Niederschlag
zeitgerecht abgeschlossen werden konnten. Seit
Anfang Juni 2011 rollt nun der Verkehr in Rich-
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
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Ausbruch der SOS-Nischen im Reussporttunnel.
(Fotos: Priska Ketterer).
tung Norden teilweise auf dieser erneuerten
Fahrspur.
Lärmschutz verbessert
Grosse Fortschritte hat der Lärmschutz beim
Reussporttunnel gemacht: Nach den Fundationsarbeiten konnten ab März 2011 die Wände für die
Verlängerung des Reussporttunnels erstellt und
im Juni die Decke aufgelegt werden. Damit hat
sich die Lärmsituation für das Reussmatt-Quartier
bereits wesentlich verbessert. Der zweite Teil der
Tunnelverlängerung entsteht 2012 im Zuge der
Arbeiten in Fahrrichtung Süden. Zeitlich besonders anspruchsvoll sind die Arbeiten auf den Sentibrücken und dem Stadtanschluss. Letzterer
bleibt mit wenigen Ausnahmen stets offen, sodass
für gewisse Arbeiten nur sehr kurze Zeitfenster zur
Verfügung stehen. Gleichzeitig ist auf diesen offenen Strecken in besonderem Mass Rücksicht
auf die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Stadtquartiere zu nehmen. Lärmintensive Arbeiten werden spätestens um Mitternacht
eingestellt. So verbleiben oft nur etwa drei Stunden effektive Arbeitszeit pro Nacht. Speziell entwickelte Verfahren erlauben es, beispielsweise die
Übergänge auf die Brücken während ein bis zwei
Wirtschaftspolitik
Ausschalung für Verlängerung des Reussporttunnels.
Sperrwochenenden zu ersetzen – eine Arbeit, die
normalerweise bis zu drei Wochen in Anspruch
nimmt.
Sicherheit wird erhöht
In der zweiten Hauptphase werden die Betriebsund Sicherheitseinrichtungen installiert. Dazu
gehören nebst der Beleuchtung und der Signalisation eine ganze Reihe von Anlagen, die für die
Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden von
höchster Bedeutung sind. So wird etwa die Tunnellüftung den neuesten Erkenntnissen Rechnung tragen, wie sie bei den tragischen Ereignissen im Gotthard- und dem Mont-Blanc-Tunnel
gewonnen wurden. Bis Ende 2012 sollen die
neuen Anlagen, die rund einen Viertel der Gesamtkosten des Projekts ausmachen, installiert
und getestet sein. Erst danach können die alten,
zum Teil fast 40-jährigen Anlagen ausser Betrieb
genommen werden.
Informationen
Informationen und
Informationsmittel:
www.cityring.ch
Bundesamt für Strassen
ASTRA, Abteilung Strasseninfrastruktur, Filiale
Zofingen, Brühlstrasse 3,
4800 Zofingen
Telefon: 041 226 25 59
cityring.luzern@astra.
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Die flankierenden Massnahmen wirken
Die Sperrung einer Tunnelröhre des Sonnenbergtunnels nachts und an Wochenenden bedeutet einen markanten Eingriff ins Verkehrssystem der Region Luzern. Die Erfahrungen der
vergangenen Monate zeigen, dass sich die flankierenden Massnahmen bewährt haben. Wenn
abends um 20 Uhr der Verkehr durch die Stadt
Luzern umgeleitet wird, nimmt das Verkehrsvolumen dort zwar stark zu. Grössere Probleme
sind bisher aber ausgeblieben. An den Wochenenden ist es gelungen, den Verkehr so zu steuern, dass er nicht in die Quartiere drängt, sondern auf der Autobahn bleibt. Dort kam es phasenweise zu Rückstaus von bis zu zehn
Kilometern. Der Verkehr blieb jedoch in Fluss,
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
9
sodass sich die Verlustzeiten im Rahmen hielten.
Nur an einzelnen Wochenenden sind grössere
Einschränkungen aufgetreten. Mit vier Ausnahmen (mit max. 15 Minuten Verspätung) ist es in
den letzten sieben Monaten gelungen, jeden
Morgen pünktlich um 6 Uhr die Strassen für
den Verkehr freizugeben. Wer dann die Autobahn benutzt, kann sich kaum vorstellen, wie
viel jede Nacht geleistet wird: Auf der einen Seite
muss das ehrgeizige Bauprogramm erfüllt werden, auf der anderen Seite die Strasse rechtzeitig und sicher geräumt sein. Die Arbeiten der Gesamterneuerung – in engsten Platzverhältnissen
und pausenlosem Zeitdruck – verlangen enormes Engagement von allen Beteiligten.
Sperrwochenenden ab Ende August 2011
Um die Verkehrssituation nicht zusätzlich zu belasten, wird während der Hauptreisezeit vom 24.
Juni bis zum 26. August 2011 an den Wochenenden nicht gearbeitet. An zwei Wochenenden
bleibt im Juli und im August die Einfahrt des
Stadtanschlusses Luzern-Zentrum für Belagsarbeiten gesperrt. An diesen Tagen wird die momentan
gesperrte Rampe Geissmatt temporär geöffnet. Ab
dem 27. August 2011 ist der Sonnenbergtunnel in
Fahrtrichtung Norden wieder am Wochenende
gesperrt. Für das Gewerbe ist es entscheidend,
sich über die kritischen Verkehrszeiten zu orientieren und die Arbeitsorganisation und Mobilität
an den Sperrwochenenden bewusst zu planen.
Kundschaft und Lieferanten sind wieder auf die
besondere Situation aufmerksam zu machen. Aktuelle Verkehrsinfos sind auf www.cityring.ch zu
finden.
Franz Koch
Wirtschaftspolitik
Geothermie
«Wie Erdwärme zu
Elektrizität wird»
Seit Jahren setzt sich Nationalrat Georges Theiler für Energiegewinnung durch Geothermie ein.* In ihr sieht er ein wichtiges
Potenzial. Darum will er mit der Herausgabe des Buches «Geothermie – Die Alternative» dazu beitragen, dass die politischen
Weichen richtig gestellt werden. Wir haben ihn zu den Beweggründen und seiner Einschätzung der Perspektiven befragt.
*Siehe Beitrag «Gewerbe
Luzern» Mai 2007, S. 14.
Buchautor Pirmin Schilliger, Journalist, Luzern.
Georges Theiler, Nationalrat, dipl. Ing. ETH.
Gewerbe Luzern: Georges Theiler, Sie setzen sich seit Jahren für Geothermie ein.
Welches sind Ihre Beweggründe dafür?
Georges Theiler: Um eine nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten, wird eine intensive
Nutzung der erneuerbaren Energien unumgänglich. Die geothermische Wärme- und Stromerzeugung erweist sich als Option, die ein grenzenloses Potenzial verspricht. Für die Schweiz wird das
langfristig erschliessbare Potenzial auf jährlich 17
TWh (Terawattstunden) beziffert. Das entspricht
mehr als einem Viertel des aktuellen Stromverbrauchs. Und: Verglichen mit anderen erneuerbaren Energien zählt die Geothermie mit Gestehungskosten von 7 bis 15 Rappen/kWh zu den
günstigsten Energiequellen. Das ist die Bilanz meines Buches «Geothermie. Die Alternative – Wie
Erdwärme zu Elektrizität wird.»
Welche Energieformen lassen sich mittels
Geothermie gewinnen oder produzieren?
Es geht bei der Tiefengeothermie in erster Linie
um Strom und in zweiter Linie um Wärme. Ideal
sind Standorte in der Nähe von grossen Wärmeverbrauchern. Dort lassen sich Strom und Wärme
gleich gut verwenden. Dies verbessert die Wirtschaftlichkeit.
Die 10 wichtigsten Massnahmen für die
Förderung der Geothermie
– Mehr Mittel für Forschung und Entwicklung in den
Bereichen Bohrtechnik, Geologie und Reservoirtechnik (statt 5 Mio. Fr. jährlich 30 Mio. Fr.).
– Finanzierung einer Pilotanlage zu Forschungszwecken durch den Bund.
– Anschubfinanzierung durch den Bund (Steuererleichterungen und Bürgschaften) bei kommerziell
ausgerichteten Geothermiestromprojekten.
– Ausbau der Fündigkeitsrisikogarantie und Ausdehnung auch auf reine Wärmeprojekte mit
Anschubfinanzierung des Bundes bei kommerziellen
Fernwärmenetzen.
– Klare rechtliche Regeln für Exploration und Standortsicherung mit vereinfachten, einheitlichen und
beschleunigten Bewilligungsverfahren.
– Stärkeres Engagement und mehr Pioniergeist der
Stromwirtschaft.
– Flächendeckende geologische Erkundung und
Exploration des schweizerischen Untergrunds durch
eine finanziell und personell gut dotierte Organisation.
– Politische Unterstützung von Bund, Kantonen und
Gemeinden bei der Standortwahl und Bewilligung.
– Schaffung einer Energie-Task-Force und Lancierung
einer Kommunikationsoffensive zur Erhöhung der
gesellschaftlichen und politischen Akzeptanz von
Geothermie.
– Aktive Beteiligung der Schweiz an internationalen
Forschungs- und Pilotprojekten.
Gibt es wissenschaftlich erhärtete Erkenntnisse über allfällige Folgen von Energiegewinnung durch Geothermie in grossem
Umfange – z. B. Veränderung der Bodenwärme mit Folgen für die Vegetation?
Im Erdinnern wird ständig neue Hitze produziert.
Ich kenne keine Studien, welche eine Veränderung der Bodenwärme nachweisen würden. Die
Geothermie zur Stromgewinnung geht in Tiefen
von 3000 bis 5000 Meter. Ein Austausch mit der
Erdoberfläche findet keiner statt.
Welche Vorzüge hat Geothermie gegenüber anderen alternativen Energiegewinnungsformen?
Wir sitzen auf einem riesigen «Kachelofen». Das
müssen wir in Zukunft nutzen. Denn die Geothermie hat ein unerschöpfliches Potenzial: 99
Prozent der Erdmasse sind wärmer als 1000 Grad
Celsius. Erdwärme ist stetig nutzbar, rund um
die Uhr, sieben Tage die Woche, 12 Monate im
Jahr – und das über Hunderte von Jahren hinaus.
Geothermie ist zudem äusserst umweltfreundlich. Geothermie ist die Energiequelle der Zukunft.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
10
Wirtschaftspolitik
GEORGES THEILER (HERAUSGEBER)
PIRMIN SCHILLIGER (AUTOR)
GEOTHERMIE
DIE ALTERNATIVE
WIE ERDWÄRME
ZU ELEKTRIZITÄT WIRD
GAMMA DRUCK+VERLAG AG
«Geothermie – Die Alternative»; Wie Erdwärme zu
Elektrizität wird; Georges
Theiler (Hrsg.), Pirmin
Schilliger, Gamma Druck
und Verlag, Altdorf, 208
Seiten, Preis: CHF 29.–
Bezug:
www.gammadruck.ch;
www.theiler.ch oder im
Buchhandel.
Lassen das gewaltige Energiepotenzial erahnen: Geysir...
...oder ein Vulkanausbruch.
Wo und inwieweit sehen Sie in unserem
Kanton Möglichkeiten der Energiegewinnung mittels Geothermie?
Die Möglichkeiten im schweizerischen Mittelland müssen noch genauer erforscht werden. Ich
bin deshalb mit einem Vorstoss an den Bundes-
rat gelangt, diese Erforschung zu unterstützen.
Der Kanton Luzern befasst sich ebenfalls mit diesem Thema.
NUTZUNG DER ERDWÄRME
Auch im trockenen Fels lässt sich Erdwärme nutzen. Allerdings muss dann
Wasser als Transportmedium der Wärme von der Oberfläche künstlich zugeführt
und der Fels muss zum «Wärmetauscher» aufgebrochen werden (Hot-Dry-RockVerfahren).
Kühlungsgebäude
(Fotos und Grafik z.V.g.)
Wie schätzen Sie die Chancen für den
Kanton Luzern ein, durch Geothermie die
vom Gewerbeverband angestrebte
Versorgungsautonomie mit elektrischer
Energie zu erlangen?
Die Geothermie ist langfristig in der Lage, bis zu
30 Prozent des schweizerischen Strombedarfs zu
decken. Das müsste auch im Kanton Luzern möglich sein. Sicher ist dazu die Wirtschaft und speziell die Stromwirtschaft gefordert. Von ihr erwarte ich klar mehr Pioniergeist, so wie dies früher für die Wasserkraft der Fall war.
Wasserspeicher
Welchen Zeithorizont sehen Sie zur
Umsetzung dieses Ziels?
Dazu ist ein Zeithorizont von 10 bis 20 Jahren
realistisch, aber es braucht grosse Anstrengungen und Investitionen.
Turbinenhaus
Wärmetauscher
Injektionspumpe
Sediment
Die Fragen stellte Ursula Schürmann-Häberli
Politische Offensive für die Geothermie
Parallel zum Buchprojekt haben Georges Theiler und
die FDP-Liberale-Fraktion drei Motionen eingereicht:
– 11.3497 – Motion: Tiefe Geothermie. Schweizweite
geologische Erkundung.
– 11.3498 – Motion: Tiefe Geothermie. Offensive (beide
im Nationalrat eingericht am 8. Juni 2011. Sie wurden
am 15. Juni auch im Ständerat eingereicht.)
– 11.3614 – Motion: Tiefen-Geothermie – Energiequelle
von morgen (eingereicht im NR: 16. Juni 2011).
Kristallin
Injektionsbohrung
Produktionsbohrung
Stimuliertes
Kluftsystem
Im Kanton Luzern hat der FDP-Kantonsrat Josef
Langenegger am 6. Juni eine Motion eigereicht
betreffend Gründung einer Trägeschaft für Geothermische Kraftwerke.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
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058 / 611 06 11
Terre des hommes, Patenschaften
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GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
12
Wirtschaftspolitik
Gewerbeverband
Unternehmer-Impulse 2011 –
die Zukunft gestalten
Auch wenn sich die Fragestellungen meist unterscheiden: Politik
und Wirtschaft stehen vor grossen Herausforderungen. Manchmal bedeutet die Politik auch eine Herausforderung für die Wirtschaft.
Die Strompolitik hat sich innerhalb weniger Wochen komplett gewandelt. Dies ohne Kenntnis
wichtiger Details, ohne Einbezug der Experten
aus der Stromwirtschaft und der direkt betroffenen Wirtschaft. Die Nutzung von erneuerbaren
Energien und Verbesserungen in Sachen Energieeffizienz sind zwar unbestritten, die Versorgungssicherheit ist für die Wirtschaft jedoch in Frage
gestellt. Ein anderes Beispiel: Obwohl das System der dualen Berufsbildung und die Höhere
Berufsbildung in politischen Kreisen in den
höchsten Tönen gelobt werden, stellt das Parlament die früher in Aussicht gestellten finanziellen Mittel nur zum Teil zur Verfügung. Die Finanzierungslücken überlässt es den Berufsverbänden
und damit der Wirtschaft. Davon betroffen sind
nicht zuletzt die Bildungswilligen.
Gastreferentin Doris Leuthard
Auch die wuchernde Bürokratie macht deutlich,
dass die Anliegen der Wirtschaft nur ungenügend berücksichtigt werden. Gerade im Vorfeld
von Wahlen wird deutlich, wie unterschiedlich
Politik und Wirtschaft zentrale Fragen einschätzen und behandeln. Die in diesem Jahr neu lancierte Veranstaltung Unternehmer-Impulse 2011
des Luzerner Gewerbeverbandes zum Thema «Die
Zukunft gestalten» versucht, den vorhandenen
Graben aufzufüllen. Prominente Gastreferentin
ist Bundesrätin Doris Leuthard. Als ehemalige
Volkswirtschaftsministerin und heutige Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Ener-
gie und Kommunikation UVEK kennt sie sich im
Tagungsthema bestens aus. Spannend dürfte aber
auch die Bilanz und Analyse der bisherigen gewerblichen Bundespolitik ausfallen. Gewerbevertreter aus dem Bundesparlament zeigen in der
anschliessenden Diskussion auf, wie sie die Anliegen und Bedürfnisse der Wirtschaft in ihrer
Arbeit berücksichtigt haben. Zudem suchen die
Parlamentarierinnen und Parlamentarier eine
Antwort auf die Frage «Wie soll künftig eine erfolgreiche Gewerbepolitik betrieben werden?»
Berufslehre: Schlüssel zum Erfolg
Die Wirtschaft braucht gut qualifizierte Berufsleute und setzt sich deshalb mit grossem Engagement für die Nachwuchsförderung ein. Dabei
gibt es immer wieder Jugendliche, für die die
Lehre eine besondere Herausforderung darstellt.
Jedes Jahr wird eine Absolventin oder ein Absolvent für eine herausragende persönliche Leistung
während der Lehrzeit mit dem Paul-HürlimannPreis ausgezeichnet. Die Würdigung des Preisträgers 2011 ist ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung. Besonderes vollbringen auch Jugendliche, die ihre Spitzenleistungen in Sport oder
Musik mit einer beruflichen Grundbildung verbinden. Dazu braucht es eine zweckmässige Bildungsstätte und nicht zuletzt Unternehmen, die
diesen Jugendlichen einen praktischen Ausbildungsplatz anbieten. Eine solche Bildungsstätte
ist die Talents School von Frei’s Schulen Luzern,
die den Jugendlichen beste Trainingsmöglichkeiten und gleichzeitig einen kaufmännischen Berufsabschluss ermöglicht. Unternehmer-Impulse
2011: Lassen Sie sich inspirieren und helfen Sie
mit, die Zukunft zu gestalten.
Werner Bründler, Direktor
Unternehmer-Impulse 2011 – die Zukunft gestalten
18. Oktober 2011, 18.30 bis 20.30 Uhr, Festhalle Sempach
Der Wirtschaftsanlass für Mitglieder des Gewerbeverbands des Kantons Luzern
Referat:
Podium:
Preisverleihung:
Präsentation:
Schluss:
Doris Leuthard, Bundesrätin
Luzerner Gewerbevertreter in National- und Ständerat
– Bilanz und Analyse der gewerblichen Bundespolitik
– Schlussfolgerungen für die künftige Gewerbepolitik
Leitung: Oliver Kuhn, CR Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 AG
Paul-Hürlimann-Preis 2011 für besondere Lernleistung
Talents-School, Andy Egli stellt sportliche und musische
Nachwuchstalente der Zentralschweiz vor.
20.30 Uhr, anschliessend Apéro, offeriert von Frei’s Schulen und
Gewerbeverband
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
13
Bildungspolitik
Steuern
Steuereinheiten 2011
Kanton Luzern
Für das Jahr 2011 gilt für die Staatssteuer weiterhin ein einheitlicher Steuerfuss von 1,5 Einheiten. Die einzelnen politischen
Gemeinden sowie die staatlich anerkannten Kirchgemeinden
setzen alljährlich, nach ihren finanziellen Bedürfnissen, individuell ihre Steuereinheiten fest. Nachfolgend die aktuellen Steuereinheiten der Luzerner Gemeinden.
Anita Agner, Buchhalterin
mit eidg. Fachausweis,
Gewerbe-Treuhand AG.
Die Staats- und Gemeindesteuer besteht aus einem Steuertarif und den Steuereinheiten. Der einfache Steuerbetrag für Einkommen und Vermögen der natürlichen Personen sowie für Gewinn und Kapital der juristischen Personen kann dem Tarif des kantonalen Steuergesetzes entnommen werden. Die Steuereinheiten geben den Faktor an, mit dem die einfache Steuer
multipliziert werden kann, um den effektiven Steuerbetrag zu berechnen. Steuereinheiten bestehen
aus einem kantonal einheitlichen sowie aus einem
für die Einwohnergemeinden und Kirchgemein-
Gemeinde
Adligenswil 6)
Aesch
Alberswil
Altbüron
Altishofen 2) 7)
Altwis
Ballwil
Beromünster
Buchrain
Büron
Buttisholz
Dagmersellen
Dierikon
Doppleschwand 2)
Ebersecken 3)
Ebikon 7)
Egolzwil
Eich 2)
Emmen 5)
Entlebuch 2)*
Ermensee
Eschenbach 7)
Escholzmatt
Ettiswil
Fischbach
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
Rang ohne
Kirchensteuer
25
60
56
79
10
32
6
32
25
32
60
10
8
69
56
25
38
2
44
60
38
5
60
56
60
den individuell festgesetzten Steuerfuss. Die Kirchensteuer wird bei konfessionsangehörigen und
juristischen Personen erhoben.
Beispiel
Die geschuldete Einkommens- und Vermögenssteuer berechnet sich für das Jahr 2011 für ein verheiratetes Paar
mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 98 000.–, mit
einem steuerbaren Vermögen von Fr. 250 000.–, katholisch, Wohnort Adligenswil, zusammenfassend nach folgendem Schema:
Steuer je Einheit für das Einkommen
(gem. StG § 57 Abs. 2)
3.37449 %
Steuer je Einheit für das Vermögen
(gem. SteG § 60 Abs. 1)
0.075 %
Total Steuer je Einheit (E)
187.50
3494.50
Staatssteuer
1.5000 E
5241.75
Gemeindesteuer
1.9000 E
6639.55
Röm.-kath. Kirchensteuer
0.2275 E
795.15
Total Steuer
3.6275 E
12676.30
Natürliche Personen
Juristische
Personen
ohne
Kirchensteuer
Römisch
katholisch
Evangelisch
reformiert
3.40
3.70
3.65
3.90
3.20
3.45
3.10
3.45
3.40
3.45
3.70
3.20
3.15
3.75
3.65
3.40
3.50
2.80
3.55
3.70
3.50
3.00
3.70
3.65
3.70
3.6275
4.05
4.02
4.33
3.515
3.73
3.35
3.77
3.67
3.75
4.05
3.42
3.39
4.15
3.965
3.625
3.80
2.98
3.835
4.15
3.78
3.27
4.05
4.02
4.13
3.65
3.92
4.00
4.13
3.43
3.67
3.32
3.67
3.65
3.67
3.92
3.43
3.40
4.05
3.88
3.65
3.72
3.02
3.80
4.00
3.72
3.22
4.10
4.00
4.05
14
3307.–
3.63
4.03
4.02
4.30
3.51
3.73
3.35
3.76
3.67
3.74
4.04
3.42
3.39
4.15
3.96
3.63
3.79
2.99
3.83
4.14
3.77
3.27
4.06
4.02
4.11
Bildungspolitik
Gemeinde
Folgende Rabatte
sind berücksichtigt
1)
10% Rabatt auf
Einwohnergemeinde
2)
0.1 Einheiten Rabatt
auf Einwohnergemeinde
3)
0.15 Einheiten Rabatt
auf Einwohnergemeinde
4)
0.2 Einheiten Rabatt
auf Einwohnergemeinde
5)
5 % Rabatt auf
römisch-katholische
Kirchgemeinde
6)
9 % Rabatt auf
römisch-katholische
Kirchgemeinde
7)
10 % Rabatt auf
römisch-katholische
Kirchgemeinde
8)
15 % Rabatt auf
römisch-katholische
Kirchgemeinde
9)
0.01 Einheiten
Rabatt auf römischkatholische Kirchgemeinde
10)
0.02 Einheiten
Rabatt auf römischkatholische Kirchgemeinde
11)
0.05 Einheiten
Rabatt auf römischkatholische Kirchgemeinde
12)
für den Gemeindeteil
St. Urban wird keine
römisch-katholische
Kirchensteuer
erhoben
Flühli 4)
Gettnau 11)
Geuensee
Gisikon
Greppen
Grossdietwil
Grosswangen
Hasle
Hergiswil
Hildisrieden
Hitzkirch 10)
Hochdorf
Hohenrain 11)
Honau
Horw
Inwil
Knutwil
Kriens
Luthern
Luzern
Malters
Marbach
Mauensee
Meggen 1) 8)
Meierskappel
Menznau
Nebikon
Neudorf
Neuenkirch
Nottwil
Oberkirch 9)
Ohmstal
Pfaffnau 12)
Pfeffikon
Rain
Reiden
Rickenbach
Roggliswil 2)
Römerswil
Romoos 4)
Root
Rothenburg
Ruswil
Schenkon
Schlierbach
Schongau
Schötz 5)
Schüpfheim
Schwarzenberg
Sempach
Sursee
Triengen 8)
Udligenswil
Ufhusen
Vitznau
Wauwil
Weggis
Werthenstein
Wikon
Willisau
Wolhusen
Zell
Rang ohne
Kirchensteuer
60
73
32
10
22
73
69
79
60
14
38
25
44
10
6
25
32
25
79
14
44
60
48
1
69
73
19
48
48
44
8
79
73
79
25
48
69
73
38
38
32
14
60
2
14
38
48
79
79
19
22
19
22
79
14
56
4
79
48
48
73
48
Natürliche Personen
ohne
Kirchensteuer
Römisch
katholisch
Evangelisch
reformiert
3.70
3.80
3.45
3.20
3.35
3.80
3.75
3.90
3.70
3.25
3.50
3.40
3.55
3.20
3.10
3.40
3.45
3.40
3.90
3.25
3.55
3.70
3.60
2.535
3.75
3.80
3.30
3.60
3.60
3.55
3.15
3.90
3.80
3.90
3.40
3.60
3.75
3.80
3.50
3.50
3.45
3.25
3.70
2.80
3.25
3.50
3.60
3.90
3.90
3.30
3.35
3.30
3.35
3.90
3.25
3.65
2.95
3.90
3.60
3.60
3.80
3.60
4.10
4.20
3.78
3.44
3.70
4.23
4.075
4.35
4.13
3.55
3.78
3.66
3.95
3.44
3.35
3.64
3.80
3.67
4.35
3.50
3.89
4.10
3.85
2.7305
4.10
4.15
3.615
3.90
3.93
3.835
3.36
4.2515
4.22
4.35
3.74
3.90
4.05
4.22
3.90
3.95
3.69
3.50
4.04
3.05
3.55
3.92
3.9515
4.30
4.35
3.52
3.60
3.555
3.65
4.30
3.65
3.95
3.19
4.25
3.90
3.93
4.15
3.97
4.10
4.15
3.67
3.45
3.60
4.03
3.97
4.30
4.05
3.47
3.72
3.62
3.77
3.45
3.35
3.62
3.67
3.65
4.25
3.50
3.80
4.10
3.82
2.785
4.00
4.10
3.53
3.82
3.82
3.77
3.37
4.25
4.05
4.12
3.62
3.85
3.97
4.05
3.72
3.80
3.70
3.50
4.00
3.02
3.47
3.72
3.83
4.30
4.15
3.52
3.57
3.52
3.60
4.25
3.50
3.87
3.20
4.20
3.85
3.95
4.10
3.95
* bei Redaktionsschluss Steuereinheiten noch provisorisch
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
Juristische
Personen
15
4.10
4.19
3.77
3.44
3.68
4.21
4.07
4.35
4.12
3.54
3.77
3.66
3.94
3.44
3.35
3.64
3.78
3.67
4.34
3.50
3.88
4.10
3.85
2.74
4.08
4.15
3.61
3.89
3.92
3.83
3.36
4.25
4.18
4.27
3.73
3.89
4.04
4.20
3.89
3.94
3.69
3.50
4.04
3.05
3.54
3.90
3.94
4.30
4.33
3.52
3.60
3.55
3.64
4.29
3.63
3.94
3.19
4.25
3.88
3.93
4.15
3.97
Wirtschaftspolitik
Interview mit Urs Geiser
Blitzableiter im Dienste
der Baumeister
Kein Baumeister, kaum ein Bauherr, der ihn nicht kennt. Urs Geiser
stand 32 Jahre lang in Diensten der Zentralschweizerischen Baumeisterverbänden ZBV. Im Sommer legte er sein Amt nieder. Der
65-Jährige blickt auf ein erfülltes Berufsleben zurück.
Gewerbe Luzern: Urs Geiser, nach über
drei Jahrzehnten Tätigkeit bei den Zentralschweizerischen Baumeisterverbänden ZBV sind Sie Ende Juni in den Ruhestand getreten. Mit welchen Gefühlen?
Urs Geiser: Einerseits freue ich mich, mehr Zeit
für Familie und Hobbys zu haben. Andererseits
werde ich meinen Beruf sicher vermissen. Für
mich war es immer die grösste Befriedigung,
wenn ich jemandem helfen konnte.
Welches waren die letzten 17 Jahre als
Geschäftsführer Ihre Hauptaufgaben?
Beratung und Unterstützung aller am Bau beteiligten Personen, sprich Bauherren, Baumeister,
Ingenieure und Architekten. Als Sekretär aller
fünf Zentralschweizer Baumeisterverbände habe
ich zudem die Herbst- und Generalversammlungen sowie die Vorstandssitzungen vor- und
nachbearbeitet. Zu meinen Aufgaben gehörte
auch das Organisieren von kulturellen Anlässen
oder Fachreferaten für unsere Mitglieder.
Nachfolge geregelt
Der neue Geschäftsführer der Zentralschweizer
Baumeisterverbände
(ZBV) heisst Kurt A. Zurfluh, ist verheiratet und
kommt aus Bürglen,
UR. Nach seiner Ausbildung bei der Raiffeisenbank liess sich der 42Jährige zum dipl. Kaufmann weiterbilden und
arbeitete danach drei
Jahre für die Marti AG
Bauunternehmung in
Altdorf. Es folgte eine
1-jährige Managementausbildung. Von 1995
an war Zurfluh während zwölf Jahren
Gemeindeschreiber der
Gemeinde Spiringen.
Zuletzt leitete er die
Abteilung Bau und
Liegenschaften der
Gemeinde IngenbohlBrunnen.
Welche Anliegen wurden an Sie getragen?
Oft haben sich Bauherren über schlechte Arbeit
beklagt. Kein Wunder: Viele Bauherren wollen
den billigsten Baumeister und gleichzeitig die
beste Arbeit. Das geht nicht auf. Eine Hausfrau,
die einen Staubsauger kaufen will, überlegt sich
auch zuerst, welches Gerät was kann. In diesem
Sinn rate ich jedem Bauherrn, Referenzen der in
Frage kommenden Baumeister einzuholen.
Wer ruft sonst noch bei Ihnen an?
Gelegentlich beklagte sich ein Baumeister, dass
der Verband mit den Gewerkschaften zu hohe
Löhne ausgehandelt hat. Oft gings auch um
rechtliche Fragen zu Landesmantelvertrag oder
SIA-Normen. Bei Fragen, die unsere Kompetenz
übersteigen, werden die Baumeister an externe
Spezialisten oder direkt an den SBV vermittelt.
Können sich auch Nichtmitglieder an den
SBV wenden?
Nichtmitglieder erhalten ausser zu Fragen zum
Landesmantelvertrag keine Auskunft. Arbeitnehmer werden an Gewerkschaften verwiesen.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
16
Urs Geiser.
(Foto: apimedia)
Von welchen Dienstleistungen profitieren
Mitglieder Ihres Verbandes sonst noch?
Neben der Unterstützung in rechtlichen und bautechnischen Fragen profitieren sie auch finanziell. Die ZBV übernehmen alle Kosten der Lehrlings-Einführungskurse in Sursee. Und bei den
Weiterbildungen gibt es eine Ermässigung von 25
Prozent. Eine Mitgliedschaft bei den ZBV lohnt
sich also in jedem Fall. Zurzeit sind 85 Prozent aller im Bauhauptgewerbe tätigen Unternehmen
Mitglieder unseres Verbandes.
Wie sind Sie mit dem bekanntlich rauen
Umgangston der Bauleute umgegangen?
Einmal leer schlucken, auf 10 zählen und dann
antworten. Mit der Rolle als Blitzableiter hatte ich
nie Probleme. Überhaupt hatte ich ein ausgezeichnetes Verhältnis mit den Baumeistern. Sie
schätzten es, dass ich alle gleich behandelte.
Ihr Arbeitstag dauerte auch mal länger
als achteinhalb Stunden, oder?
Wenn ich an vier von fünf Abenden geschäftlich
weg war, dann war das normal. Das ging nur, weil
meine Frau, die selber aus einer Baumeisterfamilie stammt, das nötige Verständnis entgegenbrachte. Nur eine Forderung hatte Maria: Dass ich
am Freitag um 17 Uhr Feierabend mache und
mich am Wochenende ganz der Familie widme.
Das nahm ich mir zu Herzen.
Die Fragen stellte Alex Piazza
Kolumne unserer Bundespolitiker
Gewerbepolitik
JA zur Stärkung der KMU!
Yvette Estermann, Nationalrätin SVP, Mitglied der
Ärztegesellschaft FMH,
Inhaberin der Beratungspraxis «estermann life
coaching», ist Mitglied der
Aussenpolitischen Kommission sowie der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des
Nationalrats.
Seit längerer Zeit beklagen sich «Gewerbler» über einen alarmierenden Zustand,
der offensichtlich schon lange auf dem Arbeitsmarkt herrscht: Laufend kommen Einzel-Unternehmer aus der EU in die Schweiz und arbeiten hier zu
Dumping-Löhnen. Weit über 1000 «Scheinselbstständige» sind allein im Kanton Luzern aktiv! Dank der Personenfreizügigkeit müssen sie sich nicht an die
vorgeschriebenen Lohn- und Anstellungsbedingungen halten! Sie konkurrenzieren damit massiv unser einheimisches Gewerbe und es besteht dringend
Handlungsbedarf!
Am 16. Juni reichte ich deshalb im eidg. Parlament eine entsprechende Motion ein und erhielt
dafür Unterschriften von vier Parteien (SVP, CVP, FDP, GLP). Ebenfalls Unterstützung erhielt ich
von Regierungsrat Guido Graf und Nationalrat Ruedi Lustenberger (CVP), welcher eine ähnliche
Motion einreichte.
Text der Motion
Der Bundesrat wird beauftragt, den vorherrschenden Problemen, die mit dem vermehrten Aufkommen inländischer «scheinselbstständiger» Einzelfirmen (GmbH) und ausländischen «Ich-AG»
in bestimmten Sektoren wie etwa der Baubranche entstanden sind, wirkungsvoll entgegenzutreten. Die vom Bundesrat in die Wege geleiteten Massnahmen sollen ohne nennenswerte finanzielle Mehrbelastung bewerkstelligt werden, sondern zum Beispiel durch die vollumfängliche Ausschöpfung des Strafmasses oder durch eine entsprechende Verschärfung des Arbeits- und Gewerberechts.
Begründung
Ein wichtiger Teil des Papiers ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Die Schweiz hat hier
in den letzten Jahren ihre führende Rolle eingebüsst. Diese Führung soll mit einem gezielten Fonds
von einer Milliarde Franken, der gleichzeitig vom Bund und den Energieversorgern gespiesen wird,
zurückerobert werden. Eng verbunden mit dem Energieumbau ist auch unsere Raumplanung. Es
darf nicht sein, dass landwirtschaftliche Flächen schonungslos für Fachmärkte und Parkplätze geopfert werden. Neben der damit einhergehenden Landverschwendung werden vor allem unsere
Dorfläden gefährdet. Jede Woche schliesst ein Metzger, Bäcker oder Drogist. Daran kann niemand
interessiert sein. Das Bundesparlament ist nun gefordert. Unsere Anstrengungen führen nur zum
Erfolg, wenn jeder über seine Parteigrenzen hinausschaut und sich kompromissbereit zeigt. Die
Bevölkerung würde es nicht verstehen, wenn der Energieumbau durch ein Parteiengeplänkel im
Hinblick auf die nationalen Wahlen blockiert würde.
Offensichtlich leiden je länger je mehr einheimische KMU unter der zunehmenden Konkurrenz
von scheinselbstständigen Einzelfirmen, die sich in vielerlei Hinsicht nicht an die üblichen Regeln halten und keinem Gesamtarbeitsvertrag unterstehen. Häufige Verstösse werden etwa in der
Unterschreitung der Mindestlöhne oder der Nichteinhaltung der maximalen Arbeitszeit verzeichnet. Aus diesen Gründern hat der Bundesrat dafür zu sorgen, dass die Einhaltung der ortsund branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen gewährleistet ist. Fehlbare sind dementsprechend wesentlich härter (mit höheren Strafen) zu sanktionieren.
Hier haben unsere
Bundespolitiker das
Wort
In der seit diesem Jahr
neuen Rubrik «Kolumne
unserer Bundespolitiker»
äussern sich unsere
gewerblichen Nationalund Ständeratsmitglieder
regelmässig zu einem
frei gewählten Thema.
Es ist zu hoffen, dass der Bundesrat die existierenden Missstände ernst nimmt, damit sich Unternehmer, die sich an die bestehenden Gesetze und Vorgaben halten, nicht mehr dumm vorkommen!
Yvette Estermann
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
17
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GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
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Bildungspolitik
Carrosserieverband VSCI Sektion Zentralschweiz
Carrossier schaffen neue
Ausbildung
Das Ausbildungszentrum des Carrosserieverbandes Sektion Zentralschweiz in Ebikon nimmt neue Formen an. Für Praktiker mit
schulischem Defizit bietet der Berufsverband ab 2013 eine Ausbildung zum Lackierassistenten an.
Dem Carrosserieverband VSCI Sektion Zentralschweiz geht der Platz für die Auszubildenden
aus. Der Platz im Ausbildungszentrum in Ebikon
ist zu klein. Strukturierte Arbeitsabläufe in der
Ausbildung der Berufe Carrossier Lackiererei und
Spenglerei sowie Fahrzeugschlosser mit einer effizienten Lagerhaltung sind nicht mehr möglich.
«Dies erhöht das Unfallrisiko und wir gewährleisten keine zeitgemässe Ausbildung», begründet
Präsident Reto Zemp das Vorhaben. Die Mitglieder haben deshalb an einer ausserordentlichen
GV im letzten November dem Kauf des angrenzenden Grundstückes zugestimmt. Ziel ist es, die
neuen Räumlichkeiten bis Anfangs 2012 zu beziehen.
VSCI Spengler:
Albert Lustenberger überreichte Harry Nideröst den
Wanderpokal für seinen
Ausbildungsbetrieb.
(Foto: Werner von Euw)
Mitglieder zahlen Darlehen
Um den Ausbau zu finanzieren, zahlt jedes Verbandsmitglied 1000 Franken. Diesen Betrag erhebt der Verband auch bei Neumitgliedern. Beim
Austritt erstattet der VSCI Zentralschweiz den in
Form eines zinslosen Darlehens erhaltenen Betrag
zurück. Diese Statutenänderung genehmigten die
70 Anwesenden an der diesjährigen Generalversammlung in der Bossard-Arena in Zug einstimmig. Der Ausbau hatte auch Auswirkungen auf
die Jahresrechnung. Das Anlagevermögen sowie
das Fremdkapital erhöhten sich um den Kauf-
preis von rund 700000 Franken. Die Rechnung
schloss mit einem kleinen Gewinn von 1600
Franken.
Neue Lehre: Lackierassistent
Die Carrossier bieten ihren Auszubildenden nicht
nur mehr Platz. Ab 2013 gibt es in der Branche einen neuen Lehrgang zum Lackierassistenten. Die
Ausbildung dauert zwei Jahre. Im Gegensatz zur
Anlehre endet der Lehrgang mit einem eidgenössischen Berufsattest. «Wir bieten ein Gefäss für
Junge mit einer abgebrochenen Lehre oder einem schulischen Defizit», erklärte Felix Pohl,
Direktor des Schweizerischen Carrosserieverbandes VSCI. Die Ausbildung richtet sich an praktisch begabte Jugendliche mit dem Willen, in einem Carrosserie- oder Industriebetrieb anzupacken. Die Betriebe können Lackierassistenten für
einfache Routinearbeiten und unterstützende
Tätigkeiten im Team einsetzen. Die Anlehre zum
Carrosserie-Handweker wird diesen Sommer hingegen zum letzten Mal angeboten.
Wissen, was in der Schule geht
Im Ausbildungsbereich des VSCI tut sich noch
mehr. Ab dem nächsten Schuljahr steht den Lehrmeistern ein neues Noten- und Absenzentool zur Verfügung. Die Berufsfachschulen erfassen Noten, Verhalten und Anwesenheit online.
Der Lehrmeister kann die Daten unmittelbar abrufen und ist jederzeit im Bilde. «Die Anwendung trägt zur Transparenz bei und Lehrmeister
erleben keine Überraschungen bei der Zeugnisabgabe», so Victor Jans, Ausbildungsberater Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern.
Lehrlingswettbewerb mit Bestleistungen
Beim Lehrlingswettbewerb brillierten die nachfolgend genannten Lernenden im dritten Lehrjahr
mit Bestleistungen. Sie durften für ihren Ausbildungsbetrieb den Wanderpokal des VSCI Sektion
Zentralschweiz entgegennehmen.
Carrossier-Lackiererei: Carrosserie-Spritzwerk
Melliger, Emmenbrücke. Fabienne Troxler, Neuenkirch LU.
Carrossier-Spenglerei: Carrosserie Deck GmbH,
Ibach SZ. Harry Nideröst, Ibach SZ.
Fahrzeugschlosser: Sutter AG Fahrzeugbau, Lungern OW. Sandro Lüthi, Giswil OW.
Werner von Euw
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
19
KMU-Frauen
Geschäftsfrauenseminar 2011
Der Kunde ist König –
vom Umgang mit Königen
Einmal mehr bot die Gewerbe Treuhand AG mit ihrem Geschäftsfrauenseminar den KMU-Frauen ein attraktives Programm zu einem aktuellen Thema. Der Vormittag war Fachreferaten gewidmet, am Nachmittag ging es mit Praxisreferaten und einer gewitzt
geführten Podiumsdiskussion etwas lockerer, aber nicht weniger
ernsthaft zu. Impressionen eines interessanten Seminartages im
Seminarhotel Sempachersee, Nottwil.
Bruno Käch, Gesamtleiter Gewerbe Treuhand AG, beim Verabschieden von Liz Theytaz,
der nach langjähriger Mitarbeit in Pension gehenden Organisatorin des Geschäftsfrauenseminars.
Genügend Zeit zur Kontaktpflege und für angeregte
Gespräche in den Pausen.
(Fotos: Hanspeter Schneeberger / Ursula Schürmann)
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
Max Züst, Direktor Hotel &
Gastro formation, Weggis,
zeigte auf, wie tragende
Beziehungen zu Kunden
aufgebaut werden können.
Gewiefte Moderation von
Simon Kopp, Informationsbeauftragter Strafuntersuchungsbehörden Kt. LU,
Studienleiter am MAZ.
Olivia Wettstein, MLaw,
sprach über Inhalte und
Wichtigkeit von Arbeitsverträgen, denn zufriedene
Arbeitnehmende sind
wichtige Voraussetzung
für zufriedene Kunden.
Shifu Roger Stutz SHI YAN
LONG, 34. Generation
Shaolin Song Shan, sprach
über Respekt und Ehre
und wahre Geschenke
eines Kunden im Reich der
Mitte.
Verwickelt in ein Gespräch mit Teilnehmerinnen: Oliver
Kölliker, Rechtsanwalt und Notar, patentierter Sachwalter,
erläuterte, wie sich Debitorenverluste vermeiden lassen.
20
Interessante Beiträge im
Podium (von links): François
Jeanmaire, Leiter Hotellerie
Waidspital Zürich, und Monseigneur Archiduc CarlChristian d’Autriche, Enkel
des letzten Kaisers von
Österreich.
KMU-Frauen
Schule für die Geschäftsfrau
Einmalig und
unverkennbar!
Sabine Beck-Pflugshaupt, Absolventin des Lehrgangs 2010 /2011
der Schule für die Geschäftsfrau, hatte sich spontan bereit
erklärt, anlässlich des Informationsabends für den nächsten
Lehrgang frisch von der Leber weg darüber zu berichten, wie sie
diese Weiterbildung erlebt und was sie ihr gebracht hat. Wir
haben sie danach gebeten, ihr Statement zu Papier zu bringen
als Beitrag für «Gewerbe Luzern».
Sabine Beck-Pflugshaupt
ist in der Unternehmung
ihres Ehemanns, der Beck &
Co. Umwelt AG, Logistik +
Recycling, Sursee, unterstützend tätig. Sie engagiert sich zudem seit 2004
im Korporationsrat Sursee.
Seit dem 1. Januar 2011
führt sie das Präsidium der
Korporationsgemeinde
Sursee.
Mitte Mai 2011 hat sich erneut eine grosse Gruppe interessierter Frauen im Campus
Sursee zusammengefunden,
um sich über das Weiterbildungsangebot «Schule für die
Geschäftsfrau» des Gewerbeverbandes Luzern informieren
zu lassen. Als begeisterte Absolventin des Lehrgangs 2010/2011 hatte ich die Gelegenheit, aus
dem Schulalltag zu berichten und die Vorzüge
und Einmaligkeit der Weiterbildung hervorzustreichen. Der Blick in die Runde bestätigte mir,
dass wiederum viele Frauen voller Wissensdurst
und dem Bedürfnis nach persönlicher Weiterentwicklung anwesend waren. Ich wusste sofort:
Diese Frauen sind hier am richtigen Ort. Denn genau in diesen Punkten hat die Schule für die Geschäftsfrau, kurz SGF, viel zu bieten!
Wertvolles Netzwerk
Die Klassen spiegeln jeweils eine bunte Mischung
von Vertreterinnen aus diversen Berufsbranchen.
Diese Frauen bringen ihr vielfältiges Wissen und
ihre Erfahrungen aus verschiedenen Einsatzgebieten in Klein- und Mittelunternehmen KMU
oder anderen leitenden Funktionen, wie zum Beispiel in öffentlichen Ämtern oder ehrenamtlichen Vereinstätigkeiten, im Unterricht ein. Der
Austausch in einem solch breit gefächerten Netzwerk ist besonders wertvoll und bereichernd. Der
Umstand, Familienarbeit, Haushalt, Berufsalltag
und Partnerschaft, Unternehmensführung sowie
eigene Bedürfnisse immer wieder unter einen Hut
zu bringen, und dabei noch eine gute Balance zu
halten, erfordert viel Flexibilität und stellt
enorme Herausforderungen an einen Menschen.
Sich darüber mit Personen in vergleichbaren Situationen austauschen zu dürfen, ist ein Geschenk und insbesondere für Frauen sehr bedeutsam. Die Ausbildung bietet eine wertvolle Gelegenheit für einige Stunden aus dem gewohnten
Alltag auszubrechen, um den eigenen Bedürfnis-
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
21
sen auf den Grund zu gehen, am Wohlbefinden
in diesem Spannungsfeld zu arbeiten und an den
verschiedenen Fachkompetenzen zu feilen. Die
Erfahrung zeigt, dass gerade die Kombination
dieser Komponente eines der Erfolgsrezepte der
SGF darstellt.
Das eigene Können erkennen und stärken
Viele der KMU-Frauen sind in ihrer Laufbahn
durch die Unternehmenstätigkeit ihres Partners
gefordert, in ganz neue Branchen einzutauchen,
welche nur wenig oder gar nichts mit ihrer ursprünglichen Berufsausbildung gemeinsam haben. Der Lehrgang SGF stärkt das Bewusstsein,
die eigenen Stärken und Schwächen zu entdecken und diese in einer Standortbestimmung zu
benennen. Zum einen gilt es, die Stärken wertzuschätzend hochzuhalten, zum anderen die
Chance der Weiterbildung zu nutzen. Dabei gilt
es, den Zugang zu neuen Fachgebieten zu erhalten, Neugierde zu wecken und den Mut zu entwickeln, im Unternehmensalltag aktiv mitzudenken und mitzureden. Ziel ist es, zu erkennen oder
zu überprüfen, wie und wo das eigene Können
sinnstiftend im Unternehmen eingesetzt werden
kann.
Schulalltag wird wachsende Wissensbörse
Im Bereich der Wissensvermittlung nehmen fachkompetente Dozentinnen und Dozenten die Aufgabe wahr, die Teilnehmerinnen mit den relevanten Geschäftsbereichen rund um das Geschäftsjahr vertraut zu machen und das
entsprechende Fachwissen zur Verfügung zu stellen. Jede Frau nutzt diesen Wissenspool den eigenen Bedürfnissen entsprechend. Infolgedessen
sind die Lehrpersonen vielfältig gefordert, denn
es gilt den Wissensdurst von bis zu 18 Lernenden
zu stillen. Indem die Teilnehmerinnen einander
gegenseitig inspirieren und einen angeregten
Wissensaustausch suchen, um bestmöglich voneinander zu lernen, machen den Schulalltag zu etwas Besonderem. Es entsteht eine riesige Wissensbörse, welche nur so vor gehaltvollen Kompetenzen strotzt und durch das gemeinsame
Lernen stets weiterwächst.
Das ist «Schule für die Geschäftsfrau».
Einmalig und unverkennbar!
Sabine Beck-Pflugshaupt
BAUWIRTSCHAFTSKONFERENZ
Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein SIA
Stellungnahme zum
Raumkonzept Schweiz
Der SIA begrüsst die Zielsetzungen des vorliegenden «Raumkonzept Schweiz» in ihren Grundzügen und auch dessen breit abgestützte Erarbeitung. Für eine griffige Strategie muss das Raumkonzept laut Ansicht des SIA jedoch stärker auf eine Bündelung
der Kräfte hin ausgerichtet werden und für die Umsetzung
braucht es klare Prioritäten und mehr Verbindlichkeit.
Reflexion der Veränderungen und Trends
Als Grundlage zur Erarbeitung einer zukunftsfähigen, räumlichen Strategie vermisst der SIA
grundsätzlich eine Analyse der vorherrschenden
Veränderungen und Trends, namentlich der vier
Aspekte: markante Zunahme der Flächenbeanspruchung, neue Erreichbarkeiten durch den Bau
und Betrieb leistungsfähiger Verkehrsinfrastrukturen, Wandel von einer produktions- zu einer
wissensbasierten Ökonomie und nicht zuletzt die
anstehenden Veränderungen im Energiebereich,
die allesamt raumrelevant sind.
Die vollständige Version
der Stellungnahme des SIA
zum Raumkonzept
Schweiz findet sich
unter: www.sia.ch/presse
Raumplanerische Anstrengungen bündeln
Die Hauptaussage des Raumkonzeptes, «nicht
überall alles» erachtet der SIA als grundlegend.
Die Ausscheidung unterschiedlicher Handlungsräume sowie die Benennung spezifischer Aufgaben ist die richtige Strategie für eine differenzierte räumliche Entwicklung der Schweiz. Aus
Sicht des SIA geschieht die Definition der Handlungsräume jedoch noch zu stark auf der Basis regionaler und geografischer Kriterien, sodass die
Darstellung der Aufgaben und Konzepte in den
Texten und Plänen zu sehr als ein Nebeneinander erscheint. Eine eigentliche räumliche Strategie, die als verbindliche Grundlage für Standortund Investitionsentscheide dienen kann, ist nicht
ablesbar. Statt aufgrund der Nachbarschaft und
räumlichen Typologie muss die Ausscheidung
der Handlungsräume stärker auf Basis einer Analyse der Erreichbarkeit geschehen und innerhalb
der Handlungsräume müssen die raumplanerischen Anstrengungen klarer priorisiert und im
Hinblick auf anstehende Schwerpunktaufgaben
gebündelt werden. Vor diesem Hintergrund vermisst der SIA auch die Ausscheidung der Durchgangsräume (Nord-Süd, West-Ost) sowie der Flughafengebiete als national bedeutende Handlungsräume.
Verkehrsinfrastruktur als Stellschraube
Die Strategie der polyzentrischen Raumentwicklung erachtet der SIA mit Blick auf die Metropo-
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
22
len als Entwicklungsschwerpunkte als richtig.
Dem Konzept der Städtenetze als Grundlage für
den Erhalt und die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit steht er allerdings skeptisch gegenüber. Die eigentliche Stellschraube der
räumlichen Entwicklung liegt laut Ansicht des
SIA vielmehr in Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und dadurch ausgelöste Veränderungsprozesse. Anstelle des abstrakten Konzepts des
Städtenetzes muss daher die konsequente Koordination der Raumentwicklung und der Verkehrsinfrastruktur als Schlüsselfunktion hervorgehoben
werden. Entscheidend wird es dabei vor allem
sein, klare Prioritäten für die Abwägung der Interessen aufzuzeigen. In den Karten des vorliegenden Konzeptes sind diese als Strategie nicht lesbar
und im Text zu wenig ausgearbeitet.
Flexible Instrumente auf Gesetzesebene
Die «Siedlungsentwicklung nach innen» ist ein
wesentlicher Eckpfeiler des haushälterischen Umgangs mit der knappen Ressource Boden. Das
klare Bekenntnis des Raumkonzeptes, der Siedlungserneuerung vor der Erschliessung neuer Baugebiete Vorrang zu geben, wird vom SIA entsprechend begrüsst. In Bezug auf die Umsetzung sind
aber grundsätzlich die Fragen zu klären: Welche
Verbindlichkeit soll das Raumkonzept für die einzelnen Akteure haben und wie werden die darin
beschriebenen Grundsätze gesetzlich geregelt?
Laut Ansicht des SIA ist eine Umsetzung der wichtigen Bekenntnisse des Raumkonzepts Schweiz
nur möglich, wenn auch zusätzliche, flexible
raumplanerische Instrumente auf Gesetzesebene
geschaffen werden. Insbesondere braucht es neue
gesetzliche Rahmenbedingungen für das raumplanerische Handeln in den funktionalen Räumen.
Bund als Hauptakteur
Für die Umsetzbarkeit der prioritären Schwerpunktaufgaben muss darüber hinaus dem Bund
grössere Kompetenz zugewiesen werden: Als
Hauptakteur muss er die Voraussetzungen für die
wichtigen Weichenstellungen schaffen und für einen Ausgleich zwischen den Gebietskörperschaften sorgen. Vor allem ist der Bereich der Finanzinstrumente in Bezug auf seine Auswirkungen
auf die räumliche Entwicklung zu überdenken
und durch das Raumkonzept zu koordinieren.
Die Themenbereiche Finanzausgleich, Regionalförderung, Wirtschaftsförderung, Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastrukturen und die Sub-
BAUWIRTSCHAFTSKONFERENZ
ventionierung der Landwirtschaft sind in Bezug
auf ihre Unterstützungsmöglichkeiten für eine
anzustrebende räumliche Entwicklung bei der
überarbeitung des Raumkonzepts zu vertiefen.
Kurz: Das Raumkonzept muss die verbindliche
übergeordnete Klammer für die raumrelevanten
Sektoralpolitiken des Bundes darstellen.
Zusammenfassung
Zusammenfassend hält der SIA fest, dass im
Raumkonzept viele gute und richtige Ziele, Strategien und Handlungsanweisungen eingearbeitet
sind. Diese sind aber noch zu wenig konsequent
darauf ausgerichtet, dass ein angestrebtes Zukunftsbild der Schweiz nur mit zielgerichteten
Massnahmen und einer Bündelung der Kräfte erreicht werden kann.
* Thomas Müller ist Leiter
Kommunikation SIA und
Thomas Noack ist Verantwortlicher Raumplanung
SIA.
Für die Umsetzung des Raumkonzepts bietet der
SIA seine volle Unterstützung an.
1. Allgemeine Bemerkungen
Das Raumkonzept Schweiz – als neues Werkzeug verstanden – soll künftig als Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die raumwirksamen Tätigkeiten von
Bund, Kantonen und Gemeinden dienen. Als solche
versteht sich das Raumkonzept als gemeinsame politische Grundlage für die drei Staatsebenen. Andererseits wird darauf hingewiesen, dass es sich nicht um
ein neues Instrument der Raumplanung handeln soll
und weder kantonale Richtpläne noch Sach-, Gestaltungs- oder Nutzungspläne ersetzen soll, sondern
diese ergänzt.
Ein neues Werkzeug, jedoch kein neues
Instrument! Rechtlich nicht verbindlich,
aber politisch legitimiert!
Thomas Müller und Thomas Noack*
Stellungnahme des sgv Raumkonzept
Schweiz: Unser Land total verplanen?
Der Schweizerische Gewerbeverband sgv lehnt das
vorliegende Raumkonzept als zu planungsgläubig und
zu wenig KMU-freundlich ab. In seiner Vernehmlassungsantwort verlangt der sgv als grösster Dachverband der Wirtschaft eine grundlegende Überarbeitung des Raumkonzepts Schweiz. Die Raumentwicklung ist eine Schlüsselgrösse für den Standort
Schweiz und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Es ist daher grundsätzlich sinnvoll, nach ganzheitlichen Lösungen für das Grundproblem des bevölkerungs- und siedlungsmässig rasant wachsenden
Landes zu suchen. Das Raumkonzept Schweiz
weist denn auch gute und interessante Ansätze auf
und stellt die richtigen Fragen, es gibt aber vielfach
die falschen Antworten und vermag daher als Ganzes
nicht zu überzeugen.
Der sgv fordert eine grundlegende Überarbeitung
des Raumkonzepts Schweiz insbesondere in folgender
Hinsicht:
– Klare Aussage zur Verbindlichkeit
(nur Orientierungs- und Entscheidungshilfe ohne
rechtsverbindlichen Charakter);
– Stärkere Gewichtung der wirtschaftlichen
Entwicklung, keine negativen Prädizien für die
Zukunft schaffen (keine Überbetonung des
Schutzgedankens);
– Strikte Respektierung der heutigen Aufgabenteilung
zwischen Bund und Kantonen
(keine «schleichende» Zentralisierung);
– Keine Einführung von neuen Instrumenten und
keine Verkomplizierung der Abläufe (weniger und
nicht mehr Regulierungskosten für die KMU);
– Keine einseitige Bevorzugung des öffentlichen
Verkehrs (freie Wahl der Verkehrsmittel);
– Abkehr von der auf die Zentren fixierten Denkweise
(Potenziale ländlicher Räume und des Berggebietes
stärker hervorheben);
– Keine «Überladung» des Raumkonzepts Schweiz
mit wesensfremden Zielsetzungen (z.B. Sozial- oder
Integrationspolitik).
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
Stellungnahme des Luzerner Gewerbeverbands zum Raumkonzept Schweiz
Der Gewerbeverband des Kantons Luzern setzt sich
im Interesse der Luzerner KMU für optimale wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen ein.
In diesem Sinne hat er die Möglichkeit wahrgenommen, sich zum Raumkonzept Schweiz zu äussern.
Nachfolgend finden Sie die allgemeinen Bemerkungen und das abschliessende Fazit der Stellungnahme im Wortlaut.
23
Der Gewerbeverband setzt sich für eine nachhaltige,
kohärente Raumentwicklung ein, die neben der
Berücksichtigung der gesellschaftlichen Bedürfnisse,
der Respektierung des Privateigentums und der
ökologischen Verantwortung optimale Rahmenbedingungen für eine wachstumsorientierte Wirtschaftsentwicklung, insbesondere auch in den Randregionen, gewährleistet. Die bewährte Aufgabenteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden
darf dabei nicht in Frage gestellt werden; die Raumplanungshoheit ist bei den Kantonen zu belassen.
Der Gewerbeverband lehnt Regulierungen, neue
Werkzeuge und Instrumente ab, die nicht KMUverträglich sind und zu mehr fiskalischen und administrativen Belastungen führen. In diesem Sinne misst
der Gewerbeverband das Raumkonzept Schweiz an
diesen Vorgaben. Dieses weist zwar interessante
Ansätze auf, vermag aber als Ganzes nicht zu überzeugen. Vor allem, so unsere Wahrnehmung, lässt
es zu wenig Raum für die wirtschaftliche Entwicklung,
insbesondere in Randgebieten. Die unklare Haltung
«neues Werkzeug, jedoch kein neues Instrument»
sowie «rechtlich nicht verbindlich, politisch aber legitimiert» lässt den Schluss zu, dass über die «Hintertür» ein neues Planungswerk künftig Rahmenbedingungen für raumplanerische Tätigkeiten setzen soll.
Das Raumkonzept Schweiz in der vorliegenden Form
wird deshalb vom Gewerbeverband abgelehnt.
Abschliessendes Fazit
Der Gewerbeverband des Kantons Luzern lehnt das
vorgelegte Raumkonzept Schweiz ab; es muss grundlegend überarbeitet werden:
– Klare Aussage zur Verbindlichkeit;
– Strikte Respektierung der heutigen Aufgabenteilung
zwischen Bund und Kantonen;
– Keine Einführung von neuen Instrumenten und
einer Verkomplizierung der Abläufe;
– Keine einseitige Bevorzugung des öffentlichen
Verkehrs;
– Stärkere Gewichtung der wirtschaftlichen
Entwicklung;
– Abkehr von der auf die Zentren fixierten Denkweise;
– Keine sozial- und integrationspolitischen Zielsetzungen im Raumkonzept Schweiz.
Inserenten informieren
Innovative Deckensysteme und Akustikabsorber aus der Innerschweiz
Röösli hat ein Gespür für optimale Raumakustik
Qualifizierte Fachkräfte finden bei der Röösli AG zurzeit
sofort eine attraktive Stelle.
Der Betrieb sucht Personal.
Die Innerschweizer Firma produziert die innovativsten Akustikdecken-Systeme in der
Schweiz – auch mit künstlerischem Flair. Seit 2005 in rasanter Expansion begriffen, beschäftigt das Gebrüderpaar
Röösli aktuell 38 Mitarbeitende. Dahinter steckt Unternehmergeist, Fleiss und – ein Geheimrezept für den Erfolg…
Ein jedes Haus hat seine Decken –
und die Röösli AG hat die Lösungen
dafür. Ob Holz, Metall, Aluminium
oder Textil: Der Deckenbauer aus
Rothenburg ist der Fachmann
dafür. Genauso hat die Firma Röösli eine Qualität darin entwickelt,
Deckenpragmatik mit gesundem
Wohnen zu kombinieren: «Raumakustik und Wohlbefinden werden immer mehr zum Thema»,
meint Thomas Röösli im Gespräch
während einer Betriebsbesichtigung.
Lärm. «Immer mehr Menschen
sind allergisch geworden gegen
störende Geräusche aller Art», erklärt Röösli. Sei es in Sitzungszimmern und Versammlungsräumen
oder Hotellobbys und Restaurants: was lärmt, stört die Kommunikation. Und Kommunikation ist
es ja gerade, was im neuen Zeit-
alter von Facebook, SMS, E-Mail,
Twitter und Co. zu so vielen Missverständnissen verführt. Es besteht ein Überschuss an Meldungen und pseudo-Informationen.
Zurück zu den Wurzeln des zwischenmenschlichen Direktgesprächs! Aber die Akustik muss
stimmen. Hier setzt die Röösli AG
ein. Das Unternehmen hat die
optimale Raumakustik im Gespür.
Die jüngste Entwicklung in dieser
Sparte ist die Verknüpfung zur
Kunst. Mit «ArtAcoustic» bindet
die Röösli AG designerische Elemente in funktionale Komponenten ein. Damit erfüllt die Firma Ansprüche von Wohlbehagen und
Wohnlichkeit – auch in OfficeUmgebungen. Grossraumbüros
können dank «Art Design» die Produktivität der Mitarbeitenden wirkungsvoll steigern und fördern
so deren Zufriedenheit am Arbeitsplatz.
Pionierzeit. 1973, in seinen jungen
Jahren, hatte Vater Meinrad Röösli das Unternehmen mit einem
einzigen Mitarbeiter in Rothenburg gegründet und aufgebaut.
Dort steht die Firma heute noch
und sie hat zudem eine Filiale in
Fehraltorf ZH. Was mit Decken begann, strahlte aus in die nächste
Umgebung und die Firmengeschichte schrieb sich ganz von
selbst. Bis – ja, bis das Unternehmen in die Jahre kam und Vater
Meinrad ins Alter. Da stellten sich
Fragen wie sie üblich sind bei Familienbetrieben: Wie soll die Nachfolgeregelung aussehen? Die beiden Söhne René und Thomas packten an und stiegen ein. Doch sie sahen sofort: Da muss sich etwas ändern. Organisation! Und hier beginnt die Geschichte mit dem Erfolgsgeheimnis.
«Die Startsitzung in Nottwil war
matchentscheidend!», resümiert
Thomas Röösli heute im Rückblick
und er wirkt sehr entschieden,
wenn er diesen Satz ausspricht.
Mit einer «Startsitzung» tritt das
Erfolgsgeheimnis auf den Plan.
Es hat auch einen Namen. Und dieser klingt fast ein wenig märchenhaft. FEE! FEE? Märchenfee?
Nein, natürlich nicht. Die drei
Buchstaben stehen für «Fraktal»,
«Effizient» und «Einfach» und die
Fee hat auch keinen Zauberstab,
sondern drei Punkte nach jedem
ihrer Buchstaben. F.E.E.® heisst die
Methode und Win FEE ist die Software dazu.
«Ich war wirklich überrascht, wie
rasch das wirkte und wir Erfolge
sahen», erzählt Röösli. «Dank der
F.E.E.®-Methode haben wir so viel
Geld gespart, dass die Investition
in diese externe Beratung bereits
innert Jahresfrist amortisiert war.
Seither ziehen wir Gewinn daraus und das ist für uns bares
Geld.» Ulrich Britt, bei F.E.E. als Macher zuständig für die Implementierung, bestätigt dieses Resultat.
«Abläufe im Betrieb sind besser
strukturiert, Prozesse rollen wie
auf Kugellagern und sollte bei
uns ein Mitarbeiter ausfallen, der
sich beispielsweise mit der Kreditorenbuchhaltung befasst, dann
können wir im Nu eine Temporärkraft rekrutieren, die genau dort
weiterfährt, wo unser Mitarbeitende aufgehört hat.» Auch Mario
Vistocco, Projektleiter bei der Röösli AG, ist überzeugt: «Bei uns leben das alle Mitarbeitende. Rückfragen sind kaum mehr nötig. Jeder weiss, was zu tun ist.»
Für Thomas Röösli ist deshalb klar:
Räume zum Wohlfühlen sind Räume zum Leben: Deckenverkleidungen beeinflussen die Atmosphäre eines Raumes, bestimmen
die Akustik und tragen Licht- und
Klimasysteme. Dank der F.E.E.®Methode hat die Röösli AG ihr umfassendes Potenzial zur Blüte bringen können.
Bei Einführung des Systems plante das Unternehmen eine Umsatzerhöhung von 50 Prozent innert dreier Jahre. Damals ein äusserst ehrgeiziges Ziel, gemessen an
der Realität. Es kam anders: Die
Umsatzsteigerung von 50 Prozent
war nach zwei Jahren bereits Tatsache. Röösli ist stolz auf Geleistetes: Vorzeigeprojekte sind etwa die
Sportschule Magglingen, in Luzern
die Uni und das KKL oder auch die
AFG Arena in St. Gallen.
Röösli AG
Deckenverkleidungen
Buzibachstrasse 20
6023 Rothenburg
Tel. +41 412 888 900
Fax +41 412 888 910
www.fee-consult.ch
www.akustikdecken.ch
Die FEE®-Methode
Erfahrene Führungskräfte
arbeiten in betrieblichen Organisationen mit der
F.E.E.®-Methode.
Fraktal: Der Grundbaustein der
F.E.E.®-Methode ist der Natur
entlehnt. Es ist das Fraktal. Der
Ausdruck bedeutet, dass jedes
grössere Gebilde auf einem
einfachen Grundmuster
basiert, das skalierbar ist.
Effizient: Aus Anforderungen
werden Ziele und Massnahmen.
Denkweise und Vorgehen sind
bei der F.E.E.®-Methode überall
gleich: Effizient sind Organisation, Prozesse und die Führung.
Einfach: Alle Mitarbeitenden
kommunizieren ab dem Zeitpunkt, wo der Denkansatz der
F.E.E.®-Methode begriffen und
verinnerlicht ist, einheitlich. Dies
vereinfacht die Zusammenarbeit
sehr wesentlich, reduziert Koordinationsbedarf und spart Zeit
und Kosten.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
24
KMU-Sprechstunde
Fachgebiete Ehe- und Erbrecht
Was passiert mit den digitalen Daten Verstorbener?
Zur Hinterlassenschaft eines Verstorbenen gehören zunehmend
vielfältige und an verschiedenen Orten bestehende und hinterlegte digitale Daten. Da der Datenschutz hier zum Tragen
kommt, ist es besonders wichtig, auch die digitale Hinterlassenschaft zu Lebzeiten testamentarisch zu regeln. Anhand einer
entsprechenden Anfrage legt Oliver Kölliker dar, was für Probleme sich dabei ergeben können und was zu tun ist.
Oliver Kölliker, lic.iur.
Rechtsanwalt und Notar,
pat. Sachwalter, Gewerbe
Treuhand AG. Er unterstützt Interessierte im
Zusammenhang mit Eheund Erbverträgen auch
bei der Regelung des elektronischen Nachlasses
unter Tel. 041 319 92 89
oder oliver.koelliker@gewerbe-treuhand.ch
Anfrage
Wie ist die Hinterlassenschaft
digitaler Daten geregelt? Wer
hat Anrecht auf diese oder
wer kann sie löschen lassen?
Mit diesen Fragen gelangt K.B.
an die KMU-Sprechstunde. Da
immer mehr Dokumente, Belege und Bildmaterial nur noch in digitaler Form
aufbewahrt werden, gewinnt dieses Anliegen an
Bedeutung.
Antwort
Die digitale Kommunikation gehört auch in
Klein- und Mittelunternehmen KMU schon
längst zum Tagesgeschäft. Die meisten Betriebe
nutzen nebst E-Mail-Accounts auch E-Commerce
und Online-Banking. Was kann der Unternehmer
vorkehren, damit die digitalen Daten nach seinem Ableben bekannt und zugänglich sind und
in die richtigen Hände geraten?
Wer erbt digitale Daten?
Im Todesfall sind alle elektronisch gespeicherten
Daten den Dokumenten auf Papier gleich gestellt. Sie gehen mit den übrigen Vermögenswerten wie Barmittel, Kontoguthaben, Schmuck,
Kunstgegenstände, Mobiliar, Fahrzeuge und persönliche Gegenstände auf die gesetzlichen oder
allenfalls testamentarisch bestimmten Erben
über. Digitale Daten sind physisch nicht vorhan-
KMU-Sprechstunde
Mit der KMU-Sprechstunde fördert der Gewerbeverband des Kantons Luzern
offene Diskussionen und Meinungsbildungen. Er bietet damit seinen Mitgliedern
kompetente Beratung und Unterstützung an. Fragen, welche von allgemeinem
Interesse sind, sowie die jeweiligen Antworten darauf veröffentlichen wir regelmässig in dieser Rubrik. Ein Fundus für den eigenen Berufsalltag.
Kompetente Antworten auf Ihre Fragen
Die KMU-Sprechstunde hilft auch Ihnen weiter: Tel. 041 318 03 33.
Für Gewerbeverbandsmitglieder ist die Erstberatung kostenlos,
für Nichtmitglieder kostet sie Fr. 100.–
den. Das macht es für Erben und Willensvollstrecker fast unmöglich, Daten ausfindig zu machen
und Zugriff auf sie zu erhalten. Dies gilt auch für
den PC des Verstorbenen, wenn dieser passwortgeschützt ist.
Hürde Datenschutz
Nebst den digitalen Dokumenten, welche Vermögenswerte beinhalten können, existieren von
jedem und über jeden Verstorbenen zahlreiche
elektronische Daten und umfangreiche Dateien.
So zum Beispiel im persönlichen E-Mail-Account,
bei Facebook, Twitter, Xing oder anderen Internetforen. Die Internetdienste verweigern den
Hinterbliebenen aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen in der Regel den Zugang zu
den Inhalten verstorbener Personen. Legen die Erben jedoch eine Kopie der Sterbeurkunde vor,
können sie zumindest erreichen, dass sämtliche
Daten und der Account gelöscht werden.
Digitalen Nachlass zu Lebzeiten regeln
Wer seine digitale Hinterlassenschaft regeln
möchte, sollte zu Lebzeiten seine elektronischen
Verbindungen schriftlich festhalten. In den seltensten Fällen werden die Erben von sich aus
eine Suche im Netz starten, um allfällige digitale
Hinterlassenschaften ausfindig zu machen. Falls
doch, dürften der zeitliche Aufwand und die bürokratischen Hürden recht hoch sein. Wer seinen Nachkommen diese Arbeit ersparen möchte,
hält alle erforderlichen Informationen in einem
Testament fest. Da die digitale Welt permanent in
Bewegung ist, drängt sich jedoch eine praktikablere Lösung auf, damit alle elektronischen Daten in die richtigen Hände gelangen oder endgültig gelöscht werden.
Spezialisierte Anbieter
Mehrere Anbieter haben sich darauf spezialisiert,
den digitalen Nachlass zu regeln. Sie verwalten
die Passwörter von Internetnutzern und bewahren elektronische Dokumente verschlüsselt auf.
Zudem führen sie alle Mutationen von Logins zu
Online-Banking, Passwörtern, E-Mail-Konten und
Online-Mitgliedschaften laufend nach und sichern auf Wunsch auch Geschäftsunterlagen und
Fotos für die Nachfahren. Im Todesfall des Internetnutzers begleiten sie die Erben oder den Nachlassverwalter bei der Verwertung der digitalen
Hinterlassenschaft.
Oliver Kölliker
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
25
Sektionen
Gewerbeverein Wolhusen-Werthenstein
WOGA 2011
Wolhuser Gewerbe sackstark!
Grosse Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten weit voraus. So
ist es auch mit der Gewerbeaustellung in Wolhusen, die in knapp
80 Tagen über die «Bühne» gehen
wird. Bereits zum achten Mal
führt der 1920 gegründete Gewerbeverein Wolhusen-Werthenstein
eine vielseitige, attraktive Gewerbeausstellung durch. Das WOGAOK von 2006 mit Willi Zihlmann,
Präsident, André Auf der Mauer,
Marketing, Beat Schürmann, Finanzen, Franz Zihlmann, Bauten,
Guido Zihlmann, Unterhaltung,
Jakob Portmann, Personal, stellt
sich wieder zur Verfügung. Als optimale Ergänzung verstärkt neu
Erika Unternährer, Verpflegung,
das OK.
Attraktiv auf Berghof-Areal
Nach dem durchschlagenden Erfolg der WOGA 2006 mit gegen
10000 Besuchern wird diese wiederum auf dem Berghof Schulund Sportareal Wolhusen stattfinden. Während vier Tagen vom
13. bis 15. Oktober 2011 verwandelt sich das Berghof-Areal in
eine riesige Plattform für die
Aussteller. Seit Monaten beschäftigen sich deshalb das OK und
seine Helfer mit der Organisation des Anlasses. Eine informative und einladende Sonderausstellung unter dem Patronat der Gemeinde Wolhusen ergänzt die
WOGA. Mit einem vielseitigen
und hochkarätig besetzten Programm bietet das Gewerbe Wolhusen-Werthenstein der Öffentlichkeit ein Erlebniswochenende
der besonderen Art. Für Gross
und Klein, für Jung und Junggebliebene wird dem Motto entsprechend ein sackstarkes Programm geboten. Die kleinsten
Besucher werden in einem Kinderhort betreut. Auch für die
grösseren «Kids» sind einige Attraktionen vorhanden. Da bleibt
für die Erwachsenen viel Zeit, an
den Ständen bei den Ausstellern oder im Festzelt bei einem
guten Schluck zu verweilen. Nach
dem spannenden Rundgang in
die Welt der Gewerbe-Unternehmen folgen weitere Höhepunkte:
Mit der erfolgreichsten Schlagerband der Schweiz, den Calimeros, die attraktivste Ex-Miss
Schweiz Christa Rigozzi und den
in Wolhusen wohnhaften TopMusiker Eric St. Michaels mit
Band, wird es wiederum ein richtiges «Dorffescht» geben.
www.woga.ch
Aktuelles zur Planung und den
Ausstellern der WOGA kann jederzeit im Internet unter www.
woga.ch abgerufen werden. Die
Seite wird fortlaufend aktualisiert.
Die WOGA 2011 kommt – und
Sie sind mit dabei, auch als Aussteller. Noch sind einige wenige
freie Standorte zu haben. Mit
dem Angebot rund um die eigentliche Ausstellung bietet die
WOGA 2011 die besten Voraussetzungen, Sie, Ihr Geschäft, Ihre
Produkte und Dienstleistungen
einer grossen Zahl von interessierten Besuchern zu präsentieren.
André Auf der Mauer
Von links: Willi Zihlmann, Beat Schürmann, Jakob Portmann, Erika
Unternährer, Franz Zihlmann, André Auf der Mauer, Guido Zihlmann.
(Foto: André Auf der Mauer)
Willisauer Gewerbe
40. Generalversammlung – neuer Präsident
Nach zwei turbulenten Jahren der
Ungewissheit konnte der Vorstand an der 40. Generalversammlung in der Schloss-Schür
Willisau der Mitgliederversammlung wieder einen Präsidenten
zur Wahl vorstellen. Die Reduktion des Vorstandes von sieben
auf fünf Mitglieder wurde ebenso
gut geheissen wie eine Sekretariatsstelle zur Entlastung des Vor-
stands. Auch wurde der Erhöhung der Mitgliederbeiträge um
rund Fr. 125.– auf neu Fr. 500.–
zugestimmt. Das ermöglicht nun
ssowohl die Sekretariatsstelle im
20-Prozent-Pensum sowie eine
zeitgemässe Spesenentschädigung
für den Vorstand. Unter diesen
Bedingungen war der amtierenden Vizepräsident Michael Renggli bereit, das Präsidium zu über-
Der neue Vorstand: (von links) Peter Birrer, Adrian Scherrer, Michael
Renggli, Patrik Dahinden, Peter Schacher.
Aus dem Vorstand zurückgetreten: Andrea Marti und Bruno Kurmann.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
nehmen. Nebst Michael Renggli
neu gewählt wurden Peter Birrer
als Vizepräsident, Adrian Scherrer als Vertreter Gruppe Handwerk, Patrik Dahinden als Kassier,
sowie Peter Schacher als Vertreter
Gruppe Dienstleistungen/Detaillisten. Die neue Sekretariatsstelle
übernimmt Petra Meier. Dieses
neue Konzept erlaubt ein flexibleres Zusam-menarbeiten im Vorstand und schafft Luft für neue
Ideen und Aktionen. So ist bereits
eine Projektgruppe «Städtli mit
Zukunft» geschaffen worden, die
26
sich der Problematik rund um
den Ortskern annehmen will. Bei
der Koordination der bevorstehenden Gassensanierung zusammen mit den Behörden wird sich
diese Gruppe bewähren können.
Die zurückgetretenen Andrea
Marti, Aktuarin, und Bruno Kurmann, Vertreter Gruppe Handwerk, wurden in Verdankung ihres grossen, seit 2007 respektive
2004 geleisteten Beitrags für das
Willisauer Gewerbe gebührend
verabschiedet.
Sektionen
gewerberontal kmu ebikon & umgebung
EBInova – in drei Monaten ist es soweit!
ro/bp. Über das Wochenende
vom Freitag, 16. bis Sonntag, 18.
September 2011, findet auf dem
Areal der Emil Frey AG die Ausstellung EBInova statt. Das engagierte OK hat zusammen mit dem
Gastgeber Emil Frey AG ein einzigartiges Konzept entwickelt. Die
Wortkombination EBInova2011
steht sinnbildlich für «etwas
Neues in Ebikon». Mit dem Zusatz
«sein und sehen» wird der Focus
auf gemütliches Zusammensein,
Aktivitäten und das Gesehenwerden der Aussteller symbolisiert.
Der Gastgeber, die Emil Frey AG,
stellt alle ihre Räumlichkeiten
und das ganze Aussengelände an
der Luzernerstrasse 33 dem Gewerbeverein Ebikon zur Verfügung. «Die rund 55 angemeldeten, aktiven Aussteller und die
diversen Sonderaussteller zeigen
uns, dass der Entscheid richtig
war, nach sieben Jahren seit der
letzten Veranstaltung wieder eine
Ausstellung zu organisieren. Die
erfreuliche Anzahl der interessierten Firmen widerspiegelt das
grosse Interesse und die Absicht,
sich wieder zu zeigen und zu präsentieren», schreibt OK-Präsident
Thomas Wirth in seinem Editorial
auf der Website gewerbe-ebikon.ch und ergänzt: «Wir sind
überzeugt, der Bevölkerung von
Ebikon und angrenzenden Gemeinden eine vielseitige und interessante Ausstellung mit einem
einmaligen Rahmenprogramm
präsentieren zu können.»
Messezeitung und attraktive Werbemöglichkeiten
Nun dauert es noch rund zwei Monate bis zur EBInova2011. An unzähligen, mehrstündigen OK-Sitzungen, an einem Infoabend für
die Aussteller und anlässlich von
Marketingsitzungen hat das zwölfköpfige OK die Organisation des
Anlasses schon weit vorangebracht. Der Ausstellerplan steht.
Für das Rahmenprogramm und
zur Unterhaltung konnten namhafte Acts gewonnen werden. Gegenwärtig ist das OK an der Realisierung der EBInova-Messezeitung,
welche eine Auflage von rund
100 000 Exemplaren aufweist. Die
attraktive Werbeplatform wird in
alle Haushaltungen des Rontals
und den angrenzenden Gemeinden und Stadtteilen verteilt. Die
Inserateaquisition läuft auf Hochtouren. Auf dem Messegelände
können noch Werbeflächen gebucht werden. Auch mit einem Attraktivitäten-Sponsoring können
Firmen sich in Szene setzen.
Gewerbeverein Nebikon-Altishofen
Betriebsbesichtigung Grob AG, Nebikon
Anfang Juni durfte der Gewerbeverein Nebikon-Altishofen die
Grob AG, www.grobag.ch, in Nebikon besichtigen. Die traditionsreiche Familienunternehmung
wurde 1947 gegründet und ist
seitdem stetig und gesund gewachsen. Ihre heutige Produktionshalle wurde 1989 bezogen
und mit modernsten Maschinen
und Anlagen ausgestattet. Die
Grob AG hat dank ihren über 40
qualifizierten Mitarbeitern und
modernsten Techniken auch wirtschaftlich harte Zeiten gut gemeistert und so ihre Marktposition im In- und Ausland festigen
und stärken können.
Eindrückliche Produktion
Fast 30 Personen des Gewerbevereins packten die Chance, die
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
Firma Grob und ihre Tätigkeiten
kennen zu lernen. Nach einer
Einführung in die Firmengeschichte durch den Geschäftsführer Fritz Grob ging es in zwei
Gruppen auf den Rundgang in
die Produktionshalle. Fritz Grob
und Rafael Fellmann erklärten
den Besuchern, wie aus einem rohen Stück Stahl ein hochpräzises
Zahnrad entsteht. Dabei faszinierten die verschiedenen Formen
der Zahnräder und Werkzeugteile,
die bis zu einem Durchmesser
von 1,6 Metern produziert werden können. Eindrücklich war
auch das Prüfgerät, mit dem produzierte Teile unter die Lupe genommen werden. Bevor die gefertigten Teile den Betrieb verlassen,
werden schriftliche Prüfberichte
ausgestellt, damit der Kreis der
Rahmenprogramm mit Guinessbuch Weltrekordversuch
Sehen lassen darf sich auch das
Rahmenprogramm. Am Freitag,
16. September, findet ein Gwärblerabend statt. Am Samstagnachmittag, 17. September, ab 15.00
Uhr folgt ein weiterer Höhepunkt. Peter Colat, mehrfacher
Schweizer Meister, wird in einem
grossen Tauchbecken versuchen,
den bestehenden GuinessbuchWeltrekordversuch im Statischen
Apnoetauchen von 20.21 Minuten zu brechen. Am Abend folgt
dann die eigentliche EBInovaNight mit Willi Tell und «Trace-
less Dance Company» und Verlängerung mit DJ Toni E. Am
Sonntagmorgen, 18. September,
können sich die Besucher vor der
Ausstellung mit einem Zmorge
mit musikalischer Unterhaltung
stärken. Die einheimische Blasformation Albatros spielt dann
zur Mittagszeit auf. Die spannende Versteigerung eines Autos
wird am Sonntagnachmittag den
krönenden Abschluss bilden. Das
genaue Programm wird Ihnen in
der Messezeitung präsentiert werden. Es lohnt sich also sicher, dieses Wochenende jetzt schon in
der Agenda einzutragen.
Qualitätssicherung geschlossen
ist. Im Anschluss an diese Besichtigung offerierte die Grob AG
draussen in der lauschigen Mitarbeiter-Pergola einen Apéro und
es wurde noch rege gefachsimpelt
und geplaudert.
Elsbeth Lang
Rafael Fellmann, Projektleiter, erklärt den Besuchern die Produktion der
Zahnräder.
(Foto: Sonja Grob)
27
Einzelmitglieder
Detaillistenverband Kanton Luzern DVL
DVL verordnet sich neue Strukturen
p.d. Vor 70 Detaillisten und etlichen Gästen zog DVL-Präsident
Heinz Bossert anlässlich der 108.
GV in der Johanniterkommende
Reiden eine durchwegs positive
Bilanz des letzten Geschäftsjahres. Erfreut konnte er zahlreiche
Persönlichkeiten aus Politik und
Wirtschaft an der Jahresversammlung begrüssen, so Kantonsratspräsident Leo Müller, Regierungsrat Guido Graf, Kantonsratspräsidentin 2007 Heidy Lang und als
«Gastgeber» Reidens, Gemeindepräsident Hans Luternauer. Im
2010 sind viele Hürden gemeistert worden, im wirtschaftlichen
Segment hat der DVL Stellungnahmen zu detailhandelspolitischen Anliegen oder Massnahmen der Behörden ausgearbeitet,
auch in detailhandelsverwandten
Berufsverbänden und Organisationen engagierte sich der Dachverband des Luzerner KMU-Detailhandels. Zum DVL-Jahresmotto
«Freundlichkeit im Detailhandel»
referierte Bruno Heini, Konditormeister, Luzern. Mit Praxisbeispielen zeigte er auf, wie man Kundinnen und Kunden mit Freundlichkeit an ein Unternehmen binden
kann.
Der DVL wird schlanker
«Auch wir als Non-Profit-Verband
müssen uns den ökonomischen
Herausforderungen stellen», kündigte Heinz Bossert die Verkleinerung der Führungsstruktur an:
Das Zweikammersystem Vorstand
und Aufsichtsrat hat ausgedient,
CKW
Gesamtleistung und Ertragskraft gesteigert
Die CKW-Gruppe steigerte in einem anspruchsvollen Marktumfeld ihre Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2010/11 um 5,2 Prozent auf 499,2 Mio. Franken
(Vorjahr 474,4 Mio. Fr.). Zur höheren Gesamtleistung trug hauptsächlich der dank guter Wirtschaftslage um 13,8 Prozent
höhere Stromabsatz der Grosskunden bei. Der Stromverbrauch
der Privatkunden blieb in den
letzten drei Winterhalbjahren
praktisch konstant. Positiv entwickelt hat sich ebenfalls der
Handelserfolg. Dieser trug im Vergleich zur Vorjahresperiode 12,6
Mio. Fr. zur höheren Gesamtleistung und zum höheren Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) bei. Im Segment Netze reduzierte sich die Gesamtleistung
aufgrund von Tarifreduktionen
um 2,0 Mio. Fr. Das Installationsgeschäft behauptete seine gute
Marktstellung und steigerte trotz
anhaltendem Preisdruck seine
Gesamtleistung um 8,7 Prozent
oder 4,7 Mio. auf 58,9 Mio. Fr.
Aufwand und Ergebnis
Der Betriebsaufwand konnte um
0,7 Prozent auf 396,8 Mio. Fr.
(Vorjahr 399,6 Mio. Fr.) reduziert
werden. Der Strombeschaffungsaufwand fiel dank guter Verfügbarkeit und höherer EigenproGEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
duktion der Partnerwerke und
dem dadurch geringeren Zukauf
von Fremdstrom tiefer aus. Aufgrund der Wiederinbetriebnahme des französischen Kernkraftwerks KKW Bugey 3 und des Abschlusses der Revisionsarbeiten
beim KKW Bugey 2 reduzierte
sich der Strombeschaffungsaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode. Hingegen belastete die
Sistierung der eingereichten Rahmenbewilligungsgesuche für die
Ersatzkernkraftwerke die Erfolgsrechnung. Die Abschreibungen
der Kosten für die bereits geleisteten Arbeiten betrugen 5,8 Mio.
Fr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um
36,9 Prozent auf 102,4 Mio. Fr.
(Vorjahr 74,8 Mio. Fr.) und das
Finanzergebnis stieg um 0,5 Mio.
Fr. Das Unternehmensergebnis
stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 37,9 Prozent auf 89,5
Mio. Fr. (Vorjahr 64,9 Mio. Fr.)
und entspricht einem Gewinn je
Aktie von 15.08 Fr.
Versorgungssicherheit
Die CKW-Gruppe investierte im
ersten Halbjahr 2010/11 50,1
Mio. Fr. in Versorgungssicherheit
und Betriebsanlagen. Seit November 2010 nehmen CKW und die
Elektrizitätswerk Schwyz AG das
Unterwerk Ingenbohl stufenweise
fünf bis sieben Mitglieder werden
künftig den Verband effizienter
leiten. Er wurde für eine weitere
vierjährige Amtszeit als Präsident
gewählt und neu nimmt Drogist
Markus Gehrig, Luzern, im Vor-
stand Einsitz. Aus dem Vorstand
wurden Romy Portmann, Blumengeschäft/Gärtnerei, Schötz,
und Metzgermeister Hugo Willimann, Dagmersellen, verabschiedet.
Von links: Gastreferent Bruno Heini und DVL-Präsident Heinz Bossert.
in Betrieb. Die gesamte Investitionssumme betrug 20 Mio. Fr.
Ausblick
Die Geschäftsentwicklung für das
zweite Halbjahr hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die folgenschweren Ereignisse in Japan
und die sich möglicherweise daraus ergebenden politischen Entscheide können die Entwicklungen im Energiemarkt stark beeinflussen. Welche Auswirkungen
der Bundesratsentscheid zum
schrittweisen Ausstieg aus der
Kernenergie mit sich bringen
wird, ist schwer abzuschätzen.
Auch dürften sich die anstehenden regulatorischen Entscheide
und die Entwicklung der Finanzmärkte wesentlich auf das Betriebsergebnis der CKW-Gruppe
auswirken.
www.ckw.ch
NEWS
Neuer Verwaltungsratspräsident:
Nach neun Jahren im Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist
Franz Marty als Verwaltungsratspräsident zurückgetreten. In seiner
Abschlussrede würdigte Phillippe Moeschinger, VR-Vizepräsident,
Franz Marty als einen Finanzexperten mit juristischem Gewissen
und politischem Flair, der es geschafft habe, kräftiges Wachstum,
Kundenorientierung und Effizienz unter einen Hut zu bringen.
Die Delegierten der 339 Raiffeisenbanken wählten Johannes RüeggStürm als Nachfolger von Franz Marty zum neuen Verwaltungsratspräsidenten. Johannes Rüegg-Stürm ist ordentlicher Professor für
Organization Studies an der Universität St. Gallen. Er gehört seit
2008 dem Verwaltungsrat und dem Verwaltungsratsausschuss von
Raiffeisen Schweiz an. Neu in den VR gewählt wurde ausserdem der
Tessiner Angelo Jelmini. Der Rechtsanwalt, Unternehmer und Stadtrat von Lugano ersetzt Mario Verga, der nach elf Jahren als Mitglied
des Verwaltungsrats demissioniert hat. Phillippe Moeschinger
wurde als Vizepräsident des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz
bestätigt.
Download ab: www.raiffeisen.ch.
28
Leserbriefe /News
Zur Vernehmlassung Entwicklung Bahninfrastrukturen
Bahninfrastrukturen für die Zentralschweiz
Der Bund führt aktuell eine Vernehmlassung zur Entwicklung der
Bahninfrastrukturen durch. Die Zentralschweiz kommt dabei einmal
mehr ungenügend zum Zuge. Umso wichtiger ist es, dass aus allen Gremien und Behörden die Forderungen platziert werden, um zusätzliche Schienenkapazität zu erhalten. Das Projekt Tiefbahnhof Luzern
muss in die erste Dringlichkeitsstufe aufgenommen werden. Die zusätzliche Erschliessung ist rasch zu realisieren. Ein Baubeginn im
2017, nach Abschluss der Projektierung ist anspruchsvoll, aber realisierbar. Bei der gesetzlichen Grundlage muss nebst der Vorfinanzierung
auch eine Mitfinanzierung des Tiefbahnhofs Luzern durch die Zentralschweizer Kantone ermöglicht werden. Gleichzeitig ist die regionsübergreifende Mitfinanzierung von Projekten in anderen Landesteilen abzulehnen. Schliesslich muss die zusätzliche Schienenkapazität im
Raum Luzern im Sachplan Verkehr des Bundes als Durchmesserlinie
aufgenommen werden, um offen zu sein, für die zeitlich optimale Realisierung eines Durchgangsbahnhofs. – Nur so kommt die Zentralschweiz zu besseren Verbindungen im Schienenverkehr.
Pius Zängerle, Adligenswil
Nationalratskandidat, Mitglied Ausschuss Komitee Tiefbahnhof Luzern
Gesundheitswirtschaft und Soziale Netzwerke
Ersetzt eHealth den Hausarzt?
Was sich derzeit in der europäischen Gesundheitslandschaft ereignet,
ist revolutionär. Doch kaum einer bekommt mit, dass eine innovative
und hochvernetzte Gemeinschaft Soziale Netzwerke dazu benutzen,
die Gesundheitswirtschaft grundlegend umzugestalten. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Youtube usw. melden ständig wachsende Benutzerzahlen. Auf Facebook geht die User-Anzahl gegen 700
Mio. Auch bei Twitter und Youtube sind bereits im dreistelligen Millionen-Bereich Personen angemeldet. Diese Zahlen zeigen, welche
Bedeutung Soziale Netzwerke erlangt haben. Sie sind ein fester Bestandteil der alltäglichen Kommunikation unter den Internetnutzern.
Praktisch jeder kann auf der Welt digital, mobil und in Echtzeit kommunizieren.
eHealth bietet eine Vielzahl von medizinischen Diensten, welche per
Mausklick auf dem Internet oder Handy heruntergeladen werden
können. Es sind vor allem Patienten wie Sie und ich, die sich Zugang
zu Gesundheitsinformationen und Wissen verschaffen und dazu das
Internet (Web 2.0) nutzen. Dadurch entstehen neue Services wie Patientennetzwerke. Ob sich das positiv auf die Qualität medizinischer
Versorgung auswirkt, sei dahingestellt. Unbestritten führt die Möglichkeit, sich im Internet zu informieren, zumindest zu einer Zunahme
der Patientensouveränität. Das dies durchaus auch mit Misstrauen betrachtet wird, dürfte klar sein. Denn schliesslich beeinflusst dies nachhaltig das Verhältnis vom Patienten zu Ärzten, Krankenversicherungen oder der Pharmaindustrie, was sich auf Kommunikation, Therapie und Versorgung im Gesundheitssektor auswirkt. Ich bin überzeugt,
dass wir in Zukunft nicht nur Informationen zu einer Krankheit und
deren Behandlung im Internet vorfinden, sondern auch diejenigen der
Spezialambulanzen, Diagnostiklabors, aktuelle Forschungsprojekte
und Selbsthilfegruppen.
Es ist erstaunlich, dass Patienten bereit sind, ihr Wissen respektive Wissen über sich selbst detailliert zu teilen. Diese virtuellen Selbsthilfegruppen basieren auf Erfahrungen, die Patienten mit Medikamenten
oder Therapien gemacht haben. Infolge dieser Erkenntnisse wird die
Selbstdiagnose, Arztwahl, Präferenzen für eine Medikation oder Therapie stark beeinflusst.
Wie schnell sich eHealth entwickeln wird, kann ich nicht abschliessend beurteilen. Die grösste Chance besteht im aktiven Einbezug des
Patienten in den Behandlungsprozess. Denn dank der künftigen Portale ist es den Ärzten in kurzer Zeit möglich, neben einem Update ihres eigenen Wissens zum Beispiel eine Zweitmeinung einzuholen. In
diesen Bereichen sehe ich ein grosses Potenzial für die Verbesserung
der Qualität der medizinischen Versorgung, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Gesundheitsdaten der Menschen zukünftig in sicherer Form im Internet zur Verfügung stehen werden.
Damian Müller, Hitzkirch
Kantonsrat FDP.Die Liberalen,
NEWS
SMU – Neuer Zentralpräsident und Jubiläum 120 Jahre:
Die 48. Delegiertenversammlung der Schweizerischen Metall-Union
SMU in Luzern markierte einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Dachverbandes und der Branchen Landtechnik und
Metallbau. Nach 12 Jahren übergab der Thurgauer Metallbau-Unternehmer Emil Weiss das Zentralpräsidium an den Zentralschweizer
Landtechnik-Unternehmer Hans Kunz. Zugleich bildete die DV den
Auftakt zum Rückblick auf die 120-jährige Verbandsgeschichte und
zur intensiven Auseinandersetzung mit der Zukunft der Branchen.
Zu diesem Anlass hat die SMU die Studie «Zukunft Land Bau Schweiz:
Perspektiven für Metallbau und Landtechnik» beim Think Tank
W.I.R.E. in Auftrag gegeben.
Download ab: www.smu.ch
Emil Weiss hat mit der
Geschäftsstelle und 250
Mitgliedern im Milizamt
die SMU zu einem modernen, innovativen Verband
umgebaut.
Herzliche Gratulation
Wir gatulieren dem Arbeitgeberverband schweizerische MetallUnion zu seinem 120-jährigen Bestehen und dem neuen Zentralpräsidenten Hans Kunz zu seinem neuen Amt und wünschen viel
Erfolg.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
29
Der neue SMU-Zentralpräsident
Hans Kunz ist als Unternehmer
und im Verband sehr engagiert.
Veranstaltungen /Jubiläen
21. Internationale Forstmesse Luzern
21. internationales Europa Forum Luzern
9. Schweizer Meisterschaft Holzerei
Wege aus der Schuldenkrise
Freitag, 19. August 2011, 9 bis 17 Uhr, Forstmesse, Messe Luzern,
Freigelände 3
Herausforderungen und Perspektiven für Europa und die
Schweiz. Öffentl. Veranstaltung: Montag, 7. November, 17.30
bis 20 Uhr, Symposium: Dienstag, 9 bis 17.30 Uhr, KKL Luzern
Alle vier Jahre an der Forstmesse in Luzern (Donerstag, 18. bis Sonntag, 21. August 2011, 9 bis 17 Uhr) erkürt der Verband Schweizer
Forstpersonal VSF den Schweizer Meister im Berufswettkampf Holzerei. 2011 findet die Meisterschaft zum 9. Mal statt. Am Freitag, 19. August, messen sich die besten Berufswettkämpfer in den Disziplinen Kettenwechsel, Kombi-Schnitt, Präzisions-Schnitt und Entasten auf dem
Freigelände der Luzerner Allmend. Ein spektakulärer Wettkampf erwartet die Besucher und die Teilnehmer.
Verantwortlich: Ralf Malzach, OK-Präsident und Teamchef der Schweizer Nationalmannschaft, Förster, Môtier (Vully).
Siegerehrung: 17.30 Uhr, Restaurant Halle 2
Die Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Bewältigung haben in
zahlreichen Ländern zu einer Schuldenkrise geführt. Gemäss Statistik
von Eurostat steigt die Staatsverschuldung führender europäischer
Länder in Relation zum jeweiligen Bruttoinlandprodukt BIP seit 2008
dramatisch an. Die EU und der IWF haben Rettungsmassnahmen für
stark verschuldete Staaten beschlossen. Das 21. internationale Europa
Forum Luzern befasst sich mit den Ursachen und Wirkungen der Finanz- und Schuldenkrise, thematisiert Ansätze zu deren Überwindung und geht der Frage nach, wo die Schweiz diesbezüglich steht.
www.europa-forum-luzern.ch
www.forstmesse.com
Treuhand-Kammer: Gratulation zum Ausbildungserfolg
Gebr. Brun AG
Master in Treuhand und Unternehmensberatung
111 Jahre Bau-Handwerk
Dank der ausgezeichneten Masterarbeit mit der Note 5.3 zum Thema Sacheinlage konnte Suzanne Durrer kürzlich vom Schweizerischen TreuhandInstitut das Diplom entgegennehmen.
Durch den Erwerb des geschützten Titels Master of Advanced Studies FH in
Treuhand und Unternehmensberatung
zeichnet sich Suzanne Durrer als bestens qualifizierte Fachfrau aus. Als
Coach und Sparringpartner kann die
Mitarbeiterin der Acorus-Treuhand AG,
Meggen, nun KMU-Betriebe in allen
Belangen noch kompetenter beraten
und unterstützen.
Ärztegesellschaft des Kantons Luzern
Jubiläum 200 Jahre
Am 11. September 1811 wurde in Sursee auf
Initiative des Amtsphysicus Thalmann von
Marbach die Ärztegesellschaft des Kantons
Luzern gegeründet, mit dem bis heute unveränderten Zweck, eine qualitativ einwandfreie ärztliche Versorgung der Bevölkerung zu
gewährleisten, die Gesundheitspolitik des
Kantons mitzugestalten, die Interessen des
Standes in politischer und ökonomischer
Hinsicht wahrzunehmen und die Kollegialität unter den Mitgliedern
zu fördern. Die Ärztegesllschaft feiert ihr Jubiläum am 10. September
mit einer rauschenden Ballnacht im Hotel Schweizerhof, Luzern.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
api. Die Brun-Gruppe
feiert heuer ein ganz
besonderes Jubiläum.
Vor genau 111 Jahren
wurde das Familienunternehmen mit Sitz in
Emmenbrücke gegründet und geniesst heute
in Baukreisen weit über
die Kantonsgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf. Reto und
Adrian Brun, die die
Firma zusammen in vierter Generation führen, können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Anlässlich einer Jubiläumsfeier stiessen sie mit ihren Kunden auf die langjährige Erfolgsgeschichte an und
bedankten sich für deren langjähriges Vertrauen. Am 11. November
2011 steigt die zweite grosse Jubiläumsfeier: Dann nämlich kommt die
Brun-Belegschaft auf ihre Rechnung.
Herzliche Gratulation
Der Gewerbeverband gratuliert:
– Suzanne Durrer zur erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung und
dem damit verbundenen Karriereschritt zur Treuhandexpertin.
– Der Firma Gebrüder Brun AG, allen voran der Firmenleitung, Reto
und Adrian Brun, zum respektablen Firmenjubiläum von 111 Jahren
erfolgreicher Geschäftstätigkeit.
– der Ärztegesellschaft des Kantons Luzern zu ihrem 200-jährigen
Bestehen bei unveränderter, nach wie vor aktueller Zielsetzung.
Der Gewerbeverband freut sich mit den Jubilaren an deren Erfolg
und Ausdauer und wünscht ihnen allen weiterhin Freude in ihrer
Tätigkeit, Ausdauer und Erfolg
30
Was? Wann? Wo?
GEWERBEKALENDER
LUZERN
Zentralvorstand Gewerbeverband
Mi, 24. August, 14 Uhr, Luzern.
Mi, 21. September, 14 Uhr, Horw.
Di, 25. Oktober, 14 Uhr, Schenkon.
Unternehmer-Impulse 2011 – Die Zukunft
gestalten
Der neue Wirtschaftsanlass für Mitglieder des
Gewerbeverbands des Kantons Luzern.
18. Oktober, 18.30 – 20.30 Uhr, Festhalle Sempach
Referentin: Doris Leuthard, Bundesrätin
Preisverleihung: Paul-Hürlimann-Preis
Delegiertenversammlung Gewerbeverband
Mi, 9. Mai 2012, 15 Uhr, Dagmersellen.
Luzerner Gewerbekammer (LGK)
Mi, 21. September, 17 Uhr, Horw.
Di, 25. Oktober, 17 Uhr, Schenkon.
Neue Präsidenten GV und BV
Mi, 16. November, 17 Uhr, Luzern, Begrüssung.
Gewerbegruppe Kantonsrat
Mi, 21. September, 17 Uhr: LGK, Horw.
Di, 25. Oktober, 17 Uhr: LGK, Schenkon.
Büro
Mo, 5. September, 11.30 Uhr, AAL Luzern.
Fr, 28. Oktober, 11.30 Uhr, AAL Luzern.
Mo, 5. Dezember, 11.30 Uhr, AAL Luzern.
Gewerbevereine
Gewerbeverein Adligenswil
Sa, 27. August, 9.30 – 17 Uhr, Seniorenausflug.
So, 25. September, 10 – 16 Uhr, Herbstwanderung.
Mi, 16. November, 11 – 13 Uhr, WissensBiss.
Fr, 6. Jan. 2012, Neujahrsapéro, Kurzinfo oder Referat.
Fr, 27. April 2012, Generalversammlung.
Gewerbeverein Ballwil/Hohenrain
So, 4. September, Kilbi.
Fr, 21. Oktober, Herbstausflug, Tropenhaus.
So, 4. Dez., Chlauseinzug Ballwil.
Mo, 5. Dez., Chlauseinzug, Hohenrain.
Gewerbeverein Buchrain-Perlen
Fr, 16. September, KMU-Lunch.
Fr, 4. Nov.,Vorst.Vereinsmitglied, Gwärbler-Höck.
Mi, 23. November, Weihnachtsapéro.
Sa, 7. Januar 2012, Neujahrsapéro.
Gewerberontal KMU Ebikon und Umgebung
Fr – So, 16. –18. Sept., EBInova2011 sein und sehen.
Gewerbeverein Eschenbach
Fr, 30. September, Unternehmertreff 2011.
Gewerbeverein Emmen
Do, 22. September, 90-Jahr-Jubiläumsfeier.
Gewerbeverein Flühli-Sörenberg
Fr – So, 19.– 21. Oktober 2012, Gewerbeausstellung,
Sportanlage Moosmätteli, Schüpfheim.
Gewerbe Hinterland
Fr – So, 14. – 16. Oktober, Gewerbeausstellung, Zell.
Gwärb Hochdorf
Jeden 1. Do / Monat, 9 – 10 Uhr, alle übrigen Do, 7 – 8
Uhr, Gwärb-Stamm, Rest. Bajazzo, Hochdorf.
Gewerbeverein Horw
Sa, 17. Sept., Ausflug: Besichtigung der Firma Planzer.
Gewerbeverband Kriens
Mo, 26. September, Herbstanlass auf dem Pilatus.
Unternehmungen Littau-Reussbühl
Di, 20. Sept., 11 Uhr, Polit-Apéro mit Stefan Roth.
GEWERBE LUZERN, Juli /August 2011
31
Do, 20. Okt., 19 Uhr, Spiel- und Plauschabend,
Restaurant Bahnhof, Luzern Littau.
Mo, 12. März 2012, 18.30 Uhr, Generalversammlung,
Restaurant Obermättli, Luzern Reussbühl.
Wirtschaftsverband Stadt Luzern
Je 1. Do / Mt., 7 Uhr, Gipfeltreffen, Schweizerhof.
Do, 22. Sept., Behördenapéro, Kornschütte, Luzern.
Gewerbeverein Meggen
Mo, 14. November, 12 Uhr, Mittagslunch.
Mo, 26. März 2012, 19 Uhr, Generalversammlung.
2015, Gewerbeausstellung.
Gewerbe Menznau, Menzberg, Geiss
Fr – So, 5. – 7. Okt. 2012, «60 J. Gewerbe Menznau».
Gewerbeverein Neuenkirch
Fr – So, 9. – 11. Sept., Gewerbeausstellung, Sempach.
Gewerbeverein Nebikon-Altishofen
So, 18. Sept., Gwärbler-Picknick b. Truttmanns, Nebikon.
Gewerbeverein Rickenbach
Fr – So, 20. – 22. April 2012, Gewerbeausstellung.
Gewerbeverein Schüpfheim
Fr – So, 19.– 21. Oktober 2012, Gewerbeausstellung,
Sportanlage Moosmätteli.
Gewerbeverein Schötz
Do, 8. Sept., Besichtigung Kaltbach-Höhlen.
Gewerbe- u. Tourismusver. Ob. Sempachersee
Fr – So, 9. – 11. Sept., Gewerbeausstellung Sempach.
Gewerbe Region Sursee
Di, 20. September, Gewerbereise.
Fr, 30. September, Veranstaltung mit Prominenz.
Do – So, 27. – 30. Oktober, Jubiläums-SURWA.
Gewerbeverein Wolhusen-Werthenstein
Do – So, 13. – 16. Oktober, Gewerbeausstellung
Mi, 9. November, Generalversammlung.
Berufsverbände
Ärztegesellschaft des Kantons Luzern
Mi, 16. November, 16 Uhr, Generalversammlung.
Luzerner Kaminfegermeisterverband
Fr, 21. Oktober, Herbstversammlung.
Fr, 11. Mai 2012, Generalversammlung.
SIA Zentralschweiz
Mi, 9. November, 18 Uhr, Generalversammlung.
Verein Innerschweizer Floristen
Sa – So, 24. – 25. Sept. Regio-Flor-Cup, Sempach.
Mi, 25. Jan. 2012, 43. Generalversammlung, Willisau.
Wolhuser Gewerbe sackstark!
KMU-Frauen
Schule für die Geschäftsfrau, Lehrg. 2011/2012
Daten neuer Lehrgang (ausgebucht)
Jeweils Do, 8.30 –12 Uhr, 25. 8. 2011 – 5. 4. 2012
(2. 2 sowie 5. 4. 2012 ganzer Tag)
Zusätzliche Kurstage: Sa – So, 27. – 28. Aug. 2011,
Mo, 23. Jan. 2012, 13.30 – 17 Uhr, Regierungsgebäude
Kein Unterricht während der Schulferien.
Zertifikatsübergabe: DV Gewerbeverb., 9. Mai 2012.
Messen/Veranstaltungen
21. Internationale Forstmesse Luzern 2011
Do – So, 18. – 21. August, 9 – 17 Uhr, Allmend, Luzern.
Fr, 19. Aug., 9. Schweizer Meisterschaft Holzhauerei.
Energie-Apéro Luzern 2011
5. Sept. 2011, Kommunale Energiepolitik und 2000Watt-Gesellschaft. Nächste Apéros: 7. Nov. 2011, jeweils
17.30 bis 19 Uhr, Luzern, Bahnhofrestaurant, Aula,
1. OG, Anmeldung unter: www.energie-apero-luzern.ch
Gewerbe-Treuhand
Mi, 7. September, 18.30 Uhr, Sempach, Stadthalle,
Verleihung 18. Zentralschw. Neuunternehmerpreis.
zebi, Zentralschweizer Berufsbildungsmesse
Do, 3. bis Di, 8. November, Messe Luzern.
europa forum luzern
Mo, 7. bis Di, 8. Nov., KKL Luzern, Wege aus der Schuldenkrise.
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