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10. Fachtagung der Fachgruppe Pflege „Alles was gut - NÖ Heime

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Juni 2014
Das Magazin der ARGE der NÖ
Pensionisten- und Pflegeheime
www.noeheime.at
10. Fachtagung der
Fachgruppe Pflege
„Alles was gut tut“
Neuer Vorstand der
ARGE NÖ Heime
Symposium Wohnen
im Alter
Die NÖ-Heime stellen
sich vor:
Das Pflegezentrum
St.Pölten-Pottenbrunn
Betriebliche Gesundheitsförderung im LPH Baden
Eine gelungene
Reaktivierung im
LPH Wilhelmsburg
Gesundheit und Wohlbefinden beginnen im Kopf
Männer in der Pflege
Heilpflanzen erkennen
& anwenden
DaHeim Juni 2014
Damit nachhaltiges
Wirtschaften auch
morgen gesichert ist.
Heute mit Strategien für morgen.
Wir erzielen heute
verantwortungsbewusst
Ergebnisse.
Aktiv, innovativ, flexibel und sicher – so steuert die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien
ihre Netzwerkunternehmen. Auch unsere Beteiligungsunternehmen identifizieren
sich mit diesen Eigenschaften. Auf dieser Basis erzielen wir gemeinsam
Ergebnisse, die DaHeim
heute das
nachhaltige Wirtschaften für morgen garantieren.
Juni 2014
Editorial
Editorial
L iebe KollegInnen, sehr geehrte LeserInnen,
nach weit mehr als einem Jahrzehnt Mitgliedschaft in der ARGE NÖ Heime
und meiner langjährigen Tätigkeit als stellvertretender Obmann von Anton
Kellner wurde ich am 28. April einstimmig zum neuen Obmann der ARGE
NÖ Heime gewählt. Für dieses große in mich gesetzte Vertrauen möchte
ich mich bei allen Mitgliedern der ARGE NÖ Heime ganz herzlich bedanken.
Es ist für mich eine besondere Auszeichnung und Wertschätzung neuer
Vorsitzender zu sein und mit Ihnen gemeinsam die Geschicke der ARGE NÖ
Heime weiterlenken und die Zukunft unserer Heime gestalten zu dürfen.
Dies gilt vor allem auch unter dem Blickwinkel, dass ich – als ein Vertreter
der Privatheime – auch gegenüber den Landesheimen und dem sehr starken Partner Land in solch einer wichtigen Funktion sein und die Landes- wie
Privatheimen vertreten darf. Denn die ARGE NÖ Heime vereint unter ihrem
Dach ja alle Pflegeheime und wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit.
Ganz besonders freut es mich, nach meinen Vorgängern Edgar Führer und
Anton Kellner den Gründungsgedanken der ARGE NÖ Heime weitertragen
und die beeindruckende Arbeit der letzten 20 Jahren fortsetzen zu dürfen.
Die ARGE NÖ Heime konnte sich in diesen zwei Jahrzehnten sehr erfolgreich als innovationstreibende Kraft positionieren und eine sehr gute Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Stakeholdern aufbauen. Diesen
Weg will ich mit Ihnen weitergehen. Wie von Anfang an wird die ARGE
NÖ Heime weiterhin das Sprachrohr der pflegebedürftigen Menschen in
Niederösterreich bleiben. Ich werde auf diesem Weg mein Bestes geben,
das verspreche ich Ihnen.
Erfolgreich sein, bedeutet das richtige Maß zu finden, das richtige Maß
an bewahrender Kontinuität und Visionskraft, Flexibilität und Weiterentwicklung. Ich bitte Sie alle, weiterhin hinter
der ARGE NÖ Heime zu stehen, sie zu unterstützen und mit hrer Arbeit die Zukunft
mitzugestalten. Ich freue mich auf eine gute
Zusammenarbeit!
Dir. Ing. Dietmar Stockinger
Obmann der ARGE NÖ Heime
..
3
Impressum
Medieninhaber und Herausgeber
ARGE der Pensionisten- und Pflegeheime in Niederösterreich
3484 Grafenwörth, Hofgarten 1
Tel: +43 (0)2738/77066-403, Fax DW 408
office@noeheime.at, www.noeheime.at
Für den Inhalt verantwortlich
Obmann Dir. Ing. Dietmar Stockinger
Namentlich gekennzeichnete Beiträge
müssen nicht mit der Meinung des
Herausgebers übereinstimmen.
Chefredaktion, Konzeption & Layout
Gabriele Tupy
Tel. +43 (0)699/10027740
gabriele.tupy@imzusammenspiel.com
www.imzusammenspiel.com
Redaktionsteam
Gregor Herzog, Charlotte KuehlmayerTrittner, Natalie Seidl, Ludwig Schweng,
Anita Koller, Birgit Edhofer, Bettina Baumer
Titelbild
LPH Zistersdorf
Anzeigenverkauf
Natalie Seidl
Tel. +43 (0)2738/ 77 066, DW 403
daheim@noeheime.at
Druck & Versand
Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H.,
3580 Horn, Wienerstraße 80
Blattlinie
DaHeim ist eine Zeitschrift der NÖ Heime und hat das Ziel, die hohe Qualität
der NÖ-Heime nach innen und außen
zu repräsentieren. Der Fokus liegt auf
einer lösungsorientierten und konstruktiven Auseinandersetzung mit der
Betreuung der alten und pflegebedürftigen Menschen.
DaHeim Juni 2014
4
ARGE NÖ-Heime
INHALT
ARGE NÖ Heime
Wissen
12
Rudi Bode, Bewohner des
Stephansheims, stellt aus
13
Ausflug des LPH Wallsee nach
St. Florian
13
Frühlingsfest & Panflötenkonzert
bei SeneCura Grafenwörth
13
Betriebliche Gesundheitsförderung im LPH Baden
14
Wohlfühltag im LPH Melk
14
Muttertagsfeier im SeneCura
Sozialzentrum Ternitz
14
Start ins Gartenjahr mit
der Garten Tulln
15
Erste-Hilfe-Kurs im LPH
Amstetten für Ehrenamtliche
15
Freiwilligeneinsatz von Hewlett
Packard im Marienheim Baden 15
Das LPH Scheiblingkirchen beim
Pfadfinder-Flohmarkt
15
Eine Bummelzugfahrt des LPH
Eggenburg nach Langau
15
Schlagerparade im Alten- und
Pflegeheim Kritzendorf
15
12
Visionen
Das war die 10. Fachtagung der 5
Fachgruppe Pflege
Neuer Vorstand der ARGE NÖ
7
Heime
Symposium „Wohnen im Alter. 8
Daheim in der Zukunft“
Ausbau der NÖ Landesheime
2014: Gepflegtes Wohnen in
9
allen Landesvierteln
Die NÖ-Heime stellen sich vor: 10
Das Pflegezentrum St.PöltenPottenbrunn
Regionales
SeneCura Pressbaum: Kräuterwanderung im Wienerwald
107. Geburtstag im Marienheim
Bruck/Leitha
Fröhliches Multi-Kulti-Fest bei
SeneCura Purkersdorf
Hutmodenschau im Haus an
der Traisen
Flohmarkt der Ehrenamtlichen
im LPH Wilhelmsburg
Rosen und selbstgebackene
Herzen zur Muttertagsfeier
Maibaum-Aufstellen im
Moorbadheim Schrems
Kutschenfahrt des
LPH Orth/Donau
Zwei Nützlingsunterkünfte für
das LPH Hollabrunn
DaHeim Juni 2014
12
12
12
12
13
13
13
Eine gelungene Reaktivierung im
Landespflegeheim Wilhelmsburg 16
Tullner Gesundheitspreis für Aromatherapie im Rosenheim Tulln 17
Gesundheit und Wohlbefinden
beginnen im Kopf
18
Blattsalat
Philosopherl
SchutzpatronInnen in Mater
Salvatoris
Das war der Frühling in Niederösterreichs Plegeheimen
Arbeitsplatz Pflegeheim:
mehr, als Pflege allein
Kunstgenuss im LPH Scheiblingkirchen
Männer in der Pflege:
allein unter Frauen
Durch die Blume gesagt
Leserbriefe
Buchtipp: ALT – umsorgt, versorgt
Damit es nicht verloren geht ...
Cartoon
Omas Ribiselrezepte
Heilpflanzen erkennen,
anwenden: Die Ringelblume
20
20
21
22
23
24
27
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29
29
29
30
31
Terminkalender
Veranstaltungen
30
ARGE NÖ-Heime
Blattsalat
29
5
Das war die 10. Fachtagung der Fachgruppe Pflege:
„Alles was gut tut“
D ie 10. Fachtagung der
Fachgruppe Pflege der
ARGE NÖ Heime am 14. Mai 2014 im
Landhaus St. Pölten stand unter dem
Titel „Alles was gut tut … aus der
Praxis für die Praxis“ und hatte das
Ziel Anregungen für den Pflegealltag
zu geben. Im Mittelpunkt standen
komplementäre Pflegemethoden,
die sowohl bei BewohnerInnen als
auch bei den MitarbeiterInnen zur
Anwendung kommen können.
Fachgruppenobfrau PDL Claudia Türk
begrüßte die rund 330 TeilnehmerInnen der Fachtagung. „Ganzheitliche
Pflege begreift den Menschen als
Einheit von Körper, Seele und Geist
und bezieht daher alle drei Dimensionen in die Pflege ein. Dies gewinnt
in den NÖ Heimen immer mehr
Bedeutung“.
Türk hob hervor, hinter diesem
Ansatz stehe der Gedanke, dass
Achtsamkeit auf die eigene Person
besonders wichtig sei, „denn nur
wer sich wohl fühlt, ist im Einklang
mit sich selbst“. Dass wir Signale ignoriert haben, merken wir im Alltag
oftmals erst, wenn unser Körper und
/ oder Geist nicht mehr störungsfrei
funktionieren.
Ständige Herausforderungen und
laufende Veränderungsprozesse im
Berufsleben fordern unsere Belast-
barkeit. Auch wenn man es oft nicht
wahrhaben will, so liegt es doch in
unseren Händen wie wir durchs Leben gehen. Aktuelle Studien zeigen,
dass mit komplementären Therapien
und Pflegemaßnahmen Wohlbefinden
und Gesundheit enorm gesteigert
werden können.
Soziallandesrätin Barbara Schwarz
zeigte auf, dass Kinder Hilfe mit einer
Selbstverständlichkeit annehmen,
im späteren Alter falle dies jedoch
zunehmend schwerer. „Wenn Pflege
gut tun soll, dann ist es das Wichtigste, Unterstützung anzubieten,
die die Betroffenen gut annehmen
können. Wenn das Selbstwertgefühl
schwindet, ermöglicht die von uns
entgegengebrachte Wertschätzung,
dass sich die alten Menschen auch
wieder selbst annehmen können. Es
tut gut, in die NÖ Heime zu kommen
und zu sehen, welch wertvolle Arbeit
hier geleistet wird“, so Schwarz.
Karin Reisinger, Dipl. Mentaltrainerin, zeigte das Mentaltraining als
einen möglichen Weg zum eigenen
Wohlbefinden auf. Durch das Erlernen geistiger Techniken könne man
größere psychische Belastungen
besser meistern. In ihrer Vision sieht
Frau Reisinger das mentale Training
im Pflegebereich standardmäßig
etabliert.
Aromatherapeutin DKKS Alexandra
Stampf stellte die Aromapflege als
sehr beliebte komplementäre Pflegemethode vor: Das 1x1 der Düfte
sowie praktisches Erfahrungswissen
wie z.B. Linderung der Unruhezustände bei dementen Menschen
oder die Verbesserung von Ruhen
und Schlafen.
Gesundheitstrainerin DGKS Margit
Klemmer referierte mit Leidenschaft
über therapeutische Wickel und
Kompressen. Die verschiedenen
Anwendungen steigern die Durchblutung des Gewebes, aktivieren
gesunde Organfunktionen und lösen Verspannungen. Sie lassen den
Menschen zur Ruhe kommen, geben
durch das Einhüllen ein Gefühl von
„Gehaltenwerden“ und schenken
Geborgenheit. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und das
Immunsystem gestärkt.
DaHeim Juni 2014
Nach der Mittagspause sorgte Mag.
Markus Wolleitner, bekannt unter
dem Künstlernamen „Max Wully, für
Entspannung und Unterhaltung und
begleitete die TeilnehmerInnen mit
Bauchreden in den Nachmittag.
Musiktherapeutin Friederike Lahner
zeigte den gezielten Einsatz der Musiktherapie zur Förderung geistiger
und körperlicher Gesundheit auf.
„Wo die Sprache aufhört, fängt die
Musik an“, sie berührt den Menschen
auf allen Ebenen.
Den Abschluss der diesjährigen Fachtagung bildete Altenfachbetreuerin
Ingrid Stangl zum Thema therapeutische Berührungen. Sie zeigte auf,
wie man mit dieser Methode den
Menschen in seiner Ganzheit, Vielfalt
und Einzigartigkeit wahrnehmen
kann. Selbstpflege und Bewusstseinsarbeit ist für die Stärkung der
eigenen Gesundheit und Kompetenz
eine Voraussetzung für die Arbeit mit
Menschen.
Ausschlaggebend für eine Wende
in ihrem Leben war eine Zeit, wo es
Menschen, die ihr nahe stehen nicht
gut ging. Sie hat sich dann entschlossen privat in ihrer Freizeit 2009/2010
eine Weiterbildung „Energetische
Modelle und Methoden – Therapeutische Berührung“(lt. Wiener Landessanitätsbehörde gem.§64 GuKG, Abs.3
anerkannt) zu machen.
Die ARGE NÖ Heime, Fachgruppe
Pflege blickt auf eine gelungene, aktive und interessante Tagung zurück,
und dankt allen TeilnehmerInnen und
ReferentInnen, die dazu beigetragen
haben.
DaHeim Juni 2014
Bettina Baumer im Gespräch mit Ingrid Stangl
Bettina Baumer: Frau Stangl, wie sind Sie zur Therapeutischen Berührung
gekommen?
Ingrid Stangl: Ausschlaggebend für diese Wende in meinem Leben war
eine Zeit, wo es Menschen die mir nahe standen, nicht gut ging. Ich habe
mich dann 2009/2010 entschlossen privat eine Weiterbildung „Energetische
Modelle und Methoden – Therapeutische Berührung“(lt. Wiener Landessanitätsbehörde gem.§64 GuKG, Abs.3 anerkannt) zu machen.
Bettina Baumer: Was hat sich seit dieser Weiterbildung für Sie persönlich
geändert?
Ingrid Stangl: Nachdem ich sah wie gut Energiearbeit dem Menschen tut,
war es mir wichtig einen Weg zu finden, den Körper mit Energie zu versorgen. Sowohl persönlich als auch im Berufsleben ist es mir heute möglich die
Einzigartigkeit jedes Menschen bewusst zu sehen und ihn so zu nehmen,
wie er ist. Besonders wichtig ist es zu versuchen niemanden zu beurteilen
und statt dessen auf die Bedürfnisse des Menschen einzugehen.
Bettina Baumer: Was war Ihnen bei der Vorbereitung Ihres heutigen Referates wichtig?
Ingrid Stangl: Zu vermitteln, dass Therapeutische Berührung für mich nicht
nur eine Ausbildung ist, sondern eine Lebenseinstellung für die ich eintrete
und die mich als Person ausmacht.
Bettina Baumer: Wie haben Sie die Tagung heute erlebt?
Ingrid Stangl: Der Tag war für mich reich an Erfahrungen, er hat mich auf
der emotionalen Ebene berührt und begleitet mich mit sehr vielen positiven
Gefühlen. Ich denke, alle TeilnehmerInnen konnten heute für sich und ihren
Beruf etwas mitnehmen, es gab so viele interessante Inputs.
Bettina Baumer: Sie arbeiten im LPH Neunkirchen als Altenfachbetreuerin.
Könnten Sie sich vorstellen ein diesbezügliches Projekt im eigenen Haus zu
machen? Oder bei KollegInnen auch mit praktischen Beispielen vorzutragen?
Ingrid Stangl: Es ist alles möglich, wenn die Zielgruppe eigenes Interesse
daran hat und nicht dazu aufgefordert wird. Es geht ja dabei um die Wertschätzung des Menschen und die Bereitschaft sich mit sich selbst und den
Mitmenschen auseinanderzusetzen.
Therapeutische Berührung bei KollegInnen mit praktischen Beispielen vorzutragen, zu veranschaulichen, wahrnehmen und spüren zu lassen wie die
Energie in unserem Körper fließt, wäre eine Bereicherung für mein Leben.
Ich bin als Anwenderin nur ein Wegbegleiterin. Wenn sich jemand z.B. eine
Auflösung von Blockaden erwartet ohne selbst was dazu zu tun, dann wird
der Erfolg nicht von langer Dauer sein. Wie in der Schulmedizin ist die Mitarbeit des Menschen eine wichtige Komponente im Heilungsprozess.
Bettina Baumer: Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!
ARGE NÖ-Heime
7
Neuer Vorstand der ARGE NÖ Heime
A m Montag, den 28. April
2014 fand in der Römerhalle Mautern die Vollversammlung
der ARGE der NÖ Pensionisten- und
und Pflegeheime statt. In diesem Rahmen wurde auch der neue Vorstand
gewählt. Ing. Dietmar Stockinger,
Direktor des Alten- und Pflegeheimes
der Barmherzigen Brüder Kritzendorf
wurde von den 76 stimmberechtigte
Mitglieder einstimmig zum neuen
Obmann gewählt. Er fungierte die
letzten beiden Perioden bereits als
stellvertretender Obmann von Anton
Kellner. Als aktiver und innovativer
Mitgestalter der ARGE NÖ Heime seit
mehr als einem Jahrzehnt, ist Dietmar
Stockinger ein Garant für Kontinuität
in der Arbeit der ARGE. Landesrätin
Mag.a Barbara Schwarz bedankte sich
für das große Engagement und die
gute Zusammenarbeit. „Seit mehr
als 20 Jahren ist die ARGE NÖ Heime
ein verlässlicher Partner für das Land
Niederösterreich. Bei der Bewältigung
der zukünftigen Herausforderungen
im Pflegebereich kommt dieser Partnerschaft eine prägende Bedeutung
zu“, so Landesrätin Schwarz.
Als StellvertreterInnen von Dietmar
Stockinger wurden Martin Wieczo-
rek, Direktor des Landespflegeheims
Pottendorf, und Claudia Türk, Pflegedienstleiterin des Landespflegeheims
Orth an der Donau und Vorsitzende
der Fachgruppe Pflege in der ARGE
NÖ Heime gewählt.
Auch erste Ziele für die nächste Periode des neuen Vorstandes wurden
inzwischen erarbeitet.
1. Neuorganisation der ARGE
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit
beschloss der Nationalrat im Sommer
2013 mit Koalitionsmehrheit eine
Novelle zum Wirtschaftskammergesetz (WKG). Nach einem zähen
Ringen um Rechtssicherheit steht
nun seit November 2013 fest, dass
private Alten- und Pflegeheime als
beitragspflichtige Mitglieder der
Wirtschaftskammer (WKÖ) gelten.
Die Mitgliedschaft wird ab 1.1.2015
wirksam.
Dies bedingt nun eine Neuorganisation der ARGE NÖ Heime, basierend
auf einem „3-Säulenmodell. Damit
verbunden ist eine Anpassung der
Statuten der ARGE NÖ Heime sowie
eine Überarbeitung der 10 Thesen Wofür steht die ARGE?
Ziel ist es weiters einen Vertreter der
Heime in der Wirtschaftskammer zu verankern, um eine Stimme zu haben.
2. Stärkung der Pflege
Im Rahmen der Neuorganisation soll
der Pflege nochmals ein breiterer
Stellenwert in der ARGE NÖ Heime
eingeräumt werden. Ziel wird es sein,
PflegedienstleiterInnen verstärkt für
die Teilnahme an den Arbeitsgruppen
der ARGE NÖ Heime zu gewinnen
und damit ihr Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht weiter auszubauen.
3. Hohe Qualität halten
Die hohe Qualität, die derzeit in den
NÖ Heimen gelebt wird, soll gehalten
und wo möglich weiter verbessert
werden.
Gleichzeitig gilt es den bisher sehr
innovativen Charakter der ARGE NÖ
Heime beizubehalten und sich auch
an zukunftsweisenden neuen Wegen
zu orientieren.
Das neue Vorstands-Team geht bestens vorbereitet und zuversichtlich in
die nächste Periode. Neuen innovativen Ideen der ARGE NÖ Heime steht
nichts im Wege. Wir wünschen alles
Gute und viel Erfolg!
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IN DEM ES PRODUZIERT WIRD:
Der Spezialist für Sauberkeit, Hygiene und Wohlbefinden. Julius Holluschek GmbH · A-6170 Zirl · Salzstraße 6 · Tel. +43 5238 52800-0 · www.hollu.com
DaHeim Juni 2014
8
ARGE NÖ Heime
Symposium „Wohnen im Alter. Daheim in
der Zukunft“
W ir werden immer älter! Eine
erfreuliche Botschaft, die
allerdings viele Fragen und vor allem
neue Herausforderungen im Bereich
des Wohnens und der Pflege mit sich
bringt. Aus diesem Grund hat das
Land Niederösterreich zum Symposium
„Wohnen im Alter. Daheim in der
Zukunft“ eingeladen. Der Einladung
sind nicht nur ExpertInnen gefolgt,
sondern auch über 200 interessierte
BürgerInnen, welche im Rahmen eines
World-Cafés mit ihren Tischleitern 7
Zukunftsvisionen entwickelt haben.
FH-Doz. Dr. Wolfgang Amann, Univ.Prof. Dr. Franz Kolland und Univ.-Prof.
Dr. Anita Rieder veranschaulichten,
wie sich die Demographie, der Lebensalltag der SeniorInnen und deren
Krankheitsbilder in Zukunft entwickeln
werden. Denn Österreich folgt hier
einer Entwicklung, die für ganz Europa charakteristisch ist. Der Anteil der
Generation 75+ wird sich im nächsten
Jahrzehnt auf plus 30% erhöhen, was
rund 200.000 Menschen entspricht.
Diese Entwicklung ist geprägt von der
Generation der Baby Boomer, die allerdings die gewonnenen Lebensjahre
nicht durch chronische Krankheiten,
Gebrechlichkeit oder Beeinträchtigungen geprägt sehen, sondern mit einer
hohen Lebensqualität. Die Lebensqualität im Alter hängt jedoch auch
deutlich von den Bedingungen der
Wohnung und den Gegebenheiten
des unmittelbaren Wohnumfeldes
ab. Aktuelle empirische Erhebungen
zeigen, dass hochaltrige Menschen
bis zu vier Fünftel des Tages zu
Hause verbringen, wodurch auch
die zukünftigen Wohnbedingungen
unter der Perspektive von Anregung
und sozialem Austausch betrachten
werden müssen.
DaHeim Juni 2014
Architekt Dipl.-Ing. Eckhard Feddersen
und Markus Mattersberger MMSc
MBA präsentierten unterschiedliche
Wohnformen für die ältere Generation. Eine große Herausforderung ist,
dass ältere Menschen gerne in ihrem
gewohnten Umfeld bleiben möchten
und den Wohnraum im Alter anpassen
müssen. Dabei ist die Umgestaltung
des Badezimmers meist die größte
Aufgabe. Aber auch Beispiele für
quartiersbezogene Konzepte wurden
genannt, die auf drei Säulen aufbauen, nämlich altersgerechtes Wohnen,
soziale Unterstützung und Pflege. Dabei steht die Selbständigkeit jedes Einzelnen im Vordergrund, die dadurch
aber ein flexibles und abgestimmtes
Angebot unumgänglich macht.
Dipl.-Ing. Manfred Bammer informierte über die Entwicklungen im Bereich
des Ambient Assisted Living (AAL),
welche derzeit an ihre Grenzen stoßen
auf Grund der Komplexität der Anforderungen und der Finanzierbarkeit
derartiger Projekte.
Im Rahmen des World-Cafés konnten
die TeilnehmerInnen aktiv mitreden
und diskutieren. In insgesamt sieben
Gesprächsgruppen wurden Meinungen eingebracht und gemeinsam eine
Zukunftsbotschaft erarbeitet.
Die Gruppe „Planung und Architektur“ fordert eine Differenzierung im
Bereich barrierearm und barrierfrei,
eine Förderung bei Anmeldung und
nicht erst bei Notbedarf, eine Teilbarkeit von Wohnungen sowie einen
rechtzeitigen Wohnungswechsel, der
durch eine Tausch- oder Maklerbörse
unterstützt wird. Die Ausstattung der
Quartiere soll mit low tec erfolgen.
Bei der Gruppe „Risikoträger und
Gemeinden“ wird das soziale Enga-
gement der Gemeinden in den Fokus
gerückt, welches mit regionalen,
flexiblen Kooperation ein Ansatz für
die Zukunft sein kann.
Die Sicherung der bestehenden
Angebote, sowie das Zulassen und
Ausprobieren neuer und vor allem die
ausreichende Finanzierung sieht die
Gesprächsrunde der sozialmedizinischen Dienste als zukunftsweisend.
Im Bereich der öffentlichen und privaten Pflegedienstanbieter sollen der
Mensch und auch die Ergebnisqualität
noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden und nicht nur Struktur
geschaffen werden, denn Betreuung
ist nicht gleich Pflege.
Akzeptanz, eine standardisierte Ausstattung und Finanzierbarkeit der
Projekte wird im Bereich des technisch
unterstützen Wohnens gefordert. Und
auch eine Aufklärung dahingehend,
dass die Technik der persönlichen
Sicherheit dient und durch die vermiedenen Unfälle, die Folgekosten
erheblich gesenkt werden können.
Im Bereich der „Vorsorge“ wird der
salutogene Ansatz gefordert, nämlich die Förderung der Erhaltung der
Gesundheit.
Ein gewisses Maß an Solidarität und
eine verantwortungsbewusste Zivilgesellschaft sieht die Gesprächsrunde
„Ehrenamt“ als zukunftsweisend. Dabei soll die hauptberufliche Tätigkeit
mit der freiwilligen Hilfe verbunden
werden und eine enge Kooperation
zwischen Vereinen, der Wohnbaugenossenschaften, den mobilen Diensten
und der Gemeinde entstehen. Aber
auch eine Hilfestellung durch das Land
bei der Ausbildung, der Einsatz von
Sozialkoordinatoren und die Schaffung
von offenen Häusern, die Jung und Alt
verbinden und so Bewusstseinsbildung
schaffen, werden gefordert.
ARGE NÖ Heime
9
Ausbau der NÖ Landesheime 2014:
Gepflegtes Wohnen in allen Landesvierteln
A uch heuer wird in den Aus- und Neubau der
NÖ Landespflegeheime kräftig investiert. In fast
allen Landesvierteln wird zu-, um- und neu gebaut, der
jeweilige Baufortschritt auch feierlich begangen.
Spatenstichfeier in Wolkersdorf
„Zu Jahresbeginn hat die NÖ Landesregierung die ersten
Auftragsvergaben für den Neubau in Wolkersdorf im
Weinviertel beschlossen, die Spatenstichfeier am 3. April
läutete den Baubeginn ein. Rund 17,7 Millionen Euro
investieren wir als Land NÖ in diesen Standort“, informiert
Soziallandesrätin Mag. Barbara Schwarz.
Das neue Haus wird als viergeschossiges Gebäude errichtet und ab 2016 Platz für 126 SeniorInnen bieten. Im
Erdgeschoss werden die allgemeinen Funktionsräume,
Cafeteria, Kapelle, Frisör etc. untergebracht sein. Drei
idente Obergeschosse stehen für die Pflege und Betreuung
(Tages-, Kurzzeit- und Langzeitpflege) zur Verfügung. Die
BewohnerInnen werden künftig in kleinen gemütlichen
Wohngruppen mit je 14 Betten betreut sein. Ein Schwerpunkt wird bei Demenzerkrankungen liegen.
Neues Haus 42 im PBZ Mauer
Auch im Mostviertel hat man den milden Winter für Vorbereitungsarbeiten für einen weiteren Neubau genutzt: Im
Psychosozialen Betreuungszentrum (PBZ) Mauer erfolgte
am 6. März der feierliche Spatenstich für den Neubau
des Hauses 42. Im PBZ Mauer werden Menschen mit
schweren psychischen Erkrankungen, Beeinträchtigungen
oder Behinderungen betreut. Gemeinsam mit dem PSBZ
Tulln erfüllt es den nö-weiten Versorgungsauftrag für
diese Erkrankungen.
„Das neue Haus 42 wird 30 Wohn- und Betreuungsplätze
in Form von Einzelzimmern inklusive sechs Plätze für Krisenintervention haben. Für die neue Tagesbetreuung mit
60 Plätzen sind verschiedene Werk- und Therapieräume
geplant. Auch die Verwaltung wird künftig hier zu finden
sein. Für den Neubau stellt das Land NÖ rund elf Millionen
Euro zur Verfügung“, so Schwarz.
Betreutes Wohnen in Mank
In Mank konnten Ende Februar die letzten fünfzehn von
insgesamt 29 Wohnungen für „Betreutes Wohnen“ Mank
übergeben werden. Die barrierefreien Wohnungen wurden
von der GEDESAG Krems, am Tor ins Waldviertel, errichtet, die Betreuung der BewohnerInnen erfolgt durch das
Landesheim. Die SeniorInnen können das „Marienheim“
über einen direkten Verbindungsgang erreichen, das
Kaffeehaus, den Frisör, die Veranstaltungen etc. im Heim
nutzen, dort zu Mittagessen und – bei Bedarf – Hilfe und
auch Pflegeangebote in Anspruch nehmen. So profitieren
sie von der hohen Betreuungsqualität im Heim.
Modernes Haus Baden auf Klinikum-Gelände
Im Industrieviertel wiederum stehen für Sanierungsmaßnahmen des Altbaus in Mödling rund vier Millionen
Euro und auch schon der Baukran bereit. Im Juni erfolgt
die Übersiedlung in das neue, modernst ausgestattete
Haus in Baden. „Das neue Landespflegeheim am Thermenklinikum-Gelände wird insgesamt 224 Pflege- und
Betreuungsplätze bieten und auch die bisherigen Betten
des Pflegeheims der Stadt Baden übernehmen“, erklärt
Schwarz. Und für den Zentralraum: Intensiv geplant wird
hier für den Zu- und Umbau des Hauses in Türnitz, das
sich in Zukunft der Gerontopsychiatrie widmen wird.
Insgesamt werden in Niederösterreich in den nächsten
Jahren rund 1.000 neue Pflegeplätze entstehen.
Beim Spatenstich mit LR Schwarz für das neue Haus in Wolkersdorf blieb bei schönem Wetter auch Zeit für Geselliges.
DaHeim Juni 2014
8
ARGE NÖ-Heime
Die NÖ-Heime stellen sich vor:
Das Pflegezentrum St.Pölten-Pottenbrunn
E twa 7 km nordöstlich der
Landeshauptstadt St. Pölten
liegt Pottenbrunn. Unweit des Ortszentrums befindet sich das Pflegezentrum St. Pölten-Pottenbrunn, das seit
Juli 2011 als eigenständige Gesellschaft
durch Herrn Josef Bogner als Geschäftsführer und Frau Adelheid Beyerl,
MSc als Heim- und Pflegedienstleitung
erfolgreich geführt wird.
Das Pflegezentrum bietet für 78
BewohnerInnen Platz. Das freundliche, offene und vor allem gemütlich
eingerichtete Haus mit dem malerischen Garten stellt für sie eine Oase
der Ruhe und Geborgenheit dar.
Ziel ist es, all jene, die hier ihren
Lebensabend verbringen, durch ein
wertschätzendes, familiäres und
partnerschaftliches Miteinander zu
begleiten und individuelle Lebenssituationen und Lebensumstände zu
berücksichtigen. Dabei wird auf ein
ausgewogenes Maß an Professionalität und Menschlichkeit gesetzt.
Pflegemodell nach
Monika Krohwinkel
Im Pflegezentrum St. Pölten-Pottenbrunn wird nach dem Pflegemodell
von Monika Krohwinkel gearbeitet,
das speziell auf die Ressourcen und
Gewohnheiten der BewohnerInnen
und ihre Ängste und Sorgen eingeht.
Die primär pflegerische Zielsetzung
ist das Erhalten, Fördern bzw. Wiedererlangen von Unabhängigkeit,
Wohlbefinden und Lebensqualität des
pflegebedürftigen Menschen in seinen
Aktivitäten, Beziehungen und existentiellen Erfahrungen des Lebens.
DaHeim Juni 2014
Auf die Einbeziehung der Angehörigen wird großer Wert gelegt,
ihre Besuche werden unterstützt
und gefördert. Durch spezielle Veranstaltungen (Informationsabende,
Sprechstunden, Aktionsveranstaltungen, usw.) werden sie aktiv - soweit
als möglich - in den Alltag integriert.
Es finden regelmäßig AngehörigenAbende oder Nachmittage statt. Diese
beinhalten einen Theorie-Input zu
aktuellen und speziellen Themen wie
Informationen zu Ernährung, Aktivitäten, Veränderungen im Haus etc. und
sollen auch ausreichend Gelegenheit
zum Austausch untereinander und mit
den Leitungen des Hauses und dem
Pflegepersonal bieten. Auch außerhalb dieser Veranstaltungen wird der
Kontakt zu den Angehörigen durch
die Heim- und Pflegedienstleitung und
Bereichsleitungen forciert.
Betriebliche Gesundheitsförderung
Der Geschäftsführung des Hauses
liegt unter anderem die Gesundheit
der MitarbeiterInnen sehr am Herzen. Daher werden verschiedene
gesundheitsfördernde Maßnahmen
angeboten. Die hauseigene Küche
bereitet täglich für alle Beschäftigten
frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte zu und in den Aufenthaltsräumen
stehen Obstkörbe zur Verfügung.
“Gesunde Ernährung“ – unter diesem
Motto wird das Programm 2014 in
Form von gemeinsamen Kochrunden
mit einer Diätologin vertieft. Diverse
Bewegungsprogramme (Klettern,
Wandern, Kegeln…) können, so wie
alle Angebote, kostenlos in Anspruch
genommen werden und runden das
vielfältige Angebot ab.
SeniorInnenbetreuung
Zur Aktivierung und Förderung der
BewohnerInnen werden verschiedene
Aktivitäten laut wechselndem Wochenplan angeboten. So zaubert zum
Beispiel die wöchentliche Kochrunde
„die lustigen Kuch‘lweiber“ immer
wieder das eine oder andere Schmankerl auf den Tisch.
Handarbeiten, gemeinsames Singen
und Musizieren, Rätselrunden und
Ausflüge stehen ebenso auf der
Tagesordnung wie Feste und Feierlichkeiten laut dem Jahreskreis. Zum
alljährlichen Höhepunkt hat sich mittlerweile das Sommerfest entwickelt,
das immer Ende Juni stattfindet, so
auch heuer wieder am 27. Juni.
Tatkräftige Unterstützung bei diesem
vielfältigen Angebot finden die engagierten MitarbeiterInnen des Pflegezentrums St. Pölten-Pottenbrunn
in ihren EhrenamtsmitarbeiterInnen,
die immer mit helfenden Händen zur
Seite stehen.
„Unserer Einrichtung ist es wichtig,
BewohnerInnen und MitarbeiterInnen
mit Wertschätzung zu begegnen.
MitarbeiterInnen, die ihre Bedürfnisse
und Fähigkeiten wahrgenommen wissen, können auch die Bedürfnisse der
BewohnerInnen erkennen und eine
individuelle Betreuung gewährleisten.
Dieser Herausforderung müssen wir
uns täglich neu stellen.“, erklärt Heimleiterin Adelheid Beyerl, MSc.
Steckbrief
Baujahr:
2004
Träger:
Pflegezentrum St. Pölten Pottenbrunn
GmbH
Geschäftsführer:
Josef Bogner
Heim- und Pflegedienstleitung:
Dir. Adelheid Beyerl, MSc
Kontakt:
Pflegezentrum St. Pölten Pottenbrunn GmbH, 3140 Pottenbrunn,
Pottenbrunner Hauptstraße 100,
Tel. 02742/42225, verwaltung@phpottenbrunn.at, www.pflegezentrumpottenbrunn.at
Anzahl der HeimbewohnerInnen: 78 Pflegeplätze, derzeit in
Vollauslastung
Anzahl der MitarbeiterInnen:
47
Leitsatz der Einrichtung:
“Qualität in allem Tun zum Wohle der
Menschen mit denen wir und für die
wir tätig sind”
Leistungen:
Langzeit-, Kurzzeit- und Tagespflege
Was uns auszeichnet:
Uns zeichnet ein herzlicher, wertschätzender, offener und konstruktiver
Umgang mit allen Beteiligten aus. Die
individuelle, bedürfnis- und ressourcenorientierte Betreuung unserer BewohnerInnen haben wir uns gemeinsam
zum Ziel gesetzt. Die Angehörigenbegleitung und- beratung ist uns eine
wichtige Herzensangelegenheit. Diese
Aufgaben setzen ein hohes Maß an
Professionalität voraus im Denken, Tun
und Handeln. Deshalb legen wir großen Wert auf gut ausgebildete, engagierte und motivierte MitarbeiterInnen.
Auf die steigenden Anforderungen des
Pflegealltags können wir fachlich wie
menschlich mit höchster Kompetenz
reagieren. Unterstützend dabei sind die
Angebote der Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Gesundheitliches
Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
Preise, Auszeichnungen & Zertifikate: E-Qalin Österreich Haus
Zertifikat, Projekt GeriaPLUS Zertifikat
Initiativen für Umwelt & Klima:
Ressourcenschonende und nachhaltige
ökologische Aspekte begleiten uns bei
der Auswahl unserer PartnerInnen.
In unserer Einrichtung kommt ausschließlich Strom aus erneuerbaren
Energieträgern zum Einsatz. .
Traditionelles, Beliebtes und Gesundes
aus der eigenen Region wird in unserer
Küche jeden Tag gelebt. Das beginnt
bei der Auswahl regionaler, saisonaler
und frischer Zutaten und mündet in
der behutsamen Zubereitung unserer
bodenständigen und allseits bekannten
gut bürgerlichen Hausmannskost
Darauf sind wir stolz:
Auf die Einbindung des Pflegezentrums
in ein neu bebautes Siedlungsgebiet,
nahe dem Zentrum, unter direkter
ärztlicher Anbindung. Stolz macht
uns auch der unermüdliche Einsatz
unserer Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, der Kontakt zu Kindergärten,
Schulen und Ausbildungsstätten aus
den angrenzenden Gemeinden. Über
das Jahr hindurch begleiten sie uns bei
gemeinsamen Projekten.
Stolz sind wir auch auf alle Mitarbeiter/
Innen des Pflegezentrums, die täglich
unermüdlich mit vollem Einsatz unsere
Bewohner/Innen betreuen.
Eine Vision für Ihr Haus und der
nächste Schritt dorthin: Die Leitbilderstellung im Rahmen eines Projektes gemeinsam mit unserer wertvollsten
Ressource – unseren MitarbeiterInnen.
Gleichzeitig wird die Implementierung des Pflegemodells nach Monika
Krohwinkel im Pflegezentrum zum
Leben erweckt und die Bezugspflege
hält in allen Bereichen des Lebens der
BewohnerInnen Einzug.
Eine Herausforderung: Das
Erreichen des nationalen Qualitätszertifikates NQZ
Das schönste Kompliment
einer Bewohnerin / eines Bewohners:
“Ich bin so dankbar bei Euch sein zu
können, denn es ging mir noch nie
so gut wie im Pflegeheim, ihr seid alle
so freundlich und hilfsbereit”. Zitat Fr.
Zauchinger Elisabeth.
DaHeim Juni 2014
12
Regionales
SeneCura Pressbaum: Kräuterwanderung im Wienerwald
Mit viel Interesse folgten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des
SeneCura Sozialzentrums Pressbaum
im Frühjahr einer Kräuterwanderung
durch den Wienerwald. Denn ob
Brennnessel, Schafgarbe oder Gänseblümchen – Wildkräuter haben
eine besonders gesunde Wirkung
auf den menschlichen Körper. Die
Kräuterpädagogin Sybille Zadra
erklärte die Besonderheiten und
Wirkungsweisen der verschiedensten
Pflanzen. Zum Abschluss wurde mit
den gesammelten Wildpflanzen ein
feines Kräutersalz hergestellt.
107. Geburtstag im Marienheim
Bruck/Leitha
Am 17. März feierte Anna Medwenitsch im Marienheim in Bruck/
Leitha ihren 107. Geburtstag. Bis
vor einem Jahr lebte die älteste Frau
des Bezirkes noch in ihrer Heimatgemeinde Hof/Lbg., erst nach einem
Sturz und dem damit verbundenen
erhöhten Pflegeaufwand übersiedelte sie ins Marienheim. Unter den
vielen Gratulanten befanden sich
Bezirkshauptmann Peter Suchanek,
Bürgermeister Richard Hemmer sowie
der Hofer Pfarrer Josef Beckers, der
für Frau Medwenitsch eine Hl. Messer
zelebrierte.
Fröhliches Multi-Kulti-Fest bei
SeneCura Purkersdorf
Im Rahmen eines abwechslungsreichen Unterhaltungsprogrammes
luden einige MitarbeiterInnen des
SeneCura Sozialzentrums Purkersdorf die BewohnerInnen zu einer
stimmungsvollen Reise in ihre Heimatländer im Osten von Europa
ein. Folklore-Tanzgruppen mit mitreißender Musik sowie zahlreiche
landestypische Schmankerl von süß
bis salzig zauberten südländische
Atmosphäre ins Haus und machten
den Nachmittag zu einem richtigen
Volksfest der Generationen.
Eine Kräuterwanderung machten die BewohnerInnen von SeneCura Pressbaum
Frau Medwenitsch feierte im Marienheim
Bruck/Leitha ihren 107. Geburtstag
Stimmungsvolle Musik sowie Folkore-Tanzgruppen begeisterten die BewohnerInnen
Das Modell Lady Weinrot bei der Hutmodenschau im Haus an der Traisen
Der Flohmarkt im LPH Wilhelmsburg findet
stets großen Zuspruch
Rosen zur Muttertagsfeier im Landespflegeheim Klosterneuburg
Hutmodenschau im Haus an der
Traisen
Wochenlang wurde mit den HeimbewohnerInnen eine Hutmodenschau
vorbereitet. Hüte wollen getragen
werden, ob in St. Pölten oder Paris.
Hüte groß und Hüte klein, passend
für jede Gelegenheit. Alle Beteiligten waren sehr begeistert von den
verschiedensten Hutmodellen wie
Modell „Ingerosso“ (Kornblumentopf), Modell „Lenis – Lichtblick“,
Modell „Imkerhut“ oder vom Modell
„NÖ Pflegehut“, das Frau Dir. Regina
Kos überreicht wurde. Abschließend
gab es eine gemeinsame Kaffeejause
gemeinsam.
Flohmarkt der Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen im LPH Wilhelmsburg
Seit Jahren veranstalten die Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen einen
Flohmarkt im Eingangsbereich des
Pflegeheimes. Dieser Flohmarkt ist
nicht nur bei FlohmarktliebhaberInnen ein Fixpunkt geworden, auch
die BewohnerInnen besuchen ihn
gerne und auch mehrmals täglich,
denn es könnte ja das eine oder
andere Schnäppchen dazu gekommen sein.
Rosen und selbstgebackene Herzen zur Muttertagsfeier
Am Donnerstag, dem 08.05.2014
wurde zu Ehren der Mütter im
Landespflegeheim Klosterneuburg
„Agnesheim“ ein Fest gefeiert. Bei
Livemusik und selbstgebackenen
Herzen überreichten Pflegedienstleiterin Michaela Tanzler und Direktor
Michael Strozer allen Müttern einen
Blumengruß.
Foto: Martin
i Kalchhauser
l hh
DaHeim Juni 2014
Viele Gegenstände wecken Erinnerungen und so manches will mit nach
Hause genommen werden.
Auch Frau Gemeinderätin Ursula
Kohut und Herr Stadtrat DDr. Mag.
Holger Herbrüggen als Vertreter
der Gemeinde konnten begrüßt
werden.
Regionales
13
Kutschenfahrt des LPH Orth/Donau nach Eckartsau
BewohnerInnen des LPH Orth/Donau
unternahmen bei schönstem Wetter
einen Ausflug zum Schloss Eckartsau. Dieser Ausflug wurde von der
MG Orth und den Bundesforsten
ermöglicht. Die BewohnerInnen
wurden auch zu einem gemütlichen
Nachmittagskaffee mit Kuchen eingeladen. Am Abend ging es bei bester
Stimmung mit der Kutsche wieder
heimwärts.
Ein ganz herzliches Danke für diese
Einladung und den ganz wunderschönen Tag auf Schloss Eckartsau!
Zwei Nützlingsunterkünfte für das
LPH Hollabrunn
Nützlinge im Garten helfen bei der
biologischen Schädlingsbekämpfung,
denn Marienkäfer, Ohrwürmer, Florfliegen, Schlupfwespen und Co.
vertilgen Unmengen an Läusen auf
unseren Pflanzen. Grund genug
gleich 2 Nützlingsunterkünfte zu
bauen und im Garten des Landespflegeheimes Hollabrunn aufzustellen.
In der Werkstatt von Gerhard und
Rosa Tesch wurden die Häuschen
gemeinsam mit den BewohnerInnen
fertig gestellt. Jetzt bieten sie den
Nützlingen im Garten Nisthilfen und
Unterschlupf.
Feierlicher Transport des Maibaumes in den
Garten des Moorbadheimes Schrems
Mit der Pferdekutsche ging es zum Schloss
Eckartsau
BewohnerInnen des LPH Hollabrunn präsentieren stolz ihre Nützlingsunterkunft
Rudi Bode präsentierte seine Bilder erstmals
der breiten Öffentlichkeit
Eine fröhliche Autobusfahrt nach St. Florian
machte das LPH Wallsee
Ein Panflötenkonzert zum Frühlingsfest gab es
bei SeneCura Grafenwörth
Rudi Bode, Bewohner des Stephansheims, stellt aus
Unter dem Titel „Er hat schon immer
gemalt“ wurde die Bilderausstellung
von Rudi Bode, Bewohner im Haus
der Barmherzigkeit Stephansheim, in
der Raiffeisenbank Horn eröffnet. Der
Künstler, der seit einem Unfall im Jahr
2004 auf einen Rollstuhl angewiesen
ist, präsentierte seine Bilder damit
erstmals der breiten Öffentlichkeit.
Entstanden sind die Bilder im Atelier
von Herrn Bode, einem Raum, den
ihm das Stephansheim eigens zu zur
Verfügung stellt. Musikalisch untermalt wurde die Eröffnung von der
jungen Sängerin Isabell Küntzel.
Ausflug des LPH Wallsee nach St.
Florian
Am 30.4.2014 machten die BewohnerInnen des Landespflegeheimes
Wallsee einen Ausflug. Sie fuhren
mit dem Bus über Steyr nach Sankt
Florian in das Traunviertel. Begleitet
wurde die fröhliche Gruppe von Dir.
Manfred Haberhauer, hauptamtlichen
und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Zu Mittag kehrten die Ausflügler in
das Gasthaus Weinbauer in Hofkirchen ein. Ob Wiener Schnitzel, warme
Krapfen oder Kardinalschnitten, es
schmeckte köstlich. Der schöne Tag
wird vielen noch lange in Erinnerung
bleiben.
Frühlingsfest und Panflötenkonzert bei SeneCura Grafenwörth
Im SeneCura Sozialzentrum Grafenwörth feierten BewohnerInnen,
Angehörige, Ehrenamtliche und
MitarbeiterInnen gemeinsam ein
ausgelassenes Frühlingsfest in fröhlicher Runde. Neben allerlei frühlingshaften Köstlichkeiten gab es
von Ernst Birkner noch einen ganz
besonderen Ohrenschmaus auf der
Panflöte. Johann Beutl, Bewohner des
Sozialzentrums Grafenwörth, freute
sich schon lange auf dieses Ereignis:
„Solche Feste bringen immer richtig
Leben in unser Haus. Ich liebe diese
geselligen Nachmittage!“
Foto: Martin Kalchhauser
Tradionelles Maibaum-Aufstellen
im Moorbadheim Schrems
Auch heuer wurde im Garten vom
Moorbadheim Schrems ein Maibaum
aufgestellt – nach alten Überlieferungen, händisch und mit „Schwoablern“. Es war ein besonderes Fest
– bei keinem Maibaum im Bezirk
haben so viele Hände mitgeholfen!
Die BewohnerInnen sorgten gemeinsam mit den Seniorenbetreuerinnen
für den Baumschmuck. Ein schöner
Kranz wurde geflochten und Bänder
gebunden. Die Kinder vom benachbarten Berg-Kindergarten halfen
beim feierlichen Transport bis zum
Aufstellungsort tatkräftig mit.
DaHeim Juni 2014
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Regionales
Betriebliche Gesundheitsförderung im LPH Baden
Das Gesundheitsrisiko in Sozialberufen ist besonders hoch.
Deshalb entschied sich das Landespflegeheim Baden, als 1.
Landeseinrichtung, für das Projekt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF). Dieses wird von der NÖ Gebietskrankenkasse, in
Zusammenarbeit mit der BVA, unterstützt und gefördert. Ziel des
Projektes ist, die körperlichen und seelischen Belastungen am
Arbeitsplatz zu verringern und das Wohlbefinden zu steigern.
Das zweijährige Projekt, unter dem Titel „G’sund im LPH Baden“,
fand im Zeitraum März 2011 bis März 2013 statt. Aufgrund der
Auswertungen von MitarbeiterInnenbefragungen und Gesundheitszirkeln, wurden Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet und
umgesetzt.
Die MitarbeiterInnen bevorzugten das Gesundheitsprogramm
„Rücken fit“ und besuchten mehrere Workshops zum Thema
„Seelische Gesundheit“. Im Zuge einer Gesundheitsstraße, ein
Service der BVA, bestand die Möglichkeit, die Blutwerte messen zu lassen und anschließend mit einem Arzt das Ergebnis zu
besprechen. Die Arbeitsplätze wurden ergonomisch evaluiert,
Jobrotations finden statt, dem Pflegepersonal stehen für die
Pausen Räume als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung und auch
der Therapiesaal kann außerhalb der Therapien benützt werden.
Zeitgleich startete auch das Teilprojekt „Gesunde Küche“. Für
MitarbeiterInnen gibt es 2x wöchentlich Salatbuffet und kalorienarme Kost wird angeboten.
Aufgrund der zahlreichen Beteiligung und dem positiven Feedback ist zu erkennen, dass dem Personal ein gesunder Lebensstil
sehr wichtig ist. Auch in den vierteljährlichen MitarbeiterInnenbefragungen ist eindeutig eine Steigerung des ganzheitlichen
Wohlbefindens zu verzeichnen.
Nach Evaluierung und Endbesprechung in der Steuerungsgruppe wurde um Zertifizierung eingereicht. Im Landespflegeheim
wurde eine Gesundheitsbeauftragte ernannt, die für die Nachhaltigkeit des Projektes sorgen und die MitarbeiterInnen in gesundheitlichen Belangen informieren und unterstützen wird.
Die Gütesiegelverleihung fand in einem feierlichen Rahmen, am
4. März 2014 statt.
DaHeim Juni 2014
Wohlfühltag im Landespflegeheim Melk
Rundherum mit Kosmetik verwöhnt
wurden die Damen im LPH Melk von
den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Der Wintergarten der Station III wurde in einen kleinen Kosmetiksalon
verwandelt.
Nach sanfter Reinigung der Gesichtshaut wurden pflegende Masken aufgetragen. Eine Handmassage mit
hochwertigen Cremen verschaffte
zusätzlich Wohlbefinden. Harmonische Musik, ein Gläschen Sekt mit
Orangensaft perfektionierten die
entspannte Atmosphäre.
Die BewohnerInnen des LPH Melk genossen
einen Wohlfühltag
Sachertorte und rote Rosen zum Muttertag
gab es im SeneCura Sozialzentrum Ternitz
Muttertagsfeier im SeneCura Sozialzentrum Ternitz
Im SeneCura Sozialzentrum Ternitz
standen im Mai die Damen des Hauses
im Mittelpunkt: In geselliger Runde
wurde Muttertag gefeiert.
MitarbeiterInnen und Angehörige
legten sich ins Zeug, um die Seniorinnen einen Tag lang richtig zu
verwöhnen. Als krönenden Abschluss
gab es eine köstliche Sachertorte in
geselliger Runde. Rote Rosen und
eine gute Tasse Kaffee durften an so
einem Ehrentag natürlich auch nicht
fehlen.
Regionales
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Start ins Gartenjahr mit den GartentherapeutInnen der Garten Tulln
Zum offiziellen Start des Gartenjahres
2014 waren GartentherapeutInnen der
Garten Tulln bei herrlichem Wetter zu
Gast im Landespflegeheim Weitra,
um mit den HeimbewohnerInnen
ein Gartenprojekt zu starten. Im neu
gestalteten Garten wurden Kräuter,
Beeren und Blumen gepflanzt. Viele
fleißige Hände waren notwendig.
Zum Abschluss wurden die Pflanzen
kräftig eingegossen.
Nach getaner Arbeit genossen alle
die warmen Sonnenstrahlen auf der
Terrasse des Hauses.
Erste-Hilfe-Kurs im LPH Amstetten
für Ehrenamtliche
Das Landespflegeheim Amstetten hat
seinen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen
angeboten an einem Erste-Hilfe-Kurs
im Haus teilzunehmen. Erste Hilfe ist
leicht zu erlernen und kann durch
einfache Handgriffe des Ersthelfers
helfen, Leben zu retten.
Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes
nahm die Schulung im LPH Amstetten
vor. Das Angebot wurde von vielen
Ehrenamtlichen genutzt. Geübt wurden
u.a. die Herz-Druck Massage an der
Puppe, die Mund-zu-Mund Beatmung
und die stabile Seitenlagerung.
Freiwilligeneinsatz von Hewlett
Packard im Marienheim Baden
Am 11. April bekam das Marienheim
Baden tatkräftige Unterstützung
durch die Firma HP. Ein Team von
11 Leuten kam ausgerüstet mit
Arbeitsgewand, Schleifmaschinen,
Pinsel und Akkuschrauber und großer
Motivation. Die Gartenmöbel wurden
für die warme Jahreszeit auf Hochglanz gebracht. Außerdem wurde
ein wunderschönes Vogelhäuschen
gespendet und aufgebaut. So finden
die gefiederten Gäste Futter und die
BewohnerInnen können im Garten
die Vögel beobachten. Vielen Dank
für den Einsatz!
Die GartentherapeutInnen der Garten Tulln auf
Besuch im Landespflegeheim Weitra
Im Erste-Hilfe-Kurs im LPH Amstetten wurde
u.a. die stabile Seitenlagerung geübt
Das Freiwilligenteam von HP brachte die Gartenmöbel des Marienheims auf Hochglanz
Ein abwechslungsreicherAusflug auf den Pfadfinder-Flohmarkt des LPH Scheiblingkirchen
Die Fahrt mit dem Bummelzug bot bei strahlendem Wetter eine herrliche Aussicht
Die Schlagerparade im Alten- und Pflegeheim
Kritzendorf fand großen Anklang
Das LPH Scheiblingkirchen beim Pfadfinder-Flohmarkt in Gloggnitz
Ein Flohmarkt ist im ursprünglichen
Sinne ein Markt, auf dem gebrauchte
Gegenstände frei von Erwerbsdruck
von Privatleuten angeboten werden.
Seinen Namen verdankt der Flohmarkt
spätmittelalterlichen Kleidergaben der
Fürsten. Einmal dem Volk überlassen,
wurde mit diesen Kleidungsstücken
gehandelt. Dabei wechselte auch der
eine oder andere Floh den Wirt. Flöhe
haben wir von unserem Besuch in Gloggnitz keine nach Hause gebracht, dafür
zahlreiche Bücher, alte Schallplatten,
Kleidungsstücke und Handtaschen.
Eine Bummelzugfahrt des LPH
Eggenburg nach Langau
An einem kühlen Frühlings-Nachmittag
ging‘s mit vielen HeimbewohnerInnen
des LPH Eggenburg in den beiden
Heimbussen los nach Langau zu einer
lustigen Bummelzugfahrt. Kuschelige
Decken sorgten für wohlige Wärme. Die
BewohnerInnen genossen die herrliche
Aussicht und hatten viel Freude. Die
ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sowie
die Seniorenbetreuung organisierten
außerdem eine gemütliche Jause in
einem Gasthaus, wo auch gemeinsam
fröhlich gesungen wurde. Alles in allem
ein sehr gelungener Ausflug.
Schlagerparade im Alten- und
Pflegeheim Kritzendorf
Zum dritten Mal fand im Alten- und
Pflegeheim Kritzendorf die Schlagerparade statt. Das zweistündige Programm
wurde von den MitarbeiterInnen gestaltet
und zu 23 Liedern wie „Die Reblaus“
von Hans Moser, „So schön kann doch
kein Mann sein“ von Gitte und „Mama
Loo“ von Les Humphries Singers gesungen. BewohnerInnen, Angehörige
und MitarbeiterInnen klatschten und
tanzten zu den unvergessenen Schlagern. Das Lied „Wir sind eine große
Familie“ bildete den Abschluss der sehr
gelungenen Veranstaltung.
DaHeim Juni 2014
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Visionen
Eine gelungene Reaktivierung
im Landespflegeheim Wilhelmsburg
H err R. kam am 21.Februar
2013 von der Palliativabteilung eines Krankenhauses zur
Aufnahme in den Wohnbereich 3
des LPH Wilhelmsburg. Mit aussichtsloser Prognose, denn es wurde
ihm gesagt er hätte nur mehr ein
paar Monate zu leben, befand sich
Herr R. in einer äußerst schlechten
körperlichen Verfassung. Er litt an
einer ausgeprägten depressiven
Verstimmung, war antriebslos und
äußerte ständig, keinen Lebenswillen
mehr zu haben.
Unser Ziel war von Anfang an, seine
Lebensgeister zu wecken und ihn aus
seiner Depression heraus zu holen.
Als Erstes reduzierten wir die Medikamente. Es wurde überlegt und mit
dem betreuenden Arzt besprochen
was Herr R. unbedingt braucht und
was nicht, beziehungsweise, wo
er medikamentöse Unterstützung
braucht. Zeitgleich erhoben wir
DaHeim Juni 2014
ausführlich seine Biographie und
schrieben seine emotionalen Aussagen, Motive und Ziele nieder.
Da Herr R. anfangs noch sehr verunsichert war und emotional sehr
schnell entgleiste wenn etwas anders
war, wurden eine fixe Tagesstruktur
und Rituale eingeführt, die ihm
Sicherheit geben sollten. Herr R.
entwickelte Vertrauen zu uns und
langsam auch zu sich selbst - „ich
kann ja doch noch was“.
Ein EA-Mitarbeiter wurde gesucht
und für ihn auch gefunden. Beide
hatten dieselben Interessen und wir
stellten fest, dass ein „richtiges“
Männergespräch Wunder bewirken
kann. Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen der MitarbeiterInnen ließ
bald einen Fortschritt erkennen.
Herr R. begann durch das Erkennen
eines Motives – Mobilität verbessern – mit physikalischer Therapie.
Dadurch wurde er selbständiger,
empfand mehr „Lebensqualität“– er
„blühte“ richtig auf.
Einen wichtigen Anteil hatte auch
der „Schmäh“, der in seinem Wohnbereich läuft, er trug wesentliches
zur Reaktivierung von Herrn R.
bei. Mittlerweile singt er oft schon
frühmorgens begeistert alte Lieder,
erzählt Witze und „pflanzt“ gerne
die MitarbeiterInnen. Im Laufe der
Zeit kam es auch zu einer Gewichtszunahme – bei der Aufnahme hatte
noch eine starke Mangelernährung
bestanden, jetzt fühlt sich Herr R. in
seinem Körper wohl.
Herr R. kann mit Rollator wieder
gehen und kümmert sich um seinen
„Männertisch“ in der „Kuchl“ Er ist
für das Tee ausschenken zuständig
und hängt die gewaschene Stationswäsche auf – niemand macht das
so genau und ordentlich wie er!
Mit anderen Bewohnern hat er auch
den Donnerstag-Stammtisch im
Wissen
17
Tullner Gesundheitspreis
für Aromatherapie
im Rosenheim Tulln
Wirtshaus/Wohnbereich organisiert und ist der „Präsident“ dieses Stammtisches.
Seine neueste Errungenschaft ist ein elektrischer Rollstuhl mit dem er in den Garten und in die Stadt „düsen“
kann. Die Idee mit dem elektrischen Rollstuhl stammt von
unserem Pfleger Christoph. Er nahm Herrn R an einem
Samstag zu einem Match auf den Fußballplatz mit. Bei
einer Leberkäsesemmel und einem Almdudler wurde die
Idee des motorisierten Rollstuhls geboren. Herr R. war
sofort Feuer und Flamme, denn dann könnte er ja auch
alleine auf den Fußballplatz fahren!
Anfänglich konnte er noch nicht so gut einparken was
zu etlichen Abschürfungen und einem havarierten Tischbein führte. Seitens der Heimleitung wurde „ernsthaft“
überlegt, für Herrn R. ein Fahrsicherheitstraining auf dem
Wachauring zu organisieren, was Herrn R und alle Beteiligten sehr zum Lachen brachte. Herr R. ließ sich dadurch
jedoch nicht beirren und beherrscht mittlerweile seinen
„Feuerstuhl“ optimal. Durch ihn konnte er ein weiteres
Stück Freiheit und Unabhängigkeit gewinnen.
Als Herr R. zu uns gekommen ist, las man in den Betreuungsberichten Sätze wie z. B: „Ich will nicht mehr
leben, ich muss bald sterben, das Leben hat sowieso
keinen Sinn mehr!“
n den Einträgen der letzten Monate kann man lesen:
„Ich bin so glücklich! Ich habe nicht geglaubt, dass das
Leben so schön sein kann! So gut ist es mir seit langer
Zeit nicht mehr gegangen!“
Diese Aussagen bestätigen uns, dass es sich immer und
bei jedem Bewohner / jeder Bewohnerin lohnt, alle Energie und Fachlichkeit einzusetzen, um eine emotionale
Zufriedenheit und Autonomie für die Betreffenden zu
erlangen!
„Aufleben statt aufheben“, der Leitspruch von Prof. Erwin
Böhm trifft in diesem Fall zu 100% zu.
D er Tullner Gesundheitspreis würdigt Initiativen
mit Vorbildwirkung und soll darüber hinaus die
Bevölkerung für die Gesundheitsvorsorge sensibilisieren
und motivieren. Bei der heurigen Preisverleihung durfte
sich erstmals eine Mitarbeiterin des Tullner Rosenheimes
über eine Auszeichnung freuen.
DGKS Erika Gößnitzer MSc (Palliative Care), Mitarbeiterin
der Hospizstation, reichte ihre Studie „Mundspülung mit
ätherischem Öl nach Chemotherapie im palliativen Kontext, eine empirische quantitative Studie“ ein und erhielt
dafür von der Fachjury den 2. Preis. In einem feierlichen
Festakt wurden den Preisträgern die Urkunden durch
Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk überreicht
Im Rosenheim werden bereits seit Jahren ätherische Öle
in allen Bereichen der Pflege, so auch in der Schwerstkrankenpflege, in verschiedenen Anwendungsformen
erfolgreich eingesetzt.
„Die Lebensqualität und die gesamte Gesundheit sind
durch eine gestörte Mundfunktion beeinträchtigt“, so
Gößnitzer, „mithilfe der Aromapflege kann in dieser
schweren Situation Erleichterung geschaffen werden.
Das Resultat meiner Studie zeigte ein Ergebnis, das in
der praktischen Durchführung schon lange zu erkennen
war: 95,7% der ProbandInnen erlebten eine relevante
Verbesserung, sowie eine Gesundung der Mundschleimhaut und konnten wieder Nahrung ohne Beschwerden
zu sich nehmen“, so die engagierte Preisträgerin.
DaHeim gratuliert herzlichst!
DaHeim Juni 2014
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Visionen
Gesundheit und Wohlbefinden
beginnen im Kopf
G elassenheit und Ruhe sind
die besten Voraussetzungen
für ein erfülltes Leben. Denn sie befreien uns von Stress, Druck und Ängsten.
Forscher zeigen uns jetzt den Weg in
die Freiheit – und sagen, warum alles
in unserem Kopf beginnt.
Das gelassene Gehirn
Wenn unser Gehirn nicht von Gefühlen der Angst, des Verlustes oder
der Zurückweisung beherrscht wird,
arbeitet es im Ruhemodus. Neurochemische Prozesse, bei denen Oxytocin
und natürlich Opioide freigesetzt
werden. Hirnregionen wie der subgenuale cinguläre Kortex und neuronale
Netzwerke wie das parasympathische
Nervensystem schaffen und erhalten
diesen dauerhaften Zustand des
inneren Gleichgewichts. Wir fühlen
uns gelassen und entspannt. Unsere
Emotionen sind weitgehend positiv.
Ziele können wir entschlossen und
enthusiastisch verfolgen. Selbst dann,
wenn etwas Unvorhergesehenes
geschieht, bleiben wir im Gelassenheitsmodus. Unser Gehirn veranlasst
den Körper Energie einzusparen, Reparaturen durchzuführen und Kraftreserven aufzufüllen. Endorphine und
Stickoxide töten Bakterien, lindern
Schmerzen und hemmen Entzündungen. Dieser Modus versetzt uns
in die Lage, auf Herausforderungen
gelassen und flexibel zu reagieren.
Der Hypothalamus ist weniger aktiv.
Gefühle des Mangels und Drucks
tauchen höchstens am Rande auf.
DaHeim Juni 2014
Sorgen und Reizbarkeit schwinden.
Stress, Angst und Fruststation haben
in diesem anpassungsfähigen Modus
wenig Spielraum.
Gelassenheit – eine Frage der
Gene?
Wir können alle möglichen Erbanlagen in unseren Genen haben.
Es bedeutet aber noch lange nicht
zwangsläufig, dass diese Gene aktiviert werden. Die Aktivierung der
Gene nehmen wir praktisch selbst
vor, da wir uns auf eine gewisse Art
verhalten. Dieses Verhalten wiederum
ist Ausdruck unseres „Denkens“ und
dessen, was man uns beigebracht
hat, wie wir erzogen wurden, was
wir davon übernommen und zu
unserer „persönlichen Wahrheit“
gemacht haben. Habe ich nun die
„persönliche Wahrheit“ verinnerlicht, dass ich ein ständig gestresster
Mensch bin, der fast nie zur Ruhe
kommt, ist die Wahrscheinlichkeit
groß, dass mein Gehirn schon durch
die kleinsten Anreize dazu angeregt
wird, Stresshormone auszuschütten.
Programmiere ich es um auf Gelassenheit, beeinflusst das die Gene der
Nervenzellen. Es bilden sich mit der
Zeit neue neuronale Strukturen – und
wir reagieren auch bei großem Druck
und Hektik ruhig und überlegt. Gelassenheit ist somit zwar eine Frage der
Gene, aber diese lassen sich durchaus
verändern.
Gelassen macht, was uns gut tut
Was können wir noch tun, um diesen
neuronalen Prozess zu fördern? Zunächst einmal Grundvoraussetzungen
schaffen. Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir, wie entscheidend das Grundvertrauen eines
Menschen für sein persönliches
Stressniveau ist. Menschen, die als
Kind mit einem starken Urvertrauen
ausgestattet wurden, erweisen sich
lebenslang als besonders stressresistent. Zwar lässt sich ein Mangel an
Urvertrauen später nicht nachholen,
Wissen
doch das Vertrauen ins Leben lässt
sich durchaus in jedem Alter verbessern – durch Verhalten, das die
Achtsamkeit stärkt: Dazu gehört
unter anderem ein Bewusstsein für
Seelenhygiene. Welche Bilder lassen
wir in unsere Innenwelt hinein?
Welche Filme schauen wir uns an?
Wie viel Gewalt speichern wir ab?
Achtsamkeit heißt ja im Wesentlichen
ein Bewusstsein dafür zu entwickeln,
was uns gut tut und was uns schaden könnte. Dass sich das auszahlt,
belegen Neuroforschungen, in denen
gezeigt wurde, wie sich das Gehirn
eines Menschen verändert, der sein
Leben nach Achtsamkeitsregeln ausrichtet: „Bei diesen Menschen findet
man mehr Vernetzungen in den drei
Schlüsselregionen des Gehirns: Dem
präfrontalen Areal hinter der Stirn, das
situationsangemessene Handlungssteuerung ermöglicht, der Insula,
die unter anderem an unseren empathischen Fähigkeiten beteiligt ist,
sowie im Hippocampus“, erklärt der
Neuropsychologe Dr. Rick Hanson. Es
gibt verschiedene Wege, die uns zu
mehr Gelassenheit führen können.
Welche der hier beschriebenen Richtungen wir letztlich einschlagen, ist
eine persönliche Entscheidung. Die
Hauptsache ist, aufzubrechen und
den ersten Schritt zu tun.
und auch die Konzentrations- und
Leistungsfähigkeit wird gesteigert.
Der Weg zu mehr Gelassenheit ist damit geebnet.
Stresshormone abbauen
Ideal zum Stressabbauen ist moderater Ausdauersport. Optimal sind 30
Minuten Walking, Radfahren oder
Schwimmen oder Yoga. Je mehr
Zellen ein Mensch hat, desto mehr
Stresshormone kann er entsorgen.
Die einzigen großen Organe die
sich beträchtlich vergrößern lassen,
sind unsere Muskeln. Je besser man
Muskeln trainiert, desto mehr Zellen
baut man auf – und umso schneller
wird Stress abgebaut.
Gelassenheitsübungen
Wie Musik unser Leben verändern
kann
Das bloße Hören von Musik entspannt. Vor allem langsame Klänge
mit 60 Taktschlägen pro Minute bauen Stress ab, da sie dem Herzschlag
im Ruhepuls entsprechen. Die Muskulatur lockert sich, der Blutdruck sinkt,
Schräg, aber wissenschaftlich
erwiesen: Holundersaft
Es wurde noch eine weitere höchst effektive Stressbremse entdeckt: Holundersaft bremst die übermäßige Ausschüttung von Cortisol und ist genau
wie Magnesium ein wirksamer Stresskiller. Beim Stress fordert vor allem das
19
Gehirn schnellen Zuckernachschub.
Der Magnesium-Effekt erklärt auch
warum gestresste Menschen instinktiv
zu Schokolade greifen. Weil Kakao
den Mineralstoff in großen Mengen
enthält, wirken schon ein paar Stücke
spürbar stressdämpfend.
Abtauchen in der Menge
Wir sitzen beim nervigen Essen, in
einer anstrengenden Besprechung
– es gibt keine Chance kurz auszusteigen. Forscher konnten anhand
von Gehirnscans nachweisen, dass
eine einfache Übung genügt, um
die Biochemie des Gehirns von Stress
Richtung Gelassenheit zu verändern.
Und so funktioniert`s: Nach dem Einatmen die Luft anhalten. Sobald der
Impuls zum Ausatmen auftritt, noch
ein wenig warten. Das bringt den
Verstand auf einer tieferen Ebene zur
Ruhe. Dann ausatmen. Am besten
dreimal wiederholen.
Die Geh- Meditation
Auf dem Weg zu einem wichtigen
Termin können wir uns auf Gelassenheit programmieren, indem
wir uns auf jeden einzelnen Schritt
konzentrieren. Wann immer unser
Verstand abschweift, wiederholen
wir in Gedanken rechts, links, rechts,
links und setzten einen Fuß vor den
anderen. Das holt uns sofort in die
Gegenwart zurück und bewahrt uns
davor, uns in sinnlosen, von Ängsten
und Sorgen getragenen Zukunftsszenarien zu verlieren.
Karin Reisinger
Beratung für seelische Gesundheit
www.mentaltrainingreisinger.com
DaHeim Juni 2014
20
Wissen
Philosopherl ... SchutzpatronInnen
in Mater Salvatoris
„Alles was gut tut“ –
Achtsamkeit Übungen
Wahrnehmungsübung
Unsere Wahrnehmung findet
immer im gegenwärtigen Moment statt. Wahrnehmungsübungen können uns dabei
helfen, in den gegenwärtigen
Moment zurückzukehren und
mit dem zu sein, was gerade
ist.
Besonderes hilfreich können
Wahrnehmungsübungen sein,
wenn wir in sehr unangenehmen Empfindungen oder
Situationen stecken und es
uns kaum gelingt Abstand zu
gewinnen.
Rad der Achtsamkeit
Wir können unsere Achtsamkeit auf der Grundlage
bestimmter Kategorien so
lenken, dass der Geist ruhiger
wird.
Nacheinander lenkt man die
Achtsamkeit auf folgende
Bereiche
1. Außenwelt:
Was sehe ich?
Was höre ich?
Was taste ich?
2. Innenwelt:
Was empfindet mein Körper?
Was fühle ich?
Was denke ich?
3. Etikettieren
Was ist angenehm?
Was ist neutral?
Was ist unangenehm?
DaHeim Juni 2014
D Wenn werdende Eltern
für ihr Kind einen Namen
auswählen, tun sie dies mit Bedacht,
immerhin soll er ihren Nachwuchs
ein Leben lang begleiten. In Mater
Salvatoris geschieht nun genau das
für die einzelnen Wohnbereiche. Bei
der Suche nach neuen Namen stießen die einzelnen Teams auf Heilige,
durch die sie ihre Tätigkeit und ihr
Schaffen auf ganz besondere Weise
definiert sahen. So entstand die Idee,
nicht einfach neue Bezeichnungen zu
vergeben, sondern Schutzpatrone zu
finden, die den Wohnbereichen ihren
Namen geben.
Der Wohnbereich Hildegard erwählte
Hildegard von Bingen zur Namenspatronin. Sie war eine Benediktinerin, die
im 12. Jahrhundert lebte, eine revolutionäre, selbstbewusste Frau, die sich
mit der Kunst, Wissenschaft, Medizin,
Dichtkunst und Mystik beschäftigte.
Viele ihrer Weisheiten gerade um die
Gesundheit sind heute ebenso modern
wie zu ihrer Entstehungszeit. Sie stellte
die Einheit und Ganzheit ins Zentrum
ihrer heilkundlichen Schriften. Am
17. September wird ihr Gedenktag
gefeiert.
Elisabeth von Thüringen ist die Schutzheilige des Wohnbereichs Elisabeth.
Sie gilt unter anderem als die Schutzheilige der Witwen, der Kranken und
Notleidenden. Ihren Gedenktag feiern
wir am 17. November.
Teresa von Kalkutta – oder Mutter
Teresa – die Schutzpatronin des
Wohnbereichs Teresa ist eine Heilige
aus unserer Zeit. Sie gründete die
Gemeinschaft der Missionarinnen
der Nächstenliebe, die sich verpflichteten, niemals für Geld tätig zu sein.
Vielmehr kümmerten sie sich um die
Kranken und Kinder in den vielen
Elendsvierteln. Mutter Teresa wird
daher auch der „Engel der Armen“
genannt. Am 5. September wird ihrer
gedacht.
Der Wohnbereich, in dem vorwiegend
die Salvatorianerinnen gepflegt und
betreut werden, wählte sich einen
ganz besonderen Schutzpatron: Salvator Mundi, den Heiland der Welt.
Jeder Wohnbereich hat sich eine
besondere Darstellung seines Namenspatrons überlegt, sodass dieser
für alle BewohnerInnen und BesucherInnen gut sichtbar ist. Am jeweiligen
Gedenktag feiern die Wohnbereiche
„Namenstag“, wo dem Schutzheiligen mit kurzen Gebeten und Texten
gedacht wird und die BewohnerInnen
und MitarbeiterInnen der anderen
Wohnbereiche zur Kaffeejause eingeladen werden.
Wie rasch und stark die Identifikation
der Pflege- und Betreuungsteams mit
dieser wunderbaren Idee funktionierte,
zeigt sich darin, dass die MitarbeiterInnen die neuen Wohnbereichsnamen schon lange vor der offiziellen
Einführung ganz selbstverständlich
verwendeten. Die Heiligen und ihre
Namen geben den Wohnbereichen in
Mater Salvatoris eine „neue“, starke
Identität.
Das war der Frühling
in Niederösterreichs
Alten- & Pflegeheimen
DaHeim Juni 2014
22
Blattsalat
Arbeitsplatz Pflegeheim:
mehr, als Pflege allein
I n unseren Alten- und
Pflegeheimen arbeiten
vielerlei Berufsgruppen, die alle
zusammen unverzichtbar sind,
wenn es um das Wohlergehen der
BewohnerInnen geht. Jedem von
uns ist bewusst, wie wichtig saubere Wäsche ist und dass sie ganz
wesentlich zu unserem täglichen
Wohlbefinden beiträgt. Daher
holen wir heute jene vor den
Vorhang, die in unseren Heimen
mit der Wäsche befasst sind.
Schon beim Einzug neuer BewohnerInnen in das SeneCura Sozialzentrum
Pöchlarn wird jedes einzelne Wäschestück mit Namen und Zimmernummer versehen, um Verwechslungen
auszuschließen. Die gebrauchte
Wäsche wird je nach Waschgrad und
Beschaffenheit sortiert, gewaschen,
getrocknet und gebügelt. „Manchmal kann es vorkommen, dass ein
Wäschestück schon sehr alt ist, aber
es hängen noch persönliche Erinnerungen daran. Da es uns bewusst
ist, wie wertvoll diese Teile für ihre
BesitzerInnen oftmals noch sind, bemühen wir uns, sie so gut wie möglich wieder zu reparieren“, erzählt
Christa Herz, die in der hauseigenen
Wäscherei arbeitet. Ihre Kollegin
Maria Reiter ergänzt: „Als MitarbeiterInnen der Wäscherei haben wir mit
allen 128 BewohnerInnen des Hauses
persönlichen Kontakt und kennen sie
und manche Angehörigen mit vollem
Namen. Und natürlich auch manche
Lieblings-Kleidungsstücke, die wir
griffbereit für sie hinlegen.“
Christa Herz und Maria Reiter macht
es sichtlich stolz zu sehen, dass die
BewohnerInnen mit ihrer Arbeit zufrieden sind und ihnen vertrauen: „Die
BewohnerInnen freuen sich, wenn wir
zweimal pro Woche zu ihnen kommen und die Wäsche wieder in ihren
persönlichen Kasten schlichten“. Ein
kleines, nettes, aufmunterndes Gespräch hat schon oft ein Lächeln auf
ihre Lippen gezaubert.
Manche BewohnerInnen bringen
ihre Schmutzwäsche persönlich in
die Wäscherei, oft nur, um mit den
beiden ein kleines Plauscherl zu führen. Andere unterstützen sie bei der
Arbeit und helfen saubere Putztücher
zusammenzulegen. Das verkürzt
oft ihren Alltag und sie freuen sich
über anerkennende Worte. „Unser
Arbeitsalltag ist wie in einer sehr
großen Familie“, lacht Christa Herz.
„Wir haben in der Wäscherei eine
sehr verantwortungsvolle Arbeit,
die uns viel Freude macht“, ergänzt
Maria Reiter.
Neben der Reinigung der Wäsche der
BewohnerInnen, sind die beiden mit
der Wäsche des gesamten Hauses
befasst. Von Zeit zu Zeit werden
auch die Vorhänge abgenommen,
gewaschen und wieder aufgehängt.
Das bringt dann ein duftendes Frühlingserwachen in das ganze Haus.
Was uns Christa Herz und Maria
Reiter abschließend verraten haben?
„Wir fühlen uns im gesamten Team
des Hauses ausgesprochen wohl und
kommen sehr gerne zur Arbeit!“.
Wir sagen ein herzliches Danke für
so viel Einsatz und Freude für das
Wohlergehen der BewohnerInnen!
„Kommen Sie weiter!”
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DaHeim Juni 2014
Blattsalat
23
Kunstgenuss mit Prof. Robert Hammerstiel
im LPH Scheiblingkirchen
D as Landespflegeheim
Scheiblingkirchen veranstaltet jedes Jahr eine Vernissage
mit Objekten von KünstlerInnen aus
der Umgebung. Einerseits ist diese
jährliche Kulturveranstaltung ein
Teil der abwechslungsreichen Veranstaltungsreihe im Haus für unsere
BewohnerInnen. Andererseits dient
dieser Event, zur der auch die kunstinteressierte Bevölkerung eingeladen
ist, vorhandene Berührungsängste
und Hemmschwellen abzubauen und
unser Haus zu präsentieren.
Am 11. April 2014 fand die Ausstellungseröffnung mit Exponaten von
Prof. Robert Hammerstiel, einem der
bedeutendsten Künstler unserer Zeit
statt. Seine Werke waren bzw. sind in
vielen nationalen und internationalen
Museen und Ausstellungen, wie z.B.
in New York, Brüssel, Kairo, Werschetz und Wien zu finden.
Dementsprechend groß waren daher
auch das Interesse der Bevölkerung
und die Besucherzahl. Prof. Robert
Hammerstiel erzählte aus seinem
bewegten Leben und von der Entstehung seiner Werke. Er betonte, dass
es ihm große Freude bereitet, diese
auch Kunstinteressierten in seinem
Wohnortbezirk und vor allem auch
Menschen seiner Generation hier im
Pflegeheim zu präsentieren.
Seine großartigen Gemälde aus dem
„Hommagenzyklus“ sind noch bis
September 2014 in den Räumlichkeiten des Landespflegeheimes Scheiblingkirchen zu besichtigen.
DaHeim Juni 2014
24
Visionen
Blattsalat
Männer in der Pflege:
allein unter Frauen
W ährend es im Bereich der
häuslichen Pflege doch einen überraschend hohen Anteil von
Männern zumindest über 60 Jahren
gibt, ist der Pflegeberuf nach wie
vor eindeutig weiblich besetzt. Die
historische Entwicklung sogenannter
Frauenberufe brachte Weiblichkeitssymbole und -dynamiken mit sich,
die vor allem jungen Männern eine
Identifikation mit solchen Berufen erschweren. Weibliche Zuschreibungen,
wie Einfühlungsvermögen, Empathie
oder Hingabe, herrschen als geheime gesellschaftliche Normierungen
dieser Berufe vor. Hinzu kommen
weitere Stereotype, wenn Männer
tatsächlich in der Pflege tätig sind.
Im Gegensatz zu den Frauen wird
ihnen nun das „typisch Männliche“
zugeschrieben: Körperkraft, Robustheit und handwerkliche Kompetenz
(Bartjes u. Hammer 2005).
DaHeim wollte es genau wissen: Wie
haben die Männer in unseren Pflegeheimen zu ihrem Beruf gefunden?
Was motiviert und freut sie? Und wie
geht es ihnen „allein unter Frauen“?
Macht das Geschlecht einen Unterschied in der Pflege?
Pflege - eine Frauendomäne
In Pflegeberufen liegt der Frauenanteil bei etwa 87 Prozent. Männer
haben vorher oft Zivildienst geleistet
oder bereits eine andere Ausbildung
abgeschlossen. Im Jahr 2007 waren
in Österreich rund 51.500 diplomierte
Gesundheits- und KrankenpflegerInnen tätig, darunter 44.800 Frauen.
Alle Männer in Pflegeberufen, mit
denen wir gesprochen haben, kamen entweder über den Zivildienst
zum Pflegeberuf oder über Um-
DaHeim Juni 2014
schulungsmaßnehmen im späteren
Berufsleben, z.B. nach einem Unfall
oder einer Allergie. Keiner hatte sich
jedoch von Beginn an für eine Krankenpflegeschule entschlossen.
nicht so schlecht bezahlt“, erzählt
Andreas Docker, Pflegedienstleiter
im Haus St. Elisabeth der Caritas in
St. Pölten.
„Es ist der Umgang mit Menschen
– ob mit BewohnerInnen, Angehörigen, MitarbeiterInnen oder
dem interdisziplinären Team in
der Pflege, der diesen Beruf für
mich so spannend und lebendig
macht.“, PDL Andreas Dockner,
Haus St. Elisabeth, Caritas St.
Pölten
Als Sanitätsfahrer hat er während
des Bundesheeres erstmals andere
Menschen aus diesem Berufsfeld
kennengelernt. „Für mich war das
spannend“, erinnert sich Andreas
Docker. Er meldete sich für die Krankenpflegeschule an, glaubte jedoch
nicht daran, genommen zu werden.
Was ihn bis heute motiviert und
freut ist, dass nicht jeder Tag gleich
ist, sondern stets eine spannende
Herausforderung darstellt. „In der
Pflege ist kein Tag gleich“, weiß er
zu erzählen – und „ich freue mich,
wenn ich in die Arbeit gehe und
frage mich immer wieder: welchen
Herausforderungen muss ich mich
heute stellen?“
Es ist der Umgang mit Menschen
– ob mit BewohnerInnen, Angehö-
„Ursprünglich habe ich einen handwerklichen Beruf gelernt, ich war
Tischler und bin über das Bundesheer
zur Krankenpflege gekommen. Das
ist oftmals so, viele Männer in der
Pflege kommen aus einem handwerklichen Beruf. Ohne Matura in
einen Sozialberuf einzusteigen ist
eine Chance! Pflege ist ein Job für’s
Leben, ein sicherer Beruf und gar
Blattsalat
rigen, MitarbeiterInnen oder dem
interdisziplinären Team in der Pflege,
der diesen Beruf für ihn so spannend
und lebendig macht.
25
keiten“, zeigt sich Andreas Dockner
überzeugt.
mit Bewohnerinnen, die an Demenz
erkrankt sind. Durch eine Kollegin ist
„Wenn man nach Hause geht,
hat man immer ein gutes Gefühl,
weil man Menschen helfen hat
können, man spürt, dass man
etwas Sinnvolles machen kann“,
PDL Christian Stubauer, MBA,
Seniorenzentrum Liese Prokop,
Stadt Haag
er zur Validation gekommen. Er hat
viele Bücher gelesen, wie man versuchen kann Menschen dort abzuholen,
wo sie sind und mit ihnen den Tag
zu gestalten. Er erinnert sich an eine
Bewohnerin, die zu ihm meinte „Still,
still, still, wecken Sie mein Kind nicht
auf, es schläft noch!“, da gilt es in
die Validation einzusteigen.
Ob er diesen Beruf auch anderen
Männern empfehlen würde? „Natürlich! Es ist jedoch nicht jeder
geeignet. Man muss zum Menschen
hingehen, das ist eine Grundvoraussetzung für den Pflegeberuf“, denkt
Andreas Docker nach. Er arbeitet
bereits seit zwanzig Jahren in der
Langzeitpflege, davor war er drei
Jahre im Akutbereich der Unfallchirurgie tätig.
„Es braucht irrsinnig viel Fachwissen
in der Altenpflege und Empathie,
man darf jedoch nicht emotional
hineinrutschen. Nur mit dem Kopf
pflegen geht jedoch auch nicht, die
Qualität liegt in der Fähigkeit, sich in
unsere BewohnerInnen empathisch
einfühlen zu können“, zeigt sich
Andreas Docker überzeugt.
Die Geriatrie kann aus seiner Sicht
eine der schönsten und spannendesten Aufgaben in der Pflege sein.
Wichtig sei, dass der Träger, der
Pflegeheimbetreiber Kreativität und
Engagement auch wirklich zulässt.
Die Rahmenbedingungen müssen
passen, das Vertrauen in die MitarbeiterInnen. „Ihre Stärken zu sehen,
liegt in der Organisationsstruktur und
Kultur einer Einrichtung“, erkennt
Andreas Docker. Für die Pflege ist
entscheidend, den Menschen in
seiner Ganzheitlichkeit, seiner Prägung und in seinen Eigenheiten zu
sehen. „Es ist eine super spannende
Arbeit, in der man Erfolge sieht! Der
reaktivierende Ansatz ist wichtig, hier
liegen die Verbesserungsmöglich-
Auch Christian Stubauer, Pflegedienstleiter im Seniorenzentrum Liese
Prokop der Stadt Haag hat über den
Zivildienst – damals noch 11 Monate
– zur Altenpflege gefunden. Anschließend absolvierte er die Ausbildung
zum Diplomkrankenpfleger. Motiviert hat ihn stets das Arbeiten mit
Menschen .„Wenn man nach Hause
geht, hat man immer ein gutes Gefühl, weil man Menschen helfen hat
können, man spürt, dass man etwas
Sinnvolles machen kann“, erzählt
Christian Stubauer. Fasziniert hat ihn
zu Beginn besonders der Umgang
Christian Stubauer hält es für ganz
wichtig, dass beide Geschlechter
im Pflegeteam sind, das schaffe
Ausgeglichenheit. Auch sollten die
typischen Rollenbilder in der Familie
abgedeckt werden. Männer in den
Beruf der Altenpflege zu bringen, sei
jedoch nicht einfach „sie wollen alle
im Krankenhaus bleiben“, spricht er
aus Erfahrung. Die meisten Pfleger
finden sich in Intensivstationen und
Überwachungen. Er selbst habe zehn
Jahre nach der Schule im Krankhaus
gearbeitet. 2007 wechselte er ins
DaHeim Juni 2014
26
Blattsalat
Alten- und Pflegeheim. Früher hat
er alle drei Jahre den Arbeitgeber
gewechselt, jetzt sei er sesshaft geworden, lacht Christian Stubauer. Er
wohnt in Haag und geht jeden Tag zu
Fuß zur Arbeit. Das ist ein besonderes
Privileg, das im Pflegebereich immer
wieder möglich ist.
zialbetreuer (FSOB) im Pflegezentrum St. Pölten Pottenbrunn. Zuvor
arbeitete er als Bäcker und Konditor
und musste wegen einer Allergie
den Job wechseln. „Da ich gerne mit
Menschen arbeite, fiel meine Wahl
auf die Pflege. Das war die richtige
Entscheidung!“
Wie mehr Männer für die Pflege
gewonnen werden könnten? Man
könnte bei den berufspraktischen
Tagen ansetzen, denkt Christian
Stubauer laut nach, denn derzeit
kommen nur interessierte Mädchen
in das Seniorenzentrum der Stadt
Haag.
Er wolle der älteren Generation
etwas zurück geben, sie habe viel
aufgebaut, in der Pflege habe er eine
Möglichkeit Dankeschön zu sagen.
Fünf Jahre hat Johannes Pitlik direkt
in der Pflege gearbeitet, seit fast vier
Jahren ist er nun in der Seniorenbe-
Glück hatte, durch seine Eltern in
diesem Umfeld aufzuwachsen. Er
kenne die SchlagersängerInnen und
SchauspielerInnen der älteren Generation, die Musik, die sie bewegt
hat. Es sei ein ganz anderes Arbeiten,
wenn man diese Zeit kennt, da haben die alten Menschen das Gefühl
verstanden zu werden.
„Ich war 42 als ich mit der Krankenpflegeschule begonnen habe. Das
war sehr spät und ich hatte Zweifel,
ob ich das nochmals schaffe“. Es ist
gut gegangen. In der Klasse waren
vier von achtundzwanzig SchülerInnen Männer, zwei oder drei seien in
der Altenpflege tätig.
Im Pflegezentrum St. Pölten Pottenbrunn gäbe es derzeit wieder einen
Praktikanten, sonst habe er nur Kolleginnen, vor zwei Jahren seien noch
vier Männer in der Pflege gewesen.
Eine Durchmischung der Geschlechter
in der Pflege findet er gut. Männer
hätten oft einen viel besseren Zugang zu weiblichen zu Pflegenden
als Frauen, da spielten der Charme,
das Scherzen eine große Rolle – „Ich
muss diesem jungen Mann zeigen,
dass ich das noch selbst kann!“.
Männer hätten mehr Chancen bei
älteren Damen, auch wenn manche
Frauen nicht von Männern gepflegt
werden wollen.
„Das ist mein Traumjob! Mit den
Leuten reden, ihnen Sorgen und
Ängste nehmen. Man bekommt
sehr viel zurück von den Menschen!“, Fachsozialbetreuer und
Ehrenamtskoordinator Johannes
Pitlik, Pflegezentrum St. Pölten
Pottenbrunn
Johannes Pitlik ist seit 2006 FachsoDaHeim Juni 2014
treuung. „Das ist mein Traumjob! Mit
den Leuten reden, ihnen Sorgen und
Ängste nehmen. Man bekommt sehr
viel zurück von den Menschen, oft
sind es nur nette Gesten und Kleinigkeiten, mit denen man ihnen Freude
machen kann: ein Blumenstrauß, mit
ihnen ins Kaffeehaus gehen.“
Johannes Pitlik erzählt, dass er das
Sein Beruf als Fachsozialbetreuer
macht Johannes Pitlik insgesamt
sehr viel Freude. Als eine Kollegin
aufgehört hat, hat man ihn im
Haus gefragt, ob er diesen Job
übernehmen wolle. Früher sei er
Jungschargruppenleiter gewesen,
heute mache er Programm für alte
Menschen: nähen, stricken, kochen,
Blattsalat
27
Durch die Blume gesagt
etc. Einmal wöchentlich gibt es einen
Kochvormittag, da wird gemeinsam
gekocht und gegessen, das macht
großen Spaß.
Ja, auch Johannes Pitlik würde anderen empfehlen, diesen Beruf zu wählen. Es sei mit Geld nicht bezahlbar,
was er hier zurückbekommt. Wenn
er nach Hause geht, denkt er sich
täglich „Heute hast du eine gute
Arbeit gemacht, du hast Menschen
Freude gemacht!“.
Reines Fachwissen kann man lernen, für die Pflege und Betreuung
braucht es jedoch mehr. Es müsse
einem mitgegeben sein für andere
da zu sein, man brauche ein Gespür
für bestimmte Situationen, müsse
sich einfühlen können, sonst nütze
alles Lernen nichts, meint Johannes
Pitlik. „Ältere KollegInnen können
das, junge Leute sind mit Fachwissen
vollgestopft, es fehlt jedoch die Erfahrung. Man muss auf sein Bauchgefühl
hören können: „Wie hätte ich das
jetzt gerne?“, dann kann man nur
wenig falsch machen.“
Fortsetzung in der nächsten Ausgabe
der DaHeim
In der Tagesbetreuung an den Schrauben drehen
Die Tagesbetreuung ist eigentlich ein attraktives Angebot für
pflegende Angehörige, da es ihnen die Möglichkeit gibt, dringend
benötigte Zeit für sich selbst zur Erholung zu bekommen. Auch
die Finanzierung dieser Betreuungsform ist mit der einkommensgestaffelten Förderung des Landes für jedermann leistbar.
Trotzdem wird die Tagespflege noch viel zu wenig in Anspruch
genommen…woran liegt das?
Einerseits müsste man wirklich eine landesweite Medienkampagne starten, damit das Angebot bis zu den pflegenden Angehörigen durchdringt, denn die sind aufgrund ihrer besonderen
Situation oft nicht in der Lage sich die richtigen Informationen zu
holen.
Andererseits müsste man auch den Hin- u. Rücktransport zu den
Einrichtungen organisieren und durch Förderungen finanzierbar
machen. Ein Taxiunternehmen reicht da nämlich in den meisten
Fällen nicht aus, weil es oft um gehbehinderte Personen geht und
auch oft Stiegenhäuser zu überwinden sind. Ein Förderungsbeitrag für den Transport würde sich in beide Richtungen rechnen:
für die KundInnen wie den Sozialhilfeträger (Land und Gemeinden) – weil er die regelmäßige Fahrt für die KundInnen finanzierbar macht und weil jede verzögerte Langzeitpflegeaufnahme
dem Sozialhilfeträger jährlich tausende von Euros erspart.
Wenn man diese Grundlagen verbessert, wird die Tagesbetreuung
sicherlich boomen und endlich den Stellenwert einnehmen, der
ihr eigentlich gebührt!
Wie sehen Sie das, liebe pflegende Angehörige?
Was hilft und welche Unterstützung würden Sie sich darüber
hinaus wünschen?
Denn es gilt die Betroffenen einzubeziehen, sie sind die ExpertInnen und kennen daher auch mögliche Lösungen.
Florian Bloom
Unter dem Pseudonym Florian Bloom bietet die DaHeim auch Ihnen die Möglichkeit für freie, kritische Gedanken. Schreiben Sie uns: florian.bloom@noeheime.at.
Die AutorInnen bleiben anonym.
DaHeim Juni 2014
28
Blattsalat
Leserbriefe
f
L eserbrief zu „DaHeim“ vom
März 2014
Liebes Redaktionsteam,
ich lese Ihre Zeitung stets mit großem
Genuss, da sie aus meiner Sicht so
viele positive Geschichten aus den Alten- und Pflegeheimen erzählt. Da lachen 100-Jährige aus Ihrer Zeitschrift,
wie es so mancher Junge nicht kann
und machen mir Mut auf das Alter.
Da werden neue, alternative Wohnformen vorgestellt und es entstehen
neue Bilder in meinem Kopf, denn die
Alternative muss nicht nur „daheim“
oder „im Heim“ lauten. Wie und wo
will ich selbst alt werden? Wie kann
ein gutes Altern gelingen? Sie regen
mich an, darüber nachzudenken!
Da wird zur Fitness im Alter angeregt
und das erinnert mich an meine guten Vorsätze, die es auch in die Tat
umzusetzen gilt. Denn ich will meine
Gesundheit und Beweglichkeit ja lange
bewahren – den Anteil meiner gesunden Lebensjahre verlängern und damit
meine Lebensqualität möglichst lang
erhalten. Altern muss auch nicht mit
Schmerzen verbunden sein, danke für
Ihren Beitrag zur optimalen Schmerztherapie. Lebenssinn & Lebensfreude
in einer Zeitschrift der Altenpflege, wer
hätte das gedacht?! Und selbst ihre
Buch- und Filmempfehlungen machen
mir immer wieder Mut auf ein neues
Bild des Alterns. Denn Sie vermitteln
mir, es gibt ein positives Altern und es
liegt oftmals in unserer Hand. Danke
für diesen Blickwinkel!
Besuchen Sie die
ARGE NÖ Heime
nun auch auf
Facebook!
Mit herzlichen Grüßen
Rosemarie Lein
Schreiben auch Sie uns, wir
freuen uns ganz besonders auch
auf Ihren Leserbrief:
daheim@noeheime.at
plus
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Blattsalat
29
ALT
– umsorgt, versorgt
Angelika Kampfer
D as Buch soll ein Dank sein
an alle Pflegenden, ein
Denkmal, eine Anerkennung. Es steht
stellvertretend für die sichtbaren und
unsichtbaren, die professionellen und
privaten, die in- und ausländischen
BetreuerInnen. Und es steht natürlich
für die Angehörigen, von deren Arbeit
und Belastung oft nicht einmal die nähere Umgebung eine Ahnung hat und
die nicht selten vor der Frage stehen,
ab wann, in welcher Form oder woher
sie zusätzliche Unterstützung ins Haus
holen sollen. Das Buch will den Blick
öffnen für das Altsein aus der Sicht der
Betroffenen, der Angehörigen, der pflegenden Personen, der BetreuerInnen.
Das Buch soll Mut machen.
Wer will heute schon alt sein?
Die meisten Menschen wehren sich
dagegen, als alt bezeichnet zu werden.
Alt sein, das ist in unserer Gesellschaft
ein Makel, wir blenden das gerne aus,
schieben die Bilder weg. Wir sollten
lernen, es als Teil unseres Lebens zu
akzeptieren. Und wir sollten die Möglichkeit nutzen, unsere Eltern oder
Großeltern anzuschauen: So werde ich
auch einmal sein.
Das Buch soll die Angst davor nehmen,
selbst einmal ein „Betreuungsfall“ zu
werden. Es soll Mut machen, Hilfe anzunehmen, wenn Hilfe nötig ist. Und
es soll zeigen, dass es möglich ist, in
Würde zu leben – bis zum Schluss.
Das Alter kommt langsam, schrittweise. Zuerst reagieren wir ungeduldig,
weil alles zu lange dauert, weil häufig
etwas vergessen, weil gestolpert und
verschüttet wird. Irgendwann akzeptieren wir die Situation. Mantel, Schuhe,
Schal, Haus absperren, einsteigen –
alles braucht Zeit. Ist das einmal klar,
stimmt das Gleichgewicht wieder: Es
ist eben so.
Wichtig im Alter ist und bleibt das
Leben: das vergangene und das gegenwärtige. Ich habe fröhliche, dankbare,
zufriedene Menschen gesehen, aber
Damit es nicht verloren geht ...
auch sehr einsame. Das ist die Bilanz
unseres Lebens. Nicht erst im Alter
sucht man sich aus, wie man lebt. Um
ein gutes soziales Umfeld und eine positive Lebenseinstellung muss man sich
das ganze Leben lang kümmern.
Wünschenswert ist es, wenn der alte
Mensch nicht „aus dem Leben fällt“,
sondern möglichst lange möglichst mittendrin bleiben kann. Er sitzt auf dem
Sofa oder hinter der Küchenbank, er ist
dabei, er gehört dazu – auch wenn er
selbst nicht mehr mitlaufen kann. Die
Familie, die Kinder, der Lärm, die Streitereien, die Freude, die Feste und der
Alltag bringen das Leben in sein Leben.
Es ist gut, dass er da ist und bleiben
kann. Auch für die anderen.
Und wenn das nicht (mehr) möglich ist?
Ja, es gibt sie – professionelle Einrichtungen, die alte Menschen pflegen und
versorgen. Den menschlichen Beitrag,
das „Leben“, die persönliche Beziehung
jedoch – da sind wir als Angehörige in der
Pflicht. Wir gehen dabei nicht leer aus.
Cartoon
Was ist das?
Und wofür wurde
der Gegenstand
verwendet?
Auflösung
im nächsten Heft
Unter dem Titel „Damit es nicht verloren geht“ stellt
die DaHeim in jeder Ausgabe alte Gegenstände vor.
Sie, liebe LeserInnen, sind eingeladen mitzuraten was
das jeweilige Bild darstellt und wozu der Gegenstand
ursprünglich gebraucht wurde. Vielleicht wissen Sie
auch eine Geschichte dazu?
Schreiben Sie uns: ARGE NÖ-Heime, 3484 Grafenwörth, Hofgarten 1. oder daheim@noeheime.at
Cartoon: Gregor Herzog
Auflösung aus dem
letzten Heft:
alter Rucksack
DaHeim Juni 2014
30
Blattsalat
Alte Rezepte neu entdeckt:
Omas Ribiselrezepte
R ibiselschnitten
Zutaten
1 Päckchen Backpulver
100 Gramm Butter
5 Eidotter
200 Gramm Feinkristallzucker
360 Gramm Mehl
1/8 Liter Milch
1 Päckchen Vanillinzucker
6 Esslöffel Wasser
Für den Schnee:
5 Eiklar
500 Gramm Ribisel
220 Gramm Staubzucker
1 Päckchen Vanillinzucker
Zubereitung
Dotter mit dem Staubzucker gut
schaumig rühren, Wasser und Backpulver langsam zufügen, zerlassene
Butter, Mehl und Milch einrühren.
Das Eiklar zu Schnee schlagen. Danach in den steifen Schnee Zucker
einschlagen und die Ribiseln einmengen.
Das Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig auf das Blech
streichen. Danach kommt der Schnee
auf den Teig und sofort in den vorgeheizten Ofen, bei 170°C ca. 15
Minuten hellgelb backen.
Ribiselsirup
Zutaten für 500 ml Sirup und
750 ml Gelee:
1,75 kg rote Ribisel
1 Biozitrone
600 g Zucker
2 Pkg. Zitronensäure
8 Stängel Zitronenmelisse
2 Bioorangen
1 Pkg. Gelierzucker 2 : 1 (25 g)
Zubereitung
Die Ribisel abspülen und abrebeln.
Die Zitrone dünn abschälen und die
weiße Haut mit einem Messer von
der Schale schneiden. Ribisel, Zitronenschale, 200 ml Wasser und 150 g
Zucker in einem Topf mischen und ca.
30 Minuten stehen lassen. Dann bei
schwacher Hitze bei halb geschlossenem Topf sehr langsam zum Kochen
bringen und ca. 2 Minuten sprudelnd
kochen lassen.
Ein großes Sieb mit einem Mulltuch
auslegen, die Ribiselmischung hinein-
gießen und abtropfen lassen, bis die
Beeren etwas abgekühlt sind. Dann
die Beeren mit den Händen durch das
Tuch pressen. Es sollten nun ca. 1,1 l
Saft vorhanden sein.
Den Saft mit restlichem Zucker,
der Zitronensäure und 4 Stängeln
Zitronenmelisse aufkochen. Die
aufsteigenden Trübstoffe mit einer
Schaumkelle abschöpfen, die Zitronenmelisse herausfischen. Zwei
frische Stängel Zitronenmelisse in
eine sterile Flasche (ca. 550 ml Inhalt, Schraub- oder Bügelflasche mit
Gummi) stecken. 500 ml vom heißen
Sirup abmessen und einfüllen und die
Flasche nur leicht verschließen (nicht
fest zudrehen).
Die Flasche stehend im Wasserbad
ca. 15-20 Minuten bei 85 °C erhitzen
(pasteurisieren), nicht kochen. Nach
dem Erhitzen die Flasche sofort fest
zudrehen und abkühlen lassen. So
hält sich der Sirup ca. 1 Jahr. Falls die
Flasche nicht im Wasserbad erhitzt
wird, die Flasche sofort nach dem
Befüllen mit dem heißen Sirup fest
verschließen, dann hält sich der Sirup
etwa 4 Wochen.
Veranstaltungen
 13 .Österreichischer Kongress für Führungskräfte in der Altenarbeit: „Hart an der Grenze“
26. bis 27. Juni 2014, im neuen Kulturzentrum Eisenstadt, Galaabend im Haydnsaal, Schloss Esterházy
 Die NÖ Heime als attraktive Arbeitgeber – Vereinbarkeit von Beruf & Familie
Aktionstag am Landhausplatz
25. September 2014, Landhausplatz St. Pölten
 Symposium der ARGE NÖ Heime: „Ist weniger mehr? Der schwierige Weg zum Wesentlichen“
NÖ Landhaus, Landtagssaal, Landhausplatz 1, St. Pölten
Nähere Infos www.noe.heime.at
DaHeim Juni 2014
Blattsalat
Heilpflanzen erkennen, anwenden und die Gesundheit fördern
Die Ringelblume
Calendula officinalis
D
ie Ringelblume ist eine der bekanntesten und beliebtesten Heilpflanzen. Sie wirkt mit ihren
Karotinoiden entzündungshemmend, fördert das Wachstum des Granulationsgewebes und somit
die Wundheilung. Bei der Hautpflege wird sie wegen ihrer zellregenerierenden, adstringierenden,
antibakteriellen und reinigenden Eigenschaft geschätzt. Sie macht die Haut weich, geschmeidig, elastisch und widerstandsfähig und unterstützt die Narbenbildung. Calendula fördert auch den Abfluss von
Lymphe und wirkt Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödemen) entgegen. Das ätherische Öl und die
Flavonoide hemmen das Wachstum zahlreicher Bakterien, die Saponine wirken gegen Viren (Grippe und
Herpesviren), Pilze und gegen Einzeller. Außerdem regen die Polysaccharide das Immunsystem an.
Ernte:
Von Juni bis September werden die Blütenköpfe ohne Stiele zwischen 11.00 und 12.00 Uhr zu
Mittag gepflückt.
Ringelblumensalbe
Ringelblumenblüten als Wildgemüse
20 g frisch gepflückte Blütenköpfchen in 100 ml
Sonnenblumenöl 15 Minuten lang erhitzen (jedoch
nicht „frittieren“). Absieben und das Ringelblumenöl wieder in den Topf geben. 15 g Bienenwachs (Apotheke) in diesem Öl zum Schmelzen bringen, den
Topf vom Herd nehmen und die Masse in Salbendöschen (Apotheke) füllen. Mit Küchenpapier bedeckt
erkalten lassen, danach mit dem Deckel schließen.
Die Salbe ist im Kühlschrank 1 Jahr haltbar.
Ringelblumen schmecken mild und gut, sie färben
Butter, Reis, Käse, Gemüse oder Suppen und bringen Farbe in den Salat. Ob zu Fisch, Geflügel oder
Meeresfrüchten, zu Desserts oder über Salate und
Suppen gestreut – sie sind immer eine geschmackvolle und gleichzeitig gesunde Attraktion.
DaHeim Juni 2014
31
Die NÖ Heime als attraktive Arbeitgeber
Vereinbarkeit von Beruf & Familie
Aktionstag am 25. September 2014
Landhausplatz St. Pölten
www.noeheime.at
DaHeim Juni 2014
P.b.b.
GZ 11Z038816M
ARGE der Pensionisten- und Pflegeheime in Niederösterreich
3484 Grafenwörth, Hofgarten 1
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Seele and Geist
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