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"Was Kinder stark macht" - CJG St. Ansgar

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Ein Projekt zum Jahresthema 2013 der CJG
St. Ansgar Tagesgruppe 10plus
"Was Kinder stark macht"
Marty und ich!!!
Hallo mein Name ist Janina und ich bin 12
Jahre alt.
Das hier ist meine Freundin Marty.
Mit ihr kann man viel Spaß haben, sie ist 21
Jahre alt und ihr Hobby ist: auf der Wiese
stehen und fressen.
Hier kann man sehen das Marty sehr
dreckig ist, das kommt davon, weil sie es
liebt sich im Matsch zu wälzen.
Aber so kann man keinen Sattel auf Marty
legen, deswegen müssen wir sie erst sauber
machen. Das machen wir mit einer Bürste
die Kardetsche heißt und einem Striegel.
Man fängt oben am Kopf an und putzt dann
bis zu ihrem Po hin. Bei Pferden nennt man
den Po Kruppe. Zum Schluss macht man die
Hufe
mit
einem
Hufkratzer
sauber.
Das
ist
gar
nicht
so
leicht.
Wenn Marty dann sauber ist, satteln und trensen wir sie. Ich beschreibe mal
wie das geht:
1. Zuerst kommt die Satteldecke drauf
2. Dann kommt der Sattel auf die Decke und man gurtet den Sattelgurt unterm
Bauch fest.
3. Dann kommt die Trense plus Zügel an Martys Kopf. Das ist noch sehr
schwer für mich weil Marty so groß ist, deswegen macht dies Frau Hoinkis für
mich. Aber ich passe ganz genau auf wie es geht.
Das bin ich auf Marty, es macht mir großen
Spaß auf ihr zu reiten. Sie ist ganz schön
hoch. Die Größe eines Pferdes misst man am
Widerrist (das ist der Übergang vom Rücken
zum Hals). Wir haben Marty einmal
gemessen, sie ist 1,80m groß.
Auf dem Pferd muss man gerade sitzen. Fr.
Hoinkis sagt das sieht schöner aus, als wenn
man wie ein „nasser Sack“ drauf sitzt. Sie hat
mir auch erklärt das man eine gewisse
Körperspannung haben muss, um genauer auf
das Pferd einwirken zu können. Ich glaube
das hat etwas mit der Gewichtsverteilung zu tun. Denn man kann sein Pferd
über seine Gewichtsverteilung steuern. Das muss ich aber alles noch üben.
Wir machen viele Übungen mit ihr. Es gibt drei Gangarten, die ich auch schon
alle geritten bin: Schritt, Trab und Galopp. Am meisten Spaß macht es mir im
Galopp zu reiten, das ist ganz schnell. Aber damit Marty sich überhaupt
bewegt muss ich auch etwas tun. Und zwar muss ich meine Beine fest
zusammen drücken, das nennt man treiben und das ist das Zeichen für Marty
das sie los gehen soll. Das ist ganz schön anstrengend und gar nicht so leicht.
Wir machen auch oft Übungen auf Marty, z.B. seitwärts sitzen oder auf den
Hals legen bei ihr, auch habe ich schon mal einen Rückwärtssalto von ihr
gemacht. Natürlich hat mir Fr. Hoinkis hier geholfen.
Marty ist sehr freundlich zu mir, wenn ich sie anständig behandel. Wenn ich
ruhig bin, ist sie das auch, bin ich laut und unruhig wird sie nervös. Wenn ich
auf ihr sitze muss ich auch aufpassen wie ich mich verhalte. Bin ich nervös
und zappel zu viel dann verunsichere ich Marty. Deswegen muss ich immer
aufpassen und vorsichtig sein.
Nach dem Reiten streichel ich Marty und bedanke mich dafür das sie mich
mitgenommen hat. Wenn wir sie abgesattelt haben und sie keine Trense mehr
im Maul hat, darf ich ihr auch ein Leckerchen geben.
Dann führe ich Marty entweder in ihre Box oder auf die Wiese.
Ich mag Marty sehr gerne, sie ist ein sehr schönes und liebes Pferd.
Ich freue mich jetzt schon wieder auf das nächste Mal wenn wir reiten gehen.
Janina von der Tagesgruppe 10plus
Der enge Kontakt mit dem Pferd erfordert ein
hohes Maß
an
Einfühlungsvermögen und
Sensibilität für die feine Körpersprache der
Pferde. Diese Fähigkeit kommen Reitern im
Umgang mit anderen Menschen zu Gute. Sie
finden im Pferd nicht nur einen Freund, dem sie
ihre Sorgen und Nöte erzählen können, sondern
lernen von ihm fürs Leben.
Die Arbeit mit dem Medium Pferd und das Reiten
an sich sprechen den Menschen ganzheitlich und
über alle Sinne an. Es fordert körperlich,
emotional, geistig und sozial. Die Beziehung zum Pferd spielt hier eine
tragende Rolle. Vertrauen zeigen und Kontrolle abgeben können, so wohl auch
die Kontrolle übernehmen und Verantwortungsbewusstsein zeigen. Die Kinder
erleben, dass sie etwas bewirken können, dass auf ihr Handeln eine sofortige
Reaktion kommt. Sie bemerken wie sie sich verhalten müssen um bestimmte
Reaktionen hervor zu rufen. Ein Pferd und sein Verhalten ist der Spiegel
seines Gegenüber. "Bist du hektisch, werde ich es ebenso sein, denn du
machst es mir vor und verunsicherst mich". "Bist du sanft und ruhig, gibst du
mir Halt und Sicherheit".
In regelmäßigen Abständen (mindestens 1x die Woche), finden Besuche im
Reitstall statt. Hier wird den Kinder die Welt der Pferde im vollem Umfang
nahe gebracht. Neben dem Reiten, sind die Pflege des Pferdes, Pflege des
Equipments, Fütterung und Stallarbeiten genauso wichtig.
Alexandra Hoinkis
(pädagogische Mitarbeiterin der Tagesgruppe 10plus)
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Seele and Geist
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