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Dyskalkulie und Legasthenie vom 20.05.

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Sehnsucht nach Nullen – Italien träumt von der Lira
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HF1
70. JAHRGANG / 43. WOCHE / NR. 242 / 2,40 EURO
EU sucht
Ebola-Koordinator
Knast für
Diktatoren
33 mutmaßliche
Kriegsverbrecher sitzen
im Untersuchungsgefängnis
der Vereinten Nationen
in Den Haag.
Jetzt bekam ein
Reporter erstmals Zutritt
Die Seite Drei
FOTO: PIERRE CROM/REPORTERS/LAIF
(SZ) „Das Kampfgewühl ist fürchterlich, /
herrje, da liegt ein Brief für mich“, reimt
Theaterdirektor Striese im „Raub der Sabinerinnen“, dem unsterblichen Schwank
der Brüder Schönthan. Mittlerweile hat
sich auch der Schlachtenlärm im und um
den Tatort „Im Schmerz geboren“ so weit
gelegt, dass wir den Brief, also die Kunde
von den in diesem Krimi verschlissenen
Leichen, mit klarerem Auge als vergangene Woche lesen können. Postbote ist das in
Tatort-Fragen extrem kompetente Forum
tatort-fundus.de, das die Anzahl der Leichen auf 51 begrenzt, beginnend mit Claudius Bosco, der nach 6 Minuten 20 Sekunden von David Harloff erschossen wird,
und endend mit Harloff selbst, den es nach
84 Minuten 57 Sekunden erwischt, gerade
noch rechtzeitig vor Günther Jauchs Sendung „Günther Jauch“.
Der Rummel um die genaue Anzahl der
Leichen hat, bei all seiner Wichtigtuerei,
etwas Mythisches an sich. Wer den Tatort
nicht gesehen hat, kann sich die Handlung
ausmalen wie eine dieser germanischen
Heldensagen, in denen den Recken nichts
peinlicher ist als die Vorstellung, sie könnten zivil sterben. Statt des „Strohtods“ erstreben sie den Tod auf blutiger Wal, von
wo die Walküren sie unter „Hojotoho“ und
„Heiaha“ direkt nach Walhall führen, zu
Wotan, dem Walvater, der dann bei einer
Kanne Met mit ihnen auf den Endkampf
wartet, die „Ragnarök“. Bei dem Transfer
nach Walhall geht es, wie man aus Wagners „Walküre“ weiß, recht burschikos zu.
Auf Waltrautes Frage: „Wer hängt dir im
Sattel?“ antwortet Helmwige: „Sintolt, der
Hegeling!“ Man kann annehmen, dass Sintolt auch in besagtem Tatort eine gute Figur gemacht hätte, und die Menge der Leichen wäre mit ihm locker auf 52 angestiegen. Bei der Aufmerksamkeit, die der Film
„Im Schmerz geboren“ erregte, wird man
nicht umhinkönnen, nach der gebotenen
Verschnaufpause die Leichenkontingente
kräftig zu erhöhen, und sei es nur, um die
Unart des Tötens so deutlich wie möglich
anzuprangern. Vielleicht nennen sie einen
Tatort einmal sogar „Ragnarök“.
In diese Konstellation senkt sich wie ein
Märchen aus uralten Zeiten die Nachricht,
dass bei der Krimi-Serie „Derrick“ einst
ein Leichen-Limit verhängt werden musste. Vor 40 Jahren wurde die erste Folge dieses kriminaltechnisch und vor allem moralisch astreinen Dauerbrenners gesendet.
Die Leichensperre trat in Kraft, als in einer
Folge fünf Leute starben, und das war auch
nötig, weil man bei dem äußerst bedächtig
ermittelnden Kommissar Derrick nie wissen konnte, ob er bei einer Anhebung der
Leichenmenge mit dem Zählen überhaupt
fertig geworden wäre. „Harry, hol schon
mal den Wagen“ soll er übrigens nie gesagt
haben. Der Satz könnte jederzeit an die für
den Tatort verantwortlichen Sender ARD,
ORF und SRF weitergegeben werden und
würde dann immer bedeuten: Hol schon
mal den Leichenwagen!
MÜNCHEN, DIENSTAG, 21. OKTOBER 2014
Den Deutschen bedeutet es viel,
dass es hierzulande
kaum Streiks gibt
4
Panorama
Die Sängerin und Pianistin
Aretha Franklin ist dem Soul ihr
Leben lang treu geblieben
9
Das Politische Buch
Wie China regiert wird, ist
vielen im Westen rätselhaft,
lässt sich aber erklären
15
Wissen
Eine Studie zeigt, dass
Antibiotika die Verbreitung
von Bakterien begünstigen
16
Sport
Wie der AS Rom den FC Bayern
in der Champions League
bedrängen will
Medien
TV-/ Radioprogramm
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
27
31
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21043
4 190655 802404
Luxemburg – Die Staaten der Europäischen Union wollen ihre Bemühungen im
Kampf gegen Ebola bündeln. Während
eines Treffens in Luxemburg sprachen
sich die EU-Außenminister für die Berufung eines Ebola-Koordinators aus. Es gehe um „ein Gesicht der Europäischen Union“ im Kampf gegen die Seuche, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die Epidemie habe zu spät
eingesetzt, daher fehle es auch in der EU an
Vorplanungen, sagte Steinmeier. In Westafrika bedrohe Ebola nicht nur Menschenleben, sondern auch staatliche Strukturen.
„Wir haben ein sehr kurzes Zeitfenster, um
die unkontrollierbare Ausbreitung dieser
Krankheit zu verhindern“, sagte der britische Außenminister Philip Hammond. Der
britische Premierminister David Cameron
hatte gefordert, eine Milliarde Euro für
den Kampf gegen Ebola bereitzustellen.
Bisher wird die Hilfe der EU und ihrer Mitglieder auf eine halbe Milliarde Euro beziffert. dbr
Seiten 4 und 8
Berlin und Paris fordern
mehr Investitionen
Türkei hilft Kurden gegen IS-Terrormiliz
Seit Wochen verteidigen sie die Stadt Kobanê, jetzt erhalten die Kämpfer wichtige Unterstützung:
Ankara öffnet erstmals die Grenze für irakische Peschmerga, die USA liefern Waffen
von christiane schlötzer
Istanbul – Die Türkei ändert ihren Kurs:
Sie will nun doch kurdische Kämpfer aus
dem Nordirak über ihr Territorium in die
seit fünf Wochen heftig umkämpfte syrische Kurdenenklave Kobanê reisen lassen.
Dies kündigte Außenminister Mevlüt
Çavuşoğlu überraschend am Montag in Ankara an. „Wir unterstützen die Peschmerga beim Grenzübertritt nach Kobanê“, sagte Çavuşoğlu. Die Türkei habe kein Interesse daran, dass Kobanê in die Hände von
Dschihadisten falle.
Der einzige Landweg von der kurdischen Autonomieregion im Irak nach Kobanê führt über die Türkei. Die Gebiete dazwischen werden bereits von der Terrormiliz
IS beherrscht. Ankara hatte bislang jede direkte Unterstützung für die Kurdenkämp-
fer in der unmittelbar an der türkischen
Grenze gelegenen, vom IS bedrängten
Stadt Kobanê abgelehnt. Die Türkei geriet
zuletzt zunehmend unter Druck, sich stärker an den internationalen Bemühungen
zur Bekämpfung des IS zu beteiligen. Die
politische Vertretung der Kobanê-Kurden,
die PYD, ist eng mit der militanten kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei verbunden. Erst am Sonntag hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan betont: „Im Moment sind die PYD
und die PKK für uns dasselbe. Es ist auch eine Terrororganisation.“ Erdoğan hatte dabei explizit auch US-Waffenlieferungen an
die Kurden von Kobanê abgelehnt.
Inzwischen aber hat die US-Luftwaffe
aus C-130-Transportmaschinen mehrere
Ladungen Waffen, Munition und medizinische Güter über Kobanê abgeworfen. Dies
wurde vom US-Zentralkommando in Tampa im Bundesstaat Florida mitgeteilt und
am Montag von den syrischen Kurden bestätigt. Boulat Jan, der Sprecher der Volksverteidigungseinheiten YPG, der Miliz der
Kurdenvertretung PYD, sagte nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur
Welati: „Eine große Menge Waffen und Munition hat Kobanê erreicht.“ Ein weiterer
Sprecher der YPG, Redur Xelil, nannte die
Lieferungen eine große Hilfe im Kampf gegen den IS. Er dankte den USA und sagte,
die Kurden hofften auf weitere Hilfe.
Der Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, Rami Abdel Rahman, sagte: „Ohne Zweifel
wird die Ankunft der Waffen den Verlauf
des Kampfes verändern.“ Es handle sich
um leichtes und mittelschweres Gerät, Maschinengewehre, panzerbrechende Waf-
fen. Nach US-Angaben stammen diese aus
kurdischen Beständen im Irak. Die irakischen Kurden wurden zuletzt von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Dänemark, Albanien, Kroatien und den
USA mit Waffen versorgt. In der vergangenen Woche hatte der irakische KurdenChef Massud Barsani enthüllt, auch Iran
habe nach der ersten IS-Attacke im August
„sofort zwei Flugzeuge voller Waffen“ geschickt. Selbst die Türkei habe später Hilfe
gesandt, aber gebeten, dies wegen ihrer damals noch in IS-Geiselhaft befindlichen
Staatsbürger nicht mitzuteilen.
Mit Iraks Kurden hat Ankara seit Längerem ein entspanntes Verhältnis. Die Türkei
hilft, deren Öl in die Welt zu verkaufen.
PKK-Kämpfer aber will Ankara offenbar
weiterhin nicht in die Grenzstadt Kobanê
durchlassen.
Seite 4
HEUTE
Meinung
Außenminister forcieren
Kampf gegen die Epidemie
Sportlich war das Ganze eigentlich eine
feine Sache: Schiedlich-friedlich trennten sich Bnei Sachnin und Hapoel Tel Aviv
am Wochenende mit 1:1. Der eher linke
Kultklub aus der Mittelmeer-Metropole
festigte damit den Anschluss an die Tabellenspitze, und Sachnin als einziges arabisches Team in Israels erster Fußballliga
hält noch knapp Distanz zu den Abstiegsplätzen. Doch die aufregendsten und gefährlichsten Szenen hat es vor und nach
dem Spiel gegeben. Sie werfen ein Schlaglicht darauf, wie vergiftet das Verhältnis
zwischen der jüdischen Mehrheit und der
arabischen Minderheit in Israel nach diesem Kriegssommer ist. Wenn auf dem
Schlachtfeld gerade Ruhe ist, wird eben
auf dem Fußballfeld weitergekämpft.
Und die Regierung in Jerusalem mischt
dabei kräftig mit.
Anstoß erregt hat eine Szene vor dem
Anstoß, als im Stadion in einer kleinen Zeremonie der edle Spender geehrt wurde,
Sponsor im Strafraum
Nach Spende aus Katar droht Fußballklub in Israel der Abstieg
der Bnei Sachnin gerade mit einer Finanzspritze von umgerechnet knapp 1,6 Millionen Euro vor dem finanziellen Ruin bewahrt hat. Der Dank ging an Katar – ausgerechnet, denn der umtriebige Emir des
Golfstaats hat sich jüngst vor allem als
Freund und Förderer der Hamas in Gaza
hervorgetan. Im Stadion wehten überdies
Banner mit der Aufschrift: „Jerusalem gehört uns“, der Tempelberg war darauf von
einem Palästinensertuch umhüllt. Doch
damit nicht genug: Eingefädelt hatte die
Spendenaktion ein Mann, der in Israel
schon seit Jahren ganz oben steht auf der
Liste der Staatsfeinde.
Asmi Bischara ist sein Name, er residiert in Doha, gilt als enger Freund des
Emirs und hatte von 1996 an elf Jahre
lang als Abgeordneter im israelischen Parlament gesessen. Der Christ aus Nazareth, der einst an der Humboldt-Universität in Philosophie promovierte, war als
Chef der Balad-Partei ein wortgewaltiger
und notorisch provokanter Volksvertreter der arabischen Minderheit gewesen.
2007 jedoch setzte er sich überstürzt ins
Ausland ab, weil ihm in Israel Spionage
und Hochverrat vorgeworfen wurden. Im
Krieg von 2006 soll er der libanesischen
Hisbollah-Miliz Informationen zu strategischen Zielen in Israel zugespielt haben.
Bischara, der in Doha eine Art Think
Tank leitet, bestreitet das. Doch bei einer
Rückkehr nach Israel würde ihm wohl eine lebenslange Haftstrafe drohen. Wenn
es um ihn geht, ist das Klima immer noch
extrem aufgeheizt, und so hat nun im Stadion von Sachnin allein seine namentliche Ehrung bei der Dankeszeremonie genügt, um die rechten Kräfte in Israels Regierung auf die Barrikaden zu bringen.
„Wenn ein Fußballteam in Israel jemandem dankt, der der Spionage für die Hisbollah verdächtigt wird, muss das ernste
Folgen haben“, fordert Außenminister
Avigdor Lieberman und empfiehlt, Sachnin solle künftig doch lieber „in der palästinensischen Liga oder in der Liga von Katar spielen“. Sportministerin Limor Livnat, die sonst selten Interesse am Fußball
zeigt, hat sich sogar zu dem Versprechen
verstiegen, dass Bnei Sachnin aus der ersten Liga verbannt werde.
Am nächsten Samstag steht für das
Team ein Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Maccabi Netanja auf dem Plan.
Das könnte spannend werden. Aber über
den Abstieg wird nun wohl auch noch in
Jerusalem entschieden. peter münch
Merkel reagiert auf Streiks bei Bahn und Lufthansa
Kanzlerin strebt rasch Gesetz zur Tarifeinheit an, das kleine Gewerkschaften wie die GDL treffen könnte
München/Frankfurt – Nun hat auch
Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Meinung zu den Streiks der Piloten und der
Lokführer mitgeteilt, zumindest indirekt.
Vize-Regierungssprecher Georg Streiter
sagte am Montag in Berlin, aus Sicht der
Kanzlerin zeigten die Streiks, „dass es viele gute Gründe gibt, ein Gesetz zur Tarifeinheit zu verabschieden“.
Ein solches Gesetz hatten CDU, CSU und
SPD im Koalitionsvertrag verabredet, es gehört allerdings zu den verfassungsrechtlich heikelsten dieser Wahlperiode. Es soll
das Prinzip „ein Betrieb, ein Tarifvertrag“
in Gesetzesform fassen und liefe darauf
hinaus, dass in einem Betrieb nur noch der
Tarifvertrag gilt, den jeweils die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern dort
ausgehandelt hat. Dies zöge faktisch ein
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Betätigungsverbot kleiner, aber mächtiger
Berufsgewerkschaften wie der Vereinigung Cockpit oder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach sich.
Deshalb haben diese bereits angekündigt,
dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen.
Nach Angaben des Arbeitsministeriums
soll sich das Bundeskabinett am 3. Dezember mit einem Entwurf des Gesetzes befassen. Zunächst stünden allerdings noch
„ausgiebige Prüfungen“ durch Arbeits-, Innen- und Justizministerium an, teilte ein
Sprecher mit. Gründlichkeit gehe vor
Schnelligkeit. Die Vorlage werde voraussichtlich „im Laufe des November“ veröffentlicht.
Trotz des Streikaufrufs der Pilotengewerkschaft Cockpit plant die Lufthansa,
bis Dienstagabend ein Drittel der Flüge zu
garantieren. Am stärksten betroffen von
den Ausfällen ist ihr größtes Drehkreuz in
Frankfurt, wo die Fluggesellschaft zwei
Drittel aller Kurz- und Mittelstrecken sowie für Dienstag praktisch alle Langstreckenverbindungen streichen musste. Besser sah es am zweiten großen Standort in
München aus, wo etwa die Hälfte aller Flüge wie geplant stattfinden sollte. Hier konnte der Konzern mehr auf die Hilfe von Tochterfirmen wie Air Dolomiti oder Lufthansa
Cityline zurückgreifen, die in München sowieso einen vergleichsweise großen Anteil
des Streckennetzes abdecken und nicht bestreikt werden.
Insgesamt musste die Lufthansa aber
noch 1500 der gut 2100 vorgesehenen Flüge streichen. 166 000 Passagiere waren da-
von betroffen, auf den innerdeutschen
Strecken konnten sie auf die seit Montag
nicht mehr bestreikte Bahn umsteigen.
In der Auseinandersetzung mit den Piloten geht es offiziell um deren Frühpensionierung, die die Lufthansa neu regeln will.
Allerdings wollen die Piloten mit ihren Protesten auch die Sparpläne von Konzernchef Carsten Spohr durchkreuzen, der
neue Billigableger gründen und die Kosten
der Fluggesellschaft selbst deutlich senken will, um mit Billigfliegern sowie den
staatlich subventionierten Konkurrenten
vom Persischen Golf, zum Beispiel Emirates, besser mithalten zu können. Spohr hat
immer wieder deutlich gemacht, dass er in
der Auseinandersetzung hart bleiben will,
auch wenn dies weitere Streiks bedeuten
sollte. de./jfl
Seiten 4 und 6
Berlin – Deutschland und Frankreich wollen bei der Bekämpfung der konjunkturellen Flaute in Europa zusammenarbeiten.
Es müsse mehr öffentliche und private Investitionen geben, sagten die Finanz- und
Wirtschaftsminister beider Länder nach einem Treffen in Berlin. Frankreichs Finanzminister Michel Sapin kündigte an, die hohe Neuverschuldung des Landes anzugehen. Ratschläge dafür brauche Frankreich
aber nicht. gwb
Seite 4, Wirtschaft
Klassische Familie
verliert an Bedeutung
Wiesbaden – Die klassische Familie mit
Ehepaaren verliert in Deutschland immer
mehr an Bedeutung. Im vergangenen Jahr
waren nur noch in 70 Prozent der insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit
mindestens einem Kind die Eltern verheiratet, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Jahr 1996 lag der Anteil noch bei
81 Prozent. Dagegen gab es im Jahr 2013
mehr Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften. sz
Panorama
Justizminister Maas will
Dschihadisten bestrafen
Berlin – Bundesjustizminister Heiko Maas
(SPD) will das Strafrecht in zwei Punkten
verschärfen, damit deutsche Behörden
leichter gegen Dschihadisten vorgehen
können. Wer Deutschland verlassen will,
um sich an schweren Gewalttaten im Ausland zu beteiligen, soll künftig bestraft werden können. Außerdem soll ein neuer Straftatbestand eingeführt werden, mit dem
die Finanzierung von Terror-Organisationen geahndet werden kann. rro Seite 7
Daimler vor Einstieg
bei Motorradfirma
München – Daimler will nach SZ-Informationen Anteile an dem italienischen Motorradbauer MV Agusta kaufen. Der Autokonzern will bis zu 25 Prozent übernehmen;
die Verhandlungen über einen Verkauf seien kurz vor dem Abschluss, heißt es aus
Verhandlungskreisen. Daimler soll sich
verpflichten, in den Ausbau der Luxusmarke zu investieren. Erst im Frühjahr 2012
hatte Audi den Agusta-Rivalen Ducati gekauft. thf
Wirtschaft
Dax ▼
Dow ▼
Euro ▶
Xetra 17 Uhr
8742 Punkte
N.Y. 17 Uhr
16344 Punkte
17 Uhr
1,2770 US-$
- 1,21%
- 0,22%
+ 0,0009
DAS WETTER
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18°/ 0°
▼
NACHTS
Zunächst vereinzelt Regen, zum Abend
breiten sich fast überall kräftige Regengüsse aus mit örtlichen Gewittern. Bei neun
bis 18 Grad weht mäßiger bis frischer
Wind, teilweise mit Sturm- und Orkanböen bis 100 km/h.
Seite 15
Die SZ gibt es als App für Tablet
und Smartphone: sz.de/app
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