close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Es wurde rege diskutiert, was am Kehrgraben zu tun ist

EinbettenHerunterladen
http://www.rnz.de//wiesloch/LINKSEC00_20131107060000_1088369...
▲ zurück
Es wurde rege diskutiert, was am
Kehrgraben zu tun ist
Im Rahmen der Gewässerschau am Kehrgraben wurden die Durchlässe überprüft und die
Fließgeschwindigkeit des Gewässers kontrolliert. Foto: Stadt Wiesloch
Wiesloch/Rauenberg/Malsch. Die Kommunen in Baden-Württemberg
sind für rund 90 Prozent der Fließgewässer unterhaltspflichtig. Nur
die großen Flussgebietsabschnitte werden durch das Land betreut.
Als sogenannte Träger der Unterhaltungslast sind die Städte und
Gemeinden verpflichtet, regelmäßig Gewässerschauen abzuhalten,
zu denen das Wasserrechtsamt und andere Behördenvertreter, aber
auch der Naturschutz und betroffene Anlieger einzuladen sind. Ziel ist
die Überprüfung des Gewässerzustandes mit seinen Ufern, den
Dämmen und dem begleitenden Bewuchs. Neben dem
Hochwasserschutz und einem ungestörten Abfluss steht auch das
ökologische Potenzial des Gewässers im Fokus der regelmäßigen
Überprüfung.
In Abstimmung mit den Nachbargemeinden Rauenberg und Malsch
hatte die Stadt Wiesloch nun zur Gewässerschau am Kehrgraben
eingeladen. Die Einladung stieß auf großes Interesse bei den
Behörden, aber auch bei den Anliegern, sodass Meinrad Singler
(Fachgruppe Technischer Service und Umweltschutz) rund 20
Teilnehmer am Treffpunkt am Erlenhof begrüßen konnte.
Die Vertreter der Landwirtschaft bemängelten eine ihrer Meinung
1 von 2
14.11.2013 22:05
http://www.rnz.de//wiesloch/LINKSEC00_20131107060000_1088369...
nach unzureichend durchgeführte Grabenpflege und mahnten eine
Grabenräumung an, um den nach ihrer Meinung ungenügenden
Abfluss des Kehrgrabens zu verbessern. Dies habe zu
Wassereintritten in der benachbarten Hoflage geführt, aber auch zu
Ernteausfällen. Die Vertreter des Naturschutzes und der
Wasserwirtschaft wiesen darauf hin, dass die ungewöhnlich nasse
Witterung in diesem Jahr in ganz Deutschland zu Ernteausfällen
geführt habe und ein Ausräumen der Grabensohle in diesem Fall
nicht erforderlich sei. Dr. Brigitta Martens-Aly, Umweltbeauftragte
des Gemeindeverwaltungsverbands Rauenberg, stellte fest, dass ein
hydrologisches Gutachten zum Kehrgraben nachgewiesen habe, dass
das Grabensystem zur Entwässerung der anfallenden Oberflächenund Grundwässer diene, jedoch nicht als Drainage für die
angrenzenden Wiesen- und Ackerflächen geeignet sei.
Art, Umfang und Zeitpunkt der notwendigen
Unterhaltungsmaßnahmen beherrschten die Diskussionen an diesem
Nachmittag. An sechs Stationen wurden die Abflussgeschwindigkeit,
die verdolten Durchlässe, die Grabenprofile und der Uferbewuchs
begutachtet. Schlussendlich stellte ein Teilnehmer fest, dass die
Belange von Landwirtschaft und Naturschutz mit einer regelmäßigen,
sachgerechten und differenzierten Pflege durchaus in Einklang zu
bringen seien. Die herrliche Landschaft im Naturschutzgebiet
Hochholz-Kappellenbruch mit seinen mannigfaltigen Lebensräumen
für seltene Pflanzen und Tiere könne auch nur mit Hilfe einer
funktionierenden Landwirtschaft erhalten werden. Mit dieser Meinung
waren fast alle Beteiligten einverstanden. Man verständigte sich
abschließend darauf, in drei Jahren die Begehung in ähnlicher Form
zu wiederholen.
▲ Nach oben
2 von 2
14.11.2013 22:05
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
2
Dateigröße
122 KB
Tags
1/--Seiten
melden