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BDS Magazin für Unternehmer & Selbständige Was Bayerns

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3,70 Euro im freien Verkauf
Ausgabe III/ 2012
BDS Magazin für Unternehmer & Selbständige
www.unus-online.de
Was Bayerns Gemeinden
attraktiv macht
Bund der Selbständigen –
Gewerbeverband Bayern e.V.
www.bds-bayern.de
BDS - Schwanthalerstr. 110 - 80339 München
PVSt - DPAG - Entgelt bezahlt
Abrechnung
Software
Beratung
Marketing
editorial
artner
Kooperationsp
rn
des BDS Baye
1
…und es ist anders, wie wo anders
Liebe Leserinnen und Leser,
Fakten und Gefühl lassen uns spüren, dass an dem jahrhundertealten Spruch doch etwas
Wahres dran ist: extra Bavariam nulla vita est et si est vita non est ita, was frei übersetzt
nichts anderes bedeutet als, dass es außerhalb Bayerns kein Leben gibt, und wenn doch,
dann ein nicht so gutes.
Sei es Strukturwandel oder Energiewende, für´s ganze
wortung den Kommunen übertragen – wir stellen
Land gesprochen kann man sagen, dass notwendige
das neue LEP ausführlich in dieser Ausgabe dar.
Veränderungen von den Entscheidungsträgern aller
Das muss aber dann in aller Konsequenz für den
Ebenen etwas schneller und konsequenter als anders-
selbständigen Mittelstand bedeuten, dass er sich
wo angepackt werden. Dabei tut sich eine deutlich
noch intensiver in die Entscheidungsfindungen
geteilte Entwicklung auf: Wenn auf landespolitischer
auf kommunaler und regionaler Ebene einbringt.
Ebene noch diskutiert wird, dann wird bereits vor Ort
Die Stärkung der regionalen Planungsverbände
emsig umgesetzt. Über die Parteigren-zen hinweg,
ist dabei ein Baustein, die regionalen Planungs-
gemäß der Weisheit, dass „Rom oder München weit
beiräte werden eine Renaissance erfahren.
seien“, was nichts anderes bedeutet, als dass die
Entscheidungsträger in den Kommunen Lösungen
Mit dem, was wir schaffen und wie wir leben,
für die Menschen schaffen müssen und wollen.
leisten wir einen Beitrag zum „Mythos Bayern“,
dass durch unser Handeln etwas mehr an Lebens-
Bewährte Instrumente wie Genossenschaften und
qualität vermittelt wird als anderswo. Ich hoffe,
Vereine werden eingesetzt, dadurch die Menschen
dass die eine oder andere Anregung für Sie in
am Nutzen der Entwicklung unmittelbar beteiligt.
dieser Ausgabe enthalten ist, damit es bei uns
Das ist eine sinnvolle und allzu menschliche Entschei-
auch in Zukunft lebenswerter bleibt und der alte
dung wie Triebfeder. Und es sind die Mittelständler
Spruch nicht an Glanz und Zugkraft verliert.
vor Ort, die die Umsetzung von Ideen vorantreiben.
Die Staatsregierung möchte ja durch das neue
Herzliche Grüße
Landesentwicklungsprogramm noch mehr Verant-
Ihr Markus Droth
Mehr unternehmen, weniger verwalten
Factoring für Unternehmer und Selbstständige
Stimmungstest des BDS-Bayern: 80 Prozent für Staatspleiten
49,6%
stimme voll zu
Wer als Unternehmer auf die Überholspur wechselt, wird viel zu oft von lästigen Verwaltungsaufgaben ausgebremst: Rechnungen schreiben, nachtelefonieren, mahnen, warten – alles das kostet Zeit und Energie,
29,3%
stimme zu
die in Ihr Kerngeschäft sehr viel besser investiert sind.
12%
stimme weniger zu
Setzen auch Sie auf die Factoring-Lösungen von opta data. Denn mit ihnen genießen Sie nicht nur eine
gesteigerte Liquidität, sondern auch das gute Gefühl, dass Ihre Verwaltungsaufgaben bei uns in den allerbesten Händen sind. Weitere Vorteile auf: www.optadata-factoring.de – 0800 / 678 23 28 (gebührenfrei)
9,1%
stimme nicht zu
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Lösungen, die verbinden.
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Man hätte eine Insolvenzordnung für Krisenländer
schaffen und Staatspleiten in Kauf nehmen sollen.
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editorial
…und es ist anders, wie wo anders!
titel
Bayern, Land der Initiativen
titel
Im Gspräch mit dem Schweinfurter
Oberbürgermeiester Sebastian Remele
„Erfolg verdankt sich der Konzentration
aufs Wesentliche“
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bds positioinen
Bayerns Selbständige:
Euro Ja – Fass ohne Boden nein
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Trotz Konjunkturwolken: Gute Stimmung
bds positionen
im bayerischen Mittelstand
titel
Interview mit Wolfgang Wimmer,
Geschäftsführer Ökomodell Achental
e.V. „Grasswurzel-Bewegungen werden immer wichtiger“
Horst vor Angela: Bayerns Mittelständler
benoten Politik kritisch
18 Bürokratiemonster E-Bilanz: Erfolgreiche
bds positionen
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titel
Interview mit Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil „Bayern – Mittelstandsland Nummer eins“
26
bds positionen
Schneller, einfacher, eigenbestimmter …
oder Liberalisierung um (fast) jeden Preis?
Intervention des BDS Bayern
bds positionen
Staatliche Pflicht zur Altersvorsorge
abgelehnt
20 Auch auf Facebook ist ein Impressum nötig
21 Arbeitskreis Steuern: „Wir brauchen
bds leistungen
bds intern
ratgeber
Unisex bringt geschlechtsneutrale
Tarife
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bds tagungspartner
Für jeden Anlass der richtige Ort
bds vor ort niederbayern
Wirtschaftsstandort Landshut
im Focus
bds vor ort unterfranken
Für die Unternehmensnachfolge
richtig aufgestellt!
bds vor ort oberpfalz
BDS Lappersdorf – enge Verbindung
zur Gemeinde zahlt sich aus
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bds vor ort oberbayern ost
Vorbild Traunstein – weiche Standortfaktoren zählen!
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bds vor ort schwaben
BDS Unternehmertreff
bei der RENK AG
bds vor ort münchen
BDS-AzubiAkademie München geht
in die dritte Runde
bayerisches original
Gustl Geith: Aufrührer und Antreiber
für den Mittelstand
bds intern
Ortsvorsitzendenkonferenzen:
Der BDS auf dem Weg in die Zukunft
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BDS-AzubiAkademie – gute Ideen
bds vor ort mittelfranken
Minister Herrmann stellt sich den
Fragen der mittelfränkischen Selbständigen
faß ohne boden
bds vor ort oberbayern west
Qualitätsatlas Garmisch-Partenkirchen
– Vorbild für andere Ortsverbände
eine Axt im deutschen Steuerdschungel“
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bds vor ort oberfranken
Kongress mit Workshops zum Netzwerken
bds intern
Feierstimmung in der Münchner
Schwanthalerstraße
setzen sich durch
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Weichen neu stellen – Neuwahlen zum
bds intern
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impressum
Präsidium
Herausgeber Servicegesellschaft des Bundes der
Selbständigen – Gewerbeverband
Bayern e.V. mbH
bds intern
Einladung zum Fachkongreß
Internetmarketing am 7. November 2012
vertreten durch den
Geschäftsführer Markus Droth
Schwanthalerstraße 110, 80339 München
Handelsregister München HRB 53365
Steuernummer 143/179/90538
Finanzamt für Körperschaften
www.unus-online.de
unus III/2012
Redaktion
Markus Droth (v.i.S.Pr.), Chefredaktion (md)
Markus Droth (md), Dr. Axel Heise (ah),
Peter Jordan (pj), Dimitrij Naumov (dn)
redaktion@unus-online.de
Servicegesellschaft des Bundes der
Selbständigen – Gewerbeverband
Bayern e.V. mbH
Grafisches Konzept und Layout
Cornelia Hauser, Raum für Gestaltung
c.hauser@raumfuergestaltung.de
Anzeigen
Markus Droth
anzeigen@unus-online.de
Bildmaterial
www.Fotolia.com, istockphoto.com
und BDS intern
Auflage: 25.000, 4x jährlich
Druck
ADV SCHODER, Augsburger Druck- und
Verlagshaus, www.adv-schoder.de
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titel
um auch die nächste Prüfung, den bevorstehenden Abzug der US-Armee, zu bestehen.
Bayern, Land der Initiativen
Das zweite Beispiel ist die Region Achental. Bereits
1999 haben sich hier die Gemeinden Bergen, Grabenstätt, Grassau, Marquartstein, Reit im Winkl, Schleching, Staudach-Egerndach, Übersee und Unterwössen im Verein „Ökomodell Achental e.V.“ zusammengeschlossen – lange bevor ökologische Nachhaltigkeit
zum Beststeller wurde. Unbürokratisch und über Landesgrenzen hinweg, wird in einem engen Schulterschluss zwischen Kommunalpolitik, Vereinen und lokaler Wirtschaft daran gearbeitet, die Vision einer in
jeder Hinsicht nachhaltigen Region zu verwirklichen.
Das inzwischen international bekannte Projekt ist
Bayern gehört zu den besonders prosperierenden und lebenswerten Regionen – nicht nur in Deutschland, sondern
auch weltweit. Die einzigartige Natur und geografische Lage, eine in weiten Teilen gut entwickelte Infrastruktur,
Kulturlandschaften und ein günstiger Branchenmix sind eine wichtige Basis dafür. Doch viele Beispiele zeigen, dass
das „natürliche Kapital“ einer Region sich keinesfalls automatisch in hoher Lebensqualität und wirtschaftlichem
Erfolg niederschlägt.
In dieser UNUS-Ausgabe sind wir der Frage nachgegangen, was den Erfolg Bayerns tatsächlich ausmacht. Dafür haben wir keine Marktforschung betrieben, nicht in
Parteiprogrammen geblättert und keine wissenschaftlichen Analysen in Auftrag gegeben.
Wir haben stattdessen mit Menschen gesprochen, die an diesem Erfolg unmittelbar beteiligt sind.
Viele bayerische Gemeinden und Regionen haben in den letzten Jahren
Kunsthalle in Schweinfurt
eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Sie haben trotz knapper Budgets, bürokratischer Hürden und
fehlender struktureller Voraussetzungen Dinge bewegen und verändern können. Initiative ergreifen, Soli-
darität aufbauen, Begeisterung vermitteln – so können Projekte umgesetzt werden, die noch vor wenigen Jahren undenkbar erschienen. Das ist es, was Bayerns Erfolg im Kern ausmacht.
Initiative, Solidarität, Begeisterung – sie alle brauchen
eine mobilisierende und motivierende Vision. Gerade
die Erfolgsbeispiele haben uns deutlich gezeigt, dass es
nicht genug ist, einen Missstand beseitigen zu wollen.
Bayerns Beste stellen sich immer die Frage: Wo wollen
wir hin? Wo wollen wir in fünf, in zehn Jahren sein? Sie
schaffen es, Menschen unter dem Dach dieser Vision
zusammenzubringen und die Begeisterung lebendig zu
halten – und erzielen dabei herausragende Ergebnisse.
Dabei setzen die innovativsten Gemeinden und
Regionen immer seltener
auf Initiativen von oben,
sondern nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand
– sie gründen Graswurzel-Bewegungen, die sich
als überraschend effektiv erweisen.
Zwei solcher Erfolgsgeschichten
stellen
wir in diesem Heft vor.
Es ist zum einen die
Stadt Schweinfurt, die
in den 90er Jahren von
massiven
Stellenstreichungen in der Großindustrie betroffen war
und als Krisenregion
Schlagzeilen
machte.
Heute gilt Schweinfurt
als Paradebeispiel für gelungenen Strukturwandel – und hat die Voraussetzungen geschaffen,
unus III/2012
Schweinfurter Rathaus
nicht nur erstaunlich erfolgreich – die heute mehr als
200 Mitglieder treiben den Wandel auch nach 13 Jahren mit ungebrochener Begeisterung voran.
Schweinfurt und Achental sind nur zwei von vielen
Hunderten kleinen und großen Initiativen in Bayern.
Aber sie zeigen, was Bayerns langfristigen und nachhaltigen Erfolg im Kern ausmacht. In den kommenden
Jahren werden die globalen Trends – labile Weltwirtschaft, demografischer Wandel, Energiewende – auch
den Freistaat vor enorme Herausforderungen stellen.
Um sie zu bewältigen, wird die Politik auf den bürgerlichen Unternehmergeist, der sich in diesen Initiativen
zeigt, dringend angewiesen sein. Ihn zu fördern und
zu erhalten, ist deshalb die zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe der nächsten Jahre.
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titel
„Erfolg verdankt sich der
Konzentration aufs Wesentliche“
Schweinfurter Oberbürgermeister Sebastian Remele im Gespräch.
Herr Oberbürgermeister, was schätzen Sie persönlich an
Schweinfurt ganz besonders?
An erster Stelle schätze ich die überaus große Dynamik, mit
der sich der Industriestandort in den letzten Jahren entwickelt hat, und die Weitsicht, die die Verantwortlichen der
Stadt und der ansässigen Unternehmen in den letzten Jahren bewiesen haben. Daneben imponiert mir die Fähigkeit
der in Schweinfurt lebenden Menschen, schnell auf neue
Entwicklungen zu reagieren und die Wandlung der Stadt
zu einem wertvollen Lebensraum mit zu gestalten.
So konnte die Stadt ihre ohnehin bereits vorhandene Vielfalt, sei es die gewerbliche, die kulturelle, die schulische
oder die städtebauliche, und die Tatsache, dass diese Faktoren in einer gelungenen Symbiose nebeneinander existieren, zu einem Alleinstellungsmerkmal ausbauen.
Während Schweinfurt sich als Bildungsstandort etabliert
hat, gelang es der Architektur, einen Bogen zwischen Industrie und Altstadt, zwischen Mittelalter und Moderne
zu spannen.
Was ist Ihre Strategie, um die Attraktivität Schweinfurts
als Standort und Lebensraum zu steigern und zu erhalten?
Allen Strategien voran steht hier, die Chancen der Konversion, also die Umgestaltung der bislang noch bis zum
Jahr 2014 von der US-Army genutzten Flächen, zu ergreifen. Wir haben die einzigartige Gelegenheit, in diesem
Jahrzehnt 100 ha bald ehemaliger Militärfläche weiter zu
entwickeln und neu zu erschließen. Leiten lassen werden
wir uns dabei von den „Drei W’s“, Wissen, Wirtschaft und
Wohnen.
Damit wollen wir unsere Infrastruktur weiter verbessern,
den Bildungsstandort Schweinfurt stärken und attraktive
neue Arbeits- und Wohnplätze sowie auch Lebensräume
schaffen.
Schweinfurt hat sich in den letzten Jahren sehr positiv
entwickelt. Was waren rückwirkend die wichtigsten Entscheidungen, die Meilensteine in diesem Prozess?
Entscheidend war und ist, dass die größten Arbeitgeber
der Stadt, die Industriebetriebe, allesamt in verantwortungsvolle Hände gelegt wurden und auf dem Weltmarkt
eine herausragende Stellung als Zulieferunternehmen insbesondere der Automobilindustrie erworben haben.
unus III/2012
Zudem wurden wichtige Impulse für die Vitalität Schweinfurts gegeben, tätigte man doch umfangreiche Investitionen in ein Konferenzzentrum, die Erneuerung des Sportund Freizeitbades Silvana, Kunstmuseen, die Altstadtsanierung, das Einkaufszentrum Stadtgalerie und einen Neubau
für die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, um nur einige Beispiele zu nennen.
Was sind die größten Herausforderungen der nächsten
Jahre, auch mit Blick auf Megatrends wie demografischer Wandel, ökologische Nachhaltigkeit oder unsichere globale Konjunktur?
Zuallererst möchte ich betonen, dass es sich beim demographischen Wandel um ein Megathema handelt,
welches sich allein im Rahmen der Kommunalpolitik
kaum handhaben lässt. Nichtsdestotrotz unternimmt
Schweinfurt bereits heute gute Ansätze, dem negativen
Ruf der Thematik zu begegnen und mit innovativen Lösungsansätzen die in ihr verborgenen Chancen für unsere Stadt in den Fokus zu rücken.
Das Ziel muss lauten, in der Konkurrenz der Kommunen
für alle Altersstufen so attraktiv und zentral wie möglich zu sein. Hierbei ist Schweinfurt sehr gut aufgestellt.
Zum einen sind wir bestrebt, unsere Einrichtungen der
Alten- und Krankenpflege stets zu verbessern – genannt
seien an dieser Stelle der Neubau des Friederike-SchäferHeims, das Leopoldina-Krankenhaus und der Neubau
des Gesundheitsparks. Zum anderen erfolgt ein ständiger Ausbau unserer Bildungseinrichtungen. Darüber
hinaus bieten nicht nur die Stadt Schweinfurt und ihre
Unternehmen selbst, sondern auch und vor allem die
in Schweinfurt ansässigen Wirtschaftsbetriebe interessante und vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten.
Es wird uns also nicht nur gelingen, dem Alterungsprozess der Bevölkerung gerecht zu werden, sondern wir
sind auch zuversichtlich, dass die Stadt mit dem hiesigen
Bildungs- und Arbeitsplatzangebot für immer mehr junge Menschen attraktiv bleibt.
In Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit verweise
ich stets gerne auf die Vorbildfunktion unserer öffentlichen Gebäude. Bereits lange vor Fukushima hat die
Stadt Schweinfurt strategisch und zielgerichtet ihre
Gebäudesubstanz ökologisch saniert und erneuert,
immerhin verfügen wir über die größte kommunale
Wohnungsbaugesellschaft Unterfrankens. Allerdings
stehen wir auch vor der Herausforderung, der Versorgungssicherheit für die hiesige Wirtschaft mehr Priorität beizumessen. Zwar wird der Energiebedarf der privaten Haushalte bereits heute zu einem hohen Anteil
aus regenerativen Quellen, insbesondere einem Wasserkraftwerk, gedeckt, jedoch sind die Möglichkeiten
unserer Stadtwerke GmbH als regionaler Energieerzeuger selbstverständlich begrenzt.
Dass das Wohl und Wehe Schweinfurts in besonderem
Maße durch die Betriebsergebnisse der Industrie bestimmt wird, hat jedoch nicht nur Herausforderungen in
der regenerativen Energieversorgung zur Folge, vielmehr
noch resultiert eine überaus hohe Abhängigkeit wie in
keiner anderen Stadt von der globalen Konjunktur. Sinkt
die weltweite Nachfrage insbesondere in der Automobilindustrie, kann dies die in Schweinfurt ansässigen Zulieferbetriebe und damit die Stadt empfindlich treffen.
Deshalb liegt es an uns, alles kommunalpolitisch Machbare zu unternehmen, um weiterhin ein attraktiver
Wirtschaftsstandort zu bleiben.
Die Attraktivität einer Stadt zu steigern und zu erhalten ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die eine enge Zusammenarbeit vieler Akteure erfordert. Wie wirken in
Schweinfurt Kommunalpolitik, Bürger, Verbände und
die lokale Wirtschaft zusammen?
Schweinfurt ist zwar landesplanerisch ein Oberzentrum,
hat aber dennoch eine moderate Größe, in der die Kommunikation der Akteure nach dem Prinzip der kurzen
Wege problemlos funktioniert. Kommunalpolitik, Bürgerverbände und lokale Wirtschaft ziehen an einem
Strang, wenn es um die Bedürfnisse der Stadt geht.
Als derzeit größte Herausforderung und zugleich bestes
Beispiel im Bereich der Zusammenarbeit vieler Akteure
in der Stadtentwicklung möchte ich erneut die Konversion nennen. Frühzeitig nach Bekanntwerden des Abzugs der Amerikaner wurde mit dem Konversionsbeirat
ein Forum geschaffen, in dem Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände und benachbarte Kommunen Stadtentwicklung diskutieren und aktiv
zusammenarbeiten. Im Herbst 2013
soll darüber hinaus mittels einer sogenannten Zivilarena dem Bürger
selbst die Möglichkeit der Partizipation gegeben werden.
nieren soll und vor allem, welche Rolle die Kommunen
dabei einnehmen werden. Für die Erfüllung der sich
durch diese große Herausforderung stellenden Aufgaben erwarte ich zudem eine entsprechende Förderung
seitens des Freistaats.
In Bezug auf den demographischen Wandel wäre anstelle einer Förderung nach dem Gießkannenprinzip
die sinnvolle Schwerpunktsetzung auch außerhalb der
großen Ballungszentren wünschenswert. Wenn sich
dazu dann noch eine kluge Einwanderungspolitik nach
Bedarfslage gesellte, die dem Fachkräftemangel gerecht würde, wären wir schon sehr glücklich.
Was können sich andere bayerische Gemeinden von
Schweinfurt „abschauen“? Was ist Ihr Ratschlag?
Ich bin überzeugt, dass Schweinfurt seinen Erfolg in besonderem Maße der steten Konzentration auf das Wesentliche verdankt – Ziele im Auge zu behalten und uns
nicht zu verzetteln, das ist unsere große Stärke. Entscheidend hierbei war und ist die aufrichtige Entschlossenheit der jeweils Verantwortlichen und der Bürger,
Projekte der Stadtentwicklung durchzuführen. Nur mit
der Unterstützung breiter Schichten der Politik und der
Bevölkerung konnten die wichtigsten Infrastrukturentscheidungen in den letzten Jahren getroffen werden.
Einer der wichtigsten Aspekte ist jedoch auch und vor
allem das sehr gute Verhältnis der Stadt zur lokalen
Wirtschaft und die Erkenntnis, dass hierzu auch weiche Standortfaktoren, insbesondere Kultur und Bildung,
zählen.
Stolz sind wir weiterhin auf unsere solide Wirtschaftsund Sparpolitik: Wir haben konsumtive Ausgaben vermieden und Schulden abgebaut, um nachhaltig investieren
und wirtschaftlich handlungsfähig bleiben zu können.
Herr Oberbürgermeister, wir danken Ihnen für dieses
Gespräch!
Das Interview führte Dimitrij Naumov.
Was erwarten Sie von der Landespolitik?
Ich würde mir zunächst einmal klare Vorgaben wünschen, wie genau
die Energiewende in Bayern funktioEbracher Hof Hauptzollamt
unus III/2012
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titel
entscheidende Erkenntnis, dass nur die Region als Einheit
erfolgreich sein kann. So wurde die Idee des kommunenund bürgerübergreifenden Vereins Ökomodell Achental
e.V. geboren, die sich bis heute glänzend bewährt hat. Der
Verein hat mittlerweile über 200 Mitglieder aus allen Bereichen; Über 100 Projekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt.
Wo gibt es die größten Umsetzungshürden?
Ein Thema, das im relativ kleinen Achental stets präsent
ist, ist das knappe Flächenangebot – hier muss bei neuen
Vorhaben auf einen Ausgleich zwischen allen Beteiligten
geachtet werden. Durch intensive Diskussionen und Geduld bei der Umsetzung ist uns dies bisher aber fast immer gelungen.
„Graswurzel-Bewegungen
werden immer wichtiger“
Interview mit Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer Ökomodell Achental e.V.
Herr Wimmer, was macht für
Sie persönlich das Achental
so lebenswert?
Was mich jeden Tag aufs Neue
beeindruckt, ist die atemberaubende Natur- und Kulturlandschaft mit dem Chiemsee
im Norden und den Chiemgauer-Alpen im Süden. Das
Bergtal, das die Tiroler Achen
auf ihrem kurzen Lauf in Jahrtausenden geformt hat, ist heute mehr denn je eine Region mit vielen Möglichkeiten: das starke Wir-Gefühl, die
Tatkraft der Bewohner und die gemeinsamen Visionen
unserer Bürger wecken beständig Lust auf neue Ideen.
Die dicht gesäten Naturschutz- und Erholungsflächen
und der hohe Freizeitwert tragen zu einem Gefühl des
Angekommen-Seins bei.
Der Verein Ökomodell Achental, zu dem mehrere Gemeinden gehören, hat sich zur Aufgabe gemacht, eine
umweltverträgliche und zukunftsorientierte Entwick-
unus III/2012
lung der Region zu fördern. Was sind die Kernbereiche
Ihrer Arbeit?
Das Ökomodell strebt eine Entwicklung auf vier Säulen
an: der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft, die Sicherung der Landwirtschaft mit regionaler Vermarktung,
die Förderung eines naturverträglichen Tourismus und
Gewerbes, und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien. Entscheidend für unseren Erfolg der letzten Jahre war und ist dabei die Zusammenarbeit zwischen den
vielen lokalen Akteuren. Mittlerweile kann der Verein auf
einen reichen Fundus an Ideen und Projekten zurückgreifen, die immer wieder neu belebt und erweitert werden.
Zwischenzeitlich ist das Ökomodell auch eine Umsetzungsplattform für die interkommunale Zusammenarbeit auch außerhalb unserer Hauptaufgaben.
Aus welcher Motivation heraus entstand der Verein? Was
war die ursprüngliche Vision?
Am Anfang stand das Leitbild, das Achental lebenswert zu
erhalten. Dies spiegelt sich auch im Motto „Erhalten – Erleben – Genießen“ wider. Neben der gewünschten Stärkung
der Region und dem Einsatz für den Naturschutz war eine
Wie profitieren das Achental und seine Gemeinden von
Ihrer Arbeit? Konnten Sie bereits spürbare Impulse für die
wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität in der
Region geben?
Aber ja! Ein großer Gewinner ist sicherlich die Tourismuswirtschaft, die mit einer intakten Natur und einem umfangreichen Erholungsangebot – das wir im Verein maßgeblich mitgestaltet haben – werben kann. Zudem ist der
allgemeine Trend zur Abwanderung der jungen Generation weg vom Land bei uns kaum spürbar – im Gegenteil,
die Einwohnerzahl des Achentals wächst sogar. Durch die
regionale Energieversorgung, vor allem durch den Biomassehof Achental, konnten zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen und bestehende gestärkt werden. Insbesondere
das Handwerk ist stark an der Versorgung des Achentals
mit Bioenergie beteiligt. Nicht zuletzt erzeugen die zahlreichen gemeinsamen Erfolge auch ein starkes Wir-Gefühl
in der Region, das Ansporn zu neuen Taten gibt.
Die große Gefahr bei Projekten ist der langsame Tod
– nach und nach werden die Aktivitäten weniger und
hören irgendwann ganz auf. Wie sorgen Sie dafür, dass
das im Achental nicht passiert?
Durch die zahlreichen und stetig neuen Mitglieder im Verein gibt es auch immer wieder neue Ideen. Diese werden
auf den regelmäßigen Treffen und oft
auch in der Öffentlichkeit gemeinsam
diskutiert, so fühlen sich alle Bürger daran beteiligt und übernehmen auch Verantwortung dafür. Daneben spielen aber
auch einige Personen als Zugpferde eine
Schlüsselrolle im Ökomodell – ohne deren persönlichen Einsatz und unermüdlichen Fleiß wäre vieles nicht möglich
gewesen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung
unserer gemeinsamen Ziele, zum Beispiel der Energieautarkie bis 2020.
Das Ökomodell ist eine Initiative der Gemeinden im
Achental, sozusagen eine Initiative der Basis. Ist es das,
was wir in Zukunft öfter sehen werden? Wird die langfristige Entwicklung nicht mehr von der großen Politik sondern von den Bürgern und Gemeinden selbst in die Hand
genommen?
Ich bin mir sicher, dass die sogenannten „Graswurzel“-Bewegungen in Zukunft immer wichtiger werden. Das sieht
man an den zahlreichen Energiegenossenschaften, Bürgerinitiativen und Vereinen, die derzeit im Energie- und
Umweltbereich gegründet werden. Auch in anderen politischen Fragen wollen sich die Bürger mehr selbst einbringen und vertrauen nicht mehr automatisch auf die Politik.
Nichtsdestotrotz wäre aber diese Strömung ohne einen
entsprechenden politischen und gesetzlichen Rahmen
nicht in dem Maße möglich – die Regierungen müssen dafür sorgen, dass die Kraft von unten nicht erlischt. Für die
Vereine ist es vor allem auch wichtig, mit positiven Ideen
hervorzutreten: wenn die Verhinderung eines Projektes
das einzige Ziel ist, so kann meiner Meinung nach keine
dauerhaft tragfähige Basis entstehen.
Was können andere Regionen von Achental lernen? Welchen Ratschlag würden Sie geben?
Aus meiner Sicht am wichtigsten ist die Zusammenarbeit. Wenn für alle Gemeinden und Einwohner ein gemeinsames Ziel feststeht, ist es viel leichter, dass alle an
einem Strang ziehen. Auch die Einbindung möglichst vieler
verschiedener Menschen und Hintergründe zahlt sich am
Ende aus – auch wenn dies zu Beginn Geduld und Geschick
erfordert. Im Übrigen empfehle ich allen, sich selbst vom
Achental beeindrucken zu lassen – besuchen Sie uns, wir
freuen uns auf Sie!
Herr Wimmer, vielen Dank für dieses Gespräch!
Das Interview führte Dimitrij Naumov.
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titel
Zum Thema Standortfaktoren für
den Mittelstand in Bayern sprach
UNUS mit Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil.
Bayern – Mittelstandsland Nummer eins
Herr Minister, was macht den Standort Bayern für den
Mittelstand attraktiv?
Bayern ist das Mittelstandsland Nummer eins in Deutschland. Unser Mittelstand ist mit gut 750.000 Selbständigen, rund drei Millionen sozialversicherungspflichtigen
Arbeitsplätzen und mehr als 200.000 Ausbildungsstellen
im ganzen Freistaat sowohl im ländlichen Raum wie auch
in den Städten dynamisch und leistungsfähig. Wir als Bayerische Staatsregierung sorgen hierzu für bestmögliche
Rahmenbedingungen und maßgeschneiderte Unterstützung. Wir schaffen attraktive Standortbedingungen, stärken die Innovationskraft der Unternehmen, achten auf
gute Finanzierungsmöglichkeiten, unterstützen Existenzgründungen und erleichtern Unternehmensnachfolgen.
Außerdem fördern wir die Internationalisierung des Mittelstands und verbessern die Voraussetzungen, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen. Das wissen die mittelständischen Unternehmen und verlassen sich auf unsere
nachhaltige Politik.
Ist die mittelständische Struktur in Bayern fit für die Herausforderungen der Zukunft?
Unsere mittelständischen Unternehmen sind hervorragend für die Zukunft aufgestellt. Gemeinsam mit ihren
motivierten Mitarbeitern entwickeln sie innovative Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Damit sind sie auf
den Märkten im In- und Ausland weltklasse. Laut dem Mittelstandsbarometer 2012 von Ernst & Young bewerten
demnach auch 95 Prozent der bayerischen Mittelständler ihre Geschäftslage als positiv. Hinzu kommt: Dank unserer erfolgreichen kleinen und mittleren Betriebe und
dingten Nachteile auszugleichen und ihnen Chancen zu
eröffnen. Hier setzt unsere Mittelstandspolitik an. Ganz
speziell für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe
mit weniger als 50 Beschäftigten stellen wir beispielsweise Innovationsgutscheine zur Verfügung. Die Gutscheine
können für die Planung, Entwicklung und Umsetzung
neuer Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit einer anerkannten Forschungseinrichtung eingesetzt werden. Sie leisten damit
für die kleinen Mittelständler einen wichtigen Beitrag, um
sich im Markt zu behaupten. Die Gutscheine sind eine Erfolgsgeschichte, so dass wir das Förderprogramm sogar
ausgeweitet haben. Im Nachtragshaushalt 2012 stellen
wir fünf Millionen Euro zusätzlich dafür bereit.
Dank des Bayerischen Mittelstandsschirms konnten zudem 4.400 kleine und mittlere Unternehmen sowie über
77.000 Arbeitsplätze über die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise von 2009 hinweg gerettet werden. Mit dem
Mittelstandspakt haben wir ein schlagkräftiges Netzwerk
geschaffen, über das die bayerische Wirtschaft ihre Positionen wirkungsvoll in die politische Debatte einspeisen
kann. Das Mittelstandskreditprogramm ist ein effektives
und effizientes Instrument, um Investitionen kleiner und
mittelständischer Betriebe im ganzen Land zu forcieren.
Von 2009 bis 2011 konnten damit 10.000 Projekte, darun-
ter knapp 4.000 Existenzgründungen verwirklicht werden. Dahinter stehen Investitionen in Höhe von über 2,8
Milliarden Euro, mit denen über 11.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und 46.000 Arbeitsplätze gesichert werden
konnten.
Welche weichen Faktoren schätzen Sie als besonders attraktiv im Freistaat ein?
Der Freistaat bietet einen 1A-Freizeitwert – vom Chiemsee über den Bodensee bis hin zum Fränkischen Seenland oder die Skigebiete von Garmisch bis Berchtesgaden.
Auch die kulturelle Landschaft Bayerns lässt keine Wünsche offen. Wir leben dort, wo andere Urlaub machen.
In Bayern ist man gerne zu Hause. Das zeigt nicht zuletzt
der positive Wanderungssaldo des Freistaats. Wie ein Magnet hat der Freistaat allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als 360.000 Menschen aus anderen Regionen
Deutschlands angezogen, die hier Arbeit und eine neue
Heimat gefunden haben. Was die Freizeitmöglichkeiten
anbelangt, können wir mit vielen Assen auftrumpfen und
das beschert uns einen enormen Vorteil im Wettbewerb
um die besten Köpfe aus nah und fern.
Das Interview führte Peter Jordan
mit Hilfe unserer zukunftsorientierten Mittelstandspolitik belegt Bayern sowohl beim langfristigen Wirtschaftswachstum als auch beim Erhalt und der Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen einen Spitzenplatz.
Für die Zukunft investiert Bayern in eine sichere und bezahlbare Energieversorgung sowie eine leistungsfähige
Infrastruktur. Gerade unser Mittelstand ist im ganzen
Land auf gute Verkehrswege angewiesen. Ich stehe deshalb zur 3. Startbahn am Flughafen München. Sie ist eine
Investition in die Zukunft Münchens und Bayerns. Bei
der Entscheidung über die 3. Startbahn geht es nicht nur
um das Hier und Jetzt, auch wenn bereits heute die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Wir müssen auch das Wohlergehen der zukünftigen Generationen im Blick haben.
Wir brauchen reibungslose und schnelle Verbindungen
mit den Wachstumszentren der Welt. Das gilt auch für
die Schiene. Um das stetig wachsende Verkehrsaufkommen zu bewältigen, brauchen wir zum Beispiel die ICEStrecke Nürnberg – Erfurt, den Ausbau der Strecke München – Mühldorf – Freilassing oder in München die zweite Stammstrecke. Ich bin überzeugt, dass alle diese wichtigen Infrastrukturprojekte Zukunft haben, wenn wir die
Bürger mitnehmen. Es kommt auf die Einstellung in den
Köpfen an. Jede Generation darf nicht nur an sich denken,
sondern auch an ihre Kinder und Enkelkinder.
Ohne uns fehlt Ihnen was.
Wir fördern Energieeffizienz – für die Zukunft Ihres Unternehmens.
Welche besonderen Vorteile bietet der Standort Bayern
kleineren Unternehmen?
Zu den optimalen Rahmenbedingungen für kleinere
Unternehmen gehört ganz wesentlich, ihre größenbe-
Sie haben ein mittelständisches Unternehmen?
Die LfA Förderbank Bayern unterstützt Sie mit zinsgünstigen und
langfristigen Finanzierungen bei Investitionen in die Energieeffizienz.
Lassen Sie sich persönlich und kostenlos beraten.
Telefon: 0800 / 21 24 24 0
www.lfa.de
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bds
positionen
Das neue Landesentwicklungsprogramm geht in die Anhörungsphase
Schneller, einfacher, eigenbestimmter
… oder Liberalisierung um (fast) jeden
Preis?
„A weisses Blattl Papier“, das sollte nach dem Willen von
Ministerpräsident Seehofer die Basis für eine offene Diskussion und Neugestaltung des Landesentwicklungsprogramms sein. Nun liegt der Entwurf mit 150 Seiten
vor, auf Basis des ebenso neu gefassten Landesentwicklungsgesetzes.
Formell hat das Bayerische Kabinett im Dezember
2009 eine völlige Neuerarbeitung und Überarbeitung
des Landesentwicklungsprogramms (LEP) beschlossen. Dies war zum einen ein Erfordernis aus dem geänderten rechtlichen Rahmen auf Bundesebene, was
die Neufassung des Landesplanungsgesetzes zur Folge
hatte, sowie der Beschlussfassung im Landtag. Als weiteres Ziel dieser Reform wurde die Entbürokratisierung
bei Planungsverfahren vorgegeben.
Im Entwurf der Staatsregierung sind massive fachliche
Änderungen und Neuerungen eingearbeitet. Im Rahmen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange und
der Verbände hat der BDS Bayern eine Stellungnahme
zum Entwurf abgegeben. Diese steht unter www.bdsbayern.de jedem zur Verfügung. Nachfolgend möchten
wir die wichtigsten „Knackpunkte“, Änderungen und
auch aus unserer Sicht vertane Chancen darstellen.
Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an
markus.droth@bds-bayern.de
Das LEP hat aber über die rein juristische Aufgabe hinaus weitere Aufgaben zu übernehmen, insbesondere:
ƒƒ Aufzeigen einer Entwicklungsperspektive für Bayern, insbesondere in Bezug auf die Raumnutzung und das
Zusammenwirken der Räume und mit ihren spezifischen Nutzungen.
Vorschläge zu den Fachgebieten und deren Bewertung
Zum Kapitel 2: Raumstruktur
ƒƒ Reduzierung des Systems der zentralen Orte
Das System der zentralen Orte umfasst künftig nur
mehr drei Kategorien, bisher waren es sieben. Die neuen Kategorien: Grundzentren (sind von den regionalen
Planungsverbänden festzulegen), Mittelzentren, Oberzentren. Die bisherigen möglichen Mittelzentren und
möglichen Oberzentren werden damit zu Mittel- und
Oberzentren. Kleinzentren, Unterzentren und sog.
Siedlungsschwerpunkte werden zu Grundzentren.
Bewertung:
ƒƒ Durch die Kategorie Unterzentrum konnte gerade im ländlichen Raum eine kleinteilige Förderung erfolgen.
ƒƒ Der fallweise Prüfungsaufwand erhöht sich, Prüfungsaufwand wird fallweise individualisiert.
ƒƒ Folge muss aus unserer Sicht sein: bessere finanzielle Ausstattung der regionalen Planungsverbände.
ƒƒ Erhebliches Konfliktpotential zeichnet sich vorallem in den Verdichtungsräumen: der Wegfall
der Kategorie „Siedlungsschwerpunkt“ stellt
eine Große Kreisstadt wie Germering mit knapp
40.000 Einwohnern auf das Niveau einer Gemeinde mit 2000 bis 3000 Einwohnern, die als
Grundzentrum im ländlichen Raum im wesentlichen nur die Grundversorgung gewährleisten
soll. So sollte unserer Meinung nach auf jeden
Fall die Kategorie „Siedlungsschwerpunkt“ beibehalten werden.
Den vollständigen Entwurf finden Sie unter:
www.landesentwicklung.bayern.de/instrumente/
landesentwicklungs-programm/fortschreibung-deslep.html
Zum Kapitel 4: Verkehr
ƒƒ Verkehrsflughafen München
ƒƒ Die Errichtung einer dritten Start- und Landebahn ist in den Entwurf des LEP´s aufgenommen
worden.
Bewertung:
ƒƒ Unabhängig von der fachlichen Haltung: steht dahin gehend im Widerspruch zu anderen grundsätzlichen Ausführungen im LEP, dass eine einzelne Infrastruktur-Einrichtung landesweiten Verordnungsrang erhält. Dadurch haben sich damit zusammenhängende Einrichtungen an dieser dritten
Start- und Landebahn zwingend zu orientieren –
auch wenn sie vielleicht niemals kommen wird.
ƒƒ Unverständlich: Die zweite S-Bahn-Stammstrecke
fehlt in München! Diese ist für die Entwicklung im
Verdichtungsraum München mindestens genauso
wichtig.
Zum Kapitel 5: Wirtschaft
Die Raumkategorien wurden reduziert.
Aus unserer Sicht fehlt grundsätzlich ein Hinweis auf
die Unterstützung mittelständischer Strukturen. Deren Schutz und die Entwicklungsmöglichkeiten haben
in Bayern Verfassungsrang (Art. 153).
Bewertung:
ƒƒ Bodenschätze
ƒƒ Raumkategorien
ƒƒ Wahrnehmung einer Schutzfunktion und einer für die kommunale Planungshoheit unterstützende Funktion. Damit übernimmt das LEP eine „Schiedsrichterfunktion“ bzw. sollte diese einnehmen.
ƒƒ Bündelungsfunktion der fachrechtlichen Regelungen.
Grundsätzliche Ausrichtung des Entwurfes der Staatsregierung
Die Verantwortung für Detailregelungen und letztendlich für die Konzepte der regionalen Entwicklung wird nahezu vollständig auf die Ebene der Regionalen Planungsverbände verlagert. Daraus begründet sich, dass dem Entwurf des LEPs eine detailliertere Leitvision / ein Leitziel, welches stärker in die Regionen hineingeht, fehlt. Zu begrüßen generell: die Wiedereinführung der regionalen Planungsbeiräte und die Möglichkeit, dass die regionalen
Planungsverbände weitere Aufgaben, wie z.B. für das Regionalmanagement, übernehmen können.
ƒƒ Die Konzentration auf drei „plus einer“ Raumkategorie dient einer Straffung der Instrumente:
grundsätzlich positiv. Die neue Kategorie „Teilräume mit besonderem Handlungsbedarf“ sehen wir als Unterstützung der individuellen Entwicklung in der Fläche Bayerns.
Zum Kapitel 3: Siedlungsstruktur
Bewertung:
ƒƒ Das Gebot des „Flächensparens“ wird lediglich
Raumordnungsverfahren werden künftig nurmehr in besonders raumbedeutsamen Fällen angewendet werden
oder wenn sie von anderen Fachgesetzen verbindlich vorgeschrieben werden. Dies spielt eine besondere Rolle
bei Einzelhandelsgroßprojekten: es ist zu erwarten, dass die „gängigen Größen“ künftig auf dem Verwaltungsweg bearbeitet werden.
unus III/2012
als Grundsatz festgeschrieben: Im Zuge der konsequenten Delegierung von Zuständigkeiten auf
die kommunale Ebene, sollte der sparsame Flächenverbrauch als Ziel und damit in einer stärkeren rechtlichen Weise verankert werden!
Bewertung:
ƒƒ Verbindliche Festlegungen, insbesondere Vorranggebiete, sind zu begrüßen. Es ergibt sich jedoch immer wieder Konfliktpotential, wenn Kommunen Vorrang- oder Vorbehaltsgebiete geändert
haben möchten, und in anderen Bereichen im Gemeindegebiet gleichwertige Flächen zur Nutzung
zur Verfügung stellen. Hier sollte eine Regelung
aufgenommen werden, dass für diese Fälle dem
Anliegen der Kommunen auf Änderung der Flächenkategorie Rechnung zu tragen ist.
ƒƒ EinzelhandelsgroSSprojekte (EHG):
ƒƒ Straffung der Sortimentsliste: einige bisher als
so genannte innenstadtrelevante Sortimente
unus III/2012
14
bds positionen
deklarierte Sortimente sind dort nicht mehr aufgeführt, z.B. Fahrräder.
ƒƒ Möbelhäuser und Gartenmärkte werden künftig
nur noch in Mittelzentren und Oberzentren angesiedelt werden können. Ausnahme: es bestehen bereits solche Märkte in einer Gemeinde.
ƒƒ Einzelhandelsgroßprojekte für den Lebensmittelbereich sollen künftig in jeder Gemeinde mit
bis zu 1.200 qm Verkaufsfläche möglich sein,
ganz unabhängig von der Einstufung im System
der zentralen Orte. Bisher waren es 800 qm2.
ƒƒ Für die Sortimente des Innenstadtbedarfs wird
eine neue Raumgröße gebildet: der einzelhandelsspezifische Verflechtungsbereich. Berechnungsgrundlage: die Attraktivität des Einzelhandel (abgebildet durch Zentralitäts-Kennziffer und Kaufkraft der Bevölkerung) und überörtlicher Erreichbarkeit (gestaffelte Fahrzeiten, je
nach Zentralität, die zugrunde gelegt werden).
ƒƒ Neubewertung, für welche Märkte eine Ortsrandlage noch als zulässig gewertet werden
kann: Künftig wird bei Nichtvorhandensein von
Flächen für die Grundversorgung ein Einzelhandelsgroßprojekt auch ohne Probleme am Siedlungsrand genehmigt werden können.
ƒƒ Regelung für zusammenwachsende Gemeinden:
Diese Regelung ist in dieser Form neu, baut aber
auf Erfahrungen aus dem bestehenden LEP auf.
Bei solchen Ausweisungen dürfen EH-Großprojekte für Innenstadtbedarf auf 7,5 Prozent der
Kaufkraft zurückgreifen, die […] in einer zentralörtlich nicht niedriger eingestuften Gemeinde maßgeblich ist (Rückgriff).
bds event
ƒƒ Möbelhäuser und Gartenmärkte: diese Regelung ist eine deutliche Verbesserung im Sinne
einer strukturierten Ansiedlung, jedoch fördert
es bereits jetzt vorhandene „wilde“ Standorte
und eine Benachteiligung von Gemeinden insbesondere in Verdichtungsräumen. Denn der
Wegfall der Kategorie „Siedlungsschwerpunkt“
im System der zentralen Orte wird dazu führen,
dass in solchen Gemeinden eine Neuansiedlung
nur noch in den Ausnahmefällen stattfinden
wird, nämlich in Mittelzentren.
ƒƒ Abschaffung des Verflechtungsbereichs des innerstädtischen Einzelhandels ist unverständlich. Die reine Reduzierung der Parameter auf
Attraktivität und Erreichbarkeit wird massiv die
verkehrsgünstig gelegenen Standorte unterstützen. Es ist leider zu erwarten, dass Innenstädte weiter ins Hintertreffen geraten.
ƒƒ Einzelhandelskonzepte statt „Mehr Ortsrand“:
Die Ausdehnung auf 1.200 qm2 Verkaufsfläche
bei Lebensmittelmärkten wie die Einbeziehung
aller Einzelhandelsgroßprojekte bei der Ausnahmeregelung für die Ansiedlung am Ortsrand leisten einer zufälligen und oftmals städtebaulich
ungeordneten Entwicklung weiter Vorschub –
auf jeden Fall zu Lasten der Lagen in Ortszentren. Das Nichteinführen des Instrumentes der
Einzelhandelskonzepte als zwischen Kommunen abgestimmte Fachplanungen bedeutet das
Auslassen einer historischen Chance zur abgestimmten, nachhaltigen Siedlungsentwicklung.
Sortimentskategorien generell auf 30 Prozent.
Bewertung:
ƒƒ Sortimentslisten: Es fehlt die Erwähnung, dass
Kommunen auf Basis von Erhebungen vor Ort modifizierte Sortimentslisten beschließen können.
ƒƒ Ablehnung der Möglichkeit der Ansiedlung von
Lebensmittelmärkten bis 1.200 qm Verkaufsfläche: Es ist weiterhin ein massiver Schub in Richtung größere Betriebe und Discounter zu erwarten. Ebenso stehen diese größeren Flächen
konträr zu einer verbrauchernahen und landesweiten Versorgung. Das Lebensmittelhandwerk
wird insbesondere in den ländlich geprägten Gebieten weiter unter Druck geraten.
unus III/2012
ƒƒ Tourismus nicht erwähnt
Bewertung:
Ebenso bleibt der Bereich Tourismus generell unerwähnt. Für die ländlich geprägten Gebiete stellen die unterschiedlichen Formen des Tourismus jedoch eine
wesentliche Säule des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens dar. Ankerbetriebe und Leitentwicklungen sind jedoch dringend erforderlich, abgestimmt auf
die jeweilige Region sowie Wirtschafts- und Siedlungsstruktur. Dies ist eigentlich
ein zwingender Bestandteil, um unsere Tourismuswirtschaft im internationalen
Wettbewerb wettbewerbsfähig zu halten. Deshalb empfehlen wir dringend, zumindest als Grundsatz entsprechende Ausführungen im LEP zu treffen.
ƒƒ Breitbandversorgung nicht erwähnt
Bewertung:
Kommunikation und Datentransfer bilden eine weitere Säule der Entwicklung
in Bayern. Die Versorgung mit zeitgemäßen Bandbreiten sollte zwingend ihren Niederschlag im LEP finden. Die öffentliche Hand hat solche Entwicklungen
zu unterstützen. Leitungsinfrastruktur könnte gebündelt werden, z.B. neue
Stromleitungen mit Telekommunikationsleitungen.
Zum Kapitel 6: Energieversorgung
Bewertung:
Die Stärkung der Regionalen Planungsverbände bei der Planung und Realisierung von Windkraftanlagen ist zu begrüßen. Nicht erwähnt sind jedoch weitere Energieträger, insbesondere Methan. Es zeichnet sich ab, dass die an Sonnen- und Windtagen überschüssige Energie durch die Elektrolyse zur Methanerzeugung genutzt werden kann. Dieses Methan muss neben dem bestehenden Netz geologisch gespeichert werden. Somit sollten solche geologischen
Speichermöglichkeiten ebenso in den Regionalplänen festgelegt werden.
ƒƒ Ablehnung einer Regelung für zusammenwachsende Gemeinden – Einzelhandelskonzepte
könnten auch hier Lösung bieten.
ƒƒ Erhöhung der Kaufkraftabschöpfung geneƒƒ Erhöhung der Kaufkraftabschöpfung bei den
rium hinzuzuziehen. Unserer Kenntnis nach ist Bayern damit das einzige
Bundesland, welches diese Möglichkeit nicht nutzt.
rell auf 30 Prozent – Auslassen der Verbindung
zur Städtebauförderung und Dorferneuerung:
Diese generelle Angleichung der Kaufkraftabschöpfung auf 30 Prozent ist aus unserer Sicht
abzulehnen, da sie der Verkaufsflächenkonzentration ebenso Vorschub leistet. Einzelfallprüfungen werden verwaltungsintern trotzdem stattfinden, da bestehende Versorgungsbereiche nicht gefährdet werden dürfen. Somit
findet nur augenscheinlich eine Entbürokratisierung statt.
ƒƒ An keiner Stelle wird eine Verbindung zur Städtebauförderung oder zur Dorfentwicklung hergestellt. Aus unserer Sicht wird dadurch ebenso eine historische Chance nicht genutzt, diese
beiden Fachbereiche als Regulativ und als Krite-
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Zum Kapitel 7: Freiraumstruktur
Bewertung:
Die Einführung dieses Kapitels mit den damit verbundenen Regelungsmöglichkeiten ist zu begrüßen. Dadurch wird den regionalen Besonderheiten und der
Vielfalt Bayerns Rechnung getragen. Hier wäre jedoch der klassische Anknüpfungspunkt für touristische Konzepte und Entwicklungsformen. Somit bestünde die Chance, den bestehenden Konflikt zwischen Tourismusverbänden und
Regionalen Planungsverbänden an dieser Stelle aufzulösen.
Zum Kapitel 8: Soziale und kulturelle Infrastruktur
Bewertung:
Es ist zu begrüßen, dass Festlegungen zu Bildung, Sozialem und Kultur im LEP
weiterhin enthalten sind.
Wir empfehlen eine besondere Herausstellung der Bedeutung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen für die gleichwertigen Lebensbedingungen
in ganz Bayern, da diese Einrichtungen herausragende Bedeutung als Entwicklungskerne für Wirtschaft und Gesellschaft haben. Aktuell besonders positives
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17
bds positionen
Bayerns Selbständige:
Euro Ja – Fass ohne Boden nein
Bayerns Selbständige stehen trotz der derzeitigen Krise mit großer Mehrheit zum Euro. Allerdings lehnen
sie die aktuellen Rettungsmaßnahmen ab. Die Krise
hat inzwischen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft: 25 Prozent der Befragten wollen Investitionen drosseln.
„Fast 80 Prozent der befragten BDS-Mitglieder sehen den Euro nicht als gescheitert
und wollen auch kein Zurück zu
den nationalen Währungen“,
erklärte der BDS-Präsident
Ingolf F. Brauner zu den
aktuellen Zahlen des
BDS-Stimmungstests. Interessant
sei dies vor allem
deshalb, weil nur
sieben
Prozent
der Befragten in
ihrem Exportgeschäft direkt vom
Euro profitieren, so
Professor Karlheinz
Zwerenz von der
Hochschule München
und wissenschaftlicher
Leiter des Testes.
Geordnete Staateninsolvenz gewünscht
Nicht einverstanden sind
Bayerns kleine und mittlere Betriebe allerdings
mit den bisherigen Rettungsversuchen: „Die immer wieder aus den USA und
anderen Euroländern geforderte Geldschwemme
sehen deutlich weniger Selbständige als Lösung
an als Strukturreformen in den Krisenstaaten“,
verdeutlichte Zwerenz. Als Lösung können sich hingegen 60 Prozent der Befragten vorstellen, für Staaten
ein geordnetes Insolvenzverfahren einzuführen.
„Dies zeigt ganz klar den Wunsch vieler Selbständiger,
dass die betroffenen Staaten endlich Verantwortung
für ihr jahrelanges Verschleppen von Reformen übernehmen. Schließlich wird kein Selbständiger bei einer
Insolvenz seines Unternehmens von einem Rettungsschirm aufgefangen“, interpretierte Brauner das Ergebnis der Befragung.
Die Mehrheit steht auch Bestrebungen, die Krise durch
unus III/2012
ein „Mehr Europa“ zu bekämpfen, skeptisch gegenüber.
„Zwei Drittel der Befragten wünschen sich eine Rückverlagerung von Kompetenzen auf Bund und Länder.
Eine europäische Zentralregierung lehnen drei Viertel unserer Befragten ab“, legte Zwerenz dar. „Ich
lese aus dem Ergebnis auch die Angst, dass bei mehr
Kompetenzen für Brüssel es für die kleinen
und mittleren Unternehmen noch
schwieriger werden könnte,
sich gegen die Interessen
der Großunternehmen
zu behaupten“, so
Brauner.
Häufig geäußerter Wunsch: Eine
klare Sprache
zur Europolitik
Zudem sehen
viele Selbständige auch die
Gefahr, dass sich
bei einer Überdehnung der EU viele
Menschen von Europa abwenden. „Deutlich über 60 Prozent sehen die Gefahr, dass
die Krise Rechtspopulisten Wähler zutreiben könnte und über 50
Prozent der Teilnehmer
kann sich vorstellen,
eine Partei zu wählen,
die gegen den Rettungsschirm ist“, legte Professor Zwerenz dar. Europa dürfe kein Elitenprojekt werden, von dem sich die Leute im
schlimmsten Fall abwenden.
„Die Selbständigen wünschen sich von der Politik
mehr Verantwortlichkeit für das eigene Tun und mehr
Klarheit über das, was beschlossen wird. Bei unserer offenen Frage haben 150 geantwortet, sie wünschen sich
eine klare und verständliche Sprache zur Europolitik.
Damit könnte die Politik als erstes anfangen“, so Brauner. Auch Klarheit und Verlässlichkeit lasse sich aus den
Antworten lesen: „Bedenklich aus Sicht der Konjunkturpolitik ist, dass bereits 25 Prozent unserer Befragten
sich überlegen, wegen der Eurokrise Investitionen zurückzustellen“, sagte der wissenschaftliche Leiter des
Stimmungstests.
Axel Heise
Trotz Konjunkturwolken:
Gute Stimmung im bayerischen Mittelstand
Die aufziehenden Konjunkturwolken machen inzwischen auch dem Mittelstand im Freistaat erste Sorgen.
Die Geschäftslage ist weiterhin erstaunlich gut, allerdings erwarten die BDS-Mitglieder, dass die Geschäfte
zurückgehen. Auch die Bereitschaft, neue Mitarbeiter
einzustellen, nimmt ab.
„Im bayerischen Mittelstand hat sich die wirtschaftliche
Lage in diesem Sommer nur leicht verschlechtert. Das
gute Niveau des Sommers 2011 ist nach dem fast schon
einmaligen Rekordhoch im Winter 2011/12 wieder erreicht. Allerdings: Die Geschäftserwartungen haben sich
deutlich verschlechtert und liegen jetzt auf dem Niveau
von 2009, dem Jahr der Weltfinanzkrise“, erklärte Professor Karlheinz Zwerenz von der Hochschule München.
Leicht sinkende Geschäfte bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Beschäftigung: Die Erwartungen bei
der Mitarbeiterentwicklung sind so schlecht wie seit
drei Jahren nicht. Nur zwölf Prozent der Betriebe planen Neueinstellungen, zehn Prozent rechnen mit einem
Rückgang der Mitarbeiterzahl“, erklärte der wissenschaftliche Leiter des BDS-Konjunkturbarometers zu
den aktuellen Zahlen.
Der Präsident des BDS Ingolf F. Brauner betonte die Verantwortung des Mittelstandes für die Gesellschaft:
„Wir befinden uns immer
noch
auf einem
sehr
guten Niveau.
Schwarzmalen
ist
absolut
nicht
angebracht,
denn
es
wollen immer noch leicht mehr Firmen Beschäftigung auf- statt
abbauen. Der Mittelstand ist und bleibt der Stabilitätsanker der bayerischen Wirtschaft.“
Dass die Konjunkturrisiken derzeit vor allem aus dem
Ausland kommen, zeigt auch der BDS-Stimmungstest:
„Exportabhängige Mittelständler sehen ihre Lage positiver als nicht exportabhängige; ihre Geschäftserwartungen sind allerdings deutlich negativer“, so Professor
Zwerenz. „Die Politik muss uns nun mit ruhiger Hand
durch die sich verschlechternde Konjunkturphase steuern. Dafür braucht es vor allem eins: Verlässliche Entscheidungen“, so Brauner abschließend. Axel Heise
Horst vor Angela:
Bayerns Mittelständler benoten Politik kritisch
Eine 3,1 für München, nur eine 3,6 für die Politik in
Berlin. Bayerns Mittelständler finden, dass die Staatsregierung einen besseren Job macht als die Bundesregierung in Berlin. Besonders Kleinunternehmen sind
kritisch gegenüber der Politik.
Wenig schmeichelhaftes Urteil von Bayerns Selbständigen für die Regierung von Bundeskanzlerin Angela
Merkel (CDU): „Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung erhält im Sommer-Stimmungstest des BDS auf
einer Sechser-Schulnotenskala vom bayerischen Mit-
telstand lediglich eine Gesamtnote von 3,6 (etwa 4+).
Dieser Wert ist schlechter als im Winter 2011/12 (3,4)“,
so Karlheinz Zwerenz von der Hochschule München.
Unternehmerinnen beurteilen die Bundes- und Landespolitik deutlich schlechter als ihre männlichen
Kollegen. Auch die Mittelständler in der Altersgruppe
zwischen 40 und 55 sind nur unterdurchschnittlich mit
der Politik in Berlin und München einverstanden: Sie
beurteilen die Bundes- und Landespolitik schlechter
als ihre jüngeren und älteren Kolleginnen und Kollegen. Die besten Werte erzielt die Politik interessanterweise in der jüngsten Altersklasse.
Unterschiede gibt es auch zwischen großen und kleinen Firmen. Die kleinen Mittelständler beurteilen die
Politik auf Bundes- und Landesebene deutlich schlechter als größere Unternehmen. „Echte Mittelstandspolitik bedeutet vor allem, auf Klein- und Kleinstunternehmen besondere Rücksicht zu nehmen, denn sie sind
von unnötiger Bürokratie am stärksten betroffen“, so
BDS-Präsident Ingolf F. Brauner. Axel Heise
unus III/2012
18
bds positionen
bds positionen
Bürokratiemonster E-Bilanz:
Erfolgreiche Intervention des BDS Bayern
Es war die Horrorvorstellung für viele Mittelständler:
Bei der Umstellung auf die so genannte E-Bilanz sollten
Unternehmer in Zukunft bis zu 900 Bilanzposten angeben. Der BDS konnte erreichen, dass das Bundesfinanzministerium massiv abgespeckt hat.
Den Buchhaltern in kleinen und mittleren Betrieben
bleibt viel unnötige Tipparbeit erspart: Bei der Umstellung auf die sogenannte E-Bilanz plante das Bundesfinanzministerium ursprünglich, dass in Zukunft mehr als
900 Felder auszufüllen gewesen wäre. Bisher mussten
Mittelständler bei der Übermittlung ihrer Papierbilanz
an das Finanzamt nur 20 bis 80 Pflichtfelder ausfüllen.
Diese Pläne sind nun vom Tisch. „Gut, dass dieses Bürokratiemonster nicht auf die Selbständigen losgelassen
wurde“, freut sich BDS-Präsident Ingolf F. Brauner.
BDS-Präsident hatte sich
persönlich für Erleichterungen eingesetzt
Der Präsident hatte sich persönlich zusammen mit
dem Vorsitzenden des BDS-Bundesverbandes Günter
Hieber im Oktober 2011 bei einem Gespräch mit dem
Parlamentarischen Staatssekretär im
Bundesfinanzministerium Hartmut Koschyk für eine mittelstandfreundliche
Ausgestaltung der E-Bilanz stark gemacht. „Wir freuen uns, dass unsere Intervention teilweise gehört wurde und
die E-Bilanz nun deutlich mittelstandsfreundlicher ausfällt und auf kleine und
mittlere Unternehmen Rücksicht genommen wird. Dass Kleinunternehmer
nur die im Hauptbuch enthaltenen Bi-
unus III/2012
lanzposten elektronisch übermitteln müssen, ist eine
deutliche Verbesserung“, so Brauner.
Bundesfinanzministerium präzisiert Regelung
Ende Juli präzisierte Staatssekretär Koschyk auf Nachfrage des BDS in einem Schreiben an Präsident Ingolf F. Brauner die Regelung: Die Erleichterungen gelten generell für
alle Betriebe, die weniger als 500.000 Euro Jahresumsatz
und weniger als 50.000 Euro Gewinn erwirtschaften. Sie
müssen keine E-Bilanz abgeben.
Weiter heißt es: „Unternehmen, die diese Buchführungsgrenzen überschreiten oder aus anderen Gründen bilanzieren, sollen (…) nicht nach gutem und weniger gutem
Erfolg des laufenden Geschäftsjahres wechseln müssen.
Da das Buchungsverhalten der Unternehmer infolge der
E-Bilanz weitestgehend unberührt bleiben soll, genügt
es, dass nur die Daten, die in der Buchführung vorhanden
sind, in die E-Bilanz übertragen werden müssen. Nach
alle dem sind keine besonderen Abgrenzungskriterien zu
beachten. (…) Niemand muss also eine Einstufung vornehmen, fortlaufend überwachen und womöglich seine
Buchführung neu ausrichten.“ Axel Heise
19
Stichtag 21.12.2012
Die Unisex-Tarife kommen!
und
n
e
ß
e
i
l
h
c
s
Vorher ab
aren!
p
s
e
g
ä
r
t
i
e
B
dauerhaft
Männer müssen starten,
Frauen könnten warten
Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Am 21.12.2012 kommen die neuen
Unisex-Tarife, Männer und Frauen zahlen dann gleich viel. Die Folge: Für Männer
wird es in Zukunft fast immer teurer. Dies gilt vor allem für die private Vollversicherung sowie Pflegezusatzversicherungen. Doch wer rechtzeitig startet, profitiert
von bis zu 50 % Beitragsersparnis.
Let‘s talk about Unisex: Informieren Sie sich rechtzeitig unter www.sdk.de
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unus III/2012
20
bds leistungen
bds intern
21
Arbeitskreis Steuern: „Wir brauchen eine
Axt im deutschen Steuerdschungel“
Das deutsche Steuerrecht treibt viele Selbständige zur
Weißglut. Längst hat der normale Unternehmer den Überblick verloren, welche Ausnahmen und Tricks seine Steuerlast senken könnten. Seit einem Jahr arbeitet der Arbeitskreis Steuern des BDS an einem mittelstandsfreundlichen
Steuerkonzept. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.
Auch auf Facebook ist ein Impressum nötig
Dass gewerbliche Internetseiten ein Impressum brauchen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Was viele
nicht wissen: Auch in Sozialen Medien wie Facebook,
Google Plus oder Youtube ist ein Impressum nötig. Derzeit werden Selbständige massenhaft abgemahnt.
dezidiertes Feld für ein Impressum an. Eine Möglichkeit
ist, dass Unternehmen ihr Impressum in die Rubrik „Info“
schreiben oder von dort auf das Impressum der Unternehmens-Webseite verlinken. Dies gilt derzeit als der sicherste Schutz gegen Abmahnungen.
Immer mehr Selbständige bieten ihre Produkte und
Dienstleistungen nicht nur auf ihrer eigenen Internetseite, sondern auch über Soziale Medien wie Facebook
an. Hier gilt wie bei jeder „konventionellen“ Internetseite: Stellt ein Selbständiger sein Gewerbe oder seine selbständige Tätigkeit auf Social Media Plattformen dar, so
muss er, nach der einschlägigen Rechtsprechung, auch
dort ein Impressum einstellen.
Leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar
Laut Telemediengesetz muss das Impressum „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar” sein. In der Praxis
gilt hier die Zwei-Klick-Regel: Das heißt, das Impressum
muss mit zwei Klicks erreichbar sein. Daher ist es auch
möglich, von Facebook auf das Impressum der eigenen
Homepage zu verlinken. Wichtig ist allerdings, dass auf
Facebook und der Firmenhomepage die exakt gleichen
Angaben stehen.
Schwierig wird diese Lösung auf mobilen Facebook-Applikationen. Ob dort eine reine Verlinkung dann ausreichend ist, ist unter Juristen umstritten. Im Internet gibt
es inzwischen auch kostenlose Angebote (Apps), mit denen sich ein solches Impressum erstellen lässt. Doch nicht
alle diese Apps sind rechtssicher. Daher sind die Apps derzeit zu meiden.
Abmahnungen drohen
„Geschieht dies nicht, drohen kostenpflichtige wettbewerbsrechtliche Abmahnungen, insbesondere auch
durch Mitbewerber. Dies gilt natürlich ebenfalls bei
einem gewerblichen Angebot auf Ebay“, erklärt BDS-Jurist Rainer Colberg. Derzeit bekommen viele Selbständige
Post wegen eines fehlerhaften Impressums.
Problematisch und rechtlich nicht einfach ist die konkrete Umsetzung des korrekten Impressums: Facebook
beispielsweise macht es Unternehmen und Selbständigen nicht unbedingt leicht: Das Netzwerk bietet kein
Rechtsanwalt Rainer Colberg
Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied
Schwanthalerstraße 110
80339 München
unus III/2012
Impressum auch auf Youtube
Ähnliche Regeln wie für Facebook gelten auch für andere
Soziale Netzwerke wie Google Plus oder die Bilderpinnwand Pinterest. Wer eine Abmahnung bekommt, sollte
diese auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. In
jedem Fall sollte der Unternehmer einen Anwalt aufsuchen und mit diesem versuchen, die Unterlassungserklärung zu ändern.
Dies ist im Zweifelsfall günstiger als die Unterschrift unter
die Erklärung und sicher billiger als die Lösung „Aussitzen“.
Klar ist aber auch: Die Betreiber privater Facebookseiten
brauchen keine Angst vor Abmahnungen zu haben.
„Mit Gesetzen ist es wie mit Würsten: Es ist besser, wenn
man nicht zusieht, wie sie gemacht werden!“ Dieser Satz
Otto von Bismarcks gilt heute mehr denn je, besonders für
das deutsche Steuerrecht. Vor allem Selbständige kostet
der Steuerwust inzwischen einen großen Teil ihrer wertvollen Zeit, schließlich wusste schon Hans-Karl Schneider,
einer der einflussreichsten Volkswirte der Nachkriegszeit:
„Wer mehr als die Hälfte seines Einkommens an das Finanzamt abführen muss, ist mehr darauf bedacht, Steuern zu sparen, als darauf, Geld zu verdienen.“
Seit einem knappen Jahr hat sich der Arbeitskreis Steuern
um den Vorsitzenden des BDS-Bezirks Niederbayern Siegfried Späth in insgesamt sechs Sitzungen mit einem mittelstandfreundlichen Steuerrecht befasst. Wesentliches Ziel
ist eine Vereinfachung des Steuerrechts ähnlich dem Konzept des ehemaligen Verfassungsrichters Paul Kirchhof.
Steuerberater Siegfried Späth gibt allerdings zu bedenken:
„Kirchhof wird sich nicht eins zu eins umsetzen lassen, aber
die Richtung muss stimmen.“
In Zukunft soll es nach Vorstellungen des Ausschuss nur
noch eine reformierte Einkommensteuer, die möglichst
alle Rechtsformen umfassen soll, eine Umsatzsteuer und
eine Verbrauchsteuer für Energie sowie eine Kommunalsteuer geben. Bei der Einkommensteuer schlägt der ArWesentliche Thesen des Arbeitskreises Steuern sind:
1.
Jede Steuerreform muss vor allem Mittel- und Kleinbetrieben
und den Bürgern dienen.
2. Steuerpolitik muss für Unternehmen wieder berechenbar
werden. Dauernde Gesetzesänderungen sind Operationen am
offenen Herzen und müssen aufhören.
3. Der BDS bekennt sich zur Notwendigkeit, dass der Staat ausreichend Einnahmen benötigt.
4. Der Sinn und Zweck jeder Steuer sollte regelmäßig evaluiert werden: Welcher Aufwand ist nötig, diese zu erheben und welche
Einnahmen spült die Steuer in die Kassen des Staates.
5. Die Zahl der Steuerarten muss massiv reduziert werden.
6. Steuervergünstigungen und Subventionen gehören weitgehend
abgeschafft. Sie greifen unnötig ins Marktgeschehen ein und
begünstigen vor allem die Großindustrie.
7. Die Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften soll
möglichst rechtsformneutral sein.
8. Der Staat soll die Umsatzsteuer als reine Endverbrauchersteuer
erheben.
9. Ein Hebesatzrecht für Städte und Gemeinden bei der Einkommensteuer soll die Gewerbesteuer ersetzen.
10. Bund und Länder müssen mehr Eigenverantwortung für ihre
Einnahmen übernehmen.
beitskreis entweder die von
Kirchhof
vorgeschlagene
rechtsformneutrale
Einkommensteuer oder
die duale Einko m m e n s t e u er vor. „Bei der
rechtsformneuDie Mitglieder des Arbeitskreises Steuern
tralen Einkomsprechen sich für ein mittelstandsfreundlimensteuer gibt
ches Steuerrecht aus: Beate Dantele (erste
es Zielkonflikte
Reihe links), Sieglinde Hofmann, Wolfgang
zwischen einer
Krebs, Frank Dietrich, Rudolf März und Siegals gerecht anfried Späth. Nicht auf dem Foto sind Birgit
gesehenen EinHosemann u. Klaus A. Fenzl. Foto: Axel Heise
kommensteuer
und ökonomisch beziehungsweise mehr rechtspolitisch
orientierten Zielen“, gibt Beate Dantele, Fachanwältin für
Steuerrecht, zu bedenken.
Der Arbeitskreis schlägt ebenfalls vor, dass die Gewerbesteuer abgeschafft wird. Stattdessen sollen eigene Hebesätze für Städte und Gemeinden bei der Einkommensteuer die Gewerbesteuer ersetzen. „Wichtig wäre, eine Regelung zu finden, die Großstädten wie München einen
Ausgleich für entfallende Einnahmen bietet“, gibt Steuerberaterin Birgit Hosemann zu bedenken. Weitere Vorteile
des Modells: Freiberufler wären einbezogen, damit hätten
die Städte eine breitere Bemessungsgrundlage und weniger schwankende Einnahmen.
Bei der Umsatzsteuer plädiert der BDS für eine Endverbrauchersteuer. „Damit könnte man auf einen Schlag den
Umsatzsteuerbetrug massiv eindämmen“, hofft Steuerberater Frank Dietrich, der im Arbeitskreis das Thema Umsatzsteuer bearbeitet. Generell strebt der BDS auch mehr
Verantwortlichkeit und Klarheit in der Steuerpolitik an:
„Die Steuerpolitik von Bund und Ländern sollte viel stärker getrennt werden, damit unnötige Blockadesituationen
im Bundesrat endlich aufhören. Jeder Unternehmer ist für
seine Einnahmen selber verantwortlich. Diese sollte auch
für den Bund und die Länder gelten“, so Axel Heise, Koordinator des Arbeitskreises.
In den kommenden Sitzungen will der BDS noch die
Themen Dienstwagenbesteuerung und Abschreibungen,
Subventionen und Steuerpolitik, Vermögen- und Erbschaftssteuer sowie Vereinfachung der Steuerverwaltung anpacken. Der Arbeitskreis hat sich darauf geeinigt, dass strittige
Themen wie die Frage Flat-Tax oder progressiver Stufentarif von einem größeren Gremium, beispielsweise der Generalversammlung, beschlossen werden sollen.
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bds intern
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BDS-AzubiAkademie – gute
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Kundenstudie 2012
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Aktualität / Updates
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Die BDS-AzubiAkademien sind eine der Erfolgsgeschichten des BDS. Vor ein paar Jahren von den BDS Ortsverbänden der nördlichen Ammerseeregion gegründet, gibt es
nun AzubiAkademien in ganz Bayern – wie auch in dieser
UNUS-Ausgabe etwa die Seiten 36, 42 und 44 zeigen.
Viele Unternehmen und Azubis haben erkannt, wie sie
durch die Akademien gegenseitig voneinander profitieren können. Die Unternehmen bekommen besser
ausgebildete Azubis ohne Kostenaufwand, die Auszubildenden erhalten einen Blick über den Tellerrand des
eigenen Unternehmens.
Software-Performance
Und dieser Blick wird immer vielfältiger, da sich mittlerweile auch über externe Trainer die Palette an Themen erweitert – beispielsweise von „Chefs richtig motivieren - Führung von unten nach oben“ über „Power Learning: Effektiver und erfolgreicher lernen“
und „Messe- und Veranstaltungstraining“ bis hin zu
„Selbstsicher am Telefon – Basiswissen für Azubis“.
Die BDS-AzubiAkademien freuen sich auch weiterhin auf engagierte Auszubildende und Unternehmen.
Informationen finden Sie unter:
www.bds-azubiakademie.de
Kompatibilität
Eignung für Kleinstunternehmer
Erhebungen zeigen:
Kunden wollen und schätzen besonders solche Programme,
die sie nicht lange lernen müssen und die sich gut ans
Unternehmen anpassen lassen.
Wie lässt sich die Abrechnung sinnvoll optimieren?
Mit einer leistungsstarken und flexiblen Entgeltabrechnungs-Software wie etwa Lexware lohn+gehalt. Mit einer
solchen Softwarelösung erledigen kleine Unternehmen
oder Handwerksbetriebe ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen ganz entspannt und sicher – egal, ob für angestellte Gehaltsbezieher, gewerbliche Arbeitnehmer mit
Stundenlohn oder für geringfügig Beschäftigte.
„Mit einer übersichtlichen,
einfachen und rechtssicheren Software haben
Unternehmen klare Vorteile“
Interview mit Michael Baur,
Produktmanager bei Haufe-Lexware
Landkreis Main Spessart
Erlangen
Nürnberger Land
Regensburg
Herr Baur, können Sie uns sagen, worauf Unternehmen bei
der Gehaltsabrechnung besonders achten sollten?
Verständlichkeit ist natürlich entscheidend, aber Pünktlichkeit ist ebenfalls sehr wichtig: „Aufschieberitis“ –
auch bei veränderten Rahmenbedingungen – gilt nicht.
Nachlässigkeiten sollte sich eine Firma in diesem Bereich
auf gar keinen Fall leisten. Denn unpünktliche und unübersichtliche Abrechnungen demotivieren und frustrieren die Mitarbeiter. Und tauchen sogar Fehler auf, rückt
ein Betrieb schnell in schlechtes Licht – nicht nur bei
seinen Angestellten.
Welche Funktionen sollten effiziente EntgeltabrechnungsLösungen enthalten?
Es sollten sich alle wichtigen Unterlagen für den Betrieb,
das Finanzamt und die Krankenkassen schnell und komfortabel erstellen lassen. Die neue Version Lexware
lohn+gehalt 2013 berücksichtigt außerdem alle für den
Jahreswechsel 2013 relevanten gesetzlichen Änderungen
und enthält alle Module für das Übermitteln der Steuerdaten an das Finanzamt (ELSTER) und aller wichtigen
Meldungen an die Sozialversicherungsträger (Dakota).
Dazu gehören z.B. die Beitragsnachweise, DEÜV-Meldungen (Datenerfassungs- und Übermittlungsverordnung),
Sofortmeldungen und Erstattungsanträge für die Umlage
bei Krankheit oder Mutterschutz.
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0800 7234 271 (kostenlos)
oder online: www.lexware.de/bds
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Eine Partnerschaft, die sich lohnt.
unus III/2012
24
25
bds intern
Einladung zum Fachkongreß
Internetmarketing am 7. November 2012
Weichen neu stellen –
Neuwahlen zum Präsidium
Wie können Selbständige und mittelständische Unternehme Vernetzungsangebote im Internet für sich erfolgreich nutzen?
Welche erfolgreichen Vernetzungs-Angebote und –
Plattformen gibt es bereits, insbesondere von mittelständischen Anbietern aus den Reihen des BDS Bayern?
Einladung zur außerordentlichen Generalversammlung
am Samstag, den 27. Oktober 2012, in der Stadthalle Germering
Der Landesausschuss des Bundes der Selbständigen
(BDS) – Gewerbeverband Bayern hat am 13. September
2012 auf Vorschlag von Präsident Ingolf F. Brauner die
Neuwahl des Präsidiums beschlossen. Das achtköpfige
Präsidium des BDS Bayern hatte in den vergangenen
Monaten durch ein Patt von jeweils vier Stimmen keine Einigung darüber erzielen können, mit welchen Instrumenten sich der BDS in den kommenden Jahren inhaltlich und strukturell weiterentwickeln soll. Ein wesentlicher Streitpunkt war, in welchem Maße Bayerns
größter branchenübergreifender Mittelstandsverband
in Zukunft unternehmerischer auftreten soll.
Da vier Präsidiumsmitglieder für einen geschlossenen
Rücktritt des Gremiums nicht zu gewinnen waren, müssen vor der Neuwahl alle amtierenden Präsidiumsmitglieder abgewählt werden. Präsident Brauner wird sich
wieder zur Wahl stellen. „Ich möchte die begonnenen
zukunftsweisenden Projekte im Sinne eines Selbständigen- und Unternehmerverbandes weiterführen und
damit die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinschaft sichern“, so Brauner. „Herzliche Einladung an alle Delegierten der Ortsverbände. Jeder hat auf diese Weise die
Möglichkeit, mit seinem Votum den Weg des BDS – Gewerbeverband Bayern mitzubestimmen.“
Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Angebote es zur Vernetzung im Internet und im Bereich Onlinemarketing gibt, laden wir Aussteller und Besucher
recht herzlich zur ersten „Hausmesse“ ins Verbandshaus in die Schwanthalerstraße 110 nach München ein.
Wir wollen mit diesem Angebot die vielfältigen Angebote der mittelständischen Anbieter in unseren Reihen
bündeln und in erster Linie den Entscheidern in den
Ortsvorstandschaften eine Übersicht über die bestehenden Angebote und Nutzungsmöglichkeiten bieten.
Denn die Ortsverbände stehen oft vor demselben Problem: was eigenes Selbermachen oder bestehende Angebote nutzen?
Außerordentliche Generalversammlung des BDS – Gewerbeverband
Bayern e.V. am Samstag, den 27. Oktober 2012
10.00 Uhr
Sitzung des Landesausschusses
(Nur für Gremiumsmitglieder)
13.30 Uhr Generalversammlung
Begrüßung und Eröffnung
BDS Präsident Ingolf F. Brauner
Tagesordnung
TOP 1 Bericht des Präsidenten
TOP 2 Aussprache
TOP 3 Abwahl des amtierenden Präsidiums
TOP 4 Neuwahlen des Präsidiums, gegebenenfalls
Nachwahl einzelner Präsidiumsmitglieder
TOP 5 Wahl des Ehrengerichts
TOP 6 Behandlung der Anträge
Antragsfrist: 05. Oktober 2012
TOP 7 Verschiedenes und allgemeine Aussprache
DER NEUE GS 450h VOLLHYBRID
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unus III/2012
Wenn Sie als Aussteller oder Besucher teilnehmen
möchten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an
info@bds-bayern.de.
Emotion
statt Emission
Zur Teilnahme an der Generalversammlung ist jedes Mitglied berechtigt.
Stimmberechtigt sind die Delegierten der Ortsverbände und Gewerbevereine, die für je angefangene 50 Mitglieder eine Stimme haben. Auf einen
Delegierten können höchstens vier Stimmen vereinigt werden. Stimmvertretung der Mitgliedsvereinigungen untereinander ist unzulässig.
Frist für Delegiertenmeldungen: 22. Oktober 2012
Per E-Mail an: birgit.maier@bds-bayern.de
oder per Fax: 089 / 502 64 93
Ort der Generalversammlung:
Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39, 82110 Germering
www.stadthalle-germering.de
Anmeldung Generalversammlung:info@bds-bayern.de
Es ist folgender Ablauf geplant:
9.30 Uhr Vorstellungsrunde inklusiv Vorstellung
der Produktidee
Erfahrungsaustausch mit Fokus auf
folgenden Themen:
ƒƒ Kooperationsaustausch –
gemeinsame Vermarktung
ƒƒ Trends und Nutzen für Internetmarketing
ƒƒ Erwartung der kleinen bis mittelständischen Unternehmen
ƒƒ Was können wir als gemeinsame „ARGE“
den BDS-Mitgliedern im Bereich
ƒƒ Internetmarketing bieten?
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Hausmesse: Präsentation der verschiedenen
Projekte für Vorstandsmitglieder der einzelne
Ortsverbände
Kraftstoffverbrauch in l/100 km kombiniert 6,2–5,9 (innerorts 6,7–6,5/außerorts 5,7–5,4), CO2-Emissionen in g/km kombiniert 145–137 nach dem vorgeschriebenen EU-Messverfahren.
Rein elektrisch bis 4 km und bis zu 64 km/h. Maximale Gesamtreichweite einer Tankfüllung: bis zu 1.222 km, Systemleistung: 254 kW (345 PS). Abb. zeigt GS 450h F Sport.
unus III/2012
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bds tagungspartner
ratgeber
Unisex bringt geschlechtsneutrale Tarife
Die deutschen Versicherer müssen bei Neuverträgen
von weiblichen und männlichen Kunden künftig die
gleichen Beiträge verlangen. Einzelne Versicherungen
werden damit je nach Geschlecht teurer oder auch
günstiger.
Die bevorstehenden Tarifänderungen sind ein wichtiger Anlass, die eigene Versorgungssituation von
Fachleuten möglichst rasch analysieren zu lassen. Ob
es tatsächlich einen Handlungsbedarf gibt, das hängt
natürlich zuallererst von den ganz persönlichen Verhältnissen und eventuellen Versorgungslücken ab.
Nach Frauen und Männern getrennte Tarife dürfen
aber nur noch bis zum 20.12.2012 angeboten werden.
Zumeist wird es für das starke Geschlecht teurer
Beitragserhöhungen wird es bei der Allianz vor allem
für Männer geben. Sie zahlen im nächsten Jahr mehr,
wenn sie ihre Vorsorge mit einer lebenslangen Altersrente ergänzen, eine Berufsunfähigkeits- oder Pflegeversicherung abschließen oder sich privat krankenversichern möchten. Frauen müssen u. a. bei Risikolebensversicherungen für den Todesfall mit höheren Beiträgen
rechnen. In der Autoversicherung können sich vereinzelt
neue Beiträge ergeben und zwar sowohl für Frauen als
auch für Männer. In der Unfallversicherung hat die Allianz die Beiträge bereits umgestellt. Hier zahlen Frauen
und männliche Senioren jetzt etwas mehr als vorher. Zum Aus-
Martin Boschert
Leiter Unternehmensberatung
Allianz Beratungsund
Vertriebs-AG
unus III/2012
gleich gibt es momentan für alle neu abgeschlossenen
Unfall-Risikoversicherungen einen dauerhaften Beitragsnachlass von 10 Prozent.
Was steckt dahinter?
Nach dem sogenannten Unisex-Urteil des Europäischen
Gerichtshofs müssen Versicherungsunternehmen spätestens ab dem 21.12.2012 bei neuen Verträgen von beiderlei Geschlechtern für gleiche Leistungen die gleichen
Beiträge erheben. Bisher durften sie individuelle
27
Für jeden Anlass der richtige Ort – BDS-Tagungspartner
ƒƒ Hotel Fürstenfelder
ƒƒ Landhotel Birkenhof
Mühlanger 5
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon 08141/888 75-500
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ƒƒ KKC Bad Windsheim
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Erkenbrechtallee 2
91438 Bad Windsheim
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Schwanthalerstr. 36
80336 München
Telefon 089 /55111-0
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ƒƒ Hotel Hallertau
ƒƒ Gasthof u. Landhotel Kaiserblick
Ziegelstraße 4
85283 Wolnzach
Telefon 08442 /9681-0
info@hotel-hallertau.de
www.Hotel-Hallertau.de
Kufsteinerstraße 12
83080 Oberaudorf
Telefon 08033/30580
service@gasthof-kaiserblick.de
www.gasthof-kaiserblick.de
Wenn auch Sie BDS Tagungspartner werden und unser
senden Sie uns eine E-Mail an redaktion@unus-online.de
landesweites Netzwerk kontinuierlich nutzen möchten,
oder rufen Sie uns an unter 089 / 540 56 - 0.
Unterschiede im Risikoverlauf berücksichtigen. So haben beispielsweise Männer gegenüber Frauen eine etwas kürzere statistische Lebenserwartung. Deshalb
zahlten sie bislang für den Kauf einer lebenslangen
privaten Rente etwas weniger. Junge Autofahrerinnen
verursachen weniger schwere Unfälle als gleichaltrige
Männer. Eine Autoversicherung war für sie daher günstiger. – Das sind nur zwei Kalkulationsbeispiele, die
künftig so nicht mehr zugelassen sind.
Bis zum 20.12.2012 sind noch
die alten Konditionen möglich
Im Vergleich zu den alten Tarifen werden die Beiträge geschlechtsabhängig jeweils steigen oder sinken.
Wie hoch die Differenz letztlich ausfällt, ist individuell
ganz unterschiedlich. Auf zehn Jahre betrachtet sind
beispielsweise bei einer Rentenversicherung mehrere
hundert Euro durchaus drin. Können die alten günstigeren Konditionen noch gesichert werden, gelten sie
dauerhaft für die gesamte Vertragslaufzeit. Wer bereits weiß, dass für die eigene Vorsorge noch unbedingt etwas zu tun ist, sollte umgehend auf seinen
Versicherungsexperten zugehen und sich informieren.
Wo Beiträge für ein Geschlecht teuerer werden, profitiert das jeweils andere von niedrigeren Beiträgen.
Diese günstigeren Tarife gibt es bei der Allianz zumeist
bereits. Bestehende Verträge sind von Unisex übrigens
generell nicht betroffen. Hier ändert sich nichts.
unus III/2012
28
bds vor ort
niederbayern
Wirtschaftsstandort Landshut im Focus
Adlkofen. Bestandsaufnahme und Ausblick für den
Wirtschaftsstandort Landshut standen im Focus des
vierten Sommerfestes des BDS Adlkofen. Vorsitzender
Thomas Eckard moderierte den Abend und begrüßte
als Referenten Ludwig Götz, zuständig für Wirtschaftsförderung am Landratsamt Landshut und Daniel Sporer, stellvertretender Landrat, Bürgermeister der Gemeinde Wörth und selbst Unternehmer.
Eingangs befasste sich Ludwig Götz mit der Entwicklung des Landkreises in den letzten zehn Jahren mit seinen 150.000 Einwohnern – Tendenz steigend. 38.000
sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen stehen
lediglich 2,4 Prozent Arbeitslose gegenüber. Prognosen sehen bis 2029 für den Landkreis ein EinwohnerPlus von 4 % (Stadt Landshut 7,6 %). Motor dieser Top
Entwicklung sind der nahe Flughafen, Werke eines bedeutenden Auto-Bauers, und für die Industrie attraktiv
nahe an der A 92 gelegene Gemeinden.
Dies führt allerdings dazu, dass der Fachkräfte-Markt
quasi „leergefegt“ ist. Umso mehr gilt es, den Landkreis
für Unternehmen aus anderen Regionen schmackhaft
und seine Stärken bekannt zu machen. Argumente dafür sind günstige Quadratmeterpreise aber auch die
günstige Lage für hohen Wohn- und Freizeitwert.
Zukünftig kommt es darauf an, der bestehenden Branchenlastigkeit zu begegnen. Entscheidend ist dabei, wie
gut man sich an neuen Techniken und Ansprüchen wie
Elektromobilität, Energiefrage, Medizintechnik, Aufbau
neuer Kompetenzfelder, Ausbildung und Qualifikation von
Fachkräften ausrichten kann.
Innovative Arbeitszeitmodelle, ein dem demographischen
Wandel angepasstes Dienstleistungsspektrum und bessere
Ausbildungsfähigkeit
von Schulabgängern sind weitere Faktoren.
In der Diskussion regte man
an, wegen ihres positiven Ein-
Foto: Als Referenten beim Sommerfest des BDS-Ortsverbands
Adlkofen begrüßte Vorsitzender
Thomas Eckard Ludwig Götz (r.)
und Daniel Sporer
unus III/2012
flusses auf die soziale Entwicklung auch kulturelle und
kreative Angebote auszubauen. Entscheidend für „das
Überleben von Handwerk und Industrie“ sah man den
Ausbau des Straßennetzes und schneller Breitbandversorgung. Letzteres wird laut MdL Gertraud Goderbauer
durch ein neues, erweitertes Förderprogramm bereits
forciert. Weiter führte man an, der demografische
Wandel verlange vor allem, den Standort zu erhalten –
Wachstum alleine sei nicht das Maß aller Dinge.
Daniel Sporer vertrat dagegen die Ansicht, angesichts
zu erwartender weiter steigender Ausgaben im sozialen Bereich sei eine Erhöhung der Umlagekraft unerlässlich. Diese könne jedoch aus Wachstum generiert
werden, um den finanziellen Spielraum der Gemeinden nicht über Gebühr zu strapazieren. Am Beispiel
der Gemeinde Wörth erklärte er anschaulich die Wichtigkeit der Autobahnanbindung für die Ansiedlung von
Industrie und Handwerk. Deren Steueraufkommen
ermöglicht es der Kommune erst, Infrastruktur herzustellen und zu bezahlen. „Wir müssen es schaffen, die
Bedingungen für die Wirtschaft weiter zu verbessern
– dazu gehört auch die B 15 neu,“ so sein Fazit. Sozialleistungen wie auch die Bezirksumlage werden weiter
steigen, auch Straßen, Brücken, medizinische Versorgung, Bildung etc. müssen bezahlt werden. So danke
er Thomas Eckard, dem BDS und den Gewerbetreibenden für ihren maßgeblichen Beitrag, Gemeinden und
Landkreis handlungsfähig zu machen.
29
Premiere für „Gangkofen erleben bei Nacht“
Die Blaskapelle „Bina Blech“ begeisterte die Gäste mit einem
einstündigen Konzert vor dem Rathaus.
harmonische Zusammenarbeit sowie der Marktgemeinde für die Unterstützung.
GANGKOFEN. Nur 37 Sekunden benötigten die „Cannibal Fighters“, um zu acht einen Reisebus etwa 30 Meter
weit zu ziehen. Sie holten sich damit den Sieg bei der
Veranstaltung „Gangkofen erleben bei Nacht“ des BDSMitgliedes Werbegemeinschaft (WEGA).
Nach diesem sportlichen und schwungvollen Beginn
der „Nacht der offenen Geschäfte“ sorgten diverse
Konzerte für gute Unterhaltung. Auch den kleinen
Gästen wurde es nicht langweilig, war doch eine große Hüpfburg aufgebaut, die immer gut belegt war.
Zudem konnten sich die Kinder schminken lassen,
am Glücksrad drehen oder
ihr Können beim Ballwerfen
ausprobieren. Der Vorsitzende der WEGA, Stephan Graf,
zeigte sich sehr zufrieden
mit der Premiere dieser Veranstaltung und dankte den
beteiligten Firmen für die
Bei der Erlebnisnacht wirkten mit: Pizzeria Marielena
Monaco, Wagenhuber GbR, Johann Wasner GmbH, Bäckerei Thomas Sax, NKD, Schmuck und Juwelen Heinz
Blank, Kebap-Haus, Bäckerei Bachmeier, EDEKA Aktivmarkt Degner, Metzgerei Eckbauer , Autohaus Gallersdörfer, Hairstyling Dominik Dietrich, Fotoservice Italia,
Gasthaus Hüllmayer, Momente Renate Kaschel, Schuh
Moser, Bauelemente Mühlbauer, Blumen Schned, Sonja und Stephan Graf GbR, Bäckerei Stöttner, Marktapotheke, Wein & Fein im Moserhaus, Claudia’s Haarstudio
und Mode Lerbinger (Brigitte Kohlmeier), Gasthaus Bayerischer Hof, Christa Boxhammer Betten und Gardinen,
BRK-Bereitschaft Gangkofen-Massing, EP Elektro Thanner, Metzgerei Lehner und Ratsport Pertl.
Vollen Einsatz zeigten die „Cannibal Fighters“ beim Bustauziehen
und holten sich den Sieg.
Interessante Themen beim BDS-Vortragsabend
Terminvorschau Niederbayern
UNTERSTEPPACH. So vielfältig die Themen, so zahlreich waren die Gäste beim Vortragsabend des BDS Kleines Vilstal. Der Ortsverband um den Vorsitzenden Berthold Stenzel hatte drei erfahrene Steuerberater für vier Vorträge als Referenten
gewinnen können.
1. Oktober 2012, 10.00 Uhr, Stadthalle Deggendorf
Fachtagung „Neue Perspektiven für kooperatives
Standortmanagement in der Kommune“
Zunächst erklärte Hubert Rauscher, dass Photovoltaikanlagen in Süddeutschland
durch ihre guten Energieerträge auch weiterhin interessant bleiben und wie man
sie steuerlich optimiert. Danach ging es um die hohe Zeitersparnis und andere
Vorteile der digitalen Buchführung, die auch ohne größere Investitionen nutzbar
seien, so der Referent Franz Stanglmayr.
Welche Rechtsform hat die geringste Steuerbelastung? Dieser Frage vieler Selbständiger ging Andrea Rauscher in ihrem Vortrag nach. Anhand von Beispielen
mit umfangreichen Berechnungen zeigte die Steuerberaterin, dass sich in vielen
Fällen die Steuerbelastung zwischen den Rechtsformen nur gering unterscheidet
– was der Gesetzgeber auch so bezweckt hat.
Im letzten Vortrag machte Franz Stanglmayr den Zuhörern deutlich, dass Controlling nicht nur großen Unternehmen Vorteile bringt, sondern auch mittelständischen und kleinen Firmen. Mit Musterauswertungen zeigte er etwa, wie praktisch
anwendbar und wichtig die finanzielle Analyse des eigenen Unternehmens ist.
4. Oktober 2012, 14.30 Uhr
Landratsamt Landshut, kleiner Sitzungssaal
1. Ausbildertreffen der BDS-AzubiAkademie
Landkreis Landshut
28. November, Wega Gangkofen
Unternehmer-Stammtisch: Mitglieder u. Interessierte
Zum Schluckspecht, Panzinger Weg 58, Gangkofen
Ihr Ansprechpartner
Reinhold Walter
Geschäftsführer Niederbayern
Vachenlueg 50
83454 Anger-Vachenlueg
Telefon: 08656 / 989 840
Fax: 08656 / 989 853
reinhold.walter@bds-bayern.de
unus III/2012
30
bds vor ort
unterfranken
Richtig aufgestellt –
für die Unternehmensnachfolge!
Tausende Unternehmen werden jedes Jahr in Deutschland nicht weiter geführt, weil die Unternehmensnachfolge nicht ausreichend vorbereitet wurde. Vielfach wird
dabei die Komplexität der verschiedenen Aspekte wie
Steuern, Recht oder Finanzen unterschätzt. Eine frühzeitige Planung führt dazu, ausreichend Vorlauf für die
erforderlichen Schritte zu haben, Komplexität zu reduzieren und rechtliche Fragen, steuerliche Besonderheiten
und finanzielle Aspekte einheitlich zu betrachten.
Der BDS lädt ein, sich gleich von vier Experten informieren
zu lassen zu den Themen:
ƒƒ praktische Überlegungen zur Vorbereitung der Unternehmensnachfolge,
ƒƒ rechtliche und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten
anhand aktueller Beispiele,
ƒƒ finanzielle Aspekte und Lösungsmöglichkeiten und
Termin:
Donnerstag, 11. Oktober, Beginn 19.30 Uhr
Ort:
VOSS CONSULTING GbR, Delpstraße 5,
97084 Würzburg.
Anmeldung: Bitte bis zum 5. Oktober per E-Mail
Frank Bernard: frank.bernard@bds-bayern.de
MovieLounge in Aschaffenburg
ƒƒ zwischenmenschliche Fragestellungen bei UnternehmerInnen und NachfolgerInnen.
Die Referenten sind
Claudia Behringer ist unabhängige Finanzberaterin und leitet das Würzburger Büro
von MehrWert Finanzen.
Christine Seger ist Gesellschafterin der Seger Transporte GmbH & Co. KG, geschäftsführende Gesellschafterin der Miterfolg
GmbH und Businesscoach.
Dr. Karin Fischer-Böhnlein ist Diplom-Kauffrau und Steuerberaterin mit eigener Kanzlei in Würzburg.
ASCHAFFENBURG. 50 Selbständige informierten sich
bei der ersten BDS Matinee MovieLounge im CASINO in
Aschaffenburg über aktuelle Möglichkeiten der Kino-, Radio- und Fernsehwerbung.
Darüber informiert der BDS bei einem gemütlichen „Feuerabend“. Referent ist Patrick Fischer von der Firma SOLOX
– die Verwaltungsaufwand-Optimierer aus Karlstadt. Er
gibt Tipps, wie Sie in Ihrer Verwaltung und in den Abläufen
rund um ihr Hauptgeschäft noch besser werden.
Den perfekten Rahmen stellt BDS-Mitglied Klaus Leich-
Carsten Lexa, LL.M. ist Inhaber der Rechtsanwaltskanzlei Lexa – Kanzlei für Wirtschaftsrecht.
SummerLounge in Würzburg
WÜRZBURG. Charlotte Schloßareck, 1.
Vorsitzende des BDS Würzburg, konnte
60 Selbständige zur diesjährigen BDS
SummerLounge begrüßen – unter dem
Motto „Informieren und Netzwerken in
familiärer Atmosphäre“.
tenschalg. In den 400 qm großen Ausstellungsräumen
von Marmor Merz erhalten Sie Einblicke in die Welt der
Fliesen und Öfen. Erleben Sie einen informativen und
schönen Abend am Kaminfeuer mit Flammkuchen aus
dem Holzbackofen und einem guten Glas Wein.
2
Der Feuerabend findet statt am 14. November 2012, Beginn: 19.00 Uhr bei Marmor Merz GmbH, Im Aller 5, 97816
Lohr. Bitte melden Sie sich bis zum 5. November per E-Mail
an bei Frank Bernard: frank.bernard@bds-bayern.de
Schnuppergolfen in Bad Kissingen
BAD KISSINGEN. Auf den Spuren
von Bernhard Langer übten sich
30 Selbständige beim ersten unterfränkischen Schnuppergolfen
– mehr konnten leider an der Premiere nicht teilnehmen.
Zunächst wurde die Gruppe auf der „Driving Ranch“ und
beim „Putten“ geschult. Der Höhepunkt war dann am
Nachmittag ein 6-Loch Turnier. Peter Bründl aus Münnerstadt gewann mit 25 Schlägen vor Simon Pfannes mit 28
Schlägen. Gregor Kunzmann wurde mit 31 Schlägen dritter. Der BDS Bad Kissingen hatte für jeden Teilnehmer
einen Preis gesponsert, damit auch Anfänger nicht leer
ausgehen mussten. Den longest Drive der Damen gewann Selina Denhma mit 100 Metern, den longest Drive
unus III/2012
der Männer der Gesamtgewinner Peter Bründel mit 150
Metern. Helmut Krimmler von SignWorld aus Euerdorf
sponserte zudem für alle Vorstandsmitglieder und den
Bezirksgeschäftsführer ein speziell bedrucktes Poloshirt.
Durch das Event konnte ein neues Mitglied für den BDS
Bad Kissingen gewonnen werden. Aber schon die große
Nachfrage und die gute Stimmung sind Grund, das zweite Schnuppergolfen bald in Angriff zu nehmen.
eine kurze Filmpräsentation zur Radio- und Fernsehwerbung. Zum Abschluss kamen alle in den Genuss einer
„Review“, dem aktuellen Film „Lachsfischen im Jemen“.
„Eine tolle Veranstaltung, bei der in kurzen prägnanten Filmen die Beispiele der durchaus preisgünstigen Werbung
für kleine, mittelständige Unternehmen zu sehen waren,
und das in einer absolut passenden Umgebung“, so Horst
Peter Hau, BDS-Mitglied aus Lohr. „Ein herzliches Dankeschön in diesem Sinne auch an Christopher Bausch, den
Gastgeber vom CASINO“, ergänzt Bezirksgeschäftsführer
Frank Bernard.
Beim gemeinsamen Frühstück wurden die ersten Kontakte geknüpft, bevor es in den großen Saal zur Vorstellung
der Werbemöglichkeiten ging. Referent Marco Oberglock
zeigte in einem kurzen Film die Möglichkeiten der Kinowerbung und deren Preisgestaltung. Sabine Weimer und
Rudi Schwind hatten für die Teilnehmer ebenfalls jeweils
Schaffen Sie mehr Zeit für´s Wesentliche
Sie wollen weniger Zeit in Ihren Verwaltungsaufwand
stecken, Arbeitsschritte vereinfachen oder Informationen
und Dokumente zu Ihren Kunden und zu Verkaufsaktivitäten effizienter ablegen und schneller finden?
31
Gastgeber Joachim Beck zeigte den interessierten Selbständigen zu Beginn einen kurzen Imagefilm über sein Unternehmen. Anschließend konnten sich die
Teilnehmer über die neueste computergesteuerte Technik im Haus informieren,
bevor sich jeder auf Elektro-Roller und Segway versuchen konnte.
Nach dem informativen Teil wurden beim „get together“ das Netzwerken gepflegt
und neue Kontakte geknüpft. Die neuen BDS Mitglieder konnten sich vorstellen
und ihre Firma präsentieren. Charlotte Schloßareck überreichte zum Abschluss
einen Blumenstrauß an Andrea Zimmermann für die geleistete Arbeit im Bezirk.
„Eine tolle Summerlounge, ein super Catering und viel Informatives und einige
Visitenkarten mit nach Hause genommen, was will man als Selbständiger mehr“,
so etwa BDS Mitglied Sven Roth aus Windheim.
Fränkische Abende
Der Juli und August stand beim unterfränkischen BDS ganz unter dem Motto „ein
zwangloser, fränkischer Abend im Bierzelt, bei dem das Netzwerken in gemütlicher Runde im Vordergrund steht“.
So trafen sich der BDS Würzburg auf
dem Kiliani und der BDS Main Spessart auf der Festwoche und Laurenzi.
v.l.n.r. Dr. Helmut Strohmeier,
Theater Apotheke; Dr. Adolf Bauer,
Bürgermeister Würzburg; Charlotte
Schloßareck, OV Würzburg BDS;
Wolfgang Schloßareck, Eurogolf Würzburg
Terminvorschau Unterfranken
23. September Weinbergwanderung „Lügensteinweg“
in Eibelstadt mit Weinprobe und Brotzeit.
25. September, Beginn: 19.00 Uhr
empathie forum „Emotion – Motivation“ mit BDS
Stand, Pflanzen Weiglein, Untersambacher Str. 10,
97353 Wiesentheid/Geesdorf
29. September , Beginn: 14.00 Uhr
Weinbergwanderung mit anschließender Weinpro be im Weinbaukeller in Ramsthal, .
3. Oktober, 11. Goldbacher Herbstmarkt
10. Oktober, Beginn: 14.00 Uhr
Beckhäuser Personalforum „Diversity – Interkultu relles Personalmanagement“ mit BDS Stand,
Kolping-Hotel GmbH, Schweinfurt
10. Oktober, Beginn: 19.30 Uhr
5. Lohrer Stadtgespräch, Historischer Rathaussaal
am Marktplatz, 97816 Lohr
14. Oktober, 13.00 bis 18.00 Uhr
verkaufsoffener Kerbsonntag, Hösbach
14. November, Beginn: 19.00 Uhr
Ofenvorführung mit Fachvortrag „Verwaltungsauf wand optimieren!“
Marmor Merz GmbH, Im Aller 5, 97816 Lohr
17. November, Beginn: 10.00 Uhr
Führung (Blick hinter die Kulissen) mit Eintritt
in die KissSalis Therme in Bad Kissingen
Ihr Ansprechpartner
Frank Bernard
Geschäftsführer Unterfranken
Spessartstr. 30 b, 97816 Lohr
Telefon: 09352 / 80 88 35
Fax: 09352 / 80 88 36
frank.bernard@bds-bayern.de
unus III/2012
32
bds vor ort
oberpfalz
BDS Lappersdorf – enge Verbindung
zur Gemeinde zahlt sich aus
LAPPERSDORF. Der Ortsverband Lappersdorf des BDS sieht
in seiner Kooperation mit dem Markt Lappersdorf ein positives wie notwendiges Vorgehen. Schließlich sind der Informationsaustausch und die Zusammenarbeit ein „Geben
und Nehmen“, das beiden Seiten dient – wie sich in Lappersdorf immer wieder zeigt.
Dies geht so weit, dass der Markt Lappersdorf seit 2001
Mitglied im Ortsverband ist. Der 1. Bürgermeister Erich
Dollinger nimmt auch an den Monatstreffen teil und lud
zum September-Monatstreffen etwa in den Sitzungssaal des Rathauses ein. Dort wird neben den aktuellen
Punkten auch über das geplante Kultur- & Begegnungszentrum gesprochen. Der Bürgermeister will dabei die
Meinung der Mitglieder zu Gestaltung und Größe in
Erfahrung bringen, was wegen der Gewerbeausstellung
auch für den Ortsverband von Bedeutung ist. Die Halle
wird dem BDS jeweils sehr kostengünstig überlassen.
In Lappersdorf existiert auch ein Bürgerverein (BVL), der
für die Veranstaltungen organisatorisch verantwortlich
ist, die vom Markt veranstaltet bzw. unterstützt werden.
Vorsitzender ist Bürgermeister Dollinger. Mit Waltraud
Mittermaier, der 1. Vorsitzenden des Ortsverbandes, sitzt
Landrat Herbert Mirbeth gratulierte im Namen des
Landkreises zu einer Pionierleistung. Er führte aus, dass
in den 50er und 60er Jahren viele den Schritt in die Entsorgung gingen. Kaum einem sei der Durchbruch so erfolgreich gelungen wie Meindl. Nicht zuletzt deshalb,
weil man immer zukunftsorientiert geplant und gearbeitet habe. Er bekannte sich zur Abfallwirtschaft mit
Zum 60. Geburtstag überreichten Ehrenvorsitzender Albert Schedl ( )
Einmal mit dem stellvertretenden Landrat, dem Bürgermeister oder gewählten Volksvertretern nicht in deren
Amtsstuben sprechen, sondern in ungezwungener Atmosphäre. Dies nutzten rund 70 Handwerksmeistern, Dienstleistern oder Vertretern mittelständischer Firmen, die
sogar aus dem nahen Mittelfranken herüber gekommen
waren. So entstand auf dem Betriebsgelände der Gartenbaufirma Weißmüller in Riebling auch ein Austausch benachbarter Unternehmer.
und Vorsitzende Waltraud Mittermaier Bürgermeister Erich Dollinger
werbeverzeichnisses des BDS Lappersdorf. Foto: Felix Mittermaier
dem Landkreis und den Kommunen, was bestens funktioniere.
Der 1. Bürgermeister Dollinger stellte fest, dass die neue
„Schaltzentrale“ Meindls den Unternehmensstandort
Lappersdorf festige, weitere Arbeitsplätze schaffe und die
Gewerbesteuer in der Kasse des Marktes willkommen sei.
Zudem sei die Großfamilie Meindl aktiv am Gemeindeleben beteiligt und habe stets ein offenes Ohr, wenn es gilt,
soziale, kirchliche oder kulturelle Projekte zu unterstützen.
Das weithin sichtbare, neue Gebäude berücksichtige aktuelle bautechnische Erkenntnisse sowie zukünftige Anforderungen an die Arbeitsorganisation, führte Richard
Meindl jun. aus, der mit seinem Bruder Reinhard die Geschicke des Unternehmens leitet. HWK-Vizepräsident
Franz Greipl, Mitglied des BDS Lappersdorf, überreichte
der Familie Meindl das goldene Ehrenblatt der HWK. Das
Unternehmen verfügt heute über knapp 100 Fahrzeuge
und hat mehr als 200 Beschäftigte.
Nach der Jubiläumsfeier und Gebäudeeinweihung: 1. BM Erich
Dollinger, Landrat Her-bert Mirbeth, Richard Meindl sen., Thomas
Liebl (BDS Oberpfalz), Theresia Meindl (Seniorchefin), Waltraud
Mittermaier (BDS Lappersdorf), Reinhard Meindl ( jüngerer der
beiden Söhne, Mitglied der Geschäftsführung), kath. Pfarrer Roman Gerl, Richard Meindl jun. (Leiter der Geschäftsführung).
Foto: Felix Mittermaier
unus III/2012
Die meisten Teilnehmer des Unternehmertreffs stellten sich im
Ambiente des Gartenbaubetriebes zu einem Gruppenfoto auf.
BERG. Unter dem Motto „Begegnung schafft Bewegung –
Unternehmer und Politik im Dialog“ stand das große Unternehmertreffen des BDS beim Gewerbeverband Berg 2012.
Entsorger Meindl – Eröffnung des neuen Bürogebäudes zum 60. Firmenjubiläum
LAPPERSDORF. Gleich zwei Gründe zu feiern hatte die
Meindl GmbH, ein führendes Entsorgungsunternehmen
aus Lappersdorf, das auch seit 24 Jahren Mitglied im BDS
ist. Mit vielen geladenen Gästen und der Belegschaft feierte man das 60jährige Firmenjubiläum und die Einweihung
eines neuen Bürogebäudes, in dem nun die Geschäftsführung und alle Innendienstmitarbeiter neue Büros und Räume beziehen können.
Begegnung schafft Bewegung – Unternehmernetzwerk BDS Berg
im Beirat dieses Vereines auch eine Vertreterin des BDS.
Im Zuge der Aktivitäten des BVL wird in jedem Jahr ein
Weihnachtsmarkt ausgerichtet, an dem Vereine des
Marktes teilnehmen. Natürlich beteiligt sich daran auch
der BDS Lappersdorf. Das Ergebnis, das die Vereine an
zwei Samstag-Nachmittagen und am Abend des Nikolaustages erzielen, wird für soziale Zwecke über den BVL
jeweils an eine lokale Einrichtung gespendet. Im vergangenen Jahr konnte der BDS 3.251,26 Euro dazu beitragen
und war damit sogar größter Spender.
als Zeichen der Verbundenheit ein T-Shirt mit der Titelseite des Ge-
33
Albert Endres, der neugewählte Vorsitzende des Gewerbeverbandes Berg begrüßte den stellvertretenden Landrat
und Bürgermeister von Freystadt, Willibald Gailler, Bergs
Bürgermeister Helmut Himmler und Konrad Schwarzfischer, den Geschäftsführer des BDS Oberpfalz. Bürgermeister Himmler sprach anschließend über die wichtige
Aufgabe der Handwerker und
Kleinunternehmer, die auf dem
„flachen Land“ für Arbeitsplätze
und somit für „Lohn und Brot“
der Arbeitnehmer und deren Familien sorgen. Zudem würden
sie durch die Gewerbesteuer auch die Haushalte der Kommunen stützen. Damit ein Handwerker, ein kleiner Unternehmer und Dienstleister weiterhin sein Geschäft ausüben
könne, bedürfe es allerdings guter Nachwuchskräfte.
Der stellvertretende Landrat Gailler lobte ebenso wie Konrad Schwarzfischer das Engagement des Gewerbeverbandes Berg mit seiner engagierten Führungsspitze. Beide
bemerkten, dass die Handwerker und kleineren Unternehmer, bei denen die Wirtschaftskrise noch nicht angekommen sei und deren Auftragsbücher zum Teil – noch – voll
seien, ein Rückgrat der Wirtschaft sind.
Nachdem das Berger Unternehmertreffen großen Ausklang fand, wollen die Organisatoren die Veranstaltung,
die als „Handwerker- und Unternehmer-Schaufenster der
Wi r t s c h a ft s re g i o n
Neumarkt“ bezeichnet
Terminvorschau Oberpfalz
werden kann, auch in
29. September
den kommenden Jah 15-Jahr-Feier des OV Lappersdorf mit Ehrungen
ren organisieren.
Gemeinsame Zeitung von Pressath und Gewerbering
PRESSATH. Als vor 21 Jahren der Gewerbering Pressath im DGV (heute BDS) von Richard Stangl gegründet wurde, zeigte sich
auch die Notwendigkeit einer Publikation
für die Bürger der Stadt und der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pressath. So
entstand zunächst der Bürgerinformant,
abgelöst durch VG Aktuell nach der Zusammenlegung mit dem VG-Informanten von Stadt und VG.
Das Foto zeigt die Ausgabe zum 20.
Geburtstag des Gewerberings. Schon
die Titelseite weist auf die Zusammenarbeit von Gewerbering mit den
drei Kommunen im VG-Gebiet hin. Diese
Zeitung ist für die Stadt und die beiden Gemeinden das Mitteilungsblatt und berichtet regelmäßig über Aktivitäten des Gewerberings im BDS und
weiterer Vereine. Das in jedem Haushalt gelesene Blatt bietet außerdem eine
preiswerte Möglichkeit für Anzeigen – begrenzt auf die engere Umgebung.
Foto: Titel VG Aktuell, Ausgabe 76 Juli 2011
ERFA-Runden in den Regionen
25. September
Lappersdorf (Regensburg)
2. Oktober
Amberg (Amberg)
4. Oktober
Schwarzenfeld (Schwandorf)
9. Oktober
Neumarkt (Neumarkt)
17. Oktober
Weiden (Weiden – Tirschenreuth)
13. November, Regensburg
Veranstaltung zum Euro mit Bundesbankdirektor
Reinhard Pfaffel
20. Januar 2013, Regensburg
Neujahrsempfang für den Mittelstand
mit Festredner Alois Glück
Ihr Ansprechpartner
Konrad Schwarzfischer
Geschäftsführer Oberpfalz
Adolf-Schmetzer-Str. 52
93055 Regensburg
Telefon: 0941 / 46 71 63 0
Fax: 0941 / 46 71 63 1
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unus III/2012
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bds vor ort
schwaben
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BDS Unternehmertreff bei der RENK AG
Dr. Ing. Burkhard Pinnekamp von der RENK AG und
Rolf D. Neuburger, Ortsvorsitzender des BDS Augsburg
Betriebsbesichtigung bei der „Genussmolkerei“ Zott
Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt der Kooperation mit Forschungseinrichtungen ist unterdessen,
dass man qualifizierte, junge Mitarbeiter rekrutieren
kann. Denn im Laufe der Forschungsprojekte lernt man
sich gegenseitig kennen und schätzen. Neben internationalen Kooperationen ist aber auch der persönliche
Kontakt durch räumliche Nähe nicht zu unterschätzen.
Deshalb werde sich das Unternehmen auch intensiv im
Innovationspark Augsburg engagieren.
Der Vortrag und die anschließende Führung durch
die Produktion vermittelten weitere, zahlreiche Fakten und Themen, etwa Windkraftanlagen oder TestSysteme, die RENK weltweit Forschungseinrichtungen
für Getriebetests anbietet. Insgesamt ein gelungener
Abend, der trotz der sommerlichen Hitze die Teilnehmer bis zum Schluss begeisterte.
AUGSBURG. Im beliebten „BDS UnternehmerTreff“
präsentierte im Juli 2012 kürzlich der Leiter der zentralen
Getriebetechnik der RENK AG, Dr. Ing. Burkhard Pinnekamp, das Unternehmen, aber auch die Bedeutung von
Kooperationen zwischen der betrieblichen Forschung
und Hochschulen. Denn die Zeiten wandeln sich. Heute
kooperieren Wirtschaft und Hochschulen zum Nutzen
beider Seiten. Die RENK Getriebetechnik ist ein vorbildliches Beispiel für diese Entwicklung.
Dr. Pinnekamp schaffte es brillant, die hochkomplexe
Thematik Getriebe für Laien verständlich zu vermitteln.
Wettbewerbsvorteile sichert sich das Unternehmen
durch Innovationen im Bereich Produkt und bei Systemen. Der Markt agiert eher langfristig, daher investiert
RENK permanent in technologischen Fortschritt. Die
eigenen Kapazitäten ergänzt das Unternehmen durch
enge und langfristige Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen. Die IT-Technologie ermögliche heute, durch
Rechenprogramme „schnell und preiswert“ Denkmodelle
zu entwerfen und zu bewerten. Neben der Grundlagenforschung kann man so in Kombination mit den Möglichkeiten der Mechatronik Produkte entwickeln, die die Anforderungen des Weltmarktes erfüllen oder sogar neue
Wege aufzeigen. So konnte die RENK AG weltweit führender Anbieter von Spezialgetrieben werden.
unus III/2012
Rolf D. Neuburger, Ortsvorsitzender des BDS Augsburg,
bedankte sich mit dem Buch der „Wahren Geschichte“
als Gastgeschenk – und erzählte daraus eine Begebenheit, die Parallelen zu RENK aufweist: Die US-Regierung hatte der Industrie den Auftrag erteilt, ein Militärfahrzeug mit schier unvorstellbaren Anforderungen
zu entwickeln. Nach langwierigen Forschungsanstrengungen hieß das Ergebnis: JEEP.
Die RENK AG gehört mit 76% zur MAN Diesel & Turbo
und trägt mit einem wesentlichen Teil zum positiven
Ergebnis der Gesamtgruppe bei. Der Gründer Johann
Julius Renk gründete 1873 das Werk mit der Fokussierung auf geschnittene Zahnräder, was damals hohes
Know-how voraussetzte. Heute verteilen sich die Umsatzanteile auf Panzer-Fahrzeuggetriebe (25%), Schiffsspezielgetriebe (34%), Standardgetriebe (16%) sowie
Lager und Kupplungen (25%). In den drei Werken Augsburg (Zentrale), Rheine und Hannover beschäftigt das
Unternehmen z.Zt. etwa 2.000 Mitarbeiter. Ein Erfolgsgeheimnis ist globale Präsenz und damit der permanente Kontakt zu Kunden und Märkten weltweit.
MERTINGEN. Mitglieder des BDS und Gäste des BDS Region Günzburg besuchten im Juli die Genussmolkerei Zott in
Mertingen. Das Familienunternehmen, dessen Grundstein
schon 1926 gelegt wurde, und das sich zunächst auf die Käseproduktion spezialisiert hatte, wird heute in der dritten
Generation geführt.
Nach der Begrüßung durch den geschäftsführenden Direktor Anton Hammer erfuhren die Teilnehmer in einer
sehr interessanten und informativen Firmenpräsentation
vieles über das Unternehmen. Zunächst wurden Joghurt-,
Käse- und Mozarellafertigung besichtigt. Die Gruppe zeigte sich besonders vom unternehmenseigenen Becherwerk
beeindruckt. Die Molkerei Zott ist eine der wenigen Molkereien, die ein eigenes hochtechnisiertes Becherwerk
betreibt und sogar die dazugehörigen Aluminiumdeckel
selbst stanzt.
Weiterhin war zu erfahren, dass die Molkerei Zott auch
zahlreiche sogenannte „No-Name –Produkte“ für diverse Discounter herstellt. Diese sind dann meist unter den
Eigenmarken-Namen der Discounter in den Regalen zu
finden. Zum Abschluss wurde noch in das gigantische
Hochregallager geführt, in dem unzählige Roboter perfekt
koordiniert Waren minütlich ein- und ausfahren. Unvorstellbar, dass angesichts der täglich produzierten Mengen
hier kein Produkt länger als drei Tage im Lager steht.
Stellvertretender BDS Bezirksvorsitzender Manuel Schuster,
geschäftsführender Direktor Zott - Anton Hammer,
1. Vorsitzende des BDS Region Günzburg Ingrid Vogg
Kaufbeurer Ausbildungstag am 24. Oktober
KAUFBEUREN. Zum 4. Mal lädt der BDS-Kaufbeuren die Schüler der 8./9. Klasse aus
den Mittel-Förder-Mittel-und Realschulen zum Kaufbeurer Ausbildungstag ein. Die
Initiatorin, Projektleiterin und 1. Vorsitzende des BDS Kaufbeuren, Bilgi DikkayaKaufmann, und ihre Vorstandskollegen freuen sich über den immer größer werdenden Zuspruch ihrer Ausbildungsinitiative. Auch in diesem Jahr haben sich wieder
sieben Schulen, sowohl für den Ausbildungstag am 24. Oktober, wie auch zur parallel laufenden Ausbildungsmesse im Stadtsaal angemeldet.
Die Akquise der Firmen und Institutionen ist bereits abgeschlossen. Diese sollen
auch in diesem Jahr den Jugendlichen einen intensiven Einblick in ihre Branche
bieten. Vom Altenpfleger über den Mechatroniker bis zur Tierarzthelferin. Praktische Übungen und Vorführungen sollen zeigen, was ein modernes Handwerk oder
eine kaufmännische Ausbildung zu bieten hat und welche Perspektiven sich daraus ergeben. An der Ausbildungsmesse können sich die Schüler an den zahlreichen Ständen über die Berufe informieren und ebenfalls an den extra für diesen Tag
zugeschnittenen Workshops und Vorträgen teilnehmen. Der Kaufbeurer Ausbildungstag dient den Schülern als Berufsorientierung
sowie den Firmen und Institutionen zur Nachwuchssuche und als Plattform für Firmenpräsentation.
Infos zum Kaufbeurer Ausbildungstag erhalten sie
auf der Website des BDS: www.bds-kaufbeuren.de
Terminvorschau Schwaben
20. - 21. Oktober, ganztägig
Gewerbeschau
BDS Pfronten/Nesselwang
24. Oktober, ganztägig
Ausbildungstag BDS Kaufbeuren
27. - 28. Oktober, ganztägig
Zelt-Straßenmesse, Herbstmarkt,
EVG- Hausmesse
BDS Erkheim
12. - 18. November, 19.30 Uhr
Existenzgründertag im Rahmen der
Gründerwoche 2012
BDS Region Günzburg
Ihr Ansprechpartner
Ann-Kathrin Lacher
Geschäftsführerin Schwaben
Rieder 3, 89344 Aislingen O.T. Rieder
Tel.: 0 82 21 / 3 67 38 82
Fax: 0 82 21 / 3 67 38 84
1. Vorsitzende BDS Kaufbeuren Bilgi Dikkaya-Kaufmann
und Herr Riermeier von der Stadt Kaufbeuren
Mobil: 01 70 / 99 37 261
bds-schwaben@bds-bayern.de
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bds vor ort
oberbayern west
Qualitätsatlas Garmisch-Partenkirchen –
Vorbild für andere Ortsverbände
tige Informationen zu den umfassenden Einkaufsmöglichkeiten und Besonderheiten der Geschäfte. Jede Firma wird mit ihren Besonderheiten und ihrem Mehrwert
an Service und Qualität präsentiert. So gibt es etwa
Prozente beim Einkauf im Geburtstagsmonat, Bedienen
auch nach Ladenschluss oder einen Lieferservice. Es fehlen auch nicht Infos zu Veranstaltungen, Konzerten, Modenschauen und Ausstellungen sowie individuelle Tipps
für die Stadt.
Die großen Handelsketten dominieren immer mehr der
Einkaufsmeilen deutscher Städte. In den letzten fünf
Jahren hat die Filialisierung sogar noch zugenommen.
In den großen deutschen Städten sind zwei von drei
Geschäften mittlerweile Filialbetriebe. Auch kleinere
Städte sind davon betroffen, ihr oft noch individuelles
Erscheinungsbild zu verlieren. Besonders der inhabergeführte Einzelhandel bekommt den Druck der Ketten
zu spüren. Wie man sich dagegen engagieren kann,
zeigt der BDS Garmisch-Partnerkirchen.
Zwar gibt es im Doppelort noch eine Vielfalt und Vielzahl an inhabergeführten Geschäften. Diese waren
aber auch nicht alle bei den Einheimischen bekannt, da
etwa auch ein Einkaufsführer fehlte. Die Überlegung
des Ortsverbandes war es nun, diesen mit einem innovativen Ansatz ins Leben zu rufen, die Einkaufs- und
Lebensqualität zu zeigen, sich aber von herkömmlichen
Infoflyern und reinen Anzeigenbroschüren abzuheben.
Der „Qualitätsatlas“ gibt Gästen und Kunden hochwer-
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und der Erfolg
spricht für sich: Mittlerweile wird die vierte Auflage in
Angriff genommen und die Auflage wurde abermals auf
25.000 Exemplare erhöht. Zum Konzept gehört ein paralleler Internetauftritt, der auch vielen Geschäften eine
erste und günstige Präsenz im Internet ermöglicht hat.
Das funktionierende Konzept hat sich mittlerweile herumgesprochen und kann für viele andere Ortsverbände
des BDS eine Blaupause für einen eigenen erfolgreichen
Qualitätsatlas sein – nicht nur als Außenmarketing,
sondern zur Gewinnung neuer Mitglieder und als attraktiver Service für bestehende Mitglieder. Momentan
entwickelt Jan Vogel vom OV Garmisch-Partnerkirchen
dieses Erfolgsmodell weiter.
„Da alle beschriebenen Betriebe als inhabergeführt
ja vor ähnlichen Herausforderungen stehen, wäre der
gegenseitige Austausch etwa bei einem Stammtisch
sehr interessant“, so Jan Vogel. „Außerdem könnte man
sich gut vorstellen, dass die beteiligten Firmen auf ihr
besonders kundenfreundliches Verständnis auch im
Schaufenster bereits hinweisen.“
In Fürstenfeldbruck entsteht fünfte AzubiAkademie im Bezirk
FÜRSTENFELDBRUCK. Es ist die mittlerweile fünfte
BDS-AzubiAkademie im BDS-Bezirk Oberbayern-West:
Die AzubiAkademie im Landkreis Fürstenfeldbruck soll
auch hier ein zusätzliches Argument im Wettbewerb
um die besten Auszubildenden werden und Jugendlichen besondere Fähigkeiten vermitteln, die in der Berufsschule auf keinem Lehrplan zu finden sind.
v.l.n.r.: Markus Droth, BDS-Hauptgeschäftsführer, Stephan
Johannes Reinhold, Bezirksvorsitzender Bezirk Oberbayern West
und Kreissprecher des BDS-Gewerbeverbandes im Landkreis,
Ingrid Rothfuß, Koordinatorin der BDS-AzubiAkademie,
Landrat Thomas Karmasin, Landrat, Wirtschaftsfördererin
Barbara Magg, Bezirksgeschäftsführer Uwe Jennerwein
unus III/2012
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Neuwahlen des Bezirksvorstandes: Vorstand erweitert und gut gerüstet für die Zukunft
GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Bei herrlichstem Spätsommerwetter und vor imposantem Bergpanorama wählten
die Delegierten des 3.500 Mitglieder zählenden stärksten Bezirkverbandes im BDS bei der Bezirksversammlung
2012 im Hotel Riessersee für die kommenden drei Jahre
ihren Bezirksvorstand. Über 60 Teilnehmer und Delegierte
sind der Einladung Mitte September nach Garmisch-Partenkirchen gefolgt.
Der Bezirksverband zeichnet sich vor allem durch seine
Handlungsstärke und zukunftsweisende inhaltliche Gestaltungskraft aus. Auch nach den Wahlen sieht sich der
Bezirksvorstand für die anstehenden Herausforderungen
bestens aufgestellt. Im Mittelpunkt stehe stets die Stärkung der Ortsverbände, so der wiedergewählte Bezirksvorsitzende Stephan Johannes Reinhold aus Germering.
Stellvertreter sind Florian Möckl (GAP), Ingrid Rothfuß
(Gilching) und Reinhard Schmieder (Weilheim). Ebenfalls
wiedergewählt wurden Ingolf F. Brauner (Landsberg), der
gleichzeitig Präsident des Landesverbandes ist, Martin
Busch (Pförring), Stephan Feneberg (Herrsching), Franz
Kreitmair (Allershausen), Claus Sasse (Pullach). Wolf-Dieter Waag (Oberschleißheim) wurde darüber hinaus in seiner zusätzlichen Funktion als Landesausschuss-Mitglied
bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden: Josef
Sebastian Portenlänger (Haimhausen), Margit Schuhman
(Unterschleißheim), Yvonne Voigt (Hohenfurch-Peiting).
Ein besonderes Highlight der Bezirksversammlung: Florian
Möckl, stellv. Bezirksvorsitzender, hatte in seiner Funktion
als Ga-Pa - Ortsvorsitzender eine besondere Überraschung
parat: Werner Blank (80), der über 20 Jahre die Geschicke
des Gewerbeverbandes Garmisch-Partenkirchens gelenkt
hat, wurde für seine Verdienste zu dessen Ehrenvorsitzender ernannt. Blank berichtete nicht ohne Stolz von einem
der herausragendsten Erfolge während seiner Amtszeit.
Vor ziemlich genau vierzig Jahren machten er und seine
Mitstreiter mit tatkräftiger Unterstützung des Landesverbandes mobil und leisteten massiv Widerstand gegen
den Abbruch eines traditionsreichen Hotels, das der Ansiedelung eines fünfstöckigen Kaufhauses im Herzen Garmischs hätte weichen müssen. Der Protest führte dazu,
dass sich der unliebsame Investor zurückgezogen und
heute stattdessen die Spielbank ihre Heimat auf diesem
Areal gefunden hat.
Ausführlicher Beitrag unter www.bds-news.de. 2013
findet die Bezirksversammlung nach dem Wunsch der
Delegierten in Landsberg am Lech statt.
v.l.n.r: Claus Sasse, Martin Busch, Sebastian Portenlänger,
Margit Schuhmann, Ingolf Brauner, Stephan Johannes Reinhold (Bezirksvorsitzender), Ehrenvorsitzender Jochen Steuber, Yvonne Voigt, Reinhard Schmieder, Ingrid Rothfuß, Florian Möckl, Christoph Auer, Uwe Jennerwein, Jan Vogel
Info: Die drei weiteren gewählten Vortandsmitglieder Wolf-Dieter
Waag, Stephan Feneberg und Franz Kreitmair sind nicht auf dem Bild
Wir begrüßen folgende neue Mitglieder
Altenstadt > Maxbrauerei Biermanufaktur > Spranger Reifen und Automobile Beilngries >
Kemmler Consulting Berglern > Petra Lanz & Mauela Fischer Marketing Buxheim > Ingenieurbüro Andreas Ostertag Eching >Unternehmensberatung Lothar Haas Freising > RD Immobilienmanagement GmbH > Weihenstephaner am Dom > La Petite France > Schneiders Gastronomie Fürstenfeldbruck > Weinhandel Peter Braun > DEKO – Sign Werbetechnik > Bruxx
Fashion for Men Garching > brillant inszeniert, Kerstin Tschuk Garmisch-Partenkirchen >
Airport-Shuttel-Zugspitzland GmbH > Kaffeerösterei Leonhard Wild > Schreibwaren, Tabakwaren Mark Ahrens Germering > Friseur Oliver Greiter > Vranjes Raumausstattung Gröbenzell >
Autohaus Gröbenzell GmbH > Elektro Rupprecht > Farbe & Design KG > Twin Taekwondo Germering > Keim Planung und Projektmanagement > Computerschule Andreas Wölfel > HDV
GmbH – Hotel Da Vinci > PP Büroservice Haimhausen > Web Managementsystem Services
Ungnadner Herrsching > Tierladen Herrsching > Alexander Cigarev Ingolstadt > JT Consulting
Kösching > SBK – GmbH Landsberg > Wasserbau Ringler GmbH Mammendorf > Mainstage
Eventservice Moosburg > Hofmann Horst und Hofmann Karl GbR Neuried > Spenglerei
Manfred Strasser Odelzhausen > active Fitness Olching > Allianz Christian Obermeier > Ingenieurbüro Robert Sing Peiting > Buchhandlung am Bach Pöcking > Fitness-Beauty-Health
> Rechtsanwältin Christine-Anja Giese Puchheim > Maple Marketing GbR > Rechtsanwälte
Dr. Jung & O’Hara-Jung Pullach > Isartaler Haustechnik GmbH > Assekuranzmakler Fred
Rupprecht Saulgrub > Hausmeisterservice Georg Hager Schernfeld > WischStar Gebäudereinigung Oltmann e.K. Scheuring > Jagdschule Schützeberg Schöngeising > Omikron Informationssysteme GmbH Starnberg > SPV GmbH > GHB Consult GmbH > Fotograf Thomas
Gebeßler > Frank Hoenicke Sulzemoos > Phoenix Solar AG > Bernhard Glück GmbH DER FREISTAAT Unterschleißheim-Lohhof > your servant GmbH Utting > InovoOlution GmbH Weilheim > Mobile Fußpflege Windach > Alfred Dohr GmbH Wolnzach > Reitsport Pia Spreng
Alle Mitglieder des BDS finden andere Mitglieder ihres Ortsverbands mit Kontaktdaten auf
Terminvorschau Oberbayern West
Herbst, Runder Tisch LK Weilheim-Schongau
Herbst, Runder Tisch LK Starnberg
1. Okt., Standortmanagementtagung (Deggendorf)
18. Oktober, BDS Weilheim: Verleihung Standort-Oskar
2. - 5. Nov., GA Wir in Werdenfels (wir-in-werdenfels.de)
5. Nov., Unterschleißheim-Lohhof: JHV mit Neuwahlen
8. Nov., BDS Landsberg: JHV mit Neuwahlen
14. Nov., BDS Bergkirchen: Mitgliederversammlung
Ihr Ansprechpartner
Uwe Jennerwein
Geschäftsführer Oberbayern West
Alter Bahnhofplatz 26, 83646 Bad Tölz
Telefon: 08041 / 79 19 49 8
Fax: 08041 / 79 37 92 4
uwe.jennerwein@bds-bayern.de
www.bds-bayern.de (Stand August 2012).
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bds vor ort
oberbayern ost
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Bezirksversammlung mit Rekordbeteiligung
120 Vertreter aus 35 Ortsverbänden trafen sich am
Kehlsteinhaus oberhalb von Berchtesgaden.
Vorbild Traunstein – weiche Standortfaktoren zählen!
TRAUNSTEIN. Traunstein erhielt beim Bundeswettbewerb
„Entente Florale - Gemeinsam aufblühen“ die Goldmedaille – für die „herausragenden Leistungen in Planung,
Gestaltung und Erhaltung blühender und grüner Lebensräume“ bei den 2. Traunsteiner Rosentagen. Fast 2000
Gemeinden hatten an dem Wettbewerb teilgenommen.
sigen Verbänden und Unternehmen bestens vernetzt ist.
Die kurzen Kontaktwege kann nur der Mittelstand nutzen
und optimieren. Aus meiner Sicht prägen die weichen
Standortfaktoren den USP (unique selling proposition:
Alleinstellungsmerkmal) des ortsansässigen Mittelstands
und sichern und fördern seine Existenz.
Im innerstädtischen Stadtpark veranstalteten die Werbegemeinschaft Traunstein und das Stadtmarketing, in dem
der Gewerbeverband wichtiger Gesellschafter ist, die mit
20.000 Besuchern sehr gut frequentierten Rosentage. Die
Umsetzung der Rosentage als „weicher“ Standortfaktor
war nur zu realisieren, weil Bürger, Unternehmer, Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und städtische Bedienstete über
4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden
in das Projekt steckten.
Welche Balance sollten harte und weiche Faktoren für einen Standort haben?
Neben den harten Faktoren als Grundvoraussetzung prägen auch weiche Standortfaktoren in erheblichem Maß
den Erfolg des Unternehmens, sie beeinflussen Faktoren
wie Kundentreue, Besuchshäufigkeit, Durchschnittseinkauf und Weiterempfehlung. Erst die weichen Faktoren
prägen den Geschäftserfolg und grenzen zu den Vertriebswegen wie dem Internet ab und verschaffen dem Kunden
bei seinen Geschäften ein Wohlgefühl.
Interview mit Jürgen Pieperhoff,
Geschäftsführer des Gewerbeverband Traunstein und Umgebung e.V.
und der Stadtmarketing Traunstein
GmbH:
Welche Rolle spielen gerade weiche
Faktoren für den Mittelstand in der Gemeinde und generell?
Menschen dafür zu gewinnen, an einem gemeinsamen
Projekt zu arbeiten, kostet Zeit und er fordert hohe fachliche und persönliche Kompetenz sowie exzellente regionale Kenntnisse. Diese Voraussetzungen erfüllt der ortsansässige Mittelstand optimal, da er im Regelfall mit der
zuständigen Gemeinde, der Bevölkerung, den ortsansäs-
Wie kann der BDS hier unterstützen?
Der BDS ist hier die geeignete Plattform, die Interessensgruppen bei Veranstaltungen, Vorträgen und Schulungen zusammenzuführen und Netzwerke zu schaffen. Der BDS kann in diesem Themenfeld die wichtige
Aufgabe des Moderators übernehmen, der die Gruppe
dazu bewegt, eine gemeinsame Meinung zu bilden, um
im nächsten Schritt die Organisationsabläufe zu schaffen, die der Zielerreichung dienen. An vielen Standorten
Bayerns übernimmt der BDS schon heute diese Aufgabe
oder beteiligt sich an Organisationen wie dem Stadtmarketing, das eine Hauptaufgabe darin zu sehen hat, die
weichen Standortfaktoren zum Wohle des Gemeinwesens der Stadt auszubauen.
Wir begrüßen folgende neue Mitglieder
Altkirchen > Renner & Fischer Feinkost Manufaktur GbR Bad Feilnbach > Florian Killinger Brannenburg > Anita Dr. Helbig GmbH, Georg Weber-Unger > Erik Mack Chieming > Firma Holzwurm, Georg Ritonja Ebersberg > Brand 4, Johann Brand > Malermeister Franzke, Michael
Franzke Emertsham > LA VIDA Kosmetik, Marietta Winkler Feldkirchen-Westerham > Nordmark Gestaltung, Christoph Ott > Steuerkanzlei
Strobl, Annemarie Strobl Finsing > Gabriele Volz Glonn > Cafe West GbR, Anna Singer Gmund > Papier Kudla, Sabine Kudla Götting > HtF
Fürstenberg, Patrick Fürstenberg Haar > Peter Schneider Hausham > Peter Tafertshofer Kolbermoor > Rieder Faserbeton-Elemente GmbH,
Matthias Danzl Massing > Josef Gattersteiger Miesbach > Praxis Dr. Traupe, Dr. med. Dagmar Traupe Mühldorf > Nicole Gererstorfer München > Christian Aselmann Neumarkt-Sankt Veit > Hugo Mettbach Oberaudorf > Physiotherapie Herrmann, Hans Jürgen Herrmann Ottobrunn > HR CONTRAST GmbH, Arne Priefl > Beate Topp Pfaffing > Petra Godson > Franz Schröck Poing > Gelateria il Colosseo, Flavio Mauro
Raubling > Angela Auer > Büma Bürosysteme GmbH, Roland Lechner Rosenheim > Gerhard Maluschka Siegsdorf > Brückner Technology Holding GmbH Stephanskirchen > Bavarian Alpine Bildungszentrum e.K., G¸nter Schwarz Tacherting > Informationstechnik Weschta, Tom Weschta > PS GmbH & Co. KG, Johann Schwankner > Michael Stadler Tegernsee > Dietrich Schimpfle Töging > art-connect GmbH Andreas u. Tobias
Seifinger Tüflling > Franz Wetzl Vaterstetten > fahrSERVICE VaBa UG, Renè Buchner > Jörg Mayr Winhöring > Dr. Esther Jelen
Alle Mitglieder des BDS finden andere Mitglieder ihres Ortsverbands mit Kontaktdaten auf www.bds-bayern.de (Stand 28. September 2012).
unus III/2012
Ein spannendes Programm erlebten die 120 Teilnehmer
der Bezirksversammlung am 6. Juli. Zunächst tauchten
die Oberbayerischen Unternehmer in eine Zeitreise der
Salzproduktion ein. Marketing-Leiter Peter BotzleinerReber von der Südsalz GmbH erklärte den geschichtliF. Brauner informierte die Vertreter der Ortsverbände
über den spannenden Weg zu BDS 2020. Starke Betonung legt Präsident Brauner auf die Entwicklung des
BDS nach den Ideen und Vorstellungen der Ortsverbände und der Mitglieder. Der Bayerische Mittelstand
braucht den BDS Bayern.
chen Weg des Bayerischen Salzes und die Bedeutung
vergangener Tage und heute. Die Fahrt in den Salzstollen war ein besonderes Erlebnis.
Am Abend fuhr man mit Spezialbussen in das auf
1.834 Meter gelegene Kehlsteinhaus. Hier fand die eigentliche Bezirksversammlung statt. Präsident Ingolf
BDS-Präsident
Ingolf F. Brauner
überreicht Günter
Furtner, Vorsitzender des BDS Poing,
anlässlich seiner
Hochzeit eine
Präsentflasche
Wir gratulieren den neugewählten Vorsitzenden und ihren Teams
Terminvorschau Oberbayern Ost
Insgesamt 34 Neuwahlen werden im Jahr 2012 im Bezirk Obb-Ost durchgeführt.
So viele Wahlen gab es im Bezirk noch in keinem Kalenderjahr. Wir wollen dies
zum Anlass nehmen, den Lesern von UNUS die neuen Vorsitzenden kurz vorzustellen und uns im gleichen Atemzug für das ehrenamtliche Engagement der jeweiligen Vorstandschaften sehr herzlich bedanken.
7. Oktober, Rott am Inn
Rotter Oktober
12.-14. Oktober, Bad Feilnbach
Gewerbeschau am Apfelmarkt
21. Oktober, Frasdorf
Kirchweihmarkt mit Gewerbeschau
21. Oktober, Poing
Marktsonntag
26./27. Oktober, Burghausen
Ausbildungstag
30. November, Kolbermoor
Christkindlmarkt
30. November, Schwindegg
Adventsmarkt
Ortsverband
Gewählter Vorsitzender
Firma / Tätigkeit
Ainring
Angelika Gassner
Autohaus Gaßner
Bad Aibling-Tuntenhausen
Toni Bürger
ABC-Finanzberatung
Bad Feilnbach
Stephan Schlatzer
Die Lichtberater
Edling
Herbert Rothbucher
Rothbucher Furniere GmbH
Heldenstein-Rattenkirchen
Alexander Horn
Horn Klima – u. Kältetechnik
GmbH
Hohenbrunn-Riemerling
Dettlef Malinowsky
IBDM GmbH
Mühldorf
Stefan Weinfurtner
MLP Finanzdienstleistungen AG
Neubiberg-Waldperlach
Markus Möckl
M.B.W. Bürobedarf + Werbung
Oberaudorf-Kiefersfelden
Axel Weißmann
Optik Weißmann GmbH
Poing
Günter Furtner
Vorsorge + Versicherung
Reischach-Perach-Erlbach
Lorenz K. Obereisenbuchner
OEB GmbH Bau
Riedering
Franz-Josef Sammer
Versicherungsmakler
Schliersee
Walter deAlwis
Hotel Schlierseer Hof
Steinhöring
Peter Moess
Steuerkanzlei Moess
Trostberg
Klaus Stelzner
Fotostudio Stelzner
Ihr Ansprechpartner
Christian Klotz
Geschäftsführer Oberbayern Ost
Marktplatz 15, 83355 Grabenstätt
Telefon: 08661 / 92 91 82
Fax: 08661 / 92 91 83
christian.klotz@bds-bayern.de
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40
bds vor ort
oberfranken
Kongress mit Workshops zum Netzwerken
Und genau wegen dieser Komplexität starten viele Unternehmer und
Selbständige nicht professionell im
Bereich Netzwerken.
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13.10.2012
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BAMBERG. Der KOSYS KONGRESS unter dem Motto „vom
ICH zum WIR“ in Bamberg
%
vermittelt in Workshops alles
über die Kraft des Networking mit konkreten Tipps
und Schritten zum Aufbau
des eigenen Netzwerkes.
Der BDS Bamberg ist im Rahmen seines
50jährigen Bestehens Kooperationspartner des Kongresses. Für BDS-Mitglieder gibt es 20 Prozent Rabatt auf die
Teilnahmegebühren.
20
BDS Vorteil
Referenten sind Josua Kohberg und Simone Ambrosius,
Gründer und Inhaber der KOSYS Group. Weitere Impulse
setzen Gedächtnistrainer Markus Hofmann, der zeigt, zu
welchen Leistungen unser Gedächtnis fähig ist, und Rainer Körner. Der Autor, Heilpraktiker und Ausbilder spricht
über die Zusammenhänge zwischen Stress, Konflikten
und Krankheiten.
Herr Kohberg, als Referent und Veranstalter des Kongresses: Warum ist Netzwerken gerade für Mittelständler
wichtig?
Der Aufbau einer guten Vernetzung ist der Schlüssel für
geschäftliche Erfolge. Was wir heute „netzwerken“ nennen, war schon immer eine entscheidende Komponente im geschäftlichen Leben. Wer
gute Kontakte hat, ist besser im
Geschäft, das ist relativ einfach.
Wenn wir heute von Netzwerken
sprechen, meinen wir in der Regel eine hochkomplexe Form von
echten und virtuellen Netzwerken.
Referent und Veranstalter Josua Kohberg
unus III/2012
Wie sollte der Kleinunternehmer mit
dem Thema netzwerken starten?
Wir werden am KOSYS Kongress sehr
konkrete Ansätze präsentieren. Zum
ersten werden wir die Mystik herausnehmen und aufzeigen, dass es
wirklich ganz leicht ist, Netzwerke
professionell und rentabel aufzubauen. Ich empfehle hier den Ansatz, regelmäßig jeden Tag 30 Minuten in den Aufbau eines Netzwerkes
zu investieren, statt einmal wöchentlich 3 Stunden. Der
Hintergrund ist simpel – jeden Tag ein kleines bisschen
Aktivität bringt mittel- und langfristig große Erfolge. Das
Konzept kennen wir alle auch aus dem gesundheitlichen
Bereich.
Und es geht hier auch gar nicht unbedingt um die direkte
Verbindung der Netzwerkarbeit mit dem bestehenden
Geschäft. Der Aufbau eines Netzwerkes ist etwas, wovon
wir im Idealfall unser ganzes Leben profitieren. Perfekt
ist das Ganze natürlich nur dann, wenn das Netzwerk im
zweiten Schritt einen klaren wirtschaftlichen Nutzen bietet, sprich „Geld ins Haus bringt“.
Wie haben Sie selbst vom Netzwerk profitiert?
Ich profitiere in allen Bereichen meines Geschäftslebens
von Netzwerken. Für mich sind Verbände wie der BDS
oder auch die GSA (ein Speakerverband) enorm wichtig,
um wertvolle Kontakte zu knüpfen. Genauso nutze ich
Netzwerke wie Xing oder Facebook, um eine Dauerkommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern aufrecht
zu erhalten. Und schlussendlich habe ich mein gesamtes
Unternehmen als „Netzwerk“ installiert. Das bietet allen
meinen Kunden und Partnern die Möglichkeit, direkt und
unmittelbar von meinem Netzwerk zu profitieren. Die
Details hierzu gibt es dann auf dem Kongress in Bamberg. Der Titel spricht für sich – „vom ICH zum WIR“ ist
eine Aufforderung zur direkten Netzwerkarbeit.
41
BDS unterstützt „Forum Erfolg“
HOF. Der BDS Hof, der heuer auch sein 60stes Jubiläum
feiert, präsentiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe
„Forum Erfolg“ den Gesundheitsexperten, Bestsellerautor
und Träger des europäischen Literaturpreises Dr. med. Michael Spitzbart. Das Forum Erfolg ist die Leser-Akademie
der regionalen Tageszeitung Frankenpost, eine Vortragsreihe mit hochkarätigen Referenten. Die Themen reichen
von Motivationstipps bis zu ethischen Fragen.
„Wir wollen durch eine interessante Themenvielfalt die
Menschen in unserer Region inspirieren, für sie neue
Blickwinkel gewinnen, ihnen helfen, über den Tellerrand
zu schauen und neue Denkansätze zu generieren“, sagt
Birgit Döhne von der Frankenpost. Führungskräfte wie
Arbeitnehmer, Selbstständige wie interessierte Privatleute will die Leserakademie für die Vorträge begeistern.
„Wir waren auf der Suche nach Querdenkern, Vorbildern,
Mutmachern“, sagt Döhne. „Wir wollten für unsere Reihe Menschen gewinnen - auch weniger bekannte -, die
‚etwas zu sagen‘ haben.“ Daneben sind Prominente wie
der Pfarrer und Fernsehmoderator Jürgen Fliege mit dabei oder Fachleute wie der internationale Marketing-Experte Hans-Georg Häusel. Die Referenten sollen in unse-
rer schnelllebigen Zeit
Orientierung geben,
Leitbilder vermitteln
und - im besten Falle - auch den persönlichen und geschäftlichen Erfolg
optimieren.
Die
nächsten Termine
sind 17. Oktober,
4. Dezember und
7. Februar 2013.
BDS Mitglieder
erhalten die Eintrittskarten zum
Sonderpreis von 15,- Euro (regulär 24,50 Euro) inklusive eines Verzehrbons (Imbiss vor Beginn der Veranstaltung). Exklusiv für die Mitglieder des BDS Hof lässt der
Ortsverband Werbemappen erstellen. In diesen Mappen können sich die Mitglieder des BDS Hof mit ihren
Firmeninformationen (Flyern, Imagebroschüren, etc.)
präsentieren. Diese Mappen werden an alle Gäste der
Veranstaltung verteilt.
Gregorifest in Creußen
CREUßEN. Seit dem 17. Jahrhundert wird in Creußen Gregori gefeiert. Ursprünglich war es ein
festliches „Umsingen“ der Schüler
zu Schulbegin, um Geld von den
Bürgern für Schüler und Lehrer zu
sammeln. Heute wird es im zweijährigen Rhythmus in Creußen am
letzen Wochenende vor den großen
Vorsitzender Robert Raimund (links) und BürgerFerien also Ende Juli, vier Tage lang
meister der Stadt Creußen Harald Mild (rechts)
gefeiert.
beim Bieranstich.
Der BDS Creußen gestaltete auch in
diesem Jahr den Gregori-Freitag. Der Abend war wie bereits 2010 ein Fest für Mitarbeiter, Kunden und die Creußener Bevölkerung. Zusätzlich war es eine Benefizveranstaltung für die „Helfer vor Ort“. Hierzu organisierten die Mitglieder des BDS Creußen eine große Tombola zu Gunsten der „Helfer vor Ort“. Die Preise wurden ebenfalls
von den BDS Mitgliedern gespendet, Hauptpreis war ein Notebook.
Übergabe des Hauptgewinns durch Vorsitzenden Robert Raimund.
Terminvorschau Oberfranken
25. September, 19.30 Uhr
Infoveranstaltung Qualitätsverbund
umweltbewusster Betriebe (QuB)
Künneth Palais, Gefrees
14. / 15. Oktober, KOSYS-Kongress
„Vom Ich zum Wir“
Kongresszentrum Bamberg
17. Oktober, 18.30 Uhr
„Forum Erfolg“ mit
Dr. med. Michael Spitzbart
Bürgergesellschaft Hof
17. November, 10.00 bis 16.00 Uhr
„Design Sie mal anders“ neue Impulse für
Ihre Werbung – BDS Design Tag
Porezellanikon in Selb
Ihr Ansprechpartner
Wolfgang Fuhrmann
Beginn ist am Samstag, 13. Oktober 2012 um 12.57 Uhr,
Ende am Sonntag, 14.10. gegen 15 Uhr im Kongresszentrum Bamberg, Mußstraße 1, 96047 Bamberg.
Anmeldung beim BDS Oberfranken, Wolfgang Fuhrmann,
Telefon 09272-909575, Fax 09272-909144
Geschäftsführer Oberfranken
Hüttstadler Weg 2a
95694 Mehlmeisel
Telefon: 09272 / 909-575
Fax: 09272 / 909-144
wolfgang.fuhrmann@bds-bayern.de
unus III/2012
42
bds vor ort
mittelfranken
Minister Herrmann stellt sich den Fragen
der mittelfränkischen Selbständigen
ERLANGEN. Zum wiederholten Mal folgte Bayerns Innenminister, Joachim Herrmann, der inzwischen Tradition gewordenen Einladung des BDS-Mittelfranken und
stellte sich im Erlanger Nägelhof den Fragen von Unternehmern und Selbständigen aus der Region.
Nach einer halbstündigen Einführung in die aktuellen
Aktivitäten des Innenministeriums mit Fokus auf dem
Autobahnausbau - der für die Selbständigen besonders
wichtig ist - hieß es Feuer frei für die Fragen der Teilnehmer.
Angesprochen wurde unter anderem der Gewerbeflächenmangel in Erlangen, mit dem Vorschlag der Einhausung der BAB 73, um damit oberirdisch neue Flächen zu schaffen. Besonders besorgt äußerten sich die
Unternehmer über die Schieflage des Nürnberger Flughafens und die möglichen Folgen für das Wachstum in
der Region, speziell auch im Hinblick auf die Nürnberger Messe.
Für das Thema S-Bahn Verschwenk durch das Knoblauchsland wurde erneut eine schnelle Lösung gefordert, die auch Innenminister Herrmann am Herzen
lag. Kritisch sahen die Selbständigen die geplanten
Lärmschutzvorkehrungen bei der neuen ICE-Trasse
Nürnberg-Fürth-Erlangen-Bamberg, für die teilweise
8 Meter hohe Lärmschutzwände durch historische Innenstädte geplant werden. Hier muss nach einer städtebauverträglichen Lösung gesucht werden.
Innenminister Herrmann ging ausführlich auf die Fragen ein und zeigte sich informiert über die Bedürfnisse
und Anliegen in seiner Region, auch zu ressortfremden Themen. Bei den aktuellen schwierigen Themen,
wie die anstehenden Veränderungen beim Landesentwicklungsplan, Tachographenpflicht für
Transporter und dem Meldegesetz, zeigte
der Staatsminister Verständnis für die Positionen und Bedenken der Selbständigen
und Unternehmer. Er teilte in vielen Punkten auch deren Auffassung, gerade was
die neue EU-Regelung zur Tachographenpflicht für Transporter und das Meldegesetz betrifft.
Nach einem intensiven, zweistündigen
Austausch endete das Gespräch mit der
Übereinkunft, den traditionellen Dialog
auch im kommenden Jahr fortzusetzen.
BDS-AzubiAkademien – nun auch in Erlangen und den Landkreisen Fürth und Neustadt/Aisch
Eine Idee macht Schule: Die BDS-AzubiAkademien erhöhen durch betriebsübergreifende Schulungen die
Attraktivität kleiner und mittelständischer Unternehmen und bieten interessante Themen für Auszubildende.
ERLANGEN. Sehr unterschiedliche Ausbildungsbetriebe waren der Einladung des BDS Erlangen und des
Wirtschafts- und Finanzreferenten Konrad Beugel
gefolgt, um das Erfolgsprojekt BDS-AzubiAkademie
näher kennenzulernen. Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen schilderten ihre Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende für ihre Betriebe
zu gewinnen. Dieses Konzept gefiel auch den anwesenden Betrieben, sodass für Herbst 2012 der Start einer BDS-AzubiAkademie in Erlangen geplant ist.
ZIRNDORF. Zu einem Informationsabend des BDS für
den Landkreis Fürth kamen Vertreter von zehn Unterunus III/2012
nehmen, viele weitere Firmen haben ihre Teilnahme an
dem Projekt bereits angekündigt. Nach der Begrüßung
durch Landrat Matthias Dießl stellte Ingolf F. Brauner
das Projekt vor: „Mit der BDS-AzubiAkademie können
sich Betriebe nun im unternehmerischen Wettbewerb
um die besten Köpfe einen Vorteil verschaffen. Die
Auszubildenden erfahren einen vielseitigen und interdisziplinär ausgerichteten Unterricht, der ihnen einen
spannenden Blick über den Tellerrand hinaus eröffnet.“
NEUSTADT/AISCH. Auch in Neustadt/Aisch ist die Resonanz auf die geplante BDS-AzubiAkademie hoch.
Bereits 18 Unternehmen haben Interesse bekundet.
Auch von der Politik kommt Unterstützung: So erklärte Wirtschaftsreferent Michael Capek die Bereitschaft
des Landkreises, Räume für die Akademie im Landratsamt zur Verfügung zu stellen.
Weiterführende Informationen www.bds-azubiakademie.de.
43
ascara feiert Innovationspreis und 25-jähriges Firmenjubiläum
RÜCKERSDORF. Die Initiative Mittelstand prämiert mit dem INNOVATIONSPREIS-IT Firmen mit innovativen IT-Lösungen und hohem
Nutzwert für den Mittelstand.
Die Jury aus 100 Experten zeichnete in dieser Kategorie mit dem
Prädikat BEST OF 2012 auch ascara aus, Softwarehersteller und BDS-Mitglied aus Rückersdorf. Die ascara Mobile Business Cockpit
WebApp ist eine App für alle Smartphones und Tablet-PCs
mit Internetbrowser, die es dem Anwender erlaubt, auf
sämtliche relevanten Daten seines CRM- und ERP-Systems
unterwegs zugreifen zu können – Termine, Adressen, Kunden, Lieferanten, Artikel, Belege und aktuelle Daten aus
der Verkaufsstatistik des Unternehmens. Die ExpertenJury überzeugte die Lösung des fränkischen Softwareherstellers besonders. Diese gehört damit zur Spitzengruppe
aus über 2.500 eingereichten Bewerbungen.
Zu feiern gab es bei ascara auch das Firmenjubiläum. Mit
einer angemessenen Veranstaltung feierte das Unternehmen 25 Jahre innovative Softwarelösungen. Zu Gast waren u.a. Bürgermeister Peter Wiesner, der Bereichsleiter
Wirtschaftsförderung des Landratsamts Nürnberger Land,
Frank Richartz und die Geschäftsführerin des BDS Mittelfranken, Andrea Rübenach.
Gemeinsam für den Kunden
Terminvorschau Mittelfranken
SCHWABACH. Einer für alle, alle für einen: Frei nach diesem Motto agiert Accelerator Network, ein Zusammenschluss verschiedener Dienstleistungsunternehmen
mit Sitz in Nürnberg.
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Referentin: Petra Reimann
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Anmeldeschluss: 29.09.12
Inhaber Peter Ziegler stellte den rund zwei Dutzend Gästen beim UnternehmerTreff im Schwabacher Unternehmens Gründerzentrum SCHWUNG seine Erfolgsgeschichte vor. Die gemeinsam mit dem BDS-Mittelfranken organisierte Veranstaltung
für Gäste aus Industrie und Mittelstand fand am 14. Juni bereits zum zweiten Mal
in diesem Jahr statt. 2008 gegründet, besteht Accelerator Network heute aus acht
Partnern, die den Kunden – vorwiegend inhabergeführten Unternehmen – als eigenständige
Firmen ganz unterschiedliche
Dienstleistungen und Produkte
anbieten. Das Spektrum reicht
von IT-Netzwerklösungen über
Bürosoftware und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu DatenKlaus Howind, Andrea Rübenach und Otto
schutz und PersonalmanageW. Löprich (1. Reihe v. l.) vom BDS mit Refement. Weitere Informationen
rent Peter Ziegler (2. Reihe, l.) und Alfred Dorunter
www.accelerator-netnisch, dem Geschäftsführer vom SCHWUNG
Foto: SCHWUNG GmbH, Julia Wilmer
work.de.
Ein Fest für die fränkische Bratwurst
PEGNITZ. Herrlichster Sonnenschein am 20. Mai in Pegnitz – doch über dem Wiesweiherpark waberten angenehm duftende Rauchschwaden. Daran war aber nicht
das Wetter Schuld, sondern 16 Metzger aus ganz Franken. Die hatten mit ihren
Mitarbeitern ihre Grills angefeuert und grillten über 32 Bratwurstsorten beim 2.
Fränkischen Bratwurstgipfel unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident a.D.
Günther Beckstein, MdL.
Der Schirmherr saß auch gleich in
der ersten Juryrunde, um den Sieger der ersten Wettbewerbskategorie: „Klassische Bratwurst“ mit
heraus zu kosten. Den ersten Platz
sicherte sich natürlich ein BDS-Mitglied: Metzger Romuald Hoinka aus
Nürnberg mit seiner Schlesischen
Bratwurst.
9. + 16. Oktober Hochschule Ansbach
„Gesprächsführung u. Körpersprache – welche
Signale sende ich und was muss ich beachten.“
6. November, 19.00 Uhr, DATEV eG
Vortrag „Sicher im Umgang mit elektronischen
Rechnungen“
Termin wird noch bekanntgegeben
Vortrag „Wichtige steuerliche Veränderungen
für 2013“
Unternehmertreff
27. September, 19.30 Uhr,Schwung, Schwabach
4. Oktober 2012, 19.30 Uhr
Unternehmertreff auf der Fürther Micheliskirchweih, Südtiroler Bergdorf
29. November, 19.30 Uhr, Weihnachtsunternehmertreff in der Firma Lebkuchen Schmidt, mit
Schaubacken, Präsentation von Lebkuchen Schmidt
und viel netzwerken
Gewerbeschau 22. + 23. September Wendelstein
Ihr Ansprechpartner
Andrea Rübenach
Geschäftsführerin Mittelfranken
Gerhart-Hauptmann-Str. 82
90763 Fürth
Telefon: 0911 / 9 41 31 60
Fax: 0911 / 9 41 31 65
andrea.ruebenach@bds-bayern.de
unus III/2012
44
bds vor ort
münchen
45
BDS-AzubiAkademie München
geht in die dritte Runde
Die AzubiAkademie des BDS ist auch in München eine Erfolgsstory. Zum bereits
dritten „Jahrgang“ gibt es eine neue Ansprechpartnerin, Lydia Morawietz.
Sie sind Vorstandsmitglied im Bezirksverband
München und haben
die Betreuung der AzubiAkademie München
übernommen. Was war
Ihre Motivation für dieFür Fragen zur BDS-AzuibiAkase Aufgabe und welche
demie München erreichen Sie
Ziele haben Sie sich geLydia Morawietz unter
steckt?
Lydia.Morawietz@bds-azubiMeine Motivation ist,
akademie.de
dass ich selbst seit über
Telefon: 089 / 54056252
20 Jahren ausbilde und
Fax: 089 / 54056259
sehr gerne mit Jugendlichen arbeite und deren Entwicklung während des Ausbildungszeitraumes erleben kann.
Eine weitere Motivation ist, die BDS-AzubiAkademie
München noch bekannter zu machen, wie dies bei
AzubiAkademien in anderen Landkreisen schon der Fall
ist. Es muss in einer Großstadt wie München möglich
sein, noch mehr kleine und mittelständische Betriebe
zu finden, die bereit sind, ihren Auszubildenden neben
der betrieblichen und schulischen Ausbildung noch
die Möglichkeit zu geben, sich in weiteren Bereichen
zu qualifizieren – wie beispielsweise die Sicherheit am
Telefon, der reklamierende Kunde, das Präsentieren vor
der Gruppe und vieles mehr.
Für diese Qualifikationen gibt es meistens in kleineren
Betrieben keine Möglichkeit und doch sind diese
Weiterbildungen
sehr
wichtig für die berufliche
und persönliche Entwicklung der Auszubildenden.
den die Auszubildenden in zusätzlichen Bereichen ausgebildet – und das Ganze kostet die Betriebe selbst
nichts. Die Auszubildenden müssen lediglich für die
Weiterbildung einmal pro Monat für 4 Stunden freigestellt werden.
Was erlernen die Azubis in der AzubiAkademie?
Sie erhalten zusätzliche Qualifikationen von zum Teil
hochkarätigen Referenten in Bereichen, die weder in
der Schule noch in den Betrieben angeboten werden.
Vor allem Themen, die wichtig sind für den Berufsalltag
und für das Arbeiten im Team und im Unternehmen.
Welches Feedback erhalten Sie von den Betrieben?
Nur positives Feedback. Ich selbst konnte die erfreuliche
Entwicklung bei meiner eigenen Auszubildenden feststellen, die von den Themen sehr angetan war und auch
immer einige Tipps mit ins Unternehmen brachte.
Impressionen aus dem „Goldhaus“ vom 26. Juni
Ankündigung WestendZeit
Die nächste WestendZeit findet am 11. Oktober um
19.00 Uhr im Wirtshaus Ridler in der Gollierstraße 83,
Rund 70 Teilnehmer lauschten in den Geschäftsräumen von pro aurum gespannt
dem Vortag von Emil Hofmann „Kunden finden, Kunden begeistern. Ihre Werbung
auf dem Prüfstand“ und hatten im Anschluss Gelegenheit zum Netzwerken.
Kultusminister Spaenle beim BDS
80339 München statt.
Zwangloses Netzwerktreffen für Westend/Unternehmer,
Selbständige, Freiberufler
Terminvorschau München
17. Oktober, 19.00 Uhr, BDS-Haus Schwanthalerstr.110
Auf Einladung des BDS Giesing-Harlaching-Au wird der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle am Montag, den 5. November 2012 zum Thema „Wirtschaft und Schule“ referieren.
„Einbahnstraße Rückenschmerzen“
Fachvortrag mit Frank Bauche
23. Oktober, 19.00 Uhr, pro aurum, Joseph-Wild-Str. 12
Wie hilft die Azubiakademie beim Wettbewerb um
gute Azubis?
Gerade durch den demographischen Wandel ist es sehr
wichtig – besonders für kleine Betriebe -, dass man
dem Auszubildenden einen attraktiven Ausbildungsplatz bieten kann. Und mit dieser zusätzlichen Weiterbildungsmöglichkeit hebt man sich von anderen Ausbildungsbetrieben ab.
Im Mittelpunkt seines Vortrages steht, wie im Unterricht ein Grundverständnis
für wirtschaftliches Handeln näher gebracht werden kann – durch die Ausweitung des wirtschaftskundlichen Unterrichtes und die Intensivierung von Praxiserfahrungen von Schülern in der Wirtschaft.
Ein weiteres Thema wird sein, wie Schulen es Müttern vermitteln können, Berufstätigkeit und deren Anforderungen auf der einen Seite mit der Betreuung ihrer
Schulkinder auf der anderen Seite zu verbinden.
Die Veranstaltung findet statt um 19 Uhr im Gutshof Menterschwaige im
Münchner Ortsteil Harlaching. Alle Mitglieder und Freunde des BDS sind herzlich
eingeladen.
Wir begrüßen folgende neue Mitglieder
München > CPS Architekturbüro Peter u. Christian Schade > Deutscher Mietkautionsbund
Mitgliederversammlung 2012 bei pro aurum
Überraschungsgast
8. Nov., 19.00 Uhr, BDS-Haus Schwanthalerstr. 110
„Wie ist gerechtes Miteinander und Handeln
im Unternehmen möglich und umsetzbar?“
Fachvortrag mit Markus Schollmeyer
10. November, 9.30-17.30 Uhr, Lilienthalstraße 40
Existenzgründertag der IHK München und
Oberbayern mit BDS Stand
4. Dezember, 19.00 Uhr , BDS-Haus Schwanthalerstr. 110
„Speednetworking Abend“, Netzwerk-Abend, mo-
deriert von Mr. Elevator Pitch Joachim Skambraks
e.V., Florian Haas > Albert Eggenhofer > Samar Ertsey > Robert Fahn > gepfeffert! , Ellen
Rutschke > Garnich Orientierungsberatung, Irene Garnich > Hahne & Schönberg GmbH,
Welche Vorteile bietet die
AzubiAkademie den Betrieben?
Wie bereits erwähnt wer-
Michael Hahne > Hamacher Sales & Marketing, Thomas Hamacher > Thomas Hafner >
iutax Steuerberatungsgesellschaft mbH, Holger Fuchs > Dr. med. Wolfgang Krueger >
Kahle Lektorat + Text, Dr. Manuela Kahle > Münchner Esskultur GmbH, Charlotte Blinn >
Naturheilpraxis Weber, Natascha Anja Weber > Norbert Otte > Prorom GmbH, Ingeborg
Mathias > Ertsey Samar > SEMOTEC GmbH, Julia Cheung > STAR Deutschland GmbH,
Der Ausbildungsjahrgang
2011/2012 mit den Zertifikaten der BDS-AzubiAkademie.
unus III/2012
Ihr Ansprechpartner
Tanja Stephan
Geschäftsführerin München
Schwanthalerstr. 110
Manfred Hoelzgen Unterföhring > Hubert Künert
80339 München
Alle Mitglieder des BDS finden andere Mitglieder ihres Ortsverbands mit Kontaktdaten auf
Fax: 089 / 540 56 226
www.bds-bayern.de (Stand September 2012).
tanja.stephan@bds-bayern.de
Telefon: 089 / 540 56 216
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bayerisches original
faß ohne boden
Sport und Bewegung
sind die beste Lebensschule
Rosi Mittermaier, Markus Wasmeier, Armin Bittner, Frank Wörndl, um nur
die bekanntesten zu nennen: Hinter den Erfolgen
dieser international erfolgreichen Sportler steht
ganz besonders eine Person und ein Name: Heinz
Mohr, ehemaliger DSVTrainer, langjähriger Leiter
des Olympiastützpunktes
Bayern sowie des Bundesleitungszentrums Alpin in
Garmisch-Partenkirchen.
„Teamfähigkeit, Leistung,
Sieg und Niederlage, der
Umgang damit wird im
Sport geschult und prägt
die Menschen ganz entscheidend im beruflichen
Alltag“, ist die Lebenserfahrung von Heinz Mohr. „Deshalb ist Sport die beste Lebensschule“. Diese Erfahrung hat ihm auch ein
Manager eines deutschen Sportartikelherstellers bestätigt, den er einmal fragte, warum er so viele ehemalige Sportler verpflichte. Dabei war die Werbung
für den Hersteller nur ein Nebenaspekt – es stand die
Kreativität und Leistungsfähigkeit dieser Menschen
im Vordergrund.
Motto: Anderen Menschen helfen
Die Triebfeder für Mohr, im Beruflichen wie in der
Freizeit etwas mehr zu tun wie andere, ist „den
Menschen helfen“. Ein besonderes Anliegen ist dem
zweifachen Familienvater die Förderung der Jugend. „Wir müssen bereits im Kindergarten die Bewegung fest in die Pädagogik einbauen, da besteht
ein dringender Handlungsbedarf“, ist er überzeugt.
Er hat kein Verständnis dafür, dass dann in den Schulen als erster immer der Schulsport ausfällt. „Der
Schulsport müsste stattdessen dringend ausgeweitet werden“, appelliert der Mittenwalder Erfolgstrainer. „Jungen erfolgreichen Sportlern müssen Trainer
helfen, Leistungssport und Schule mit einem Zeitma-
unus III/2012
nagement auf die Reihe zu bringen. Und
wenn sie beides erfolgreich schaffen – Schule und Sport -, dann ist
dies ein Hype, der diese Menschen in die Zukunft trägt.“
Dass das Alter für
ihn kein Argument
ist, sich „faul vor den
Fernseher“ zu setzen,
lebt Mohr eindrucksvoll vor. Mit 64 Jahren
ging für ihn sozusagen ein Jugendtraum
in Erfüllung: er übernahm die Trainerposition für die erste Fußballmannschaft des 1.
FC Garmisch-Partenkirchen, als der Verein aktuell auf ihn zugekommen ist. Dabei ist für ihn das
Schöne an diesem Verein, dass es ein gemeinsamer
Verein beider Ortsteile ist. Wenn dies bei anderen
Vereinen in der Gemeinde auch der Fall wäre, könnte
aus seiner Sicht Garmisch-Partenkirchen noch mehr
bewegen. „Als Mittenwalder war es für mich bisher
ein Vorteil, von außen zu kommen und so keiner Seite zugeschlagen zu werden“, so der frischgebackene Fußballcoach. „Ich habe mich immer als der Bindestrich zwischen Garmisch und Partenkirchen verstanden.“ Und diese Bindung ist ihm bisher immer
geglückt.
Das größte und schönste Sportereignis der Welt
bleiben für Heinz Mohr aber die Olympischen Spiele.
Da bricht die Begeisterung aus ihm förmlich heraus. „Wer Olympia einmal selbst erlebt hat und
wenn man jetzt in Großbritannien sieht, wie die jungen Menschen aus aller Welt friedlich zum Wettkampf zusammenkommen und wie davon ein Land
so intensiv in jeglicher Hinsicht profitiert, dann kann
man sich nur für die Ausrichtung im eigenen Land
einsetzen“.
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Sehr geehrter Herr Gabriel,
auf welcher altsozialistischen Feierlichkeit ist Euch
denn das mit der Vermögens- und Reichensteuer eingefallen? Mein lieber Schwan, da werft Ihr aber dunkelrote Schatten der Vergangenheit auf einen Bundestagswahlkampf, der die Zukunftsfähigkeit unseres
Landes zum Inhalt haben sollte. Gemeinsam mit den
ungelösten Problemen der Vergangenheit und Gegenwart wird daraus ein für die Bürger, die unser Land
nach vorne bringen, sprich denn Karren ziehen, ein
unheilvolles und ungenießbares Gebräu. Mein lieber
Schorle, des hat ein Gschmackerl. Denn ganz egal, wer
in Berlin regierte und regiert, das Thema Entbürokratisierung beim selbständigen Mittelstand ist nach wie
vor so gut wie nicht angepackt. Die SPD hat sich dabei
auch alles andere als mit Ruhm bekleckert.
Keine Frage, Umverteilung und Wohlstandsausgleich –
auch mit Solidarität beschreibbar – sind sicherlich eine
Säule für den sozialen Frieden in einem Land. Aber es
hätt´ sich eigentlich im Zuge der über 100-jährigen Geschichte der SPD bis in den Bundesvorstand herumgesprochen haben sollen, dass Wirtschafts- und damit
Wohlstandspolitik in erster Linie durch Psychologie
und damit Emotion getragen wird.
Die andere Säule des sozialen Friedens ist die Subsidiarität, die sogenante Hilfe zur Selbsthilfe, über alle Bevölkerungsschichten hinweg. Das bedeutet aber auch,
dass die Politik Instrumente auf den Weg bringen und
Anreize schaffen muss, damit die Menschen Eigeninitiativen ergreifen. Dazu gehört eine einfallsreiche Steuer- und Wirtschaftspolitik, damit die Menschen beispielsweise ihr Geld in die Zukunft dieses Landes investieren und durch 1 € von Bürgern eine Wertschöpfung von 1 € plus X für die Gesellschaft und damit für
Offen für neue Olympiabewerbung
Deshalb steht er auch einer neuerlichen Olympiabewerbung von Garmisch-Partenkirchen offen gegenüber. Der Unterstützerverein „Garmisch-Partenkirchen OlympiJA“, bei dem er gemeinsam mit Christian Neureuther im Vorstand die Geschicke geleitet
hat, ruht zwar derzeit, kann aber jederzeit wiederbelebt werden. Aber bis es soweit ist, wird er dem Alpi-
die Bürger wird.
Wenn in diese
Richtung Vorschläge
von
Euch, der SPD,
kommen daaderten,
dann
daadert´s
Ihr
auch beim selbständigen Mittelstand offene
Türen einrennen. Eine Idee:
die steuerliche
Besserstellung von Geldern, die in einen regionalen
Fonds „Energieinfrastruktur“ fließen. Das gleiche ließe
sich für die Verkehrsinfrastruktur auflegen. Denn eines
ist noch sicher in diesem Land: Geld ist genügend vorhanden. Es liegt am Hirnschmalz, dass es dahin fließt,
wo die größte Hebelwirkung für den größten Nutzen
für die Menschen geschaffen wird.
Also, lieber Sigmar Gabriel, zurück auf Los, trefft´s
Euch einmal zu einer g´scheiten Klausurtagung und
laßt´s neue kreative Ideen zu. Denn die Vermögenssteuer für die Zukunftssicherung unseres Landes ist so
innovativ wie die Forderung nach mehr Brandrodung
für die Energiewende.
Nix füa unguad
Ihr
Ferdl Faßl
Schreiben Sie uns Ihre Meinung an ferdl.fassl@unus-online.de
nen Skisport in der Nachwuchsförderung auf andere
Weise verbunden bleiben: im gemeinsam mit Christian Neureuther und Rosi Mittermaier gegründeten
Förderverein wird er weiterhin junge Sporttalente
im alpinen Skisport unterstützen. So nützt Heinz
Mohr sein persönliches Netzwerk, um sein Motto
auch weiterhin zu leben: Den Menschen helfen.
Markus Droth
unus III/2012
48
bds intern
Ortsvorsitzendenkonferenzen: Der BDS auf dem Weg in die Zukunft
Wie wird der Bund der Selbständigen zukunftsfest? Welche
Unterstützung brauchen die Ortsverbände vom Landesverband, um erfolgreich zu arbeiten? Auf zwei Ortsvorsitzendenkonferenzen hat der BDS Vorschläge erarbeitet, wie Bayerns größter Mittelstandsverband erfolgreicher sein kann.
„Welche Wünsche haben Sie an uns, an den Landesverband? Das ist die zentrale Frage unserer beiden Ortsvorsitzendenkonferenzen“, erklärte BDS-Präsident Ingolf F. Brauner zu Beginn der beiden Konferenzen in Aying bei München und in Neumarkt in der Oberpfalz. In insgesamt fünf
Workshops erarbeiteten die anwesenden Teilnehmer, wie
sich die Arbeit des BDS in Zukunft schlagkräftiger darstellen soll. Folgende Punkte waren den Mitglieder wichtig:
1.Der BDS muss die Ortsverbände stärken.
Der Landesverband soll alle Informationen und
Dienstleistungen darauf ausrichten, dass sie den Ortsverbänden in der Fläche helfen, ihre Arbeit möglichst
einfach und reibungslos zu erledigen.
2.Der BDS sollte die personelle Vernetzung von Ortsverbänden unterstützen.
Viele Ortsvereine wissen nicht, welche erfolgreichen
Projekte in anderen Ortsvereinen vorhanden sind. Im
Landesverband sollte sowohl das Wissen als auch das
Personal vorhanden sein, um die Vernetzung untereinander zu ermöglichen.
3.Der BDS sollte die Mitglieder untereinander vernetzen.
Der BDS ist ein Netzwerk von Unternehmern. Wesentliches Ziel neben der gemeinsamen Interessenvertretung und Wissensbündelung ist die Vernetzung von Personen. Dies umfasst auch die Vernetzung von Mitgliedern, mit dem Ziel, untereinander Geschäfte zu machen.
4.Der BDS sollte den Ortsvereinen Wissen zur Verfügung stellen.
Der BDS sollte den Ortsverbänden die notwendigen
Informationen für eine erfolgreiche Arbeit vor Ort zur
Verfügung stellen. Dies kann beispielsweise in Form
von Schulungen oder durch eine einfach zu bedienende Internetplattform geschehen.
5.Der BDS sollte dem Einzelmitglied Wissen zur Verfügung stellen.
Der BDS ist Bayerns größter branchenübergreifender
Mittelstandsverband. Er kann nur in bedingtem Maße
branchenspezifische Informationen zur Verfügung
stellen und sollte sich daher auf Informationen konzentrieren, die für alle Unternehmer interessant sind
– unabhängig von der Branche.
6.Der BDS sollte mit IT-Infrastruktur unterstützen.
Für viele Unternehmer stellt die ehrenamtliche Arbeit neben ihrer beruflichen Tätigkeit eine enorme
zeitliche Herausforderung dar. Um dies möglichst reibungslos zu ermöglichen, brauchen die Ortsverbände
Unterstützung im Bereich der Informationstechnologie, etwa eine einfache Basisinternetseite für Ortsvereine oder Hilfe beim Rundschreibenversand.
7. Der BDS sollte Dienstleistungen anbieten, die der
Ortsverband nicht liefern kann. Durch die Mitgliedschaft im BDS Bayern kann der Verband dem Einzelmitglied Dienstleistungen anbieten, die insbesondere
kleine Ortsvereine aufgrund ihrer Größe nicht zur Verfügung stellen können. Die wichtigsten sind: Rahmenverträge für Fahrzeuge und zur Altersvorsorge und die
Rechtsberatung.
8.Der BDS sollte klarer kommunizieren, wofür steht.
Der BDS Bayern ist der größte branchenübergreifende
Mittelstandsverband im Freistaat. Durch seine brancheübergreifende und stark lokal orientierte Struktur steht er in einem dauernden Spannungsfeld zwischen Einheit(lichkeit) und Vielfalt. Dennoch sollte
der BDS klarer kommunizieren, wofür er steht, insbesondere seine Kernwerte Freiheit, Verantwortung
und Vertrauen.
Feierstimmung in der Münchner Schwanthalerstraße
Die Familie Wickenhäuser hat am Dienstag, 11. September 2012, im Vier-Sterne-Hotel Cristal ihr 100-jähriges
Familienjubiläum begangen.
Anwesend
waren zahlreiche Gäste
aus Politik und Gesellschaft. Es gratulierten
unter anderem Martin
Zeil, Bayerischer StaatsAlexander Egger, Kathrin
Wickenhäuser, Richard
Schaurich,
Foto: Jurga Graf
unus III/2012
minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, sowie Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Zu
den Gästen zählten auch der Großgastronom Günther
Steinberg, Paulaner-Chef Andreas Steinfatt, der frühere
bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, Peter
Heinrich, Vorstandsvorsitzender der Münchner Bank,
sowie Gabriele Weishäupl, die frühere „Wiesn-Chefin“
und ehemalige Fremdenverkehrsdirektorin der Stadt
München. Für den BDS Bayern waren Präsident Ingolf F.
Brauner und der Münchner Bezirksvorsitzende Richard
Schaurich der Einladung von Ehrenpräsident Professor
Fritz Wickenhäuser gefolgt.
26 %
TWINGO
CLIO 3
CLIO 3 GRANDTOUR
WIND
MODUS &
GRAND MODUS
MÉGANE 5-TÜRER
23 %
25 %
25 %
20 %
23 %
25 %
26%
20 %
MÉGANE CABRIO
25 %
22 %
ESPACE &
GRAND ESPACE
SCÉNIC &
GRAND SCÉNIC
25 %
KANGOO RAPID
MÉGANE GRANDTOUR
LAGUNA &
LAGUNA GRANDTOUR
KOLEOS
KANGOO PKW
TRAFIC PKW/LKW
26 %
24 %
MASTER PKW/LKW
25 %
26 %
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zur Zeit nicht möglich. Sollten Sonderkonditionen verfügbar sein, werden diese gesondert vom BDS Bayern kommuniziert.
Irrtümer, Schreibfehler und Änderungen sind vorbehalten. Renault Deutschland AG, 50319 Brühl.
Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e.V. (RA-NR.: 12901)
Theresia Berkholz | Tel.: +49 (0)89/54056-115 | Fax: +49 (0)89/502 64 93 | E-Mail: theresia.berkholz@bds-bayern.de
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