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BEFO RE ROMEO AND JULIA THERE W A S - Ascot Elite

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TristanUIsolde_A2 BG
13.04.2006
15:53 Uhr
Seite 1
BEFORE ROMEO AND JULIA THERE WAS
KINOWELT PRÄSENTIERT EINE SCOTT FREE PRODUKTION EINE APOLLOMEDIA-MFF (TRISTAN&ISOLDE) LIMITED-STILLKING-QI QUALITY INTERNATIONAL KOPRODUKTION EIN KEVIN REYNOLDS FILM
JAMES FRANCO SOPHIA MYLES „TRISTAN & ISOLDE“ RUFUS SEWELL MUSIK ANNE DUDLEY CASTING KATE DOWS KOPRODUZENTEN ANNE LAI JAN FANTL MORGAN O’SULLIVAN JAMES FLYNN KOSTÜM MAURIZIO MILLENOTTI
SCHNITT PETER BOYLE PRODUCTION DESIGNER MARK GERAGHTY KAMERA ARTHUR REINHARDT AUSFÜHRENDE PRODUZENTEN RIDLEY SCOTT TONY SCOTT JIM LEMLEY FRANK HÜBNER JOHN HARDY MATTHEW STILLMAN
PRODUZENTEN LISA ELLZEY GIANNINA FACIO MOSHE DIAMANT ELIE SAMAHA BUCH DEAN GEORGARIS REGIE KEVIN REYNOLDS
WWW.ASCOT-ELITE.CH
Kinostart: 18. Mai 2006
im Verleih von ASCOT ELITE
PRESSEHEFT
KINOSTART: 18. Mai 2006
Lauflänge: 123 Minuten
Format: 35mm / 1:1,85
Ton: Dolby SRD / Dolby SR
Bildmaterial zu unseren Filmen finden Sie auf unserem Presseserver:
www.ascot-elite.ch/presse
Bei weiteren Fragen, Material- oder Interviewwünschen wenden Sie sich bitte direkt an:
ASCOT ELITE
Andrej Voina
Molkenstrasse 21
8026 Zürich
Tel.: +41 (044)298 81 73
andrej@ascot-elite.ch
Elite Film AG • Molkenstrasse 21 • CH-8026 Zürich • Phone +41 1 298 81 81 • Fax +41 1 298 81 89
E-Mail: info@ascot-elite.ch • http://www.ascot-elite.ch
BESETZUNG
Tristan
JAMES FRANCO
Isolde
SOPHIA MYLES
Marke
RUFUS SEWELL
König Donnchadh
DAVID PATRICK O’HARA
Melot
HENRY CAVILL
Leon
JB BLANC
Der junge Tristan
THOMAS SANGSTER
STAB
Regie
KEVIN REYNOLDS
Drehbuch
DEAN GEORGARIS
Produktion
LIZA ELLZEY
GIANNINA FACIO
MOSHE DIAMANT
ELIE SAMAHA
Kamera
ARTHUR REINHART
Ausstattung
MARK GERAGHTY
Schnitt
PETER BOYLE
Kostüm
MAURIZIO MILLENOTTI
Musik
ANNE DUDLEY
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KURZINHALT
Nach dem Ende des römischen Reichs sind die Stämme Englands mit Irland verfeindet. Einer ihrer Führer, Lord
Marke (Rufus Sewell), zieht mit dem jungen Kämpfer Tristan (James Franco) in eine grosse Schlacht, wird aber
vernichtend geschlagen. Tristan selbst wird verwundet, für tot erklärt und seinem Schicksal überlassen. Doch
Isolde (Sophia Myles), Tochter des irischen Königs Donnchadh (David Patrick O’Hara), findet Tristan und pflegt
ihn heimlich gesund. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Liebe, bis Tristan schliesslich seinem
Herren Lord Marke zurückkehrt. In England wird der Totgeglaubte begeistert gefeiert, aber sein Herz gehört
fortan Isolde. Und als Isolde als Teil eines Friedensvertrags mit Lord Marke vermählt wird, sind sich die
Liebenden zwar plötzlich wieder nah, aber gleichzeitig doch Lichtjahre voneinander getrennt. Ihre verbotene
Liebe, geheim gehalten vor allen anderen, beschwört das Unheil geradezu herauf…
PRESSENOTIZ
Heldenhafte Schlachten, königliche Intrigen und eine grosse Liebe unter einem schlechten Stern: Das ist die
grosse Sage von Tristan & Isolde, die hier eine ergreifende Neubearbeitung erfährt. Regisseur ist Kevin Reynolds
(“Robin Hood: König der Diebe”), in den Hauptrollen sind James Franco („Spider Man“) und Sophia Myles
(„Underworld“) zu sehen. Ausführender Produzent ist Ridley Scott („Königreich der Himmel“, „Gladiator“).
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PRODUKTIONSNOTIZEN
TRISTAN & ISOLDE erzählt eine epische Geschichte voller gewaltiger Schlachten, königlicher Intrigen und einer
zeitlosen, doch unerfüllbaren Liebe. Schon lange handelte es sich um ein Traumprojekt für die ausführenden
Produzenten Tony und Ridley Scott. „Wir haben zwei Liebende auf verschiedenen, mit einander verfeindeten
Seiten. Eigentlich ist eine Beziehung ein Ding der Unmöglichkeit, und doch setzen sie sich über alle Widrigkeiten
hinweg“, erzählt Ridley Scott, Regisseur des Oscar®-Gewinners Gladiator (2000) und Königreich der Himmel
(2005). „Das ist eine Geschichte voll epischer Wucht, in deren Mittelpunkt ganz simples menschliches Verhalten
steht – eine zeitlose Angelegenheit.“
Der Mythos von Tristan und Isolde entstammt einer keltischen Legende und wurde erstmals im Mittelalter
schriftlich überliefert. Diese tragische Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen einem Mann und einer Frau
ist älter als die Legende von Arthur und Guinevere in „Camelot“ oder auch Shakespeares „Romeo und Julia“.
„Das tragische Wesen dieser Liebesgeschichte hat ihren Reiz für mich nie verloren“, merkt Ridley Scott an. „Das
hat dramatisch und emotional eine so grosse Wucht, dass es Raum und Zeit absolut transzendiert.“
Scotts Faszination für den Stoff ist spürbar. Über zwei Jahrzehnte hinweg nahm er das Material immer wieder in
Angriff, ursprünglich auch mit dem festen Vorhaben, selbst Regie zu führen. Drehbuchautor Dean Georgaris
wusste von Scotts Begeisterung für den Mythos und schickte seine Version des Drehbuchs an Scott Free, die
Produktionsfirma von Ridley Scott und seinem Bruder Tony. Die Firma kaufte das Buch, in dem die Geschichte
nicht mehr in einem magischen Mittelalter erzählt wird, sondern in ein Universum verpflanzt wurde, das der
Realität deutlich näher kommen dürfte.
Obwohl Ridley Scott weiter an dem Projekt arbeiten wollte, machte er sich auf die Suche nach dem richtigen
Regisseur, der aus dem üppigen Material eine eigene Vision filtern würde. „Als Produzent dieses Films war die
wichtigste Aufgabe, den richtigen Regisseur zu finden und ihm die nötige Freiheit zu geben, seine eigene
Vorstellung umsetzen zu können“, merkt Ko-Produzentin Anne Lai an.
Scott nahm sofort Kontakt mit Kevin Reynolds auf, der bei Filmen wie Robin Hood – König der Diebe (1991),
Rapa Nui (1994) und Monte Cristo (2002) bereits bewiesen hatte, dass er ein Gefühl für derartige epische
Abenteuergeschichten besitzt. „Diese Geschichte hat etwas, was sie absolut unwiderstehlich macht“, sagt
Reynolds. „Sie ist unsagbar romantisch und traurig, eine wunderbare Tragödie, die nicht zuletzt an ,Romeo und
Julia’ erinnert.“
Angesiedelt ist die Geschichte bei den englischen Stämmen, die nach dem Fall von Rom über die Kontrolle ihrer
Ländereien kämpfen. In dieser Atmosphäre der totalen Auflösung, in der Chaos an Stelle jeder Form von
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Ordnung getreten ist, greifen die Angeln, die Sachsen und Juten das Land aus dem Osten an, während die
Truppen des irischen König Donnchadh (David Patrick O’Hara) vom Westen in Cornwall einfallen.
In einem dieser Dörfer wird Tristan (James Franco) von Lord Marke (Rufus Sewell) gross gezogen. Während
eines Angriffs der Iren, bei dem Tristans Familie getötet wurde, hatte Marke eine Hand verloren, als er den
Jungen verteidigte. Als junger Mann führt der charismatische Tristan Guerilla-Attacken auf die irischen Besatzer
an und zwingt dabei selbst die besten Krieger von König Donnchadh in die Knie. „Tristan ist nach der Ermordung
seiner Eltern erfüllt von Wut“, erzählt James Franco, den man aus den Spider Man-Filmen kennt und der einen
Golden Globe für seine Darstellung der Leinwandlegende James Dean in dem gleichnamigen Fernsehfilm erhielt.
„Er findet auch, dass sein Ziehvater der absolut ideale Mann dafür wäre, England wieder zu vereinen. Er würde
keinen Moment zögern, sich den irischen Truppen entgegen zu stellen.“
Lord Marke, merkt Rufus Sewell an, zeichnet sich durch seine Würde und seine Führernatur aus: „Wie man es
auch betrachten mag, das ist ein wahrer König, ein geborener Führer. Sein Problem ist, dass er seine Hand
verloren hat und sich buchstäblich nicht selbst verteidigen kann. Er ist nicht mehr der beste Krieger, als der er
sich einst ausgezeichnet hatte.“
Bei einem ihrer Überfälle kämpft Tristan wieder wie ein Löwe, aber er wird von einer vergifteten Klinge verletzt
und von seinen Mitstreitern für tot gehalten. „In einer Wikinger-Trauerzeremonie wird sein Körper in ein Boot
gelegt und auf die offene See geschickt“, berichtet James Franco. „Aber Tristan ist nicht tot. Sein Boot wird an die
Küste Irlands gespült, wo er die Frau trifft, die ihm das Leben rettet.“
Was Tristan nicht weiss: Seine Retterin ist die irische Prinzessin Isolde, die mutterlos unter der strengen Hand
ihres Vaters König Donnchadh aufwächst: „Isolde ist Teil der königlichen Familie von Irland – sie ringt verzweifelt
um ihre Freiheit“, meint Sophia Myles. „Sie besitzt auch eine sehr spirituelle Ader und hat eine Ahnung, dass sich
in ihrem Leben eine gewaltige Veränderung einstellen wird. Eines Tages findet sie einen bewusstlosen Mann, der
an den Strand gespült wurde. Für sie ist es Liebe auf den ersten Blick.“
Die beiden verlieben sich hoffnungslos ineinander. Für einen kurzen Moment können sie ihr Glück geniessen,
weit weg von den Problemen, die ihre Völker erbittert gegeneinander kämpfen lassen. „Er ist ein Krieger, aber für
ihn ändert sich alles, als er Isolde kennenlernt: seine Wahrnehmung von sich selbst und wie er zum Rest der
Welt steht“, sagt Franco. „Die Liebe zwischen den beiden ist einfach überwältigend“, fügt Myles hinzu. „Sie
kommt aus einer Familie, in der Ordnung alles ist, während er aus Umständen stammt, in denen es keinerlei
Strukturen gibt. Er hat sein ganzes Leben als Waise und Kämpfer verbracht. Sie sind wie Yin und Yang. Sie
passen perfekt zusammen.“
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Der irische König würde Tristan natürlich auf der Stelle töten lassen, wenn man ihn entdecken würde, also schickt
ihn Isolde zurück in die Sicherheit seiner Heimat England. Bei seiner Rückkehr zu Lord Marke verrät Tristan
nichts von dem, was ihm widerfahren ist.
In der Zwischenzeit versucht König Donnchadh mit allen Mitteln, Zwietracht unter den Engländern zu säen. So
lädt er alle englischen Lords zu einem Turnier, bei dem sie um Isoldes Hand kämpfen sollen. Ein Plan voller
Hinterlist: Eine Hochzeit würde nicht nur seinen Einfluss in England vergrössern, sondern auch eine Vereinigung
der Engländer fast unmöglich machen. „Lord Marke schickt seinen persönlichen Favoriten, Tristan, nach Irland.
Tatsächlich gewinnt er das Turnier und nimmt die Tochter Donnchadhs mit sich nach England – nicht wissend,
dass es sich bei besagter Tochter um seine geliebte Isolde handelt“, erzählt der Darsteller von Lord Marke, Rufus
Sewell, ein renommierter Bühnenschauspieler, den man aus Filmen wie Dark City (1998), Ritter aus Leidenschaft
(2001) und zuletzt Die Legende des Zorro (2005) kennt. „Und das ist das Dilemma: Hier haben wir diesen jungen
Mann, den Ziehsohn von Lord Marke. Und er ist verliebt in die Braut, die er für Marke nach England gebracht
hat.“
Marke heiratet Isolde und bereitet sich darauf vor, König eines nun vereinten Englands zu werden, um damit ein
für allemal die finsteren Pläne von Donnchadh Zunichte zu machen. „Marke ist sich nicht bewusst, dass das Herz
seiner Braut in Wahrheit Tristan gehört“, berichtet Sewell weiter. „Marke liebt aber nicht nur sie, sondern auch
Tristan, seinen Ziehsohn. Daraus entwickelt sich ein tragisches Liebesdreieck.“
„Tristan ist der klassische tragische Held, der hin- und her gerissen ist zwischen der Loyalität zu seinem König
und der überwältigenden Liebe, die er für die Frau seines Herzens verspürt“, sagt Franco. „Seine Tragödie
besteht darin, dass er bei seinem inneren Kampf auf keinen grünen Zweig kommt.“
Franco war der erste Schauspieler, der für den Film besetzt wurde. „James ist nicht nur ein herausragend
talentierter Schauspieler, sondern zeichnet sich auch durch seinen Einsatz und seine gewaltige
Konzentrationsfähigkeit aus“, sagt Ridley Scott. „Am Ende unseres ersten Treffens wussten wir, dass seine
Leidenschaft und Liebe für die Geschichte der unseren ebenbürtig war.“
Nach einem Lesetermin mit Franco nahmen die Filmemacher auch sofort Sophia Myles unter Vertrag, die man
bislang in Filmen wie Thunderbirds (2004), Underworld (2003) und From Hell (2001) gesehen hat, die aber in
TRISTAN & ISOLDE nun ihre erste Hauptrolle in einem Film spielt. „Sophia ist sehr talentiert und arbeitet sehr
instinktiv“, sagt der ausführende Produzent Jim Lemley. „Wir fanden, dass sie die nötige Unschuld, die nötige
Intelligenz und den nötigen Wagemut ausstrahlt, um Isolde sein zu können. Jeder, der ihr Vorführtape sah, war
völlig hingerissen.“
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„Das Drehbuch hat mich stark bewegt“, erinnert sich Myles. „Ich konnte es einfach nicht weglegen. Es war so
üppig und interessant. Gleichzeitig ist es eine sehr frustrierende Geschichte, weil man sich nichts mehr wünschen
würde, als dass die beiden zueinander finden. Aber sie können es nicht.“
Rufus Sewell komplettiert das Liebesdreieck als Lord Marke. „Wir suchten nach einem Schauspieler, der nicht
nur Stärke, Nobilität und väterliche Qualitäten vereinbart. Wir wollten einen Schauspieler, der Verletzbarkeit
darstellen kann, ohne dabei schwächlich zu wirken“, erzählt Regisseur Kevin Reynolds. „Obwohl man ihn eher für
seine düsteren Rollen kennt, ist Rufus in Wahrheit ein sehr charmanter Typ mit einem wachen Verstand. Wir
hoffen, dass er in diesem Film eine andere Seite von sich zeigen kann – eine Seite, die man noch nicht kennt.“
Lemley hatte mit dem schottischen Schauspieler David Patrick O’Hara bereits bei Braveheart (1995) gearbeitet
und dachte sofort an ihn, als es um die Besetzung des König Donnchadh ging. „Die Rolle zeichnet sich durch
Böswilligkeit und einen durchtriebenen Machtwillen aus, aber er ist kein Bösewicht wie aus einem Comic“, sagt
Lemley. „Dies ist ein Typ mit einer extrem kurzen Zündschnur. Aber er ist auch machtvoll und stoisch. Und das
lässt sich nicht so einfach darstellen. Als David zum Vorsprechtermin erschien, war er absolut perfekt.“
Weil er sich die Schlachten des Films voller Gewalt und wild vorstellte, aber mit einer relativ kurzen Drehzeit
konfrontiert war, wusste Regisseur Reynolds, dass er mit einem Stuntkoordinator arbeiten müsste, der über ein
umfassendes Wissen über die verschiedenen Kampfstile in den unterschiedlichen Epochen verfügt. „Es geht ja
nicht um riesige Staaten in diesem Film“, meint Reynolds. „Und die Anzahl der Kämpfer ist entsprechend
beschränkt. Deshalb kommt es mehr auf den persönlichen Kampfstil an, und das macht die Angelegenheit noch
bösartiger.“
Als Stuntkoordinator wählte Reynolds den erfahrenen Nick Powell, der bereits die legendären Filmschlachten in
Braveheart (1995), Gladiator (2000) oder Last Samurai (2003) gestaltet hatte. „Es gibt eine Kardinalregel, der ich
immer folge: Ich möchte, dass der Kampfstil immer absolut authentisch ist, egal an welchem Film ich arbeite“,
berichtet Powell. „Von Anfang an sollte ein Film einen gewissen Stempel aufgedrückt bekommen. In diesem Fall
ist es offensichtlich, dass sich der Kampfstil an der Ära des finsteren Mittelalters ausrichtet. Das Problem ist, dass
niemand wirklich weiss, wie damals gekämpft wurde. Aber man kann es sich ungefähr vorstellen, wenn man
einen Blick auf die damaligen Waffen wirft.“
Die erste Aufgabe war es jedoch, den Helden des Films entsprechend vorzubereiten. Beinahe sechs Monate vor
Beginn der Dreharbeiten begann James Franco mit dem Training. Als Powell zur Crew stiess, begann er
zusammen mit dem Schauspieler an der Stunt- und Kampfkoordination zu arbeiten und bildete ihn auch darüber
hinaus aus. „Ich habe mich seiner etwa vier Wochen vor seiner ersten Actionsequenz angenommen“, erinnert er
sich. „Im ersten Monat haben wir sieben Tage in der Woche gearbeitet und an der Choreographie und
Abwicklung der Kämpfe gefeilt. Er hat sehr hart gearbeitet, richtig in Form zu kommen und das Schwert so virtuos
einzusetzen, wie man das nun im Film sehen kann.“
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Fast die gesamte Besetzung musste sich in einer gewissen Form ausbilden lassen, ob es sich nun um die Arbeit
mit Pferden, Bogen oder Schwertern handelte. „Wir hatten riesiges Glück, weil die Schauspieler in diesem Film
sehr gut sind“, meint Powell. „Sie haben sich viel Zeit genommen, um den Umgang mit Schwertern oder anderen
Waffen glaubwürdig zu bewältigen. Sie verstehen die Bedeutung von Authentizität und haben hart gearbeitet, das
auch umzusetzen.“
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ÜBER DIE PRODUKTION
Nur wenig ist bekannt über den Zeitabschnitt zwischen dem Fall von Rom und dem Beginn der Renaissance, der
auch als finsteres Mittelalter bezeichnet wird. Dies machte Regisseur Reynolds und seinem Ausstatter Mark
Geraghty bei ihrem Unterfangen, diese Ära für die Produktion von TRISTAN & ISOLDE zum Leben zu erwecken,
schwer zu schaffen. „Keiner kann wirklich sagen, was im finsteren Mittelalter vorgefallen ist. Das kann eine gute,
aber auch eine schlechte Sache sein“, merkt Kevin Reynolds an. „Mark und ich nahmen uns erst einmal die
Aufzeichnungen vor, die belegten, was im römischen England des fünften Jahrhunderts bereits existierte. Dann
wandten wir uns dem neunten Jahrhundert zu, in dem man wieder begann, schriftliche Unterlagen zu führen.
Dann erlaubten wir uns Schätzungen, was in den fehlenden Jahrhunderten passiert sein musste.“
Reynolds verliess sich auf Geraghty, mit dem er bereits an Monte Cristo (2002) gearbeitet hatte. Der Regisseur
wusste, wie innovativ der Szenenbildner bei der Arbeit an seinen Designs sein kann. Vieles davon, meint
Geraghty, sei reine Vermutung und hinge stark von seinem Einfallsreichtum und seiner Fantasie ab. „Wie erweckt
man eine Zeit und einen Ort glaubwürdig zum Leben, wie er vor 1500 Jahren gewesen sein mag, ohne dabei aus
den Augen zu verlieren, dass das für ein heutiges Publikum auch interessant sein soll“, überlegt Geraghty. „Wir
erzählen nun mal eine Geschichte und machen keine Dokumentation. Also übernahmen wir die Teile, die uns
wirklich gefielen, und bastelten aus ihnen eine Welt, die unserer Vorstellung des finsteren Mittelalters entsprach.“
Geraghty und sein Team recherchierten, wie die Menschen damals lebten, womit sie Landwirtschaft betrieben,
von was sie sich ernährten und wie die Gebäude ausgesehen haben, in denen man die harten Zeiten überleben
konnte. „Welche Tiere hätte man damals um sich gehabt?“ fragt Geraghty. „Es gab so viele verschiedene Felder,
also mussten wir sehr erfindungsreich vorgehen. Wir mussten dabei immer die uns vorliegenden Informationen
mit den Anforderungen des Drehbuchs abgleichen.“
Sie folgerten, dass die meisten Gebäude aus Holz oder Stroh gewesen sein mussten, denn mit Ausnahme der
von den Römern zurückgelassenen Strukturen, gab es Bauten aus Stein in Grossbritannien erst wieder ab etwa
dem Jahr 1000.
„Bei dem irischen Schloss entschieden wir uns für keltische Einflüsse, weil wir uns sicher waren, dass es sie zu
diesem Zeitpunkt gegeben haben musste“, merkt er an. „Für die Bauten in England orientierten wir uns eher an
römischen Einflüssen.“
Um die Landschaften zu finden, wie die Filmemacher sie sich vorstellten, verbrachten Reynolds, Lemley und
Mark Geraghty Monate in Rumänien, Frankreich, Schottland und England, bevor sie sich schliesslich für die
Westküste Irlands und die Tschechische Republik entschieden. „Wenn man es ganz genau nimmt, dann wollten
wir einen Ort erschaffen, wie er niemals wirklich existiert hat“, meint Reynolds. „Also haben wir versucht, das
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Beste, was wir in Irland und der Tschechischen Republik finden konnte, in einem imaginären Ort
zusammenzuführen.“
Obwohl die Locations an der Westküste Irlands über genau den wilden, zerfurchten und zeitlosen Look verfügten,
wie man ihn sich für das Irland und das englische Cornwall des finsteren Mittelalters vorstellte, erwiesen sich ihre
Entlegenheit und das ständig wechselnde Wetter als andauernde Herausforderung für die Produktion. „Da gibt es
zahllose Variablen wie das Wetter und die Logistik, wie man an einen Drehort gelangt und wie man die Leute
dorthin schafft und wieder weg – das ist gewaltig!“ sagt Reynolds
Aber die Sache war es wert. „Ich hatte den Eindruck, dass es wichtig wäre, den Film dort zu drehen, um ihm
einen grösseren Look zu geben und insgesamt gewaltiger aussehen zu lassen“, sagt Reynolds.
Das Set mit dem Dunluce Castle von König Donnchadh wurde auf einer kleinen Insel an der Westküste von
Irland errichtet, auf den sandigen Stränden von Glassilaun. „Uns war es wichtig, ein Gefühl zu erzeugen, als gäbe
es diesen Ort bereits seit langer Zeit. Also versuchten wir das Schloss mit der Landschaft förmlich zu
verschmelzen. Das wäre etwas, wovon die Menschen damals beeinflusst gewesen wären“, gibt Geraghty zu
Protokoll. „Es war ziemlich schwierig, dort zu bauen und zu drehen, aber wir hatten den Eindruck, dass uns die
Location rein visuell so viel brachte, dass es die Unbequemlichkeiten mühelos wieder aufhob.“
Ein erklärtes Lieblingsset von Reynolds und Geraghty war das römische Bootshaus, wo Tristan und Isolde ihre
wenigen gemeinsamen Stunden miteinander verbringen. Wie viele der anderen Sets des Films wird auch das
Bootshaus vor laufender Kamera niedergebrannt. In der Nacht, in der dieses Set dem Feuer überlassen wurde,
wollte Reynolds seinem Szenenbildner die Ehre zuteil werden lassen, „das Streichholz anzuzünden“ – ein
Angebot, dass Geraghty nicht annahm. Während des gesamten Films war es ihm schlicht unmöglich, anwesend
zu sein, wenn eine seiner Kulissen zerstört wurde.
Wie bei der Ausstattung basierte auch das Kostümbild auf einer Mischung daraus, was bekannt war, was man
annehmen konnte und der Fantasie von Kostümdesigner Maurizio Millenotti. Der zweifach Oscar®-nominierte
Millenotti (für Hamlet (1990) und Othello (1986) konnte nicht auf allzu viele historische Beschreibungen aus der
Zeit des finsteren Mittelalters zurückgreifen. Seine Entwürfe waren sehr roh und rustikal, aber dennoch
bestechend ausgearbeitet und voller bemerkenswerter Details. „Wir sahen uns an, welche Materialien damals zur
Verfügung standen“, berichtet Millenotti und merkt an, dass definitiv römische und keltische Einflüsse in die
Schnittmuster eingeflossen wären.
Obwohl die Kostüme theoretisch aus einer finsteren Periode der Weltgeschichte zu stammen hätten, waren die
wichtigsten Qualitäten Komfort und Tragbarkeit. „Man musste diese Kostüme tragen können, als wären sie Jeans
und T-Shirts“, erklärt Millenotti. „Es sind die Sachen, die man jeden Tag anzieht. Wir gaben uns Mühe etwas
herzustellen, das sich so anfühlt, als stammte es aus jener Zeit und aus der Gegend, die wir zu zeigen
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versuchten. Gleichzeitig wollten wir Menschen auf die Leinwand bringen, mit denen das Publikum etwas
anfangen kann.“
Millenotti kam in Prag zehn Wochen vor Drehbeginn an und brachte eine ganze Lastwagenladung mit Stoffen mit,
die er in Italien gekauft hatte. Er richtete eine Werkstatt ein und fertigte 90 Prozent der Kostüme von Grund auf
an. Dann verlegte er die komplette Produktion drei Wochen vor Drehstart nach Irland. Sämtliche Details der
Lederarbeiten wurden ebenso von Hand gemacht wie auch die Stickereien an den Kleidern.
„Ich besuchte ihn in seiner Werkstatt, und da sass er und bestickte die Gewänder von Lady Serafine“, erinnert
sich Lemley. „Die Tatsache, dass er das nicht nur durchzog, sondern auch noch grosse Anmut walten liess, dass
er schaffen konnte, was er sich vorgenommen hatte, war ganz einfach unglaublich. Er ist wie ein Pate, ein
wirklich toller Typ.“
Sophia Myles, die gerade den Science-Fiction-Spass Thunderbirds in High Heels und pinkfarbener Chenille
abgedreht hatte, empfand die Kostüme für TRISTAN & ISOLDE als angenehm exotisch. „Es sind historische
Kostüme, und doch lassen sie sich ganz bequem tragen“, sagt sie. „Maurizio hat einen bestechenden
Geschmack. Es sieht nicht nur alles wundervoll aus, es trägt sich auch wundervoll. Alles ist aus Seide – das ist
wundervoll, einfach wundervoll.“
Um die richtige visuelle Textur für einen Film zu finden, der im finsteren Mittelalter spielt, aber doch eine sehr
zeitgemässe Sensibilität haben sollte, verpflichtete Reynolds den polnischen Kameramann Arthur Reinhart, der
ihm mit seiner Arbeit für den Film NIC aufgefallen war. „Im Rahmen der Möglichkeiten unseres eng gesteckten
Terminplans versuchten wir, so starke Bilder wie möglich zu komponieren“, erklärt Kevin Reynolds. „Der Film
sollte einen einzigartigen Look haben, und Arthur hat das auch geschafft.“
TRISTAN & ISOLDE ist der erste englischsprachige Film des Kameramanns (davor hatte er in englisch nur an
der TV-Miniserie „Children of Dune“ gearbeitet). „Als ich mich zum ersten Mal mit Kevin zusammensetzte,
einigten wir uns auf einen sehr dunklen, grauen und silbrig gesättigten Look für die Geschichte“, erinnert sich
Reinhart. „Wir wollten einen grossen Reichtum an Bildern, der der Tiefe der Emotionen der Figuren gerecht
werden sollte. Gleichzeitig wollten wir visuell einen Eindruck davon vermitteln, wie das finstere Mittelalter wohl
ausgesehen haben mochte.“
Das unbeständige Wetter in Irland machte Reinharts Kameracrew ebenso zu schaffen wie den Sets von
Geraghty. „In Irland die richtigen visuellen Anschlüsse zu finden, wo man in 15 Minuten sämtliche vier
Jahreszeiten durchläuft, ist eine Kunst für sich. Das Wetter ändert sich so schnell, dass man ihm fast nicht folgen
kann“, lacht Reinhart. „Wir hatten alle Hände voll damit zu tun, dass die Kamera nicht unentwegt wackelte.“ Von
den gewaltigen Wellen des Atlantik gar nicht zu sprechen, die mehr als einmal drohten, das Equipment mitsamt
Crew ins Meer zu spülen.
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ÜBER DIE BESETZUNG
JAMES FRANCO
als
Tristan
James Franco erhielt einen Golden Globe für seine viel gelobte Darstellung des Titelhelden in dem TNT-Film
„James Dean“, der von Mark Rydell inszeniert wurde. Seine Performance bescherte ihm überdies eine EmmyNominierung sowie eine Nominierung für einen Screen Actors Guild Award. Ausserdem spielte er den Harry
Osborn in Spider-Man (2002) und Spider-Man 2 (2004). Auch im dritten Teil der von Sam Raimi inszenierten
Comic-Franchise, der im Sommer 2007 in die Kinos kommen wird, übernimmt er den Part.
Unlängst sah man Franco in Robert Altmans The Company – Das Ensemble (2003) an der Seite von Neve
Campbell sowie in John Dahls The Great Raid (2005) mit Benjamin Bratt. Er war die Titelfigur in Nicolas Cages
Regiedebüt Sonny (2002) und hatte eine Hauptrolle in City by the Sea (2002) mit Robert De Niro, der von
Michael Caton-Jones inszeniert wurde. Weitere Filmarbeiten Francos umfassen die Martin Scorsese-Produktion
Deuces Wild – Wild in den Strassen (2002), Hoffnungslos verliebt (2000) und Ungeküsst (1999). Im Fernsehen
gehörte er zum Cast der hoch gelobten Serie „Freaks and Geeks“.
Franco ist Autor, Regisseur und Darsteller einer Reihe von kurzen Theaterstücken, darunter „Fool’s Gold“ und
„“The Ape“, die als Filme adaptiert wurden, und „Good Time Max“, der aktuell gedreht wird.
SOPHIA MYLES
als
Isolde
Sophia Myles wuchs als Tochter eines Priesters in Islesworth im Westen von London auf. Entdeckt wurde sie im
Alter von 16 Jahren von einem britischen Casting-Director, der sie in einer Schulaufführung sah und ihr einen
kleinen Part in der Fernsehfassung von „The Prince and the Pauper“ anbot. Gefilmt wurde während ihres
Schulabschlusses, und obwohl sie ihren Text jede Nacht in einem Hotel auswendig lernte, erhielt sie
ausgezeichnete Noten. Zu dieser Zeit spielte sie auch in Fay Weldons „Big Women“. Allerdings lehnte sie im
Anschluss einen Platz für ein Philosophiestudium in Cambridge ab, um ihre gesamte Zeit der Schauspielerei zu
widmen.
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Als nächstes erhielt Myles eine Rolle in Patricia Rozemas Mansfield Park (1999) und als Oliver Twists Mutter in
der Bleasdale-Adaption. Danach spielte sie an der Seite von Charles Dance in der ITV-Produktion „Nicholas
Nickleby“.
Zum Ausruhen blieb Sophia Myles keine Zeit. Es folgten Rollen in Stefan Schwartz’ The Abduction Club –
Entführer & Gentlemen (2002) mit Matthew Rhys und der amerikanische Thriller From Hell (2001), in dem sie als
Ehefrau von Johnny Depp zu sehen war. Mit Kate Beckinsale und Michael Sheen spielte sie in Underworld
(2003). Und in Thunderbirds (2004) war sie die Lady Penelope.
RUFUS SEWELL
als
Marke
Rufus Sewell hat sich einen Namen gemacht mit seiner ungewöhnlichen Auswahl von Projekten für Film,
Fernsehen und die Bühne. Unlängst kehrte er an den Broadway zurück, um in „Shining City“ von dem
renommierten Theaterautor Conor McPherson aufzutreten. Die in Dublin angesiedelte Geschichte erzählt von
einem Mann, der nach Beistand sucht, nachdem er den Geist seiner unlängst verstorbenen Frau gesehen zu
haben glaubt.
Vor kurzem sah man Sewell als Armand neben Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones in Die Legende des
Zorro (2005). In Sundance wurde Neil Burgers The Illusionist (2006) vorgestellt, in dem er neben Edward Norton
und Paul Giamatti spielt.
Sewell fiel einem grossen Publikum erstmals 1994 auf, als er sein Fernsehdebüt als Will Ladislaw in der BBCAdaption von „Middlemarch“ gab. Später spielte er den Petruchio in der modernen BBC-Adaption von
Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“.
Weitere Hollywood-Arbeiten von Rufus Sewell sind Ritter aus Leidenschaft (2001), Dark City (1998), Gefährliche
Schönheit – die Kurtisane von Venedig (1998) und Die Prophezeiung (2000). Ausserdem hatte er Rollen in
Christopher Hamptons Carrington (1995) mit Emma Thompson und Jonathan Pryce, sowie in John Schlesingers
Cold Comfort Farm (1995), Kenneth Branaghs Hamlet (1996), John Turturros Illuminata (1998) und The Very
Thought Of You mit Joseph Fiennes und Tom Hollander.
Auf der Bühne gab Sewell sein West End-Debüt 1993 als Thomas Kratsky in „Making It Better“, was ihm einen
Best Newcomer Award des London Critics Circle einbrachte. Sewell erhielt blendende Kritiken in der BroadwayProduktion von Brian Friels „Translations“ mit Brian Dennehy. Weitere bemerkenswerte Theaterarbeiten
umfassen „Rat in the Skull“ von Regisseur Stephen Daldry, die Titelrolle in „Macbeth“ am Londoner West End
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und seine umjubelte Darstellung in der Wiederaufführung von John Osbornes „Luther“ am Royal National
Theatre.
Sewell studierte an der Londoner Central School of Drama, bevor er sein Filmdebüt in Don Boyds 21 (1991) gab.
DAVID PATRICK O’HARA
als
König Donnchadh
Direkt im Anschluss an den Dreh von TRISTAN & ISOLDE stiess David Patrick O’Hara zum Cast von Martin
Scorseses neuem Film The Departed (2006). Der erfahrene englische Schauspieler ist einer der Stars der Serie
„The Commander“. Und er hatte vor kurzem eine Rolle in dem viel gelobten Film Hotel Ruanda (2004).
Geboren in Schottland mit irischen Vorfahren, gab O’Hara sein Filmdebüt in Das Ice-Cream-Syndikat (1984). Zu
seinen weiteren Filmarbeiten gehören Braveheart (1995), Stander (2004), Den of Lions (2003), Made (2001),
Heirat nicht ausgeschlossen (1997) und Fever (1999). Im Fernsehen spielte er in der Serie „Taggert“ und „One
By One“, sowie in „Crossfire Trail“, „The District“, „Jesus“, „Oliver Twist“ und „Prime Suspect 5“.
HENRY CAVILL
als
Melot
Henry Cavill wuchs auf der Kanalinsel Jersey auf. Mit dem Schauspiel begann er bereits in der Grundschule.
Auf der grossen Leinwand sah man ihn in Dennis Berrys Laguna (2001) mit Joe Mantegna. Seither spielte er in
Filmen wie Monte Cristo (2002) und I Capture The Castle (2003). Ausserdem hatte er Rollen in weniger
bekannten Filmen und Fernsehfilmen. Eine bewegende Leistung lieferte Cavill als Chas Quilter in „Inspector
Lynley’s Mysteries: Well-Schooled Murder“.
JB BLANC
als
Leon
JB Blanc wurde in Paris als Sohn einer englischen Mutter und eines französischen Vaters geboren. Im Alter von
drei Jahren zog er mit seiner Mutter nach Yorkshire, England, wo er aufwuchs und die Schule besuchte, bis er
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1990 seinen Abschluss an der Royal Academy of Dramatic Art machte. Mehr als 15 Jahre lang arbeitete er
hingebungsvoll im britischen Theater, darunter drei Jahre am Londoner Royal National Theater. Seine
Theaterarbeit umfasste alle Ausprägungen, vom experimentellen Theater über Welttourneen mit ShakespeareStücken hin zur klassischen griechischen Tragödie.
Seine Filmkarriere begann 2002 mit seiner bemerkenswerten Darstellung des Luigi Vampa in Monte Cristo
(2002). Nach diesem Erfolg zog er nach Los Angeles, wo er immer noch wohnt. Als nächstes sieht man Blanc in
dem Independentfilm Moonlight Serenade (2006).
THOMAS SANGSTER
als
Der junge Tristan
Thomas Sangster gab sein Fernsehdebüt in dem BBC-Film „The Adventures of Station Jim“, in dem er an der
Seite von Prunella Scales, George Cole und Frank Finlay spielte. Darauf folgte eine Hauptrolle in der ShowtimeProduktion „Bobbie’s Girl“ mit Jonathan Silverman, Bernadette Peters und Rachel Ward.
Direkt im Anschluss ging es weiter nach Vancouver, wo er in der Hauptrolle von „The Miracle of the Cards“ vor
der Kamera stand. Dann spielte er in der mit einem Emmy und einem BAFTA-Award ausgezeichneten BBCAdaption der Clive-King-Geschichte „Stig Of The Dump“ und dem Fernsehfilm „Daddy“, wo er neben Klaus Maria
Brandauer agieren durfte. Für diese Leistung wurde er 2003 beim Monte Carlo Film Festival mit einem Preis als
bester Schauspieler in einer Miniserie prämiert.
Tatsächlich... Liebe (2003) war Sangsters erste internationale Filmproduktion, in ihr ist er als Sohn von Liam
Neeson zu sehen. Dafür sicherte er sich eine Nominierung für einen Satellite Award als bester Nebendarsteller in
einem Musical/Komödie. Zu seinen Übungseinheiten bei der Vorbereitung für den Film gehörten
Schlagzeugunterricht und Tricks auf dem Skateboard. Zudem musste er seinen ersten Leinwandkuss meistern.
Seither spielte Sangster in der neuen BBC-Serie „Featherboy“ und war in dem Emma Thompson-Hit Eine
zauberhafte Nanny (2005) zu sehen.
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ÜBER DIE FILMEMACHER
KEVIN REYNOLDS
Regie
Kevin Reynolds wurde im texanischen San Antonio geboren. Nach dem Besuch der Baylor University, wo er Jura
studierte, schrieb er Reden für den damaligen Gouverneur von Texas. Ein paar Jahre später entschied er sich für
eine Laufbahn im Filmgeschäft. Er schrieb sich an der Filmschule der University of Texas in Austin ein und
wechselte dann an die Filmschule der University of Southern California. Sein Abschluss-Skript „Ten Soldiers“
wurde später von John Milius aufgegriffen, der daraus Die rote Flut (1984) machte. Steven Spielberg sah
Reynolds’ Abschlussfilm „Proof“ und bat ihn, auf dieser Prämisse beruhend das Drehbuch für einen
abendfüllenden Spielfilm zu schreiben. Das Ergebnis war Fandango (1984), seine erste Regiearbeit und erste
Zusammenarbeit mit dem Star des Films, Kevin Costner.
Reynolds und Costner arbeiteten später an Robin Hood – König der Diebe (1991), Rapa Nui (1993) und
Waterworld (1995). Bestie Krieg (1988), sein zweiter Film, ist bis heute seine Lieblingsarbeit. Ausserdem
inszenierte Reynolds 187 – Ein tödliche Zahl (1997) mit Samuel L. Jackson und zuletzt Monte Cristo (2002) mit
Guy Pierce und Jim Caviezel.
DEAN GEORGARIS
Drehbuch
Dean Georgaris schrieb zuletzt das Drehbuch zu Jonathan Demmes Der Manchurian Kandidat (2004) mit Denzel
Washington und Meryl Streep. Ausserdem verfasste er Jan De Bonts Lara Croft Tomb Raider – Die Wiege des
Lebens (2003) mit Angelina Jolie sowie John Woos Paycheck (2003) mit Ben Affleck und Uma Thurman.
Georgaris wuchs in New York auf und absolvierte das Swarthmore College, wo er Politikwissenschaften
studierte. Nach sechs Monaten in Florence fasste er den Entschluss, es mit einer Laufbahn im Filmgeschäft zu
versuchen. Er schrieb sich ins Regieprogramm der USC Film School ein, die er später verliess, um sich dem
Verfassen von Drehbüchern zu widmen.
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LIZA ELLZEY
Produktion
Liza Ellzey ist Senior Production Executive bei Twentieth Century Fox. Davor fungierte sie als Präsidentin von
Scott Free Entertainment, der Produktionsfirma von Ridley und Tony Scott. Sie war einer der Produzenten von
Curtis Hansons In den Schuhen meiner Schwester (2005) mit Cameron Diaz, Toni Collette und Shirley MacLaine.
Zudem war sie ausführende Produzentin bei Ridley Scotts letztem Film, Königreich der Himmel (2005), in dem
Orlando Bloom, Liam Neeson, Ed Norton und Jeremy Irons die Hauptrollen spielten.
Während ihrer Zeit bei Scott Free war Ellzey ko-ausführende Produzentin der HBO-Produktion „The Gathering
Storm“, ein Film mit Albert Finney und Vanessa Redgrave über das Leben von Winston Churchill, der für neun
Emmys nominiert wurde und drei gewinnen konnte. Unter anderen konnte Ellzey einen Preis für den besten
Fernsehfilm mit nach Hause nehmen. Des weiteren gewann „The Gathering Storm“ zwei Golden Globes,
darunter einen als bester Fernsehfilm, und drei BAFTA Awards.
2002 war Ellzey ausserdem die ko-ausführende Produzentin der TV-Reality-Show „AFP: American Fighter Pilot“
für CBS.
Vor ihrer Zeit bei Scott Free war Liza Ellzey Präsidentin von Sonnenfeld/Josephson, wo sie als assoziierte
Produzentin an Second Chance – Alles wird gut (2000) mit Burt Reynolds und Richard Dreyfuss arbeitete. Davor
war sie Vizepräsidentin von Douglas Wicks Red Wagon Productions.
Ihre Karriere hatte sie mit der Produktion der unabhängig entstandenen Low-Budget-Produktion The Poison
Tasters (1995) mit French Stewart begonnen, der 1995 in Cannes gezeigt wurde. In der Zeit zwischen dem Dreh
und der Festival-Aufführung verbrachte sie drei Jahre bei der Creative Artists Agency, wo sie als Assistentin in
der Motion Pictures Literary-Abteilung arbeitete.
GIANNINA FACIO
Produktion
Giannina Facio ist Ko-Produzentin von Ridley Scotts Tricks (2003) mit Nicolas Cage. Mit ihrer Produktionsfirma
Cara Films arbeitet sie gemeinsam mit Scott Free Productions an der Realisierung von Alles Bob, der von
Intermedia Films finanziert wird, The Big Blow von Regisseur Jake Scott, The Last Legion von und mit Jackie
Chan und Monopoly, bei dem es sich um eine Leinwandadaption des berühmten Brettspiels handelt. Ausserdem
ist sie als Produzentin von einem noch nicht betitelten Projekt vorgesehen, in dem es um die Gefahren der
Ozeanverschmutzung geht. Facio ist eine leidenschaftliche Umweltaktivistin und konnte für den Film die Surfer
und Filmemacher The Malloys als Regisseure gewinnen. Gemeinsam mit Ridley Scott wird sie des weiteren
einen Film über die Gucci-Dynastie herstellen, für den Gladiator-Autor William Nicholson das Drehbuch
beisteuert.
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Facio wurde in Costa Rica geboren, zog aber noch als Kind nach Washington, DC, wo ihr Vater als Botschafter
von Costa Rica arbeitete. Ein Jahrzehnt später kehrte sie in ihre Heimat zurück, nur um im Alter von 14 Jahren
nach Italien zu ziehen, wo sie ihre Schulausbildung abschloss und Kunst, Tanz und Sprachen studierte. Sie
machte ihren Abschluss als Simultanübersetzerin in vier Sprachen. Aber ihre grosse Leidenschaft blieb weiterhin
die Kunst.
Ihre professionelle Laufbahn begann sie als Tänzerin, zuerst für die nationale Tanztruppe Italiens, später für die
Tanzgruppe Costa Ricas. Sie versuchte sich als Schauspielerin und gewann diverse Preise in Italien. Nach 17
Filmen und zwei Fernsehserien wandte sie sich der Produktionsseite zu.
MOSHE DIAMANT
Produktion
Moshe Diamant war Produzent und ausführender Produzent einer umfassenden Liste von Filmen. Dazu gehören
Kansas (1988) mit Matt Dillon, Die Trottel vom Texas-Grill (1988) mit Gene Hackman und Teri Garr, Final Game
(1989), Men at Work (1990) mit Emilio Estevez und Charlie Sheen, John Woos Harte Ziele – Hard Target (1993),
Maximum Risk (1996) mit Jean-Claude Van Damme, Timecop (1994), Men of War (1994), Sudden Death (1995),
The Quest – Die Herausforderung (1996), The Body (2001) und The Musketeer (2001).
Nach Extreme Ops (2002) mit Rufus Sewell, Devon Sawa und Bridgette Wilson-Sampras produzierte Diamant A
Sound Of Thunder (2004) mit Edward Burns, Ben Kingsley und Catherine McCormack, Hairy Tale (2004) mit
Matthew Modine und Roma Downey, David Mamets Spartan (2004) mit Val Kilmer, Derek Luke und William H.
Macy sowie Imaginary Heroes (2004) mit Sigourney Weaver, Jeff Daniels und Emile Hirsch.
ELIE SAMAHA
Produktion
Elie Samaha war Chairman und CEO von Franchise Pictures, der es in kürzester Zeit gelang, sich als eine der
umtriebigsten Produktions- und Ko-Finanzierungsfirman der Entertainment-Industrie zu etablieren.
In nur dreieinhalb Jahren machte Samaha Franchise Pictures zu einem mächtigen Ministudio, für das einige der
grössten internationalen Stars vor der Kamera standen, darunter Michael Douglas, Bruce Willis, Matthew Perry,
Jack Nicholson, Marlon Brando, Jennifer Lopez, Kevin Costner, Danny DeVito, John Travolta, Sylvester Stallone,
Sean Penn, Cameron Diaz, Wesley Snipes, Gene Hackman und Kevin Spacey.
Franchise Pictures hatte einen umfassenden US-Outputdeal mit Warner Bros., der im Februar 2000 mit der
beliebten Komödie Keine halben Sachen (2000) mit Bruce Willis und Matthew Perry begann, die auch eine
Fortsetzung, Keine halben Sachen 2 – Jetzt erst recht (2004) nach sich zog. Ausserdem wertete Warner die
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Franchise-Filme Art of War (2000) mit Wesley Snipes, Das Versprechen (2001) mit Jack Nicholson und von Sean
Penn, David Mamets Heist – Der letzte Coup (2001) mit Gene Hackman und Danny DeVito und Ein ungleiches
Paar – Der eine hart, der andere zart (2003) mit Michael Douglas und Albert Brooks aus.
Weitere von Warner in die Kinos gebrachte Franchise-Filme umfassen Angel Eyes (2001) mit Jennifer Lopez und
Jim Caviezel, Crime Is King (2001) mit Kurt Russell und Kevin Costner, Driven (2001) mit Sylvester Stallone,
FearDotCom (2002) mit Stephen Dorff, Natascha McElhone und Stephen Rea, City by the Sea (2002) von
Michael Caton-Jones und mit Robert De Niro, Frances McDormand und James Franco, sowie Ballistic: Ecks vs.
Sever (2002) mit Antonio Banderas und Lucy Liz. Im März 2004 kam David Mamets Spartan (2004) mit Val
Kilmer und Derek Luke in die Kinos.
ARTHUR REINHART
Kamera
Der polnische Kameramann Arthur Reinhart fiel Kevin Reynolds auf, als er den Independentfilm NIC aka Nothing
(1998) sah. Reinhart gewann für seine Arbeit an dem Film eine Reihe von Preisen, darunter einen Goldenen
Frosch beim Cameraimages Film Festival in Polen. Unlängst arbeitete der Kameramann an der FernsehMiniserie „Children of Dune“.
TRISTAN & ISOLDE ist der erste englischsprachige Spielfilm von Arthur Reinhart.
MARK GERAGHTY
Ausstattung
Mark Geraghty hat an einer Reihe unterschiedlichster Independentproduktionen für Regisseure wie Jim Sheridan,
Stephen Frears und Michael Winterbottom gearbeitet.
Zuerst war Geraghty Szenenbildner für Winterbottom bei dessen Fernsehfilm „Family“. Ausserdem stand er dem
Filmemacher bei dessen bemerkenswerten Drama Welcome to Sarajevo (1997) zur Seite.
Geraghty war zudem Ausstatter der beiden jüngsten Filme von Jim Sheridan: zunächst bei In America (2002),
dann bei Get Rich Or Die Tryin’ (2005).
Seine weiteren Filmarbeiten umfassen Rat (2000), Allein gegen das Verbrechen (2000), Alles ist erleuchtet
(2005), The Debt Collector (1999) und der von Kevin Reynolds inszenierte Monte Cristo (2002), sowie Heirat
nicht ausgeschlossen (1997), Tanz in die Freiheit (1998) und Stephen Frears’ Fisch & Chips (1996).
Seine Karriere begann er als Assistent des Art Directors bei Mein linker Fuss (1989).
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PETER BOYLE
Schnitt
Peter Boyle wurde für seine Arbeit an Stephen Daldrys The Hours (2002) mit Nicole Kidman für einen Oscar®
nominiert. Mit Regisseur Kevin Reynolds arbeitete er an dessen Filmen Waterworld (1995), Rapa Nui (1994),
Robin Hood – König der Diebe (1991) und Bestie Krieg (1988).
Boyle wurde im englischen Formby geboren. Seine Karriere begann er als Assistent des Schnittmeisters bei
Richard Lesters Die drei Musketiere (1973). In gleicher Funktion arbeitete er auch an Lesters Die vier Musketiere
(1974), Robin und Marian (1976) und Der Mörder lauert in der Sauna (1976), sowie an Karel Reisz’ Dreckige
Hunde (1978) und Ken Annakins Das Geheimnis der eisernen Maske (1979). Sein erster Film als Cutter war L.A.
Prisoner (1980). Zu seinen weiteren Filmen seither zählen Auf Messers Schneide (1984), Auf den Schwingen
des Todes (1987), Sommersby (1993), Was ihr wollt (1976) und Quills – Macht der Besessenheit (2000).
MAURIZIO MILLENOTTI
Kostüm
Maurizio Millenotti hat mit den anspruchsvollsten und renommiertesten Filmemachern Italiens gedreht, darunter
Federico Fellini, Franco Zeffirelli, Ermanno Olmi und Giuseppe Tornatore. Für zwei Filme Zeffirellis konnte er sich
Oscar®-Nominierungen sichern: die Opernadaption Othello (1986) und Shakespeares Hamlet (1990) mit Mel
Gibson in der Titelrolle. Für die Bühne entwirft er seit den frühen 70er Jahren Kostüme. Sein Filmdebüt gab er
1984 mit Fellinis (Fellinis Schiff der Träume)
Millenotti hat für eine Reihe von Filmprojekten von Icon Productions gearbeitet. Dazu gehören Mel Gibsons
Sensationserfolg Die Passion Christi (2004) und Bernard Roses Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte
(1994). Ausserdem war er Kostümdesigner von Filmen wie Peter Greenaways Der Bauch des Architekten (1987),
Fellinis Die Stimme des Mondes (1990), Olmis Il Segreto Del Bosco Vecchio (1993) und Tornatores Die Legende
vom Ozeanpianisten (1998) und Der Zauber von Malèna (2000).
ANNE DUDLEY
Musik
Anne Dudley gehört zu den Originalmitgliedern von Art of Noise, die sich 1999 wieder zusammenfanden.
Zu ihren zahlreichen Filmarbeiten gehören Bright Young Things (2003), Koy… Mil Gaya(2003), Extreme Rage
(2003), American History X (1998), Crying Game (1992) und Teen Lover (1989). Gegenwärtig arbeitet sie an
Paul Verhoevens neuem Film Zwartboek (2006).
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