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Hygieneplan in der Praxis – was ist zu beachten? Dr. med - BDC

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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 1
Hygieneplan in der Praxis –
was ist zu beachten?
Dr. med. Rainer Woischke
Kulmbach
Urheberrecht und Copyright - Dr. med. Rainer Woischke,
Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
Luitpoldstr. 11, 95326 Kulmbach
Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 2
Inhaltsverzeichnis
1.
2.
2.1.
2.2.
2.3.
2.4.
2.5.
3.
3.1.
3.2.
3.3.
4.
5.
5.1.
5.2.
5.3.
5.4.
5.5.
5.6.
5.7.
6.
7.
7.1.
7.2.
7.3.
Grundsätzliches
Händehygiene (Desinfektion Hände)
Händewaschung
Hygienische Händedesinfektion
Chirurgische Händedesinfektion
Hautschutz und Hautpflege
Medizinische Schutzhandschuhe
Reinigung und Desinfektion von Flächen
Durchführung von Flächendesinfektion
Wiederbenutzung desinfizierter Flächen
Bodenreinigung und -desinfektion
Wiederkehrende + Spezielle Arbeiten
Punktionen und Injektionen
Desinfektionsmittel und Einwirkzeit
Punktions- und Infusionssysteme
Vorschrift Blutentnahme
Vorschrift Notfallplan
Vorschrift Notfallmedikamente
Vorbereitung Punktionen und Injektionen
Durchführung Punktionen und Injektionen
Desinfektion der Haut
Aufbereitung von Medizinprodukten
Zuständigkeit, Sachkenntnis des Personals
Vorbereitende Arbeiten am Morgen
Seal Check und Peel-Test
Bowie Dick-Test oder
Twin-Tube
Durchführung Aufbereitung von Medizinprodukten
Risikobewertung und Einstufung
Aufbereitungsschritte
Unreiner Bereich
Sono-Check
Reiner Bereich
BAG Chemo-Strip
BAH Heli-Pac, LEAK-Test oder
Twin-Tube
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Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
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7.4.
7.5.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
Dampfsterilisatoren, Hohlkörper
Abschließende Arbeiten am Abend
Medizinprodukte-Betreiberverordnung
Prüfverfahren und Validierung von med. Geräten
Betriebs-, Installations-, Leistungsqualifikation
Validierung RDG und Steri
Crile-Klemmen + Anschmutzung
Validierung Durchlaufsiegelgerät
Prävention postoperativer Infektionen im OP-Gebiet
Anforderungen der Hygiene bei Operationen und
anderen invasiven Eingriffen
Anhang zur Anlage zu Ziffern 5.1 und 4.3.3
Anforderungen der Hygiene beim ambulanten
Operieren in Krankenhaus und Praxis
Raumlufttechnische Anlagen
MRSA
Infektionsschutzgesetz
Surveillance nosokomialer Infektionen
MedHygV
Trinkwasserverordnung - TrinkwV
Desinfizierende Wäsche von Textilien (Aufbereitung
der Wäsche) + SIMICON TEX Bioindikatoren
Aufbereitung der OP-Schuhe
Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) 18,
Vollzugshilfe Entsorgung von Abfällen aus dem
Gesundheitsdienst, Stand Sept.2009
Hinweise und Abkürzungen
Literaturverzeichnis
Farbkennung
R. Woischke XXX,
RKI, DGUV, AMWV, DGKH XXX,
Kremmel (GAA) XXX,
Gesetze, DGSV, LAGA XXX,
LGL, Zinn, Tabori, Weidenfeller XXX
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 4
1.Grundsätzliches
Verantwortlichkeiten
Verantwortlich ist zusätzlich grundsätzlich jeder für seine Arbeit,
auch wenn für ein von der Rangordnung höhergestellter Mitarbeiter
verantwortlich ist.
Im Klartext vereinfacht ausgedrückt:
Juristisch wird bei einem Ereignis jede Auszubildende oder jede
MFA ihre eigene Arbeit bestraft, auch wenn die grundsätzliche
Verantwortung beim Arzt liegt und bereits der Arzt für seine Arbeit
verantwortlich ist und bestraft wird.
Keiner kann tun und lassen, was er will.
Vorschrift jährliche Einweisung in den Hygieneplan
Ein- und Unterweisungen mit Klärung von Fragen erfolgen jährlich
anläßlich einer Teambesprechung = TB am (um den) 15.10. des Jahres,
bei Bedarf sofort.
Vorschrift Lesepflicht
Jeder Mitarbeiter muß den Hygieneplan lesen und wissen, wie er zu
finden ist (Computer und/oder Papier). Das männliche Wort gilt immer für
die weibliche Bezeichnung mit.
Geltungsbereich des Hygieneplanes
für alle Mitarbeiter operativer Praxen:
alle Ärzte und Chefs
alle Angestellten einschl. Reinigungspersonal
bei nur ausschließlich in Verwaltung (z.B. Abrechnung) Tätigen gilt
Vorschrift Haare, Fingernägel und Schmuck nicht
Vorschrift doppelter Umkleideschrank (ArbStättV10)
In der Umkleide sind ein Schrank mit 2 getrennten Fächern oder 2
Schränke pro Mitarbeiter. Die private Kleidung wird immer in eine z.B.
linke Seite gelegt und die Berufskleidung aus dem anderen Fach
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 5
genommen, in das am Dienstende die Berufskleidung zurückgehängt
wird. Analoges gilt für die Schuhe.
Vorschrift getrennte Wäsche
Die Berufskleidung wird nicht zusammen mit der privaten Kleidung
gewaschen, sondern getrennt, z.B.
-in der Praxis oder
-durch eine Firma.
Hierzu wird die Berufswäsche sofort nach Verunreinigung, spätestens
am Freitag (bei uns) ins Praxis-Waschhaus gebracht und gewaschen.
Zum Waschen und den vorgeschriebenen Hygienekontrollen siehe AA.
Als zugelassenes Waschmittel wird ELTRA verwendet.
Vorschrift Schmuck
Eine Studie belegt die erhöhte Perforationshäufigkeit von OPHandschuhen beim Tragen von Ringen [158]. Im Übrigen behindern
Schmuckstucke die sachgerechte Hygiene.
An Händen und Unterarmen dürfen daher keine Schmuckstücke, Uhren
oder Ringe getragen werden (Kategorie IV, [173]). (RKI07.3).
auch nicht an Kopf und Hals Behindert PSA (Persönliche
Schutzausrüstung), kann herunterfallen + zum Eigenschutz: Kind hält
sich an Ohrring oder Kette fest. Keime an Piercing?
Ausnahme: bedeckter Rumpf
Gilt immer, außer für ausschließlich in Verwaltung Tätige
Vorschrift Haare
Haare dürfen nicht lang getragen werden, weil sie besonders beim
nach Vornebeugen mit Wunden und sterilem Material in Kontakt
kommen  z.B. sicher hochstecken.
Gilt immer, auch für die Rezeption wegen plötzlichen Notfällen oder
Hilfe in den Zimmern, außer für ausschließlich in Verwaltung Tätige.
Vorschrift Fingernägel
Das Tragen künstlicher Nägel konnte als Quelle von Ausbrüchen
nosokomialer Infektionen identifiziert werden [148–157].
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● Die Mitglieder des OP-Teams müssen kurze und rund geschnittene
Fingernägel haben und dürfen keine künstlichen Fingernägel tragen
(Kategorie IV [173], Kategorie IA). (RKI07.3).
Gilt für alle Mitarbeiter, da jederzeit verbunden und operiert wird,
außer für ausschließlich in Verwaltung Tätige.
2. Händehygiene
unbedingt lesen!  Gilt für alle!
Zu unterscheiden sind
2.1Händewaschung
2.1a Bei sichtbar verschmutzten Händen und bei Dienstbeginn sollte
vorab das Waschen mit Wasser und Seife für maximal eine Minute
erfolgen (ASH.KVB S.6).
Hände und Fingernägel aller Mitarbeiter müssen sauber sein.
Da die Hand insbesondere zu Dienstbeginn, allerdings mit
Bakteriensporen kontaminiert sein kann [163], Alkohole aber nicht
sporozid wirken [164], sollten die Hände einmal gewaschen werden.
(RKI07.3).
Es gibt keine Daten zum Nutzen der Waschphase mit und ohne Bürste.
Durch Benutzung einer Bürste [160] sowie durch alleinige
Seifenwaschung kann die Erregerzahl auf den Händen sogar erhöht
werden [161, 162]. (RKI07.3).
2.1bVor der am Op.-Tag erstmalig durchgeführten chirurgischen
Händedesinfektion werden Hände und Unterarme bis zum Ellenbogen
mit nach oben gerichteten Fingerspitzen und tief liegendem Ellenbogen
während etwa 1min mit einem Handwaschpräparat gewaschen. Länger
dauernde Händewaschungen sind wegen potenzieller Hautschädigung
abzulehnen, zumal dadurch keine weitere Keimzahlverminderung
erreicht wird [21, 22, 23].Nach Abtrocknen mit einem keimarmen
Einmalhandtuch [24] wird die Händedesinfektion durchgeführt [13].
(RKI00.3 S.232).
Bedingungen für die chirurgische Händedesinfektion sind(Kategorie I B):
- Fingernägel müssen kurz und rund geschnitten sein.
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- Es dürfen keine Nagelbettverletzungen oder entzündliche Prozesse
vorhanden sein.
- Ausschließlich Nägel und Nagelfalze sollen bei Bedarf mit weicher (!),
(thermisch) desinfizierter Kunststoffbürste und hygienischem
Handwaschpräparat gereinigt werden [19, 20]. Bürste nur bei
sichtbarer Verschmutzung der Nägel und Haut (JS14.3)
- Bürsten der Hände und Unterarme ist wegen Hautirritation und höherer
Keimabgabe zu unterlassen [13], (Kategorie I A). (RKI00.3 S.232) .
Bei Kombination von Waschung und Desinfektion, die selten
erforderlich ist, kann es zu Hautschäden kommen.
Die Dauer der Händewaschung als Maßnahme der praechirurgischen
Händehygiene wurde über die Jahre immer stärker verkürzt und ist
mittlerweile nicht mehr integraler Bestandteil der chirurgischen
Händedesinfektion.8
Jedoch sind bakterielle Sporen, wie bereits durch Robert Koch
beschrieben, gegenüber Alkoholen resistent. Deshalb ist die
alkoholische Händedesinfektion zur sicheren Verhinderung der
Übertragung von z. B. Clostridium difficile ungeeignet. Hier bleibt nur der
mechanische Schutz vor Kontamination und die Entfernung durch die
Händewaschung oder die Anwendung spezieller Mittel auf
Peressigsaurebasis. (RKI12.17 S.144)
Waschlotionen
Die Waschlotionen müssen frei von pathogenen Keimen sein.
Empfehlenswert ist die Verwendung von Einmalflaschen, weil die
Wiederaufbereitung und das Nachfüllen mit Kontaminationsrisiken
verbunden sind (Kategorie III).
Seifenstücke sind nicht zulässig (Kategorie I B). (RKI00.3 S.231)
Vorschrift Hände waschen
Wir verwenden grundsätzlich 1000ml Einmalflaschen Softaskin.
Beim Öffnen zum Wechsel der Flaschen wird das Anbruchsdatum auf
die Flasche notiert
Händewaschung bei uns mit Softaskin,
Durchführung wie oben angegeben
Hinweise zur Anwendung und Dosierung (B13.11)
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Zur Händewaschung ca. 3 ml Softaskin® verwenden.
Für Patientenwaschungen vor operativen Eingriffen oder bei Inkontinenz
ca. 3–5 ml Softaskin® auf einem feuchten Schwamm oder Waschlappen
verteilen, anwenden und mit handwarmem Wasser abwaschen.
Für Vollbäder ca. 20 ml Softaskin® vor Einlaufen des Wassers in die
Wanne geben.
Vorschrift Spender
Spender an jedem Waschbecken!
Die Spender müssen 4 wöchentlich mit heißem Wasser gereinigt
und durchgespült werden, anschließend Desinfektion mit Meliseptol
durch Abwischen und Durchspülen.
2.2.Hygienische Händedesinfektion
Die hygienische Händedesinfektion richtet sich nur gegen mikrobielle
Kontaminationen. Sie ist gegen Bakterien und Pilze deutlich wirksamer
als die Waschung. Die Wirkung gegen Viren ergibt sich aus der
Deklaration „begrenzt viruzid“ (wirksam gegen behüllte Viren) oder
„viruzid“ (wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren). Die hygienische
Händedesinfektion ist die wichtigste Einzelmaßnahme zur Prävention
nosokomialer Infektionen.(RKI12.17 S.144).
Durch die hygienische Händedesinfektion sollen Krankheitserreger auf
den Händen (transiente Flora) soweit reduziert werden, dass deren
Weiterverbreitung verhindert wird. Die hygienische Händedesinfektion
führt zu deutlich höherer Keimzahlverminderung als die hygienische
Händewaschung (KVB11.04).
Transiente Flora = die zeitweilig auf der Haut befindlichen Erreger, wie
sie etwa nach dem Kontakt mit Patienten oder infektiösem Material
auftreten (KVB13.2ASH).
Bei der hygienischen Händedesinfektion das Händedesinfektionsmittel in
die hohlen, trockenen Hände applizieren und über 30 Sekunden nach
den unten aufgeführten Schritten bis zu den Handgelenken kräftig
einreiben. Die Bewegungen jedes Schrittes jeweils fünf Mal durchführen,
bevor zum nächsten Schritt gegangen wird. Um die erforderliche
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Einreibedauer einzuhalten, sind im Bedarfsfall nach Beendigung des
sechsten Schrittes einzelne Schritte zu wiederholen (KVB13.12)
Eine hygienische Händedesinfektion ist erforderlich (Kategorie I B)
(RKI00.3 S.231):
- vor dem Betreten der reinen Seite der Personalschleuse von
Operationsabteilungen, Sterilisationsabteilungen und anderen
Reinraumbereichen,
- vor invasiven Maßnahmen, auch wenn dabei Handschuhe (steril oder
nicht sterilisiert) getragen werden (z. B. Legen eines Venen- oder
Blasenkatheters, vor Angiographie, Bronchoskopie, Endoskopie,
Injektionen, Punktionen),
- vor Kontakt mit Patienten, die im besonderen Maße infektionsgefährdet
sind (z. B. Leukämiepatienten, polytraumatisierte Patienten, bestrahlte
oder sonstige schwer erkrankte Patienten, Verbrennungspatienten),
- vor Tätigkeiten mit Kontaminationsgefahr (z. B. Bereitstellung von
Infusionen,
Herstellung von Mischinfusionen, Aufziehen von Medikamenten),
- vor und nach jeglichem Kontakt mit Wunden,
- vor und nach Kontakt mit dem Bereich der Einstichstellen von
Kathetern, Drainagen u. Ä.,
- nach Kontakt mit potenziell oder definitiv infektiösem Material (Blut,
Sekret oder Exkremente) oder infizierten Körperregionen,
- nach Kontakt mit potenziell kontaminierten Gegenständen,
Flüssigkeiten oder Flächen (Urinsammelsysteme, Absauggeräte,
Beatmungsgeräte, Beatmungsmasken, Trachealtuben, Drainagen,
Schmutzwäsche,Abfälle u. Ä.),
- nach Kontakt mit Patienten, von denen Infektionen ausgehen können
oder die mit Erregern von besonderer krankenhaushygienischer
Bedeutung besiedelt sind (z. B. MRSA),
- nach Ablegen von Schutzhandschuhen bei stattgehabtem oder
wahrscheinlichem Erregerkontakt oder massiver Verunreinigung.
(RKI00.3 S.231)
bei uns gilt übersichtlicher
Vorschrift Hygienische Händedesinfektion
ist bei laufender Tätigkeit wiederholt durchzuführen, insbesondere
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zu Denstbeginn,
nach dem Toilettengang,
vor und nach Patientenkontakt, vor und nach Verbinden.
Natürlich gilt: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, dann nur 1x
desinfizieren.
Hygienische Händedesinfektion ist effektiver und schonender als
Hände waschen.
Wir verwenden grundsätzlich 1000ml Einmalflaschen Softaman.
Beim Öffnen zum Wechsel der Flaschen wird das Anbruchsdatum auf
die Flasche notiert
Durchführung wie oben angegeben
Hinweise zur Anwendung und Dosierung (B12.02)
Vorschrift Spender
Spender an jedem Waschbecken oder neben der Türe (in jedem
Zimmer, Küche, Toilette und in den OPs!)
Die Spender müssen halbjährlich (BK14) abgeschraubt, mit heißem
Wasser gereinigt und durchgespült werden, anschließend
Desinfektion mit Desinfektionsmittel durch Abwischen und
Durchspülen.
bei uns mit Meliseptol
2.3.Chirurgische Händedesinfektion
Ziel der chirurgischen Händedesinfektion ist es, die transiente – also
die zeitweilig auf der Haut befindliche – Hautflora abzutöten und auch
die residente Hautflora – also die dauerhaft in den tieferen
Hornschichten, Hautdrüsen und Haarfollikeln befindlichen Bakterien –
auf ein Minimum zu reduzieren(KVB13.2.ASH).
Die chirurgische Händedesinfektion ist vor allen operativen Eingriffen
durchzuführen (Kategorie I A) (RKI00.3).
Bedingungen sind (Kategorie I B): siehe oben Händewaschung, ferner
- Armaturen und Spender dürfen nicht über Handkontakt bedient
werden!
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Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet (RKI07.3
S.384).
4.1.9 Chirurgische Händedesinfektion
Voraussetzungen
Die Haut muss intakt (frei von infizierten Läsionen) und regelmäßig
gepflegt sein [19]. siehe 2.4Hautschutz und Hautpflege
● Alle Mitglieder des OP-Teams mit direktem Kontakt zum
Operationsfeld müssen vor Beginn ihrer Tätigkeit eine chirurgische
Händedesinfektion durchführen (Kategorie IA). (RKI07.3 S.384).
Durch Benutzung einer Bürste [160] sowie durch alleinige
Seifenwaschung kann die Erregerzahl auf den Händen sogar erhöht
werden [161, 162]. Die Aktivitat der alkoholischen Händedesinfektion
wird durch die unmittelbar vorausgehende Seifenwaschung reduziert
[163]. Daher ist die Waschphase bei optisch sauberen Händen als
Bestandteil der chirurgischen Händedesinfektion nicht mehr
generell erforderlich [159, 163].
Da die Hand insbesondere zu Dienstbeginn, allerdings mit
Bakteriensporen kontaminiert sein kann [163], Alkohole aber nicht
sporozid wirken [164], sollten die Hände zu Dienstbeginn,
spätestens aber vor Anlegen der OP-Bereichskleidung in der OPSchleuse, einmal gewaschen und abgetrocknet werden. Die
Zeitspanne bis nach der Einschleusung gewährleistet eine ausreichende
Abtrocknung der Restfeuchte der Haut bis zur alkoholischen
Händedesinfektion, so dass die Wirkung der Desinfektion nicht mehr
beeinträchtigt wird [163]. (RKI07.3 S.384)..
Bei der Händedesinfektion müssen alle Hautareale bis zum Ellenbogen
benetzt werden, zunächst Unterarme und Hände, anschließend Hände
mit Einreibeverfahren nach EN 12791(siehe unten) (RKI07.3 S.384)..
Das Hauptaugenmerk beim Einreiben soll auf die Fingerkuppen,
Nagelfalze und Fingerzwischenraume gelegt werden (RKI07.3 S.384).
Bei Aufeinanderfolge kurzer Eingriffe (Op.+ Op.-Pause <60 min) mit
geringer Kontaminationswahrscheinlichkeit (intakter Handschuh!) kann
vor dem nächsten Eingriff die Händewaschung unterbleiben
[26],(Kategorie II). (RKI00.3 S.232)
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Die Hände sollen aus folgenden Gründen luftgetrocknet sein, bevor die
OP-Handschuhe angelegt werden:
verringerte Perforationsgefahr der Handschuhe [167], geringeres
Irritationsrisiko und signifikante Wirkungsverbesserung der alkoholischen
Handedesinfektion bei 1 min Lufttrocknung [168] (RKI07.3 S.384).
Vorschrift Spender
Spender an jedem Waschbecken oder neben der Türe (in jedem
Zimmer und in den OPs!)
Die Spender müssen halbjährlich (BK14) abgeschraubt, mit heißem
Wasser gereinigt und durchgespült werden, anschließend
Desinfektion mit Desinfektionsmittel durch Abwischen und
Durchspülen.
bei uns mit Meliseptol
In Deutschland sind Händedesinfektionsmittel für medizinische
Zwecke Arzneimittel, d. h. sie werden nach strengen Kriterien auf
Wirksamkeit, Vertraglichkeit und Qualitat gepruft. Mit der VAH-Liste
(VAH = Verbund für angewandte Hygiene) und der Liste des Robert
Koch-Instituts (RKI) stehen zwei herstellerunabhangige und für die
jeweils gültige Zielstellung anzuwendende Listen wirksamer
Desinfektionsmittel zur Verfügung (RKI12.17 S.144)
www.vah-online.de > Desinfektionsmittel-Liste (kostenpflichtig) oder
www.rki.de Pfad: Startseite > Infektionsschutz > Krankenhaushygiene >
Desinfektion.
Alkoholisches Händedesinfektionsmittel zur chirurgischen
Händedesinfektion mit Zulassung beim BfArM (Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte) (KVB13.2.ASH S.6).
Dabei sind die Angaben der Hersteller zu berücksichtigen, z.B. bei uns
Angabe der Fa Braun:
Softa-ManR (B12.02)
hygienische Handedesinfektion 30 Sek.,
chirurgische Handedesinfektion 60 Sek. (bei uns sicherheitshalber 5min)
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Die „AKTION Saubere Hände" (kurz: ASH) ist eine nationale Kampagne
zur Verbesserung der Umsetzung der Händedesinfektion in deutschen
Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde zum 1. Januar
2008 (mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für
Gesundheit) vom Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance
Nosokomialer Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis
Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für
Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (GQMG) ins Leben
gerufen. Diese Initiative basiert auf der 2005 gestarteten Kampagne
der WHO „Clean Care is Safer Care“ (KVB13.2.ASH)
Chirurgische Händedesinfektion - Standard Einreibemethode gemäss
EN 12791
Die chirurgische Händedesinfektion wird mit sauberen und trockenen
Händen durchgeführt. Die Händereinigung ist nur vor der ersten
chirurgischen Händedesinfektion des Tages notwendig oder wenn die
Hände sichtbare Verschmutzungen aufweisen.
Das Händedesinfektionsmittel aus dem Spender (Hebel mit dem
Ellenbogen betätigen) in die trockene hohle Hand geben und über
einen Zeitraum von mindestens einer Minute in einzelnen Portionen
einreiben. Zunächst Hände und Unterarme bis Ellenbogen
desinfizieren.
Anschliessend den halben Unterarm und die Hände desinfizieren.
Im letzten Schritt nur noch die Hände desinfizieren und dabei die
Einreibemethode zur hygienischen Händedesinfektion nach EN 1500
beachten. (siehe unten) Über die gesamte Applikationszeit müssen die
Hände gut angefeuchtet bleiben. Die letzte Portion bis zur Auftrocknung
einreiben.
(BC10.1)
Hygienische Händedesinfektion - Einreibemethode nach EN 1500
Händedesinfektion soll nach folgendem Ablauf im Team unterrichtet,
trainiert und durchgeführt werden, weil nur bei diesem Vorgehen alle
Flächen der Hand sicher erfasst werden:
(AMWF29/27):
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AWMF-LeitlinienRegister
Nr. 029/027 Entwicklungsstufe: 1 + IDA
Leitlinie Händedesinfektion und Händehygiene des
Arbeitskreis „Krankenhaus- & Praxishygiene“ der AWMF
1. Schritt: Handfläche auf Handfläche reiben
2. Schritt: Rechte Handfläche über linkem und
linke Handfläche über rechtem Handrücken
reiben
3. Schritt: Handfläche auf Handfläche mit
verschränkten, gespreizten Fingern
4. Schritt: Außenseite der Finger auf
gegenüberliegende Handflächen mit
verschränkten Fingern reiben
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5. Schritt: Einreiben des rechten und linken
Daumens
6. Schritt: Geschlossene Fingerkuppen in die
rechte und linke Handfläche reiben
2.4 Hautschutz und Hautpflege (RKI00.3 S.232)
Hautpflege an Händen und Unterarmen ist eine berufliche Pflicht, weil
bereits kleinste Risse bzw. Mikrotraumen potenzielle Erregerreservoire
sind und sich eine nicht gepflegte Haut nicht sicher desinfizieren
lässt [29], (Kategorie I B). Wichtig für die Bereitstellung von
Hautpflegemitteln wie auch von Mitteln zur Händedesinfektion
und Händewaschung ist neben der nachgewiesenen Wirksamkeit
und einem akzeptablen Preis auch die Akzeptanz durch das Personal,
was seinen Niederschlag in der Compliance bei allen Maßnahmen der
Händehygiene finden wird (RKI00.3 S.232).
Hautpflegemittel sollten aus Spendern oder Tuben entnommen werden
[7] und wegen präparatabhängig nachgewiesener
Wirkungsbeeinträchtigung der alkoholischen Händedesinfektion am
günstigsten in Arbeitspausen bzw. nach der Arbeit angewendet werden,
sofern vom Hersteller keine begründeten Anwendungshinweise
gegeben werden [30]. (RKI00.3 S.232).
Vorschrift Hautschutz und Hautpflege
bei uns mit Trixolind Hautlotion 500ml Einmalflaschen (B12.07)
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Beim Öffnen zum Wechsel der Flaschen wird das Anbruchsdatum auf
die Flasche notiert.
Durchführung wie oben angegeben
Hinweise zur Anwendung und Dosierung (B12.07)
an jedem Waschbecken (in jedem Zimmer und Steri)
Durchführung wie angegeben
Vorschrift Hautschutzplan unserer BGW (BGW14), liegt aus.
2.5. Medizinische Schutzhandschuhe (RKI12.17 S.144,
AMWF 14.1)
Medizinische Schutzhandschuhe sind als eine mechanische Barriere
gegen Verschmutzungen und Erreger gedacht. Je nach Einsatzbereich
erfüllen sie unterschiedliche, normierte Anforderungen. Die
Schutzwirkung ist an die Integrität des Handschuhs gebunden. Vom
Nutzer nicht erkennbare Mikroperforationen treten regelmäßig und mit
zunehmender Tragedauer häufiger auf. Sie erlauben den Erregern den
unbemerkten Durchtritt. Das Tragen von Handschuhen kann andere
Händehygienemaßnahmen ergänzen, aber nicht ersetzen.
Wir verwenden Senso Blue Nitril Fa. Medika
Latexfreie Einmalhandschuhe PSA Kat. III (Erklärung siehe unten und
DGUV.IFA)
Sie erfüllen EN 374 sowie
EN 455, EN 420, EN 388 (siehe auch Vorschrift PSA z.B. beim
Ansetzen von Lösungen beim Ultraschallbad und bei Hexa-Quart)
Vorschrift Schutzhandschuhe
Verbände immer zu zweit, einer mit, einer ohne Handschuhe
FALSCH IST:
Es hat keinen Sinn, vor dem Verbinden einer infizierten Wunde
Handschuhe anzuziehen, den verdreckten Verband abzunehmen,
Flaschen mit Chinosol / Lavasept, Alhohol Meliseptol in die Hand zu
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
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nehmen, die Wunde zu reinigen, den Container oder Schrank zu öffnen,
einen Schub herauszuziehen, um Mullbinden zu entnehmen, aus einem
anderen Zimmer einen Kompressionsschlauch zu holen, den Patienten
zu verbinden und am Ende die Handschuhe wieder auszuziehen. So
haben Sie die Keime auf alles im Raum und auch in benachbarte Räume
verbreitet und alles kontaminiert.
RICHTIG IST:
Verbände zu zweit machen, der eine zieht Handschuhe an und arbeitet
nur am Patienten, der andere zieht keine Handschuhe an und reicht zu,
berührt den Patienten aber auch mit Flaschen, Salbentuben, usw. darf
der Patient niemals berührt werden. Nierenschalen am Patienten
wandern genauso in die Wiederaufbereitung wie die Instrumente. Zur
Minimierung der Arbeit also immer überlege was wo gebraucht wird und
sinnvoll, aber richtig einsetzen.
Vorschrift Müllentsorgen
Müllentsorgen immer zu zweit, einer mit, einer ohne Handschuhe
FALSCH IST:
Eine MFA zieht Handschuhe an, holt den Müllwagen, öffnet die
Mülleimer, verschließt die verunreinigten Säcke, stopft hierzu oft den
Müll tiefer, um die Tüte zuzubringen, hebt den Deckel am Müllwagen,
holt eine saubere Mülltüte für den Mülleimer, greift auf die Türklinke,
fährt den Müllwagen weiter, so durch die ganze Praxis. Auf diese Weise
werden Keime in der ganzen Praxis verteilt.
RICHTIG IST:
Eine MFA zieht Handschuhe an, die andere nicht.
Die MFA mit Handschuhen erledigt alle schmutzigen Arbeiten, die MFA
ohne Handschuhe fährt den Müllwagen, öffnet die Deckel am Müllwagen
und bedient die Türklinken.
doppelter Vorteil
-keine Keimverschleppung
-zu zweit sind Sie mehr als doppelt so schnell und können abends eher
nach Hause!
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Sterile Handschuhe
Sterile Handschuhe sind Medizinprodukte, die der EN 455-2 entsprechen
müssen. (LGL14.2 S.18, DGUV.IFA)
Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (IFA) (DGUV.IFA)
Kategorien und Kennzeichnung (DGUV.IFA)
Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) und somit auch
Schutzhandschuhe werden nach PSA-Richtlinie 89/686/EWG generell in
die Kategorien I, II und III eingeordnet. Chemikalienschutzhandschuhe
werden ausnahmslos der Kategorie III zugeordnet, die eine
Baumusterprüfung mit anschließender regelmäßiger Überwachung
zwingend fordert:
Kategorie III gilt für alle komplexen PSA, die gegen tödliche Gefahren
oder ernste und irreversible Gesundheitsschäden wirken sollen. Zu
dieser Kategorie zählen neben Chemikalienschutzhandschuhen
beispielsweise PSA für den Einsatz in heißer Umgebung (Lufttemperatur
von über 100 °C) oder PSA zum Schutz vor Elektrizität. Neben der CEKennzeichnung ist als vierstellige Ziffer die Nummer der notifizierten
Stelle, die für die jährliche Produktüberwachung bzw. Überwachung des
Qualitätssicherungssystems zuständig ist, anzugeben.
Kategorie I gilt nur für einfache PSA gegen geringe Risiken, deren
Wirkung der Benutzer rechtzeitig und ohne Gefahr wahrnehmen kann, z.
B. für PSA gegen oberflächliche mechanische Verletzungen sowie nur
schwach aggressive Reinigungsmittel, deren Wirkung ohne weiteres
reversibel ist (Handschuhe zum Schutz gegen bestimmte
Waschmittellaugen usw.) und Schutzhandschuhe bei Handhabung
heißer Teile unter 50 °C. Piktogramme sind nicht vorhanden.
In Kategorie II fallen alle anderen Schutzhandschuhe. Um die
Schutzeigenschaften der Schutzhandschuhe nach Kategorie II zu
dokumentieren, kennzeichnen die Hersteller diese Schutzhandschuhe
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zusätzlich mit Piktogrammen und Nummer der zugrunde gelegten
Prüfnormen.
PSA und somit auch Schutzhandschuhe müssen grundsätzlich das CEKennzeichen tragen. Damit bescheinigt der Hersteller, dass sie mit den
„grundsätzlichen Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen“ der EURichtlinie konform sind. Ohne CE-Kennzeichnung dürfen Ausrüstungen
nicht als PSA in Verkehr gebracht werden
Grundlagen für die Prüfung von Chemikalienschutzhandschuhen: (DGUV.IFA)
DIN EN 374-1: Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und
Mikroorganismen
Teil 1: Terminologie und Leistungsanforderungen.
Teil 2: Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration.
Teil 3: Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation von
Chemikalien. Beuth, Berlin 2003
DIN EN 420: Schutzhandschuhe – Allgemeine Anforderungen und
Prüfverfahren. Beuth, Berlin 2010
DIN EN 388: Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken. Beuth,
Berlin 2003
3.Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und
Desinfektion von Flächen (RKI04.1)
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI) = KRINKO
5.4 Durchführung von Flächendesinfektionsmaßnahmen
5.4.1 Wischdesinfektion
Lediglich „nebelfeuchtes“ Wischen oder
„Feuchtreinigen“ führt nicht zu einer ausreichenden Benetzung.
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Für eine ausreichende Desinfektionswirkung muss die zu
desinfizierende Oberfläche mit einer ausreichenden Menge des
Mittels unter leichtem Druck abgerieben werden (Nass-Wischen).
Kat.IB Wischdesinfektion
◗ (In der Praxis hergestellte) Gebrauchslösungen von
Desinfektionsmitteln dürfen maximal einen Arbeitstag lang verwendet
werden. Kat. IB
◗ Eine Sprühdesinfektion gefährdet den Durchführenden und erreicht
nur eine unzuverlässige Wirkung.
Sie sollte daher ausschließlich auf solche Bereiche beschränkt
werden, die durch eine
Wischdesinfektion nicht erreichbar sind [116]. Kat. IB, z.B.
Blutdruckmanschette
Wofür gibt es in der Desinfektionsmittel-Liste des VAH (Verbund für
Angewandte Hygiene) - DGHM (Deutsche Gesellschaft für Hygiene
und Mikrobiologie) gelistete Sprühdesinfektionsmittel?
 Sprühwischdesinfektion bei uns erst mit Meliseptol sprühen, dann
mit Papiereinmalhandtuch wischen, alternativ Wipes  siehe Preis,
Gebrauchslösung?
◗ Bei alkoholhaltigen Desinfektions- mitteln ist die bei großflächiger
Anwendung bestehende Explosions- und Brandgefahr zu beachten
[2,104]. Kat. IV (RKI04.1)
◗Bei Kontamination mit organischem Material (Blut, Sekrete,
Faeces, etc.) sollte bei der Desinfektion zunächst das sichtbare Material
mit einem in Desinfektions- mittel getränkten Einwegtuch, Zellstoff o.Ä.
aufgenommen
(Einmalhandschuhe tragen) und das Tuch verworfen werden.
Anschließend ist die Fläche wie üblich zu desinfizieren Kat. IB.
=2x (Sprüh)wischdesinfektion
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5.4.2 Wiederbenutzung desinfizierter Flächen (RKI04.1)
Nach allen routinemäßig
durchgeführten
Flächendesinfektionsmaßnahmen kann die Fläche wieder benutzt
werden, sobald sie sichtbar trocken ist [115, 117, 118].
Die angegebene Einwirkzeit muss abgewartet werden bei:
◗ gezielter Desinfektion – von Flächen mit Blut, Eiter, usw. mit
Verdacht auf bzw. gesicherter Infektion sowie der Schlussdesinfektion (siehe oben) Kat. IB,
 Meliseptol 5 min!
Es gelten die Hinweise der Hersteller
Wir verwenden Meliseptol Fa Braun (B14.2)
Produktinformation
Eigenschaften
■ gebrauchsfertiges alkoholisches Desinfektionsmittel zum
Versprühen oder Wischen
■ für medizinisches Inventar und andere alkoholbeständige
Oberflächen
■ wirkt gegen Bakterien (inkl. MRSA und TbB) und Pilze;
begrenzt viruzid (inkl. HBV, HCV, HIV) und wirksam gegen
Rota- und Adenoviren
■ treibgasfreie Handsprühflaschen ermöglichen einfaches
Einsprühen auch an schwer zugänglichen Stellen
■ kurze Einwirkzeit von 5 Min. (DGHM/VAH)
■ DGHM-/VAH-gelistet und in der IHO-Viruzidie-Liste aufgeführt
Hinweise zur Anwendung und Dosierung
Meliseptol® aus der 1000 ml-Dosierflasche auf ein Einmaltuch
gießen und die Flächen vollständig benetzen. Oder die zu behandelnde
Fläche bis zur vollständigen Benetzung mithilfe der Sprühflasche
einsprühen und mit einem Tuch verreiben. Einwirkzeiten
siehe Tabelle. Die Flächen dürfen nicht trocken gerieben werden.
Nicht auf heißen Flächen oder an unter Spannung stehenden
elektrischen Geräten anwenden. Alkoholempfindliche Materialien
(z. B. Acrylglas) vorher auf ihre Beständigkeit gegenüber
Meliseptol® prüfen.
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3.3.Bodenreinigung und -desinfektion
Ein Putzwagen mit Doppeleimer ist für die abendliche Reinigung der
Praxis durch die Reinigungskräfte vorgesehen, zu den OPs siehe bitte
unten bei Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen
invasiven Eingriffen (RKI00.8 S.646)
Der Putzraum befindet sich hinter dem Sektretariat.
Zu den Einwirkzeiten der jeweils verwendeten Mittel siehe die
ausgehängte Kurzübersicht des Hygieneplans.
Weiterhin soll beachtet warden LGL14.2:
 Bei der Reinigung von Flächen sollen keine Bürsten oder
handelsübliche Schwämme zum Einsatz kommen. (LGL14.2 S.20)
Bei uns grundsätzlich nicht

Es wird empfohlen, dass alle Desinfektionsmittellösungen und
Flaschen mit Handwaschseifen mit dem Anbruchdatum oder dem
daraus resultierenden Ablaufdatum beschriftet werden. Die
Haltbarkeit nach Anbruch ist den Herstellerangaben zu entnehmen.
(LGL14.2 S.20)
Bei uns grundsätzlich!

Um eine Verbreitung von Feuchtkeimen (wie z.B. Pseudomonas
aeruginosa) zu minimieren, müssen Bodenwischmops
(vorzugsweise Wechselbezugverfahren) nach geeigneter
Aufbereitung vollständig getrocknet werden. (LGL14.2 S.20)
 Die Vermeidung (bei Reinigung) bzw. die Minimierung (bei
Desinfektion) des „Wiedereintauchens“ der benutzten
Bezüge/Tücher in die Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittellösung
verhindert die Kontamination der Tücher. Hierzu sind mehrere
Verfahren geeignet, wie z.B. das Bezugswechselverfahren (Kat IB).
(LGL14.2 S.20)
Bei uns grundsätzlich kein Wiedereintauchen der Wischmops,
sondern Verwendung neuer oder desinfizierend mit ELTRA
gewaschener und getrockneter Wischmops.

Putzwägen sollen sich in einem sauberen und ordentlichen Zustand
befinden. Ebenso sollen dadurch bereitgestellte Putzutensilien
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(Tücher, Bezüge, Behälter etc.) sauber erscheinen. Zur Aufbereitung
der Putzwägen sollen Reinigungsintervalle festgelegt sein. (LGL14.2
S.20)
Bei uns 1x/Wo am Freitagabend
Bei uns zur Bodenreinigung Hexaquart forte:
Hexaquart® forte (B13.11(2))
Auszug aus den Produktinformationen
100 g enthalten: Quaternäre Ammoniumverbindungen, Benzyl- C12-16
alkyldimethyl-, chloride 20,0 g,
Didecyldimethylammoniumchlorid 7,9 g.
Flächendesinfektion- und Reinigung von Inventar und Fußböden
Beschreibung
 Konzentrat zur kombinierten Desinfektion und Reinigung von
Fußboden und Inventar
 Aldehyd- und alkylaminfrei
 Parfümfrei
 Sehr gute Reinigungsleistung
 Wirkt gegen Bakterien (inkl. MRSA und TbB) und Pilze.
Begrenzt viruzid (inkl. HBV, HCV, HIV)* und wirksam gegen Rota-,
Polyoma-, Adeno- und Noroviren
 Gute Materialverträglichkeit mit den am häufigsten eingesetzten
Materialien bei Fußboden und Inventar
 Flächendesinfektion gem. DGHM/VAH und begrenzt viruzid: 2
% / 5 Min. oder 0,5 % / 60 Min.
 Wirksam gegen Noroviren: 2% / 60 Min.
 DGHM-/VAH-gelistet
Desinfektionsmittel sicher verwenden. Vor Gebrauch stets
Kennzeichnung und Produktinformationen lesen.
Anwendung
Flächendesinfektion
Bei uns 2%/5min
4. Wiederkehrende + Spezielle Arbeiten
AA Wiederkehrende Arbeiten siehe Ordner
tägliche Arbeiten vor Beginn der Sprechstunde
regelmäßige Arbeiten im laufenden Betrieb
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tägliche Arbeiten am Ende der Sprechstunde,
insbesondere kontinuierliche Temperaturkontrolle in Kühlschränken
Zimmer 3 und Keller 1 mit Min-Max-Theermometer und Dokumentation
abends in die Monatsliste, Soll: 2-8 ° (bei Über- oder Unterschreitung
der Temperatur sind die Maßnahmen mit dem Apotheker abzustimmen.
Das Verfallsdatum der Medikamente ist zum Quartalsende zu
überprüfen.),
sofortiges Verschließen des Kühlschrankes nach Entnahme, z.B.
Impfstoff, draußen Spritze aus der Packung entnehmen, Packung
verschließen, erst dann Kühlschrank kurz öffnen, um Packung
zurückzulegen
tägliche Arbeiten Reinigungskraft abends
wöchentliche Arbeiten
Arbeiten alle 4 Wochen
Arbeiten alle 3 Monate
AA Spezielle Arbeiten, siehe Ordner
Sono-Check
Seal-Check
Fotodokumentation Füllung / Validierung RDG
Fotodokumentation Füllung / Validierung Steri
Perlatorenerneuerung
HAWO Einschweißgerät
Miele Desinfektor
blaue Rollmanschetten für Blutleere Fa Boazul
usw
Beispiel
Arbeiten
nach jeder Anwendung /am Ende der Sprechstunde 1x täglich
Wischdesinfektion durch Arzthelferin
nach jeder Anwendung
1x täglich
mit Meliseptol
Einwirkzeit s.o.
Liegen Zimmer 1-5
Liegen Flur
Röntgentisch
mit Hexaquart
Einwirkzeit 5 min
Liegen Zimmer 1-5
Liegen Flur
Röntgentisch
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dgl. bei Verschmutzung
dgl. bei Verschmutzung
bei Pat mit Infekt
Stethoskop
Blutdruckapparat
Arbeitsfläche Steri
Arbeitsflächen Zi.1-5
Geräte auf Wagen +
Arbeitsflächen Zimmer
Lichtquellen für Proktoskopie
bei Pat ohne Infekt
Stethoskop
Blutdruckapparat
Sprühdesinfektion mit Meliseptol durch Arzthelferin, weil
Wischdesinfektion mit Hexaquart forte nicht möglich
Einwirkzeit 5min
nach jeder Anwendung
1x täglich
bei Pat mit Infekt
Blutdruckmanschetten
bei Pat ohne Infekt
Blutdruckmanschetten
Wischdesinfektion mit Alkohol
Einwirkzeit s.o.
nach jeder Anwendung
Ultraschallkopf
Kaltlicht Proktoskop
durch Arzt persönlich
durch MFA
Sprühwischdesinfektion mit Meliseptol durch Arzthelferin,
Einwirkzeit 5min
Mülleimer beim Wechseln der
Behältnisse für Binden+Tücher
Beutel
Zi.1-5
Wischdesinfektion mit Hexaquart forte durch Reinigungskraft siehe AA:
Einwirkzeit 5min
Fußböden
Frau Welz
Waschbecken
Spülbecken
Frau Füsun
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Auswechseln der Wagner-Container mit Pinzetten, Scheren und
Kompressen
Entsorgung Abfall gemäß Formblättern
usw
5. Punktionen und Injektionen
5.1 Desinfektionsmittel und Einwirkzeit Haut
Softasept® N
Zusammensetzung 100 g Lösung enthalten: Arzneilich wirksame
Bestandteile: Ethanol (100 %) 74,1 g, 2-Propanol (Ph. Eur.) 10,0 g
Sonstige Bestandteile: Gereinigtes Wasser (Softasept® N gefärbt
zusätzlich Povidon K 30, Citronensäure, Farbstoffe Gelborange S (E
110) und Azorubin (E 122)
Softasept® N enthält nur Alkohol (Ethanol, Propan-2-ol) als Wirkstoff. Es
eignet sich hervorragend zur Hautdesinfektion vor
Operativen Eingriffen
Punktionen
Injektionen
bakterizid (inkl. MRSA, TbB)
und fungizid 15 s
begrenzt viruzid 15 s
(inkl. HBV, HCV, HIV)
Vacciniaviren 15 s
Rotaviren 60 s
Polioviren 5 min
Hautdesinfektion bei talgdrüsenarmer Haut:*
vor Injektionen und Punktionen 15 s
vor Gelenkpunktionen,
Punktionen des Liquorraumes
und vor Operationen
mind. 60 s
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Hautdesinfektion bei talgdrüsenreicher Haut:*
vor allen Eingriffen mind. 2,5 min
Isopropylalkohol:
Ines Kappstein: Nosokomiale Infektionen, Prävention, Labordiagnostik
Georg Thieme 2009, S.134:
Zur Desinfektion der Haut werden meist Alkohol oder Lösungen mit
Zusatz von Alkohol (z.B.PVP-Jod-Alkohollösung oder Chlorhexidin in
Alkohol verwendet.
Dauer 15s bis 1min, bei talgdrüsenreicher Haut bis 10min
Uni Tübingen: talgdrüsenreiche Haut
Hygienemaßnahmen bei Injektionen, Punktionen, Infusionen und bei
praeoperativer Hautantiseptik, Universitätsklinikum Tübingen
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Hygieneplan: Injektionen/Infusionen, Institut für Medizinische
Mikrobiologie und Hygiene, 24.10.05
Typische talgdrüsenreiche Hautregionen sind:
 der gesamte Kopf,
 der Brustbereich,
 der Wirbelsäulenbereich, insbesondere im Bereich der
Brustwirbelsäule,
 die Axillen,
 die Genital- und
 Analregion.
Bei der präoperativen Hautdesinfektion sind daher Konzentrationen und
Einwirkzeiten der Desinfektionsmittel anzuwenden, die für
talgdrüsenreiche Haut gelten. Dies kann eine Einwirkzeit von bis zu 10
Minuten erfordern, in der die Haut mit dem Desinfektionsmittel feucht zu
halten ist. Die Herstellerangaben bezüglich Einwirkzeit für
talgdrüsenreiche Haut – teilweise auch weniger als 10 Minuten – sind
unbedingt einzuhalten. (Popp W, Zastrow KD, P12)
Softasept® N
Zusammensetzung 100 g Lösung enthalten: Arzneilich wirksame
Bestandteile: Ethanol (100 %) 74,1 g, 2-Propanol (Ph. Eur.) 10,0 g
Sonstige Bestandteile: Gereinigtes Wasser (Softasept® N gefärbt
zusätzlich Povidon K 30, Citronensäure, Farbstoffe Gelborange S (E
110) und Azorubin (E 122)
Softasept® N enthält nur Alkohol (Ethanol, Propan-2-ol) als Wirkstoff. Es
eignet sich hervorragend zur Hautdesinfektion vor
Operativen Eingriffen
Punktionen
Injektionen
bakterizid (inkl. MRSA, TbB)
und fungizid 15 s
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begrenzt viruzid 15 s
(inkl. HBV, HCV, HIV)
Vacciniaviren 15 s
Rotaviren 60 s
Polioviren 5 min
Hautdesinfektion bei talgdrüsenarmer Haut:*
vor Injektionen und Punktionen 15 s
vor Gelenkpunktionen,
Punktionen des Liquorraumes
und vor Operationen
mind. 60 s
Hautdesinfektion bei talgdrüsenreicher Haut:*
vor allen Eingriffen mind. 2,5 min
Vorschrift Desinfektion Haut
Wir verwenden Softasept N als Einmalflaschen
in den Zimmern 250 ml-Sprühflasche
im OP 1000 ml-Flasche
als Einwirkzeiten gelten gleich für alle Anwendungen an der Haut des
Patienten die vom Hersteller vorgegebenen, getesteten und
zugelassenen Einwirkzeiten:
Hautdesinfektion bei talgdrüsenarmer Haut:*
vor Injektionen und Punktionen 15 s
vor Gelenkpunktionen,
Punktionen des Liquorraumes
und vor Operationen
mind. 60 s
Hautdesinfektion bei talgdrüsenreicher Haut:*
vor allen Eingriffen mind. 2,5 min
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5.2 Punktions- und Injektonssyteme:
Blutentnahme (BE) nachTRBA250
Safety-Kanüle
Nr.2 21G
Butterfly
Ecoflo
21Gx30cm
grün
0,8x38mm grün Blutentnahme ohne Kontakt zu
Blut
Ermöglicht den leichten Wechsel der Monovette
mit
Adapter Luer-Konus m – Sarstedt-System f
Nach der BE wird vom Plastikröhrchen über die
Nadel
Ein Schlauch geschoben und zugeklippt
Kanülen bzw
Eclipse Needle mit nach der Anwendung zuklappbarem Schutz bei
unbekannten oder infizierten Pat (TRBA250)
in allen Räumen
Nr.1
20G
0,9x40mm gelb
Nr.2
21G
0,8x40mm grün
Nr.12 22G
0,7x30mm
schwarz
Nr.16 23G
0,6x25mm blau
Aufziehen von Spritzen
BE für 2ml Spritze Simply-RedTest
i.m. Injektionen Gesäß
i.m. Injektionen Schulter
(Impfungen)
LA Lokalanaesthesie
OLA Oberstsche
Leitungsanaesthesie
Neuraltherapie Quaddeln
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0,6x60mm blau
2,0x40mm grün
2,0x60mm grün
Tiefe Injektionen: Schulter,
Bursa troch.
Plexus
Punktion Gelenk, Hämatom
„
Mini-Spikes mit Filter
Mehrfachentnahmen aus
Flaschen 50ml
Überleitkanüle Doppelspike
=Transfer
Device
Überleiten von NaCl in Pulver
Abbocath in Notfallkoffern Raum 2 und PKW, Raum 2 vorderer
Oberschrank re und im Flur silberner Schrank
zentrale Venenkatheter Cavafix in Notfallkoffern Raum 2 und PKW
periphere Venenverweilkanüle
Vasofix Safety Safety-Clip sichert die Nadelspitze sofort nach
dem
Herausziehen
Durchfluß
ml/min
14G
2,2x50mm rot 345
16G
1,7x50mm grau 210
18G
1,3x45mm grün 100
20G
1,1x35mm rosa
60
22G
0,9x25mm blau
35
zentrale Venenkatheter
Cavafix
14G
45cm
14G
70cm
81
61
V.subclavia
Ellbogen
V.cephalica
V.basilica
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5.3 Vorschrift Blutentnahme
- nie freischwebend an Arm oder Hand abnehmen, sondern immer
Arm auf einer Unterlage, für Blutentnahme am Ellenbogen
möglichst überstreckt
- Zellstoff unterlegen
- Handschuhe anziehen, sind in jedem Raum
- die Blutentnahme erfolgt am liegenden Patienten, dann liegt der
Arm des Patienten automatisch gestreckt auf der Liege
- Stauung mit Stauschlauch oder
- bei schlechten Venen, damit sich die Venen füllen
- immer mit manuellen Blutdruckapparat mit Oberarmmanschette 
zwischen systolischem und diastolischem Wert aufpumpen, so
füllen sich die Venen in der Systole und das Blut kann in der
Diastole nicht zurück
- den Arm von der Liege herabhängen lassen
- den Pat eine Faust machen lassen, auch mehrfach, erst sinnvoll,
wenn der Stau angelegt ist
- die Venen beklopfen oder massieren, bis sich ein Gefäßkrampf
entwickelt.
- Sprüh-Wisch-Sprühdesinfektion
- mit der Spitze des schrägen Schliffs nach unten einstechen
- Blutabnahme
- wenn alle Röhrchen abgenommen sind, zuerst den Stau lösen
- die Monovette von der Safety-Kanüle oder vom Butterfly + Adapter
abnehmen, dann entweicht kein Blut (siehe Sarstedt-Folien)
- dann erst die Nadel ziehen und den Nadelschutz zuklappen
- mit Zelletten komprimieren und an den Pat übergeben
- sofort Kanüle in durchstichsicheren Behälter entsorgen, sind in
jedem Raum
- Pat soll 5min draufdrücken, nichts anderes, dann 3 Zelletten +
Leucosilk unter Druck aufkleben, soll 2 Std. bleiben.
Vorsicht Verwechslungsgefahr: Blutentnahme Dokumentation und
Überweisung an Laborarzt, nicht Pathologe
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 33
- an Monovette die Kolbenstange in die Klick-Position ziehen und
abbrechen
- von Aufkleberrolle des Labors das nächste Kennzeichnungsblatt
mit Barcodeaufklebern abreißen
- Barcodeaufkleber tragen bereits Arztnummer, Standortnummer
und fortlaufende Patientennummer,
- Barcodeaufkleber mit der Hand beschriften mit Datum, Vor- und
Zuname
- Barcodeaufkleber passend auf Monovette mit Vollblut, Citrat,
EDTA, NaF aufkleben und ganz wichtig zur Dokumentetion für ggf
Nachverfolgen der Probe in die Karteikarte
- Überweisung schreiben an Laborarzt, nicht Pathologe
- Monovetten zusammen mit Überweisung in Plastiktüte geben
- an die Rezeption legen und der Rezeption Bescheid sagen, wenn
Labor noch nicht abgeholt
- wenn Labor bereits da war, in den Kühlschrank legen
Vorsicht Verwechslungsgefahr: Punktate Dokumentation und
Überweisung an Laborarzt, nicht Pathologe,
- es gilt das Gleiche für die sterilen Röhrchen wie für die Monovetten
Vorschrift Punktate Entsorgung
- überschüssiges Punktat wird entsorgt gemäß Abfallplan LAGA AS
18.01.04
Weiteres siehe Leitfaden Marc Deschka Praxis der Blutentnahme von
Fa. Sarstedt.
normale Infusionen am besten mit Butterfly legen analog Blutentnahme,
bei schlechten Venen und weiter täglich notwendigen Infusionen
Abbocath legen, nach der Infusion desinfizieren und mit sterilen
Kompressen und Mullbinden gut verbinden, nicht gut möglich am Handoder Ellenbogengelenk.
Vorschrift Legen eines Abbocath = eines Zugangs im Notfall, zur
Infusion im Notfall oder präoperativ.
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 34
5.4 Vorschrift Notfallplan
- wichtig: für den Notfall muß Notfall-Nierenschale mit allem für
Zugang in silbernem Schrank im Flur immer gerichtet sein
- wenn es einem Pat schlecht geht oder ein Pat blaß wird, gleich
hinlegen deswegen stehen 3 Liegen im Flur
- sofort Arzt und wenigstens noch 1Mitarbeiter/in holen, notfalls
schreien, Dr.Woischke = Notarzt
- Pat absolut niemals ein Glas Wasser geben, auch wenn alle
Pat danach fragen, man es im Film sieht und die Angehörigen
drängen
- sofort Notfall-Nierenschale mit allem für Zugang aus
silbernem Schrank holen
- sofort Arm frei machen, irgendwie alles ausziehen, wenn noch
möglich, Anlegen Blutdruckapparat und Pulsoximeter,
überwachen und Dokumentation auf Überwachungsblatt
- bei Bedarf Notarzt rufen: 112, geistig vorbereiten und
durchgeben Name und Ort der Praxis, Name und Diagnose
des Pat
- Zugang legen genau wie Blutentnahme durch Arzt mit 1
Helferin oder allein
- wichtig dass gleichzeitig während des Zuganglegens die
Infusion gerichtet wird
- Befestigen des Abbocaths wie bei
Notfallübungen/Teambesprechungen geübt
- Anschließen der Infusion
- Überwachung und Vorbereiten der Einweisungspapiere, die
möglichst mit Brief oder Durchgangsarztbericht fertig sein
sollten, bis der NA kommt
- die zeitliche Reihenfolge entscheidet der Arzt, bei Bedarf
Reanimation durch uns, bei Besserung keine stationäre
Einweisung
bei Bedarf:
- Notfallmedikamente grüne Box vorderer Unterschrank Raum2
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- Intubation und Beatmung + Notfallmedikamente Notfallkoffer
Raum2 links hinter der Tür und PKW Kofferraum
- Notfallmedikamente Vorrat Altbaukeller re hinteres Regal oben
unterstes Fach
5.5 Vorschrift Notfallmedikamente
- Überprüfen Notfallmedikamente gemäß Inhaltsverzeichnis(QM)
+Nachbestellung gemäß Bestellliste (QM)
- Überprüfen Batterien/Akkus Intubationsbesteck, Notfalllampen
Raum 2 Unterschrank hinten links 1.Schub und HNO-Besteck
Heine Treppe nach dem Quartalswechsel durch Messgerät
spezielles Voltmeter durch Zuständige für Medikamente mit
entsprechender Dokumentation
- Inhaltsverzeichnis(QM) + Bestellliste (QM) müssen jährlich
überprüft werden wegen Produktänderungen in der
Pharmaindustrie und des med. Fortschritts durch Zuständige für
Medikamente mit entsprechender Dokumentation
- beides in Rücksprache mit Dr.Woischke
Notfallbox mit allem für Zugang in silbernem Schrank im Flur
Inhalt Notfall-Nierenschale
- Abbocath 2x16G, 2x18G, 2x20g,
- Stauschlauch
- Leukoplast 1,25cm
- 2xUrgoderm 50x70cm o dgl
- kleine Verbandsschere
- Isotonische Kochsalzlösung 500ml
- Infusionsbesteck
- Mandrain 1xgrün, 1xrosa
- 2xEcoflo Butterfly
Anforderungen an die Hygiene bei Punktionen und Injektionen
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektions-prävention beim Robert Koch-Institut (RKI11.9)
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5.6 Vorbereitung von Punktionen und Injektionen (RKI11.9, S.1137)
- Vor dem Beginn des Herrichtens von Medikamenten und
Materialien für Punktionen oder Injektionen ist eine hygienische
Händedesinfektion durchzuführen (Kat. IA). Ergänzend sind die
Grundsätze der Standardhygiene zu beachten (Kat. II).
– Wenn die Vorbereitung des Zubehörs auf einer Arbeitsfläche
erfolgt, muss diese vorher wischdesinfiziert werden
– Die Zubereitung von Medikamenten zur Injektion soll unmittelbar
vor der geplanten Applikation erfolgen (Kat. II).
– Das Gummiseptum von Injektions- und Infusionsflaschen ist vor
dem Einführen einer Kanüle mit einem alkoholischen
Desinfektionsmittel zu desinfizieren. Eine Ausnahme stellen
Gummisepten dar, bei denen der Hersteller die Sterilität unter der
Abdeckung garantiert (Kat. IV).  Xylonest 1% Fl. 50ml und
Bucain-Actavis 0,5% 250mg/50ml keine Angaben, siehe auch
unten
– Werden Teilmengen aus einem Mehrdosenbehältnis mittels einer
Einmalkanüle entnommen, ist für jede Entnahme eine neue Spritze
und Kanüle zu verwenden. Einmalkanülen dürfen nicht im Mehrdosenbehältnis verbleiben (Kat. II).
– Werden Teilmengen aus einem Mehrdosenbehältnis mithilfe einer
Mehrfachentnahmekanüle (Spike) entnommen, ist für jede
Entnahme eine neue Spritze zu verwenden (Kat. II).
– Auf angebrochenen Mehrdosenbehältnissen sind das
Anbruchdatum und die Verwendungsdauer zu vermerken (Kat. IV).
woi:
– Für die Anwendung des Desinfektionsmittels gilt das Vorstehende.
Zusätzlich als Letztes noch einmal sprühen.
Anforderungen an die Hygiene bei Punktionen und Injektionen
(RKI11.9)
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5.7 Durchführung von Punktionen und Injektionen (RKI11.9, S.1138)
gekürzt für die Praxis, Original (RKI11.9, S.1140)
Risiko- Punktionsart
gruppe
1
i.c.Injektion
s.c.Injektion
i.m.Injektion/Impfu
ng
Lanzettenblutentn
ahme
Blutentnahme
i.v.Injektion
(peripher)
2
i.m.Injektion
(Risikopat,
Corticoide,
tox. Substanzen)
s.c.Punktion+Daue
rappl.
3
Organpunktionz.B.Niere
woi ergänzt
Hämatompunktion
Zusätzliche
Schutzkleidung
Tup
Abdec Durchführ Assistenz
ferart kung ende
Person
„
keim- keine
arm
Assistenz
„
erforderlich
„
-
keimarme
„
„
„
-
Handschuhe
„
„
steril
-
„
„
„
„
„
-
„
„
„
„
„
„
Sterile
Abdec
kung/
Lochtuch
„
Sterile
Handschu
he
„
keine bes.
Anforderung
„ + MNS
bei
Spritzenwechsel
MNS bei
„
Gelenkpunktion
„
(diagn.o.
mit Einzelinjektion) „
4
bei Bedarf wie RKI
nicht üblich bei
„
uns
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„
Spritzenwechsel
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Vorschrift Injektionen und Punktionen der Risikogruppe 2
– immer in den aseptischen Verbandsräumen 1 und 2, in den
Eingriffsräumen 3 und 4 oder im aseptischen OP, nie im
septischen Verbandsraum/OP
– Nie wiederholt Mehrdosenbehältnis verwenden, sondern immer
aus Einzelampulle oder erste Verwendung Mehrdosenbehältnis
bei:
– Punktionen/Injektionen an Gelenken
– Hämatompunktionen
– immer aus Einzelampulle Lokalanasthetikum (Bucain) bei:
– Injektionen an Knochen oder Knochen-Muskel/Sehnenübergänge
z.B Epicondylitis, Schulter, Bursitis trochanterica, usw.
4.1.6 Antiseptik des OP-Feldes (RKI07.03, S.382)
6.Desinfektion der Haut
Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet
Empfehlung der KRINKO (RKI07.03, S.377)
4.1.6 Antiseptik des OP- Feldes (RKI07.03, S.382)
Die erforderliche Einwirkungszeit für die verschiedenen Lokalisationen
der präoperativen Antiseptik ist weder experimentell noch
epidemiologisch gesichert. In weitgehender Analogie zur
chirurgischen Handedesinfektion setzt eine rationale Anwendung
von Antiseptika grundsätzlich die Einhaltung einer definierten,
produktspezifisch geprüften und arzneilich zugelassenen
Mindesteinwirkzeit voraus. Für die Bevorzugung einzelner
Präparatetypen gibt es keine epidemiologische Evidenz.
Allerdings sind Alkohol-basierte Präparate im Praxistest auf der Haut bei
kurzer Einwirkungszeit wirksamer als wässrige PVP-Iod-Lösungen,
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weshalb die Wirksamkeit auf talgdrüsenarmer Haut vor Injektion bzw.
Punktion für Alkohol-basierte in der Regel 15 s, für Iodophore dagegen 1
min beträgt (s. auch die jeweils gültige Desinfektionsmittelliste des VAH).
(RKI07.03, S.382/383)
Bisher liegen keine Hinweise zur Bedeutung der Art der Auftragung
des Antiseptikums vor (z. B. von der Mitte zum Rand  bei uns
vorgeschrieben bei infektfreier Haut,
bei Infekt umgekehrt beginnend von außen zu Mitte = zum Infekt
hin, damit nicht der Infekt von der Mitte nach außen verteilt wird,
dann immer Kompresse entsorgen;
am Unterarm und Kniegelenk unterschied sich die antiseptische
Wirksamkeit im Vergleich Wischen und Sprühen nicht [121]).
Argumente für das eine und gegen das andere Verfahren kommen ggf.
aus dem Arbeitsschutz. (RKI07.03, S.383)
Bei der Desinfektion muß die Haut während der Einwirkzeit satt benetzt
und feucht gehalten werden. Der Patient darf nicht in
Flüssigkeitsansammlungen des Antiseptikums zu liegen kommen,
da dies zu Hautschädigung (Nekrosen) oder Komplikationen durch
Kriechströme beim Kauterisieren führen kann.
Daher am Patienten, besonders in Rückenlage, Seitenlage oder
Bauchlage, am Rumpf mittelgroße Stofftücher rollen und auf beiden
Seiten mit Druck zwischen Körper und Tisch schieben – geht nicht
mit Einmalmaterialsaugt nicht!
Für die präoperative Antiseptik auf Schleimhauten und am Auge
wird aufgrund der erforderlichen Zeitdauer von 30 s für eine mikrobizide
Wirkung in vitro [122] und der antiseptischen Wirksamkeit am
Anwendungsort eine Einwirkungszeit von mindestens 1 min für
erforderlich gehalten. (RKI07.03, S.383)
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Vorschrift Desinfektion Haut
identisch zu Punktionen und Injektionen
Wir verwenden Softasept N als Einmalflaschen
in den Zimmern 250 ml-Sprühflasche
im OP 1000 ml-Flasche
als Einwirkzeiten gelten gleich für alle Anwendungen an der Haut des
Patienten die vom Hersteller vorgegebenen, getesteten und
zugelassenen Einwirkzeiten:
Hautdesinfektion bei talgdrüsenarmer Haut:*
vor Injektionen und Punktionen 15 s
vor Gelenkpunktionen,
Punktionen des Liquorraumes
und vor Operationen
mind. 60 s
Hautdesinfektion bei talgdrüsenreicher Haut:
vor allen Eingriffen mind. 2,5 min
siehe hierzu die Hinweise zu trockener und talgdrüsenreicher Haut
7.Aufbereitung von Medizinprodukten
7.1 Zuständigkeit, Sachkenntnis des Personals (RKI12.10 S.1246)
Die praktische Durchführung der zur Anwendung kommenden
Verfahren ist vor der Aufbereitung in allen Einzelschritten
festzulegen. Es ist dabei zu beachten, dass der jeweils Zuständige
seine Aufgabe aufgrund seiner Position und Qualifikation auch
tatsächlich erfüllen kann (QM; MPBetreibV; Anforderungen an die
Sachkenntnis (RKI12.10 S.1246),
siehe  mitgeltende Anlage Nr. 6 „Sachkenntnis des Personals“ s.u.
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 41
Zuständigkeit
-grundsätzlich nur unterwiesene Mitarbeiter
-Freigabe des wiederaufbereiteten Sterilisiergutes durch Unterschrift im
Steribuch ausschließlich durch entsprechend ausgebildete
Mitarbeiter, z.B Curriculum amb OP, Sach-/Fachkundekurs,
ausgebildete OP-Schwester,
die ansonsten nicht alle Arbeiten selbst machen, aber anwesend
sein müssen.
-verantwortlich ist zusätzlich grundsätzlich jeder für seine Arbeit,
auch wenn für die Freigabe die zuständige Mitarbeiterin
verantwortlich ist.
Anlage 6 Sachkenntnis des Personals (RKI12.10 S.1276)
Eine Qualifikation wird vermutet, sofern in einer nachgewiesenen
Ausbildung in entsprechenden Medizinalfachberufen diese Inhalte in
den Rahmenlehrplänen verankert sind und die Ausbildung erfolgreich
abgeschlossen wurde. Wenn Inhalte im Rahmen der Ausbildung teilweise nicht bzw. nicht im aktuellen Stand vermittelt wurden:
Ggf. sind fehlende Inhalte durch Besuch geeigneter
Fortbildungsveranstaltungen zu ergänzen bzw. zu aktualisieren.
z.B. das Curriculum ambulantes Operieren ergänzt die Ausbildung zur
AH (MFA)
Ohne Nachweis einer Ausbildung in entsprechenden
Medizinalfachberufen ist eine fachspezifische Fortbildung, z.B. in
Anlehnung an die Fachkunde-Lehrgänge gemäß den
Qualifizierungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für
Sterilgutversorgung e.V. (DGSV) oder durch Fortbildungsangebote
der Heilberufskammern oder staatlichen Institutionen erforderlich.
Zu den Anforderungen an die Sachkenntnis wird auch auf die
Informationsangebote von (s.o.) Körperschaften des öffentlichen
Rechts und von Fachgesellschaften, wie z.B. der DGSV hingewiesen.
(RKI12.10 S.1276)
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7.2.Vorbereitende Arbeiten am Morgen
Übersicht Tests
-Ultraschallgerät (Bandelin)
15min. einschalten zur Entgasung der angesetzten Lösung
-RDG = Reinigungs-Desinfektions-Automat (Miele Thermodesinfektor)
täglich vor der ersten Charge Routinekontrollen
-Einschweißgerät HAWO 850
Seal Check + Peeltest
-Dampfsterilisator KSG 200
Leercharge + Bowie-Dick-Test oder BAG TwinTube
Ultraschallgerät (Bandelin)
-Ultraschallgerät 15min. einschalten zur Entgasung der angesetzten
Lösung
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RDG = Reinigungs-Desinfektions-Automat (Miele Thermodesinfektor)
täglich vor der ersten Charge Routinekontrollen
Prüfung und ggf. Reinigung
-Kammersiebe,
-Pumpensumpf,
-Drehbarkeit Dreharme, Düsen,
-Spülkammer auf Sauberkeit u Ablagerungen,
-Anschlüsse des Beschickungswagens und der MIC-Anschlüsse, -usw.
Siehe Checklisten Fa. Miele:
a.„Reinigungs-Desinfektions-Automat“ sowie
b.„Körbe u Einsätze“
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„Einschweißgerät“ HAWO 850 =
Validierbares Durchlaufsiegelgerät mit Drucker
Hawo-Einschweißgerät
1.Gerät einschalten und
2.warten bis es betriebsbereit ist und die Solltemperatur von 180°
erreicht hat.
3.Überprüfung der Siegelparameter:
Im Testmodus (Seal-Check-Modus) können die kritischen
Siegelparameter sowie Testperson, Testdatum/-uhrzeit,
Testperson und Maschinennummer auf die Testverpackung
gedruckt werden.
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 45
4.+5.Prüfung der Siegelnähte (tägl. bei Benutzung) (ZSteri11.2DGSV
S.23)
(bei uns 3.Überprüfung der Siegelparameter und
Prüfung der Siegelnähte mit 4.Seal Check und 5.Peeltest
Durchführung zusammen (siehe unten fett):
Ziel
Tägliche visuelle Routinekontrolle zur Dichtigkeit und Peelbarkeit der
selbst erzeugten Siegelnähte.
Normreferenz:
Siegelnahtdichtigkeitstest (Tintentest):
DIN EN ISO 11607 nennt die ASTM F1929 als Prüfmethode zur
Kontrolle der Unversehrtheit der Siegelnaht: «Standard Test Method for
Detecting Seal Leaks in Porous Medical Packaging by Dye Penetration».
Peeltest:
DIN EN 868-5, Anhang E: «Verfahren zur Bestimmung der
Peelmerkmale von Papier/Kunststoff-Verbundmaterialien».
(ZSteri11.2DGSV S.23)
Arbeitsmaterial und Voraussetzungen
1)Siegelgerät eingeschaltet und betriebsbereit (Soll-Temperatur erreicht)
2)Testpaket Siegelnahtdichtigkeitstest (Tintentest)43:
–Geeignete Prüftinte mit definierter, sehr niedriger Viskosität
–Pipette
–Flüssigkeitsundurchlässige Unterlage
–Uhr mit Sekundenzeiger
–Ggf. kleines Einmalwischtuch, Taschentuch o. ä.
3)Schlauchabschnitte oder Beutel (ca. 20 cm Breite) von allen zu
prüfenden Klarsichtverpackungen für die Durchführung des
Siegelnahtdichtigkeitstests.
4)Schlauchabschnitte von allen zu prüfenden Klarsichtverpackungen für
die Durchführung des Peeltests.
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 46
Werden nur Beutelverpackungen eingesetzt, kann der Peeltest nach der
Sterilisation entfallen. (ZSteri11.2DGSV S.23)
Durchführung (ZSteri11.2DGSV S.24)
1)Siegelgerät einschalten und warten, bis die Betriebstemperatur erreicht
ist.
Siegelnahtdichtigkeitstest (Tintentest):
2)Siegelgerät gegebenenfalls in den Testmodus46 schalten.
3)Einen leeren Beutel oder Schlauchabschnitt (Breite mind. 20 cm/Länge
ca. 10 cm) versiegeln.
4)Den Beutel etwa 5 cm oberhalb der Siegelnaht aufschneiden (der
Schlauchabschnitt ist bereits oben offen).
5)Mit einer Pipette etwa 2 ml geeignete Prüftinte in den geöffneten
Beutel oder Schlauchabschnitt knapp über der Siegelnaht einträufeln.
Die Prüftinte mit den Fingern oder einem Tuch von außen entlang der
Siegelnaht verstreichen.
6Nach ca. 20 Sekunden visuell kontrollieren, ob die Siegelnaht
unversehrt ist.
7)Fehler in der Siegelnaht wie z. B. Kanäle, Falten oder Fehlstellen
werden durch Eindringen der Prüftinte angezeigt. (ZSteri11.2DGSV
S.24)
Hinweis: Bei längerem Einwirken der extrem dünnflüssigen Prüftinte
kann das poröse Material (Papier oder Tyvek®, Tyvek® ist ein
eingetragenes Warenzeichen der E.I. du Pont de Nemours) des Beutels
oder Schlauches durchdrungen werden. Dies ist kein Fehler.
(ZSteri11.2DGSV S.24)
bei uns Seal Check
Die routinemäßige Überprüfung der Siegelnaht kann auch durch die
Verwendung eines Siegelindikators (z. B. Seal Check) erfolgen.
bei uns mit
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HAWO Seal Check
bei uns Peeltest:
8)Schlauchabschnitt in das Siegelgerät einführen und auf der
Peelseite siegeln.
9)Versiegelten Schlauchabschnitt einem Sterilisationszyklus
beilegen.
10)Die Siegelnähte sind langsam und sorgfältig entlang der
Peelrichtung mit der Hand auseinanderzuziehen. Durch
Sichtkontrolle ist zu prüfen, ob sich die Siegelnaht durchgehend
über die gesamte Breite und Länge erstreckt. Es darf keine
Abfaserung des Papiers von mehr als 10 mm von den Siegelnähten
vorkommen (Anforderung gemäß DIN EN 868-5, Anhang E). Die
Ergebnisse sind zu dokumentieren. (ZSteri11.2DGSV S.24)
bei uns mit normaler 20cm breiter Folie oder Steriking Seal Control
3.Überprüfung der Siegelparameter und
Prüfung der Siegelnähte mit 4.Seal Check und 5.Peeltest
Durchführung zusammen
Dokumentation durch Aufheben in dem dafür vorgesehenem Ordner.
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 48
Wenn nichts Weiteres dokumentiert ist, war alles in Ordnung,
Besonderheiten müssen auf gesondertem Blatt dokumentiert und
abgeheftet werden in dem Ordner.
Natürlich ist die alleinige Dokumentation nicht sinnvoll, sondern
Sofortprogramm UKM:
1.Unterbrechung: Ab sofort ist kein Versiegeln (Einschweißen) mehr
erlaubt
2.Kontrolle. Sofortiges Überprüfen auf Bedienungsfehler
3.Meldung: Für den unumgänglich notwendigen möglichst baldigen
Weiterbetrieb ist die Besonderheit sofort einem der für Hygiene
genannten zuständigen Personen zu melden, auf jeden Fall auch Herrn
Dr. Woischke oder Frau Woischke, damit sofort Korrekturmaßnahmen
durchgeführt werden können.
Validierung erforderlich bei
Siegelgerät (Einschweißgerät)
RDG
Sterilisator
Sterilisator
bei uns Dampfsterilisator KSG 200
1.) auf 1 einschalten,
2.) Heizung drücken,
3.) wenn linker Zeiger am Kesseldruck kurz vor dem roten Strich
steht,
4.) P1 anwählen und Start drücken = vorgeschriebene Leercharge vor
Bowie –Dick-Test
5.)nach deren Beendigung Bowie-Dick-Test oder jetzt BAG TwinTube
einlegen und P1 Programm erneut anwählen und Start drücken
6.)nach Beendigung des Bowie-Dick-Tests Kontrolle des
Testergebnisses. --- siehe AA Bowie-Dick-Test – BAG TwinTube
zusätzlich alle 4 Wochen vor Leercharge aufwendigerer Vakuumtest
(siehe AA)
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Bowie-Dick-Test
früher bei uns
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Testbefund (BAG14)
neu bei uns
Für BAG-TwinTube werden individuelle „moving front“ Indikatoren
verwendet, bei denen das Voranschreiten eines Farbindikators
ausreichende Sterilisationsbedingungen anzeigt.
BAG-TwinTube 2 in 1 – Testsystem
Bowie-Dick Test & Chargenkontrolle mit dem gleichen Prüfkörper
Einfachste Handhabung
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Chargenkontrollsystem BAG-TwinTube
Produkt
BAG-TwinTube
Prüfkörper
BAG-TwinTube BD
BAG-TwinTube 134°C
BAG-TwinTube 121°C
Beschreibung
VE
REF
Prüfkörper
1
7580
100
7581
250
7582
250
7583
Indikatoren für den Bowie-Dick-Test
(134°C / 3,5 Min.)
Indikatoren für die Chargenkontrolle bei 134°C
(134°C / 5 Min.)
Indikatoren für die Chargenkontrolle bei 121°C
(121°C / 15 Min.)
Gebrauchsinformation (BAG14)
Produktvorteile:
Einfache und schnelle Handhabung – keine Indikatorfaltung nötig
Eindeutige Auswertung des Indikators durch Erreichen eines Zielfeldes
Indikator Klasse 2 entsprechend der Norm DIN EN ISO 11140-1
Prüfkörper auch für Bioindikatoren geeignet
Wartungsfreier Vollmetall-Prüfkörper
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Prinzip: (BAG14)
1.Der Dampfeintritt erfolgt durch eine Öffnung am hinteren Ende des
Prüfkörpers
2.Der Dampf durchläuft eine schraubenartige Struktur.
3.Anschließend verlässt der Dampf die schraubenartige Struktur und
wird außerhalb der inneren Indikatorkapsel entlanggeführt.
4.Der Dampf gelangt in die Indikatorkapsel, es handelt sich um einen
vergleichsweise großen Hohlraum, der die Entlüftung erschwert.
5.Der Indikator reagiert auf die Paramater Zeit, Temperatur und
Dampfeinwirkung (kein Umschlagen bei Heißluft).
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 53
Anwendung:
1.BAG-TwinTube Prüfkörper aufschrauben und Indikator einlegen
2.Prüfkörper in den Sterilisator legen und Sterilisationszyklus
durchführen
3.BAG-TwinTube Prüfkörper aufschrauben und Indikator entnehmen
(Metallhülse kann noch heiß sein!)
4.Indikator prüfen, ob die Indikatorfarbe das Zielfeld ("PASS") erreicht
hat
5.Die Testergebnisse dokumentieren
Dokumentation ins Steribuch
-Eintrag Datum:
-Leercharge
bestanden ja/nein
-Vakuumtest
bestanden ja/nein
-Bowie-DickTest bestanden ja/nein
dann erst ist der Steri einsatzbereit.
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7.3 Durchführung Aufbereitung von Medizinprodukten
Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von
Medizinprodukten (RKI12.10, S.1244ff)
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) und
des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Risikobewertung und Einstufung von Medizinprodukten vor der
Aufbereitung (RKI12.10, S.1247)
hinsichtlich der Art der Anwendung und dem sich daraus ableitenden
Risiko:
Unkritische Medizinprodukte
kommen lediglich mit intakter Haut in Berührung.
z. B. EKG-Elektroden (RKI12.10, S.1248), Stethoskope, RRManschetten, Beatmungsmaske
Semikritische Medizinprodukte
kommen mit Schleimhaut oder krankhaft veränderter Haut in Berührung.
A) ohne besondere Anforderungen an die Aufbereitung z. B. Spekulum
(RKI12.10, S.1248), HNO-Mundspatel
B) mit erhöhten Anforderungen an die Aufbereitung z. B. Flexibles
Endoskop(Gastroskop) (RKI12.10, S.1248)
spez. Anlage Nr. 8 „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung
flexibler Endoskope“;
bevorzugt maschinelle Reinigung und Desinfektion
Kritische Medizinprodukte:
durchdringen bestimmungsgemäß die Haut oder Schleimhaut und
kommen dabei in Kontakt mit Blut, inneren Geweben oder Organen,
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Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 55
einschließlich Wunden, und Medizinprodukte zur Anwendung von Blut,
Blutprodukten oder anderen sterilen Arzneimitteln/ sterilen Medizinprodukten
A) ohne besondere Anforderungen an die Aufbereitung z. B. Wundhaken
(RKI12.10, S.1248), Skalpellgriffe, Scheren (Zinn12, S.122),
-Bevorzugt maschinelle Reinigung + Desinfektion
-Sterilisation mit feuchter Hitze
B) mit erhöhten Anforderungen an die Aufbereitung z. B. MIC-Trokar
(RKI12.10, S.1248), v.a. zerlegbar, Hohlkörper, Hohlräume mit nur
einer Öffnung (keine Durchspülung möglich), (siehe auch unten unter
7.4.Dampf-Sterilisatoren, Hohlkörper), raue oder schlecht zugängliche/
zu reinigende Oberflächen, Ensiehe unten unter Steri und
Hohlkörperdoskopzangen
- wenn Anzahl der Anwendungen oder Aufbereitungszyklen durch
den Hersteller begrenzt ist  Überwachung Aufbereitungszyklen.
- Nachweis anerkannte Ausbildung des mit der Aufbereitung Betrauten
- Grundsätzlich maschinelle Reinigung + thermische Desinfektion (s.u.)
- Sterilisation mit feuchter Hitze
C) mit besonders hohen Anforderungen an die Aufbereitung z. B. ERCPKatheter (RKI12.10, S.1248), Herzkatheder,
mit erhöhten Anforderungen an die Aufbereitung wie „kritisch B“) =
thermostabilen (d.h. bei 134 °C dampfsterilisierbaren) und
thermolabilen (d.h. nicht dampfsterilisierbaren) „kritisch C“
Geeignete Sterilisation, Zertifizierung des QM-systems (DIN EN ISO
13485), Risikoanalyse DIN EN ISO 14971
Reinigung und Desinfektion gilt für alle
Vorreinigung und Sterilisation nicht bei unkritischen MP, sonst auch bei
allen
optional bei Semikritisch A
bei Semikritisch B Sterilisation, wenn Endoskope in sterilen intraop
Körperbereichen eingesetzt werden
Semikritisch A: Spekulum, HNO-Mundspatel, usw +
Semikritisch B: Larynxmaske, Guedeltubus
werden bei uns aufbereitet wie kritisch B: RDG + Sterilisation
Tuben zur Intubation sind Einwegmaterial
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 56
WICHTIG: Liste von jedem! Sieb je nach dem was vorkommt 
Einstufung von Medizinprodukten
Sieb groß 1 und 2
Nr Produktname/Produktgruppe/
. Siebname/Setname
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
E-Messer
E-Messerkabel
1x Skalpellgriff
1x Nadelhalter fein + kräftig
3x Halsted-Mosquito-Klemmen
gebogen
1x Peanklemme
1x Schere spitz-spitz-gebogen
1x Schere stumpf-stumpfgebogen
1x Schere spitz-stumpf-gebogen
4x Tuchklemme
je 2x Pinzetten fein+ kräftig
chirurgisch
je 2x Pinzetten fein + kräftig
anatomisch
1x Knopfkanüle
1 Paar 2-Zinker-Haken scharf
1 Paar 2-Zinker-Haken stumpf
1 Paar 3-Zinker-Haken scharf
1x Redonspieß
1x Nierenschale
1x Kocherklemme kräftig
semikritisc kritisch
unkritis h
ch
Gr. A Gr. B Gr. Gr. B
A
X
X
X
X
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X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 57
WICHTIG: Hinweise für die Reinigung, Desinfektion und
Sterilisation, Aufbereitung von jedem MP = Medizinprodukt,
Herstellervorschriften für jedes einzelne Instrument und Gerät,
Gebrauchsanweisungen
Beispiele:
Agee Endoskop für Karpaltunnel- System
Optik mit in Alkohol getränkten Wattestäbchen gereinigt.
Das Endoskop darf nicht mit Ultraschall und/ oder anderen Chemikalien
als Alkohol gereinigt werden.
Dampfsterilisation wird empfohlen  P3 121°.
Fiberglas Lichtleitkabel STORZ
Lichtkabel mit einem Endoskopreiniger Glasflächen mit einen weichen
Tuch mit 70% igem Alkohol reinigen. Spülung mit vollentsalztem Wasser
mit einen weichen Tuch trocknen. Dampfsterilisation mit 134° ist
schonender als mit 121°, weil sich die längere Einwirkzeit negativ
auswirken kann  P2 134°
Die Aufbereitung umfasst in der Regel: (RKI12.10, S 1252)
a) das sachgerechte Vorbereiten (z. B. Vorbehandeln, Sammeln,
Vorreinigen und gegebenenfalls Zerlegen)
b) die Reinigung, ggf. Zwischenspülung, Desinfektion, Spülung und
Trocknung,
c) die Prüfung auf Sauberkeit und Unversehrtheit (z. B. Korrosion,
Materialbeschaffenheit), gegebenenfalls Wiederholung von Schritt b) und
die Identifikation, z. B. zum Zwecke der Entscheidung über eine erneute
Aufbereitung bei deren zahlenmäßiger Begrenzung,
d) die Pflege und Instandsetzung,
e) Prüfung der technisch funktionellen Sicherheit,
Funktionsprüfung
f) je nach Erfordernis die Kennzeichnung,
sowie
g) das Verpacken
h) und die Sterilisation.
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 58
Die Aufbereitung endet mit der dokumentierten Freigabe des
Medizinproduktes zur Anwendung (QM, s. auch 2.2). (RKI12.10, S 1252)
Grundsatz: alle Instrumente müssen immer steril und einsatzbereit
sein
Nie die OP-Container vor den Op-Tagen aufbereiten - gerade dann ist
der Steri kaputt-, sondern immer danach!
Ebenso geplantes Neusterilisieren von eingeschweißten noch sterilen,
bald abgelaufen Instrumenten immer nach den OP-Tagen
Grundsatz: alle gebrauchten Instrumente
müssen sofort gereinigt werden,
entweder mit Ultraschallbad oder mit Reinigungs-Desinfektions-Gerät
(RDG), damit nicht Blut oder Gewebsreste an den Instrumenten
ankleben, die nach 6 Std weder durchs Ultraschallbad noch durchs RDG
entfernt werden können
a) Vorbereiten: Sammeln, gegebenenfalls Zerlegen und Vorreinigen
Gebrauchte Instrumente fallen in den Behandlungszimmern und
Eingriffsräumen an, dort
1. sofort Messerklingen entfernen und im durchstichsicheren
Behälter entsorgen, um Verletzungen zu vermeiden
2.je nach Beschaffenheit
-Öffnen von Gelenkinstrumenten: Scheren, Klemmen,Nadelhalter,usw
-Öffnen von Ventilen/Hähnen,
-Instrumente zerlegen z.B. Proktoskop aus der Trokarhülse, aber nicht
mit Schraubenzieher in alle Einzelteile zerlegen,
3.alle Instrumente offen und zerlegt sofort einzeln unter laufendem
warmem Leitungswasser spülen zur Grobreinigung und in Nierenschale
legen + nochmals gemeinsam in der Nierenschale unter laufendem
warmem Leitungswasser spülen (R.Woi), sonst kleben Blut, Sekreten,
Gewebe oder Proteinen an den Instrumenten, um möglichst von
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 59
vorneherein zu verhindern, dass diese Rückstände später vom Steri
nahezu für immer an den Instrumenten festgebrannt werden (R.Woi),
denn je länger die Rückstände an den Instrumenten kleben, um so
schwieriger ist die Entfernung vor dem Sterilisieren („unüberwindbare“
Grenze 6Std) und Transport  in den unreinen Bereich des Steris
Unmittelbar nach Gebrauch sind insbesondere Semikritisch b und
Kritisch B Instrumente mit Wasser (kein NaCl) … vorzureinigen. Dabei ist
folgendes zu beachten:
keine Anwendung von Alkoholen oder Aldehyden wegen der Gefahr der
Fixierung z.B von Blut, Sekreten, Geweberesten bzw. Proteinen (K07
S.175)
Transport in den unreinen Bereich des Steris (siehe Beschilderung an
der Wand), dort
1.in der Nierenschale die Instrumente unter laufendem warmem
Leitungswasser spülen zur Grobreinigung (falls doch noch nicht
geschehen), auch um eine schnelle Verschmutzung des
Ultraschallbades zu verhindern
2. alle Instrumente offen und zerlegt von der Nierenschale ins
Ultraschallbad legen und
3.sofort einschalten
4.Ultraschallbad ist geeignet für wiederholte kurze Einsätze, dauert 5 min
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 60
An OP-Tagen aus dem OP gilt für alle Instrumente vom OP-Tisch, auch
die nicht verwendeten, das Gleiche wie oben:
1. sofort Messerklingen entfernen und im durchstichsicheren
Behälter entsorgen, um Verletzungen zu vermeiden
2.je nach Beschaffenheit
-Öffnen von Gelenkinstrumenten: Scheren, Klemmen, Nadelhaltern, usw
-Öffnen von Ventilen/Hähnen,
-Instrumente zerlegen z.B. Arthroskop aus der Trokarhülse, aber nicht
mit Schraubenzieher in alle Einzelteile zerlegen,
3.alle Instrumente einzeln offen und zerlegt vom OP-Tisch noch im OP
in den unreinen Bereich des Steris (siehe Beschilderung an der Wand)
1.offen und zerlegt in einen Korb des Reinigungs-Desinfektions-Geräts
(RDG) legen
2.Instrumente mit Lumina auf die Injektordüsen und Spülhülsen
aufstecken
3.sofort einschalten, um evtl. Rückstände an den Instrumenten sofort zu
entfernen
4.RDG ist geeignet für große Mengen, dauert 77min
Ultraschallbad und RDG immer gleich anstellen, gar nicht erst die 6-StdGrenze abwarten – alles läßt sich leichter ablösen
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 61
Container aus dem OP vom desinfizierten OP-Wagen mit den nicht
verwendeten noch sterilen Instrumenten gleich auf die desinfizierte
Arbeitsfläche der reinen Seite stellen, damit sie auf der unreinen Seite
nicht kontaminiert werden, ebenso
- bei uns freitags nach Plan die eingeschweißten Instrumente, die neu
sterilisiert werden müssen
Unreiner Bereich
b) die Reinigung, ggf. Zwischenspülung, Desinfektion, Spülung und
Trocknung
Maschinellen Verfahren ist besonders aufgrund der besseren
Standardisierbarkeit und Reproduzierbarkeit sowie des Arbeitsschutzes der Vorzug zu geben. (RKI12.10, S.1253)
Manuelle Verfahren müssen stets nach dokumentierten
Standardarbeitsanweisungen validiert durchgeführt werden (MPG,
grundlegende Anforderungen sowie DIN EN ISO 17664). (RKI12.10,
S.1250)
manuelle Aufbereitung
Bei der manuellen Reinigung, Desinfektion, z.B. mit der Hand und Bürste
bei Hohlräumen, mit einer möglichen Verletzungs- und Infektionsgefahr
sind Maßnahmen des Arbeitsschutzes beachten (RKI12.10, S.1253)
 PSA (z. B. Schutzkleidung, Schutzbrille, geeignete Handschuhe;
Raumluftqualität / TRBA 250) (RKI12.10, S.1253), auch beim Ansetzen
des Ultraschallbades.
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 62
1.+2. Reinigung und Desinfektion im Ultraschallbad
(damit eigentlich maschineller Teil)
Wechsel der Reinigungslösung ist arbeitstäglich oder sofort bei
sichtbarer Verunreinigung mit Reinigung des Beckens (K07 S.177)
(siehe AA Ansetzen der Stammopur DR 8): ferner:
Vorschrift PSA z.B. beim Ansetzen von Lösungen beim
Ultraschallbad und bei Hexa-Quart:
Einmalschürzen Zimmer 3 und Zimmer 5,
Schutzhandschuhe EN 374 (alle unseren unsterilen Schutzhandschuhe
Senso Blue Nitril Fa. Medika, Latexfreie Einmalhandschuhe PSA Kat. III
erfüllen EN 374 sowie EN 455, EN 420, EN 388)
Schutzbrillen: hängen im Steri vorne li oben
Wir verwenden Stammopur DR 8: gleichzeitige Desinfektion und
Intensiv-Reinigung, alkalisch:
Anwendung alkalischer Reiniger wegen hoher Wirksamkeit beim Lösen
von Proteinen und Fettrückständen + antimikrobielle Wirksamkeit
vollständiger Kontakt der Instrumente an alle Oberflächen mit der
Lösung (K07 S.177)
Hierzu offene und zerlegte Instrumente notwendig, bereits geschehen
siehe oben beim Sammeln und Vorreinigen
Vermeidung von Schallschatten durch die Beladung (K07 S.177), z.B.
Nierenschalen
bei Lumen (lichte Röhren), die nicht blasenfrei eingelegt werden können,
z.B. Durchspülpumpe verwenden (K07 S.177)
wegen Aerosolbildung Deckel schließen! vorgeschrieben nach TRBA
250 (K07 S.177)
Zeitschaltuhr auf vorgeschriebene Zeit 5 min. einstellen
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keine Erwärmung der Lösung, aber Kontrolle der Temperatur (über 45°
Proteinfixierung möglich), da der Ultraschall selbst zur
Temperaturerhöhung führen kann (K07 S.177)
QS durch SonoCheck
Dokumentation im Heft SonoCheck siehe AA
Routinetest wöchentlich Montag
Funktionstest und nach Servicearbeiten erfolgt vierteljährlich
3.gründliche Spülung
Vollentsalztes Wasser (VE-Wasser) wird empfohlen, um Ablagerungen oder Kristallbildungen auf dem Medizinprodukt zu vermeiden [9 : (RKI12.10, S.1255)
Der Ultraschallkorb mit den Instrumenten wird mit den Henkeln an
beiden Enden herausgehoben, über dem Spülbecken erfolgt gründliche
Spülung bei uns unter dem linken Hahn (gekennzeicnet mit VE).
Danach werden die Instrumente in einen Korb des RDG gekippt und auf
dem RDG-Korb getrocknet:
4.Trocknung mit Druckluft
- Druckluftflasche mit medizinischer ölfreier Druckluft (K07 S.185)
- ölfreier Kompressor und Filter für möglichst staubfreie gefilterte und
ölfreie Luft, wenn nicht ölfrei Ölgehalt <0,1mg/m³ (K07 S.185)
-bei uns Trocknung im RDG (Extra-Programm ist einprogrammiert nur
fürs Trocknen),
- aber sicherheitshalber immer nochmals Spülung + Trocknung im RDG,
auch wenn bereits im Ultraschallbad  am einfachsten zur Vermeidung
von Rückständen (R.Woi)
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maschinell
1.+2.Reinigung und Desinfektion,
3.gründliche Spülung,
4.Trocknung mit Druckluft
alles im
RDG 7835 CD = Reinigungs – Desinfektions - Gerät Miele
Nach dem Vorbereiten und Sammeln, s.o., liegen die Instrumente bereits
offen und zerlegt in den Körben des RDG
Instrumente aus einem Container beim Einlegen der Instrumente in die
Körbe niemals mit anderen Instrumenten vermischenheilloses Chaos
beim Packen der Container,  sondern jedem Container ist strikt sein
Korb im RDG zugeordnet, auch nichts wegnehmen oder dazulegen.
Wählen des Programmes – automatischer Ablauf, unbedingt Display
beachten.
Pro Spülcharge wird ein validiertes Protokoll vom Epsondrucker
gedruckt und im Ordner RDG-Protokolle gesammelt.
TOSI = Test mit Reinigungsindikatoren zur Überprüfung der
Reinigungswirkung des RDG
Durchführung wöchentlich Montag mit einem TOSI pro Sieb und Ebene
siehe AA TOSI mit Dokumentation im Ordner RDG-Protokolle
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TOSI-LumCheck = Test zur Überprüfung der Reinigungswirkung des
RDG in Hohlkörpern/MIC-Instrumenten, die der LumCheck-Prüfkörper
simuliert, indem er auf die jeweilige Steckvorrichtung gesteckt wird.
Durchführung wöchentlich Montag
Dokumentation im Ordner RDG-Protokolle
Pyromol-Test
Test Kit zum qualitativen Nachweis von Proteinen auf chirurgischen
Instrumenten und Oberflächen (Klemme empf)
Blaue Färbung ab 1 μg Protein in 5 Minuten
erkennt auch denaturierte und chemisch veränderte Proteinreste
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 66
EndoSwabs
Bis zu 2,55 m lange Swabs zur Reinigung von flexiblen Endoskopen
oder zur Verwendung mit HemoCheck-S oder dem Pyromol-Test
Bio-Indikatoren = DEWA-Test zur Überprüfung von
Desinfektionsverfahren
Halbjährlich 15.11. und 15.05.
Test mit Prüfkeim Enterococcus faecium ATCC-Stamm 6057
siehe AA BAG-DEWA-Test
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 67
nach Entnahme aus dem RDG werden die 6 BAG-DEWA-Test-Briefe in
ein mikrobiologisches Labor (Dr. Staber & Partner Bayreuth)
eingesandt zur Inkubation und Auswertung.
Dokumentation im Ordner RDG-Protokolle
Aus dem RDG werden am Ende des Programmablaufes die
Instrumente von den Injektordüsen, usw. in den richtigen Korb
gelegt.
Sowohl nach dem manuellen als auch nach dem maschinellen Verfahren
befinden sich die Instrumente immer in den RDG-Körben, die nun auf
die Arbeitsfläche der reinen Seite gestellt werden.
Optische Kontrolle unter Sicht des Auges:
– Eine sichere Sterilisation erfolgt nur bei sauberen Medizinprodukten
(RKI12.10, S.1255)
wichtig: manuell beim Spülen und Trocknen, maschinell beim
Ausräumen des RDG Augen auf!!!
- Ist der Erfolg der Reinigung nicht durch optische Kontrolle beurteilbar (z. B. aufgrund langer, enger Lumina, Hohlräume, wie z. B. bei
Arthroskopie und MIC-Instrumenten; Medizinprodukte „kritisch B und C“),
muss die Reinigung verfahrens- technisch sichergestellt werden, z. B.
durch validierte, maschinelle Reinigungsverfahren. (RKI12.10,
S.1255)
- Die Problematik einer manuellen Reinigung besteht in diesem Zusammenhang in dem Beleg der reproduzierbaren Durchführung (z. B.
sorgfältiger Bürstenreinigung bei Endoskopen), Über die sorgfältige
Durchführung gemäß Standardarbeitsanweisungen hinaus sind daher
periodische Prüfungen der Reinigungsleistung geboten (s.o.).
(RKI12.10, S.1255)
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 68
Reiner Bereich
Voraussetzungen für Prüfung, Pflege, Instandsetzung (K07 S.185)
-Arbeitsflächen in ausreichender Größe
abends Flächendesinfektion mit HexaQuart, morgens mit Meliseptol
gemäß AA,
Arbeitsflächen sind keine Lagerflächen!
-geeignete Beleuchtung mind 1000 lux, ansonsten sind
Arbeitsplatzleuchten anzubringen
- Optische Kontrolle mit Lichtlupe
-Anleitungen für die MP
-geeignete Pflegemittel (K07 S.185)
c) Prüfung auf Sauberkeit und Unversehrtheit, gegebenenfalls
erneute Aufbereitung (RKI12.10, S.1252)
Sauberkeit, Korrosion
Lochkorrosion unter der Oberfläche,
Spannungsrißkorrosion an Nieten Schrauben + geschweißten Stellen,
Spaltkorrosion am Pinzettenspalt),
Verschmutzungen, Beläge,
Verkrustungen (K07 S.186)
d) Pflege und Instandsetzung, (RKI12.10, S.1252)
e) Prüfung der technisch-funktionellen Sicherheit (RKI12.10, S.1252,
RKI12.10, S.1255), Funktionsprüfung
Die Gewährleistung der technisch-funktionellen Sicherheit eines
aufbereiteten Medizinproduktes obliegt dem Betreiber. Einfache,
sicherheitsrelevante Funktionsprüfungen sind auch unmittelbar vor
Anwendung vom Anwender durchzuführen (MPBetreibV). (RKI12.10,
S.1255)
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 69
Umfang und Art sind vom MP abhängig und in StandardAA zu
beschreiben (RKI12.10, S.1255),: Prüfung aller beweglichen Teile (K07
S.186)
1.auf Leichtgängigkeit: Scheren, Nadelhalter, Klemmenölen, s.u.
2.guter Schluß der Klemmen ohne Überwerfung
3.in jeder Stellung aneinanderliegende und arbeitende Scherenblätter
Austausch gegen identisches Instrument anhand der eingravierten
Firmennummer (desinfiziert und gereinigt) und
Arzt fragen, ob Reparatur oder gleich Aussondern
4.hinreichend streng arbeitender Messerhalter am Bayha-Skalpellgriff 
zurechtbiegen
Reines Weiß-, Knochen-, Paraffin- oder Instrumentenöel ist alles
ohne Emulgator und nicht dampfdurchlässig,
deshalb durch wässrige Emulsionen zu ersetzen (K07 S.186), dabei
keine gesundheitsschädlichen Substanzen, keine allergisierenden
(in Silikonöl enthalten)
gezielt ölen über Tropfflasche oder Spray soviel wie nötig, so wenig wie
möglich! ) (K07 S.187)
Empfohlen:
Aeculap Sterilit Ölspray
Beschreibung
 Wasserdampfdurchlässiger Ölfilm
 Keine Beeinträchtigung der Sterilisationswirkung durch den Ölfilm
 Schmierwirkung und Korrosionsschutz
 Silikonfrei, keine Flecken- und Krustenbildung auf
Instrumentenoberflächen
ZIEL ist, Medizinprodukte, bei denen Rückstände auch durch erneute
Reinigung nicht entfernt oder technisch-funktionelle Mängel nicht beseitigt werden können auszusondern (QM). (RKI12.10, S.1255)
Warum soviel Zeit für diese Kontrollen verwenden?
läuft alles in Gedanken automatisch ab, möglichst schnell und direkt von
der Reinigung zum Sterilisieren! Passiert ja nichts beim Verzicht auf
diese Kontrollen - oder doch?
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 70
f) das Verpacken
Die neue Verpackungsnorm DIN ISO 11607 verwendet nicht mehr
Einfach- und Zweifachverpackung, jetzt
Sterilbarrieresystem = Mindestverpackung
Verpackungssystem = Sterilbarrieresystem +
Schutzverpackung (K07 S.188)
Materialien, z. B. Verpackungsmaterialien, Papier, Kunststofffolien,
Vliesstoffe, wieder verwendbare textile Materialien (DIN EN ISO
11607-1)
03.03.2011 Großhadern - 9. Steri-Fach-Forum Dr. Thomas Kießling Sterilgutverpackung und Lagerung (K11)
Anforderungen an das Material des Sterilbarrieresystems (1)
Keine Beeinträchtigung der Sterilisation
-ausreichender Zugang des Sterilisationsmediums
durch die Sterilisation (keine Beschädigung)
,
z.B. bei spitzen oder scharfen Instrumenten, schweren Sieben
des Produktes
- Abgabe von Substanzen
Typisches Material + Zusatznorm DIN EN 886-2ff:2009
Klarsichtbeutel und -schläuche
Papier, Vlies (für Dampfsterilisation)
Wiederverwendbare Sterilisierbehälter (für
Dampfsterilisation)
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 71
Beispiele für Verpackungssysteme:
1.Innenverpackung: Instrumente eingeschlagen in Baumwolltücher in
Sterilcontainer
2.Zweifachverpackung von Sterilisationsbögen: innen Instrumente
eingepackt in Baumwolltüch, außen Papier,
jeweils vorgeschriebene Diagonalverpackung oder Parallelverpackung
gemäß DIN 58953-7 = AA
3.Container mit 3 zweifach gepack-ten Sterilisationsbögen wie 2.
(Dreifachverpackung)
4. Sterilisierfolien mit Siegelnaht Folie in Folie (Zweifachverpackung)
siehe AA Verpackungen
Sterilgutlagerfrist festgelegt - Sterilgutverpackung und Lagerung (K11)
bitte nachlesen DIN 58953-8 Logistik von sterilen Medizinprodukten
Lagerung ungeschützt
Lagerung
geschützt
Schrank
6 Monate
Regal
Sterilbarriere- Bereitstellung zum alssystem
baldigen Gebrauch (48h). Als
Lagerungsart zu vermeiden!
Sterilbarriere Max. 5 Jahre, basierend auf Herstellerangaben
system +
Schutzverpackung
Bedingungen für eine sichere Sterilisation:
-Instrumente sind trocken und sauber verpackt
-Ventile und Hähne sind offen wie bisher
-Gelenkinstrumente werden wieder geschlossen
-Dichtungen, die Hohlräume verschließen, dürfen nicht eingebaut sein.
Urheberrecht und Copyright - Dr. med. Rainer Woischke,
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 72
Die Instrumente liegen nun in den Körben des RDG auf der Arbeitsfläche
im reinen Bereich bereit zum Verpacken nach AA
-in die Wagner-Steriset-Container mit automatischem Ventil, alternativ
KLS-Container von Martin, bei vielen anderen Containern ist z.B. laufend
Überprüfung und Auswechseln des Filters notwendig. (meist passend
neu zuschneiden)
-Die Zusammensetzung der Instrumente in den Körben entspricht genau
den Sieben in den Containern und wird immer kontrolliert anhand der
Listen in den Sichtkarten an der Wand, damit keinesfalls ein Instrument
fehlt.
Schüsseln und andere Gefäße müssen mit der Öffnung nach unten
liegen, damit das Kondensat ablaufen kann.
g) die Kennzeichnung des Sterilisierguts erfolgt mit dem Folienstift
Edding 3000 permanent-Marker auf den Steriindikatoren
(ChemoStrips) wie vorgeschrieben:
1.Sterilisationsdatum, (RKI12.10, S.1256)
2.Verfallsdatum (z.B. Sterilisationsdatum + 6 Monate, siehe oben
Lagerfristen),
3.Chargennummer(RKI12.10, S.1257),
4.Namenszeichen,
Bei Containern werden die ChemoStrips werden an der schmalen
Sirnseite in das rechte Fach gesteckt.
5.Inhalt ablesbar am Codierschild mit Gravur: z.B. Arthroskopie, Sieb
klein im linken Fach des Containers.
Wagner- Steriset-Container haben durch den ThermoLoc Verschluß eine
automatische Versiegelung durch Temperatureinwirkung
(Sterilisation).
Vorsicht: beim späteren Öffnen des Wagner-Containers beide
ThermoLoc Verschlüsse vorne und hinten öffnen!
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 73
Beurteilung BAG-ChemoStrip
121°C, 134°C,
134°C/18 Min („Prionenzyklus“)
für fraktioniertes Vakuum
a. Sterilisationsbedingungen erfüllt =
Vollständiger Farbumschlag der Zahlen
„121“, „134“ bzw. „18“ von rot-violett nach grün
b. Sterilisationsbedingungen nicht erfüllt =
Kein vollständiger Farbumschlag der Zahlen „121“, „134“ bzw. „18“ von
rot-violett nach grün,
Überprüfung der Sterilisationsbedingungen
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
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2.Zweifachverpackung von Sterilisationsbögen s.o.
DIN 58953-7 Sterilisation Mai 10 Anwendungstechnik von
Sterilisationspapier, Vliesstoffen, gewebten textilen Materialien,
Papierbeuteln und siegelfähigen
Klarsichtbeuteln und –schläuchen
Kennzeichnung: in die Innenverpackung wird ein wie oben mit 1.-4.
gekennzeichneter Chemostrip gelegt, auf den zusätzlich der 5.Inhalt
eingetragen, wird, z.B.: WV für Wundversorgung, EM für Emmert, NZ für
Nagelziehset
um die Außenverpackung wird ein Steriband geklebt und nochmals mit
1.-5. gekennzeichnet.
3.Container mit 3 zweifach gepackten Sterilisationsbögen
Kennzeichnung mit 1.-4. durch einen Chemostrip in das re Fach am
Container ein wie oben, zusätzlich wird der 5.Inhalt wie zuvor
eingetragen.
4. Sterilisierfolien mit Siegelnaht (Folie in Folie) Zweifachverpackung
Hawo Folien-Durchlaufsiegelgerät „Einschweißgerät“
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Vorher einzugeben sind
-Sterilisationsdatum, (Verfallsdatum wird automatisch berechnet gemäß
Programmierung)
-Namenszeichen
-die jeweilige LOT-Nr. = Chargen Instrumente werden einzeln
eingeschweißt und durch das validierte Hawo Einschweißgerät erfolgt
automatische Kennzeichnung:
1.Sterilisationsdatum,
2.Verfallsdatum (z.B. Sterilisationsdatum + 6 Monate, siehe oben
Lagerfristen),
3.Chargennummer,
4.Namenszeichen
5.Inhalt sichtbar durch die Folie
Anwendung bei uns grundsätzlich als Folien-Zweifachverpackung.
Gemäß Zinn et. al. bietet das routinemäßige Doppelverpacken
hygienisch keine Vorteile. Lediglich bei schweren Instrumenten kann ein
mechanischer Vorteil resultieren.
Vorschriften (ZSter11.6DGSV LL11607-2 S.21, Zinn et al.)
-die innere Verpackung darf nicht umgeschlagen werden, damit sie in die
größere passt, weil dadurch die Dampfperfusion behindert wird  2
geeignete Größen wählen
-MP darf die Verpackung nur zu 75% ausfüllen (DIN 58953-7)
-die gewählte Breite muß ein ungehindertes Hineingleiten des MP
zulassen, eine weitere Größenzugabe ist aber nicht sinnvoll.
-von der Siegelnaht muß ein Abstand von mind 1cm, besser 3cm zum
Ende der Packung vorhanden sein, um ein ungehindertes Peelen =
Öffnen und die aseptische Entnahme zu ermöglichen (DIN 58953-7).
(ZSter11.6DGSV LL11607-2 S.21)
Peel-Test nach DIN EN 868, Anhang C siehe dort
laufende Kontrollen
a.Überprüfung der Zugfestigkeit:
b.Durch Sichtkontrolle ist zu prüfen, ob sich die Siegelnaht durchgehend
über die gesamte Breite erstreckt (ZSter11.6DGSV LL11607-2 S.24),
auch bei industriell gefertigten MP.
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-Klarsichtbeutel oder -schläuche mit Seitenfalte werden bei uns nicht
verwendet.
-Spitze oder scharfe Instrumente (Scheren, Redonspieße) müssen vor
dem Einbringen in die Sterilisierfolien mit einem geeigneten Schutz (bei
uns kirschkerngroßer Tupfer) versehen werden.
-Bei MP mit Hohlraum (z.B. Nierenschale) muß deren Öffnung zur
Papierseite zeigen. (ZSter11.6DGSV LL11607-2 S.21)
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i) die Sterilisation.
Füllen der Sterilisationskammer:
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-Sterilisierfolien so lagern, dass Folie an Folie und Papier an Papier liegt.
- Sterilisierfolien wegen des Papieranteils in der oberen Ebene lagern,
damit nicht in der unteren Ebene von oben abtropfendes Kondensat die
Verpackung durchnässt.
- Bei Sterilisation von MP kritisch B ist immer ein HeliPac-Prüfkörper mit
HeliPacIndikator und Leak- Test mit in die Steriladung einzulegen oder
BAG TwinTube jeweils 121° oder 134°. Siehe AA
-Türe korrekt schließen,
-anwählen
121° 20 min Programm 3 bei Gummi oder
134° 5 min Programm 2 bei allen anderen Medizinprodukten
-Beendigung des Sterilisationsprogrammes wird angezeigt
-Türe ist während Sterilisation durch Unterdruck fixiert, wird nach dem
Ende freigegeben, spürt man bei leichtem RüttelnÖffnen
-Das Sterilisiergut wird mit Wärmeschutzhandschuhen herausgenommen
und auf die desinfizierte Arbeitsplatte gestellt.
Sichtkontrolle der Container und Verpackungen auf äußere
Einflüsseo.k. ja? Steribuch
Überprüfung Chemoindikatoren AA!
-Steriband DampfStericlin von grün auf schwarz
-EinschweißfolienStericlin von rosa auf braun
-BAG-Chemo-Stripvollständig rot-violett grün
-Chargenkontrolltests HeliPac und LEAK-Test (= Dichtigkeitsindikator)
oder TwinTube und Indikatoren in das Steribuch in die rechten freien
Spalten kleben.
alle Chemoindikatoren - Prüfungen korrekt?  Eintrag JA ins Steribuch
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BAG-HeliPac
Chargenkontrollsystem für die Dampfsterilisation bei 134°C, 121°C oder
134°C/18 Min. mit Prüfsicherheit für Hohlkörper und poröse Güter
Systemkomponenten
HeliPac Prüfkörper +
HeliPac Indikatoren
für die Parameter Dampfeinwirkung, Temperatur und Zeit
Nachweis, dass die
Sterilisiergüter den geforderten Bedingungen unterzogen waren.
Bewährte „Rot-Grün-Chemie
Dichtigkeitsindikator / LEAK-Test
selbst-überprüfendes System: bei Bedienfehlern schlägt der Indikator
von blau nach schwarz um
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 80
neu bei uns statt BAG-HeliPac
BAG-TwinTube
2 in 1 – Testsystem
Bowie-Dick Test & Chargenkontrolle mit dem gleichen Prüfkörper
Einfachste Handhabung
siehe auch oben bei Bowie-Dick Test
Anwendung:
1.BAG-TwinTube Prüfkörper aufschrauben und Indikator einlegen
2.Prüfkörper in den Sterilisator legen und Sterilisationszyklus
durchführen
3.BAG-TwinTube Prüfkörper aufschrauben und Indikator entnehmen
(Metallhülse kann noch heiß sein!)
4.Indikator prüfen, ob die Indikatorfarbe das Zielfeld ("PASS") erreicht
hat
5.Die Testergebnisse dokumentieren
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 81
h)Dokumentation im Steribuch Sterilisationstagebuch handelsüblich z.B. Fa. BAG:
Datum,
Dokumentation der morgendlichen Tests,
danach 1 Zeile pro Charge: Chargennummer,
Sterilisiergut,
Programm 121° 20min, 134° 5min oder 134° 18min,
Ergebnis Chemoindikatoren o.k.?,
Sichtkontrolle o.k.?,
Namenszeichen
Chargenkontrolltests HeliPac Indikatoren + LEAK-Test oder TwinTube
Indikatoren eingeklebt?
Erst wenn alle Kontrollen korrekt durchgeführt wurden und die
Durchsicht des Steribuch bestätigt deren korrekte Dokumentation, erfolgt
die Freigabe des wiederaufbereiteten Sterilisiergutes durch Unterschrift
im Steribuch!
Zuständig ausschließlich:
Frau Lentzen
Frau Woischke
Validierung erforderlich bei
Siegelgerät (Einschweißgerät)
RDG
Sterilisator
i)Die Ergebnisse sind so zu dokumentieren, dass eine
Rückverfolgbarkeit auf die jeweilige Charge (bei Medizinprodukten
der Gruppen kritisch A und kritisch B) bzw. das aufbereitete Produkt
(kritisch C) gewährleistet ist. (RKI12.10, S.1257)
Das Sterilisiergut wurde immer mit den beschrifteten Chemostrips
gekennzeichnet
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 82
-Bei Anwendung der Container bei der OP eines Patienten müssen die
beschrifteten Chemostrips immer auf das OP-Protokoll dieses
Patienten geklebt werden.
-Bei Anwendung der Wundversorgungen, Punktions-, Emmert- und
Nagelziehsets bei der OP eines Patienten müssen die beschrifteten
Chemostrips im inneren Sterilisationsbogen immer auf die
Karteikarte dieses Patienten geklebt werden.
Dadurch ist eine Rückverfolgbarkeit von der jeweiligen OP eines
Patienten zum Steribuch und damit auf die jeweilige Charge
gewährleistet.
Die Aufzeichnungen über die Aufbereitung von Medizinprodukten sind
mindestens 5 Jahre aufzubewahren. (RKI12.10, S.1257)
7.4.Dampf-Sterilisatoren, Hohlkörper
Es gibt Großsterilisatoren DIN EN 285 und Kleinsterilisatoren DIN EN
13060.
bei uns KSG 200: wir haben Großsterilisator mit einfüllbarem
Kammervolumen 30 cm x 30 cm x 60 cm = 54l, dies ist1 STE
(Sterilisiereinheit)
Kleinsterilisatoren haben ein Kammervolumen < 30x30x60cm³, somit
<54 Liter, somit< 1 STE
Bei Kleinsterilisatoren gibt es 3 Typen (nach K07 S.131, RKI12.10
S.1270):
Sterilisatios- zur Sterilisation von
klasse
Verfahren
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 83
Typ B (=
BIG wie
Groß
sterilisator)
alle verpackten oder
unverpackten porösen/massiven
Produkte, Hohlkörper des Typs
A
Verfahren mit
fraktioniertem Vakuum
(mit
Vorvakuumpumpe)
Typ S
Produkte nach
Herstellerangaben + unverpackt
+ entweder Hohlkörper des
Typs A oder B, einfach oder
mehrfach verpackt
unverpackter massiver, nicht
poröser Produkte
Verschiedene, z.B.
Überdruck- oder
Unterdruckverfahren
Typ N
Gravitationsverfahren
porös = Textilien
verpackt (in Tüchern, Papier, eingeschweißt)
Medizinprodukte mit erhöhten Anforderungen: Instrumente
-mit langen engen, insbesondere endständigen Lumina
-Hohlräumen mit nur 1 Öffnung (keine Durchspülung, sondern nur
Verdünnung möglich)
-komplexen, schlecht zugänglichen und daher schlecht bespülbaren
Oberflächen) (K07 S.59)
Hohlkörper Typ A + B siehe DIN EN 13060
Hohlkörper Typ A: Das sind Medizinprodukte, die Hohlkörper
aufweisen, deren Verhältnis von Länge zu Durchmesser größer als
5 ist (K07 S.131)
„Blitzsteri“
Blitzsterilisatoren sind meist Klasse N oder S, sind für den
Routinebetrieb nicht geeignet, da ohne Verpackung und ohne
Vorvakuum sterilisiert wird.
„Blitzen“ = Sterilisieren im „Blitzsteri“ ist rechtlich problematisch und
sollte auf den Notfall beschränkt bleiben, bei dem ein seltenes
Instrument während der OP schnell wieder zur Verfügung stehen muß.
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 84
7.5.Abschließende Arbeiten am Abend
1.Ultraschallbad wechseln
Maßnahmen des Arbeitsschutzes beachten übliche Personenschutzausrüstung (PSA) siehe AA: Schutzkleidung, Schutzbrille, geeignete Handschuhe; Raumluftqualität / TRBA 250)
Stammopur DR8: gleichzeitige Desinfektion + Intensiv-Reinigung,
alkalisch:
-alte Lösung ablassen
-mit klarem Wasser Wanne reinigen
-Ansetzen der Stammopur DR8 Lösung
2. Kontrolle Lichtwertmessgerät am Steri für die Entsalzungspatrone
Wasserentsalzungskontrolle von grün auf rot.
3.Kontrolle Anzeigeinstrument für Vollentsalzung am RDG
an der Wand über dem RDG abwechselnd Temperatur und
Entsalzungswert.
Grenzwert festgelegt bei Inbetriebnahme: 10 µS
Bei Erreichen des Grenzwertes Patrone wechseln
Siehe AA
Wartung KSG 200 alle 6 Monate automatisch nach Voranmeldung +
- sicherheitstechnische Kontrolle und
- immer noch wie früher ein Sporentest
siehe AA Medizinproduktebuch Steri KSG
Wartung RDG Miele 7835 jährlich
Zur Vorbereitung notieren bei intaktem Gerät
-alle Auffälligkeiten
-Programmwünsche
Bei defektem Gerät notieren
-jedes Detail, was nicht mehr ist, wie es sein soll
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8.Verordnung über das Errichten, Betreiben und Anwenden von
Medizinprodukten
(Medizinprodukte-Betreiberverordnung MPBetreibV) Stand: 29.7.2009 (MPBetreibV)
§ 4 Instandhaltung
(1) Der Betreiber darf nur Personen, Betriebe oder Einrichtungen mit der
Aufbereitung von Medizinprodukten beauftragen, die die Sachkenntnis,
Voraussetzungen
und die erforderlichen Mittel zur ordnungsgemäßen Ausführung dieser
Aufgabe besitzen.
(2) Die Aufbereitung von Medizinprodukten
ist unter Berücksichtigung der Angaben des Herstellers mit geeigneten
validierten Verfahren so durchzuführen, dass der Erfolg dieser Verfahren
nachvollziehbar gewährleistet ist.
Eine ordnungsgemäße Aufbereitung nach
Satz 1 wird vermutet, wenn die gemeinsame Empfehlung der
KRINKO am RKI und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) zu den Anforderungen an die Hygiene bei
der Aufbereitung von Medizinprodukten beachtet wird.
und
(3) Die Voraussetzungen nach Absatz 1 werden erfüllt, wenn die mit der
Instandhaltung Beauftragten
1. auf Grund ihrer Ausbildung und praktischen Tätigkeit über die
erforderlichen Sachkenntnisse bei der Instandhaltung von
Medizinprodukten und
verfügen und in der Lage sind, diese nach Art und Umfang
ordnungsgemäß und nachvollziehbar durchzuführen.
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9. Anforderungen und Prüfverfahren von med. Geräten z. B.
Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG)
ZSter11.6 (Zentralsterilisation2011.6): EN ISO 15883-2
allgemein
Betriebsqualifikation (BQ)
Die Betriebsqualifikation ist das Erbringen und Dokumentieren des
Nachweises, dass der Betrieb der installierten Ausrüstung (Ausstattung)
innerhalb vorbestimmter Grenzen abläuft, wenn sie entsprechend ihren
Betriebsabläufen eingesetzt wird.
 von Herstellerfirma
Die Betriebsqualifikation wird durchgeführt um sicherzustellen, dass das
RDG und die Medienversorgung mit den Spezifikationen der Hersteller
und den Anforderungen der DIN EN ISO 15883 übereinstimmen
(ZSteri8DGSV S.8)
Installationsqualifikation (IQ)
Die Installationsqualifikation ist das Erbringen und Dokumentieren des
Nachweises, dass das Gerät in Übereinstimmung mit seiner
Spezifikation geliefert und installiert wurde.
 von Installationsfirma
Leistungsqualifikation (LQ)
Die Leistungsqualifikation ist das Erbringen und Dokumentieren des
Nachweises, dass das Gerät, so wie es installiert ist und entsprechend
den Betriebsabläufen betrieben
wird, dauerhaft in Übereinstimmung mit den vorbestimmten Kriterien
arbeitet und dadurch Produkte erhalten werden, die ihre Spezifikationen
erfüllen.
 Validierung (Praxis)
Validierung erforderlich bei
Siegelgerät (Einschweißgerät)
RDG
Sterilisator
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 87
für RDG (Wikipedia13)
1.Die Betriebs-Qualifikation (BQ) bestätigt, dass sie laut Hersteller die
thermische Desinfektion ordnungsgemäß durchführen und innerhalb
vorgegebener Grenzwerte bleiben. [7]
 von Herstellerfirma
2.Die Installations-Qualifikation (IQ) bestätigt, dass sie der
Spezifikation entsprechend bereitgestellt und installiert sind.
 von Installationsfirma
3.Die Leistungs-Qualifikation (LQ) bedeutet, dass die Leistung der
Reinigungswirkung und thermischen Desinfektion der RDG mit
geeigneten Prüfverfahren wie Thermologgern[8], Bioindikatoren und
Testanschmutzung [9] kontrolliert wird.[10]
 Validierung (Praxis)
Die Validierung von RDG und Steri erfolgt mit Druck- und TemperaturLoggern, die Prüfung der Reinigung des RGD mit je 5 Crile-Klemmen/
RDG-Programm gemäß Anlage 2 Reinigungsprüfung im Rahmen
der Leistungsqualifikation (ZSteri8DGSV S.9) mit definierter
Anschmutzung durch heparinisiertes Schafblut, das durch Zugabe von
Protaminsulfat gerinnungsfähig wird:
ZSteri8DGSV S.9, ZSteri5.2 S.106:
5.2.3.1
Prüfung der Reinigung
5.2.3.1.1 Methoden zur Überprüfung der Reinigung
–die Verwendung von Testkörpern (Crile-Klemme) mit definierter
Anschmutzung = Prüfkörper (A) zur Herstellung eines Bezuges zu
einer definierten Reinigungsleistung für Beladungen mit chirurgischen
Instrumenten
–real verschmutzte Instrumente/Medizinprodukte (B,C,D) zur
Herstellung eines Bezuges zur praxisorientierten Beladung und zur
Reinigungsbeurteilung bei unterschiedlich konstruierten
Instrumenten/Medizinprodukte (z. B. mit Lumen).
(A) Prüfkörper
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 88
Um bei der Leistungsqualifikation vor Ort einen Bezug zu einer
definierten Reinigungsleistung herzustellen, wer- den im ersten
Verfahren definiert kontaminierte Prüfkörper (Crile-Klemmen mit
Prüfanschmutzung nach Standardarbeitsanweisung in einem
qualifizierten Labor kontaminiert) der zu prüfenden Referenzbeladung
beigegeben.
Die Prüfanschmutzungen und Methoden, auf welche die Norm DIN EN
ISO 15883 für die Reinigungsprüfung für chirurgische Instrumente
verweist, sind nicht alle unter den Gesichtpunkten der Quantifizierbarkeit,
Standardisierbarkeit und Praxisrelevanz aufgelistet worden. Aus Sicht
der Verfasser dieser Leitlinie ist es dringend erforderlich,
Prüfanschmutzungen heranzuziehen, die mit einer repräsentativen,
praxisnahen Kontamination vergleichbar sind. Hier wurde ein Konsens
gefunden hinsichtlich der Verwendung heparinisierten Schafbluts,
das durch Zugabe von Protaminsulfat gerinnungsfähig wird.
(B) Real verschmutzte Instrumente
Die praxisorientierte Leistungsprüfung ist die Überprüfung mit durch
tatsächlichen Gebrauch kontaminierten Instrumenten in den
festgelegten Referenzbeladungen. So werden auch die auf die
Reinigung Einfluss nehmenden Bedingungen bei Gebrauch im OP, der
Entsorgung zur Aufbereitung, der eventuellen Vorreinigung und der
Beladung berücksichtigt. (ZSteri8DGSV S.9)
Bei uns Bezug und Auswertung der Klemmen
SMP GmbH, Service für Medizinprodukte,
Hechingerstraße 26, 72072 Tübingen
Tel. +49(7071)857 893-100, Fax +49(7071)857 893-200
Email info@smpgmbh.com:
Prüfklemmen
Wir liefern Prüfklemmen für die Validierung der Reinigungsprozesse im
RDG. Diese Prüfklemmen werden, einem strengen
Qualitätsmanagement folgend, aufbereitet und mit heparinisiertem
Schafblut kontaminiert.
Proteinanalytische Prüfung
Wenn Sie eine Auswertung der Klemmen nach dem Test Ihres RDG’s
wünschen, können wir eine quantitative Proteinbestimmung der
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 89
verbliebenen Restkontamination vornehmen. Diese Prüfung wird mit
dem modifizierten OPA-Verfahren durchgeführt.
Validierung „Einschweißgerät“ HAWO 850 =
Validierbares Durchlaufsiegelgerät mit Drucker
Jährliche Kontrollen nur sinnvoll in der Reihenfolge
Wartung
Kalibrierung
Validierung
zur Validierung müssen
-bei uns 3 gleiche Folienbeutel ohne Instrumente von 20cm Länge,
beidseits im SEAL Check-Modus verschweißt am Anfang und Ende
(somit in 15cm Abstand) von möglichst 20cm Breite,
-bei 3 verschiedenen Chargen im unserem Steri sterilisiert und danach
-an die validierende Firma HAWO geschickt werden.
am einfachsten alles bei HAWO
(auch möglich Wartung bei peripherer Fa. Medica mit Leihgerät bei uns,
Fa Medica schickt danach Siegelgerät zu von Fa.HAWO, dort
Kalibrierung und Validierung)
10.Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (KRINKO) (RKI07.03
S.377)
4.1.4 Haarentfernung beim Patienten (RKI07.03 S.382)
Verschiedene Studien konnten zeigen, dass die Rasur am Abend vor der
Operation im Vergleich zur Haarentfernung mit Enthaarungscremes oder
dem Verzicht auf Haarentfernung mit einem signifikant höheren
Infektionsrisiko verbunden ist [117], Das erhöhte Infektionsrisiko
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 90
nach Rasuren beruht auf mikroskopisch kleinen Läsionen der Haut, die
später als Eintrittspforte bzw. Fokus für eine bakterielle Streuung dienen.
Rasuren, die länger als 24 h vor der Operation durchgeführt werden,
erhöhen die Wundinfektionsrate.
Die Benutzung von Enthaarungscremes geht mit dem niedrigsten
Infektionsrisiko verglichen mit Rasierern und Haarschneidemaschinen
einher, allerdings besteht die Gefahr von Hautirritationen oder
allergischen Hautreaktionen. Unter diesem Aspekt erscheint eine
Anwendung im Vorfeld der Operation (z. B. am Vortag)
sinnvoll.
Fällt die Entscheidung auf die mechanische Entfernung, muss sie
unmittelbar vor der Operation erfolgen. (RKI07.03 S.382)
Präoperative Haarentfernung nur bei operationstechnischer
Notwendigkeit, bevorzugt mittels Kürzen der Haare bzw.
chemischer Enthaarung (Kategorie IA) (RKI07.03 S.382). Auch Clipper
3M werden empfohlen zum Kürzen der Haare  Preis!
Auf eine Haarentfernung vor OP sollte, wenn immer möglich, ganz
verzichtet werden. Andernfalls ist das Clipping der Rasur und der Creme
vorzuziehen. (JS14.3)
4.1.6 Antiseptik des OP- Feldes (RKI07.03 S.382)
(siehe oben bei Desinfektion Haut)
4.1.8 Abdeckung des Operationsfeldes und des Patienten (RKI07.03
S.383)
bei uns grundsätzlich Einmalmaterial so bemessen , dass nicht nur
Arm oder Bein, sondern auch die Op-Mannschschaft vom Körper
abgeschirmt ist oder der Körper ist bis auf den Kopf ganz abgedeckt.
4.1.9 Chirurgische Händedesinfektion (RKI07.03 S.384)
siehe oben bei HändeHygiene
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 91
4.1.10 Bereichs- und Schutzkleidung/Schutzausrüstung (RKI07.03
S.384/5)
Vor Betreten des Operationsraumes [38, 39] wird ein Mund-/NasenSchutz angelegt [40–42] (Kat. IB/Kat. IV). Haarschutz und Mund/Nasen-Schutz müssen sämtliche Bart- und Kopfhaare sowie Mund
und Nase vollständig bedecken [1] (Kat. IB). Der Mund-/NasenSchutz muss vor jeder Operation und bei sichtbarer Verschmutzung
oder Durchfeuchtung erneuert werden (Kat. IB).
Das OP-Team muss einen sterilen OPMantel
mit definierter Barrierefunktion und sterile Handschuhe tragen (Kategorie
IB), OP-Mantel und sterile OP-Handschuhe werden dem Operateur und
der Assistenz vom Springer angezogen.
 bei uns grundsätzlich OP-Mäntel aus Einmalmaterial
Beim Wechsel von Personal zwischen Aufwachraum und OP-Raum
muss Schutzkittel getragen werden, damit die Bereichskleidung nicht
mit Krankheitserregern kontaminiert wird (Kategorie IB). (RKI07.03
S.386)
11.Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen
invasiven Eingriffen (RKI00.8 S.644)
1 Allgemeines
Invasive Eingriffe werden – nach ihrem Ausmaß sowie nach ihrem
Gefährdungsgrad – unterteilt in
◗ Operationen,
◗ kleinere invasive Eingriffe,
◗ invasive Untersuchungen und vergleichbare Maßnahmen.
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 92
In Abhängigkeit vom Kontaminationsgrad der betroffenen Körperregion
werden sie unterteilt in Eingriffe
◗ in nicht kontaminierter Region (Gr. 1),
◗ in sauberkontaminierter Region (Gr. II),
◗ in kontaminierter Region (Gr. III) und
◗ in manifest infizierter Region (Gr. IV) sowie Eingriffe bei Patienten,
welche mit multiresistenten Erregern [z. B. MRSA,VRE] besiedelt sind.
2.Operationen
1 Baulich-funktionelle Anforderungen (RKI00.8 S.644)
liegen bei uns vor
Operationen Aseptischer und Septischer OP
Kleinere invasive Eingriffe Eingriffsräume Zi.3, 4 und 5
2.1.2 Räume und Flächen (RKI00.8 S.644)
Materialversorgung/-entsorgung (Kat. IB):
Die Materialversorgung erfordert einen Raum oder eine Zone, wo die
Güter ohne Umverpackung angeliefert werden [5]. Entsprechend erfolgt
die Entsorgung aus einem Entsorgungsraum [6] (Kat. IV). Innerhalb der
Operationsabteilung werden reine Güter (Sterilgüter, Medikamente,
aufbereitete Geräte usw.) in speziellen Räumen oder in geeigneten
Behältnissen auf dafür ausgewiesenen Flächen bevorratet. Unreine
Güter (Schmutzwäsche, Abfälle etc.) werden im entsprechenden
Übergaberaum gelagert.
Der im OP anfallende Abfall (Folie u Papier des Einmal-Materials,
gebrauchtes Einmal-Material u Textilien, z. B. Einschlagtücher der
Wagner-Container) wird im OP in einem Eimer mit Folientüte
gesammelt bzw. vom OP-Tisch in den dafür neben dem OP-Tisch
stehenden Abwurfeimer mit offener Folientüte geworfen, die nach
Desinfektion mit Meliseptol verschlossen wird.
Der Abfall wird durch die unreine Seite des Steris zum Flur gebracht
und in 4 Wertstoff-Sammler entleert .
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 93
Diese speziell für diesen Zweck angeschafften Wertstoffsammler stehen
neben der Türe zur unreinen Seite des Steri (also im Flur des OPTrakts):
Standgestell 3x 70 Liter (Papier, Folie, Restmüll) u 1x 70 Liter (Textilien)
mit jeweils Tretvorrichtung zur Deckelöffnung.
Die 4 Müllsäcke der Wertstoffsammler werden am Ende des OP-Tages
entsorgt.
s. AA Einsammeln des Abfalls
Abfallentsorgung gemäß der LAGA-Richtlinie siehe unten
2.1.3 Raumlufttechnische Anlagen (RKI00.8 S.645)
siehe unten 13.
2.2 Betrieblich-organisatorische Anforderungen
2.2.1 Präoperativ und intraoperativ (RKI00.8 S.645)
Personal
Bei Operationen, bei denen ein Durchfeuchten nicht auszuschließen
ist, werden flüssigkeitsundurchlässige Operationskittel getragen [25–
30] (Kat. IA);
bei Operationen, die erfahrungsgemäß mit einer vermehrten Läsion
von Handschuhen einhergehen, werden zwei Paar Handschuhe
getragen [50–52] (Kat. IB);
bei Operationen, bei denen mit dem Auftreten von
Aerosolen/Sekretspritzern zu rechnen ist, werden Schutzbrillen
getragen [1, 53] (Kat. IB/Kat. IV). (RKI00.8 S.646)
2.2.2 Postoperativ (RKI00.8 S.646)
Postoperative Reinigung und Desinfektion, Putzraum
Nach jeder Operation werden die patientennahen Flächen, alle
sichtbar kontaminierten Flächen sowie der gesamte begangene
Fußboden des Operationsraumes mit einem wirksamen Präparat
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 94
desinfizierend gereinigt [1]. Nach Abtrocknen des Desinfektionsmittels
kann der Operationsraum wieder begangen werden.
Ebenso Täglich nach Betriebsende werden in allen Räumen der
Operationsabteilung die begehbaren Fußbodenflächen und die potenziell
verschmutzten bzw. kontaminierten Flächen desinfizierend gereinigt
(Kat. IB).
Zu den Einwirkzeiten der jeweils verwendeten Mittel siehe die
ausgehängte Kurzübersicht des Hygieneplans.
Verwendet wird im OP ein eigener Putzwagen mit Doppeleimer,
zuständig ist das jeweilige OP-Personal.
Der Putzraum befindet sich hinter dem Sektretariat.
12.Anhang zur Anlage zu Ziffern 5.1 und 4.3.3
Anforderungen der Hygiene beim ambulanten Operieren in
Krankenhaus und Praxis (RKI97)
Einteilung
Nachstehend wird eine Einteilung der operativen Eingriffe gemäß § 115
(Abs. 1) 1. SGB V laut Mindestanforderung an die funktionell-bauliche
Gestaltung vorgenommen.
Dabei entsprechen Operationsraum/-räume mit erhöhten Anforderungen
an die Keimarmut dem Operationsraum = OP
sowie Eingriffsraum = E
siehe dort die Einteilung (RKI97)
Der Einsatz raumlufttechnischer Anlagen aus Gründen der
Infektionsprophylaxe wird bei der Implantation größerer alloplastischer
Materialien für notwendig angesehen. (RKI97. S.1)
aber siehe 12.
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13.Raumlufttechnische Anlagen
-Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen
invasiven Eingriffen (RKI00.8 S.644)
2.1.3 Raumlufttechnische Anlagen (RKI00.8 S.645)
Eine Minderung des Infektionsrisikos durch Luftführungssysteme
mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung mit extrem keimarmer
Luft ergibt sich nur bei aseptischen Eingriffen mit besonders
hohem Infektionsrisiko (z.B.Endoprothesenimplantation) [1, 9, 10,
11, 12] (Kat I B). (RKI00.8 S.645)
-Kommentar der KRINKO zu DIN 1946-4:2008-12 Raumlufttechnik Teil 4: Raumlufttechnische Anlagen im Gesundheitswesen
1.Die Studienlage zum infektionsprophylaktischen Effekt von RLTAnlagen mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung zeigt
gegenwärtig (Stand 12/2009) keinen Vorteil in Bezug auf die
Prävention von postoperativen Wundinfektionen/Infektionen im
Operationsgebiet (Kategorie III, keine Empfehlung, ungelöste Frage).
(RKI10.4 S.35)
Eine Differenzierung in Raumklasse I a und I b ist somit unter
diesem Gesichtspunkt nicht gerechtfertigt (s. auch Punkt 2).
2.Für viele andere Maßnahmen zur Prävention postoperativer
Wundinfektionen/Infektionen im Operationsgebiet existiert dagegen
umfangreiche Evidenz zu ihrer Wirksamkeit. Sie sollen entsprechend
den Empfehlungen der KRINKO konsequent umgesetzt werden.
4.Das im Anhang F (normativ) aufgeführte
mikrobiologische Monitoring ist für die
Bewertung der einwandfreien Funktion der
RLT-Anlage weder notwendig noch
zielführend.
Eine RLT-Anlage erfüllt in OP-Einheiten nicht nur
klimaphysiologische (Behaglichkeit,
Wärmelasten), sondern auch
arbeitsmedizinische/toxikologische (Narkosegasabfuhr, Abfuhr von Rauchgasen) und
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hygienische (Infektionsprävention) Zwecke (siehe
auch DIN 1946-4 (2008).
Sofern eine RLT-Anlage neu installiert wird,
ist sie grundsätzlich nach der DIN 1946-4
(2008) zu errichten. Bereits bestehende, ältere
Anlagen können nach der alten DIN1946-4
betrieben und geprüft werden.
Es gibt verschiedene Konzepte zu
raumlufttechnischen Anlagen, wobei in OPRäumen grundsätzlich eine dreistufige Filterung
mit endständigem H13-Filter und
Schutzdruckhaltung gewährleistet sein sollen.
Die DIN 1946-4 (2008) unterteilt OP-Räume in
die Raumklassen Ia und Ib, wobei
Raumklasse Ia mit Luftführungssystemen mit
turbulenzarmer Verdrängungsströmung
(Laminarflow-Decke mit umlaufender
Schürze) und Raumklasse Ib mit Systemen
mit Misch- oder Verdrängungsströmung
betrieben werden sollen.
-Werden in Räumen operative Eingriffe
durchgeführt, kann eine RLT-Anlage aus
infektionsprophylaktischer Sicht nicht
gefordert werden. (LGL14.2 S.10) Ist jedoch
eine RLT-Anlage vorhanden, so ist sie nach den
Regeln der Technik zu betreiben und zu prüfen.
-Räume, in denen Operationen durchgeführt
werden, sollen nach der KRINKO- Empfehlung
„Anforderungen an die Hygiene bei Operationen
und anderen invasiven Eingriffen“ Forderungen
an die Raumklasse I erfüllen. Einer Mitteilung
der KRINKO zur DIN 1946-4 zufolge ist unter
dem Gesichtspunkt der infektionspräventiven
Wirkung eine Differenzierung zwischen
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 97
Raumklasse Ia und Raumklasse Ib nicht
gerechtfertigt.(LGL14.2 S.10) Somit würde eine
turbulente Misch- oder Verdrängungsströmung
mit dreistufiger Filterung, wie sie für Raumklasse
Ib verlangt wird, genügen. Gemäß der genannten
DIN umfassen die drei Filterstufen die
Filterklassen F5 oder besser F7 als erste, F7 bis
F9 als zweite, und H13 bis H14 als dritte
Filterstufe.
Wenn Fenster zur Belüftung verwendet
werden, müssen dort Insektenschutzgitter
angebracht werden. (LGL14.2 S.10)
2008 wurde die DIN 1946-4 überarbeitet
(DGKH10.4). Danach gibt es eine
•Raumklasse I (mit endständiger dritter
Filterstufe), die für OP-Säle gilt, und eine
-Raumklasse II (keine dritte Filterstufe) für alle
sonstigen Räume.
-Raumklasse Ia fordert eine turbulenzarme
Verdrängungsströmung (TAV – d.h.
Gewebedecken) mit einem Schutzbereich von 3 x
3 m, entsprechend einem TAV-Auslass-System
von 3,2 x 3,2 m; bei Raumklasse Ib sind auch
Drallauslässe zulässig.
Raumklasse Ia ist vor allem gefordert für
Implantate (z.B. TEP an Hüfte und Knie,
Transplantationen) und mehrstündige
Operationen (DGKH10.4). Auch
Instrumententische sollen im Laminar Flow
stehen (wenngleich dieses in der Praxis nicht
immer zu realisieren ist), dies gilt auch für das
zeitversetzte und andernorts erfolgende Richten
der Instrumententische.
Die DIN 1946-4 aus dem Jahr 2008 gilt nicht
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für bestehende OP-Abteilungen. (DGKH10.4)
Bei Neuplanungen ist sie allerdings
zugrundezulegen (siehe auch DIN19464:2008,12 S.4).
Bauherr und beratender Hygieniker – in
Absprache mit dem endabnehmendem
Gesundheitsamt - sollten vorher unbedingt die
Raumklasse und die Erfordernisse an die RLTAnlage definieren. Da ein OP im allgemeinen
über 20 bis 30 Jahre genutzt wird und die
Schwere der Operationen sowie das
Infektionsrisiko der Patienten nach aller
Wahrscheinlichkeit zunehmen werden, sollte eher
eine hochwertige Ausstattung angestrebt werden.
Durch die aktuellen Studien kann derzeit nicht
eindeutig geklärt werden, welcher Effekt
(Schutz oder Gefährdung des Patienten)
überwiegt. Auch ist nicht bekannt, wie groß
der Effekt luftgetragener Mikroorganismen für
die Entstehung postoperativer
Wundinfektionen nach
Endoprothesenimplantation ist. (AMWF29.20
13.2 S.2)
Da ein infektionspräventiver Nutzen für die
Zuluftführung als Verdrängungsströmung nur mit
schwacher Evidenz und nur für Hüft-TEPs durch
einzelne Studien belegt ist und es darüber hinaus
auf Grund der hohen Luftgeschwindigkeiten zur
Auskühlung von Personal und Patient kommen
kann, kann nicht nachvollzogen werden,
warum einige Behörden die Anwendung der
DIN 1946-4 bei der Planung von RLTA für OPSäle vorschreiben. Vielmehr sollte dem
Auftraggeber in Abstimmung mit Nutzer, Planer
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 99
und Krankenhaushygieniker diesbezüglich die
Freiheit gegeben werden, das individuell
passende Konzept unter Berücksichtigung des zu
erwartenden Eingriffsspektrums festzulegen.
(AMWF29.20 13.2 S.2)
Die Angaben und Vorschriften zu RKTAnlagen sind mannigfaltig, deswegen hier
ausführliche Darstellung, die Literatur ist wie
immer Bestandteil des Hygieneplans.
14. Empfehlungen zur Prävention und Kontrolle von
Methicillinresistenten Staphylococcus aureus-Stämmen
(MRSA) in medizinischen und pflegerischen
Einrichtungen
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene
und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert KochInstitut (RKI14.6, S.696)
1.1. Antibiotikaempfindlichkeit bei S. aureus
S. aureus mit Empfindlichkeit gegen β-Lactamase-feste Penicilline
bezeichnet man als Methicillin-sensible S. aureus (MSSA). Als Methicillinresistente S. aureus (MRSA) werden Isolate eingestuft, die eine mecAGen-vermittelte Resistenz gegen β-Lactamase-feste-Penicilline
aufweisen. S. aureus mit mecA-Gen-Homologen, die in der Lage
sind, Penicillinbindeproteine mit vergleichbaren Resistenzfolgen zu
bilden, sind ebenfalls als MRSA zu klassifizieren.
Da MRSA gegenüber allen β-Lactam-Antibiotika (Ausnahme:
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 100
MRSA-wirksame Cephalosporine) als resistent einzustufen sind und
häufig Resistenzen gegenüber weiteren Antibiotikasubstanzklassen
aufweisen, sind die Therapieoptionen deutlich eingeschränkt. (RKI14.6,
S.699)
3. Epidemiologie von HA-, CA und LA-MRSA
Seit der Erstbeschreibung 1961 wurde MRSA als
Infektionserreger wahrgenommen. Erst mit der
Jahrtausendwende wurden Ausbrüche von MRSAInfektionen verstärkt beschrieben. In der Folge wurden die
Begriffe „hospital-acquired MRSA“ bzw. „health careassociated MRSA“ bzw. „nosokomialer MRSA“
(HA-MRSA, auch haMRSA) und „communityacquired MRSA“ bzw. „community-associated MRSA“ (CAMRSA, auch caMRSA) geprägt. (RKI14.6, S.700)
Im Fall eines Nachweises von S. aureus ist es aus
therapeutischen und krankenhaushygienischen Aspekten
wichtig, zu unterscheiden:
-zwischen (asymptomatischen) Besiedlungen
(Kolonisationen) und mit Krankheitssymptomen
einhergehenden Infektionen,
-zwischen MSSA und MRSA. (RKI14.6, S.700)
4.2. Übertragungswege
MRSA werden vorwiegend über direkte oder indirekte
Kontakte übertragen. Kolonisierte Personen geben den
Erreger in unterschiedlichem Mas in die Umgebung ab. Die
Hände des Personals sind der wichtigste Übertragungsweg
von MRSA in medizinischen Einrichtungen. (RKI14.6,
S.706)
2. Instrumente zur Erkennung, Vermeidung und
Bekämpfung von MRSA
2.1. Basishygiene (RKI14.6, S.709)
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2.2.1. Maßnahmen zur Erkennungvon MRSA-Trägern durch
gezielte Anamnese undUntersuchung (Screening) (RKI14.6,
S.710)
Der Einsatz von MRSA-Screeningmasnahmen kann zu
einer Senkung nosokomialer Infektionsraten mit MRSA
fuhren. Ohne Screening bleibt der überwiegende Teil der
MRSA-besiedelten Patienten unerkannt. Beim Screening
werden Abstrichuntersuchungen an definierten
Prädilektionsstellen (mindestens beide vordere
Nasenvorhöfe, Rachen, vorhandene Wunden;
ggf. Perineum und Leiste) fur MRSABesiedlungen
durchgefuhrt und mikrobiologisch untersucht. Hierbei ist
der kulturelle Nachweis des Erregers maßgeblich. PCRbasierte Screeningverfahren bieten als zusätzliches
Testverfahren den Vorteil einer erheblichen
Zeitreduktion bei der Testdurchfuhrung. Ihre Ergebnisse
können als vorläufige Grundlage fur abzuleitende
krankenhaushygienische Konsequenzen dienen. Sie sind
derzeit nicht zum Nachweis von MRSA-Infektionen und
zur Kontrolle von MRSA-Dekolonisierungsmasnahmen
geeignet. (RKI14.6, S.711)
Risikopopulationen für eine MRSABesiedlung
Für folgende Patienten kann angenommen werden, dass für
sie ein erhöhtes Risiko für das Vorliegen einer MRSAKolonisation bei Aufnahme in ein Krankenhaus besteht
[13, 61, 302]:
1. Patienten mit bekannter MRSAAnamnese,
2. Patienten aus Regionen/Einrichtungen mit bekannt hoher
MRSA-Prävalenz (z. B. Einrichtungen in Landern
mit hoher MRSA-Pravalenz oder Einrichtungen mit bekannt
hoher MRSA-Pravalenz in Deutschland),
3. Dialysepatienten,
4. Patienten mit einem stationären Krankenhausaufenthalt
(> 3 Tage) in den zurückliegenden 12 Monaten (in einem
Krankenhaus in Deutschland oder in anderen Ländern),
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5. Patienten, die regelmäßig (beruflich) direkten Kontakt zu
MRSA haben, wie z. B. Personen mit Kontakt zu
landwirtschaftlichen Nutztieren (Schweine, Rinder,
Geflügel),
6. Patienten, die während eines stationären Aufenthaltes
Kontakt zu MRSATrägern hatten (z. B. bei Unterbringung
im gleichen Zimmer),
7. Patienten mit chronischen Hautläsionen (z. B. Ulkus,
chronische Wunden, tiefe Weichgewebeinfektionen
8. Patienten mit chronischer Pflegebedurftigkeit (z. B.
Immobilität, Störungen bei der Nahrungsaufnahme/
Schluckstörungen, Inkontinenz, Pflegestufe) und einem der
nachfolgenden Risikofaktoren:
-Antibiotikatherapie in den zurückliegenden 6 Monaten,
-liegende Katheter (z. B. Harnblasenkatheter,
PEG-Sonde, Trachealkanüle). (RKI14.6, S.712)
TEIL III: Empfehlungen für die ärztliche Risikoanalyse
und allgemeine und spezielle Empfehlungen zur
Erkennung, Vermeidung und Bekämpfung von MRSA
1. Allgemeine Empfehlungen für alle Einrichtungen des
Gesundheitswesens und der Wohlfahrtspflege
keine Unterschiede in folgenden Punkten:
-Händehygiene:
-Medizinprodukte: keine Besonderheiten zum
routinemäßigen Vorgehen [243].
Alle Kontaktflächen
von am Patienten benutzten Geräten (z. B. Köpfe von
Ultraschallgeraten, EKG-Elektroden und -Kabel) müssen
nach dem Einsatz sowie vor dem Entfernen aus dem
Zimmer wischdesinfiziert werden.
-Hautkontaktflächen: Alle im Rahmen einer medizinischen
Masnahme potenziell durch MRSA kontaminierten
Kontaktflächen (z. B. Liegen) werden wischdesinfiziert.
-Abfall: Abfall ist im Zimmer zu sammeln. MRSA-haltiges
Material sowie Abfälle, die mit MRSA kontaminiert
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sein können, sind als Abfall nach Kategorie AS 18 01 04
(„Abfalle, an deren Sammlung und Entsorgung aus
infektionspraventiver Sicht keine besonderen Anforderungen
gestellt werden“) zu entsorgen. (RKI14.6, S.715)
MRSA-Dekolonisierung
Die Kommission empfiehlt:
-bei Patienten mit bekannter MRSABesiedlung vor
Operationen/invasiven Eingriffen oder während
intensivmedizinischer Behandlung nach Risikobeurteilung
eine Dekolonisierung durchzuführen, auch wenn
dekolonisierungshemmende Faktoren vorliegen (Kat II);
-eine MRSA-Dekolonisierung im Rahmen eines
Masnahmenbündels durchzuführen, das in der Regel die
Dekolonisierung von Nase, Rachen und Haut in Verbindung
mit Desinfektionsmaßnahmen der Umgebung
berücksichtigt (Kat II);
-die Verwendung von Nasensalbe mit geeigneter MupirocinKonzentration fur die nasale Dekolonisierung als derzeitige
Therapie/Behandlung der Wahl (Kat IB), wobei die
Anwendung nach Herstellerangaben erfolgt (Kat IV, AMG),
typischerweise 2- bis 3-mal täglich über 5 bis 7 Tage;
-alternativ, z. B. bei nachgewiesener Mupirocin-Resistenz
des zu eradizierenden MRSA-Stammes, frustraner
Dekolonisierung oder Unverträglichkeit von Mupirocin, die
Verwendung eines topischen MRSA-wirksamen
Antibiotikums oder Antiseptikums, z. B. PVP-Jod oder
Octenidin, für die allerdings noch keine ausreichenden
klinischen Daten zur Wirksamkeit vorliegen (Kat II);
-für die Dekolonisierungstherapie des Rachens die
Verwendung eines oral zu applizierenden Antiseptikums
(Kat II);
-für die Dekolonisierung der Haut die Durchführung
antiseptischer Waschungen (Kat II) unter Einsatz eines
Antiseptikums mit nachgewiesener Wirksamkeit (z. B.
Listung in der VAH-Liste als Händewaschpraparat)
und guter Hautvertraglichkeit (Kat II);
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-keine systemische Antibiotikatherapie
zur Dekolonisierung
-begleitend zu den Dekolonisierungsmasnahmen einen
täglichen Austausch oder eine Desinfektion der unmittelbar
am Körper getragenen oder verwendeten Gegenstande (z.
B. Brillen, Rasierer, Zahnbürsten) inklusive der Wäsche (Kat
II). (RKI14.6, S.719)
Reihenuntersuchung und Dekolonisierungsmaßnahmen
von Personal
Die Kommission empfiehlt:
-keine routinemäßige Untersuchung (Screening) von
Personal hinsichtlich einer MRSA-Besiedlung;
-bei MRSA-Besiedlung von Mitarbeitern eine
Dekolonisierung durchzuführen (Kat II);
-bei Mitarbeitern, bei denen eine MRSA-Kolonisation bzw. –
Infektion nachgewiesen wird, bis zum erfolgreichen
Abschluss der Dekolonisierung Maßnahmen gemäß der
Risikoanalyse zu ergreifen, um die Übertragung
von MRSA auf Patienten und deren Gefährdung zu
verhindern (Kat II), wobei dies z. B. durch einen Einsatz
betroffener Mitarbeiter auserhalb der direkten
Patientenversorgung erfolgen kann;
-zur Dokumentation der erfolgreichen Dekolonisierung nach
Abschluss der Dekolonisierungsmasnahmen 3 negative,
aufeinanderfolgend an verschiedenen Tagen entnommene,
mittels kulturbasierter Nachweismethodik untersuchte
Kontrollabstriche abzunehmen (Kat II) und hierbei jeweils
Nase und Rachen sowie Wunden und vormals MRSApositive Besiedlungsorte zu untersuchen (Kat II).
-Weitere Kontrollabstriche (z. B. nach 3, 6 und 12 Monaten)
erhöhen die Sicherheit der Dokumentation eines
dauerhaften Eradikationserfolges (Kat II). (RKI14.6, S.719)
2.6. Empfehlungen für Arztpraxen und sonstige
nichtstationäre Einrichtungen
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Zusätzlich zu den unter Punkt III.1 genannten allgemeinen
Empfehlungen empfiehlt die Kommission:
-bei ärztlichem, pflegerischem, therapeutischem und
sonstigem medizinischem Kontakt zu MRSA-Patienten
einen Schutzkittel und Mund-Nasen-Schutz anzulegen und
nach Kontakt mit MRSA-Patienten die Hände zu
desinfizieren; hierbei ist die verwendete persönliche
Schutzausrüstung nach Kontakt zu MRSA-Patienten
sachgerecht zu entsorgen bzw. aufzubereiten (Kat II);
-unmittelbar nach der Behandlung alle potenziell
kontaminierten Hand- und Hautkontaktflächen zu
desinfizieren (Kat II). Schnell wirksame Desinfektionsmittel
werden empfohlen. Die Wiederbenutzung ist möglich, wenn
die Oberfläche spontan getrocknet ist. (RKI14.6, S.7121)
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15.Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von
Infektionskrankheiten beim Menschen
Infektionsschutzgesetz - IfSG) Stand: 28.7.2011 (IfSG13)
1. Abschnitt - Allgemeine Vorschriften
§ 2 Begriffsbestimmungen
nosokomiale Infektion ist eine Infektion, die im zeitlichen
Zusammenhang mit einer stationären oder einer ambulanten
medizinischen Maßnahme steht , soweit die Infektion nicht bereits
vorher bestand
2. Abschnitt - Koordinierung und Früherkennung
3. Abschnitt – Meldewesen (IfSG13, S.6)
§ 6 Meldepflichtige Krankheiten (IfSG13, S.6)
siehe IfSG
einzelnes Auftreten von MRSA ist nicht meldepflichtig aber
(3) Dem Gesundheitsamt ist unverzüglich das gehäufte Auftreten
nosokomialer Infektionen, bei denen ein epidemischer
Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, als
Ausbruch nichtnamentlich zu melden. (IfSG13, S.7)
4. Abschnitt Verhütung übertragbarer Krankheiten (IfSG13, S.19)
§ 23 Nosokomiale Infektionen; Resistenzen; (IfSG13, S.19)
(3) Die Leiter folgender Einrichtungen haben sicherzustellen, dass
die nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft erforderlichen
Maßnahmen getroffen werden, um
-nosokomiale Infektionen zu verhüten und
-die Weiterverbreitung von Krankheitserregern, insbesondere solcher
mit Resistenzen, zu vermeiden:
1. Krankenhäuser,
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2. Einrichtungen für ambulantes Operieren
Die Einhaltung des Standes der medizinischen Wissenschaft auf
diesem Gebiet wird vermutet, wenn jeweils die veröffentlichten
Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) und
der Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie (ART) beim RKI
beachtet worden sind. (IfSG13, S.20)
(4) Die Leiter von Krankenhäusern und von Einrichtungen für
ambulantes Operieren haben sicherzustellen, dass die vom RKI nach §
4 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe b (= §23 Abs.4)
-festgelegten nosokomialen Infektionen und das Auftreten von
Krankheitserregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen
fortlaufend in einer gesonderten Niederschrift aufgezeichnet,
bewertet und
-sachgerechte Schlussfolgerungen hinsichtlich erforderlicher
Präventionsmaßnahmen gezogen werden und daß
-die erforderlichen Präventionsmaßnahmen dem Personal mitgeteilt
und umgesetzt werden.“ (IfSG13, S.20)
Darüber hinaus haben die Leiter sicherzustellen, dass die nach § 4
Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe b festgelegten Daten zu Art und
Umfang des Antibiotika-Verbrauchs fortlaufend in
zusammengefasster Form aufgezeichnet,
unter Berücksichtigung der lokalen Resistenzsituation bewertet und
sachgerechte Schlussfolgerungen hinsichtlich des Einsatzes von
Antibiotika gezogen werden und
dass die erforderlichen Anpassungen des Antibiotikaeinsatzes dem
Personal mitgeteilt und umgesetzt werden.
Die Aufzeichnungen nach den Sätzen 1 und 2 sind zehn Jahre nach
deren Anfertigung aufzubewahren. Dem zuständigen Gesundheitsamt ist
auf Verlangen Einsicht in die Aufzeichnungen, Bewertungen und
Schlussfolgerungen zu gewähren. (IfSG13, S.20)
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 108
(5)Die Leiter folgender Einrichtungen haben sicherzustellen, dass
innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene in
Hygieneplänen festgelegt sind:
1.Krankenhäuser,
2.Einrichtungen für ambulantes Operieren,
…
(IfSG13, S.20)
(7) Die mit der Überwachung beauftragten Personen (Gesundheitsamt)
ist/sind befugt,
Geschäfts- und Betriebsräume
-zu betreten, zu besichtigen
-in die Bücher, usw. Einsicht zu nehmen
-hieraus Ablichtungen anzufertigen
-sonstige Gegenstände zu untersuchen
-Proben zur Untersuchung zu fordern oder zu entnehmen. (IfSG13,
S.20)
(8) Die Landesregierungen haben bis zum 31. März 2012 für
Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren… Regelungen
zu treffen (IfSG13, S.20)
Es ist bekannt, das die fortlaufende, systematische Aufzeichnung
und Bewertung relevanter Daten zu nosokomialen Infektionen sowie
deren Feedback an das ärztliche und pflegerische Personal die
Häufigkeit nosokomialer Infektionen reduzieren kann. Diese Form
der internen Qualitätssicherung wird als Surveillance bezeichnet.
(Begründung ÄndMedHygVBy S.7)
Zur besseren Vergleichbarkeit mit anderen Einrichtungen muss die
Aufzeichnung nach einer einheitlichen Methode erfolgen. Bei den
gängigen Erfassungssystemen, wie z. B. dem Krankenhaus- InfektionsSurveillance-System (KISS) des Nationalen Referenzzentrums für
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 109
Surveillance von nosokomialen Infektionen werden die Daten in
zusammengefasster und anonymisierter Form bereitgestellt.
Hierbei werden keine personenbezogenen Daten verwendet, vielmehr
geht es um die Zahl nosokomialer Infektionen der Einrichtung insgesamt
und im Vergleich zu anderen.
Ebenso verhält es sich mit den Daten zum Umfang des
Antibiotikaverbrauchs. Diese werden nicht personenbezogen, sondern in
zusammengefasster Form aufgezeichnet und in Relation zur lokalen
Resistenzsituation in der Einrichtung gesetzt, um daraus generelle
Schlüsse auf den Einsatz von Antibiotika in der Einrichtung zu ziehen.
(Begründung ÄndMedHygVBy S.7)
16.Surveillance
Surveillance nosokomialer Infektionen sowie die Erfassung von Erregern mit speziellen
Resistenzen und Multiresistenzen
§ 6 Abs. 3 und § 23 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Nr. 2b IfSG. Rechtliche
Voraussetzungen und Umsetzungsempfehlungen (RKI00.11 S.887)
Liste der zu erfassenden Erreger gem. § 23 Abs. 1 S . 1 nachzulesen, wichtiger als die Liste ist
der Dokumentationsbogen, die Bewertung und das Feedback.
Surveillance von postoperativen Wundinfektionen in Einrichtungen für
das ambulante Operieren gemäß § 23 Abs. 1 IfSG Empfehlung der
Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am
Robert Koch-Institut (RKI03.09 S.791)1 Hintergrund und Einführung
Unter „Surveillance“ von postoperativen Wundinfektionen ist die
fortlaufende, systematische Erfassung, Analyse und Interpretation der
Wundinfektionsdaten, die für die Planung und Einführung geeigneter
Interventionsmaßnahmen notwendig sind, zu verstehen. (RKI03.09
S.791)
Teil B:
Definitionen für nosokomiale Infektionen Indikator-Infektionen
Postoperative Wundinfektionen (CDC12)
A 1 Postoperative oberflächliche Wundinfektion
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Infektion an der Inzisionsstelle innerhalb von 30 Tagen nach der
Operation, die nur Haut oder subkutanes Gewebe mit einbezieht, und
eines der folgenden Kriterien trifft zu:
1.Eitrige Sekretion aus der oberflächlichen Inzision.
2.Kultureller Nachweis von Erregern aus einem aseptisch entnommenen Wundsekret oder Gewebe von der oberflächlichen Inzision.
3.Eines der folgenden Anzeichen: Schmerz oder Berührungsempfindlichkeit, lokalisierte Schwellung, Rötung oder Überwärmung, und
Chirurg öffnet die oberflächliche Inzision bewusst. Dieses Kriterium gilt
jedoch nicht bei Vorliegen einer negativen mikrobiologischen Kultur von
der oberflächlichen Inzision.
4.Diagnose des behandelnden Arztes.
A 2 Postoperative tiefe Wundinfektion
Infektion innerhalb von 30 Tagen nach der Operation (innerhalb von 1
Jahr, wenn Implantat1 in situ belassen), und Infektion scheint mit der
Operation in Verbindung zu stehen und erfasst Faszienschicht und
Muskelgewebe, und eines der folgenden Kriterien trifft zu:
1.Eitrige Sekretion aus der Tiefe der Inzision, aber nicht aus dem
operierten Organ bzw. der Körperhöhle, da solche Infektionen dann zur
Kategorie A3 gehören würden.
2.Spontan oder vom Chirurgen bewusst geöffnet, wenn der Patient
mindestens eines der nachfolgenden Symptome hat: Fieber (> 38 °C),
lokalisierter Schmerz oder Berührungsempfindlichkeit. Dieses Kriterium
gilt jedoch nicht bei Vorliegen einer negativen mikrobiologischen Kultur
aus der Tiefe der Inzision.
3.Abszess oder sonstige Zeichen der Infektion, die tieferen Schichten
betreffend, sind bei der klinischen Untersuchung, während der erneuten
Operation, bei der histopathologischen Untersuchung oder bei
radiologischen Untersuchungen ersichtlich.
4.Diagnose des behandelnden Arztes.
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A 3 Infektion von Organen und Körperhöhlen im Operationsgebiet
Infektion innerhalb von 30 Tagen nach der Operation (innerhalb von 1
Jahr, wenn Implantat1 in situ belassen),
und
Definition Implantat: Unter einem Implantat versteht man einen
Fremdkörper nicht-menschlicher Herkunft, der einem Patienten während
einer Operation auf Dauer eingesetzt wird und an dem nicht
routinemäßig für diagnostische oder therapeutische Zwecke manipuliert
wird (Hüftprothesen, Gefäßprothesen, Schrauben, Draht, künstl.
Bauchnetz, Herzklappen [vom Schwein oder synthetisch]).
Menschliche Spenderorgane (Transplantate) wie z. B. Herz, Niere und
Leber sind ausgeschlossen.
Infektion scheint mit der Operation in Verbindung zu stehen
und erfasst Organe oder Körperhöhlen, die während der Operation
geöffnet wurden oder an denen manipuliert wurde, und eines der
folgenden Kriterien trifft zu:
1.Eitrige Sekretion aus einer Drainage, die Zugang zu dem Organ bzw.
der Körperhöhle im Operationsgebiet hat.
2.Kultureller Nachweis von Erregern aus einem aseptisch entnommenen Wundsekret oder Gewebe aus einem Organ bzw. der
Körperhöhle im Operationsgebiet.
3.Abszess oder sonstiges Zeichen einer Infektion des Organs bzw. der
Körperhöhle im Operationsgebiet ist bei klinischer Untersuchung,
während der erneuten Operation, bei der histopathologischen
Untersuchung oder bei radiologischen Untersuchungen ersichtlich.
4.Diagnose des behandelnden Arztes.
Lösung in der Praxis:
Dokumentationsbogen ambulantes Operieren Version 3.
Praxisklinik Dr.Woischke und Kollegen
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 112
Lft. OP-Nr
Pat. Name
m/f
geb.
Risikofaktoren
Haupteingriff Diagnose
ICD 10
Operation
OPS
Zweiteingriff Diagnose
ICD 10
Operation
OPS
Anästhesie
Komplikation OP/An
Neue OP
Histologie
Operateur
Assistenz
Assistenz
Assistenz
Infekt -7Tg ()
nach22/30Tg()
CDC
Abstrich/Keim
Resistenz
Antibiotikum
Abstrich/Keim
Resistenz
Antibiotikum
Abstrich/Keim
Resistenz
Antibiotikum
TB
TB
TB
TB
Bewertung 15.2.
OP-Datum
Vorname
ASA
OP-Dauer
OP-Dauer
An-Dauer
KH
Thrombose
Anästhesist
Assistenz
Assistenz
AB perioperativ
nach 3 Mon ()
nach 1 Jahr ()
CDC nach 2 Wo
CDC nach 2 Wo
CDC nach 2 Wo
TB
TB
TB
TB
Bewertung15.8.
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Vorgehen
1.bei jedem OP-Patienten mit OPS wird ein Dokumentationsbogen
angelegt zuständig MFA bei OP unter Weisung Operateur.
2.Alle Dokumentatonsbögen werden mit der Karteikarte in Papier und
elektronisch bei Kontrollen mitgeführt und von MFA unter Weisung Arzt
ausgefüllt
3.im Falle eines Infektes sofort Eintrag in
-Dokubogen,
-Antibiotikaverbrauchsliste
-Tagesordnung (TO) der nächsten Teambesprechung, zuständig
MFA/Kontrolle Arzt
4.bei allen Teambesprechungen ist der 1.TOP der Bericht über die
Wundheilung, im Falle eines Infektes mit
-Karteikarte in Papier/elektronisch +
-Dokubogen +
-alle Laborberichte Erreger und Resistenz (Antibiogramme)
falls überraschend
-bis zu 3 Infekte auftreten,
-bei den Infekten gleiche Erreger nachgewiesen werden,
-diese Erreger ähnliche/gleiche Resistenzen haben,
wird bei der folgenden Teambesprechung eine zusätzliche Bewertung
durchgeführt (TO siehe 5.).
5. halbjährlich am 15.2. und 15.8.wird eine Bewertung durchgeführt
-in Kooperation mit Krankenhaushygieniker bzw. dem
Hygienefachpersonal,
-mit den von AMBU-KISS übersandten Refenzdaten und bei Bedarf ein
Bericht von MFA/Arzt (alle ausgelernten MFA /Dr.Woischke) erstellt mit
-Antibiotikaverbrauchsliste
-Ziel der Ursachensuche und
-Besprechung und Durchführung von Gegenmaßnahmen (Änderung
Management Antibiotika/Hygiene/Fortbildung)
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6.vierteljährlich erfolgen die AMBU-KISS Meldungen der
Indikatoroperationen zuständig MFA-OP/Arzt (Swetlana/Dr.Woischke)
7. halbjährlich am 15.5. und 15.11. erfolgen Schulungen des Personals
zum Umgang mit MRE, Basis-Hygienemanagement und werden als TO
und Protokoll dokumentiert
Vorstehendes Lösung bezieht sich auch auf folgende Vorgaben,
stellvertretend Bayern, andere analog:
5.1Teilnahme an AMBU-KISS (LGL14.2 S.23)
Die Teilnahme an AMBU-KISS ist nicht zwingend vorgeschrieben,
ebenso möglich ist eine Surveillance analog zu AMBU-KISS oder auch
nach einer anderen Methode.
5.2 Surveillance analog zu AMBU-KISS (LGL14.2 S.24)
Für die Surveillance von NI soll ein gezieltes, auf das spezifische
Risikoprofil der jeweiligen Einrichtung abgestimmtes, aber auch
kosteneffektives Surveillance-System geplant werden. Es muss die
notwendigen Daten für die Einleitung entsprechender
Interventionsmaßnahmen und Erfolgskontrollen liefern.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Festlegung der Definition der
jeweiligen nosokomialen Infektion sowie der Definition der jeweiligen
Bezugsgröße (Nenner-daten). Will man sich an KISS-Referenzdaten
orientieren, muss man auch die CDC-Definitionen verwenden. Aber auch
darüber hinaus ist deren Anwendung zu empfehlen, da sie international
anerkannt sind. Die Vorgaben zur Erhebung der Surveillance-Daten
sollten in jedem Fall schriftlich festgelegt sein. (Durchführung bei uns
siehe bitte oben Dokubogen und Vorgehen unter Surveillance)
5.4Zuständigkeit für die Erfassung der Daten zu postoperativen
Wundinfektionen (LGL14.2 S.24)
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Es soll schriftlich festgelegt sein, wer für die Datenerfassung in der
jeweiligen Einrichtung zuständig ist. Eine kohärente Erfassung kann
am ehesten gewährleistet werden, wenn sich die Zuständigkeit auf
wenige (stets die gleichen) Personen be- schränkt. Diese sollten
epidemiologisch und infektiologisch geeignet weitergebildet sein, über
eine entsprechende Erfahrung in der Dokumentation verfügen und insbesondere im Umgang mit den CDC-Definitionen geschult sein.
(Durchführung bei uns siehe bitte oben Dokubogen und Vorgehen unter
Surveillance)
5.5 Zuständigkeit für die Bewertung der Daten zu postoperativen
Wundinfektionen (LGL14.2 S.24)
Ebenso soll schriftlich festgelegt sein, wer für die Datenbewertung
zuständig ist. Die Bewertung der Surveillance-Daten sollte immer
durch das Personal der jeweiligen Einrichtung in Kooperation mit
dem für die Datenerfassung zuständigen Krankenhaushygieniker
bzw. dem Hygienefachpersonal erfolgen. (Durchführung bei uns siehe
bitte oben Dokubogen und Vorgehen unter Surveillance)
5.6 Referenz für die Bewertung der Ergebnisse (LGL14.2 S.25)
Für die Bewertung der Ergebnisse können verschiedene
Referenzgrundlagen herangezogen werden:
Ein Vergleich mit eigenen Daten aus vorangegangenen Zeiträumen zeigt
Veränderungen im Hinblick auf das Vorkommen nosokomialer
Infektionen der jeweiligen Einrichtung. Änderungen des
Antibiotikamanagements oder des Hygienemanagements können ggf. zu
einer Reduktion der nososkomialen Infektionsraten beitragen.
Für den Fall einer Teilnahme an AMBU-KISS können die eigenen
Daten mit den vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance
von nosokomialen Infektionen bereitgestellten Referenzdaten
verglichen werden. Durch die Teilnahme an AMBU-KISS wird den
Einrichtungen für ambulantes Operieren ermöglicht, nach einer
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einheitlichen Methode standardisiert und stratifiziert die Surveillance
insbesondere der postoperativen Wundinfektionen durchzuführen. Dabei
werden die wichtigsten Einfluss- und Risikofaktoren berücksichtigt und
somit orientierende Vergleiche ermöglicht.
Einrichtungen für ambulantes Operieren, die nicht an AMBU-KISS
teilnehmen, können jedoch die vom NRZ zur Verfügung gestellten
Referenzdaten für die Bewertung eigener Daten verwenden. Wenn
aber die CDC-Definitionen nicht angewendet werden, ist dieser Vergleich
nicht aussagekräftig. (Durchführung bei uns siehe bitte oben Dokubogen
und Vorgehen unter Surveillance)
5.7 Bewertungsfrequenz (LGL14.2 S.25)
Die erfassten Daten sollen in regelmäßigen Abständen analysiert und
bewertet werden. In der Regel sind halbjährliche, eventuell nur
jährliche Bewertungen ausreichend. Erfahrungsgemäß sind Intervalle
von weniger als 6 Monaten nicht ausreichend, um die Situation einer
Einrichtung charakterisieren zu können.
Die Bewertungsfrequenz soll ebenfalls schriftlich festgelegt sein.
Die Daten der letzten Bewertung müssen bei der Begehung eingesehen
werden. (Durchführung bei uns siehe bitte oben Dokubogen und
Vorgehen unter Surveillance)
5.8 Maßnahmen (Konsequenzen) aus Erfassung und Bewertung der
Daten (LGL14.2 S.26)
Die erhobenen Daten sollen die Grundlage für eine surveillance-basierte
Selbstkontrolle und für die Vermeidung der Ausbreitung nosokomialer
Infektionen bilden. Ergeben die erhobenen Daten vergleichsweise hohe
Infektionsraten bzw. sind die Infektionsraten nicht akzeptabel, müssen
entsprechende Interventionsmaßnahmen eingeleitet werden. Diese
bestehen z.B. in der Verbesserung des Antibiotika– und/oder des
Hygienemanagements oder in der Fortbildung von Mitarbeitern. Erforderliche Maßnahmen sollen zeitnah erfolgen. Die Umsetzung von
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gezogenen Maßnahmen soll schriftlich fixiert werden. (Durchführung bei
uns siehe bitte oben Dokubogen und Vorgehen unter Surveillance)
6 Umgang mit Antibiotika (LGL14.2 S.26)
ist alles analog wie Nosokomiale Infektion (NI)
Laut §23 IfSG § 4 Abs 2 Nr 2b siehe oben müssen Daten zu Art und
Umfang des Antibiotika-Verbrauchs fortlaufend in zusammengefasster
Form aufgezeichnet, unter Berücksichtigung der lokalen
Resistenzsituation (siehe z.B. ARS: Antibiotika-Resistenz-Surveillance
des RKI https://ars.rki.de/Default.aspx) bewertet werden (weiteres siehe
oben)
Komplementär zu ARS wird derzeit durch die Kommission ART beim RKI
eine Monitoring-Methode für den Antibiotikaverbrauch aufgebaut.
Um eine gleichbleibende Erfassung gewährleisten zu können, soll ein
schriftlicher Standard für die Erfassung des Antibiotikaverbrauchs
vorhanden sein, gemäß IfSG in den Hygieneplan aufzunehmen und
soll bei der Überprüfung der Einrichtung eingesehen werden.
Eine EDV-gestützte Erfassung ist einer „Erfassung auf Papier“
vorzuziehen, da hiermit Auswertungen der so vorliegenden Daten
schneller und präziser erfolgen können.
Die Bewertungen sollen regelmäßig (mindestens jährlich) erfolgen,
um aus den vorhandenen Daten auch den entsprechenden Nutzen für
das Antibiotikamanagement zu ziehen. Die Bewertungsfrequenz soll
ebenfalls in einem Standard schriftlich festgelegt sein.
Interventionsmöglichkeiten siehe oben. (Durchführung bei uns siehe bitte
oben Dokubogen und Vorgehen unter Surveillance)
7 Umgang mit MRE-Patienten (LGL14.2 S.27, RKI14.6)
MRSA siehe ausführlich unter 14 und Merkblatt Maßnahmen bei der
ambulanten Behandlung von Patienten mit Nachweis von
multiresistenten Erregern (MBMRE)
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Für ein gezieltes Erkennen einer Besiedelung oder einer Infektion mit
MRE ist im Hinblick auf die Einleitung von spezifischen
Hygienemaßnahmen oder auf eine gezielte antibiotische Behandlung
eine Screening-Diagnostik im Rahmen der präoperativen
Voruntersuchungen z.B. durch den Hausarzt erforderlich. Ein Screening
bezüglich MRE soll mindestens dem aktuellen Standard der KRINKORichtlinien entsprechen (MRSA), für VRE und MRGN wird ebenfalls ein
risikobasiertes Screening empfohlen.
Zu den Maßnahmen, die bei Vorliegen von MRE ggf. erforderlich sind,
gehört z.B. auch eine räumliche-funktionelle Isolierung des Patienten. In
der Checkliste wird abgefragt, inwiefern dies im Aufwachraum umgesetzt
wird.
Regelmäßige Schulungen des Personals zum Umgang mit MRE
gehören zum Basis-Hygienemanagement und müssen dokumentiert
vorliegen (Hygieneplan!). (Durchführung bei uns siehe bitte oben
Dokubogen und Vorgehen unter Surveillance)
stellvertretend Bayern, andere analog:
17.Verordnung zur Hygiene und Infektionsprävention in
medizinischen Einrichtungen
(MedHygV)
Vom 1. Dezember 2010
§1
Regelungsgegenstand, Geltungsbereich
(1) Diese Verordnung regelt die erforderlichen Maßnahmen zur
Verhütung, Erkennung, Erfassung und Bekämpfung von
nosokomialen Infektionen und Krankheitserregern mit Resistenzen
in medizinischen Einrichtungen.
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(2) Diese Verordnung gilt für
1.Krankenhäuser,
2.Einrichtungen für ambulantes Operieren,
3.Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den
Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
4.Dialyseeinrichtungen,
5.Tageskliniken,
6.Entbindungseinrichtungen,
7.Behandlungs- und Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in
Nrn. 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind, sowie
8.Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Praxen sonstiger
humanmedizinischer Heilberufe, in denen invasive Eingriffe
vorgenommen werden.
§4
Hygienekommission
(1) 1 Jede Einrichtung nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 und 3 bildet eine
Hygienekommission.
1 Krankenhäuser und
3 krankenhausähnliche Vorsorge- + Rehabilitationseinrichtungen
nicht genannt Einrichtungen für ambulantes Operieren
§5
Ausstattung mit Fachpersonal
(1) Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 5 haben nach Maßgabe der
§§ 6 bis 8
Krankenhaushygienikerinnen und Krankenhaushygieniker zu
beschäftigen oder sich von diesen beraten zu lassen, sowie
Hygienefachkräfte zu beschäftigen und
hygienebeauftragte Ärztinnen und hygienebeauftragte Ärzte und
Hygienebeauftragte in der Pflege zu bestellen.
(2) In Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 sind entsprechend
qualifizierte Ärztinnen und Ärzte zu benennen, die das ärztliche
Personal zu klinisch-mikrobiologischen, klinisch-pharmazeutischen und
klinisch-pharmakologischen Fragestellungen beraten und die Leitung der
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Einrichtung bei der Erfüllung ihrer Pflichten nach § 23 Abs. 4 Satz 2 IfSG
unterstützen.
(3) Fachlich geeignetes Personal darf bis zum 31. Dezember 2016
auch dann als Hygienefachkraft, als Krankenhaushygienikerin oder als
Krankenhaushygieniker eingesetzt werden oder als hygienebeauftragte
Ärztin oder hygienebeauftragter Arzt oder als Hygienebeauftragte in der
Pflege oder Hygienebeauftragter in der Pflege bestellt sein, wenn die
Anforderungen an die Qualifikation nach §§ 6 bis 8 nicht erfüllt
sind.
§6
Krankenhaushygieniker
(1) 1 Der Krankenhaushygieniker oder die Krankenhaushygienikerin
koordiniert die Prävention und Kontrolle nosokomialer Infektionen in
Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. 2 Er
oder sie berät neben den ärztlich und pflegerisch Verantwortlichen auch
die Leitung der Einrichtung, bewertet die für die Entstehung
nosokomialer Infektionen vorhandenen Risiken und bestimmt das
notwendige und angemessene Risikomanagement. 3 Als weitere
Aufgabe stellt er oder sie sicher, dass alle baulich-funktionellen und
betrieblich-organisatorischen Erfordernisse auf der Basis
evidenzbasierter Leitlinien Berücksichtigung finden, und führt
gemeinsam mit der Hygienefachkraft entsprechend § 23 Abs. 4 IfSG
die Erfassung und Bewertung nosokomialer Infektionen und der
Daten zu Art und Umfang des Antibiotika-Verbrauchs durch.
4
Zudem koordiniert er oder sie alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung
im Rahmen der Infektionsprävention und des Ausbruchsmanagements.
(2) 1 In den Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 5 ist
sicherzustellen, dass eine Beratung durch eine
Krankenhaushygienikerin oder einen Krankenhaushygieniker
gewährleistet ist.2 Der Beratungsumfang muss das
Behandlungsspektrum der Einrichtung und das Risikoprofil der dort
behandelten Patientinnen und Patienten berücksichtigen und ist so zu
bemessen, dass die Erfüllung der Aufgaben nach Abs. 1 gewährleistet
ist. 3 Krankenhäuser der zweiten und dritten Versorgungsstufe haben
eine Krankenhaushygienikerin oder einen Krankenhaushygieniker
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hauptamtlich in Vollzeit zu beschäftigen. 4 Eine hauptamtliche Tätigkeit
besteht, wenn der überwiegende Teil der Berufstätigkeit in dieser
Funktion ausgeübt wird. (Begründung zur ÄndMedHygV S.7/8)
(3) 1 Qualifiziert für die Wahrnehmung der Aufgaben in Einrichtungen
nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 5 ist, wer
1.
als Fachärztin oder Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin oder für
Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie anerkannt ist oder
2.
approbierte Humanmedizinerin oder approbierter Humanmediziner ist,
eine Facharztweiterbildung mit klinischem Bezug erfolgreich
abgeschlossen hat oder eine Anerkennung als Fachärztin für öffentliches
Gesundheitswesen oder Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen
besitzt und
a)eine von einer Landesärztekammer anerkannte Zusatzbezeichnung
auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene erworben hat oder
b)eine durch eine Landesärztekammer anerkannte strukturierte,
curriculare Fortbildung in der Krankenhaushygiene erfolgreich mit
einer Prüfung durch eine Landesärztekammer abgeschlossen hat.
2
In Krankenhäusern der zweiten und dritten Versorgungsstufe darf als
Krankenhaushygienikerin oder Krankenhaushygieniker nur tätig sein,
wer nach Satz 1 Nr. 1 qualifiziert ist.
§7
Hygienefachkräfte
(2) 1 Die Qualifikation für die Wahrnehmung der Aufgaben einer
Hygienefachkraft besitzt, wer über eine Erlaubnis zum Führen der
Berufsbezeichnung ,Gesundheits- und Krankenpflegerin‘ oder
,Gesundheits- und Krankenpfleger‘ oder ,Gesundheits- und
Kinderkrankenpflegerin‘ oder ,Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger‘
und über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung verfügt.
§8
Hygienebeauftragter Arzt
(2) Als hygienebeauftragte Ärztin oder hygienebeauftragter Arzt
darf nur bestellt werden, wer eine Anerkennung als Fachärztin oder als
Facharzt erhalten hat, weisungsbefugt ist und an einer strukturierten
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curricularen Fortbildung zur hygienebeauftragten Ärztin oder zum
hygienebeauftragten Arzt im Umfang von mindestens 40 Stunden
teilgenommen hat.
(3) 1 Jede Einrichtung nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1, 3 bis 5 und jede
Einrichtung für ambulantes Operieren, in denen eine den
Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, hat
mindestens eine hygienebeauftragte Ärztin oder einen
hygienebeauftragten Arzt zu bestellen.
§9
Hygienebeauftragte in der Pflege
(2) Als Hygienebeauftragte in der Pflege oder Hygienebeauftragter in der
Pflege darf nur bestellt werden, wer über die Erlaubnis zum Führen der
Berufsbezeichnung ,Gesundheits- und Krankenpflegerin‘ oder
,Gesundheits- und Krankenpfleger‘ oder ,Gesundheits- und
Kinderkrankenpflegerin‘ oder ,Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger‘
und über eine dreijährige Berufserfahrung verfügt. siehe auch §7
(3) 1 Jede medizinische Einrichtung nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1, 3 und 5 und
jede Einrichtung für ambulantes Operieren, in denen eine den
Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, hat
mindestens eine Hygienebeauftragte in der Pflege oder einen
Hygienebeauftragten in der Pflege auf jeder Station zu bestellen.
Gemäß der bayerischen Verordnung zur Hygiene und
Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygV) haben
Kategorie A „Einrichtungen für ambulantes Operieren, in denen eine den
Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt“
im Gegensatz zu
Kategorie B „Einrichtungen für ambulantes Operieren“ folgende Verpflichtung:
-Bestellung einer Hygienebeauftragten Ärztin oder eines Hygienebeauftragten Arztes
-Bestellung einer Hygienebeauftragten in der Pflege oder eines Hygienebeauftragten in der Pflege
-Bewertung von Bauvorhaben durch eine Krankenhaushygienikerin oder
einen Krankenhaushygienikers (LGL14.2 S.14)
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Für beide Einrichtungen sind eine Beratung durch eine
Krankenhaushygienikerin oder einen Krankenhaushygieniker und die
Beratung durch eine Hygienefachkraft (gemäß KRINKO) vorgeschrieben.
Der vertraglich geregelte Umfang der Beschäftigung einer
Hygienefachkraft kann je nach Bedarf der Einrichtung zwischen wenigen
Stunden im Monat bis zur Festanstellung von Vollzeitkräften schwanken.
Ein schriftlicher Vertrag über den Umfang der Beratung muss vorhanden
sein.
Die hygienebeauftragten Ärzte/Ärztinnen bzw. Hygienebeauftragten in
der Pflege müssen eine entsprechende Qualifizierung vorweisen
können. (LGL14.2 S.14 + 15)
Bei uns sind erfolgt die
Beratung durch einen Krankenhaushygieniker durch
Prof. Dr. rer. nat. et rer. medic. habil. Lutz Jatzwauk
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Krankenhaushygieniker
Bereich Krankenhaushygiene und Umweltschutz
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Beratung durch eine Hygienefachkraft durch
Herrn Dr. med. Ekkehard Freiherr von Castell
Grundkurs Hygienebeauftragter Arzt in Krankenhaus und
Rehabilitationseinrichtung 25.1.11 – 28.1.11
gemäß Empfehlung D der KRINKO des RKI
Hygienebeauftrager Arzt 13.12.10 -31.8.13 und
ehemaliger 1. Oberarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- und
Thoraxchirurgie Klinikum Bamberg
Buger Straße 80
96049 Bamberg
Frau Woischke
Curriculum Ambulantes Operieren 60 Stunden Bundesärztekammer
/ BLÄK incl. Hygiene, Sterilgutaufbereitung zur Erlangung der
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Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 124
Sachkenntnisse gemäß § 4 Abs. 3 MedizinprodukteBetreiberverordnung: Instandhaltung von Medizinprodukten ,
Kurs Aufbereitung von Medizinprodukten Gruppe Kritisch B am
Beispiel von Richard Wolf Instrumenten
Hygienebeauftragter Arzt
Dr. med. Rainer Woischke
Seminar hygienebeauftragter Arzt (BLAEK) =
Krankenhaushygiene Modul 1: 26.6.- 29-6.13,
Krankenhaushygiene Modul 2: 12.12.-14.12.13,
Krankenhaushygiene Modul 3: 02.04.-04.04.14,
Fallkonferenz 5.7.14
Hygienebeauftragte in der Pflege
Frau Lentzen
examinierte Krankenschwester, danach OP-Schwester im ZentralOP der Chirurgischen Klinik mit Poliklinik der Uni Erlangen,
Bescheinigung Prof. Dr. Hohenberger, Direktor der Chirurgischen
Klinik
Während der Übergangszeit bis zum 31.12.2016 kann nach § 5 Abs. 3
MedHygV fachlich geeignetes Personal auch dann die Aufgaben als
Krankenhaushygieniker/-in oder als hygienebeauftragte Ärztin bzw.
hygienebeauftragter Arzt oder als Hygienefachkraft oder als
Hygienebeauftragte/-r in der Pflege wahrnehmen, wenn die
Anforderungen an die Qualifikation nach der MedHygV nicht erfüllt
sind. Dementsprechend können während der Übergangszeit auch
andere Berufsgruppen wie z.B.
Medizinische
Fachangestellte
bei
einer
entsprechenden
Qualifikation für die Bestellung einer Hygienebeauftragten in der
Pflege oder eines Hygienebeauftragten in der Pflege akzeptiert
werden. Hierbei ist auch auf die KRINKO-Empfehlung zur
Personalausstattung zu verweisen. ((LGL14.2 S.15))
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§ 10
Aufzeichnung und Bewertung, Ausbruchsmanagement
(1) 1 Leiterinnen und Leiter von Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 und
2 haben nach § 23 Abs. 4 IfSG sicherzustellen, dass…
identisch mit §23 Abs.4 IfSG siehe oben
2) Die Erfassung und Bewertung von nosokomialen Infektionen und
von Erregern mit speziellen Resistenzen nach § 23 Abs. 4 IfSG hat mit
geeigneten Verfahren zu erfolgen, wie z. B. dem KrankenhausInfektions-Surveillance-System (KISS) des Nationalen
Referenzzentrums für Surveillance z.B Freiburg,
ambulant empfohlen
bei uns Modul AMBU-KISS
Regina Babikir
(Hygienefachkraft, Dipl Soz. Arb.)
Email: regina.babikir@uniklinik-freiburg.de
Telefon: 0761/270-82670
§ 12
Information und Schulung des Personals
(1) 1 Das Hygienefachpersonal nach §§ 6 bis 9 ist verpflichtet, sich mit
dem aktuellen Stand der Infektionshygiene vertraut zu machen und
mindestens im Abstand von zwei Jahren an entsprechenden
Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. 2 Dem Fachpersonal muss
hierfür Gelegenheit zur Teilnahme an den für sie bestimmten
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Fortbildungsveranstaltungen auf dem Gebiet der Infektionshygiene
gegeben werden.
(2) 1 Die Leitung der Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 5 hat das
in der Patientenversorgung tätige Personal bei Beginn des
Arbeitsverhältnisses und danach in regelmäßigen Abständen,
mindestens jedoch einmal jährlich, über die in den Hygieneplänen nach
§ 3 Abs. 1 Satz 2 dieser Verordnung und § 23 Abs. 5 IfSG festgelegten
innerbetrieblichen Verfahrensweisen zur Infektionshygiene zu
informieren. 2 Die Kenntnisnahme der Information ist durch Unterschrift
zu bestätigen. 3 Dem in der Patientenversorgung tätigen Personal in
Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 5 muss Gelegenheit zur
Teilnahme an geeigneten infektionshygienischen
Fortbildungsveranstaltungen gegeben werden.
§ 13
Sektorübergreifender Informationsaustausch
Die Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 5 haben bei Verlegung,
Überweisung oder Entlassung von Patientinnen und Patienten
Informationen über Maßnahmen, die zur Verhütung und Bekämpfung
von nosokomialen Infektionen und von Krankheitserregern mit speziellen
Resistenzen und mit Multiresistenzen erforderlich sind, an den
Rettungsdienst, die aufnehmende Einrichtung oder die niedergelassene
Ärztin oder den niedergelassenen Arzt weiterzugeben.
Brief sofort mitgeben in mehrfacher Ausfertigung abhängig von den
juristischen Vorgaben in der BRD / des Bundeslandes bzw. der
Einwilligung des Patienten
§ 14
Überwachung
(1) 2 Einrichtungen für ambulantes Operieren (§ 1 Abs. 2 Nr. 2) haben
bei Aufnahme ihrer Tätigkeit diese dem lokalen Gesundheitsamt
anzuzeigen, auch 3 Einrichtungen, die bei Inkrafttreten der MedHygV ihre
Tätigkeit schon aufgenommen haben.
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(3) 1 Die ortsständigen Gesundheitsämter etablieren regionale
Netzwerke zum einrichtungsübergreifenden Management
multiresistenter Erreger 2 Ziel ist
-Informationsaustausch
-Erarbeitung regionaler Standards
-Umsetzung bestehender Empfehlungen.
 Teilnahme empfohlen
18.Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen
Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV 2001)
in der Fassung vom 28. November 2011, zuletzt geändert am 5.12.12
(TrinkwV13.2)
Empfehlungen des Referates für Gesundheit und Umwelt der
Landeshauptstadt München zur routinemäßigen Überprüfung der
Trinkwasserqualität in ambulant operierenden Einrichtungen,
Dr.Hubert Maiwald RGU-GS21, 9.11.06:
Gemäß den Vorgaben der Trinkwasserverordnung gilt in
Zusammenhang mit dem Betrieb von Trinkwasserinstallationen generell,
daß die erforderliche Trinkwasserqualität bis zur Übergabestelle
(d.h. bis zur Wasseruhr) durch den Wasserversorger gewährleistet
werden muß. Für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zur
Trinkwasserqualität und Art und Umfang der
Trinkwasseruntersuchungen in einer ambulant operierenden Einrichtung
ist dagegen deren Betreiber verantwortlich. (TrinkwRGU06 S.1)
1. und 2. Novellierung der Trinkwasserverordnung (TrinkwVNRGU11
S.1, TrinkwV2NRGU12, S.1)
Alle Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem regelkonformen
"Betrieb der Warmwasserinstallation" zu beachten sind, liegen auch nach
der gegenwärtig gültigen Trinkwasserverordnung in der Verantwor- tung
des Unternehmers und sonstigen Inhabers der Trinkwasserinstallation.
In der Praxis bedeutet dies, dass der Eigentümer eines Gebäudes - in
der Regel vertreten durch eine Hausverwaltung - für die Veranlassung
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 128
der erforderlichen Überprüfungen bzw. Wartungsarbeiten- und den
regelkonformen Betrieb verantwortlich ist. Hier ergeben sich auch durch
die zweite Novellierung der Trinkwasser-Verordnung keine Änderungen.
(TrinkwVNRGU11 S.1, TrinkwV2NRGU12, S.1)
Die Abgabe von Trinkwasser an einen unbestimmten, wechselnden und
nicht durch persönliche Beziehungen verbundenen Personenkreis (z.B.
in Schulen) kennzeichnet die „öffentliche Tätigkeit“.
Bei der „gewerblichen Tätigkeit" handelt es sich um die unmittelbare
oder mittelbare, zielgerichtete Trinkwasserbereitstellung im Rahmen
einer Vermietung oder einer anderen selbstständigen, regelmäßigen
und in Gewinnerzielungsabsicht ausgeübten Tätigkeit.(
TrinkwLeg13.1 S.1)
Bei einer Untersuchung des Trinkwassers aus der Hausinstallation ist
zwischen dem Kalt- und Warmwassersystem zu unterscheiden:
-In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass das
Kaltwasser aus hygienischen Gründen eine Temperatur von 25°C
nicht überschreiten darf (vgl. VDI 6023, Abschnitt 4.2.1).
(TrinkwVNRGU11 S.1, TrinkwV2NRGU12, S.1).
-Im Warmwassersystem können sich bei 25 °C bis ca. 55 °C
Legionellen massenhaft vermehren. (TrinkwRGU06 S.1,
TrinkwVNRGU11 S.1)
-Gemäß den Vorgaben des DVGW Arbeitsblattes W 551 sind zur
Vermeidung des Legionellenwachstums im Warmwasserkreislauf
Temperaturen von mindestens 55° C (Zirkulation, endständige
Zapfstellen) sowie mind. 60° C am Auslauf der
Trinkwassererwärmungseinheit(en) sicherzustellen. Diese
Erfordernis re- sultiert aus hygienischen Belangen (Minimierung des
Keimwachstums) und nicht aus Anforderungen an "Komfortansprüche"
im Wohnungsbau (TrinkwVNRGU11 S.1, TrinkwV2NRGU12, S.1).
bei uns Heizwasseraufheizung bis 70°
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Legionellenuntersuchung in der Hausinstallation (TrinkwLeg12 S.1)
A. Orientierende Untersuchung (Erst- und Routineuntersuchung)
mindestens in jährlichem Abstand sind
aus dem Warmwassersystem durch einen Probenehmer eines
akkreditierten Trinkwasseruntersuchungslabors
- Periphere Wasserproben aus dem warmen Fließwasser
nach Ablauf von nicht mehr als 3 l Warmwasser nach DIN EN ISO
19458, Zweck b) an den entferntest gelegenen Entnahmestellen (z.B.
Duschen, Waschbecken) der Steigstränge des Leitungssystems (2 3 Proben oder mehr, entsprechend der Größe und Geometrie der
Warmwasserinstallation des/der Gebäude).
- Warmwasserprobe aus der Zirkulationsleitung am Eintritt in
den/die Trinkwassererwärmer (Boiler, 1 Probe aus jeder
Zirkulationsleitung).
- Warmwasserprobe am Austritt des Vorlaufs aus jedem
Trinkwassererwärmer (1 Probe je Trinkwassererwärmer)
Bei Legionellenkonzentrationen im Warmwasser von 100 KBE =
koloniebildende Einheiten/100ml oder mehr hat der
Unternehmer/Inhaber/Betreiber der Hausinstallation unverzüglich
-B weitere Untersuchungen und Maßnahmen zur Abhilfe
durchzuführen und darüber das Gesundheitsamt unverzüglich zu
informieren.
-C Nachuntersuchungen nach der Sanierung der
Hausinstallationsanlage (TrinkwLeg12 S.1)
Welche Legionellen-Anzahlen sind in der Trinkwasser-Installation
noch zulässig? (LGL.LEG14)
Das Infektionsrisiko ist nicht nur von der nachgewiesenen Anzahl der
Legionellen abhängig, sondern wird auch durch die Pathogenität der
vorhandenen Stämme, das Vorhandensein von Amöben und die
Empfindlichkeit der betroffenen Personen stark beeinflusst. Daher sollten
generell möglichst niedrige Belastungen angestrebt werden. Im DVGWArbeitsblatt W 551 (2004) und in einer Empfehlung des
Umweltbundesamtes von 2006 sind für die Trinkwasser-Installation im
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Wohnbereich sowohl wünschenswerte niedrige
Legionellenkonzentrationen als auch Keimbereiche aufgelistet, die
Maßnahmen und Sofortmaßnahmen zur Verhütung eines
Infektionsrisikos bedingen.
Legionellenkonzentrationen von unter 100 KBE/100 ml gelten als
anzustrebender „Zielwert“.
Bei Legionellenzahlen über 100 KBE/100 ml liegt eine Überschreitung
des technischen Maßnahmenwertes nach TrinkwV vor, so dass der
Unternehmer und der sonstige Inhaber der Trinkwasser-Installation die
Verpflichtungen aus § 16 Abs. 7 TrinkwV erfüllen muss. Insbesondere
sollten sofort die Anlageneinstellungen kontrolliert und notwendige
Wartungsarbeiten vorgenommen werden.
Bestätigt die nach 4 Wochen fällige weitergehende Untersuchung eine
Belastung zwischen 100 bis 1000 KBE/100 ml sind weitere
Abhilfemaßnahmen erforderlich.
Ab >1000 KBE/100 ml ist der „Maßnahmewert“ nach UBA-Empfehlung
erreicht und Sanierungsmaßnahmen zu einer Verringerung werden
kurzfristig erforderlich.
Ab dem „Gefahrenwert“ von >10.000 KBE/100 ml sind zudem
Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr wie beispielsweise ein
Duschverbot oder Einsatz endständiger Filter notwendig.
In Hochrisikobereichen, in denen vermehrt Personen mit geschädigtem
Immunsystem behandelt werden, dürfen Legionellen nicht vorhanden (
0KBE/100ml) sein. Hochrisikobereiche umfassen
Transplantationseinheiten, Intensivpflegestationen,
Neugeborenenintensivstationen und auch Bereiche für Patienten mit
erkrankungsbedingter oder medikamenteninduzierter schwerer
Immunsuppression. Dies trifft namentlich im Krankenhaus auf Bereiche
wie die Onkologie oder Rheumatologie zu. Personen nach
Transplantation oder mit schwerer Immunsuppression sollten
Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt nehmen, ob auch nach ihrer
Entlassung aus dem Krankenhaus im häuslichen Bereich weitergehende
Schutzmaßnahmen notwendig sind.
Kaltwasseruntersuchungen in der Trinkwasserhausinstallation
(analog der §§ 4 - 7 TrinkwV) (RGU06.12)
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1. E. Coli, Enterokokken, coliforme Bakterien sowie Koloniezahl bei
22 und 36°C
2. Pseudomonas aeruginosa (Untersuchung nur in medizinischen
Einrichtungen)
3. Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium
4. Färbung, Trübung, Geruch, pH-Wert und Temperatur
5. Meldepflicht des Unternehmers/Inhabers der
Trinkwasserhausinstallation
Perlatoren:
-regelmäßiger Wechsel 4x/Jahr
-Perlatoren mit Lamellen aus PVC-Stegen,
Sternstrahlregeler wegen der Verkeimung etwas besser als
Siebstrahlregler,
-aber Siebstrahlregler halten evtl. mit Wasser ankommende Partikel
zurück
-Muffe genauso belegt und verkalkt wie Perlator und
-Reinigung mit Essigwasser aufwendig und oft nicht ausreichend
-bei uns immer Wechsel des Perlators zusammen mit der Muffe
19. Desinfizierende Wäsche von Textilien (Aufbereitung der Wäsche)
Geprüfte Verfahren sind in den Listen des Robert- Koch- Institutes – RKI
(www.rki.de) oder des Verbundes für Angewandte Hygiene - VAH zu finden.
(LGL14.2 S.18)
-Bei uns grundsätzlich mit Eltra (VAH- und RKI gelistet)
siehe Arbeitsanweisung „Wäsche desinfizierend waschen“
bei uns getrenntes Waschhaus für die Praxis
Eltra® (Eco12.9, Eco14.5)
Desinfektionsvollwaschmittel bei 60°C
-Gelistet für die chemothermische Wäschedesinfektion bei 60/70/80 °C
gemäß RKI (AB) und VAH
-Zum Waschen und Desinfi zieren von hygienesensiblen Textilien
-Hervorragende Waschkraft bereits bei 60 °C
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Wirksam gegen alle Viren, Bakterien und Pilze einschließlich:
 MRSA
 HIV, Hepatitis, Norovirus und andere Erreger viraler
Durchfallerkrankungen
ZUSAMMENSETZUNG
Zeolithe, Bleichmittel auf Sauerstoffbasis, anionische Tenside,
nichtionische Tenside, Seife, Polycarboxylate, Phosphonate. Enthält:
Enzyme, Desinfektionsmittel, Parfüm: (Hexyl Cinnamal, Butylphenyl
Methylpropional- Limonene), optische Aufheller.
Pulverprodukt: Der Wirkstoff Peressigsäure entsteht bei der Herstellung
der Anwendungslösung. In 100 g sind > 300 mg/l (ppm) enthalten.
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BIOZID N-13253
-Halbjährliche Prüfung der Textilwaschmaschinen erfolgt mit
SIMICON TEX Bioindikatoren TS TEX 10 (Sim.A)
siehe Simicon Tex Anleitung zur biologischen Leistungsprüfung von
Waschverfahren für Textilien (Sim.P)
20.Aufbereitung der OP-Schuhe
Die zur OP-Schutzausrüstung gehörenden OP-Schuhe sollen den Träger
vor Kontamination durch Flüssigkeiten schützen und deshalb
flüssigkeitsdicht, maschinell zu reinigen und zu desinfizieren sein.
Werden die OP-Schuhe in einer Schuhwaschmaschine aufbereitet, muss
die korrekte Funktion der Maschine bei thermischer Desinfektion durch
Thermologger, bei chemisch-thermischen Prozessen durch
Bioindikatoren (oder andere geeignete Indikatoren) mindestens
jährlich überprüft und dokumentiert werden
bei uns SIMICON TEX Bioindikatoren TS TEX 10 (Sim.A), ebenso
sollen technische Wartungen gemäß Herstellerangaben regelmäßig
durchgeführt werden.
Die Schuhwaschmaschine darf sich nicht in Lagerräumen, im OP-Saal
oder im Sterilflur befinden. Ein geeigneter Ort wäre der unreine
Arbeitsraum, der Putzraum oder der Entsorgungsraum.
bei uns in der Waschmaschine im Waschhaus für die Praxis
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Grundsätzlich denkbar ist auch eine Aufbereitung in der ZSVA.
Erfolgt eine manuelle Aufbereitung der OP-Schuhe, ist dies mit einem
desinfizierenden Waschverfahren durchzuführen, welches im
Hygieneplan bzw. in einer Arbeitsanweisung beschrieben ist. Prinzipiell
ist ein maschinelles Verfahren einem manuellen vorzuziehen. (LGL14.2
S.13).
Die Schuhe werden am Ende des Tages gewaschen, danach wird die
Waschmaschine geöffnet, damit sie trocknen kann.
Mitteilung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) 18
19.Vollzugshilfe zur Entsorgung von Abfällen
aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes
Stand: September 2009
1.3. Geltungsbereich
-Krankenhäuser
-Einrichtungen für das ambulante Operieren,
-Arztpraxen und Zahnarztpraxen,
-Praxen der Heilpraktiker und physikalischen Therapie,
-Gesundheitsämter,
-Betriebsärzte oder arbeitsmedizinische Dienste
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2.Die Zuordnung der Abfälle
zu einem Abfallschlüssel (AS) bezieht sich auf die
Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV).
Bei den mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Abfällen handelt es
sich um gefährliche Abfälle.
Ausschließlich nicht gefährliche Abfälle können der regelmäßigen
Restabfallabfuhr überlassen werden. In diesen Fällen ist eine
besondere Zuordnung zu einem Abfallschlüssel nicht erforderlich.
2.1.
AVV Kapitel 18 Abfälle aus der humanmedizinischen
oder tierärztlichen Versorgung und Forschung
2.1.1 AVV Gruppe 18 01 beim Menschen
AVV-Bezeichnung
AS 18 01 01
spitze oder scharfe Gegenstände (außer 18 01 03*) auch als "sharps"
bezeichnet
Abfalleinstufung: nicht gefährlich
Abfälle wie Kanülen, Skalpelle, Infusionssysteme und ähnliche
Gegenstände in stich- und bruch- festen Einwegbehältnissen sammeln,
fest verschließen, sicher vor unbefugtem Zugriff
lagern.
Eine gemeinsame Entsorgung mit Abfällen nach AS 18 01 04
(Restmüll) ist möglich.
-Einwegbehältnisse kaufen oder vorhandene z.B. Plastikkanister prüfen:
senkrecht mit 1er Kanüle mitten in die Wand mit Druck stechen,
Vergleich der Wanddicke nicht ausreichend  nicht geeignet
Desinfektionsmittelkanister, gut Kanister für Fixierer vom Röntgen, auch
Entwicklerkanister, aber schwarze und braune Flecken).
-Wenn Kanister voll, Gipsstreifen anfeuchten, auf Kanisteröffnung
stopfen und Verschluß gleich zudrehen  nach dem Trocknen fest
verschlossen.
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AS 18 01 02
AVV-Bezeichnung: Körperteile und Organe, einschließlich mit Blut
oder flüssigen Blutprodukten gefüllte Behältnisse (z. B. übrige
Blutkonserven)
(außer 18 01 03*)
Abfalleinstufung: nicht gefährlich
Entsorgung: Gesonderte Beseitigung in zugelassener
Verbrennungsanlage,
z. B. SonderAbfallVerbrennung (SAV),
bei uns werden Entnommene Körperteile, Organabfälle immer zur
histologischen Untersuchung in den zur Verfügung gestellten
Behältern mit Formaldehyd eingesandt zur Pathologie
(Überweisung) wegen der Vorschriften der KV und aus juristischen
Gründen.
einzelne Blutbeutel: Entleerung (nicht Zi.4 wegen Gipsschlammfänger) in
die Kanalisation möglich (unter Beachtung hygienischer
Gesichtspunkte)  also nach Desinfektion mit vom RKI zugelassenen
Verfahren: Meliseptol.
Kommunale Abwassersatzung beachten. Extrahierte Zähne sind keine
Körperteile i. S. dieses Abfallschlüssels.
AS 18 01 03*
AVV -Bezeichnung: kurz: mit gefährlichen, auch meldepflichtigen
Erregern infizierte Abfällen
andere Abfälle, an deren Sammlung und Entsorgung aus
infektionspräventiver Sicht besondere Anforderungen gestellt werden.
Abfalleinstufung: gefährlicher Abfall
Abfalldefinition: Abfälle, die mit meldepflichtigen Erregern behaftet sind,
wenn dadurch eine Verbreitung der Krankheit zu befürchten ist (siehe
Text!)
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Anfallstellen
z. B. Operationsräume,
Isoliereinheiten von Krankenhäusern,
Dialysestationen und –zentren bei Behandlung bekannter
Virusträger,z.B. Hepatitis, HIV
Abteilungen für Pathologie.
Mikrobiologische Kulturen, Arztpraxen mit entsprechender Tätigkeit
Bestandteile:
Abfälle, die mit erregerhaltigem Blut, Sekret oder Exkret behaftet
sind oder Blut in flüssiger Form enthalten.
Sammlung – Lagerung
Am Anfallort verpacken und sammeln in reißfeste,
feuchtigkeitsbeständige und dichte Behältnisse. (zur Verbrennung
geeignet, Bauartzulassung).
Keine Verwertung !!
Keine Verdichtung oder Zerkleinerung.
Entsorgung
als gefährlicher Abfall mit Entsorgungsnachweis in zugelassene
Abfallverbrennungsanlage, z. B. Sonderabfallverbrennung (SAV).
oder: Desinfektion mit vom RKI zugelassenen Verfahren
(Meliseptol), dann Entsorgung wie AS 18 01 04 (Restmüll). Achtung:
Einschränkung bei bestimmten Erregern (CJK, TSE).
Analoge Anwendung auf AS 18 02 01*, AS 18 02 02*. siehe dort
CJK = Creutzfeldt–Jakob-Krankheit
TSE = Transmissible spongiforme Enzephalopathie
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AS 18 01 04
AVV -Bezeichnung: Abfälle, an die keine besonderen Anforderungen
gestellt werden
Abfalleinstufung: nicht gefährlich
Abfalldefinition: mit Blut, Sekreten bzw. Exkreten behaftete Abfälle,
wie Wäsche, Wundverbände, Gipsverbände, Einwegwäsche,
Stuhlwindeln, Einwegartikel etc.
Anfallstellen überall in der Patientenversorgung.
Bestandteile 
Wund- und Gipsverbände, Stuhlwindeln, Einwegwäsche, Einwegartikel
(z. B. Spritzenkörper), etc. Gering mit Zytostatika kontaminierte Abfälle,
wie Tupfer, Ärmelstulpen, Handschuhe, Atemschutzmasken,
Einmalkittel, Plastik-/ Papiermaterial, Aufwischtücher, leere
Zytostatikabehältnisse nach bestimmungsgemäßer Anwendung
(Ampullen, Spritzenkörper ohne Kanülen etc.), Luftfilter und sonstiges
gering kontaminiertes Material von Sicherheitswerkbänken.
nicht: Getrennt erfasste, nicht kontaminierte Fraktionen von Papier, Glas,
Kunststoffen (diese werden unter eigenen Abfallschlüsseln gesammelt).
Sammlung – Lagerung Sammlung in reißfesten,
feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnissen (Restmüllbeutel).
Entsorgung 
Verbrennung in zugelassener Abfallverbrennungsanlage (HMV) oder
eine andere zugelassene thermische Behandlung.
Behältnisse mit größeren Mengen Körperflüssigkeiten können unter
Beachtung von hygienischen Gesichtspunkten (Meliseptol) in die
Kanalisation entleert werden (kommunale Abwassersatzung
beachten).
Dieser Abfall stellt ein Gemisch aus einer Vielzahl von Abfällen dar,
dem auch andere nicht gefährliche Abfälle zugegeben werden können,
für die aufgrund der geringen Menge eine eigenständige Entsorgung
wirtschaftlich nicht zumutbar ist.
Wenn  Restmüll, dann ist eine gesonderte Deklaration nicht
notwendig.
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AS 18 01 06*
AVV -Bezeichnung: Chemikalienabfälle, die aus gefährlichen Stoffen
bestehen oder solche enthalten
Abfalleinstufung: gefährlicher Abfall
Anfallstellen
Diagnostische Apparate, Laborbereiche. Pathologie
Bestandteile
Säuren, Laugen, halogenierte Lösemittel, sonstige Lösemittel,
anorganische Laborchemikalien, einschließlich Diagnostikarestmengen,
organische Laborchemikalien, einschließlich Diagnostikarestmengen,
Fixierbäder, Entwicklerbäder, Desinfektions- und
Reinigungsmittelkonzentrate, nicht restentleerte Druckgaspackungen,
Formaldehydlösungen.
Sammlung + Lagerung
des Entwicklers und Fixierers in den von der Entsorgungsfirma (bei
uns) Fa. Vasold bereitgestellten Behältern
Röntgenbilder werden auch entsorgt von Fa. Vasold, haben aber
keinen AS (Abfallschlüssel)
Entsorgung als gefährlicher Abfall mit Entsorgungsnachweis (liegt
vor)
(SAV, CPB) durch Fa Vasold.
CPB=Chem-Phys-Abfallbehandlung
Vorzugsweise getrennte Sammlung der Einzelfraktionen unter
eigenem AS.
Bei größeren Anfallmengen, Entsorgung unter speziellerem AS wie z. B.:
06 01 01* bis 06 01 05*, oder:
06 01 06*: andere Säuren (säurehaltige Abfalllösungen),
06 02 01* bis 06 02 04*, oder:
06 02 05*: andere Basen (basische
Abfalllösungen),
07 01 03*: organische halogenierte Lösemittel, Waschflüssigkeiten und
Mutterlaugen,
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07 01 04*: andere organische Lösemittel, Waschflüssigkeiten und
Mutterlaugen,
09 01 01*: Entwickler und Aktivatoren auf Wasserbasis,
09 01 03*: Entwicklerlösungen auf Lösemittelbasis,
09 01 04*: Fixierbäder,
09 01 05*: Bleichlösungen und Bleich- Fixier-Bäder,
16 05 06*: Laborchemikalien, die aus gefährlichen Stoffen bestehen oder
solche enthalten, einschließlich Gemische von Laborchemikalien
16 05 07*: gebrauchte anorganische Chemikalien, die aus gefährlichen
Stoffen bestehen oder solche enthalten
16 05 08*: gebrauchte organische Chemikalien, die aus gefährlichen
Stoffen bestehen oder solche enthalten
Größere Abfallmengen, mit gefährlichen Stoffen kontaminiert:
15 02 02*: Aufsaug- und Filtermaterialien, Wischtücher und
Schutzkleidung, die durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind.
Sammlung und Lagerung in für den Transport zugelassenen
verschlossenen Behältnissen. Lagerräume mit ausreichender Belüftung.
Hinweise: In größeren Mengen getrennt anfallende Chemikalienabfälle
nicht vermischen, sondern unter dem entsprechenden AS getrennt
sammeln und entsorgen.
Analoge Anwendung auf AS 18 02 05*.
Urheberrecht und Copyright - Dr. med. Rainer Woischke,
Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 141
AS 18 01 07
AVV -Bezeichnung: Chemikalienabfälle mit Ausnahme derjenigen, die
unter 18 01 06* fallen
Abfalleinstufung: nicht gefährlich
Anfallstellen
Diagnostische Apparate, Labor
Bestandteile
z. B. Reinigungsmittel, Händedesinfektionsmittel, verbrauchter
Atemkalk.
Abfälle aus diagnostischen Apparaten, die aufgrund der geringen
Chemikalienkonzentration nicht AS 18 01 06* zugeordnet werden
müssen.
Ggf. getrennte Sammlung der Einzelfraktionen unter eigenem AS in für
den Transport zugelassenen verschlossenen Behältnissen.
Lagerräume mit ausreichender Belüftung.
Entsorgung
Entsprechend der Abfallzusammensetzung.
 Kanalisation oder  Restmüll
Hinweise: In größeren Mengen getrennt anfallende Chemikalienabfälle
nicht vermischen, sondern unter dem entsprechenden AS getrennt
sammeln und entsorgen.
Analoge Anwendung auf AS 18 02 06.
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 142
AS 18 01 08*
AVV -Bezeichnung: Zytotoxische und zytostatische Arzneimittel
kommt bei uns nicht vor
Abfalleinstufung: gefährlicher Abfall
Abfalldefinition: CMR-Arzneimittel nach TRGS 525; Abfälle, die aus
Resten oder Fehlchargen dieser Arzneimittel bestehen oder deutlich
erkennbar mit CMR-Arzneimitteln verunreinigt sind (stark verunreinigt).
Anfallstellen
Bereich der Patientenversorgung mit Anwendung von Zytostatika und
Virusstatika (z. B. Onkologie),
Apotheken, Arztpraxen, Laborbereich.
Bestandteile
Nicht vollständig entleerte Originalbehälter (z. B. bei Therapieabbruch
angefallene oder nicht bestimmungsgemäß angewandte Zytostatika),
verfallene CMR-Arzneimittel in Originalpackungen,
Reste an Trockensubstanzen und zerbrochene Tabletten,Spritzenkörper
und Infusionsflaschen/
-beuteln mit deutlich erkennbaren Flüssigkeitsspiegeln/Restinhalten (>
20 ml),
Infusionssysteme und sonstiges mit Zytostatika kontaminiertes Material
(> 20 ml), z. B. Druckentlastungs- und Überleitungssysteme,
durch Freisetzung großer Flüssigkeitsmengen oder Feststoffe bei der
Zubereitung oder Anwendung von Zytostatika kontaminiertes Material (z.
B. Unterlagen, persönliche Schutzausrüstung).
Sammlung – Lagerung
In bauartgeprüften, stich- und bruchfesten Einwegbehältnissen. Kein
Umfüllen und Sortieren!
Kein Vorbehandeln. Transport und Lagerung fest verschlossen.
Entsorgung als gefährlicher Abfall mit Entsorgungsnachweis in
zugelassenen Abfallverbrennungsanlagen, z. B.
Sonderabfallverbrennung (SAV).
Hinweise: gering kontaminierte Abfälle, wie Tupfer, Handschuhe,
Einmalkittel, Aufwischtücher, leere Zytostatikabehältnisse nach
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 143
bestimmungs- gemäßer Anwendung, Luftfilter und sonstiges gering
kontaminiertes Material von Sicherheitswerkbänken, etc. sind AS 18 01
04 zuzuordnen.
Analoge Anwendung auf AS 18 02 07*.
AS 18 01 09
AVV -Bezeichnung: Arzneimittel mit Ausnahme derjenigen, die unter 18
01 08* fallen, Altarzneimittel, unverbrauchte Röntgenkontrastmittel,
Infusionslösungen.
Abfalleinstufung: nicht gefährlich
Anfallstellen
Krankenhäuser, Apotheken, Arztpraxen.
Sammlung – Lagerung
Getrennte Erfassung.
Zugriffsichere Sammlung, um missbräuchliche Verwendung
auszuschließen.
Entsorgung
Vorzugweise Verbrennung in zugelassenen
Abfallverbrennungsanlagen (Hausmüllverbrennung,
Sonderabfallverbrennung).
Bei kleineren Mengen Entsorgung mit 18 01 04 möglich  Restmüll!
Hinweise: Achtung! Praxisinhaber / Krankenhaus kann im Schadensfall
infolge missbräuchlicher Verwendung wegen Fahrlässigkeit haftbar
gemacht werden!
Analoge Anwendung auf AS 18 02 08.
AS 18 01 10*
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 144
AVV -Bezeichnung: Amalgamabfälle aus der Zahnmedizin
kommt bei uns nicht vor
Abfalleinstufung: gefährlicher Abfall
Abfalldefinition: Inhalte von Amalgamabscheidern, Amalgamreste,
extrahierte Zähne mit Amalgamfüllungen.
Anfallstellen
Zahnarztpraxen, Zahnkliniken.
Bestandteile
Amalgam (Quecksilber),
Extrahierte Zähne mit Amalgamfüllung, Amalgamabscheiderinhalte.
Sammlung – Lagerung
Getrennte Sammlung. Regelmäßige Entsorgung.
Entsorgung
Stoffliche Verwertung durch den Hersteller oder Vertreiber von Amalgam
bzw. dem von diesen beauftragten Verwerter.
Hinweise: -
AS 15 01 XX
AVV-Bezeichnung: Unterkapitel: Verpackungen (einschließlich getrennt
gesammelter kommunaler Verpackungsabfälle)
Abfalleinstufung: nicht gefährlich oder
15 01 10* gefährlicher Abfall
Abfalldefinition: Verpackungsmaterial aller Art.
Anfallstellen
gesamter Klinikbereich.
Bestandteile
Verpackungen aus: Papier, Pappe, Kunststoffe, Glas, Holz, Metall,
Verbundmaterialien.
Sammlung – Lagerung
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 145
Getrennte Sammlung der Einzelfraktionen unter eigenem AS:
15 01 01: Verpackungen aus Papier und Pappe
15 01 02: Verpackungen aus Kunststoff
15 01 03: Verpackungen aus Holz
15 01 04: Verpackungen aus Metall
15 01 05: Verbundverpackungen
15 01 06: gemischte Verpackungen
15 01 07: Verpackungen aus Glas
Entsorgung
Entsorgung bei Bedarf über Rücknahmesysteme der Vertreiber (z. B.
DSD)
Verwertung der nicht schädlich verunreinigten Fraktionen.
Sammlung – Lagerung
15 01 10*: Verpackungen, die Rückstände gefährlicher Stoffe
enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind.
Verpackungen von Zytostatika, etc siehe AS 18 01 08*.
Entsorgung
Sammlung und Entsorgung unter
AS 15 01 10* als gefährlicher Abfall mit Entsorgungsnachweis.
Hinweise: Gleichartige Abfälle, die nicht Verpackungen waren, sind unter
AVV Gruppe
20 01 einzustufen. Nach Absprache mit Entsorger / Betreiber des
Rücknahmesystems ggf. Zugabe zu Verpackungsabfällen möglich.
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 146
22. Hinweise und Abkürzungen
Umfangreiche
Unterstützung
Der Hygieneplan ist sehr umfangreich, deswegen, weil er
möglichst viele Gesetze und Vorschriften berücksichtigt, die
zudem Hinweise und Anlagen des Gesetzgebers enthalten, wie
die Vorschriften zu erfüllen sind.
Obligatorisch
Die angegebene Literatur und dort weitere Querverweise sind
grundsätzlich Bestandteil des Hygieneplans.
ASH
Die "AKTION Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur
NRZ
Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in
GQMG
deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar
2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit,
vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance nosokomialer
Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.
(APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im
Gesundheitswesen (GQMG) ins Leben gerufen.
BE
Blutentnahme
BfArM
Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI) (KRINKO)
und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte
(BfArM)
DIN-Normen
DIN Deutsches Institut für Normen e.V., Berlin, Beuth Verlag
GmbH, Berlin, AM DIN-Platz, Burggrafenstr.6, 10787 Berlin, Tel.
+49 30 2601-2666, Fax +49 30 2601-42666
Empfehlung
Kauf der DIN-Normen entweder per Post oder
Online www.beuth.de bei Bedarf sofort möglich
Grund: Einsehen in den exakten Text der DIN Normen
durchführbar, denn in fast jeder der unten angegebenen
Literaturstellen wird auf DIN Normen verwiesen.
Handelsnamen Die Wiedergabe der Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw.
Warenauch ohne besondere Kennzeichnung, berechtigt nicht zu der
bezeichnungen Annahme, dass solche Namen frei und von jedem benutzt
werden dürfte.
KRINKO
Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
am Robert Koch-Institut
TB
Teambesprechung
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 147
23. Literaturverzeichnis
AMWF29.02
AMWF29.12
AMWF29.14
AMWF29.20 13.2
AMWF08.6
AMWF14.1
ArbStättV10
B11.3
B12.02
B12.07
B13.11
AMWF Leitlinie Infektionsstatistik-Erfassungsbogen,
Arbeitskreis „Krankenhaus- & Praxishygiene“ der AWMF
Stand: 06.2010 AWMF-Leitlinien-Register Nr. 029/002
Entwicklungsstufe 1+IDA
AMWF Leitlinie OP-Kleidung und Patienenabdeckung,
Arbeitskreis „Krankenhaus- & Praxishygiene“ der AWMF
Stand: 01.2011 AWMF-Leitlinien-Register Nr. 029/012
Entwicklungsstufe 1+IDA
AMWF Leitlinie S1 Hygieneanforderungen ambulantes
Operieren 01 Arbeitskreis „Krankenhaus- & Praxishygiene“
der AWMF Stand: 01.2011 AWMF-Leitlinien-Register Nr.
029/014 Entwicklungsstufe 1+IDA
AMWF Leitlinie Anforderungen an Raumlufttechnische
Anlagen (RLTA) in medizinischen Einrichtungen, Arbeitskreis
„Krankenhaus- & Praxishygiene“ der AWMF Stand: 02.2013
AWMF-Leitlinien-Register Nr. 029/020 Entwicklungsstufe
1+IDA
AMWF Leitlinie Händedesinfektion und Händehygiene.
Arbeitskreis „Krankenhaus- & Praxishygiene“ der AWMF
Stand: 01.06.2008 AWMF-Leitlinien-Register Nr. 029/027
Entwicklungsstufe 1+IDA
Anforderungen der Hygiene bei chronischen und sekundär
heilenden Wunden. Arbeitskreis „Krankenhaus- &
Praxishygiene“ der AWMF 1/14
AWMF-Leitlinien-Register Nr. 029/042 Entwicklungsstufe
1+IDA
Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung ArbStättV) Ausfertigungsdatum: 12.08.2004
Vollzitat: "Arbeitsstättenverordnung vom 12. August 2004
(BGBl. I S. 2179), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung
vom 19. Juli 2010 (BGBl. I S. 960) geändert worden ist"
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 V v. 19.7.2010 I 960
Anhang Anforderungen an Arbeitsstätten nach § 3 Abs. 1
4.1 Sanitärräume, Absatz 3, Satz 2
Softasept N Produktinformation Fa Braun 03.11
Softman Gebrauchsinformation Fa Braun 12.02
Trixolind Produktdatenblatt Fa Braun 6.7.12
Softaskin Produktinformation Fa Braun 13.11
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B13.11(2)
B14.2
BAG14
BC10.1
BGW14
BK14
CDC12
DGKH10.3
DGKH10.4
DGKH13.10
DIN19464:2008,12
DM
DGUV.IFA
Hexaquart Produktinformation Fa Braun 13.11(2)
Meliseptol Sicherheitsdatenblatt Fa. Braun 17.2.14
BAG Health Care GmbH, Amtsgerichtsstraße 1-5, 35423 Lich,
Tel.: +49 (0) 6404 / 925 -0, Fax: +49 (0) 6404 / 925 -250
Email: info@bag-healthcare.com HygienmonitoringChargenkontrollsysteme
Borer Chemie AG, Gewerbestrasse 13, 4528 Zuchwil /
Switzerland, Tel. +41 32 686 56 00 Fax +41 32 686 56 90,
office@borer.ch, www.borer.ch
BGWTP-HSP-1-Hautschutzplan, Berufsgenossenschaft für
Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hauptverwaltung,
Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg,
Telefon (040) 2 02 07 – 0, Telefax (040) 2 02 07 - 24 95
Postfach: 76 02 24, 22052 Hamburg, www.bgw-online.de
Kunz, Bernd, Dr. med., FA für Hygiene und Umweltmedizin,
OA, Universitätsklinikum Erlangen, Mikrobiologisches Institut –
Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene,
Wasserturmstr.3/5, 91054 Erlangen, Fallkonferenz
Krankenhaushygiene
Definitionen nosokomialer Infektionen (CDC-Definitionen),
Nationales Referenzzentrum für Surveillance von
nosokomialen Infektionen, Herausgeber Robert Koch-Institut,
Berlin 7. Auflage, Berlin 2011, Satz Fotosatz Voigt, Berlin,
Druck Mercedes-Druck, Berlin
DGKH, März 2010, RLT-Anlagen beim ambulanten Operieren
Teil 1, 01.03.2010
DGKH, April 2010, RLT-Anlagen beim ambulanten Operieren
Teil 2, 01.04.2010
DGKH, Oktober 2013, Planung und Abnahme von RLTAnlagen für OP-Räume, 01.10.2013
DIN 1946-4:2008,12, Raumlufttechnik – Teil 4:
Raumlufttechnische Anlagen in Gebäuden und Räumen des
Gesundheitswesens, DIN Deutsches Institut für Normen e.V.,
Berlin, Beuth Verlag GmbH, Berlin, AM DIN-Platz,
Burggrafenstr.6, 10787 Berlin, Tel. +49 30 2601-2666, Fax
+49 30 2601-42666, www.beuth.de
Marc Deschka Leitfaden Praxis der Blutentnahme Fa.
Sarstedt & Co, Postfach 1220, 51582 Nürnbrecht,
www.sarstedt.com
Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (IFA),
www.dguv.de/ifa/Praxishilfen/Schutzhandschuhe
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Eco12.9
Eco14.5
HEINZE12
IfSG13
IK09
JS14.3
K11
K07
KVB11.04
KVB13.12
KVB13.2.ASH
LAGA
LGL14.2
Eltra Produktinfo_09-2012, Ecolab Deutschland GmbH,
Ecolab-Allee 1, 40789 Monheim am Rhein,Tel.: +49-2173599-1900, Fax: +49-2173-599-89299,
www.ecolabhealthcare.de
Ecolab Healthcare_Produktkatalog_05-2014, Ecolab
Deutschland GmbH, Ecolab-Allee 1, 40789 Monheim am
Rhein,Tel.: +49-2173-599-1900, Fax: +49-2173-599-89299,
www.ecolabhealthcare.de
HEINZE, Katja; Rupert PFANDZELTER: Regelungen zum
ambulanten Operieren, Deutscher Ärzte Verlag, Köln, 2012
Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von
Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz
- IfSG), "Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S.
1045), das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 36 u. Artikel 4 Absatz
21 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154)
geändert worden ist", www.juris.de
Ines Kappstein: Nosokomiale Infektionen, Prävention,
Labordiagnostik, Georg Thieme 2009, S.134:
Persönliche Mitteilungen 25.3.14 Prof. Dr. med. Julia Seifert,
Vizepräsidentin BDC
Ltd. Oberärztin, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie
Unfallkrankenhaus Berlin, Warenerstr. 7, 12683 Berlin
KIESSLING; Thomas: 9. Steri Fach-Forum, 1.März 2011,
Klinikum der Universität München – Großhadern
KREMMEL, Michael: Technischer Aufsichtsbeamter bei der
bayerischen Gewerbeaufsicht: Aufbereitung von
Medizinprodukten, Herstellung und Verlag: Books on Demand
GmbH, Norderstedt, 1.Auflage 2007
Händehygiene, KVB-Merkblatt 4/11
Quelle: CoC Hygiene und Medizinprodukte bei der KV Baden
Württemberg
KVB Themenblock 2 Basishygiene Stand12/13
AKTION Saubere Hände – FAQs, siehe auch ASH
Abkürzungsverz. KVB (R. Riss, L. Bader) Stand: 25.02.2013
zum Teil unter Verwendung von Textstellen aus:
C. Reichardt, K. Bunte-Schönberger, P. van der Linden:
100 Fragen zur hygienischen Händedesinfektion. Brigitte Kunz
Verlag, Hannover 2010
Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall, Vollzugshilfe zur
Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des
Gesundheitsdienstes Sept 2009
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit,, Erläuterungen zur Checkliste
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Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
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LGL14.2C
LGL.LEG14
MedHygVBy12
Begründung
MedHygVBy
ÄndMedHygVBy
Begründung
ÄndMedHygVBy
MPG
MPBetreibV
„Einrichtungen für ambulantes Operieren“, Sachbereich
Infektionshygiene GE1.1 1/29, Februar 2014
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit,, Erläuterungen zur Checkliste
„Einrichtungen für ambulantes Operieren“, Sachbereich
Infektionshygiene GE1.1 1/29, Februar 2014
Legionellen - die am häufigsten gestellten Fragen, Dokument
aktualisiert am: 07.04.2014, Autor: Dr. Anna Maria Schreff Bayerisches Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit, Dr. Peter Schindler - Bayerisches
Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Silke Nickel - Bayerisches Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit
Verordnung zur Hygiene und Infektionsprävention in
medizinischen Einrichtungen (MedHygV) vom 1. Dezember
2010, Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach
geänd. (V v. 9.8.2012, 424), Inkrafttreten 1.9.12, Bayerisches
Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StUmuG),
Fundstelle: GVBl 2010, S. 817
Begründung zur MedHygV, Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit (StUmuG), 9.8.12
2126-1-2-UG, 1 Verordnung zur Änderung der Verordnung zur
Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen
Einrichtungen
Vom 9. August 2012, Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit (StUmuG)
Begründung zur ÄndMedHygV, Bayerisches
Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StUmuG),
9.8.12
Gesetz über Medizinprodukte (Medizinproduktegesetz - MPG)
„Medizinproduktegesetz in der Fassung der Bekanntmachung
vom 7. August 2002 (BGBl. I S. 3146), das zuletzt durch
Artikel 4 Absatz 62 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I
S. 3154) geändert worden ist"; www.juris.de
Verordnung über das Errichten, Betreiben und Anwenden von
Medizinprodukten (Medizinprodukte-Betreiberverordnung MPBetreibV) "Medizinprodukte-Betreiberverordnung in der
Fassung der Bekanntmachung vom 21. August 2002 (BGBl. I
S.
3396), die zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 29. Juli
2009 (BGBl. I S. 2326) geändert worden ist", www.juris.de
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 151
MBMRE
P12
RGU06.12
RKI97
RKI00.3
RKI00.8
RKI00.11
RKI03.09
RKI03.9
Merkblatt Maßnahmen bei der ambulanten Behandlung von
Patienten mit Nachweis von multiresistenten Erregern
Dr.R.Woischke, Kulmbach, Dr.N.Sponsel, Allersberg,
Dr.L.Bader, München, PD Dr.HM.Just, Nürnberg,
Prof. Dr.L.Jatzwauk, Dresden
Popp W, Zastrow KD. Hygiene-Tipp: Desinfektion
talgdrüsenreicher Haut. Passion Chirurgie. 2012 Oktober;
2(10): Artikel 03_05.
Maibaum: Empfehlungen des Referates für Gesundheit und
Umwelt der Landeshauptstadt München zur routinemäßigen
Überprüfung der Trinkwasserqualität in ambulant
operierenden Einrichtungen 1.12.06
Anhang zur Anlage zu Ziffern 5.1 und 4.3.3
Anforderungen der Hygiene beim ambulanten Operieren in
Krankenhaus und Praxis
Bundesgeundheitsbl. 40 (1997): 361-365
Händehyg_Rili. Händehygiene, Mitteilung der KRINKO,
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz
2000,43:230–233 Springer-Verlag 2000
Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen
invasiven Eingriffen, Mitteilung der KRINKO,
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 2000,43:644–648 Springer-Verlag 2000
Surveillance nosokomialer Infektionen sowie die Erfassung
von Erregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen,
§ 6 Abs. 3 und § 23 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 4 Abs. 2
Nr.2b IfSG. Rechtliche Voraussetzungen und
Umsetzungsempfehlungen Bundesgesundheitsbl Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 2000,43:887–890
Springer-Verlag 2000
Surveillance von postoperativen Wundinfektionen in
Einrichtungen
für das ambulante Operieren gemäß § 23 Abs. 1 IfSG
Empfehlung der KRINKO, 9.2003
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 2003 · 46:791–795, Springer-Verlag 2003
Erläuterungen zu den Empfehlungen der Kommission für
Krankenhaushygiene und Infektionsprävention zur
Surveillance von postoperativen Wundinfektionen in
Einrichtungen für das ambulante Operieren 9.2003
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 2003, 46:765–769, Springer-Verlag 2003
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R. Woischke Kulmbach - Blatt 152
RKI04.1
RKI07.03
RKI10.7
RKI10.4
RKI11.9
RKI12.10
RKI12.17
RKI12
Fläche –Rili. Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung
und Desinfektion von Flächen. Empfehlung der KRINKO.
1.2004
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 2004, 47:51–61, Springer-Verlag 2004
Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet
Empfehlung der KRINKO,
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 2007,50:377–393, Springer-Verlag 2007
Die Kategorien in der Richtlinie für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention – Aktualisierung der Definitionen
Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention B Bundesgesundheitsbl Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz, 7.2010, 2010,
53:754–756 Online publiziert: 30. Juni 2010 © Springer-Verlag
2010
Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention (KRINKO)
Kommentar der KRINKO zur DIN 1946-4 (2008), 1. Februar
2010 / Nr. 4, HRSG Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353
Berlin,
Tel.: 030 . 18 754 – 0, Fax: 030 . 18 754 – 23 28
E-Mail: EpiBull@rki.de
Epid Bull 2010,15: S.31-38
Anforderungen an die Hygiene bei Punktionen und Injektionen
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und
Infektions-prävention beim Robert Koch-Institut (RKI),
9/10.2011
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 2011,54:1135–1144, Springer-Verlag
2011
Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von
Medizinprodukten, 10.2012
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz
2012, 55:1244–1310, © Springer-Verlag 2012
Maßnahmen zur Händehygiene – Ein Beitrag zum
Internationalen Tag der Händehygiene am 5.5.
HRSG Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin,
Tel.: 030 . 18 754 – 0, Fax: 030 . 18 754 – 23 28
E-Mail: EpiBull@rki.de
Epid Bull 2012; 17: S.143-145
Richtlinien für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
Urheberrecht und Copyright - Dr. med. Rainer Woischke,
Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
Luitpoldstr. 11, 95326 Kulmbach
Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 153
Herausgegeben vom Robert Koch-Institut, Berlin, 2012,
Elsevier, Urban & Fischer Verlag, München
RKI14.6
Empfehlungen zur Prävention und Kontrolle von
Methicillinresistenten Staphylococcus aureus-Stämmen
(MRSA)
in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen,
Empfehlung der KRINKO, 6.1014
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz
2014,57:696–732, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014
Sim.A
Simicon Tex Anleitung zur biologischen Leistungsprüfung von
Waschverfahren für Textilien, Simicon GmbH SiegmundRiefler-Bogen 19, 81829 München, Tel. 089-673366-0, Fax
089-673366-22, www.simicon.de
Sim.P
Simicon Tex Produktinformation, Simicon GmbH SiegmundRiefler-Bogen 19, 81829 München, Tel. 089-673366-0, Fax
089-673366-22, www.simicon.de
TrinkwRGU06
Empfehlungen des Referates für Gesundheit und Umwelt der
Landeshauptstadt München zur routinemäßigen Überprüfung
der Trinkwasserqualität in ambulant operierenden
Einrichtungen, Dr.Hubert Maiwald RGU-GS21, 9.11.06
TrinkwVNRGU11 Novellierung der Trinkwasserverordnung ("Erste Verordnung
zur Änderung der Trinkwasserverordnung", vgl.
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2011 Teil I Nr. 21 vom
11.05.2011) Bundesverordnung,
TrinkwV2NRGU12 zweite Novellierung der Trinkwasserverordnung 14. Dezember
2012 („Zweite Verordnung zur Änderung der
Trinkwasserverordnung", vgl. Bundesgesetzblatt Jahrgang
2012, Teil I, Nr. 58 vom 13.12.2012). Bundesverordnung,
TrinkwLeg12
Legionellenuntersuchung in der Hausinstallation (in Anlehnung
an das Arbeitsblatt W 551 und twin Nr. 06 des DVGW e.V.
sowie an die DIN EN ISO 19458), RGU-HU-07 2.4.12
TrinkwLeg13.1
Stammtext Trinkwasserverordnung und Legionellen (Stand 03.
Januar 2013)
TrinkwV13.2
Verordnung über die Qualität von Wasser für den
menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV
2001), "Trinkwasserverordnung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 2. August 2013 (BGBl. I S. 2977), die
durch Artikel 4 Absatz 22 des Gesetzes vom 7. August 2013
(BGBl. I S. 3154) geändert worden ist", www.juris.de
TÜB05
Hygienemaßnahmen bei Injektionen, Punktionen, Infusionen
und bei praeoperativer Hautantiseptik, Universitätsklinikum
Urheberrecht und Copyright - Dr. med. Rainer Woischke,
Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
Luitpoldstr. 11, 95326 Kulmbach
Hygieneplan in der Praxis - was ist zu beachten ?
R. Woischke Kulmbach - Blatt 154
Wikip13
ZSteri5.2DGSV
ZSteri8.2DGSV
ZSteri11.2DGSV
ZSteri11.6DGSV
ZINN12:
Tübingen Hygieneplan: Injektionen/Infusionen, Institut für
Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, 24.10.05
Validierung von Reinigungs-/Desinfektionsprozessen, EN ISO
15883-1 Allgemeine Anforderungen, Begriffe und
Prüfverfahren, Wikipedia 21. Januar 2013
K.Roth, W.Michels: Ringversuch zur Prüfung der
Mindestreinigungsleistung nach der Leitlinie von DGKH,
DGSV und AKI; Zentralsterilisation 2005 13 (2): 106 ff
Leitlinie von DGKH, DGSV und AKI für die Validierung und
Routineüberwachung maschineller Reinigungs- und
thermischer Desinfektionsprozesse für Medizinprodukte und
zu Grundsätzen der Geräteauswahl, 3. Auflage 2008,
Zentralsterilisation 2008, Supplement 2, Offizielles
Mitteilungsorgan Deutsche Gesellschaft für
Sterilgutversorgung e. V.
Leitlinie für die Validierung der Verpackungsprozesse nach
nach DIN EN ISO 11607-2, Autoren der Leitlinie:
Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung, DGSV e. V.:
M. Peißker, A. Schlepp, M. Lüttenberg, A. Carter, A. Jones1,
B. Amann, K. Wiese
Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz, ZLG:
Dr. A. Johmann, mhp-Verlag GmbH, Geschäftsführer/CEO
Andreas Klein, Marktplatz 13, D-65183 Wiesbaden. Tel.: +49
(0)611/505 93-31, Fax: -11, E-mail: info@mhp-verlag.de
Leitlinie zur Validierung maschineller ReinigungsDesinfektionsprozesse zur Aufbereitung thermolabiler
Endoskope,
Offizielles Mitteilungsorgan Deutsche Gesellschaft für
Sterilgutversorgung e.V., Zentralsterilisation, HRSG: P. Heeg,
Tübingen (D), W. Renders, Brugge (B), W. Spencer, Selby
(GB), D. Talon, Paris (F), MHP Verlag GmbH 2011(Suppl.3),
19: 6-16
ZINN, Georg-Christisan; Ernst TABORI; Peter
WEIDENFELLER: Ambulantes Operieren-Praktische Hygiene,
Verlag für medizinische Praxis, Zapf Media Group GmbH &
CO KG, 86932 Pürgen, 2012
Urheberrecht und Copyright - Dr. med. Rainer Woischke,
Chirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie
Luitpoldstr. 11, 95326 Kulmbach
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