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Bericht aus dima 7/8-2010 , AGT Verlag - Hecht Electronic AG

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44 Euroblech
Messen, was das Auge nicht sieht
Vision-Lösung für eine vollautomatische Qualitätskontrolle auch von großen Metallplatten
oder entsprechend der kundenspezifischen
Datenbank festgelegt werden. Die eigentliche Messung erfolgt vollautomatisch und
vom Benutzer unabhängig.
Vollständige Dokumentation der Messwerte Mit Hilfe der Bildverarbeitung wird
Mit dem „OptoDesQ“ lassen sich
die Außenmaße und Winkligkeit,
Parallelität sowie Durchmesser
und die Position aller Bohrungen
und Aussparungen, Ausfräsungen,
runde Kanten an großflächigen
planen Teilen kontrollieren
p
t Messtisch „OptoDesQ“ vor der
Georg-Exzenterschere
Wo das menschliche Auge in der Qualitätssicherung versagt, können Systeme aus intelligenten Kameras und Software helfen, auch im Bereich von 0,01 mm
genaue Aussagen über Maße, Lage und Abweichungen zu treffen. Dieser Ansatz wird
u.a. von der Hecht Electronic AG vertreten.
Sie hat einen Messtisch zur Kontrolle von
Metallteilen, Dichtungen, Stanz- und Biegeteile, die manuell nicht messbar sind, entwickelt. Dieser Tisch mit dem Namen „OptoDesQ“ wurde zur Stichprobenmessung in
Fertigungsstraße wie in komplexe Stanz-,
Scher- oder Abkantanlagen bzw. Laserschneidsystemen konzipiert.
Mit der 3.Achse in die Tiefe Mit diesem
System, so das Unternehmen aus Besigheim,
lassen sich sekundenschnell die Außenmaße
und Winkligkeit, Parallelität sowie Durchmesser und die Position aller Bohrungen
und Aussparungen, Ausfräsungen, runde
Kanten an großflächigen planen Teilen kontrollieren. Dabei sei es unerheblich, ob es
dima 7/8.2010
sich um Printplatten der Druck- und Fotoindustrie oder große Stanzteile aus einem
Coil handelt.
Die 3.Achse misst taktil oder mit Lasersensoren die Tiefen der Bohrungen. Der
Soll-/Istwertvergleich führt dazu, die Toleranzen auf gut und schlecht hin auszuwerten. Die Auflösung ist besser als 1/100,
die absolute Genauigkeit ist besser als 1/10,
versichern die Messtechnikspezialisten. Als
Messebene dient eine hochpräzis geschliffene Granitsteinplatte, die Messbrücke fährt
schnell und genau die Messpunkte an. Der
Messtisch arbeitet mit einem Messprogramm, welches im „Teach-In“-Verfahren oder mit Hilfe von CAD-Zeichnungen
(Übernahme der dxf-Formate) erstellt werden kann, um eine möglichst einfache, wirtschaftliche Prüfvorgabenerstellung aus der
Arbeitsvorbereitung zu erzielen.
Der Programmierer legt die entsprechenden Messpunkte fest. Freiformen lassen
sich händisch programmieren. Das Prüfprogramm kann über einen Barcode aufgerufen
das Messobjekt einschließlich aller relevanter
Messpunkte auf der Windowsoberfläche grafisch dargestellt, was dem verantwortlichen
Mitarbeiter mehr Sicherheit und die Gewähr
für eine eindeutige Zuordnung von Messobjekten und den entsprechenden Daten gibt.
Nach Beendigung erhält der Bediener eine
vollständige Dokumentation der Messwerte.
Messfehler werden farbig auf dem Monitor
markiert oder farbig ausgedruckt. Wird das
Messprogramm über Tabellenprogrammierung erstellt, wird im praktischen Ablauf auf
dem Bildschirm sowohl das Prüfprogramm
als auch eine einfache Bauteilezeichnung der
Außenmaße und Winkligkeit erstellt.
Das System hat sich mittlerweile in unterschiedlichen Einsatzfällen bewährt und zu
verschiedenen Sonderlösungen geführt. Ein
solches Projekt war beispielsweise die Lieferung eines Sondermesstisches Typ „OptoDesQ“ an die Maschinenfabrik Heinrich
Georg GmbH in Kreuztal für ein Stahl-Service-Center, eines der größten Stahlwerke
in Russland. Hier werden zur Qualitätskontrolle die in einer Multi-Blanking-Anlage
geschnittenen Blechtafeln auf Länge, Breite, Winkligkeit und Diagonalenabweichung
überprüft; und zwar in den Abmessungen
300 bis 1 500 mm breit und 400 bis 4 600 mm
lang. Für die Übergröße wurde ein spezieller Übergabetisch produziert. Mittels der
hochpräzisen Kameratechnik konnten die
Blechtafeln unterschiedlicher Materialien
(lackiert, geölt, verzinkt) schnell und mit
einer Meßgenauigkeit von ± 0,05 mm vermessen werden.
Das Messtisch-Projekt, das seinen Ursprung in einem Kontakt auf einer der
letzten Euroblech-Messen hatte, versetzte die Firma Georg wiederum in die Lage,
die vom Kunden vertraglich geforderten Toleranzen sogar zu unterschreiten.
u www.hecht-electronic.de
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Technik
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