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& Bars Erfolg im neuen JahrzehntWas bleibt, was kommt?

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* nomy
Gastronomisch wertvoll.
_01_10
Hallo 2010!
Neue Läden Luchs, Berlin ++ MiaMia, Aschaffenburg Trends EnergieEffizienz ++ Un-Treuekarte ++ Slappy Cakes Bits & Pieces Restaurants
& Bars Erfolg im neuen Jahrzehnt Was bleibt, was kommt?
EMPFOHLEN VON
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3
*nomytorial
Ein paar Worte – Zum Einstieg 4
*nomytrendspot
Hallo 2010! – Was erwartet uns im neuen Jahrzehnt?
7
*nomytrend
Thema Energie – Interview mit Wilhelm Okesson
Slappy Cakes – Pfannkuchen zum Selbermachen
Un-Treuekarte – Bonuskarten-Idee aus London
Bits & Pieces – Fundsachen aus dem Info-Sektor
Überblick – Wer hat aufgemacht, wer zu?
Intern – Hausmitteilungen der Krombacher Gruppe
11 *nomymoodboard
Sizilianische Eröffnung – Verdura Golf & Spa Resort, Italien
12 *nomyläden
Luchs, Berlin
MiaMia, Aschaffenburg
Foto: Franziska Kausch
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von
*nomy - gastronomisch wertvoll. Das Jahr 2010 bietet aus Sicht operativ und strategisch aktiver Gastronomen Chancen, die Branche weiter zu professionalisieren. Denn: Erfolgreich wird sein,
wer zwei Grundtugenden unternehmerischen
Arbeitens beherzigt.
Erstens: Klar zu strukturieren, was das unverwechselbare Kernangebot des jeweiligen gastronomischen
Objektes ist. Markenstrategen sind gefragt, keine
Macher von „eierlegenden Wollmilchsäuen“.
Zweitens: Die Zahlen sind in Zeiten spitz gerechneter
Unternehmensprozesse wichtiger denn je. Stichwor te
wie „Liquiditätsberechnung“ und „Deckungsbei träge“
stehen ganz oben auf der To-Do-Liste.
Ihnen, unseren Lesern, zur Unterstützung, haben wir
im Titelthema diese erfolgskritischen Aspekte mit
Gastronomen diskutiert. Das Ergebnis finden Sie auf
den folgenden Seiten. Und jetzt – herzlich willkommen in 2010 und viel
Spaß beim Lesen!
Stefan Niehues
P.S. Wie immer ist diese, wie alle vorherigen *nomyAusgaben, auf www.nomyblog.de als PDF-Download
für Sie erhältlich – und außerdem weitere spannende
Themen aus der innovativen Gastro nomie.
Impressum
*nomy - gastronomisch wertvoll
wird herausgegeben von der brand.m GmbH,
Leithestraße 111, 45886 Gelsenkirchen, Telefon: 0209. 9 47 87 0.
Redaktion: Stefan Niehues (V.i.S.d.P.), Jan-Peter Wulf (Ltg.), Pia Mazursky
Layout und Grafik: Isabel Niehues
Fotos: Jan-Peter Wulf, Presse
++
*nomytrendspot
Themenwelt Deutschland: das Frollein in Frankfurt
Ein neues Jahr(zehnt) hat begonnen. Was erwartet uns auf gastronomischer Ebene?
Lassen wir die Krise hinter uns, welche neuen Trends kommen? Und was müssen
Betreiber leisten, um auch in diesem Jahr und darüber hinaus erfolgreich zu sein? *nomy
hat Experten aus der Branche dazu befragt.
ie wird 2010? Tim Plasse ist zugleich optimis tisch und skeptisch, was das neue GastroJahr betrifft. Optimistisch geht so: „Ich glaube an
Veränderung und an die sich darin bergenden Chan cen. Der Markt ist im Umbruch, und ich hoffe, dass
sich nun endlich mal die Spreu vom Weizen trennt.“
Neue Ideen und Konzepte sind gefragt, erfolgreich
ist, wer Engagement und Visionen bewahren kann,
meint Plasse, der im Raum Frankfurt seine eigene
Gastro-Vision in einer Vielzahl von Objekten realisiert hat: Dem Beyond-Stammsitz (Restaurant und
Lounge in Eschborn) hat er das Bar-Konzept Beyond Saloon in der Frankfurter Innenstadt sowie
zwei Take-Aways am Flughafen hinzugefügt, und
als ob er damit nicht schon genug zu tun hätte,
ma nagt er nun auch noch den Club King Kamehameha (den er einst mit begründet hatte) sowie im
W
Som mer den gleichnamigen Beachclub auf der
Hafen insel in Offenbach.
Flüssig bleiben!
In wohl keiner anderen Stadt ist das Thema Finanzkrise gastronomisch so präsent wie in Frankfurt,
schließlich besteht das Ausgeh-Publikum großen teils aus Personen, die in der Branche arbeiten. Und
was den schnöden Mammon angeht, ist GastroMul ti Plasse weniger zuversichtlich: „Die Auswirkun gen auf die Realwirtschaft werden sich noch zeigen.
Geschäftskunden müssen die Fehler der Banken
nun ausbaden: strengere Kontoführung, Kürzung
der Kreditlinien, von Investitionskrediten ganz zu
schweigen.“ In den nächsten 15 Monaten die Liquidität bewahren können – darauf komme es nun
an. „Viele Gastronomen haben noch nicht gelernt,
*nomy ++ 01_10
Hallo 2010!
*nomytrendspot
dass man viel Arbeit für die Banken aufwenden
muss, um deren Informationsdurst und Sicherheits fanatismus zu befriedigen“, bringt Plasse es auf
den Punkt. Das sieht Thorsten Beck, Gründer- und
Finanzierungsberater mit Schwerpunkt Gastro (le sen Sie auch das Interview in *nomy 7/2009) ge nauso: „Liquiditätsmanagement ist in Zeiten einer
vermeintlichen Krise besonders wichtig. Sollte es
zu finanziellen Engpässen kommen, sollten die
Gastronomen ihre Hausbank frühzeitig und proaktiv ins Boot holen“, so sein Tipp. Was Gründung
in diesen Zeiten angeht, weist er auf die Bezuschus sun gen hin, die über das KfW Gründercoaching für
Beratungen bereit stehen – und wie Plasse auf die
Überzeugungsarbeit, die gegenüber der Bank zu
leisten ist: „Existenzgründer müssen über Persön lich keit und einen adressatengerechten Business plan die Bedürfnisse der Banken treffen“, und das
Bedürfnis auf deren Seite ist vor allem eines –
Sicherheit. Keine „eierlegende Wollmilchsau“
Sicherheit auf gastronomischer Seite: Das soll oft
durch Alles-in-einem-Konzepte gewährleistet werden. Doch es allen recht machen zu wollen, kann
dazu führen, es niemandem recht zu machen.
„Polarisieren ist wichtig!“, sagt Christoph Strenger,
Erfolgsgastronom aus Hamburg, „man kann sich
nur auf eine Zielgruppe fixieren.“ Hintergrund: „Eier legende Wollmilchsäue“, wie Strenger es nennt,
haben es schwer, in ihrer Gesamtheit die Qualität
Bio allein nicht tragfähig
Denkt man an 2008 und 2009, fallen einem bei
neuen Konzepten vor allem die Themen Bio, Frische
und Natürlichkeit ein. Doch nicht jeder ist erfolgreich mit der „Aktie Grün“. Gorilla, nat.bio – sind
bereits wieder dicht. Warum? Weil Bio kein Allein stellungsmerkmal mehr ist. Sagt Tom Bettcher von
der Bochumer Beratungsgesellschaft soda: „Der
Handel hat diese Themen nun auch für sich be setzt. Die Gastronomie muss sich neue Konzept ideen suchen, oder Nachhaltigkeit, Frische, Bio,
Heimat und Regionalität vertiefen.“ Sein Beispiel für
eine neue (genauer: neu interpretierte) Konzept idee:
Steakhäuser der nächsten Generation, die mit
kompetenter Auswahl und Zubereitung die „neue
Lust am Fleisch“ befriedigen. „Nicht einfach nur
anders, sondern besser, kombiniert mit einer glaub würdigen Qualitätsstory“, das ist ein Erfolgsrezept
aus Bettchers Sicht, das in Konzepten wie dem Filetstück in Berlin oder den Hamburger Läden Rach
& Ritchy und der Meatery im Side Hotel schon um gesetzt wird.
Und als Beispiel für eine Vertiefung des Themas
*nomy ++ 01_10
Tim Plasse: „Der Markt ist im Umbruch“
spezialisierter Konzepte zu bieten – und die Anfor derungen wachsen stetig: „Die Gäste wissen, was
sie für ihr Geld bekommen. Der Markt wird dadurch
hochwertiger und immer schwieriger“, prognostiziert der erfahrene Gastronom, der unter anderem
mit dem Design-Hotel east zeigt, wie hochwertige
Gastronomie geht. In diesem Jahr holen er und
east-Mitbetreiber Marc Ciunis die Sylter Sansibar
in die Hansestadt: Auf dem Alsterhaus eröffnen sie
im März einen Ableger von Herbert Secklers KultInselgastronomie, deren gekreuzte Säbel längst
ein Branding geworden ist, dem man auf Polo-Hem den, in Feinkostläden oder in 30.000 Fuß Flug höhe
(Catering für airberlin) begegnet. Auch Strengers Kollege Rüdiger Harlfinger, Enchilada Leipzig, rät strikt davon ab, „aus übereiferten
Schnellschüssen zu versuchen, von Pizza über
Sportsbar, Burger, chinesisch, Spiele- und Kino abend, Milchshakes, Döner, Häkelwochen und Un ter wäschepartys alles in eine gastronomische Form
zu bringen, um möglichst 99,99 Prozent des Bedürf nismarktes der Gäste abzudecken.“ Statt dessen:
Konzentrieren auf Kernkompetenz, Kern geschäft
und die Gastpflege. Otto Jung, Gastconcept Ratingen (hat u.a. das MiaMia, Aschaffenburg, eingerichtet, s. Neue Läden), fasst für 2010 zusam men:
„Mehr Qualität. Mehr Liebe zum Detail. Mehr Freund lichkeit. Mehr Zuverlässigkeit. Kurzum: more value
for Euro!” *nomytrendspot
Echtzeit-Kommunikation
Nächstes Thema: Medien. Nicht jeder Gastronom
kommt ins TV wie Christoph Strenger oder FiletstückKoch Robert Bettendorf (beide waren in der VOXSendung „Mein Restaurant“ zu sehen), aber das ist
auch gar nicht nötig: Web 2.0 und Co. – wir haben in
diversen *nomy-Ausgaben ausgiebig berichtet –
machen es möglich, dass jeder Gastronom heute
ein Stück weit sein eigenes Gastro-Programm ausstrahlen kann, mit Gäste-Rückkanal. Und genau da
sieht Dirk Baranek – als Betreiber des Portals
Restaurant-Kritik.de Experte auf dem Gebiet – ein
großes Potential für die nächsten Jahre: „Vorab-Infor mation im Web, Gästebewertungen und die eigene
Homepage, wie wir sie heute kennen, sind nur der
Anfang. Mobile Endgeräte (also iPhone und Co., d.
Red.) werden sich zu umfassenden Informations zentralen wandeln, Echtzeit-Kommunikation wird
im Fokus stehen. Für die Gastronomie bieten diese
Systeme viele neue Chancen, ihre Angebote multimedial und den Wünschen der Gäste entsprechend
zu kommunizieren.“ Aber eben auch die Aufgabe
und Herausforderung, sich mit diesen Dingen vertraut zu machen. Denn das ist klar: In der Szenegas tro nomie sind besonders viele Menschen unterwegs, die sich mit innovativen Kommunikations mitteln umgeben und diese nutzen. Ende der einsamen Disco-Wölfe?
Kommunikation: Das ist aus Sicht von Klaus Niester, Chefredakteur des disco-Magazins, nicht gerade eine Stärke der Betreiber von Tanz-Gastronomien
im Speziellen. „Da haben wir es immer noch mit einsam kämpfenden Wölfen zu tun. Die Branche sollte
viel stärker gemeinsam für ihre Ziele einstehen,
zum Beispiel Einkaufsgemeinschaften gründen
oder zusammen den Dialog mit Behörden und Öf fentlichkeit führen.“ Zumal es für die Branche si cher nicht leichter werde in den nächsten Jahren –
hier kommt ein demographischer Trend ins Spiel,
der viele Clubs und Discos den Kopf kosten könnte:
„Die Zielgruppe hat in den vergangenen Jahren kon-
tinuierlich abgenommen,
und es gibt immer noch zu
viele Locations.“ Beste hen de Betriebe müssen
also auch in diesem Seg ment mit Alleinstellungs merkmalen punkten, wie
feinkost | electronicaMacher Gustavo Smith
bestätigt: „Wir müssen in novativer werden. Nur ein
gutes Programm und ein
guter Service alleine reichen nicht.“ Die Münchner
gehen deshalb stärker in
den erlebnisgastronomischen Bereich: Konnte
Toni Arena: DBU-Barkeeper 2009
man bislang nur im oberen Bereich essen (mehr zum Konzept in *nomy
9/2009), werden jetzt auch unten im Club Degusta tionsmenüs gereicht. Unter der Woche positioniert
man sich ab sofort als Apéro-Bar und serviert Kana pees auf Kosten des Hauses. „Die Umsätze machen
wir über die Getränke, die zu den Happen geordert
werden“, erklärt Smith. Essenzen und Blüten
Stichwort Getränke – was kommt denn da auf uns
zu in diesem Jahr? Toni Arena, Betreiber der Life
Style Bar im Frankfurter Maritim Hotel (mehr zum
Objekt und weiteren Hotelbars in *nomy 4/2009):
„Blüten und Essenzen sind im Kommen und mit
ihnen leichte, sinnliche Drinks, die die verwendeten
Aromen entfalten.“ Damit die Mitarbeiter des DBUBar keeper des Jahres 2009 (Glückwunsch an dieser Stelle, Herr Arena!) handwerklich gut gerüstet
sind für den Trend, kochen sie gemeinsam schon
mal Menüs mit Blütenaromen. Und noch etwas hat
Arena sich für 2010 vorgenommen: neue Zielgrup pen erreichen. Mit diversen Clubs Mainhattans werden gerade Kooperationen geschmiedet. Geplant
ist, Club-Gäste vor dem Tanzen per Limousine zum
„Ausgeh-Apéritif“ in der Life Style Bar zu bringen.
Ebenso sollen die Events in der Bar ausgeweitet
werden. Was Arena auch anderen Bars ans Herz
legt. „Unsere Gäste wachsen raus, neue Zielgrup pen können wir gut mit solchen Aktivitäten erreichen. Es geht ja nicht nur um die Drinkkultur, sondern auch um das Drumherum. Selbstvermarktung
wird immer wichtiger.“ Und das, möchten wir hinzufügen, gilt für alle Be reiche der Gastronomie. Wir wünschen Ihnen gute
Geschäfte!
++
*nomy ++ 01_10
Regionalität und Heimat fällt *nomy spontan das
Frollein in Frankfurt ein, mit dem Pierre Nierhaus
sich von der Themenwelt USA ab- und der Themen welt Deutsch land zuwendet: mit Baumscheiben als
Thekendeko ration, alpenländischen Holzstühlen
mit Herzchen-Ausschnitt, üppigen Stullen und
einem Namen, der Deutschland in hohem Maße
versinnbildlicht. Hier geht es nicht so sehr um
Authentizität, sondern um eine Geschichte, die mit
dieser vertieften, mit ihren Ornamenten fast märchenhaft anmutenden Themen welt erzählt wird. *nomytrend
Bits & Pieces
Interview mit Wilhelm Okesson, Leiter der DEHOGA-Beratung in Stuttgart
„Es lohnt sich“
Nachhaltigkeit und Energie-Effizienz werden in der Gastronomie –
schon aus finanziellen Gründen – immer wichtiger. Die aktuelle „Green
Hospitality“-Studie von CHD Expert ergibt: Fast 80 % der befragten
221 Gastronomien sehen sich als umweltorientiert, Nachhaltigkeit
ist bei Investitionsentscheidungen in Elektroanlagen für 91 % am
wichtigsten. Was aber kann konkret getan werden? Warum sollte man
das Thema Energie angehen? Wir haben mit Wilhelm Okesson gesprochen, Leiter der Energieberatung beim DEHOGA Baden-Württemberg.
Herr Okesson, zu welchem Zeitpunkt der
Planung eines gastronomischen Betriebs
kommt das Thema Energie ins Spiel?
Okesson: Vor allem bei Neugründungen
oder Umbauten sollte man die Haustech nik von Anfang an auch unter dem Gesichts punkt der Energiekosten planen. Viele Ein richter und Ausstatter achten darauf leider
zu wenig. Da geht es dann haupt s ächlich
um Ambiente und Raumwirkung. Energie effizienz z. B. bei Heizung, Sanitäreinrich tungen, Lüftung, Küchentechnik und Kühl einrichtungen spielen eine geringere Rol le.
Das ist gar nicht notwendig: In vielen Fäl len
kann man Energieeffizienz und schicke
Optik gut in Einklang bringen. Unsere Em pfehlung: Betriebsinhaber sollten von An fang an einen Energieberater mit einbeziehen und darauf achten, Funktion, Nutzen
und Design in Einklang zu bringen. Das rechnet sich mittel- und langfristig auf je den Fall. Wer ist eigentlich als Energie-Berater für
den DEHOGA im Einsatz?
Alle DEHOGA-Energieberater haben eine
fundierte fachliche Ausbildung – z. B. als
Hat sich beraten lassen: Tomas Eres
von der Buddha Lounge Red Mandarin,
Stuttgart. Sein Fazit: „Ich kann die Gasund Stromvertragsprüfung der DEHOGA
Beratung auf alle Fälle weiterempfehlen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist
sehr fair, und die Überprüfung hat sich
mit einer Einsparung von 7.000 Euro in
zwei Jahren wirklich gelohnt.“
Wilhelm Okesson, Leiter der Energieberatung
beim DEHOGA Baden-Württemberg
Ingenieur – und verfügen über individuelle
Spezialgebiete. Da gibt es z. B. den Bauin genieur, den Spezialisten für Heizungsund Lüftungstechnik oder auch den „Ver trags-Spezialisten“ für den Energiemarkt.
Genau so wichtig ist aber, dass unsere
Berater viel von der gastgewerblichen Bran che verstehen. Die wissen also, wie ein
Gastronomiebetrieb in der Praxis funktioniert, welche Anforderungen dort – neben
der Energieeffizienz – erfüllt werden müssen und wo die branchentypischen Spar po tenziale liegen. Zum Beispiel ist das
Thema Lastspitzenoptimierung bei den
typischen Betriebszeiten und Verbrauchs profilen in der Gastronomie für viele Betrie be wichtig. ++ Regelmäßige „Storechecks“ in
L.A., Bangkok oder Tokio kann sich
kaum ein Gastronom leisten. Wie
praktisch, dass es Bildbände wie
Restaurants & Bars aus der Architecture Now!-Reihe gibt. Hier werden gastronomische Architekturkonzepte aus der ganzen Welt
vorgestellt, von Branchenstars wie
Za ha Hadid, Philippe Starck, Marcel
Wanders oder den Cocoon-Machern
3deluxe. Eine kompakte Gastro tour um den Globus für 29,99
EUR, Ta schen Verlag. ++ Mehrwert steuer, Kurzreisenangebote, Sicher heit und mehr: Für die Hotelbranche
2010 hält der Journalist Carsten
Hennig wichtige Ratschläge bereit,
die Sie hier nachlesen können. ++
Einen Touchscreen-PC für die
Küche gibt es jetzt für den französischen Markt: Qooq heißt er, hat
rund 10 Zoll Bilddiagonale, WLAN,
Internet radio
und kostet
350 Euro. Im
Abo (12,95
EUR im Monat) können Rezepte
abonniert und per Finger tipp abgerufen werden. Damit schließt sich
übrigens ein kleiner computergeschichtlicher Kreis: Der erste PC
überhaupt hieß Honeywell Kitchen
Computer (1969), war hüfthoch
und sollte der Hausfrau das
Management von Kochrezepten
(!) erleichtern. ++ Mehr Buch-,
Surf- und Gastrotipps wie immer
hier: www.nomyblog.de. ++
*nomytrend
Intern
++Rechenbeispiel
+ Ausgangssituation:
> 5 x 25 Watt Glühbirne in Kerzenform
> 50 Brennstunden pro Woche
> 50 Nutzungswochen pro Jahr
+ Alt: 5 x 25 Watt: + Neu: 5 x 5 Watt ESL: ➔ Einsparung:
➔ Amortisation:
5 x 0,025 kW x 0,1871 €/kWh x 2.500 h = 58,47 €
5 x 0,005 kW x 0,1871 €/kWh x 2.500 h = 11,69 €
ca. 46,78 €/Jahr
ca. 1 Jahr
Gerade in der Szenegastronomie gibt es
verglaste Kühlschränke, weil diese von
Industriepartnern gerne für ihre Markenpräsenz eingesetzt werden. Ebenso
Leucht-Elemente und Bildschirme. Gibt es
hier auch schon Ansätze, Visibility und
Energieeffizienz zusammenführen?
Die klassischen Glaskühlschränke sind
aus energetischer Sicht nicht wünschenswert. Trotzdem kommen viele Gastrono men um den Einsatz entsprechender Ge räte nicht herum. Im Bereich der Beleuch tung haben sich große Fortschritte ergeben: Hat die Beleuchtung früher rund um
die Uhr gebrannt, kann und wird die Be leuch tung tatsächlich nur zu den Öffnungszeiten benützt. Neben der Einsparung von
Lichtstrom wird hierbei zusätzlich noch
Kühlungsstrom eingespart, da die Beleuch tung immer auch den Innenraum aufheizt
und somit zusätzlich gekühlt werden muss.
eine Betrachtung auf der Grundlage der
Frequenz und Gästeanzahl durchgeführt.
Lassen sich mit Ressourcenschonung
auch bestimmte Zielgruppen ansprechen?
Vor allem im Hotelbereich gibt es bereits
eine Reihe von Beispielen, wie EnergieEffizienz als Teil der Markenstrategie
erfolgreich kommuniziert werden kann,
zwei Beispiele: das Seehotel Wiesler in
Titisee und das Hotel Victoria in Freiburg.
Deren Images sind stark und im positiven
Sinne vom nachhaltigen Wirtschaften
geprägt. Wir gehen davon aus, dass sich
die Bedeutung des Themas auch fürs
Marketing künftig weiter erhöht. Wer auf
Energieeffizienz und Umweltorientierung
setzt und dies entsprechend kommuniziert, wird neben den Einspareffekten
auch einen beachtlichen Imagevorteil
haben. Wo immer es sinnvoll ist, sollten
Konzeptberatung und Energieberatung
daher verzahnt werden. Stichwort Öffnungszeiten: Viele Szenegastronomien, vor allem Clubs, öffnen nur an
bestimmten Wochentagen, andere saisoHerr Okesson, vielen Dank!
nal oder temporär. Wie beziehen Sie diese
Besonderheiten in die Beratung ein?
Bei jeder Beratung wird die jährliche Nut zung ermittelt. Das bedeutet, eine Energie + DEHOGA: DEHOGA Beratung
be rechnung wird auf der Grundlage der tatTel. 07 11. 61988-37
sächlichen Öffnungszeit durchgeführt.
www.dehoga-beratung.de
Hierbei wird auch darin unterschieden,
was dauerhaft in Betrieb sein muss, etwa
+ Bundesweite Energiekampagne
Heizung oder Sicherheitsbeleuchtung, und
Gastgewerbe des DEHOGA: was tatsächlich nur während des Betrie www.energiekampagne-gastgewerbe.
bes verbraucht wird, z. B. Beleuchtung der
Kühlschränke und Wasserverbrauch.
+ Infos zu Fördermöglichkeiten:
Neben der zeitlichen, also beispielsweise
www.foerderdatenbank.de stundenmäßigen Betrachtung wird auch
++
++Adressen
++ Praktisch und stylisch zugleich
sind sie, die neuen Serviettenspender von Orangina und Schweppes.
Die gibt es jetzt exklusiv als Mehr wert-Angebot für die Gastronomie:
Ordern Sie einfach 3 Kästen Oran gina (15x 0,25l nach Wahl) oder
Schweppes (24x 02,l, ebenfalls
nach Wahl) über Ihren Krombacheroder Schweppes-AußendienstKontakt, und acht hochwertige
Serviettenspender werden gratis
mitgeliefert. Jetzt bestellen – und
wenn Sie informiert werden möchten, wer der zuständigen Ansprech partner in Ihrer Region ist, rufen Sie
die *nomy-Redaktion an: 0209. 94
78 70. ++
*nomytrend
Überblick
Restaurant Slappy Cake in Portland, Oregon
Berlin
Pfannkuchen zum
Selbermachen
Foto: PatCastaldo
++ Was für ein Format: Das Tauro
auf dem Gelände des Pefferbergs
(Schnönauer Allee) umfasst 1.600
qm. Platz genug für eine Tapas Bar,
ein spanisches Restaurant und ei nen mediterranen Grill inkl. Pasta spe zialitäten. ++ Asia tische Teekul tur wird im neuen Chen Che (Rosen thaler Straße) als Kon zept genannt.
Will sagen: Ausge such te Tee-Prezio sen und vietname si sches Food
(herzhaft und süß). Tee also weiter
auf dem Vormarsch in deutsche
Gastro-Strukturen. ++ Wieder auf hat
das Strandhaus (Alte Potsdamer
Straße), nachdem die Bau arbeiten
am Kollhaus abge schlos sen sind.
Damit hat Berlin eines der hier selten
gesäten Fisch restaurants zurück. ++
Schluss für den 2BE-Club am
Haupt bahnhof. Aber: Macher Tobias
Liebchen plant Neues. *nomy wird
darüber berichten. ++
Bremen
Selfmade ist angesagt: Slappy Cake in Portland/Oregon
elbst Hand anzulegen, statt sich bekochen zu lassen, war früher ein Grund,
nicht in die Gastronomie zu gehen. Spätes tens seit den „Selfaurants“, die wir in
*nomy 3/2008 vorgestellt haben, wissen
wir: Jetzt ist es ein Grund, gerade in die
Gastronomie zu gehen, den sozialen Ort, in
dem gemeinsam Essen erlebt werden
kann – und eben auch das Essenmachen.
Das ist auch das zugrunde liegende Prin zip des Restaurants Slappy Cake in Port land, Oregon: Auf großen Bratplatten, die
direkt in die Tische eingebaut sind, können
die Gäste sich hier ihren individuellen
Pfannkuchen zusammenstellen und ba -
S
cken. Dabei kommt dem Konzept sicherlich zugute, dass die „Pancakes“ in den
USA kleiner und handlicher sind als die
aus hiesigen Pfannkuchenhäusern be kann ten Wagenräder. Bereits der Teig ist
customized: mit Buttermilch, glutenfrei,
vegan oder aus Kürbis (pumpkin batter)
wird die Basis zubereitet. Den Teig backt
der Gast dann mit individuellen Belägen
aus z. B. getrockneten Kirschen, Schoko chips, Ingwermarmelade, selbstgemachten Sirups oder herzhafteren Varianten
(Bacon oder Würstchen) zu seinem ganz
persönlichen Slappy Cake fertig.
Full Service geht auch
Foto: Neven Mrgan
Wer zu faul ist, kann sich seine Pfann ku chen auch von der Küche des Hauses zu bereiten lassen oder aus dem restlichen
Food-Angebot wählen. Zu trinken gibt es
unter anderem Softdrinks aus den hauseigenen Sirups mit Soda. Und, wie auf dem
Bild zu sehen, bleibt beim Backen sogar
eine Hand zum Telefonieren frei.
++
Pfannkuchen backen – direkt auf dem Tisch
www.slappycakes.com
++ Noch bevor die Beatles zu ewigem Ruhm abhoben, clubbten die
Bremer schon in der Lila Eule (Bern hardstraße). Die Club-Institution fei erte jetzt ihren 50. Geburtstag. Hut
ab, Respekt, Anerkennung und viel
Erfolg für die Zukunft! ++ Neu ausgerichtet hat sich das Restaurant im
Speicher XI (Überseestadt): Es heißt
ab sofort Port und bietet mediterran
zentrierte internationale Küche zu
moderaten Kursen. Der Vorgänger
namens Speicher XI war schließlich
daran gescheitert, zu edel und damit
kostenintensiv daher zu kommen.
++ Bislang war das Brill Bel Etage
(Hutfilterstraße, Mitte) mit grandiosem Ausblick auf die Schlachte nur
schlicht die „Kantine“ der örtlichen
Sparkasse. Jetzt ist es das Bel Etage
und versorgt als gehobene Ca su alLocation tagsüber in sehr re präsentativem Ambiente die Bre mer
Innenstadt. Abends wird nur auf
Bestellung geöffnet. ++
*nomyfeature
Überblick
Idee für Gastro-Netzwerke:
Düsseldorf
Un-Treuekarte
++ Das neue Quartier Boheme ist
um einen Club reicher: freitags und
samstags feiert man hier nun im
Club Boheme, der von den Düssel dorfer Gastro-Größen Howie Karimie, Thorsten te Paß und Christian Erdmann gemacht wird. ++
Pizza für Upgrade-Liebhaber serviert das neue Da Noi (Graf-AdolfStraße). Die kommen aus dem Holz kohle-Ofen und sind mit Sinn für
Produktqualität gefinisht. Und auch
das passt: Jeweils samstags gibt
es Live-Jazz zum Dinner. ++ EdelCaterer GCS will künftig in der von
ihm betriebenen Bar am Kaiserteich das Bar-Tagesgeschäft zu gunsten von speziellen Kunstund Gastroevents zurückfahren.
++ Krefeld: Happy Birthday Königsburg. Vier Jahre ist es nun schon
her, dass sich das Großraum-Dance floor-Urgestein rundum erneuert
an den Start begab. *nomy gratuliert herzlich und wünscht viel Er folg für die Zukunft. ++ Herr Spoerl
ist tot, es lebe die Spoerl-Fabrik:
Michaela Neiser und Ibrahim Amara bewirten am alten Ort (Tußmann straße) in relaunchtem Ambiente
und mit neuem Namen weiter. ++
Die Bonuskarte zum Abstempeln wird in
vielen Gastronomien eingesetzt, soll sie
doch dafür sorgen, dass Gäste regelmäßig
wiederkommen. Eine witzige Alternative
gibt es jetzt in London: Wer in ausgewählten (nämlich von Baristas bespielten)
Coffee Stores Londons einen Kaffee be stellt und sich dieses per Stempel beschei nigen lässt, bekommt bei Prufrock Coffee,
der Kaffeebar des amtierenden World Ba rista Champions Gwylim Davies, einen
gratis. Gut, als amtierender Barista-Welt meister muss er niemandem mehr etwas
beweisen und dürfte ohnehin genug Gäs te verzeichnen. Aber: Die dahinter liegende Idee, nämlich wechselseitige Wert schät zung und Unterstützung, die bedarf
keines solchen Titels. Wie wäre es z. B. mit
einer gemeinsamen Treuekarte für Szene-
Gastronomien in einer Stadt oder einem
Viertel? Wer den letzten Stempel auf die
„Un-Treuekarte“ platziert, serviert eben
das Freigetränk – eine Dynamik, von der
am Ende alle profitieren. Fragen Sie doch
mal Ihre Kollegen!
++
Fremdgehen wird belohnt: die „Dis-Loyalty Card“
++++++++++++++++++++++++++++++++
Hotelzimmer als „Branded Spaces“
Übernachten mit der Marke
Hotelzimmer im „Look and Feel“ einer
Marke: diese Idee wurde im La Casa del
Camino Hotel in Laguna Beach, Kalifor nien,
ebenso umgesetzt wie im Roadstop, Dortmund. An der amerikanischen Westküste
wurden die Räumlichkeiten von verschiedenen Surf-Firmen eingerichtet sowie von
der Wassermarke Glaceau, unter anderem
wurden Design-Elemente aus recycleten
Plastikflaschen verbaut. Und auch im
Roadstop, Dortmund, hat Betreiber Frank
Buchheister eine Marke sinnhaft in die
US-Themenwelt integriert, die hier von der
Frankfurt
Stilecht: Waschbecken im Harley-Zimmer
Ost- bis zur Westküste mit Themen räu men
von New York über Route 66 bis Los Ange les zelebriert wird: Die „Jim Beam Log Ca bin“ wartet mit massiven Baumstämmen
auf, einem Natursteinbadezimmer sowie
einer Holzbadewanne, der Terence Hill ge rade erst entstiegen zu sein scheint. ++
Die „Jim Beam Log Cabin“ im Roadstop-Motel
www.casasurfproject.com
www.roadstop.de/motel
++ Am Main ist ein neues PartyTeam an den Start gegangen: Es
nennt sich Thing Thong Events
und feierte in der Zeilgalerie Pre miere mit u.a. einem Drag-QueenWettbewerb und einem „Booty
Sha ke Contest“ (es geht dabei um
Hinterteilwackeln). Trash mit Stil
eben. ++ Da das Filmmuseum be kanntlich umfassend umgebaut
wird, hat es Filmcafe-Betreiber
Matthias Scheiber zu einer neuen
Auf ga be hingezogen. Die heißt
Weinsinn, liegt im Westend (Für stenbergstraße) und präsentiert
sich als Weinres tau rant für den
geschmackssicheren PopkulturLiebhaber und Connaisseur. ++
*nomymoodboard
Überblick
Verdura Golf & Spa Resort, Sciazza, Italien
Sizilianische Eröffnung
Mit Privatstrand und Blick aufs Meer
++ Warum englisch, wenn es auch
deutsch geht: Jo Diehl hat seinen
neuen Burger-Im biss schlicht Klopse
genannt (West end, Reuterweg). Die
gibt es in vier Varianten von „wie bei
Omma“ bis hin zu südafrikanisch
(we gen der WM?). ++ Und nochmal
kein Eng lisch: Launsch ist bestes
Hessisch und bezeichnet den Nach folger des M2O im Nordend (Bornhei mer Land straße). Chef Gernot Dorsch
setzt auf das Konzept „Wein und
Kuli narik“. ++ Der Club Travolta
(Brön nerstraße, Innenstadt) ist
neuer An laufpunkt für vital-kreatives
Club bing ohne Style-Geschnö sel.
Macher der neuen Adresse sind
Dennis und Julian Smith. ++ Unbe dingt anschauen: Pierre Nierhaus’
Frollein, ein soulig-deutsches Kon zept am alten Ort des NYC. ++
Hamburg
uf 230 Hektar erstreckt sich das Areal des neuen Verdura Golf & Spa Resorts in
Sciazza, Sizilien. Alle 203 Zimmer und Suiten haben einen Blick aufs Meer, der
Privatstrand ist fast zwei Kilometer lang. Auch gastronomisch wird viel geboten: Vier
Restaurants, vier Bars, ein Weinkeller, der natürlich viele lokale Tropfen bereit hält –
und sogar eine Gelateria gibt es. Das Muster einer typisch-sizilianischen Fliese wurde
nicht nur für den Boden, sondern auch für Bettüberwürfe, Lampenschirme, Restau rant-Sitzbezüge und Wände verwendet. Einige der ökologischen Maßnahmen: Sonnen kollektoren, ein Drainage-System zur Brauchwasser-Aufbereitung für den Golfplatz,
ein Küstenschutzprogramm gegen Erosion und der Einsatz von Energiespar-Be leuchtung. A
++
www.verduraresort.com
++ Neuer Wohnzimmerclub für Fla schenbier- und Longdrinkliebhaber:
Die Unscheinbar (Schanzenstraße)
von Matthias Meyer umsorgt in de zent beigem Retro-Ambiente mit
Drinks und DJ-Sounds. ++ Die erste
Lavazza-Espresso-Bar ist das Espression am Hamburger Hafen (Sandto r kai). ++ Das kürzlich umgezogene
King Calvera (*nomy berichtete)
hat in der Talstraße schon Ärger mit
Anwohnern. Gemeinsam übrigens
mit dem ebenfalls dort residierenden Ego. ++ Das neue Filini am Flug hafen in Fuhlsbüttel ist ein sehr em pfehlenswerter Anlaufpunkt für Qua litätsliebhaber und Vielflieger. Italie nische Küche bildet das Zentrum.
++ Die Goldene Gans in Ottensen
(Rothestraße) hat das vormalig La
Tazza D’Oro abgelöst. ++
Hannover
++ Schwere Zeiten für die Gastrono mie an der Leine: Großbaustellen
wie die an der Langen Laube, am
Raschplatz oder am Kröpcke sorgen
für Lärm- und Staubbelästigung, feh lende Parkplätze und erschwerte Zu -
*nomyläden
Überblick
gänge zu vielen Szenetreffs und Res taurants. Das Ergebnis: weniger Geld.
Allein im Mövenpick (Kröpcke-Passa ge) muss Direktor Matthias Baller
manchmal „bis zu 60.000 Euro“
monatlich weniger verbuchen als
im Vorjahreszeitraum. Die Hannove raner Gastronomie hofft dementsprechend auf ein baldiges gutes
Ende der Bauarbeiten. ++ Neu in HVahrenwald: das India Tandoori
House, Ableger des gleich namigen
Unternehmens aus Celle. ++
Köln
Luchs
Konzept
Publikum
Kulinarisches mit Schwerpunkt Südtirol
und Italien – inklusive selbst hergestellter
Pasta und Risotto-Reis aus dem Pie mont:
Das Luchs will in Mitte eine Lücke schließen. Die Chancen dafür stehen gut, steht
doch mit Chefkoch Christian Khalaf der
Küchenchef des ehemaligen Schwarzen
Raben an den Töpfen, das zuvor diese
Nische besetzt hat. Neben dem À-la-carteAngebot soll jetzt das Mit tagsgeschäft mit
wechselnder Karte an gekurbelt werden.
Die Bar wiederum leitet Clemens Kahlcke.
Wenn er nicht gerade hier Cocktails mixt,
dann mixt er als DJ Clé u. a. im Cookies
(gerade 15 geworden) die Platten. Mit
aus gewählten Drinks positioniert sich die
Bar des Luchs sowohl eigenständig als
auch als Apérobar für das Res taurant. Ein Teil der Gäste: Die internationalen und
in hohem Maße szeneaffinen Gäste des
Designhotels Lux 11, die zum Party- und/
oder Businessmachen in die Stadt kommen. Deren Anspruch und Szene-Kenntnis
ist hoch, weiß Lux-11-Betriebsleiter Dirk
Dreyer: „Die wissen genau, welcher DJ
wann in welchem Club spielt und welcher
neue Laden in der Torstraße aufgemacht
hat.“ Der andere Teil der Luchs-Zielgruppe:
Alle, die in Mitte lecker und stilvoll essen
und trinken gehen wollen. Bei der Dichte
an hippen Flagship-Modeläden und anderen Szene-Stores im Umkreis ist dieses
Publikum hier Lauf-Publikum.
Ambiente
+ Größe: 200 qm Restaurant
+ Kapazität: 60 PAX Bar (plus Loungebereich
80qm)
+ Betreiber: Matthias Peschke, Christian
Khalaf, Hilke Saul
+ weitere Objekte: Café Schönbrunn
Dunkles Holz, Braun, Beige: Gedeckte Far ben dominieren jetzt das Interieur, wo zu vor das Event-Restaurant Shiro i Shiro auf
reinweiße iPod-Ästhetik setzte. Gedeckt,
aber nicht dunkel: Sieben Fenster bis zur
Fußbodenhöhe sorgen für ein freundliches
Ambiente im Tagesbetrieb, abends sorgen
große, kastenförmige Diffusoren rund um
die Deckenbeleuchtung für angenehme
Lichtstimmung. Eyecatcher ist das üppige
Weinregal hinter einer großen Glasfront. ++ facts
Rosa-Luxemburg-Straße 9-13 10178 Berlin Tel. 030. 24 78 16 56
www.luchs-berlin.de
++ Im ehemaligen Da Dante hat
sich nun das Teatro etabliert. Kon zept: Gehobene italienische Küche
in der südlichen Neustadt (Zugweg).
Küchenchef Kevin Spatola hat im
Sürther Da Bruno gelernt. ++ Neuer
Partyanlaufpunkt im boomenden
Eh renfeld: die dortige Papierfabrik
(Grüner Weg). Eröffnet wurde jetzt
mit der Deep-Party und den Berli ner Deep House-Größen Kristian
Beyer und Frank Wiedemann. ++
München
++ Nightlife-Impuls für die Fußgän ger zone: Das Vice (Kaufingerstraße)
bietet auf drei Stockwerken Clubbing,
Coffee and Sandwiches sowie Cock tails und Edelbrände. Außerdem
steht mit dem Vice Away ein gehobenes Take-Away-Angebot zur Ver fügung. Cooles Konzept, *nomy ist
gespannt und bleibt dran. ++ Das
Nektar hat jetzt einen Teil seines
Gewölbes in ein exklusives GrillRestaurant umgenutzt. Auch op tisch abgesetzt von der bekannten
weißen Oase des Salon Blanche
gibt es im Nektar Grill Fisch und
Fleisch aus internationalen Spitzen lagen zu ebensolchen Preisen. ++
Alpengastro, wie *nomy es liebt: Im
Prost Mahlzeit kocht Robin Kinner
(war bekanntlich mit TV-Koch Martin
Baudrexel Co-Betreiber des Rubico)
alpenländische Spezialitäten kreativ modernisiert. Und das am ansons -
*nomyläden
Überblick
ten kulinarisch sehr fru galen Hohe n- zollernplatz in Schwa bing. ++
Ruhrgebiet
MiaMia
Konzept
Gastronomiekonzepte in Einkaufszentren
sind in der Regel auf Schnelligkeit angelegt – mit entsprechend vorgefertigtem
An gebot. Das MiaMia in der Aschaffenbur ger City Galerie setzt hingegen auf liebevolle Zubereitung: Eigens für die Gastrono mie gebackene, rund ein Meter lange Brote, die vor Ort geröstet und belegt werden,
hausgemachter Kuchen, Nudelgerichte,
die individuell kombiniert werden können
und ganztägiges Frühstück sorgen für
Entschleunigung im Einkaufstrubel. „Die
Leute kommen mit vollen Tüten zu uns
und können hier in Ruhe zu essen und
genießen“, berichtet Kürsat Tekin, der das
MiaMia zu sammen mit Walter Scholz leitet. Dazu ge hört auch, dass Teil- und Full
Service gefah ren wird, während die fünf
umliegenden Gastronomien mit Selbstbe die nung arbeiten. In punkto Preisband ist
man dann wie der ganz Standort-typisch:
Zwischen 4,90 und 7,90 EUR liegt das
Food-Angebot. Zu trinken gibt es unter
anderem hausgemachte Eistees. Ambiente
Dem MiaMia ist es zusammen mit GastConcept aus Ratingen gelungen, Charme in
die recht kleine Fläche des Gastraums zu
zaubern: Creme- und Schokoladenfarben
dominieren das Interieur, die Theke wurde
aus Kunststein gefertigt und die Rückwand
hinter dem Tresen – oft vernachlässigt –
besteht hier aus schmuck vollem Mosaik.
Die Wand zieren gerahmte Vintage-Portraitmotive und unterstützen den Wohnzimmer Touch, Spiegel öffnen den Raum. Statt auf
Einheitsmobiliar nehmen die Gäste u. a.
auf karamellfarbenen Speedy-Barhockern,
orange gesteppten Medaillon-Stühlen oder
der durchgehenden Eichen-Holzbank Platz. Publikum
Schon nach wenigen Wochen kann das
MiaMia einen hohen Anteil an Stammpublikum verzeichnen – und rund 80 % der
Gäste sind weiblich, wie Kürsat schätzt. Als
entspannender Bestandteil des Einkaufs bummels soll das Pilotprojekt, wenn es
dauerhaft so gut angenommen wird, für
Innenstadtlagen systematisiert werden. ++ facts
+ Größe: 70 qm (plus 30 qm anteilig im
Food Court)
+ Kapazität: 30 Sitzplätze
+ Betreiber: Walter Scholz, Kürsat Tekin
+ weitere Objekte: Cup & Cino Goldbacher Straße 2
63739 Aschaffenburg
Tel. 0 60 21. 62 56 66 0 ++ Duisburg: Das La Villa ist passe,
jetzt werkelt an gleicher Stelle (Mül heimer Straße, Nähe Zoo) das Le
Petite France. Und wie der Name
schon verspricht: Kleine, feine Kar te mit französischer Seele. Dazu
passend wurde das Ambiente stilvoll und schlicht in Holz, Silber und
Gold umarrangiert. ++ In Essen,
Dortmund und Hagen betreibt man
bereits Vapiano-Stützpunkte, jetzt
auch am der Gastromeile am Innen hafen in Duisburg. Ein Vapiano mit
Blick aufs Wasser.
++ Essen: Das neue Naked (Rott straße) löst einen Table-Dance-La den ab und verbreitert dadurch das
Club-Life in der Kulturhauptstadt
2010. House, Deep Electro und –
als besonderer Leckerbissen – das
Gay Happening von der in Ehren
ergrauten Party-Legende Helmut
„Helmi“ Clahsen. ++
Stuttgart
++ Das Club-Szene am Neckar ist
aktuell ungewöhnlich vital: Der
Hype Club ist Nachfolger der Finca/
b-Seite in der Schulstraße. Sams tags nennt er sich übrigens Oh Hi
Club!, was von der Betrei bercrew,
der Oh Hi Posse! (stadtbekannt in
Stuttgart) herrührt. Auf den Tellern:
Alles was derzeit der Hype in punc to Electro, HipHop 2.0 etc ist. ++
Ins ehemalige Nackt-Lokal Moulin
Rouge ist unterdessen die Play
Crew zusammen mit 0711 Entertainment eingezogen und bespielt
das Ganze als temporären Club,
be vor das Rouge zu einem Spiel casino umgenutzt werden soll. ++
Auch die Damen und Herren aus
dem Hause Wir nennen es Party
schieben eine Innovation aus der
Pipeline: Die heißt Dancefloor
Riots. ++
WICHTIGE LÄDEN
*nomy
Ausgabe 01_10
Hannover
++ Mövenpick ++ India Tandoori House ++
Köln
++ Teatro ++ Papierfabrik ++
Aschaffenburg
Krefeld
++ MiaMia ++ Cup & Cino
++ Königsburg ++ Spoerl-Fabrik ++
Berlin
Laguna Beach/CA
++ Filetstück ++ Designhotel Lux ++ ++ Luchs ++ Café Schönbrunn ++ ++ Chen Che ++ Strandhaus ++ Tauro ++ ++ 2BE-Club ++
++ La Casa del Camino Hotel ++
Bremen
London
++ Lila Eule ++ Port ++ Bel Etage ++
++ Prufrock Coffee ++ Vice ++ Nektar Grill ++
++ Prost Mahlzeit ++ Düsseldorf
Leipzig
++ Enchilada ++ ++ Club Boheme ++ Da Noi ++
++ Bar am Kaiserteich ++
München
Eschborn
Portland
++ Beyond
++ Slappy Cake ++
Frankfurt
Ruhrgebiet
++ Beyond Saloon ++ Frollein ++ ++ King Kamehameha ++ Life Style Bar ++
++ Zeilgalerie ++ Weinsinn ++ Klopse ++
++ Launsch ++ Club Travolta
++ Road Stop ++ Le Petite France ++
++ Vapiano ++ Naked ++
Hamburg
++ east ++ Meatery/Side Hotel ++ Ego ++
++ Rach & Ritchy ++ Sansibar ++ Filini ++
++ Unscheinbar ++ Espression ++ ++ King Calvera ++ Goldene Gans ++
++ feinkost | electronica ++ Sciazza/Sizilien
++ Verdura Golf & Spa Resort ++
Stuttgart
++ Buddha Lounge Red Mandarin ++
++ Hype Club ++ Moulin Rouge ++
++ Wir nennen es Party ++
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