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BEWIRKT WAS TEILEN BEWIRKT - creativbox

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AKTION
2013
FAMILIENFASTTAG
WAS TEILEN BEWIRKT
FOTO: MMCEAI
ZIELE, ERGEBNISSE, FAKTEN
02
TAUSEND DANK
VORWORT DER VORSITZENDEN DER KFB
FOTO: KFB
Liebe Freundinnen und Freunde der
Aktion Familienfasttag!
Wissen Sie, was Arbeitsmigration
für philippinische Frauen bedeutet? Frauen verlassen ihre Familien,
ihre meist sehr kleinen Kinder, um
in reichen Ländern dieser Erde im
Haushalt zu arbeiten. Auf diese Art
Geld zu verdienen, ist oft die einzige
Barbara Haas //
Möglichkeit, die sich philippinischen
Frauen ohne Ausbildung bietet. Das
VORSITZENDE DER
in der Fremde erarbeitete Geld schiKATHOLISCHEN FRAUEN­
cken die Frauen nach Hause. So siBEWEGUNG ÖSTERREICHS
chern Frauen das Fortkommen der
Familie in der Heimat. Frauen übernehmen eine neue Rolle
in der Familie als Allein- oder Hauptverdienerin. Der Preis,
den sie dafür zahlen, ist hoch. Weit weg von Familie und
Freunden, von vertrauter Sprache und Umgebung, ist es ihnen manchmal nur erlaubt, einmal im Monat mit Mann und
Kindern Kontakt aufzunehmen. Diese Frauen sehen nicht,
wie ihre Kinder groß werden.
Die Katholische Frauenbewegung
Österreichs ruft zur Solidarität mit benachteiligten Frauen in Asien, Lateinamerika und Afrika auf und stärkt sie
nachhaltig. 2013 fließen über 1,9 Mio.
Euro in rund 114 Frauen-Projekte.
von Katharina Wegan
TEILEN MACHT
TEILEN MACHT STARK
Wegschauen, ignorieren, oder Hinschauen, wahrnehmen
und helfen?
Seit 1957 nimmt die Katholische Frauenbewegung Österreichs Verantwortung für benachteiligte Frauen in den Ländern des Südens wahr. Tausende Frauen setzen sich seit
Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert mit der Aktion Familienfasttag unter dem Motte „teilen macht stark“ für andere Frauen ein. Die Idee in Pfarren Suppen zu kochen, um
einen Beitrag zu bitten, hat die Welt von tausenden Frauen
und ihren Familien in den Projektländern nachhaltig verbessert. Unser Ziel ist es, die betroffenen Frauen zu stärken, zu ermächtigen, ihr Leben vor Ort selbstständig und
selbstbestimmt zu gestalten.
Als Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs danke ich Ihnen dafür, dass Sie unsere Aktion mit Ihrem Beitrag unterstützen. Ich garantiere Ihnen, Ihre finanzielle Unterstützung hilft den benachteiligten Frauen und
ihren Familien in über hundert von uns betreuten und kontrollierten Projekten.
Danke für Ihre Bereitschaft zu teilen. Ihr finanzielles Engagement macht Frauen und ihre Familien stark.
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
INHALT //
MODELLPROJEKT PHILIPPINEN
04-05
MODELLPROJEKT INDIEN
06-07
BILLIG IST DOCH ZU TEUER
08-09
Frauen wie Elena Makapayad Manulat müssen
als Arbeitsmigrantinnen ins Ausland gehen,
um Geld für Schulbildung und fest gebaute
Häuser zu verdienen. Die Realität hinter den
vielversprechenden Jobangeboten sieht meist
anders aus. Bei Elena hieß es in Japan: Zwölf
Stunden am Stück arbeiten. Ein Zimmer mit elf
Frauen teilen. Es nur zum Arbeiten und Einkaufen verlassen. Als Lohn dafür nur ein Siebtel
der vereinbarten Summer erhalten. Elena war
frustriert: So konnte die Philippinin ihre TochBENEFIZSUPPENESSEN 2013 VERONIKA PERNSTEINER (STV. VORS. KFBÖ), FRANZ
ter nicht finanziell unterKÜBERL (CARITAS), GERDA SCHAFFELHOFER (KAÖ), NUNTIUS PETER ST. ZURstützen. Heimweh plagBRIGGEN, EHRENGAST INORISA SIALANA-ELENITO, BARBARA HAAS (VORS. KFBÖ),
te sie. Mit leeren Händen
ERICH FOGLAR (ÖGB-PRÄS.), RUTH ANKERL (DIR. PANNONEUM), BARBARA PRAMkehrte sie zurück nach DaMER (NR.-PRÄS.), ANNA ROSENBERGER (STV. VORS. KFBÖ), NORBERT ­SCHNEDL
vao City, der Hauptstadt
(VIZEPRÄSIDENT ÖGB) UND SABINE OBERHAUSER (VIZEPRÄSIDENTIN ÖGB)
der philippinischen Insel
Herta Pammer, Initiatorin der Aktion Familienfasttag, war
Mindanao. Ihre Familie empfing Elena reserviert.
vom Hunger in der Welt bewegt. Sie dachte: Wenn jede
Zum Glück konnte Elena die Liebe ihrer Tochter zurückFamilie am Familienfasttag eine einfache Speise kocht,
gewinnen. Das gab ihr Kraft. Heute verkauft sie selbst
kann sie das Ersparte mit jenen Frauen teilen, die in Argemachte Erdnussbutter. Das Einkommen reicht aus und
mut leben. Seither sammeln kfb-Frauen am Sonntag nach
Elena engagiert sich heute für ArbeitsmigrantInnen.
dem Familienfasttag in Gottesdiensten, bei Fasten­suppen­
essen und Haussammlungen. Zahlreiche Menschen zahlen ihre Spende direkt auf das Spendenkonto ein. Beim
Benefiz-Suppenessen am 20. Februar 2013 im ÖGB-Veranstaltungszentrum Catamaran unterstützten auch PromiMit Frauen wie Elena fühlen sich die kfb-Frauen verbun­
nente aus Gesellschaft und Kirche dieses Anliegen.
den. Sie engagieren sich für Frauen, die mit Gewalt, A
­ rmut
STARK
TEILEN ALS SYMBOL DER SOLIDARITÄT
und Unterdrückung zu kämpfen haben und sie nehmen
ihre Verantwortung in einer globalisierten Welt wahr.
Seit 1958 fördert die kfb Frauenprojekte in A
­ sien, Lateinamerika und Afrika aus den Mitteln der Aktion Familienfasttag. Frauen erfahren in Selbsthilfegruppen, dass
auch sie Rechte haben: auf Bildung, Gesundheit, faire
­Arbeitsbedingungen und ein Leben ohne Gewalt. Sie lernen lesen und schreiben, erhalten Wissen zu Gesundheitsthemen, erlangen Unabhängigkeit aus eigenem Einkommen und setzen sich gemeinsam für ihre Rechte ein. Ziel
ist es, Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
FRAUEN FÜR
FRAUENANLIEGEN
10-11
DESTINATION DUBAI
12-13
HERTA-PAMMER-PREIS
14-15
ZAHLEN //
In 10 Ländern kommen Spenden an die Aktion
Familienfasttag zum Einsatz.
114 Projekte fördert die kfb aus den Mitteln der
Aktion Familienfasttag.
Über 2.500 Pfarren und kfb-Gruppen sammeln
für die Aktion Familienfasttag.
FUNDRAISING
ORGANISATIONSSTRUKTUR
16-17
26
PROJEKTARBEIT
ADRESSEN
18-19
27
PROJEKTDATEN
SPONSORINNEN
20-23
28
KOOPERATIONEN
IMPRESSUM
24-25
28
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
FOTO: MARTINA KONRAD
03
PHILIPPINEN
FOTO: KFB
04
BABALIK KA RIN – DU KANNST AUCH ZURÜCKKEHREN!
Menschen sind das wirtschaftlich wichtigste Exportgut der Philippinen: 2013 betrugen die Rücküberweisungen von AuslandsmigrantenInnen über 20 Milliarden US-$. Wenn man alle Güter zusammenrechnet,
die über informelle Wege ins Land kommen, z.B.
in Form von mitgebrachten Geschenken, kommen
sogar etwa 40 Milliarden US-$ zusammen. Fast ein
Viertel der philippinischen Haushalte sind direkt von
Rücküberweisungen abhängig, etwa zwei Drittel profitieren indirekt.
le Auswirkungen gegenüber. Häufig
Philipp Bück //
kommt es zur Scheidung oder Trennung, wenn der/die Ehepartner/in im
PROJEKTREFERENT
Ausland arbeitet. Zurückbleibende
PHILIPPINEN
Ehemänner sind alkoholgefährdeter
als andere Männer, Kinder brechen
in Folge mangelhafter Fürsorge und Erziehung die Schule ab und gerade Jugendliche werden häufig depressiv
und entfremden sich von ihren Eltern. Für diese Probleme wird meist gerade der ins Ausland migrierten Ehefrau die Hauptverantwortung gegeben.
Schon bei der Ankunft am Flughafen in Manila wird der
Mythos der Auslandsmigration bedient: „Come home a
hero – Cadbury’s!“ so stand dort jahrelang in Form einer
übergroßen Schokoladenwerbung. OFW – die „Overseas
Foreign Workers“, also die im Ausland angestellten AuslandsmigrantenInnen – haben auch eigene Schalter bei
der Passkontrolle und eine eigene Wartelounge.
Der im Ausland arbeitende Elternteil kann sich den Kindern gegenüber in erster Linie materiell anerkennend
zeigen und da er/sie die finanzielle Hauptverantwortung
für die Ernährung der Familie trägt, nur selten Heimaturlaub machen: Wer schon einmal in den Philippinen war,
kennt vielleicht die Gesichter der schon vor der Ankunft
des Flugzeugs in Manila unruhig wartenden AuslandsmigrantenInnen oder vor dem Rückflug die traurige
Stimmung derer, die wieder ins Ausland fliegen müssen.
Während die philippinische Auslandsmigration grundsätzlich gut geregelt ist und der Staat gezielte Abkommen mit anderen Staaten über benötigte Berufsgruppen
schließt, sind prekäre Arbeitsverhältnisse insbesondere bei Arbeitsverhältnissen als Hausangestellte z. B. im
Nahen und Mittleren Osten, ein Thema. Immer wieder
kommt es zu Übergriffen von Arbeitgebern gegen die
MMCEAI ist eine mehrheitlich von Frauen getragene
häufig weiblichen Hausangestellten, die wenige MögNichtregierungsorganisation in Davao, die gegründet
lichkeiten haben, sich dagegen zu wehren. Daneben gibt
wurde, um auf die Situation von AuslandsmigrantenInes nach wie vor eine nicht unwenen und ihren Familien aufmerksentliche Dunkelziffer an unresam zu machen und diese zu
PROJEKTSTECKBRIEF //
gulierter und auch illegaler Ausunterstützen. Die Organisation
landsmigration, bei der wiederum
konnte mit Hilfe der UnterstütRechtliche Unterstützung und
mehrheitlich Frauen in Ausbeuzung durch die kfb seit 2010 eiBewusstseinsbildung von Arbeitstungsverhältnissen enden: 80%
nen Pool von ehrenamtlichen
migrantinnen und deren Kinder
der HeiratsmigrantenInnen und
SozialarbeiterInnen, RechtsberaProjektnr.: 329.015-F11/00042
95% der Haushaltsangestellten,
terInnen und PsychologenInnen
sowie 85% der durch MenschenPHILIPPINEN
aufbauen, über 100 Einzelfälle
1
handel ins Ausland geschleusten
betreuen (davon 82% Frauen), in
Fläche: 300.000 km
Filipinas sind Frauen.
den acht Projektgemeinden lokaEinwohnerInnen: 93.619.900
le Organisationen von AuslandsHauptstadt: Manila
Natürlich ist Auslandsmigration
migrantenInnen mitbegründen,
Amtssprache: Filipino, Englisch
auch eine Chance für die persönFrauen bei einkommensschaffenLebenserwartung:2
liche Weiterentwicklung und maden Maßnahmen beraten und in
69 Jahre (Österreich: 81 Jahre)
terielle Absicherung, sowohl für
vielen städtischen Gremien und
die migrierende Person als auch
Human Development Index:2
Behörden Einfluss auf Migrationsfür deren Familie. Dennoch stePlatz 114 (Österreich: Platz 18)
und Entwicklungsfragen nehmen.
hen dem, neben der Gefahr durch
1
Quelle: UN, 2006
Einer der Schwerpunkte ihrer ArÜbergriffe durch die Arbeitge2
Quelle: UNDP, 2013
beit ist dabei auch die Arbeit mit
ber im Ausland, vielfältige sozia-
KREATIVARBEIT MIT KINDERN
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
FOTO: KATHARINA WEGAN
05
den Kindern von AuslandsmigratenInnen. MMCEAI begleitet sie bei ihrer persönlichen Auseinandersetzung
mit ihren im Ausland befindlichen Eltern/Elternteilen und
ihren Familien. Hierbei arbeitet die Organisation viel mit
Kreativmethoden – die Kinder und Jugendlichen malen
Bilder über ihre persönliche Situation, die z. T. auch öffentlich ausgestellt werden oder schreiben Texte oder
persönliche Briefe an ihre Eltern im Ausland. Auch auf
Fragen des Menschenhandels nach Katastrophen und
dem eher neuen Phänomen der „verlassenen Familien“,
wenn der im Ausland befindliche Lebenspartner der Familie in den Philippinen den Rücken kehrt, die Rücküberweisungen einstellt und den Kontakt abbricht, macht
MMCEAI öffentlich aufmerksam. Viele der bei MMCEAI
engagierten Personen sind aus dem Ausland zurückgekehrte Migrantinnen.
In der Zukunft soll der Pool an Ehrenamtlichen neu
strukturiert und in eine nachhaltige institutionelle Form
gebracht werden. Die lokalen Organisationen in den
acht Projektgemeinden von Davao City werden weiterhin
beraten und die Familien von AuslandsmigrantenInnen
bei einkommensschaffende Maßnahmen über Spargruppen unterstützt. Insbesondere die umtriebige Geschäftsführerin Norie Sialana setzt sich in Davao City dafür ein,
die Rahmenbedingungen für prekäre Familien von AuslandsmigrantenInnen zu verbessern und die Wahrnehmung ihrer Probleme in der Öffentlichkeit zu verändern.
FOTO: KATHARINA WEGAN
JOCELYN GUTIEREZ VERKAUFT HEUTE SÜSSSPEISEN AM
STRASSENRAND, UM DIE FAMILIE DURCHZUBRINGEN //
BILD EINES KINDES EINER ARBEITSMIGRANTIN
WURDE BEIM MMCEAI-KUNST- UND LITERATURFEST
IM HERBST 2012 AUSGESTELLT //
SO HILFT IHRE SPENDE //
Mit 50 Euro helfen Sie, Jugendliche zu GruppenmoderatorInnen an Schulen auszubilden. So können
sich die Kinder von ArbeitsmigrantInnen über ihre
Erfahrungen austauschen.
Mit 20 Euro ermöglichen Sie einem Kind, am „Kunstund Literaturfest der Kinder von ArbeitsmigrantInnen“ teilzunehmen. Hier bekommen Kinder Platz,
auf die Lücke aufmerksam zu machen, die ihre Eltern
hinterlassen, wenn sie Arbeit im Ausland annehmen.
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
06
INDIEN
FOTO: KFB/DKA
„SUMANGALIS“: JUNGE FRAUEN IN DER TEXTILINDUSTRIE
FOTO: DKA
Vaan Muhil (tamilisch für „Bewölkter Himmel“), kfb-Projektpartnerorganisation in Tamil Nadu, kämpft für die Arbeitsrechte von
Frauen in Spinnereibetrieben, die unter falschen Versprechungen
in mehrjährige Knebelverträge in Textilfabriken gelockt werden.
Dröhnender Lärm von unzähligen, sich unglaublich schnell drehenden Motorspulen, von Baumwollfasern flirrende Luft und stickige 34,5 Grad
empfangen uns in einer Baumwollspinnerei in
der Nähe von Tirupur, dem Herzen der Textilindustrie in Tamil Nadu, Südindien. Im Februar
2014 gelang es einer Delegation der Katholischen
Frauenbewegung sowie einer Gruppe JournalisAndrea
tinnen, Zutritt zu einigen der Fabriken zu erlanKadensky //
gen. Selbstverständlich inkognito, denn offiziell
werden VertreterInnen von NGOs abgewiesen.
PROJEKTREFERENTIN
Die vorwiegend männlichen Betriebseigentümer
INDIEN
wissen sehr wohl, dass sie sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen und die vielen minderjährige Arbeiterinnen,
sogenannte „Sumangalis“, gar nicht beschäftigen dürfen. Kritische
Fragen konnten nicht gestellt werden, aber was wir zu sehen bekamen, reichte aus, um sich der Dimensionen der ausbeuterischen Arbeitsbedingungen bewusst zu werden.
Junge Frauen, meist in einem Alter von 15–18 Jahren, werden über
Mittelsmänner von ihren Eltern für ca. drei Jahre in Spinnereien geschickt, um am Ende eine Gesamtsumme von umgerechnet 300–500
Euro zu erhalten. „Sumangalis“ werden sie genannt, weil das Erarbeiten ihrer Mitgift ihnen ein Leben als „glückliche, verheiratete Frau“
ermöglichen soll. Für viele Eltern bedarf es keiner langen Überlegungen, wenn sie ihre Töchter in die Spinnereien schicken, denn Mädchen sind in der indischen Gesellschaft wenig bis gar nichts wert.
Manche gehen auch freiwillig in die Fabriken, vor allem um ihre Familien, die sehr oft unter der Armutsgrenze leben, mit einem Tageslohn
von 1,5–2 Euro zu unterstützen.
SCHLECHTE ARBEITSBEDINGUNGEN
EIN GROSSER TEIL DER „SUMANGALI“MÄDCHEN IST JÜNGER ALS 18 JAHRE //
PROJEKTSTECKBRIEF //
Anwaltschaft zu Arbeitsbedingungen
von Jungen Frauen in der Textilindustrie – Sumangalis
Projektnr.: 317.600-F11/00155
INDIEN
Fläche: 3.287.263 km²
EinwohnerInnen: 1.094.583.000
Hauptstadt: New Delhi
An sich ist auch in Indien Kinderarbeit offiziell verboten. Bei den angekündigten Kontrollbesuchen, z. B. von offiziellen Regierungsstellen,
sind dann plötzlich keine minderjährigen Mädchen zu finden und die,
die man fragt, sind zufälligerweise alle genau 18 Jahre alt! Zu eingeschüchtert und von der mageren Entlohnung abhängig sind die tausenden Tagelöhnerinnen in den Spinnereien, um sich wirklich gegen
die schlechten Arbeitsbedingungen zur Wehr zu setzen: Schichten
von zwölf oder mehr Stunden am Tag, unbezahlte Überstunden, Unterbringung in kargen Unterkünften ohne Ausgangsmöglichkeiten,
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
Amtssprachen: Hindi, Englisch, 17
gleichberechtigte Nationalsprachen
Lebenserwartung:1
65,8 (Österreich: 81,4)
Human Development Index:2
Platz 136 (Österreich: Platz 18)
1
2
Quelle: UNDP, 2013
Quelle: UNDP, 2013
07
HEISSE, STICKIGE ARBEITSBEDINGUNGEN – OFT
MEHR ALS 12 STUNDEN AM TAG, 7 TAGE DIE WOCHE //
FOTO: KFB/DKA
Aufklärung kann daher nur außerhalb der Fabriken erfolgen. Unsere Partnerorganisation Vaan Muhil setzt stark
auf Bewusstseinsbildung in den Herkunftsdistrikten der
„Sumangalis“ und auf Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, Bewusstseinsbildung in Schulen, Kooperation
mit Medien und Behörden. Es ist ein zäher Kampf, wie
gegen Windmühlen, denn die Spinnereibesitzer haben
eine starke Lobby bzw. verschaffen sich ihre Form von
Recht durch die Zahlung von Schmiergeldern an die entsprechenden Beamten. Die Organisierung in Form von
Gewerkschaften war bisher nicht möglich, da die “Sumangalis“ als Lehrlinge gelten und auch alle anderen TagelöhnerInnen in den Fabriken keinen permanenten Arbeitsvertrag besitzen.
FOTO: KFB/DKA
wo sich ein Mädchen oft eine Toilette oder Waschmöglichkeit mit 30 anderen teilen muss. Auch die Nahrungsversorgung ist schlecht, Beschimpfungen und Übergriffe
der Aufseher stehen auf der Tagesordnung.
HILFE ZUR SELBSTHILFE
Dennoch streicht eine jüngst erschienene und von der
kfb finanzierte Studie heraus, dass langfristige Veränderungen nur über die Organisierung der Betroffenen
erreicht werden kann und durch den politischen Willen
von RegierungvertreterInnen. Genau darum bemüht
sich auch Mr. Britto, Leiter von Vaan Muhil – selbst
Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist. Gemeinsam
mit seinen MitarbeiterInnen organisiert er sogenannte
Multi-Stakeholder-Treffen, wo verschiedene Betroffene
zu Wort kommen sollen. Opfer, Eltern, Gemeinde(rats)
mitglieder, lokale RegierungsvertreterInnen und GewerkschaftsmitarbeiterInnen erhalten die Möglichkeit
für Aufklärung und gegenseitigen Austausch.
Aber auch direkte Betroffene des „Sumangali Scheme“
werden unterstützt und wenn nötig gerichtlich vertreten. Oft nämlich werden unter fadenscheinigen Ausreden die vereinbarten Vertragssummen nicht ausgezahlt
oder Opfer von Arbeitsunfällen nicht oder nicht ausreichend entschädigt. Die Verfahren ziehen sich über
mehrere Jahre; dennoch ist es wichtig, hier auch rechtliche Präzedenzfälle zu schaffen, um den jungen Frauen
wenigstens zu einer gewissen Gerechtigkeit zu verhelfen.
Die Besichtigung der Fabrik ist nach etwa einer S
­ tunde
zu Ende und wir konnten in viele erschöpfte Gesichter
blicken, aber auch eine gewisse Hoffnung entdecken,
dass sich Menschen von sehr weit weg für ihre Anliegen interessieren. Und auch ein Lächeln schenkten uns
diese Frauen. Ein Lächeln, das nur allzu schnell verloren geht, wenn die Sirene wieder zur nächsten Arbeitsschicht ruft.
DIE SECHSMONATIGE SCHNEIDERINNEN-AUSBILDUNG
ZUR REHABILITATION VON „SUMANGALI“-OPFERN ERMÖGLICHT DIESEN EIN EIGENES EINKOMMEN //
SO HILFT IHRE SPENDE //
Mit 500 Euro ermöglichen Sie einen Workshop mit
PolitikerInnen und JournalistInnen zu Arbeitsbedingungen und -rechten von Frauen. Ziel ist es, Regierungs- und MedienvertreterInnen zu sensibilisieren
und für die Rechte der ausgebeuteten Arbeiterinnen
zu gewinnen.
Mit 120 Euro helfen Sie, dass eine um ihren Lohn
und Entschädigungszahlungen geprellte “Sumangali“-Arbeiterin ihre Ansprüche vor Gericht geltend
machen kann.
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
08
BILLIG IST DOCH ZU TEUER
FAIRE ARBEITSBEDINGUNGEN FÜR ALLE
FOTO: KFB
Die Auslagerung von immer mehr Produktionsschritten in sogenannte Billiglohnländer führt zu einem weltweiten Anstieg des
Anteils erwerbstätiger Frauen. Der Zugang zu Beschäftigung
allein ist jedoch eine zwiespältige Errungenschaft, wenn Arbeitsrechte und gerechtes Einkommen nicht gewährt werden.
Informelle Arbeitsverhältnisse, unbezahlte Care-Arbeit, Arbeitsmigration und Armut trotz Arbeit sind einige der Dimensionen
weiblicher Arbeitsrealitäten, mit denen sich die kfb in ihrer entwicklungspolitischen Bildungsarbeit 2013 auseinandersetzte.
Die Notwendigkeit einer globalen Perspektive
zum Verständnis komplexer Zusammenhänge
in einer vernetzten Welt zeigt sich besonders
anschaulich in der Veränderung der Arbeitsverhältnisse. Nicht nur, dass ausbeuterische Arbeitsbedingungen in den Ländern des Globalen
Südens Teil einer weltweiten Wertschöpfungskette sind, die in den reichen Industrienationen
Bernadette
billigen Konsum auf Kosten anderer ermöglicht.
Goldberger //
Die Konsequenzen deregulierter Arbeitsmärkte
und prekärer Beschäftigungsverhältnisse sind
REFERENTIN FÜR
insbesondere in Zeiten der Krise auch hierzulanBILDUNGSARBEIT UND
ANWALTSCHAFT
de spürbar – in erster Linie für Frauen.
Das entwicklungspolitische Bildungsthema der
Aktion Familienfasttag 2013 lud daher unter dem Titel „Billig ist doch
zu teuer – Faire Arbeitsbedingungen für alle“ zu einer Auseinandersetzung mit dem Begriff der Arbeit im Lichte globaler Produktions- und
Konsumverschränkungen ein. Anhand zweier Projekte der Aktion
Familienfasttag in Indien und auf den Philippinen wurde gezeigt,
wie die Partnerorganisationen vor Ort ihre Stimme gegen unfaire
Arbeitsbedingungen erheben. Referentinnen der kfb gestalteten in
Frauen- und Pfarrgruppen aller Diözesen Informations- und Bildungsveranstaltungen.
Materialien
◆ Behelf zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene
◆ Bausteine für die Gestaltung von Gottesdiensten
SCHULUNG FÜR MULTIPLIKATORINNEN
Im Zuge des Multiplikatorinnenseminars kamen etwa 80 Frauen
der Katholischen Frauenbewegung aus ganz Österreich zusammen,
um sich auf das entwicklungspolitische Bildungsthema der Aktion
Familienfasttag vorzubereiten. Dieses sollte unter dem Titel „Billig
ist doch zu teuer – Faire Arbeitsbedingungen für alle“ die Inhalte des
Vorjahres weiterführen und vertiefen. In Impulsreferaten wurde das
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
PALANI SELVI //
Palani Selvi lebt mit ihrer Mutter und
ihrer Schwester im Dorf Ukkirankottai
im Bezirk Tirunelveli, ihr Vater starb
vor sieben Jahren. Ein lokaler Agent
überzeugte ihre Mutter davon, sie unter dem „Sumangali“-Scheme in eine
Spinnerei im weit entfernten Tamil
Nadu zu schicken.
Palani Selvi stimmte zu, weil sie der
Familie helfen wollte und um sich Geld
für ihre eigene Hochzeit zu verdienen.
Ihr wurde eine „Sumangali“-Pauschale
von 42.000 Rupien (€ 611) nach drei
Jahren versprochen. In der Spinnerei
musste sie jeden Tag 14 Stunden arbeiten – ohne freien Tag, ohne Freizeit,
ohne Urlaub, ohne Pause. Sie erhielt
keinerlei Sicherheitsbekleidung oder
-ausrüstung. Bald litt sie unter Atemnot. Als sie den Aufseher des Hostels informierte, bekam sie ein paar
Tabletten und musste unverzüglich
weiter arbeiten. Nach ein paar Tagen
hatte Palani Selvi wieder Atemprobleme. Ihre Mutter beschwerte sich beim
Management. Aber jegliche medizinische Behandlung wurde verweigert.
Schlussendlich holte die Mutter das
Mädchen heim ins Dorf.
Palani Selvis Gesundheitszustand
verschlimmerte sich immer mehr.
Das ständige Einatmen der Baumwollfasern hatte ihr Atemsystem stark
geschädigt. Letztendlich wurde eine
Operation nötig – die sich die Familie
eigentlich nicht leisten konnte.
Immer wieder forderte Palani Selvi
bei der Spinnerei ihren ausstehenden
Lohn und eine Entschädigung für die
Krankenhauskosten ein, aber sie wurde abgewiesen, sogar bedroht. Mit der
Unterstützung von Vaan Muhil hat sie
eine Klage beim Bezirksarbeitsgericht
von Coimbatore eingebracht – und
schließlich Recht bekommen.
09
MULTIPLIKATORINNENSEMINAR 2013 IN GRAZ:
WORKSHOP ZUR PRODUKTIONS- UND LIEFERKETTE IN
DER TEXTILINDUSTRIE – WER VERDIENT WIEVIEL AN
EINER JEANS?
MULTIPLIKATORINNENSEMINAR 2013 IN WIEN: ANWALTSCHAFTLICHE AKTIONSFORMEN
IN DER BILDUNGSARBEIT EINSETZEN
Thema theoretisch erarbeitet und anhand von Projekten der Aktion
Familienfasttag in Indien und Nicaragua sowie der Vorstellung von
Initiativen für faire Produktion konkret gemacht. In verschiedenen
Workshops wurden gemeinsam Voraussetzungen für menschenwürdige Arbeit und existenzsichernde Löhne sowie eigene Handlungsund Gestaltungsmöglichkeiten erarbeitet. Vielfältige Methoden- und
Aktionsvorschläge ermunterten die Teilnehmerinnen, das Thema in
ihrer Bildungsarbeit in Schulen und Pfarren kreativ weiterzutragen.
ZIELE //
Die entwicklungspolitische Bildungsarbeit der kfb will
• Engagement für Veränderung in
der Gesellschaft stärken
• Grundwissen über weltweite
Zusammenhänge im wirtschaftlichen und ökologischen Bereich
vermitteln
• Bereitschaft zur ideellen und
finanziellen Unterstützung von
Projekten fördern
• Bewusstsein für politische und
wirtschaftliche Ungerechtigkeiten
und gerechte Strukturen, insbe-
sondere die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Frauen und
Männern schaffen
• Sensibilität und Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen wecken
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
10
FRAUEN FÜR FRAUENANLIEGEN
Müttersterblichkeit, drohende Kürzungen der öffentlichen Gelder
für Entwicklungszusammenarbeit und Gewalt an Frauen – 2013
war ein Jahr mit vielfältigen Akzenten in der anwaltschaftlichen
Arbeit der Katholischen Frauenbewegung. Ihrem Selbstverständnis
als Anwältin benachteiligter Menschen folgend, erhebt auch hier
in Österreich die kfb ihre Stimme für die Anliegen der Frauen. Über
Kampagnen und Initiativen sowie in Vernetzung mit anderen Organisationen sollen die Themen von Menschen in den Ländern des
Südens an eine breite Öffentlichkeit gebracht werden.
TAGUNG GEGEN MÜTTERSTERBLICHKEIT
FOTO: KFB
BEISPIELE FÜR DAS ANWALTSCHAFTLICHE ENGAGEMENT DER AKTION FAMILIENFASTTAG
Bernadette
Goldberger //
REFERENTIN FÜR
BILDUNGSARBEIT UND
ANWALTSCHAFT
M
IR WURSCHT, WENN 5.000 FRAUEN BEI DER
GEBURT STERBEN?
Der anwaltschaftliche Herbst stand im Zeichen der bevorstehenden
­Nationalratswahlen. Um die neuen KandidatInnen schon im Wahlkampf für die Anliegen der Entwicklungszusammenarbeit zu sensibilisieren, wurde von der „Mir wurscht“-Kampagne des entwicklungspolitischen Dachverbands AG Globale Verantwortung die Aktion „Drei
Fragen an die KandidatInnen“ gestartet. Bei Wahlkampfauftritten und
Informationsveranstaltungen wurden die Abgeordneten in spe gezielt
auf ihre Position zu den Zielen der Entwicklungszusammenarbeit sowie
zur notwendigen Erhöhung und gesetzlichen Verankerung der Budget­
ausgaben für Entwicklungs- und Katastrophenhilfe befragt. Auch die
Katholische Frauenbewegung beteiligte sich als Mitgliedsorganisation
der Arbeitsgemeinschaft Globale Verantwortung an diesem Einsatz für
die Interessen der Ärmsten und konnte damit zumindest die geplanten
Kürzungen der EZA-Gelder für das Jahr 2014 verhindern! Bereits im
Herbst 2012 hatten kfb-Vertreterinnen aus den Diözesen in 31 persönlichen Gesprächen mit Nationalratsabgeordneten (von insgesamt 116
geführten Gesprächen aller Kampagnenorganisationen!) die Rücknah-
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
FOTO: KFB
Unter dem Motto „Wenn Kinder Kinder kriegen“ lud die Plattform
Mutternacht zu einer Tagung in die Diplomatische Akademie Wien.
Expertinnen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Frauengesundheit und Menschenrechte diskutierten die Problematik von
Teenagerschwangerschaften und ihre gesundheitlichen wie sozialen
Auswirkungen auf junge Mädchen weltweit. Komplikationen während
der Schwangerschaft oder der Geburt sind die Haupttodesursache bei
15- bis 19-jährigen Mädchen in den Ländern des Südens. Ihr Risiko,
während der Geburt oder der Schwangerschaft zu sterben, ist doppelt
so hoch wie bei über 20-jährigen Frauen. Die österreichische I­ nitiative
Mutternacht, die von der kfb und anderen Frauenorganisationen getragen wird, legte ihren Schwerpunkt 2013 daher auf das Thema Teenagerschwangerschaften.
TAGUNG „WENN KINDER KINDER KRIEGEN“
AUF DEM PODIUM: FAITH S. JERE (WORLD VISION
INTERNATIONAL), ADREA MACH (AMNESTY AUSTRIA),
BARBARA MAIER (ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT
FÜR FAMILIENPLANUNG), UMYMA EL JELEDE (FEM SÜD),
LAURA SCHOCH (BUNDESJUGENDVERTRETUNG) //
FOTO: KFB
11
FRAUENMINISTERIN GABRIELE HEINISCH-HOSEK
ERÖFFNET DIE TAGUNG DER PLATTFORM MUTTERNACHT //
me von Ausgabenkürzungen und eine Trendwende in der öffentlichen
Entwicklungszusammenarbeit gefordert und damit ihre Einsatzstärke
für die Anliegen der Benachteiligten bewiesen.
KLAPPE AUF! – RAPPEN GEGEN GEWALT
FRAUEN FORDERN EIGENE RÄUME BEIM
DIESJÄHRIGEN POETRY SLAM //
Gewalt an Frauen ist ein weltweites und doch vielfach unsichtbares
Phänomen. Die kfb nimmt sich in ihrer Anwaltschaftsarbeit seit vielen
Jahren dieses Themas an und ruft dazu auf, die Kultur des Schweigens
über Geschlechtergewalt zu brechen. Als Mitglied der Initiative „Klappe
auf“ – einer von verschiedenen frauenpolitisch aktiven Organisationen
getragenen Plattform, die sich für ein gewaltfreies Leben aller Frauen
weltweit stark macht – veranstaltete die kfb am 28. November 2013
bereits zum zweiten Mal einen Poetry Slam im Rahmen der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“
(25.11.–10.12.). In Anlehnung an einen Text von Virginia Woolf wurde
unter dem Motto „A Room of One’ s Own“ zum Slammen für Gewaltfreiheit und selbstbestimmte Räume, in denen Frauen ihr Potential
entfalten können, ins Wiener „Lokativ“ geladen. Sieben Frauen und
ein Mann präsentierten einem begeisterten Publikum selbstverfasste
Reime, die um Gewalt an Frauen in ihren verschiedensten Formen
kreisten, von sexueller Belästigung über psychische Gewalt bis hin zu
Vergewaltigung. 150 BesucherInnen sprachen den Sieg des Abends
per Saalvoting der Wortakrobatin Lina zu, die sich in ihrem Text „zehn
Zentimeter Abstand“ als Zeichen des Respekts wünschte. Die humorvoll-sarkastische Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema zeigte
Frauen als starke, unabhängige Persönlichkeiten, die Gewalterfahrungen ansprachen und dennoch der Festschreibung als Opfer nicht
entsprechen wollten.
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
12
DESTINATION DUBAI
DER ORF BERICHTET ÜBER ARBEITSMIGRATION PHILIPPINISCHER FRAUEN UND DIE FOLGEN
Spätestens am Flughafen in Manila fallen die Unmengen an Mitbringsel auf, die heimkehrende Filippinas und Filippinos von den
Gepäcksbändern heben. Es sind die Symbole des Kontakts der philippinischen ArbeitsmigrantInnen zu ihren Kindern und Familien.
Sie arbeiten z. B. als Krankenschwestern, Haushaltsangestellte,
Bauarbeiter im Ausland, vor allem um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen oder den Bau eines festen Hauses zu finanzieren. Auf Besuch kommen sie selten und wenn, dann mit großen
Geschenken im Gepäck. Ansonsten telefonieren sie höchstens
einmal im Monat.
FOTO: GODANY
Die ORF-Filmjournalistin Maria Katharina Moser besuchte die kfb-Partnerorganisation Mindanao Migrants Center for Empowering Action,
Inc. (MMCEAI) in Davao City, der Hauptstadt der
südphilippinischen Insel Mindanao. Für die Sendeleiste Orientierung (ORF 2, ORF III) portraitierte sie zwei Frauen, die unterschiedliche Erfahrungen im Ausland gemacht hatten, und die Tochter
Katharina
einer Arbeitsmigrantin: Jocelyn Gutierez arbeiteWegan //
te 18 Jahre lang in Dubai als Hausangestellte und
konnte mit ihrem Verdienst gerade einmal die
REFERENTIN FÜR
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Ausbildung von zwei ihrer fünf Kinder bezahlen.
Die drei anderen Kinder haben die Schule abgebrochen. Als die Schwiegermutter ihres Arbeitgebers sie anschwärzte, verlor sie ihre Arbeitserlaubnis. Um ihre Familie durchzubringen,
verkauft sie heute Süßspeisen am Straßenrand.
Faira denkt, wenn von Arbeitsmigration die Rede ist, an den Hass auf
ihre Mutter. Diese ist nach Abu Dhabi gegangen, als Faira acht Jahre
alt war. Ohne Abschied oder Erklärung. Das kränkte Faira. Als sie die
Schule abbrach, wurde eine Sozialarbeiterin des Mindano Migrants
Center auf das Mädchen aufmerksam. Das Mindanao Migrants Center organisierte ein Stipendium für Faira und lud sie zu Selbsterfahrungsworkshops ein. Schritt für Schritt lernte sie, für sich selbst zu
sprechen, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und sich auch für die Anliegen ihrer Jugendgruppe einzusetzen.
Dieser Filmbeitrag zeigt auf berührende Art und Weise die vielschichtigen Folgen der Arbeitsmigration. Er wurde am 24. Februar 2014 auf ORF
2 ausgestrahlt und auch auf diversen Veranstaltungen zugunsten der Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs gezeigt.
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
FOTO: ÖGB, MARTINA KONRAD
Anabel T. Buazon arbeitete als Krankenschwester in den USA. Sie verdiente mehr als Krankenschwestern in den Philippinen und fand bessere Arbeitsbedingungen als zuhause vor. Heute unterrichtet sie an
der Krankenschwesternschule in Davao und betrachtet kritisch die
Ausbildungspolitik der Philippinen, die in engem Zusammenhang mit
der Migrationspolitik steht.
DIE ÖGB-VIZEVORSITZENDEN NORBERT SCHNEDL
UND SABINE OBERHAUSER ÜBERGEBEN EINEN
SPENDENSCHECK VON € 2.500,– AN KFBÖVORSITZENDE BARBARA HAAS //
13
BUDGET-TALSOLE ERREICHT
Am 20. Februar 2014 lud die Katholische Frauenbewegung Österreichs gemeinsam mit dem Österreichischen
Gewerkschaftsbund zum Benefiz-Suppenessen zugunsten der Aktion Familienfasttag ein. Zum ersten Mal stellte der ÖGB sein Haus zur Verfügung, „um Gastgeber für
eine so wichtige Institution, die viele wichtige Projekte
unterstützt, zu sein“, sagte ÖGB-Präsident Erich Foglar
bei der Begrüßung. „Solidarität ist ein wichtiges Fundament unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens.“ Frauen arbeiten in vielen Ländern unter unwürdigen Bedingungen, für geringen Lohn und ohne Rechte.
„Das verbindet uns mit der Katholischen Frauenbewegung: dass sich Menschen gegen solche Zustände wehren, dass wir sagen: das ist Ausbeutung und Unrecht.
Dieses Unrecht trifft in unserer Gesellschaft nach wie vor
die Schwächsten, und das sind vielfach die Frauen. Wir
wollen mit dem Fastensuppenessen dazu beitragen, dass
die Projekte weiter arbeiten können, und dass es dadurch wieder ein Stück mehr Fairness auf der Welt gibt.“
NORIE SIALANA MIT DEN KFB-FRAUEN DER PFARRE PILLICHSDORF
(NÖ). NACH EINEM GOTTESDIENST ZUR AKTION FAMILIENFASTTAG
SUCHEN VIELE MENSCHEN DAS PERSÖNLICHE GESPRÄCH MIT UNSERER PROJEKTPARTNERIN AUS DEN PHILIPPINEN. „DURCH DIE BEGEGNUNG MIT NORIE VERSTEHEN WIR BESSER, WARUM UNSER EINSATZ FÜR DIE AKTION FAMILIENFASTTAG SO WICHTIG IST!“ //
FOTO: KFB GURK-KLAGENFURT
Während der Aktionszeit waren Inorisa Norie Sialana-Elenito, die Geschäftsführerin des Mindanao
Migrants Center, und Rizalind Tumanda, eine Sozialarbeiterin des Centers, unsere Gäste. Drei Wochen lang
fuhren sie durch ganz Österreich. Sie besuchten Schulen
und Frauen-Gruppen in den Pfarren. Sie sprachen bei
Benefiz-Veranstaltungen und Gottesdiensten über ihre
Arbeit und ihre Ziele. Der persönliche Kontakt mit unseren Projektpartnerinnen ist jedes Jahr ein Highlight für
unsere kfb-Frauen und die Gäste der Veranstaltungen
zugunsten der Aktion Familienfasttag.
FOTO: KFB PILICHSDORF
PARTNERINNEN AUS DEN PHILIPPINEN
ZU GAST
DIE KFB-FRAUEN IN KÄRNTEN TRAGEN DIE ANLIEGEN DER AKTION
FAMILIENFASTTAG DAHIN, WO VIELE MENSCHEN SIND: IM STADTPARK
CENTER SPITTAL ERZÄHLTE RIZALIND TUMANDA VON IHRER ARBEIT
IM MINDANAO MIGRANTS CENTER, ÜBER DIE SITUATION VON FRAUEN
IN DEN PHILIPPINEN UND DIE MÖGLICHKEITEN IN DER ZUKUNFT (NEBEN RIZALIND: LABG MARES ROSSMANN UND DECHANT ERNST WINDBICHLER) //
Für eine gerechtere Welt bedarf es jedoch nicht nur großen Engagements, sondern auch und vor allem eine
Aufstockung der staatlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit. Das betonten sowohl Kardinal Schönborn als auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. „Ich gehe davon aus, dass sie im kommenden
Budget auf keinen Fall kleiner sein werden, denn die
Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Talsohle in der Entwicklungszusammenarbeit nun erreicht ist
und dass es wieder nach oben gehen muss“, so Barbara
Prammer.
FOTO: KFB GURK-KLAGENFURT
Auch Kardinal Christoph Schönborn identifizierte sich mit
den Anliegen der Katholischen Frauenbewegung, die Solidarität und das Teilen lebendig zu halten. Er würdigte
darüber hinaus den Verdienst der basisorientierten Arbeit der kfb und ihre Stärke, von Basis zu Basis zu helfen.
BENEFIZ-SUPPENESSEN DER KFB DER DIÖZESE GURK-KLAGENFURT:
FRAUEN DER KFB PUSARNITZ BUKEN BROT UND TEILTEN MIT DEN
GÄSTEN //
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
HERTA PAMMER
FOTO: GODANY
14
EIN WEG ZU EHREN DER INITIATORIN DER AKTION FAMILIENFASTTAG
Katharina
Wegan //
REFERENTIN FÜR
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
FOTO: KFB-ARCHIV
„Um der Wahrheit Willen nie bequem“, beschrieb Kardinal Dr.
Franz König Herta Pammer, die langjährige Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Sie prägte die kirchliche
Frauenarbeit und Entwicklungszusammenarbeit gleichermaßen.
Denn in beiden Breichen war ihr die Besserstellung der Frauen ein
großes Anliegen.
Herta Pammer erlebte zwei Weltkriege, den Aufbau der ersten und der
zweiten Republik, den Ständestaat und den Nationalsozialismus. Schon
wenige Wochen nach Kriegsende beteiligte sie sich aktiv am Aufbau
eines aktiven Pfarrlebens in ihrer Heimatpfarre St. Othmar im dritten
Wiener Gemeindebezirk. Von kirchlicher Seite her wurde sie gebeten,
auch am Aufbau einer Katholischen Frauenbewegung mitzuarbeiten. Es
war nicht nur „Ehrensache“, in der Kirche aktiv mitzuarbeiten. Das Engagement in der Katholischen Frauenbewegung eröffnete ihr auch einen Raum, sich für ihre Anliegen einzusetzen: Den Weg zu Partizipation
und Gleichberechtigung der Frauen konnte nur über eine umfassende
Bildungsarbeit gehen. Die kfb richtete daher Arbeitskreise für ihre Interessengruppen ein, schuf spezielle Bildungseinrichtungen für Frauen
und bot den Führungskräften in den Diözesen geistige Impulse zu den
jährlich stattfindenden Sommerstudientagungen an.
Auf der Sommerstudienwoche 1957 beschäftigten sich die kfb-Frauen
mit dem Thema „Zwei Drittel der Welt hungern“. Angeregt hatte das
Thema die Weltunion der Katholischen Frauenorganisationen. In der
Auseinandersetzung mit dem Thema beschloss die kfb, die Aktion „Familienfasttag“ einzuführen. Die Frauen informierten umfassend über
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
ERÖFFNUNG DES HERTA PAMMER-WEGS AM 11.
JUNI 2013 IN DER SENSENGASSE 3 IM NEUNTEN
WIENER GEMEINDEBEZIRK AM HAUS DER ÖSTERREICHISCHEN FORSCHUNGSSTIFTUNG FÜR INTERNATIONALE ENTWICKLUNG. ZAHLREICHE GÄSTE AUS
KIRCHE UND POLITIK WÜRDIGTEN DIE ERSTE KFBÖVORSITZENDE UND GESTALTERIN DER FRAUEN- UND
ENTWICKLUNGSPOLITIK DER KIRCHE //
FOTO: JULIA MAETZL
15
ein in Österreich noch verhältnismäßig unbekanntes Thema und sammelten Spenden.
Es war in Europa die erste große kirchliche
Aktion gegen den Hunger in der Welt und
wurde mit Begeisterung aufgenommen: 2,8
Millionen Schilling kamen für Hilfsleistungen
in den so genannten Entwicklungsländern
zusammen.
KOREA 1962: DIE KFB FÖRDERTE ZU BEGINN DER AKTION
FAMILIENFASTTAG VOR ALLEM PROJEKTE IN KOREA
FOTO: KFB
Von Anfang an war es den Frauen ein Anliegen, die Menschen in den Wohlstandsländern umfassend zu informieren, sie zu Solidarität als Akt der christlichen Nächstenliebe
aufzurufen und Hilfe zur Selbsthilfe in den
Ländern des Globalen Südens zu leisten.
Herta Pammer verfolgte diese Ziele auch in
unterschiedlichen Gremien und Organisationen des entwicklungspolitischen, kirchlichen Netzwerks. Ihr wurden viele Ehrungen zuteil. Die Katholische Frauenbewegung
schreibt seit 1995 ihr zu Ehren den Herta
Pammer-Preis aus.
HERTA-PAMMER-PREIS 2014
Der Herta-Pammer-Preis ist mit 7.500,Euro dotiert und wird seit 2011 für herausragende Arbeiten in den Kategorien „Wissenschaft“ und „Medien“ vergeben. Beide
Jurys waren 2013 hochkarätig besetzt. In
der Kategorie Wissenschaft“ wählten neben Vertreterinnen der kfbö Petra Dannecker (Institut für Internationale Entwicklung der Uni Wien), Eva Kreisky (Institut für
Politikwissenschaft der Uni Wien), Karin
Küblböck und Karin Schönpflug (Institut für
Höhere Studien) die Preisträgerinnen aus.
Überzeugt hatten hier Gundi Dick mit ihrer
fundierten Dissertation zu sahrauischen
Frauen in den besetzten Gebieten unter
dem Titel „Für Selbstbestimmung kämpfen
wir gemeinsam“ und Barbara Gärber mit
ihrer Diplomarbeit zu den Landrechten von
Frauen in Uganda unter dem Titel „Caught
between Customary and State Law“.
KFB-VORSITZENDE BARBARA HAAS MIT DEN HERTA-PAMMER-PREISTRÄGERINNEN
2013: BARBARA GÄRTNER, PATRICIA OTUKA-KARNER, GUNDI DICK UND ELISABETH
PUTZ (V.L.N.R) //
In der Jury der Kategorie „Medien“ waren
u. a. Brigitte Handlos (ORF-Journalistin), Veronika Mauler (Radio-Journalistin und Herta-Pammer-Preisträgerin 2011), Maria K.
Moser (Filmjournalistin und feministische
Theologin) vertreten. Ausgezeichnet wurden Patricia Otuka-Karner für vier sehr diverse Print-Beiträge und Elisabeth Putz für
ihren außergewöhnlichen Hörfunkbeitrag
über die Folterung einer Kurdin.
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
16
NEPAL
GUATEMALA
INDIEN
NICARAGUA
EL SALVADOR
KOLUMBIEN
PHILIPPINEN
TANZANIA
CHILE
TEILEN MACHT STARK
4 0 TAG E FA S T E N Z E I T: F R A U E N S A M M E L N F Ü R F R A U E N
Tausende ehrenamtlich tätige Frauen sammeln während der Fastenzeit 80 % der Spendengelder der Aktion Familienfasttag. Höhepunkt ist der Familienfasttag, der 2. Freitag in der Fastenzeit. Am Sonntag danach bieten
kfb-Frauen nach dem Gottesdienst oder auf öffentlichen Plätzen Suppen gegen freiwillige Spenden an. Manche
kfb-Gruppen machen auch Haussammlungen. Im Gottesdienst sammeln die Pfarren für die Frauen-Projekte
der Aktion Familienfasttag.
Spenden zweckwidmen: 365 Tage
lang Hunger nach Gerechtigkeit
stillen: Immer mehr Menschen
wünschen sich, dass ihre FreundInnen und Bekannten an Stelle von
Geschenken, Kranzspenden oder
zu einem wichtigen Anlass für ein
bestimmtes Projekt spenden. Seit
Herbst 2012 können Spenden ausgewählten Projekten der Aktion Familienfasttag gewidmet werden – das ganze Jahr über.
Transparente Finanzgebarung: 2013 sind uns 2,16 Mio.
Euro überantwortet worden. Für die Großzügigkeit und
das Vertrauen ist die Katholische Frauenbewegung Österreichs sehr dankbar. Es ist uns wichtig, transparent,
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
verständlich und umfassend darzustellen, wie wir die Finanzmittel einsetzen. Die Aktion Familienfasttag steht
für verantwortungsvollen und Ressourcen schonenden
Umgang mit Spendengeldern.
Geringer Aufwand für Spendenwerbung: Die kfb ist
eine verlässliche Partnerin der Projektorganisationen
in Asien, Lateinamerika und Afrika. Das ist eine enorme
Verantwortung und erfordert eine solide Finanzierung
durch professionelle Spendenbeschaffung. Ohne Kosten
geht das nicht. Ein gutes Verhältnis zwischen Aufwendungen und erzielten Erträgen ist hier entscheidend. Darum achtet die kfb sehr genau darauf, dass höchstens
15 % der Spenden für Öffentlichkeitsarbeit und Spendenwerbung ausgegeben werden. In der Praxis der vergangenen Jahre waren es jedoch nie mehr als 14 %.
17
KONTROLLE //
KONTINENTE
STAATEN
Tansania
Chile/Sonstige
El Salvador
Guatemala
Nicaragua
Kolumbien
Indien
Philippinen
Nepal
Horizont 3000
Österreich
Afrika
Lateinamerika
Asien/Pazifik
Bildungsarbeit
Österreich
Horizont 3000
0
250.000
0
500.000
250.000 500.000 750.000
MITTELVERWENDUNG
Projektarbeit und -begleitung: Die Aktion Familienfasttag fördert über
100 Projekte in Asien, Lateinamerika und Afrika. Frauen erfahren in
Selbsthilfegruppen, dass auch sie Rechte haben: auf Bildung, Gesundheit, auf faire Arbeitsbedingungen und ein Leben ohne Gewalt. Sie lernen lesen und schreiben. Erhalten Wissen zu Körper und Hygiene. Erlangen Unabhängigkeit aus eigenem Einkommen. Gemeinsam setzen sie
sich für ihre Rechte ein.
Die Darstellung der Finanzgebarung entspricht den Verrechnungsrichtlinien der Koordinierungsstelle der Österreichischen
Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission (KOO). Sie
regeln verbindlich Rechnungslegung, internes Kontrollsystem,
Spendenwerbung und -verwendung. Gemeinsam mit den
Prüf-Kriterien des Spendengütesiegels stellen sie ein hohes Maß
an Qualität und Transparenz
sicher. Im Zentrum der Kontrolle
stehen die statuarische Verwendung der Spenden und eine
ausgewogene, nachhaltige und
Ressourcen schonende Finanzgebarung.
Erfahrene ReferentInnen begleiten sie dabei. Sie verfügen über wichtiges Know-how zu politischen und kulturellen Hintergründen in den
Projektländern und pflegen einen partnerschaftlichen Umgang auf Augenhöhe mit den ProjektpartnerInnen. Sie evaluieren Zielvorgaben der
Partnerorganisationen, unterstützen mit wichtigem Know-how und vernetzen ProjektpartnerInnen untereinander.
Inlandsarbeit: In Österreich selbst stehen entwicklungspolitische Bildung und Information im Zentrum des Engagements der kfb-Frauen. Sie
verstehen sich als Anwältinnen für eine gerechte Welt und treten aktiv
als wichtige Akteurinnen in zahlreichen Kampagnen auf.
Sonstiges
3%
Bildung
28%
Gesundheit
8%
Spenden an die Aktion Familienfasttag sind steuerlich absetzbar.
THEMENFELDER
Menschenrechte &
Zivilgesellschaft
37%
Seit über 10 Jahren prüfen unabhängige WirtschaftsprüferInnen
und VertreterInnen der Kammer
für Wirtschaftstreuhänder den
Finanzbericht der Aktion Familienfasttag. Auch 2013 erhielten
wir wieder das Spendengütesiegel. Sie können der ältesten
entwicklungspolitischen Fraueninitiative zu Recht vertrauen.
Gesicherte
Lebensgrundlagen
24%
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
18
PROJEKTARBEIT
Welche Projekte werden von der
Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung unterstützt? Wie werden die Projekte
ausgewählt? Wie wird kontrolliert? Hinter der Arbeit der Aktion
Familienfasttag steht die Arbeit
vieler Menschen – in Haupt- und
Ehrenamt.
Seit 1994 arbeitet die Katholische
Frauenbewegung gemeinsam mit
der Dreikönigsaktion, dem Hilfswerk
der Katholischen Jungschar Österreichs, in der „Arbeitsgemeinschaft
Projekte dka/kfb“. Die ProjektreferentInnen der ARGE Projekte spezialisieren sich auf geographische Regionen und betreuen dort die Projekte
beider Organisationen. Damit ist
größtmögliche Vernetzung, inhaltliche Abstimmung und effiziente Ressourcennutzung gewährleistet.
Die erfahrenen ProjektreferentInnen
überprüfen Projektanträge, stellen
Rückfragen und holen Gutachten
ein. Nach ausführlicher Diskussion
im Team werden die Anträge dem
Familienfasttagskomitee, einem Gremium mit Vertreterinnen der kfb aus
allen Diözesen, zur Diskussion und
zum Beschluss vorgelegt. Im Zuge
der Prüfung des Jahresabschlusses
erfolgt eine Vollprüfung, es werden
sämtliche Projektunterlagen inkl. Beschlüsse geprüft. Evaluierungen der
Projekte werden von Fachleuten vor
Ort bzw. im Rahmen von Projektbesuchen durch österreichische ExpertInnen durchgeführt.
ENTWICKLUNGSPOLITISCHE INLANDSARBEIT
ENTWICKLUNGSPOLITISCHE INLANDSARBEIT //
600.003-F11/00394 KF
TRIALOG – Entwicklungszusammenarbeit in
der erweiterten EU, Phase 5
600.003-F13/00174 KF
Bildungsprogramm des AAI Graz
40.000,00
600.003-F13/00175 KF
Bildungsprogramm des AAI Salzburg
40.000,00
600.003-F13/00176 KF
Bildungsprogramm des AAI Wien
40.000,00
600.003-F13/00177 KF
Welthaus Wien – Entwicklungspolitisches
Bildungsprogramm
600.003-F13/00346 KF
WEKEF Linz Bildungsprogramm 2013–2015
600.003-F13/00347 KF
FrauenFilmTage
500,00
600.003-F13/00348 KF
Radio „Women on Air“
300,00
600.003-F13/00349 KF
Geschlechtergerechtigkeit als Schritt
zu mehr Demokratie, Partizipation und
Verteilungsgerechtigkeit weltweit (WIDE)
1.350,00
600.003-F13/00350 KF
Entwicklungspolitische Bildungsarbeit für
den Weltgebetstages
5.000,00
600.003-F13/00352 KF
Plattform gegen kommerzielle und sexuelle
Ausbeutung von Kindern durch Prostitution,
Pornographie und Kinderhandel (ECPAT)
700,00
600.003-F13/00353 KF
Weiterentwicklung der Initiative Oikocredit in
Österreich
40,00
600.003-F13/00355 KF
Fairtrade
1.500,00
600.003-F14/00024 KF
„Mir wurscht“-Kampagne
5.000,00
600.003-F14/00025 KF
Mitgliedsbeitrag DKWE Salzburg
600.003-F14/00026 KF
Beitrag zur Clean Clothes Kampagne
2.000,00
600.003-F14/00055 KF
Bildungsarbeit Welthaus Klagenfurt
1.617,00
Summe Bildungsprojekte
3.480,00
7.000,00
15.000,00
600,00
164.087,00
BEITRÄGE AN DACHORGANISATIONEN //
600.003-F13/00351 KF
Beitrag zur Koordinierungsstelle (KOO)
8.948,78
600.003-F13/00356 KF
AG Globale Verantwortung
4.322,80
600.003-F11/00252 KF
Beitrag zur Koordinierungsstelle
SUMME Mitgliedsbeiträge
HORIZONT 3000 //
358,34
13.629,92
3 Projekte
600.004-F12/00214 KF
Programm für Personelle
Entwicklungszusammenarbeit
69.329,00
600.005-F13/00006 KF
Mitgliedsbeitrag für HORIZONT 3000
11.169,00
600.007-F13/00209 KF
kfb-Rahmen für HORIZONT 3000-Projekte in
Zentralamerika und Tansania
80.000,00
Etwa 10% der Projektmittel werden
in Projekte der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit investiert. Ziel
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
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17 Projekte
Summe Horizont 3000
160.498,00
SUMME INTERNATIONAL
338.214,92
19
SPENDENERGEBNIS 2013 //
Graz-Seckau Gurk-Klagenfurt
9%
8%
Salzburg
7%
St. Pölten
12%
Innsbruck
7%
Eisenstadt
5%
Feldkirch
Wien
2%
16%
Sonstige
2%
Linz
32%
dieser Projekte ist es, das Wissen
und die Sensibilität über die Situation von Menschen, insbesondere
von Frauen, in den Ländern des Südens zu stärken. Ziel ist es weiters,
eine Kultur der Solidarität zu entwickeln, aus der das Teilen mit benachteiligten Menschen zu einer Selbstverständlichkeit für eine gerechtere
Welt wird. Die Förderungen gehen
an Organisationen, die Bildungsarbeit und Kampagnen in Österreich
durchführen. Genauso wie bei den
Projekten in den Projektländern
müssen sich diese Organisationen
per Antrag bewerben, die Vorbereitung und Entscheidungsfindung
im Projektbüro und in den Gremien
läuft analog zu den Südprojekten im
Referat für Entwicklungspolitik der
Aktion Familienfasttag.
HORIZONT 3000
Die österreichische Regierung und
die Europäische Union stellen Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit bereit. Eine sich bewerbende
MITTELHERKUNFT //
Euro
Organisation muss dafür einen bestimmten Anteil an Eigenmitteln (ca.
10-15% der ausgeschriebenen Projektsumme) vorweisen können und
anschließend einen Bewerbungsprozess durchlaufen. 2001 war die
kfb Mitbegründerin der Organisation Horizont 3000, die sich auf die
Bewerbung um diese Gelder spezialisiert hat. Die Dreikönigsaktion,
die Katholische Männerbewegung
Österreichs, das Welthaus Graz, Bruder und Schwester in Not, das Referat der Erzdiözese Wien für Mission und Entwicklung und die Caritas
Österreich sind weitere Mitgliedsorganisationen. Horizont 3000 arbeitet in den Bereichen der Personalentsendung, Vorortbetreuung von
Projekten und Wissensmanagement
(Sammlung und Systematisierung
von Wissen aus der Projektarbeit).
Mit Hilfe der € 160.498,00, die die
Aktion Familienfasttag 2013 investiert hat, hat Horizont 3000 Projektgelder in einem Wert von insgesamt € 1.246.583,66 erfolgreich aus
ADA und EU-Mitteln lukriert. Davon
entfallen € 1.061.883,021 auf direkte Projektförderungen von EU und
OEZA (Österreichische Entwicklungszusammenarbeit) sowie private
FördergeberInnen (Stiftungen u. ä.)
und € 184.700,45 auf die Förderungen der OEZA für das Programm für
Personelle Entwicklungszusammenarbeit. Die von der Aktion Familienfasttag an Horizont 3000 gezahlten
Gelder wurden damit mehr als versiebenfacht.
MITTELVERWENDUNG //
Euro
Spendeneinnahmen aus eigenen Aktionen
2.125.347,78
Leistungen der Projektarbeit
1.907.420,24
davon Aktion Familienfasttag
2.112.221,78
davon Projektmittel
1.675.489,92
davon Projektservice, Verlassenschaften,
sonstige Sammelaktivitäten
Erträge Öffentliche Mittel
Sonstige Leistungs- und Nichtleistungserträge
davon Diverse, Sponsoring, Erträge Vorjahre, ...
Nichtleistungserträge
Auflösung von Rücklagen
Gesamtmittelherkunft
13.126,00
0,00
33.300,59
1.218,80
32.081,79
186.243,60
2.344.891,97
davon Projektvorbereitung, -durchführung und
-begleitung
Leistungen der Bildungs-, Anwaltschaftsund Informationsarbeit
134.326,55
97.603,77
Aufwendungen für Spendenwerbung,
SpenderInnenbetreuung
260.238,02
Verwaltungsaufwand
177.233,71
Dotierung von Rücklagen
0,00
Aufw. für statutarisch festgelegte Zwecke
2.344.891,97
Gesamtmittelverwendung
2.344.891,97
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
20
PROJEKTDATEN
Insgesamt 91 Projekte in Asien, Lateinamerika und Afrika wurden im Jahr 2013 gefördert. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller Projekte mit Titel und Projekt­
summen, geordnet nach Kontinenten. Mit * gekennzeichnete Projekte wurden in
Kooperation mit der Fastenaktion St. Pölten finanziert.
Projektnummer
Projekttitel
AFRIKA
154
Aufwand
3 Projekte
Tansania
154.000-F11/00422 KF* Förderung von Gendergerechtigkeit und Menschenrechten in Dodoma
und Singida
3 Projekte
9.000,00
154.000-F12/00189 KF
Förderung der Bildung von Mädchen durch Anwaltschaft und Lobbying
20.000,00
154.001-F12/00085 KF
Förderung von erneuerbaren Energien im Distrikt Arumeru
40.000,00
Summe Tansania
69.000,00
Summe Afrika
69.000,00
LATEINAMERIKA
25 Projekte
213
Chile
2 Projekte
213.000-F12/00219 KF
Ökumenische Bildungsarbeit zur Stärkung der chilenischen Zivilgesellschaft
4.000,00
213.021-F12/00252 KF
Präventionsarbeit und Traumbearbeitung im Bereich Gewalt gegen
Frauen
5.000,00
Summe Chile
9.000,00
214
Kolumbien
8 Projekte
214.000-F10/00261 KF
Das Radio als Kommunikationsmedium in der Hochebene Sabana de Bogotá
214.000-F12/00348 KF
Evaluierung und Strategieplanung für Regionalentwicklungsprogramm
5.000,00
214.000-F12/00371 KF
Projektbegleitung und Beratung für Projektpartner/innen in Kolumbien
2.425,00
17.300,00
214.012-F11/00112 KF* Stärkung von Prozessen zu Erarbeitung einer Friedenskultur
20.000,00
214.030-F12/00022 KF
Intervention gegen Gewalt an Frauen
20.000,00
214.038-F12/00098 KF
Unterstützung von Frauenorganisationen in ihrem Einsatz gegen Gewalt
an Frauen
15.000,00
214.038-F12/00317 KF
Programm zur Prävention von Gewalt an Frauen in Cajibío
5.000,00
214.038-F12/00347 KF
Frauennetzwerk: Anschaffung von technischen Geräten zur Produktion
von Radiosendungen
3.000,00
Summe Kolumbien
87.725,00
218
El Salvador
1 Projekt
218.000-F12/00282 KF
Komponente Agro-Ökologie in El Salvador im ADA-Rahmenprogramm
33.700,00
Summe El Salvador
33.700,00
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
21
219
Guatemala
219.000-F13/00139 KF
Fortbildung für Frauen im westlichen Hochland zur ökonomischen
Ermächtigung
219.000-F13/00310 KF
Stärkung der Bildung und Empowerment als Strategie gegen Rassimus
und Gewalt an Frauen
219.003-F12/00285 KF
Unterstützung für das Frauennetzwerk im Westen von Guatemala
16.100,00
Summe Guatemala
32.500,00
231
3 Projekte
Nicaragua
11.400,00
5.000,00
11 Projekte
231.000-F11/00139 KF* Stipendienprogramm
12.000,00
231.000-F12/00265 KF
Schul- und berufsbildende Ausbildung für Jugendliche in RAAN und
Ciudad Sandino
57.400,00
231.000-F12/00266 KF
Anerkennung u. Verteidigung der Rechte der Frauen in Kenntnis ihrer Vielfalt
46.800,00
231.000-F12/00290 KF
Genderbildungsprogramm für Multiplikator/innen
23.500,00
231.000-F13/00220 KF
Veranstaltungsreihe zur Feier des 25-jährigen Bestehens von CANTERA
4.000,00
231.002-F11/00063 KF
Bildung und ökonomisches Empowerment für bäuerliche Frauen im
Norden Nicaraguas
8.000,00
231.005-F10/00062 KF
Verteidigung der Kinder- & Jugendrechte in León. Umwidmung auf:
Stärkung persönlicher Fähigkeiten, Ausbildung & Vernetzung von
Mädchen & Frauen, die als Sexarbeiterinnen tätig sind
30.000,00
231.005-F10/00236 KF
Stipendienprogramm MIRIAM-Somotillo
10.000,00
231.006-F11/00070 KF
Unterstützung zur emotionalen Rehabilitation für Frauen, die sexuell
missbraucht wurden
15.000,00
231.006-F11/00444 KF
Frauenempowerment und Gewaltprävention
15.000,00
231.006-F13/00146 KF
Institutionelle Stärkung des Vereins Aguas Bravas Nicaragua
4.800,00
Summe Nicaragua
226.500,00
Summe Lateinamerika
389.425,00
ASIEN
63 Projekte
317
Indien
41 Projekte
317.000-F13/00062 KF
Kursstipendien für indische Studentinnen
5.000,00
317.000-F13/00165 KF
Konferenz & Publikation des Forums kathol. Theologinnen zum Thema:
„Befreiende Kraft – asiatisch feministische theologische Perspektiven“
4.600,00
317.021-F12/00125 KF* Entwicklungsprogramm für Frauen und Kinder im Erode Distrikt
11.500,00
317.025-F11/00364 KF
Frauen-Empowerment für Misings (ARDA)
10.200,00
317.029-F12/00225 KF* Schutzprogramm für Frauen und Kinder gegen Ausbeutung in der
Tabakerzeugung in 30 Dörfern in A.P.
17.000,00
317.035-F11/00097 KF* Soziale und wirtschaftliche Stärkung von Frauen in ländlichen Gebieten
13.800,00
317.035-F12/00178 KF
Ganzheitliches Entwicklungsprogr. für indigene Mädchen in East Singhbhum
317.035-F12/00203 KF
Sensibilisierungs- und Gesundheitsprogramm für Frauen und Kinder
14.200,00
317.035-F13/00221 KF
Ermächtigungsprogramm für das Landfrauenforum in Musabani Block
13.300,00
317.044-F12/00053 KF* Schutz von Frauen und Kindern vor Ausbeutung und Menschenhandel im
Adoni Mandal A.P.
7.800,00
8.900,00
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
22
317.053-F11/00154 KF* Alphabetisierungs-, Gesundheits-, Wasserwirtschafts- und
Rechtshilfeprogramm für Tribal- und Dalit-Frauen
14.300,00
317.053-F11/00308 KF
NGO-Netzwerkarbeit zur Förderung von Frauen durch Verbesserung der
Wassersituation als Empowerment-Instrument
24.300,00
317.056-F10/00146 KF
Integratives Entwicklungsprojekt für Dalits im Sherpur Panchayat 2. Phase
21.900,00
317.056-F11/00193 KF
Empowerment von Frauen in 50 Selbsthilfegruppen durch Maßnahmen
zur Verbesserung des Lebensunterhalts – Phase II
317.056-F13/00073 KF
Aufbau von Basisgruppen und Kooperativen im Nalanda Distrikt
317.056-F13/00112 KF
Reproduktive Gesundheit, politische Mitsprache und Bildung für Dalits
317.056-F13/00155 KF
Integratives Gemeindeermächtigungsprogramm
26.300,00
317.062-F13/00038 KF
Gesundheits- und Empowermentprogramm
15.000,00
317.067-F13/00086 KF
Integriertes Bildungsprogramm für Frauen und Kinder im Thiruvonam
Block
317.070-F11/00031 KF
Entwicklungsprogramm für Frauen in Jagdgemeinschaften –
Abschlussphase
13.000,00
317.084-F13/00034 KF
Organisation der indigenen Bevölkerung im Baraktal
14.000,00
317.098-F12/00123 KF
Entwicklungsprogramm für Frauen aus Dalit- und Indigenen
Gemeinschaften im Somala Mandal
11.000,00
317.098-F13/00085 KF
Ganzheitliches Entwicklungsprogramm für Dalit- und Tribalfrauen im
Ramachandrapuram Mandal
317.105-F11/00187 KF
Blockgrant für Basisorganisationen in 24 South Parganas – Fortsetzung III
16.000,00
317.105-F13/00013 KF
Stärkung von Frauen und Kindern gegen Ausbeutung
11.000,00
317.105-F13/00132 KF
Verbesserung der Lebenssituation durch Reduktion der Umwelt- und
Gesundheitsgefahren in den Sundarbans
12.600,00
317.112-F10/00383 KF
Gemeindeentwicklungsprogramm in 30 Dörfern in den Distrikten Saharsa
und Madhepura
13.200,00
317.112-F13/00156 KF
Gemeindeentwicklung durch Frauenempowerment, Bildung &
Einkommenschaffende Programme
13.100,00
317.113-F13/00164 KF
Rehabilitation vertriebener Indigener mit Fokus auf Frauenermächtigung
in Keihao, Manipur
17.700,00
317.134-F12/00070 KF
Bessere Lebensbedingungen durch Verbesserung der Landwirtschaft und
Zugang zu Ressourcen in 15 Dörfern im Ichak Block
13.000,00
317.134-F13/00103 KF
Verbesserung der Gesundheit und des Lebensunterhalts von indigenen
Frauen
12.000,00
317.138-F11/00219 KF* Integrales Gemeindeentwicklungsprogramm für vertriebene Menschen in
Tripura
9.900,00
20.000,00
6.800,00
7.000,00
6.000,00
20.700,00
317.138-F13/00116 KF
Frauen Empowerment durch Trainingsprogramme in der Diözese Agartala
11.500,00
317.142-F13/00081 KF
Frauenempowermentprogramm im Lauriya und Narkatiaganj Block
11.300,00
317.152-F10/00201 KF
Frauen Empowerment durch Selbsthilfegruppen in 25 Dörfern in Uppar
Subansiri Dirstrikt 2. Phase
20.800,00
317.500-F12/00020 KF
Projektbegleitung und Capacity Building der Projektpartner/innen in
Südindien
8.200,00
317.600-F11/00155 KF
Anwaltschaft zu Arbeitsbedingungen von Jungen Frauen in der
Textilindustrie – Sumangalis
3.200,00
317.600-F13/00118 KF
Anwaltschaft zu Arbeitsbedingungen von jungen Frauen in der
Textilindustrie – Sumangalis
11.800,00
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
23
317.600-F13/00212 KF
Studie zu Arbeitssituationen von Frauen in Tamil Nadu
5.000,00
317.900-F11/00145 KF
Gendergerechtigkeit durch Frauenermächtigung in Nordostindien
317.900-F12/00017 KF
Projektbegleitung und Capacity Building für Projektpartner/innen in
Nordostindien
Summe Indien
16.600,00
6.200,00
519.700,00
329
Philippinen
16 Projekte
329.000-F11/00020 KF
Ausbildung von Sozial- und EntwicklungsarbeiterInnen am ASI (2011–2014)
15.400,00
329.000-F11/00084 KF
Integration von Genderperspektiven und feministischer Ökonomie in der
Arbeit der Freedom from Debt Coalition
14.000,00
329.014-F11/00438 KF
Schutzprogramm für Gewaltopfer
17.900,00
329.015-F09/00237 KF
Integriertes ländliches Entwicklungsprojekt für Indigene (G10–217)
2.000,00
329.015-F10/00038 KF
Projektbegleitung Mindanao
7.000,00
329.015-F11/00042 KF
Rechtliche Unterstützung und Bewusstseinsbildung von
Arbeitsmigrantinnen und deren Kinder – Phase II
20.800,00
329.015-F12/00335 KF
Gesundheitsprogramm in Davao del Norte
30.000,00
329.019-F11/00329 KF* Fraueninitiative für ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung
10.000,00
329.019-F12/00260 KF
Stipendienprogramm für Kinder von KUMARE-Mitgliedern
9.100,00
329.029-F10/00053 KF
Projektbegleitung Luzon und Visayas
1.200,00
329.029-F12/00355 KF
Programm zur Krisenbewältigung von misshandelten Straßenmädchen
12.000,00
329.060-F11/00050 KF
Gender- und Umweltsensibles ländliches Entwicklungsprogramm –
Phase II
42.550,00
329.080-F09/00009 KF
Weberei- und Landwirtschaftsprogramm für Frauen
13.500,00
329.084-F11/00170 KF* Kapazitätenbildung von Frauen im informellen Sektor
24.500,00
329.084-F12/00094 KF
Gemeindebasiertes Entwicklungsprogramm mit Schwerpunkt Gesundheit
12.500,00
329.084-F13/00114 KF
Gemeindebasiertes Entwicklungsprogramm mit Schwerpunkt Gesundheit
15.000,00
Summe Philippinen
247.450,00
338
Nepal
6 Projekte
338.000-F10/00300 KF
Trainingsprogramme am Social Work Institute
41.000,00
338.000-F12/00060 KF* Entwicklungsprogramm für Frauen u. Kooperativenbildung im Kailali
Distrikt
20.000,00
338.000-F13/00263 KF
Verbesserung von reproduktiver Gesundheit und Ernährung für Frauen
im Dolakha Distrikt
18.500,00
338.001-F11/00191 KF
Krisenzentrum und Ausbildung für junge Frauen
17.900,00
338.001-F12/00042 KF
Programm zur Prävention und Bekämpfung von sexueller Ausbeutung
von Mädchen und Frauen
13.000,00
338.001-F13/00197 KF
Voice of Raksha – Radioprogramm
1.300,00
Summe Nepal
111.700,00
Summe Asien
878.850,00
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
24
GEMEINSAM SIND WIR STARK
PARTNER/INNEN DER KFB ÖSTERREICHS IM RAHMEN DER AKTION FAMILIENFASTTAG
Kooperation und Vernetzung sind in der entwicklungspolitischen Arbeit
von entscheidender Bedeutung. Daher koordinieren wir unsere Arbeit in
Österreich sowie in unseren Partnerländern mit anderen Organisationen
und Netzwerken. Austausch ist uns wichtig und gemeinsame Weiterentwicklung in nationalen und internationalen strategischen Fragen
für uns selbstverständlich. Unsere wichtigsten österreichischen KooperationspartnerInnen, mit denen uns eine langjährige Zusammenarbeit
und strategische Partnerschaft verbindet, sind die Dreikönigsaktion der
Katholischen Jungschar und HORIZONT 3000.
DACHORGANISATIONEN
KOO
Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Internationale Entwicklung und Mission.
Fördert gemeinsame Aktivitäten der
kirchlichen Entwicklungsorganisationen und Orden und vertritt die Anliegen von Mission und Entwicklungszusammenarbeit nach außen.
OIKOCREDIT
Mai 2013) österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die in den
Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, entwicklungspolitische Inlandsarbeit, Humanitäre Hilfe sowie
nachhaltige globale wirtschaftliche,
soziale und ökologische Entwicklung
tätig sind.
Ethische Geldanlagen erfreuen sich
immer größerer Nachfrage. Oikocredit (ehemals EDCS) bietet als ökumenische Entwicklungsbank alternative Geldanlageformen an. Auch
die kfbö stellt durch eine Beteiligung
einen Teil ihrer Gelder auf diese Art
für Kredite für Entwicklung zur Verfügung.
j www.globaleverantwortung.org
j www.oikocredit.org
PARTNERORGANISATIONEN
KOOPERATIONEN
HORIZONT 3000
FASTENAKTION ST. PÖLTEN
j www.koo.at
GLOBALE VERANTWORTUNG
Die Dachorganisation Globale Verantwortung – Arbeitsgemeinschaft
für Entwicklung und Humanitäre Hilfe vertritt national und international
die Interessen von derzeit 41 (Stand
Österreichische Organisation für
Entwicklungszusammenarbeit ist
spezialisiert auf die Begleitung und
Durchführung von Programmen
und Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und auf die Durchführung von Personaleinsätzen.
Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying
ergänzen diese beiden Kernbereiche. Die kfbö ist neben anderen Organisationen Eigentümerin von Horizont3000.
1963 wurde die Fastenaktion von Bischof Franz Zak gegründet, um pastorale und soziale Projekte in aller Welt
zu unterstützen. Für die damals bereits bestehende Aktion Familienfasttag werden seit 1963 Spenden im
Rahmen der Fastenaktion gesammelt.
j www.horizont3000.at
j fastenaktion.kirche.at
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
FOTO: KFB
25
FASTENAKTION EISENSTADT
Auch in der Diözese Eisenstadt wird
für die Aktion Familienfasttag im
Rahmen der diözesanen Fastenaktion gesammelt.
eine gezielte Politik des Empowerments von Frauen für Frauen. WIDE
schafft Bewusstsein für eine frauenrelevante Entwicklungspolitik durch
Gender-Seminare, Publikationen
und Veranstaltungen.
j www.oneworld.at/wide
BILDUNGSARBEIT IN
ÖSTERREICH
FAIR TRADE
WIDE
Women in Development Europe. Ziel
von WIDE ist einerseits ein Sichtbarmachen von Frauenrealitäten in der
breiten Öffentlichkeit, andererseits
Der Verein zur
Förderung des
fairen Handels
mit Ländern des
Südens vermarktet unter
dem Begriff
FAIRTRADEProdukte aus diesen Regionen.
FRAUENSOLIDARITÄT
Der Verein Frauensolidarität ist seit
1982 aktiv und informiert mit
Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
zu Frauen in Afrika, Asien und
Lateinamerika und zum Nord-SüdVerhältnis aus feministischer Sicht.
Die Organisation trägt mit ihrer
Arbeit zur Durchsetzung von
Frauenrechten bei und arbeitet
zurzeit besonders aktiv zum Thema
Frauen und Globalisierung.
j www.frauensolidaritaet.org
j www.fairtrade.at
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
26
LEITUNGS- UND
ENTSCHEIDUNGSGREMIEN
GREMIEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER AKTION FAMILIENFASTTAG
Die Aktion Familienfasttag ist die entwicklungspolitische Initiative der
Katholischen Frauenbewegung Österreichs und stellt einen wichtigen
Teil der Arbeit der kfb dar – von der Pfarrebene über die Diözesen bis
zur Bundesstelle. Die Aktion ist in die Strukturen der kfb eingebunden. Um diese umfangreichen Aufgabenstellungen zu bewältigen,
wurden spezifische Einrichtungen bzw. Gremien geschaffen.
FAMILIENFASTTAGSKOMITEE
Dreimal pro Jahr tritt das Familienfasttagskomitee (FFK) zusammen.
Es ist ein Entscheidungsgremium der Aktion Familienfasttag. Ihm gehören zwei Mitglieder der Geschäftsführung der kfbö, die Diözesanvertreterinnen sowie die ReferentInnen der kfbö an. Bei Bedarf werden Expertinnen in beratender Funktion hinzugezogen.
GESCHÄFTSFÜHRUNG
Sie ist das Exekutivorgan der kfbö und besteht aus der Vorsitzenden
und zwei Stellvertreterinnen der kfbö, der spirituellen Begleiterin,
dem geistlichen Assistenten, der Generalsekretärin sowie kooptierten Mitgliedern.
VOLLVERSAMMLUNG DER KFBÖ
Sie ist das oberste beschlussfassende Gremium der kfbö. Im Bereich
der Aktion Familienfasttag sind ihr Entscheidungen über die Grundsätze und die Schwerpunktsetzungen sowie die Beschlussfassung
über die Finanzgebarung vorbehalten. Sie setzt sich aus VertreterInnen der einzelnen diözesanen katholischen Frauenbewegungen,
den Mitgliedern der Geschäftsführung und kooptierten Mitgliedern
zusammen. Die Diözesen sind über die genannten Gremien in die
Entscheidungen über die Projektmittel eingebunden. Eine diözesane
Vergabe von Projektmitteln ist nicht möglich.
REFERAT ENTWICKLUNGSPOLITIK/AKTION FAMILIENFASTTAG
Die unmittelbare Zuständigkeit für Organisation und Durchführung
der Aktion Familienfasttag, die österreichische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und Anwaltschaft liegen beim Referat Entwicklungspolitik – Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung
Österreichs. Diese Aufgaben werden von hauptamtlichen, inhaltlich
kompetenten Referentinnen bzw. Angestellten wahrgenommen.
ARGE PROJEKTE DKA/KFBÖ
Die Projektbearbeitung wird in einem gemeinsamen Projektreferat
mit der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Österreichs, der
sogenannten ARGE Projekte DKA/kfbö durchgeführt.
Leitung: Mag. Erwin Eder + Dr.in Anja Appel/Dorothea Patzl; Bereichsleitung Projekte: Mag.a Katharina Jochum.
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
WWW.TEILEN.AT
GEWÄHLTE EHRENAMTLICHE
VERANTWORTLICHE
Vorsitzende: Ing.in Dipl.-Päd.in Barbara Haas
Bakk. theol.
Stellvertretende Vorsitzende 2013: Veronika
Pernsteiner, M.A., Anna Rosenberger
Kooptiertes Mitglied der Geschäftsführung,
zuständig für die Aktion Familienfasttag:
Mag.a Ruth Ankerl
Generalsekretärin: Dr.in Anja Appel (bis August 2013), Dorothea Patzl (Karenzvertretung
ab August 2013)
REFERAT FÜR ENTWICKLUNGSPOLITIK
Generalsekretärin: Dr.in Anja Appel/Dorothea
Patzl
Mag.a Eva Dürr (Anwaltschaft)/MMag.a Bernadette Goldberger (ab Dezember 2013)
Mag.a Martina Goldenberg (Finanzen)
Mag.a Milena Müller, MA (Bildung)
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und
Fundraising: Dr.in Katharina Wegan
Pressereferentin: Mag.a Sandra Jetzinger (bis
August 2013), Mag.a Elisabeth Ohnemus (ab
Oktober 2013)
Sekretariat: Sandra Šmierciak, Roswitha Burger
PROJEKTREFERENTINNEN
ARGE PROJEKTE DKA/KFBÖ
Bereichsleitung: Mag.a Katharina Jochum
Asien: Dr.in Eva Wallensteiner, Andrea Kadensky, Mag.a Marlies Felfernig, Philipp Bück,
MSSc., Mag.a Clara Handler
Lateinamerika: Mag.a Irene Vögel, Mag.a Roswitha Just, DI Clemens Koblbauer, Matthias
Fichtenbauer
Afrika: Mag.a Sandra Feichtner
PROJEKTBEARBEITUNG
Projekteingang: Referat Entwicklungs­politik –
Aktion Familienfasttag
Registrierung: ARGE Projekte
Projektbearbeitung: ReferentInnen der ARGE
Projekte
Projektbeurteilung: Gutachten ortsansässiger
ExpertInnen
Projektbesprechung: ProjektreferentInnen,
ReferentInnen der kfbö, Familienfasttagskomitee
Entscheidung Geldvergabe: Familienfasttagskomitee
Projektdurchführung: Finanzierung durch
kfbö/Aktion Familienfasttag, ­Bestätigung des
Gelderhaltes durch PartnerInnen, Projekt­
bericht von PartnerInnen
27
ADRESSEN
KATHOLISCHE FRAUENBEWEGUNG
ÖSTERREICHS
Spiegelgasse 3/II, 1010 Wien
Tel.: 01/51 552-3695, Fax: -3764
j www.kfb.at
j www.teilen.at
ARGE Projekte DKA/kfbö
Willhelminenstraße 91/2f, 1160 Wien
Tel.: 01/4810991, Fax: 01/4815488
DIÖZESANSTELLEN DER KFB
KFB EISENSTADT
St.-Rochus-Straße 21, 7000 Eisenstadt
Tel.: 02682/777-290, Fax: -294
j www.martinus.at
KFB FELDKIRCH
Bahnhofstraße 13, 6800 Feldkirch
Tel.: 05522/3485-212, Fax: -5
www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/kfb
KFB GRAZ-SECKAU
Bischofplatz 4, 8010 Graz
Tel.: 0316/8041-257, Fax: -370
j www.kfb.graz-seckau.at
KFB INNSBRUCK
Riedgasse 9, 6020 Innsbruck
Tel.: 0512/2230-4323, Fax: -4399
j www.dibk.at/kfb
KFB KLAGENFURT
Tarviser Straße 30, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/5877-2431, Fax: -2399
j www.kath-kirche-kaernten.at/kfb
KATOLI˘SKO ˘ZENSKO GIBANJE
Viktringer Ring 26, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/54587-3430, Fax: -3109
j www.katoliska-akcija.at
KFB LINZ
Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz
Tel.: 0732/7610-3441, Fax: -3779
j www.dioezese-linz.at/kfb
KFB SALZBURG
Kapitelplatz 6, 5020 Salzburg
Tel.: 0662/8047-7530, Fax: -7539
j www.kirchen.net/kfb
KFB ST. PÖLTEN – PASTORALE DIENSTE
Klostergasse 15, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/324-3373, Fax: -3372
j kfb.dsp.at
KFB WIEN
Stephansplatz 6/540, 1010 Wien
Tel.: 01/51552-33 45, Fax: -2731
j wien.kfb.at
j www.frauenbewegung-wien.at
WAS TEILEN BEWIRKT
AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
WIR DANKEN ALLEN SPONSOR/INNEN DER AKTION FAMILIENFASTTAG 2013
WIR DANKEN FÜR MEDIALE UNTERSTÜTZUNG
IMPRESSUM
Herausgeberin: Katholische Frauenbewegung Österreichs/Referat Entwicklungspolitik – Aktion Familienfasttag
Redaktion: Mag.a Bernadette Goldberger, Mag.a Martina Goldenberg, Mag.a Daniela Klocker, Dr.in Katharina Wegan
Für den Inhalt verantwortlich: Mag.a Martina Goldenberg
Kontakt: Spiegelgasse 3/II, 1010 Wien, Tel: 01/51552-3697
Grafische Gestaltung, Layout, Satz: creativbox.at
Druck: Gugler GmbH, Melk · www.gugler.at
Nachhaltig und umweltschonend produziert nach den Richtlinien
des EU-Ecolabel und des Österreichischen Umweltzeichens.
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Seele and Geist
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