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)) Was ist eigentlich OriginalmusikT K

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I utrirure
)) Was ist
eigentlich OriginalmusikT
K
Eine Reaktion auf Stefan Hippes Editorial ,,Beleben Sie unsere Szene mit neuen Werken,,
komponiert sozusagen altdeutsch, wo man
sich erst hineinhören muss, der dritte
schreibt amtsdeutsch, was sicherlich die
schwierigste Sprache ist und oft genug so
wenig nachvollziehbar ist wie die Gedankengänge und Außerungen unserer Politiker.
Wer jedoch das Volk erreichen will, wird
sich in aller Regel mundartlich ausdrücken.
Aber auch das kann ernst, komödiantisch,
einfach oder kompliziert sein, meistens ist es
aber verständlich.
iedenfalls steht für mich fest, dass die
Zuhörer vieler Orchester gern erreicht werden möchten. Deshalb werden in vielen Vereinen auch eher die mundartlichen Stücke
aufgelegt.
Kalle Löbel.
Seit Jahren oder wohl eher noch Jahrzehnten, in denen ich im Akkordeonbereich
aktiv bin, gibt es schelnbar seitens der DHVFührung einige Ansichten, die ich zum Teil
nicht nur unverständlich, sondern zuweilen
sogar herabwürdigend finde. Das Eingangswort von Stefan Hippe in der Hl-Ausgabe
5/2011 stimmte mich jedoch so bedenklich,
dass ich nunmehr öffentlich Kritik äußern
muss.
Da äußert sich ein (übrigens auch von
mir) hoch angesehener Komponist und Dirigent des Bundes-Akkordeon-Orchesters kritisch über die Entwicklung der präsentierten
Musikrichtungen in vielen Orchestern unseres Verbandes. Das gibt natürlich erstmal
zu denken... Viel mehr gibt mir aber die Begründung seiner Einschätzung zu denken.
Da wird davon gesprochen, dass bei vielen
Orchestern immer mehr die Originalmusik in
den Hintergrund tritt und von - so hört es
sich für mich an - ,,minderwertigen" Bearbeitungen verdrängt wird. Es wird der Mut
gefordert, auch mal ,,schräge" Klänge und
Harmonien zu präsentieren.
An dieser Stelle frage ich mich jedoch:
Was ist eigentlich Originalmusik, wenn sich
derart über zu wenig neue Werke dieser
Richtung beklagt wird? Mir sind im Akkordeonbereich mehrere Komponisten bekannt,
die jedes Jahr mehrere Originaltitel schreiben. Die fallen aber offenbar durch das Raster unseres BAO-Dirigenten.
Für mich bedeutet Originalmusik grundsätzlich ein Stück Musik, das primär für unseren Klangkörper Akkordeon-Orchester
geschrieben ist, eben original, egal ob klassisch, populär, sakral oder in anderer Form
typisiert. Dem einen liegt es dabei mehr, seine Gedanken mundartlich auszudrücken, so
dass es der Hörer direkt versteht, der nächste
los hohen Leistungsniveaus, eine beispielsHa uptstufen-U-Musik-Bea rbeitu ng,
am besten noch eine Jazzkomposition, groovig und glaubhaft aufzuführen (man möge
mir diese deutliche Sprache verzeihenl).
welse
Zum Abschluss möchte ich ein Zitat eines
guten musikalischen Freundes und Arrangeurs anführen, das für sich selbst spricht:
,,Wenn mir einer sagt: ,Das kannst Du so nicht
schreiben, das macht man so nicht', dann
antworte ich immer: ,Wer hat denn immer
einen vollen Saal?"'
Euer Drummerkalle
,,Beleben Sie unsere Szene mit neuen
Werken." Diesen Appell richtete Stefan
Diese,,verständlichen" Werke neuerer
Hippe, Bundesdirigent des Deutschen
Originalmusik scheinen aber leider seitens
Herrn Hippe nicht anerkannt zu werden.
Woran liegt das: Sind sie nicht lang, experimentell oder einfach nicht ,,schräg" genug?
Was ist denn schräg? Zwölftonmusik? Ganz
sicher; funktioniert aber nicht, weil sie die
Breite der Zuhörerschaft nicht erreicht. Für
viele Spieler und Hörer sind bereits Harmonien, die in vielen neueren Popular-Originalmusiken vorkommen, schräg, weil sie die tonalen Reibungen vom üblichen Hörerlebnis
her nicht gewohnt sind. Trotzdem vermag
diese Musik zu begeistern, weil sie verstanden wird. Das bedeutet für mich, dass sie
wohl kaum weniger gut sein kann als ein
hochexperimentelles Werk, bei dem ein erheblicher Teil der Zuhörer vieler Orchester
nach kurzer Zeit abschalten würde, weil sie
die Musik nicht erreicht.
Und an dieser Stelle möchte ich einmal
deutlich sagen, dass ich es sehr unfair finde,
dass die Arbeit dieser - mitunter jungen Komponisten so geringschätzend gewürdigt
wird!
Vielleicht ist es einigen entgangen, dass
es auch viele Vereine gibt, die eben nicht nur
von einem Jahreskonzert und für das Festival in lnnsbruck leben, sondern von mitunter
Harmonika-Verbandes (DHV), in einem
Editorial an die Leserinnen und Leser der
HARMONIKA INTERNATIONAL. Seine Ge-
danken führten zu vielen, mitunter sehr
kontrovers geführten Diskussionen in
der Akkordeon-Szene. Kritische Anmerkungen fand Kalle Löbel, Schlagzeuger
in der Landes-Akkordeon-Bigband Hessen, dessen Meinungsäußerung wir hier
abdrucken. Es darf weiter diskutiert wer-
den...
I lJrrAllA
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Swinonummer von Heö Aloeil &'liiuana Brass
Bud Coleman/An : Jürgen Schmieder, Grad: mittel
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GAROL OF THE BELLS
Konzertstück I David Foster
/An:
Hans-Günther Kölz
TERCY. TERGY. TERGY üFIJ!
Jaz-Rock-Standard von Joe Zawinul rt'-
An: Wolfgang Ruß, Grad:
UIEO: mlllel
mittel
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(lnnsbruck-tioIt illu'
a'udr für Ensemble I Gräd:'sdrwer
zahlreichen Auftritten bei Straßenfesten,
Kurkonzerten usw. und einfach das lnstrument Akkordeon einer breiten öffentlichkeit
präsentieren und es neu beleben wollen. Für
diese,,einfachen" Auftritte sind lange, experimentelle Werke leider schlicht ungeeignet.
Auch für Wertungsspiele wie lnnsbruck
würde ich mir sehr wünschen, dass endlich
einmal davon abgerückt wird, Originalmusik
grundsätzlich höher anzurechnen als Bear-
beitungen popularmusikalischer
Musik.
Denn es ist nicht einfacher, eine popularmusikalische Bearbeitung so darzubieten, dass
sie groovt und mitreißt als eine experimen-
telle Originalkomposition ansprechend zu
präsentieren. Das ist leider immer wieder
deutlich daran zu erkennen, dass genügend
Höchststufenorchester nicht oder nur unzureichend in der Lage sind, trotz ihres zweifel-
,
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5 Komoositionen für
Melodieinsbument
in C. Bb. oder Eb
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Seele and Geist
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