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Alles gestohlen, was gefiel Wird Osterfeuer zu Staub?

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18 | STEIERMARK
KLEINE ZEITUNG
MITTWOCH, 4. APRIL 2012
Alles gestohlen, was gefiel
„
Pensionist (64) richtete seine Wohnung mit Diebesgut ein: Anzeige.
RAINER BRINSKELLE
ehr als 100 Diebstähle soll
ein Pensionist aus dem Bezirk Radkersburg seit April
vorigen Jahres begangen haben.
Auf die Schliche kam die Polizei
dem 64-Jährigen aber wegen eines Delikts, das er gar nicht begangen hat. Er stand nämlich im
Verdacht, ein Fahrrad gestohlen
zu haben. Tatsächlich sieht sein
Drahtesel einem kürzlich gestohlenen Rad nur sehr ähnlich.
„Als wir in der Wohnung des
Mannes waren, haben wir Vogelhäuschen entdeckt, die erst kurz
zuvor als gestohlen gemeldet
worden sind“, sagt Günter Kern
von der Polizeiinspektion Bad
Radkersburg, der mit seinem
Kollegen Peter Leber den Fall
M
Wenn er etwas
gesehen hat, was
ihm gefallen hat,
hat er den Drang
verspürt, es mit
nach Hause zu
nehmen.
“
Günter Kern
Polizei Bad Radkersburg
aufdecken konnte. In der Garage
des Südsteirers entdeckten die
Beamten schließlich unter anderem Türkränze, geflochtene Rentiere, Porzellan, Gartenmöbel sowie ein Ledersofa. Das hatte der
64-Jährige einfach aus dem Foyer
eines nur rund 300 Meter von seiner Wohnung entfernten Hotels
entwendet und nach Hause getragen. Zugeschlagen hat der alleinstehende Pensionist bei allem, das ihm gefiel. Er habe einfach den Drang verspürt, die Dinge mit nach Hause zu nehmen,
sagte er zur Polizei. Der Wert der
Beute beträgt rund 5000 Euro,
der Südsteirer wurde angezeigt.
In Haft befinden sich hingegen
drei beschäftigungslose Mürztaler. Die 19-Jährigen sollen seit
Jänner mehrere Einbrüche in
Liftanlagen, Tankstellen und Firmen in der Ober- und der Oststeiermark sowie in Vorarlberg begangen haben. Dabei stahlen sie
das Bargeld aus den Tresoren sowie Zigaretten und Fernseher im
Gesamtwert von 36.000 Euro.
Der Sachschaden beläuft sich
laut Polizei auf rund 34.000 Euro.
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Dürsten nach Gott
Illegale Käfig-Eier
in Produkten
Pflicht-Kennzeichnung
für Ei-Produkte gefordert.
BEZIRK WEIZ
MITTWOCH, 4. APRIL 2012, SEITE 19
KOMMENTAR
SONJA BERGER
JACKPOT
Freudenfeuer
GRAZ. Obwohl Legebatterien in
der EU seit 1. Jänner 2012 verboten sind (Österreich ist bereits
2009 ausgestiegen), halten noch
immer 13 EU-Länder die Legehennen in Käfigen. „Diese illegalen Käfig-Eier landen dann
häufig in Ei-Produkten wie Kuchen, Back- und Teigwaren sowie in der Gastronomie“, kritisiert Landwirtschaftskammerpräsident
Gerhard
Wlodkowski. Das führe zu Wettbewerbsverzerrungen für heimische Bauern, deren Umstieg in
die Alternativhaltung steinig
war und die rund 60 Millionen
Euro investiert haben. Wlodkowski appelliert an die Steirer,
auf diese versteckten Käfig-Eier
zu achten und Ei-Produkte heimischer Herkunft vorzuziehen.
Premiere. Seit 2010 gibt es das Mittwoch-Theater im
Gasthof Bauernhofer auf der Brandlucken. Zwei
Stücke hat Sigmut Wratschgo diesmal für das Kellertheater bearbeitet und mit den Laiendarstellern
einstudiert. Zur Vorpremiere von „Jackpot“ konnte
Obmann Friedrich Bauernhofer zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Heute um 20 Uhr geht es im GastSEMBACHER
hof Bauernhofer weiter.
Wird Osterfeuer zu Staub?
Feinstaubwerte besser als 2011, trotzdem sind Osterfeuer im Bezirk ungewiss.
Gut, dass es die Pfarre gibt
Zu Ostern feiern Christen Tod und
Auferstehung Jesu Christi. Er bleibt
gegenwärtig – besonders in der
Gestalt von Brot und Wein.
So zeigt sich Gott in dieser Welt.
Feiern auch Sie diese „Frohe Botschaft“ – bei den Osterspeisensegnungen, der Feier der Osternacht
und in ihren Familien!
www.katholische-kirche-steiermark.at
uf einmal durfte man die
alten Winterreifen nicht
mehr mit dem Osterfeuer
abheizen. Dann musste man
auch auf Grünschnitt und
Sperrmüll verzichten. Plötzlich sollte man den Haufen
vor dem Entzünden auch
noch nach Kleingetier absuchen. Und dann kam der Feinstaub und mit ihm Verbote,
Auflagen, Regeln und Zeitlimits für Osterfeuer.
Und jetzt? Jetzt ist es so
trocken, dass es wegen der
Brandgefahr vielleicht sogar
ganz verboten wird, ein Osterfeuer zu machen. Wer soll mit
solchen „Freudenfeuern“
noch eine Freude haben?
ie Riechzellen, die nicht
belästigt und die Lungenflügel, die nicht belastet
werden. Die kleinen Tiere, die
nicht verenden, die Feuerwehrleute, die nicht ausrücken müssen und alle
Menschen, deren Hab und
Gut vom Feuer verschont
bleibt.
A
n den „Feinstaubhochburgen“
Graz und Leibnitz waren die
Feinstaubwerte heuer an jedem dritten Tag zu hoch. Nicht so
in Weiz: Seit Jänner wurde der
Grenzwert von 50 Mikrogramm
pro Kubikmeter Luft hier zwölf
Mal überschritten. Im selben
Zeitraum des Vorjahres gab es in
Weiz bereits 34 Überschreitungen, wobei laut Gesetz EU-weit
im ganzen Jahr nur 35 Feinstaubtage toleriert werden und in Österreich gar nur 25.
Grünes Licht für Osterfeuer allerorts im Bezirk bedeuten die
besseren Feinstaubwerte allerdings noch lange nicht: Durch die
anhaltende Trockenheit und die
Gefahr von Wald- und Wiesenbränden könnte es sogar – wie in
Graz – zu einem generellen
I
Osterfeuer-Verbot kommen (Bericht auf Seite 16). Bereits fix ist,
dass – so Osterfeuer erlaubt sind
– in Gemeinden im Luftsanierungsgebiet wieder ein Zeitlimit
gilt (siehe Infokasten).
Auch im Bezirk Weiz – und hier
vor allem im Süden – sei die Gefahr von Bränden extrem hoch,
wie Wilfried Bauer, Leiter der
Weizer Florianstation, warnt.
Wald-, Wiesen- und Heckenbrände, wie zuletzt zum Beispiel in
Koglhof, Markt Hartmannsdorf
oder Heilbrunn, würden derzeit
vermehrt auftreten. Die Feuerwehr mahnt daher zu besonderer
Vorsicht: „Das Feuer immer unter Beobachtung halten und –
sollte wirklich etwas passieren –
sofort den Notruf 122 wählen“, so
SONJA BERGER
Bauer.
ZEITLIMIT FÜR FEUER
In folgenden Gemeinden sind
Osterfeuer nur am Karsamstag
von 15 Uhr bis 3 Uhr erlaubt:
Albersdorf, Anger, Etzersdorf,
Feistritz, Floing, Gersdorf, Gleisdorf, Gutenberg, Hirnsdorf, Hofstätten, Ilztal, Krottendorf,
Kulm, Labuch, Laßnitzthal, Ludersdorf, Markt Hartmannsdorf, Mitterdorf/R., Mortantsch,
Naas, Nitscha, Oberrettenbach,
Pischelsdorf, Preßguts, Puch,
Reichendorf, St. Margarethen/
R., St. Ruprecht/R., Sinabelkirchen, Thannhausen, Ungerdorf,
Unterfladnitz, Weiz.
In den anderen Gemeinden außerhalb des Luftsanierungsgebietes gibt es keine zeitlichen
Einschränkungen.
D
Sie erreichen die Autorin unter
sonja.berger@kleinezeitung.at
FÜR SIE DA
Regionalredaktion Weiz
Ulla Patz, Robert Breitler,
Sonja Berger
Mühlgasse 5, 8160 Weiz
Tel. (0 31 72) 65 20-0, Fax-DW 15
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