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Gut, besser, am Leben vorbei? Was wir uns für die Zukunft wünschen

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1/2010 1. bis 31. Januar Katholische Pfarrei St. Martin Root
Gut, besser, am Leben vorbei?
Was wir uns für die Zukunft wünschen
2 Thema
Der Richtplan für die Pastoralräume steht
Die Pastoralräume kommen!
«Den Glauben ins Spiel bringen»
lautet das Leitwort des Pastoralen
Entwicklungsplans (PEP) des Bistums Basel. Die Reaktionen bewegen sich zwischen hehren Plänen,
schönen Worten und Skepsis.
Gerade in einer Zeit, da von bürgerlichen Politikern eine «christliche Leitkultur» in der Schweizer Verfassung
gefordert wird, stellt sich die Kirche
durch Strukturreformen auf ein Wirken in der säkularen Gesellschaft ein.
Der Glaube könne nicht mehr selbstverständlich in einer lebendigen
christlich geprägten Kultur vermittelt
werden, sondern fordere heute eine
missionarisch-bezeugende Weitergabe. Solche Worte hörte man bisher
eher in freikirchlichen Kreisen.
Grossräume = Weitsicht?
Die Basler Bistumsleitung beteuert,
dass es grössere Organisations- und
Handlungsräume brauche, um den
Glauben in der Gesellschaft effektiver
einbringen zu können. Dass das
Kirchturmdenken durch die Pastoralräume etwas aufgebrochen wird, ist
zu begrüssen. Und bestimmte Dienste (z.B. Jugendarbeit, Altersbetreuung, Gottesdienste, Bildung, Soziales)
können wohl in einem Verband von
mehreren Pfarreien tatsächlich leichter organisiert oder überhaupt erst
ermöglicht werden. Und so wie man
heute zum Friseur oder zum Tennis
ein paar Kilometer weit fährt, müsste
theoretisch auch der Besuch eines religiösen Vortrags oder einer Messfeier
eine kleine Reise wert sein.
Pastoralraum = Lebensraum?
Entspricht ein Pastoralraum tatsächlich einem realen Lebensraum, mit
dem sich die Menschen identifizie-
Leitwort des Richtplans: «Den Glauben ins Spiel bringen».
ren können? Früher haben die Menschen am Ort, wo sie schliefen, auch
gearbeitet, Ausbildung genossen sowie Freizeit und Wochenenden verbracht. Heute stehen die Kirchen da,
wo die Menschen fast nur noch schlafen. Es bleibt zu hoffen, dass die Pastoralräume ihre Aktivitäten bewusst
an Orte verlegen, wo die Menschen
sich tatsächlich bewegen: in Schulen
und Fabriken, Stadtzentren und Spitälern, Bahnhöfen und Ausgehvierteln, Ferienorten und Sportzentren.
Alter Wein in neue Schläuche
In der Wirtschaft ist der Glaube an
Strukturveränderungen geschwunden. Zu oft drücken sie nur Selbstbespiegelung und inhaltliche Ratlosigkeit aus. Wenn die Pastoralräume wie
geplant einen echten Perspektivenwechsel bewirken sollen, müssen
auch theologische Inhalte und pastorale Fragen (Bussfeiern, Kommunion
mit Reformierten und für Wiederverheiratete) angegangen werden.
Oft hört man den Einwand, dass der
neue Richtplan mit den grösseren
Pastoralräumen auch darum geschaffen werde, weil das Kirchenrecht in der Leitung einer pastoralen
Einheit Priester vorsieht.
V
on Programmen sprachen wir
und Tagesordnungspunkten,
von Aktionen sprachen wir
und von Sofortmassnahmen,
von Modellen sprachen wir
und neuen Perspektiven,
von Problemen sprachen wir
und Meinungsäusserungen,
von Strukturen sprachen wir
und Gemeindebildung.
Von Jesus Christus sprachen wir nicht
und seine Meinung war nicht
gefragt. So hing er still am Kreuz
aus Oberammergau.
Lothar Zenetti
Thema 3 Harziger Start
Die 26 Pastoralräume
Die Kirche im Kanton Luzern, die zur
Bistumsregion St. Viktor gehört, umfasste bisher 101 Pfarreien in 85 politischen Kirchgemeinden. Neu wird
es 26 Pastoralräume geben. Der Pastoralraum Stadt Luzern existiert
bereits und beginnt die stärkere
Kooperation der Pfarreien. In den
ländlichen Gegenden erfolgte das
Zusammenlegen von Pfarreien und
Kirchgemeinden nicht gemäss bischöflichem PEP-Entwurf. Die Kirchgemeinde Hildisrieden wollte nicht
mit Rain und Rothenburg zusammengehen. Quer stellte sich auch die
Kirchgemeinde Horw, die mit Kriens
keinen Pastoralraum bilden wollte.
Nottwil schliesst sich entgegen früheren Plänen nicht mit Sempach und
Knutwil nicht mit Büron, Triengen
und Winikon zusammen. Schliesslich fusionieren auch Dagmersellen
und Uffikon-Buchs nicht mit Altishofen, Egolzwil-Wauwil, Nebikon und
Schötz-Ohmstal.
1 Bramboden, Doppleschwand,
Entlebuch, Finsterwald, Hasle,
Romoos
2 Escholzmatt, Marbach, Wiggen
3 Flühli, Schüpfheim, Sörenberg
4 Werthenstein, Wolhusen, Ruswil
5 Ballwil, Eschenbach, Inwil
6 Beromünster (St. Michael und
St. Stephan), Neudorf, Rickenbach, Schwarzenbach
7 Aesch, Hitzkirch, Müswangen,
Schongau
8 Hochdorf, Hohenrain,
Kleinwangen, Römerswil
9 Adligenswil, Meggen,
Udligenswil
10 Buchrain, Ebikon, Perlen, Root
11 Greppen, Vitznau, Weggis
(inkl. Rigi Kaltbad)
12 Horw
13 Kriens (Br. Klaus, St. Franziskus,
St. Gallus)
14 Littau, Reussbühl
Hoffnung auf gute Umsetzung
Bis im Jahr 2015 sollen alle Pastoralräume ihre Konzepte aufgegleist und
die stärkere Zusammenarbeit vollendet haben.
Es bleibt zu hoffen, dass die herausfordernden Veränderungen viele
neue Ideen und kreative Lösungen
ermöglichen werden und dass die
neuen pastoralen Gebilde zu lebendigen Räumen werden, wo die bisherigen pfarreilichen Aufgaben im Verbund noch professionalisierter sowie
neue Initiativen und Dienste überhaupt erst möglich werden. Der missionarisch-bezeugende
Charakter
wird aber nicht Frucht neuer Strukturen, sondern einer spirituellen Erneuerung der Kirche sein.
15 Emmen St. Mauritius, Emmenbrücke Br. Klaus, Emmenbrücke
St. Maria, Gerliswil, Rothenburg
16 Malters, Schwarzenberg
17 Luzern (St. Anton, St. Karl,
St. Johannes, St. Josef, St. Leodegar, St. Maria, St. Michael,
St. Paul)
18 Buttisholz, Grosswangen, Ettiswil
19 Eich, Hellbühl, Hildisrieden,
Neuenkirch, Rain, Sempach
20 Büron, Triengen, Winikon
21 Sursee, Geuensee, Knutwil,
Nottwil, Oberkirch
22 Dagmersellen, Uffikon-Buchs
23 Altishofen, Egolzwil-Wauwil,
Nebikon, Schötz-Ohmstal
24 Langnau, Pfaffnau, St. Urban,
Reiden-Wikon, Richenthal
25 Gettnau, Hergiswil, Willisau,
Geiss, Menzberg, Menznau
26 Grossdietwil, Luthern, Ufhusen,
Zell
A
7
24
20
22
23
8
21
26
18
19
5
15
25
4
1
2
B
10
9
14
17
13
12
11
17
3
Lukas Niederberger
Kirchenfusion: Aus 101 Pfarreien im Kanton entstehen 26 Pastoralräume.
4 Pfarrei Root
Pfarrei aktuell
www.pfarrei-root.ch
20 + C + M + B + 10
Der Heilige des Monats
Franz von Sales – Wider eine
verdrossene Frömmigkeit
Franz wurde 1567 auf dem Schloss
Sales in Savoyen geboren. Er wuchs
in der Zeit der Reformation auf, als
die Kalvinisten grossen Einfluss gewannen und der Kampf um Glaubenswahrheiten verbissen geführt
wurde. Franz von Sales grenzte sich
davon ab und wurde bekannt für seine Einfühlsamkeit und Verständigkeit.
Ich wünsche Ihnen und allen Menschen, die in Ihrem Haus ein und aus
gehen, ein gesegnetes 2010.
Lukas Briellmann, Gemeindeleiter
Gottesdienst und GV des
Kapellenvereins Michaelskreuz
1602 wurde er Bischof von Genf,
musste allerdings aufgrund örtlicher
Spannungen seinen Sitz ausserhalb
von Genf nehmen. Franz war ein unermüdlicher Seelsorger, Prediger und
Lehrer. Viele seiner Worte und Gedanken sind auch in der heutigen
Zeit noch wertvolle Anstösse, über
unsere Spiritualität und unseren Lebenswandel nachzudenken:
«Zu viel und zu wenig nachsichtig
sein, beides ist gefehlt. Es ist für uns
Menschen hart, die Mitte zu halten;
doch wenn ich fehle, will ich lieber
durch zu grosse Milde als durch zu
grosse Strenge fehlen.»
«Ich will keine absonderliche, unruhige, traurige und verdrossene Frömmigkeit, sondern eine milde, sanfte,
angenehme und friedliche, mit einem Wort: eine freie und fröhliche
Frömmigkeit, die liebenswürdig ist
vor Gott und den Menschen.»
Franz von Sales starb 1622 in Lyon
und wurde 1665 selig-/heiliggesprochen.
Die Kreide und den Weihrauch für
diese Segnung erhalten Sie in den
Gottesdiensten vom 9. und 10. Januar.
Im Anschluss an diese Gottesdienste
sind Sie herzlich zu einem Apéro eingeladen, der von den Ministranten
serviert wird.
Der öffentliche Gottesdienst des Kapellenvereins Michaelskreuz findet
am Samstag, 23. Januar, 10.30 Uhr in
der Kapelle statt.
Für die Mitglieder des Kapellenvereins findet danach die Generalversammlung mit Mittagessen statt.
Das Dreikönigsfest (griechisch Epiphanie) ist das eigentliche Weihnachtsfest in vielen orthodoxen Kirchen. Es erinnert daran, dass zur Zeit
der Geburt Jesu Stern­deuter aus dem
Osten das Kind im Stall zu Bethlehem
besuchten – den König der Welt. Die
Sterndeuter wurden später selber als
Könige ver­ehrt und bekamen Namen:
Caspar, Melchior und Balthasar. Als
Ge­schenke brachten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe mit.
Die drei Initialen der drei Könige haben noch eine weitere Bedeutung:
«Christus Mansionem Bene­dicat» ist
lateinisch und heisst übersetzt
«Christus segne dieses Haus». Mit
dem Anbringen dieser Buchstaben
und der Jahreszahl am Hauseingang
wird am Epiphaniefest (Dreikönig)
das Heim für das ganze Jahr gesegnet
(20 + C + M + B + 10).
Einsendeschluss
für das Februar-Pfarreiblatt ist
der Dienstag, 12. Januar
www.pfarrei-root.ch
Pfarrei Root 5 Gedanken aus der Pfarrei
Wünsche dir nur das Beste …
Notfallnummer 079 741 33 07
Gemeindeleitung
Lukas Briellmann
041 455 00 60
Pfarramt, Sekretariat
MO–FR: 8.30–11.30 Uhr
Schulstrasse 7, 6037 Root
Marianne Wedekind 041 455 00 60
Margrit Künzler 041 455 00 60
Fax 041 455 00 69
Mail: pfarramt@pfarrei-root.ch
Mitarbeitender Priester
Markus Fischer 041 780 92 57
KatechetInnen
Gertrud Arnold Maya Bachmann
Peter Dubach Bernadette Enz Yvonne Fuchs
Pia Kuhn Cornelia Wolanin 041 811 45 31
041 455 00 64
041 455 00 62
041 450 31 51
041 450 03 38
041 534 25 29
041 455 00 63
Sakristeien/Sakristane
Kirche Root: Brigitte Gamma Emanuell Marku
Anita Rohrer
Kirche Dierikon:
Heidi Gilli Kapelle Michaelskreuz:
Maria Lauber Kapelle Honau:
Lisbeth Meier 041 450 12 69
079 734 15 45
079 581 27 28
041 450 13 78
041 450 13 07
Chorleitung
Chiara De Paula 076 587 16 74
Organisten
Gertrud Arnold
Sven Harry
Alois Rettig 041 811 45 31
041 420 61 69
041 450 29 65
Redaktion Pfarreiblatt
Margrit Künzler 041 455 00 60
Mail: pfarreiblatt@pfarrei-root.ch
Pfarreiheimverwaltung
Margrit Künzler 041 450 53 66
Kirchenrat, Präsident
Robert Süess 041 450 40 24
Kirchmeier
Hans Bründler 041 450 24 40
Pfarreirat, Präsidentin
Maya Fierz 041 450 32 82
In der Neujahrsnacht wünschen Sie
sicher auch Menschen, mit denen Sie
zusammen sind, «es guets Neus».
Vielleicht verschicken Sie auch Glückwunschkarten oder Glückwunsch­
mails zum neuen Jahr und wünschen
Menschen, die Sie mögen und Ihnen
wichtig sind, alles Gute oder eben das
Beste …?
Ein schöner Brauch, sich gegenseitig
das Beste zum neuen Jahr zu wünschen. Sind wir doch jedes Jahr, auch
wenn es schon das x-te Jahr ist, das
wir wieder neu beginnen dürfen,
noch etwas unsicher über die «Neujahrsschwelle» zu treten. Was wird es
uns wohl bringen? Welche Veränderungen – private und berufliche –,
die wir in der Neujahrsnacht noch
nicht wissen, vielleicht ahnen, werden wohl eintreffen? Werden wir gesund bleiben? Wird die Freundschaft
uns tragen? Wie wird sich der Arbeitsmarkt entwickeln? Unsicherheit ist
wohl immer auch ein bisschen dabei
bei diesen Gedanken zu den Schritten in ein neues Jahr. Da sind wir
doch froh und hoffen sehr, dass die
Glückwünsche, die wir bekommen,
uns helfen und uns begleiten in diesen noch ziemlich unbekannten neuen Abschnitt.
Aber was heisst das: Ich wünsche dir
nur das Beste? Wie oft haben wir
schon Erwartungen gehabt, auf das
Beste gehofft. Ja, wir waren uns ganz
sicher, was für uns das Beste ist und
haderten, als wir mit etwas ganz anderem uns auseinandersetzen mussten. Warum ist nun nicht das Beste
eingetroffen, so wie ich es mir ausgedacht und gewünscht habe? Das
habe ich mich auch schon gefragt
und erst viel später, vielleicht sogar
Jahre, viele Neujahrsnächte später
bemerkt, dass eigentlich das Beste, so
wie ich es mir vorgestellt habe, gar
nicht das Beste für mich gewesen
wäre. Und habe mich versöhnt mit
dem, was eingetroffen ist.
Und habe ein bisschen gelernt: Glück
ist, wenn man annehmen kann, was
das Leben einem bringt.
Trotzdem sind diese Überlegungen
immer wieder da, was ist das, das
Beste?
Und was wünscht einem der- oder
diejenige, die einem diesen Wunsch
überbringt?
Liebe – Freundschaft – Gesundheit –
Arbeit – Freude – Dankbarkeit – Gelassenheit – Zeit für Musse – Lebendigkeit …?
Mir hat es bei diesen Überlegungen
dieser Glückwunsch fürs neue Jahr
besonders angetan: «Ich wünsche dir,
dass du an jedem Tag deines Lebens
tatsächlich lebendig bist.»
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen lebendigen, könnte heissen
einen aufmerksamen, leichten und
behutsamen Gang ins neue Jahr, in
jeden neuen Tag!
Pia Kuhn-Neuenschwander,
Katechetin
6 Pfarrei Root
Gottesdienste
(E) = Eucharistiefeier
(K) = Kommunionfeier
Freitag, 1. Januar
11. 00 Neujahrsgottesdienst (K)
mit Taufe
16.00 Gottesdienst (E)
im Altersheim
Spende für Médecins sans frontières
www.pfarrei-root.ch
Dienstag, 12. Januar
09.30 Frauengottesdienst (K)
Mittwoch, 13. Januar
08.00 Schulgottesdienst (E) der
2.–6. Klassen in Dierikon
Freitag, 15. Januar
08.15 Schulgottesdienst (E) der
4.–5. Klassen von Root
16.00 Gottesdienst (K) im
Altersheim
Samstag, 2. Januar
18.30 Gottesdienst (K)
in Dierikon
Samstag, 16. Januar
09.00 Gottesdienst (E)
18.30 Gottesdienst (E) in Dierikon
Sonntag, 3. Januar
2. Sonntag nach Weihnachten
10.00 Gottesdienst (E)
Spende für Solidaritätsfonds
für Mutter und Kind und SOS –
Werdende Mütter
Sonntag, 17. Januar
2. Sonntag im Jahreskreis
10.00 Gottesdienst (E)
Spende für Kollegium St-Charles,
Pruntrut
Dienstag, 5. Januar
09.30 Gottesdienst (K) in der
Kapelle Morgenrot
Mittwoch, 6. Januar
08.00 Gottesdienst (E) in Dierikon
Freitag, 8. Januar
16.00 Gottesdienst (K)
im Altersheim
Samstag, 9. Januar
09.00 Gottesdienst (E)
18.30 Gottesdienst (K)
Erscheinung des Herrn in
Dierikon, anschliessend
Apéro organisiert durch
die Ministranten
Sonntag, 10. Januar
Taufe des Herrn
10.00 Gottesdienst (E), Erscheinung des Herrn. Einbezug
von Kleinkindern, anschliessend Apéro organisiert durch die Ministranten
10.00 Sonntagsfeier der 2. Klassen
im Pfarreiheim
Spende für Epiphanieopfer für
Kirchenrestaurationen
Dienstag, 19. Januar
08.15 Schulgottesdienst (E) der
4.–6. Klassen von Gisikon
in Honau
Mittwoch, 20. Januar
08.00 Gottesdienst (K) in Dierikon
Freitag, 22. Januar
16.00 Gottesdienst (E)
im Altersheim
Samstag, 23. Januar
09.00 Gottesdienst (E)
10.30 öffentlicher Gottesdienst
(K) auf Michaelskreuz,
GV Kapellenverein
17.00 Gottesdienst (K)
in ­Dierikon, mitgestaltet
durch die Feuerwehr
­Ebikon/Dierikon
Sonntag, 24. Januar
3. Sonntag im Jahreskreis
10.00 Gottesdienst (K)
Spende für Aufgaben des Bistums
Dienstag, 26. Januar
09.30 Gottesdienst (K)
Mittwoch, 27. Januar
08.00 Gottesdienst (E)
in Dierikon
Donnerstag, 28. Januar
19.30 Gottesdienst (K) in Honau
Freitag, 29. Januar
16.00 Gottesdienst (K)
im Altersheim
Samstag, 30. Januar
09.00 Gottesdienst (E)
17.30 ROFA-Gottesdienst (K)
Sonntag, 31. Januar
4. Sonntag im Jahreskreis
10.00 Gottesdienst (E)
Spende für Strafgefangene und
Strafentlassene
Rosenkranzgebet
Montag, Pfarrkirche
Montag, Altersheim
Montag, Dierikon
Donnerstag, Pfarrkirche
Gebet für Priester und
Priesterberufungen
Samstag, Morgenrot
13.30
16.00
19.00
16.00
18.00
Beicht- und Aussprache­
gelegenheit
Für Anliegen, die die Krankensalbung und das Sakrament der Versöhnung betreffen, wenden Sie sich bitte
direkt an einen der Seelsorger.
www.pfarrei-root.ch
Mitteilungen
Pfarrei Root 7 Chronik
Gedächtnisse
Samstag, 9. Januar, 9.00 Uhr
Dreissigster für Heidi Sarbach
Jzt. für Josi Gilli-Meier; Kaspar und
Barbara Zemp-Bättig; Heinrich und
Klara Schumacher-Keller, Gisikon.
Jgd. für Franz Keller, Honau.
Samstag, 16. Januar, 9.00 Uhr
Dreissigster für Eduard Mathis.
Jzt. für Franz Vogel-Petermann; Xaver
u. Marie Petermann-Huwiler; Emilie
Unternährer-Fässler; Josef KnüselFischer; Elisabeth Emmenegger und
Marie Emmenegger; Alois u. Anna
Fässler-Kurmann, Dierikon; Hans
Christen und Marie Christen-Lötscher, Gisikon; Josef Fischer-Spuhler,
Honau.
Samstag, 23. Januar, 9.00 Uhr
Jzt. für Hans Leu-Bachmann, Dierikon; Emil u. Alice Isaak.
Samstag, 30. Januar, 9.00 Uhr
Jzt. für Hans u. Theres Leisibach-Fanger, Josef u. Anna Leisibach-Fuchs,
Eugen Leisibach; Theodor und Maria
Heer-Schwarzentruber; Lydia Künzler-Lässer; Thierry Mühlemann-Auer,
Gisikon; Hans Theiler-Thalmann;
Berta u. Hans Pulver-Mathieu; Raymonda Träger-Pulver.
Taufe
Abschied
1. Januar im Gottesdienst:
Adelina Eirinn Meile,
Geissbergstrasse 150, Schaffhausen
5. Dezember:
Heidi Sarbach, Horwerstrasse 18a,
Luzern, geboren 1929
24. Januar
Timon Wiget,
Michaelskreuzstrasse 2, Root
12. Dezember:
Otto Burri-Wandeler, Schulstrasse 23,
Root, geboren1916
Wir gratulieren den Familien ganz
herzlich und wünschen Adelina und
Timon Gottes Segen.
23. Dezember:
Eduard Mathis, Rigistrasse 7,
Dierikon, geboren 1935
Wir gratulieren
Der gütige Gott schenke ihnen
das ewige Leben.
16. Januar:
Anna Werth, Spechtenstrasse 68,
Dierikon, geboren 1935
17. Januar:
Walter Anton Brücker,
Hagenstrasse 1, Root, geboren 1925
18. Januar:
Kaspar Josef Petermann,
Reussmatt, Root, geboren 1930
20. Januar:
Josef Alois Schiffmann,
Giebelstrasse 38, Root, geboren 1925
23. Januar:
Paul Balthasar von Büren,
Luzernerstrasse 9, Root,
geboren 1925
27. Januar:
Emilie Elisabeth Albertina Käppeli,
Haus Weihermatte, Menznau,
geboren 1935
Wir danken für
die Spenden
Refugium-Verein für Hinterbliebene nach Suizid
Fr.
Renovation Kirchturm
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Müswangen
Fr.
Diakonie Pfarrei
Fr.
Aufgaben des Bistums
Fr.
Elisabethenwerk Luzern Fr.
DAMP
Fr.
Diakonie Pfarrei
Fr.
447.50
324.70
499.85
345.50
456.15
355.95
442.40
8 Pfarrei Root
Termine Pfarrei
Zäme Zmettag
Mittagessen für alle, jeweils dienstags
von 12.00–13.00 Uhr im Pfarreiheim.
An- und Abmeldung bis am Montagmittag davor bei der Tagesköchin:
5. Januar
Margrit Jossi
Telefon 041 450 28 56
12. Januar
Käthy Dubach
Telefon 041 450 35 66
19. Januar
Silvia Ulrich
Telefon 041 450 36 24
26. Januar
Pia Bossart
Telefon 041 450 49 87
Termine Vereine
Kinder- und Mami-Treff
Wir hüten Ihre Kinder ab 3 Jahren.
Nach einem erlebnisreichen Spaziergang gibt es ein stärkendes Zvieri.
Danach wird gespielt, gemalt und
manchmal auch gebastelt. Bitte Finken mitbringen. Dienstag, 12. Januar,
13.30–17.00 Uhr, Pfarreiheim Root.
Kosten: Fr. 6.–, jedes weitere Geschwister Fr. 4.– (inkl. Zvieri). Nichtmitglieder Fr. 8.–, jedes weitere Geschwister Fr. 6.–. Ab 15.00 Uhr besteht
jeweils für Mamis mit Kleinkindern
die Möglichkeit, sich ebenfalls bei
uns einzufinden, um andere Frauen
kennen zu lernen, Gespräche zu führen und einen lustigen Nachmittag
zu verbringen. Leitung/Auskunft:
Alexia Plankl, Tel. 041 370 01 63/Gisela Wyss, Tel. 041 450 06 22.
Frauenmesse
Am Dienstag, 12. Januar um 09.30
Uhr gestalten Frauen aus unserem
www.pfarrei-root.ch
Verein in der Pfarrkirche Root den
Gottesdienst mit.
Wandervögel
Mittwoch, 13. Januar, 13.00 Uhr ab
Pfarreiheim Root. Grosse Route: Pfarreiheim – Sportplatz – Ara – GoldenGate-Brücke – Restaurant Bahnhöfli.
Kleine Route: Pfarreiheim – Ara –
Golden-Gate-Brücke – Restaurant
Bahnhöfli. Anmeldung: Ella und Robert Zihlmann, Tel. 041 450 19 76 bis
11. Januar. Wir wünschen allen ein
gutes Wanderjahr!
Jassen für Senioren
Am Donnerstag, 14. Januar ab 13.30
Uhr im Pfarreiheim Root. Kontaktperson: Rösli Besmer,
Tel. 041 450 21 35.
Kinderfasnacht mit den
Rontalguuggern
Auch dieses Jahr feiert der Club junger Familien gemeinsam mit den
Rontalguuggern Root die Kinderfasnacht. Bei kakaphonischen Klängen,
mit Luftschlangen und verschiedenen Spielen erleben wir unsere eigene Fasnacht. Samstag, 23. Januar,
13.00–16.30 Uhr, Arena Root. Eintritt
frei. Alle sind willkommen. Es steht
keine Kinderbetreuung zur Verfügung. Auskunft: Claudia Zappa, Tel.
041 450 47 00 oder claudia.zappa@
bluewin.ch.
Lismerchränzli
Am Dienstag, 26. Januar von 15.15–
17.15 Uhr im Pfarreiheim Root. Kontaktperson: Martha Stirnimann, Tel.
041 450 26 75.
Schmerzfrei mit ZILGREI
(Vortrag mit Praxisbeispielen)
Mit Hilfe einer speziellen Atemtechnik, in Koordination mit Bewegungen, werden normale Körperfunktionen unterstützt oder Fehlfunktionen,
die Schmerzen bereiten (z. B. Kopf-
weh, Nackenverspannung, Kreuzschmerzen usw.), normalisiert. Dienstag, 2. Februar, 19.30 Uhr, Pfarreiheim
Root. Eintritt frei. Leitung: Isabelle
Lüthi, dipl. Zilgreilehrerin, Root, Tel.
041 440 70 65. Anmeldung nicht notwendig. Anmerkung: ZILGREI-Kurse
ab Dienstag, 23. Februar (abends)
oder Mittwoch, 24. Februar (morgens).
Bodytoning
Auf vielfachen Wunsch führen wir
diesen Fitnesskurs wieder durch.
Eine Kräftigungsstunde, bei der mit
und ohne Hilfsmittel der ganze Körper geformt wird. Der Kurs findet in
drei Etappen jeweils am Freitagmorgen statt. Bitte melden Sie sich für
jede Etappe separat an. 3. Etappe: 5 ×
ab 26. Februar, 08.30–09.30 Uhr, Pfarreiheim Root. Kosten: Fr. 50.–, Nichtmitglieder Fr. 60.–. Leitung: Irène
Röösli, eidg. dipl. Gymnastikpädagogin, Inwil. Anmeldung: Silvia Ulrich,
Tel. 041 450 36 24 oder silvia.86.thun@
bluewin.ch bis 26. Januar (Teil­neh­
merzahl beschränkt).
PW-Fahrsicherheitstraining
Dieser Tageskurs zeigt Ihnen die sichere Art, sich im Strassenverkehr zu
bewegen. Nach einer Theorielektion
trainieren Sie im praktischen Kursteil
verschiedene Lenk- und Brems­
manöver sowie Kurvenfahren. Im
Gefahrentraining zeigen wir Ihnen,
wie Sie sich bei einem plötzlich auftauchenden Hindernis richtig ver­
halten und ein ins Schleudern geratenes Fahrzeug sicher auffangen.
Samstag, 6. März, 08.15–16.30 Uhr,
TCS Fahr­trainingszentrum Emmen/
Luzern. Kosten: Fr. 265.–, Nichtmitglieder Fr. 285.– (exkl. Mittagessen).
Leitung: Mitarbeiter des TCS. Mitnehmen: eigenes Auto. Anmeldung: Susanne Meierhans, Tel. 041 450 08 63
oder susanne.meierhans@bluemail.ch
bis 10. Januar (Teilnehmerzahl beschränkt).
www.pfarrei-root.ch
Pfarrei Root 9 10 Pfarrei Root
www.pfarrei-root.ch
125 Jahre Kirchenchor Root
Krönender Schlusspunkt
Am 8. Dezember 2009 setzte der
Kirchenchor Root den krönenden
Schlusspunkt des Jubiläumsjahres.
An diesem besonderen Festtag stand
die Musik einmal mehr im Mittelpunkt des Geschehens.
Mit der Missa brevis «Joannis de Deo»
von Joseph Haydn gestaltete der Chor
unter der Leitung von Chiara de Paula
den musikalischen Teil des Festgottesdienstes in der Pfarrkirche Root.
Die ausgezeichneten Sopran-Soloparts von Carmela Konrad und die
instrumentale Begleitung durch Orgel und Streicherensemble verliehen
der Aufführung eine besonders festliche Note.
Als Ausdruck der Freude und des Dankes beschenkte der Chor alle Gottesdienstteilnehmer mit einem gebacke-
Chorgemeinschaft mit Priestern und Gemeindeleiter
Amtierende Präsidentin und drei
ehemalige Präsidenten beim Schneiden der Geburtstagstorte
Sopranistin Carmela Konrad, Chorleiterin Chiara de Paula, Organist Alois
Rettig
Kerze «125 Jahre Kirchenchor Root»
und Gründungsprotokoll auf dem
Marienaltar
nen Weihnachtsstern. Im Anschluss
an die kirchliche Feier begaben sich
die jubilierenden Sängerinnen und
Sänger ins Gasthaus Tell in Gisikon. In
Gemeinschaft mit den Ehrenmitgliedern und den Behörden wurde mit einem feinen Tropfen aus dem Elsass
auf den hohen Geburtstag angestossen. Bei einem feinen Essen wurde
Gemeinschaft gepflegt und die Freude
über das langjährige Bestehen geteilt.
Die amtierende Präsidentin Monika
Egger unterstützten nicht weniger als
drei anwesende ehemalige Präsidenten beim Schneiden der feinen Geburtstagstorte.
Text: Rita Wigger-Zimmermann
Fotos: Urs Pürro
Konzentrierte Sänger und Instrumentalisten während der Aufführung
Gemeinsamer Auftritt
Anlässlich der Jubiläen
100 Jahre Kirchenchor Buchrain
125 Jahre Kirchenchor Root
treten beide Chöre gemeinsam auf
Ort, Datum, Zeit:
in der Hofkirche Luzern
am Sonntag, 17. Januar 2010
Gottesdienst um 11.00 Uhr
Musik und Gesang
«Messe brève no 7 in C» von
Charles Gounod
Orgelbegleitung durch Herrn
Wolfgang Sieber
Herzlich laden ein
Kirchenchöre Buchrain und Root
Veranstaltungen 11 Treffpunkte
Frauengottesdienst
Von wegen von gestern!
Lebensgeschichte(n) besonderer
Frauen (Serie an So-Abenden).
So, 3. Januar 2010, 19.30 Uhr
RomeroHaus Luzern
Mehr wissen über den Islam
Gesprächsabend
mit Amira Hafner-Al Jabaji
mit ihrer Gemeinde und speziell mit
der jüngeren «Generation 2.0» bleiben? Ein Seminar von Nicole Zeiter
zeigt Mittel und Wege auf, um den direkten Draht zu den Zielgruppen herzustellen. Das Seminar richtet sich an
Kommunikationsverantwortliche
von Kirchgemeinden, Pfarreien und
anderen kirchlichen Institutionen
und findet an zwei Freitagen/Samstagen sowie an einem Mittwoch statt.
8., 9., 13., 22. uns 23. Januar
Paulus-Akademie Zürich, CarlSpitteler-Strasse 38, 043 336 70 30,
info@paulus-akademie.ch
Vortrag
Ein säkulares Wort Gottes?
Selbstreflexionen
einer Religionsjournalistin
Mit Judith Wipfler, Theologin und
Radiojournalistin SF DRS, Basel
Di, 12. Januar, 20.00 Uhr
Aula des Gewerbeschulzentrums
Bahnhof Luzern (1. Stock,
Aussentreppe gegenüber KKL)
Singles in den Alpen
Do, 7. Januar, 19.00 Uhr
Geschäftsstelle der Kinderhilfe
Bethlehem, Winkelriedstr. 36, Luzern
Raclette in der Brunnihütte SAC
oberhalb Engelberg. Anlass für Singles. Durchführung bei jeder Witterung. Treffpunkt 09.00 Bahnhof Luzern im Zug nach Engelberg oder
10.12 Bahnhof Engelberg. Mit der
Seilbahn hinauf nach Ristis und zu
Fuss oder mit der Seilbahn weiter
zum Brunni. Gehzeit ca. 1 ½ Std.
Rückkehr nach Engelberg mit der
Seilbahn, dem Schlitten oder zu
Fuss.
Anmelden bis 12. Januar bei Club kbr,
041 210 16 53, info@kbr.ch
So, 17. Januar
Werben für die Kirche
Veranstaltung zum Weltgebetstag
Das öffentliche Leben verändert sich.
Statt direkter Begegnung findet Kommunikation zunehmend über Radio,
Fernsehen und neue Medien statt.
Wie können die Kirchen in Kontakt
Im Buch «Schuhe für meine Kinder»
porträtiert Heidi Zingg Knöpfli den
harten Alltag einer Gruppe von Frauen aus Kamerun, Westafrika.
Die Minarett-Initiative hat gezeigt,
wie gross der Bedarf an Informationen über den Islam ist. Die zentralen
Glaubensinhalte und Hintergründe
der Religion sind vielen Schweizern
unbekannt. Die Islamwissenschaftlerin Amira Hafner-Al Jabaji spricht
über islamische Glaubensinhalte,
zeigt Parallelen zum christlichen Verständnis auf und beantwortet Fragen
aus dem Publikum.
Schuhe für meine Kinder
Infos: www.romerohaus.ch
Mo, 18. Januar, 19.30 Uhr
RomeroHaus
IFOK-Tagung
Missionarisch Kirche sein –
Vision auf dem Prüfstand
Bei der Forderung nach einer missionarischen Kirche geht es nicht um
binnenkirchliche Selbstaufmunterung angesichts innerer und äusserer
Krisen, sondern um die ermutigenden Chancen einer lernenden Kirche,
im Dialog mit den Menschen von
heute zum christlichen Glauben einzuladen. Referate von Prof. Dr. Stefan
Knobloch (Mainz), Prof. Dr. Helga
Kohler-Spiegel (Feldkirch), Josef Meili (Generaloberer Bethlehem Mission
Immensee), Damian Kaeser-Casutt
(Pastorale Arbeitsstelle St. Gallen),
Dr. Arnd Bünker (Schweizerisches
Pastoralsoziologisches Institut St.
Gallen), Benno Bühlmann (Theologe
und Journalist).
Infos und Anmeldung bis 15. Januar:
041 419 48 20, ifok@unilu.ch
Mi, 3. Februar, 9.45–17.00 Uhr
Universität Luzern
Besinnungswochenende mit Texten
von Karl Rahner
Was ist der Mensch?
«Der Mensch ist die Frage, auf die es
keine Antwort gibt!» (Karl Rahner).
Mit Rahners Texten und eigenen Erfahrungen nähern wir uns dem «Geheimnis Mensch», dem «Wohnort
Gottes». Einzel- und Gruppengespräche, Textarbeit sowie Zeiten in Stille
und Natur.
Leitung: Johannes Schleicher
Fr, 5. bis So, 7. Februar (Fr, 18.30 bis
So, 13.00 Uhr)
Infos und Anmeldung: VIA CORDIS –
Haus St. Dorothea, 6073 Flüeli-Ranft,
041 660 50 45, info@viacordis.ch
Weitere Veranstaltungen finden
Sie unter: www.pfarreiblatt.ch
12 Luzern – Schweiz – Welt
Kirchen-News
Schweiz
CVP-Darbellay skandalisiert
Zeichen von Identitätskrise
Am Tag nach der Minarett-Abstimmung versuchte sich CVP-Chef Christophe Darbellay zu profilieren und
Aufmerksamkeit zu erhalten. Nachdem er im Sommerloch ein BurkaVerbot vorschlug, plädierte er nun für
ein Verbot von muslimischen und jüdischen Friedhöfen. Auch das Tragen
von Kopftüchern wollte er verbieten,
allerdings nur bei Musliminnen,
nicht aber bei christlichen Nonnen,
denn: «Das gehört zu unserer Kultur.»
Selbst seine Parteikollegen reagierten
perplex.
Luzern
Gibt es zu viele theologische
Fakultäten?
Rudolf Stichweh, Rektor der Universität Luzern und Professor an der Fakultät für Rechtswissenschaft, findet
drei theologische Fakultäten in der
deutschsprachigen Schweiz (Luzern,
Chur, Freiburg) angesichts der sinkenden Studierendenzahlen zu viel.
Die Theologische Fakultät Luzern
müsse laut Stichweh entweder mehr
Studierende haben oder ihre Erträge
durch mehr Drittmittel erhöhen.
Zudem sollte sich laut Stichweh die
katholische Kirche stärker an den
Kosten der Theologischen Fakultät
beteiligen. Dies könnte aber laut der
Dekanin der Theologischen Fakultät,
Monika Jakobs, die akademische Unabhängigkeit der Theologie gegenüber den Bistumsleitungen schmälern. Zudem befremdet es, wenn Professoren in einer Zeit, wo Wissenschaft und Forschung generell unter
wirtschaftlichem Druck stehen, die
Existenzberechtigung anderer Fakultäten in Zweifel ziehen.
Neujahrs- statt Weihnachtswünsche
Das helvetische Ja zum Minarettverbot zeigt für Bischof Kurt Koch einen
Mangel an Sachverstand sowie eine
tiefe Identitätskrise in der Bevölkerung auf. Die Gesellschaft in ganz Europa habe Angst vor der Islamisierung, so dass man plötzlich die eigene Identität sichern wolle, die man
aber in normalen Zeiten gar nicht so
sehr lebe und zum Tragen bringe.
Laut Koch müsse man jetzt zur christlichen Identität mitten in einem weltanschauungsneutralen Staat wie der
Schweiz zurückfinden. «Nur wenn
wir eine positive Identität haben,
können wir auf andere zugehen.
Wenn wir nur eine negative Identität
haben, steht jede Begegnung unter
einem schlechten Vorzeichen.» Zudem betonte Koch: «Diese Abstimmung wird unser Engagement für die
verfolgten und bedrohten Christen in
islamischen Ländern nicht erleichtern, sondern furchtbar erschweren.
Und zweitens ist das Nein zu den Minaretten auch ein Nein zur Sichtbarkeit der Religion. Und das wird früher
oder später Konsequenzen für unsere Kirche haben.»
Die Schweizer Grossfirmen reagieren
vorauseilend religionsneutral auf das
Minarettverbot. Weihnachtswünsche
sind tabu, stattdessen wünschen sie
auf den Karten «schöne Festtage» und
«Happy New Year». Die ABB-Mitarbeiter haben dieses Jahr die Wahl zwischen Winterlandschaft und abstrakter Kunst mit dem Text «Alles Gute
und viel Erfolg im neuen Jahr». Kein
Wort von Weihnachten oder Weihnachtszeit. Jegliche Hinweise auf den
christlichen oder einen anderen
Glauben sind beim Industriemulti
tabu. Die Credit Suisse versieht ihre
Kundenkarten und -geschenke in der
Schweiz mit dem Wort «Festtage» und
in den USA mit «Happy Holidays».
Auch Nestlé verschickt nur noch
Grusskarten mit neutraler Aufschrift.
Die Bank ABN Amro hat Weihnachtskarten und -geschenke an Kunden
und Mitarbeiter untersagt.
Luzern – Schweiz – Welt 13 Kirchen-News
Schweiz
Schuldispens von Kindern aus
fundamentalistischen Kreisen
Eltern aus fundamentalistischen
christlichen Gruppen und evangelikalen Freikirchen lassen ihre Kinder
häufiger von der Schule dispensieren
als Angehörige anderer Religionen,
sei es vom Schwimmunterricht oder
von der Teilnahme an Klassenlagern.
Die besorgten Eltern befürchteten
vor allem, dass ihre Kinder Alkohol
oder Drogen konsumieren oder den
Kontakt zum anderen Geschlecht suchen könnten – vom selben Geschlecht ganz zu schweigen. Manche
christliche Eltern möchten ihre Kinder sogar überhaupt nicht in die öffentliche Schule schicken.
Schweizer Bischöfe
für freiwilligen Zölibat
Der neu gewählte Präsident der
Schweizer Bischofskonferenz, der
Walliser Bischof Norbert Brunner,
sagte in einem Interview: «Ich halte
es für möglich, den Pflichtzölibat für
Priester abzuschaffen. Ich glaube,
dass die Bischofskonferenz ziemlich
einhellig der Meinung ist, dass es in
der Schweiz möglich sein sollte, verheiratete Männer zu Priestern zu
weihen.» Brunner kritisierte zudem
den Vatikan für die Art und Weise,
wie Anfang 2009 die Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruderschaft aufgehoben worden sei. «Es
wäre schon mein Wunsch gewesen,
dass hier die direkt betroffenen Bischöfe oder Bischofskonferenzen ein
bisschen stärker konsultiert worden
wären.» Zudem plädierte Brunner für
mehr Subsidiarität in der Kirche: Sei
eine untergeordnete Instanz in der
Lage, Probleme und Aufgaben eigenständig zu lösen, so soll sie das auch
tun können. «Es sollte möglich sein,
dass in der Kirche wieder mehr die
Eigenverantwortung der Bischofskonferenz oder der Bischöfe zum
Zuge kommt», meint Brunner. Als
Beispiel nannte er die Taufspendung
oder die Eheassistenz durch Laien.
Gemäss Kirchenrecht sei es grundsätzlich möglich, wenn eine Beauftragung durch den zuständigen Bischof nach Absprache mit der betreffenden Bischofskonferenz erfolge.
Dass diese Beauftragung dann aber
noch von Rom bestätigt werden
muss, hält Brunner für unnötigen
Zentralismus. «Wenn ich diese Kompetenz habe, dann soll die Kirchenleitung auch das Vertrauen haben,
dass ich diese Verantwortung wirklich im Sinne der Einheit wahrnehmen kann.»
Abt Marian Eleganti wird
Weihbischof in Zürich
Wechsel im Rat der Religionen
Eleganti zeigte sich im Februar im
«Club» erfreut über die Versöhnung
von Papst Benedikt mit der Piusbruderschaft. Zur Sterbehilfe meinte er
neulich: «Der Unterschied zwischen
direkter Tötung auf Verlangen und
Beihilfe zur Selbsttötung ist ethisch
unerheblich.» Eleganti begründete
sein Ja zum Minarettverbot damit,
dass er auf die berechtigten Ängste in
der Bevölkerung vor dem Islam
Rücksicht genommen hätte. Eleganti
ist regelmässiger Gast bei den konservativen Sendern gloria.tv, Radio
Gloria und Radio Horeb. Vor zwei
Jahren intervenierte Bundesrat Couchepin im Vatikan, als der Churer
Bischof den umstrittenen Theologen
Martin Grichting zum Weihbischof
machen wollte. Huonder ernannte
Grichting nun zum «diözesanen Generalvikar», der das Bistum nach
aussen vertreten soll. Die Zürcher
Landeskirche wurde in die Entscheidungsprozesse nicht mit einbezogen
und fühlt sich provoziert.
Der Bischof von Sitten, Norbert Brunner, wird als Präsident der Schweizer
Bischofskonferenz (SBK) neu Mitglied im «Schweizerischen Rat der
Religionen» (SCR) und ersetzt den
abtretenden Kurt Koch. Als weiteres
neues Mitglied kommt die Zürcher
Islam-Expertin Aynur Akalin hinzu.
Vorsitzender des SCR ist derzeit SEKRatspräsident Thomas Wipf. Die
kürzlich erfolgten Aussagen von Wipf
in den Medien weckten Zweifel an
seiner Funktion. Vor der MinarettAbstimmung wurde Wipf von Radio
DRS gefragt, warum laut Prognose
mehr Protestanten als Katholiken Ja
zum Minarettverbot stimmen würden. Wipf meinte: «Der Islam ist patriarchal und hierarchisch geprägt.
Dadurch steht er der katholischen
Kirche näher als der reformierten
Kirche.» Und nach der Abstimmung
sagte Wipf im Interview mit dem Tages-Anzeiger: «Ich hoffe sehr, dass
niemand den Weg nach Strassburg
wählt. Es gehört zur Pragmatik
schweizerischer Politik, solche Probleme zuerst einmal selber zu lösen.»
Auf Wunsch des Churer Bischofs wurde Benediktinerabt Marian Eleganti
vom Kloster St. Otmarsberg in Uznach
vom Papst zum Weihbischof in Zürich
bestimmt. Die Seelsorger und die
Landeskirche von Zürich hatten erwartet, dass Bischofsvikar Josef Annen, seit kurzem Generalvikar ad interim, die Nachfolge von Weihbischof
Paul Vollmar antreten würde.
Weitere und aktuelle News finden
Sie unter: www.pfarreiblatt.ch
14 Thema
LeserInnen-Reise nach Iran (16.–30. April)
1001 Nacht – Persien erleben
Kultur- und Begegnungsreisen in
fremde Zivilisationen vertiefen das
Wissen über die eigene und über
fremde Religionen und wandeln
diffuse Ängste und Feindbilder in
lebendiges Interesse. Iran, das moderne Persien, verdient eine differenzierte Betrachtung.
Die Abstimmung über das Minarettverbot hat einmal mehr gezeigt, dass
viele Schweizerinnen und Schweizer
Vorbehalte gegenüber dem Islam haben – nicht auf Grund tiefer persönlicher und geistiger Auseinandersetzung, sondern aus Unkenntnis und
durch negative Beeinflussung von
Medien und Populisten.
Über iranische Machtpolitik berichten westliche Medien oft, die Komplexität von Land und Bevölkerung
können sie aber unmöglich vermitteln. Die Kultur des alten Persien,
die Schönheit von Moscheen, Gärten und Palästen, die Lebendigkeit
der Märkte, der tiefe und zugleich
schwindende Glauben der Schiiten,
die islamisch geprägte Politik und
das ambivalente Verhältnis zur westlichen Zivilisation müssen vor Ort
erlebt werden. Die iranischen Reiseleiter vermitteln uns Kontakte mit
Menschen und Gruppen, die im politischen und religiösen, sozialen
und kulturellen Bereich engagiert
sind. Und zwischen Stadtführungen
und Begegnungen in Teheran,
Shiraz, Yazd, Isfahan und Qom wandern wir in zwei kargen Steinwüsten.
Leitung:
Lukas Niederberger,
Zentralredaktor, Luzern
Prof. Dr. Farsin Banki, Teheran
Verbindliches
Vorbereitungstreffen
Detail-Informationen/
Anmeldung bis 15. Februar:
20. Febr., 11.00 bis 21. Febr., 13.00 Uhr
Wir klären unsere persönlichen Ziele
und Motive der Reise, bestimmen die
im Vorfeld der Reise zu studierenden
Texte und Themen, erhalten Informationen über das Land, die Menschen, die Religionen und besprechen die konkreten Vorbereitungen.
Redaktion Kantonales Pfarreiblatt
Waldstätterstrasse 9
6003 Luzern
079 395 72 56
pfarreiblatt@mailworld.ch
Oben: Gelehrter in Qom.
Unten: 333-Bogen-Brücke von Isfahan.
(Bitte E-Mail-Adresse für weitere
Kontakte angeben.)
Thema 15 … ausser man tut es: «Inländische Mission» hilft bei Kirchenrenovationen
Wo Kirchensteuern nicht hingelangen...
Dorfkirchen und Klöster in ländlichen und ärmeren Gegenden des
Landes können oft nicht aus Kirchensteuern renoviert werden. Das
traditionelle Epiphanie-Opfer der
«Inländischen Mission» wird in den
Gottesdiensten am 2. und 3. Januar
sowie am Dreikönigstag aufgenommen. Im Jahr 2010 gehen die Spenden an drei Dorfkirchen.
Das Kirchlein der Herzen:
Kirche St. Josef, Gänsbrunnen
Junge und Alte, Katholiken wie Reformierte, ja sogar Weggezogene hängen
am Bergkirchlein, das im Weiler
Gänsbrunnen am Hang steht. Doch
um die beliebte St.-Josefs-Kirche im
solothurnischen Gänsbrunnen steht
es schlecht. Die Wände sind bis zu einer Höhe von 1,50 Meter feucht und
grau, Täfer und Schränke sind beschädigt. Die dringend notwendige
Renovation vermögen die rund 33
Katholikinnen und Katholiken ohne
finanzielle Unterstützung nicht zu
bewältigen.
Bedrohtes Zentrum:
Pfarrkirche Les Agettes
Die Berggemeinde Les Agettes im
Kanton Wallis hat erst seit 1957 eine
Kirche. Zuvor musste die Bevölkerung an Kirchentagen einen weiten
Weg unter die Füsse nehmen. Die
Die Farbe blättert ab, die Stukkaturen bröckeln: die Kirche von Bruzella.
Kirchgemeinde unternimmt viel für
ein lebendiges Pfarreileben.
Nach über 50 Jahren muss die Pfarrkirche Notre-Dame de-l’ImmaculéeConception dringend saniert und restauriert werden. Unzählige Schäden
sind festzustellen: Morsche Balken,
Mauern, Putz, Heizung, überall besteht Handlungsbedarf. Das 300-Seelen-Dorf verfügt über sehr knappe
Eigenmittel. Trotz grossen Vorleistungen bleibt der Pfarrei ohne Ihre
Hilfe eine kaum tragbare Schuldenlast. Les Agettes hofft auf Unterstützung von aussen.
Rokoko-Juwel in Gefahr:
Pfarrkirche Bruzella
Kommt man ins Tessiner Dorf Bruzella im Valle di Muggio, empfängt einen
die Pfarrkirche San Siro. Das Innere
der Rokoko-Kirche ist hell und schön
proportioniert. Doch seit Jahren ist
die Farbe am Abblättern und die
Stukkaturen bröckeln. Damit nicht
weitere Schäden entstehen, ist eine
Restauration unumgänglich. Die Gemeinde engagiert sich stark, um die
Kirche zu erhalten. Doch Hilfe von
aussen ist notwendig.
Unterstützen Sie bitte den Erhalt
dieser Kirchen durch eine Spende.
Vergelt’s Gott!
Inländische Mission (IM)
www.im-mi.ch / info@im-mi.ch
Spendenkonto: 60-790009-8
Kirche St. Josef, Gänsbrunnen
Pfarrkirche Les Agettes
AZA 6037 Root
Zuschriften/Adressänderungen an:
Kath. Pfarramt, 6037 Root
Monatliche Erscheinungsweise. Redaktionsschluss für den überpfarreilichen Teil: für Nr. 3/2010 am Samstag, 30. Januar (erscheint Ende Februar).
Zuschriften an Redaktion Kantonales Pfarreiblatt, Waldstätterstrasse 9, 6003 Luzern, Telefon 079 395 72 56, E-Mail pfarreiblatt@mailworld.ch. Druck
und Versand: Brunner AG, Druck und Medien, Telefon 041 318 34 34.
Worte auf den Weg
F
rag hundert Katholiken,
was das Wichtigste ist in der Kirche.
Sie werden antworten: die Messe.
Frag hundert Katholiken,
was das Wichtigste ist in der Messe.
Sie werden antworten: die Wandlung.
Sag hundert Katholiken,
dass das Wichtigste in der Kirche
die Wandlung ist.
Sie werden empört sein:
Nein, alles soll bleiben, wie es ist.
Lothar Zenetti
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Seele and Geist
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