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Es ist zum Bewundern, was für erhabene und originelle - Ndr

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»Es ist zum Bewundern,
was für erhabene und originelle
Gedanken dieser grosse Meister
seinen Arbeiten einwebt ...
Man applaudirt mit Hand
und Mund.«
Bericht eines Weimarer Korrespondenten über Haydns
Londoner Konzerte (1791)
L1: Do, 27.09.2012, 19.30 Uhr | Lübeck, Musik- und Kongresshalle
D1: Fr, 28.09.2012, 20 Uhr | Hamburg, Laeiszhalle
W1: Sa, 29.09.2012, 18 Uhr | Wismar, St. Georgen-Kirche
Ivor Bolton Dirigent | Saleem Abboud Ashkar Klavier
Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Franz Berwald Ouvertüre zu „Estrella de Soria“
Joseph Haydn Sinfonie Es-Dur Hob. I: 103 „Mit dem Paukenwirbel“
DAS ORCHESTER DER ELBPHILHARMONIE
NDR SINFO NIEO RCHE S T ER
In Hamburg auf 99,2
In Lübeck auf 88,0
Weitere Frequenzen unter
ndr.de/ndrkultur
Das Konzert wird aufgezeichnet und zu einem
späteren Zeitpunkt auf NDR Kultur gesendet.
Donnerstag, 27. September 2012, 19.30 Uhr
Lübeck, Musik- und Kongresshalle
Freitag, 28. September 2012, 20 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle, Großer Saal
Foto: [[M]] Stockbyte,
y , Stefano Stefani | Photodisc,, ccvision
Samstag, 29. September 2012, 18 Uhr
Wismar, St. Georgen-Kirche
Die Konzerte des NDR Sinfonieorchesters
hören Sie auf NDR Kultur
Dirigent:
Solist:
Ivor Bolton
Saleem Abboud Ashkar Klavier
Ludwig van Beethoven
(1770 – 1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
(1793 – 1800)
I. Allegro con brio
II. Largo
III. Rondo. Allegro scherzando
Pause
Franz Berwald
(1796 – 1868)
Ouvertüre zur Großen romantischen Oper „Estrella de Soria“
(vor 1861)
Joseph Haydn
(1732 – 1809)
Sinfonie Es-Dur Hob. I: 103 „Mit dem Paukenwirbel“
(1795)
I.
II.
III.
IV.
Adagio – Allegro con spirito
Andante più tosto Allegretto
Menuet – Trio
Finale. Allegro con spirito
Einführungsveranstaltung mit Habakuk Traber am 28.09.2012 um 19 Uhr
im Großen Saal der Laeiszhalle.
Hören und genießen
3
NDR SINFO NIEO RCHE S T ER
Ivor Bolton
Saleem Abboud Ashkar
Dirigent
Klavier
Ivor Bolton ist seit 2004 Chefdirigent des
Mozarteum Orchesters Salzburg. Davor war er
Music Director der English Touring Opera
(1991/92) und der Glyndebourne Touring Opera
(1992 – 97), Chefdirigent des Scottish Chamber
Orchestra (1994 – 96) und Gründer des Lufthansa Festival of Baroque Music sowie der
St James’s Baroque Players in London. Seit
seinem Debüt im Jahre 1994 steht Ivor Bolton
außerdem in engem Kontakt zur Bayerischen
Staatsoper München, wo er zahlreiche Neuproduktionen, u. a. einen Monteverdi- und HändelZyklus, geleitet hat. Im November 1998 wurde
er mit dem renommierten Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet. In Großbritannien ist er
regelmäßig an der Covent Garden Opera, in
Glyndebourne sowie an der English National
Opera, Welsh National Opera und Opera North
zu Gast. Nach seinem Debüt bei den Salzburger
Festspielen im Jahre 2000 kehrt er dorthin
jährlich zurück und war u. a. an dem großen
Mozart-Opern-Projekt 2006 beteiligt. Auch in
den Opernhäusern von Florenz, Paris, Wien,
Madrid, Amsterdam, Hamburg, Dresden, Leipzig,
San Francisco, Sydney und Buenos Aires ist
Bolton wiederholt aufgetreten. Zu seinen jüngeren Opernengagements gehören „Die Zauberflöte“ und „Alceste“ an der Wiener Staatsoper,
„Der fliegende Holländer“ und „Das Labyrinth“
in Salzburg, „Peter Grimes“ in Dresden, „Entführung“ und „Figaro“ in München, „Jenůfa“
in Madrid oder „Rinaldo“ in Zürich.
Seit seinem Debüt in der New Yorker Carnegie
Hall im Alter von 22 Jahren hat der palästinensisch-israelische Pianist Saleem Abboud Ashkar
mit den weltweit führenden Orchestern zusammengearbeitet, darunter die Wiener Philharmoniker, das Chicago Symphony und Israel
Philharmonic Orchestra, das Orchester der
Mailänder Scala, das Leipziger Gewandhausorchester, das Deutsche Symphonie-Orchester
Berlin, das London Symphony Orchestra, das
New Zealand Symphony Orchestra oder das
Orchester des Mariinski-Theaters. Dabei tritt
Ashkar regelmäßig mit Dirigenten wie Zubin
Mehta, Daniel Barenboim, Riccardo Muti,
Lawrence Foster, Bertrand de Billy oder Philippe
Jordan auf. Beim NDR Sinfonieorchester
war er bereits zweimal unter der Leitung von
Christoph Eschenbach zu Gast. Mit ihm und
den Düsseldorfer Symphonikern interpretierte
er auch anlässlich des 200. Geburtstages von
Robert Schumann im Juni 2010 dessen Klavierkonzert. Mit dem Gewandhausorchester Leipzig
unter Riccardo Chailly unternahm er zum
Mendelssohn-Jubiläum 2009 eine Tournee, in
deren Rahmen er Mendelssohns Erstes Klavierkonzert in Leipzig, bei den Londoner Proms
sowie beim Lucerne Festival aufführte. Chailly
hat Ashkar in der Saison 2012/13 erneut für
Konzerte und Aufnahmen eingeladen. Zu seinen
zukünftigen Engagements gehören Auftritte
mit dem Concertgebouw Orkest Amsterdam,
dem Konzerthaus-Orchester Berlin, dem Danish
National Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie oder dem National Arts
Centre Orchestra Ottawa auf Einladung von
Pinchas Zukerman.
Als Konzertdirigent hat Ivor Bolton nicht nur mit
den führenden Orchestern Großbritanniens
zusammengearbeitet. Engagements der letzten
4
Spielzeiten führten ihn etwa auch zum Concertgebouworkest Amsterdam, zum WDR Köln, zu
den Hamburger Philharmonikern, zum TonhalleOrchester Zürich sowie zum Concerto Köln, mit
dem er Händels „Athalia“ in New York, Paris
und London aufführte. Seit seinem Debüt bei
den Londoner Proms 1993 kehrt er dorthin
regelmäßig zurück. Aktuelle Gastengagements
führen ihn zum Netherlands Philharmonic,
RAI Orchestra Turin, zu den Münchner Philharmonikern oder den Bamberger Symphonikern.
Mit dem Mozarteum Orchester Salzburg spielte
Bolton u. a. Bruckners Sinfonien Nr. 3, 5, 7
und 9, Berlioz’ „L’enfance du Christ”, Haydns
Oratorien sowie zahlreiche Werke Mozarts ein.
Zu seinen weiteren Aufnahmen gehören
Münchner Mitschnitte der Opern „Xerxes”,
„Ariodante” und „L‘incoronazione di Poppea”.
Mit Recitals und als Kammermusiker ist Ashkar
regelmäßig in so bedeutenden Häusern wie
dem Concertgebouw Amsterdam, dem Mozarteum Salzburg, dem Wiener Musikverein oder
dem Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand
zu hören. Auch auf bedeutenden Festivals war
er zu Gast, u. a. bei den Salzburger Festspielen
mit den Wiener Philharmonikern, bei den Londoner Proms mit dem Gewandhausorchester,
beim Tivoli Festival mit dem Israel Philharmonic
unter Zubin Mehta sowie in Luzern, Ravinia,
Risor, Menton und beim Klavier-Festival Ruhr
zusammen mit Künstlern wie Daniel Barenboim,
Nikolaj Znaider und Waltraud Meier.
Ashkar studierte an der Royal Academy of
Music in London bei Maria Curcio sowie bei
Arie Vardi an der Musikhochschule Hannover.
5
NDR SINFO NIEO RCHE S T ER
Mit dem Paukenwirbel
Zum Programm des heutigen Konzerts
„Die Pauke scheint mir von allen Schlaginstrumenten das wertvollste zu sein“ – so schrieb
der französische Komponist Hector Berlioz, zugleich Verfasser einer maßgeblichen Instrumentationslehre in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Er kam zu dieser Einschätzung in einer Zeit,
in der die Pauke bereits voll emanzipiert war
und ihr in sinfonischen Werken durchaus anspruchsvolle, originelle Partien zugemutet
wurden. Das aber war nicht immer so gewesen.
„Die alten Meister“, so Berlioz weiter, „bedienten sich ihrer wohl nur, um in glänzenden oder
kriegerisch gestimmten Tonsätzen mit mehr
oder weniger alltäglichen Rhythmen Tonika und
Dominante zu bezeichnen.“ Und mit einem
Blick auf die Werke des Barock und der frühen
Klassik wird dieses Urteil weitgehend auch
bestätigt. Kein Wunder, gehörte die Pauke doch –
wie es Heinrich Christoph Kochs „Musikalisches
Lexikon“ von 1802 formulierte – „seit mehreren
Jahrhunderten eigentlich unter die Kriegsinstrumente, und wurde wegen ihres scharfen
Tones insbesondere dazu bestimmt, die Grundstimme bey einem Trompeterchore zu machen.“
Dazu ergänzte Gustav Schillings „Encyklopädie
der gesammten musikalischen Wissenschaften“
(ca. 1830): „bei feierlichen Gelegenheiten
durften nur dann Pauken gebraucht werden,
wenn eine fürstliche oder adlige Person […]
zugegen war.“ Die Folge dieser Traditionen
waren zwei gleichsam obligatorische Voraussetzungen für den Gebrauch der Pauke: Erstens
trat das Instrument in der Orchestermusik des
früheren 18. Jahrhunderts praktisch ausschließlich in Verbindung mit Trompeten auf (was
bekanntlich sprichwörtlich wurde), zweitens
6
von Pauken und Trompeten. Das zwischen
Tonika und Dominante pendelnde Thema des
1. Satzes erscheint sogar geradezu als Topos
dieser Tradition.
„Paucke“, Kupferstich von Johann Christoph Weigel
aus dem „Musicalischen Theatrum“ (um 1720)
wurde es nur bei besonders festlichen Stücken
eingesetzt. Wählte ein Komponist etwa für eine
Sinfonie die glänzenden Tonarten C-Dur oder
D-Dur, so konnte man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die Besetzung „mit
Pauken und Trompeten“ erweitert war. Die
Spuren dieses Brauchs kann man noch bis zu
den frühen Werken Beethovens verfolgen:
Während etwa sein Klavierkonzert in B-Dur im
kammermusikalischen Gewand daherkommt,
erhält das Klavierkonzert op. 15 in der bezeichnenden Tonart C-Dur seinen feierlichen
Gestus nicht zuletzt durch die Verwendung
In den Sinfonien Beethovens gewann die Pauke
schließlich erheblich an Bedeutung und wurde
nun auch in allen Tonarten und zu jedem Charakter herangezogen. Spätestens im frühen
19. Jahrhundert, in jener Epoche also, in der
Franz Berwalds Oper „Estrella de Soria“ entstand, gehörten die Pauken zum unverzichtbaren Bestandteil des Orchesters (was Berwald
freilich nicht daran hinderte, nach eingespielter kompositorischer Manier zu verfahren:
Das Signalmotiv, das seine Ouvertüre eröffnet
und nachfolgend mehrmals wiederkehrt, wird
in markanter Weise stets von Pauken und
Trompeten gemeinsam vorgetragen). Schon
zuvor jedoch hatte es einen Komponisten gegeben, der sich überaus interessiert an diesem
Instrument gezeigt und damit vielfach experimentiert hatte: Joseph Haydn scheint den
eingangs nach Berlioz zitierten Wert der Pauke
früh erkannt zu haben. Sei es in der „Paukenmesse“ (die die kriegerische Tradition der
Pauke aufgreift), sei es an markanten Stellen
in der „Schöpfung“, sei es in der „Sinfonie mit
dem Paukenschlag“ oder eben in der am heutigen Abend erklingenden „Sinfonie mit dem
Paukenwirbel“ – überall bestätigt sich, was
Gustav Schilling rund ein halbes Jahrhundert
später auf den Punkt brachte: „Solo’s für die
Pauken können am rechten Orte und mit sparsamer Anwendung von großer Wirkung sein,
namentlich der Wirbel“. Das Londoner Publi-
kum, das im März 1795 der Uraufführung von
Haydns Sinfonie Nr. 103 beiwohnte, gab diesen
Worten Recht: „Die ‚Langsame Einleitung’“, so
berichtete der „Morning Chronicle“, „erregte
höchste Aufmerksamkeit“…
Einer der „besten Klavierkomponisten“
seiner Zeit – Beethovens Klavierkonzert C-Dur op. 15
Ob im Unterricht, den Beethoven in Wien für
kurze Zeit bei Haydn genoss, jemals über die
Bedeutung der Pauke gesprochen wurde, entzieht sich unserer Kenntnis. „Mozarts Geist
aus Haydns Händen“ sollte der junge Bonner
Komponist erhalten – so stellte es sich jedenfalls Graf von Waldstein vor –, als er 1792 in die
Musikmetropole Wien zog. Mit dem Unterricht
bei Haydn indes wollte es nicht so recht klappen – zu unterschiedlich erwiesen sich die
beiden Komponisten in ihrem Temperament.
Aber Beethoven kam auch allein auf dem
Wiener Parkett zurecht und konnte hier vor
allem mit seinen pianistischen Fähigkeiten früh
auf sich aufmerksam machen: „Es ist nicht zu
leugnen, daß Herr van Beethoven ein Mann von
Genie ist, der Originalität hat und durchaus
seinen eigenen Weg geht“, hieß es 1800 in der
Presse. „Dazu sichert ihm seine nicht gewöhnliche Gründlichkeit in der höheren Schreibart
und seine eigene außerordentliche Gewalt auf
dem Instrumente, für das er schreibt, unstreitig
den Rang unter den besten Klavierkomponisten und -spielern unserer Zeit.“ Zu diesem
Zeitpunkt hatte Beethoven bereits eine nicht
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NDR SINFO NIEO RCHE S T ER
aus der Mozartschen Tradition. Wie üblich wird
es zunächst vom Orchester vorgestellt, was
auch für das nacheinander in Dur und Moll
erklingende gesangliche Seitenthema gilt. Am
Ende dieser Orchesterexposition kann sich
dann wieder die marschartige Sphäre mit einem neuen Signal-Motiv durchsetzen. Gemeinsam mit den Figurationen des Klaviers tauchen
anschließend alle drei Themen noch einmal
auf. Die relativ ruhig und fantasieartig gehaltene
Durchführung, in der der Rhythmus des Hauptthemas in den Bläsern zu hören ist, endet mit
einem herabschießenden Lauf des Klaviers,
der in die im Orchester volltönende Reprise
des Hauptthemas mündet. Die umfangreiche
Solokadenz gegen Ende bietet dem Pianisten
(wie damals Beethoven selbst) Gelegenheit,
seine Kunst zu beweisen.
Anschlagzettel für Beethovens musikalische Akademie im Wiener Burgtheater am 2. April 1800, in der er u. a.
sein Klavierkonzert C-Dur in der Endfassung aufführte
geringe Anzahl an Klaviersonaten sowie drei
Klavierkonzerte komponiert. Das so genannte
„Erste Klavierkonzert“ ist nämlich in Wirklichkeit sein drittes: Nach einem heute fast vergessenen ersten Versuch in Es-Dur (WoO 4)
folgte das später als „2. Klavierkonzert“ bekannte Werk in B-Dur op. 19. Das C-Dur-Konzert
op. 15 schließlich entstand (zum Teil noch
parallel zum „Zweiten“) 1793 bis 1795 (mit
8
einer ersten Aufführung im Wiener Hofburgtheater), erhielt seine endgültige Gestalt jedoch erst im Jahr 1800. Der junge Komponist
erwies sich hier als ein würdiger Nachfolger
Mozarts, durch den das Klavierkonzert zu einer
anspruchsvollen Gattung gereift war.
Und so kommt auch der festliche, marschartige
Charakter des Hauptthemas des 1. Satzes ganz
Der ruhige 2. Satz hat ein melodisch edles
Thema, das einen zusätzlichen Reiz erhält, wenn
es gegen Ende im Klavier über schwingenden,
akkordischen Triolen oder in der Klarinette zu
den Trillern des Klaviers erklingt. Warmherzige
Dialoge zwischen Klarinette und Klavier finden
sich auch im Schlussabschnitt des Satzes
immer wieder.
In seiner humorvollen Spritzigkeit ist der 3. Satz
dann mehr noch Haydn als Mozart verpflichtet.
Sein munteres Rondo-Thema wir vom Klavier
präsentiert und im Orchester wiederholt. Das
Thema des ersten Zwischenspiels (erst in der
Oboe, dann im Klavier) fällt durch seine ungewöhnliche Akzentsetzung auf, dasjenige des
zweiten Zwischenspiels entwickelt beinahe mo-
dernen „Ragtime-Drive“. Am Ende erscheint –
kurz vor dem Schlusspunkt des Orchestertuttis –
durch die Verlangsamung des Hauptthemas
im Klavier ein beachtliches „retardierendes
Moment“, ein Moment des Innehaltens und der
Rückschau, wie wir es aus manchen Erzählungen kennen: Durchaus verstand man ja Musik
damals im Zusammenhang mit Sprache und
Rhetorik, und die Komponisten bedienten
sich gerne der gleichen narrativen Mittel wie
die Literaten.
Verkannter „Zukunftsmusiker“ –
Berwalds Ouvertüre zu
„Estrella de Soria“
Schriftsteller – auch das war eine der zahlreichen Professionen, in denen der gebürtige
Stockholmer Franz Berwald sein Brot zu verdienen suchte. Obwohl er als Sohn einer schwedischen Musikerdynastie zeitlebens seiner
eigentlichen Berufung als Musiker und Komponist nachging, musste er notgedrungen auch
andere Wege zum finanziellen Erfolg ausprobieren: Zuerst Geiger in der Königlichen Hofkapelle
von Stockholm, kam er bald in Berührung mit
der Medizin und ging seiner innovativen orthopädischen Behandlungsmethoden wenig später
in einer eigenen Praxis nach. Diese Karriere
endete, als Berwald 1841 mit dem Ziel des ersehnten Durchbruchs als Komponist nach Wien
übersiedelte. Hier kam er in Kontakt mit Otto
Prechtler, einem Freund Franz Grillparzers,
der ihm das Libretto für die Große romantische Oper „Estrella de Soria“ verfasste.
9
NDR SINFO NIEO RCHE S T ER
„Estrella“) – das aber auch immer wieder auf
Unverständnis stieß. Von keinem geringeren
als Hans von Bülow noch als „alter Zukunftsmusiker“ gepriesen, fand sich Berwald schließlich damit ab, sich „wie jeder andere Amateur
nur zum Vergnügen mit der Tonkunst“ zu
beschäftigen. Er wurde Leiter einer Glashütte,
später einer Ziegelei.
Franz Berwald (um 1850)
Außer in einigen Privataufführungen war indes
auch diesem ambitionierten Projekt keine
öffentliche Wahrnehmung beschieden, weshalb
sich Berwald resigniert in die schwedische
Heimat und aufs Land zurückzog, wo er seine
bedeutendsten Orchesterwerke komponierte.
Mit vier Sinfonien lieferte der Zeitgenosse
Franz Schuberts seinen ganz eigenen Beitrag
zu dieser Gattung, und es war vor allem „das
harmonische Element, das er mit künstlerischer Freiheit behandelt, und das daher viele
recht interessante Momente enthält“ (so hieß
es später in einer Rezension über seine
10
Diese einigermaßen tragische Lebensgeschichte erhielt jedoch sechs Jahre vor Berwalds Tod
noch die entscheidende Wende. „Unter den
musikalischen Neuheiten, die in diesem Herbst
am Königlichen Theater zu erwarten sind“,
schrieb Berwald 1862, „ist auch eine Große
Oper von mir, ‚Estrella de Soria‘. Wenn man nun
in Betracht zieht, welche Arrangements von
seiten des Komponisten erforderlich sind, um
sein Produkt glücklich zu entbinden, und dass
er außerdem schwanger ist mit einem zwei
Monate alten Ziegelei-Embryo, so gehört ein
nicht gerade schlechter Magen dazu, um in dem
ein oder anderen Falle eine ‚fausse couche‘
zu vermeiden.“ Die Stockholmer Oper hatte
sich also endlich dazu entschlossen, ein Werk
Berwalds in den Spielplan aufzunehmen – und
der Komponist scheute keine Mühen, seine
„Estrella de Soria“ in schwedischer Fassung
noch einmal grundlegend umzuarbeiten. Eine
„Fehlgeburt“ wurde daraus nicht: Auch wenn
die Oper nach fünf Vorstellungen wieder abgesetzt wurde, bescherte sie Berwald doch
einen ansehnlichen Erfolg. (Später wurde das
Stück auch zur Einweihung des neuen Stockholmer Opernhauses 1898 gespielt).
Die Ouvertüre, die vermutlich in den 1840er
Jahren komponiert, vielleicht aus der verschollenen Oper „Gustaf Wasa“ übernommen wurde
und erst für die 1862er Fassung vorgesehen
war, erinnert in ihrem frühromantischen Tonfall an Musik von Schubert oder Weber. Nach
einem dramatisch bewegten Sonatensatz
bringt die Coda ein versöhnliches Motiv der
Klarinette, das zu einem ruhigen Ausklang
führt. Der Vorhang öffnet sich in der Oper nun
dem Nachtlager der kastilischen Armee in der
Morgendämmerung (und am heutigen Abend
dem traditionsgemäß nicht weniger militärischen „Weckruf“ der Pauke bei Haydn) ...
Sinfonische Sensation –
Haydns Einhundertdritte
Im Jahre 1790 klopfte es an Joseph Haydns Tür
in Wien: „Ich bin Salomon aus London, und
komme, Sie abzuholen.“ – Johann Peter Salomon, seines Zeichens Geiger und Konzertunternehmer in London, hatte erfahren, dass
Fürst Nikolaus Esterházy gestorben war und
damit Haydns langjährige an den Hof von
Esterháza gebundene Beschäftigung geendet
hatte. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ließ
sich Haydn sofort dafür begeistern, in Salomons
Konzertreihe neue Werke zu präsentieren und
zu diesem Zweck in die blühende englische
Metropole zu reisen. Während der beiden
London-Aufenthalte 1791 – 92 und 1794 – 95
entstanden so Haydns berühmte 12 Londoner
Sinfonien, die abschließende Krone seines
reichen Sinfonieschaffens. Der bereits zuvor
berühmte Mann machte in England regelrecht
Sensation und traf mit seinen zwischen „Simplicity“, Humor und Expression (und zumal in
der 103. Sinfonie auch zwischen pathetischer
Düsternis und Fröhlichkeit, Folklore und artifizieller Musik) vermittelnden Sinfonien genau
den Geschmack des Londoner Publikums.
Haydns unerschöpfliche Inspiration schien durch
solch freies und glückliches Klima nochmals
befeuert – für jede neue Sinfonie dachte er sich
jetzt besonders originelle „Specials“ aus.
Die Begründung für den (nicht originalen)
Beinamen, der die 103. Sinfonie zur besseren
Unterscheidung ziert, erhalten wir gleich im
ersten Takt des 1. Satzes: Für die Zeitgenossen
völlig spektakulär, lässt Haydn die langsame
Einleitung mit einem solistischen Paukenwirbel
beginnen. In der Handschrift ist dieser Takt
sogar als „Intrada“ gekennzeichnet, womit auf
Begrüßungsmusiken beim Eintreffen wichtiger
Persönlichkeiten oder zur Eröffnung besonderer Feierlichkeiten Bezug genommen wird.
Man kann daher vermuten, dass sich Haydn
diesen Paukenwirbel durchaus frei ausgestaltet vorstellte – eine Tradition, wie sie auch in
Kochs „Musikalischem Lexikon“ erwähnt wird:
„Die Pauker schlagen selten die ihnen vorgeschriebenen Töne ganz einfach an, sondern sie
bedienen sich, wenn sie, besonders bei den
Intraden, das Instrument mit starkem Tone
hören lassen können, gewisser Verzierungen
der Schlagmanieren.“ (In diesem Sinne hat
Ivor Bolton für die heutige Aufführung der
Sinfonie eine regelrechte Solo-Kadenz für
Pauke geschrieben).
11
NDR SINFO NIEO RCHE S T ER
Mit diesem Pauken-Solo ist dann gewissermaßen das Portal für die folgende, bemerkenswert mysteriöse Musik aufgestoßen: Unheimlich, scheinbar ohne Metrum kreisende Figuren
in den tiefen Streichern erinnern an den „Dies
irae“-Gesang der katholischen Totenmesse.
Holzbläserkadenzen errichten zwar harmonische Pfeiler, doch auch die Entwicklung des
Motivs in den Violinen bleibt rätselhaft. Der zeitgenössische Musiktheoretiker Jérôme-Joseph
de Momigny entwarf dazu das Bild einer aus
Angst vor drohendem Unwetter betenden Gemeinde und schwärmte: „Diejenigen, die sich
von den ersten zwölf Takten an nicht schon
von einem heiligen Respekt ergriffen fühlen,
besitzen keine empfindsame Seele ...“ In dunk-
lem, beinahe dämonischem Tonfall endet die
Einleitung, worauf das in hoher Lage einsetzende Thema des Sonatensatzes wie aus einer
anderen, unbeschwerten Welt hinüberzutönen
scheint. Die heitere Stimmung entfesselt sich
schließlich auch unter kaum merklicher Zuhilfenahme des beschleunigten EinleitungsMotivs und mündet in ein luftig schwingendes
Seitenthema. In der Durchführung wird das
Material der Einleitung noch einmal relevant,
wenn jene kreisende Linie sich dort nach einem
klar erkennbaren Absatz wiederum im schnellen Tempo nach oben windet. Die Reprise aber
macht endgültig deutlich, welch nachhaltige
Wirkung dieses Material auf den gesamten Satz
hat: Nach der Wiederkehr des Seitenthemas
folgt eine dramatische Wendung mit herabstürzenden Tremoli, die in einen offenen, verminderten Akkord münden. Nun hebt in exakter
Wiederholung des Beginns die Einleitung samt
Paukenwirbel noch einmal an. Ihre zweite Kadenz jedoch führt hier – als geschickt platzierter Überraschungseffekt – in den heiteren
Ausklang des Satzes, wobei jetzt die Ableitung
jener lebendigen Violinfigur aus dem düsteren
Einleitungs-Motiv offenkundig wird. Selten
wurden in einem derart kompakten Sinfoniesatz solch spannende Querverbindungen und
originelle Modifikationen des herkömmlichen
Sonatenschemas erzielt!
Eine spezifisch Haydnsche Erfindung ist das
Prinzip der Doppelvariation, also einer Variationsfolge über zwei kontrastierende Themen,
das der 2. Satz verfolgt. Dabei konnte die Herkunft beider Themen aus der osteuropäischen
Folklore zumindest als wahrscheinlich nachgewiesen werden. Dem etwas schwerfällig
konduktartigen, dunklen ersten Moll-Thema
mit charakteristisch erhöhter Quarte wird ein
besonders volkstümliches Dur-Thema mit
bäuerlich betontem Taktschwerpunkt und verspielten Trillern gegenüber gestellt. Die folgenden je zwei Variationen wandeln die Themen
vor allem im Erscheinungsbild und Charakter
ab, wobei Haydn gekonnt mit unterschiedlichsten Stilen und Instrumentationsvarianten spielt.
Dem damaligen Konzertmeister G. B. Viotti,
der Haydns letzte Londoner Saison organisierte
(Salomon hatte seine Reihe einstellen müssen),
ist dabei sogar ein Violinsolo zugedacht.
Ebenfalls an Volksmusik, diesmal an die österreichische, erinnert das freundliche Thema des
3. Satzes mit seinen zu einigen Echo-Pointen
ausgenutzten Jodler-Figuren. Eine interessante
Klangwirkung erzielt die unisono in Violinen
und Klarinetten laufende Melodielinie im Trio.
Der 4. Satz ist ein Paradebeispiel für Haydns
Kunst, auf äußerst knappem Raum mit genialen
Mitteln und Einfällen ein Höchstmaß an motivischer Einheit und Konzentration zu erzielen.
Originell gestaltet sich schon der Beginn:
Zunächst wird ein Horn-Motto allein exponiert,
das im nächsten Moment als Kontrapunkt zum
eigentlichen, angeblich aus einem kroatischen
Volkslied abgeleiteten Hauptthema dient.
Alles Folgende ist konsequent aus letzterem
abgeleitet: Ob die zunächst verhaltene imitatorische Entwicklung, das fröhliche Tutti mit
herabschießenden Tonleitern, das in eine vor
Freude überschäumende Tremolo-Welle mündet, oder jene Passagen, in denen das Thema
in den tiefen Streichern unter repetierten
Akkorden der Violinen mit fast Schubertschen
Modulationen erklingt.
Julius Heile
London, Themse mit Westminster Abbey (Gemälde von William James, um 1770)
12
13
NDR SINFO NIEO RCHE S T ER
Konzertvorschau
NDR SINFONIEORCHESTER
B2 | Do, 18.10.2012 | 20 Uhr
A2 | So, 21.10.2012 | 11 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle
W2 | Sa, 20.10.2012 | 18 Uhr
Wismar, St. Georgen-Kirche
Thomas Hengelbrock Dirigent
Lisa Batiashvili Violine
Carl Philipp Emanuel Bach
Sinfonie C-Dur Wq 182,3
Ludwig van Beethoven
Violinkonzert D-Dur op. 61
Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70
D2 | Fr, 26.10.2012 | 20 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle
Christoph Eschenbach Dirigent
Midori Violine
Paul Hindemith
Sinfonische Metamorphosen über
Themen von Carl Maria von Weber
Paul Hindemith
Violinkonzert
Robert Schumann
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120
Einführungsveranstaltung:
19 Uhr
Einführungsveranstaltung für „Konzertanfänger“
(Schumann: Sinfonie Nr. 4): 20 Uhr
B3 | Do, 08.11.2012 | 20 Uhr
A3 | So, 11.11.2012 | 11 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle
L2 | Fr, 09.11.2012 | 19.30 Uhr
Lübeck, Musik- und Kongresshalle
Kent Nagano Dirigent
Angela Hewitt Klavier
Olivier Messiaen
„Le Reveil des oiseaux“
für Klavier und Orchester
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 7 E-Dur
Einführungsveranstaltung:
08.11.2012 | 19 Uhr
Mit-Mach-Musik parallel zum Konzert:
11.11.2012 | 11 Uhr
Einführungsveranstaltungen mit
Thomas Hengelbrock:
18.10.2012 | 19 Uhr
21.10.2012 | 10 Uhr
KAMMERKONZERT
Di, 13.11.2012 | 20 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio
BARTÓK & SCHOSTAKOWITSCH
Roland Greutter Violine
Christopher Franzius Violoncello
Per Rundberg Klavier
Christof Hahn Klavier
Bernhard Fograscher Klavier
Stephan Cürlis, Jesús Porta Varela,
Thomas Schwarz Schlagzeug
Béla Bartók
Sonate für zwei Klaviere
und Schlagzeug
Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141
(Bearbeitung für Klaviertrio
und drei Schlagzeuger)
Midori
Kent Nagano
Thomas Hengelbrock
14
15
Konzerttipp
Zwei Abende „Rihm & Schubert“ bei NDR das neue werk
NDR PODIUM DER JUNGEN
NDR DAS ALTE WERK
Fr, 26.10.2012 | 20 Uhr
Hamburg, St. Nikolai am Klosterstern
ORGELTÖNE
NDR Chor
Philipp Ahmann Dirigent
Anna-Victoria Baltrusch Orgel
Dietrich Buxtehude
Präludium e-Moll BuxWV 142
James Macmillan
Christus vincit für Sopran-Solo, Chor und Orgel
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge a-Moll BWV 543
Benjamin Britten
Rejoice in the lamb
für vier Solisten, Chor und Orgel op. 30
Abo-Konzert 2
Di, 30.10.2012 | 20 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle
Ars Antiqua Austria
Gunar Letzbor Violine und Leitung
Werke von
Heinrich Ignaz Franz Biber
Johann Heinrich Schmelzer
Giovanni Buonaventura Viviani
Antonio Bertali
Georg Muffat
19 Uhr: Einführungsveranstaltung
im Kleinen Saal der Laeiszhalle
Das Programm wird auch in der Reihe
„Konzert statt Schule“ gegeben (ab Klasse 7 – 12).
Termin: Do, 25.10.2012 | 11 Uhr
Hamburg, St. Nikolai am Klosterstern
DAS KLEINE FAMILIENKONZERT
So, 28.10.2012 | 14.30 + 16.30 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio
NDR BRASS UND DER HOFNARR
NDR Brass
Christina Dean Hofnarr
Musik von
Anthony Holborne und
Johann Pachelbel (Canon)
ab 3 Jahren
16
Gunar Letzbor
Karten im NDR Ticketshop im Levantehaus,
Tel. 0180 – 1 78 79 80 (bundesweit zum Ortstarif,
maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz),
online unter ndrticketshop.de
Im März 2012 feierte Wolfgang Rihm seinen
60. Geburtstag. Nachträglich gratuliert NDR
das neue werk dem bedeutenden deutschen
Komponisten mit gleich zwei Konzerten unter
dem Motto „Rihm & Schubert“. Für Rihm, der
sogar schon einmal als Schauspieler in die
Rolle Franz Schuberts geschlüpft ist, gehört
die Auseinandersetzung mit der Tradition zum
Arbeitsprinzip. Anklänge an Mahler, Schumann
oder Bach finden sich in vielen seiner Werke.
Rihms Verhältnis zu Schubert ist weniger augenfällig, dafür substantieller. Das Bekenntnis zum
Melos und zum Singen bildete den Kern von
Schuberts Kunst, und es ist erklärtermaßen
auch Wolfgang Rihms Lebensthema: „Die Hauptaufgabe für mich als Komponist besteht nach
wie vor darin, den singenden Menschen zu
begründen.“ Im Konzert mit dem NDR Sinfonieorchester am 2. November stehen dementsprechend Lieder von Schubert (in Orchesterbearbeitungen von Reger) sowie Rihms Szene
für Sopran und Orchester „Eine Strasse, Lucile“
(2011) und Auszüge aus seinem vor Kurzem
abgeschlossenen Orchesterzyklus „Nähe fern“
auf dem Programm. Am nächsten Abend des
„Rihm & Schubert“-Minifestivals im Rolf-Liebermann-Studio präsentieren das Boulanger Trio
und das Minguet Quartett Kammermusik von
Schubert, Rihm und Webern. Mit seinen von
Schumann inspirierten „Fremden Szenen“ und
seinem 11. Streichquartett stehen dabei einmal
mehr Werke Rihms auf dem Programm, die
keine Scheu vor klassisch-romantischen Echos
kennen. Zum Ausklang laden Jan Philip Schulze
und der Tenor Simon Bode zu einer „Liederwerkstatt Schubert/Rihm“ ein.
Wolfgang Rihm
RIHM & SCHUBERT
Fr, 02.11.2012 | 20 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio
NDR Sinfonieorchester
Karl-Heinz Steffens Dirigent
Ha Young Lee Sopran
Werke von
Franz Schubert & Wolfgang Rihm
Sa, 03.11.2012 | 18 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio
Minguet Quartett
Boulanger Trio
Jan Philip Schulze Klavier
Simon Bode Tenor
Werke von
Franz Schubert, Wolfgang Rihm und
Anton Webern
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Impressum
Saison 2012 / 2013
Herausgegeben vom
NORDDEUTSCHEN RUNDFUNK
PROGRAMMDIREKTION HÖRFUNK
BEREICH ORCHESTER UND CHOR
Leitung: Rolf Beck
Redaktion Sinfonieorchester:
Achim Dobschall
Redaktion des Programmheftes:
Julius Heile
Der Einführungstext von Julius Heile
ist ein Originalbeitrag für den NDR.
Fotos:
Christian Schneider (S. 4)
Monika Ritterhaus (S. 5)
akg-images (S. 6)
Beethoven-Haus Bonn (S. 8)
akg-images (S. 10)
Sotheby’s | akg-images (S. 12)
Philipp von Hessen (S. 14 links)
Timothy Greenfield-Sanders (S. 14 rechts)
Felix Broede (S. 15)
Douglas Schwartz | Corbis (S. 16)
Bernhard Schmitt | dpa | picture alliance (S. 17)
NDR | Markendesign
Gestaltung: Klasse 3b, Hamburg
Litho: Otterbach Medien KG GmbH & Co.
Druck: Nehr & Co. GmbH
Nachdruck, auch auszugsweise,
nur mit Genehmigung des NDR gestattet.
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Seele and Geist
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