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Alles RMK oder was? - AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft

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Alles RMK oder was?
Rehabilitanden-Management-Kategorien (RMK) als
Steuerungskonzept für die medizinische Reha
Abhängigkeitskranker: Forschungsergebnisse und
Anwendungsperspektiven
Dr. Uwe Zemlin
Fachtagung 09.10.13
Danksagung
an die DRV Baden-Württemberg
für die Förderung der
`Differentiellen Indikationsstudie RMK´
und an Nina Ammelburg & Christian Schmidt &
Sebastian Bernert
Charité, Lehrstuhl für
Versorgungssystemforschung und Grundlagen
der Qualitätssicherung in der Rehabilitation,
für die statistischen Auswertungen und die gute
Zusammenarbeit
Gliederung
1. Das Konzept der RehabilitandenManagement-Kategorien (RMK) und seine
Anwendungsoptionen
2. Differenzielle Indikation für stationäre
Kurzzeitbehandlung, Kombibehandlung und
Tagesrehabilitation auf der Grundlage von
Rehabilitanden-Management-Kategorien
(RMK)
Gliederung
1. Das Konzept der RehabilitandenManagement-Kategorien (RMK) und seine
Anwendungsoptionen
2. Differenzielle Indikation für stationäre
Kurzzeitbehandlung, Kombibehandlung und
Tagesrehabilitation auf der Grundlage von
Rehabilitanden-Management-Kategorien
(RMK)
Ausgangssituation
• Wie erfolgt bisher die konkrete Behandlungsplanung hinsichtlich
- der prioritären Behandlungsmaßnahmen (im Rahmen einer
weitgehend vorgegeben Behandlungsdauer) und
- der adaptiven Modifikation der Behandlungsdauer?
• Lässt sich diese Behandlungsplanung standardisieren?
• Wie entscheidet man, welche der indizierten
Behandlungsmaßnahmen prioritär und welche nachrangig sind?
Dieser Entscheidungsraum wird bisher durch klinikspezifische
Vorgehensweisen und Verfahren gesteuert, die bislang nicht
über den Klinikhorizont hinaus transparent sind und damit auch
nur begrenzt einer Evidenzbasierung zugänglich sind!
Ein konsentiertes Verfahren, das die wesentlichen
diagnostischen Dimensionen erfasst, würde einen
erheblichen Fortschritt bedeuten
5
Gegenstand: Therapiesteuerung
RMK
• Selektive Indikation: Zuweisung zu Behandlungsprogrammen
(Kurzzeit, Langzeit, Kombibehandlung,
Wiederholerbehandlung..) durch den Leistungsträger nach
Empfehlung der vorbehandelnden PSB:
- Nach Antragstellung der vorbehandelnden Stelle erfolgt eine
Kostenzusage mit definierter Behandlungsdauer im Rahmen
einer Budgetierung, die sich allerdings nur bedingt nach dem
Schweregrad bzw. den individuellen Bedarfen richtet (z.B.
Wiederholerbehandlung)
• Adaptive Indikation: Konkrete Festlegung des individuellen
Behandlungsplanes mit indizierten Behandlungsmaßnahmen
und individuell erforderlicher Behandlungsdauer im Rahmen
eines Budgets je nach individueller Problemausprägung nach
eingehender Diagnostik in der Klinik.
• Interkurrente Indikation: Anpassung des Behandlungsplanes an
Behandlungsverläufe und zusätzliche Erfordernisse, die erst im
Behandlungsverlauf offenkundig werden.
6
Konzept der RMK
(A)
RMK-Bedarfsgruppierung
–
–
–
(B)
Hauptindikationsgruppen (Major-Categories, z.B. Sucht)
Indikationsgruppen
(Basis-Categories, z.B. Alkoholabhängigkeit AL)
Was
sind RMK?
Reha-relevanter Schweregrad (bio-psycho-soziale
Beeinträchtigung)
+
Behandlungsanforderungen (Therapie-Orientierungs-Werte etc.)
Rehabilitanden-Management-Kategorien
z.B. RMK-SUCHT-AL-1 bis RMK-SUCHT-AL-4
7
Entwicklungsschritte der RMK (I)
1
2
Bedarfsgruppe
Diagnose +
AssessmentMesswerte
SUCHT- SUCHT- SUCHT- SUCHTAL-1
AL-2
AL-3
AL-4
3
Therapierelevante
Bedarfsdifferenzierung
Bedarfsgruppenbezogene
Therapieanforderungen
Substanzbezogene Beeinträchtigung
Psychische Beeinträchtigung
- Psychische Symptomatik
- Persönliche Ressourcen
Soziale Beeinträchtigung
- Arbeitsbezogenes Erleben & Verhalten
- Alter, Arbeitslosigkeit
- Soziale Unterstützung
8
8
Entwicklungsschritte der RMK (II)
Empirische Basis
10 Kliniken
Ergebnisse
RMK-Sucht Hauptstudie 2007/08
Stichprobe: rund 730 Teilnehmer
Allgemeine Hospitalgesellschaft AG (AHG)
AHG Kliniken Daun - Thommener Höhe
AHG Kliniken Daun - Am Rosenberg
AHG Klinik Wilhelmsheim
AHG Klinik Schweriner See
AKG Dr. Zwick GmbH und Co. KG
Fachklinik Furth im Wald
Fachklinik Fredeburg
Paracelsus-Kliniken-Deutschland GmbH
Berghofklinik Bad Essen
salus GmbH
salus klinik Lindow
Bundesverband für stat. Suchtkrankenhilfe e.V.
(buss)
LWL-Ostwestf. Rehazentrum – BernhardSalzmann-Kl.
Fachklinik St. Marienstift Dammer Berge
Entwicklung von indikationsspezifischem RMK-Assessment
Ableitung / Konsentierung von
RMK-Bedarfsgruppen Sucht
Entwicklung eines Algorithmus
für die RMK-GruppenZuordnung
Entwicklung einer RMK-Software
für die Praxis-Implementation
9
RMK Bedarfsdimensionen und EinzelAssessments
Substanzbezogene Dimension
- Alcohol Use Disorders Identification Test (AUDIT)
- Alkohol-Abstinenz-Selbstwirksamkeits-Erwartung R
(AASE- Versuchung)
MK
220
- Anzahl vorangegangener Entzugsbehandlungen
-A
Psychische Dimension
Psychische Symptomatik
- Trait-Angst (STAI-X2)
- Schwere der Depression (BDI-II)
- Klinische Symptome (SCL-90/SCL-9)
Item
s (3
sse
ssm
4F
ent
rag
en)
,
Persönliche Ressourcen 12 S
eite
n
- Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartungen
(SWE)
- Aktive Copingstrategien (COPE)
- Lebenszufriedenheit (SOEP-Item)
Soziale Dimension
Erwerbsproblematik
Soziale Unterstützung
- Alter und Arbeitslosigkeit
- Praktische Unterstützung und Emotionale
Unterstützung (F-SozU)
Arbeitsbezogenes Erleben und Verhalten
- Erfolgserleben im Beruf und
Offensive Problembewältigung (AVEM)
10
Beschreibung RMK-SUCHT-AL-1*
Geringe substanzbezogene Beeinträchtigung: Vergleichsweise
geringste Ausprägung alkoholassoziierter Probleme. Die
Selbstwirksamkeitserwartung in Bezug auf künftige
Alkoholabstinenz ist vergleichsweise hoch, die
selbsteingeschätzte Gefährdung (Versuchung) ist eher
gering. In der Vorgeschichte wurde nur bei einem kleinen
Teil der Rehabilitanden mehr als eine Entzugsbehandlung
durchgeführt.
Geringe psychische Beeinträchtigung: Klinische Symptome von
Angst und Depression sind vergleichsweise schwach
ausgeprägt. Das allgemeine psychische Befinden der letzten
sieben Tage ist gut. Funktionale Copingstrategien und
Selbstwirksamkeitserwartungen sind gut entwickelt, es wird
eine hohe Lebenszufriedenheit angegeben.
Geringe soziale Beeinträchtigung: In dieser Gruppe ist ein
geringerer Teil arbeitslos. Hinsichtlich der arbeitsbezogener
Erlebens- und Verhaltensmuster und der sozialen
Unterstützung zeigen sich nur geringfügige
Beeinträchtigungen.
Beschreibung RMK-SUCHT-AL-2*
Mittlere substanzbezogene Beeinträchtigung: Mittlere
Ausprägungen alkoholassoziierter Probleme treten auf. Die
Selbstwirksamkeitserwartung in Bezug auf künftige
Alkoholabstinenz ist relativ gering, die selbsteingeschätzte
Gefährdung (Versuchung) ist recht hoch. In der
Vorgeschichte wurde relativ häufig mehr als eine
Entzugsbehandlung durchgeführt.
Hohe psychische Beeinträchtigung: Vor allem klinische
Symptome von Angst und Depression sind ziemlich stark
ausgeprägt. Das allgemeine psychische Befinden der letzten
sieben Tage ist relativ schlecht.
Geringe soziale Beeinträchtigung: In dieser Gruppe ist ein
geringerer Teil der Rehabilitanden arbeitslos.
Arbeitsbezogene Erlebens- und Verhaltensmuster, vor allem
aber die soziale Unterstützung erscheinen vergleichsweise
unproblematisch.
Beschreibung RMK-SUCHT-AL-3*
Mittlere substanzbezogene Beeinträchtigung: Mittlere
Ausprägungen alkoholassoziierter Probleme treten auf. Die
Selbstwirksamkeitserwartung in Bezug auf künftige
Alkoholabstinenz ist relativ gering, die selbsteingeschätzte
Gefährdung (Versuchung) ist recht hoch. In der
Vorgeschichte wurde in der Hälfte der Fälle mehr als eine
Entzugsbehandlung durchgeführt.
Geringe psychische Beeinträchtigung: Klinische Symptome von
Angst und Depression sind relativ gering ausgeprägt. Das
allgemeine psychische Befinden der letzten sieben Tage ist
vergleichsweise gut. Funktionale Copingstrategien und
Selbstwirksamkeitserwartungen sind vorhanden, die
Lebenszufriedenheit ist vergleichsweise hoch.
Hohe soziale Beeinträchtigung: Häufig besteht Arbeitslosigkeit.
Des Weiteren zeigen sich überwiegend negative
arbeitsbezogene Erlebens- und Verhaltensmuster sowie vor
allem eine stark verminderte soziale Unterstützung.
Beschreibung RMK-SUCHT-AL-4*
Hohe substanzbezogene Beeinträchtigung: Hohe Ausprägungen
alkoholassoziierter Probleme und gefährlichen Trinkverhaltens
treten auf. Die Selbstwirksamkeit in Bezug auf künftige
Alkoholabstinenz ist gering, die selbsteingeschätzte
Gefährdung (Versuchung) ist hoch. In der Vorgeschichte
wurden mehrfach Entzugsbehandlungen durchgeführt.
Hohe psychische Beeinträchtigung: Klinische Symptome von Angst
und Depression sind ausnehmend häufig. Das allgemeine
psychische Befinden der letzten sieben Tage ist schlecht. Dem
typischen Patienten der SUCHT-AL-4 fehlt es außerdem an
funktionalen Copingstrategien und an einer ausreichenden
allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung. Die
Lebenszufriedenheit ist reduziert.
Hohe soziale Beeinträchtigung: Häufig besteht Arbeitslosigkeit. Des
Weiteren zeigen sich überwiegend negative arbeitsbezogene
Erlebens- und Verhaltensmuster sowie vor allem eine als stark
vermindert wahrgenommene soziale Unterstützung.
Bedarfsgruppen Alkoholentwöhnung
Beeinträchtigung auf den sechs Subdimensionen
Dimension
[in % betroffener Pat.]
Gruppierung
Substanzbezogene Beeinträchtigung
insges. 50.5%
Psychische Beeinträchtigung
Psychische Symptomatik
insges. 55.9%
Persönliche Ressourcen
insges. 42.3%
Soziale Beeinträchtigung
Erwerbsproblematik Arbeitslosigkeit
insges. 40.2%
Arbeitsbezogenes Erleben & Verhalten
insges. 64.9%
Soziale Unterstützung
insges.
58.0%
++++ >75%
maximale Beeinträchtigung
+++ = 51 - 75%
sehr starke Beeinträchtigung
AL-1
AL-2
AL-3
AL-4
+
+++
+++
++++
16.9%
62.1%
51.3%
76.6%
+
+++
++
++++
9.1%
73.7%
47.0%
100%
+
++
++
++++
1.9%
44.7%
46.2%
90.1%
++
++
++
+++
28.6%
34.7%
47.0%
58.6%
++
+++
+++
++++
47.4%
63.7%
66.7%
89.2%
+
++
++++
++++
23.4%
42.1%
99.1%
90.1%
++ >26 - 50%
+ = 0 - 25%
starke Beeinträchtigung
weniger starke Beeinträchtigung 15
RMK-Bedarfsgruppen
Kurzcharakteristik
AL-3
s
o
z
i
a
l
AL-4
Stark auffällig
AL-2
auffällig
AL-1
Stark auffällig
substanzbezogen
auffällig
auffällig
Stark auffällig
psychisch
16
RMK-Klinikanwendung
RMK
Software
Patient
RMKAssessment
RMKGrouper
Arzt/Psychologe
RMK-Bogen
•
Bedarfsgruppe
12 Seiten,
34 Fragen,
220 Items
Rehabilitation
Therapieverordnung
• AssessmentErgebnisse
• Therapieorientierungswerte
17
Latente Klassen-Analyse (LCA)
– Ergebnisse der Hauptstudie bestätigt!
Hauptstudie 2007/08
AL-3 (n=117) 20%
AL-4 (n=111)
Implementation 2009
AL-3
(n=245)
16%
AL-4 (n=275)
18%
19%
34%
34%
AL-2 (n=190)
27%
AL-1 (n=154)
Gesamt-n=572 =78% der
Gesamtstichprobe (n=731 aus 10 Kliniken)
AL-2
(n=489)
32%
AL-1
(n=478)
Gesamt-n=1.487 = 97% der
Gesamtstichprobe (n=1.533 aus 12 Kliniken)
18
Anwenderbefragung - Ergebnisse (I)
- Erfahrungen mit der RMK-Implementation •
Integrierbarkeit der RMK-Diagnostik in die klinikinterne Routine
belegt
•
RMK-Assessment und –Software von Patienten und klin.
Personal überwiegend akzeptiert
–
–
•
RMK-Auswertungsbogen als therapeutisch-relevante zusätzliche
Information
–
•
Geeigneter Baustein der Routine-Diagnostik zur Erfassung von reharelevanten Bedarfsprofilen, indikativ durch weitere Assessments zu ergänzen
Anhaltspunkte zur Optimierung von Einzelaspekten der RMK-Instrumente
Grundlage für therap. Exploration des Behandlungsbedarfs zu Beginn der
Behandlung
Mitarbeiterschulungen zur optimalen Interpretation und Nutzung
der RMK-Ergebnisse notwendig
19
Anwenderbefragung - Ergebnisse (II)
- Aussagen zum RMK-Konzept allgemein •
Anzahl und Charakteristik der RMK-Gruppen klinisch
plausibel und relevant
•
RMK-Ergebnis entspricht zumeist (ca. 80%) dem
klinischen Eindruck/Befund
–
–
•
Assessmentbasierte Ableitung der Bedarfsgruppen als
geeignetes Klassifikationsinstrument befürwortet
–
•
Abweichungen vor allem bei klinisch sehr auffälligen Patienten
RMK-Ergebnis sollte durch klinischen Experten überprüft werden
Entwicklungsbedarf: Berücksichtigung der somatischen
Komorbiditäten
Therapeutische Konsequenzen der RMKBedarfsgruppierung bislang unklar
–
Entwicklung von therapeutischen Empfehlungen für die
Bedarfsgruppen notwendig
20
Gliederung
1. Das Konzept der RehabilitandenManagement-Kategorien (RMK) und seine
Anwendungsoptionen
2. Differenzielle Indikation für stationäre
Kurzzeitbehandlung, Kombibehandlung und
Tagesrehabilitation auf der Grundlage von
Rehabilitanden-Management-Kategorien
(DiffIndStudRMK)
DiffIndStudRMK: Fragestellungen
1. Unterscheiden sich die Klientele der drei
Behandlungsansätze Kurzzeit-, Kombi- und tagesklinische
Behandlung hinsichtlich der Verteilung über die
Rehabilitanden-Management-Kategorien und wie
unterscheiden sie sich von der Langzeitbehandlung?
2.Welche Patientengruppen (im Sinne von RMK)
profitieren mehr und welche weniger von den jeweiligen
Behandlungsansätzen?
3.Lassen sich auf der Basis der Behandlungsergebnisse
Empfehlungen für die Zuweisung von Patienten zu den
Behandlungsansätzen formulieren?
22
Stichprobenbeschreibung
Behandlung
TK
Langzeit
Kurzzeit
Kombi
Anzahl (N)
117
459
98
150
Geschlecht männlich in %
65,8
74,7
53,1
60,0
Alter (MW)
47,5
47,3
49,3
48,8
Arbeitslosigkeit in %
35,9
37,3
16,3
20,7
Alleinlebend „ja“ in %
27,2
35,0
24,5
25,7
Bezugsperson „ja“ in %
93,9
86,8
91,8
91,2
Mehr als 1 Entzug in %
69,2
69,3
67,3
50,0
23
1. Unterscheiden sich die Klientele der
Behandlungsansätze hinsichtlich der
Verteilung über die RehabilitandenManagement-Kategorien?
24
Verteilung der Bedarfsgruppen
TK
Langzeit Kurzzeit
Kombi
Gesamt
RMK-1
34,8
28,7
27,6
33,8
30,3
RMK-2
20,5
30,1
46,9
35,8
31,6
RMK-3
25,9
19,5
12,2
16,2
19,4
RMK-4
18,8
20,0
13,3
14,2
18,7
N
112
453
98
148
811
25
Katamnestische Erfolgsquoten (1)
DGSS 1
RMK-1
RMK-2
RMK-3
RMK-4
Gesamt
Abstinent
In %
71,2%
64,4%
61,9%
47,7%
63,5%
Abstinent
79,7%
75,3%
72,2%
59,3%
73,6%
177
174
97
86
534
(>4
Wochen)
N
26
Katamnestische Erfolgsquoten (2)
DGSS 1
TK
Langzeit
Kurzzeit
Kombi
Gesamt
Abstinent
In %
55,0%
60,5%
70,5%
75,2%
63,7%
Abstinent
65,0%
70,6%
82,0%
83,4%
73,6%
80
296
61
105
542
(>4
Wochen)
N
27
Katamnestische Erfolgsquoten (3)
DGSS 4
Abstinent
In %
Abstinent
(>4
Wo.)
N
RMK-1
RMK-2
RMK-3
RMK-4
Gesamt
51,4 %
44,0%
39,2%
27,6%
42,3%
57,4%
51,1%
45,0%
33,8%
48,6%
251
259
158
152
820
28
Katamnestische Erfolgsquoten (4)
DGSS 4
TK
Langzeit
Kurzzeit
Kombi
Gesamt
38,3%
39,3%
44,9%
57,7%
42,3%
44,4%
45,5%
53,1%
63,3%
50,5%
115
455
98
149
817
Abstinent
in %
Abstinent
(>4 Wo.)
N
29
Katamnestische Erfolgsquoten,
nach Behandlungsansatz und RMK
Kriterium: durchgängig abstinent; (N=543)
DGSS1
TK
Langzeit
Kurzzeit
Kombi
Gesamt
RMK 1
64,5%
31
69,9%
93
83,3%
18
76,3%
38
71,7%
180
RMK 2
62,5%
16
60,7%
89
58,1%
31
78,0%
41
64,4%
177
RMK 3
50,0%
18
58,9%
56
85,7%
7
77,8%
18
62,6%
99
RMK 4
30,8%
13
44,4%
54
71,4%
7
69,2%
13
48,3%
87
Gesamt
55,1%
78
60,3%
292
69,8%
63
76,4%
110
63,9%
543
Cave: kleine Fallzahlen!
30
Katamnestische Erfolgsquoten,
nach Behandlungsansatz und RMK
Kriterium: letzte 30 Tage abstinent; (N=543)
DGSS1
TK
Langzeit
Kurzzeit
Kombi
Gesamt
RMK 1
74,2%
31
80,6%
93
88,9%
18
78,9%
38
71,7%
180
RMK 2
68,8%
16
69,7%
89
77,4%
31
90,2%
41
75,7%
177
RMK 3
61,1%
18
71,4%
56
85,7%
7
83,3%
18
72,7%
99
RMK 4
46,2%
13
53,7%
54
85,7%
7
84,6%
13
59,8%
87
Gesamt
65,4%
78
70,5%
292
82,5%
63
84,5%
110
74,0%
543
Cave: kleine Fallzahlen!
31
Direkte Veränderungsmessung
– Familie
• Katamnese enthält Fragen speziell zur Familiensituation
• 4 Fragen mit folgenden Inhalten:
– besserer Umgang mit Problemen in der Familie aufgrund
der Behandlung
– geringeres Konfliktpotential mit Familie und Freunden
aufgrund der Behandlung
– Ordnung wichtiger familiärer Angelegenheiten aufgrund der
Behandlung
– Festigung der Stellung in der Familie aufgrund der
Behandlung
• Bildung eines Konstruktes mit 3-Abstufungen der
Bewertung des Reha-Erfolges von nicht erfolgreich,
überwiegend erfolgreich bis hin zu vollkommen erfolgreich
32
Direkte Veränderungsmessung
– Familie (N=353)
RMK-1
RMK-2
RMK-3
RMK-4
nicht
erfolgreich
11,0%
13,0%
26,4%
29,1%
überwiegend
erfolgreich
32,1%
26,1%
49,3%
26,7%
vollkommen
erfolgreich
56,9%
60,9%
34,8%
46,7%
N
109
115
69
60
33
Direkte Veränderungsmessung
– Familie (N=357)
TK
Langzeit
Kurzzeit
Kombi
nicht
erfolgreich
13,2%
18,6%
9,5%
12,9%
überwiegend
erfolgreich
30,2%
36,7%
31,0%
27,1%
vollkommen
erfolgreich
56,6%
44,6%
59,5%
60,0%
N
53
177
42
85
34
Direkte Veränderungsmessung
– Alltag
• Katamnese enthält Fragen speziell zur Alltagssituation
• 4 Fragen mit folgenden Inhalten:
– Besserer Umgang mit Schwierigkeiten im Alltag aufgrund
der Behandlung
– Bessere Umsetzung von Veränderungen im Alltag aufgrund
der Behandlung
– Neue Schwerpunktsetzung im Alltag aufgrund der
Behandlung
– Besserer Umgang mit Einsamkeit aufgrund der Behandlung
• Bildung eines Konstruktes mit 3-Abstufungen der
Bewertung des Reha-Erfolges von nicht erfolgreich,
überwiegend erfolgreich bis hin zu vollkommen erfolgreich
35
Direkte Veränderungsmessung
– Alltag (N=388)
RMK-1
RMK-2
RMK-3
RMK-4
nicht erfolgreich 15,1%
14,5%
18,8%
26,2%
überwiegend
erfolgreich
29,4%
28,2%
32,5%
33,8%
vollkommen
erfolgreich
55,5%
57,3%
48,8%
40,0%
N
119
124
80
65
36
Direkte Veränderungsmessung
– Alltag (N=394)
TK
Langzeit
Kurzzeit
Kombi
nicht erfolgreich
25,0%
18,3%
16,0%
11,1%
überwiegend
erfolgreich
25,0%
31,0%
22,0%
38,5%
vollkommen
erfolgreich
50,0%
50,8%
62,0%
51,8%
N
56
197
50
91
37
Direkte Veränderungsmessung
– Arbeit
• Katamnese enthält Fragen speziell zur Arbeitssituation
• 2 Fragen mit folgenden Inhalten:
– Besserer Umgang mit Problemen bei der Arbeit aufgrund
der Behandlung
– Selbstvertrauen, eigene Anliegen bei der Arbeit
einzubringen aufgrund der Behandlung
• Bildung eines Konstruktes mit 2-Abstufungen der
Bewertung des Reha-Erfolges von nicht erfolgreich und
erfolgreich.
38
Direkte Veränderungsmessung
– Arbeit
(N=270, nur arbeitende Patienten)
RMK-1
RMK-2
RMK-3
RMK-4
nicht erfolgreich
16,3%
21,1%
11,1%
18,6%
erfolgreich
83,7%
78,9%
88,9%
81,4%
N
92
90
45
43
39
Direkte Veränderungsmessung
– Arbeit
(N=274, nur arbeitende Patienten)
TK
Langzeit Kurzzeit
Kombi
nicht erfolgreich
15,8%
20,8%
14,7%
13,9%
erfolgreich
84,2%
79,2%
85,3%
86,1%
N
38
130
34
72
40
Fazit: Take home message
• Alle Behandlungsansätze weisen die gleiche Erfolgsabstufung
auf: RMK1 schneidet am besten ab, gefolgt von RMK 2 und 3, die
beide etwa auf dem gleichen Level liegen. RMK4 weist die
schlechtesten Erfolgsquoten auf.
• Alle Ansätze sind bei RMK1 etwa gleich erfolgreich mit einem
leichten Prä für die Kurzzeitbehandlung.
• Die Kombi-Behandlung erscheint besonders geeignet für RMK2.
• Die (wenigen) Rehabilitanden aus RMK 3 und 4 werden auch in der
Kurzzeit und Kombi erfolgreich behandelt.
• Allerdings sind spezifische Selektionen bei der Zuweisung von
RMK 3 und RMK4 zu Kurzzeit- und Kombibehandlung zu
vermuten, die mit dem vorhandenen Datensatz (noch) nicht
aufgeklärt werden können.
• Die Langzeit hat bei der Behandlung von RMK4 ein leichtes Prä
gegenüber der Tagesklinik.
• Die Kombibehandlung schneidet insgesamt sehr gut ab. Dabei ist
aber zu berücksichtigen, dass sich die Klienten im
Katamnesezeitraum noch in ambulanter Behandlung befanden.
41
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
42
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