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1 Was ist als Ursache einer venösen Stauung im Halsbereich

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A
2. Staatsexamen Herbst 2001
-11
Was ist als Ursache einer venösen Stauung im Halsbereich
differentialdiagnostisch am wenigsten wahrscheinlich?
(A) dekompensierte pulmonale Hypertonie
(B) Hinterwandinfarkt mit Rechtsherzbeteiligung
(C) Pericarditis constrictiva
(D) Aortenisthmusstenose
(E) Trikuspidalstenose
2
Patienten mit kardial bedingter Dyspnoe zeigen häufig eine
schnell einsetzende Besserung auf sublinguale Gabe von Nitroglycerin, da Nitrate in erster Linie
(A) eine kräftige diuretische Wirkung entfalten
(B) einen durch β 1 -Rezeptoren vermittelten direkten positiv
inotropen Effekt haben
(C) durch peripheres venöses Pooling zu einer Volumenentlastung des Herzens führen
(D) durch eine direkt negativ chronotrope Wirkung zu einer
Reduktion des myokardialen Sauerstoffverbrauchs führen
(E) einen direkten bronchospasmolytischen Effekt haben
3
Die richtige Lagerung eines Patienten mit Lungenödem ist die
(A) flache Rückenlage
(B) Rückenlage mit hochgestelltem Oberkörper bei Beintieflage
(C) Rückenlage mit Beinhochlagerung und Kopftieflage
(D) Seitenlage rechts mit angezogenen Beinen
(E) Bauchlage
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-24
Ein 70-jähriger Patient mit einer schweren Kniegelenksarthrose
hat eine Herzinsuffizienz NYHA IV.
Welche der schmerzlindernden physikalisch-therapeutischen
Maßnahmen an den Kniegelenken könnte ihm am ehesten zugemutet
werden?
(A) diadynamische Reizströme
(B) Kurzwellendurchflutung mit hoher Dosisleistungsstufe
(C) heiße Sitzbäder
(D) Stangerbäder
(E) 20-minütige heiße Moorpackungen
5
Welches der folgenden Arzneimittel ist zur Langzeittherapie
der chronischen Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium III) am wenigsten geeignet?
(A) Carvedilol
(B) Digoxin
(C) Milrinon
(D) Captopril
(E) Spironolacton
6
Welcher der physikalischen Befunde ist beim totalen AV-Block
am wenigsten zu erwarten?
(A) langsame Herzfrequenz
(B) in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auskultierbare "Kanonenschläge"
(C) Dissoziation zwischen Arterien- und Jugularvenenpuls
(D) kleine Blutdruckamplitude
(E) durch Vagusstimulation unbeeinflussbare Pulsfrequenz
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-37
Eine 30-jährige Patientin erleidet beim Vorbeugen des Oberkörpers zum Binden der Schuhe einen Kreislaufkollaps.
Für welche der Ursachen spricht die Synkope am wahrscheinlichsten?
(A) Perikardtamponade
(B) Pericarditis constrictiva
(C) AV-Block II. Grades
(D) Extrasystole
(E) Vorhofmyxom
8
Welche Aussage zu Amiodaron trifft am wenigsten zu?
(A) Amiodaron gehört zu den Antiarrhythmika mit Klasse-IIIWirkung.
(B) Amiodaron kann bei bedrohlichen ventrikulären Tachyarrhythmien auch intravenös indiziert sein.
(C) Ausgeprägte bradykarde Rhythmusstörungen sind eine Kontraindikation.
(D) Die Therapie mit Amiodaron ist wegen seiner kurzen Eliminationshalbwertszeit gut steuerbar.
(E) Amiodaron kann unerwünschte Wirkungen auf die Schilddrüsenfunktion haben.
9
Die Abbildungen Nr. 22 und Nr. 23 der Bildbeilage zeigen das
EKG eines 57-jährigen Patienten mit Diabetes mellitus Typ II
und angiographisch nachgewiesener diffuser Koronarsklerose.
Es handelt sich am ehesten um ein/en
(A) akuten Hinterwandinfarkt
(B) WPW-Syndrom
(C) Schrittmacher-EKG
(D) Rechtsschenkelblock
(E) Linksschenkelblock
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-410
Infolge eines akuten Myokardinfarktes kann es zu einer
Mitralinsuffizienz kommen, durch
(A) Dilatation des linken Ventrikels
(B) Infarzierung des Ventrikelseptums
(C) paravalvuläres Leck bei großem Hinterwandinfarkt
(D) Vorhofthrombusbildung
(E) Herztamponade
11
Es trifft nicht zu, dass der rechtsventrikuläre Myokardinfarkt
(A) meist durch Verschluss der rechten Koronararterie entsteht
(B) vorwiegend ein klinisch stummer (schmerzloser) Infarkt ist
(C) typischerweise mit posteroinferiorem Infarkt einhergeht
(D) zur ST-Streckenhebung u.a. in der EKG-Ableitung V R4 führt
(E) bereits klinisch vermutet werden kann, wenn bei einem Patienten mit Herzinfarkt arterielle Hypotonie und Halsvenenstauung mit einem unauffälligen Lungenauskultationsbefund einhergehen
12
Die geringste Bedeutung für die Prognose in der frühen Postinfarktphase hat
(A) die Lokalisation des Infarkts, beurteilt nach EKG
(B) die Infarktgröße, beurteilt nach EKG und Enzymaktivität
(C) das Alter des Patienten
(D) die initiale Intensität des Brustschmerzes
(E) der klinische Nachweis einer Herzinsuffizienz
13
Welcher der genannten Arzneistoffe kommt zur Sekundärprophylaxe nach Myokardinfarkt am wenigsten in Betracht?
(A) Metoprolol
(B) Flecainid
(C) Captopril
(D) Acetylsalicylsäure
(E) Pravastatin
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-514
Bei welchem angeborenen Herzfehler ist am wenigsten bereits
primär ein Rechts-Links-Shunt zu erwarten?
(A) Transposition der großen Arterien
(B) Canalis atrioventricularis communis (AV-Kanal)
(C) totale Lungenvenenfehlmündung
(D) Trikuspidalatresie
(E) Fallot-Tetralogie
15
Welches der Schemata (A)-(E) zeigt das typische Bild der
Herzkonfiguration und Lungengefäßzeichnung einer Mitralstenose?
16
Bei einem Patienten mit Mitralstenose, Dyspnoe und absoluter
Arrhythmie bei Vorhofflimmern (Kammerfrequenz um 125/min in
Ruhe) sind Herzglykoside in erster Linie indiziert zur
(A) Inotropiesteigerung des linken Ventrikels
(B) Vorlastsenkung zur Therapie der Dyspnoe
(C) Kammerfrequenzsenkung
(D) Lungenembolieprophylaxe
(E) Prophylaxe arterieller Embolien
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-617
Aufgrund des Auskultationsbefundes über der Herzspitze und des
klinischen Bildes vermuten Sie bei einer 35-jährigen asthenischen Patientin einen Mitralklappenprolaps.
Welches der genannten Untersuchungsverfahren würden Sie
zunächst zur Sicherung der Diagnose anwenden?
(A) Myokardszintigraphie
(B) Rechtsherzkatheterisierung
(C) Linksherzkatheterisierung mit Angiographie
(D) Echokardiographie
(E) Radionuklidventrikulographie
18
Was trifft für die Endokardfibroelastose des Säuglings am
wenigsten zu?
(A) Sie betrifft häufiger den linken als den rechten Ventrikel.
(B) Sie geht mit einem pathognomonischen Herzgeräusch einher.
(C) Sie zeigt im Röntgenbild einen vergrößerten Mittelschatten
(Kardiomegalie).
(D) Sie führt zur Einflussstauung (Hepatomegalie, Aszites).
(E) Sie entzieht sich einer kausalen Therapie.
19
Wodurch wird typischerweise die trikuspidale Endokardfibrose
ausgelöst?
(A) metastasierendes Karzinoid
(B) rheumatisches Fieber
(C) unsterile Injektionen Suchtkranker
(D) allgemeine Kachexie
(E) Keine der genannten Möglichkeiten (A)-(D) kommt in
Betracht.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-720
Eine große Blutdruckamplitude ist am wenigsten wahrscheinlich
bei:
(A) Aortensklerose bei Arteriosklerose
(B) Hyperthyreose
(C) Ventrikelseptumdefekt
(D) Aortenklappeninsuffizienz
(E) arteriovenöser Fistel
21
Welcher der Befunde ist mit einem primären Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) als Ursache einer Hypertonie am wenigsten
vereinbar?
(A) Hypokaliämie
(B) metabolische Alkalose
(C) erhöhte Natriumkonzentration im Serum
(D) erhöhte Aldosteronausscheidung im Urin
(E) erhöhte Plasma-Renin-Aktivität
22
Welcher Arzneistoff kommt allein oder als Kombinationspartner
zur schnellen Blutdrucksenkung bei hypertensivem Notfall am
wenigsten in Betracht?
(A) Clonidin
(B) Urapidil
(C) Glyceroltrinitrat
(D) Furosemid
(E) Hydrochlorothiazid
23
Zur Behandlung des Bluthochdrucks bei gleichzeitigem Vorliegen
eines Diabetes mellitus wird zur Vermeidung der Progression
einer Niereninsuffizienz welche der folgenden Gruppen von
Antihypertensiva bevorzugt?
(A) Aldosteronantagonisten
(B) Kalziumantagonisten
(C) Betarezeptorenblocker
(D) Alpharezeptorenblocker
(E) ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-824
Welche der folgenden Arzneistoff-Kombinationen ist zur Dauerbehandlung einer essentiellen Hypertonie mit beginnender Herzinsuffizienz am sinnvollsten?
(A) Enalapril und Amilorid
(B) Metoprolol und Diltiazem
(C) Clonidin und α-Methyldopa
(D) Captopril und Hydrochlorothiazid
(E) Nifedipin und Verapamil
25
Bei einem 48-jährigen Patienten mit frischrotem Gesicht wurden
Blutdruckwerte um 160/110 mmHg festgestellt. Er klagt über
morgendliche Hinterhauptskopfschmerzen, Ohrensausen und gelegentliches Schwindelgefühl. Die Urinuntersuchung ergibt eine
geringe Albuminurie und einzelne Erythrozyten. Abgebildet ist
ein repräsentativer Ausschnitt des Augenhintergrundes (siehe
Abbildung Nr. 21 der Bildbeilage).
Welche der folgenden Aussagen trifft zu?
(A) Der Augenhintergrundsbefund beweist eine Niereninsuffizienz.
(B) Die Augenhintergrundsgefäße zeigen Veränderungen (z.B.
Kreuzungszeichen n. Gunn), die wahrscheinlich bei diesem
Patienten hypertoniebedingt sind.
(C) Der Augenhintergrund ist für einen zusätzlich vorliegenden
Diabetes mellitus typisch.
(D) Der Patient hat eine sog. Grenzwerthypertonie.
(E) Der Visus des Patienten ist deutlich eingeschränkt.
26
Was passt als Klassifikationskriterium nicht zu einer Arteriitis temporalis?
(A) Erstmanifestation im Alter von 30-40 Jahren
(B) neu aufgetretene Kopfschmerzen
(C) klinische Auffälligkeit der Temporalarterie (Druckschmerz,
Pulslosigkeit, Schwellung)
(D) stark erhöhte BSG
(E) Riesenzellen in der Temporalarterienbiopsie
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-927
Mit dem Allen-Test wird geprüft, ob eine Stenosierung oder ein
Verschluss der folgenden Arterie vorliegt:
(A) A. femoralis
(B) A. poplitea
(C) A. tibialis posterior
(D) A. ulnaris
(E) A. temporalis
28
Welche Aussage über Venenerkrankungen trifft zu?
(A) Venöse Ulzera treten typischerweise am Oberschenkel auf.
(B) Primäre Varizen führen häufig zur Lungenembolie.
(C) Die Purpura pigmentosa progressiva ist eine typische
Komplikation der Veneninsuffizienz.
(D) Die Stamm- und Seitenastinsuffizienz der Vena saphena
magna ist häufige Ursache des Ulcus cruris venosum.
(E) Das Ulcus cruris venosum ist wegen seiner starken Spontanschmerzen eine typische Ursache für Opiatabhängigkeit.
29
Welche der Zellen ist im peripheren Blut des Erwachsenen
physiologischerweise nicht zu erwarten?
(A) stabkerniger Granulozyt
(B) basophiler Granulozyt
(C) Monozyt
(D) natürliche Killerzelle
(E) Erythroblast
30
Welche der Veränderungen findet man bei Eisenmangelanämie am
wenigsten?
(A) Anulozyten im Blutausstrich
(B) verminderter Serumeisenspiegel
(C) verkürzte Erythrozytenlebenszeit
(D) erhöhte BSG
(E) erniedrigtes MCH (Hb E )
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-1031
Welche Aussage über die therapeutische Anwendung von Eisen bei
Eisenmangelanämie ohne Achlorhydrie trifft zu?
(A) Die Resorptionsquote von oral zugeführtem Eisen ist in der
Regel deutlich höher als bei Personen ohne Eisenmangel.
(B) Die Kombination mit Vitamin B 12 verbessert die Bioverfügbarkeit von oral zugeführtem Eisen und ist daher zu empfehlen.
(C) Beim Auftreten schwarzer Stühle muss die orale Eisentherapie sofort abgesetzt werden.
(D) Bei mehrwöchiger Therapie ist in der Regel die parenterale
Applikation von Eisen der oralen vorzuziehen.
(E) Zur Vermeidung einer Hämosiderose ist die orale Gabe von
Eisen zu beenden, sobald der Hämoglobinwert im Normbereich
liegt.
32
Ein blasser 11 Monate alter männlicher Säugling wird wegen
einer normochromen Anämie (Hb-Werte 50-59 g/L) stationär
aufgenommen. Nach Angaben der Mutter wurde er wegen Anämie im
7. und 10. Lebensmonat zunächst mit "Eisentropfen", später mit
einer Bluttransfusion behandelt. Im Rahmen der jetzigen Diagnostik entstand das szintigraphische Bild [Technetium-99mPertechnetat] (siehe Abbildung Nr. 19 der Bildbeilage), das
neben der orthotop gelegenen Magenschleimhaut (= heller Fleck)
eine pathologische Anreicherung im rechten Unterbauch (siehe
Markierungspfeil) zeigt.
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
(A) Obstipation
(B) Taeniasis
(C) perniziöse Anämie
(D) kompliziertes Meckel-Divertikel
(E) Morbus Crohn
33
Die häufigste Ursache einer hypochromen Anämie beim Kind ist
eine/ein
(A) okkulte Blutung aus einem Meckel-Divertikel
(B) alimentärer Eisenmangel
(C) angeborene Eisenverwertungsstörung
(D) heterozygote β-Thalassämie
(E) Zöliakie
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-1134
Welcher der Befunde passt am wenigsten zur Diagnose einer
hämolytischen Anämie?
(A) Vermehrung erythropoetischer Zellen im Knochenmark
(B) Verminderung des mittleren Erythrozyteneinzelzellvolumens
(MCV)
(C) Konjunktivalikterus
(D) anteilsmäßige Vermehrung polychromatischer Erythrozyten im
peripheren Blutausstrich
(E) Verminderung der Haptoglobinkonzentration im Plasma
35
Welcher Befund ist im Kindesalter am häufigsten bei der homozygoten β-Thalassämie (Thalassaemia major, Cooley-Anämie) anzutreffen?
(A) stark erniedrigte HbA 2 -Konzentration
(B) makrozytäre hyperchrome Anämie
(C) Schistozyten (Eierschalenformen) im Blutausstrich
(D) Eisen-Konzentration im Serum erniedrigt
(E) Ferritin-Konzentration im Serum normal oder erhöht
36
Was trifft für die (progressive) septische Granulomatose am
wenigsten zu?
(A) In der Regel liegt ein rezessiver Erbgang vor.
(B) Die Granulozyten sind unfähig, Krankheitserreger durch
Phagozytose aufzunehmen.
(C) Es kommt zur Bildung von Granulomen.
(D) Die Krankheitsmanifestation erfolgt bereits im Säuglingsalter.
(E) Therapeutisch kommt Co-trimoxazol zur Anwendung.
37
Was ist bei einem mukokutanen Lymphknotensyndrom (KawasakiSyndrom) am wenigsten zu erwarten?
(A) hohes, antibiotikaresistentes Fieber
(B) "Erdbeerzunge"
(C) Angina follicularis
(D) Konjunktivitis
(E) Schuppung der Fingerspitzen
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-1238
Bei einem Patienten mit maligner Lymphogranulomatose (Morbus
Hodgkin), bei dem ein Befall der rechtsseitigen Halslymphknoten und des oberen Mediastinums nachweisbar ist und bei dem
Allgemeinsymptome fehlen, ist in der Regel folgende Behandlungsstrategie angebracht:
(A) primär kurative Strahlentherapie
(B) primär operative Therapie mit Nachbestrahlung
(C) palliative Strahlentherapie mit niedriger Dosis
(D) palliative Chemotherapie
(E) keine Therapie bis zum Auftreten subjektiv störender
Symptome der Lymphknotenerkrankung
39
Die eigentlichen Tumorzellen der Lymphogranulomatose
(M. Hodgkin) sind von den angegebenen Zellarten:
(A) Epitheloidzellen
(B) zytotoxische T-Lymphozyten
(C) Sternberg-Riesenzellen
(D) aktivierte B-Lymphozyten
(E) Langerhans (interdigitierende)-Zellen
40
Bei dem 12-jährigen Jungen, der 6 Wochen zuvor mit seinen
Eltern aus Indien gekommen ist, hat sich die gummiartig weiche
druckschmerzhafte Schwellung im Halsbereich (siehe Abbildung
Nr. 27 der Bildbeilage) entwickelt. Der Patient hat abends
leicht erhöhte Körpertemperatur, schwitzt nachts auffällig und
hat wenig Appetit. Der Intrakutantest nach Mendel-Mantoux ist
mit 1 Einheit GT stark positiv.
Welche der folgenden Erkrankungen ist am wahrscheinlichsten?
(A) infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber)
(B) Morbus Hodgkin
(C) Halslymphknotentuberkulose
(D) Malaria tropica
(E) Leishmaniose (Orientbeule)
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-13Folgende Angaben beziehen sich auf die Aufgaben Nr. 41 und
Nr. 42.
Ein 17-jähriger Malerlehrling kommt wegen Fieber bis 39 °C
und starken Halsschmerzen in Ihre Sprechstunde. Die Inspektion
des Rachens zeigt eine deutliche Rötung bei Zustand nach Tonsillektomie. Mehrere vergrößerte, leicht schmerzhafte Lymphknoten sind am Hals bds. zu palpieren, im Blutausstrich fallen
bei einer Leukozytenzahl von 14 000·10 6 /L die abgebildeten
Zellen auf (siehe Abbildung Nr. 16 der Bildbeilage).
41
Welches Vorgehen ist kontraindiziert?
(A) Überweisung zum Hämatologen zur Abklärung der Diagnose
(B) Bettruhe, Befundkontrolle nach einer Woche
(C) Gabe von Amoxicillin oder Ampicillin und Befundkontrolle
in einer Woche
(D) Durchführung eines Streptokokkenantigen-Tests, im positiven Falle Gabe von Erythromycin
(E) Gabe von Paracetamol, Milzsonographie, Befundkontrolle in
4 Tagen
42
Bei welcher der Untersuchungen ist am ehesten ein auf die
bei diesem Patienten wahrscheinlichste Diagnose hinweisender
pathologischer Befund zu erwarten?
(A) Bestimmung der Serumaktivität der GPT
(B) Coombs-Test
(C) Bestimmung der alkalischen Leukozytenphosphatase
(D) Bestimmung des Antistreptolysintiters
(E) Knochenmarkspunktion
43
Ein 70-jähriger Mann hat Rückenschmerzen. Die Röntgenaufnahme
der Lendenwirbelsäule zeigt Osteolysen.
Welcher der Befunde passt am wenigsten zur Diagnose Plasmozytom?
(A) monoklonale Gammopathie
(B) Kreatininerhöhung auf 177 µmol/L (20 mg/L)
(C) unauffälliges Skelettszintigramm
(D) PSA-Erhöhung
(E) Bence-Jones-Proteinurie
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-1444
Welcher maligne Tumor kommt bei rasch zunehmender Protrusio
bulbi infolge einer (einseitigen) extrabulbären orbitalen
Raumforderung am ehesten im Kindesalter in Betracht?
(A) malignes Lymphom vom Burkitt-Typ
(B) Neuroblastom
(C) Rhabdomyosarkom
(D) Osteosarkom
(E) Ewing-Sarkom
45
Bei welcher der Erkrankungen besteht die geringste Aussicht
auf eine 5-Jahres-Heilung?
(A) Dünndarmkarzinoid
(B) Morbus Hodgkin Stadium III A
(C) metastasiertes Seminom
(D) akute myeloische Leukämie
(E) metastasiertes Bronchialkarzinom
46
Eine Abschwächung der Wirkung oraler Antikoagulantien vom
Cumarin-Typ ist am ehesten zu erwarten bei zusätzlicher Einnahme von:
(A) Acetylsalicylsäure
(B) Allopurinol
(C) Amiodaron
(D) Doxycyclin
(E) Rifampicin
47
Welche der Aussagen trifft für die chronische Form der idiopathischen thrombozytopenischen Purpura (Morbus Werlhof) am
wenigsten zu?
(A) Der Thrombozytenumsatz ist gesteigert.
(B) In der Milz werden vermehrt Thrombozyten abgebaut.
(C) Es können IgG-beladene Blutplättchen nachgewiesen werden.
(D) Die Zahl der kleinen Blutplättchen im peripheren Blut ist
vermehrt.
(E) Die Überlebenszeit der Thrombozyten ist verkürzt.
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-1548
Was ist als Komplikation von häufigen Bluttransfusionen am
wenigsten wahrscheinlich?
(A) Hämosiderose
(B) Morbus Wilson
(C) Hepatitis C
(D) Immunsensibilisierung
(E) Übertragung von Bakterien
49
Was ist als Ursache für eine Oberschenkelvenenthrombose bei
einer 28-jährigen Frau am wenigsten wahrscheinlich?
(A) Antiphospholipid-Antikörper
(B) Von-Willebrand-Jürgens-Syndrom
(C) Antithrombin-III-Mangel
(D) Faktor V Leiden (APC-Resistenz)
(E) Protein-C-Mangel
50
Die Mutter eines 5-jährigen Knaben berichtet, dass ihr Sohn
seit einigen Monaten eine ständig laufende Nase habe und
nachts mit offenem Mund schnarche. Er müsse zudem oft husten
und habe eine "nasale Sprache".
Worauf ist die geschilderte Symptomatik am wahrscheinlichsten
zurückzuführen?
(A) aspirierter Fremdkörper
(B) Angina Plaut-Vincenti
(C) adenoide Vegetation
(D) Sinusitis maxillaris
(E) Angina lacunaris
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-1651
Anhand einer Thoraxübersichtsaufnahme erheben Sie folgende
Befunde:
Erweiterung der Oberlappenvenen; Kerley-B-Linien; verbreiterte
Interlobärspalten; Pleuraerguss; hilär betonte Gefäßunschärfe.
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
(A) interstitielle Pneumonie
(B) Lymphangiosis carcinomatosa
(C) pulmonal-venöse Drucksteigerung
(D) Lungenembolie
(E) Pneumocystis-carinii-Pneumonie
52
Bei einer 56-jährigen Frau wird eine Thoraxaufnahme in 2 Ebenen angefertigt, weil die Patientin über zunehmende Atemnot
klagt. Der Röntgenbefund spricht für eine große, nach retrosternal reichende Struma, welche die Trachea deutlich verlagert und einengt.
Der nächste diagnostische Schritt ist:
(A) Bronchoskopie
(B) konventionelle Tomographie (Zonographie)
(C) Darstellung des Arcus aortae und seiner Äste (DSA)
(D) mediastinale Phlebographie (DSA)
(E) Schilddrüsenfunktionsdiagnostik
53
Die Abbildung Nr. 20 der Bildbeilage zeigt links ein Ventilations-, rechts ein Perfusionsszintigramm der Lungen, jeweils
in dorsaler und ventraler Ansicht.
Welche Aussage trifft am ehesten zu?
(A) Die hier durchgeführte Lungenventilationsszintigraphie mit
99m
Tc-Technegas basiert auf dem Prinzip der Kapillarblockade.
(B) Es stellen sich die gleichen segmenttypischen perfusionsund ventilationsszintigraphischen Defekte dar.
(C) Der Befund ist gut vereinbar mit einer akuten Lungenembolie.
(D) Der Befund ist gut vereinbar mit ausgedehnten Atelektasen.
(E) Man sieht einen intrapulmonalen Links-Rechts-Shunt, der
semiquantitativ beurteilt werden kann.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-1754
Die auf den Abbildungen Nr. 24 und Nr. 25 der Bildbeilage
gezeigte Thoraxröntgenaufnahme in zwei Ebenen - beachten Sie
vor allem die seitliche Aufnahme - lässt am ehesten folgende
Verdachtsdiagnose zu:
(A) Atelektase im 6. Lungensegment
(B) Bronchialkarzinom
(C) Lungenmetastasen
(D) aneurysmatisch erweiterte Aorta descendens
(E) Neurinom
55
Bei einem 64-jährigen Mann wird anlässlich einer Durchuntersuchung wegen diffuser abdomineller Beschwerden, die 15-30
Minuten nach Nahrungsaufnahme auftreten, der dargestellte
Röntgenbefund erhoben (siehe Abbildung Nr. 29 der Bildbeilage).
Es handelt sich am wahrscheinlichsten um ein/e
(A) Thymom
(B) Lymphogranulomatose (M. Hodgkin)
(C) verkalkte retrosternale Struma
(D) Aortenaneurysma
(E) Bronchuskarzinom
56
Abbildung Nr. 3 der Bildbeilage zeigt die Schnittfläche einer
formalinfixierten Lunge eines mit 17 Jahren verstorbenen
Patienten, Abbildung Nr. 4 der Bildbeilage den histologischen
Großflächenschnitt in der Übersicht.
Welche der folgenden Diagnosen kann daraus am wenigsten abgeleitet werden?
(A) chronisch-rezidivierte, eitrige Bronchitis
(B) Bronchiektasien
(C) Lungenbefund bei zystischer Fibrose
(D) peripheres Emphysem
(E) Infektion mit Echinococcus alveolaris
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-1857
Eine 36-jährige, bislang gesunde Frau kommt mit plötzlich
aufgetretener starker Luftnot und Tachykardie in die Klinik.
Die physikalische Untersuchung der Lungen ist unauffällig. Die
Blutgasanalyse des arteriellen Blutes zeigt ein pO 2 von 8 kPa
(60 mmHg) und ein pCO 2 von 4,3 kPa (32 mmHg).
Was ist als Ursache am besten mit diesen Befunden vereinbar?
(A) akute Linksherzinsuffizienz
(B) Pneumothorax
(C) akutes Asthma bronchiale
(D) Lungenembolie
(E) akute Pleuritis
58
Durch welche der Substanzen lässt sich die beim Asthma bronchiale pathophysiologisch bedeutsame bronchiale Hyperreaktivität durch inhalative Provokation nicht nachweisen?
(A) Histamin
(B) Carbachol
(C) Atropin
(D) eiskalte physiologische Kochsalzlösung
(E) Metacholin
59
Welches der folgenden Pharmaka ist bei einem Erwachsenen ohne
Vorbehandlung am besten geeignet, einen schweren Asthmaanfall
rasch (d.h. innerhalb weniger Minuten) zu kupieren?
(A) Ipratropiumbromid per inhalationem
(B) Terbutalin per inhalationem oder s.c.
(C) Cromoglicinsäure per inhalationem oder oral
(D) Ketotifen oral
(E) Budesonid per inhalationem
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-1960
Ein hereditärer α 1 -Antitrypsin-Mangel führt am ehesten zu:
(A) Mukoviszidose
(B) Asthma bronchiale
(C) Lungenemphysem
(D) Bronchiektasen
(E) Lungenfibrose
61
Bronchiektasen zusammen mit gastrointestinalen Symptomen der
Fettmaldigestion sind am ehesten hinweisend auf:
(A) Bronchialkarzinom
(B) Wegener-Granulomatose
(C) Pneumokokkenpneumonie
(D) Goodpasture-Syndrom
(E) Mukoviszidose
62
Ein 25-jähriger asthenischer Patient verspürt plötzlich einen
heftigen, kurzen Schmerz in der linken Brust und anschließend
Atemnot. Anamnestisch soll eine Neigung zu Bronchitis bestehen. Er raucht 30 Zigaretten am Tag.
Untersuchungsbefunde: Puls seitengleich regelmäßig 110/min,
RR 115/85 mmHg, bei der Lungenauskultation ein deutlich lauteres Atemgeräusch rechts gegenüber links und ganz vereinzelt
bronchitische Geräusche, hypersonorer Klopfschall links.
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
(A) vagovasale Synkope
(B) Lobärpneumonie
(C) Myokardinfarkt
(D) Lungenembolie
(E) Spontanpneumothorax
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2063
Ein 36-jähriger Kraftfahrer, Kettenraucher, kommt am Freitag
in die Sprechstunde. Er berichtet, dass er seit 2 Tagen Husten
und Fieber habe und seine Heimfahrt von der italienischen
Grenze nur mit Mühe bewältigen konnte. Beim tiefen Atmen jetzt
außerdem Schmerzen im Thorax rechts.
Befunde: Ruheatmung 38/min, RR 100/70 mmHg, Puls 130/min,
leichte Zyanose, Temperatur axillar 38,9 °C, Klopfschallverkürzung und feinblasige RG über dem rechten Lungenunterfeld
dorsal.
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
(A) Atelektase bei Bronchuskarzinom
(B) Lobärpneumonie
(C) akute Bronchitis
(D) akute tuberkulöse Pleuropneumonie
(E) Frühstadium des Typhus abdominalis
64
Von den folgenden Symptomen und Befunden passt am wenigsten
zur Diagnose einer akuten Sarkoidose mit Lungenparenchymbeteiligung:
(A) Erythema exsudativum multiforme
(B) erhöhtes ACE (angiotensin converting enzyme) i.S.
(C) negative Tuberkulinreaktion der Haut
(D) erhöhtes CRP (C-reaktives Protein) i.S.
(E) symmetrische bihiläre Lymphknotenvergrößerung
65
Welcher der Arzneistoffe ist für die Behandlung der Lungentuberkulose in Kombination mit INH (Isoniacid) und RMP
(Rifampicin) am wenigsten geeignet?
(A) Pyrazinamid
(B) Ethambutol
(C) Streptomycin
(D) Aciclovir
(E) Protionamid
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2166
Eine 62-jährige adipöse Patientin klagt seit gut 2 Jahren
über ein häufig auftretendes Brennen hinter dem unteren
Brustbein und Druckgefühl im mittleren Oberbauch, das sich
zeitweise bis zu stärkeren Schmerzen steigert. Die Beschwerden sind postprandial verstärkt, treten aber auch nachts im
Liegen auf. Keine Regurgitation.
Zu welcher der Erkrankungen passt das geschilderte Beschwerdebild am wenigsten?
(A) Achalasie
(B) axiale Hiatusgleithernie mit Refluxösophagitis
(C) Refluxösophagitis ohne Hiatusgleithernie
(D) große paraösophageale Hernie
(E) axiale Hiatusgleithernie und koronare Herzkrankheit
67
Welche der Aussagen zur oberen gastrointestinalen Blutung
trifft am wenigsten zu?
(A) Die Letalität der akuten Blutung ist aufgrund interventioneller Maßnahmen gesunken.
(B) Der endoskopische Nachweis eines sichtbaren Gefäßstumpfes
im Magen zeigt ein Rezidivblutungsrisiko an.
(C) Die Sklerosierung von Ösophagusvarizen ist eine nützliche
Methode zur Stillung der akuten Varizenblutung.
(D) Die intravenöse Gabe von Histamin-H 2 -Rezeptorantagonisten
stellt eine effektive Maßnahme zur Blutungsstillung dar.
(E) Der transjuguläre intrahepatische portosystemische Shunt
(TIPS) ist eine Therapiemöglichkeit bei Ösophagusvarizenblutung.
68
Übelkeit und Erbrechen werden in Abhängigkeit von ihrer Ursache prophylaktisch und/oder therapeutisch unterschiedlich
behandelt.
Welches Antiemetikum ist (ohne Kombinationspartner) bei der
ihm zugeordneten Art von Erbrechen im typischen Fall am
wenigsten wirksam?
(A) Ondansetron
-
akutes Zytostatika-induziertes
Erbrechen
(B) Metoclopramid
-
gastrointestinal bedingtes Erbrechen
(C) Triflupromazin
-
Hyperemesis gravidarum
(D) Dimenhydrinat
-
Cisplatin-induziertes Erbrechen
(E) Scopolamin
-
Erbrechen bei Reisekrankheit
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2269
Welche der folgenden Arzneimittelkombinationen eignet sich am
besten zur oralen Therapie des rezidivierenden Ulcus ventriculi mit nachgewiesenem Befall durch Helicobacter pylori?
(A) Omeprazol + Aluminium-Magnesium-Trisilikat
(B) Ranitidin + Omeprazol
(C) Omeprazol + Clarithromycin + Amoxicillin
(D) Metronidazol + Ranitidin + Aluminium-Magnesium-Trisilikat
(E) Aluminium-Magnesium-Trisilikat + Erythromycin
70
Eine Dauerstimulation durch Gastrin führt beim Zollinger-Ellison-Syndrom an der Korpusschleimhaut des Magens am ehesten zu
(A) einer Becherzellmetaplasie
(B) einer foveolären Hyperplasie
(C) einer glandulären Hyperplasie
(D) einer proliferierenden intestinalen Metaplasie
(E) einem Adenom
71
Welcher der folgenden Begriffe passt am wenigsten zu einer
Darminfektion mit Clostridium difficile?
(A) antibiotische Therapie
(B) Kolonkarzinom
(C) pseudomembranöse Entzündung
(D) Enterotoxin(e)
(E) Schleimhauterosionen
72
Eine antibiotische Therapie ist grundsätzlich indiziert, wenn
bei einem febrilen Patienten im Stuhl nachgewiesen wird:
(A) Salmonella typhimurium
(B) Salmonella paratyphi B
(C) Yersinia enterocolitica
(D) Campylobacter jejuni
(E) EPEC (enteropathogene Escherichia coli)
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2373
Welche Erreger sind am wahrscheinlichsten die Ursache der sog.
Reisediarrhö?
(A) Clostridien
(B) Brucellen
(C) enterotoxische Escherichia coli (ETEC)
(D) Staphylokokken
(E) Leptospiren
Folgende Angaben beziehen sich auf die Aufgaben Nr. 74 und
Nr. 75.
Eine 56-jährige Patientin wird wegen eines Gebärmutterkarzinoms operiert und erhält nachfolgend eine Strahlentherapie.
Drei Jahre nach der Erstoperation kommt es zu einem Rezidiv
mit einem Konglomerattumor im terminalen Ileum. Es wird eine
Resektion des terminalen Ileums und des Colon ascendens durchgeführt und eine Ileotransversostomie angelegt.
Acht Wochen nach der Operation sucht die Patientin Sie auf, da
sie bis zu 15 wässrige Stühle täglich hat.
74
Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie?
(A) Rezidiv des Gebärmutterkarzinoms mit Darmwandinfiltration
(B) gallensäureninduzierte Diarrhö
(C) Pankreasinsuffizienz
(D) postoperative antibiotikaassoziierte Kolitis
(E) irritables Kolon
75
Welche Therapie ist indiziert?
(A) Gabe von Vancomycin oral
(B) Gabe von Tamoxifen oral
(C) Gabe von Lactulose
(D) Gabe von Cholestyramin
(E) hochdosierte Substitution mit Pankreasenzymen
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2476
Das irritable Kolon (Reizdarmsyndrom)
(A) ist eine seltene funktionelle Störung des Dickdarms
(B) wird ausgelöst durch eine Enteritis regionalis
(C) ist gekennzeichnet durch Bauchschmerzen und Völlegefühl,
Neigung zu Obstipation, evtl. im Wechsel mit Durchfällen
(D) ist nur durch Koloskopie sicher diagnostizierbar
(E) wird mit schlackenarmer Kost und Azathioprin behandelt
77
Was trifft für die Zöliakie des Kindes am wenigsten zu?
(A) Die Diagnosesicherung ist lediglich durch den Nachweis
entsprechender Antikörper im Serum möglich.
(B) Es handelt sich um eine Erkrankung des oberen Dünndarms.
(C) Die Enteropathie ist gliadininduziert.
(D) Symptome sind Gewichtsstillstand, Dystrophie und Misslaunigkeit.
(E) Die Stühle sind übelriechend, fetthaltig und glänzendbreiig.
78
Ein 76-jähriger Patient klagt über starke Bauchschmerzen.
Seit 2 Tagen hat er keinen Stuhlgang. Der Hausarzt weist den
Kranken wegen eines akuten Abdomens ein.
Welche Röntgenuntersuchung sollte umgehend erfolgen?
(A) Magen-Darm-Passage mit wasserlöslichem Kontrastmittel
(B) retrograder Kolonkontrasteinlauf
(C) Computertomographie des Abdomens
(D) Abdomenleeraufnahme im Liegen und in Linksseitenlage
(E) Magen-Darm-Passage mit Bariumsulfatsuspension
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2579
Ein 64-jähriger Mann gibt an, dass er bereits sechs Episoden
von unterer gastrointestinaler Blutung hatte. Seit zwei Tagen
ist es erneut zum Abgang von Blut aus dem Darm gekommen. Eine
vor vier Monaten in der gastroenterologischen Abteilung einer
Universitätsklinik durchgeführte Untersuchung hatte einen
normalen rektoskopischen Befund und einen unauffälligen
Schleimhautbefund bei totaler Koloskopie ergeben, wobei die
Feinbeurteilung des rechtsseitigen Kolons durch eine mäßige
Stuhlverschmutzung eingeschränkt war.
Was ist Ihre Verdachtsdiagnose?
Blutung aus
(A) Dickdarmdivertikeln
(B) einem großen Sigmapolypen
(C) Angiodysplasien des Kolons
(D) einem Zökumkarzinom
(E) einer bisher nicht diagnostizierten Colitis ulcerosa
80
Eine 63-jährige Frau erhält von ihrem Frauenarzt anlässlich
der jährlichen Früherkennungsuntersuchung auch drei Briefchen
für den Hämoccult®-Test. Dieser ist in zwei Proben positiv.
Die Patientin hat keine Beschwerden seitens des Darmes, kein
sichtbares Blut im Stuhl.
Welche der Untersuchungen ist von entscheidender Bedeutung?
(A) hohe Koloskopie, um ein Karzinom nicht zu übersehen
(B) Wiederholung des Hämoccult®-Testes, bei negativem Ausfall
keine weiteren Untersuchungen
(C) Bestimmung des CEA, bei negativem Ausfall keine weiteren
Untersuchungen
(D) Rektoproktoskopie
(E) Ultraschalluntersuchung auf Kokardenphänomen im Kolon
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2681
Bei einer 35-jährigen Patientin mit Colitis ulcerosa entwickelten sich spontan und nach leichten Verletzungen die in
Abbildung Nr. 8 der Bildbeilage gezeigten mit Pusteln beginnenden schmerzhaften Ulzerationen. Bakteriologischer Befund
negativ.
Was ist die wahrscheinlichste Diagnose?
(A) Acne fulminans
(B) Pyoderma gangraenosum
(C) Pyodermie
(D) Lupus vulgaris
(E) Necrobiosis lipoidica
82
Charakteristische Ursache einer posthepatischen portalen
Hypertonie ist:
(A) Lebervenenverschluss
(B) Leberzirrhose
(C) Portalfeldfibrose
(D) Choledocholithiasis
(E) Pfortaderthrombose
83
Für welche Raumforderung der Leber ist das sog. Irisblendenphänomen (zentripetales Kontrastmittelenhancement) charakteristisch?
(A) Zyste
(B) hepatozelluläres Karzinom
(C) fokale noduläre Hyperplasie
(D) Hämangiom
(E) Abszess
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2784
Eine 56 Jahre alte Frau wird wegen eines Ikterus in die Klinik
eingewiesen. Wegen hartnäckiger Schlaflosigkeit nimmt sie seit
8 Tagen ein barbitursäurehaltiges Schlafmittel. In der Klinik
werden folgende Labordaten erhoben:
Blutsenkung 25/50 mm n.W., Bilirubin i.S. 68 2mol/L (40 mg/L),
GOT 150 U/L (Referenzbereich 3-15 U/L), GPT 80 U/L (Referenzbereich 3-17 U/L), gamma-GT 80 U/L (Referenzbereich 5-18 U/L),
Quickwert 45 %, Gammaglobuline 32 g/L, HBsAg positiv, Anti-HB s
negativ, Anti-HB c positiv.
Welche der Diagnosen ist am wahrscheinlichsten?
(A) akute Hepatitis B
(B) Arzneimittelikterus
(C) primär biliäre Zirrhose
(D) dystrophischer Schub einer Leberzirrhose
(E) Verschlussikterus
85
Ein 52-jähriger türkischer Patient klagt über Druckgefühl im
rechten Oberbauch, das seit einem Jahr zunimmt. Die Leber ist
vergrößert (3 cm unter dem Rippenbogen rechts in der MCL) und
konsistenzvermehrt zu tasten. Bei den klinisch-chemischen
Untersuchungen fallen auf:
Bilirubin i.S. 27,4 µmol/L (16 mg/L), alkalische Phosphatase
230 U/L (normal < 180 U/L), GOT 28 U/L (normal < 18 U/L),
HB s -Antigen positiv, Anti-HB c positiv, HB e -Antigen negativ;
Leukozyten 8 900·10 6 /L. Die sonographische Untersuchung der
Leber ergibt den Befund (siehe Abbildung Nr. 28 der Bildbeilage).
Welche ist die wahrscheinlichste Diagnose?
(A) primäres Leberzellkarzinom
(B) Lebermetastasen
(C) grobknotige Leberzirrhose
(D) Budd-Chiari-Syndrom
(E) Echinokokkose
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2886
Als Indikation zur perkutanen transhepatischen Cholangiographie (PTC) kommt am wenigsten in Frage:
(A) Obstruktionsikterus
(B) nichtdurchführbare endoskopisch-retrograde Cholangiographie (ERC)
(C) Verdacht auf präpapilläres Konkrement
(D) akute Cholezystitis
(E) Tumorstenose (z.B. bei Gallenwegskarzinom)
87
Welche der Aussagen trifft für das Gallensteinleiden zu?
(A) Gallensteine führen durch Verlegung des Ductus cysticus
zum Ikterus.
(B) Gallensteine treten gehäuft bei Hypokalzämie auf.
(C) Der Gehalt an Gallensäuren in der Galle ist erhöht.
(D) Männer sind häufiger als Frauen betroffen.
(E) Prädisponierende Faktoren sind Schwangerschaft, Fettsucht,
Altersdiabetes, chronische Hämolyse, Ileitis terminalis.
88
Ein Patient mit alkoholinduzierter chronischer Pankreatitis
fragt Sie, ob er den Konsum von Alkohol einstellen muss.
Welche der Antworten geben Sie?
(A) Ja, da nur so eine Rückbildung der Krankheit zu erreichen ist und ein Diabetes mellitus vermieden werden
kann.
(B) Nein, da die Erkrankung auch bei Abstinenz fortschreitet.
(C) Ja, da der Fortschritt der Erkrankung bei Abstinenz wesentlich langsamer erfolgt.
(D) Nein, kleine Mengen Alkohol (bis zu 25 g pro Tag) können
weiterhin aufgenommen werden, da toxische Wirkungen erst
bei einer Dosis von 60 g Alkohol pro Tag zu erwarten sind.
(E) Ja, da es sonst zu einer vermehrten Bildung von Lithostatin S1 (sog. Pankreassteinprotein) kommt.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-2989
Welche der diagnostischen Maßnahmen ist zur Unterscheidung
zwischen dem Vorliegen eines Diabetes insipidus centralis und
eines Diabetes insipidus renalis am geeignetsten?
(A) Bestimmung der Serumnatriumkonzentration
(B) Bestimmung der Urinosmolalität im Spontanurin
(C) Bestimmung des Urinvolumens nach Infusion hypertoner
Kochsalzlösung
(D) Bestimmung von Urinvolumen und Urinosmolalität nach
18-stündigem Durstversuch
(E) Bestimmung von Urinvolumen und Urinosmolalität während
eines Durstversuchs mit anschließender Gabe von DDAVP
(Desamino-D-Arginin-Vasopressin)
90
Ein 38-jähriger Büroangestellter klagt über Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich und in den Kniegelenken. Er fällt Ihnen
durch grobe Gesichtszüge auf.
Welches der Symptome passt am wenigsten zu der Verdachtsdiagnose Akromegalie?
(A) verstärkte Schweißneigung
(B) Verdickung der Haut
(C) tastbar vergrößerte Schilddrüse
(D) Stirnkopfschmerzen
(E) zunehmende Pigmentierung der Handlinien
91
Ein 6-jähriges Kind wird vorgestellt, bei dem durch Neugeborenenscreening eine konnatale Hypothyreose festgestellt worden
war. Das Kind erhält seit der 2. Lebenswoche 50 µg Thyroxin
täglich.
Es ist lebhaft, Pulsfrequenz 80/min. Größe und Gewicht auf
der 50. Perzentile. Serumkonzentrationen: Gesamt-Thyroxin
540 (Norm: 650-1350) µg/L, TSH basal 25 (Norm: 0,3-5,5) mU/L.
Für das weitere Vorgehen empfiehlt sich am ehesten:
(A) Therapie absetzen
(B) Therapie auf Iodid umsetzen
(C) Dosis erhöhen
(D) Dosis reduzieren
(E) Dosis unverändert beibehalten
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-3092
Bei welcher der Erkrankungen ist eine Struma nodosa am wenigsten wahrscheinlich?
(A) blande endemische Struma
(B) disseminierte fokale Autonomie
(C) kongenitaler Schilddrüsenhormonsynthesedefekt
(D) subakute lymphozytäre Thyreoiditis
(E) sekundärer Hyperparathyreoidismus
93
Eine 50-jährige Patientin klagt über Interesselosigkeit und
Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit. Sie friert leicht. Die
Haut ist kühl, das Haar struppig, die Stimme rau. Die Schilddrüse ist mäßiggradig vergrößert.
Welcher der Befunde passt am wenigsten zu dem Beschwerdebild
der Patientin?
(A) verminderte Radionuklidanreicherung im Technetiumszintigramm der Schilddrüse
(B) Serumkonzentration des freien Thyroxins erhöht
(C) erhöhter basaler TSH-Spiegel
(D) Nachweis von Autoantikörpern gegen Thyreoglobulin und
Mikrosomen
(E) Verminderung der Hämoglobinkonzentration
94
Die Gabe iodhaltiger Arzneistoffe und Röntgenkontrastmittel
ist am ehesten zulässig bei Patienten mit
(A) bekannter Iodallergie
(B) euthyreoter Struma ohne autonome Bezirke
(C) Verdacht auf ein differenziertes Schilddrüsenkarzinom
(D) Verdacht auf ein autonomes Schilddrüsenadenom
(E) anstehender Radioiodtherapie
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-3195
Welche Aussage über das Thyreostatikum Propylthiouracil trifft
zu?
(A) Propylthiouracil soll in der Schwangerschaft durch das
nichtplazentagängige Thiamazol ersetzt werden.
(B) Die Therapie mit Propylthiouracil ist - im Gegensatz zu
Thiamazol - nicht mit dem Risiko einer Agranulozytose
behaftet.
(C) Propylthiouracil wirkt erheblich länger als Thiamazol.
(D) Zur Vorbereitung einer Strumektomie muss Propylthiouracil wenigstens 2 Wochen vor der Operation abgesetzt werden.
(E) Die Kombination von Propylthiouracil mit Thyroxin kommt
zur Vermeidung einer Hypothyreose-Entwicklung mit Strumawachstum infrage.
96
Welche der Aussagen trifft für das Schilddrüsenkarzinom am
wenigsten zu?
(A) Es sind überwiegend Frauen betroffen.
(B) Das papilläre Schilddrüsenkarzinom hat eine relativ
günstige Prognose.
(C) Nach der Thyreoidektomie erfolgt beim follikulären Schilddrüsenkarzinom in der Regel eine Radioiodbehandlung.
(D) Das anaplastische Schilddrüsenkarzinom wird ausschließlich
mit Radioiod behandelt.
(E) Thyreoglobulin dient beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom in der Nachsorge als Tumormarker.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-32Folgende Angaben beziehen sich auf die Aufgaben Nr. 97 und
Nr. 98.
Ein 50-jähriger Verwaltungsangestellter wird wegen chronischer
Müdigkeit in die Klinik eingewiesen. Er berichtet über häufiges Einschlafen während der Arbeit am Schreibtisch. Seine
Ehefrau klagt darüber, dass er zu laut schnarcht. Bei der
körperlichen Untersuchung fallen ein erhebliches Übergewicht
(110 kg/170 cm) und ein erhöhter Blutdruck (160/95 mmHg) auf.
97
An welche Krankheit ist in erster Linie zu denken?
(A) Cushing-Syndrom
(B) Hyperthyreose
(C) depressive Verstimmung
(D) obstruktives Schlafapnoesyndrom
(E) akute Glomerulonephritis
98
Welche der folgenden Untersuchungen kann die bei diesem
Patienten wahrscheinlichste Diagnose sichern?
(A) Belastungs-EKG mit Blutgasanalyse
(B) Tracheobronchoskopie
(C) Polysomnographie
(D) Echokardiographie
(E) Spiral-CT des Thorax
99
Bei dem in Abbildung Nr. 17 der Bildbeilage wiedergegebenen
40-jährigen alkoholabhängigen Patienten liegt folgende Erkrankung vor:
(A) Cushing-Syndrom
(B) adrenogenitales Syndrom
(C) Hypothyreose
(D) fortgeschrittene Leberzirrhose
(E) intestinale Lipodystrophie (M. Whipple)
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-33100
Ein 20-jähriger Patient bemerkt zuerst beim Sport, später auch
beim Treppensteigen eine schleichend zunehmende Muskelschwäche. Er klagt über rasche Ermüdbarkeit und Konzentrationsschwäche. Abbildung Nr. 26 der Bildbeilage zeigt die Abdomenübersichtsaufnahme.
Welche Diagnose ist zu stellen?
(A) primäre Nebennierenrindeninsuffizienz
(B) Nephrokalzinose
(C) kalzifizierende chronische Pankreatitis
(D) Aktinomykose
(E) Trichinelliasis
101
Welche der pathophysiologischen Veränderungen ist beim ketoazidotischen Coma diabeticum am wenigsten zu erwarten?
(A) reduzierte Gluconeogenese
(B) gesteigerte Lipolyse
(C) Zunahme der Glykogenolyse
(D) metabolische Azidose
(E) Hypokapnie
102
Was ist ein Gestationsdiabetes?
(A) jede Glucosurie in der Schwangerschaft
(B) eine Schwangerschaft bei vorbekanntem Diabetes mellitus
(C) eine Blutzuckererhöhung in der Schwangerschaft bei nicht
vorbekanntem Diabetes mellitus
(D) eine Hyperglykämie beim Neugeborenen
(E) ein Diabetes insipidus in der Schwangerschaft
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-34103
Welches der Symptome weist am wenigsten auf eine Beteiligung
des vegetativen Nervensystems bei diabetischer Neuropathie
hin?
(A) Hypohidrose
(B) postprandiale Diarrhö
(C) Blasenentleerungsstörungen
(D) Pupillenstörungen
(E) Adipositas
104
Bei einem Diabetiker wurde eine Tuberkulose diagnostiziert,
die eine Langzeitanwendung von Isoniazid (INH) erforderlich
macht.
Durch zusätzliche Gabe von welchem der genannten Vitamine
lässt sich der Gefahr einer INH-bedingten Polyneuropathie am
ehesten begegnen?
(A) Thiamin (Vitamin B 1 )
(B) Folsäure
(C) Pyridoxin (Vitamin B 6 )
(D) Cyanocobalamin (Vitamin B 12 )
(E) Ascorbinsäure (Vitamin C)
105
Welche Aussage zur Therapie des Diabetes mellitus mit Glibenclamid trifft zu?
(A) Glibenclamid kann wegen seiner extrapankreatischen Wirkungen auch bei Typ-I-Diabetes sinnvoll als Monotherapeutikum
eingesetzt werden.
(B) Glibenclamid löst im Gegensatz zu älteren Sulfonylharnstoffen keine Hypoglykämien aus.
(C) Die Wirkung von Glibenclamid auf die Glucosekonzentration
im Blut kann durch perorale Gabe von Diazoxid verstärkt
werden.
(D) Glibenclamid kann die Wirkung von Metformin auf die
Glucosekonzentration im Blut verstärken.
(E) Glibenclamid verstärkt eine durch Reduktionsdiät angestrebte Gewichtsabnahme.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-35106
Bei hereditärer Fructoseintoleranz manifestieren sich die
typischen klinischen Symptome nach Zufuhr von Fructose oder
von
(A) Lactose
(B) Galaktose
(C) Sorbit
(D) Mannit
(E) Maltose
107
Welche Aussage trifft für die klassische Phenylketonurie am
wenigsten zu?
(A) Der Erbgang ist autosomal rezessiv.
(B) Während der Neugeborenenperiode erfolgt eine ScreeningUntersuchung auf Vorliegen dieser Erkrankung.
(C) Die Behandlung besteht in einer phenylalaninarmen Diät.
(D) Zur Diagnosesicherung ist eine Leberbiopsie erforderlich.
(E) Eine pränatale Diagnose ist möglich.
108
Welche Aussage zur Pubertätsgynäkomastie trifft am wenigsten
zu?
(A) Es handelt sich um eine somatisch harmlose Pubertätserscheinung.
(B) Etwa 1 % der pubertierenden Knaben sind betroffen.
(C) Bei adipösen Knaben ist sie differentialdiagnostisch von
einer Pseudogynäkomastie abzugrenzen.
(D) Das Hodenvolumen ist altersentsprechend normal.
(E) Meistens bildet sie sich innerhalb von 1-2 Jahren spontan
zurück.
109
Bei einer rein vegetarischen Kost (vegane Ernährung) ist die
Möglichkeit einer Vitaminmangelernährung am ehesten gegeben
für
(A) Vitamin A
(B) Vitamin B 12
(C) Folsäure
(D) Vitamin C
(E) Vitamin K
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-36110
Die Behandlungsbedürftigkeit einer asymptomatischen Bakteriurie mit 10 6 Keimen pro mL Urin und Leukozyturie ist am wenigsten gegeben bei:
(A) Diabetes mellitus
(B) Schwangeren
(C) obstruktiver Nephropathie
(D) alimentärer Adipositas
(E) Kindern mit vesikorenalem Reflux
111
Von welchem Medikament ist im therapeutischen Dosisbereich
eine Veränderung der renalen Harnsäure-Elimination bei normaler Nierenfunktion am wenigsten zu erwarten?
(A) Acetylsalicylsäure
(B) Benzbromaron
(C) Colchicin
(D) Furosemid
(E) Hydrochlorothiazid
Folgende Angaben beziehen sich auf die Aufgaben Nr. 112 und
Nr. 113.
Eine 36-jährige Patientin leidet an rezidivierenden Fieberschüben bis 39 °C, dysurischen Beschwerden sowie Schmerzen im
rechten Nierenlager, die jeweils nach entsprechender antibiotischer Therapie für wenige Wochen verschwinden. Während der
beschwerdefreien Intervalle findet sich eine Mikrohämaturie.
Die Patientin stellt sich erneut vor mit den o.g. Beschwerden.
Die Serumkreatininkonzentration liegt jetzt bei 175 µmol/L
(20 mg/L), Hb 115 g/L (Referenzbereich 120-160 g/L), Erythrozyten 3,1·10 12 /L, Leukozyten 15 000·10 6 /L, im Urin Eiweiß +,
im Sediment 8 Erythrozyten und 56 Leukozyten/Gesichtsfeld
(400fache Vergrößerung), massenhaft Bakterien. In der Urinkultur wächst Pseudomonas aeruginosa.
112
Die Diagnose lautet:
(A) chronische Glomerulonephritis
(B) Pyelonephritis (bakterielle interstitielle Nephritis)
(C) asymptomatische Bakteriurie
(D) Analgetikanephropathie
(E) Zystennieren
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-37113
Welcher der Arzneistoffe ist nach dem o.g. Ergebnis der Keimanalyse in der Regel als am ehesten therapeutisch wirksam
anzusehen?
(A) Penicillin G
(B) Meropenem
(C) Tetracyclin
(D) Nitrofurantoin
(E) Co-trimoxazol
114
Bei der ambulanten Kontrolluntersuchung eines Patienten mit
chronischer Niereninsuffizienz finden Sie eine Abnahme der
Harnstoffkonzentration im Serum, obwohl das Serumkreatinin mit
530 µmol/L (60 mg/L) unverändert hoch geblieben ist.
Wodurch wird dieser Befund am besten erklärt?
(A) Eiweißmangelernährung
(B) Verbesserung der Nierenfunktion
(C) interkurrenter Infekt
(D) Abnahme der renalen Durchblutung
(E) Exsikkose
115
Zur klassischen Form des hämolytisch-urämischen Syndroms passt
am wenigsten:
(A) Vorkommen meist bei älteren Menschen
(B) bevorzugte Nierenbeteiligung
(C) Mikrothromben
(D) Fragmentation von Erythrozyten
(E) akutes Nierenversagen
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-38116
Bei welchem der folgenden Nierensteine muss nach einer renaltubulären Azidose (RTA) gefahndet werden?
(A) Calciumphosphatstein
(B) Xanthinstein
(C) Whewellit
(D) Harnsäurestein
(E) Cysteinstein
117
Ein 18-jähriger Motorradfahrer wird mit einem Schädelbasisbruch bewusstlos aufgenommen. Nach 2 Tagen gerät er bei einer
plötzlichen Zunahme der Flüssigkeitsausscheidung auf 12 L/d
in eine bedrohliche Exsikkose mit einer Serumnatriumkonzentration von 168 mmol/L und einer Serumosmolalität von 338 mOsm/kg
bei einer Urinosmolalität von 180 mOsm/kg, Blutzuckerkonzentration 8,3 mmol/L (1,5 g/L).
Welche Bezeichnung für den vorliegenden Zustand trifft am
ehesten zu?
(A) renaler Diabetes insipidus
(B) SIADH (Schwartz-Bartter-Syndrom)
(C) Coma diabeticum
(D) möglicherweise transitorischer Diabetes insipidus
(E) zentrale pontine Myelinolyse
118
Was kommt für eine Hyponatriämie (122 mmol/L) ursächlich am
wenigsten in Betracht?
(A) Niereninsuffizienz mit Oligurie
(B) Herzinsuffizienz NYHA IV
(C) Diabetes insipidus renalis
(D) Leberzirrhose mit Aszites
(E) nephrotisches Syndrom
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-39119
Eine Hyperkalzämie passt am wenigsten zu:
(A) primärem Hyperparathyreoidismus
(B) Hyperventilationstetanie
(C) metastasiertem Mammakarzinom
(D) multiplem Myelom
(E) Sarkoidose
120
Welches der folgenden Diuretika ist am ehesten zur Behandlung
einer schweren Hyperkalzämie geeignet, wenn die Bilanz von
Flüssigkeit und sonstigen Elektrolyten ausgeglichen wird?
(A) Furosemid
(B) Hydrochlorothiazid
(C) Chlortalidon
(D) Metolazon
(E) Triamteren
121
Welche der Manifestationen ist bei chronischer Polyarthritis
(rheumatoide Arthritis) am wahrscheinlichsten?
(A) Heberden-Knoten
(B) lumbale Spondylarthritis
(C) Knochenerosionen im Bereich der Finger- und Zehengrundgelenke
(D) Schmetterlingserythem
(E) im Röntgenbild nachweisbare Sakroiliitis
122
Welcher der Laborbefunde ist am wenigsten typisch für eine
akute entzündliche Aktivität der chronischen Polyarthritis
(rheumatoide Arthritis)?
(A) Blutleukozytose
(B) BSG-Erhöhung
(C) α 2 -Globulinerhöhung bei der Serumelektrophorese
(D) erhöhte Serumeisenkonzentration
(E) erhöhtes C-reaktives Protein
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-40123
Welche der Maßnahmen ist zur Behandlung der chronischen
Polyarthritis (rheumatoide Arthritis) am wenigsten indiziert?
(A) Kryotherapie
(B) aktive Bewegungstherapie
(C) wöchentliche Injektion von Interferon alfa-2a
(D) Synovektomie
(E) Gabe nichtsteroidaler Antiphlogistika
124
Welches der Medikamente ist kein langwirksames Antirheumatikum
(DMARD, sog. Basistherapeutikum) zur Behandlung der chronischen Polyarthritis (rheumatoide Arthritis)?
(A) Hydroxychloroquin (Quensyl®)
(B) Rofecoxib (Vioxx®)
(C) D-Penicillamin (Trolovol®)
(D) Aurothiomalat (Tauredon®)
(E) Sulfasalazin (Azulfidine®RA)
125
Welche der Komplikationen ist bei einer Langzeittherapie mit
nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) am häufigsten?
(A) Iritis
(B) gastrointestinale Blutung
(C) Leberfibrose
(D) eosinophile Pneumonie
(E) Eosinophilie-Myalgie-Syndrom
126
Die Therapie mit welchem der folgenden Antiphlogistika ist im
Falle einer Dauermedikation am schwierigsten steuerbar, da es
von den genannten Arzneistoffen (jeweils im mittleren Dosisbereich) die längste Eliminationshalbwertszeit aufweist?
(A) Ibuprofen
(B) Acetylsalicylsäure
(C) Piroxicam
(D) Indometacin
(E) Diclofenac
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-41127
Was gehört am wenigsten zur Spondylitis ankylosans
(M. Bechterew)?
(A) Uveitis anterior
(B) asymmetrische Oligoarthritis
(C) HLA-B27 positiv
(D) Aneurysmata der abdominalen Gefäße
(E) Sakroiliitis
128
Was gehört am wenigsten zur Fingergelenkspolyarthrose?
(A) Bewegungsschmerzen
(B) synoviale Schwellung der Fingergrundgelenke
(C) Druckschmerz des Daumensattelgelenkes
(D) derbe knotige Verdickung der Fingerendgelenke
(E) Auftreibung der Fingermittelgelenke
129
Welche der Zuordnungen von Erkrankung und physikalischer
Therapie trifft am wenigsten zu?
(A) chronische Polyarthritis - kühle Wickel und Lagerung
im akuten Schub
zur Kontrakturprophylaxe
(B) Spondylitis ankylosans
- Atem- und Wirbelsäulengymnastik
(C) Arthrose
- lokale Wärmetherapie und
krankengymnastische Bewegungsübungen unter Zug
(D) Tendomyopathie
- Muskelmassagen, Dehnungs- und
Lockerungsübungen
(E) Polymyalgia rheumatica
- Elektrogymnastik und Komplexbewegungen nach Bobath
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-42130
Eine 52-jährige Frau klagt schon seit längerer Zeit über
Schmerzen und Gefühlsstörungen in beiden Händen. Die Schmerzen
sind so stark, dass sie nachts aufstehen und die Hände kräftig
schütteln muss. Sie hat herausgefunden, dass auch kaltes
Wasser hilft. Wegen der Gefühlsstörungen hat sie Schwierigkeiten beim Fassen ihrer Kaffeetasse und kann nicht mehr richtig
nähen. Sie hat kein Feingefühl in den Fingern mehr. Der Kleinfinger ist aber an den Schmerzen und Gefühlsstörungen nicht
beteiligt.
Welcher der Befunde würde die Diagnose des hier am wahrscheinlichsten vorliegenden Krankheitsbildes am ehesten stützen?
(A) Leitungsverzögerung im Elektroneurogramm des N. radialis
(B) Leitungsverzögerung im Elektroneurogramm des N. ulnaris
(C) Atrophie des Daumenballens
(D) Atrophie des Kleinfingerballens
(E) degenerative Veränderungen an der Halswirbelsäule
131
Bei einer 45-jährigen Patientin traten vor 6 Monaten akut
Schmerzen und Schwellungen mehrerer großer und kleiner Gelenke
auf. Dabei hatte sie Fieber bis 38 °C. Nach etwa 2 Wochen
klangen die Temperaturen ab, die Gelenkerscheinungen gingen
unvollständig zurück. In den letzten Tagen kamen Schmerzen und
Schwellungen in zwei weiteren Fingermittelgelenken sowie
Halswirbelsäulenbeschwerden hinzu. BSG n.W. anfangs 87/130 mm,
jetzt 56/96 mm, Serumharnsäurekonzentration 416 µmol/L
(70 mg/L), AST (Antistreptolysintiter) gleichbleibend 300 U/mL
(Normalwert < 200 U/mL), Rheumafaktor negativ, HLA B 27 negativ, antinukleäre Faktoren negativ.
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
(A) rheumatisches Fieber
(B) Arthritis urica
(C) chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis)
(D) Vorstadium einer Spondylitis ankylosans
(E) systemischer Lupus erythematodes
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-43132
Bei welcher der Krankheiten ist der Nachweis antinukleärer
Antikörper (ANA bzw. ENA) am wenigsten zu erwarten?
(A) progressiver Systemsklerose
(B) Sjögren-Syndrom
(C) Arthritis psoriatica
(D) Sharp-Syndrom (MCTD)
(E) systemischem Lupus erythematodes
133
Ein 10-jähriger Junge klagt über Schwierigkeiten beim Treppensteigen sowie beim Heben der Arme über den Kopf. Es finden
sich fliederfarbene Erytheme des Gesichts und schuppende
Erytheme an den Fingerknöcheln.
Welcher der Befunde passt am wenigsten zur beschriebenen
Krankheit?
(A) periunguale Teleangiektasien
(B) subkutane Kalkablagerungen
(C) Myoglobinurie
(D) erhöhte Serumaktivität der Kreatinkinase
(E) muskuläre Pseudohypertrophie
134
Welcher der Arzneistoffe findet in der Therapie der WegenerGranulomatose keine Anwendung?
(A) Cyclophosphamid
(B) Prednison
(C) Carbimazol
(D) Azathioprin
(E) Co-trimoxazol
135
Die Indikation zur Skelettszintigraphie in der Pädiatrie
besteht am wenigsten bei Verdacht auf
(A) Osteomyelitis
(B) akute Lymphoblastenleukämie
(C) Kindesmisshandlung
(D) Neuroblastommetastasen
(E) röntgenologisch unklare/unsichere Frakturen
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-44136
Welche der Zuordnungen von Grundkrankheit und möglicher
Hautmanifestation trifft am wenigsten zu?
(A) Leberzirrhose - Porphyria cutanea tarda
(B) Diabetes mellitus Typ II - Candidabalanitis
(C) maligner Tumor - Dermatomyositis (adulte Form)
(D) Morbus Addison - Hypermelanose
(E) Hyperlipoproteinämie - seborrhoisches Ekzem
137
Welche Aussage zur Acrodermatitis chronica atrophicans
(Herxheimer-Krankheit) trifft am wenigsten zu?
(A) Sie tritt im Rahmen der Borreliose auf.
(B) Sie kann Monate bis Jahre nach einem Zeckenbiss auftreten.
(C) Es finden sich besonders am Stamm flächenhafte livide
Hautveränderungen.
(D) Histologisch zeigt sich anfangs perivaskulär ein lymphozytenreiches Infiltrat.
(E) Gleichzeitig kann eine Arthritis bestehen.
138
Ein 10-jähriges Kind hat seit 6-8 Wochen am Körperstamm
mehrere anuläre, randbetont schuppende Herde bis Handflächengröße. Abbildung Nr. 9 der Bildbeilage zeigt ein histologisches Präparat in PAS-Färbung.
Es handelt sich um:
(A) Erythema anulare centrifugum
(B) Tinea corporis
(C) Erythema chronicum migrans
(D) Granuloma anulare
(E) Erythema infectiosum
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-45139
Bei einem 25-jährigen Patienten mit vorbestehender milder Acne
vulgaris trat nach vierwöchiger Einnahme eines Medikaments ein
papulöses Exanthem (siehe Abbildung Nr. 14 der Bildbeilage)
am Stamm mit Betonung der seborrhoischen Zonen ohne wesentliche subjektive Beschwerden auf.
Welcher der folgenden Arzneistoffe könnte am ehesten für die
Auslösung dieses Exanthems verantwortlich sein?
(A) Prednisolon
(B) Penicillin G
(C) Ascorbinsäure
(D) Itraconazol
(E) Acetylsalicylsäure
140
Bei der toxischen epidermalen Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
handelt es sich um
(A) eine durch Autoantikörper gegen die epidermale Basalmembran hervorgerufene Bildung kokardenförmiger Herde
(B) eine Überempfindlichkeitsreaktion (z.B. auf Medikamente),
die zu lebensbedrohlicher, großflächiger Blasenbildung an
Haut und Schleimhäuten führt
(C) eine Allergie vom Typ III (Arthus-Typ), die durch Ablagerung von Immunkomplexen in Gefäßwänden zu einem hämorrhagischen Exanthem führt
(D) ein durch Streptokokkentoxine hervorgerufenes scharlachartiges Exanthem mit Schocksymptomen
(E) eine Abortivform des Erythema exsudativum multiforme
141
Die Auslösung des Nikolski-Zeichens dient dem Nachweis
(A) einer photoallergischen Reaktion
(B) einer urtikariellen Reaktion
(C) der Psoriasis vulgaris
(D) einer Schädigung der epidermalen Kohärenz
(E) der Hautspannungslinien
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-46142
Eine 80-jährige Patientin hat in den letzten 2 Wochen am
gesamten Integument bei deutlicher Betonung der großen Beugen
prallgefüllte Blasen auf erythematösem Grund entwickelt. Die
Schleimhäute sind frei. Es besteht mäßiger Juckreiz. Histologisch fanden sich subepidermale Blasen und eine deutliche Gewebseosinophilie.
Was passt am besten zu dem geschilderten Fall?
(A) Diagnose: Pemphigus vulgaris
(B) Diagnose: Dermatitis herpetiformis
(C) Immunhistologie: homogene intraepidermale IgG-Ablagerungen
(D) Serologie: IgG-Antikörper gegen Basalmembran nachweisbar
(E) Prognose: Erkrankung führt in wenigen Monaten zum Tode
143
Die in Abbildung Nr. 5 der Bildbeilage gezeigten Hautveränderungen traten bei einem 70-jährigen Mann auf. Im Tzanck-Test
waren keine akantholytischen Zellen nachweisbar. Die histopathologische Untersuchung ergab den in Abbildung Nr. 6 gezeigten Befund, in der direkten Immunfluoreszenz fanden sich IgGund C 3 -Komplementablagerungen linear an der Basalmembran.
Es handelt sich um:
(A) bullöses Pemphigoid
(B) Pemphigus vulgaris
(C) Dermatitis herpetiformis Duhring
(D) Pemphigus vegetans
(E) Lupus vulgaris
144
Ein 30-jähriger Patient, der seit mehreren Jahren an einer
chronischen stationären Psoriasis leidet, wurde mit Dithranol
und UV-B behandelt.
Wie heißt das in Abbildung Nr. 10 der Bildbeilage dargestellte
typische morphologische Merkmal der abheilenden Psoriasis?
(A) Jarisch-Herxheimer-Reaktion
(B) Wickham-Streifen
(C) Woronoff-Ring
(D) Nikolski-Phänomen
(E) Auspitz-Phänomen
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-47145
Welche Aussage trifft für das in Abbildung Nr. 13 der Bildbeilage gezeigte Krankheitsbild am wenigsten zu?
(A) Mund- und Genitalschleimhäute können betroffen sein.
(B) Ein isomorpher Reizeffekt ist oft auslösbar.
(C) Es besteht eine signifikante Assoziation zu HLA B 27.
(D) Sonderformen dieser Erkrankung können zu einer vernarbenden Alopezie führen.
(E) Histologisch sind u.a. Hyperkeratose und eine umschriebene
Verdickung des Stratum granulosum der Epidermis typisch.
146
Welche Aussage über das Basaliom (WHO: Basalzellenkarzinom)
trifft am wenigsten zu?
(A) Es tritt bevorzugt im Gesichtsbereich auf.
(B) Es metastasiert in höchst seltenen Fällen.
(C) Es kommt vorwiegend bei jugendlichen Erwachsenen vor.
(D) Es wächst lokal destruierend.
(E) Es tritt besonders früh bei Patienten mit Xeroderma
pigmentosum auf.
147
Bei einem kutanen malignen Melanom wird die Prognose am
wenigsten beeinflusst durch:
(A) Lokalisation des Primärtumors
(B) Zahl der Mitosen (Mitoseindex)
(C) vertikale Ausdehnung
(D) Anzahl gleichzeitig bestehender Lentigines simplices
(E) Dicke des Tumors
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-48148
Der Hauttumor in Abbildung Nr. 11 der Bildbeilage hat sich
innerhalb von 2 Jahren aus einem sehr viel kleineren, gleichmäßig hellbraunen Pigmentfleck entwickelt.
Welche Aussage trifft auf diesen Tumortyp zu?
(A) Der Tumor metastasiert nicht in innere Organe.
(B) Nach Exulzeration kommt es häufig zur Spontanheilung.
(C) Zu den wichtigsten Prognosefaktoren beim Primärtumor
gehört die vertikale Tumordicke.
(D) Die Diagnose muss vor der Therapie durch Probebiopsie aus
dem Randbereich des Tumors gesichert werden.
(E) Therapie der ersten Wahl ist die Radiatio.
149
Der in Abbildung Nr. 7 der Bildbeilage erkennbare Tumor sei
nach Angaben des Patienten innerhalb von drei Wochen auf der
Stirn gewachsen.
Welche der Diagnosen ist am wahrscheinlichsten?
(A) Glomustumor
(B) Granuloma pyogenicum
(C) Morbus Bowen
(D) Keratoakanthom
(E) zystisches Basalzellkarzinom
150
Bei einem 5-jährigen Kind findet sich am Kapillitium ein
kreisförmiger Haarausfall. In den pityriasiform schuppenden
Herden sind Haarstümpfe zu erkennen.
Die wahrscheinlichste Diagnose ist:
(A) Alopecia areata
(B) Trichotillomanie
(C) Mikrosporie
(D) Psoriasis vulgaris
(E) Trichobacteriosis palmellina
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-49151
Welche Aussage zu den Hautveränderungen (siehe Abbildung
Nr. 18 der Bildbeilage) an den Knien eines 17-jährigen Jungen
italienischer Abstammung trifft am wenigsten zu?
Diese Erkrankung
(A) tritt bei allen Rassen auf
(B) ist eine erworbene Depigmentierung
(C) gibt es als fokale, segmentale und generalisierte Form
(D) weist typischerweise das Köbner-Phänomen auf
(E) kann mit dem Nachweis von Autoantikörpern einhergehen
152
Welche Aussage trifft für das in Abbildung Nr. 12 der Bildbeilage dargestellte Krankheitsbild zu?
(A) Charakteristisch sind die unterminierten Ränder des Ulkus.
(B) Der Nachweis der Erreger dieser Läsion gelingt am sichersten in frischem Morgenurin.
(C) Die Gewinnung von Reizsekret aus dem Wundgrund mit anschließender Dunkelfeldmikroskopie ist bei diesem klinischen Bild zur Diagnosestellung am besten geeignet.
(D) Die Therapie darf erst eingeleitet werden, wenn ein
Flockungstest (VDRL, RPR) positiv ist.
(E) Eine Therapie mit Aminoglykosiden ex juvantibus führt aufgrund der innerhalb von 24 Stunden einsetzenden Heilung
zur Sicherung der Verdachtsdiagnose.
153
Nach dem Infektionsschutzgesetz begründet bei einigen Krankheiten bereits der Verdacht eine namentliche Meldepflicht.
Welche Erkrankung zählt jedoch nicht hierzu?
(A) Tollwut
(B) Milzbrand
(C) HIV-Infektion
(D) Poliomyelitis
(E) Botulismus
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-50154
Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) besteht für das
Kindesalter eine allgemeine Impfempfehlung (sog. Standardimpfung) gegenüber folgender Erkrankung:
(A) Tuberkulose
(B) Frühsommermeningoenzephalitis
(C) Mumps
(D) Varizellen
(E) Hepatitis A
155
Für welche der Krankheiten ist die Zugabe eines Aminoglykosids
bei der antibiotischen Kombinationstherapie von lebensentscheidender Bedeutung?
(A) akute Osteomyelitis
(B) Streptokokkenendokarditis
(C) bakterielle Meningitis
(D) akute Pyelonephritis
(E) beatmungsinduzierte Pneumonie
156
Welches Symptom gilt für Masern als charakteristisch?
(A) Angina tonsillaris
(B) "Kalkspritzerartige" weiße Flecken an der Wangenschleimhaut
(C) "Erdbeerzunge"
(D) groblamelläre Hautschuppung an Händen und Füßen
(E) Schwellung der Nackenlymphknoten
157
Das Erythema infectiosum (Ringelröteln) wird verursacht durch
(A) Rhabdoviren
(B) Herpes-simplex-Virus Typ 2
(C) Coxsackie-Virus B 5
(D) humanes Parvovirus B 19
(E) Echo-Virus Typ 9
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-51158
Ein 20 Monate altes Mädchen erkrankt akut mit Fieber um 40 °C
ohne fassbare Ursache. Am 4. Tag fällt das Fieber ab und es
tritt ein makulopapulöses Exanthem auf, das sich über den
ganzen Körper, weniger im Gesicht ausbreitet.
Es handelt sich am wahrscheinlichsten um:
(A) Röteln
(B) Bornholm-Krankheit
(C) Exanthema subitum
(D) Erythema infectiosum
(E) Scharlach
159
Ein 14-jähriger Knabe wird mit folgender Symptomatik vorgestellt: hohes Fieber, generalisierte Lymphknotenschwellung,
Angina mit pseudomembranösen Belägen, makulopapulöses Exanthem, geringgradiger Ikterus und Splenomegalie.
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
(A) Diphtherie
(B) infektiöse Mononukleose
(C) Scharlach
(D) Herpangina
(E) Kawasaki-Syndrom
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-52Folgende Angaben beziehen sich auf die Aufgaben Nr. 160 und
Nr. 161.
Ein 35-jähriger Geschäftsmann erkrankt 2 Wochen nach der Rückkehr aus Ostafrika mit Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und
Fieber. Nach Einnahme von Grippemitteln leichte Besserung.
Einige Tage später Gelbfärbung der Skleren, wegen zunehmender
Gelbsucht und Apathie am Samstagabend Klinikeinweisung.
Aufnahmebefund: ausgeprägte Somnolenz, örtlich und zeitlich
nicht mehr orientiert, deutlicher Ikterus von Haut und
Skleren, Leber leicht vergrößert, Körpertemperatur 39 °C.
160
Welche der Diagnosen ist am wenigsten wahrscheinlich?
(A) akute Hepatitis A mit Übergang in Koma
(B) akute Hepatitis B mit Übergang in Koma
(C) Malaria tertiana
(D) Malaria tropica
(E) Leptospirose
161
Aus dem Notfallabor erhalten Sie 2 Stunden später folgende
Werte:
Leukozyten 7 600·106/L, Hb 90 g/L, Harnstoff-N 12,6 mmol/L
(Referenzbereich 1,8-8,8 mmol/L), Serumkalium 4,9 mmol/L,
GPT 110 U/L (Referenzbereich 6-20 U/L).
Einen repräsentativen Ausschnitt aus dem angefertigten Blutausstrich sehen Sie in Abbildung Nr. 15 der Bildbeilage.
Die Bewusstseinsstörung des Patienten hat weiter zugenommen.
Welche Maßnahmen sind in dieser Situation angezeigt?
(A) sofortige Gabe von Prednison, symptomatische Therapie
mit Infusionen und Wärmeableitung
(B) symptomatische Therapie mit Infusionen und Wärmeableitung, Isolierung im Einzelzimmer mit Schleuse
(C) Chiningabe per infusionem (in Kombination mit Doxycyclin),
symptomatische Therapie, intensive Überwachung
(D) Abnahme einer Blutkultur, sofortige Gabe von Erythromycin,
symptomatische Therapie
(E) Abnahme einer Blutkultur, Durchführung einer Lumbalpunktion, hochdosierte Gabe von Penicillin, symptomatische
Therapie
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-53162
Ein 33-jähriger Mann hat während eines Infektes der oberen
Luftwege 8 Tage gelegen und klagt jetzt über ein plötzlich
aufgetretenes Stechen in der linken Brustseite, das nicht in
den linken Arm ausstrahlt. Der Schmerz wird als unerträglich
geschildert. Dabei Angabe über Schwäche, Angst, Atemnot.
Ähnliche Zustände sind unter besonderen Belastungen schon
zweimal innerhalb der letzten drei Jahre vorgekommen.
Der Patient wirkt äußerst erregt und geht im Zimmer unruhig
auf und ab. Bei der Untersuchung sind Herz und Lunge auskultatorisch und perkutorisch unauffällig, keine neurologischen
Auffälligkeiten, sehr deutlicher Dermographismus, Blutdruck
115/80 mmHg, Puls 72/min.
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
(A) Lungenembolie
(B) Myokardinfarkt
(C) funktionelle Herzbeschwerden
(D) Spontanpneumothorax
(E) Lungenentzündung
163
Welche der Aussagen trifft für chronisch rezidivierende
(habituelle) Aphthen zu?
(A) Erreger ist das Herpes-simplex-Virus.
(B) Sie gehen in der Regel mit Schmerzen einher.
(C) Erreger ist das Zytomegalie-Virus.
(D) Während der Exazerbation tritt oft ein Exanthem auf.
(E) Für Kinder und immundefiziente Patienten besteht bei
Kontakt hohe Infektionsgefahr.
164
Welche der Krankheiten wird nicht durch humane Papillomaviren
(HPV) hervorgerufen?
(A) Verrucae vulgares
(B) Verrucae planae juveniles
(C) Condylomata acuminata
(D) Condylomata plana
(E) orale Haarleukoplakie
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-54165
Bei einem Patienten mit Fußmykose ist plötzlich eine flächenhafte Hautrötung und Schwellung am linken Unterschenkel mit
Fieber und Schüttelfrost aufgetreten, in der linken Leiste
findet sich ein kirschgroßer, druckdolenter Lymphknoten.
Welche der Diagnosen ist am wahrscheinlichsten?
(A) akute Thrombophlebitis
(B) Erysipel
(C) Erysipeloid
(D) allergisches Kontaktekzem
(E) toxische Kontaktdermatitis
166
Welche der folgenden Systemmykosen wird in Deutschland am
wenigsten wahrscheinlich erworben?
(A) Kryptokokkose
(B) Histoplasmose
(C) Mukormykose
(D) Aspergilluspneumonie
(E) Candidasepsis
167
Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist anzusehen als eine
(A) hereditäre degenerative Erkrankung
(B) nichthereditäre degenerative Erkrankung unbekannter Ätiologie
(C) Zecken-Enzephalitis
(D) Slow-virus-Infektion
(E) chronische Verlaufsform einer Herpes-Enzephalitis
168
Was ist typischerweise bei der Ataxia teleangiectatica (LouisBar-Syndrom) vorhanden?
(A) Adenoma sebaceum
(B) Alopecia areata
(C) numerische Chromosomenaberration
(D) kongenitaler Hydrozephalus
(E) Immundefekt
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-55169
Bei einseitiger prämaturer Synostose der Kranznaht entwickelt
sich folgende abnorme Schädelform:
(A) Akrozephalus
(B) Plagiozephalus
(C) Skaphozephalus
(D) Trigonozephalus
(E) Oxyzephalus
170
Was kommt als Folge einer traumatischen Hirnschädigung am
wenigsten in Betracht?
(A) zerebrale Bewegungsstörungen
(B) Intelligenzminderungen
(C) exogene Psychosen
(D) zerebrale Anfälle
(E) Konversionssyndrome
171
Bei welchem der folgenden Medikamente ist am ehesten eine
embryotoxische Wirkung zu erwarten, wenn es von einer Schwangeren im ersten Trimenon eingenommen wird?
(A) Amoxicillin
(B) Erythromycin
(C) L-Thyroxin
(D) Paracetamol
(E) Warfarin
172
Was ist für die Punktvergabe nach dem Apgar-Schema unmittelbar
von Bedeutung?
(A) Geburtsgewicht
(B) Körpertemperatur
(C) Körperlänge
(D) Reaktion auf Geräusche
(E) Herzfrequenz
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-56173
Als Mangelgeborenes bezeichnet man in der Regel ein
Neugeborenes,
(A) das äußerlich sichtbare Fehlbildungen aufweist
(B) das vor Beginn der 40. Gestationswoche geboren ist
(C) das vor Beginn der 38. Gestationswoche geboren ist
(D) dessen Geburtsgewicht weniger als 2500 g beträgt
(E) dessen Geburtsgewicht unter der 10. Perzentile für das
entsprechende Gestationsalter liegt
174
Was kommt als Symptom einer konnatalen Toxoplasmose am wenigsten in Betracht?
(A) Hepatosplenomegalie
(B) Mikrozephalus
(C) Osteomyelitis
(D) Hydrozephalus
(E) Chorioretinitis
175
Ein reifes bisher unauffälliges Neugeborenes beginnt am 3. Lebenstag erstmals gallig zu erbrechen. Bei der Anamneseerhebung
berichtet die Mutter, dass Geburt und Schwangerschaft unkompliziert verlaufen seien. Sie erinnert sich allerdings, dass
der betreuende Gynäkologe in den letzten Schwangerschaftswochen eine vermehrte Fruchtwassermenge erwähnt hat.
Welches ist die wahrscheinlichste Ursache für das Erbrechen
bei diesem Kind?
(A) Ösophagusatresie
(B) Duodenalatresie
(C) hypertrophe Pylorusstenose
(D) nekrotisierende Enterokolitis
(E) adrenogenitales Syndrom mit Salzverlust
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A
2. Staatsexamen Herbst 2001
-57176
Für die Laparoschisis (Gastroschisis) des Neugeborenen trifft
am ehesten zu:
(A) Eine Umhüllung der vorgefallenen Darmschlingen durch einen
Peritonealsack fehlt.
(B) Neben dem Bauchwanddefekt sind meistens begleitende extraintestinale Fehlbildungen vorhanden.
(C) Die Insertion der Nabelschnur liegt an der Kuppe eines
vorgewölbten Bruchsackes.
(D) Der Darm ist verlängert und muss daher zur operativen
Reposition reseziert werden.
(E) Auch bei umgehender Operation besteht eine hohe Letalität
innerhalb der 1. Lebenswoche von etwa 40 %.
177
Welche Aussage über Milia neonatorum trifft am besten zu?
Unter Milia neonatorum versteht man
(A) die generalisierte Form der konnatalen Tuberkulose
(B) die bullöse Ausprägung einer Staphylokokkendermatitis in
der Neonatalperiode
(C) spontan reversible epidermale Retentionszysten bei Neugeborenen
(D) ein polymorphes schuppendes Exanthem bei Neugeborenen,
bedingt durch Arzneimitteleinnahme der Mutter
(E) die Maximalvariante des Erythema neonatorum
178
Ein 2 Monate alter Säugling wird mit Schwellung des Unterarms
und Oberschenkels rechts zum Arzt gebracht. Die anamnestischen
Angaben der Mutter zu einem möglichen Trauma sind ungenau.
Die im Rahmen der diagnostischen Abklärung angefertigten
Projektionsradiogramme führen am ehesten zu folgender
Verdachtsdiagnose (siehe Abbildungen Nr. 1 und Nr. 2 der
Bildbeilage):
(A) Säuglingsosteomyelitis
(B) Z. n. Kindesmisshandlung
(C) metastasiertes Ewing-Sarkom
(D) multipel auftretendes, eosinophiles Granulom
(E) Osteogenesis imperfecta
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-58179
Die Pierre-Robin-Sequenz ist gekennzeichnet durch:
(A) Mikroretrogenie
(B) Hypospadie
(C) Katarakt
(D) Syndaktylie
(E) Spina bifida occulta
180
Welches Symptom ist bei Mädchen mit Ullrich-Turner-Syndrom
(Karyotyp: 45,X0) am häufigsten anzutreffen?
(A) Demenz
(B) Kleinwuchs
(C) Aortenisthmusstenose
(D) Nierenfehlbildung
(E) Cubitus valgus
181
Was trifft für das Martin-Bell-Syndrom (Fragiles-X-Syndrom)
des Kindes am wenigsten zu?
(A) Es besteht eine geistige Behinderung.
(B) Die Kinder sind motorisch hyperaktiv und unkonzentriert.
(C) Es besteht eine Sprachbehinderung.
(D) Betoffene haben typischerweise ein schmales Gesicht mit
einer hohen Stirn und abstehende Ohren.
(E) Mädchen sind von dem Syndrom häufiger betroffen als
Jungen.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-59182
Zur Durchführung der U7 wird Ihnen ein 21 Monate alter Knabe
vorgestellt. Bei der Untersuchung findet sich ein linksseitiger Gleithoden.
Welches Vorgehen ist nun richtig?
(A) HCG-Behandlung
(B) Hodenbiopsie
(C) Bestimmung der Gonadotropine (LH,FSH) im Blut
(D) Abwarten des spontanen Deszensus im Laufe der Pubertätsentwicklung
(E) Testosteron-Behandlung
183
Sie sollen den Kalender der Vorsorgeuntersuchungen eines jetzt
2-jährigen Mädchens überprüfen.
Welche Untersuchung wurde nicht zeitgerecht durchgeführt?
(A) am 1. Lebenstag: U1
(B) am 6. Lebenstag: U2
(C) in der 5. Lebenswoche: U3
(D) im 2. Lebensmonat: U4
(E) im 7. Lebensmonat: U5
184
Welche Aussage trifft für die Dentition bei gesunden Kindern
am wenigsten zu?
(A) Sie setzt normalerweise im 12.-15. Lebensmonat ein.
(B) Sie beginnt beim Milchgebiss meist in der Reihenfolge:
2 untere zentrale Schneidezähne - 2 obere zentrale
Schneidezähne - 2 obere laterale Schneidezähne.
(C) Der zweite (bleibende) Molar erscheint in der Regel im
10.-14. Lebensjahr.
(D) Sie ist in der Regel als Milchdentition mit 20 Zähnen im
Alter von etwa 2 bis 3 Jahren abgeschlossen.
(E) Die 2. Dentition endet gewöhnlich mit dem Erscheinen der
Drittmolaren des bleibenden Gebisses einige Jahre nach der
Pubertät.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-60185
Welche Aussage trifft für den familiären Kleinwuchs am besten
zu?
(A) Die aus der Körperlänge der Eltern berechnete Zielgröße
wird nicht erreicht.
(B) Der Minderwuchs ist dysproportioniert.
(C) Es besteht zugleich eine Entwicklungsverzögerung.
(D) Die errechnete Zielgröße ist im Vergleich zur Populationsnorm vermindert.
(E) Er ist die Folge einer psychosozialen Deprivation des
betroffenen Kindes innerhalb seiner Familie.
186
Was zählt nicht zu den Merkmalen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung nach der ICD-10?
(A) Störung der eigenen Identität
(B) instabile zwischenmenschliche Beziehungen
(C) ausgeprägtes Empathievermögen
(D) selbstverletzendes Verhalten
(E) Gefühl der inneren Leere
187
Eine 44-jährige ambulante Patientin mit Knochenmetastasen
eines Mammakarzinoms wurde bisher mit Ibuprofen in hoher
Dosierung analgetisch behandelt, was aber ihre Schmerzen nicht
mehr hinreichend unterdrückt.
Welche Therapie ist als Nächstes nach dem WHO-Stufenschema zur
Behandlung chronischer Tumorschmerzen am ehesten zu empfehlen?
(A) Ibuprofen sollte durch eine ähnliche Dosis Paracetamol
ersetzt werden.
(B) Ibuprofen sollte durch Metamizol ersetzt werden.
(C) Zusätzlich zu Ibuprofen sollte Dihydrocodein retard verordnet werden.
(D) Ibuprofen sollte durch Piritramid ersetzt werden.
(E) Zusätzlich zu Ibuprofen sollte Piritramid verordnet
werden.
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2. Staatsexamen Herbst 2001
-61188
Bei einem augenärztlich nicht vorbehandelten Patienten wird
ein akuter Glaukomanfall (primäres Winkelblockglaukom) ohne
Veränderungen der Linse diagnostiziert und eine systemische
Behandlung mit Mannitol und Acetazolamid eingeleitet.
Welcher Arzneistoff ist bei reaktionsfähiger Pupille zur
zusätzlichen Therapie in vorsichtiger Dosierung am ehesten
geeignet?
(A) Atropin
(B) Tropicamid
(C) Phenylephrin
(D) Pilocarpin
(E) Verapamil
189
Ein 3 Jahre altes schreiendes Kleinkind wird 45 Minuten nach
einer Verbrühung mit kochendem Wasser am linken Arm sowie im
Brust- und Bauchbereich in der Notfallambulanz einer Klinik
vorgestellt.
Neben einer angemessenen Analgesierung sollte welche weitere
Maßnahme vorrangig sofort durchgeführt werden?
(A) Abdecken der verbrühten Haut mit Wundgaze
(B) Eröffnen der Blasen bzw. Abtragung verbrühter Hautreste
(C) Auftragen eines Sprühpflasters
(D) Gabe von Tetanus-Immunglobulin
(E) intravenöse Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten
190
Der zu einer 63-jährigen Frau gerufene Notarzt findet eine
desorientierte Patientin vor, deren anfängliche Erregung rasch
in eine Bewusstseinstrübung übergeht. Sie hat eine warme,
trockene Haut und gesteigerte Muskeleigenreflexe. Der Blutzuckerspiegel beträgt 4,7 mmol/L (0,85 g/L). Es besteht eine
tachykarde Herzrhythmusstörung mit AV-Block und
QRS-Verbreiterung.
Welches der folgenden, in der Patientenwohnung gefundenen
Medikamente könnte die Gesamtsymptomatik am ehesten ausgelöst
haben?
(A) Imipramin
(B) Oxazepam
(C) Glibenclamid
(D) Acarbose
(E) Paracetamol
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