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edItorIal 50 jahre VdId: was bringt die zukunft? - VDMD

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extra4
2 008
d d v e x t r a – v e r b a n d s i n f o r m at i o n d e u t s c h e r d e s i g n e r v e r b a n d / g e r m a n d e s i g n e r s ’ a s s o c i at i o n
vdId
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
S .2 VDID/VDMD
. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
S.8
VDMD
...........................
S.16
50 jahre vdid/erich slany . . . . . . . . . . . . . . 2
a r b e i t s s i c h e r h e i t / w e t t b e w e r b e . . . . . . . . . 1 0
2 0 j a h r e a b s t - i n s t i t u t . ................... 16
verschiedenes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 – 5
w e t t b e w e r b e , r e g i o n a l e s . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 1
a u s s t e l l u n g e n / r e g i o n a l e s ............ 17
regionale s . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 – 9
v e r s c h i e d e n e s . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 2 – 1 3
v e r s c h i e d e n e s / b e r i c h t e .................. 18
f i n a n z e n / s e m i n a r / K o n f e r e n z . . . . . . . . . . . 1 4 –1 5
i n t e r v i e w . .............................................. 19
editorial
50 Jahre VDID: Was bringt die Zukunft?
W
ir feiern in diesem Jahr das 50. Jahr des Bestehens des VDID – Grund genug, diesen
runden Geburtstag gebührend zu feiern ...
1 9 5 9 ... stürmte Freddy Quinn mit »Die Gitarre und das Meer« die Charts. Fidel
Castro gelingt es mit seiner Bewegung des 26. Juli, den kubanischen Diktator Fulgenico Batista
zu stürzen. Unterstützt wurde er von Ernesto »Che« Guevara, der als Sinnbild des Revolutionärs in die Geschichte einging und seither von Generationen verehrt wird. Konrad Adenauer
war Bundeskanzler, Wilhelm Pieck war Präsident der DDR und in Amerika regierte Dwight D.
Eisenhower. Eintracht Frankfurt wurde deutscher Meister. Im Regierungsbezirk Düsseldorf wird
erstmals ein Radargerät zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt, und ein kleines Auto, das
auch Jahrzehnte später noch auf der Strecke ist, wird geboren: der Austin Mini.
2 0 0 9 fährt der Mini immer noch – oder wieder. Viel hat sich in den letzten 50 Jahren verändert:
eine Frau wurde zur Bundeskanzlerin gewählt, in Amerika regiert der erste farbige Präsident, der
VfL Wolfsburg wurde deutscher Meister und Geschwindigkeitskontrollen gehören heute genauso zum Straßenbild, wie »Malefiz« in den deutschen Haushalten eingezogen ist, der Spielehit,
der 1959 erfunden wurde.
Die Aufgaben und Ziele des VDID haben sich in 50 Jahren allerdings nicht geändert: »Eine der
wichtigsten Aufgaben des Verbandes Deutscher Industrie Designer ist die interne und externe
Kommunikation. Der VDID repräsentiert die Arbeit seiner Mitglieder in Politik und Gesellschaft
und unterstützt so deren professionelle Tätigkeit.« »Der Zweck des VDID ist insoweit die Wahrnehmung, Erörterung, Qualifizierung und Vertretung der berufs-ständischen Interessen der
angestellten, selbständigen und in Ausbildung befindlichen Industrie-Designerinnen und Industrie-Designer in der Bundesrepublik Deutschland.« (soweit die Kernsätze aus der Satzung).
Heute müssen wir uns im gesellschaftlichen und ökonomischen Umfeld mit Themen wie »Globalisierung«, »Outscourcing« und »Heuschrecken« beschäftigen. Das Berufsbild des IndustrieDe­igner ist in Bewegung geraten – doch wohin wird es sich entwickeln? »Designkompetenz«
heißen die Beweggründe, die den VDID treiben – vor 50 Jahren genauso wie heute. Praxiskompetenz, Ausbildungskompetenz und Netzwerkkompetenz sind die Bereiche, die es nach wie vor
zu definieren gilt. Auch in Zukunft wollen diese Kompetenzfelder von uns gestaltet und erläutert
werden.
Die Zukunft will gestaltet werden – von uns!
Susanne Lengyel
Präsidentin des VDID
VDID extra
50 Jahre VDID
D
esigner ist heute ein allseits bekannter Beruf.
Das war nicht immer so. Erst seit genau 50 Jahren besteht der Deutsche Designer Verband, der
damals von sieben jungen Designern und ihrem Mentor
Prof. Hirche als Berufsverband gegründet wurde und
die angelsächsische Bezeichnung Designer bewusst im
Logo des Verbandes aufnahm. Es gab keine gültige Formulierung zum Berufsbild. Es gab in Deutschland den
Deutschen Werkbund, der bereits 1907 gegründet wurde
und der sich zum Ziel setzte, qualitätsvolle, langlebige und nicht
modische Produkte, die preiswert in großen Stückzahlen hergestellt
werden können, bekannt zu machen. Der Bauhausgedanke passte
genau in die Zeit der Mangelwirtschaft. Sichtbarer Ausdruck des
Werkbundgedankens war besonders der deutsche Pavillon auf der
Weltausstellung in Brüssel 1957, in dem jurierte Exponate der deutschen Industrie Beispiele vorbildliches deutsches Design zeigten.
Der Neuanfang nach der verheerenden Kriegs- und Nachkriegszeit
verlangte besonders im persönlichen Umfeld eine sichtbare Veränderung. Design war etwas, was dies zeigte. Es sollte nicht FormgestaltungInnovationsregion
oder ähnlich heißen, dieseVDID
Begriffe waren durch die NS-Zeit
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verbraucht und daher nicht beliebt.
Wir sieben Gründungmitglieder des VDID kannten uns vorher nicht,
Format
91waren
x 123
swArbeiten auf der Weltausstellung vertreaber wir
mit mm
unseren
ten und trafen uns zu Gesprächen. Dabei entstand die Idee, dass wir
einen Berufsverband gründen müssen, um dem damals überschäuAnzeige
Spitzenregion mit Ideen, Profil und Zukunft.
Informieren.
Gestalten.
Investieren.
Der Top-Standort für
Gestaltung - mit legendärer
Vergangenheit und kreativer Zukunft
Die ehemalige „hochschule für gestaltung“ (hfg)
wird wieder belebt: Im Designpark HfG Ulm.
Der neue „Hot-Spot“ und Kreativ-Pool für
■ Architekten ■ Design ■ Film ■ Fotografie ■ Kunst
Informationen: www.designpark-hfg-ulm.de
Besuchen Sie uns beim Creativity World Forum
(1./2.12.2009, Forum am Schlosspark Ludwigsburg)
Die Innovationsregion Ulm
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www.innovationsregion-ulm.de
menden Einfluss von modischen Produkten zu begegnen.
Vier Monate nach der Gründungsversammlung in Stuttgart und
einige Wochen nach einer ersten Verbandstagung in Kassel, die
ganz unter dem Zeichen der »documenta« stand, auf der das
kleine Häuflein der Gründungsmitglieder unter den eingeladenen
Kollegen für den Beitritt zu diesem Berufsverband werben wollte.
Die Versammlung war entscheidend für den »Erfolg« – also die
Etablierung des VDID, und sie verlief durchaus kritisch. Aber wir
setzten uns durch. Der Verband wuchs und ist heute die größte
berufsspezifische Designervereinigung in Deutschland. Die
Gründung des Verbandes und der ständige Erfahrungsaustausch
mit meinen Kollegen – die bald auch meine engen Freunde
wurden – waren ein wichtiger Abschnitt in meiner Berufslaufbahn,
den ich nicht missen möchte.
Ich kam als junger, kunstinteressierter Ingenieur sehr früh in den
Kreis der alten Werkbundmitglieder, die Ideen überzeugten mich
und ich wurde mit vielen interessanten Mitgliedern des Werkbundes bekannt und fand bei diesen Unterstützung bei meiner
beruflichen Tätigkeit – damals bei der Firma Ritter in Esslingen
und bei meinem späteren Mentor Heinrich Löffelhardt. Ende
März 1948 legte ich in Esslingen an der Ingenieurschule das
Ingenieurexamen ab. Meine erste Anstellung war bei Aluminium
Ritter Esslingen. Dort durchlief ich eine gründliche Ausbildung bei
meiner sechsjährigen Tätigkeit in der Produktentwicklung und dem
technischen Betriebsablauf. Als Assistent des techn. Leiters hatte
ich auch gute Einblicke in die Kalkulation und Vertriebsorganisation
von Haushaltsgeräten, die mir bei meiner späteren Tätigkeit als
Industriedesigner überaus nützlich waren. Herr Ritter ließ mir bei
der Entwicklung eines neuen Geschirrprogramms vollkommen
freie Hand. Mein Pilotprogramm wurde als Versuch vorgestellt und
fand im Vertrieb große Zustimmung und da es auch rationeller
hergestellt werden konnte als die bisherigen Geräte, ging es in die
Produktion. Die hohe Akzeptanz im Markt hat auch die größten
Zweifler schnell umgestimmt und als es von der Jury für die Mailänder Triennale für den deutschen Pavillon als Beispiel guter deutscher Formgestaltung ausgewählt wurde, fühlte ich mich bestätigt.
Anschließend war ich in der Stylingabteilung bei Daimler-Benz in
Sindelfingen. Hier konnte ich viel Erfahrung über die Arbeitsweise
einer Fahrzeug Design Entwicklung sammeln. Ich war sehr glücklich, bei dem spektakulären 300 SL Roadster mit eingesetzt zu
werden. Nach einiger Zeit kam Herr Ritter auf mich zu und wollte
das von mir entwickelte Produktprogramm weiter erarbeitet haben,
ich bekam aber von Daimler-Benz keine Freistellung. Daraufhin
bot Herr Ritter mir einen freien Mitarbeitervertrag an mit einer
beträchtlichen Festsumme pro Monat und der Möglichkeit, auch
für Firmen anderer Branchen arbeiten zu können. Das war der
Sprung in die Selbstständigkeit und ich gründete am 1. März 1956
eines der ersten Designbüros in der Bundesrepublik. Bei Löffelhardt, der für mich ein hervorragender Lehrer und Vorbild in
Gestaltungs­fragen war, erhielt ich meine künstlerische Ausbildung.
1957 begann meine Zusammenarbeit mit Bosch. Für die Bosch
Elektrowerkzeuge konnte ich mit Ergonomie-Untersuchungen die
Basis für die Gestaltung des gesamten Produktprogramms der
Tochterfirmen schaffen, die dann bis heute, auch nach meinem
Ausscheiden, fortgeführt wird. Es folgten Aufträge von den Firmen
VDID extra Progress-Staubsauger Leifheit, Kärcher, Bölkow, Silit u. a. In den
ersten 6 Jahren meiner Selbstständigkeit war ich ein Einzelkämpfer,
der für alles zuständig war, tagsüber besuchte ich alte und neue
Kunden, präsentierte Entwürfe, bei Nacht zeichnete, konstruierte
ich und arbeitete an Gipsmodellkorrekturen. Unser kleines Reihenhaus war oft in Gipsstaub eingehüllt. Ich stellte die Modelle, wie
bei Löffelhardt und Mercedes gelernt, in Gips her. Die Gipsmodelle
waren sehr empfindlich, daher entschloss ich mich, künftig die
Anschauungsmodelle nur noch aus Holz herzustellen.
Das Büro musste im Laufe der Jahre durch immer mehr neu
aufgenommene Kunden vergrößert werden. Bei der Gründung
der GmbH 1987 waren es ca. 17 Fachkräfte. Über Hans Maier und
seiner Gründung der op-art Galerie in Esslingen wurden die Verbindungen zu freien Künstlern enger. Es fanden viele Diskussionen
mit ihnen statt, die für mich wichtig waren. Die 80er Jahre waren
durch einige hervorzuhebende Ereignisse geprägt. 1983 wurde ich
Lehrbeauftragter für Design an der Hochschule der Künste Berlin,
1985 Bestellung zum Honorarprofessor an die Hochschule der
Künste Fachbereich Design Berlin, 1986 Berufung als ordentlicher
Professor und Leiter des neu zu gründenden Studienganges
Investitionsgüterdesign an die Staatliche Akademie der Bildenden
Künste Stuttgart. Den Lehrstuhl leitete ich bis zu meiner Emeritierung 1992.
Entscheidend für den Erfolg meiner Lehrtätigkeit war die umfangreiche Zusammenarbeit mit der Industrie. 1987 Gründung der Slany
Design GmbH, ich war geschäftsführender Hauptgesellschafter
bis zum Ausscheiden. Der Bekanntheitsgrad meines Büros wuchs
ständig, es kamen neben den bisherigen Firmen immer wieder
neue hinzu. Mein Selbstverständnis war von Anfang an durch
eine Verbindung von Technik, Kunst und Marketing geprägt und
ich stützte mich nicht mehr auf die Traditionen manufaktureller
Produktion, sondern antizipierte die Möglichkeiten modernster,
weitgehend halbautomatisierter Herstellungsverfahren. Mein
Interesse galt immer in erster Linie der Arbeitswelt – z. B. ist die
Küche der größte Arbeitsplatz der Welt, neben der betrieblichen.
Industriedesign ist für mich ein übergreifendes Grenzgebiet aus
Wirtschaft, Kultur und Kunst. Der deutsche Markt für Leistungen
auf dem Gebiet des Investitionsgüterdesigns entwickelte sich in
den Nachkriegsjahrzehnten erst allmählich, auch heute noch ist
die Zahl der Firmen in dieser Branche, die bei der Herstellung
ihrer Produkte auf Designer zurückgreifen, nicht allzu hoch, wächst
aber schneller. Bis 1990 erhielt ich mit meinen Mitarbeitern über
900 nationale und internationale Designauszeichnungen. Das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen in Essen veröffentlichte 1996
eine Rankingliste »Die zehn besten Produktdesigner der Welt«. Für
Deutschland erhielt ich den 1. Platz, weltweit den 2. Platz knapp
hinter Platz 1, den USA.
1993 übertrug ich meine Gesch. Anteile an meine bisherigen zwei
Mitgesellschafter Renner und Schön. Heute firmiert die Slany
Design GmbH unter Teams Design.
π Prof. Hans Erich Slany, Gründungsmitglied des VDID
Mercedes 300 SL Roadster (1957-1963), Daimler AG, www.daimler.com
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Was wäre die Welt ohne Design aus der Region Stuttgart?
Fragen? Sprechen Sie uns an:
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Geschäftsbereich Kreativwirtschaft
www.medien.region-stuttgart.de
VDID extra
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4. Nachwuchswettbewerb
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für studentische Mitglieder des VDID
D
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mmm$Z[i_]d#Y[dj[h$Z[
as Jahr 2009 ist, wie wir alle wissen, ein ganz besonderes Jahr!
Die Jurysitzung am 19. Oktober im Design Center Stuttgart
unter Vorsitz von Susanne Lengyel und auch den Gründungs­
mitgliedern des VDID als Jurymitglieder unter meiner Moderation
stand unter einem einzigartigen Stern, eine Konstellation, die sich so
nicht wiederholen wird. Es hat Spaß gemacht! Die Atmosphäre war
konzentriert und von dem Enthusiasmus für das Event geteilt. Alle
waren voll dabei! Die Denkansätze der Ehrenjuroren waren hochinteressant und Näheres erfahren Sie bei der Preisverleihung am
20. November im Design Center Stuttgart. Wir freuen uns auf Sie!
Ein herzliches Dankeschön an Prof. Hans Theodor Baumann,
Prof. Günter Kupetz, Prof. Peter Raacke, Prof. Arno Votteler, und
auch an Prof. Karl Dittert und Prof. Hans Erich Slany für ihre
Bereitschaft an der Teilnahme, auch wenn Letztere den Termin
nicht wahrnehmen konnten, so waren sie doch in Gedanken mit
einbezogen.
Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger!
π Angelika Mörlein, www.studio-moerlein.com
lex | musikinstrument
Projekt von Peter
Böckel
Hochschule Coburg
Betreut durch Prof. Peter Raab
Smart Cart | Einkauswagen und
RFID Technologie
Projekt von Jan Hilt
Hochschule der Bildenden Künste Saar
Betreut durch Prof. Harald Hullmann
Modular Structure |
Modulares Spanntragwerksystem
Projekt von Vladimir Dojan
FH Aachen
Betreut durch Prof. Matthias Rexforth,
Prof. Clemens Stübner
Eine Anerkennung erhält
WaterDonut & UltraPipe | Mobile Wasser­
aufbereitung für Länder mit mangelnder
Trinkwasserversorgung
Projekt von Verena Brückner
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
Betreut durch Prof. Gerhard Reichert,
Prof. Franz Biggel, Dipl.-Ing Norbert Maier,
Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden
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Auflösung
Designsammlung:
Braun (Last Edition, diverse Lautsprecher, Feuerzeuge,
Uhren, etc.) Olivetti Rechen-Schreibmaschinen, Brionvega,
Telefunken, Altovasen, Arabia Thema grau, Metallregale /
Din A 4 Schubladenschränke etc. Selbstabh. Raum Ffm
π Tel 06151/1522032. Weitere Informationen, Bilder können
über richard.witte@sub-sonic.de angefragt werden.
Prozeßkette nutzen!
Design better products
NEU
Produktdesign
Ab 2010 VDID-Mitgliedschaft
inklusive design report-Abo
Studentische VDID-Mitglieder haben ab 2010 die Möglichkeit,
zusätzlich zur Mitgliedschaft (30,00 Jahresbeitrag) entweder
den design report oder die form für zusätzlich 30,00 zu buchen.
π Infos und Buchung über vdid@germandesign.de
Design und Technik: zwomp.de
Produktkonstruktion
S
eit Ende August ist zwomp.de im Netz – ein neues, journa­
listisch erstelltes und unabhängiges Online-Magazin, das sich
speziell Themen rund um technisch orientiertes Industrialdesign
widmet. zwomp.de zeigt Produkte, Konzepte und Systeme, bei denen
technologische Innovationen neue Designqualitäten ermöglichen.
Ergänzend dazu präsentiert zwomp.de Technologien sowie Materialien, die bereits serienreif sind oder dies in Kürze werden – und
neuartige Produkt­features ermöglichen können. Branchennews und
Praxistipps runden das Informationsangebot von zwomp.de ab.
Zielgruppen sind neben Industriedesignern auch Unternehmer, die
sich über den aktuellen Stand technischen Designs informieren wollen – oder Designpartner suchen. Verantwortlich für die Konzeption
und den Inhalt ist Armin Scharf, der u.a. regelmäßig für den Design
Report arbeitet.
Rapid Prototyping
Fertigung
π www.zwomp.de
regionales
nord
Besuchen Sie uns!
02. bis 05. 12. 2009
Frankfurt am Main
Halle 8.0, Stand L 128
Nordlichter mit NRW ON TOUR
Als Trittbrettfahrer profilierten sich erfolgreich 8 Kollegen der
RG Nord mit der Suche nach Anschluss an die Exkursion zu FSB
und BECKER Formteile in Brakel. Iris Laubstein hatte die glänzende
Idee, uns dazu einzuladen und keiner der Teilnehmer sollte es
bereuen, dieser Einladung zum 22.Oktober gefolgt zu sein. Die
gut geplanten und bestens vorbereiteten Besuche dieser beiden in
ihrem Marktsegment führenden Unternehmen ließen die Längen
der Anreise schnell vergessen. Beide Firmen überzeugten nicht
nur durch beeindruckende Produkte und Fertigungstechnologien,
sondern auch durch ihre Unternehmenskultur insgesamt. Erfreu-
work@solution GmbH
Konrad-Zuse-Bogen 22
D-82152 Krailling
Tel. +49(0)89 8105947-0
Fax +49(0)89 8105947-11
info@work-solution.de
www.work-solution.de
VDID extra
lich, dass zumindest in ländlicher Abgeschiedenheit (wie hier im
Weserbergland) noch Werte hochgehalten werden, die auch den
Designern seit jeher am Herzen liegen – und das ganz offensichtlich ohne damit den Unternehmenserfolg in Frage zu stellen ...
Nach diesen positiven Eindrücken wurde in der abschließenden
gemeinsamen Gesprächsrunde bekräftigt, mit solchen »grenzüberschreitenden« Aktivitäten fortzufahren, wobei jetzt wohl der
Norden am Zuge wäre. Eine Aufgabe, der wir uns im kommenden
Jahr gerne stellen wollen. Vor dem Jubiläumsfest des VDID in
Stuttgart findet in Hamburg am 31. Oktober noch ein Regional­
treffen statt, das erstmalig in Kooperation mit dem VDMD organisiert wird – auch dies ein Novum, um mehr Schulterschluss in
der Profession zu erreichen und die Verbandsaktivitäten attraktiver
zu machen. Ab Januar wird es wieder einen monatlichen »Mittwochstermin« bei hamburgunddesign° geben, der gerne auch zu
lockeren regionalen Treffen genutzt werden kann. Interessenten
bitte rechtzeitig melden!
π K. Michael Kühne
berlin | brandenburg
Modell Bauhaus
war der Titel der großen Bauhaus-Ausstellung
im Martin-Gropius-Bau in Berlin, bei der sich
am 29. August Mitglieder der Regionalgruppe
Berlin-Brandenburg trafen. Im Rahmen unserer
monatlichen Treffen konnten wir in Kooperation
mit dem BDG-Mitte eine Führung durch die Ausstellung eigens für die Mitglieder anbieten. Die
zweieinhalbstündige Führung befasste sich dann
auch speziell mit den Themen Industriedesign und Grafik.
Vor 90 Jahren gründete Walter Gropius in Weimar das Bauhaus.
Es sollte nur 14 Jahre existieren, aber dennoch die wichtigste Schule
der Moderne werden. Das Bauhaus ist international der erfolgreichste Beitrag Deutschlands zur Kunst und Kultur der Moderne
im frühen 20. Jahrhundert. Der Ruf dieser interdisziplinär arbeitenden Schule für Architektur, Design, bildende und darstellende
Kunst, die 1925 nach Dessau zog, ist mehr als 75 Jahre nach ihrer
Schließung in Berlin weltweit ungebrochen groß. Die Ausstrahlung
und Wirkung des Bauhauses während der Zeit seines Bestehens
und nach seiner Auflösung 1933 zeigen zugleich, dass das Bauhaus
als Laboratorium und Werkstatt der Moderne zwar in politischer
Absicht zerstört wurde, sich gerade dadurch – eine Ironie der
Geschichte – aber in seiner globalen Wirkung besonders entfalten
konnte.
π www.modell-bauhaus.de
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4. November 2009, 18.00 Uhr
Das Beste für den Werktätigen?
D e s i g n i n d e r DDR – A n s p r u c h u n d Bi l a n z
madness GmbH
73033 Göppingen
Fon 07161 - 12 97 7
info@3dmadness.de
www.3dmadness.de
Strategische Beratung, Konzeption,
Visualisierung und Animation in 2D/3D.
Cross-Media Produktionen, Stereo, Multitouch,
Mobilapplikationen, Produktion audiovisueller
und interaktiver Medien.
Fast 20 Jahre nach dem Ende der DDR widmeten der Verband
Deutscher Industrie Designer und der Bund Deutscher GrafikDe­signer einen Vortrags- und Diskussionsabend dem DDR-Design
mit seinen theoretischen Ansätzen und praktischen Ergebnissen.
Als Veranstaltungsort hatten wir das geschichtsreiche Veranstaltungshaus Babylon
in Berlin-Mitte ausgesucht, und auch der
Termin – der 04. November – spielte
auf die historische Bedeutung an: Denn
am 4. November 1989 demonstrierten
namhafte Persönlichkeiten in der DDR für
eine Neugestaltung ihres Landes. Für die
Vorträge konnten wir namhafte DDR-Designer und Design­theoretiker gewinnen.
Die Moderation übernahm Herr Prof. Dr. Funke, Herr Günter
Höhne referierte zum Thema »Deutsch-deutsche Designaffären
1949–1989«, Herr R. Kranz, Dipl.-Formgestalter, stellte DDR-Designentwicklungen vor, Frau Dr. Anita Kühnel berichtete über 40 Jahre
Buchgestaltung in der DDR und Frau Dr. Sylke Wunderlich hielt
eine Vortrag über »Plakatgestaltung in der DDR«. Eine Diskussion
zwischen den Herren Lutz Brandt und Günter Höhne rundete
den anregenden und interessanten Abend ab. Die hohe Zahl von
Anmeldungen im Vorfeld der Veranstaltung sowie die positive
Resonanz am Abend selbst zeugen vom großen Interesse.
VDID extra Im Gespräch mit Günter Höhne
Für Interessierte möchten wir gerne in diesem Zusammenhang
noch einmal auf das Interview mit Herrn Höhne zum Thema
Design in der DDR hinweisen, was in der vergangenen Ausgabe
(DDVextra 2009_03) in der Kurzfassung abgedruckt war und in der
Langfassung unter www.vdid.de oder direkt in der Geschäftsstelle
bei Frau Ochsner erhältlich ist.
NRW
VDID NRW ON TOUR
derung ist, die zunehmend von Auftraggeberseite an das Design
gestellt wird. In diesem Zusammenhang werden die Werte des
deutschen Industrie-Designs neu bewertet werden. Um dazu einen
Beitrag zu leisten, werden unter anderem alle Veranstaltungen des
DESIGNTREFF KÖLN VDID NR W im Jahr 2010 unter dem Motto
DESIGNKOMPETENZ NACHHALTIGKEIT stehen. Referenten aus
unterschiedlichen Disziplinen sind zu diesem Dialog für Kreative
aus allen Branchen eingeladen.
π Iris Laubstein
π Termine: jeweils Montag Abend
1. März, 10. Mai, 5. Juli, 6. September, 8. November
Programm über: post@laubstein-design-management.de
Information/Anmeldung über Martin Beeh: m.beeh@web.de
6. DESIGNTREFF KÖLN 2010
D
ie Exkursion des VDID NRW zusammen mit dem VDID Nord
nach Ostwestfalen zu den Unternehmen FSB und Becker war
ein voller Erfolg. Junge und alte Design-Hasen spürten die immer
wieder neue Faszination des konkreten Ablaufs von Fertigungs­
prozessen. Überall bei »FSB Greifen + Griffe« ist der Geist von Otl
Aicher zu spüren. Gleichzeitig eröffnet sich das Unternehmen neue
Märkte wie zum Beispiel elektronische Schließsysteme. Der für
das FSB-Design verantwortliche Hartmut Weise führte uns in die
Neuentwicklungen der letzten Jahre im Bereich Universal Design
mit seiner Linie ErgoSystem ein.
Mit der klassischen Moderne kommt man auch bei »BECKER
Formteile aus Holz« in Berührung. Vom Schälen, Stämmen bis
zu den hoch veredelten Formholzschalen für den Eames Lounge
Chair, vermittelte Entwicklungsleiter Joachim Schelper einen eindrucksvollen Einblick in die Möglichkeiten der Formholzgestaltung
und -verarbeitung.
Dank an beide Unternehmen für die freundliche Aufnahme und
intensive Betreuung. Mit großer Begeisterung waren sich alle
20 Teilnehmer einig, dass diese Form der Unternehmensbesuche
fortgeführt werden soll. Weitere Exkursionen zu Unternehmen mit
unterschiedlichen Materialen und Fertigungen sind in Planung.
π Iris Laubstein
π www.becker-kg.de, www.fsb.de
DESIGNKOMPETENZ NACHHALTIGKEIT
Unsere Diskussion im Anschluss an die Unternehmensbesuche in
Brakel beleuchtete auch die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit
im Design. Während etliche Designer darin eine große Chancen
für die Profession sehen, müssen andere noch davon überzeugt
werden, dass Green Design nichts mit Langeweile zu tun hat.
Die Umfrage, die ich anlässlich des 50jährigen Bestehens des
VDID gemacht habe, zeigt eindeutig, dass Nachhaltigkeit eine For­
Im Januar ist in Köln Möbelmesse-Zeit. VDID NRW lädt zum
Treffen und Austausch auf der Messe ein. Im Anschluss besuchen
wir gemeinsam den immer attraktiver werdenden Design-Stadtteil
Ehrenfeld.
Mittwoch 2 0 . J a n ua r 1 5 b i s 1 8 U h r auf der imm cologne,
anschließend im Designcluster Ehrenfeld
π Martin Beeh, der den DESIGNTREFF KÖLN betreut,
steht für weitere Informationen gern zur Verfügung.
Information/Anmeldung: m.beeh@web.de; www.imm-cologne.de
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VDID extra
Baden-Württemberg
TERMINE DESIGNTREFF STUTTGART
publikationen
in der Regel jeden 3. Dienstag im Monat.
2 0 . / 2 1 . 1 1 . 50-Jahr-Feier des VDID im Design Center Stuttgart
1 5 . 1 2 . 20 Uhr: Stilvoller Jahresausklang im HEGEL EINS
mit Talk und Menu. Genauere Informationen erfolgen per eMail!
1 2 . 0 1 . 19 Uhr: Delegiertentreffen bei EINMALEINS in Burgrieden.
Offen für VDID-Mitglieder!
1 9 . 0 1 . Genauere Informationen erfolgen per eMail!
π Rückfragen bei Markus.Hirche@germandesign.de oder
Frank.Detering@germandesign.de
D e s i g n l e i t f a d e n f ü r d a s Wi r t s c h a f t mi n i s t e r i u m BW
Lokaler Designertreff Ulm
an neuem Standort
Der Designertreff findet normalerweise immer am 4. Montag im
Monat im Museumscafé, am Markplatz 9, Ulm, um 20 Uhr statt.
Wegen dem VDID-Jubiläum am 2 0 . / 2 1 . N o v . in Stuttgart verschiebt sich das Novembertreffen auf den 3 0 . N o v e m b e r 2 0 0 9 .
Im Dezember findet kein Designertreff in Ulm statt.
Wir wünschen ein Frohes Fest und ein gutes und
erfolgreiches 2010. Die nächsten Treffen in 2010 sind für den
2 5 . J a n ua r und 2 2 . F e b r ua r 2 0 1 0 geplant.
π Anregungen oder Rückfragen bitte an:
zimmermann@germandesign.de
Anzeige
Der VDID hat in Kooperation mit seinen Fachpartnern und Mitgliedern der Region Baden-Württemberg einen Designleitfaden
»Innovationsfaktor Design« im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg für kleine und mittlere Unternehmen
entwickelt und produziert.
Industriedesigner Baden-Württemberg
Diese Publikation schließt sich an die
Reihe der regionalen Designerporträts des
VDID über seine Mitglieder an, und soll in
Kombination mit dem Designleitfaden an
die Entscheidungsträger in Wirtschaft und
Industrie gebracht werden. Es soll interessierten Unternehmen die Möglichkeit bieten,
sich direkt ›ein Bild‹ von Designbüros und
Gestaltern des VDID aus Baden-Württemberg zu machen. Als Initiator und teilweise Koordinator bedanke ich
mich bei allen Mitwirkenden und wünsche uns allen, dass die Publikationen – auch in ihrer Kombination – zu einem Erfolg werden.
π Beide Publikationen sind jetzt über die Geschäftsstelle
des VDID zu erhalten.
π Rainer Zimmermann
VDID extra hessen, rh.-Pfalz, saarland Bayern und
Baden-Württemberg
Trends und Status im Automotivedesign
Prof. Stephan Schupbach – Fachhochschule Frankfurt am Main/
FB 2 Informatik und Ingenieurwissenschaften
Norbert May – Chefdesigner der VDO Automotive Group/
Continental AG
A b s t r a c t Ein formalästhetischer Trend wird erst dann für die
Designentwicklung relevant, wenn er zu einem kollektiven ästhetischen Ausdruck innerhalb einer Wertegemeinschaft, eines sog.
»Milieus« gefunden hat. In diesem Sinne spiegelt der stilistische
Wandel stets Veränderungen in der objektiven und der subjektiven
Welt wieder. Die Vorträge zeigen anhand von ConceptCars und
Visionen der internationalen Automobilindustrie einzelne, sich
abzeichnende Trendtendenzen im Exterieurdesign sowie aktuelle
Entwicklungen im Interieurdesign auf.
V e r a n s ta l t e r Verein Deutscher Industrie Designer (VDID)
und die Fachhochschule Frankfurt am Main (FB2 100Jahre)
Uhrzeit und Ort
M i t t w o c h , d e n 1 3 . J a n ua r 2 0 1 0 ,
18.00 Uhr
Empfang der Gäste und Begrüßung
1 8 . 3 0 U h r Vortrag »Designing the future«
(Prof. Stephan Schupbach/ FH-Frankfurt)
1 9 . 3 0 U h r Vortrag »Designing Reality«
(Norbert May, Continental AG)
2 0 . 0 0 U h r Diskussion und GetTogether
π Fachhochschule Frankfurt am Main, Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main, Gebäude/Raum XY
π Anmeldung per Mail: Andreas Schmieg (VDID):
mail@andreasschmieg.de
18.00 Uhr
sachsen, sachsen-anhalt,
thüringen
7. Rapid.Tech
18.–19. Mai 2010, Erfurt
Generative Fertigungsverfahren setzen sich in immer mehr Wirtschaftszweigen durch. Auch die nächste Rapid.Tech wird dieses
wichtige Zukunftsthema vermitteln, weiterentwickeln und über
nahezu alle Branchen verbreiten. Zum Programm gehören der 2.
Fachkongress »CAD/CAM und Rapid Prototyping in der Zahntechnik« und der vom Polymermat e. V. initiierte 2. Mitteldeutsche
Kunststofftag.
π www.rapidtech.de
π VDID-Mitglieder können kostenlos an der Anwendertagung und
am Konstrukteurstag teilnehmen, begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich, vdid@germandesign.de
Designing the future // Designing Reality
Design + Ethik
Workshop am 05. Dezember 2009 in München
09.30–18.00 Uhr
Die Gesprächsreihe zum Thema »Design + Ethik« geht weiter!
Der nächste Workshop der Ethik AG des VDID findet am 5 . 1 2 . 2 0 0 9
in München statt. Die Gruppe erstellt die Grundlagen zu einem Ethik
Manifest, das vor allem die ethischen Aspekte der Designqualität
definiert. Die Strategie wird skizziert. Sie beschreibt, wie das Thema
Design + Ethik Designern, Unternehmen und der Öffentlichkeit näher
gebracht werden soll. Zudem werden Konzeptentwürfe zu den ersten
Umsetzungsmaßnahmen entwickelt. Ein Pflichttermin für jeden Designer, der mit seiner Umwelt bewußt und verantwortlich umgehen
und einen Beitrag zum Erscheinungsbild seines Berufsstandes in der
Öffentlichkeit leisten will! Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht!
M o d e r at i o n : Ralph Habich
Die Veranstaltung findet in München statt, der Ort der Veranstaltung
wird noch bekannt gegeben. Der Workshop ist eine Veranstaltung des
VDID für seine Mitglieder, Nichtmitglieder können auf persönliche
Einladung eines VDID-Mitglieds gerne teilnehmen.
Kostendeckungsbeitrag für Raummiete und Verpflegung, je Teil­
nehmer: 30,– Euro. Wir freuen uns auf einen anregenden Tag
π Ralph Habich, Franz Hohenthaner
π Anmeldung bis spätestens 25. November 2009 bei Frau Ochsner
in der Geschäftsstelle vdid@germandesign.de
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10 VDID/VDMDextra
Sind denn alle Designer Rheinländer?!
S
icherlich ist die Überschrift für die Kollegen
aus den anderen Gegenden Deutschlands
eine Provokation und ich hab sie bewusst so
gewählt, um das Interesse zu wecken.Doch
der Gedanke drängt sich mir immer mehr auf,
seit gut einem Jahr rede und schreibe ich über
Berufsgenossenschaft, Gesundheitsschutz und
Arbeitssicherheit in Designbüros und komme durch die vielen
Gespräche und Reaktionen zu dem Thema immer mehr zu der
Überzeugung, fast alle Designer leben in dieser Hinsicht nach dem
rheinischen Grundgesetz: »et es wie et es, et kütt wie et kütt, et
hätt noch immer joot jejange!» übersetzt heißt das »Es ist wie es
ist, es kommt wie es kommt, es ist noch immer gut gegangen!«
Egal, was Gesetze oder Verordnungen im Bereich Arbeitsschutz
auch sagen, der Designer ignoriert sie meist großzügig. Anbei einige der wichtigsten Gesetze und Verordnungen in diesem Bereich:
A r b e i t s s c h u t z G e s e t z z.B. § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers (1)Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände
zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der
Arbeit beeinflussen. Arbeitssicherheits Gesetz, Arbeitszeit Gesetz,
Jugendschutz Gesetz, Mutterschutz Gesetz, BildscharbV (Bildschirmarbeitsverordnung)
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BG V A 2 B e r u f s g e n o s s e n s c h a f t l i c h e V o r s c h r i f t f ü r
z.B. § 1 Geltungsbereich Diese Unfallverhütungsvorschrift bestimmt näher die
Maßnahmen, die der Unternehmer zur Erfüllung der sich aus dem
Arbeitssicherheitsgesetz ergebenden Pflichten zu treffen hat. Unter
Anderem bei: Planung, Errichtung und Änderung von Betriebsanlagen, Betriebsstätten oder der Betriebsorganisation, und bei der
Einführung neuer Arbeitsverfahren bzw. grundlegende Änderung
von Arbeitsverfahren, Gestaltung neuer bzw. grundlegende Veränderungen vorhandener Arbeitsplätze und -abläufe. Das Einhalten
der Gesetze und Vorschriften schützt nicht nur den Designer und
seine Mitarbeiter, sondern kann auch ganz wesentlich zum Erfolg
eines Designbüros beitragen und die Arbeit erleichtern, außerdem
schützt es das Unternehmen vor unübersehbaren Folgen und gibt
Rechtssicherheit. Und dass die größte Gefahr für einen Designer
die Büroklammer ist, die ihm auf den Fuß fällt, wie die Kollegen gern
witzeln, bestreite ich. Die überwiegende Zahl aller Arbeitsunfälle
sind Wegeunfälle und gerade der Designer ist oft unterwegs, sei es
zum Kunden, zur Messe, zum Lieferanten oder nur auf der Treppe
im Büro! Bei Fragen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
sowie der Berufsgenossenschaft stehe ich den VDID-Mitgliedern
als Fachkraft für Arbeitssicherheit gerne zur Verfügung.
π Lutz Gathmann Designer VDID / Sicherheitstechniker VDSI
www.agk.gathmann.info; Tel 0211/452919 oder
info@lutz-gathmann.de
Si c h e r h e i t u n d G e s u n d h e i t b e i d e r A r b e i t
VDID/VDMDextra 11
WETTBEWERBE
Design Plus 2010 competition
Christopher E. Bangle. Speziell für Hochschulen
gibt es zur Rapid.Tech auch die »Uni-Strecke«.
Dieses Leistungspaket richtet sich an Hochschulen, deren Studenten sich mit Generativen Fertigungsverfahren beschäftigen und ihre Projekte
einem Fachpublikum vorstellen möchten.
π Anmeldung unter:
www.rapidtech.de
Herausragendes und besonders innovatives Design wird in Frankfurt mit dem Design Plus Award belohnt. Die Auszeichnung Design
Plus ist ein Titel, der alljährlich im Rahmen der Internationalen
Frankfurter Messe Ambiente für ein ideenreiches und fortschrittliches Design vergeben wird. Dabei stehen die Gestaltungsqualität,
der Gebrauchswert, die technische und ökologische Qualität und
das Gesamtkonzept im Vordergrund. Die Absicht dieses Wettbewerbes ist, die Besucher der Frankfurter Messe auf zukunftsweisende neue Produkte aufmerksam zu machen. Teilnehmen können
Aussteller der Internationalen Frankfurter Messe Ambiente, die
ein Produkt präsentieren, das nicht länger als zwei Jahre auf dem
Markt ist.
π Anmelde- und Einsendeschluss: 4. Dezember 2009
REGIONALES
Universal Design Award 2010
Weihnachtswichteln am 15.12.2009
Unterstützt von dem International Forum Design, Hannover, wurde
dieser internationale und zukunftsweisende Award ins Leben
gerufen. Die Organisatoren wollen den soziokulturellen Aspekt
in den Vordergrund stellen und Produkte auszeichnen, die den
schwindenden Ressourcen und der demographischen Situation
in der Industriegesellschaft Rechnung tragen. In insgesamt neun
Kategorien, darunter auch Freizeit und Lifestyle mit Mode und
Sportbekleidung, wird in diesem Jahr das dritte Mal der »Universal
Design Award 2010« von einer Fachjury vergeben. Das Besondere
an diesem Wettbewerb ist, dass eine Konsumentengruppe von
100 Personen die eingereichten Arbeiten ebenfalls testet, bewertet und die zusätzliche Auszeichnung des »Universal Design
Consumer Favorite 2010« vergibt. Die Preisträger bekommen
Unterstützung für ihr Marketing durch ein Logo, internationale
Pressetexte, online Ausstellung sowie eine Sonderausstellung auf
der CeBIT 2010 in Hannover. Die Anmeldegebühr beträgt 600 EUR
zzgl. MwSt., die Präsentation der ausgezeichneten Beiträge kostet
1.175 EUR zzgl. MwSt.
π Anmeldeschluss: 15. Dezember 2009
Einsendeschluss: 08. Januar 2010
www.ud-germany.de
In der Dezember-Ausgabe des designertreff düsseldorf findet
traditionell das Designer-Wichteln statt. Ausnahmsweise ist eine
verbindliche Anmeldung zum Weihnachtstreff erwünscht:
π info@designertreff.net
π Franziska Gauff
STUDENT DESIGN AWARD
for Rapid Manufacturing
Generative Fertigungsverfahren setzen sich in immer mehr
Wirtschaftszweigen durch. Davon profitiert auch die Messe Rapid.
Tech vom 1 8 . – 1 9 . M a i 2 0 1 0 in Erfurt. Als Branchentreffpunkt
für Entwickler, Konstrukteure und Anwender aus den Bereichen
Werkzeug- und Formenbau sowie der Design- oder Automobilindustrie ist die Messe bereits etabliert. Mit dem von der Stiftung für
Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und der
Messe Erfurt initiierten STUDENT DESIGN AWARD for Rapid Manu­
facturing (Anmeldeschluss 31.01.2010) setzen Veranstalter und
Teilnehmer zusätzlich visionäre Impulse für die Branche. Aktuell
startet der mit 6.000 Euro dotierte Nachwuchswettbewerb in die
vierte Runde. Alle Siegerarbeiten werden von namhaften Firmen
produziert. Zu den Wettbewerbsjuroren gehört auch Designpapst
Designertreff Düsseldorf
Di e T e r mi n e d e s d e s i g n e r t r e f f d ü s s e l d o r f i n 2 0 1 0 :
1 9 . J a n ua r , 1 6 . F e b r ua r , 1 6 . M ä r z , 2 0 . A p r i l ,
1 8 . M a i , 1 5 . J u n i , 2 0 . J u l i , 1 7 . A u g u s t , 2 1 . S e p t e m b e r ,
1 9 . O k t o b e r , 1 6 . N o v e m b e r , 2 1 . D e z e m b e r
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12 VDID/VDMDextra
verschiedenes
50 Jahre Busse Design
I
m September hat Busse Design + Engineering sein 50-jähriges
Jubiläum gefeiert. 1959 von Prof. Rido Busse gegründet, ist
Busse Design heute eines der größten und ältesten Unternehmen
für Design, Konstruktion und Prototyping in Europa. Zahlreiche
Design­klassiker bestätigen das Erfolgskonzept. Selbst von Plagiaten
betroffen, initiierte Rido Busse 1977 den »Plagiarius«. Ziel des Negativpreises ist, die Öffentlichkeit praxisnah über Ausmaß, Schäden
und Gefahren von Plagiaten und Fälschungen aufzuklären. Auch
in diesem Jahr wird der Wettbewerb sind Einreichungen bis zum
4. Dezember 2009 möglich.
π www.plagiarius.com
Foto ©: John Madere
Stefan Sagmeister ist Preisträger
des Lucky Strike Designer Award 2009
Stefan Sagmeister, Star der internationalen Grafikdesign-Szene und GrammyGewinner, erhält den 19. Lucky Strike
Designer Award.
Dazu Stefan Sagmeister: »Dass ich nun
mit dem Lucky Strike Designer Award
von der Raymond Loewy Foundation
für mein bisheriges Schaffen ausgezeichnet werde, ist für mich
eine ganz besondere Ehre.« Stefan Sagmeister erhält den mit
50.000 Euro dotierten Preis im November in Berlin.
π www.raymondloewyfoundation.com
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Bye bye Sitzen! Willkommen ON.®
Alter = neuer Kulturstaatsminister:
Bernd Neumann
B
ernd Neumann (CDU), langjähriges Mitglied im Bundestag, hat in den vergangenen vier
Jahre mehr getan als den Kulturhaushalt stetig zu erhöhen, er hat
zugleich an allen Gesetzgebungsverfahren, die die Kultur betreffen,
Kulturstaatsminister
Bernd Neumann
Foto: REGIERUNGonline Kugler
maßgeblich mitgearbeitet, auch
wenn die Federführung bei einem anderen Bundesministerium lag.
Bernd Neumann unterstreicht die Kontinuität seiner politischen
Arbeit: »Wir müssen jetzt aufpassen, dass bei der Bewältigung der
Wirtschaftskrise und der unverzichtbaren Sanierung der Staatsfinanzen die Kultur nicht unter die Räder kommt. Sie können sicher
sein, dass ich mit aller Kraft dafür kämpfen werde, den erfolgreichen Kurs der letzten vier Jahre fortzusetzen. Es bleibt dabei:
Ausgaben für Kultur sind keine Subventionen, sondern Investitionen in unsere Zukunft.«
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
(in dem der VDMD in mehreren Fachausschüssen vertreten ist),
sagte: »Bernd Neumann hat als Politikprofi gezeigt, dass es in
der Kultur- und Medienpolitik eben nicht nur um schöne Worte,
sondern vor allem um die Gestaltung der Rahmenbedingungen für
Kunst und Kultur geht.«
Wir Designer, die industrie-orientiert arbeiten, müssen uns weiterhin dafür stark machen, dass der Kulturbegriff unsere Kreativarbeit
explizit beinhaltet. In der Lobbyarbeit ist uns der Bundesverband
Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) noch voraus, denn
Bernd Neumann sagt: »Überall, wo künstlerischer Sachverstand
gefragt ist, ist der BBK an vorderster Stelle mit dabei.« Immerhin
hat der BBK rund 10.000 Mitglieder in Deutschland. Deshalb ist
die Arbeit der iDD, Initiative Deutscher Designverbände so wichtig.
π Claudia Ollenhauer-Ries | VDMD
Aktuelle Broschüren:
»Produkte für Ältere? Produkte für alle!« und »Optimierung der
ergonomischen Eigenschaften von Produkten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – Gestaltung und Design«
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat aktuell
die beiden Broschüren herausgegeben. In den Broschüren wird die
Aussage getroffen, dass ein Produkt »Gutes Design« dann erreicht
hat, wenn alle potentiellen Nutzer profitieren. Hierzu wird anhand
verschiedener Praxisbeispiele ein Einblick für Ansätze und Perspektiven optimaler Produktgestaltung gegeben.
Die Broschüren stehen auf der Website www.institut-aser.de zum
download bereit bzw. unter folgenden Links:
π Produkte für Ältere? Produkte für alle! www.baua.de/nn_21604/
de/Publikationen/Broschueren/A67,xv=vt.pdf?
π Forschungsbeitrag zur Produktergonomie – Schwerpunkt:
Gestaltung und Design: www.baua.de/nn_11598/de/Publikationen/
Fachbeitraege/F1300,xv=vt.pdf?
­
ON.® Die nächste Generation des Sitzens.
Gesünder und aktiver im Büro. wilkhahn.com /on
VDID/VDMDextra 13
WACOM: Bamboo Pen & Touch
Designers’Open
Mit der zweiten Generation von Bamboo stellt Wacom das vielleicht erste interaktive Tablett vor, das Multi-Touch- und StifttablettTechnologie verbindet. So kann der Nutzer wahlweise die Finger
oder den Stift für die Bedienung einsetzen.
Das Festival für Design Leipzig, das vom 23. bis 25. Oktober 2009
im Leipziger Merkurhaus stattfand, geht mit einem neuen Rekord
von über 10.000 Besuchern zu Ende. Im Fokus standen die ak­
tuellen Arbeiten von mehr als 150 junger nationaler und internationaler Mode,- Interieur-, Kommunikations- und Industriedesignern.
Den Jurypreis der Designers’Open 2009 gewann in diesem Jahr
in der Kategorie Mode das aus Wien stammende Label Milch, in
der Kategorie Produkt gewann das Magdeburger Unternehmen
Schindelhauer Bikes den Preis und Designer Sushi gewann in der
Kategorie Designkonzept. Mitglied der Jury war u.a. Madeleine
Voigt, Vize-Präsidentin des VDMD.
Ergänzt wurde die Messe und Verkaufsausstellung mit einem
vielseitigem Rahmenprogramm, zu dem u.a. Design-Sonder­
ausstellungen, Fachvorträge, Filmdokumentationen und die
Do/Night-Parties gehören.
π Weitere Informationen gibt es bei
Ulrike Strenge, VDMD
CAD-Beratung und stellvertretende
Regionalleiterin Berlin,
info@cds-designsoftware.de
Buchtipp: Chroma
In diesem schönen, über 300 Seiten starken Bildband geht es um
Farbe. Farbe im Einsatz in Design und Architektur, als Orientierungsmittel, als Stilmittel oder mit Symbolcharakter. Herausgeberin
Barbara Glasner hat Designer, Künstler und Architekten ausgewählt, die sich in besonderer Weise der Farbe widmen, und ihre
Werke – je nach Farbe – den Themen Monochromatic, Multichromatic und Achromatic zugeordnet. Mir hat das Buch spontan sehr
gefallen.
π Erschienen im Birkhäuser Verlag, gebunden, Preis ca. 60 EUR
Gewinner:
Schindelhauer
Bikes
Foto: Schindelhauer
π Claudia Ollenhauer-Ries | VDMD
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14 VDID/VDMDextra
finanzen
Entlastung von lästiger Bürokratie
Rechnung schreiben, Zahlungseingang kontrollieren, Nachhaken
per Telefon und Zahlungserinnerung bis hin zur zweiten Mahnung – für viele Designer ein Gräuel. Das Neue an der Geschäftidee von belegART ist die Fokussierung auf Kreative und Künstler
Constantin Mascher, Rechtsanwalt und Geschäftsführer von
belegART, bringt den Vorteil auf den Punkt: »Wir professionalisieren den Zahlungsvorgang zwischen Kunde und Auftraggeber.
Durch unseren Service erhalten unsere Kunden ein ganz neues
Standing gegenüber ihren Vertragspartnern.« Sein Kollege RA
Alexander Schewtschenko erläutert die Details: Die Arbeit von
belegART reicht bis zur letzten Mahnung, die Kosten dafür werden
mit der Pauschale abgegolten und sind nur bei Zahlungseingang
fällig. Zahlt der Kunde nach der zweiten Mahnung nicht, kann
der Designer das vorgeschlagene oder ein anderes Inkassobüro
beauftragen. Die Pauschale errechnet sich aus dem Jahresumsatz
des Designers: Bei weniger als 50.000 EUR Umsatz sind dies
4 Prozent, bei höheren Umsätzen sinkt der Prozentsatz stufenweise. Viele kleine Rechnungen machen viel Arbeit – deshalb wird
mindestens 3 EUR pro Rechnung verlangt. Der Zahlungspflichtige
erhält eine Rechnung mit dem Kombibriefkopf von belegART und
dem Designer. Beglichen wird die Rechnung auf ein Treuhandkonto. Von dort überweist belegART den eingegangenen Betrag abzüglich der Pauschale an den Designer. Der Service wird nicht nur für
Deutschland, sondern für das gesamte Ausland weltweit – zum
selben Preis – angeboten. Besonderes Bonbon: die ersten drei
Monate des Services sind kostenlos. Hinter belegART stehen
Constantin Mascher und Alexander Schewtschenko, die eine
Rechstanwaltsozietät in München führen, beide sind persönlich
haftende Gesellschafter von belegART. π www.belegart.de
π Claudia Ollenhauer-Ries | VDMD
Sicher für später sparen
In Zeiten schwieriger Kapitalmärkte wünschen sich viele Kunden
Garantien für ihren Altersvorsorgesparvertrag. Eine hohe Rendite
zu erwirtschaften, ohne Geld verlieren zu können, ist oftmals
der Wunsch. Doch ist das auch möglich? Und was kostet eine
Garantie eigentlich? Für viele sind die Produkte für die Altersvorsorge kaum zu durchschauen. Es gibt immer wieder neue
Tarife für eine fondsgebundene Altersvorsorge, bei der ihr Kapital
garantiert ist. Doch sind diese Garantien oft nicht vergleichbar. Es
gibt statische Modelle, bei denen nur ein geringer Teil des Anlage­
betrages in die chancenreichen Anlagen fließt, flexible Modelle,
die auf die verschiedenen Marktphasen reagieren können, Fonds
mit Höchststandsgarantie, Wertsicherungsfonds und vieles mehr.
Die Renditeaussichten sind sehr unterschiedlich, je nach Modell,
Laufzeit und persönlichen Wünschen. Genau hinschauen und sich
ausführlich beraten zu lassen, kann sich hier auszahlen.
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VDID/VDMDextra 15
Mehr Ertrag durch Zuschüsse vom Staat
Es nutzt nicht jeder die Zuschüsse optimal, die der Staat Ihnen
für ihre Altersvorsorge bietet. Wie ist es bei Ihnen? Eine regelmäßige Überprüfung ist gerade für Selbständige wichtig, denn wer
weiß schon genau wie viel er im nächsten oder übernächsten Jahr
verdient? Bei schwankendem Einkommen können jährliche flexible
Zuzahlungen in den Vertrag eine gute Möglichkeit sein, zum
Jahresende seine Sparrate aufzustocken. Doch macht dies nicht für
jeden Sinn, daher ist eine vorherige Prüfung auf jeden Fall wichtig.
π Barbara Ströbele | Rückenwind Finanzplanung
Tel 0203/51 88 414; www.rueckenwind-fp.de
SEMINAR
Know-how für Gründer
Damit das neue Jahr für Gründer in Designberufen gleich richtig
gut startet, bietet business-workshop.de wieder mehrere Termine,
um sich fit für die Selbstständigkeit zu machen.
1 9 . – 2 4 . 0 1 . 2 0 1 0 : Kostenlose Vorträge im Rahmen der Messe
[d3] Design Talents in Köln
0 5 . / 0 6 . 0 2 . 2 0 1 0 : Intensiv-Seminar für Existenzgründer.
π Mitglieder des VDMD und VDID erhalten 10% Rabatt.
Die genauen Termine und Uhrzeiten sowie detaillierte Infor­
mationen finden Sie unter www.business-workshop.de
konferenz
Designer inspirieren Unternehmer
Das 5. Rheinische Designsymposium war ein voller Erfolg – für die
IHK, für den designertreff düsseldorf, Zollverein Business.Services
und die Designer. Rund 60 Unternehmer, Vertreter des Wirtschaftsministeriums und der Stadt Düssldorf und 50 Designer nahmen
teil. Hochkarätige Referenten, das hoch aktuelle Thema »Design
als Chance in der Krise«, eine interdisziplinäre Design-Ausstellung
von zehn Designern aus dem designertreff-Netzwerk und ein
spannender Austausch von Kreativen mit Unternehmen des Mittelstandes – das waren die Zutaten, die das 5. Rheinische Design­
symposium zum Erfolg machten. Das Feedback aller Beteiligten
war so positiv,
dass bereits heute
über eine Neuauflage in 2010 in
gleicher Konstellation gesprochen
wird.
π www.designertreff.net
Organisatoren und Referenten (v.l.n.r.): Immo Schiller und Bianca Seidel
(designertreff düsseldorf), Stephan Schneider (Vodafone D2 GmbH), Marga
Figge (Grohe AG), Frank Dopheide (Werbeagentur GREY), Barbara Wendling
(Zollverein Business.Services), Klaus Zimmermann (IHK Düsseldorf).
Foto: Falko Wübbecke
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16 VDMD extra
20 Jahre ABST-Institut
G
Annegret
BrinkmannStieler,
die päpstin der
Schnitttechnik
ern bezeichnet sie sich als die Blonde Eminenz: Annegret Brinkmann-Stieler. Sie hat sich in ihrer unnachahmlichen Weise nicht nur um den VDMD, zu dessen Gründungsmitgliedern sie zählt, verdient gemacht,
sondern auch mit ihren Kursen und Beratungen um die Passform deutscher und internationaler Damenmode.
Die erfahrene freiberufliche Designerin entschloss sich 1989, ihr eigenes Institut zu gründen, um ihr fundiertes
Wissen über die Schnitttechnik weiter zu geben. »Viele haben den Wert einer guten Schnittabteilung durch unsere Weiterbildungsseminare erst richtig erkannt und schätzen gelernt.«, berichtet Annegret Brinkmann-Stieler,
deren zweites Anliegen die Verbesserung der Kommunikation zwischen Design- und Schnittabteilung ist. »Ich
habe Design UND Schnitt gelernt und angewandt. Ich weiß deshalb, welche gravierenden Fehler sich gerade
durch die strikte Trennung von Design und Schnitt entwickeln können.«
In diesen 20 Jahren vermittelte Annegret Brinkmann-Stieler über 6.000 Seminarteilnehmern und in mehr als 350 Firmenberatungen
praxis­nah Know-how der Schnitttechnik. Den Mitgliedern des VDMD räumt sie stets großzügige Nachlässe für die Seminargebühren ein.
Mit ihrem Buch »DOB Gradierung«, gepaart mit der CD »Gradieren leicht gemacht«, hat sie ein Standardwerk für die gesamte Branche
geschaffen, das seit kurzem auch in englischer Fassung vorliegt. Zum Jubiläum gibt sie einen Rabatt von 20 Prozent auf Buch und CD.
Ihr nächstes Projekt ist ein neues Fachbuch mit dem Arbeitstitel »Perfektionierung des Schnitt-Know-hows für Industrie und Handwerk«,
das möglicherweise schon Ende 2010 erscheinen wird. Intensiv denkt Annegret Brinkmann-Stieler über ein Weiterführungskonzept für
das ABST-Institut nach. π
AUSSTELLUNGEN
Aenne Burda – »Ich bin Burda Moden«
RRRIPP! Paper Fashion
Eine Hommage an die »Königin der Kleider«. Zum Anlass des
hundertsten Geburtstags von Aenne Burda, die mit Burda-Moden
die Grundbausteine für den größten Modeverlag der Welt legte,
findet die Ausstellung »Ein Leben für die Mode« statt. Noch bis
zum 10. Januar 2010 kann man im Offenburger »Museum im
Ritterhaus« die privaten und beruflichen Passionen der Offenburger Ehrenbürgerin begutachten. Die modische und selbstbewusste
Visionärin Aenne Burda lebte und liebte die Mode. Nach dem zweiten Weltkrieg war es sie, die die Designermode auch den weniger
gut betuchten Frauen in den Kleiderschrank zauberte. Sie wollte
die Frauen schöner machen und deren Selbstbewusstsein steigern.
Fotos und Filme dokumentieren das Leben von Aenne Burda
von der Kindheit bis hin zu jüngsten Ereignissen. Die berühmten
Schnittmuster waren nicht nur beliebt bei den Hobbyschneiderinnen, sondern dienten auch als eine Inspiration für Künstler.
Die Begegnung von Kunst mit Mode wird bei dieser Ausstellung
dargestellt. Dokumentationen zur Verlagsgeschichte, zahlreiche
Kunstwerke und eindrucksvolle Modellkleider aus dem Besitz von
Aenne Burda runden die Ausstellung ab.
Der Gebrauch von Papier in der modernen Mode wird bis zum
28. Februar 2010 im Londoner »The Design Museum« veranschaulicht. Die Atopos Kulturorganisation aus Griechenland macht
es sich zur Aufgabe, Künstler und Designer ausfindig zu machen,
die eine neue Verwendung für Papier haben. Kreationen von innovativsten Designern unserer Zeit werden mit Modenschauen präsentiert. Durch Designs, Kunst, Werbung und Filme werden viele
verschiedene Wege gezeigt, eine recyclebare Quelle wie Papier in
der Mode und der Kunst zu verarbeiten und als Inspiration zu nutzen. Schwerpunkt dieser Ausstellung ist zusätzlich die kurzlebige,
zerbrechliche, bescheidene und dennoch poetische Beschaffenheit
der Mode, die durch Papierkleidung ausgedrückt wird. Kleidungsstücke aus verschiedenen Kulturen werden aus Papier gefertigt und
in avantgardistischer Weise zur Schau gestellt.
Aenne Burda vor ihrem Unternehmen
Foto: Burda
Madeleine Vionnet, puriste de la mode
R e t r o s p e k t iv e im Pa r i s e r » M u s é e d e s A r t s
D é c o r at i f s « .
Die progressive und außergewöhnliche Designerin Madeleine
Vionnet stiftete im Jahre 1952 der Union Française des Arts du
Costume eine bedeutende Sammlung von 122 Roben, 750 ToileSchnittmustern und 75 Fotoalben, die ihre Arbeit von 1919 –1939
aufzeichnen – aus diesem Fundus wurden die Exponate ausgewählt. Vionnet war einer der kreativen Köpfe, die das Korsett
ablehnten – zu einer Zeit, als das noch revolutionär war. Mit
Madame Grès, Elsa Schiaparelli und Coco Chanel bildet sie die
vierte im Bunde der prominenten Frauen. Sie drapierte skizzen­los
und modellierte den Stoff an einer Schneiderpuppe und nahm die
Schnitte vom Stoff ab. Auch heute gilt die Designerin als Erfinderin
des Schrägschnittes, der für die körperbetonten Kleider so typisch
war. Die Designerin schütze ihr Copyright Anfang des 20. Jahrhunderts mit Dokumentationen. Die Ausstellung ist noch bis zum
23. Januar 2010 zu sehen.
VDMD extra 17
Schuhtick. Von kalten Füssen
und heissen Sohlen
Täglich tragen wir sie zum Schutz oder als Schmuck. Schuhe sagen
aus, wie und wer wir sind. Schon im Mittelalter wurde die Spitze
des Schuhes verwendet, um den Stand kund zu tun. Wann aber
gab es den ersten Schuh, wie hat sich der Schuh über die letzten
Jahre entwickelt? Die Ausstellung »Schuhtick. Von kalten Füßen
und heißen Sohlen« im Überseemuseum Bremen, die bis zum
28. März 2010 geöffnet ist, führt durch die Geschichte des Schuhes
vom erste Schutz für den Fuß über den Mokassin bis hin zu den
heutige Designerpumps. Mit über 400 Exponaten kann man die
Entwicklung der Fußbekleidung beobachten und nachvollziehen.
Ein Catwalk ermöglicht den Besuchern Designerpumps im direkten
Vergleich zu mittelalterlichen Trippen zu testen. So wird die Ausstellung zu einem aktiven Erlebnis. In der Schuhbar, in der Songs
wie »Blue suede shoes«und »These boots are made for walking«
zu hören sind, kann man nach der Ausstellung die Eindrücke
nachwirken lassen.
π Recherche und Text: Franziska Gauff
VORSCHAU MESSEN
Wir haben Stände angemeldet auf Heimtextil, CPD, ISPO,
Premium und munichfabricstart, die jeweiligen Projektteams
haben ihre Arbeit aufgenommen (und heißen weitere Aktive
willkommen). Auf der Heimtextil haben wir nicht nur einen
Infostand im Trendforum, sondern auch einen Workshop in Stil
einer gläsernen Produktion vom Textildesign über den Textildruck
bis hin zur Fertigung von Wohnaccessoires (Kissen) aus den
Stoffen. Außerdem werden die Finalisten des aktuellen VDMD
Fashion DesignART-Wettbewerbs ihre Arbeiten zeigen.
Megatrend 2011:
Gefühle zeigen
A
rbeit, Erfolg und Karriere sind nach wie vor wichtig, werden
jedoch im Sinne der Work-Life-Balance mit Freizeitaktivitäten
gepaart. Spaß, Genuss, aber auch ein hohes Maß an sozialer
Verantwortung (Stichwort: Nachhaltigkeit) und das Bedürfnis nach
Geborgenheit und Authenzität gehen damit einher. Der Arbeitskreis
Trend im VDMD ermittelte unter der Leitung von Gottfried Pank,
Art Director bei mode…information, Overath, aus den umfangreichen Informationen der Trendbüros diesen Megatrend, dem
durch die gestalterischen Themen, den jeweiligen Materialeinsatz
und die Farben facettenreiche Interpretationen zugeordnet sind.
E r wa r t u n g Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit.
E r i n n e r u n g Die retrospektive Romantik
H e i t e r k e i t Der große Traum der heiteren, beschützten Kindheit.
S t o l z Es entsteht eine extravagante futuristische Eleganz.
F r e i h e i t Alls Tun ist leicht, urban, intellektuell.
Ausführliche Texte, die in die Details für Innenraumgestaltung,
Objekte, Textilien und Mode gehen, begleiten die Farbkarten, die
neben einem Inspirationsbild auch die originalen Pantone-TextilFarbstreifen umfassen.
π Preis: 140 EUR für Nichtmitglieder, Mitglieder des VDID,
VDMD und der iDD zahlen die Hälfte, 70 EUR zzgl. MwSt.
Bezugsquelle: Geschäftsstelle des VDMD
vdmd@fashiondesign.de
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MIT KALEDO®
ZEIT GEWINNEN!
REGIONALES
Baden-Württemberg
Unser nächstes Treffen findet am 1 1 . D e z e m b e r um 17 Uhr in
Karlsruhe statt. Wir verbinden unseren Austausch mit der Eröffnung der »Weihnachtsmesse für angewandte Kunst« und werden
die anschließende Zeit des Abends nutzen, das neue Jahr zu planen und uns Ziele für die Region und deren Mitglieder zu setzen.
Vorab hoffen wir auf eine rege Teilnahme unserer Fahr­gemein­
schaft zum Trendtag nach Mönchengladbach.
π Uli Fabry, Regionalleiterin BaWü
Tel 0721/75 47 94; modesign@ulifabry.de
®
Weihnachtsfeier in Berlin
Suzana Wouda, Regionalleiterin Berlin, und die Schatzmeisterin und Vizepräsidentin Madeleine Voigt laden herzlich ein zur
Weihnachtsfeier in Berlin am 1 5 . D e z e m b e r 2 0 0 9 ab 19 Uhr
in den Räumen von MVD Berufsbekleidung, Mode-Center-Berlin,
Ullsteinstr. 114–116, Haus 3, Turm B, 4. Etage. Wir freuen uns auf
alle Mitglieder aus Berlin und den neuen Bundesländern mit der
Bitte um eine rechtzeitige Zusage unter
π 030/308 312 44 oder per mail an suzana@woudas.de
Der neue Softwarestandard für Modedesign
Mit der Kaledo® Suite können sich Designer vollkommen auf den
Entwurf von Stoffen, Modellen und Kollektionen konzentrieren
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™:[Òo^ZciZhBVcV\ZbZcikdcHid[[ZcjcY@daaZ`i^dcZc
™Higj`ijg^ZgiZIZVbVgWZ^iYjgX]Z^c[VX]Zc9ViZcVjhiVjhX]
™BZ]gGVjb[“g@gZVi^k^i~i
www.lectra.com/design
18 VDMD extra
VERSCHIEDENES
Fashion TV Production: mehr Service
Sitzung des Kulturrates in Berlin
Manuela Brodersen-Horn, Chefin von Fashion TV Production,
Hamburg, hat zusammen mit Mitgesellschafterin Filicitas Piegsda­Rohowski KIYA TV Production aus der Taufe gehoben. Nicht nur
Videoproduktionen für Fashion & Beauty, sondern auch Web
Services wie die Distribution von Videos auf den eigenen Sendern
www.kiya.tv und www.fashionguide-tv.com und auf unseren
Channels bei Youtube, Myvideo und Sevenload sind möglich.
Ebenso realisierbar sind InVideo-Shopping, Digital Signage und
Content Syndikation.
π www.kiya.tv; www.fashionguide-tv.com
Am 30. September 2009 fand in Berlin im Dietrich-BonhoefferHaus die alljährliche Hauptversammlung des Deutschen Kulturrates statt. Der VDMD war vertreten durch unsere Schatzmeisterin
Madeleine Voigt und Suzana Wouda, Regionalleiterin in Berlin.
Der Deutsche Kulturrat wurde 1981 als politisch unabhängige
Arbeitsgemeinschaft kultur- und medienpolitischer Organisationen
und Institutionen von bundesweiter Bedeutung gegründet. Bei
der Hauptversammlung sind die verschiedenen Kultursektionen
vertreten, unter anderem die Sektion Design, in der der VDMD seit
mehr als zehn Jahren durch seine Mitgliedschaft im Designertag
vertreten ist. Seit rund zwei Jahren entsendet der VDMD Vertreterinnen in einige der Fachbeiräte des Kulturrates und zeigt so
persönlich Präsenz. Als vor rund einem Jahr die Abschaffung der
Künstlersozialkasse auf politischer Ebene diskutiert wurde, initiierte der VDMD die Proteste aller Designerverbände, wandte sich an
den Kulturrat und die Politiker – mit Erfolg, wie wir wissen. Auf der
Hauptversammlung berichteten die Sektionen über ihre Arbeit im
vergangenen Jahr. In der Sektion Design wurde über den richterlichen Entscheid für eine Aufnahme eines Designers in die KSK
berichtet, der möglicherweise zum Präzedenzfall werden kann. Der
Hintergrund: Die Designerin ist VDMD-Mitglied, Mara Michel und
Claudia Ollenhauer-Ries lieferten dem Anwalt die entscheidenden
Argumente für die Aufhebung des Ablehnungsbescheids vor dem
Landgericht. Ob die KSK einen Schritt weitergeht und Einrede vor
dem Bundessozialgericht geltend machen wird, um ein Bundesurteil zu erreichen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
π Suzana Wouda, Regionalleiterin Berlin
Buchtipp: Modernes – 20 Years Of
Contemporary Fashion
Bildband
mit 256
Seiten Mode­
fotografie
Foto: Andam
BERICHTE
Zu seinem 20jährigen Jubiläum veröffentlicht der französische
Mode Verband ANDAM (Association Nationale pour le Développement des Arts de la Mode) das Buch ›Modernes – 20 Years Of
Contemporary Fashion‹ eine umfassende Retrospektive der Arbeit
der Organisation, die seit 1989 internationale Talente auszeichnet.
Dabei werden besonders Designer gewürdigt; unter anderem Martin Margiela, Viktor & Rolf sowie Bernhard Wilhelm, welche durch
ihre außergewöhnlichen Entwürfe die Mode nachhaltig beeinflussen. ANDAM ließ dem französischen Fotografen Jean-François Lepage freie Hand die Visionen
der Designer foto­grafisch
umzusetzen. Texte in Französisch und Englisch, Preis ca.
70 EUR.
π ISBN 978-35021-195-4
NL 147
Bezugsquelle: www.naive.fr
Konferenz
Zukunftsmarkt Männermode
Die Form der Konferenz als Open Space Conference ist ein Novum
in der Modebranche, wie uns Dieter Scholz, der Veranstalter und
Chefredakteur von fashion today, erklärt: Keine Frontalvorträge,
sondern eine moderierte Diskussion in der Großgruppe. Das
Ver­fahren ist bereits in vielen strategischen Dialogkonferenzen
äußerst erfolgreich erprobt. Der Vorteil ist das sparten­über­grei­
fende, interdisziplinäre Erarbeiten von Zukunftsvisionen in der
Gruppe. Unterstützt wird die in Düsseldorf stattfindende Konferenz
vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW,
gesponsert u.a. von Premiere Vision, Cotton USA und Sympatex.
π Termin: 2./3. Dezember 2009
Kosten: 350 EUR (bei Redaktionsschluss war noch nicht sicher,
ob VDMD-Mitglieder einen Nachlass erhalten);
www.fashiontoday.de
π Claudia Ollenhauer-Ries
KSK: Jury für Modedesigner geplant
Die hartnäckige, seit mehreren Jahren andauernde Überzeugungsarbeit von Mara Michel mit der Unterstützung durch die
Präsidenten Dietrich Metzger und jetzt René Lang, hat gefruchtet:
Die Künstlersozialkasse (KSK) wird eine Jury einrichten, die im
Einzelfall die Künstler-Eigenschaft von Modedesignern mit eigener
Fertigung und Vermarktung klären soll. Die Jury soll sich mit Fällen
befassen, die noch im Verwaltungsverfahren zu entscheiden sind,
sich also nicht in einem Widerspruchsverfahren befinden. Das
Ganze ist als vorläufige Verfahrensregelung gedacht und soll so
lange praktiziert werden, bis hinreichende Rechtsklarheit durch
höchstrichterliche Rechtsprechung vorliegt. Mara Michel wurde
von den KSK-Verantwortlichen gebeten, als Jurorin mitzuwirken.
Eine erste Vorbesprechung ist für Dezember 2009 anberaumt.
Design Mode Festival Freiburg
Anfang Oktober veranstaltete die Kontaktstelle Frau und Beruf
der Stadt Freiburg das erste Design Mode Festival – mit einem
großen Erfolg für Aussteller und Besucher. Rund 30 Ateliers mit
Damenmode, Accessoires und Schmuck aus der Region stellten
aus und bestückten die Modenschau. Eine Gesprächsrunde thematisierte »Modeberufe – Glamour oder hartes Business«. Dabei
waren Maryan und Maya Melhorn, Maryan Beachwear Group, Kati
Wempe, GF vom Modehaus Kaiser, Birgit Hertenstein, eine Quer-
VDMD extra 19
einsteigerin in den Einzelhandel mit Öko-Bettwäsche und Claudia
Ollenhauer-Ries für den VDMD. Die sehr kompetente Moderatorin
Petra Kistler, Journalistin bei den Badischen Nachrichten, kitzelte
heraus: ein breitgefächertes Fachwissen, betriebswirtschaftliches
Know-how, Fremdsprachenkenntnisse und die Bereitschaft, viel zu
arbeiten und auch andere Optionen außer Modedesign wahrzunehmen, sind das A und O für den Erfolg.
π Claudia Ollenhauer-Ries
Einigkeit in der Gesprächsrunde: Modeberufe sind sehr befriedigend, aber nicht
so glamourös, wie gern in den Medien dargestellt. Vlnr: Claudia OllenhauerRies, Birgit Hertenstein, Kati Wempe, Petra Kistler, Maryan und Maya Melhorn
Foto: Kontaktstelle Frau und Beruf
Der Reitkilt
C l a u d i a O l l e n h a u e r - Ri e s u n t e r h ä l t s i c h mi t V D M D M i t g l i e d A n g e l a D a u s e n d , W u p p e r ta l , ü b e r d i e P r o duktidee und den Weg bis zur Produktionsreife.
C Claudia: Bist Du selbst Reiterin? Wie kommst Du zu dieser
Produkt­i­­dee?
A Angela: Nein, ich reite nicht, aber: Nachdem ich auf einer Party
erzählt habe, wie mühsam und ungern bezahlt meine Tätigkeit
als Beraterin bzw. Produktentwicklerin ist und »dass man doch
mal etwas Eigenes erfinden müsste«, hat mich eine befreundete
Reiterin auf die Idee gebracht und gemeinsam haben wir die ersten
Prototypen entwickelt und getestet
C Wie lange hast Du von der Ideenfindung bis zur marktreifen
Entwicklung des Reitkilts gebraucht – und was hast Du investieren
müssen?
A Start war Februar 2009, Produktionsauslieferung und Verkaufsstart Anfang Oktober 2009. Investiert habe ich: Sehr viel Arbeit,
Mühe, Fleiß, Enthusiasmus und Arbeitskraft an ca. jeden zweiten
Tag. Dazu die Vorfinanzierung von Stoff-, Zutaten-, Produktions-,
(und Mitarbeiter-) kosten, die Kosten für Gebrauchsmuster- und
Patentrecherche sowie -anmeldung, externes Kommunikations­
design und Programmierung.
C Wie hast Du herausgefunden, ob Deine Produktidee wirklich
patentfähig ist?
A Durch Gespräche mit Anwälten (auch kurz das Beratungsangebot vom VDMD genutzt), an Infostellen von IHK und
Patentämtern sowie eine umfassende Recherche in der Bibliothek
des Patentinformationszentrums Uni Duisburg. Aber ob die Idee
wirklich patentfähig ist, erfahre ich ja leider auch erst frühestens
nach 18 Monaten …
C Wie organisierst Du Produktion und Vertrieb?
A Den Schnitt in vier Größen habe ich selbst gemacht, ebenso
die ersten Prototypen. Die Produktion läuft in Polen, bei Danzig,
die Firma kannte ich durch frühere Produktionsbesuche. Stoffe
kaufe ich unter anderem bei Sympatex, meinem früheren Arbeitgeber, dessen Produkt ich natürlich sehr gut kenne. Etiketten, Ripsbänder, reflektierende Transferdrucke kaufe ich auch in Deutschland ein. Die Planung funktioniert per E-Mail, Telefon, technische
Unterlagen etc., den Betrieb besuchte ich kurz vor Produktionsstart
für letzte Absprachen im September.
Der Vertrieb geht zuerst über alle Reiter-Kontakte direkt, Flyer und
Internet. Geplant sind direkte Verkäufe auf Reitturnieren und Messeteilnahme, evtl. Wettbewerbe… in der zweiten Phase soll es eine
Kontaktaufnahme zu Reitställen und zum Fachhandel geben.
C Wie schätzt Du den Bedarf und die Absatzchancen im Markt
Deutschland ein? Willst Du auch exportieren?
A Es gibt ca. 800.000 gemeldete Freizeitreiter und unzählige
nicht gemeldete Reiter und Turnierreiter. Wenn 10 Prozent einen
Reitkilt tragen würden, wären wir schon ganz zufrieden… NRW
ist das größte Reiterland! Exportieren ja, aber das kann erst im
nächsten Schritt erfolgen.
C Was war bis dato die größte Schwierigkeit bei der Realisierung?
Wie hast du diese gemeistert?
A Schwierigkeiten gab es natürlich in jeder Phase oder besser gesagt, das Einfachste war der Start mit der Entwicklung des Schnitts,
der optimalen Passform und des abschließenden Prototyps.
Es gab viele Entscheidungen zu fällen: vermarkte ich unter meinem
Firmennamen, unter dem ich ja auch Produktentwicklung bzw.
Dienstleistung anbiete? (da aber alle den Namen so gut finden,
haben wir uns dafür entschieden!). Dann die Logoentwicklung…
Angedacht ist das Logo übrigens auch für weitere Produkte im
Bereich Fahrrad (Icon: statt Pferdekopf Fahrrad), Gartenbekleidung
(Icon: Gießkanne) Strand- oder Sommer-Outdoor-Zubehör (Icon
Sonne) – ich habe da noch viele Ideen im Kopf…
Die Patentanmeldung war wirklich eine Herausforderung, mich
in diese Themen (und die juristische Sprache) einzuarbeiten, hat
mich wirklich einige schlaflose Nächte gekostet.
Die Finanzierung – kauft man, kauft man nicht/ wie viel ist
man bereit zu investieren? Viele Rechtsfragen sind noch zu
klären. Na ja – und jetzt wird sicherlich der Vertrieb noch viele
»Schwierigkeiten«machen, die ich noch gar nicht einschätzen
kann…
C Angela, vielen Dank für die Einblicke in Dein spannendes Projekt.
Alles Gute für Dich und viel Erfolg mit dem Reitkilt.
π www.dausendschoen.de
Der Reitkilt – ein innovatives Accessoire für Reiter
Angela Dausend,
Inhaberin von
Dausendschön
extra
adressen im netz
www.germandesign.de
www.vdid.de
www.vdmd.de
kalender
seminare
veranstaltungen
KNOW-HOW FÜR GRÜNDER
Köln
19.–24. JANUARS. 15
50-JAHR-FEIER DES VDID Stuttgart
KNOW-HOW FÜR GRÜNDER
Düsseldorf
05./06. FEBRUARS. 15
ZUKUNFSMARKT MÄNNERMODE
Düsseldorf
02./03. DEZEMBERS. 19
DESIGNING THE FUTURE
Frankfurt am Main
13. Januar S. 9
DESIGN + ETHIK
München
05. Dezember S. 9
treffen
DESIGNTREFF ULM
Ulm
VDMD-REGIONALTREFFEN BAWÜ
Karlsruhe
11. DEZEMBERS. 17
DESIGNERTREFF DÜSSELDORF
Düsseldorf
15. DEZEMBER S. 11
30. November S. 8
kontakte
VDMD-REGIONAL BERLIN
Berlin
15. DEZEMBERS. 17
DESIGNTREFF STUTTGART Stuttgart
15. DezemberS. 8
DESIGNTREFF STUTTGART Burgrieden
12. JanuarS. 8
Region
DESIGNERTREFF DÜSSELDORF
Düsseldorf
19. Januar S. 11
DESIGNTREFF ULM
Ulm
25. JanuarS. 8
DESIGNTREFF KÖLN
Köln
20. Januar S. 7
01
DESIGNERTREFF DÜSSELDORF
Düsseldorf
16. FebruarS. 11
DESIGNTREFF KÖLN NRW
01. März S. 7
DESIGNERTREFF DÜSSELDORF
Düsseldorf
16. März S. 11
DESIGNTREFF KÖLN NRW
10. Mai S. 7
wettbewerbe
PREISVERLEIHUNG DES VDID
20. NovemberS. 4
DESIGN PLUS 2010 COMPETITION
Anmeldeschluss
04. DEZEMBERS. 11
PLAGIARIUS
Anmeldeschluss
04. DezemberS. 12
UNIVERSAL DESIGN AWARD 2010
Anmeldeschluss
15. DEZEMBERS. 11
STUDENT DESIGN AWARD Anmeldeschluss
31. JANUARS. 11
RAPID MANUFACTURING
Anmeldeschluss 31. JanuarS. 11
FOCUS OPEN
Anmeldeschluss
19. März 2010S. 4
messe
RAPID TECH
Erfurt
20./21. NovemberS. 1
18./19. Mai 2010S. 10
ausstellungen
AENNE BURDA
Offenburg
bis 10. JANUARS. 16
MADELEINE VIONNET
Paris
bis 23. JANUARS. 16
RRRIPP! PAPER FASHION
London
bis 28. FEBRUARS. 16
SCHUHTICK
Bremen
bis 28. MärzS. 17
Nieder­sachsen,
Hamburg, Bremen,
SchleswigHolstein
VDMD
VDID
giovanna di mai
michael kühne
Tel 04771/888 166
dimai@dimai-design.com
Tel 040/3 99 04–102
kmkuehne@creacon.de
02
NordrheinWestfalen
nunzia galati
iris laubstein
Tel 0201/49 03 600
info@nunzia-galati.de
Tel 0221/44 70 100
iris.laubstein@t-online.de
03
Hessen,
Rhein­land-Pfalz,
Saarland
kristina caspary-gallus
andreas schulze
Tel 06031/46 12
kcaspary-gallus@t-online.de
Tel 06438/92 10 50
info@schulze-design.de
04
BadenWürttemberg
05
06
07
Bayern, Franken
Berlin, Branden­burg,
Sachsen, SachsenAnhalt, Thüringen,
Mecklenburg-Vor­
pommern
uli fabry
frank detering
Tel 0721/75 47 94
modedesign@ulifabry.de
Tel 0711/262 11 31
frank.detering@germandesign.de
hendrik hwang
peter knopp
Tel 08031/901 65 16
info@externinside.de
Tel 08445/9 10 06
vdid@mursch-knopp.de
suzana wouda
rainer baum
Tel 030/308 312 44
wouda@betterfair.de
Tel 030/78 00 61 92
rainer.baum@germandesign.de
vdmdgeschäfts­­­stelle:
mara michel
vdidgeschäfts­stelle:
jutta ochsner
geschäfts­führerin
tel 030/74 07 85 56
tel 0931/465 42 90
fax 030/74 07 85 59
fax 0931/465 42 91
vdid@germandesign.de
vdmd@modedesign.de
Impressum
herausgeber
und VDMD im DDV
Deutscher Designer Verband e.V.
ddv@germandesign.de
VDID
VDID/DDV ,
Markgrafenstraße 15, 10969 Berlin,
vdid@germandesign.de
redaktion
Claudia Ollenhauer-Ries (Ltg.) (VDMD ) info@cor-communication.de,
Franziska Gauff
Benjamin Schöpfer (VDiD ) schoepfer@germandesign.de
grafik/layout Melanie Stabentheiner · m_stabentheiner@gmx.net
druck Offsetdruck Karcher, Bühl
bezugspreis Im Mitgliedsbeitrag enthalten
VDMD/DDV ,
Semmelstraße 42, 97070 Würzburg,
vdmd@modedesign.de
Vertriebskennzeichen: K 25281. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.
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