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E-Commerce 2010: Mal was Neues? - Hamburg@work

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Ausgabe 12
November 2009
Deutschland
2,00 €
ALWAYS ON
Hamburgs Magazin der Digitalen Wirtschaft
E-Commerce 2010: Mal was Neues?
Mit kreativem Startup-Spirit gegen die Platzhirsche der Branche
Toptalk
Experte Nils Müller von TrendONE kennt die kommenden Killerapplikationen
Spotlights Kaufen Sie den Kindle? • Porträt Sandra Harzer-Kux: Ein Leben in Bewegung
Startup-Support Wie unterstützt Hamburg@work die Gründerszene der Hansestadt?
scoopcamp 2009 Keynote-Speaker Ulrich Hegge blickt zurück
EDITORIAL
Sehr verehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
anlässlich des Finales des Webfuture Awards steht der Titel dieser Ausgabe ab Seite 14 ganz
im Zeichen des „E-Commerce Ideenwettbewerbs“ von Hamburg@work. Unter dem Motto
„E-Commerce 2010: Mal was Neues?“ blicken wir diesbezüglich auf die spannendsten
Trends. Erfolgreich ist nur, wer kreativ ist – daher bin ich besonders gespannt auf frische
Ideen und neue Geschäftsmodelle beim Webfuture Award 2009. Für Spannung sorgt auch das
Internet-Manifest: Die 17 Thesen bekannter Journalisten und Internet-Berater sorgen seit
ihrer Veröffentlichung für Rauschen im virtuellen Blätterwald. Erfahren Sie mehr auf Seite 13
in unserer Rubrik Pro & Contra. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.
Ihr
Über Ihre Anregungen an uwejens.neumann@hamburg-media.net freue ich mich.
08
newTV Die Diskussionen beim Digitalfilmcamp machten Lust auf mehr: Welche
Wege gibt es für Filmemacher im Web?
TOPTALK
Copyright: Jan Bölsche
Uwe Jens Neumann, Vorsitzender
Hamburg@work e.V.
13
Pro & Contra Was sagen die Experten
zum kürzlich erschienen Internet-Manifest von Sascha Lobo und Co.?
22
Just Arrived Sieh an! Mit LinguaTV
verstärkt der IPTV-Award-Sieger 2008
das newTV-Netzwerk in Hamburg.
07 Browsergame „Poisonville“ Mit
Spannung erwartete Spielentwicklung
von Bigpoint
09 Immobilien-Portal Häuser in bewegten
TITEL
Bildern auf ImmoTV
14 E-COMMERCE 2010 Welche Akzente
setzen die neuen Startups?
09 MusikTV Yavido mit neuen Formaten
und Kooperationen auf Expansionskurs
NEWS
18 Social Web Radio QUU.FM streckt
seine Fühler ins Web 2.0 aus
WEBCITY
10 scoopcamp 2009 Keynote-Speaker
18 Touch-Screen eyefactive bietet
Ulrich Hegge blickt zurück
futuristische Technik zum Anfassen
10 Förderung G-Labs unterstützt die For19 IT-Studie Welche Qualifikationen
schung am neuen Internet an der HAW
werden von IT-Absolventen erwartet?
11 Flash-Applikation Dynamic Slider von
19 Lernplattform scoyo sucht neuen
Moodmixer setzt Produkte in Szene
Investor für weitere Expansion
07 E-Table-Soccer Eine Innovation von
GAN macht dem alten „Kickern“ Beine
12 Sandra Harzer-Kux Vom Film in den
Verlag: Ein Leben in Bewegung
04 Was geht im E-Commerce 2010?
Nils Müller von TrendONE im Gespräch
TRENDS
05 Innovationen Die neuen Möglichkeiten
im E- und Social-Commerce
GAMECITY
06 Pennergame Marius Follert von
Farbflut Entertainment über sensible
Themen in Games
PORTRÄT
NEWTV
08 Digitalfilmcamp Simon Chappuzzeau
über das Film-BarCamp in Hamburg
2
PRO & CONTRA
13 Internet-Manifest Was ist dran an
den 17 Thesen der Blogger-Szene?
19 iPhone-Game Das Kulthandy wird
zum Würfelbecher
19 Firmen-Events yoyosonic bietet DigitalMusic-Production als Workshop an
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
INHALT
14
28
Impressionen scoopcamp 2009, WeppLounge, openDeck der onlineKapitäne
und vieles mehr. Aber sehen Sie selbst!
EXISTENZGRÜNDER
IN HAMBURG
20 Yellow Tomato Performance-Marketing von Pixelpark-Ableger
20 Startup-Support Was bietet
Hamburg@work den Gründern?
21 ThereYouGo.tv Das neue Stadtmagazin fürs Web
Startup-Spirit im E-Commerce Keine Angst vor der Krise und neue
Geschäftsmodelle im Kopf: Die neue Gründergeneration trumpft mit personalisierten
Nischenprodukten auf und motiviert die Kundschaft durch Erlebnis-Shopping.
23 Improve Digital Ertragsoptimierung
für digitale Werbeflächen
HAMBURG@WORK
24 StudioLofts Zinsloser Mietkredit für
vielversprechende Gründerprojekte
24 LAN1 Hamburg@work-Mitglieder
gehen jetzt kostenfrei online
21 sonamoto Games-Dienstleister mit
Interaktions- und Audio-Know-how
25 IT-Strategietage 2010 Ausblick
mit CIO-Magazin-Chefredakteur
Horst Ellermann
21 Fytch User-Kommentare auf jeder
Website hinterlassen und lesen
25 Buch-Tipp Gratisexemplare von
„Virales Marketing“ zu gewinnen
JUST ARRIVED
31 Hamburg@work stellt vor…
Karsten Schwaiger von der BKSM
32 Office-Check Mediafleet lockt Kreative
in die City
33 Northern Business School Kostenloses Probestudium im Wintersemester
33 Leitfäden BVDW veröffentlicht Social
Media und Mobile Kompass
34 Personalien Neue Köpfe der
digitalen Szene
SERVICE
22 Spil Games Spiele für die ganze Familie
auf Weltmarktniveau
26 Termine Auf einen Blick: EventHighlights der nächsten Monate
22 LinguaTV IPTV-Award Sieger 2008
vermittelt Fremdsprachen spielerisch
28 Events Von scoopcamp bis Reeperbahn
Campus: Der Veranstaltungsherbst
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
30 Spotlights aus dem Netzwerk
Fokus E-Reading: Kaufen Sie den Kindle?
35 Ausblick Clustermanagerin von
Hamburg@work Dörthe-Julia Zurmöhle
schaut voraus
3
TOPTALK
„Dadurch wird die Welt
zum Flohmarkt!“
Nils Müller, Geschäftsführer von TrendONE, über die aktuellen Herausforderungen in der
Trendforschung, die kommenden „Killerapplikationen“ und das Vermarktungsproblem von
deutschen Innovationstreibern.
neue Geschäftsmodelle bringen. Denn durch derartige „Fotofinder“ wird natürlich der stationäre Handel
bedroht.
Nils Müller, Geschäftsführer von TrendONE
Herr Müller, welches ist die größte Herausforderung, vor der Sie als
Trendforscher stehen?
Die Geschwindigkeit, mit der sich Innovationen über den Globus
verbreiten, sich mit anderen verbinden und daraus neue Innovationen
entstehen, nimmt permanent zu. Wir leben durch diese Innovationsspirale in einer sich zunehmend beschleunigenden Technologiewelt. Die Herausforderung, vor der alle TrendONE-Kollegen in den
unterschiedlichen Branchenunits stehen, ist hier, ganz vorne mit
dabei zu sein.
Mit Blick auf die E-Commerce-Branche, sehen Sie einen besonderen
Trend* hinsichtlich neuer Geschäftsmodelle?
Ihre Leser sind ja immer auf der Suche nach Killer-Applikationen
und Geschäftsmodellen. Im E-Commerce entstehen derzeit Fotoapplikationen, mit denen Produkte abfotografiert werden können,
die dann durch Bildvergleichsanalyse auf Amazon und weiteren ECommerce-Aggregatoren auffindbar werden. Dadurch wird die Welt
zum Flohmarkt. Sie können jedes Produkt am Point-of-Sale oder auf
der Straße fotografieren und erhalten umgehend weitere Produktinfos, günstige Angebote und die Möglichkeit zur Transaktion. Das ist
eine Killerapplikation und zwar für den stationären POS. Händler
sollten sich hier zeitnah Gedanken machen, welche Strategien hier
Gibt es aus Ihrer Sicht Länder oder Regionen, die besonders innovative und kreative Lösungsmodelle für
die Branchen Medien, IT und Telekommunikation entwickeln?
Weltweit haben fast alle Regionen ihre Trendschwerpunkte: Asien im Bereich Mobile, Russland im Bereich Sicherheit, Israel im Bereich Software, USA im
Marketing, Südamerika in der Außenwerbung. Europa schneidet in der Innovationsentwicklung auch gut
ab, hat aber häufig ein Vermarktungsproblem. Wenn
das M.I.T in den USA eine Innovation hervorbringt,
gibt es sofort ein tolles Marketing für das Konzept
und die Forscher machen selber hochwertig produzierte aber authentische Videos auf YouTube. Ein
deutscher Forscher am Fraunhofer Institut, der eine
absolut interessante Technologie entwickelt, schreibt
im besten Fall ein White-Paper und stellt dieses unter
einer kryptischen URL ins Internet. In Deutschland
brauchen wir dringend mehr Initiative für Innovationsmarketing!
Was ist Ihr aktueller Lieblingstrend?
Der In-Video-Konfigurator von der Firma Impossible Software aus Hamburg! Um das neue Audi A5
Cabriolet zu präsentieren, bietet der Autohersteller
eine ungewöhnliche, virtuelle Probefahrt an, die sich
die JetStream Video-Technik der Impossible Software
GmbH zunutze macht. Die Besucher der Audi-Internetseite können in einem Video das Audi-A5-Modell
im laufenden Film beliebig oft und individuell nach
ihren Wünschen und Vorstellungen modifizieren.
So können sie zum Beispiel die Farbe der Karosserie
oder die Form der Felgen in Echtzeit wunschgemäß
verändern.
www.trendone.de
*siehe hierzu auch die Titelstory ab Seite 14
4
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
Einkauf in der Gruppe drückt den Preis
fürs neue Dell-Notebook.
Initiator: Dell Inc.,Kanada
Mit der Aktion "Dellswarm" will der
Computerhersteller Dell gemeinsam
mit Partner Intel Kunden dazu anregen, zusammen einzukaufen – die
Computer werden günstiger, je mehr
Menschen in einer Gruppe sie kaufen. Um den vergünstigten Preis zu
erhalten, suchen sich Interessenten
auf der Seite Dellswarm.com ein
Angebot aus und eröffnen einen
Schwarm. Je mehr Leute sich diesem
anschließen, desto günstiger wird
das Produkt für sie. Das "Dell Studio
15" kostest regulär beispielsweise
1.548 Dollar; eine Gruppe von 29
Teilnehmern erhält es zu vergünstigten 1.009 Dollar. Bei diesem Preis
kann es der Hersteller getrost den
Kunden überlassen, ihre Freunde
zum Kauf zu überreden.
Gezielt nach Rabatten in der Nachbarschaft
suchen – auf Allesnebenan.de.
Initiator: Deutsche Post AG,
Deutschland
launcht die Deutsche Post einen
Service, der auch als iPhone-Applikation erhältlich ist und der dem
Verbraucher die Möglichkeit bietet,
gezielt auf der Homepage nach Produkten und Angeboten in der lokalen Umgebung zu suchen. Dabei
kann der Verbraucher das gewünschte Produkt über eine Suchleiste
recherchieren und sich Profile der
Geschäfte in seiner Nähe direkt anzeigen lassen, die den gewünschten
Artikel führen. Für Geschäftsinhaber
bietet die Webseite ein einfaches
Tool, mit dem Sie Online-Profile
erstellen können, um so gezielt mit
lokaler Online-Werbung, wie zum
Beispiel Coupon-Aktionen, Kunden
anzusprechen.
Welches hätten Sie denn gerne? GoogleBücher ab sofort auch als Print.
Initiator: Google Inc., USA
Die virtuelle Bibliothek von Google
Books soll jetzt auch in der Realität
fassbar werden. In Zusammenarbeit
mit dem New Yorker Unternehmen
„On Demand Books“ gibt Google die
über zwei Millionen verschiedenen
Werke zum Druck frei. Jeder Nutzer,
der in Zukunft eines der bei Google gefundenen Bücher in gedruckter
und gebundener Form lesen will,
kann einfach ein Exemplar bestellen.
Hyperlokales Post-Portal Google-Bücher
Mit der Internet-Seite Allesnebenan.de „on-demand“
Schwarm-Shopping
Mit dem Social-Shopping-Tool von Zugara
jetzt online Klamotten anprobieren.
Initiator: Zugara Inc., USA
Die Interactive Media-Agentur Zugara hat durch die Kombination
von Augmented Reality und Motion
Capturing eine völlig neue Art des
Social-Shoppings entwickelt: Ihre
Technik ermöglicht es, mit der eigenen Webcam auszuprobieren, wie
verschiedene Kleidungsstücke angezogen aussehen würden; diese Bilder
lassen sich in Echtzeit mit anderen
Nutzern und Freunden aus sozialen
Netzwerken teilen. Die Freunde können Vorschläge unterbreiten und bei
der Auswahl helfen.
Social-Shopping-Room
04.
Mehr über die globale Entstehung und Verbreitung von Trends erfahren Sie von Nils Müller, Geschäftsführer von TrendONE, im Hamburg@work-Videopodcast
in der Mediengalerie unter www.hamburg-media.net.
In Zusammenarbeit mit
dem TrendforschungsUnternehmen TrendONE
präsentiert ALWAYS ON
regelmäßig die weltweit
neuesten und vielversprechendsten Trends
aus der digitalen
Szene. In dieser Ausgabe liegt der Fokus
auf Micro-Trends der
E-Commerce- und
Social-CommerceBranche.
03.
02.
01.
TRENDS
5
GAMECITY
Farbflut Entertainment
„Pennergame und die Realität
sind jedoch zweierlei“
In dem Browserspiel Pennergame.de müssen die Spieler Sind Ihnen nie moralische Bedenken bei der Entwickeine virtuelle Figur vom Obdachlosen zum Schlossbesitzer lung zu diesem Spiel gekommen?
Auf Hamburgs Straßen wird man regelmäßig mit dem
aufsteigen lassen. Die Köpfe hinter diesem Spiel sind die
Thema Obdachlosigkeit konfrontiert. Pennergame
Gründer und Geschäftsführer von Farbflut Entertainment –
und die Realität sind jedoch zweierlei. Seit dem Start
vor zwei Jahren unterstützen wir mit einem Teil unsedie 20 Jahre alten Marius Follert und Niels Wildung.
rer Einnahmen Obdachlosenorganisationen. An den
ALWAYS ON sprach mit Marius Follert über moralische
regelmäßigen Spendenaktionen, die über die unabhänBedenken bei der Spieleentwicklung und seine
gige Online-Stiftung Betterplace.org laufen, beteiligen
Zukunftspläne mit Farbflut Entertainment.
sich auch die Pennergame-Spieler in hohem Maß. Damit machen wir nicht nur auf das Thema Obdachlosigkeit aufmerksam, sondern animieren Menschen, sich
aktiv für sozial Schwächere einzusetzen. Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat Farbflut
ausdrücklich für sein soziales Engagement gelobt.
Der Erfolg scheint Ihnen Recht zu geben, aktuell ist
Pennergame Deutschlands größtes Online-Spiel mit 1,6
Millionen aktiven Nutzern in Deutschland (weltweit
über drei Mio.) und zwei Milliarden Page Impressions
im Monat. Wieso zieht das Spiel so viele Menschen an?
Es ist uns gelungen, das klassische Spielkonzept „Aufbauspiel“ in einen neuen und aktuellen Kontext zu
setzen. Durch die Themen Armut und Obdachlosigkeit hebt sich Pennergame von der Masse der Spiele ab,
die hauptsächlich im Mittelalter angesiedelt sind oder
die Entdeckung des Weltraums thematisieren. Zudem
ist Pennergame.de so angelegt, dass es mit Freunden
und Bekannten gespielt werden kann. Durch die Etablierung von Community-Elementen gewinnt Pennergame an Spieltiefe und an Viralität.
Herr Follert, Pennergame ist aktuell Deutschlands größtes OnlineSpiel. Auch im Ausland ist das Browserspiel sehr erfolgreich. Vor einigen Wochen wurde die französische Version Clodogame im Nachbarland gelauncht. Begleitet wurde die Einführung von Protesten sozialer
Einrichtungen wie dem Roten Kreuz. Können Sie diese Proteste verstehen und wie sind Sie diesen begegnet?
Wie in Deutschland sind auch die Meinungen im Ausland geteilt.
Mit Lob und Kritik setzen wir uns selbstverständlich auseinander.
Wir sind uns darüber bewusst, dass wir eine sensible Thematik aufgreifen und dass Obdachlosigkeit eine gesellschaftspolitische Herausforderung ist. Pennergame ist eine satirische Überzeichnung
dieser Realität in Form eines Spiels und kein Abbild der Wirklichkeit. Wie unabhängige Psychologen bestätigen, erkennen die Spieler
die Satire und werden für das Thema sensibilisiert. Dies wird
auch durch das Spendenengagement der Spieler für Obdachlose
unterstrichen.
6
Die Farbflut Entertainment GmbH beschäftigt aktuell 20
Mitarbeiter. Was sind Ihre Unternehmenspläne? Wird es
noch weitere Spiele mit einem anderen Fokus geben?
Mit ICS haben wir keine klassische Beteiligungsgesellschaft an unserer Seite, sondern sehr erfahrene Internet-Unternehmer. Wir sind sehr froh über diese strategische und operative Unterstützung beim Aufbau von
Farbflut. Um dem starken Wachstum gerecht zu werden, stellen wir in den nächsten Monaten rund 15 weitere Mitarbeiter für die Bereiche Entwicklung, Community-Management und Marketing ein. Natürlich
wird es in naher Zukunft auch weitere Browserspiele
aus dem Hause Farbflut geben. Das nächste ist bereits
in der Vorbereitung und geht voraussichtlich Anfang
des nächsten Jahres online.
www.pennergame.de
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
GAMECITY
Bigpoint
Das teuerste Browsergame der Welt
Mehr als eine Million Euro investiert Bigpoint in sein Action-Spiel „Poisonville“.
Der Hamburger Spiele-Entwickler und -Publisher Bigpoint
investiert kräftig in die Zukunft: Für die Entwicklung des
neuen Browsergames „Poisonville“, das den Nutzer direkt
und ohne Download in das amerikanische Gangstermilieu
entführt, brachte das Unternehmen über eine Million Euro
auf. Mehr als anderthalb Jahre waren 30 Spielprogrammierer und Gamedesigner mit „Poisonville“ beschäftigt. Zur
Darstellung der Animationen wurde das von Konsolenspielen bekannte Motion-Capturing-Verfahren mit realen
Schauspielern erstmals in einem Browsergame eingesetzt.
Entstanden ist laut Unternehmen eine komplette 3D-Welt
auf Konsolen-Niveau, die neue Maßstäbe setzen soll. Der
Start der Poisonville-Vollversion ist für das erste Quartal
2010 geplant. Wie alle anderen Spiele auf Bigpoint.com
wird auch Poisonville kostenlos zu spielen sein. Mit einem
Umsatzwachstum von gut 4.000 Prozent in den letzten fünf
Jahren ist Bigpoint kürzlich beim „Deloitte Technology Fast
50“-Award ausgezeichnet worden.
www.bigpoint.com
GAN Game Ad Net
Kickern 2.0: Neues Spielfeld für digitale
Werbung und Unterhaltung
Einst gehörte der Kickertisch zur Grundausstattung jeder anständigen
Kneipe. In den 90ern des vergangenen Jahrtausends wurde er dann mehr
und mehr von den Videokonsolen verdrängt und fristet seitdem sein Retro-Dasein. Doch jetzt kommt er zurück: Aufgepimpt mit allem, was die
Digital Natives von so einem Spiel erwarten! Mit dem „etable-soccer“Tisch präsentieren die Hamburger Spezialisten für Kommunikation im
Kontext digitaler Unterhaltung von GAN Game Ad Net GmbH erstmals
einen digitalen Kickertisch, der die klassische
Handgriffsteuerung und das gewohnte
Handling des klassischen Tischfußballs mit dem Konsolen-Feeling
auf einem LCD-Monitor verbindet. Für Werbetreibende
bieten die technischen
Neuerungen neue
Möglichkeiten, das
lieb gewonnene Kickerkasten-Flair zur effektiven und erlebnisorientierten Kommunikation
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
am POS zu nutzen. Von dynamischen Zwischensequenzen über Bandenwerbung bis zum Trikotsponsoring – die
digitale Kicker-Variante ist dynamisch und kann so an
die unterschiedlichen Marketingbedürfnisse angepasst
werden.
www.gan-online.com
7
NEWTV
Digitalfilmcamp
Kann man damit auch
Geld verdienen?
Am 2. Oktober war das Digitalfilmcamp aus Berlin zu
Gast und entfachte spannende Debatten über die Zukunft
des Films im Web. Hamburg@work war als Partner dabei.
D
ie ALWAYS ON sprach mit dem Gründer und Veranstalter Simon Chappuzeau über das BarCamp-Format, neue
Wege der Filmdistribution im Web und natürlich darüber,
wie das Digitalfilmcamp in Hamburg angekommen ist.
Wie sind Sie auf die Idee des Digitalfilmcamps gekommen?
Ich war im Frühjahr auf Berlins drittem BarCamp für
die Techszene und fand die Konferenzform, die so
genannte „un-conference“, sehr ansprechend, weil man
gut mit Leuten ins Gespräch kommt und gleichzeitig
viel fachliches Wissen bekommen kann. Auf dem
dann folgenden Community Camp habe ich dann
tapfer auch meine erste, spontane Session gehalten
und war begeistert, mich mit Leuten, die an gleichen
Problemen arbeiten, auszutauschen.
Welche Themen wurden beim Hamburger Digitalfilmcamp am heißesten diskutiert?
Ganz klar, das Thema Geldverdienen spielte eine wichtige Rolle. Die Filmemacher sind es von früher gewohnt, dass sie nur einen Produzenten finden müssen,
der ihnen das Projekt im Auftrag finanziert. Um die
ganze Kommunikation, Vermarktung und das Publikum mussten sich die Kreativen wenig kümmern.
Heute ist das immer weniger möglich, weil Sender und
Kinos Zuschauer verlieren, und daher nicht mehr so
werthaltig verkaufen können. Daher wollen die meisten Filmemacher wissen, wo sie zukünftig Geld verdienen können.
Simon Chappuzeau,
Gründer des Digitalfilmcamps
Was können Filmemacher von der Web 2.0-Szene lernen,
die sich in der Regel auf solchen BarCamps trifft?
Offenheit im Gespräch mit Kollegen, Flexibilität und
vor allem die Bereitschaft, neue Geschäftsmodelle auszuprobieren.
Welche neuen Wege bietet das Internet den Filmschaffenden Ihre Geschichten im Netz zu verbreiten? Lässt
sich damit denn auch Geld verdienen?
Das ist die große Frage, die alle Filmemacher bewegt.
Wenn man sich von der Idee befreit, dass Film nur
das ist, was auf 35 mm auf der großen Leinwand oder
im Fernsehen läuft, gibt es viele Ansätze, mit filmischen Formaten im Internet Geld zu verdienen.
Wenn man bereit ist, sich mit Markenartiklern einzulassen, gibt es schon diverse Beispiele von Webisodes, die die neuen Wasser schon mal getestet
haben. Eine einzige Patentantwort hat wohl noch
niemand, aber gemeinsam können wir Erfahrungswerte austauschen und Wege entdecken, wie es zukünftig gehen kann.
Ihre Einschätzung als Hauptstädter – Hamburg oder Berlin: Welche Filmszene liegt in digitaler Hinsicht vorne?
Im Vergleich zu Berlin war ich positiv überrascht,
wie innovativ und wirtschaftlich solide in der Hansestadt über neue, digitale Formen nachgedacht wird.
Da scheint es mir fast als ein Vorteil, wenn die Kinoproduktion sich schwerpunktmäßig nach Berlin verzogen hat, weil nun Platz da ist, auf einer viel kleineren, zeitgemäßeren Form das filmische Erzählen im
Internet zu erforschen und zu monetarisieren. Was
mich aber besonders begeistert hat an den Hamburgern (ich bin auch ein gebürtiger!), waren der Dialog
zwischen allen Teilnehmern, egal ob frisch auf der
Filmschule oder schon etablierter Produzent. Aus
so einer offenen Gesprächsatmosphäre entstehen
großartige Projekte. Ich bin gespannt!
www.digitalfilmcamp.de
8
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
NEWTV
Immo TV
Yavido
Filmreifer Auftritt für Immobilien
Yavido setzt auf neues
Programm und neue Nutzer
Online-Videos spielen in der Immobilenbranche eine zunehmend wichtige
Rolle, um Haus- oder Wohnungsangebote zeitgemäß zu präsentieren. Eine
entsprechende Plattform
bietet seit dem 1. August
2009 der neue Web TVSender Immo TV der Hamburger NewMediaGroup.
Hier haben private und gewerbliche Immobilienanbieter künftig die Möglichkeit, eigene oder von Immo
TV produzierte Immobilienfilme, Werbespots oder
Imagevideos auszustrahlen. Neben weiteren Inhalten wie Bauprojektdokumentationen oder Messebeiträgen bietet das Programm unter www.immo-24.tv auch erstmals die Live-Übertragung von Objekt-Besichtigungen
im Internet. Fragen zur Immobilie können die Zuschauer dabei direkt über
den Immo TV-Moderator an den Makler stellen. Angeschlossen ist zudem
ein eigenes Immobilienportal, in dem die Objekte angeboten werden können. Aus den eingestellten Bildern wird mit einem Foto-Film-Generator
automatisch ein Video erstellt, das ebenfalls ins Programm von Immo TV
integriert werden kann.
Der digitale Musiksender Yavido Urban Music Network
der Euro Fernsehproduktions- und Betriebs AG aus
Hamburg legt in Sachen Zuschauerzahlen zu: Sowohl bei
der TV-Reichweite als auch bei den Nutzerzahlen des
IPTV- und Web TV-Angebots verzeichnet Yavido deutliche Zuwächse. Hierfür ist nicht zuletzt der jüngste Ausbau des Programmangebots mitverantwortlich: Sechs
neue Urban-Music-Formate bieten den Zuschauern seit
August 2009 eine neue Musikvielfalt. Auf dem YavidoProgrammplan stehen außerdem Shows, Konzert-Specials, Live-Mitschnitte und exklusive Künstlerkooperationen. So wählte beispielsweise Rap-Star Bushido vor
kurzem den digitalen Musiksender für die exklusive Video-Premiere seines neuesten Songs aus. Ein Best-of von
Yavido wird seit diesem Sommer auch online bei Sevenload.de gestreamt. Damit hat der Sender seine technische
Verfügbarkeit neben Digitalfernsehen, IPTV, Web TV
und Handyportal ausgeweitet.
www.immo-24.tv
www.yavido.de
SIMPLY CLEVER
ZUR ABWECHSLUNG HIER MAL
EIN OFFLINE-DIENST.
ŠkodaAuto. Partner und Shuttle-Service von Hamburg@work, der bundesweit größten Initiative für Medien, IT und Telekommunikation. Denn auch die digitale Wirtschaft braucht reale Werte, auf die sie sich verlassen kann. Erfahren Sie mehr bei einer Probefahrt. Informationen
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Ausstattung
bzw. optional.
| 2009
ALWAYSmodellabhängig
ON | 12 | NOVEMBER
9
WEBCITY
scoopcamp 2009
„Daten, Daten, Daten“
Keynote-Speaker Ulrich Hegge, ehemaliger Geschäftsführer von wunderloop
und nun Managing Director des Media Innovation Labs von Hubert Burda
Media in München, blickt auf das scoopcamp 2009 zurück.
Ist der anvisierte Austausch zwischen der Web 2.0-Szene und den klassischen Medienunternehmen auf dem scoopcamp 2009 geglückt?
Zu einem großen Teil ja, auch wenn nicht alle „typischen“ Vertreter
der Web 2.0-Szene da waren. Was noch fehlte, war ein stärkerer technischer Bereich. Technologie spielt eine Schlüsselrolle für Medien.
Aus der Web 2.0-Ecke kommen sehr spannende Entwicklungen, die
das nächste Mal mehr Platz bekommen sollten.
Ihre Einschätzung: Sind die Verlage gut für die digitale Zukunft
gerüstet?
Nur teilweise. Die digitale Distribution von Inhalten, und die über
das Netz möglichen und notwendigen Geschäftsmodelle sind erst
einmal weit weg vom klassischen Geschäft – und das hat nach wie
vor seine Berechtigung. Auf der anderen Seite ist zu beobachten,
dass eine neue Generation in den Verlagen jetzt einen neuen Anlauf startet, die unzweifelhaft vorhandenen Stärken der Verlage, das
heißt ihre Marken und Inhalte, im digitalen Kontext noch einmal
neu zu denken. Und das wird in den kommenden zwei bis drei
Jahren noch einmal sehr spannend.
In letzter Zeit wird viel über Paid Content diskutiert – werden Medienportale dahin zurückkehren, für ihre Inhalte Geld zu verlangen?
Sicher ist, dass für bestimmte Inhalte eine Vergütung verlangt werden wird. Aber dass zum Beispiel flächendeckend Micro-Payments
für Inhalte eingeführt werden, die woanders frei erhältlich sind und
bezahlt werden müssen, bevor man weiß, ob sie den Erwartungen
entsprechen, das glaube ich persönlich nicht.
Was wird Ihrer Meinung nach der nächste große Internet-Trend im Nachrichtenbereich?
Daten, Daten, Daten. Die Einbindung von Daten in
Nachrichtenportale in einer Form, die im Print nicht
möglich ist, wird die Art der Informationsvermittlung noch einmal gründlich ändern.
Und: Echtzeit. Wer es schafft, in Echtzeit Nachrichten zu strukturieren, zu filtern und in einen Kontext
zu setzen, wird sehr spannende Angebote machen
können.
Auf dem scoopcamp von Hamburg@work und der dpa kamen am 17. und 18. September rund 200 Vertreter der alten
und neuen Medien zusammen und diskutierten kontrovers
über die neusten Entwicklungen und Trends der Branche.
Bestimmende Themen waren Hyperlokalität, Daten- und
Bürgerjournalismus sowie die Frage nach neuen Erlösmodellen für Nachrichtensites.
Lassen Sie das scoopcamp 2009 mit dem Videopodcast
von Hamburg@work mit Statements der wichtigsten
Köpfe in unserer Mediengalerie auf www.hamburgmedia.net Revue passieren. Weitere Videointerviews
finden Sie auch auf www.scoopcamp.de
HAW Hamburg
Hamburger erforschen das Internet der Zukunft
Die HAW Hamburg bekommt als bundesweit einzige Fachhochschule einen Förderungszuschlag
von der Initiative Germany Laboratories.
Das heutige Internet – vor mehr als 30 Jahren erfunden – verbindet Millionen von Programmen, die alle über das gemeinsame Internet Protokoll (IP) miteinander kommunizieren. Die wachsende Vielfalt neuer
Protokolle und Dienste wie IPv6, Mobilität und Gruppenkommunikation macht einen protokollneutralen Einsatz der Schnittstellen für die
Anwendungsentwickler zunehmend komplexer. Applikationen sind damit fehleranfälliger geworden. Und so werden neue Anwendungen oft
lieber unflexibel und mit geringer Servicequalität entwickelt, um spätere
Risiken im Netzwerkbetrieb zu vermeiden. Die Informatiker der HAW
10
Hamburg arbeiten an der Entwicklung einer Technologie
names HAMcast (Hybrid Adaptive Mobile Multicast), die
das Internet zukunftssicher machen soll. Hierfür haben
sie jetzt von der Initiative Germany Laboratories (G-Lab)
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Fördergelder in Höhe von über einer halben Million
Euro zugesprochen bekommen.
www.hamcast.realmv6.org
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
WEBCITY
Moodmixer GmbH
Long Tail und Nischenprodukte im Visier
Mit dem „Dynamic Slider“ setzt Moodmixer neue Akzente.
Bewegte Bilder ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Speziell für E-Commerce-Unternehmen hat die Hamburger Moodmixer GmbH deshalb mit
dem „Dynamic Slider“ eine Flash-Applikation entwickelt, bei der immer neue Produktbilder, -namen und -preise rotierend
angezeigt werden. Bewegt man den Mauszeiger über ein Produkt, zeigt der Slider
zusätzliche Informationen an und beim
Klick auf das Produkt führt ein Deeplink
direkt auf die Produktseite des jeweiligen
Anbieters.
Zählten bisher eher Online-Shops und Portale zu den Kunden, arbeitet Moodmixer
jetzt mit zanox das erste Mal mit einem
Kerstin Laveatz,
Affiliate-Netzwerk zusammen. „zanox ist
Geschäftsführerin Moodmixer
das erste Affiliate-Netzwerk, dessen Produktdatenbank wir angebunden haben“, erklärt Moodmixer-Geschäftsführerin Kerstin Laveatz. Moodmixer plant für die Zukunft, weitere
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
Affiliate-Netzwerke anzubinden und die Slider in unterschiedlichsten Formaten und Designs anzubieten. „Wir
hoffen, mit dem ,Dynamic Slider‘ eine Antwort auf das
Problem der Vermarktung des Long Tails* anzubieten.
Jetzt können auch Nischenprodukte mit wenig Aufwand
kostengünstig beworben werden“, ergänzt Laveatz.
www.dynamic-slider.com
* Mehr dazu auch in der aktuellen Studie „Nischenartikel – Wachstumstreiber für den Versandhandel?“
von Professor Dr. Hans-Christian Riekhof von der
Privaten Fachhochschule Göttingen – jetzt online auf
der Startseite von www.hamburg-media.net.
11
PORTRÄT
Sandra Harzer-Kux –
Ein Leben in Bewegung
Als Film-Produzentin arbeitete Sandra Harzer-Kux mit Größen des
Geschäfts wie Fatih Akin zusammen. Heute begleitet sie
als Leiterin Audio- und Bewegtbildentwicklung den Wandel
von Gruner+Jahr vom Verlags- zum Medienhaus.
A
ngefangen hat die Karriere der gebürtigen Schwäbin mit ihrem Jurastudium in Hamburg, das sie mit dem so
genannten „Freischuss“ bereits nach acht
Semestern und dem Ersten Staatsexamen
abschloss. Mit dem Fokus auf Medienund Urheberrecht legte sie den Grundstein für ihre anschließende Laufbahn
in der Branche. Nach Lehrjahren in der
Kanzlei Unverzagt von Have, die zahlreiche Klienten aus dem Filmgeschäft betreut, wechselte sie schon bald die Seiten,
um „nicht bloß Mittler eines Vertrages zu
sein“. Sie habe schon immer gerne „selbst
gestalten wollen“, erklärt die 37-Jährige
ihre Abkehr von der reinen Juristerei.
Auf dem roten Teppich mit Akin
Ihre Kenntnisse in Rechtsfragen halfen ihr
allerdings schon bald, in verantwortungsvolle Positionen aufzusteigen. So übernahm
sie bei der Produktionsfirma Wüste Film
1998 die „Legal & Business Affairs“. Dort
lernte sie auch Fatih Akin – Hamburgs
sicherlich berühmtesten Filmemacher der
Harzer-Kux Privat
Name:
Sandra Harzer-Kux
Geboren:
11. November 1972
Familie:
verheiratet, 1 Kind
Hamburg Index
12
Freizeit:
Reisen, Filme, Filmfestivals
Gaumenfreuden:
Café Paris
Drinks:
Rotwein
Lieblingsecken:
Hohwacht an der Ostsee
letzten Jahre – kennen, mit dem sie später als Produzentin „Crossing the
Bridge – The Sound of Istanbul“ realisierte. Es folgten als Geschäftsführerin der Ponton Intelligent Media einige Kundenprojekte und Experimente in Sachen digitales Bewegtbild, von denen sie „noch heute profitiert“. Ponton betreute damals Entwicklungsprojekte, in denen es schon
sehr früh – zu einer Zeit, in der das Internet noch in den Kinderschuhen
steckte – um Themen wie „vernetztes Lernen“ oder „nicht-lineares Erzählen“ in interaktiven Medien ging.
Mit einem kleinen Team der Ponton Intelligent Media machte sich
Harzer-Kux schließlich selbstständig und gründete 2002 die Firma
intervista Digital Media. Tatsächlich war das ein sehr mutiger Schritt,
denn gerade war die Dotcom-Blase geplatzt. Aber das schlüssige Konzept, das sowohl auf klassische Filmproduktion sowie auf neue digitale
Formate setzte, bewährte sich.
Sprung in den Verlag
Dass sie auf ihrem Terrain wirklich „ganze Arbeit“ leistete, blieb auch
Gruner+Jahr nicht verborgen. Als der Konzern im Jahre 2007 jemanden
suchte, der verlagsübergreifend die Entwicklungen im Bereich digitales
Bewegtbild vorantreibt, kam es zu Gesprächen. Nach kurzer Bedenkzeit
sagte Harzer-Kux zu, weil sie die Vorstellung faszinierend fand, „den
Wandel von einem Verlags- zu einem Medienhaus zu begleiten und
voranzutreiben.“ Eine der ersten Aufgaben bestand darin, eine komplette Produktionsinfrastruktur samt Studios, Schnittplätzen und Sprecherkabinen „inhouse“ aufzubauen. Seitdem hat sie im wahrsten Sinne
des Wortes viel bewegt – und allem Gerede von Medienkrise zum Trotz
sieht sie ihren Arbeitgeber gut für die Zukunft gerüstet: „Gruner+Jahr
hat starke Marken – und die wird man auch in der digitalen Welt weiter
brauchen.“ Seit kurzem ist Harzer-Kux als Leiterin Video auch für das
wachsende Geschäftsfeld Corporate Editors zuständig.
Beim analogen Medium Film gestartet, steht Harzer-Kux nun mit
beiden Beinen in der digitalen Welt. Trotzdem geht sie weiterhin von
Herzen gern ins Kino. Überhaupt schaut sie gerne über den Tellerrand
ihres Jobs hinaus. So sitzt sie dieses Jahr das erste Mal in der Jury des
Webfuture Awards von Hamburg@work und engagiert sich in der Fachgruppe newTV. Positiv fällt ihr Urteil zum Standort Hamburg aus: „Die
neuen und alten Medien arbeiten hier sehr kreativ zusammen. An dieser
Schnittstelle entstehen zukunftsträchtige Projekte.“
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
PRO & CONTRA
ALWAYS ON fragt bei den Experten der Digitalen Wirtschaft nach
Sind die Behauptungen aus dem
Internet-Manifest richtig?
Im September veröffentlichte eine Gruppe von 15 bekannten Bloggern das Internet-Manifest
„Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.“ Das Manifest wurde in der Medien-Branche
als direkte Reaktion auf die „Hamburger Erklärung“ verstanden (vgl. ALWAYS ON Nr. 11*).
PRO
Peter Stawowy,
Medienberater und
Mitverfasser des
Internet-Manifests
Unkenntnis und Polemik, Angst und einseitige Lobbyarbeit – das sind die Faktoren, die bislang die Diskussion
um die Zukunft des Journalismus in Deutschland bestimmt haben. Da springt der große Vorsitzende einer Journalistengewerkschaft für die Urheberrechte der Verlage in die Bresche,
obwohl er sich besser mit den ausgehöhlten Urheberrechten seiner
Mitglieder befassen sollte. Da erklären deutsche Verleger die Suchmaschine Google mal eben zum „Inbegriff des Bösen“ – und ignorieren, dass sie selbst entschieden haben, ihre Inhalte kostenlos ins
Netz zu stellen. Und die ersten Politiker legen bei der Gelegenheit
gleich nach und fordern einen Internet-Ausweis, um den „Rufschändern“ im Internet das Handwerk legen zu können.
Stefan Niggemeier hat es in seinem Blogeintrag „Das Manifest, das
Wozu und Danach“ treffend beschrieben: Das Manifest ist als Gegenposition gedacht zu jenen, die immer wieder und immer lauter
zur Rettung des „Publizierens auf Papier aufrufen statt zur Rettung
des Journalismus“. Und es soll all jene ins Grübeln bringen, die das
Internet nur auf „Diebe, Rufmörder, Kinderschänder“ reduzieren.
Sicher, das sich verändernde Nutzungsverhalten der Konsumenten
ist eine reale Bedrohung für gewachsene und über Jahre eingefahrene Strukturen. Es ist aber nicht der Journalismus, der durch das
Internet am Ende ist – es ist das klassische Geschäftsfeld des traditionellen Zeitungs- und Verlagshauses, dem die Puste ausgeht.
Der Journalismus steht erst am Anfang. Er muss sich endlich den
neuen Kommunikationsmöglichkeiten anpassen. Es mag sein, dass
dem einen oder anderen digitalen Ureinwohner die 17 Behauptungen nicht weit genug gehen. Häufig war zu lesen, es fehle dem
Manifest an Visionen. Oder konkreten Lösungen, wie denn nun in
Zukunft mit Journalismus Geld verdient werden soll. Die Antworten gerade auf diese Frage muss tatsächlich gefunden werden – sie
sollte aber auf einer realistischen Betrachtung des Internets, seiner
Möglichkeiten und seiner Grenzen, gefunden werden.
Nicht auf Basis von Polemik und oder Unkenntnis.
Gleich vorweg: Es ist überfällig, den Online-Journalismus zu diskutieren, daher ist das Internet-Manifest unbedingt zu begrüßen. Journalismus verändert sich, und
es wird Zeit, Chancen und Bedingungen zu benennen. Das Manifest regt dazu an, wenn auch zunächst durch Widerspruch und
Kritik. Schon der Untertitel „Wie Journalismus heute funktioniert“
führt in die Irre, denn es geht im Manifest nicht darum, die vielfältigen Möglichkeiten des Internets für
den Journalismus fruchtbar und wirksam zu machen. Die dazu notwendige Professionalisierung wird
hier nicht gebührend betrachtet. So heißt es, dass
„Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen.“ Das gilt für den
„Bürger“, verkennt aber die ureigentliche Aufgabe
des Redakteurs, diese Menge an Informationen zu
filtern. Journalismus geht nicht über Suchmaschinen, vor allem ersetzen Suchmaschinen keinen Journalismus. Sicher ist der freie Zugang zu Informationen aller Art ein unglaublicher Gewinn. Er ersetzt
aber eben nicht die Funktion der Medien. Im Gegenteil: Gerade die Informationsflut birgt Fallen und
erfordert neue Kenntnisse. Das ist der Schwachpunkt: Die Frage, welche Bedingungen an modernen
Journalismus gestellt werden müssten und von den
„klassischen“ Medien in Bezug auf das Internet nicht
erfüllt werden, wird nicht ausreichend berührt.
Die wichtigste Frage bleibt somit offen: Was ist denn
eigentlich Online-Journalismus und welche Aufgaben wird er in Zukunft haben?
Nein, Antworten liefert das Manifest nicht. Aber
es ist eine Grundlage. Die erste ernstzunehmende.
Zerpflücken wir sie, um sie zum Wachsen zu bringen – denn so funktioniert
das Internet!
Hagen Pietzcker,
Chefredakteur des
Online-Magazins
Politik.de
CONTRA
*Die letzten Ausgaben der ALWAYS ON stehen in der Mediengalerie unter www.hamburg-media.net zum Download bereit.
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TITEL
Startups blasen mit maßgeschneiderten Hemden und Herzschlag-Auktionen
zum Angriff auf die großen Player der Branche.
Trotz der Krise blickt die
E-Commerce-Branche
optimistisch in die Zukunft.
Und obwohl es online schon
fast alles gibt, was man auch
offline kaufen kann, entwickeln
findige Gründer nach wie vor
innovative Konzepte für den
Handel über das Netz.
Drei-zwei-eins – „Sie sind entlassen.“ In Dreilinden bei Berlin, dem zweitgrößten europäischen Standort des Internet-Auktionshauses eBay, müssen 400 von
1.000 Mitarbeitern gehen. Wie Anfang Oktober bekannt wurde, wird auch das kanadische
Büro in Vancouver geschlossen. Der weltweite Online-Marktplatz, der nach eigenen Angaben mehr als 88 Millionen aktive Nutzer hat, wirkt im Krisenjahr 2009 angezählt. Gleiches gilt für den Versandhandel Neckermann. Dessen Online-Tochter Neckermann.de gab
gerade einen Stellenabbau von 175 Vollzeitstellen bekannt.
Die Krise hat die E-Commerce-Branche erreicht. Doch nicht nur beim Auktions- und
beim Versandriesen muss man sich die Frage stellen, wie einkaufsfreudig die Deutschen in Zukunft sein werden – und was das für Folgen für die Umsätze 2010 haben
wird. Noch konsumieren die Deutschen laut einer Untersuchung der Beratung Alix
Partners unbeeindruckt von der Finanz- und Wirtschaftskrise. 2010, wenn viele Kurzarbeitsregelungen auslaufen und die Arbeitslosigkeit in Deutschland wohl steigen wird,
könnte sich das ändern.
Geht dann das Sterben der Internet-Händler wieder los? Mit dem britischen Designermode-Händler Boo.com brach im Mai 2000 das erste bedeutende Internet-Unternehmen in
Europa zusammen. Die Dotcom-Blase platzte, es begann das Sterben der Online-Shops.
Im Herbst 2001 übertraf die Zahl der Startup-Pleiten erstmals die der Neugründungen.
Rund 60 Unternehmen pro Monat mussten den Gang zum Amtsgericht antreten, binnen
zweier Jahre gingen 350 Internet- und E-Commerce-Unternehmen in die Insolvenz. Versandriesen wie Otto oder Quelle nahmen den Platz der gestürzten Newcomer ein und
rissen zusammen mit den Aufsteigern, die wie Amazon oder eBay überlebt hatten, das
Online-Geschäft an sich.
Ein zweites Dotcom-Sterben?
Die
E-Commerce-Firmen stehen heute auf festerem Boden
als noch im Jahr 2001. „Bei Platzen der Dotcom-Blase waren sehr viel weni-
Eine ähnliche Entwicklung ist heute allerdings nicht zu erwarten, sagen Experten.
ger Nutzer online als heute, und die Menschen, die online waren, nutzten das Netz längst
nicht so intensiv wie heute“, sagt Moritz Koch, Managing Director bei next commerce, der
E-Commerce-Tochter der Internet-Agentur SinnerSchrader. „Der Markt ist daher viel größer geworden, und die Menschen sind zudem viel eher als früher bereit, online Transaktionen durchzuführen.“
Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. geht davon aus, dass der OnlineUmsatz mit Waren in diesem Jahr um 15 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro zulegt.
Der Online-Anteil am gesamten Versandhandel überschreitet damit die 50-Prozent-Marke.
Online ist Mainstream. Das ist etwa beim Outdoor-Anbieter Globetrotter zu beobachten.
Globetrotter gehört zu den Online-Shopping-Pionieren. Seit das Unternehmen 1996 die erste Domain für eine Internet-Seite anmeldete, gibt es für die Umsätze, die mit dem Verkauf
von Zelten, Jacken und oder Schlafsäcken online generiert werden, nur eine Richtung: aufwärts. 45 Prozent der 205 Millionen Euro Jahresumsatz kommen aus dem Versandhandel, 80
Prozent der Versandumsätze, also rund 75 Millionen Euro, werden über den Netzauftritt
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TITEL
gemacht. „Durchschnittlich legen die Online-Kunden bei jedem Einkauf Produkte im
Wert von 160 Euro in den Warenkorb“, sagt Globetrotter-Sprecher Jens Kreklau.
Wenn die Kunden die Taschen zuhalten, leiden in erster Linie die klassischen Katalogversender, und nicht die Internet-Händler. Entsprechend optimistisch blicken
die Shop-Betreiber in die Zukunft: 56,6 Prozent rechnen laut einer Untersuchung
des Payment-Anbieters Paypal mit weiteren Umsatzsteigerungen. Nur 3,8 Prozent
erwarten einen Umsatzrückgang. Sven Schmidt, Gründer der Preisvergleichsplattform Dealjäger aus Hamburg, hält den Optimismus für gerechtfertigt: „Immer mehr Käufer wandern vom Offline- in den Online-Bereich. Auch wir gehen
davon aus, dass die Umsätze im E-Commerce 2009 zweistellig wachsen und die
Entwicklung im nächsten Jahr ähnlich sein wird.“
Es gibt online nichts, was es nicht gibt
Am häufigsten kaufen die Deutschen online Bücher und Zeitschriften, Veranstaltungstickets und Mode. Elektronische Produkte wie Digitalkameras,
Handys und seit neuestem auch Flachbild-Fernseher kommen bei den
Online-Kunden ebenfalls exzellent an. Doch auch fast alles andere, was
es offline gibt, gibt es inzwischen auch im Netz: Von der Gürtelschnalle
über den Golfschläger und die Gemüsekiste vom Biohof bis hin zum
Gebrauchtwagen ist online alles erhältlich, was die Warenwelt zu bieten hat. Selbst Skurrilles wie der Sockenlieferant Blacksocks, der
seinen Kunden im Abonnement mit schwarzen Socken versorgt,
hat seinen Platz in der Online-Handelswelt.
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TITEL
Weil mittlerweile extrem viele Anbieter um die Kunden ringen, wird das Geschäft spezialisierter.
„Wer einfach nur alles verkauft, was es auch anderswo gibt, hat
heute keine Chance mehr“, so Torsten Schnoor, Gründer des Hamburger Preisver-
Sven Schmid,
Dealjäger
Dr. Gottfried Neuhaus,
Neuhaus Partners
Torsten Schnoor,
guenstiger.de
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gleichsportals guenstiger.de. Diesem Trend können sich auch die Online-Größen nicht entziehen. Seit
Anfang Juni hat etwa der Versandhändler Otto seinen neuen Online-Modeshop Yalook beworben,
über den erschwingliche Modemarkenprodukte angeboten werden. Nun ist der Shop für angesagte
Kleidung von Karl Lagerfeld, Diesel oder G-Star online. Neben den Produkten bietet der Shop
einen eigenen Fashion Report, der über aktuelle Trends von Modeexperten und Stylisten berichtet. Ein
so genannter Look-Designer hilft den Kunden, aus den einzelnen Artikeln ein komplettes Outfit
zusammen zu stellen.
Doch obwohl der Markt immer heißer umkämpft ist, inspiriert der Erfolg von Überfliegern wie Amazon noch immer die Gründer. Laut der Handelskammer Hamburg entfallen von bislang fast 2.200 Unternehmensgründungen in diesem Jahr mehr als 660 auf den IT-Sektor. Der Bereich E-Commerce
wächst dabei am stärksten. „Die technischen Hürden, um Online-Shops auszubauen, sind nur noch
minimal“, beobachtet Gottfried Neuhaus, Chef des Risikokapitalgebers Neuhaus Partners. „Deswegen
gibt es im Bereich des E-Commerce aber auch viele Nachahmer.“
Wer etwa eine neue Brille kauft, hat die freie Wahl zwischen Sehshop.de, Sehtraeume.com, Brille24.de,
Brillenshop-online.com, Brille2000.de und seit neustem auch Misterspex.tv. „Es gibt so gut wie nichts,
was es im Internet noch nicht gibt“, sagt Neuhaus. „Wenn jetzt noch jemand einen Shop startet, muss er
eine wirklich ungewöhnliche Idee für den Verkauf selbst oder für ein Warensortiment haben.“
Leicht haben es die Neueinsteiger aber nicht. Wer seinen virtuellen Einkaufswagen durch das Internet
schiebt, setzt laut der Paypal-Studie gerne auf Online-Shops, in denen er selbst schon einmal eingekauft
hat. Nicht mal jeder Dritte ist noch bereit, neue Shops auszuprobieren. „Kleine Händler, die Produkte
verkaufen, die die Großen auch haben, tun sich schwer, gegen starke Marken wie Amazon, Computer
Universe oder Conrad anzukommen“, sagt Torsten Schnoor. „Die Leute sind sogar bereit, mehr Geld zu
bezahlen, wenn sie bei einem Anbieter wie Amazon bestellen.“
Nischenprodukte sind gefragt
Newcomer haben deshalb nur Chancen, wenn sie Nischen besetzen oder völlig neuartige Konzepte für
den Online-Handel entwickelt haben. Ein Trend ist die Personalisierung von
Produkten. Woonio aus Kempten im Allgäu etwa bietet individuelle Tische an. Elf Modelle und
neun verschiedene Farbtöne und Materialien stehen dem Kunden als Basis zur Verfügung. Dazu lassen
sich Einlagen und Farben der Tischfüße auswählen. Aus 48.000 Tischvarianten können die Kunden
ihren Lieblingstisch mit einem 3D-Konfigurator zusammen stellen. Maßgeschneiderte Hemden verspricht indes das neue Berliner Internetportal www.youtailor.de. „Ähnlich wie Amazon den Buchmarkt nachhaltig beeinflusst hat, wird Youtailor die Modebranche prägen“, glaubt Geschäftsführer
Martin Zapart. „Warum sollte sich schließlich jemand mit einem Standardhemd von der Stange zufrieden geben, wenn er für das gleiche Geld ein an seine Persönlichkeit individuell angepasstes Hemd
bekommen kann?“
Auch Spreadshirt aus Leipzig macht sich den Trend zum persönlichen Produkt zu eigen. Im Laufe von
acht Jahren ist aus dem Startup ein Unternehmen mit 300 Mitarbeitern und Zweigstellen in Berlin,
Paris und London geworden. Spreadshirt bietet eine Online-Plattform an, auf der Kunden nicht nur
eigene T-Shirts gestalten und verkaufen können. Kleinunternehmer können dort auch eigene T-ShirtShops aufbauen und in vorhandene Webseiten integrieren. Über das Netz schicken beide Kundengruppen Dateien mit ihren Grafiken und Logos an Spreadshirt, das die Zahlungen abwickelt, die
Produktion und die Auslieferung organisiert. „Erlebnisshopping“ heißt ein weiterer Trend, der derzeit die Branche bewegt. Für die Geschäftsmodelle einiger
neuer eBay-Konkurrenten brauchen die Kunden gute Nerven. Bei Rabattschlacht.de kaufen sie ein
Zeitguthaben und decken dann die verdeckten Preise für begehrte Produkte auf. Je länger sie warten,
desto mehr purzeln die Preise. Doch nur der erste, der den Bestellknopf drückt, bekommt die Ware.
Wer zu lange den Preisen beim Fallen zugeschaut hat, geht leer aus.
Bei Swoopo.de aus München kostet jedes Gebot für Macbooks und Playstations 50 Cent. Jeder dieser
Klicks steigert den Preis der Ware und verlängert die Auktion um bis zu 20 Sekunden. Keiner weiß,
wann die genau zu Ende ist. Am Schluß gewinnt ein glücklicher Shopper die Auktion, alle anderen
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TITEL
verlieren ihre Einsätze. Das Konzept kommt an: 21,7 Millionen Euro Umsatz verbuchte das Unternehmen 2008. Jetzt expandieren die Münchner sogar in die Vereinigten Staaten.
Shopping mit dem gewissen Kick
Nach Ansicht von Rechtsexperten haben viele dieser Geschäftsmodelle mehr mit Glücksspiel als mit
Internet-Shopping zu tun. Insgesamt aber hat die Idee, beim Erlebnisshopping den Online-Einkauf mit
neuen Anreizen zu verbinden, Zukunft, glaubt Moritz Koch. „Die Leute sind dankbar für Impulse“, sagt
er. „Es gibt bisher viel zu wenig Angebote, bei denen potenzielle
Käufer durch inspirierende Elemente und tolle Stories etwas
erleben und dann spontan etwas kaufen, auch wenn sie das gar nicht vorhatten. Hier gibt es für
kreative Köpfe noch viele Möglichkeiten.“
Weiteres Entwicklungspotenzial sieht Koch außerdem in der Entwicklung von bequemeren Bezahlverfahren, bei denen etwa die Banken die Rolle eines Treuhänders übernehmen könnten. „Im Moment
muss der Kunde sich noch immer zu viele Gedanken machen, ob die Kreditkartendaten nicht geklaut
werden oder ob Paypal wirklich sicher ist“, ergänzt er. „Neben der Entscheidung, ob er diesem oder
jenem Händler vertrauen soll, ist das eine weitere Hürde, die einige Online-Einkäufe verhindert.“
Für sinnvoll hält Koch zudem die Entwicklung von Produktsuchmaschinen, die nicht nur Preise und
Warendaten, sondern auch Bilder zur Basis haben. „Vor allem bei Produkten wie Reisen oder Mode, bei
denen man die harten Eigenschaften nicht so gut miteinander vergleichen kann wie die Auflösung und
den Preis einer Digitalkamera, wird die visuelle Darstellung immer wichtiger“, sagt Koch. „Allerdings
sehen wir auch, dass hier viele Shops noch Nachholbedarf haben. Die visuelle Aufbereitung von Produkten wird im nächsten Jahr ein großes Thema sein.“ Bei Globetrotter etwa helfen bereits Erklärvideos
den Kunden, herauszufinden, worauf sie beim Kauf eines Zeltes oder einer Regenjacke achten müssen
oder welche Vorteile ein Daunen- gegenüber einem Kunstfaserschlafsack hat.
Auch Produktbewertungen und Empfehlungen anderer Kunden werden in Zukunft wichtiger. 92 Prozent der Online-Shopper nutzen laut einer Studie von Quelle die Bewertungen und Empfehlungen anderer Käufer zu Informationszwecken. 40 Prozent entscheiden anhand von selbigen. Wie hilfreich die
Kundenbewertungen mittlerweile sind, hat Moritz Koch bereits bei einem eigenen Einkauf erfahren
können: „Ich musste einen Luftentfeuchter besorgen“, sagt er. „Technische Parameter zu vergleichen wie
die Anzahl der Liter Wasser, die so ein Apparat in 24 Stunden aus der Luft zieht, halfen mir da nicht
weiter. Dann habe ich ein paar Reviews auf Amazon gelesen und
Moritz Koch,
next commerce
die Entscheidung getroffen.“
Vorschusslorbeeren für InVideo-Advertising
Wie Bezahlverfahren, Produktsuchen und Angebotsseiten in Zukunft aussehen können, wird in der Branche heftig diskutiert. Konzepte mit besonders viel Potenzial werden in diesem Jahr zum dritten Mal beim
Webfuture Award von Hamburg@work prämiert – einer Auszeichnung für innovative Internet-Geschäftsmodelle. Beworben hierfür hat sich im letzen Jahr auch Dominik Reisig. Der Gründer ist ein Beispiel
dafür, dass es im Bereich des E-Commerce noch immer möglich ist, völlig neue Perspektiven für den
Online-Handel aufzubauen. Sein Startup Cavi Int., das im Hamburger Norden seine Zelte aufgeschlagen
hat, bettet Java-basierte Online-Shops in Videos ein. Wenn etwa die Fans der Musikgruppe Mando Diao
das rote T-Shirt des Sängers cool finden, können sie es, während das Musikvideo der Band in einem Videoportal läuft, käuflich erwerben. Wenn sie mit der Maus über das Videobild wischen, tauchen dezent
kleine Symbole, etwa ein T-Shirt oder eine DVD, im Bild auf. Wenn die Zuschauer auf sie klicken, öffnet
sich ein Fenster, und ein Online-Shop wird sichtbar.
Die Idee kam ihm nach zahllosen Einkaufsbummeln, bei denen er vergebens versuchte, coole
Klamotten aufzutreiben, wie sie zum Beispiel der Hip-Hop-Star Jay-Z in seinen Videos trägt. Nach anderthalbjähriger Entwicklungsarbeit sind die Cavi-Videoshops nun im Einsatz. Plattenfirmen, Videoanbieter,
aber auch Online-Seiten wie Brigitte.de sind begeistert von der neuen Shop-Technik. „Die
Dominik Reisig,
Cavi Int.
Möglichkeiten sind riesig. Wir stehen erst ganz am Anfang und
probieren aus, was funktioniert“, sagt Reisig. Nicht nur das Beispiel InVideo-Adver-
tising zeigt es: Es gibt immer noch viele unentdeckte Möglichkeiten, im Web Geld zu verdienen. Wer Mut
beweist und gute Ideen mitbringt, der kann auch 2010 im E-Commerce durchstarten.
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NEWS
QUU.FM
Vom Radio zum
Social-Web-Stream
Internet-Radio QUU.FM vernetzt sich
über das Web mit seinen Hörern. Selbst
die Moderatoren melden sich spontan
außerhalb der Sendezeit zu Wort.
D
er Hamburger Internet-Radiobetreiber QUU.FM Medien vernetzt
sich mit seinen Hörern: Über Facebook,
Twitter, YouTube & Co. stehen die Macher neuerdings im ständigen Austausch
mit den Nutzern. Die Social-Media-Aktivitäten rund um QUU.FM werden in
der Live-Community unter www.quu.fm
angezeigt. „Außerdem haben wir im Zuge des Relaunchs das Sendeschema, wie
man es von herkömmlichen Radiosendern
kennt, abgeschafft“, erklärt Maik Nöcker,
Head of Program des Senders. „Unsere
Moderatoren wie Michel Friedman oder
Alexa Hennig von Lange haben jetzt die
Von nun an auch über Facebook, Twitter und Co. erreichbar: QUU.FM.
Freiheit, sich zu melden, wenn immer sie etwas zu sagen oder erlebt
haben.“ Bei der Umpositionierung war der neue Gesellschafter Pier314
beteiligt. Zu den Geschäftsführern von Pier314 gehört Boris Rogosch,
ehemaliger Director Entertainment und E-Commerce von AOL. Zukünftig entwickelt QUU.FM als weiteres wirtschaftliches Standbein auch
individuelle Radio-Streams und Community-Lösungen für Marken und
entertainment-affine Unternehmen.
www.quu.fm
Deutscher Gründerpreis Multimedia
SciFi-Technik von
eyefactive räumt ab
Das Wedeler Startup eyefactive holt beim
Gründerwettbewerb „Mit Multimedia
erfolgreich starten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gleich zwei Preise nach Hamburg.
M
ultimediale Inhalte intuitiv nur mit
Handbewegungen steuern – so wie
Tom Cruise im Hollywood-Streifen „Minority Report“: Mit dieser Geschäftsidee
überzeugten die Gründer von eyefactive
Johannes Ryks und Matthias Woggon beim
diesjährigen Gründerwettbewerb Multimedia. Die interaktiven Systeme ähneln in
der Bedienung dem iPhone. Auf Tischen,
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Wänden oder Fußböden werden sie in beliebiger Größe eingesetzt. Durch
Berühren der Oberfläche steuern die Nutzer multimediale Anwendungen.
Auf Messen, am Standort oder POS eignen sich die Systeme damit besonders für interaktive Werbung, Produktpräsentationen oder Digital Signage.
Neben dem Gründerpreis räumte das 2008 als Spin-Off aus der FH Wedel
gegründete Unternehmen so auch noch den Sonderpreis „Multimedia in
der Werbung“ ab.
www.eyefactive.com
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NEWS
IT-Jobscout 2009
yoyosonic music institute
Praxiserfahrungen sind gefragt
Der richtige Beat für
Firmenevents
IT-Absolventen sind gut beraten, auf Praxiserfahrungen zu setzen – sonst wird es
mit dem Berufseinstieg schwierig. In rund
zwei Drittel der offenen IT-Ausschreibungen haben nur die Bewerber eine Chance,
die bereits erste Einblicke in den Joballtag
vorweisen können. Vor allem in der ITBeratung geht ohne Praxiswissen so gut
wie nichts. Aber auch Anwendungsentwickler müssen in über der Hälfte der
Stellenangebote mehr vorweisen als nur Thomas Reher, Vorstand des
Fachwissen. Dies hat die Studie „IT-Job- Hamburger Software- und
Beratungshauses PPI AG
scout 2009“ der PPI AG ergeben.
www.ppi.de
Lernplattform für Schüler
scoyo sucht neuen
Investor
Teambuildung und neue
Gruppendynamik durch digitale
Musikproduktion
Als Deutschlands einziges Competence
Center für digitales DJing und Digital Music Production bietet das yoyosonic music
institute (YMI) jetzt auch Firmen ein umfangreiches Kursangebot zur Motivation
und zum Teambuildung von Mitarbeitern,
Kunden und Geschäftspartnern. Musikalische Grundkenntnisse oder gar Erfahrungen mit digitaler Musikproduktion
müssen die Teilnehmer dafür nicht mitbringen, denn diese werden während des
Der Medienkonzern Bertelsmann will sich Unternehmenskreisen zufolge offenbar aus der Lernplattform
scoyo zurückziehen. Eigentlich wollte der Hamburger
Anbieter von Online-Edutainment in Kürze mit einer
Beta-Version die Expansion auf den US-amerikanischen Markt wagen. „Das Projekt ist bis zum
Abschluss der Investorensuche on-hold gesetzt“, fasst
Sachar Kriwoj, Pressesprecher von scoyo, die aktuelle
Situation zusammen. Auf der kostenpflichtigen Plattform scoyo steht das spielerische Lernen von komplexen
Lerninhalten im Mittelpunkt.
www.scoyo.de
Das Telefon als Würfelbecher
Tipp24Games veröffentlicht
erstes iPhone-Game
Mit dem Würfelspiel „KnobelJack – 5 DICE“
bietet das Hamburger Startup Tipp24Games
seine erste App fürs iPhone an. „KnobelJack
– 5 DICE passt wunderbar zum iPhone und
nutzt seine interaktiven Möglichkeiten“, sagt
Tipp24Games-Prokurist Sven Ivo Brinck.
„Das Spiel ist die erste Veröffentlichung, die
wir außerhalb unseres Portals anbieten. Damit möchten wir unseren Bekanntheitsgrad
weiter steigern.“ Im Gegensatz zu den Games
auf Tipp24games.de lässt sich bei der iPhone-Variante kein Geld erspielen.
www.tipp24games.de
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Digitales DJing will gelernt sein: bei yoyosonic.
Events von den Profis des YMI vermittelt.
Bei den Firmenevents von YMI komponieren, arrangieren und produzieren die
Teilnehmer mit Hilfe des Computers gemeinsam einen komplett eigenen Dance-,
HipHop-, Elektro- oder R&B-Song, der
als neue Firmenhymne, als Klingelton
oder einfach nur zum Spaß aufgenommen
wird. Alle Events können entweder on-site
bei YMI im Karostar Musikhaus St. Pauli,
direkt beim Kunden, aber auch in allen
anderen Veranstaltungsräumen durchgeführt werden.
www.yoyosonic.com
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EXISTENZGRÜNDER
Yellow Tomato
Performance
ist Trumpf
Pixelpark gründet Agentur für Performance-Marketing
und setzt online auf messbare Erfolge.
Harald R. Fortmann, Geschäftsführer Yellow Tomato
I
n Zeiten knapper Werbebudgets geht es in der Welt des Online-Marketings zunehmend um klare Ergebnisse. Damit gewinnt auch der Bereich
des Performance-Marketings weiter an Fahrt. Auf diese Entwicklung hat
die Pixelpark-Unternehmensgruppe jetzt mit der Gründung einer neuen
Agentur für Performance-Marketing reagiert: die Yellow Tomato GmbH
mit Hauptsitz in Hamburg. Das Team um den geschäftsführenden Gesellschafter Harald R. Fortmann soll Unternehmen jeder Größenordnung
künftig bei der Konzeption, Durchführung und Analyse performance-orientierter Online-Marketing-Kampagnen unterstützen, insbesondere im
Suchmaschinen-, Display-, Affiliate- und E-Mail-Marketing sowie beim
Tracking und den Web Analytics. „Mit Yellow Tomato verfolgen wir ein
übergeordnetes Ziel: für unsere Kunden die optimale Kampagnenperformance über die im Netz verfügbaren Online-Marketing-Instrumente zu
erzielen“, erklärt Performance-MarketingExperte Fortmann, der zuvor unter anderem als Geschäftsführer von AOL Advertising (vormals Platform-A Deutschland)
tätig war.
Yellow Tomato GmbH Harald R. Fortmann
Gerhofstraße 1-3 20354 Hamburg
Fon: 040 / 34 10 16 00
Fax: 040 / 34 10 16 06
E-Mail: info@yellow-tomato.de
www.yellow-tomato.de
Hamburg@work bietet umfassenden Startup-Support
Von finanziellen Förderprogrammen und subventionierten Mieten über den Webfuture Award bis hin zur Vermittlung
wertvoller Business-Kontakte bietet Hamburg@work der Startup-Szene unterschiedlichste Formen der Unterstützung.
Hier ein kurzer Überblick:
Networking: Hamburg@work organisiert zahlreiche Networking-Veranstaltungen, thematische Events und Messeauftritte
sowie Wettbewerbe wie den Webfuture Award. Insgesamt umfasst das
Netzwerk 2.500 Mitglieder aus 650 Unternehmen.
Förderung: Die Hansestadt verfügt mit der Pro-
totypenförderung für Spieleentwickler und der
Förderrichtlinie newTV gleich über zwei Fördertöpfe,
mit denen Startups aus den Aktionslinien gamecity und
newTV ganz substanziell unterstützt werden.
„Hamburg@work hat uns näher an die digitale Szene der
Hansestadt gebracht und zusätzliche gute Kontakte zu
Unternehmen vermittelt.“ Balthasar Reusse, Geoflags
„Der StartUp-Roundtable von Hamburg@work
ist die Austausch-Plattform für Gründer
schlechthin!“ Jan-Hendrik von Ahlen, JobLeads
Fachwissen: Mit speziellen Events unterstützt Hamburg@work
gezielt den Erfahrungsaustausch zwischen Startup-Unternehmern
und erfahrenen Kennern der Branche. Der StartUp-Roundtable hat sich
hierbei bereits als feste Institution entwickelt.
Kommunikation: Hamburg@work unterstützt Startups kommunikativ mit dem Newsletter, der Website www.hamburg-media.
net, einer eigenen Xing-Gruppe und selbstverständlich der ALWAYS ON.
20
Mitglieder unterstützen Mitglieder: Durch
Hamburg@work-Kontakte erhalten Startups
Vorteile und Vergünstigungen bei anderen Mitgliedern
und Kooperationspartnern.
Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie
auf www.hamburg-media.net.
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EXISTENZGRÜNDER
ThereYouGo.tv
Fytch
Klicken, gucken, feiern!
Social Commenting
auf jeder Webseite
Neuer WebTV-Sender präsentiert Wegweiser
durch Hamburgs Szene.
In einer Metropole wie Hamburg verschmelzen Partys, Konzerte, FashionShows und verschiedenste Events jede Woche zu einer Flut von Veranstaltungen. Da fällt es zunehmend schwer, up-to-date zu bleiben. Für Abhilfe
will der neue Web TV-Sender ThereYouGo.tv sorgen. Seit dem 9. September
bietet ThereYouGo.tv hierfür Einblicke in das städtische Szenetreiben der
Hansestadt und präsentiert
in den von Moderatoren
präsentierten
Channels
„Party“, „Fashion“ und
„Lifestyle“ einen bewegten
Wegweiser für Nachtschwärmer. „ThereYouGo.
tv ist ein Szene-Magazin mit
redaktionell recherchierten,
moderierten, professionell
gefilmten Videos, die in erster Linie eine Frage beantCooler Szene-Guide im Web: ThereYouGo.tv
worten: Wohin am Wochenende?“, erklärt Marcel Huxholl, Gründer und Geschäftsführer von
ThereYouGo.tv. Die Nutzung von ThereYouGo.tv ist kostenlos. Finanziert
wird der neue Web TV-Sender über Sponsoren der Channels, bezahlte
Imageclips und klassische Online-Werbung.
ThereYouGo.tv Ulmenstraße 10 B 22299 Hamburg
Fon: 040 / 18 04 28 84 Fax: 040 / 18 04 28 85
E-Mail: info@thereyougo.tv www.thereyougo.tv
Überall im Internet Kommentare und
Bewertungen hinterlassen
Viele Websites, Online-Shops und natürlich Blogs bieten die
Möglichkeit, Seiten und Artikel zu kommentieren. Diese
Möglichkeit zum direkten Austausch mit anderen InternetNutzern wird in der Regel vom Webseiten-Betreiber zur
Verfügung gestellt und kontrolliert. In Blogs laufen die
Nutzerdiskussionen noch relativ unzensiert ab. Bei Produktbewertungen in Online-Shops kann man sich aber
relativ sicher sein, dass der ein oder andere negative Beitrag
einfach verschwindet oder gar nicht erst veröffentlicht
wird. Das soll sich jetzt ändern: Die Hamburger Entwickler
von Gate 53|10 machen es mit Fytch möglich. Mit diesem
Social-Commenting-Dienst, vergleichbar mit dem GoogleTool Sidewiki, können Internet-Nutzer künftig auf jeder
Seite Kommentare und Bewertungen hinterlassen und sich
über die Inhalte austauschen. „Wir wollten eine simple,
einheitliche Lösung schaffen, mit der es jedem möglich ist,
Meinungen genau dort zu platzieren, wo sie hingehören: auf
den entsprechenden Websites“, erklären die Gründer Oliver
Krohne und Thorsten Singhofen. Zum „fytchen“ braucht
der Nutzer nur ein Lesezeichen zu setzen – das ist alles.
GATE 53|10 Technologies Thorsten Singhofen
Arndstraße 18-20 22085 Hamburg
Fon: 040 / 20 93 49 770 Fax: 040 / 20 93 49 779
E-Mail: tsinghofen@gate5310.com www.fytch.com
sonamoto
Mit Audio- und Interaktionsdesign
aufs nächste Level
Hamburger Gründer bietet Service für Spieleentwickler. Neben der
Grafik liefert er den emotionalen Games-Sound gleich mit.
Die Informationsflut in unserer Gesellschaft steigt. Sie zu strukturieren
und verständlicher zu machen, wird die Aufgabe der nächsten Jahre sein.
Das Hamburger Startup sonamoto bietet hierfür Unterstützung im Bereich
Interaktionsdesign. „Oft könnten Informationen auf Websites oder Messepräsentationen wesentlich intuitiver und verständlicher vermittelt werden“,
erklärt Geschäftsführer und Diplom-Informatiker Remon Sadikni. Und
genau hier setzt sein Unternehmen den Hebel an: „Gutes Interaktionsdesign hilft, Informationen intuitiv aufzunehmen und schnell zu verstehen“,
so Sadikni. Das gilt natürlich auch für die Games-Branche, für die sonamoto auch im Bereich Audiodesign tätig ist. „Auf der Grafikebene ist die
Games-Entwicklung schon sehr weit. Ausdrucksstarke Musik steigert die
Qualität eines Spiels aber noch einmal und bindet den User emotional an
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
Remon Sadikni,
Gründer sonamoto
das Game“, weiß Sadikni, der als Audio Engineer unter
anderem für Klassik Radio und das Altonaer Theater
gearbeitet hat. Von elektronisch bis klassisch: sonamotos
Repertoire umfasst eine große Bandbreite an Kompositionen, um gewünschte Stimmungen in Videospielen zu
erzeugen.
sonamoto Audio- und Interaktionsdesign
Remon Sadikni Eidelstedter Weg 95 20255 Hamburg
Fon: 040 / 43 27 37 78 E-Mail: info@sonamoto.de
www.sonamoto.de
21
JUST ARRIVED
Spil Games
Games – auch für Girls
„Global Player“ Spil Games eröffnet seine erste deutsche Geschäftsstelle in der Hamburger Innenstadt.
Mit Spil Games hat der weltweite Marktführer auf dem Gebiet von „Online Casual
Games“ mit Sitz im niederländischen Hilversum eine Niederlassung in der Hansestadt eröffnet. Mit weltweit 75 Prozent
Stefan Beckmann,
Country Sales Manage,
Spil Games
zurückhaltende weibliche Kundschaft für Games zu begeistern – am bekanntesten dürfte in Deutschland aber die
Domain Spielen.com sein, unter der eine große Auswahl an
„Casual Games“ abrufbar ist. Country Sales Manager Stefan
Beckmann, der die Hamburger Niederlassung von
Traffic- und 125
„Von Hamburg aus möchten Spil Games aufbaut, freut sich auf die
Prozent UmsatzAufgabe: „Von Hamburg aus möchten
wir unsere Stellung auf dem wir unsere Stellung auf dem deutschen
wachstum 2008
deutschen Markt ausbauen.“ Markt ausbauen. Das bereits bestehende
beendete das Unternehmen das letzte Jahr als Branchen- Netzwerk von führenden Games-Unternehmen und
primus. Mit den mehr als 4.000 Spielen auf Mediagenturen bietet hierfür ideale Voraussetzungen.“
gut 50 Spieleportalen konzentrieren sich die Im nächsten Jahr soll die Dependance zügig erweitert
Holländer jeweils auf ein spezifisches werden. Hierfür werden noch erfahrene Mitarbeiter in den
Marktsegment. Aufgrund dieser Differen- Bereichen Online-Vermarktung gesucht.
zierung ist eine individuelle Zielgruppenansprache gewährleistet, die zum Beispiel
ausschließlich Familien oder Teenager Spil Games Germany GmbH Stefan Beckmann
adressiert. Spil Games betreibt unter ande- Kurze Mühren 1 20095 Hamburg
rem auch das Portal Girlsgogames.de. Fon: 040 / 32 90 11 25 Fax: 040 / 32 90 11 00
Hier wird versucht die traditionell eher E-Mail: stefan.beckmann@spilgames.com www.spilgames.com
LinguaTV
Sprachtraining mit Online-Videos
Interaktive Lernplattform setzt auf die Kraft des Bewegtbildes und
den Standort Hamburg.
Philip Gienandt,
Geschäftsführer LinguaTV
22
Das Erlernen einer Fremdsprache kann
ganz schön anstrengend sein: Vokabeln
büffeln, Bücher wälzen und dann noch die
richtige Aussprache – Spaß sieht anders aus.
Muss es aber nicht. Das finden zumindest
die Macher der multimedialen Sprachlernplattform LinguaTV aus Berlin. „Wir bieten
sprachbegeisterten Internet-Nutzern ein
spannendes Web TV-Angebot mit speziell
produzierten und didaktisierten Trainingsvideos“, so LinguaTV-Geschäftsführer
Philip Gienandt. Authentische Szenen aus
Freizeit und Beruf schulen das Hörverständnis, vermitteln neues Vokabular und
zeigen, wie eine Sprache von Muttersprachlern in der Praxis angewandt wird. Darüber
hinaus erhält der Nutzer noch interessante
Eindrücke von Land, Leuten und Kultur.
Den Lernfortschritt zeigt ein Punktesystem, das zum Vergleich mit Mitspielern animiert. Überhaupt spielt der
Community-Gedanke eine wichtige Rolle: Jeder Sprachbegeisterte ist eingeladen, im integrierten Videochat mit
Sprachlernpartnern aus aller Welt zu kommunizieren.
Mit seinen Partnern in Hamburg kommuniziert das mit
dem Deutschen IPTV-Award 2008 und dem von der UN
für die weltweit besten E-Content-Angebote ausgelobten
„World Summit Award 2009“ ausgezeichnete Unternehmen
künftig direkt vor Ort. „Der attraktive Standort mit einer
Vielzahl an Web TV-Unternehmen sowie die gezielte Förderung dieser Branche vonseiten der Stadt haben uns dazu
bewegt, eine Niederlassung in Hamburg zu eröffnen“, erklärt Gienandt den Schritt in die Hansestadt.
LinguaTV GmbH Philip Gienandt Fon: 0163 / 8 58 51 15
E-Mail: philip.gienandt@linguatv.com www.linguatv.com
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
JUST ARRIVED
Improve Digital
Ertragsoptimierung für Publisher
Niederländischer Online-Dienstleister eröffnet deutsche
Niederlassung in Hamburg.
Zur optimalen Monetarisierung ihrer Werbeflächen sind
Websitebetreiber auf eine effektive Zusammenarbeit mit
zahlreichen Vermarktungspartnern angewiesen. Das Ziel
ist dabei klar: Jeder einzelne Werbekontakt soll zum maximalen Preis vermittelt werden. Angesichts der vielen Wer-
„Als Medienstadt Nummer Eins ist Hamburg
genau der richtige Standort.“
bemittel und Geschäftsmodelle sowie der stetig steigenden
Anzahl an Werbenetzwerken keine leichte Aufgabe. Unterstützung erhalten sie dabei von Online-Dienstleistern wie
Improve Digital, dem niederländischen Spezialisten für die
Ertragsoptimierung digitaler Werbeflächen. Und das künftig auch in Deutschland: Nach Amsterdam, London und
Paris hat Improve Digital in Hamburg seine erste deutsche
Niederlassung eröffnet. „Im deutschen Markt herrscht ein
reges Interesse an Lösungen zur Ertragsoptimierung. Die Eröffnung eines deutschen Büros ist da nur eine logische Konsequenz“, so Axel Hoehnke, Geschäftsführer von Improve Digital in Deutschland.
„Als Medienstadt Nummer eins ist Hamburg genau der richtige Standort für uns,
um Verlagen und Vermarktern unsere
Services näher zu bringen.“
Axel Hoehnke, Geschäftsführer,
Improve Digital, Deutschland
Improve Digital Deutschland
Bei der Doppeleiche 3 MBE Center
22926 Ahrensburg Fon: 04102 / 89 86 56
E-Mail: a.hoehnke@improvedigital.com
www.improvedigital.com
Emotionen, die so bewegend sind, dass sie dich einfach mitreißen. Sekunden voller Rührung, Hoffnung oder explosiver
Hochstimmung. Augenblicke, die du nie vergisst. Für diese Momente leben wir. Menschen aus ihrem Alltag zu entführen,
sie zu berühren und zu bewegen – das ist unsere Leidenschaft! Dafür sind wir in unseren Theatern in Berlin, Hamburg,
Essen, Oberhausen und Stuttgart präsent: um erstklassiger Unterhaltung eine Bühne zu geben und Unterhaltsames
bühnenreif zu präsentieren. Vor allem wollen wir eines: unser Publikum bezaubern – Abend für Abend.
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
www.musicals.de · 0 18 05/44 44
0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen.
23
HAMBURG@WORK
Zinsloser Mietkredit für das
beste Business-Konzept
Nach dem Vorbild des GamecityPort von Hamburg@work
und dem Karostar für die Musikbranche entsteht in
Groß Borstel ein neues Kreativzentrum, das Startups zur
Eröffnung mit einem spannenden Wettbewerb anlockt.
D
ie räumliche Nähe von Agenturen, Studios und Geschäften begünstigt neue Geschäftspartnerschaften und ein Klima, in dem zukunftsweisende Produktions- und Vertriebsmodelle entstehen können.
Die ABB StudioLofts setzen genau bei diesem Verständnis von gemeinsamen Arbeiten an. Mit diesem Projekt schafft der Investor in Zusammenarbeit mit Hamburg@work auf 3.000 Quadratmetern und in 20 Studios
und Lofts mit einer Flächengröße von 80 bis 250 Quadratmetern einen
neuen Anlaufpunkt für die Medien- und Kreativszene. Das Besondere:
Zur Eröffnung des Zentrums hat ein Jungunternehmer die Chance, mit
seinem Business-Konzept zu überzeugen und einen zinslosen Mietkredit über die Nettomiete für zwei Jahre zu gewinnen – der Sieger zahlt in
Hamburg@work-Mitglieder
surfen kostenlos
diesem Zeitraum vorerst nur die Betriebs- und Heizkosten. Interessenten
können sich noch bis zum 15. Januar 2010 mit einem Businessplan bei
ABB Studio Lofts bewerben. Der Einzug kann dann schon ab Anfang An über 500 Hotspots gehen Hamburg@workApril erfolgen. Weitere Infos erhalten Sie in der Rubrik Hamburg@work/ Mitglieder künftig zum Nulltarif ins Internet.
Eine Kooperation mit der LAN1 Hotspots
Kooperationen unter www.hamburg-media.net.
GmbH macht´s möglich.
K
abellos mit dem Laptop, Notebook, PDA oder Handy
im Internet surfen oder von unterwegs ganz einfach
auf das firmeneigene Intranet zugreifen? Für die Mitglieder von Hamburg@work kein Problem: In Kooperation
mit der Hamburger Initiative für Medien, IT und Telekommunikation schickt sie die LAN1 Hotspots GmbH künftig
an über 500 deutschlandweiten Hotspots kostenlos ins
Web. Einfach mit den letzten sechs Ziffern der Mitgliedsnummer als Passwort und dem Familiennamen in Großbuchstaben einloggen und schon kann´s losgehen. Eine
Übersicht mit allen Standorten finden Hamburg@workMitglieder unter www.lan1.de.
Bereits seit 2003 vernetzt das Hamburger Unternehmen
öffentliche Plätze. Die Palette der Standorte umfasst dabei
sowohl kleinere Locations wie Cafés, Kneipen und Friseursalons als auch größere Anlagen wie beispielsweise Krankenhäuser oder Bildungseinrichtungen. Bei der Installation von Hotspots in technisch schwieriger Umgebung wie
auf strandnahen Campingplätzen oder Yachthäfen kann
das Team von LAN1 ebenfalls mit Know-how und Erfahrung punkten und ist inzwischen marktführend an
Nord- und Ostsee. Als nächstes Projekt steht für Geschäftsführer Jörg Hümmer und seine 20 Mitarbeiter
die Vernetzung der Hamburger Bücherhallen an. Dank
des LAN1-Hotspots können Bücherfreunde schon bald
mit den Kenndaten ihrer Leseausweise – ähnlich wie
die Mitglieder von Hamburg@work – online gehen und
virtuelle Leseschätze entdecken.
www.studiolofts.de
24
www.lan1.de
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
HAMBURG@WORK
„Wir zeigen neue Wege für CIOs“
ALWAYS ON sprach im Vorfeld mit dem Chefredakteur des CIO
Magazins Horst Ellermann über seine Erwartungen an die Hamburger
IT-Strategietage 2010.
Welche Themen werden in Vorträgen und Workshops im Mittelpunkt stehen?
CIOs müssen derzeit den Spagat meistern, wie sie einerseits Kosten sparen und
ihre Unternehmen dennoch innovativ nach vorne bringen. Wir zeigen dazu neue
Wege für CIOs und IT-Organisationen. So belegen beispielsweise Vorträge von
Procter&Gamble und Bayer Business Services, wie sich IT-Organisationen zu
übergreifenden Service-Dienstleistern entwickeln, die wesentlich mehr abdecken, als es in einem klassischen IT-Shop zu kaufen gibt.
Die Hamburger IT-Strategietage –
die im deutschsprachigen Raum
erfolgreichste Konferenz für IT- und
Business-Entscheider – gehen am 11.
Wie bewerten Sie die derzeitige ökonomische Lage – ist die IT-Wirtschaft in
Deutschland gut aufgestellt?
Auf Herstellerseite leiden vor allem die Anbieter, die ihre vollmundigen
Versprechen der Vergangenheit nicht erfüllen konnten. Anbieter von
Business-Intelligence und Automatisierungs-Lösungen leiden viel weniger.
Der allgegenwärtige Sparzwang führt leider dazu, dass gute wie schlechte
Anbieter in Sippenhaft geraten. Aber das wird sich irgendwann auflösen.
Was erwarten Sie persönlich als Moderator und Experte von der achten Auflage
der IT-Strategietage?
Ich glaube, wir hatten noch nie so früh alle unsere Keynote-Speaker zusammen.
Die kommen wie von selbst und sind auch dementsprechend motiviert. Außerdem
freue mich schon jetzt wieder auf das Networking. Für die CIO-Redaktion ist Hamburg immer wie ein großes Familientreffen.
und 12. Februar 2010 in Hamburg in die
achte Runde. Die von Hamburg@work
und dem CIO Magazin gemeinsam veranstaltete Tagung steht diesmal
unter dem Motto: „Vom Enabler zum
Gestalter – wie sich CIOs für den
Aufschwung positionieren“.
www.cio.de/hamburger_it_strategietage
Hamburger Werber geht unter die Autoren
Neues Buch über die Möglichkeiten und Grenzen viraler Kommunikation
Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse ist Mitte Oktober das Buch „Virale
Kommunikation – Möglichkeiten und Grenzen des prozessanstoßenden
Marketings“ im NOMOS-Verlag erschienen. In dem Band berichten Praktiker von ihren Erfolgen und ihren Betriebsunfällen in privaten Unternehmen
und öffentlichen Organisationen. Internet-Experten durchschreiten den
Möglichkeitsraum des World Wide Web. Verhaltensforscher und Verhaltenskenner erklären, wie sich das alles in der menschlichen Wahrnehmung
spiegelt. Einer der Autoren ist Gunnar Brune, Geschäftsführer der Wer-
sterung und Enttäuschung lernen wir ihre neuen und neu
entdeckten Möglichkeiten gerade erst kennen. „Das Buch ist
eine spannende Exploration eines alles in allem jungen Phänomens. Das Internet ist unfertig und gerade deshalb voller
Potenzial für unsere Kommunikation“, so Brune.
Virale Kommunikation – Möglichkeiten und Grenzen des
prozessanstoßenden Marketings, ISBN 978-3-8329-5059-0
beagentur Lowe Deutschland und engagiertes Mitglied der Fachgruppe
Crossmedia von Hamburg@work. Der Diplom Kaufmann Brune ist Exper-
Gewinnen Sie Ihr Gratisexemplar!
te für Markenstrategie, Werbung und crossmediale Kommunikation. Die
prozess-anstoßende Kommunikation und auch ihr Unterthema, das virale
Marketing, sind mehr als nur eine Mode. Durch Versuch und Irrtum, Begei-
Hamburg@work verlost 5 x 1 Exemplar des Buches. Interessierte schreiben bis 2.12. eine E-Mail mit dem Stichwort
„Virale Kommunikation“ an alwayson@faktor3.de.
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
25
TERMINE
Hamburg@work-Events
Hier finden Sie die wichtigsten Veranstaltungen, die direkt
von Hamburg@work veranstaltet und organisiert werden.
Alle Termine auf
einen Blick
Eine Auswahl an branchenrelevanten
Terminen für Events, Messen, Kongresse,
Workshops und CXO-Veranstaltungen.
Darüber hinaus können Sie sich über die
neuesten Termine auch im Eventkalender
auf www.hamburg-media.net informieren.
NOVEMBER
19.11. Finale & Preisverleihung Webfuture Award
20.11. Fachgruppe Linux
Die Fachgruppe Linux bringt Anwender, Dienstleister und Softwareanbietern zusammen, die im
Geiste der Generation „Open Source“ diskutieren möchten. Die Themenagenda reicht von
Linux über Cloud Computing bis hin zu Crowd
Sourcing.
Veranstalter: Hamburg@work Ort: Deloitte &
Touche, Axel-Springer-Platz 3
Info: www.hamburg-media.net
26.11. Fachgruppe newTV
Hamburg@work-Events
Wie sich CIOs für den
Aufschwung positionieren
Als Heilsbringer der Kinobranche gefeiert wird
die 3D-Technologie auch im Online-Bereich für
Wirbel sorgen, oder? Die Fachgruppe newTV
geht der Frage auf den Grund.
Veranstalter: Hamburg@work Ort: Gruner+Jahr,
Am Baumwall 11 Info: www.hamburg-media.net
DEZEMBER
11.-12.2. Hamburger IT-Strategietage 2010
Das erfolgreichste Event für IT- und BusinessEntscheider im deutschsprachigen Raum geht am 11.
und 12. Februar 2010 unter dem Motto „Vom Enabler
zum Gestalter“ in die achte Runde.
Veranstalter: Hamburg@work
Ort: Grand Elysee, Rothenbaumchaussee 10
Info: www.cio.de/hamburger_it_strategietage
26
2.12. Weihnachts-openDeck
Networken Sie in besinnlicher Vorweihnachtsstimmung mit der gesamten Hamburg@workFamilie und stimmen Sie sich mit Live-Musik
von Brixton Boogie auf die schönste Zeit des
Jahres ein.
Veranstalter: Hamburg@work
Ort: Café Schöne Aussichten, Gorch-Fock-Wall 4
Info: www.hamburg-media.net
15.12. Hamburg@work Law Group
16.12. CXO Stammtisch
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
TERMINE
JANUAR
DEZEMBER
12.1. Fachgruppe Personalentwicklung
20.1. CXO Stammtisch
21.1. CaptainsTalk
2.12. Internationale Personalentwicklung
8. 12. Web 3.0 – das semantische Netz
3.12. Kellogg-WHU Regional Alumni
14.12. Prinzipien der Informationsarchitektur
FEBRUAR
3.2. openDeck der onlineKapitäne
15.12. Job & Aus-/Weiterbildungstag am
Flughafen Hamburg
5.2. Fachgruppe Security
11.-12.2. Hamburger IT-Strategietage 2010
11.2. CXO Lounge
17.2. CXO Stammtisch
18.2. CaptainsTalk
23.2. Law Group Frühstück
Partner- und Branchen-Events
Fachkräftemangel ist trotz Wirtschaftskrise ein
Thema, das die MITT-Branche umtreibt. Diese
Messe bringt Jobsuchende und Arbeitgeber
zusammen: ein willkommener Anlass, um das
eigene Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber
zu profilieren.
Hier finden Sie alle weiteren Branchentermine der
Digitalen Wirtschaft – zum Teil mit Beteiligung von
Hamburg@work!
NOVEMBER
Veranstalter: Jobs Kompakt NORD
Ort: Flughafen Hamburg / Terminal Tango
Info: www.bewerbertag24.de
23.-24.11. Projektteams erfolgreich führen
26.11. Campus Innovation 2009
26.11. Deutsches IPTV Symposium 2009,
Berlin
15.12. Elemente der Navigationsdesigns
JANUAR
19.-20.1. Deutsche Medienkongress, Frankfurt
26.-27.1. Softwareunternehmertage 2010, Stuttgart
27.1. Seminar Unternehmenskauf/-verkauf
in der Praxis
IPTV revolutioniert die Bewegtbild-Landschaft.
Auf diesem Fachkongress des Deutschen IPTV
Verbands werden neue Geschäftsmodelle und
Formate diskutiert. Im Anschluss an die Tagung
wird der deutsche IPTV-Award verliehen.
Veranstalter: Deutscher IPTV Verband
Ort: Beuth-Halle der Beuth Hochschule Berlin,
Lütticher Straße 38 Info: www.diptv.org
26.-27.11. Online Marketing Controlling
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
FEBRUAR
11.-21.2. Berlinale, Berlin
26.-24.2. IT-TRANS, Karlsruhe
Achtung!
Sie vermissen einen wichtigen Termin in dieser Rubrik?
Dann freuen wir uns auf Ihre Hinweise für den Eventkalender! Eine E-Mail an die Redaktion von ALWAYS ON
genügt: alwayson@hamburg-media.net
27
EVENTS
scoopcamp 2009
17. und 18. September in der BallinStadt
Führende Köpfe im Online-Journalismus: v.l.
Meinolf Ellers (dpa-infocom), Jochen Wegner (Focus
Online), Thomas Mende (Tomorrow Focus),
Christoph Dernbach (dpa)
Uwe Jens Neumann
(Hamburg@work) sorgte
mit seinem Grußwort für
einen stimmungsvollen
Auftakt
Pionier der digitalen
Medien Ulrich Hegge
(Media Innovation Lab)
bei seiner Keynote
IT-Gipfel Nord
3. September auf der Cap San Diego
In Networking-Laune: v.l. Stefan
Mantwill (Boot24.com), Romy
Koitzsch (Boot 24.com), Nicolas
Düdden (Salon Digital Media),
Fernando Bresslau, Balthasar
Reusse (Geoflags)
Zeit zum Austausch über die neuesten
Trend: v.l. Farid Rawas (polargold),
Jörg Forchner (T-Systems MMS),
Adde Adesokan (polargold)
Die Digitale Wirtschaft des Nordens: v.l. Carsten Meyer-Heder (NEUSTA
Consulting), Mirco Beisheim (Postalo GmbH), Kai Naumann (Digitale
Stadt Düsseldorf), Uwe Jens Neumann (Hamburg@work), Armin Köhler
(IT Initiative MV), Amelie Krahl (Postalo GmbH), Sören Mohr (DiWiSH)
H)
Wepp-Lounge
p
y
21. September
in Grand Elysee
Mit Bigpoint gehörte ein Hamburg@workk-Mitglied zu den großen Gewinnern beim
m
Deloitte Technology Fast 50: CEO Heiko
ko
Hubertz nahm es strahlend zur Kenntnis
is
Deloitte
Technology
Fast 50
D l itt T
h
Zufriedene Gesichter bei der zweiten Wepp-Lounge:
Albert Wiederspiel (Filmfest Hamburg), Dörthe-Julia Zurmöhle
(Hamburg@work), Jürgen von Massow (Grand Elysee)
28
21. Oktober im Curio-Haus
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
EVENTS
Oktoberfest der
onlineKapitäne
7. Oktober im Hofbräuhaus Hamburg
J
Julia
Holstein (Hamburg@work)
zieht den Gewinner aus den
Händen von Jonas Puschke-Rui
(BIOBOB)
v.l. Gunnar Brune
(Lowe Deutschland),
Christian Kalra (Kalra
Krieger Rechtsanwälte)
Mitglieder und das gesamte Hamburg@work-Team warfen sich in Schale und
trumpften stilsicher in Dirndl und Lederhosen auf. Dann war Networking angesagt
v.l. Ulrich Höcherl (Entertainment Media Verlag), Tobias
Oswald (SevenOne Intermedia),
Eva Hubert (Filmförderung
Hamburg Schleswig-Holstein),
Prof. Knut Foeckler (newturn),
Tobias Gerlach (Bavaria Film)
Dr. Eberhard Scheele (Media
Business Academy)
Media Convergence
Summit
24. September im Steigenberger Hotel
v.l. Dr. Nikolas Hill (Behörde für
Kultur, Sport und Medien), Eva
Hubert (Filmförderung Hamburg
Schleswig-Holstein), Stefan Klein
(gamecity:hamburg)
In den Pausen wurde weiter über die neuesten
Trends in Sachen Medienkonvergenz diskutiert
Mo
Moderator
M
Kai-Hinrich
Renner (Hamburger
R
Ren
Abendblatt)
A
b
sorgte für
ggute
u Unterhaltung
Reeperbahn Campus
R
23.-25. September im Schmidt Theater u.a.
Der Erste Bürgermeister
Ole von Beust eröffnete
den Reeperbahn Campus
„Stärkt die Künstler“ war eine zentrale
Message des Reeperbahn Campus
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
Hamburg@work präsentierte das newTV-Panel. Mit dabei: v.l. Kai-Hinrich
Renner (Hamburger Abendblatt), Stefan Wieduwilt (Casino Royale),
Stefan Schulz (Vivendi Entertainment), Tobias Fröhlich (QTom), Elmar
Giglinger (Brainstorm Music Entertainment)
29
SPOTLIGHTS AUS DEM HAMBURG@WORK-NETZWERK
ALWAYS ON befragt in der Rubrik „Spotlights“ Köpfe aus dem Hamburg@work-Umfeld. Sie bewerten aktuelle
Entwicklungen in der Online-Szene – prägnant, witzig, vielstimmig. Dieses Mal geht es um den E-Reader „Kindle“.
Amazon verkauft seit Oktober dieses Device über die US-Website auch nach Deutschland. Zwar gibt es vorerst
nur englischsprachige Titel zu kaufen, aber viele Experten glauben nun an den Durchbruch des E-Readings.
Kaufen Sie den Kindle?
Steigen Sie mit dem neuen E-Reader von Amazon aufs Lesen in elektronischer Form um?
Dirk Kedrowitsch,
Vorstand und COO
der Pixelpark AG
A
mazon muss zunächst ohne mich auskommen. Ich liebe Bücher aus Papier
und den Geruch von Druckfarben! Keine
Frage, das E-Book kommt unaufhaltsam
auf uns zu. Für mich ist Lesen aber ein Akt
der Entspannung und somit sind die Orte
wo ich lese eher undigital. In fünf bis zehn
Jahren werde ich sicher anders darüber
denken, weil wir uns bis dahin nochmals in
unserem Verhalten und den Gewohnheiten
verändert haben werden. Bis dahin mache
ich weiter ein schönes Knickohr in die Seite
– probieren Sie das mal mit dem Kindle!
Harald Kratel,
COO Parship GmbH
S
chon1986 begegnet mir mit dem
‚Rocket eBook’ das erste E-Book und
der Durchbruch schien nahe, doch dieses
war damals eindeutig zu dick und zu schwer.
Entspanntes lesen (neudeutsch ‚lean back’)
geht nur mit einem leichten Device das man
auf dem Sofa auf dem Schoß lesen kann.
Jetzt scheint es das richtige Gerät – zumindest in schwarz-weiß – zu geben und auch
die Contentlieferanten erscheinen willig. Ja,
ich werde es mir kaufen und dann damit
meine Paperbacks und Zeitungen lesen!
Stefan Richter, Gründer und Geschäftsführer
freiheit.com technologies GmbH
F
reiheit für Bücher! Ich liebe Bücher, sie
sind Wissensspeicher und Genuss! Mit
einem E-Reader kann ich all meine Bücher
jederzeit bei mir haben; das Lesevergnügen
leidet jedoch bei allen heutigen Geräten.
Noch schlimmer: Meine Bücher sind nicht
mehr frei! Geräte wie der Kindle setzen auf
„Digitales Rechtemanagement“ (DRM).
Bücher auf diesem Gerät werden durch den
Anbieter kontrolliert und ließen sich im
Prinzip auf Knopfdruck zensieren. Selbst
wenn Amazon das nicht vorhat: Wir sollten
niemandem so viel Macht in die Hände geben. Mein Tipp: Nur E-Reader ohne DRM
kaufen, die auf freier Software basieren. So
können wir auch in Zukunft die freie Meinungsäußerung gewährleisten. Und das ist
die Grundlage von Freiheit.
Timm Peters, Director Marketing & Sales itemis AG
D
ie Digitalisierungswelle der Gutenberg Galaxy hat so manches Gerät in mein Leben gespült und auch
wenn die Frankfurter Buchmesse fleißig „Ihr Kindle´lein kommet“ schmettert, ein E-Reader landet
nicht auf meinem Wunschzettel. Während sich draußen die Amazons dieser Welt für die Schlacht um
Lizenzgebühren wappnen, mache ich es mir mit einem Glas Wein und einem Buch gemütlich. Ein Buch
mit Eselsohren und Sonnenmilchflecken aus dem letzen Urlaub. Einfach unbezahlbar – und für alles andere gibt es früher oder später sowieso ein App.
30
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
SERVICE
Hamburg@work stellt vor ...
Hamburg im Standortwettbewerb als die wirtschaftlich nachhaltigste kreative Stadt zu positionieren
– mit diesem Anspruch hat Karsten Schwaiger im August seine Arbeit im Referat für IT, Telekommunikation und Neue Medien der Behörde für Kultur, Sport und Medien aufgenommen. Hier ist er
unter anderem für die Initiative Hamburg@work zuständig. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit
bildet die Aktionslinie newTV, in der er sich in den nächsten Monaten zuerst einmal um die
Umsetzung des Förderprogramms newTV sowie die Planung werthaltiger und interessanter Veranstaltungen kümmert.
Sein Handwerkszeug lernte Schwaiger im BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Marketing, IT und
Industriebetriebslehre an der Universität Hamburg. Nach dem Abschluss wurde er im Rahmen eines
Nachwuchsführungskräfteprogramms vom Land Schleswig-Holstein engagiert, wo er im Finanzministerium an der IT-Strategie und dem IT-Controlling mitwirkte und für das Hanse-Office in Brüssel den
Bereich Haushalt, Finanzen und Steuern betreute. In den vergangenen zwei Jahren war er im Haushaltsbereich des Innenministeriums tätig und dort verantwortlich für die Themen Controlling, Kostenund Leistungsrechnung und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen.
Doch der gebürtige Hamburger ist nicht nur technik- und IT-begeistert, insbesondere wenn sich daraus kreatives Potenzial schöpfen lässt, sondern lebt seine Kreativität „offline“ auch in seinem Hobby
Acrylmalerei aus. Außerdem mag er – wie es sich für ein Nordlicht gehört – den Wassersport und wird,
zurück in der Heimat, endlich den Segelschein für die Alster machen.
Karsten Schwaiger,
Behörde für Kultur, Sport
und Medien
Karsten Schwaiger Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Kultur, Sport und Medien Amt Medien,
Tourismus, Marketing MM22 IT-Wirtschaft, Projektmanagement Große Bleichen 30 20354 Hamburg
Fon: 040/ 4 28 24-172 Fax: 040 / 4 28 24-166 E-Mail: karsten.schwaiger@bksm.hamburg.de
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
31
OFFICE-CHECK
Ihr Unternehmen möchte sich in Hamburg ansiedeln? Sie wollen sich vergrößern, da Ihre Räumlichkeiten
zu eng werden? Im Office-Check stellen wir bezugsfertige Büros und Gewerbeflächen vor. Die flexible
Aufteilung der Räume und die Mitnutzung von Infrastruktur machen die Büros besonders für Unternehmen
der Digitalen Wirtschaft interessant.
Arbeiten mit Blick auf
Michel und Hafen
A
n der Grenze von Hamburger AltMediafleet – warum wir?
und Neustadt entsteht aktuell das
Diese Frage beantworten,
Mediafleet: attraktive Büroflächen
überzeugen und die ersten drei in einem typischen Rotklinker-Kontorhaus,
Monate mietfrei ausgehen. die kreativen und mediennahen Unternehmen eine Plattform für Arbeit und gegenseitige Inspiration bieten. Mietinteressenten
stehen hier, unmittelbar an Hamburgs wichtigster Ost-West-Achse Ludwig-ErhardStraße, insgesamt 1.200 Quadratmeter verteilt über sechs Etagen zur Verfügung.
„In zentraler Innenstadtlage bieten wir das
ideale Umfeld, um selbstständig zu sein
und zu denken, Agenturen zu leiten und
zu gründen, sich einzubringen und abzunabeln, kreativ-verrückt und sachlichstringent zu sein“, sagt Wolfgang Raike,
Gründer und Inhaber der Agentur Raike
Kommunikation und neuer Besitzer der
Immobilie. Auf der Suche nach inspirierenden Raumnutzern hat er sich ein originelles und vor allem für Existenzgründer
und Startups attraktives Angebot überlegt:
Wer hier einziehen möchte und vor
den neuen Nachbarn ein schlüssiges Kommunikationskonzept unter dem Motto
32
„Mediafleet – warum wir?“ für eine inhaltliche Vernetzung mit den Mitmietern präsentiert, nutzt die Räume drei Monate lang
mietfrei. Raike erklärt: „Die Aktion ist unser ganz spezielles Konjunkturpaket für
kluge Köpfe, die sich in dieser exponierten
Nachbarschaft bemerkbar machen wollen.“
Der Name Mediafleet ist von der Lage zwischen Fleetinsel, Rödingsmarkt und dem
Nikolai-Quartier inspiriert. Das niederdeutsche Wort Fleet leitet sich von den früher fließenden Wasserverbindungen zur
Stadtverteidigung und für den Warenverkehr ab. Im Englischen bedeutet Mediafleet
durchaus gewollt „Medienflotte“.
Die Büroräume mit einer Größe von je 20
bis 25 Quadratmeter verteilen sich auf sechs
Etagen. Der Quadratmeterpreis beträgt 15
Euro zuzüglich Nebenkosten und Umsatzsteuer. Einige Räumlichkeiten des Gebäudes sind bereits belegt, unter anderem von
der Agentur Raike Kommunikation. Durch
die zentrale Innenstadtlage ist das Mediafleet ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln
zu erreichen. Direkt am Rödingsmarkt und
dem Gebäude gegenüber liegt die U-BahnHaltestelle der Linie U3. Knapp fünf Gehminuten entfernt befindet sich die S-BahnHaltestelle „Stadthausbrücke“ (Linien S1
und S3). Zudem fahren vom Rödingsmarkt
aus die Buslinien 3, 6, 35 und 37. Das
Mediafleet verfügt über eigene Parkplätze
und einen Anleger am Alsterfleet, der wieder in Betrieb genommen werden soll.
Technische Daten:
• Bezug kurzfristig möglich
• Büroräume zwischen 20 und 25 qm
• Mietpreis: 15 EUR/qm zzgl. Nebenkosten
und Umsatzsteuer
• Tiefgaragenplatz 125 EUR zzgl.
Umsatzsteuer
Kontakt:
Raike Kommunikation GmbH
Martina Todtenhaupt
Mediafleet
Ludwig-Erhard-Straße 6
20459 Hamburg
Tel.: 040 / 34 80 92-0
Fax: 040 / 34 80 92-11
E-Mail: agentur@raike.info
www.mediafleet.de
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
SERVICE/KONTAKTE
Orientierung für Social-Mediaund Mobile-Kampagnen
BVDW veröffentlicht neue Kompendien
Hobby: Student
Die Northern Business School wirbt mit einem
kostenlosen Studium auf Probe.
Wissenslücken oder ein fehlender Hochschulabschluss müssen keine
Karrierekiller sein: Weiterbildung funktioniert auch nebenberuflich. Ein
wenig Anstrengung und Disziplin gehören allerdings dazu. Wer sich
fragt, ob das etwas für ihn ist, kann es jetzt an der Northern Business
School (NBS) testen. Hier haben Berufstätige und Auszubildende noch
bis zum Jahresende die Gelegenheit, kostenlos in die acht berufsbegleitenden Studiengänge hineinzuschnuppern. Das Angebot reicht vom
klassischen Studium der Betriebswirtschaft über Fächer wie Wirtschaftsinformatik oder Ingenieurwissenschaften bis hin zu spezialisierten Studiengängen wie Coffeemanagement, Event und Tourismus sowie
Logistik. Der Start ist jederzeit möglich und auch die Inhalte lassen sich
individuell zusammenstellen.
Während des Probestudiums sind die Interessierten in den regulären
Studienbetrieb eingebunden und haben die Möglichkeit, sich mit Dozenten und Studenten aus höheren Semestern auszutauschen. NBS-Geschäftsführer Mirko Knappe weiß: „Dieser persönliche Eindruck ist
unverzichtbar und sollte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für
ein berufsbegleitendes Studium spielen.“
Alle Teilzeitstudiengänge der NBS führen zu einem vollwertigen, staatlich anerkannten Hochschulabschluss. Das NBS-Studium ist dabei an
die besonderen Bedürfnisse der Berufstätigen angepasst. So finden die
Lehrveranstaltungen freitagabends und samstags in den Räumen der
Hamburger Helmut-Schmidt-Universität statt. Darüber hinaus werden
die Studierenden von administrativen Wegen entlastet.
Northern Business School GmbH Marc Petersen Holstenhofweg 62
22043 Hamburg Fon: 040 / 35 70 03 40 Fax: 040 / 35 70 03 43
E-Mail: petersen@nbs-hamburg.de www.nbs.de
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
Die neu gegründete Fachgruppe Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat ihren ersten
„Social Media Kompass“ herausgegeben. Das Kompendium richtet sich an Agenturen, Vermarkter, werbetreibende
Unternehmen und Plattform-Betreiber.
Nach einer Einführung in das Thema Social Media stellt
das Werk unter anderem Formen, Anwendungsfelder und
Geschäftsmodelle vor und beschreibt die Mediennutzung,
die Beeinflussung von Meinungen und Kaufentscheidungen sowie die Auswirkungen auf das reale Leben.
Außerdem geht es auf die Kommunikationsarten One-ToMany sowie ManyTo-Many ein und
beschreibt mögliche Kampagneninstrumente. Einen
Schwerpunkt des
„Social
Media
Kompass“ bildet
das Kapitel „Werbung und Kommunikation – Brands
in Social-MediaUmfeldern“. Hier
geht es unter anderem um die Veränderung von Marketing-Strategien. Abgerundet wird das Der Social Media Kompass des BVDW
Kompendium von
Kennzahlen und Metriken, einem umfangreichen Kapitel
zum Thema Social-Media-Recht sowie Showcases und einem Glossar.
Zu den Autoren des „Social Media Kompass“ gehören
führende Köpfe der Social-Media-Branche, unter anderem Sten Franke (Ethority), Axel Schmiegelow (Sevenload), Heiko Ditges (Bigmouthmedia), Sandra Griffel
(Denkwerk), Dr. Robert Mayer-Uellner (Icrossing),
Mats Wappmann (Fox Interactive Media Germany/
MySpace Deutschland) und Julian Ratzke (Microsoft
Advertising).
Ebenfalls neu erschienen ist die zweite Ausgabe des Mobile Kompass der Fachgruppe Mobile im BVDW. Er behandelt alle relevanten Themenbereiche, angefangen
beim Mobile Internet über Mobile Marketing bis hin zu
Mobile Solutions. Beide Kompendien sind für je 49,90
Euro im BVDW Online Shop unter www.bvdw-shop.org
erhältlich.
Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
Isabel Blank Kaistraße 14 40221 Düsseldorf
Fon: 0211 / 60 04 56-13 Fax: 0211 / 60 04 56-33
E-Mail: blank@bvdw.org www.bvdw.org
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PERSONALIEN
Erik Hauth ist neuer Geschäftsführer
der Wissens-Community Wer-weisswas. Sein Vorgänger Hanno Zulla verlässt
das Unternehmen Ende des Jahres. Hauth
arbeitete bislang als Director Operations
von Wer-weiss-was. Zuvor war der 41-Jährige unter anderem als freier Berater für O2
Germany, AOL Deutschland oder Berlin
Online Stadtportal tätig. Er leitete außerdem die Produktion von Pepperzak Multimedia und war in der Geschäftsleitung der Produktionsfirma MME.
Wer-weiss-was betreibt die gleichnamige
N24.de-Wissenscommunity, bei der circa
400.000 User registriert sind.
Neue Köpfe
der Stadt
Alles über die Personalien
der digitalen Szene
Rainer Markussen ist neuer Vorstand
der gamigo AG. Der 41-Jährige löst damit Sven Ossenbrüggen ab, der dem Vorstand seit 2007 angehörte und sich nach der
Neuausrichtung des Online-Spiele-Anbieters neuen beruflichen Herausforderungen
widmen will. Markussen arbeitete zuletzt
als Verlagsgeschäftsführer in der Computer-Bild-Gruppe. Seine bisherigen Aufgaben werden von Hans Hamer als alleiniger
Verlagsgeschäftsführer der Verlagsgruppe
Männermedien der Axel Springer AG übernommen.
Neuer Leiter der macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation ist Markus Küll. Der studierte Germanist fungierte bislang als Regionaldirektor
Vertrieb und Marketing sowie als Pressesprecher eines
amerikanischen Dienstleistungskonzerns. Seinen beruflichen Hintergrund hat Markus Küll jedoch in der Bildungsbranche – zum Beispiel als Kanzler der privaten „International University of Applied Sciences Bad Honnef “. Zuvor
war Markus Küll als National Key Account Manager
eines englischen Bildungsträgers im Fremdsprachenbereich
auch einige Zeit verantwortlich für die Hamburger
Niederlassung.
Nach knapp zwei Jahren verabschiedet sich Stefan
Portune von der Hamburger Mediaagentur Initiative
Media, wo er als Geschäftsführer Digital tätig war. Er macht
sich nun selbstständig und steht der neugegründeten
FutureTV Sales GmbH als Managing Director vor.
Die FutureTV Sales ist eine Tochterfirma der FutureTV
Group mit Sitz in Düsseldorf und Rostock. Mit seinem
neuen Unternehmen möchte er ganzheitliche Lösungen
für erfolgreiches Video-Business anbieten und Firmen,
Medien, Agenturen und Filmproduzenten vor allem in Sachen Web TV beraten.
Peter F. Schmid übernimmt im November die Geschäftsführung von Europas größter Online-Partnervermittlung Parship GmbH. Der studierte DiplomKaufmann startete seine Karriere Ende der 90er Jahre bei
Procter & Gamble. Ab 1999 baute Schmid Autoscout24 mit
auf und war von 2001 bis 2005 dort als Geschäftsführer
tätig. 2006 übernahm er die CEO-Position der mobile.international GmbH und war zudem Vice President der eBay
Classifieds Group. Unter der Führung von Schmid expandierte das Geschäftsmodell des größten deutschen Internet-Fahrzeugmarktes in mehrere europäische Länder.
Diplom-Kaufmann Stefan Grimm ist neuer Head of
Sales & Marketing des Hamburger Unternehmens
Cadooz. Er startete im November 2008 als Sales Consultant beim Spezialisten für Gutscheine und Prämiensysteme
und stieg im Februar 2009 zum Sales Unit Director auf.
Vor seinem Wechsel zu Cadooz verantwortete Grimm
Marketing und Vertrieb der Hertz Autovermietung in
Süddeutschland.
Personalticker der Hamburger Digitalen Wirtschaft
André Lichte steigt bei der Internet-Fullservice-Agentur sitegeist als Art Director ein +++ Marcus Mende wird
Mitglied der Geschäftsleitung bei der Studio Hamburg-Tochter Studio Hamburg Produktion GmbH +++ Daniel
Daimler ist neuer Consultant Online Research bei der etracker GmbH +++ Carsten Ludowig wird neuer
Director Advertising & Partnerships bei der XING AG +++ Hauke Helms und Ulrich Sommer sind neue
Geschäftsleiter bei eprofessional.
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ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
AUSBLICK
What's next?
mit Dörthe-Julia Zurmöhle
In diesem Heft haben wir auf eine ereignisreiche Zeit zurückgeblickt –
mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten rund um
Hamburg@work. Aber selbstverständlich möchten wir auch in die
Zukunft schauen. Denn wir haben auch im nächsten Jahr noch viel
mit Ihnen vor. Die nächsten Highlights werfen bereits ihre Schatten
voraus – lesen Sie hier, worauf wir uns ganz besonders freuen.
Dörthe-Julia Zurmöhle,
Clustermanagerin
Hamburg@work
by Hamburg@work
Wie bei jedem guten Film gibt es auch vom newTVKongress von Hamburg@work eine Fortsetzung. Nach
der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr geht es im
Frühjahr 2010 in die zweite Runde. Im Fokus: newTVGeschäftsmodelle und -Formate.
Neues Entscheider-Format
bei Hamburg@work: mit
dem CaptainsTalk bringen
Was wird der nächste Hype in der Informationstechnologie und welche elektronischen Gadgets erobern schon bald den
Markt? Antworten auf diese und viele
andere Fragen gibt`s unter dem Motto
„Connected Worlds“ auf der CeBIT 2010
vom 2.- 6. März. Hamburg@work ist
natürlich auch mit von der Partie, wenn
die weltweite digitale Community nach
Hannover schaut.
wir im neuen Jahr die wichtigsten Köpfe der Digitalen
Wirtschaft an einen Mittagstisch. Beim Austausch in
ausgewählter Runde stehen
wechselnde Trendthemen
auf der Agenda: Ab dem
21. Januar jeden dritten
Donnerstag im Monat.
www.hamburg-media.net
www.newtv-kongress.de
www.cebit.de
Die nächste ALWAYS ON erscheint Anfang März.
IMPRESSUM
Herausgeber
Hamburg@work e.V.
Uwe Jens Neumann, Vorsitzender
Habichtstr. 41
22305 Hamburg
Amtsgericht Hamburg
Vereinsregister Hamburg VR 1581 8
Fon: 040 / 8 00 04 63-19
Fax: 040 / 8 00 04 63-43
uwejens.neumann@hamburg-media.net
Redaktion/Anzeigen
FAKTOR 3 AG
Anzeigen: Sabine Richter, Vincent Honrodt
Redaktion: Felix Altmann, Ben Lilie, Sven Linkel,
Catrin Meyer, Marc Recker, Annika Schmidtsdorff,
Lars Reppesgaard
Grafik: Britta Möller
Kattunbleiche 35
22041 Hamburg
Fon: 040 / 67 94 46-0
Fax: 040 / 67 94 46-11
alwayson@hamburg-media.net
Druck
Druckerei Nienstedt
Bargkoppelweg 49
22145 Hamburg
Erscheinungsweise: dreimonatlich
Auflage: 10.000
Hamburg@work ist die Hamburger Initiative für Medien, IT und Telekommunikation. Sie wird getragen von der Freien und
Hansestadt Hamburg sowie Hamburger Unternehmen, die sich im Hamburg@work e.V. zusammengeschlossen haben. Mit
seinen mehr als 2.500 Mitgliedern aus über 650 Unternehmen der Digitalen Wirtschaft ist Hamburg@work das bundesweit
größte Netzwerk der Branche. Ziel der seit 1997 agierenden Public-Private-Partnership ist es, die exponierte Position der Medienmetropole Hamburg als Standort der Informations- und Kommunikationstechnologien auszubauen und die Unternehmen
dieser Branchen zu unterstützen.
ALWAYS ON | 12 | NOVEMBER | 2009
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Sabine,
Bernd,
Leiterin Rechenzentrum
CFO
Sven,
CTO
EfÀzienz.
Virtuell, aber ganz schön spürbar.
Jetzt haben Sie’s in der Hand: eine konsolidierte, virtualisierte Infrastruktur vom Desktop bis zum Rechenzentrum. Nicht im wörtlichen
Sinne, natürlich – wir reden schließlich über Virtualisierung. Beginnen Sie mit Windows Server® 2008 R2 und dem integrierten
Hypervisor Hyper-V, und Sie brauchen keine teure Extrasoftware mehr. Nutzen Sie hierbei die unbegrenzten Virtualisierungsmöglichkeiten von Microsoft® SQL Server® 2008 Enterprise Edition, um unausgelastete Server einfacher auszugliedern. Setzen Sie Microsoft System
Center ein, und Sie haben ein zentrales Management bis zur Anwendungsebene hinunter. Im Klartext: eine flexible und dynamische,
virtualisierte Infrastruktur, die Ihren ROI maximiert, Ihre TCO minimiert und Geschäftsabläufe zu optimieren hilft. Und dies spürbar.
Wie Ihr Unternehmen durch Servervirtualisierung effizienter wird, erfahren Sie unter www.microsoft.de/DynamicIT
Scannen Sie das Tag mit Ihrem Mobiltelefon, um
jederzeit die neuesten Informationen abzurufen.
Den dafür benötigten Codereader gibt es als
Download unter http://gettag.mobi
Es entstehen lediglich GPRS-Kosten für die Verbindung ins (mobile)
Internet laut Ihrem Mobilfunkvertrag.
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