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Die MFA-Ausbildung – alles was Recht ist - Ärztekammer Schleswig

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Bad Segeberg, 67. Jahrgang
NR. 8 | August 2014
Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt
Herausgegeben von der Ärztekammer Schleswig-Holstein
mit den Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein
 Service für ausbildende Ärzte
Die MFA-Ausbildung –
alles was Recht ist
Seite 08
 weitere themen in diesem heft
Diabetes: Programm für Schleswig-Holstein Seite 06 Camp D: Diabetiker in
Bad Segeberg Seite 46 Frühförderung: Tagung in der Akademie Seite 48
Weltweit über
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Seite 3
Wer von Qualität spricht …
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
… liegt absolut im Trend. Allerseits wird (mehr) Qualität – zumal im Gesundheitswesen – eingefordert. Dabei
wird die Definition von (guter) Qualität von vielen urheberrechtlich beansprucht.
Bei näherem Hinschauen wird aber offensichtlich, dass sich hinter einem einheitlichen Qualitätsbegriff ganz
unterschiedliche Bedeutungsinhalte verbergen.
Evidenzbasierte Medizin, Leitlinienorientierung und qualifizierte Weiterbildung gelten seit Langem als Basis
jeglichen ärztlichen Handelns und werden tatsächlich auch aktiver gelebt, als manchem Akteur selbst und
auch so manchem Kritiker bewusst ist. Aber selbstverständlich kommen in der öffentlichen Diskussion auch
andere Gesichtspunkte zum Tragen. Patienten erleben nicht allein die erfolgreiche Behandlung als Merkmal
von Qualität; sie werten auch andere Kriterien als qualitätsbemessend: die Freundlichkeit, mit der ihnen bei
Kontaktaufnahme begegnet wird, die Terminvergabe, die Wertschätzung, die ihnen beim Arztbesuch selbst
zuteilwird – sogenannte „weiche“ Faktoren, die allesamt mit Kommunikation und Atmosphäre zu tun haben.
Bezeichnend, dass einige Arztbewertungsportale im Internet eigene Punkte für das „Entertainment“ in der
Arztpraxis vergeben. Wie weit man sich da hervortun möchte, mag jeder für sich entscheiden.
Klar ist aber, dass in dem für mehr oder weniger gut befundenen Gesamtpaket „Praxis“ neben der Ärztin oder
dem Arzt den Mitarbeiterinnen – zumeist sind es ja Frauen – ein hoher Anteil zukommt. Die Medizinischen
Fachangestellten, „MFA“ – die früheren Arzthelferinnen, tragen wesentlich dazu bei, wie sich ein Patient in der
Praxis aufgehoben fühlt. Sie sind ganz entscheidend dafür, ob und wie „der Laden läuft“.
Aber genauso wenig wie qualifizierte junge Ärztinnen und Ärzte stehen auch gut ausgebildete, engagierte
„MFA“ dem Arbeitsmarkt zuhauf zur Verfügung. Weil wir wissen, welch wichtige Rolle sie für unseren Berufsstand spielen, legen wir in der Ärztekammer Schleswig-Holstein großen Wert auf eine gute überbetriebliche
Ausbildung und intensive Betreuung von Auszubildenden in dieser arztnahen Berufsgruppe. Unser EdmundChristiani-Seminar ist dafür unter den deutschen Ärztekammern eine allererste Adresse.
Viele niedergelassene Kolleginnen und Kollegen haben erkannt, dass es sich lohnt, in die Ausbildung ihrer
jungen Mitarbeiter/innen zu investieren. Sie leiten ihre Auszubildenden intensiv an, nehmen sie an die Hand,
wenn etwas mal nicht so reibungslos läuft, und stellen sie auch für externe Kurse frei. Leider können wir gleichwohl an den Prüfungsergebnissen sehen, dass das nicht überall ohne Probleme für Auszubildende wie Ausbilder funktioniert.
Wo immer es geht, bieten wir vonseiten der Ärztekammer Unterstützung an. Auch dieses Heft soll eine Hilfe
für alle Kolleg(inn)en sein, die in ihren Praxen selbst ausbilden wollen und dazu zunächst einen Überblick über
die rechtlichen Rahmenbedingungen benötigen. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiterinnen in unserem Edmund-Christiani-Seminar jederzeit gerne für Fragen und Beratung zur Verfügung.
Wir Ärzte fordern verantwortliches Mitwirken in allen Fragen der Qualität ein. Es ist selbstverständlich, dass
wir auch an die Ausbildung in unseren Praxen einen hohen Qualitätsanspruch haben. Denn auch wer jungen
Menschen wesentliche Qualifikationen und Werteorientierungen nahebringen will ...
… muss wissen, was er damit wirklich meint.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Ihr
Dr. med. Franz-Joseph Bartmann
Präsident
Ausgabe 8 | August 2014
3
Inhalt
06
55
56
Sein aha-Projekt wurde
landesweit ausgerollt:
Dr. Carsten Petersen.
Neuroradiologe Prof.
Peter Schramm ist neu
am Campus Lübeck.
Leitet eine neu geschaffene Sektion am
UKSH: Prof. Jan Rupp.
Schleswig-Holstein
seite 3
46
Diabetes-Camp für junge Menschen...................... 46
Nachrichten in kürze
06
Akademie-Veranstaltung zur Frühförderung......... 48
Café für Krebspatienten........................................... 06
Bad Segeberg forscht zur TAVI............................... 50
Ausgabensteigerungen für die Versorgung............ 06
Gesundheitspolitische Sprecher im Interview........ 51
Aha-Programm zur Bekämpfung von Diabetes...... 06
Kammerdelegierte im Portrait................................. 53
Männer meiden die Krebs-Früherkennung............. 07
Absolventen in Kiel und Lübeck verabschiedet..... 07
Mitteilungen der Akademie 52
Personalia 54
Traineeprogramm für Weiterbildungsassistenten... 07
Titelthema
08
Der sichere Weg zur erfolgreichen Ausbildung in
der Praxis.................................................................. 08
4 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Geburtstage und Verstorbene................................. 54
Bundesverdienstkreuz für Marlies Borchert........... 55
Inhalt
„Jede einzelne Lobbygruppe
schaut nur auf ihre partikularen
Interessen.“
Wolfgang Dudda, Piratenpartei,
über das Gesundheitswesen
51
Über 400 junge Menschen mit Diabetes kamen zum
Camp D in Bad Segeberg, um sich ein Wochenende
lang über das Leben mit Diabetes auszutauschen.
46
Schramm folgt auf Petersen.................................... 55
Kassenärztliche Vereinigung
62
Anzeigen
69
telefonverzeichnis
81
Rupp leitet neue Sektion am Campus Lübeck....... 56
Verstärkung in Pinneberg........................................ 56
Neu in der Reinbeker Geschäftsführung................ 57
Mitteilungen des ECS
58
Fortbildungen
59
Mitteilungen der Ärztekammer
61
(Titelbild: ÄKSH)
(Fotos: di/UKSH/UKSH/Novo Nordisk)
Satzung zur Änderung der Satzung der
Versorgungseinrichtung.......................................... 61
Ausgabe 8 | August 2014 5
Nachrichten in Kürze
Café für Krebspatienten
Das Café für Krebspatienten öffnet seit Juni
auch in Bad Segeberg seine Türen. Wie
schon seit geraumer Zeit in Kiel, wo die
Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft zum „Betroffenen-Café“ bittet, sind jetzt auch hier Menschen,
die mit einer Krebserkrankung leben, eingeladen
zum ungezwungenen Austausch, Kennenlernen und
Gespräch bei Kaffee und Kuchen. Standort des Betroffenen-Cafés sind die Räume des Edmund-Christiani-Seminars (ECS), der Berufsbildungseinrichtung
der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Termin für die
Treffen ist jeweils der erste Dienstag im Monat. Wer
mit der schweren Erkrankung lebt, wird in der Regel
engmaschig medizinisch betreut. Dass es aber auch
darüber hinaus guttut, sich mit anderen Menschen
auszutauschen, die mit einer ähnlichen Erkrankung
ihr Leben in den Griff bekommen, das erleben Betroffene bei dem nachmittäglichen Café-Treff, bei dem
auch Platz für Lachen und Fröhlichkeit ist.
Initiiert wurde das Angebot gemeinsam von der Ärztekammer und der Krebsgesellschaft SchleswigHolstein. Die Nachmittage werden begleitet von
Mitarbeitenden der Ärztekammer. Sie sind ehrenamtlich für die Gäste des Patienten-Cafés da. Eintritt, Kaffee und Kuchen sind für Betroffene mit einer
Krebserkrankung frei. (ws)
Mehr Ausgaben für die medizinische Versorgung
Mehrere Krankenkassen meldeten in den vergangenen Wochen Ausgabensteigerungen für die
medizinische Versorgung der Versicherten in Schleswig-Holstein. Die TK berichtete von einem Anstieg um
rund 6,5 Prozent auf insgesamt 830 Millionen Euro.
Durchschnittlich 2.151 Euro wurden für jeden Versicherten aufgewendet. Die größte prozentuale Steigerung gab es laut TK bei den ambulanten ärztlichen
Behandlungen, die die Ersatzkasse mit 462 Euro pro
Kopf angab. Dies entspricht einer Steigerung um
12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Barmer
GEK berichtete von einem Anstieg um fünf Prozent
auf 975 Millionen Euro für die medizinische Versorgung. Damit beliefen sich die Leistungsausgaben pro
Kopf auf 2.630 Euro. Auch hier gab es in der ambulanten Versorgung den größten Sprung, und zwar um
9,8 Prozent. Größter Ausgabenblock für die Krankenkassen ist aber weiterhin der stationäre Sektor. (di)
Aha-Programm zur Vermeidung und Bekämpfung von Diabetes
Die KVSH hat mit der AOK Nordwest, der Barmer GEK
und der DAK Gesundheit einen Vertrag zur frühzeitigen Erkennung und Vermeidung von Diabetes geschlossen. Das landesweite Präventionsprogramm
unter dem Namen „aha!“ (ab heute anders) soll helfen, die Erkrankung zu vermeiden oder zu verzögern.
Schirmherrin ist Landesgesundheitsministerin Kristin Alheit. Es richtet sich vor allem an Menschen, bei
denen Hinweise auf ein erhöhtes Risiko zum Diabetes mellitus Typ 2 vorliegen. Sie erhalten von Hausärzten und hausärztlichen Internisten, die an dem
Programm teilnehmen, zunächst einen speziellen
Fragebogen, mit dessen Hilfe das individuelle Risiko,
6 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
in den nächsten zehn Jahren an Diabetes zu erkranken, ermittelt wird. Erhärtet sich der Verdacht, kann
der Versicherte an einem Präventionsprogramm bei
seinem behandelnden Arzt teilnehmen. Ziel ist es,
dass der Versicherte seine Lebens- und Essgewohnheiten langfristig umstellt, mehr Sport treibt und damit das Diabetesrisiko gesenkt wird. Dafür werden
individuelle Pläne aufgestellt. Die Teilnehmer bekommen von ihrem Arzt effiziente Maßnahmen, die problemlos umgesetzt werden können. Das Programm
war in einem Pilotprojekt im Kreis Schleswig-Flensburg erfolgreich getestet worden. (PM/Red)
Weitere Informationen unter: www.ab-heute-anders.de
www.aerzteblatt-sh.de
Appell zur Vorsorge
Laut AOK Nordwest hat nur jeder fünfte anspruchsberechtigte Mann ab 45 Jahren in Schleswig-Holstein
im vergangenen Jahr die Krebsfrüherkennung in Anspruch genommen. Bei den anspruchsberechtigten
Frauen ab 20 Jahren betrug der Anteil 39 Prozent. Die
AOK appellierte an die Versicherten, den Check-up
stärker in Anspruch zu nehmen und verwies in diesem
Zusammenhang auf 18.885 jährliche Krebs-Neuerkrankungen in Schleswig-Holstein sowie 7.586 Todesfälle. AOK-Chef Martin Litsch glaubt, dass viele
Männer sich zu wenig Gedanken über die Folgen unterlassener Früherkennung machen. (PM/Red)
Absolventen in Kiel und Lübeck verabschiedet
Lübeck und Kiel haben im vergangenen Monat frisch
promovierte Mediziner und Absolventen mit Staatsexamen feierlich verabschiedet. An der Medizinischen
Fakultät der Kieler Christian-Albrechts-Universität
schlossen insgesamt 113 Medizinstudierende ihre
Ausbildung ab. Studiendekan Prof. Ingolf Cascorbi
sagte bei ihrer Verabschiedung, Kiel sei intensiv bemüht, Lehrqualität und Inhalte des Studiums fortlaufend zu verbessern. Neben den Examensurkunden
überreichte Cascorbi auch Promotionsurkunden.
Im Wintersemester 2013/14 promovierten 76 Perso-
nen an der Medizinischen Fakultät. Einen Tag nach
Kiel verabschiedete Lübeck seine Absolventen in
der Universitätskirche St. Petri. In der Sektion Medizin erlangten 123 Studierende ihren Doktorgrad,
104 Studierende machten ihr Staatsexamen in Humanmedizin. Die besten Abschlüsse wurden mit Preisen ausgezeichnet. In der Medizin waren dies Sonja
Soehring und Hannah Wischnath. In Kiel wurde erstmals der Förderpreis der Stiftung zur Förderung
der Medizinischen Forschung an Lisa Goebel, Felix
Jäckel und Theo Nerdal verliehen. (PM/Red)
Traineeprogramm für Weiterbildungsassistenten
Ein Traineeprogramm für Weiterbildungsassistenten
aller Fachrichtungen soll am 19. September das Rüstzeug für den Start in eine erfolgreiche Niederlassung
vermitteln. Die Veranstaltung der Kassenärztlichen
Vereinigung und der Ärztekammer Schleswig-Holstein wendet sich gezielt an Weiterbildungsassistenten, die sich mit der Zeit nach der Facharztprüfung
beschäftigen. Junge und erfahrene niedergelassene
Ärzte beleuchten in kurzen Vorträgen die wichtigsten
Facetten der Niederlassung. Im Mittelpunkt stehen
dabei die Themen Finanzierung der Praxis, Organisationsstrukturen einer Niederlassung, Kommunikation, vernetzte Strukturen und bisherige Erfahrungen.
Ziel ist es, den Weiterbildungsassistenten die breite
Palette an Möglichkeiten einer Niederlassung aufzuzeigen. Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte
Dr. Bettina Schultz, Dr. Svante Gehring, Dr. Peter Wilken Boie und Andreas Rinck wollen vermitteln, dass
die Niederlassung eine attraktive Alternative zu anderen ärztlichen Tätigkeiten ist und stehen nach ihren
Impulsvorträgen auch für individuelle Fragen der Teilnehmer zur Verfügung.
In einer Abschlussdiskussion mit den Referenten aus
den Praxen haben die Weiterbildungsassistenten die
Möglichkeit Themen vorzuschlagen, die aus ihrer
Sicht in Folgeveranstaltungen vertieft oder neu aufgegriffen werden sollten. An der gebührenfreien Auftaktveranstaltung in der Akademie für medizinische
Fort- und Weiterbildung in der Esmarchstraße in Bad
Segeberg können Weiterbildungsassistenten teilnehmen, wenn sie sich bis spätestens 29. August angemeldet haben. Die Veranstaltung am 19. September ist
geplant von 10:00 bis 15:00 Uhr. Die Teilnehmer erhalten fünf Fortbildungspunkte. Anmeldungen bitte an:
Sylvia Hajduk, Tel.: 04551 8813 195, Fax: -206,
E-Mail: akademie@aeksh.org. (Red)
Ausgabe 8 | August 2014 7
TITELTHEMA
Medizinische Fachangestellte (MFA)
Der sichere Weg zur erfolgreichen
Ausbildung in der Praxis
Ausbildende Ärzte profitieren mittelfristig von der Nachwuchsarbeit, haben
gegenüber den angehenden MFA aber auch viele Pflichten. Ein Überblick.
Kennen Sie den Unterschied zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Zeugnis? Wissen
Sie, welche Angaben in einem Zeugnis verpflichtend
sind? Ausbildende Ärzte sollten mit diesen und anderen Details, die der gesetzliche Anspruch auf Aus-
Cornelia Mozr
(Fotos: di)
stellung eines Ausbildungszeugnisses beinhaltet,
vertraut sein. Dies ist nur eine von zahlreichen Verpflichtungen, die ein Praxisinhaber mit der Entscheidung zur Ausbildung auf sich nimmt.
Das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt bietet den
ausbildenden Ärzten mit dieser Ausgabe in Zusammenarbeit mit dem Edmund-Christiani-Seminar (ECS), der Bildungsstätte der Ärztekammer
Schleswig-Holstein, einen umfassenden Überblick
über die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften rund
um die Ausbildung und lässt ECS-Leiterin Cornelia
Mozr erklären, worauf Sie bei einem Ausbildungs8 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
zeugnis achten müssen (Seite 10 ff.). In einem weiteren Abschnitt geht es kurz um die Überbetriebliche
Ausbildung, die jede MFA-Auszubildende in Schleswig-Holstein ein Mal im Jahr für eine Woche in Bad
Segeberg im ECS durchläuft (Seite 13).
Ab Seite 14 finden Sie einen Auszug mit den wichtigsten Paragrafen aus dem Berufsbildungsgesetz
(BBiG). Von großer Bedeutung für Ausbilder ist auch
das Jugendarbeitsschutzgesetz, weil viele Auszubildende zumindest zum Ausbildungsstart noch jünger
als 18 Jahre sind (ab Seite 23). Ab Seite 38 finden
Sie dann die wichtigsten Passagen aus dem Ausbildungsrahmenplan.
Zu der ungewöhnlich breiten Darstellung mit einigen
Seiten an reinen Gesetzestexten haben wir uns zum
einen entschlossen, weil Ärzten eine solche Zusammenfassung nach unserer Kenntnis bislang nicht
vorliegt, sie aber in der Praxis mitunter vermisst wird.
Zum anderen ist das Thema hochaktuell. In der öffentlichen Debatte um den Fachkräftemangel werden oft naturwissenschaftliche Berufe oder auch die
Ärzte thematisiert. Dass es bei den Praxisangestellten ebenfalls zu Engpässen kommen könnte, wenn
die Ausbildung vernachlässigt wird, wird in dieser
Diskussion häufig verdrängt. Die Studie eines Personaldienstleisters aus diesem Jahr zeigt aber,
dass MFA zusammen mit Ärzten im Ranking der am
schwersten zu besetzenden Berufe an achter Stelle
liegen – noch vor den oft genannten Technikern. Damit aus dem befürchteten kein tatsächlicher Personalengpass wird, ist eine qualifizierte Ausbildung
Voraussetzung. Und damit die gelingt, sind gut informierte Ausbilder nötig. Bis einschließlich Seite 45
erhalten Sie diese Informationen.
Sollte Sie darüber hinaus noch weitere Fragen rund
um die Ausbildung in der Arztpraxis haben, erhalten Sie selbstverständlich telefonischen Rat im ECS
(04551 8813 135). (Red)
www.aerzteblatt-sh.de
Ausbilderinnen des Edmund-Christiani-Seminars in Bad Segeberg: Mit der
Überbetrieblichen Ausbildung wird dort ein Grundstein für eine erfolgreiche
Ausbildung von MFA gelegt – worauf es sonst noch ankommt, lesen Sie auf den
folgenden Seiten bis Seite 45.
Ausgabe 8 | August 2014 9
TITELTHEMA
Das Ausbildungszeugnis
1. Gesetzlicher Anspruch auf Ausstellung
eines Ausbildungszeugnisses:
§ 16 Berufsbildungsgesetz
(1) Ausbildende haben den Auszubildenden bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein
schriftliches Zeugnis auszustellen. Die elektronische Form ist ausgeschlossen. Haben Ausbildende
die Berufsausbildung nicht selbst durchgeführt, so
soll auch der Ausbilder oder die Ausbilderin das
Zeugnis unterschreiben.
(2) Das Zeugnis muss Angaben enthalten über Art,
Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie über
die erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Auszubildenden. Auf
Verlangen Auszubildender sind auch Angaben
über Verhalten und Leistung aufzunehmen.
Die Vorschrift macht unmissverständlich deutlich,
dass Auszubildenden bei Abschluss der Ausbildung
immer ein Ausbildungszeugnis auszustellen ist. Der
Grund für die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ist dabei nicht von Bedeutung.
Selbst ein ausdrücklicher Verzicht des Auszubildenden auf die Ausstellung eines Ausbildungszeugnisses ist unwirksam.
2. Zeugnisarten
Genau wie bei einem Arbeitszeugnis unterscheidet
man zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Ausbildungszeugnis.
Das einfache Ausbildungszeugnis darf nur folgende
Angaben enthalten:
 Art der Ausbildung,
 Dauer der Ausbildung,
 Ziel der Ausbildung,
 erworbene berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten (§ 16 Abs. 2 Satz 1 BBIG)
Bei dieser Art des Zeugnisses handelt es sich lediglich um eine Ausbildungsbescheinigung, die keine
Aussagen zur Leistung und zum Verhalten des Auszubildenden enthält, die als Indiz für Unstimmigkeiten oder schlechte Leistungen gelten könnten.
10 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
In der Regel ist daher ein qualifiziertes Ausbildungszeugnis auszustellen. In einem qualifizierten Ausbildungszeugnis werden auch
 Leistung und
 Verhalten
des Auszubildenden bewertet.
Verlangt der Auszubildende ausdrücklich nur ein einfaches Ausbildungszeugnis, darf der Ausbilder ihm
kein qualifiziertes Zeugnis ausstellen.
Bereits vor Ausbildungsende kann der Auszubildende ein Zwischenzeugnis verlangen, wenn
 er sich um eine andere Ausbildung oder bereits
vor Ende der Ausbildung anderweitig bewerben
möchte,
 der ihn betreuende Ausbilder vor Ausbildungs­
ende wechselt,
 die Ausbildungszeit für einen längeren Zeitraum
unterbrochen wird oder
 bei vergleichbaren Gründen.
In diesen Fällen ist dem Auszubildenden auf Verlangen ein normales Ausbildungszeugnis auszustellen. Die Leistungs- und Verhaltensbeurteilung ist für
den Ausbilder bindend. D. h., dass die Beurteilung
im abschließenden Ausbildungszeugnis nur dann
vom Zwischenzeugnis abweichen darf, wenn nachträglich Umstände bekannt werden, die eine abweichende Beurteilung rechtfertigen und zwischen
beiden Zeugnissen eine längere Zeitspanne (mehr
als sechs Monate) liegt.
Die Herausgabe des Zeugnisses darf nicht von ggf.
bestehenden vertraglichen Verpflichtungen des Auszubildenden abhängig gemacht werden.
3. Zeitpunkt der Aushändigung des
Zeugnisses
Das Ausbildungszeugnis braucht ein Auszubildender als Bewerbungsunterlage für seine Arbeitsplatzsuche, insbesondere dann, wenn der Auszubildende
vom Ausbildungsbetrieb nicht in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen wird. Aus diesem
Grund muss das Ausbildungszeugnis am Ietzten
Tag des Ausbildungsverhältnisses ausgehändigt
werden. Der Ausbildungsbetrieb muss das Zeugnis
daher so rechtzeitig erstellen, dass er es dem Auszubildenden am Ietzten Tag der Ausbildung aushändigen kann.
www.aerzteblatt-sh.de
Falls der Betrieb das Zeugnis dem Auszubildenden
nicht bis zum letzten Tag des Ausbildungsverhältnisses ausgehändigt hat, macht er sich gegebenenfalls
schadenersatzpflichtig, wenn der Auszubildende
deshalb eine Arbeitsstelle nicht erhält. Stellt der Betrieb das Zeugnis erst nach Ausbildungsende aus,
muss er es dem Auszubildenden auf Betriebskosten
zusenden.
4. Äußere Form des Ausbildungs­zeugnisses
Das Ausbildungszeugnis muss schon von seiner äußeren Form her seiner Bedeutung entsprechen. Es
muss daher auf dem üblichen Firmenbriefbogen
sauber und frei von Rechtschreibfehlern maschinell
geschrieben werden und mit einem Ausstellungsdatum versehen sein (Erstelldatum = spätestens letzter Tag der Ausbildung). Das Anschriftenfeld darf
nicht ausgefüllt sein.
Der Auszubildende kann ein handschriftlich oder
unsauber geschriebenes Zeugnis (z. B. Tippfehler,
Durchstreichungen, nachträgliche Korrekturen, Flecken oder ähnliches) zurückweisen und ein neues
Zeugnis verlangen. Einzelne Worte dürfen weder
in Anführungsstrichen stehen noch unterstrichen,
kursiv oder fett gedruckt sein. Denn solche Kennzeichnungen können dem Leser unzulässige Informationen über den Text hinaus geben.
Das Zeugnis muss vom Arbeitgeber oder seinem
Vertreter eigenhändig unterschrieben werden. Ein
Faksimile oder eingescannte Unterschriften genügen nicht. Unterschreibt ein Vertreter des Arbeitgebers, muss dessen Vertretungsbefugnis (z. B. „i. V.“,
„i. A.“) angegeben werden. Hat der Arbeitgeber die
Berufsausbildung nicht persönlich durchgeführt, soll
auch der Ausbilder mit unterschreiben und damit
eine Mitverantwortung für den Zeugnisinhalt übernehmen (vgl. § 16 Abs. 1 BBiG).
5. Zeugniswahrheit
Das Zeugnis muss wahr sein und alle wesentlichen
Tatsachen (bei einem qualifizierten Zeugnis auch
Wertungen) enthalten, die für die Gesamtbeurteilung
des Auszubildenden wichtig sind. Ein Zeugnis muss
so genau und umfassend beschreiben, was der Auszubildende während des Ausbildungsverhältnisses
getan hat, dass sich der künftige Arbeitgeber ein klares Bild davon machen kann.
Wie das Zeugnis im Einzelnen formuliert wird, ist Sache des Ausbildungsbetriebes. Er muss dabei aber die
übliche Zeugnissprache beachten. Wortwahl, Satzstellung oder Auslassungen dürfen nicht dazu führen,
dass beim Leser falsche Vorstellungen entstehen.
Der Auszubildende kann nicht verlangen, dass der
Betrieb bei der Zeugniserstellung bestimmte Formulierungen verwendet.
Einmalige Vorfälle, die für den Auszubildenden,
seine Leistung und sein Verhalten nicht typisch sind,
dürfen nicht ins Zeugnis aufgenommen werden.
6. Wohlwollendes Zeugnis
Bei der Erstellung des Zeugnisses ist zu bedenken,
dass Auszubildende von einem einmal ausgestellten
Zeugnis ihr Leben lang begleitet werden und ein gutes Ausbildungszeugnis für den Einstieg ins Berufsleben sowie für das berufliche Fortkommen existenziell
wichtig ist.
Die Rechtsprechung verlangt daher, dass das Zeugnis von verständigem Wohlwollen für den Auszubildenden getragen sein muss.
Dies bedeutet aber nicht, dass jedes Zeugnis einer guten Note entsprechen soll. Im Klartext heißt das, dass
der Zeugnisaussteller zwar der Wahrheit verpflichtet
ist, ohne aber direkte Kritik zu üben.
Auch ein mangelhaftes Zeugnis (Note 5) kann demnach wohlwollend verfasst sein, wenn z. B. kleinere
vom Beurteilten verursachte konkrete Probleme im
Zeugnis wohlwollend unerwähnt bleiben oder ungünstige Aussagen möglichst schonend formuliert werden.
Eine strikt höfliche Ausdrucksweise auch für Leistungsmängel ist dabei unabdingbar. Diese wohlwollenden Formulierungen dürfen aber nicht zur
Unrichtigkeit des Zeugnisses führen. Wer ein unrichtiges Zeugnis ausstellt, haftet einem späteren Arbeitgeber für den Schaden, der daraus entsteht, dass er den
Auszubildenden im Vertrauen auf die Richtigkeit des
Zeugnisses eingestellt hat.
Das Zeugnis darf schließlich nicht in sich widersprüchlich sein, also keine zu großen Abweichungen der
Einzelaussagen untereinander sowie der Gesamtbeurteilung aufweisen.
7. Was nicht im Ausbildungszeugnis
erwähnt werden darf
Das Zeugnis muss nach der Rechtsprechung vom
,,verständigem Wohlwollen für den Auszubildenden
getragen sein, um dem Auszubildenden das weitere
Ausgabe 8 | August 2014 11
TITELTHEMA
Bei Fragen stehen Ihnen Ulrike
Messerig (li.) und Silva Lehmann
(re.) von der Ärztekammer Schleswig-Holstein zur Verfügung.
Kontakt: Tel.: 04551 8813 135,
E-Mail: med.fachberufe@aeksh.org
(Foto: di)
berufliche Fortkommen nicht unnötig zu erschweren“.
Folgende Dinge dürfen daher im Zeugnis grundsätzlich nicht erwähnt werden:
 Krankheiten (auch Iängerfristige) und Schwerbehinderteneigenschaft des Auszubildenden dürfen
im Ausbildungszeugnis grundsätzlich nicht erwähnt werden.
 Der Beendigungsgrund (z. B. Kündigung durch
den Ausbildungsbetrieb) darf nur mit Zustimmung
des Auszubildenden erwähnt werden. Hat jedoch
der Auszubildende von sich aus gekündigt oder
wurde ihm aus betrieblichen Gründen gekündigt,
ist dies zu erwähnen, damit nicht beim Leser der
falsche und für den Auszubildenden nachteilige
Eindruck entsteht, dem Auszubildenden sei verhaltensbedingt gekündigt worden.
 Einmaliges Fehlverhalten des Auszubildenden,
das „jedem mal passieren kann“ und das für Leistung und Führung des Arbeitnehmers nicht kennzeichnend ist.
 Das Nichtbestehen der Prüfung darf nur erwähnt werden, wenn der Auszubildende die
12 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Prüfung endgültig (also auch im dritten Anlauf)
nicht bestanden hat. Dabei ist auch hier auf eine
wohlwollende Formulierung („hat an der Prüfung teilgenommen“) zu achten.
Alkohol- und Drogenabhängigkeit dürfen im
Zeugnis ebenso wenig erwähnt werden wie
Dinge aus dem Privatleben des Auszubildenden.
Eine gewerkschaftliche Tätigkeit des Auszubildenden oder seine Mitarbeit in der Jugendvertretung darf nur dann ins Zeugnis, wenn der
Auszubildende dies ausdrücklich wünscht.
Straftaten und Strafverfahren dürfen nur im
Zeugnis erwähnt werden, wenn sie mit dem
Ausbildungsverhältnis direkt in Zusammenhang
stehen und die Straftat durch gerichtliche Entscheidung nachgewiesen ist.
Unterbrechungen der Lehrzeit (Elternzeit, Wehrdienst) sind dagegen im Zeugnis zu erwähnen,
da sie erklären, warum die Ausbildung länger
gedauert hat.
www.aerzteblatt-sh.de
Überbetriebliche Ausbildung
Intensives Üben in Partnerarbeit
vermittelt praktische Fertigkeiten
Eine Woche im Jahr kommt jede angehende Medizinische Fachangestellte (MFA)
zur überbetrieblichen Ausbildung in das ECS.
In jedem Ausbildungsjahr werden alle Auszubildenden in Schleswig-Holstein für eine Woche in der
überbetrieblichen Ausbildung unterwiesen. In dieser Zeit werden Ausbildungsinhalte trainiert, die in
vielen Arztpraxen nur schwer oder gar nicht vermittelt werden können.
Für Facharztpraxen, die nicht allgemeinmedizinisch,
hausärztlich internistisch, praktisch oder kinderärztlich orientiert sind, werden zwei erweiterte überbetriebliche Ausbildungen von jeweils drei Tagen
durchgeführt, um eine ausreichende Übungskomponente der vermittelten Fertigkeiten zu gewährleisten.
Eine weitere Besonderheit gibt es in (*¹) bestimmten Ausbildungsstätten wie z. B. der Bundeswehr
und der Polizei, in Reha-Kliniken, Laboren, Gesundheitsämtern sowie bei Privatärzten. Da in diesen
Ausbildungsbetrieben die Vermittlung der vertragsärztlichen Abrechnung nicht gewährleistet ist, müssen diese Auszubildenden noch einmal an vier
Tagen an der überbetrieblichen Ausbildung Verwaltung teilnehmen.
Die Lage der überbetrieblichen Ausbildungen im
Laufe des jeweiligen Ausbildungsjahres, können Sie
der nachfolgenden Tabelle entnehmen.
Das ECS legt großen Wert darauf, den Auszubildenden durch intensives Üben in Partnerarbeit und
handlungsorientierten Aufgaben neue praktische
Fertigkeiten zu vermitteln. Das gelingt durch kleine
Gruppen mit in der Regel zwölf Teilnehmerinnen,
die von praxiserfahrenen Ausbilderinnen unterwiesen werden. Die Unterweisung wird u. a. in den gut
ausgestatteten Medizinräumen und im Labor des
Edmund-Christiani-Seminars durchgeführt.
Maßnahme
Ausbildungsjahr
Zeitraum
Einbestellung
Überbetriebliche Ausbildung Unterstufe (1 Woche)
1. Ausbildungsjahr
Feb. – Jun. eines Kalenderjahres
Erfolgt klassenweise über
die Berufsschulen
1. Erweiterte überbetrieb­
liche Ausbildung (3 Tage)
2. Ausbildungsjahr
Aug. – Nov. (inkl. Herbstferien) eines Kalenderjahres
Anschreiben an die Ausbildungsstätte mit der
Möglichkeit der Terminauswahl
Überbetriebliche Ausbildung Mittelstufe (1 Woche)
2. Ausbildungsjahr
Nov. – Feb. eines Kalenderjahres
Erfolgt klassenweise über
die Berufsschulen
*¹ Überbetriebliche Ausbildung – Verwaltung
(4 Tage)
2. Ausbildungsjahr
Karfreitag- oder Ostermontagwoche
Festgelegter Termin siehe
Zeitraum
Überbetriebliche Ausbildung Oberstufe (1 Woche)
3. Ausbildungsjahr
Aug. – Nov. eines Kalenderjahres
Erfolgt klassenweise über
die Berufsschulen
2. Erweiterte überbetrieb­
liche Ausbildung (3 Tage)
3. Ausbildungsjahr
Nov. – Feb. zusätzlich in
den Osterferien eines Kalenderjahres
Anschreiben an die Ausbildungsstätte mit der
Möglichkeit der Terminauswahl
Ausgabe 8 | August 2014 13
TITELTHEMA
Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) (Auszug)
Ausfertigungsdatum: 23.03.2005
Vollzitat: „Berufsbildungsgesetz vom 23. März 2005
(BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 22 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749) geändert
worden ist“
Stand: Zuletzt geändert Art. 22 G v. 25.7.2013 I 2749
Das G wurde als Artikel 1 d. G v. 23.3.2005 I 931 vom
Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Es ist gem. Art. 8 Abs. 1 dieses G am 1.4.2005
in Kraft getreten. § 7 Abs. 2 tritt am 1.8.2009 in Kraft.
Ersetzt G 806-21 v. 14.8.1969 I 1112 (BBiG)
Teil 1
Allgemeine Vorschriften
§ 1 Ziele und Begriffe der Berufsbildung
(1) Berufsbildung im Sinne dieses Gesetzes sind die
Berufsausbildungsvorbereitung, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und die berufliche
Umschulung.
(2) Die Berufsausbildungsvorbereitung dient dem
Ziel, durch die Vermittlung von Grundlagen für den
Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit an eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf heranzuführen.
(3) Die Berufsausbildung hat die für die Ausübung
einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich
wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb
der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen.
(4) Die berufliche Fortbildung soll es ermöglichen, die
berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen.
(5) Die berufliche Umschulung soll zu einer anderen
beruflichen Tätigkeit befähigen.
§ 2 Lernorte der Berufsbildung
(1) Berufsbildung wird durchgeführt
1. in Betrieben der Wirtschaft, in vergleichbaren Einrichtungen außerhalb der Wirtschaft, insbesondere des öffentlichen Dienstes, der Angehörigen
freier Berufe und in Haushalten (betriebliche Berufsbildung),
2. in berufsbildenden Schulen (schulische Berufsbildung) und
14 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
3. in sonstigen Berufsbildungseinrichtungen außerhalb der schulischen und betrieblichen Berufsbildung (außerbetriebliche Berufsbildung).
(2) Die Lernorte nach Absatz 1 wirken bei der Durchführung der Berufsbildung zusammen (Lernortkooperation).
(3) Teile der Berufsausbildung können im Ausland
durchgeführt werden, wenn dies dem Ausbildungsziel dient. Ihre Gesamtdauer soll ein Viertel der in
der Ausbildungsordnung festgelegten Ausbildungsdauer nicht überschreiten.
§ 3 Anwendungsbereich
(1) Dieses Gesetz gilt für die Berufsbildung, soweit
sie nicht in berufsbildenden Schulen durchgeführt wird, die den Schulgesetzen der Länder unterstehen.
(2) Dieses Gesetz gilt nicht für
1. die Berufsbildung, die in berufsqualifizierenden
oder vergleichbaren Studiengängen an Hochschulen auf der Grundlage des Hochschulrahmengesetzes und der Hochschulgesetze der
Länder durchgeführt wird,
2. die Berufsbildung in einem öffentlich-rechtlichen
Dienstverhältnis,
3. die Berufsbildung auf Kauffahrteischiffen, die
nach dem Flaggenrechtsgesetz die Bundesflagge führen, soweit es sich nicht um Schiffe der
kleinen Hochseefischerei oder der Küstenfischerei handelt.
(3) Für die Berufsbildung in Berufen der Handwerksordnung gelten die §§ 4 bis 9, 27 bis 49, 53 bis 70, 76
bis 80 sowie 102 nicht; insoweit gilt die Handwerksordnung.
Teil 2 Berufsbildung
Kapitel 1 Berufsausbildung
Abschnitt 1
Ordnung der Berufsausbildung; Anerkennung von Ausbildungsberufen
§ 4 Anerkennung von Ausbildungsberufen
(1) Als Grundlage für eine geordnete und einheit­
liche Berufsausbildung kann das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie oder das sonst
zuständige Fachministerium im Einvernehmen mit
dem Bundesministerium für Bildung und Forschung
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durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung
des Bundesrates bedarf, Ausbildungsberufe staatlich anerkennen und hierfür Ausbildungsordnungen
nach § 5 erlassen.
(2) Für einen anerkannten Ausbildungsberuf darf nur
nach der Ausbildungsordnung ausgebildet werden.
(3) In anderen als anerkannten Ausbildungsberufen
dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht ausgebildet werden, soweit die Berufsausbildung nicht auf
den Besuch weiterführender Bildungsgänge vorbereitet.
(4) Wird die Ausbildungsordnung eines Ausbildungsberufes aufgehoben, so gelten für bestehende
Berufsausbildungsverhältnisse die bisherigen Vorschriften.
(5) Das zuständige Fachministerium informiert die
Länder frühzeitig über Neuordnungskonzepte und
bezieht sie in die Abstimmung ein.
§ 5 Ausbildungsordnung
(1) Die Ausbildungsordnung hat festzulegen
1. die Bezeichnung des Ausbildungsberufes, der
anerkannt wird,
2. die Ausbildungsdauer; sie soll nicht mehr als drei
und nicht weniger als zwei Jahre betragen,
3. die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die mindestens Gegenstand der Berufsausbildung sind (Ausbildungsberufsbild),
4. eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen
Gliederung der Vermittlung der beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (Ausbildungsrahmenplan),
5. die Prüfungsanforderungen.
(2) Die Ausbildungsordnung kann vorsehen,
1. dass die Berufsausbildung in sachlich und zeitlich besonders gegliederten, aufeinander aufbauenden Stufen erfolgt; nach den einzelnen Stufen
soll ein Ausbildungsabschluss vorgesehen werden, der sowohl zu einer qualifizierten beruflichen
Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 3 befähigt als auch
die Fortsetzung der Berufsausbildung in weiteren
Stufen ermöglicht (Stufenausbildung),
2. dass die Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinander fallenden Teilen durchgeführt wird,
3. dass abweichend von § 4 Abs. 4 die Berufsausbildung in diesem Ausbildungsberuf unter Anrechnung der bereits zurückgelegten Ausbildungszeit
fortgesetzt werden kann, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren,
4. dass auf die durch die Ausbildungsordnung geregelte Berufsausbildung eine andere, einschlägige Berufsausbildung unter Berücksichtigung
der hierbei erworbenen beruflichen Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten angerechnet werden
kann,
5. dass über das in Absatz 1 Nr. 3 beschriebene Ausbildungsberufsbild hinaus zusätzliche berufliche
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden können, die die berufliche Handlungsfähigkeit ergänzen oder erweitern,
6. dass Teile der Berufsausbildung in geeigneten
Einrichtungen außerhalb der Ausbildungsstätte
durchgeführt werden, wenn und soweit es die
Berufsausbildung erfordert (überbetriebliche Berufsausbildung),
7. dass Auszubildende einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen haben.
Im Rahmen der Ordnungsverfahren soll stets geprüft werden, ob Regelungen nach Nummer 1, 2 und
4 sinnvoll und möglich sind.
§ 6 Erprobung neuer Ausbildungsberufe,
Ausbildungs- und Prüfungsformen
Zur Entwicklung und Erprobung neuer Ausbildungsberufe sowie Ausbildungs- und Prüfungsformen kann das Bundesministerium für Wirtschaft
und Technologie oder das sonst zuständige Fachministerium im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nach
Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch Rechtsverordnung,
die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,
Ausnahmen von § 4 Abs. 2 und 3 sowie den §§ 5, 37
und 48 zulassen, die auch auf eine bestimmte Art
und Zahl von Ausbildungsstätten beschränkt werden können.
§ 7 Anrechnung beruflicher Vorbildung auf
die Ausbildungszeit
(1) Die Landesregierungen können nach Anhörung
des Landesausschusses für Berufsbildung durch
Rechtsverordnung bestimmen, dass der Besuch eines Bildungsganges berufsbildender Schulen oder
die Berufsausbildung in einer sonstigen Einrichtung
ganz oder teilweise auf die Ausbildungszeit angerechnet wird. Die Ermächtigung kann durch Rechtsverordnung auf oberste Landesbehörden weiter
übertragen werden.
Ausgabe 8 | August 2014 15
TITELTHEMA
(2) Die Anrechnung nach Absatz 1 bedarf des gemeinsamen Antrags der Auszubildenden und Ausbildenden. Der Antrag ist an die zuständige Stelle zu
richten. Er kann sich auf Teile des höchstzulässigen
Anrechnungszeitraums beschränken.
§ 8 Abkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit
(1) Auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden
und Ausbildenden hat die zuständige Stelle die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass
das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht
wird. Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf die Verkürzung der täglichen oder
wöchentlichen Ausbildungszeit richten (Teilzeitberufsausbildung).
(2) In Ausnahmefällen kann die zuständige Stelle auf
Antrag Auszubildender die Ausbildungszeit verlängern, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das
Ausbildungsziel zu erreichen. Vor der Entscheidung
nach Satz 1 sind die Ausbildenden zu hören.
(3) Für die Entscheidung über die Verkürzung oder
Verlängerung der Ausbildungszeit kann der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung
Richtlinien erlassen.
§ 9 Regelungsbefugnis
Soweit Vorschriften nicht bestehen, regelt die zuständige Stelle die Durchführung der Berufsausbildung im Rahmen dieses Gesetzes.
Abschnitt 2
Berufsausbildungsverhältnis
Unterabschnitt 1
Begründung des Ausbildungsverhältnisses
§ 10 Vertrag
(1) Wer andere Personen zur Berufsausbildung einstellt (Ausbildende), hat mit den Auszubildenden einen Berufsausbildungsvertrag zu schließen.
(2) Auf den Berufsausbildungsvertrag sind, soweit
sich aus seinem Wesen und Zweck und aus diesem
Gesetz nichts anderes ergibt, die für den Arbeitsvertrag geltenden Rechtsvorschriften und Rechtsgrundsätze anzuwenden.
(3) Schließen die gesetzlichen Vertreter oder Vertreterinnen mit ihrem Kind einen Berufsausbildungs16 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
vertrag, so sind sie von dem Verbot des § 181 des
Bürgerlichen Gesetzbuchs befreit.
(4) Ein Mangel in der Berechtigung, Auszubildende
einzustellen oder auszubilden, berührt die Wirksamkeit des Berufsausbildungsvertrages nicht.
(5) Zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen
der Ausbildenden können mehrere natürliche oder
juristische Personen in einem Ausbildungsverbund
zusammenwirken, soweit die Verantwortlichkeit für
die einzelnen Ausbildungsabschnitte sowie für die
Ausbildungszeit insgesamt sichergestellt ist (Verbundausbildung).
§ 11 Vertragsniederschrift
(1) Ausbildende haben unverzüglich nach Abschluss
des Berufsausbildungsvertrages, spätestens vor Beginn der Berufsausbildung, den wesentlichen Inhalt
des Vertrages gemäß Satz 2 schriftlich niederzulegen; die elektronische Form ist ausgeschlossen. In
die Niederschrift sind mindestens aufzunehmen
1. Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel
der Berufsausbildung, insbesondere die Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll,
2. Beginn und Dauer der Berufsausbildung,
3. Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte,
4. Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit,
5. Dauer der Probezeit,
6. Zahlung und Höhe der Vergütung,
7. Dauer des Urlaubs,
8. Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann,
9. ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf
die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverhältnis
anzuwenden sind.
(2) Die Niederschrift ist von den Ausbildenden, den
Auszubildenden und deren gesetzlichen Vertretern
und Vertreterinnen zu unterzeichnen.
(3) Ausbildende haben den Auszubildenden und deren gesetzlichen Vertretern und Vertreterinnen eine
Ausfertigung der unterzeichneten Niederschrift unverzüglich auszuhändigen.
(4) Bei Änderungen des Berufsausbildungsvertrages
gelten die Absätze 1 bis 3 entsprechend.
§ 12 Nichtige Vereinbarungen
(1) Eine Vereinbarung, die Auszubildende für die
Zeit nach Beendigung des Berufsausbildungsver-
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hältnisses in der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit beschränkt, ist nichtig. Dies gilt nicht, wenn sich
Auszubildende innerhalb der letzten sechs Monate
des Berufsausbildungsverhältnisses dazu verpflichten, nach dessen Beendigung mit den Ausbildenden
ein Arbeitsverhältnis einzugehen.
(2) Nichtig ist eine Vereinbarung über
1. die Verpflichtung Auszubildender, für die Berufsausbildung eine Entschädigung zu zahlen,
2. Vertragsstrafen,
3. den Ausschluss oder die Beschränkung von
Schadensersatzansprüchen,
4. die Festsetzung der Höhe eines Schadensersatzes in Pauschbeträgen.
Unterabschnitt 2
Pflichten der Auszubildenden
§ 13 Verhalten während der Berufsausbildung
Auszubildende haben sich zu bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist. Sie sind
insbesondere verpflichtet,
1. die ihnen im Rahmen ihrer Berufsausbildung aufgetragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen,
2. an Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen, für die
sie nach § 15 freigestellt werden,
3. den Weisungen zu folgen, die ihnen im Rahmen
der Berufsausbildung von Ausbildenden, von
Ausbildern oder Ausbilderinnen oder von anderen weisungsberechtigten Personen erteilt werden,
4. die für die Ausbildungsstätte geltende Ordnung
zu beachten,
5. Werkzeug, Maschinen und sonstige Einrichtungen pfleglich zu behandeln,
6. über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren.
Unterabschnitt 3
Pflichten der Ausbildenden
§ 14 Berufsausbildung
(1) Ausbildende haben
1. dafür zu sorgen, dass den Auszubildenden die
berufliche Handlungsfähigkeit vermittelt wird, die
zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich
ist, und die Berufsausbildung in einer durch ih-
ren Zweck gebotenen Form planmäßig, zeitlich
und sachlich gegliedert so durchzuführen, dass
das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Ausbildungszeit erreicht werden kann,
2. selbst auszubilden oder einen Ausbilder oder
eine Ausbilderin ausdrücklich damit zu beauftragen,
3. Auszubildenden kostenlos die Ausbildungsmittel,
insbesondere Werkzeuge und Werkstoffe zur Verfügung zu stellen, die zur Berufsausbildung und
zum Ablegen von Zwischen- und Abschlussprüfungen, auch soweit solche nach Beendigung
des Berufsausbildungsverhältnisses stattfinden,
erforderlich sind,
4. Auszubildende zum Besuch der Berufsschule
sowie zum Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen anzuhalten, soweit solche im
Rahmen der Berufsausbildung verlangt werden,
und diese durchzusehen,
5. dafür zu sorgen, dass Auszubildende charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht
gefährdet werden.
(2) Auszubildenden dürfen nur Aufgaben übertragen
werden, die dem Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind.
§ 15 Freistellung
Ausbildende haben Auszubildende für die Teilnahme
am Berufsschulunterricht und an Prüfungen freizustellen.
Das Gleiche gilt, wenn Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte durchzuführen sind.
§ 16 Zeugnis
(1) Ausbildende haben den Auszubildenden bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein
schriftliches Zeugnis auszustellen. Die elektronische
Form ist ausgeschlossen. Haben Ausbildende die
Berufsausbildung nicht selbst durchgeführt, so soll
auch der Ausbilder oder die Ausbilderin das Zeugnis
unterschreiben.
(2) Das Zeugnis muss Angaben enthalten über Art,
Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie über die
erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten der Auszubildenden. Auf Verlangen
Auszubildender sind auch Angaben über Verhalten
und Leistung aufzunehmen.
Ausgabe 8 | August 2014 17
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Unterabschnitt 4
Vergütung
§ 17 Vergütungsanspruch
(1) Ausbildende haben Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Sie ist nach dem
Lebensalter der Auszubildenden so zu bemessen,
dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.
(2) Sachleistungen können in Höhe der nach § 17
Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch festgesetzten Sachbezugswerte angerechnet
werden, jedoch nicht über 75 Prozent der Bruttovergütung hinaus.
(3) Eine über die vereinbarte regelmäßige tägliche
Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung ist
besonders zu vergüten oder durch entsprechende
Freizeit auszugleichen.
§ 18 Bemessung und Fälligkeit der Vergütung
(1) Die Vergütung bemisst sich nach Monaten. Bei
Berechnung der Vergütung für einzelne Tage wird
der Monat zu 30 Tagen gerechnet.
(2) Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat
ist spätestens am letzten Arbeitstag des Monats zu
zahlen.
§ 19 Fortzahlung der Vergütung
(1) Auszubildenden ist die Vergütung auch zu zahlen
1. für die Zeit der Freistellung (§ 15),
2. bis zur Dauer von sechs Wochen, wenn sie
a) sich für die Berufsausbildung bereithalten, diese
aber ausfällt oder
b) aus einem sonstigen, in ihrer Person liegenden
Grund unverschuldet verhindert sind, ihre Pflichten
aus dem Berufsausbildungsverhältnis zu erfüllen.
(2) Können Auszubildende während der Zeit, für welche die Vergütung fortzuzahlen ist, aus berechtigtem Grund Sachleistungen nicht abnehmen, so sind
diese nach den Sachbezugswerten (§ 17 Abs. 2) abzugelten.
Unterabschnitt 5
Beginn und Beendigung des Ausbildungsverhältnisses
§ 20 Probezeit
Das Berufsausbildungsverhältnis beginnt mit der
Probezeit. Sie muss mindestens einen Monat und
darf höchstens vier Monate betragen.
18 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
§ 21 Beendigung
(1) Das Berufsausbildungsverhältnis endet mit dem
Ablauf der Ausbildungszeit. Im Falle der Stufenausbildung endet es mit Ablauf der letzten Stufe.
(2) Bestehen Auszubildende vor Ablauf der Ausbildungszeit die Abschlussprüfung, so endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Bekanntgabe des
Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss.
(3) Bestehen Auszubildende die Abschlussprüfung
nicht, so verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis auf ihr Verlangen bis zur nächstmöglichen
Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr.
§ 22 Kündigung
(1) Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden.
(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden
1. aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer
Kündigungsfrist,
2. von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist
von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung
aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen.
(3) Die Kündigung muss schriftlich und in den Fällen des Absatzes 2 unter Angabe der Kündigungsgründe erfolgen.
(4) Eine Kündigung aus einem wichtigen Grund ist
unwirksam, wenn die ihr zugrunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als
zwei Wochen bekannt sind. Ist ein vorgesehenes Güteverfahren vor einer außergerichtlichen Stelle eingeleitet, so wird bis zu dessen Beendigung der Lauf
dieser Frist gehemmt.
§ 23 Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung
(1) Wird das Berufsausbildungsverhältnis nach der
Probezeit vorzeitig gelöst, so können Ausbildende
oder Auszubildende Ersatz des Schadens verlangen, wenn die andere Person den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Dies gilt nicht im Falle des
§ 22 Abs. 2 Nr. 2.
(2) Der Anspruch erlischt, wenn er nicht innerhalb
von drei Monaten nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird.
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Unterabschnitt 6
Sonstige Vorschriften
§ 24 Weiterarbeit
Werden Auszubildende im Anschluss an das Berufsausbildungsverhältnis beschäftigt, ohne dass hierüber ausdrücklich etwas vereinbart worden ist, so gilt
ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit als begründet.
§ 25 Unabdingbarkeit
Eine Vereinbarung, die zuungunsten Auszubildender
von den Vorschriften dieses Teils des Gesetzes abweicht, ist nichtig.
§ 26 Andere Vertragsverhältnisse
Soweit nicht ein Arbeitsverhältnis vereinbart ist, gelten für Personen, die eingestellt werden, um berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten oder
berufliche Erfahrungen zu erwerben, ohne dass es
sich um eine Berufsausbildung im Sinne dieses Gesetzes handelt, die §§ 10 bis 23 und 25 mit der Maßgabe, dass die gesetzliche Probezeit abgekürzt, auf
die Vertragsniederschrift verzichtet und bei vorzeitiger Lösung des Vertragsverhältnisses nach Ablauf
der Probezeit abweichend von § 23 Abs. 1 Satz 1
Schadensersatz nicht verlangt werden kann.
Abschnitt 3
Eignung von Ausbildungsstätte und
Ausbildungspersonal
§ 27 Eignung der Ausbildungsstätte
(1) Auszubildende dürfen nur eingestellt und ausgebildet werden, wenn
1. die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung
für die Berufsausbildung geeignet ist und
2. die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze
oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht,
es sei denn, dass anderenfalls die Berufsausbildung nicht gefährdet wird.
(2) Eine Ausbildungsstätte, in der die erforderlichen
beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
nicht im vollen Umfang vermittelt werden können, gilt
als geeignet, wenn diese durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vermittelt
werden.
(3) Eine Ausbildungsstätte ist nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung in Berufen der
Landwirtschaft, einschließlich der ländlichen Hauswirtschaft, nur geeignet, wenn sie von der nach Landesrecht zuständigen Behörde als Ausbildungsstätte
anerkannt ist. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kann
im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für
Bildung und Forschung nach Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung
durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung
des Bundesrates bedarf, Mindestanforderungen für
die Größe, die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand der Ausbildungsstätte festsetzen.
(4) Eine Ausbildungsstätte ist nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung in Berufen der Hauswirtschaft nur geeignet, wenn sie von der nach
Landesrecht zuständigen Behörde als Ausbildungsstätte anerkannt ist. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kann im Einvernehmen mit
dem Bundesministerium für Bildung und Forschung
nach Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch Rechtsverordnung,
die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,
Mindestanforderungen für die Größe, die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand der Ausbildungsstätte festsetzen.
§ 28 Eignung von Ausbildenden und Ausbildern oder Ausbilderinnen
(1) Auszubildende darf nur einstellen, wer persönlich
geeignet ist. Auszubildende darf nur ausbilden, wer
persönlich und fachlich geeignet ist.
(2) Wer fachlich nicht geeignet ist oder wer nicht
selbst ausbildet, darf Auszubildende nur dann einstellen, wenn er persönlich und fachlich geeignete
Ausbilder oder Ausbilderinnen bestellt, die die Ausbildungsinhalte in der Ausbildungsstätte unmittelbar, verantwortlich und in wesentlichem Umfang
vermitteln.
(3) Unter der Verantwortung des Ausbilders oder
der Ausbilderin kann bei der Berufsausbildung mitwirken, wer selbst nicht Ausbilder oder Ausbilderin ist, aber abweichend von den besonderen
Voraussetzungen des § 30 die für die Vermittlung
von Ausbildungsinhalten erforderlichen beruflichen
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und
persönlich geeignet ist.
Ausgabe 8 | August 2014 19
TITELTHEMA
§ 29 Persönliche Eignung
Persönlich nicht geeignet ist insbesondere, wer
1. Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf
oder
2. wiederholt oder schwer gegen dieses Gesetz
oder die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen
Vorschriften und Bestimmungen verstoßen hat.
§ 30 Fachliche Eignung
(1) Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen sowie
die berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind.
(2) Die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, wer
1. die Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden
hat,
2. eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte oder vor einer Prüfungsbehörde oder eine
Abschlussprüfung an einer staatlichen oder
staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat,
3. eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat oder
4. im Ausland einen Bildungsabschluss in einer dem
Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung
erworben hat, dessen Gleichwertigkeit nach dem
Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz oder anderen rechtlichen Regelungen festgestellt worden ist und eine angemessene Zeit in seinem
Beruf praktisch tätig gewesen ist.
(3) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie oder das sonst zuständige Fachministerium
kann im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Anhörung des
Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, in den Fällen des
Absatzes 2 Nr. 2 bestimmen, welche Prüfungen für
welche Ausbildungsberufe anerkannt werden.
(4) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie oder das sonst zuständige Fachministerium
kann im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Anhörung des
Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch Rechtsverordnung, die nicht der Zu20 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
stimmung des Bundesrates bedarf, für einzelne
Ausbildungsberufe bestimmen, dass abweichend
von Absatz 2 die für die fachliche Eignung erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten nur besitzt, wer
1. die Voraussetzungen des Absatzes 2 Nr. 2 oder 3
erfüllt und eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist oder
2. die Voraussetzungen des Absatzes 2 Nr. 3 erfüllt
und eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist oder
3. für die Ausübung eines freien Berufes zugelassen
oder in ein öffentliches Amt bestellt ist.
(5) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung kann nach Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch
Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des
Bundesrates bedarf, bestimmen, dass der Erwerb
berufs- und arbeitspädagogischer Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten gesondert nachzuweisen ist. Dabei können Inhalt, Umfang und Abschluss
der Maßnahmen für den Nachweis geregelt werden.
(6) Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann
Personen, die die Voraussetzungen des Absatzes 2,
4 oder 5 nicht erfüllen, die fachliche Eignung nach
Anhörung der zuständigen Stelle widerruflich zuerkennen.
§ 31 Europaklausel
(1) In den Fällen des § 30 Abs. 2 und 4 besitzt die
für die fachliche Eignung erforderlichen beruflichen
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten auch, wer
die Voraussetzungen für die Anerkennung seiner Berufsqualifikation nach der Richtlinie 2005/36/EG des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. EU Nr. L 255 S. 22) erfüllt, sofern er
eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist. § 30 Abs. 4 Nr. 3 bleibt unberührt.
(2) Die Anerkennung kann unter den in Artikel 14 der
in Absatz 1 genannten Richtlinie aufgeführten Voraussetzungen davon abhängig gemacht werden, dass
der Antragsteller oder die Antragstellerin zunächst
einen höchstens dreijährigen Anpassungslehrgang
ableistet oder eine Eignungsprüfung ablegt.
(3) Die Entscheidung über die Anerkennung trifft die
zuständige Stelle. Sie kann die Durchführung von
Anpassungslehrgängen und Eignungsprüfungen
regeln.
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§ 31a Sonstige ausländische Vorqualifikationen
In den Fällen des § 30 Absatz 2 und 4 besitzt die
für die fachliche Eignung erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, wer die Voraussetzungen von § 2 Absatz 1 in Verbindung mit § 9 des
Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes erfüllt und
nicht in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des
Europäischen Wirtschaftsraums oder der Schweiz
seinen Befähigungsnachweis erworben hat, sofern
er eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch
tätig gewesen ist. § 30 Absatz 4 Nummer 3 bleibt unberührt.
§ 32 Überwachung der Eignung
(1) Die zuständige Stelle hat darüber zu wachen,
dass die Eignung der Ausbildungsstätte sowie die
persönliche und fachliche Eignung vorliegen.
(2) Werden Mängel der Eignung festgestellt, so hat
die zuständige Stelle, falls der Mangel zu beheben
und eine Gefährdung Auszubildender nicht zu erwarten ist, Ausbildende aufzufordern, innerhalb einer von ihr gesetzten Frist den Mangel zu beseitigen.
Ist der Mangel der Eignung nicht zu beheben oder ist
eine Gefährdung Auszubildender zu erwarten oder
wird der Mangel nicht innerhalb der gesetzten Frist
beseitigt, so hat die zuständige Stelle dies der nach
Landesrecht zuständigen Behörde mitzuteilen.
§ 33 Untersagung des Einstellens und Ausbildens
(1) Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann
für eine bestimmte Ausbildungsstätte das Einstellen
und Ausbilden untersagen, wenn die Voraussetzungen nach § 27 nicht oder nicht mehr vorliegen.
(2) Die nach Landesrecht zuständige Behörde hat
das Einstellen und Ausbilden zu untersagen, wenn
die persönliche oder fachliche Eignung nicht oder
nicht mehr vorliegt.
(3) Vor der Untersagung sind die Beteiligten und die
zuständige Stelle zu hören. Dies gilt nicht im Falle
des § 29 Nr. 1.
Abschnitt 4 Verzeichnis der
Berufsausbildungsverhältnisse
§ 34 Einrichten, Führen
(1) Die zuständige Stelle hat für anerkannte Ausbildungsberufe ein Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse einzurichten und zu führen, in das der
Berufsausbildungsvertrag einzutragen ist. Die Eintragung ist für Auszubildende gebührenfrei.
(2) Die Eintragung umfasst für jedes Berufsausbildungsverhältnis
1. Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift der
Auszubildenden;
2. Geschlecht, Staatsangehörigkeit, allgemeinbildender Schulabschluss, vorausgegangene Teilnahme an berufsvorbereitender Qualifizierung
oder beruflicher Grundbildung, berufliche Vorbildung;
3. erforderlichenfalls Name, Vorname und Anschrift
der gesetzlichen Vertreter oder Vertreterinnen;
4. Ausbildungsberuf einschließlich Fachrichtung;
5. Datum des Abschlusses des Ausbildungsvertrages, Ausbildungsdauer, Dauer der Probezeit;
6. Datum des Beginns der Berufsausbildung;
7. Art der Förderung bei überwiegend öffentlich,
insbesondere auf Grund des Dritten Buches Sozialgesetzbuch geförderten Berufsausbildungsverhältnissen;
8. Name und Anschrift der Ausbildenden, Anschrift
der Ausbildungsstätte, Wirtschaftszweig, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst;
9. Name, Vorname, Geschlecht und Art der fach­
lichen Eignung der Ausbilder und Ausbilderinnen.
§ 35 Eintragen, Ändern, Löschen
(1) Ein Berufsausbildungsvertrag und Änderungen
seines wesentlichen Inhalts sind in das Verzeichnis
einzutragen, wenn
1. der Berufsausbildungsvertrag diesem Gesetz
und der Ausbildungsordnung entspricht,
2. die persönliche und fachliche Eignung sowie die
Eignung der Ausbildungsstätte für das Einstellen
und Ausbilden vorliegen und
3. für Auszubildende unter 18 Jahren die ärztliche
Bescheinigung über die Erstuntersuchung nach
§ 32 Abs. 1 des Jugendarbeitsschutzgesetzes zur
Einsicht vorgelegt wird.
(2) Die Eintragung ist abzulehnen oder zu löschen,
wenn die Eintragungsvoraussetzungen nicht vorlieAusgabe 8 | August 2014 21
TITELTHEMA
gen und der Mangel nicht nach § 32 Abs. 2 behoben
wird. Die Eintragung ist ferner zu löschen, wenn die
ärztliche Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung nach § 33 Abs. 1 des Jugendarbeitsschutzgesetzes nicht spätestens am Tage der Anmeldung der
Auszubildenden zur Zwischenprüfung oder zum ersten Teil der Abschlussprüfung zur Einsicht vorgelegt
und der Mangel nicht nach § 32 Abs. 2 behoben wird.
(3) Die nach § 34 Abs. 2 Nr. 1, 4, 6 und 8 erhobenen
Daten dürfen zur Verbesserung der Ausbildungsvermittlung, zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und
Aktualität der Ausbildungsvermittlungsstatistik sowie
zur Verbesserung der Feststellung von Angebot und
Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt an die Bundesagentur für Arbeit übermittelt werden. Bei der
Datenübermittlung sind dem jeweiligen Stand der
Technik entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung von Datenschutz und Datensicherheit zu treffen,
die insbesondere die Vertraulichkeit, Unversehrtheit
und Zurechenbarkeit der Daten gewährleisten.
schriftlich oder elektronisch gestellt werden; eine
Kopie der Vertragsniederschrift ist jeweils beizufügen. Auf einen betrieblichen Ausbildungsplan im
Sinne von § 11 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1, der der
zuständigen Stelle bereits vorliegt, kann dabei Bezug genommen werden. Entsprechendes gilt bei Änderungen des wesentlichen Vertragsinhalts.
(2) Ausbildende und Auszubildende sind verpflichtet, den zuständigen Stellen die zur Eintragung nach
§ 34 erforderlichen Tatsachen auf Verlangen mitzuteilen.
Die Paragrafen 37 bis 105 sind nicht abgedruckt. Einen Link zum vollständigen Gesetz finden Sie online
unter www.aeksh.de/ecs.
§ 36 Antrag und Mitteilungspflichten
(1) Ausbildende haben unverzüglich nach Abschluss
des Berufsausbildungsvertrages die Eintragung in
das Verzeichnis zu beantragen. Der Antrag kann
Esmarchstr. 2
23795 Bad Segeberg
Tel.: 04551 8813 292
Fax: 04551 8813 228
E-Mail: ecs@aeksh.org
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wird wieder verstärkt auf Ton und Takt geachtet. Es gilt das berühmte Goethewort: „Erlaubt ist, was sich
ziemt“! Gutes Benehmen muss man beherrschen, gewissermaßen als Krönung der Persönlichkeit. Benimm
ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Erfolg.
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 Positiver Einstieg beim Kunden, Sicherheit im Umgang bereits beim Erstkontakt
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22 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
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Gesetz zum Schutz der arbeitenden Jugend
(Jugendarbeitsschutzgesetz - JArbSchG) (Auszug)
Ausfertigungsdatum: 12.04.1976
Vollzitat: „Jugendarbeitsschutzgesetz vom 12. April
1976 (BGBl. I S. 965), das zuletzt durch Artikel 3 Absatz 7 des Gesetzes vom 20. April 2013 (BGBl. I S.
868) geändert worden ist“
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 7 G v.
20.4.2013 I 868
Erster Abschnitt
Allgemeine Vorschriften
§ 1 Geltungsbereich
(1) Dieses Gesetz gilt in der Bundesrepublik Deutschland und in der ausschließlichen Wirtschaftszone für
die Beschäftigung von Personen, die noch nicht 18
Jahre alt sind,
1. in der Berufsausbildung,
2. als Arbeitnehmer oder Heimarbeiter,
3. mit sonstigen Dienstleistungen, die der Arbeitsleistung von Arbeitnehmern oder Heimarbeitern
ähnlich sind,
4. in einem der Berufsausbildung ähnlichen Ausbildungsverhältnis.
(2) Dieses Gesetz gilt nicht
1. für geringfügige Hilfeleistungen, soweit sie gelegentlich
a) aus Gefälligkeit,
b) auf Grund familienrechtlicher Vorschriften,
c) in Einrichtungen der Jugendhilfe,
d) in Einrichtungen zur Eingliederung Behinderter erbracht werden,
2. für die Beschäftigung durch die Personensorgeberechtigten im Familienhaushalt.
§ 2 Kind, Jugendlicher
(1) Kind im Sinne dieses Gesetzes ist, wer noch nicht
15 Jahre alt ist.
(2) Jugendlicher im Sinne dieses Gesetzes ist, wer
15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.
(3) Auf Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, finden die für Kinder geltenden Vorschriften Anwendung.
§ 3 Arbeitgeber
Arbeitgeber im Sinne dieses Gesetzes ist, wer ein
Kind oder einen Jugendlichen gemäß § 1 beschäftigt.
§ 4 Arbeitszeit
(1) Tägliche Arbeitszeit ist die Zeit vom Beginn bis
zum Ende der täglichen Beschäftigung ohne die Ruhepausen (§ 11).
(2) Schichtzeit ist die tägliche Arbeitszeit unter Hinzurechnung der Ruhepausen (§ 11).
(3) Im Bergbau unter Tage gilt die Schichtzeit als Arbeitszeit. Sie wird gerechnet vom Betreten des Förderkorbs bei der Einfahrt bis zum Verlassen des
Förderkorbs bei der Ausfahrt oder vom Eintritt des
einzelnen Beschäftigten in das Stollenmundloch bis
zu seinem Wiederaustritt.
(4) Für die Berechnung der wöchentlichen Arbeitszeit ist als Woche die Zeit von Montag bis einschließlich Sonntag zugrunde zu legen. Die Arbeitszeit, die
an einem Werktag infolge eines gesetzlichen Feiertags ausfällt, wird auf die wöchentliche Arbeitszeit
angerechnet.
(5) Wird ein Kind oder ein Jugendlicher von mehreren Arbeitgebern beschäftigt, so werden die
Arbeits- und Schichtzeiten sowie die Arbeitstage zusammengerechnet.
Zweiter Abschnitt
Beschäftigung von Kindern
§ 5 Verbot der Beschäftigung von Kindern
(1) Die Beschäftigung von Kindern (§ 2 Abs. 1) ist verboten.
(2) Das Verbot des Absatzes 1 gilt nicht für die Beschäftigung von Kindern
1. zum Zwecke der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie,
2. im Rahmen des Betriebspraktikums während der
Vollzeitschulpflicht,
3. in Erfüllung einer richterlichen Weisung.
Auf die Beschäftigung finden § 7 Satz 1 Nr. 2 und die
§§ 9 bis 46 entsprechende Anwendung.
(3) Das Verbot des Absatzes 1 gilt ferner nicht für die
Beschäftigung von Kindern über 13 Jahre mit Einwilligung des Personensorgeberechtigten, soweit die
Beschäftigung leicht und für Kinder geeignet ist. Die
Beschäftigung ist leicht, wenn sie auf Grund ihrer
Beschaffenheit und der besonderen Bedingungen,
unter denen sie ausgeführt wird,
Ausgabe 8 | August 2014 23
TITELTHEMA
1. die Sicherheit, Gesundheit und Entwicklung der
Kinder,
2. ihren Schulbesuch, ihre Beteiligung an Maßnahmen zur Berufswahlvorbereitung oder Berufsausbildung, die von der zuständigen Stelle anerkannt
sind, und
3. ihre Fähigkeit, dem Unterricht mit Nutzen zu folgen, nicht nachteilig beeinflußt. Die Kinder dürfen
nicht mehr als zwei Stunden täglich, in landwirtschaftlichen Familienbetrieben nicht mehr als drei
Stunden täglich, nicht zwischen 18 und 8 Uhr,
nicht vor dem Schulunterricht und nicht während
des Schulunterrichts beschäftigt werden. Auf die
Beschäftigung finden die §§ 15 bis 31 entsprechende Anwendung.
(4) Das Verbot des Absatzes 1 gilt ferner nicht für die
Beschäftigung von Jugendlichen (§ 2 Abs. 3) während der Schulferien für höchstens vier Wochen im
Kalenderjahr. Auf die Beschäftigung finden die §§ 8
bis 31 entsprechende Anwendung.
(4a) Die Bundesregierung hat durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Beschäftigung nach Absatz 3 näher zu bestimmen.
(4b) Der Arbeitgeber unterrichtet die Personensorgeberechtigten der von ihm beschäftigten Kinder über
mögliche Gefahren sowie über alle zu ihrer Sicherheit und ihrem Gesundheitsschutz getroffenen Maßnahmen.
(5) Für Veranstaltungen kann die Aufsichtsbehörde
Ausnahmen gemäß § 6 bewilligen.
§ 6 Behördliche Ausnahmen für Veranstaltungen
(1) Die Aufsichtsbehörde kann auf Antrag bewilligen,
daß
1. bei Theatervorstellungen Kinder über sechs Jahre
bis zu vier Stunden täglich in der Zeit von 10 bis
23 Uhr,
2. bei Musikaufführungen und anderen Aufführungen, bei Werbeveranstaltungen sowie bei Aufnahmen im Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), auf
Ton- und Bildträger sowie bei Film- und Fotoaufnahmen
a) Kinder über drei bis sechs Jahre bis zu zwei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 17 Uhr,
b) Kinder über sechs Jahre bis zu drei Stunden
täglich in der Zeit von 8 bis 22 Uhr gestaltend
mitwirken und an den erforderlichen Proben teilnehmen. Eine Ausnahme darf nicht bewilligt wer24 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
den für die Mitwirkung in Kabaretts, Tanzlokalen
und ähnlichen Betrieben sowie auf Vergnügungsparks, Kirmessen, Jahrmärkten und bei ähnlichen
Veranstaltungen, Schaustellungen oder Darbietungen.
(2) Die Aufsichtsbehörde darf nach Anhörung des
zuständigen Jugendamts die Beschäftigung nur bewilligen, wenn
1. die Personensorgeberechtigten in die Beschäftigung schriftlich eingewilligt haben,
2. der Aufsichtsbehörde eine nicht länger als vor drei
Monaten ausgestellte ärztliche Bescheinigung
vorgelegt wird, nach der gesundheitliche Bedenken gegen die Beschäftigung nicht bestehen,
3. die erforderlichen Vorkehrungen und Maßnahmen zum Schutz des Kindes gegen Gefahren für
Leben und Gesundheit sowie zur Vermeidung einer Beeinträchtigung der körperlichen oder seelisch-geistigen Entwicklung getroffen sind,
4. Betreuung und Beaufsichtigung des Kindes bei
der Beschäftigung sichergestellt sind,
5. nach Beendigung der Beschäftigung eine ununterbrochene Freizeit von mindestens 14 Stunden
eingehalten wird,
6. das Fortkommen in der Schule nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die Aufsichtsbehörde bestimmt,
1. wie lange, zu welcher Zeit und an welchem Tag
das Kind beschäftigt werden darf,
2. Dauer und Lage der Ruhepausen,
3. die Höchstdauer des täglichen Aufenthalts an der
Beschäftigungsstätte.
(4) Die Entscheidung der Aufsichtsbehörde ist dem
Arbeitgeber schriftlich bekanntzugeben. Er darf das
Kind erst nach Empfang des Bewilligungsbescheids
beschäftigen.
§ 7 Beschäftigung von nicht vollzeitschulpflichtigen Kindern
Kinder, die der Vollzeitschulpflicht nicht mehr unterliegen, dürfen
1. im Berufsausbildungsverhältnis,
2. außerhalb eines Berufsausbildungsverhältnisses
nur mit leichten und für sie geeigneten Tätigkeiten bis zu sieben Stunden täglich und 35 Stunden
wöchentlich beschäftigt werden. Auf die Beschäftigung finden die §§ 8 bis 46 entsprechende Anwendung.
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Dritter Abschnitt
Beschäftigung Jugendlicher
Erster Titel
Arbeitszeit und Freizeit
3. im übrigen die Unterrichtszeit einschließlich der
Pausen.
(3) Ein Entgeltausfall darf durch den Besuch der Berufsschule nicht eintreten.
(4) (weggefallen)
§ 8 Dauer der Arbeitszeit
(1) Jugendliche dürfen nicht mehr als acht Stunden
täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich
beschäftigt werden.
(2) Wenn in Verbindung mit Feiertagen an Werktagen nicht gearbeitet wird, damit die Beschäftigten
eine längere zusammenhängende Freizeit haben,
so darf die ausfallende Arbeitszeit auf die Werktage
von fünf zusammenhängenden, die Ausfalltage einschließenden Wochen nur dergestalt verteilt werden,
daß die Wochenarbeitszeit im Durchschnitt dieser
fünf Wochen 40 Stunden nicht überschreitet. Die
tägliche Arbeitszeit darf hierbei achteinhalb Stunden
nicht überschreiten.
(2a) Wenn an einzelnen Werktagen die Arbeitszeit
auf weniger als acht Stunden verkürzt ist, können Jugendliche an den übrigen Werktagen derselben Woche achteinhalb Stunden beschäftigt werden.
(3) In der Landwirtschaft dürfen Jugendliche über
16 Jahre während der Erntezeit nicht mehr als neun
Stunden täglich und nicht mehr als 85 Stunden in der
Doppelwoche beschäftigt werden.
§ 9 Berufsschule
(1) Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen. Er
darf den Jugendlichen nicht beschäftigen
1. vor einem vor 9 Uhr beginnenden Unterricht; dies
gilt auch für Personen, die über 18 Jahre alt und
noch berufsschulpflichtig sind,
2. an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten, einmal in der Woche,
3. in Berufsschulwochen mit einem planmäßigen
Blockunterricht von mindestens 25 Stunden an
mindestens fünf Tagen; zusätzliche betriebliche
Ausbildungsveranstaltungen bis zu zwei Stunden
wöchentlich sind zulässig.
(2) Auf die Arbeitszeit werden angerechnet
1. Berufsschultage nach Absatz 1 Nr. 2 mit acht
Stunden,
2. Berufsschulwochen nach Absatz 1 Nr. 3 mit
40 Stunden,
§ 10 Prüfungen und außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen
(1) Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen
1. für die Teilnahme an Prüfungen und Ausbildungsmaßnahmen, die auf Grund öffentlich-rechtlicher
oder vertraglicher Bestimmungen außerhalb der
Ausbildungsstätte durchzuführen sind,
2. an dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschlußprüfung unmittelbar vorangeht, freizustellen.
(2) Auf die Arbeitszeit werden angerechnet
1. die Freistellung nach Absatz 1 Nr. 1 mit der Zeit
der Teilnahme einschließlich der Pausen,
2. die Freistellung nach Absatz 1 Nr. 2 mit acht Stunden. Ein Entgeltausfall darf nicht eintreten.
§ 11 Ruhepausen, Aufenthaltsräume
(1) Jugendlichen müssen im voraus feststehende
Ruhepausen von angemessener Dauer gewährt werden. Die Ruhepausen müssen mindestens betragen
1. 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden,
2. 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als
sechs Stunden.
Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung
von mindestens 15 Minuten.
(2) Die Ruhepausen müssen in angemessener zeit­
licher Lage gewährt werden, frühestens eine Stunde
nach Beginn und spätestens eine Stunde vor Ende
der Arbeitszeit. Länger als viereinhalb Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
(3) Der Aufenthalt während der Ruhepausen in Arbeitsräumen darf den Jugendlichen nur gestattet
werden, wenn die Arbeit in diesen Räumen während
dieser Zeit eingestellt ist und auch sonst die notwendige Erholung nicht beeinträchtigt wird.
(4) Absatz 3 gilt nicht für den Bergbau unter Tage.
§ 12 Schichtzeit
Bei der Beschäftigung Jugendlicher darf die Schichtzeit (§ 4 Abs. 2) 10 Stunden, im Bergbau unter Tage
8 Stunden, im Gaststättengewerbe, in der LandwirtAusgabe 8 | August 2014 25
TITELTHEMA
schaft, in der Tierhaltung, auf Bau- und Montagestellen 11 Stunden nicht überschreiten.
§ 13 Tägliche Freizeit
Nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit dürfen
Jugendliche nicht vor Ablauf einer ununterbrochenen Freizeit von mindestens 12 Stunden beschäftigt
werden.
§ 14 Nachtruhe
(1) Jugendliche dürfen nur in der Zeit von 6 bis
20 Uhr beschäftigt werden.
(2) Jugendliche über 16 Jahre dürfen
1. im Gaststätten- und Schaustellergewerbe bis
22 Uhr,
2. in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr,
3. in der Landwirtschaft ab 5 Uhr oder bis 21 Uhr,
4. in Bäckereien und Konditoreien ab 5 Uhr beschäftigt werden.
(3) Jugendliche über 17 Jahre dürfen in Bäckereien
ab 4 Uhr beschäftigt werden.
(4) An dem einem Berufsschultag unmittelbar vorangehenden Tag dürfen Jugendliche auch nach
Absatz 2 Nr. 1 bis 3 nicht nach 20 Uhr beschäftigt
werden, wenn der Berufsschulunterricht am Berufsschultag vor 9 Uhr beginnt.
(5) Nach vorheriger Anzeige an die Aufsichtsbehörde
dürfen in Betrieben, in denen die übliche Arbeitszeit
aus verkehrstechnischen Gründen nach 20 Uhr endet, Jugendliche bis 21 Uhr beschäftigt werden, soweit sie hierdurch unnötige Wartezeiten vermeiden
können. Nach vorheriger Anzeige an die Aufsichtsbehörde dürfen ferner in mehrschichtigen Betrieben Jugendliche über 16 Jahre ab 5.30 Uhr oder bis
23.30 Uhr beschäftigt werden, soweit sie hierdurch
unnötige Wartezeiten vermeiden können.
(6) Jugendliche dürfen in Betrieben, in denen die Beschäftigten in außergewöhnlichem Grade der Einwirkung von Hitze ausgesetzt sind, in der warmen
Jahreszeit ab 5 Uhr beschäftigt werden. Die Jugendlichen sind berechtigt, sich vor Beginn der Beschäftigung und danach in regelmäßigen Zeitabständen
arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen. Die Kosten der Untersuchungen hat der Arbeitgeber zu tragen, sofern er diese nicht kostenlos durch einen
Betriebsarzt oder einen überbetrieblichen Dienst
von Betriebsärzten anbietet.
(7) Jugendliche dürfen bei Musikaufführungen,
Thea­tervorstellungen und anderen Aufführungen,
26 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
bei Aufnahmen im Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), auf Ton- und Bildträger sowie bei Film- und
Fotoaufnahmen bis 23 Uhr gestaltend mitwirken.
Eine Mitwirkung ist nicht zulässig bei Veranstaltungen, Schaustellungen oder Darbietungen, bei denen
die Anwesenheit Jugendlicher nach den Vorschriften des Jugendschutzgesetzes verboten ist. Nach
Beendigung der Tätigkeit dürfen Jugendliche nicht
vor Ablauf einer ununterbrochenen Freizeit von mindestens 14 Stunden beschäftigt werden.
§ 15 Fünf-Tage-Woche
Jugendliche dürfen nur an fünf Tagen in der Woche
beschäftigt werden. Die beiden wöchentlichen Ruhetage sollen nach Möglichkeit aufeinander folgen.
§ 16 Samstagsruhe
(1) An Samstagen dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden.
(2) Zulässig ist die Beschäftigung Jugendlicher an
Samstagen nur
1. in Krankenanstalten sowie in Alten-, Pflege- und
Kinderheimen,
2. in offenen Verkaufsstellen, in Betrieben mit offenen Verkaufsstellen, in Bäckereien und Konditoreien, im Friseurhandwerk und im Marktverkehr,
3. im Verkehrswesen,
4. in der Landwirtschaft und Tierhaltung,
5. im Familienhaushalt,
6. im Gaststätten- und Schaustellergewerbe,
7. bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen
und anderen Aufführungen, bei Aufnahmen im
Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), auf Ton- und
Bildträger sowie bei Film- und Fotoaufnahmen,
8. bei außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen,
9. beim Sport,
10.im ärztlichen Notdienst,
11.in Reparaturwerkstätten für Kraftfahrzeuge.
Mindestens zwei Samstage im Monat sollen beschäftigungsfrei bleiben.
(3) Werden Jugendliche am Samstag beschäftigt, ist
ihnen die Fünf-Tage-Woche (§ 15) durch Freistellung
an einem anderen berufsschulfreien Arbeitstag
derselben Woche sicherzustellen. In Betrieben mit
einem Betriebsruhetag in der Woche kann die Freistellung auch an diesem Tag erfolgen, wenn die
Jugendlichen an diesem Tag keinen Berufsschulunterricht haben.
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(4) Können Jugendliche in den Fällen des Absatzes
2 Nr. 2 am Samstag nicht acht Stunden beschäftigt
werden, kann der Unterschied zwischen der tatsächlichen und der nach § 8 Abs. 1 höchstzulässigen
Arbeitszeit an dem Tag bis 13 Uhr ausgeglichen werden, an dem die Jugendlichen nach Absatz 3 Satz 1
freizustellen sind.
§ 17 Sonntagsruhe
(1) An Sonntagen dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden.
(2) Zulässig ist die Beschäftigung Jugendlicher an
Sonntagen nur
1. in Krankenanstalten sowie in Alten-, Pflege- und
Kinderheimen,
2. in der Landwirtschaft und Tierhaltung mit Arbeiten, die auch an Sonn- und Feiertagen naturnotwendig vorgenommen werden müssen,
3. im Familienhaushalt, wenn der Jugendliche in die
häusliche Gemeinschaft aufgenommen ist,
4. im Schaustellergewerbe,
5. bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen
und anderen Aufführungen sowie bei Direktsendungen im Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen),
6. beim Sport,
7. im ärztlichen Notdienst,
8. im Gaststättengewerbe.
Jeder zweite Sonntag soll, mindestens zwei Sonntage im Monat müssen beschäftigungsfrei bleiben.
(3) Werden Jugendliche am Sonntag beschäftigt, ist
ihnen die Fünf-Tage-Woche (§ 15) durch Freistellung
an einem anderen berufsschulfreien Arbeitstag
derselben Woche sicherzustellen. In Betrieben mit
einem Betriebsruhetag in der Woche kann die Freistellung auch an diesem Tag erfolgen, wenn die
Jugendlichen an diesem Tag keinen Berufsschulunterricht haben.
§ 18 Feiertagsruhe
(1) Am 24. und 31. Dezember nach 14 Uhr und an gesetzlichen Feiertagen dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden.
(2) Zulässig ist die Beschäftigung Jugendlicher
an gesetzlichen Feiertagen in den Fällen des § 17
Abs. 2, ausgenommen am 25. Dezember, am 1. Januar, am ersten Osterfeiertag und am 1. Mai.
(3) Für die Beschäftigung an einem gesetzlichen
Feiertag, der auf einem Werktag fällt, ist der Jugendliche an einem anderen berufsschulfreien Arbeitstag
derselben oder der folgenden Woche freizustellen. In Betrieben mit einem Betriebsruhetag in der
Woche kann die Freistellung auch an diesem Tag erfolgen, wenn die Jugendlichen an diesem Tag keinen Berufsschulunterricht haben.
§ 19 Urlaub
(1) Der Arbeitgeber hat Jugendlichen für jedes Kalenderjahr einen bezahlten Erholungsurlaub zu gewähren.
(2) Der Urlaub beträgt jährlich
1. mindestens 30 Werktage, wenn der Jugendliche
zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 16 Jahre
alt ist,
2. mindestens 27 Werktage, wenn der Jugendliche
zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 17 Jahre
alt ist,
3. mindestens 25 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 18
Jahre alt ist. Jugendliche, die im Bergbau unter
Tage beschäftigt werden, erhalten in jeder Altersgruppe einen zusätzlichen Urlaub von drei Werktagen.
(3) Der Urlaub soll Berufsschülern in der Zeit der Berufsschulferien gegeben werden. Soweit er nicht in
den Berufsschulferien gegeben wird, ist für jeden
Berufsschultag, an dem die Berufsschule während
des Urlaubs besucht wird, ein weiterer Urlaubstag zu
gewähren.
(4) Im übrigen gelten für den Urlaub der Jugend­lichen
§ 3 Abs. 2, §§ 4 bis 12 und § 13 Abs. 3 des Bundesurlaubsgesetzes. Der Auftraggeber oder Zwischenmeister hat jedoch abweichend von § 12 Nr. 1 des
Bundesurlaubsgesetzes den jugend­lichen Heimarbeitern für jedes Kalenderjahr einen bezahlten
Erholungsurlaub entsprechend Absatz 2 zu gewähren; das Urlaubsentgelt der jugendlichen Heimarbeiter beträgt bei einem Urlaub von 30 Werktagen
11,6 vom Hundert, bei einem Urlaub von 27 Werktagen 10,3 vom Hundert und bei einem Urlaub von
25 Werktagen 9,5 vom Hundert.
§ 20 Binnenschiffahrt
In der Binnenschiffahrt gelten folgende Abweichungen:
1. Abweichend von § 12 darf die Schichtzeit Jugendlicher über 16 Jahre während der Fahrt bis
auf 14 Stunden täglich ausgedehnt werden, wenn
ihre Arbeitszeit sechs Stunden täglich nicht überAusgabe 8 | August 2014 27
TITELTHEMA
schreitet. Ihre tägliche Freizeit kann abweichend
von § 13 der Ausdehnung der Schichtzeit entsprechend bis auf 10 Stunden verkürzt werden.
2. Abweichend von § 14 Abs. 1 dürfen Jugendliche
über 16 Jahre während der Fahrt bis 22 Uhr beschäftigt werden.
3. Abweichend von §§ 15, 16 Abs. 1, § 17 Abs. 1 und
§ 18 Abs. 1 dürfen Jugendliche an jedem Tag
der Woche beschäftigt werden, jedoch nicht am
24. Dezember, an den Weihnachtsfeiertagen, am
31. Dezember, am 1. Januar, an den Osterfeiertagen und am 1. Mai. Für die Beschäftigung an
einem Samstag, Sonntag und an einem gesetzlichen Feiertag, der auf einen Werktag fällt, ist ihnen je ein freier Tag zu gewähren. Diese freien
Tage sind den Jugendlichen in Verbindung mit
anderen freien Tagen zu gewähren, spätestens,
wenn ihnen 10 freie Tage zustehen.
§ 21 Ausnahmen in besonderen Fällen
(1) Die §§ 8 und 11 bis 18 finden keine Anwendung
auf die Beschäftigung Jugendlicher mit vorübergehenden und unaufschiebbaren Arbeiten in Notfällen,
soweit erwachsene Beschäftigte nicht zur Verfügung
stehen.
(2) Wird in den Fällen des Absatzes 1 über die Arbeitszeit des § 8 hinaus Mehrarbeit geleistet, so ist sie
durch entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit innerhalb der folgenden drei Wochen auszugleichen.
(3)
§ 21a Abweichende Regelungen
(1) In einem Tarifvertrag oder auf Grund eines Tarifvertrages in einer Betriebsvereinbarung kann zugelassen werden
1. abweichend von den §§ 8, 15, 16 Abs. 3 und 4,
§ 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 3 die Arbeitszeit bis
zu neun Stunden täglich, 44 Stunden wöchentlich und bis zu fünfeinhalb Tagen in der Woche
anders zu verteilen, jedoch nur unter Einhaltung
einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von
40 Stunden in einem Ausgleichszeitraum von
zwei Monaten,
2. abweichend von § 11 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 und Abs.
2 die Ruhepausen bis zu 15 Minuten zu kürzen
und die Lage der Pausen anders zu bestimmen,
3. abweichend von § 12 die Schichtzeit mit Ausnahme des Bergbaus unter Tage bis zu einer
Stunde täglich zu verlängern,
28 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
4. abweichend von § 16 Abs. 1 und 2 Jugendliche an
26 Samstagen im Jahr oder an jedem Samstag zu
beschäftigen, wenn statt dessen der Jugendliche
an einem anderen Werktag derselben Woche von
der Beschäftigung freigestellt wird,
5. abweichend von den §§ 15, 16 Abs. 3 und 4, § 17
Abs. 3 und § 18 Abs. 3 Jugendliche bei einer Beschäftigung an einem Samstag oder an einem
Sonn- oder Feiertag unter vier Stunden an einem
anderen Arbeitstag derselben oder der folgenden
Woche vor- oder nachmittags von der Beschäftigung freizustellen,
6. abweichend von § 17 Abs. 2 Satz 2 Jugendliche
im Gaststätten- und Schaustellergewerbe sowie
in der Landwirtschaft während der Saison oder
der Erntezeit an drei Sonntagen im Monat zu beschäftigen.
(2) Im Geltungsbereich eines Tarifvertrages nach
Absatz 1 kann die abweichende tarifvertragliche Regelung im Betrieb eines nicht tarifgebundenen Arbeitgebers durch Betriebsvereinbarung oder, wenn
ein Betriebsrat nicht besteht, durch schriftliche Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Jugendlichen übernommen werden.
(3) Die Kirchen und die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften können die in Absatz 1 genannten Abweichungen in ihren Regelungen vorsehen.
§ 21b
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann
im Interesse der Berufsausbildung oder der Zusammenarbeit von Jugendlichen und Erwachsenen
durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Ausnahmen von den Vorschriften
1. des § 8, der §§ 11 und 12, der §§ 15 und 16, des
§ 17 Abs. 2 und 3 sowie des § 18 Abs. 3 im Rahmen des § 21a Abs. 1,
2. des § 14, jedoch nicht vor 5 Uhr und nicht nach
23 Uhr, sowie
3. des § 17 Abs. 1 und § 18 Abs. 1 an höchstens
26 Sonn- und Feiertagen im Jahr zulassen, soweit
eine Beeinträchtigung der Gesundheit oder der
körperlichen oder seelisch-geistigen Entwicklung
der Jugendlichen nicht zu befürchten ist.
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Zweiter Titel
Beschäftigungsverbote und
-beschränkungen
§ 22 Gefährliche Arbeiten
(1) Jugendliche dürfen nicht beschäftigt werden
1. mit Arbeiten, die ihre physische oder psychische
Leistungsfähigkeit übersteigen,
2. mit Arbeiten, bei denen sie sittlichen Gefahren
ausgesetzt sind,
3. mit Arbeiten, die mit Unfallgefahren verbunden
sind, von denen anzunehmen ist, daß Jugend­
liche sie wegen mangelnden Sicherheitsbewußtseins oder mangelnder Erfahrung nicht erkennen
oder nicht abwenden können,
4. mit Arbeiten, bei denen ihre Gesundheit durch
außergewöhnliche Hitze oder Kälte oder starke
Nässe gefährdet wird,
5. mit Arbeiten, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von Lärm, Erschütterungen oder Strahlen
ausgesetzt sind,
6. mit Arbeiten, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von Gefahrstoffen im Sinne des Chemikaliengesetzes ausgesetzt sind,
7. mit Arbeiten, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von biologischen Arbeitsstoffen im Sinne
der Richtlinie 90/679/EWG des Rates vom 26. November 1990 zum Schutze der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch biologische Arbeitsstoffe
bei der Arbeit ausgesetzt sind.
(2) Absatz 1 Nr. 3 bis 7 gilt nicht für die Beschäftigung Jugendlicher, soweit
1. dies zur Erreichung ihres Ausbildungszieles erforderlich ist,
2. ihr Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen
gewährleistet ist und
3. der Luftgrenzwert bei gefährlichen Stoffen (Absatz 1 Nr. 6) unterschritten wird. Satz 1 findet
keine Anwendung auf den absichtlichen Umgang
mit biologischen Arbeitsstoffen der Gruppen 3
und 4 im Sinne der Richtlinie 90/679/EWG des Rates vom 26. November 1990 zum Schutze der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch biologische
Arbeitsstoffe bei der Arbeit.
(3) Werden Jugendliche in einem Betrieb beschäftigt, für den ein Betriebsarzt oder eine Fachkraft für
Arbeitssicherheit verpflichtet ist, muß ihre betriebsärztliche oder sicherheitstechnische Betreuung sichergestellt sein.
§ 23 Akkordarbeit, tempoabhängige
Arbeiten
(1) Jugendliche dürfen nicht beschäftigt werden
1. mit Akkordarbeit und sonstigen Arbeiten, bei denen durch ein gesteigertes Arbeitstempo ein höheres Entgelt erzielt werden kann,
2. in einer Arbeitsgruppe mit erwachsenen Arbeitnehmern, die mit Arbeiten nach Nummer 1 beschäftigt werden,
3. mit Arbeiten, bei denen ihr Arbeitstempo nicht nur
gelegentlich vorgeschrieben, vorgegeben oder
auf andere Weise erzwungen wird.
(2) Absatz 1 Nr. 2 gilt nicht für die Beschäftigung Jugendlicher,
1. soweit dies zur Erreichung ihres Ausbildungsziels
erforderlich ist oder
2. wenn sie eine Berufsausbildung für diese Beschäftigung abgeschlossen haben und ihr Schutz
durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist.
§ 24 Arbeiten unter Tage
(1) Jugendliche dürfen nicht mit Arbeiten unter Tage
beschäftigt werden.
(2) Absatz 1 gilt nicht für die Beschäftigung Jugendlicher über 16 Jahre,
1. soweit dies zur Erreichung ihres Ausbildungsziels
erforderlich ist,
2. wenn sie eine Berufsausbildung für die Beschäftigung unter Tage abgeschlossen haben oder
3. wenn sie an einer von der Bergbehörde genehmigten Ausbildungsmaßnahme für Bergjungarbeiter teilnehmen oder teilgenommen haben
und ihr Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist.
§ 25 Verbot der Beschäftigung durch
bestimmte Personen
(1) Personen, die
1. wegen eines Verbrechens zu einer Freiheitsstrafe
von mindestens zwei Jahren,
2. wegen einer vorsätzlichen Straftat, die sie unter
Verletzung der ihnen als Arbeitgeber, Ausbildender oder Ausbilder obliegenden Pflichten zum
Nachteil von Kindern oder Jugendlichen begangen haben, zu einer Freiheitsstrafe von mehr als
drei Monaten,
3. wegen einer Straftat nach den §§ 109h, 171, 174 bis
184g, 225, 232 bis 233a des Strafgesetzbuches,
Ausgabe 8 | August 2014 29
TITELTHEMA
4. wegen einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz oder
5. wegen einer Straftat nach dem Jugendschutzgesetz oder nach dem Gesetz über die Verbreitung
jugendgefährdender Schriften wenigstens zweimal
rechtskräftig verurteilt worden sind, dürfen Jugendliche nicht beschäftigen sowie im Rahmen eines
Rechtsverhältnisses im Sinne des § 1 nicht beaufsichtigen, nicht anweisen, nicht ausbilden und nicht
mit der Beaufsichtigung, Anweisung oder Ausbildung von Jugendlichen beauftragt werden. Eine Verurteilung bleibt außer Betracht, wenn seit dem Tag
ihrer Rechtskraft fünf Jahre verstrichen sind. Die
Zeit, in welcher der Täter auf behördliche Anordnung
in einer Anstalt verwahrt worden ist, wird nicht eingerechnet.
(2) Das Verbot des Absatzes 1 Satz 1 gilt auch für
Personen, gegen die wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 58 Abs. 1 bis 4 wenigstens dreimal eine
Geldbuße rechtskräftig festgesetzt worden ist. Eine
Geldbuße bleibt außer Betracht, wenn seit dem Tag
ihrer rechtskräftigen Festsetzung fünf Jahre verstrichen sind.
(3) Das Verbot des Absatzes 1 und 2 gilt nicht für
die Beschäftigung durch die Personensorgeberechtigten.
§ 26 Ermächtigungen
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann
zum Schutz der Jugendlichen gegen Gefahren für
Leben und Gesundheit sowie zur Vermeidung einer
Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischgeistigen Entwicklung durch Rechtsverordnung mit
Zustimmung des Bundesrates
1. die für Kinder, die der Vollzeitschulpflicht nicht
mehr unterliegen, geeigneten und leichten Tätigkeiten nach § 7 Satz 1 Nr. 2 und die Arbeiten nach
§ 22 Abs. 1 und den §§ 23 und 24 näher bestimmen,
2. über die Beschäftigungsverbote in den §§ 22 bis
25 hinaus die Beschäftigung Jugendlicher in bestimmten Betriebsarten oder mit bestimmten Arbeiten verbieten oder beschränken, wenn sie bei
diesen Arbeiten infolge ihres Entwicklungsstands
in besonderem Maß Gefahren ausgesetzt sind
oder wenn das Verbot oder die Beschränkung
der Beschäftigung infolge der technischen Entwicklung oder neuer arbeitsmedizinischer oder
sicherheitstechnischer Erkenntnisse notwendig ist.
30 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
§ 27 Behördliche Anordnungen und Ausnahmen
(1) Die Aufsichtsbehörde kann in Einzelfällen feststellen, ob eine Arbeit unter die Beschäftigungsverbote oder -beschränkungen der §§ 22 bis 24 oder
einer Rechtsverordnung nach § 26 fällt. Sie kann in
Einzelfällen die Beschäftigung Jugendlicher mit bestimmten Arbeiten über die Beschäftigungsverbote
und -beschränkungen der §§ 22 bis 24 und einer
Rechtsverordnung nach § 26 hinaus verbieten oder
beschränken, wenn diese Arbeiten mit Gefahren für
Leben, Gesundheit oder für die körperliche oder seelisch-geistige Entwicklung der Jugendlichen verbunden sind.
(2) Die zuständige Behörde kann
1. den Personen, die die Pflichten, die ihnen kraft
Gesetzes zugunsten der von ihnen beschäftigten,
beaufsichtigten, angewiesenen oder auszubildenden Kinder und Jugendlichen obliegen, wiederholt oder gröblich verletzt haben,
2. den Personen, gegen die Tatsachen vorliegen, die
sie in sittlicher Beziehung zur Beschäftigung, Beaufsichtigung, Anweisung oder Ausbildung von
Kindern und Jugendlichen ungeeignet erscheinen lassen, verbieten, Kinder und Jugendliche zu
beschäftigen oder im Rahmen eines Rechtsverhältnisses im Sinne des § 1 zu beaufsichtigen, anzuweisen oder auszubilden.
(3) Die Aufsichtsbehörde kann auf Antrag Ausnahmen von § 23 Abs. 1 Nr. 2 und 3 für Jugendliche über
16 Jahre bewilligen,
1. wenn die Art der Arbeit oder das Arbeitstempo
eine Beeinträchtigung der Gesundheit oder der
körperlichen oder seelisch-geistigen Entwicklung
des Jugendlichen nicht befürchten lassen und
2. wenn eine nicht länger als vor drei Monaten ausgestellte ärztliche Bescheinigung vorgelegt wird,
nach der gesundheitliche Bedenken gegen die
Beschäftigung nicht bestehen.
Dritter Titel
Sonstige Pflichten des Arbeitgebers
§ 28 Menschengerechte Gestaltung der Arbeit
(1) Der Arbeitgeber hat bei der Einrichtung und der
Unterhaltung der Arbeitsstätte einschließlich der
Maschinen, Werkzeuge und Geräte und bei der Regelung der Beschäftigung die Vorkehrungen und
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Maßnahmen zu treffen, die zum Schutz der Jugendlichen gegen Gefahren für Leben und Gesundheit
sowie zur Vermeidung einer Beeinträchtigung der
körperlichen oder seelisch-geistigen Entwicklung der
Jugendlichen erforderlich sind. Hierbei sind das mangelnde Sicherheitsbewußtsein, die mangelnde Erfahrung und der Entwicklungsstand der Jugend­lichen
zu berücksichtigen und die allgemein anerkannten
sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen
Regeln sowie die sonstigen gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse zu beachten.
(2) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
kann durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des
Bundesrates bestimmen, welche Vorkehrungen und
Maßnahmen der Arbeitgeber zur Erfüllung der sich
aus Absatz 1 ergebenden Pflichten zu treffen hat.
(3) Die Aufsichtsbehörde kann in Einzelfällen anordnen, welche Vorkehrungen und Maßnahmen zur
Durchführung des Absatzes 1 oder einer vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemäß Absatz 2 erlassenen Verordnung zu treffen sind.
§ 28a Beurteilung der Arbeitsbedingungen
Vor Beginn der Beschäftigung Jugendlicher und bei
wesentlicher Änderung der Arbeitsbedingungen hat
der Arbeitgeber die mit der Beschäftigung verbundenen Gefährdungen Jugendlicher zu beurteilen. Im
übrigen gelten die Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes.
§ 29 Unterweisung über Gefahren
(1) Der Arbeitgeber hat die Jugendlichen vor Beginn der Beschäftigung und bei wesentlicher Änderung der Arbeitsbedingungen über die Unfall- und
Gesundheitsgefahren, denen sie bei der Beschäftigung ausgesetzt sind, sowie über die Einrichtungen
und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren zu
unterweisen. Er hat die Jugendlichen vor der erstmaligen Beschäftigung an Maschinen oder gefährlichen Arbeitsstellen oder mit Arbeiten, bei denen sie
mit gesundheitsgefährdenden Stoffen in Berührung
kommen, über die besonderen Gefahren dieser Arbeiten sowie über das bei ihrer Verrichtung erforderliche Verhalten zu unterweisen.
(2) Die Unterweisungen sind in angemessenen Zeitabständen, mindestens aber halbjährlich, zu wiederholen.
(3) Der Arbeitgeber beteiligt die Betriebsärzte und
die Fachkräfte für Arbeitssicherheit an der Planung,
Durchführung und Überwachung der für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Beschäftigung Jugendlicher geltenden Vorschriften.
§ 30 Häusliche Gemeinschaft
(1) Hat der Arbeitgeber einen Jugendlichen in die
häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so muß er
1. ihm eine Unterkunft zur Verfügung stellen und dafür sorgen, daß sie so beschaffen, ausgestattet
und belegt ist und so benutzt wird, daß die Gesundheit des Jugendlichen nicht beeinträchtigt
wird, und
2. ihm bei einer Erkrankung, jedoch nicht über die
Beendigung der Beschäftigung hinaus, die
erforderliche Pflege und ärztliche Behandlung zuteil
werden lassen, soweit diese nicht von einem Sozialversicherungsträger geleistet wird.
(2) Die Aufsichtsbehörde kann im Einzelfall anordnen,
welchen Anforderungen die Unterkunft (Absatz 1
Nr. 1) und die Pflege bei Erkrankungen (Absatz 1
Nr. 2) genügen müssen.
§ 31 Züchtigungsverbot, Verbot der
Abgabe von Alkohol und Tabak
(1) Wer Jugendliche beschäftigt oder im Rahmen eines Rechtsverhältnisses im Sinne des § 1 beaufsichtigt, anweist oder ausbildet, darf sie nicht körperlich
züchtigen.
(2) Wer Jugendliche beschäftigt, muß sie vor körperlicher Züchtigung und Mißhandlung und vor sittlicher
Gefährdung durch andere bei ihm Beschäftigte und
durch Mitglieder seines Haushalts an der Arbeitsstätte und in seinem Haus schützen. Er darf Jugendlichen keine Tabakwaren, Jugendlichen unter 16
Jahren keine alkoholischen Getränke und Jugendlichen über 16 Jahre keinen Branntwein geben.
Vierter Titel
Gesundheitliche Betreuung
§ 32 Erstuntersuchung
(1) Ein Jugendlicher, der in das Berufsleben eintritt,
darf nur beschäftigt werden, wenn
1. er innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht worden ist (Erstuntersuchung) und
2. dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorliegt.
Ausgabe 8 | August 2014 31
TITELTHEMA
(2) Absatz 1 gilt nicht für eine nur geringfügige oder
eine nicht länger als zwei Monate dauernde Beschäftigung mit leichten Arbeiten, von denen keine
gesundheitlichen Nachteile für den Jugendlichen zu
befürchten sind.
3. die Auswirkungen der Beschäftigung auf die Gesundheit oder Entwicklung des Jugendlichen
noch nicht zu übersehen sind.
(2) Die in § 33 Abs. 1 festgelegten Fristen werden
durch die Anordnung einer außerordentlichen Nachuntersuchung nicht berührt.
§ 33 Erste Nachuntersuchung
(1) Ein Jahr nach Aufnahme der ersten Beschäftigung hat sich der Arbeitgeber die Bescheinigung
eines Arztes darüber vorlegen zu lassen, daß der Jugendliche nachuntersucht worden ist (erste Nachuntersuchung). Die Nachuntersuchung darf nicht
länger als drei Monate zurückliegen. Der Arbeitgeber soll den Jugendlichen neun Monate nach Aufnahme der ersten Beschäftigung nachdrücklich auf
den Zeitpunkt, bis zu dem der Jugendliche ihm die
ärztliche Bescheinigung nach Satz 1 vorzulegen
hat, hinweisen und ihn auffordern, die Nachuntersuchung bis dahin durchführen zu lassen.
(2) Legt der Jugendliche die Bescheinigung nicht
nach Ablauf eines Jahres vor, hat ihn der Arbeitgeber
innerhalb eines Monats unter Hinweis auf das Beschäftigungsverbot nach Absatz 3 schriftlich aufzufordern, ihm die Bescheinigung vorzulegen. Je eine
Durchschrift des Aufforderungsschreibens hat der
Arbeitgeber dem Personensorgeberechtigten und
dem Betriebs- oder Personalrat zuzusenden.
(3) Der Jugendliche darf nach Ablauf von 14 Monaten nach Aufnahme der ersten Beschäftigung nicht
weiterbeschäftigt werden, solange er die Bescheinigung nicht vorgelegt hat.
§ 34 Weitere Nachuntersuchungen
Nach Ablauf jedes weiteren Jahres nach der ersten Nachuntersuchung kann sich der Jugendliche
erneut nachuntersuchen lassen (weitere Nachuntersuchungen). Der Arbeitgeber soll ihn auf diese
Möglichkeit rechtzeitig hinweisen und darauf hinwirken, daß der Jugendliche ihm die Bescheinigung
über die weitere Nachuntersuchung vorlegt.
§ 35 Außerordentliche Nachuntersuchung
(1) Der Arzt soll eine außerordentliche Nachuntersuchung anordnen, wenn eine Untersuchung ergibt,
daß
1. ein Jugendlicher hinter dem seinem Alter entsprechenden Entwicklungsstand zurückgeblieben ist,
2. gesundheitliche Schwächen oder Schäden vorhanden sind,
32 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
§ 36 Ärztliche Untersuchungen und Wechsel des Arbeitgebers
Wechselt der Jugendliche den Arbeitgeber, so darf
ihn der neue Arbeitgeber erst beschäftigen, wenn
ihm die Bescheinigung über die Erstuntersuchung
(§ 32 Abs. 1) und, falls seit der Aufnahme der Beschäftigung ein Jahr vergangen ist, die Bescheinigung über
die erste Nachuntersuchung (§ 33) vorliegen.
§ 37 Inhalt und Durchführung der ärztlichen Untersuchungen
(1) Die ärztlichen Untersuchungen haben sich auf
den Gesundheits- und Entwicklungsstand und
die körperliche Beschaffenheit, die Nachuntersuchungen außerdem auf die Auswirkungen der Beschäftigung auf Gesundheit und Entwicklung des
Jugendlichen zu erstrecken.
(2) Der Arzt hat unter Berücksichtigung der Krankheitsvorgeschichte des Jugendlichen auf Grund der
Untersuchungen zu beurteilen,
1. ob die Gesundheit oder die Entwicklung des Jugendlichen durch die Ausführung bestimmter Arbeiten oder durch die Beschäftigung während
bestimmter Zeiten gefährdet wird,
2. ob besondere der Gesundheit dienende Maßnahmen erforderlich sind,
3. ob eine außerordentliche Nachuntersuchung
(§ 35 Abs. 1) erforderlich ist.
(3) Der Arzt hat schriftlich festzuhalten:
1. den Untersuchungsbefund,
2. die Arbeiten, durch deren Ausführung er die Gesundheit oder die Entwicklung des Jugendlichen
für gefährdet hält,
3. die besonderen der Gesundheit dienenden Maßnahmen,
4. die Anordnung einer außerordentlichen Nachuntersuchung (§ 35 Abs. 1).
§ 38 Ergänzungsuntersuchung
Kann der Arzt den Gesundheits- und Entwicklungsstand des Jugendlichen nur beurteilen, wenn das Ergebnis einer Ergänzungsuntersuchung durch einen
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anderen Arzt oder einen Zahnarzt vorliegt, so hat er
die Ergänzungsuntersuchung zu veranlassen und
ihre Notwendigkeit schriftlich zu begründen.
§ 39 Mitteilung, Bescheinigung
(1) Der Arzt hat dem Personensorgeberechtigten
schriftlich mitzuteilen:
1. das wesentliche Ergebnis der Untersuchung,
2. die Arbeiten, durch deren Ausführung er die Gesundheit oder die Entwicklung des Jugendlichen
für gefährdet hält,
3. die besonderen der Gesundheit dienenden Maßnahmen,
4. die Anordnung einer außerordentlichen Nachuntersuchung (§ 35 Abs. 1).
(2) Der Arzt hat eine für den Arbeitgeber bestimmte
Bescheinigung darüber auszustellen, daß die Untersuchung stattgefunden hat und darin die Arbeiten zu
vermerken, durch deren Ausführung er die Gesundheit oder die Entwicklung des Jugendlichen für gefährdet hält.
§ 40 Bescheinigung mit Gefährdungsvermerk
(1) Enthält die Bescheinigung des Arztes (§ 39 Abs. 2)
einen Vermerk über Arbeiten, durch deren Ausführung er die Gesundheit oder die Entwicklung des
Jugendlichen für gefährdet hält, so darf der Jugendliche mit solchen Arbeiten nicht beschäftigt werden.
(2) Die Aufsichtsbehörde kann die Beschäftigung
des Jugendlichen mit den in der Bescheinigung des
Arztes (§ 39 Abs. 2) vermerkten Arbeiten im Einvernehmen mit einem Arzt zulassen und die Zulassung
mit Auflagen verbinden.
§ 41 Aufbewahren der ärztlichen Bescheinigungen
(1) Der Arbeitgeber hat die ärztlichen Bescheinigungen bis zur Beendigung der Beschäftigung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs
des Jugendlichen aufzubewahren und der Aufsichtsbehörde sowie der Berufsgenossenschaft auf Verlangen zur Einsicht vorzulegen oder einzusenden.
(2) Scheidet der Jugendliche aus dem Beschäftigungsverhältnis aus, so hat ihm der Arbeitgeber die
Bescheinigungen auszuhändigen.
§ 42 Eingreifen der Aufsichtsbehörde
Die Aufsichtsbehörde hat, wenn die dem Jugendlichen übertragenen Arbeiten Gefahren für seine
Gesundheit befürchten lassen, dies dem Personensorgeberechtigten und dem Arbeitgeber mitzuteilen
und den Jugendlichen aufzufordern, sich durch einen von ihr ermächtigten Arzt untersuchen zu lassen.
§ 43 Freistellung für Untersuchungen
Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen für die Durchführung der ärztlichen Untersuchungen nach diesem
Abschnitt freizustellen. Ein Entgeltausfall darf hierdurch nicht eintreten.
§ 44 Kosten der Untersuchungen
Die Kosten der Untersuchungen trägt das Land.
§ 45 Gegenseitige Unterrichtung der Ärzte
(1) Die Ärzte, die Untersuchungen nach diesem Abschnitt vorgenommen haben, müssen, wenn der
Personensorgeberechtigte und der Jugendliche damit einverstanden sind,
1. dem staatlichen Gewerbearzt,
2. dem Arzt, der einen Jugendlichen nach diesem
Abschnitt nachuntersucht, auf Verlangen die Aufzeichnungen über die Untersuchungsbefunde zur
Einsicht aushändigen.
(2) Unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 kann
der Amtsarzt des Gesundheitsamts einem Arzt,
der einen Jugendlichen nach diesem Abschnitt untersucht, Einsicht in andere in seiner Dienststelle
vorhandene Unterlagen über Gesundheit und Entwicklung des Jugendlichen gewähren.
§ 46 Ermächtigungen
(1) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
kann zum Zweck einer gleichmäßigen und wirksamen
gesundheitlichen Betreuung durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Vorschriften
über die Durchführung der ärztlichen Untersuchungen und über die für die Aufzeichnungen der Untersuchungsbefunde, die Bescheinigungen und
Mitteilungen zu verwendenden Vordrucke erlassen.
(2) Die Landesregierung kann durch Rechtsverordnung
1. zur Vermeidung von mehreren Untersuchungen
innerhalb eines kurzen Zeitraums aus verschiedenen Anlässen bestimmen, daß die Untersuchungen nach den §§ 32 bis 34 zusammen mit
Untersuchungen nach anderen Vorschriften
durchzuführen sind, und hierbei von der Frist des
Ausgabe 8 | August 2014 33
TITELTHEMA
§ 32 Abs. 1 Nr. 1 bis zu drei Monaten abweichen,
2. zur Vereinfachung der Abrechnung
a) Pauschbeträge für die Kosten der ärztlichen Untersuchungen im Rahmen der geltenden Gebührenordnungen festsetzen,
b) Vorschriften über die Erstattung der Kosten beim
Zusammentreffen mehrerer Untersuchungen
nach Nummer 1 erlassen.
Die Paragrafen 47 bis 72 sind nicht abgedruckt. Einen
Link zum vollständigen Gesetz finden Sie online unter
www.aeksh.de/ecs.
34 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
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Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten*)
Vom 26. April 2006
Auf Grund des § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 des
Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBI 1
S. 931) und in Verbindung mit § 1 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vorn 16. August 2002 (BGBI. 1
S. 3165) und dem Organisationserlass vom 22. November 2005 (BGBI. 1 S. 31 97) verordnet das Bundesministerium für Gesundheit im Einvernehmen mit
dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
§1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
Der Ausbildungsberuf Medizinischer Fachangestellter/
Medizinische Fachangestellte wird staatlich anerkannt.
§2 Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
§3 Zielsetzung der Berufsausbildung
Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten sollen bezogen auf Arbeits- und Geschäftsprozesse so vermittelt werden,
dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 3
des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die
insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen
und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den § 8 und
9 nachzuweisen.
§4 Ausbildungsberufsbild
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die
folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1. Der Ausbildungsbetrieb:
1.1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
1.2Stellung des Ausbildungsbetriebes im Gesundheitswesen; Anforderungen an den Beruf,
1.3Organisation und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes,
1.4Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der
medizinischen Versorgung,
1.5Umweltschutz;
2. Gesundheitsschutz und Hygiene:
2.1Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
2.2Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene,
2.3Schutz vor Infektionskrankheiten;
3. Kommunikation:
3.1Kommunikationsformen und -methoden,
3.2Verhalten in Konfliktsituationen;
4. Patientenbetreuung und -beratung:
4.1Betreuen von Patienten und Patientinnen,
4.2Beraten von Patienten und Patientinnen;
5. Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement:
5.1Betriebs- und Arbeitsabläufe,
5.2Qualitätsmanagement,
5.3Zeitmanagement,
5.4Arbeiten im Team,
5.5Marketing;
6. Verwaltung und Abrechnung:
6.1Verwaltungsarbeiten,
6.2Materialbeschaffung und -verwaltung,
6.3Abrechnungswesen;
7. Information und Dokumentation:
7.1 Informations- und Kommunikationssysteme,
7.2Dokumentation,
7.3Datenschutz und Datensicherheit;
8. Durchführen von Maßnahmen bei Diagnostik und
Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Arztes
oder der Ärztin:
8.1Assistenz bei ärztlicher Diagnostik,
8.2Assistenz bei ärztlicher Therapie,
8.3Umgang mit Arzneimitteln, Sera und lmpfstoffen
sowie Heil- und Hilfsmitteln;
9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation;
10.Handeln bei Not- und Zwischenfällen.
§5 Ausbildungsrahmenplan
(1) Die in § 4 genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten (Ausbildungsberufsbild) sollen nach
den in den Anlagen 1 und 2 * enthaltenen Anleitungen zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der
Berufsausbildung vermittelt werden. Eine von dem
Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche
und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes
*Anlage 1 und 2 sind dieser Verordnung nicht beigefügt.
Ausgabe 8 | August 2014 35
TITELTHEMA
ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische
Besonderheiten die Abweichung erfordern.
§6 Ausbildungsplan
Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des
Ausbildungsrahmenplans für die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.
§7 Schriftlicher Ausbildungsnachweis
Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit
zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis
während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.
§8 Zwischenprüfung
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine
Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem
Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in Anlagen 1 und 2 * für die ersten 18 Monate aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem
Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit
er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung ist schriftlich anhand praxisbezogener Aufgaben in höchstens 120 Minuten in
folgenden Prüfungsbereichen durchzuführen:
1. Arbeits- und Praxishygiene,
2. Schutz vor Infektionskrankheiten,
3. Verwaltungsarbeiten,
4. Datenschutz und Datensicherheit,
5. Untersuchungen und Behandlungen vorbereiten.
* siehe Musterausbildungsplan
§9 Abschlussprüfung
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der
Anlage 1 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht
zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) lm praktischen Teil der Prüfung soll der Prüfling in
höchstens 75 Minuten eine komplexe Prüfungsaufgabe bearbeiten sowie während dieser Zeit in höchstens 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen.
Dem Prüfling ist eine angemessene Vorbereitungszeit einzuräumen. Bei der Prüfungsaufgabe soll er
praxisbezogene Arbeitsabläufe entsprechend der
36 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
folgenden Nummer 1 oder 2 simulieren, demonstrieren, dokumentieren und präsentieren:
1. Assistieren bei Diagnose- und Therapiemaßnahmen einschließlich Betreuen des Patienten oder der Patientin vor, während und nach
der Behandlung, Pflegen, Warten und Handhaben von Geräten und Instrumenten, Durchführen
von Hygienemaßnahmen, Abrechnen und Dokumentieren von Leistungen sowie Aufklären über
Möglichkeiten und Ziele der Prävention,
2. Assistieren bei Diagnose- und Therapiemaßnahmen einschließlich Betreuen des Patienten oder
der Patientin vor, während und nach der Behandlung, Pflegen, Warten und Handhaben von
Geräten und Instrumenten, Durchführen von Hygienemaßnahmen, Abrechnen und Dokumentieren von Leistungen sowie Durchführen von
Laborarbeiten.
Durch die Durchführung der Prüfungsaufgabe und
das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass
er mit den Patienten situationsgerecht und personenorientiert kommunizieren, sie sachgerecht informieren und zur Kooperation motivieren kann. Er
soll nachweisen, dass er Arbeitsabläufe planen, Betriebsabläufe organisieren, Verwaltungsarbeiten
durchführen, Mittel der technischen Kommunikation nutzen, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei
der Arbeit und Belange des Umweltschutzes berücksichtigen sowie die für die Prüfungsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen und die
Vorgehensweise bei Durchführung der Prüfungsaufgabe begründen kann. Darüber hinaus soll er
nachweisen, dass er Erste-Hilfe-Maßnahmen am Patienten oder an der Patientin durchführen kann.
(3) Der schriftliche Teil der Prüfung besteht aus
den Prüfungsbereichen Behandlungsassistenz,
Betriebsorganisation und -verwaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Die Anforderungen in den
Prüfungsbereichen sind:
1. Im Prüfungsbereich Behandlungsassistenz:
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Er soll in der Prüfung zeigen, dass er im Bereich
der Diagnostik und Therapie Arbeitsabläufe planen
und die Durchführung der Behandlungsassistenz beschreiben kann. Dabei soll er gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der medizinischen Versorgung,
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
Umweltschutz sowie Maßnahmen der Arbeits- und
Praxishygiene berücksichtigen. Der Prüfling soll nach-
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weisen, dass er fachliche Zusammenhänge verstehen,
Sachverhalte analysieren sowie Lösungsmöglichkeiten entwickeln und darstellen kann. Dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete zugrunde zu legen:
a) Qualitätssicherung,
b) Zeitmanagement,
c) Schutz vor Infektionskrankheiten,
d) Arzneimittel, Sera, Impfstoffe, Heil- und Hilfsmittel,
e) Patientenbetreuung und -beratung,
f) Grundlagen der Prävention und Rehabilitation,
g) Laborarbeiten,
h) Datenschutz und Datensicherheit,
i) Dokumentation,
j) Handeln bei Notfällen,
k) Abrechnung erbrachter Leistungen;
2. Im Prüfungsbereich Betriebsorganisation und
-verwaltung:
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Er soll in der Prüfung zeigen, dass er Betriebsabläufe beschreiben, Arbeitsabläufe systematisch
planen sowie interne und externe Koordinierungsaufgaben darstellen kann. Dabei soll er Sicherheit
und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Maßnahmen der Qualitätssicherung sowie
Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten
berücksichtigen. Dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete zugrunde zu legen:
a) Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der
medizinischen Versorgung,
b) Arbeiten im Team,
c) Verwaltungsarbeiten,
d) Dokumentation,
e) Marketing,
f) Zeitmanagement,
g) Datenschutz und Datensicherheit,
h) Organisation der Leistungsabrechnung,
i) Materialbeschaffung und -Verwaltung;
3. Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben aus der
Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten und dabei zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge darstellen kann.
(4) Für den schriftlichen Teil der Prüfung ist von folgenden zeitlichen Höchstwerten auszugehen:
1. im Prüfungsbereich Behandlungsassistenz 120
Minuten,
2. im Prüfungsbereich Betriebsorganisation und
-verwaltung 120 Minuten,
3. im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Minuten.
(5) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung sind
die Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:
1. Prüfungsbereich Behandlungsassistenz 40 Prozent,
2. Prüfungsbereich Betriebsorganisation und -Verwaltung 40 Prozent,
4. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
20 Prozent.
(6) Sind im schriftlichen Teil der Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen
mit mangelhaft und im weiteren Prüfungsbereich mit
mindestens ausreichend bewertet worden, so ist auf
Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit mangelhaft bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung
durch eine mündliche Prüfung von höchstens 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen
der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis
der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis
2:1 zu gewichten.
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im schriftlichen Teil der Prüfung sowie
innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung in mindestens zwei Prüfungsbereichen mindestens ausreichende Prüfungsleistungen erbracht sind. Werden die
Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit „ungenügend“ bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.
§10 Fortsetzung der Berufsausbildung
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten
dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit
nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt
werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.
§11 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 2006 in Kraft.
Gleichzeitig tritt die Arzthelfer-Ausbildungsverordnung vom 10. Dezember 1985 (BGBI. 1 S. 2200) außer Kraft.
Bonn, den 26. April 2006
Die Bundesministerin für Gesundheit
Ulla Schmidt
Ausgabe 8 | August 2014 37
TITELTHEMA
Ausbildungsrahmenplan
für die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten
– sachliche Gliederung –
Lfd. Teil des AusbilNr. dungsberufsbildes
Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
1. Der Ausbildungsbetrieb
1.1
Berufsbildung,
Arbeits- und Tarifrecht (§ 4 Nr. 1.1)
a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, gegenseitige Rechte und Pflichten, Dauer und Beendigung erklären
b) Inhalte der Ausbildungsordnung und den betrieblichen Ausbildungsplan
erläutern
c) die im Ausbildungsbetrieb geltenden Regelungen über Arbeitszeit, Vollmachten und Weisungsbefugnisse beachten
d) wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden Tarifverträge und arbeitsrechtlichen Vorschriften beschreiben
e) wesentliche Inhalte des Arbeitsvertrages erläutern
f) lebensbegleitendes Lernen als Voraussetzung für berufliche und persönliche
Entwicklung nutzen und berufsbezogene Fortbildungsmöglichkeiten ermitteln
1.2
Stellung des Ausbildungsbetriebes
im Gesundheitswesen; Anforderungen an den
Beruf (§ 4 Nr. 1.2)
a) Aufgaben, Struktur und rechtliche Grundlagen des Gesundheitswesens und
seiner Einrichtungen sowie dessen Einordnung in das System sozialer Sicherung in Grundzügen erläutern
b) Formen der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen an Beispielen aus dem
Ausbildungsbetrieb erklären
c) soziale Aufgaben eines medizinischen Dienstleistungsberufes und ethische
Anforderungen darstellen
d) Belastungssituationen im Beruf erkennen und bewältigen
1.3
Organisation und
Rechtsform des
Ausbildungsbetriebes
(§ 4 Nr. 1.3)
a) Struktur, Aufgaben und Funktionsbereiche des Ausbildungsbetriebes erläutern
b) Organisation, Abläufe des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und
Zuständigkeiten darstellen; Zusammenwirken der Funktionsbereiche erklären
c) Rechtsform des Ausbildungsbetriebes beschreiben
d) Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu Selbstverwaltungseinrichtungen, Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen,
Gewerkschaften und Verwaltungen darstellen
1.4
Gesetzliche und
vertragliche Bestimmungen der
medizinischen
Versorgung
(§ 4 Nr. 1.4)
a) berufsbezogene Rechtsvorschriften einhalten
b) Schweigepflicht als Basis einer vertrauensvollen Arzt-Patienten-Beziehung
einhalten
c) Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen der Delegation ärztlicher Leistungen darlegen sowie straf- und haftungsrechtliche Folgen beachten
d) rechtliche und vertragliche Grundlagen von Behandlungsvereinbarungen bei
gesetzlich Versicherten und Privatpatienten beachten und erläutern
38 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
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1.5
Umweltschutz
(§ 4 Nr. 1.5)
Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere:
a) mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Reglungen des Umweltschutzes anwenden
c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
Materialverwendung nutzen
d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen.
2. Gesundheitsschutz und Hygiene
2.1
Sicherheit und
Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 4 Nr. 2.1)
a) Gefahren für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen sowie
Maßnahmen zu deren Vermeidung ergreifen
b) berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen
bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
e) stressauslösende Situationen erkennen und bewältigen
2.2
Maßnahmen der
Arbeits- und Praxishygiene
(§ 4 Nr. 2.2)
a) Hygienestandards einhalten
b) Arbeitsmittel für Hygienemaßnahmen auswählen und anwenden
c) Maßnahmen des betrieblichen Hygieneplans durchführen
d) Geräte, Instrumente und Apparate desinfizieren, reinigen und sterilisieren;
Sterilgut handhaben
e) hygienische und aseptische Bedingungen bei Eingriffen situationsgerecht
sicher stellen
f) kontaminierte Materialien erfassen, situationsbezogen wieder aufbereiten
und entsorgen
2.3
Schutz vor Infektionskrankheiten
(§ 4 Nr. 2.3)
a) Hauptsymptome und Krankheitsbilder von bakteriellen Infektionskrankheiten,
insbesondere Scharlach, Tetanus, Borreliose, Salmonellose, Pertussis, Diphtherie und Tuberkulose, von viralen Infektionskrankheiten, insbesondere Aids,
Masern, Röteln, Windpocken, Gürtelrose, Mumps, Pfeifferschem Drüsenfieber, FSME, Influenza, grippalen Infekten, Hepatitis A, B und C sowie
Infektionskrankheiten durch Hautpilze, insbesondere Soor und Fußpilz, beschreiben; Meldepflicht von Infektionskrankheiten beachten
b) Infektionsquellen und Infektionswege darstellen, Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen einleiten und Schutzmaßnahmen durchführen
c) Vorteile der aktiven Immunisierung begründen
3. Kommunikation
3.1
Kommunikationsformen und
-methoden
(§ 4 Nr. 3.1)
a) Auswirkungen von Information und Kommunikation auf Betriebsklima,
Arbeitsleistung, Betriebsablauf und -erfolg beachten
b) verbale und nonverbale Kommunikationsformen einsetzen
c) Gespräche personenorientiert und situationsgerecht führen
d) zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen
e) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
3.2
Verhalten in Konfliktsituationen
(§ 4 Nr. 3.2)
a) Konflikte erkennen und einschätzen
b) Möglichkeiten der Konfliktlösung nutzen
c) Beschwerden entgegennehmen und Lösungsmöglichkeiten anbieten
Ausgabe 8 | August 2014 39
TITELTHEMA
4. Patientenbetreuung
4.1
Betreuen von Pati- a) Psychosoziale und somatische Bedingungen des Patienten-Verhaltens
enten und Patienberücksichtigen
tinnen (§ 4 Nr. 4.1) b) Besonderheiten von speziellen Patientengruppen, von Risiko-Patienten sowie
von Patienten und Patientinnen mit chronischen Krankheitsbildern beachten
c) Patienten und Patientinnen situationsgerecht empfangen und unter Berücksichtigung ihrer Wünsche und Erwartungen vor, während und nach der Behandlung betreuen
d) Situation der anrufenden Patienten und Patientinnen einschätzen und Maßnahmen einleiten
e) Patienten und Patientinnen sowie begleitende Personen über Praxisabläufe
bezüglich Diagnostik, Behandlung, Wiederbestellung und Abrechnung informieren und zur Kooperation motivieren
f) Patienten und Patientinnen über Weiter- und Mitbehandlung informieren
g) ergänzende Versorgungsangebote darstellen
4.2
Beraten von Pa­
tienten und Patientinnen (§ 4 Nr.
4.2)
a) ärztliche Beratungen und Anweisungen unterstützen
b) zur Anwendung häuslicher Maßnahmen anleiten
c) medizinische Leistungsangebote des Betriebes erläutern
d) bei der Patientenschulung mitwirken
5. Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement
5.1
Betriebs- und Arbeitsabläufe (§ 4
Nr. 5.1)
a) bei Planung, Organisation und Gestaltung von Betriebsabläufen mitwirken
und zur Optimierung beitragen
b) Kooperationsprozesse mit externen Partnern mit gestalten
c) Hausbesuche und Notdienste organisieren
d) Maßnahmen bei akuten Störungen und Zwischenfällen ergreifen
e) Arbeitsschritte systematisch planen, zielgerecht organisieren, rationell
gestalten, Ergebnisse kontrollieren
f) betriebliche Arbeits- und Organisationsmittel auswählen und einsetzen
5.2
Qualitätsmanagement (§ 4 Nr. 5.2)
a) Bedeutung des Qualitätsmanagements für den Ausbildungsbetrieb an
Beispielen erklären
b) Maßnahmen zur Qualitätssicherung im eigenen Verantwortungsbereich
planen, durchführen, kontrollieren, dokumentieren und bewerten
c) Patientenzufriedenheit ermitteln und fördern
d) bei Umsetzung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Betriebs- und Behandlungsorganisation mitwirken und dabei eigene Vorschläge
einbringen; Verhältnis von Kosten-Nutzen beachten
e) zur Sicherung des betriebsinternen Informationsflusses beitragen
5.3
Zeitmanagement
(§ 4 Nr. 5.3)
a) Bedeutung des Zeitmanagements für den Ausbildungsbetrieb an Beispielen
erklären; eigene Vorschläge zur Verbesserung einbringen
b) Patiententermine planen, koordinieren und überwachen
c) Wiederbestellung und externe Behandlungstermine organisieren sowie koordinieren
d) Termine mit Dritten unter Berücksichtigung vorgeschriebener Prüf- und Überwachungstermine sowie Informationstermine planen und koordinieren
e) Methoden des Selbst- und Zeitmanagements nutzen, insbesondere bei der
zeitlichen Planung und Durchführung von Arbeitsabläufen Prioritäten beachten
f) Zusammenhänge von Selbst- und Zeitmanagement, Leistungssteigerung
und Stress beachten
40 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
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5.4.
Arbeiten im Team
(§ 4 Nr. 5.4)
a) im Team unter Beachtung von Zuständigkeiten, Entscheidungskompetenzen
und eigener Prioritäten kooperieren
b) Aufgaben im Team planen und bearbeiten; bei der Tagesplanung mitwirken
c) Teamentwicklung gestalten
d) Teambesprechungen organisieren und mit gestalten
5.5
Marketing
(§ 4 Nr. 5.5)
a) bei der Entwicklung und Ausgestaltung von Leistungsangeboten des Betriebes mitwirken
b) bei der Entwicklung und Umsetzung betrieblicher Marketingmaßnahmen zur
Förderung der Patientenzufriedenheit mitwirken
c) beim Aufbau einer Patientenbindung mitwirken
6. Verwaltung und Abrechnung
6.1
Verwaltungsarbeiten (§ 4 Nr. 6.1)
a) Patientendaten erfassen und verarbeiten
b) Posteingang und -ausgang bearbeiten
c) Schriftverkehr durchführen
d) Vordrucke und Formulare bearbeiten
6.2
Materialbeschaffung und –verwaltung (§ 4 Nr. 6.2)
a) Bedarf an Waren und Materialien ermitteln, Angebote vergleichen, Bestellungen aufgeben; bei Beschaffung mitwirken
b) Wareneingang und -ausgang unter Berücksichtigung des Kaufvertragsrechts
prüfen
c) Abrechnungen organisieren, erstellen, prüfen und weiterleiten
d) Kostenerstattung für Verbrauchsmaterialien für die Patientenbehandlung organisieren
e) Materialien und Desinfektionsmittel lagern und überwachen
f) Arzneimittel, Sera, Impfstoffe, Verband- und Hilfsmittel lagern und unter Beachtung rechtlicher Vorschriften überwachen
6.3
Abrechnungswesen (§ 4 Nr. 6.3)
a) Zahlungsvorgänge abwickeln, überwachen, kontrollieren und dokumentieren
b) Leistungen nach Vergütungssystemen erfassen, den Kostenträgern zuordnen und kontrollieren
c) Abrechnungen unter Berücksichtigung des Sachleistungs- und Kostenerstattungsprinzips organisieren, erstellen, prüfen und weiterleiten
d) Vorschriften der Sozialgesetzgebung anwenden
e) Privatliquidationen erstellen und dem Patienten erläutern
f) Kaufmännische Mahnverfahren durchführen und gerichtliche Mahnverfahren
einleiten
7. Information und Dokumentation
7.1
Informations- und
Kommunikationssysteme
(§ 4 Nr. 7.1)
a) Informations- und Kommunikationssysteme anwenden; Standard und Branchensoftware einsetzen
b) Daten eingeben und pflegen
c) Möglichkeiten des internen und externen elektronischen Datenaustausches
nutzen
d) Informationen beschaffen und nutzen
7.2
Dokumentation
(§ 4 Nr. 7.2)
a) Informationen unter Berücksichtigung von Rechtsvorschriften und nach betrieblichen Vorgaben erfassen, auswerten, weiterleiten und archivieren
b) medizinische Dokumentations- und Klassifizierungssysteme anwenden
c) Patientendokumentation organisieren
d) Behandlungsunterlagen zusammenstellen, weiterleiten und dokumentieren
Ausgabe 8 | August 2014 41
TITELTHEMA
7.3
Datenschutz und
Datensicherheit
(§ 4 Nr. 7.3)
a) Vorschriften und Regelungen zum Datenschutz anwenden
b) Daten sichern
c) Datentransfer verschlüsselt durchführen
d) Dokumente und Behandlungsunterlagen sicher verwahren und die Aufbewahrfristen beachten
8. Durchführen von Maßnahmen bei Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Arztes oder
der Ärztin
8.1
Assistenz bei ärztlicher Diagnostik
(§ 4 Nr. 8.1)
a) gebräuchliche medizinische Fachbezeichnungen und Abkürzungen anwenden und erläutern
b) Untersuchungen und Behandlungen vorbereiten, insbesondere Patientenbeobachtung durchführen, Vitalwerte bestimmen, Patienten messen und
wiegen, Elektrokardiogramm schreiben, Lungenfunktion prüfen; Geräte und
Instrumente handhaben, pflegen und warten
c) bei der Befundaufnahme und diagnostischen Maßnahmen, insbesondere bei
Ultraschalluntersuchungen, Punktionen und Katheterisierung, mitwirken und
assistieren; Geräte und Instrumente handhaben, pflegen und warten
d) Befunddokumentation durchführen
e) Proben für Untersuchungszwecke und Laborauswertung, insbesondere
durch venöse und kapilläre Blutentnahmen sowie Abstriche, gewinnen
f) Laborarbeiten und Tests, insbesondere Blutzuckerbestimmung, Blutsenkung,
Urinstatus, Leukozytenzählung und Tests auf okkultes Blut, durchführen, dokumentieren und durch Qualitätskontrollen sichern, Geräte und Instrumente
handhaben, pflegen und warten
g) Untersuchungsmaterial aufbereiten und versenden
h) Labordaten und Untersuchungsergebnisse auf ihre Bedeutung für Patienten
einstufen und zeitgerecht weiterleiten
8.2
Assistenz bei ärztlicher Therapie
(§ 4 Nr. 8.2)
a) bei der ärztlichen Therapie, insbesondere bei Infusionen und Injektionen,
assistieren; Materialien, Instrumente, Geräte und Arzneimittel vorbereiten,
instrumentieren; Geräte und Instrumente pflegen und warten
b) bei der medikamentösen Therapie mitwirken; Verlaufsprotokolle erstellen
c) subkutane und intramuskuläre Injektionen durchführen
d) Stütz- und Wundverbände anlegen
e) Wärme-, Kälte- und Reizstromanwendung durchführen
f) intrakutane Tests durchführen
g) Inhalationen durchführen
h) bei chirurgischen Behandlungsmaßnahmen Patienten vorbereiten, steril arbeiten und assistieren; Instrumente und Geräte handhaben, pflegen und warten
i) septische und aseptische Wunden versorgen; Nahtmaterial entfernen
j) Arbeitsvorgänge nachbereiten und dokumentieren
42 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
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8.3
Umgang mit Arzneimitteln, Sera
und Impfstoffen
sowie Heil- und
Hilfsmitteln
(§ 4 Nr. 8.3)
a) über Darreichungsformen und Einnahmemodalitäten informieren; Anweisung
des Arztes zur Einnahme unterstützen
b) erwünschte und unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln, insbesondere
von Antibiotika, Schmerzmitteln, Herz- und Kreislaufmedikamenten, Diabetesmedikamenten, Magen- und Darmtherapeutika sowie Arzneimitteln gegen Erkältungskrankheiten, unterscheiden
c) Voraussetzungen und Vorschriften zur Abgabe und Handhabung verschiedener Arzneimittel, Sera, Impfstoffe beachten; Verordnungen von Arzneimitteln
vorbereiten und abgeben
d) Verordnung für Heil- und Hilfsmittel nach ärztlicher Anweisung vorbereiten
und unter Beachtung der Verordnungsvorschriften abgeben
9
Grundlagen der
Prävention und
Rehabilitation
(§ 4 Nr. 9)
a) über Ziele von Gesundheitsvorsorge und Früherkennung von Krankheiten in
Zusammenhang mit gesundheitlichen Versorgungsstrukturen informieren
b) Patienten und Patientinnen zu einer gesunden Lebensweise motivieren
c) Ursachen und Entstehung von Gesundheitsstörungen und die dazugehörigen Präventionsmaßnahmen erläutern
d) Patienten und Patientinnen zur Inanspruchnahme von Früherkennungsmaßnahmen motivieren
e) über Möglichkeiten der aktiven und passiven Immunisierung informieren;
Impfpässe führen; beim Impfmanagement mitwirken
f) Patienten und Patientinnen zur Inanspruchnahme von Impfmaßnahmen motivieren
g) Ziele und Möglichkeiten der medizinischen Rehabilitation unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben erläutern; bei Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen mitwirken
h) über Selbsthilfegruppen und ihre Aufgaben informieren
Handeln bei Notund Zwischenfällen (§ 4 Nr. 10)
a) Maßnahmen zur Vermeidung von Not- und Zwischenfällen ergreifen
b) Verhaltensregeln bei Notfällen im Ausbildungsbetrieb einhalten
c) bedrohliche Zustände, insbesondere Schock, Atem- und Herzstillstand, Bewusstlosigkeit; starke Blutungen und Allergien, erkennen und Sofortmaßnahmen veranlassen
d) Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen
e) bei Not- und Zwischenfällen assistieren
f) Notfallausstattung kontrollieren und auffüllen; Geräte handhaben, warten und
pflegen
10.
Ausgabe 8 | August 2014 43
TITELTHEMA
Ausbildungsrahmenplan
für die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten
- Zeitliche Gliederung –
A.
Während der gesamten Ausbildungszeit
– 1. bis 36. Ausbildungsmonat –
Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zu den
Berufsbildpositionen
1.4Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der
medizinischen Versorgung, Lernziel a,
1.5Umweltschutz,
8.1Assistenz bei ärztlicher Diagnostik, Lernziel a
sind während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln.
B.
Vor der Zwischenprüfung
- 1. bis 18. Ausbildungsmonat –
(1) In einem Zeitraum von 2 bis 4 Monaten sind
schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.1 Berufsbildung, Arbeitsrecht- und Tarifrecht,
Lernziele a bis d
1.2Stellung des Ausbildungsbetriebes im Gesundheitswesen; Anforderungen an den Beruf, Lernziele a und b
1.3Organisation und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes, Lernziele a bis c
1.4Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der
medizinischen Versorgung, Lernziel b
2.1Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit Lernziele a, b und d
5.1Betriebs- und Arbeitsabläufe, Lernziel b
zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von 4 bis 5 Monaten sind
schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.4Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der
medizinischen Versorgung, Lernziel c
2.2Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene,
Lernziele b bis d und f
2.3Schutz vor Infektionskrankheiten, Lernziel c
5.1Betriebs- und Arbeitsabläufe, Lernziele c und d
5.2Qualitätsmanagement, Lernziele a und e
5.3Zeitmanagement, Lernziele a, b und d
6.3Abrechnungswesen, Lernziel d
44 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
7.1 Informations- und Kommunikationssysteme,
Lernziel b
8.1Assistenz bei ärztlicher Diagnostik, Lernziel d
8.2Assistenz bei ärztlicher Therapie, Lernziele g
und j
8.3Umgang mit Arzneimitteln, Sera und Impfstoffen
sowie Heil- und Hilfsmitteln, Lernziel a
9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation,
Lernziel f
10.Handeln bei Not- und Zwischenfällen, Lernziel f
zu vermitteln.
(4) In einem Zeitraum von 5 bis 6 Monaten sind
schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
2.2Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene,
Lernziel e
2.3Schutz vor Infektionskrankheiten, Lernziel a
3.1Kommunikationsformen und -methoden, Lernziele b und c
4.1Betreuen von Patienten und Patientinnen, Lernziel c
7.1 Informations- und Kommunikationssysteme,
Lernziel a
8.1Assistenz bei ärztlicher Diagnostik, Lernziel b
8.2Assistenz bei ärztlicher Therapie, Lernziele d
und e
9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation,
Lernziele a und e zu vermitteln.
C.
Nach der Zwischenprüfung
- 19. bis 36. Ausbildungsmonat (1) In einem Zeitraum von 5 bis 6 Monaten sind
schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
2.1Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Lernziel e
3.1Kommunikationsformen und -methoden,
Lernziel e
4.1Betreuen von Patienten und Patientinnen, Lernziele a, b, f und g
5.1Betriebs- und Arbeitsabläufe, Lernziele a und e
5.2Qualitätsmanagement, Lernziel b
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6.3 Abrechnungswesen, Lernziel c
8.1 Assistenz bei ärztlicher Diagnostik, Lernziel f
8.2 Assistenz bei ärztlicher Therapie, Lernziele a, h
und i
9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation,
Lernziel c
10. Handeln bei Not- und Zwischenfällen, Lernziele
c und d zu vermitteln.
(2) In einem Zeitraum von 4 bis 6 Monaten sind
schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.2Stellung des Ausbildungsbetriebes im Gesundheitswesen, Anforderungen an den Beruf, Lernziele c und d
1.4 Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen
der medizinischen Versorgung, Lernziel d
3.1 Kommunikationsformen und –methoden, Lernziele a und d
3.2 Verhalten in Konfliktsituationen, Lernziele a bis c
4.1 Betreuen von Patienten und Patientinnen, Lernziele d und e
4.2 Beraten von Patienten und Patientinnen, Lernziele b bis d
5.2 Qualitätsmanagement, Lernziele c und d
6.3.Abrechnungswesen, Lernziele a und f
7.2.Dokumentation, Lernziel a
8.1 Assistenz bei ärztlicher Diagnostik, Lernziele c,
e und h
8.2 Assistenz bei ärztlicher Therapie, Lernziele c
und f
8.3 Umgang mit Arzneimitteln, Sera und Impfstoffen sowie Heil- und Hilfsmitteln, Lernziele b
bis d
9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation,
Lernziel d
10. Handeln bei Not- und Zwischenfällen, Lernziel e
zu vermitteln.
(3) In einem Zeitraum von 4 bis 5 Monaten sind
schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.1Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
Lernziel f
1.3 Organisation und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes, Lernziel d
5.3 Arbeiten im Team, Lernziele a und c
5.4 Marketing, Lernziel b
6.2 Materialbeschaffung und Verwaltung, Lernziele
d und f
6.3 Abrechnungswesen, Lernziel e
7.2 Dokumentation, Lernziel b
9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation,
Lernziele b, g und h zu vermitteln.
(4) In einem Zeitraum von 2 bis 4 Monaten sind
schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen
1.1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Lernziel e
5.3 Zeitmanagement, Lernziele c, e und f
5.5 Marketing, Lernziel a
7.1 Informations- und Kommunikationssysteme,
Lernziel d zu vermitteln.
Ausgabe 8 | August 2014 45
Schleswig-Holstein
Diabetes
„Wir sitzen alle im gleichen Boot“:
Diabetes-Camp für Jugendliche
„Camp D“ zum vierten Mal erfolgreich in Bad Segeberg durchgeführt. Kombination aus Information, Sport und Dialog. Rekord im Fackellauf aufgestellt.
Das Camp D stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Die Zukunft gehört mir“. Diagnose Diabetes – das trifft nicht nur Senioren,
sondern immer wieder auch Kinder und Jugendliche, die mit der Krankheit zunächst wenig anfangen
können und dennoch ihren weiteren Lebensweg damit gehen müssen. Blutzucker messen, Broteinheiten schätzen, Insulin spritzen, Diabetespass führen
und weitere Herausforderungen gehören fortan zum
Alltag der Heranwachsenden. Die chronische Stoffwechselerkrankung ist gerade für pubertierende Jugendliche eine Belastung, der sich viele durch das
Ignorieren von Ratschlägen und Empfehlungen der
Ärzte entziehen wollen. Aus dieser Erfahrung von
Diabetologen, Pädiatern und Diabetesberaterinnen entstand die Idee zum „Camp D“, einem Informationscamp für junge Menschen zwischen 16 und
25 Jahren mit Typ I Diabetes. Organisiert wird das
Camp vom Unternehmen Novo Nordisk, das nach
eigenen Angaben damit Betroffenen helfen will,
mehr Selbstbewusstsein und Sicherheit für ihr Le46 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
(Fotos: Novo Nordisk)
ben mit Diabetes zu erlangen. Im Juli fand die viertägige Veranstaltung zum vierten Mal in Bad Segeberg
statt. 411 junge Männer und Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fanden sich unter
dem Motto „Die Zukunft gehört mir“ auf dem Landesturnierplatz der Stadt ein, um gemeinsam mit
Gleichaltrigen die über 111.000 Quadratmeter große
Zeltstadt zu bevölkern. Ihnen zur Seite standen 126
Diabetologen, Psychologen und Diabetesberater,
die mit roten T-Shirts mit dem auffordernden Aufdruck „Quatsch mich an“ als Ansprechpartner für
individuelle Fragen zur Verfügung standen. Ein umfang- und abwechslungsreiches Programm aus Informationen und Sportveranstaltungen lud ein, sich
mit dem eigenen Körper und der Krankheit auseinanderzusetzen. 13 Workshops drehten sich rund
um das Thema Diabetes: Der Umgang mit Alkohol,
Sexualität und Schwangerschaft, Reisen oder Diabetes in Straßenverkehr und Beruf sollten die Ju-
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gendlichen für wesentliche Themen sensibilisieren
und Tipps zu allen Fragen ihres Alltags liefern. Informationen über die Insulinpumpentherapie, den
Diabetes-Warnhund und Insulinrechner ergänzten
das Angebot am ersten Tag. 18 Referenten aus verschiedenen Bereichen informierten die Teilnehmer.
Zum Teil sind die Vortragenden selbst von Diabetes
betroffen und liefern somit handfeste Vorbilder, die
zeigen, dass die Stoffwechselerkrankung kein Hindernis für ein erfülltes und erfolgreiches Leben ist.
So referierte Dieter Möhler als Rechtsanwalt über
soziale und rechtliche Grundlagen oder die sechsfache Kickbox-Weltmeisterin Anja Renfordt über Diabetes und Sport.
Bewegung ist für junge Diabetes-Patienten genauso
wichtig wie für gesunde Gleichaltrige auch. Entsprechend bot das Sportprogramm für jeden eine passende Aktivität: Vom Beachvolleyball-Turnier über
das Ausprobieren am Kletterturm, vom Trendsport
Stand-up-Paddling auf dem Großen Segeberger
See bis zum Yoga konnte sich jeder mit Unterstützung betroffener Sportler verausgaben. Für alle
Camp-Besucher, denen der Sinn nicht nach körperlicher Anstrengung stand, wurden Film-, Koch- und
Musikworkshops sowie eine Rallye durch Bad Segeberg angeboten. Als Höhepunkt hatten sich die Organisatoren einen Weltrekord-Versuch ausgedacht:
Der längste Fackelstaffellauf mit Menschen mit Typ I
Diabetes sollte an diesem Wochenende realisiert
werden. Abwechselnd liefen die Camp-Bewohner
zusammen 62 Stunden lang Tag und Nacht ohne
Unterbrechung und erreichten damit den anvisierten Rekord.
Zugleich stand der Erfahrungsaustausch unter den
Teilnehmern im Fokus. Das Camp bietet mit seiner
Struktur eine besondere Atmosphäre des Zusammenhalts und der Solidarität. Manche Teilnehmer
sind deshalb schon zum dritten oder vierten Mal dabei, so etwa die 23-jährige Lucy aus Stuttgart: „Das
Besondere an Camp D ist, dass wir sozusagen alle
im gleichen Boot sitzen. Ich kenne zu Hause niemanden mit Typ I Diabetes und finde es toll, hier auf
Gleichgesinnte zu treffen.“ Das Gefühl, durch die
Krankheit ein Außenseiter zu sein, kennen viele der
jugendlichen Teilnehmer. Auch dem 16-jährigen Fabian aus Nürnberg ist die Stigmatisierung bekannt:
„Ich habe Diabetes seit ich sieben Jahre alt bin. Ich
bin damit immer ein Außenseiter. Hier haben das
alle. Das ist ein tolles Gefühl.“
Für vier Tage kein Außenseiter sein: Im Camp D sind
alle gleich.
Spaß beim Sport: Für jeden Teilnehmer gab es das
passendende Angebot.
Nicht nur unter den Teilnehmern, auch unter den
medizinischen Betreuern gibt es echte Fans des
Konzeptes. Ingrid Stamm-Kloft, Diabetologin aus
Remagen, war 2014 bereits zum dritten Mal beim
Camp dabei und profitiert von den Erfahrungen
auch für ihre Praxis: „Nirgendwo sonst haben medizinische Betreuer so viel Zeit für ungezwungene und
mitunter sehr aufschlussreiche Gespräche über den
Alltag mit Diabetes.“
Anne Mey
Ausgabe 8 | August 2014 47
Schleswig-Holstein
Frühförderung
Inklusion beim Übergang vom
Kindergarten in die Schule
Auftaktveranstaltung der 9. Fortbildungsreihe der Arbeitsgruppe Frühförderung
bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Mehr als 220 Teilnehmer.
Inklusion ist als Schlagwort und Zielvorgabe seit der
2009 für Deutschland ratifizierten Konvention der
Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen
mit Behinderungen in aller Munde. Insbesondere für
die Bereiche der (früh-)kindlichen und schulischen
Bildung hat Inklusion Bedeutung erlangt. So galt
gehend von den gesetzlichen Vorgaben u. a. der
Behindertenrechtskonvention auf, wie weit Schleswig-Holstein auf dem Weg zu einer inklusiven Schullandschaft im statistischen Vergleich zu Europa und
den übrigen Bundesländern fortgeschritten ist. Sie
stellte die gegenwärtige Organisationsstruktur der
schulischen
Unterstützungssysteme im inklusiven Bildungskontext dar
und benannte aktuelle
Fragestellungen und Probleme wie z. B. den Sinn
Über 220 Teilnehmer interessierten sich für die
Fortbildungsveranstaltung über Inklusion der
Arbeitsgruppe Frühförderung. (Foto: SH)
das Augenmerk der Fortbildung in der Akademie für
medizinische Fort- und Weiterbildung in Bad Segeberg ihrer Umsetzung in Schleswig-Holstein beim
Übergang vom Kindergarten in die Grundschule.
Gekommen waren Angehörige aus allen an der Frühförderung beteiligten Berufsgruppen.
Die Fortbildung, moderiert von den Arbeitsgruppenmitgliedern Johann Bürgstein (Landesförderzentrum
Hören und Sprache) und Klaus Wißmann (Landesförderzentrum Sehen), begann mit dem Plenumsvortrag
der ehemaligen Referatsleiterin für sonderpädagogische Förderung, Förderzentren und Inklusion im
Kieler Ministerium für Bildung und Wissenschaft,
Christine Pluhar. Unter dem Titel „Die ‚Vorsorge der
Versorgung‘ in Schleswig-Holstein“ zeigte sie aus48 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
der Einführung sogenannter Schwerpunktschulen
oder die Verteilung sonderpädagogischer Kompetenz in die Fläche. Abschließend zeigte sie Chancen
und Herausforderungen beim Übergang von der Kita
in die Grundschule, etwa die Arbeit in Netzwerken
oder die Notwendigkeit gemeinsamer Fortbildung aller Beteiligten, auf.
Mit der Ankündigung „Inklusion aus Sicht von 40 Jahren Sozialpädiatrie – auf dem richtigen Weg!“ hatte
Dr. Wolfgang Broxtermann, ärztlicher Leiter des
Kinderzentrums Pelzerhaken, seinen Vortrag überschrieben. Darin begrüßte er die Anstrengungen und
breite interdisziplinäre Diskussion zur Inklusion. Er
forderte, Inklusion auf wissenschaftliche, nicht weltanschauliche Grundlagen zu stellen und wies auf die
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hohe Zahl von Kindern mit Störungen der Emotionen,
des Sozialverhaltens und mit Bindungsstörungen
hin. Von „klassischen Behinderungen“ wie Intelligenzminderungen oder körperlichen Einschränkungen seien etwa zehn Prozent der Kinder betroffen.
Unverändert stark hingen Bildungserfolg und seelische Gesundheit vom sozioökonomischen Status ab,
so Broxtermann. Er machte auf die hohe intraindividuelle Varianz verschiedener Entwicklungsbereiche
aufmerksam, die bei einem achtjährigen Kind bis zu
fünf Jahre betragen kann. In einer altershomogenen
Gruppe von Schulkindern gebe es eine Spannbreite
der Entwicklung von bis zu vier Jahren. Kinder bedürften daher individueller Unterstützung und Förderung. Der Druck durch Vergleich mit Mittelwerten
führe zu Misserfolgen und Beschämung. Druck mache aber krank. Inklusion sei „die Akzeptanz der
Unterschiede“ und setze die „Relativierung der Leistungsgesellschaft“ voraus.
Als Rahmenbedingungen für funktionierende Inklusion benannte er profundes Fachwissen und
reibungslose interdisziplinäre Kooperation sowie Respekt für Kinder und Eltern und ihre Lösungsansätze.
Als präventive Ansätze hob er die gesellschaftliche
Sorge für das emotionale und materielle Wohlergehen aller Familien sowie den Zugang aller Kinder zu
einer qualifizierten vorschulischen Betreuung hervor.
Mit anschaulichen Hinweisen gab sein Vortrag viel
Gesprächsstoff für die Pause, die von den Teilnehmenden wegen der Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch geschätzt wurde.
Der zweite Teil der Fortbildung beinhaltete sechs kürzere Vorträge zu guter Praxis in verschiedenen Förderschwerpunkten und unterschiedlichen Regionen
Schleswig-Holsteins. Klaus-Peter Grunewald berichtete aus der Sicht des Leiters eines Förderzentrums
mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung über inklusive Veränderungen in Flensburg.
Als zentrale Koordinatoren der regionalen Fachrichtungsbeauftragten stellten Lutz-Rainer Dräger,
Schwentinental, und Tobias Schubert, Kiel, das in
ganz Schleswig-Holstein verfügbare Beratungs- und
Unterstützungsangebot im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (BUK) vor.
Am Beispiel des Förderzentrums Schleswig-Kropp
zeigte dessen Leiter, Lars Krackert, für die Förderschwerpunkte Lernen, soziale und emotionale Entwicklung sowie Sprache auf, wie ein regionales
Unterstützungssystem der Übergänge vom Kinder-
garten in die Schule organisiert ist und wie Kinder die
schulisch notwendige, sonderpädagogische Unterstützung erhalten.
Wie ein gelingender Anfang gemeinsam vorbereitet
und gestaltet werden kann, war auch das Thema des
Beitrags von Hans-Peter Hopp, Leiter des Förderzentrums Neustadt in Holstein und Landeskoordinator
Schulische Erziehungshilfe, der ebenfalls die präventiven Aufgaben eines regionalen Förderzentrums
beim Übergang von der Kita in die Schule darstellte.
Gisela Hartwig, Sonderpädagogin und Kreisfachberaterin für den Fachbereich Sprache, führte aus,
welche Angebote regionale Förderzentren im Kreis
Schleswig-Flensburg für sprachauffällige Kinder in
den Kitas vorhalten, wie sie stark sprachauffällige
Vorschulkinder im zehnwöchigen Sprachintensivkurs
fördern und welche Maßnahmen es für diese Kinder
in der schulischen Eingangsphase gibt.
Kaja Werner von Groeling betrachtete Inklusion aus
der Sicht einer Heilpädagogin. Seit 20 Jahren arbeitet sie in freier Praxis mit den Schwerpunkten der
Begleitung von Kind und Familie im Elternhaus, der
Integration von Kindern in Krippe, Kita und Schule,
der Einzel- und Gruppenförderung, der Elternberatung sowie der Beratung von Kindergärten und Schulen und war davor zehn Jahre an einer Sonderschule
tätig.
Die abschließende Frage- und Diskussionsrunde
sprengte den zeitlich gesetzten Rahmen und dokumentierte deutlich, wie unterschiedlich die Entwicklungen in Schleswig-Holstein fortgeschritten sind.
Neben weiteren Hinweisen auf gute Praxis gab es
auch kritische Beiträge, die das Augenmerk auf notwendige weitere Entwicklungen legten, Unzufriedenheit mit dem Veränderungstempo oder den zur
Verfügung stehenden Ressourcen zeigten oder Per­
spektiven einbrachten, die in den Referaten nicht
ausgeführt werden konnten.
Die Arbeitsgruppe Frühförderung plant eine Folgeveranstaltung zu dieser Thematik für den nächsten
Fortbildungszyklus. Zunächst sind jedoch alle Interessierten am 8. Oktober 2014 ab 14:30 Uhr zu dem
spannenden Thema „Sprachentwicklung im Spannungsfeld zwischen Pädagogik und Therapie“ eingeladen. Weitere Informationen zum Thema bietet die
Internetadresse der Arbeitsgruppe: http://ag-fruehfoerderung.aeksh.de
Dehtleff Banthien, Johann Bürgstein, Klaus Wißmann
für die Arbeitsgruppe Frühförderung
Ausgabe 8 | August 2014 49
Schleswig-Holstein
TAVI
Studie liefert neue Erkenntnisse
im Systemvergleich
Bad Segeberg beteiligt sich an einer Studie über TAVI. Welches System langfristig besser ist, kann noch nicht gesagt werden.
Ein Mangel an gesicherten und verwertbaren Daten hat das Herzzentrum der Segeberger Kliniken
zur Teilnahme an einer Studie veranlasst, deren Ergebnisse vergangenen Monat präsentiert wurden.
Danach ist das System der ballonexpandierenden
Klappe dem selbstexpandierenden System bei der
kathetergestützten transarteriellen AortenklappenImplantation (TAVI) überlegen, weil die erste Variante
besser im Herzen positioniert werden kann.
Dies teilte das Herzzentrum, das im Jahr rund 120
TAVI-Klappen implantiert, im Juli mit. „Als Ärzte
brauchen wir geprüfte Daten, um die richtigen Entscheidungen zu fällen“, begründete Prof. Gert
Richardt (Chefarzt der Kardiologie) die Teilnahme an
der Studie, die aus Mitteln des Herzzentrums finanziert wurde. Bislang fällten die Ärzte die Entscheidung „recht willkürlich“, wie die Einrichtung in einer
Presseinformation mitteilte. Bei der Studie unter
Leitung von Segebergs Oberarzt Mohamed AbdelWahab handelt es sich nach Angaben des Zentrums
um die weltweit erste, die einen Vergleich der beiden
50 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Klappensysteme vorgenommen hat. Neben Bad Segeberg flossen auch die Daten von TAVI-Patienten
aus Lübeck, Hamburg, München und Bad Krozingen
in die Studie ein, insgesamt von 241 Patienten. Welches System langfristig das bessere ist, lässt sich
aus der Studie nicht beantworten.
TAVI wird in der Öffentlichkeit zunehmend bekannter
und inzwischen vereinzelt auch von Patienten nachgefragt, die dafür nicht infrage kommen. Richardt
und PD Dr. Ernst-Günter Kraatz (Chefarzt der Herzund Gefäßchirurgie in Bad Segeberg) betonten im
Gespräch mit dem Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt, dass die Entscheidung, ob ein Patient für TAVI
infrage kommt, möglichst von Kardiologe und Herzchirurg gemeinsam getroffen werden sollte. Die gemeinsame Abwägung hat nach ihren Erfahrungen
nicht nur für den Patienten Vorteile, sondern auch
die beiden Abteilungen einander näher gebracht.
Schleswig-Holstein sehen sie mit den derzeit drei
TAVI-Zentren (neben Bad Segeberg auch Lübeck
und Kiel) ausreichend versorgt. Nach ihrer Auffassung sollten Einrichtungen, die TAVI vornehmen, auf
eine Eingriffszahl von mindestens 100 im Jahr kommen. Die bundesweit diskutierte Fallzahlsteigerung
bei TAVI – mittlerweile liegt ihre Zahl gleichauf mit
chirurgischen Klappeneingriffen – ist nach ihrer Beobachtung nicht ökonomisch motiviert, sondern mit
der steigenden Zahl an älteren Patienten zu erklären.
Auch die Krankenkassen bestätigten auf Nachfrage,
dass aus Schleswig-Holstein bislang keine strittigen
Fälle bekannt sind. TAVI ist in erster Linie geeignet für
Patienten, die zu alt oder zu krank für einen herzchi­rurgischen Eingriff sind. Viele Herzexperten erwarten
aber, dass die Indikation künftig breiter gefasst wird.
Richardt und Kraatz rechnen allerdings nicht damit,
dass Einrichtungen „überagieren“. „Die niedergelassenen Ärzte wirken als Regulativ“, steht für sie fest.
Dirk Schnack
www.aerzteblatt-sh.de
Gesundheitspolitik
Egoismen im System
Wolfgang Dudda kümmert sich in der
Landtagsfraktion der Piratenpartei
um die Gesundheits- und Sozialpolitik.
Esther Geißlinger hat mit ihm gesprochen.
Wolfgang Dudda
(Foto: Piraten)
Herr Dudda, dass ein Zollbeamter Pirat wird – meinetwegen. Aber warum sich ein Mitglied der Piratenpartei
mit Background Zoll auf soziale und Gesundheitsthemen spezialisiert, müssen Sie erklären.
Dudda: Das ist relativ einfach. Sozialpolitik ist ein
wichtiger Teil unseres Programms. Ich beschäftige
mich schon lange mit sozialen Fragen, etwa in der
Hospizbewegung. Und meine Eltern sind beide behindert, sodass ich auch persönlich betroffen bin.
Die Themen des Sozialausschusses, in dem Sie stellvertretender Vorsitzender sind, beschäftigen sich oft
nicht mit den großen Linien, sondern mit Kleinigkeiten. War es schwierig, sich in diese Details einzuarbeiten?
Dudda: Ich habe hervorragende Fachleute im Rücken: Erstens tagt unsere Arbeitsgemeinschaft Sozialpiraten, in der Ärzte, Pflegekräfte und andere
Experten sitzen und mich beraten. Zweitens habe
ich in der Fraktion eine sehr gute Referentin für das
Thema. Aber jenseits der fachlichen Details gibt es
etwas anderes, das mich grundlegend in der Gesundheitspolitik stört.
Und das wäre?
Dudda: Ich muss vorausschicken, dass wir Abgeordnete im Ausschuss sehr kollegial zusammenar-
beiten und uns häufig einig sind. Das sieht man bei
aktuellen Fragen, jüngst etwa bei der Schließung der
Geburtsklinik in Oldenburg. Anfangs ließen wir uns
durch die Zahlen der Sana überzeugen, kamen dann
aber gemeinsam zu einem anderen Schluss, als weitere Fakten auftauchten. Aber dieses Beispiel zeigt
schon das Grundübel: Jede einzelne Lobbygruppe
schaut nur auf ihre partikularen Interessen.
Was der Zweck einer Lobbygruppe ist …
Dudda: Es ist aber kurzsichtig, denn unter dem
Strich leidet das ganze System. Noch ein Beispiel:
Die Apothekerkammer klagte über die schlechte Situation von Apotheken auf dem Lande und warnte
vor Versorgungsengpässen. Ich schlug vor, dass Berufsgruppen wie Optiker, Akustiker oder Logopäden
in Dorf-Apotheken Sprechstunden abhalten können, was einerseits der Bevölkerung, andererseits
auch den beteiligten Unternehmen geholfen hätte.
Die Idee fanden alle gut, aber den ersten Schritt
machte keiner. Und solche Egoismen beherrschen
das ganze Gesundheitswesen.
Was also wäre zu tun? Soll die Politik mehr regeln?
Dudda: Alle Seiten fordern, dass der Gesetzgeber
sich nicht einmischt. Wenn wir Regelungsbedarf erkennen und etwas umsetzen wollen, tauchen im Abstimmungsprozess wieder die Einzelinteressen auf
und verlangsamen den Prozess bis zum Stillstand.
Wir bräuchten mehr Akteure, Personen wie Gruppen, die stärker das große Ganze im Blick haben.
Einen kleinen Lichtblick habe ich in dieser Hinsicht
bei der Ärztekammer entdeckt, die forderte, die Ausbildung so umzustellen, dass mehr junge Mediziner den Beruf des Allgemeinarztes ergreifen. Solche
Vorstöße wünsche ich mir häufiger.
Ausgabe 8 | August 2014 51
Mitteilungen der Akademie
Schleswig-Holstein
Akademie für medizinische Fortund Weiterbildung
Esmarchstr. 4
23795 Bad Segeberg
Leiterin: Helga Pecnik, M. A.
Tel.: 04551 8813 166
www.aeksh.de/akademie
E-Mail: akademie@aeksh.org
Atmen, Tönen und Singen als
Gesundheitsprophylaxe und
Antidepressivum
8.-13. September, 8.30-18.00 Uhr
Intensivkurs Innere Medizin
Die menschliche Stimme kann ein Therapeu­tikum
für Leib und Seele sein. Sie verfügt über sehr viel
mehr Möglichkeiten als zum Spre­chen notwendig
sind. Singen ist eigentlich ein sehr ökonomisches
Ausatmen mit Ton. Beim Singen aktivieren wir die
Zwerchfellatmung, die die Lungen und die Rückenmuskulatur, wie auch das Herz-Kreislauf-System
stärkt: 10-15 Minuten Singen trainiert das Herz so gut
wie ein Dauerlauf!
Im Seminar werden mit Atem-Ton-Übungen, einfachen Chants und kurzen Songs eigene Erfahrungen gemacht. Dabei werden auch Möglichkeiten der
Weitervermittlung zur Sprache kommen. Der Kurs
ist vorausset­zungslos und unterscheidet sich von
ergebnis­orientiertem Chorgesang, d. h. Sie müssen
nicht singen können. Nicht das bewertete Ergebnis,
sondern das Ausprobieren und Erleben des Tönens
und Singens steht im Vordergrund.
Termin: 27.09.2014
13. September, 9.30-17.30 Uhr
Analgesie, Anästhesie und Atemwegssicherung
in der Notfallmedizin
Veranstaltungen: September 2014
Warteliste
12.-14. September, Beginn: 17.00 Uhr
Psychosomatische Grundversorgung Teil III
17. September, 15.00-18.00 Uhr Cardio Pulmonale
Reanimation – HLW-Basismaßnahmen
17. September, 15.00-19.30 Uhr
Herzschrittmacher-EKG – das etwas andere EKG
Warteliste
18. September, 17.00-21.00 Uhr
Kindernotfälle – Kindertrainingszirkel (KiTZ) –
Trauma/Akutschmerz/Brandverletzung
20. September, 9.30-17.30 Uhr
Spezielle internistische Notfälle
20. September, 2 Termine
Progressive Relaxation Aufbaukurs
20. September, 9.30-17.30 Uhr Mindfulness-Based
Stress Reduction (MBSR) nach Jon Kabat-Zinn
24. September, 15.00-18.30 Uhr Wundversorgung
25.-26. September, Beginn: 9.00 Uhr
Transfusionsverantwortliche und -beauftragte
3. September, 15.00-19.00 Uhr
Praxiskauf/Praxisverkauf – Arzt und Recht
26.-28. September, Beginn: 17.00 Uhr
Akupunktur – Blöcke F und G – Teil 2
3. September, 16.00-19.30 Uhr
Rund um die Schweigepflicht – Seminarreihe
Allgemeinmedizin
Warteliste
27. September, 9.00-16.15 Uhr
Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz
5.-7. September, Beginn: 17.00 Uhr
Akupunktur – Blöcke F und G – Teil 1
6. September, Manuelle Medizin
ausgebucht
6. September, 9.30-17.00 Uhr
Fallbeispiele der präklinischen Notfallmedizin
6. September, 9.00-12.00 Uhr
Konversion-Somatisierung-Dissoziation. Wege
der Entstehung körperlicher und psychischer
Symptome aus psychodynamischer Sicht – Vorlesung Curriculum Psychotherapie
52 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
27.-28. September, 8.30-18.00 Uhr
Interdisziplinäre Notaufnahme
27. September, 10.00-17.00 Uhr
Atmen, Tönen und Singen als Gesundheitsprophylaxe und Antidepressivum
27. September, 9.00-12.00 Uhr
Chancen und Grenzen neurobiologischer Forschungsansätze für die Psychosomatische Medizin – Vorlesung Curriculum Psychotherapie
30. September, 9.00-17.15 Uhr
Impfungen in der Praxis
www.aerzteblatt-sh.de
Kammerversammlung
Mit Musik im
Blut
Dr. Reiner Schäfer
Lübeck
Anästhesiologe
Jahrgang 1954
(Foto: ÄKSH)
Musik beruhigt, nimmt Ängste und wird häufig in der
Medizin eingesetzt. Für Dr. Reiner Schäfer spielen
harmonische Töne auch privat die erste Geige: Der
Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKSH Lübeck ist begeisterter Hobbymusiker mit eigenem Streichquartett, in welchem er
mindestens zwei Mal im Monat den Bogen über die
Saiten streicht. Es sei ein schöner Ausgleich zu seinem Beruf, der nicht nur Freude, sondern immer wieder auch bürokratische Hürden mit sich bringt.
Seit gut 30 Jahren ist Schäfer deshalb Mitglied beim
Marburger Bund. Der Einfluss, den er damit auf das
Geschehen im Klinikalltag nehmen kann, hält sich
seiner Meinung nach aber (zu) sehr in Grenzen.
„Gerade in der Klinik herrscht ein massiver Spar­
zwang vor, der auf Dauer nicht gutgehen kann. Die
Klinikärzte können sich aber am wenigsten wehren,
da sie keine gute Lobby haben.“ In den letzten zehn
Jahren sei der Druck der Politik enorm geworden.
Die Ärzteschaft müsse ihre Selbstverwaltung wahrnehmen und sie zu politischem Gegendruck nutzen.
Die Kammerversammlung erschien dem 60-Jährigen, der mit einer niedergelassenen Anästhesistin
verheiratet ist, hier der richtige Weg, der ihn gleich
in seinem ersten Jahr zum Ärztetag nach Düsseldorf
führte: „Das war ein ganz besonderes Erlebnis. Als
Kammerneuling direkt die große bundespolitische
Bühne kennenzulernen, hat mich sehr beeindruckt.
Da ich ganz neu bin, waren mir aber nur wenige Gesichter vertraut. Daher war es für mich auch ein Ansporn, die nächsten Jahre dazu zu nutzen, mich auf
berufspolitischer Ebene auch bundesweit mehr zu
vernetzen.“
Ähnlich wie mit dem Großereignis in der nordrheinwestfälischen Hauptstadt erging es Schäfer auch bei
der ersten Sitzung der Kammerversammlung: „Ein
Raum voller unbekannter Menschen – das war mein
erster Eindruck. Aber ich kannte dann doch den einen oder anderen Kollegen und wurde sehr freundlich aufgenommen“, so der Vater von zwei Kindern.
Die berufspolitische Arbeit mache ihm Spaß, er sei
positiv überrascht, wie offen und immer ansprechbar
das Präsidium sei. Er fühlt sich mit seinen Anliegen
in der ärztlichen Selbstverwaltung ernst genommen
und hat das Gefühl, in diesem Gremium etwas bewegen zu können, auch wenn „man einen langen Atem
dafür braucht“.
Anne Mey
Ausgabe 8 | August 2014 53
Personalia
Geburtstage
Veröffentlicht sind nur die Namen der Jubilare, die
mit der Publikation einverstanden sind.
Prof. Dr. Dieter Regensburger, Molfsee,
feiert am 01.09. seinen 80. Geburtstag.
Dr. Willi Klaus, Großhansdorf,
feiert am 19.09. seinen 95. Geburtstag.
Dr. Viola-Dagmar Hinzpeter, Ratzeburg,
feiert am 03.09. ihren 70. Geburtstag.
Dr. Ingo Göken, Oldenburg,
feiert am 19.09. seinen 70. Geburtstag.
Dr. Henning Lübbert, Ratzeburg,
feiert am 03.09. seinen 75. Geburtstag.
Dr. Rüdiger Lyhs, Itzehoe,
feiert am 20.09. seinen 70. Geburtstag.
Dr. Vera Bloehs, Heide,
feiert am 08.09. ihren 85. Geburtstag.
Eberhard C. Schaal, Rellingen,
feiert am 20.09. seinen 70. Geburtstag.
Dr. Dieter Undeutsch, St. Peter-Ording,
feiert am 08.09. seinen 85. Geburtstag.
Dr. Eberhard Buß, Wentorf,
feiert am 21.09. seinen 70. Geburtstag.
Dr. Heinz Jürgen Schröder, Husum,
feiert am 09.09. seinen 75. Geburtstag.
Volker Kranz, Ahrensbök,
feiert am 22.09. seinen 70. Geburtstag.
Dr. Dietrich Werner, Elmshorn,
feiert am 13.09. seinen 75. Geburtstag.
Else Ruhle, Großhansdorf,
feiert am 23.09. ihren 85. Geburtstag.
Dr. Günter Hürter, Plön,
feiert am 15.09. seinen 80. Geburtstag.
Dipl.-Psych. Lothar Wiprich, Kiel,
feiert am 23.09. seinen 70. Geburtstag.
Dr. Michael Niemann, Bönebüttel,
feiert am 16.09. seinen 80. Geburtstag.
Prof. Dr. Günter Frank, Nebel/Amrum,
feiert am 25.09. seinen 70. Geburtstag.
Dr. Jens Hinzpeter, Ratzeburg,
feiert am 17.09. seinen 75. Geburtstag.
Priv.-Doz. Dr. Lutz Kleine, Heringsdorf,
feiert am 26.09. seinen 70. Geburtstag.
Wir gedenken der Verstorbenen
Dr. Bernd Bartsch, Fahrdorf,
geboren am 23.10.1943, verstarb am 15.06.2014.
Dr. Carl-Fritz Weitendorf, Schwentinental,
geboren am 09.02.1917, verstarb am 27.06.2014.
54 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Andreas Wiskott, Meldorf,
geboren am 07.02.1945, verstarb am 14.07.2014.
www.aerzteblatt-sh.de
Bundesverdienstkreuz für Marlies Borchert
Marlies Borchert, geschäftsführende Gesellschafterin der Segeberger Kliniken, wurde vom Bundespräsidenten für ihr Engagement insbesondere im Bereich
des Kinderhospizwesens mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Verleihung nahm Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig in der
Kieler Landesbibliothek vor. „Marlies Borchert entfaltet seit vielen Jahren ein intensives Engagement
im medizinisch-sozialen Bereich. Ihr sowohl beruflicher als auch ehrenamtlich erbrachter Einsatz kommt
vielen Menschen zugute und hat herausragende Bedeutung für die Gesundheitswirtschaft in SchleswigHolstein“, heißt es in der Begründung.
„Es ist eine große Ehre für mich und es macht mich
stolz, dass meine karitative Arbeit mit dieser hohen
Auszeichnung gewürdigt wird. Ich nehme das Bundesverdienstkreuz auch stellvertretend und im Namen des gesamten Muschel-Teams entgegen und
wünsche mir, dass die Ehrung zu weiterer Unterstützung unserer Arbeit führt“, sagte Marlies Borchert
nach der Verleihung.
Borchert hat den ambulanten Kinderhospizdienst
„Die Muschel e. V.“ 2004 in Bad Segeberg gegründet.
Ihr Grundsatz von damals gilt bis heute: „ambulant
vor stationär“. „Es ist ihr ein Anliegen, Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern eine mobile Hilfe
zu geben, die Familien zu unterstützen und insbesondere den Geschwisterkindern zu helfen, nicht nur
mit ihrem Schicksal zurechtzukommen, sondern Ihnen Zuwendung und ihren Bedürfnissen Beachtung
zu schenken“, hieß es in einer Pressemitteilung ihrer
Klinik anlässlich der Verleihung. Sie ist seit Gründung
des Vereins dessen Vorsitzende.
Der Verein „Die Muschel e. V.“ arbeitet unabhängig
und eigenständig mit 49 ehrenamtlichen Helfern und
vier hauptamtlichen Kräften, die sich um Koordination und Ausbildung der Mitarbeiter kümmern. Seit
zwei Jahren ist der Verein auch in der Hansestadt Lübeck aktiv.
Mehr über die Arbeit des Vereins unter:
www.die-muschel-ev.de.
(PM/Red)
Schramm folgt auf Petersen
Neuer Direktor des Instituts für Neuroradiologie am
UKSH, Campus Lübeck, ist Prof. Peter Schramm. Er
trat die Nachfolge von Prof. Dirk Petersen an, der in
den Ruhestand verabschiedet wurde. Schramm war
zuvor sechs Jahre lang als Geschäftsführender Oberarzt der Abteilung Neuroradiologie des Universitätsklinikums Göttingen tätig. Er begann seine berufliche
Laufbahn am Universitätsklinikum Heidelberg, wo er
nach seiner Ausbildung zum Facharzt für Radiologie
mit Schwerpunkt Neuroradiologie als Oberarzt in der
Abteilung Neuroradiologie arbeitete. Sein Studium
absolvierte der 41-jährige Mediziner in Kiel. Schwerpunkte seiner klinischen Arbeit sind neurointerventionelle Therapien, multiparametrische CT-Verfahren,
Diagnostik und Therapie bei akuten zerebralen Ischämien und Neuroonkologie. Wissenschaftlich beschäftigt sich der neue Institutsdirektor unter anderem mit
neuesten Verfahren der Schlaganfalldiagnostik und
-therapie sowie mit der funktionellen Bildgebung bei
Gehirnerkrankungen. (PM/Red)
Prof. Peter Schramm
(Foto: UKSH)
Ausgabe 8 | August 2014 55
Personalia
Rupp leitet neue Sektion am Campus Lübeck
Prof. Jan Rupp
(Foto: UKSH)
Prof. Jan Rupp hat die Leitung der neu eingerichteten
Sektion für Molekulare und Klinische Infektiologie am
Campus Lübeck des UKSH übernommen. Rupp ist
seit 1999 in Lübeck in verschiedenen Positionen tätig und leitete seit 2009 die Infektionsambulanz der
Medizinischen Klinik III. Der 42-Jährige hat in den
letzten Jahren die DZIF-Clinical Trial Unit in Lübeck
aufgebaut. Die neue Sektion verbindet mikrobiologisch-infektiologische Grundlagenforschung mit der
ambulanten und stationären klinischen Versorgung
von Patienten mit Infektionskrankheiten. Die Sektion
ist integriert in Strukturen des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene und der Medizinischen Klinik III (Pneumologie) am Campus Lübeck.
Durch die neue Sektion soll der Forschungsschwerpunkt „Infektion und Entzündung“ in Lübeck gestärkt
und die Versorgung von Patienten mit Infektionskrankheiten am UKSH ausgebaut werden. Das UKSH
strebt damit die Bündelung und Weiterentwicklung
von Forschungsaktivitäten mit starker Vernetzung
von Grundlagenforschung und klinisch-infektiologischen Studien an. Mit einer starken interdisziplinären
Ausrichtung ist die Sektion dabei campusweiter Ansprechpartner für klinisch-infektiologische Fragestellungen und zugleich zentraler Partner des Deutschen
Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Zusammen
mit den Standorten Hamburg und Borstel sollen hieraus neue Forschungsverbünde generiert und eine
umfassende Aus- und Weiterbildung von klinischen
Infektiologen gesichert werden. (PM/Red)
Verstärkung in Pinneberg
Dr. Martin Wurm (li.) und Dr. Sönke Menkens (re.)
(Foto: Regio Kliniken)
56 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Dr. Sönke Menkens ist neu an der standortübergreifenden Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Regio Klinik in Pinneberg.
Der als Spezialist für Schulterchirurgie, Arthrosko­
pische Chirurgie und Kindertraumatologie vorgestellte Oberarzt verstärkt das Team um Chefarzt Dr.
Martin Wurm. Seine Aufgabe wird es laut Unternehmensmitteilung sein, einen Schwerpunkt für Sporttraumatologie und Schulterchirurgie am Standort
Pinneberg auszubauen. Der 41-Jährige hat zuvor unter anderem an der Klinik für Allgemein-, Viszeralund Gefäßchirurgie in Elmshorn gearbeitet und war
an einem Krankenhaus der Maximalversorgung in
Hamburg operativ und als Notarzt tätig. Zuletzt arbeitete Menkens als Oberarzt an einer orthopädischen
Spezialklinik in Bremen. (PM/Red)
www.aerzteblatt-sh.de
Neu in der Reinbeker Geschäftsführung
Oliver Pommerenke ist neuer Stellvertretender Geschäftsführer des Krankenhauses Reinbek. Der
39-jährige gelernte Krankenpfleger und Gesundheitsmanager hat im St. Adolf-Stift die Leitung des
Finanz- und Rechnungswesens übernommen. Pommerenke tritt die Nachfolge von Hein Bey an, der
nach 38 Jahren Betriebszugehörigkeit verabschiedet
wurde. Pommerenke wird zudem Stellvertretender
Geschäftsführer der Krankenhaus Reinbek St. AdolfStift GmbH, die im Januar 2014 gegründet wurde.
Der Stormarner vertritt den Geschäftsführer und
Kaufmännischen Direktor Lothar Obst in seiner Abwesenheit. Darüber hinaus wird er auch eigene Projekte übernehmen, wie zum Beispiel die Einführung
einer sogenannten elektronischen Patientenakte.
Pommerenke ist im St. Adolf-Stift kein Unbekannter:
„Ich kenne das Haus bereits beruflich: Im Jahr 2007
habe ich hier ein Praxissemester während meines
Pflegemanagement-Studiums absolviert. Damals ist
mir schon sehr positiv aufgefallen, dass das St. AdolfStift nicht einfach nur ein Krankenhaus ist, sondern
eine Seele hat. Hier herrscht ein herzlicher Umgang,
eine menschliche Art und ganz wichtig ist mir auch,
dass im Interesse der Patienten entschieden wird
und nicht nur nach Zahlen“, so Pommerenke. Er war
Der Geschäftsführer des Krankenhauses Reinbek,
Lothar Obst (li.) mit seinem neuen Mitarbeiter und
Stellvertreter Oliver Pommerenke (re.).
(Foto: KH Reinbek/A. Schulz-Colberg)
von 2010 bis 2013 in der Vitanas Klinik für Geriatrie
in Geesthacht beschäftigt, zunächst als Pflegedienstleitung, dann als Kaufmännischer Leiter. Im vergangenen Jahr wechselte er nach Niedersachsen. (PM/
Red)
Ausgabe 8 | August 2014 57
Personalia
EDMUND-CHRISTIANI-SEMINAR
Esmarchstr. 2
23795 Bad Segeberg
Tel.: 04551 8813 292
Fax: 04551 8813 228
E-Mail: ecs@aeksh.org
EDMUND-CHRISTIANI-SEMINAR
Berufsbildungsstätte der
Ärztekammer Schleswig-Holstein
Fachwirt/in im Gesundheits- und
Sozialwesen (ÄK)
640 Unterrichtsstunden
NEU ab September 2014
Sie möchten sich weiterqualifizieren, haben Interesse an kaufmännischen und verwaltenden Führungsaufgaben im ambulanten Gesundheitswesen?
Dann erlangen Sie mit diesem prüfungsvorbereitenden Lehrgang die notwendigen Fähigkeiten.
Ab September 2014 wird das Edmund-ChristianiSeminar diese Aufstiegsfortbildung anbieten.
Das Seminar ist in folgende Handlungsbereiche
unterteilt:
 Planen, steuern und organisieren betrieblicher
Prozesse
 Steuern von Qualitätsmanagementprozessen
 Gestalten von Schnittstellen und Projekten
 Steuern und überwachen betriebswirtschaftlicher
Prozesse und Ressourcen
 Führen und entwickeln von Personal
 Planen und durchführen von Marketingmaßnahmen
Teilnehmergebühr: 3.500,00 €
(bei Buchung der Gesamtweiterbildung)
Fördermöglichkeiten
- Aufstiegsfortbildungsförderung (Meister-BAföG)
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage im Bereich „Weiterbildungen“.
August 2014
18.08. Sachkunde gem. § 4 der Medizinproduktebetreiberverordnung (Blockwoche)
27.08. Aktualisierung der Kenntnisse/Fachkunde
im Strahlenschutz
29.08. Fachzertifikat Ambulantes Operieren
30.08. EBM/Grundkurs
30.08. Notfälle in der Gynäkologie (Husum)
30.08. Akupunktur in der Gynäkologie
September 2014
03.09. Aktualisierung der Kenntnisse/Fachkunde
im Strahlenschutz
03.09. Zuzahlungsbefreiung und
Fahrtkostenregelungen
05.09. Fachzertifikat Impfberatung
05.09. Fachzertifikat EKG
05.09. Planen, steuern und organisieren
betrieblicher Prozesse
06.09. Konfliktmanagement
06.09. Kommunikation am Empfang
12.09. Fachzertifikat Qualitätsmanagement
19.09. Grundlagen der Onkologie und
Palliativversorgung
20.09. Diabetes: Formen, Therapie und Ernährung
20.09. EBM/Aufbaukurs
24.09. Tapen/Grundkurs
27.09. Impfen leicht gemacht – Crashkurs
27.09. EKG – Kompakt
Oktober 2014
01.10.
06.10.
Aktualisierung der Kenntnisse/
Fachkunde im Strahlenschutz
Strahlenschutzkurs für medizinisches
Assistenzpersonal
Ansprechpartnerinnen
Gabriele Steens Tel.: 04551 8813 292 und Susanne Korbs Tel.: 04551 8813 283
Unser gesamtes Fortbildungsprogramm finden Sie unter: www.aeksh.de/ecs
58 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
FORTBILDUNGEN
Dermatologie
Thema
24613 Aukrug-Tönsheide, Ann-Catrin Brandt,
Tel.: 04873 9097 261, Fax: -2473,
E-Mail: ann-catrin.brandt@drv-nord.de
Workshop Botulinumtoxin Basiskurs
TERMIN
10. September 2014, 5 Punkte
Thema
VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT
TERMIN
Vitaklinik im Hautarztzentrum Kiel,
Alter Markt 1-2, 24103 Kiel,
Tel.: 0431 380 1810,
E-Mail: info@hautarztzentrum-kiel.de,
www.hautarztzentrum-kiel.de
Fachübergreifend/sonstige
Ihr kompaktes, rechtliches Update
3. September 2014
VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT
PVS, Mitgliederservice & Schulungskoordination, Moltkestr. 2, 23795 Bad Segeberg,
Janina Knoth, Tel.: 04551 809 23, Fax: -3023,
E-Mail: j.knoth@pvs-se.de, www.pvs-se.de
Thema
Schiffsarztlehrgang – Advanced Course
„Spezielle Themen der Medizin auf See“
Thema
TERMIN
25.-29. August 2014, 60 Punkte
Fallkonferenz MRSAplus Netzwerk
Termin
VERANSTALTUNGSORT
VERANSTALTER/Veranstaltungsort/KONTAKT
Marinestützpunkt in Kiel
Thema
Notfallzahnmedizin für Humanmediziner
TERMIN
19./20. September 2014, 17 Punkte
VERANSTALTUNGSORT
UKSH, Klinik für Zahnerhaltungskunde
und Parodontologie, Kiel
10. September 2014
Laborärztliche Gem. Praxis Lübeck,
Zentrallabor Lübecker Ärzte,
Von-Morgen-Str. 3, 23564 Lübeck,
Dr. Bettina Tiemer, Tel.: 0451 61090 24,
Fax: -10, E-Mail: b.tiemer@labor-luebeck.de,
www.labor-luebeck.de
VERANSTALTER/KONTAKT
Schiffsarztlehrgang GbR, Dr. Frank Heblich,
Meimersdorfer Weg 217, 24145 Kiel,
E-Mail: info@schiffsarztlehrgang.de,
www.schiffsarztlehrgang.de
Thema
Pensa Kongress
TERMIN
10. September 2014
Thema
Welttag der Suizidprävention
TERMIN
Thema
Fährst Du noch oder schläfst Du schon?
Update zu schlafbezogenen Atemstörungen und Fahrtauglichkeit
3. September 2014, 3 Punkte
VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT
Thema
Fachklinik Aukrug, Tönsheide 1a,
Update Rhythmologie
TERMIN
TERMIN
10. September 2014
10. September 2014
Thema
Geriatrisch-unfallchirurgisches Symposium
„Herausforderung Alterstraumatologie“
Fortbildungen, die nach Redaktionsschluss eingereicht worden sind, finden Sie im Internet unter
www.aerzteblatt-sh.de – Alle Angaben ohne Gewähr
Ausgabe 8 | August 2014 59
Fortbildungen
TERMIN
VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT
17. September 2014
VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT
DIAKO Flensburg, Knuthstraße 1,
24939 Flensburg, Tel.: 0461 812 2103,
www.diako.de
AHG Klinik Lübeck, Weidenweg 9-15,
23562 Lübeck, Tel.: 0451 5894 0, Fax: -331,
E-Mail: luebeck@ahg.de,
Internet www.ahg.de/luebeck
Thema
Thema
4. Kieler Fördesymposium
TERMIN
Psychodynamische Psychotherapie bei
Psychosen
TERMIN
19./20. September 2014, 10 Punkte
17. September 2014, 5 Punkte
VERANSTALTUNGSORT
VERANSTALTUNGSORT
Atelierhaus im Anscharpark,
Heiligendammer Str. 15, 24106 Kiel
Hotel Mercure, Am Hanseatenplatz,
25524 Itzehoe
VERANSTALTER/KONTAKT
VERANSTALTER/KONTAKT
Abts + Partner, Prüner Gang 7, 24103 Kiel,
Natalie Steffen, Tel.: 0431 974 1392,
E-Mail: veranstaltungen@abts-partner.de
Thema
Thema
Moderne Polytraumaversorgung
Termin
25. September 2014
Veranstaltungsort
Forum Psychotherapie Steinburg e. V.,
Wilhelmstr. 16, 25524 Itzehoe,
Ulla Kamps-Blass, Tel.: 04821 600 184,
E-Mail: ulla@kamps-blass.de
Convent Garten, Rendsburg
Jahrestagung 2014 der DZG (Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e. V.)
Von Macken bis Zwängen und darüber
hinaus. Diagnose und Behandlung von
Zwangsstörungen und „Verhaltenssüchten“
VERANSTALTER/KONTAKT
TERMIN
Ärzteverein Rendsburg, Eiderstr. 55,
24768 Rendsburg, Dr. Achim Diestelkamp,
Tel.: 04331 6639 66, Fax: -29,
E-Mail: aerzteverein-rd@web.de,
www.aev-rd.de
Psychiatrie und Psychotherapie
THEMA
Kunsttherapie in der Entwöhnungsbehandlung
TERMIN
Radiologie
24. September 2014
60 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
CT und MRT des Herzens 1. Teil: Herz-MRT
TERMIN
10. September 2014
THEMA
Schön Klinik Bad Bramstedt, Birkenweg 10,
24576 Bad Bramstedt, Astrid Reining,
Tel.: 04192 504 4555, Fax: -7025, E-Mail:
BBR-Veranstaltungen@schoen-kliniken.de
Thema
Chrystal und Speed – eine Herausforderung für die Suchtrehabilitation
TERMIN
26./27. September 2014, 12 Punkte
VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT
27. September 2014, 9 Punkte
VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT
UKSH, Klinik für Radiologie und
Nuklearmedizin, Ratzeburger Allee 160,
23538 Lübeck, PD Dr. Peter Hunold,
Tel.: 0451 500 2129, Fax: -6497,
E-Mail: peter.hunold@uksh.de
MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER
Satzung zur Änderung der Satzung der Versorgungseinrichtung der
Ärztekammer Schleswig Holstein vom 11. Juni 2014
Aufgrund des § 4 Absatz 3 in Verbindung mit § 21 Absatz 2 Ziffer 2 des Gesetzes über die Kammern und
die Berufsgerichtsbarkeit für die Heilberufe (Heilberufekammergesetz – HBKG) vom 29. Februar 1996
(GVOBI. Schl.-H. S. 248), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Januar 2014 (GVOBI. Schl.-H. S. 17)
wird nach Beschlussfassung in der Sitzung der Kammerversammlung am 26. März 2014 mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde folgende Satzung für die
Versorgungseinrichtung der Ärztekammer Schleswig Holstein erlassen:
Artikel 1
Artikel 2
Die Satzung tritt am Tage nach Ihrer Bekannt­
machung in Kraft.
Bad Segeberg, den 28. Mai. 2014
Ärztekammer Schleswig-Holstein
Dr. med. F.-J. Bartmann
Dr. med. H. Hermann
Präsident
Vizepräsident
Genehmigt gemäß § 21 Absatz 2 Satz 2 und 3 in Verbindung mit § 77 Absatz 1 Satz 2 des Heilberufekammergesetzes.
Die Satzung der Versorgungseinrichtung der Ärztekammer Schleswig-Holstein vom 29. November 1995 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 343), zuletzt geändert durch Satzung vom 11. Januar 2013 (Amtsbl.
Schl.-H. 2013 S. 84), wird wie folgt geändert:
Kiel, den 3. Juni 2014
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und
Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
Dr. Riehl
1. § 5 wird wie folgt geändert:
Nach Buchstabe e) wird der Buchstabe f) angefügt:
„f) die Entscheidung über Zuführungen zu einer
Gewinnrücklage und Entnahmen daraus.“
Ausgefertigt:
Bad Segeberg, den 11. Juni 2014
Ärztekammer Schleswig-Holstein
Dr. med. F.-J. Bartmann
Dr. med. H. Hermann
Präsident
Vizepräsident
2. Im Anschluss an § 35 wird folgender neuer § 35 a
angefügt:
„ 35 a
Gewinnrücklage
Die Versorgungseinrichtung bildet eine Gewinnrücklage, die insbesondere zur Absicherung erhöhter
Risiken aus dem Versicherungsgeschäft oder der
Kapitalanlage verwendet werden kann. Der Aufsichtsrat beschließt jährlich über eine Zuführung zu
der Gewinnrücklage sowie über die Entnahme.“
Ausgabe 8 | August 2014 61
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein
Hinweise:
 Bewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Zulassung/Praxisberatung, Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg.
 Der Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen.
Ferner ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behördenführungszeugnis) zu beantragen.
 Die Bewerbung wird nicht durch eine eventuell erfolgte Wartelisteeintragung ersetzt!
 Um Vertragsarztsitze/Vertragspsychotherapeutensitze können sich auch Vertragsärzte/Vertragspsychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren bewerben, um einen anderen Arzt/eine andere Ärztin
bzw. mehrere Ärzte/Ärztinnen anzustellen. Der Arzt/die Ärztin/die Ärzte muss bzw. müssen namentlich genannt werden und die oben bezeichneten Unterlagen sind für ihn/sie einzureichen.
 Es besteht die Möglichkeit, dass ein für einen vollen Versorgungsauftrag ausgeschriebener Vertragsarztsitz/Vertragspsychotherapeutensitz von zwei Ärzten/Ärztinnen übernommen wird, die den Sitz übernehmen und ihren Versorgungsauftrag jeweils auf einen halben Versorgungsauftrag beschränken.
Öffentliche Ausschreibung von Vertragsarztsitzen gemäß § 103 Abs. 4 SGB V
Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/Psychotherapeuten deren
Vertragsarztsitz zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt.
Für nähere Informationen hierzu stehen Ihnen unter den Tel.-Nummern 04551 - 883 und den angegebenen
Durchwahlen unsere Sachbearbeiter zur Verfügung:
Team 1
Team 1 betreut folgende Kreise:
-596, -378, -561
Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg, Segeberg, Steinburg, Stormarn
Team 2
Team 2 betreut:
-634, -346, -259
Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde, Kreis Plön, Stadt Kiel
Team 3
Team 3 betreut:
-258, -632, -291
Stadt Flensburg/Kreis Schleswig-Flensburg, Kreis Herzogtum Lauenburg,
Stadt Lübeck, Kreis Ostholstein
Fachgebiet/Arztgruppe
Planungs­bereich*
Praxisform
Bewerbungs­
frist**
Frauenärzte
-halbe Zulassung-
Kiel
EP
31.08.2014
7016/2014
Frauenärzte
FL/SL-FL
EP
30.09.2014
6295/2014
Hausärzte
MB Lübeck
BAG
31.08.2014
7015/2014
Hausärzte
MB Rendsburg
EP
30.09.2014
6898/2014
Hausärzte
MB Oldenburg
BAG
31.08.2014
6778/2014
Hausärzte
MB Flensburg
BAG
30.09.2014
6507/2014
Hausärzte
MB Bad Segeberg
BAG
30.09.2014
7179/2014
Hausärzte
MB Brunsbüttel
EP
30.09.2014
7840/2014
Hausärzte
MB Neustadt
EP
30.09.2014
7907/2014
62 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Ausschreibungs­
nummer
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung
Nervenheilkunde
-halbe Zulassung-
FL/SL-FL
BAG
31.08.2014
7017/2014
Orthopäden
Pinneberg
BAG
31.08.2014
7481/2014
* Die Stadt Kiel und die Stadt Lübeck stellen jeweils einen Planungsbereich dar. Alle übrigen Planungsbe­
reiche richten sich nach den Kreisgrenzen, außer der Kreisregion Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde (NMS/RD-E) und der Kreisregion Stadt Flensburg/Kreis Schleswig-Flensburg (FL/SL-FL).
** Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die
innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so
gilt die Ausschreibung maximal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung eindeutig hervorgeht, auf welche Ausschreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die
Zulassung beantragt wird und ein Arztregisterauszug beigefügt wurde.
Folgende Vertragsarztsitze/Vertragspsychotherapeutensitze waren bereits ausgeschrieben, jedoch hat sich innerhalb der Bewerbungsfrist niemand beworben,
sodass Sie sich um diese Sitze weiterhin bewerben können:
Fachgebiet/Arztgruppe
Planungsbereich
Praxisform
Ausschreibungs­nummer
Frauenärzte
Pinneberg
BAG
Frauenärzte
Steinburg
EP
5494/2014
Hausärzte
MB Flensburg
EP
11281/2013
Hausärzte
MB Itzehoe
EP
13989/2013
Hausärzte
MB Kiel
BAG
8953/2013
Hausärzte
MB Lübeck
EP
3305/2014
Hausärzte
MB Metropolregion Südost
BAG
8256/2013
13907/2013
Hausärzte
MB Metropolregion Südwest
EP
12805/2013
Hausärzte
MB Mölln
EP
8435/2013
Hausärzte
MB Mölln
BAG
13579/2013
Hausärzte
MB Neumünster
BAG
14706/2013
Hausärzte
MB Neumünster
EP
14658/2013
Hausärzte
MB Neustadt (Holstein)
BAG
Hausärzte
MB Ratzeburg
EP
14367/2013
Hausärzte
MB Ratzeburg
EP
3286/2014
Hausärzte
MB Rendsburg
EP
13516/2013
Hausärzte
MB Rendsburg
EP
1326/2014
Hausärzte
MB Schleswig
EP
22/2014
Hausärzte
MB Westerland
EP
7677/2013
Hausärzte -halbe Zulassung-
MB Metropolregion Südost
BAG
6809/2014
HNO-Ärzte
Nordfriesland
EP
HNO-Ärzte -halbe Zulassung-
NMS/RD-E
BAG üö
8691/2013
13787/2013
5722/2014
Ausgabe 8 | August 2014 63
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung
Internisten
SH Mitte
BAG
10884/2013
Internisten
SH Ost
EP
3339/2014
Kinderärzte
Dithmarschen
EP
686/2014
Nervenärzte
Nordfriesland
EP
2170/2014
Nervenärzte
Pinneberg
EP
14703/2013
Neurochirurgen
Schleswig-Holstein
EP
11851/2013
Psychotherapeuten
Nordfriesland
EP
1997/2014
Für folgende Vertragsarztsitze/Vertragspsychotherapeutensitze, die sich in einem für weitere Zulassungen/Anstellungen nicht gesperrten Planungsbereich
befinden, werden Nachfolger gesucht. Es handelt sich hierbei nicht um Ausschreibungsverfahren nach § 103 Abs. 4 SGB V.
Fachgebiet/Arztgruppe
Planungsbereich
Hausärzte
MB Husum
Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie Schleswig-Holstein
Praxisform
Chiffrenummer
EP
5630/2013
EP
3101/2014
Nähere Informationen zu den aufgeführten Praxen sowie dem Zulassungsverfahren erhalten Sie unter den
oben angegebenen Telefonnummern.
Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden im Rahmen des Sonderbedarfes zugelassen. Diese Beschlüsse sind noch nicht bestandskräftig, sodass hiergegen
noch Widerspruch eingelegt bzw. Klage erhoben werden kann.
Name
Fachgruppe/Schwerp.
Niederlassungsort
Dr. med. Ute Kruse
Neurologie
24943 Flensburg,
Fruerlunder Straße 52
Niederlassungsdatum
04.06.2014
Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem
Ermächtigungsverzeichnis auf www.kvsh.de.):
Name
Fachgruppe/Schwerp.
Ort
Dr. med. Jan Castan
Lungen- und Bronchialheilkunde
Westerland/Sylt
Forschungszentrum Borstel
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Borstel
Dr. med. Uwe Heilenkötter
Chirurgie/Orthopädie und Unfallchirurgie
Itzehoe
Dr. med. Jochen Caesar
Chirurgie
Niebüll
Dr. med. Bernhard Röthig
Chirurgie
Ratzeburg
Dr. med. Michael Kock
Chirurgie/Visceral- und Unfallchirurgie
Ratzeburg
Dr. med. Frank Templin
Chirurgie/Gefäßchirurgie
Geesthacht
Dr. med. Ulf Niemann
Chirurgie/Gefäßchirurgie
Elmshorn
64 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung
Dr. med. Markus Siggelkow
Allgemeine Chirurgie
Kiel
Jan-Peter Siegers
Neurochirurgie
Helgoland
Dr. med. Felix Schwartz
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Kiel
Prof. Dr. med. Regine Gläser,
Prof. Dr. med. Ulrich Mrowietz
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Kiel
Prof. Dr. med. Thomas Schwarz,
Prof. Dr. med. Jochen Brasch,
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Ehrhardt
Proksch
Innere Medizin
Kiel
Dr. med. Marcus Seeger
Innere Medizin/Gastroenterologie
Kiel
Priv.-Doz. Dr. med. habil.
Susanna Nikolaus
Innere Medizin/Nephrologie
Kiel
Prof. Dr. med. Ulrich Kunzendorf
Innere Medizin/Endokrinologie
Kiel
Prof. Dr. med. Heiner Mönig
Innere Medizin/Pneumologie/
Pulmologie
Kiel
Dr. med. Martin Claussen
Kardiologie
Großhansdorf
Ewa Mainski
Innere Medizin
Bad Segeberg
Dr. med. Daniela Manner
Kinder- und Jugendmedizin
Lübeck
Dr. med. Michael Buchholz
Diagnostische Radiologie
Lübeck
Dr. med. Andreas Gremmelt,
Dr. med. Gabriele Krüger,
Dr. med. Georg Bollig
Anästhesiologie
Schleswig
Prof. Dr. med. Petra Saur
Anästhesiologie
Lübeck
Birgit Gütte
Ärztin ohne Gebietsbezeichnung
Lübeck
Dr. med. Markus Weber
Psychiatrie und Psychotherapie
Lübeck
Dr. med. Peter Hans Hauptmann
Psychiatrie und Psychotherapie
Bargfeld-Stegen
Andreas Steimann,
Renate Paulssen-Wolf
Psychiatrie und Psychotherapie
Rickling
Dr. med. Stefan Geist
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Pinneberg
Prof. Dr. med. José Valdueza
Neurologie/Neurochirurgie
Bad Segeberg
Dr. med. Björn Hauptmann
Neurologie
Bad Segeberg
Dr. med. Britta Seifert
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Itzehoe
Dr. med. Steffen Oehme
Orthopädie/Rheumatologie
Eckernförde
Irene von der Ahe
Radiologie
Flensburg
Dr. med. Klaus Wittmaack
Anästhesiologie
Neumünster
Prof. Dr. med. Rainer Schönweiler
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Lübeck
Dr. med. Monika Hollub
Psychiatrie und Psychotherapie, Psycho- Schleswig
somatische Medizin und Psychotherapie
Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Franke
Innere Medizin
Flensburg
Dr. med. Christian Falkenberg
Kinder- und Jugendmedizin
Nebel
Prof. Dr. med. Diether Ludwig
Innere Medizin
Bad Segeberg
Ausgabe 8 | August 2014 65
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung
Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ wurden zugelassen und haben um
Veröffentlichung gebeten:
Name
Ort
Fachgruppe
Beginn
Dipl.-Psych. Angelika
Alpers
24321 Lütjenburg,
Amakermarkt 1-3
Kinder- und Jugend- 17.07.2014
lichenpsychotherapeutin
Dr. med. Anna-Kristina
Schaal
25704 Meldorf,
Österstraße 6
Innere Medizin/
hausärztlich
01.07.2014
Priv. Doz. Dr. med.
Peter Benecke
-halbe Zulassung-
23879 Mölln,
Wasserkrüger Weg 7
Orthopädie und
Unfallchirurgie
01.07.2014
Dr. med. Urte Riese
-halbe Zulassung-
24837 Schleswig,
Stadtweg 48
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
01.07.2014
Jan-Hendrik
Friedrichsen
24534 Neumünster,
Kuhberg 8
Innere Medizin/
hausärztlich
01.07.2014
Dr. med. Martin Hasilik
25421 Pinneberg,
Diesterwegstraße 30
Kinder- und
Jugendmedizin
01.07.2014
Dr. med. Norbert
Puls
Angela Schacht
-halbe Zulassung-
25826 St. Peter-Ording, Fasanenweg 1
Innere Medizin
12.06.2014
Marion Weinhold
Dr. med. Stephanie
Wiest
24105 Kiel,
Esmarchstraße 23
Kinder- und
Jugendmedizin
01.07.2014
Dr. med. Wolfgang
Klix
Dr. med. Carsten Tack
23552 Lübeck,
Breite Straße 1-5
Innere Medizin/
Kardiologie
01.07.2014
Barbara Jürgens
- halbe Zulassung -
24106 Kiel,
Steenbeker Weg 33
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
01.07.2014
Dr. med. Anne
Petersen-Hansen
Dr. med. Oliver Gutzeit
23552 Lübeck,
Breite Straße 1-5
Innere Medizin/
Kardiologie
01.07.2014
Dr. med. Heinrich
Beyer
Jan-Ulrich Stähr
24148 Kiel, Schönberger Straße 25
Allgemeinmedizin
01.07.2014
Dr. med. Wiebke
Reibisch
Dr. med. Joachim
Meincke
24960 Glücksburg,
Bahnhofstraße 5
Allgemeinmedizin
01.07.2014
Dr. med. Heinz Sina
Dr. med. Dr. med. dent.
Björn Möller
24105 Kiel, Wall 55
Mund-, Kiefer-,
Gesichtschirurgie
01.07.2014
Dr. med. Claas Helmut
Schulze
23611 Bad Schwartau,
Am Kurpark 1
Chirurgie/Unfallchir- 01.07.2014
urgie/Gefäßchirurgie
Dr. med. Wulf
Drewes
Dr. med. Beatrice
Brockmann
24119 Kronshagen,
Hasselkamp 74
Allgemeinmedizin
Dr. med. Carsten
Collin
01.07.2014
Nachfolger von
Die Zulassung von Frau Dr. med. Ute Kruse als Fachärztin für Neurologie für einen halben Versorgungsauftrag
als Nachfolgerin für Frau Barbara Finger ist nicht zum Tragen gekommen.
66 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung
Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen
erhalten und um Veröffentlichung gebeten:
Name des anstellenden Arztes/MVZ
Ort
Fachgruppe
Beginn
Name des
Angestellten
„FAK MVZ GmbH“
24114 Kiel,
Boninstraße 27a
Allgemeinmedizin
01.07.2014
Frank-Eckhart Dittrich-Rittershausen
„DIAKO MVZ GmbH“
25996 Sylt/OT Wenningstedt, Hauptstr. 5
Neurologie
01.07.2014
Dr. med. Gesche
Stritzke -halbtags-
„Ambulantes Versorgungszentrum
Segeberger Kliniken
GmbH“
23795 Bad Segeberg,
Krankenhausstraße 2
Chirurgie und
Visceralchirurgie
01.06.2014
Dr. med. Michaela
Nystrom -vierteltags-
„MVZ Beste Trave“
23843 Bad Oldesloe,
Schützenstraße 55
Radiologie,
Schwerpunkt
Neuroradiologie
13.05.2014
Dr. med. Kerstin
Scholz -halbtags-
Dr. med. Beatrice
Brockmann,
Sven Claßen
24119 Kronshagen,
Hasselkamp 74
Innere Medizin/
hausärztlich
01.07.2014
Dr. med. Stefanie Hinz
Dr. med. Gerrit Schenk
23738 Lensahn,
Eutiner Straße 10
Allgemeinmedizin
01.07.2014
Dr. med. Carsten
Haas
„Asklepios MVZ Nord
SH GmbH“
25335 Elmshorn,
Schulstraße 46-50
Psychologische
Psychotherapeutin
15.06.2014
Dipl.-Psych. Beate
Ketelhut
„MVZ Neurozentrum
am Klosterforst“
25524 Itzehoe,
Hanseatenplatz 1
Physikalische und
Rehabilitative
Medizin
01.07.2014
Dr. med. Timo Jeßen
Dr. med. Uwe
Böckmann
24534 Neumünster,
Parkstraße 26
Innere Medizin/
hausärztlich
02.07.2014
Birgit Jacobs
-halbtags-
Dres. med. Bernd
Brandenburg und
Partner
23562 Lübeck, PaulEhrlich-Straße 1-3
Radiologie
01.07.2014
Christian Götz Grahl
-halbtags-
Dr. med. Monica
Müller-Kovacs,
Dr. med. Alexander
Lothar Gick
24837 Schleswig,
Plessenstraße 13
Kinder- und
Jugendmedizin
01.07.2014
Dr. med. Kirsten
Nacke
Prof. Dr. med. Christian
Doehn
23566 Lübeck,
Am Kaufhof 2
Urologie
01.07.2014
Dr. med. Holger
Overbeck -vierteltags-
Dipl.-Med. JohannesChristian Witte und
Kollegen
23795 Bad Segeberg,
Bahnhofstr. 12
Allgemeinmedizin
01.07.2014
Claudia Schröder
-halbtags-
Dr. med. Reinhold
Turek und Kollegen
24589 Nortorf, Große
Mühlenstraße 39a
Allgemeinmedizin
01.07.2014
Barbara Kleine
Dr. med. Reinhold
Turek und Kollegen
24589 Nortorf, Große
Mühlenstraße 39a
Allgemeinmedizin
01.07.2014
Dr. med. HansJoachim Kleine
Ausgabe 8 | August 2014 67
Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung
„DIAKO MVZ GmbH“
25899 Niebüll,
Bahnhofstr. 24
„MVZ Kappeln GmbH“ 24376 Kappeln,
Kirchstraße 9
Neurochirurgie
01.07.2014
Dr. med. Ortwin Rubarth -dreivierteltags-
Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
01.07.2014
Marek Volkmer
-vierteltags-
Folgende Ärzte/Psychotherapeuten/MVZ haben die Genehmigung zur Verlegung
ihrer Vertragspraxis erhalten und um Veröffentlichung gebeten:
Name
Fachgruppe
von
nach
Datum
Gabriele Doßmann
Innere Medizin/
hausärztlich
25980 Sylt OT
Westerland,
Friedrichstraße 17
25980 Sylt OT
Westerland,
Friedrichstraße 18
01.06.2014
Dr. med. Peter
Kunstmann
Frauenheilkunde und
Geburtshilfe
23617 Stockelsdorf,
Segeberger Straße
3–5
23611 Bad
Schwartau,
Lübecker Straße 68
23.04.2014
Susann Haltenhoff
Fachärztin für
Psychosomatische
Medizin und
Psychotherapie
25348 Glückstadt,
Große Kremper
Straße 8
25348 Glückstadt,
Am Markt 1
01.06.2014
Nicola WitzgallMösinger
Praktische Ärztin
23909 Ratzeburg,
Bahnhofsallee 37
23911 Mustin,
Waldstraße 3
01.07.2014
Dipl.-Med. Irmgard
Jacob
ausschließlich
psychotherapeutisch
tätige Fachärztin für
Innere Medizin
24536 Neumünster,
Uferstraße 4
24536 Neumünster,
Seekamp 25
01.06.2014
Dipl.-Psych. Ralf
Steenblock
Psychologischer
Psychotherapeut
24594 Nindorf,
Osterree 8
24594 Hohenwe­stedt, 01.07.2014
Böternhöfen 37
68 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Stellen- und
Gelegenheitsanzeigen
Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
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25813 Husum
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(DHW). Das DHW gehört zur Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie. www.ngd.de
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familienfreundlichen Arbeitszeiten
– Sie erhalten eine attraktive betriebliche Altersvorsorge, Unterstützung bei der Betreuung
von Kindern und vieles mehr
– Sie arbeiten von Beginn an in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis
– Ihre Leistung wird durch ein hauseigenes attraktives Tarifsystem honoriert
Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital! Gehören Sie bald auch zu uns?
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter Angabe der o. g. Kennziffer per E-Mail an
bewerbung@bad-gmbh.de oder an:
B·A·D GmbH – Personalentwicklung/-gewinnung
Marion Peters, Tel. 0228/40072-422
Herbert-Rabius-Straße 1, 53225 Bonn
www.bad-gmbh.de/karriere >> weitere Informationen
zur Arbeitsmedizin
Stellen- und
Gelegenheitsanzeigen
Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
Stellenangebote/Stellengesuche
Der Ärztliche Dienst der Bundesagentur für Arbeit (BA) sucht in Hamburg
und Schleswig-Holstein ab sofort
Ärztinnen und Ärzte
auf Honorarbasis
MVZ westl. HH
(in freier Trägerschaft)
sucht FÄ f. Orthopädie,
PRM, Allgemeinmedizin
oder WB - Assistenten
für o.g. Fachrichtungen
in Voll-oder Teilzeit.
Chiffre 526
für die Erstellung sozialmedizinischer Gutachten.
Einschlägige gutachterliche Erfahrungen und Facharztanerkennung liegen
idealerweise vor. Eine umfassende Einarbeitung in das Aufgabengebiet ist vorgesehen. Für die Durchführung der Begutachtung stehen Räumlichkeiten der
BA zur Verfügung, es können aber auch eigene Praxen genutzt werden.
Bei Interesse richten Sie Ihre Fragen und Bewerbungen bitte:
• Für Hamburg, die Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und
Herzogtum Lauenburg an:
Agentur für Arbeit Hamburg, Herrn Dr. med. Wolfgang Kluge
Kurt-Schumacher-Allee 16, 20097 Hamburg
Telefon 040 2485 4080 oder per E-Mail an:
Wolfgang.Kluge@arbeitsagentur.de
• Für die Kreise Steinburg und Dithmarschen – sowie Initiativbewerbungen
für ganz Schleswig-Holstein – an:
Agentur für Arbeit Kiel, Herrn Dr. med. Holger Bebensee
Adolf-Westphal-Str. 2, 24143 Kiel
Telefon 0431 709 1864 oder per E-Mail an:
Holger.Bebensee@arbeitsagentur.de
Informationen über den Ärztlichen Dienst finden Sie auf der Internet-Seite der
Bundesagentur für Arbeit unter: www.arbeitsagentur.deàInstitutionenàÄrzte
Der Suchthilfeträger
Kinderarztpraxis
(Pneumologie/
Allergologie)
in HH-Bergedorf sucht
FÄ/FA Pädiatrie zur
Verstärkung unseres
Teams
kinderpraxis-hh@web.de
Fachärztin
für Allgemeinmedizin
Echokard., Abd.Sono,
Ernährgsmed.
mjmed@hotmail.de
therapiehilfe e.V. in Hamburg und Schleswi g- Holstein
sucht ab September für 20 Stunden in der Woche eine/n
engagierte/n erfahrene/n
Assistenzärztin/Assistenzarzt
für die geplante Substitutionsambulanz in Elmshorn
Die Ambulanz befindet sich verkehrsgünstig in der Innenstadt von Elmshorn.
Wünschenswert sind psychiatrische oder internistische Vorkenntnisse. Eine
suchtmedizinische Fortbildung wir vom Träger
finanziert, die Vertragsgestaltung erfolgt nach AVB in Anlehnung
an TVL.
Bewerbungen und Anfragen bitte an:
Frau Dagmar Schreyer, ärztl.Leitung, Tel. 040-2000109014
Hanredder 30, 25335 Bokholt-Hanredder
dagmar-schreyer@therapiehilfe.de
www.fachklinik-bokholt.de
Sie sind Facharzt/ ärztin
für Chirurgie, freundlich
und ein Teamplayer.
Wir suchen Sie für unsere
Gemeinschaftspraxis im
südlichen Teil von S-H.
Falls Sie Interesse an
Praxisarbeit im netten
Team haben, bitten wir um
Zuschrift unter Chiffre 527
Stellen- und
Gelegenheitsanzeigen
Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
Stellenangebote/Stellengesuche
Medizinischer Dienst der
Krankenversicherung Nord
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Wir suchen
Weiterbildungsassistent(in)
Allgemeinmedizin
Nettes Praxisteam! Großes
Spectrum, einschl. Röntgen,
Sonographie, Op.
WB Ermächtigung: Allgemein,
Innere, Chirurgie vorhanden.
MVZ in Wahlstedt,
Waldstr.11, 23812 Wahlstedt
Der Medizinische
Dienst der Krankenversicherung (MDK)
berät Kranken- und
Pflegekassen in allen
sozialmedizinischen
und pflegefachlichen
Fragen. Dafür brauchen
wir fachkompetente
Unterstützung!
Verstärken Sie unser Ärzteteam an unseren Standorten
Hamburg, Lübeck oder Kiel als
ärztliche Gutachterin/
ärztlicher Gutachter
Wir bieten Ihnen als Alternative zur Klinik oder Praxis
eine interessante und zukunftsorientierte Begutachtungs- und
Beratungstätigkeit als unabhängige/r Sachverständige/r mit der
Sicherheit eines Arbeitsplatzes im öffentlichen Dienst.
Wir wünschen uns von Ihnen mehrjährige (fachärztliche)
Erfahrung in Klinik und/oder Praxis sowie aktuelle und fundierte
medizinische Fachkenntnisse.
Medizinischer Dienst
der Krankenversicherung Nord
Hammerbrookstraße 5
20097 Hamburg
Facharzt/-ärztin
für Kinderheilkunde
als Nachfolger/-in einer gut
laufenden Kinderarztpraxis im
südlichen Speckgürtel von
Hamburg gesucht.
Zuschriften unter Chiffre 525
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Alle weiteren Informationen zu dieser Ausschreibung finden Sie auf unserer Website
unter R Stellenangebote R offene Stellen.
Bei Fragen steht Ihnen Herr Möller (Telefon 040 25169-1171) für
ein erstes vertrauliches Gespräch gern zur Verfügung.
Ihre aussagefähige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten
Sie bitte unter Angabe der auf unserer Website genannten Kennziffer sowie des bevorzugten Standorts in Papierform bis zum
31.10.2014 an den Fachbereich Personal und Finanzen.
www.mdk-nord.de
Leben und Lachen
Sterben und Trauern
Balthasar
Kinder- und Jugendhospizstiftung
Helfen Sie mit!
www.balthasarstiftung.de
Anzeigenschluss für die Ausgabe
09/2014 ist der 20.08.2014
Ja zur Menschenwürde.
Stellen- und
Gelegenheitsanzeigen
Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
Stellenangebote/Stellengesuche
Gemeinschaftspraxis für
Kinder-und Jugendmedizin
in Schleswig sucht Ärztin/Arzt
in Teilzeitarbeit.
Tel. 04621/230 41 oder
0151/506 388 59 oder
0178/372 44 25
Therapeutische Wohngruppe
Auxilium in Hamm
»Gemeinsam stark!«
Für Kinder und Jugendliche mit seelischen Beeinträchtigungen wurden die
Wohngruppen in Hamm geschaffen.
Unser Ziel: gemeinsames Wohnen auch
als Voraussetzung sozialer Integration.
Wir bieten: Hilfestellung zum Berufseinstieg. Wir fördern junge Menschen auf
ihrem Weg zu eigenständigen Persönlichkeiten. Helfen Sie mit!
Weitere Infos unter:
www.malteser-auxilium-hamm.de
Chiffre-Zuschriften senden Sie bitte unter Angabe der Chiffre-Nr. an:
Quintessenz Verlags-GmbH, Ifenpfad 2-4, 12107 Berlin
Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Bereiches Gesundheitsamt der Hansestadt Lübeck sucht
zum 01.10.2014 für ein unbefristetes Arbeitsverhältnis (Teilzeit, 50% von Vollzeit) eine / einen
Ärztin / Fachärztin bzw. Arzt / Facharzt
für Kinder- und Jugendmedizin / Kinder- und Jugendpsychiatrie
oder
Ärztin / Arzt mit Erfahrungen in diesen Gebieten
Wir bieten als öffentlicher Arbeitgeber neben flexiblen Arbeitszeiten ein interessantes und vielseitiges
Arbeitsfeld. Mit der sozialmedizinischen Ausrichtung ist die Tätigkeit mit breitgefächerten Gestaltungsund Entwicklungsmöglichkeiten verbunden.
Unsere Aufgabenschwerpunkte sind:
• Durchführung der schulärztlichen Untersuchungen (Schuleingangsuntersuchungen,
sonderpädagogischer Förderbedarf und Schulfehlzeiten)
• Sozialmedizinische Begutachtung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Eingliederungshilfe nach SGB XII und SGB VIII (Frühförderung und Integration)
• Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Frühe Hilfen“ und dem Kinderschutzzentrum
• Umsetzung von Maßnahmen und Beratungen für Kindertageseinrichtungen und Schulen im Rahmen
des Infektionsschutzgesetzes
• Durchführung einer Impfsprechstunde für öffentlich empfohlene Impfungen und Gelbfieber sowie
reisemedizinische Beratungen
Folgende Anforderungen sind zu erfüllen:
• Approbation als Ärztin / Arzt
• Freude am Umgang mit Kindern, Eltern und deren Bezugspersonen
• selbständiges Arbeiten bei gleichzeitiger Bereitschaft zur Teamarbeit
• Kenntnisse der MS-Office-Programme Word, Excel und Outlook
• Dienstzeitgestaltung im Rahmen der flexibilisierten Arbeitszeiten nach den Erfordernissen der
Aufgabenerledigung im Team
• Teilnahme an der ärztlichen Rufbereitschaft gemäß Psychisch-Krankengesetz Schleswig-Holstein
(PsychKG)
Wir bieten:
• Qualitativ hochwertige verwaltungsinterne Fortbildungen sowie die Teilnahme an externen
Fortbildungen
• die Weiterbildungsermächtigung für Kinder- und Jugendmedizin (12 Monate) und für
Öffentliches Gesundheitswesen (18 Monate) sowie Sozialmedizin (12 Monate)
• Möglichkeit zur Ausübung von Nebentätigkeiten
Sie besitzen die Fahrerlaubnis für PKW und stellen Ihren privaten PKW für dienstliche Zwecke gegen
Zahlung einer Entschädigung zur Verfügung.
Die durchschnittliche regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt zurzeit 19,5 Stunden; die Eingruppierung
kann bei Vorliegen der persönlichen und tariflichen Voraussetzungen bis in die Entgeltgruppe 15 TVöD
erfolgen (zudem ist die Zahlung einer Zulage möglich).
Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie unter www.bekanntmachungen.luebeck.de/stellen
und unter www.berufe-sh.de
Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen und vollständigen Unterlagen richten Sie bitte bis zum
12.09.2014 an die
Hansestadt Lübeck - Der Bürgermeister Personal- und Organisationsservice
Kennziffer 44
Fischstraße 2-6 * 23552 Lübeck
e-mail: personal-und-organisationsservice@luebeck.de
Bei fachbezogenen Fragen wenden Sie sich gerne an Frau Dr. Butt (Tel. 0451 / 122 – 5331,
in personalwirtschaftlichen Angelegenheiten an Herrn Seelig (Tel. 0451 / 122 – 1159).
Die Deutsche Rentenversicherung Bund sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das
Reha-Zentrum Utersum auf Föhr
eine Oberärztin/einen Oberarzt
Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin
sowie
eine Oberärztin/einen Oberarzt
Fachärztin/Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe möglichst mit Erfahrungen in der gynäkologischen
Onkologie
In dem Reha-Zentrum Utersum auf Föhr (190 Betten) werden Patientinnen/Patienten mit
Atemwegs- und Lungenkrankheiten aller Art, einschließlich Sarkoidose und bösartiger Krankheiten der Atmungsorgane behandelt. Die Abteilung Gynäkologie ist spezialisiert auf die
Rehabilitation von Patientinnen mit bösartigen Krankheiten der Brust und der weiblichen
Geschlechtsorgane sowie auf chronische Krankheiten der Gynäkologie.
Wir bieten:
> eine anspruchsvolle Tätigkeit im öffentlichen Dienst und eine leistungsgerechte Bezahlung;
zusätzliche Altersversorgung
> Arbeit in einem multi-professionellen und kollegialen Team
> familienfreundliche Arbeitszeiten
> Möglichkeit der Ausübung von Nebentätigkeiten
Unsere Erwartungen:
> Sie sind Fachärztin/Facharzt wie oben beschrieben
> Sie sind kommunikationsfähig, patienten- und teamorientiert
> Sie erkennen Probleme und entwickeln Lösungsansätze
> Sie tragen gern Verantwortung und sind entscheidungsfreudig
> Sie übernehmen gern Personalverantwortung
> Sie sind bereit arbeitsplatzrelevantes Wissen zu erwerben
> Sie sind - sofern nicht schon vorhanden - zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Sozialmedizin
oder Rehabilitationswesen bereit
Auf unserer Internetseite (www.deutsche-rentenversicherung-bund.de) finden Sie unter der
Rubrik Karriere die ausführliche Stellenausschreibung.
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, steht Ihnen für weitere Auskünfte der Ärztliche Direktor
des Reha-Zentrums Utersum auf Föhr, Herr Dr. med. Wolfgang Scherer, unter der Rufnummer
04683/6-161 gerne zur Verfügung.
Ihre vollständige Bewerbung übersenden Sie bitte bis zum 05.09.2014, unter Angabe der
Kennziffer 8021-04-19/2014 an:
Deutsche Rentenversicherung Bund
Dezernat 8021/Zimmer H 1414
10704 Berlin
Stellen- und
Gelegenheitsanzeigen
Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
051-14
Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg
Die Evangelisch-Lutherische Diakonissenanstalt zu Flensburg (DIAKO) ist u.a. Träger eines Krankenhauses der
Schwerpunktversorgung mit Beleghäusern in Flensburg und Umgebung und MVZ. Das Diakonissenkrankenhaus
ist akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und kooperiert als Medizinischer
Klinikverbund Flensburg mit dem benachbarten Malteser Krankenhaus St. Franziskus Hospital. Gemeinsam verfügen
die Kliniken über etwa 890 Betten und behandeln jährlich 36.000 stationäre und 52.000 ambulante Fälle, mit 50.000
Kontakten p.a. in der gemeinsamen zentralen Notaufnahme, die dem Diakonissenkrankenhaus angeschlossen ist.
An der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine / einen
Stationsärztin/Stationsarzt
für die Klinik für Gefäßchirurgie
Das Arbeitsverhältnis beträgt 100% – Teilzeittätigkeit ist auch möglich.
Positive Work – Life – Balance gesucht?
Hier ist die Lösung: Stationsarzt an der DIAKO in Flensburg!
Sind Sie in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner oder Chirurgen bzw. haben bereits eine Facharztanerkennung in einem chirurgischen oder konservativen Fachgebiet? – Ist Ihnen eine selbstständige abwechslungsreiche ärztliche Tätigkeit in einem motivierten Team wichtig? – Legen Sie Wert auf geregelten Dienstschluss,
freie Wochenenden und, wenn gewünscht, keine Dienste? – Lieben Sie das Meer, den Wassersport, die
schöne norddeutsche Landschaft und die Nähe zu Dänemark? Dann werden Sie Teil des Teams der Klinik für
Gefäßchirurgie mit der konkreten Aufgabe der Betreuung der stationären Patienten im Gefäßzentrum Flensburg.
Die Klinik für Gefäßchirurgie bietet das gesamte Spektrum des Fachgebiets und weist ein überregionales
Einzugsgebiet auf. Das Gefäßzentrum Flensburg wurde als einziges Zentrum in Schleswig-Holstein neben dem
UKSH Lübeck durch 3 Fachgesellschaften zertifiziert. Die Ausschreibung richtet sich besonders an Allgemeinmediziner (m/w), aber auch an Ärzte (m/w) mit bisheriger Tätigkeit in anderen konservativen und chirurgischen Fächern. Chirurgische Erfahrungen sind keine Bedingung. Auch Berufsanfänger (m/w) werden um ihre
Bewerbung gebeten. Die Vergütung erfolgt nach den Kriterien der AVR der Diakonie Deutschland für Ärzte (dies
entspricht dem Niveau des TV-Ärzte VKA des Marburger Bundes). Telefonische Auskünfte zu dieser Stelle erteilt
Ihnen gern Herr Chefarzt Dr. Walluscheck unter 0461 812-1201.
Weitere Informationen und Details zu den Stellenausschreibungen entnehmen Sie bitte unserer Homepage:
www.diako.de/wir-als-arbeitgeber
Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Flensburg
Personalabteilung
Knuthstr. 1, 24939 Flensburg
www.diako.de
Stellen- und
Gelegenheitsanzeigen
Stellengesuche
Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
Veranstaltungen
Internistin, DEGUMAusbilderin (Stufe II), mit
hochqualifiziertem breitgefächerten Leistungsspektrum durch langjährige
Berufserfahrung in e. Krhs
d. Maximalversorgung &
internist. Praxis, sucht
neue Herausforderung.
Kontakt:
hh-internist@gmx.de
Fachberater
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Zahn-, Tier, & Humanmedizin
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Patienten gut versorgt wissen?
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71 CME-Fortbildungspunkte
DAS Seminar für Ärzte und
Therapeuten
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25832 Tönning
Tel.: 04861 / 611 3310
www.adipositas-nord.de
www.klinikum-nf.de
Adipositas Nachmittag in Tönning
13. September 2014
13 - 18 Uhr
Chiffre-Zuschriften senden Sie bitte unter Angabe der Chiffre-Nr. an:
Quintessenz Verlags-GmbH, Ifenpfad 2-4, 12107 Berlin
Stellenangebote/Stellengesuche
UKSH Ambulanzzentrum
Die Ambulanzzentrum des UKSH gGmbH sucht für ihre Medizinischen Versorgungszentren
in Kiel und Lübeck zur Erweiterung des medizinischen Angebots folgende
Kassenarztsitze
Allgemeine Innere Medizin | Fachärztliche Innere Medizin | Anästhesie
Augenheilkunde | Chirurgie | Dermatologie | Orthopädie | Pädiatrie
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Jana Reimers 0431 597-46 22 I
Jana.Reimers@uksh.de
Ambulanzzentrum des UKSH gGmbH, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck I www.uksh.de/mvz
Praxisabgabe/Praxisübernahme
Deutsche Bank
„Meine Perspektive für die
Zukunft: eine eigene Praxis.“
Es gibt einen Weg, sich von Experten
beim Start in die Selbstständigkeit
unterstützen zu lassen.
Der Weg der Deutschen Bank.
Deutsche Bank Existenzgründer-Seminar
17. 09.14, 18.00 Uhr, Deutsche Bank,
Kohlmarkt 7–15, 23552 Lübeck
Melden Sie sich an unter (069) 910-10061 oder
www.deutsche-bank.de/meine-eigene-praxis.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Stellen- und
Gelegenheitsanzeigen
Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
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Angabe der Chiffre-Nr. an:
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Auswahlgespräche.
Info und Anmeldung.
Verein der NC-Studenten e.V.
(VNC)
Argelanderstr. 50,
53115 Bonn,
Tel. (0228) 21 53 04,
Fax (0228) 21 59 00
Stellen- und
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Annahme: Samira Rummler, Rummler@quintessenz.de
Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680
Kiel: Tel: 0431/658 09 50, 0171 / 280 1947, helmut.hitze@kielnet.net
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Unsere Leistungen:
- Praxiswertgutachten
- Gerichtsgutachten
- Schiedsgutachten
- Gutachten im Zugewinnausgleich
- Mediation im Gesundheitswesen
- Coaching beim Praxiskauf / Praxisverkauf
- Konzeption, Gestaltung und Betreuung
von BAG, Ärztenetzen und MVZ
- Betriebswirtschaftliche Optimierung
- Gründercoaching (KfW)
u.a. mit Horst Stingl
von der IHK zu Kiel öffentlich bestellter und
vereidigter Sachverständiger für die
Bewertung von Unternehmen im
Gesundheitswesen, Betriebsanalysen und
Betriebsunterbrechungsschäden
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Am Dörpsdiek 2
24109 Kiel/Melsdorf
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Lokstedter Steindamm 35
22529 Hamburg
Tel. 040 / 23 90 876 55
Mail: beratung@estimed.de
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
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vereidigte Buchprüfer • Steuerberater
Spezialisierte Beratung für Heilberufe:
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Steuerberechnung
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Tel.:
0451-48414-0 und
Tel.:
0431/564430
Tel.: 0451- 4 84 14- 0
- Unterstützende
Begleitung von
Fax:
0451-48414-44
Fax: 0451- 4 84 14- 44
Existenzgründung www.rohwer-gut.de
- Finanz- und Lohnbuchführung
info@rohwer-gut.de
Telefonverzeichnis
Ansprechpartner der Ärztekammer
Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg,
Tel.: 04551 803 0, Fax: 04551 803 188,
E-Mail: info@aeksh.org,
Internet: www.aeksh.de
Vorstand
Dr. Franz-Joseph Bartmann (Präsident)
Dr. Henrik Herrmann (Vizepräsident)
Dr. Gisa Andresen
Dr. Svante Gehring
Petra Imme
Dr. Thomas Schang
Dr. Christian Sellschopp
Tel.: 04551 803 125
Fax: 04551 803 180
E-Mail: vorstand@aeksh.org
Geschäftsführung
Dr. Carsten Leffmann (Ärztl. Geschäftsführer)
Tel.: 04551 803 125
Fax: 04551 803 180
Karsten Brandstetter (Kaufm. Geschäftsführer)
Tel.: 04551 803 139
Fax: 04551 803 180
E-Mail: sekretariat@aeksh.org
Ärztliche Weiterbildung
Leitung: Manuela Brammer
Tel.: 04551 803 143
Fax: 04551 803 222
E-Mail: weiterbildung@aeksh.org
Ärztliche Fortbildung
& Akademie für medizinische Fort- und
Weiterbildung
Leitung: Helga Pecnik
Tel.: 04551 8813 146
Fax: 04551 8813 194
E-Mail: akademie@aeksh.org
Medizinische Fachberufe
& Edmund-Christiani-Seminar
Leitung: Cornelia Mozr
Tel.: 04551 8813 290
Fax: 04551 8813 234
E-Mail: ecs@aeksh.org
Gästehaus „Lohmühle“
Leitung: Helena Willhöft
Tel.: 04551 8813 178
Fax: 04551 8813 234
E-Mail: gaestehaus@aeksh.org
Rechtsabteilung
Leitung: Carsten Heppner (Justiziar)
Tel.: 04551 803 151
Fax: 04551 803 339
E-Mail: rechtsabteilung@aeksh.org
Kommunikation
Leitung: Wolfram Scharenberg
Tel.: 04551 803 190
Fax: 04551 803 337
E-Mail: presse@aeksh.org
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
Leitender Redakteur: Dirk Schnack
Tel.: 04551 803 127
Fax: 04551 803 188
E-Mail: aerzteblatt@aeksh.org
Internet: www.aerzteblatt-sh.de
Qualitätsmanagement
Leitung: Dr. Uta Kunze
Tel.: 04551 803 165
Fax: 04551 803 231
E-Mail: qm@aeksh.org
Mitgliederverzeichnis/Ärztestatistik
Leitung: Sandra Russow, Christine Gardner
Tel.: 04551 803 236, 04551 803 170
Fax: 04551 803 220
E-Mail: mitglied@aeksh.org
Ausgabe 8 | August 2014 81
Telefonverzeichnis
Finanzabteilung
Leitung: Kay Petruske
Tel.: 04551 803 140
Fax: 04551 803 239
E-Mail: kay.petruske@aeksh.org
Strahlenschutz/Ärztliche Stellen
Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen
Tel.: 04551 803 324, 04551 803 126
Fax: 04551 803 231
E-Mail: aerztliche-stelle@aeksh.org
IT-Abteilung
Leitung: Wolfgang Dahncke
Tel.: 04551 803 184
Fax: 04551 803 284
E-Mail: it@aeksh.org
Krebsregister Schleswig-Holstein –
Vertrauensstelle
Leitung: Mirja Wendelken
Tel.: 04551 803 104
E-Mail: krebsregister-sh@aeksh.org
Personalabteilung
Leitung: Katrin Sabrowski
Tel.: 04551 803 164
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