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AiP wird in 7 Wochen abgeschafft – und was kommt dann - beim BDI

EinbettenHerunterladen
www.bdi.de
Nr. 8/9 – Aug./Sept. 2 0 0 4
BDI
aktuell
Offizielles Mitglieder-Rundschreiben
Die Blutspur
eines Keimes
Fortbildung absetzen
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Aufgelesen
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Ist das Treupeln out?
Komplette
Desinfektion
in Alten- und
Pflegeheimen
ist überflüssig.
SEITE 8
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BDI e.V.
Altenheim desinfizieren?
So werden
Fortbildungskosten von
der Steuer
abgesetzt.
Serratia marcescens kennt man
nur als Gelegenheitskeim. Dass
er eine breite Blutspur gelegt und
Pogrome verursacht hat, wissen
nur wenige Kollegen. Seite 19
○
Berufsverband Deutscher Internisten
Antipyretische
Maßnahmen
bei Kindern
vorsichtig
einsetzen.
SEITE 9
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SEITE 12
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Übergangsregeln für junge Kollegen und Krankenhäuser
Tote EBM-Bären
Der neue EBM ist betriebswirtschaftlich bewertet. (...) Die Aussage
ist in etwa so sinnleer wie
die Aussage „Eisbären
sterben am Äquator den
Wärmetod“.
Dr. Ralph Ennenbach, ehemals
KBV-Honorardezernat, in:
„Nordlicht aktuell 6/04“
der KV Schleswig-Holstein
Hat Igeln
goldenen Boden?
Igeln geht bei uns ganz
schlecht: Der einzige, der zu
uns kommt und nicht klagt,
ist der Postbote.
(Dr. Ph.V., Heinsberg,
in: facharzt.de)
Untauglicher
Rettungsversuch
„Es wäre besser gewesen,
mit den 37 Geretteten
nach Hamburg oder Lübeck zu fahren, um sie
dort an Land zu bringen,
als sie mit drohender Gebärde an der Küste Siziliens in einen italienischen
Hafen zu zwingen.“
Dr. Rupert Neudeck
Cap Anamur-Gründer zum
Flüchtlingsdrama
im Mittelmeer, Juli 2004
In: Spiegel online vom
16.07.2004
AiP wird in 7 Wochen abgeschafft –
und was kommt dann?
Der Nachwuchs ist ebenso verunsichert wie mancher Chefarzt: Zum 1. Oktober wird der
AiP abgeschafft – stehen die
jungen Kollegen dann auf der
Straße, weil das Krankenhaus
kein Geld für Assistenzarztstellen hat? Nein, so muss es nicht
kommen. Die Kassen müssen
nämlich Mehrkosten, die durch
Umwandlung von AiP-Stellen in
Assistenten-Stellen entstehen,
finanzieren bzw. den Krankenhäusern erstatten – und das
wollen sie erklärtermaßen auch
klaglos machen. Deswegen
sollten Krankenhäuser den Status quo mit allen AiP’ler und
die zur Umwandlung notwendigen Assistentenstellen klar
IGeL
dokumentieren, um den Kassen den zusätzlichen Finanzbedarf nachweisen zu können.
Aber auch die jungen Kollegen
müssen einiges beachten, wenn
sie den Wechsel unbeschadet
überstehen wollen. Weitere
Details hierzu finden Sie auf
Seite 6
Welt aus Glas
„Nicht nur nützlich,
sondern nötig!“
Kassen bekommen
noch mehr Daten
Das Kassenhonorar wird immer schmäler, so dass
immer mehr Kollegen über Zusatzeinkünfte nachdenken. Zu Recht, meint ein Kollege aus einer
Beratungsgesellschaft. Zwar gibt es einige fragwürdige IGeL, die meisten sind aber rechtlich wie
medizinisch sogar notwendig.
Seite 11
Spätestens ab dem dritten Quartal werden die
KVen den Kassen die Abrechnungsdaten aus den
Praxen samt Patientennamen und Diagnosen übermitteln. Bei Verhandlungen über Direktverträge
können die Kassen jetzt Praxen mit besonders
teuren Patienten gezielt aussortieren. Seite 17
Damit Ihr Berufsverband Sie noch besser vertreten kann
Sagen Sie uns mal richtig die Meinung!
Klare Sache: Ein Berufsverband ist für seine Mitglieder
da. Was aber nicht immer ganz
einfach ist: Die Mitglieder des
BDI – das wissen wir aus vielen Diskussionen – vertreten
auf manchen Gebieten ganz
unterschiedliche Standpunkte
und haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Gerade wenn
die Zeiten berufspolitisch so
bewegt sind wie zur Zeit
möchten wir aber von
möglichst vielen Mitgliedern
wissen, was sie denken und
wünschen. Deswegen unsere
Bitte an Sie: Nehmen Sie sich
ein paar Minuten Zeit und beantworten Sie ein paar Fragen.
Diese kleine Zeitinvestition
kommt allen Internisten
zugute – und zu gewinnen
gibt‘s auch was.
Seite 5
AU S D E M I N H A LT
BDI
Neue Organisation
Prüfungsausschüsse
werden zu Behörden
Kollegen altern, Nachwuchs schwindet
10
Die medizinische Versorgung vergreist
22
Multiple Sklerose
Internet
Ist frühe Behandlung mit
Interferon gerechtfertigt? 14
Negative eBay-Bewertung
unangreifbar?
24
BDI aktuell
Editorial
EBM und RLV: Was droht
den Internisten ab 2005?
Der neue EBM 2000 plus und
die Regelleistungsvolumina
kommen definitiv zum 1.1.2005.
Jede neue Gebührenordnung
bietet natürlich neue Chancen,
aber auch neue Risiken. Wie ist
die jetzige Ausgangslage?
Seit Einführung des bundesweit geltenden EBM hat sich die
Honorarverteilung in jeder KV
anders entwickelt. Unterschiedliche Entwicklung des
Leistungsbedarfs einerseits und
der regionalen Gesamtvergütung andererseits führten dazu,
dass für den einzelnen Arzt der
Honorarverteilungsmaßstab bedeutungsvoller wurde als der
EBM selbst. Die unterschiedliche Wirtschaftskraft in den Regionen mit einem Süd-Nord- sowie einem West-Ost-Gefälle
haben zu einer völlig unterschiedlichen Weiterentwicklung
der regionalen Gesamtvergütung geführt. Da die regionalen
HVMs unterschiedlich sind und
auch HVM-Elemente wie z.B.
Praxisbudgets in den EBM auf-
Das Regelleistungskonzept
genommen wurden, spiegeln
Punktwerte die Honorarsitua- der KBV beinhaltet eine Kontion einer Fachgruppe nur noch vergenzphase mit einem Übergang von Ist- zu den Solltöpfen
unvollständig wider.
Ein bundesweit geltender in den 4 Quartalen des Jahres
HVM (die neuen RLV) muss des- 2005. Die Bildung von Arzthalb zu erheblichen Verwerfun- gruppentöpfen zur Bestimgen führen. Da die Vergütungs- mung des RLV einer Arztgrupanteile, die Fallwerte und die pe erfolgt unter den BedingunFallzahlen in jeder Region un- gen des nach dem EBM für die
terschiedlich sind, wird das Aus- Arztgruppe berechneten Anteils an der Gemaß der Versamtvergütung.
werfung noch
Also nicht die
größer sein.
FinanzausstatFür die Intertung der Vernisten kommt
gangenheit,
weiter
ersondern der
schwerend
Leistungsbedarf
hinzu, dass sie
im neuen EBM
als sehr inhobestimmt das
mogene Arztneue Finanzvogruppe in den
lumen. Diese
KVen höchst
Finanzmittel
unterschiedliwerden durch
chen Fachunt e r g r u p p e n - Dr. med. Wolfgang Wesiack die fallzahlabhängigen RLV
töpfen zugePräsident
verteilt. Der
ordnet worden
kalkulatorische
sind.
Punktwert von 5,11 Cent wird
durch regional unterschiedliche
Gesamtvergütungen und Gestaltungen der Honorarverteilungsverträge deutlich unterschiedlich verändert werden.
Soviel kann man heute schon
sagen: Für alle Internisten werden sich durch den neuen EBM
und die RLV erhebliche Veränderungen und Verwerfungen ergeben. Sie werden in unserem
Fachgebiet am größten und
wahrscheinlich regional unterschiedlich sein.
Fazit: der BDI wird regional unterschiedliche Strategien brauchen. Er muss für seine Mitglieder bzw. deren
Fachgruppen regional die Folgen bei den KVen hinterfragen und darauf drängen, dass
möglichst homogene internistische Untergruppen gebildet
werden.
Er wird aber die oben aufgeführten systemimmanenten
Verwerfungen nicht verhindern
können.
Kontakt mit dem BDI e.V.
IMPRESSUM
Berufsverband
Deutscher Internisten e.V.
Korrespondenzanschrift für Zuschriften
BDI e.V.
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Präsident: Dr. med. Wolfgang Wesiack
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Telefon
0611 / 181 33-0
Telefax
0611 / 181 33-50
oder
Postfach 15 66, 65005 Wiesbaden
Redaktion: Dr. med. Ludger Beyerle (BY), Mülheim an der Ruhr (v. i. S. d. P.)
Hauptgeschäftsführer: Prof. Dr. med. Peter Knuth, Wiesbaden
Geschäftsführer: Helge Rühl, Wiesbaden
Anzeigen: Ingrid Schneider
Es gilt die Anzeigenpreisliste Januar 2004
Druck: Druckhaus Diesbach GmbH, 69469 Weinheim
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in
dieser Zeitung berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass
solche Namen im Sinn der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu
betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.
Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann von der Redaktion keine
Gewähr übernommen werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen Anwender im
Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf ihre Richtigkeit überprüft werden.
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BDI e.V. Zentrale
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BDI e.V. Kongressabteilung 0611 / 181 33-23
BDI im Internet
http://www.bdi.de
E-Mail
info@BDI.de
Autoren dieser Ausgabe
Dr. med. Wolfgang Wesiack, Präsident des BDI e.V.
BW
Dr. med. Bernhard Wiedemann, Wiesbaden
BY
Dr. med. Ludger Beyerle,Mühlheim/Ruhr
2
BDI aktuell 08/09 – 2004
red.
Rü
Redaktion BDI aktuell
Helge Rühl, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, Wiesbaden
BDI aktuell
Medizin
Medizin
Caspofungin und Voriconazol
Neues von der Pilzfront
Caspofungin (Cancidas®) und
Voriconazol (Vfend®) sind
zwei neue Antimykotika, die
zur Behandlung von schweren
Pilzinfektionen empfohlen werden.
von Pneumocystis carinii.
Wenig oder keine Aktivität besteht gegenüber Histoplasmen, Blastomyzeten, Kryptokokken und Fusarium sp.1,2
(…)
Caspofungin
Voriconazol
Caspofungin, ein zyklisches
Hexapeptid mit einer Fettsäuren-Seitenkette, wird aus einem Fermentationsprodukt
der Pilzart Glarea lozoyensis
synthetisiert. Es gehört zu einer neuen Antimykotika-Klasse, den Echinocandinen, welche die Bildung des Polysaccharids 1,3-Beta-D-Glukan
hemmen, das vielen Pilzen als
essentieller Zellwand-Bestandteil dient. Das antimykotische Spektrum von Caspofungin umfasst Aspergillen,
Candida sp. und die Zysten
Voricozanol ist eine von Fluconazol abgeleitete TriazolVerbindung. Wie alle Azol-Antimykotika hemmt es die zytochromabhängige 14alphaSterol-Demethylase, die bei
der Umwandlung von Lanosterol zu Ergosterol beteiligt ist.
Dies führt zu einer Akkumulation von toxischen Sterolen
und einem Mangel an Ergosterol, das die Pilze für den Aufbau ihrer Zellmembranen benötigen. In vitro zeigte Voriconazol eine hohe Aktivität
gegenüber Aspergillen, CandiAnzeige
da, Kryptokokken, Blastomyzeten, Histoplasmen und verschiedenen Dermatophyten;
auch bei weniger verbreiteten
Pilzen wie Fusarium sp. und
Scedosporium sp. ist es wirksam.8
(…)
Kommentar
Caspofungin und Voriconazol
erweitern das Spektrum der
Antimykotika, die bei schweren Pilzinfekten zur Verfügung
stehen. Caspofungin ist hauptsächlich bei Candida-Infekten
erprobt worden, wo es sich
als ähnlich wirksam erwies wie
die Vergleichssubstanzen.
Allerdings hebt es den Preis
für Antimykotika in neue Dimensionen und kann nur intravenös verabreicht werden.
So ist Caspofungin als Reservemittel zu bezeichnen,
wenn Fluconazol oder andere herkömmliche Mittel
versagen. Voriconazol, ein
ähnlich teures Mittel, ist dagegen vor allem bei invasiven Aspergillosen geprüft worden
und scheint sich mit Amphotericin B messen zu können.
Voriconazol kann mannigfaltige Nebenwirkungen und
zahlreiche Interaktionen hervorrufen – was Zweifeln Raum
lässt, ob Voricanozol das weniger problematische Mittel ist
als Amphotericin B.
Literatur
1 Denning DW. Lancet 2003; 362: 1142-51
2 Keating GM, Figgitt DP. Drugs 2003; 63: 223563
3 http://www.eudra.org/humandocs/PDFs/EPAR/
cancidas/224601en4.pdf
4 Villanueva A et al. Am J Med 2002; 113: 294-9
5 Villanueva A et al. Clin Infect Dis 2001; 33:
1529-35
6 Arathoon EG et al. Antimicrob Agents
Chemother 2002; 46: 451-7
7 Mora-Duarte J et al. N Engl J Med 2002; 347:
2020-9
8 Jeu L er al. Clin Ther 2003; 25: 1321-81
9 http://www.eudra.org/humandocs/PDFs/EPAR/
vfend/404901en6.pdf
10 Herbrecht R et al. N Engl J Med 2002; 347:
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11 Walsch TJ et al. N Engl J Med 2002; 346: 22534
12 Ally R et al. Clin Infect Dis 2001; 33: 1447-54
13 http://www.fda.gov/cder/foi/label/2002/
21266lbl.pdf
Urspeter Masche, CH-Wil
in: pharma-kritik, 2/2004
Infomed-Verlags-AG, Bergliweg 17
CH-9500 Wil
Telefax: 071-910-0877
E-Mail: infomed@infomed.org
– Kurzauszug eines ausführlichen
Artikels –
Kryokonservierung bei malignem Teratom
Samen 21 Jahre gefroren
Kryo-Embryos 3 Jahre gelagert
Neugeborenes gesund
Bei einem 1962 geborenen Patienten wurde 1979 ein malignes Teratom festgestellt. Vor
Radio- und Chemotherapie
wurden im selben Jahr 4 Spermaejakulate kryokonserviert
und 1998 wieder aufgetaut.
Man stellte durch intracytoplasmatische Insertion drei Embryos her, die wiederum tiefgefroren und im Jahre 2001 aufgetaut wurden. Nach Implantation wurde die 28-jährige
Empfängerin im Jahre 2002 von
einem angeblich gesunden,
3.700 Gramm wiegenden Jungen entbunden. Die Autoren
um G. Horne, Manchester, UK,
glauben, dass die Spanne von
21 Jahren die längste bisher
beschriebene Samenkonservierungszeit mit nachfolgender
Geburt eines gesunden Kindes
sei. Ihr Artikel „Live birth with
sperm cryopreserved for 21
years prior to cancer treatment: Case report“ (Human
Reproduction Vol.19, No.6 pp.
1448f, 2004) kann unter http://
www3.oup.co.uk/eshre/pressrelease/freepdf/
frozen_sperm_final_paper.pdf
aus dem Netz geladen werden.
red.
BDI aktuell 08/09 – 2004
3
BDI aktuell
Zum Tod von Hans Erhard Bock
Ein großer Arzt und Lehrer
Spezialisierung und Technisierung der Medizin haben die Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten des Arztes entscheidend erweitert, bergen aber in
sich die Gefahr, dass die Persönlichkeit des Arztes in ihrer
Wirkung zurücktritt. Eine der
großen Arztpersönlichkeiten
der 2. Hälfte des vergangenen
Jahrhunderts war zweifellos
Hans Erhard Bock, der von
1948 bis 1962 Professor für Innere Medizin an der Universität Marburg, ab 1962 bis zu
seiner Emeritierung an der Universität Tübingen war.
Das Vorbild des Hausarztes
der Eltern hat schon beim
Gymnasiasten Bock den
Wunsch geweckt, Arzt zu werden. Nach dem Studium in
Marburg, München, Jena und
Hamburg waren seine prägenden klinischen Lehrer C. Hegler am St. Georg-Krankenhaus
in Hamburg und vor allem
Franz Volhard in Frankfurt.
Nach verschiedenen Zwischenstationen als beratender Internist im Krieg und als Oberarzt
an den Universitätskliniken in
Medizin
Finanzen
Berlin und Tübingen wurde H.
E. Bock 1948 als Professor für
Innere Medizin an die Universität Marburg berufen. In den
durch viele Schwierigkeiten geprägten Nachkriegsjahren hat
sich H. E. Bock mit einer Gruppe junger Mitarbeiter erfolgreich bemüht, den Anschluss
an die internationale medizinische Forschung wieder zu erlangen und darauf aufbauend
eigene Wege zu gehen. Die
Aufbruchsstimmung und Begeisterung für die neuen Entwicklungen in der Medizin ist
allen damals Beteiligten unvergesslich. Auf verschiedenen Gebieten der Inneren Medizin
wurden von H. E. Bock und
seinen Mitarbeitern neue Erkenntnisse über die Entstehung
von Krankheiten und neue diagnostische und therapeutische
Verfahren entwickelt. Diese
Arbeiten wurden ab 1962 an
der Tübinger Klinik mit erweiterten Fragestellungen und
neuen methodischen Ansätzen
erfolgreich fortgeführt.
Die wichtigste Wirkung von
H. E. Bock lag aber nicht in
seiner wissenschaftlichen Arbeit, so sehr für ihn wissenschaftliche Erkenntnis eine unerlässliche, wenn auch nicht
hinreichende Grundlage ärztlichen Handelns war. Sein zentrales Anliegen, das er nicht
verbal vorgetragen, sondern
täglich vorgelebt hat, war die
persönliche Zuwendung zum
Kranken und Offenheit für dessen Nöte, Leiden und Ängste.
Wer Hans Erhard Bock außerhalb der Klinik in seiner kurzen, stakkato-artigen Sprechweise und prägnanten Diktion
erlebte, war überrascht, wie er
bei der Begegnung mit einem
Kranken zuhören und das Gespräch durch Aufmunterung
und Zuspruch, klare Weisung
und Tröstung der Situation des
Kranken anpassen konnte. Unvergesslich und immer wieder
beeindruckend war auch seine
Meisterschaft, wenn er bei der
unmittelbaren Untersuchung
beobachtend, tastend, hörend
und fühlend Krankheitssymptome aufspürte und durch blitzschnelle gedankliche Assoziationen mit seiner Erfahrung und
seinem Wissen eine Diagnose
entwickelte. Sein Gedächtnis an
früher gemachte Erfahrungen
und seine Fähigkeit, Wissen abrufbar zu speichern, waren bis
ins hohe Alter beeindruckend,
ebenso seine stete Präsenz bei
der Betreuung der Kranken
und seine Belastbarkeit als Arzt,
Forscher und Lehrer.
Es war sein zentrales Anliegen, nicht nur Erfahrung und
Wissen, sondern vor allem seine Auffassung von der Erfüllung des ärztlichen Auftrages
an jüngere Ärztinnen und Ärzte weiterzugeben. So entstand
das, was von Außenstehenden
als "Bock'sche Schule" bezeichnet wurde. Er erwartete einen hohen Einsatz seiner Mitarbeiter, doch hat er nie gefordert, was er nicht selbst zu
leisten bereit war. Seine Fairness und sein Sinn für Gerechtigkeit waren verlässliche Konstanten seines Wesens.
Am Morgen des 12. Juli 2004
ist H. E. Bock, nachdem er sich
2 Gedichte vorlesen ließ, verstorben.
W. Gerok, Freiburg
Steuertipp
Aufwendungen für PC als
Werbungskosten
Wird der von einem Arbeitnehmer privat angeschaffte PC beruflich genutzt, so können die
damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen als
Werbungskosten (Arbeitsmittel) bei den Einkünften aus
nichtselbstständiger Arbeit abgezogen werden. Zu den Folgen einer privaten Mitbenutzung hat der Bundesfinanzhof
jetzt Stellung genommen.1
Soweit die private Mitbenutzung 10 v.H. nicht übersteigt, ist sie „unschädlich“,
d.h. die Aufwendungen können in voller Höhe geltend
gemacht werden.
Bei einer höheren privaten
Mitbenutzung werden die Auf4
BDI aktuell 08/09 – 2004
wendungen entsprechend gekürzt. Der Umfang der beruflichen Nutzung ist nachzuweisen bzw. glaubhaft zu machen;2
ggf. ist der Anteil unter Beachtung konkreter Anhaltspunkte
zu schätzen. Dabei kann nach
Auffassung des Gerichts aus
Vereinfachungsgründen von einem beruflichen Anteil in
Höhe von
50
v.H.
ausgegangen
werden.
Peripherie-Geräte
einer PCAnlage
(Monitor,
Drucker,
Scanner etc.) sind nach Auffassung des Bundesfinanzhofs
regelmäßig keine geringwertigen Wirtschaftsgüter, weil
sie nicht selbstständig nutzungsfähig sind.
Das bedeutet, dass die Anschaffungskosten z.B. von Druckern oder Scannern nicht
sofort im Jahr der Anschaffung,
sondern verteilt auf die
Nutzungsdauer von
regelmäßig drei
Jahren3 abgeschrieben
werden müssen, selbst
wenn sie 410
Euro (ohne
Umsatzsteuer)
nicht überschreiten. Etwas anderes gilt für Kombinationsgeräte (Drucker/Scanner/Fax);
diese Geräte können auch ohne
PC z.B. zum Faxen oder Kopieren verwendet werden, so
dass hier eine Sofortabschreibung als geringwertiges Wirtschaftsgut möglich ist, wenn die
Grenze von 410 Euro nicht
überschritten wird.
1
2
3
Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 135/01
Vgl. FinMin Nordrhein-Westfalen, Erlass vom
14. Februar 2002 – S 2354 – 1 – V B 3
Vgl. BMF-Schreiben vom 15. Dezember 2000 –
IV D 2 – S 1551 – 188/00 (BStBl 2000 I S.
1532)
Aus: Informationsbrief
Steuerberater, 07/2004
BDI aktuell
European Manual of Internal Medicine zu gewinnen
Sagen Sie uns mal so richtig die Meinung!
nicht immer einfach umzusetzen. Diskussionen
mit unseren Mitgliedern
zeigen immer wieder,
dass deren Bedürfnisse
und Wünsche zum Teil
beachtlich divergieren.
Damit wir vor diesem
1 Wie nützlich sind die Informationen zu medizinischen Themen, die Sie über die
1
2
3
4
5
6
2 Wie nützlich sind die Informationen zu medizinischen Themen, die Sie über „BDI
1
2
3
4
5
6
3 Wie nützlich sind für Sie die Informationen über Gesundheitspolitik, Recht und
1
2
3
4
5
6
4 Wie beurteilen Sie generell die Service-Angebote des BDI (einschließlich der
1
2
3
4
5
6
Zeitschrift „Der Internist“ (Springer-Verlag) erhalten? Bitte bewerten Sie – ähnlich
wie bei Schulnoten – auf einer Skala von 1 bis 6 (1= sehr nützlich, 6= völlig
unbrauchbar).
aktuell“ – Sie halten ein Exemplar in Händen – erhalten? Bitte bewerten Sie –
ähnlich wie bei Schulnoten – auf einer Skala von 1 bis 6 (1= sehr nützlich, 6= völlig
unbrauchbar).
Wirtschaft, die Sie über „BDI aktuell“ erhalten? Bitte bewerten Sie – ähnlich
wie bei Schulnoten – auf einer Skala von 1 bis 6 (1= sehr nützlich, 6= völlig
unbrauchbar).
Kongress- und Fortbildungsangebote) für seine Mitglieder? Bewerten Sie bitte
auch hier wieder mit Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend).
5 Was erwarten Sie als Mitglied von Ihrem Berufsverband (bitte skalieren von 1= sehr wichtig bis 6= völlig unwichtig):
1
2
3
4
5
6
Regelmäßige Informationen zu allen Aspekten der Berufsausübung
Preiswerte und attraktive Fortbildungsangebote
Service wie beispielsweise Musterverträge oder Rechtsberatung
Unterstützung bei Fragen der neuen Versorgungs- und Kooperationsformen
Intensive Kontakte zu Gesundheitspolitikern auf allen Ebenen
Einfluss in den Organen der Selbstverwaltung (Ärztekammer, KV)
Die Darstellung des Internisten in den öffentlichen Medien
Verhandlungen mit den Kassen über Verträge zu neuen
Versorgungsformen (z.B. DMP oder integrierte Versorgung)
Angebote von Wirtschaftsgütern und Versicherungen
6 Bei innerärztlichen Auseinandersetzungen (wie beispielsweise zur Weiterbildungsordnung) mit
Bundesärztekammer, Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen oder anderen Verbänden sollte der BDI
seine Positionen aggressiver vertreten
den bisherigen Stil der Auseinandersetzung beibehalten
mehr Kompromissbereitschaft zeigen
7 Auf welchen Gebieten sollte der BDI seine Aktivitäten verstärken, in gleichem Umfang beibehalten oder reduzieren?
(Bitte für jeden einzelnen Punkt bewerten)
stärker
gleich reduziert
Fortbildungsveranstaltungen
Informationen und Kurse über Probleme neuer Versorgungsformen
(integrierte Versorgung, Gesundheitszentren etc.)
Gespräche und Verhandlungen mit Kassen über neue Versorgungsformen und
die Beteiligung der Internisten an diesen Versorgungsformen
Informationen über die Auswirkung der Europäischen Union auf das Gesundheitswesen
Darstellung der Internisten in den ärztlichen Fachzeitungen und -Zeitschriften
Darstellung der Internisten und ihrer Arbeitsweise in den Publikumsmedien
Vertretung internistischer Interessen in den Ärztlichen Körperschaften (Kammer,
KV, Bundesärztetag etc.)
Vertretung internistischer Interessen bei der Politik
Auseinandersetzung um die Weiterbildung und den „Facharzt für Innere und
Allgemeinmedizin (Hausarzt)“ und die Abschaffung des Allgemeininternisten
8 Womit sind Sie unzufrieden? (Mehrfachwahl ist möglich)
Mit der politischen Arbeit des BDI innerhalb der Ärzteschaft
Mit der Interessenvertretung aller Internisten gegenüber der Gesundheitspolitik
Mit der Interessenvertretung der Internisten am Krankenhaus
Mit der Interessenvertretung der niedergelassenen fachärztlichen Internisten
Mit der Interessenvertretung der niedergelassenen hausärztlichen Internisten
Mit der Art und Weise, wie die Internisten in den Medien dargestellt werden
9 Bitte kreuzen Sie an, wie Sie als Mitglied mit der Arbeit und den Leistungen
des BDI insgesamt zufrieden sind (von 1=sehr zufrieden bis 6= sehr unzufrieden).
10 Ich bin
Anschrift:
1
2
in der Weiterbildung zum Internisten
Facharzt für Innere Medizin an einem Krankenhaus / an einer Klinik
niedergelassener Internist mit Schwerpunkt im fachärztlichen Versorgungsbereich
niedergelassener Internist ohne Schwerpunkt im fachärztlichen Versorgungsbereich
niedergelassener Internist im hausärztlichen Versorgungsbereich
sonstige Tätigkeit
Hintergrund die Arbeit
des BDI für Sie noch besser justieren können,
wenden wir uns heute
mit einer Bitte an Sie:
Füllen Sie den nebenstehenden Fragebogen aus
und senden oder faxen
Sie ihn an die BDI-Geschäftsstelle zurück.
Wir haben uns trotz der
komplexen Materie ganz
bewusst auf wenige Fragen beschränkt, die uns
einerseits einen Eindruck
von Ihren Vorstellungen,
Ihren Bedürfnissen und
Ihrer Kritik vermitteln,
andererseits aber auch
Ihre Zeit nicht unmäßig
in Anspruch nehmen.
Das Ausfüllen dauert nur
einige Minuten, die Ihrem Berufsverband und
damit letztliche allen Internisten zugute kommen. Deswegen unsere
herzliche Bitte: Nehmen
Sie sich diese Zeit und
sagen Sie uns mal so richtig die Meinung. Falls Sie
am Ende des Fragebogens Ihre Anschrift notieren, haben Sie zudem
die Chance ein European
Manual of Internal Medicine zu gewinnen: Wir
verlosen unter den Einsendern 8 Exemplare
dieses zweibändigen
Werkes, in dem die internistische Diagnostik
und Therapie auf
insgesamt 866 Seiten abgehandelt wird.
Den ausgefüllten Fragebogen bitte faxen an
0611 - 181 33 15
oder per Post senden an
3
4
5
6
Berufsverband
Deutscher Internisten
Schöne Aussicht 5
65193 Wiesbaden
Wir bedanken uns
schon heute für Ihre Unterstützung unserer Arbeit für die Deutschen Internisten!
Grundsatz ist allerdings
in den heutigen berufspolitsch außerdordentlich bewegten Zeiten
Klare Sache: Der BDI ist
für seine Mitglieder da.
Dieser einfache und
selbstverständliche
BDI aktuell 08/09 – 2004
5
BDI aktuell
Gesundheitswesen
Medizin
Krankenhäuser und junge Kollegen müssen Übergang schaffen
AiP wird zum 1. Oktober abgeschafft
– und was dann?
Mit dem Gesetz zur Änderung
der Bundesärzteordnung und
anderer Gesetze wird die
Arzt-im-Praktikum-Phase
zum 01.10.2004 abgeschafft.
Die Abschaffung des AiP und
adäquate Refinanzierungstatbestände wurden u. a. von
der Deutschen Krankenhausgesellschaft eingefordert, um
die Attraktivität der ärztlichen
Berufsausübung zu steigern
und damit dem drohenden
Ärztemangel entgegenzuwirken. Allerdings besteht offenkundig weiterhin Informationsbedarf bei Krankenhäusern, jungen Medizinern und
Krankenkassen hinsichtlich
des Wegfalls der AiP-Phase.
Vor diesem Hintergrund
wurde am 20.07.2004 eine
gemeinsame Erklärung von
Marburger Bund, Spitzen-
verbänden der Krankenkassen und Deutscher Krankenhausgesellschaft mit folgenden Zielen verabschiedet:
1. Die AiP-Phase in den Krankenhäusern mit dem
01.10.2004 endgültig abzuschaffen. Die Partner
dieser Erklärung fordern
daher alle im AiP Befindlichen auf, rechtzeitig die
Approbation zu beantragen. Die zuständigen Approbationsbehörden werden aufgefordert, zu gewährleisten, dass alle beantragten Approbationen
zum 01.10.2004 erteilt
werden.
2. Berechtigte Interessen aller
Betroffenen nicht zu tangieren. Dies wird nur erreicht,
wenn die Krankenhäuser
den bei ihnen beschäftigten
AiP´lern – soweit diese es
wünschen – Vertragsverhältnisse als Arzt/Ärztin anbieten. Die Partner dieser
Erklärung empfehlen, bis
zur Erteilung der Approbation das Ausbildungsverhältnis als Arzt-im-Praktikum
nicht zu beenden. Nach Erteilung der Approbation gilt
Satz 2 entsprechend.
3. Die Finanzierung der entstehenden Mehrkosten nach
den gesetzlichen Vorgaben
sicherzustellen. Trotz der finanziellen Belastungen haben die Krankenkassen dafür
Sorge zu tragen, dass in den
Budgetverhandlungen
rechtskonform eine volle Finanzierung – bzw. soweit die
Krankenhäuser in Vorleistung getreten sind – eine Refinanzierung der nachgewiesenen Kosten vorgenommen
wird. Die Krankenhäuser haben die hierfür bereitgestellten Mittel im Rahmen der
internen Budgetierung
zweckgerichtet einzusetzen.
In diesem Zusammenhang
wird die mit der Stichtagsrege-
lung und der Refinanzierung
verbundene Problematik sowie
die Position der DKG hierzu
dargestellt.
Echte Stichtagsregelung
Der ursprüngliche Gesetzentwurf sah eine unechte Stichtagsregelung vor, nach der Studierende, die vor dem
01.10.2004 ihr Humanmedizinstudium mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
erfolgreich abgeschlossen haben, noch die AiP-Phase hätten absolvieren müssen. Die
DKG hatte eine echte Stichtagsregelung seit längerem und
gemeinsam mit der Bundesärztekammer und dem Marburger Bund gefordert, um ein
wenig fruchtbares Nebeneinander von AiP’lern und neuen
Assistenzärzten und einen zeitlichen Aufschub der Examen
der Studierenden zu vermeiden.
Der Deutsche Bundestag hat
auf Empfehlung des Ausschusses für Gesundheit und Soziale
Sicherung den Gesetz-
BDI begrüßt
Absicherung der
Ärzte im Praktikum
Der BDI begrüßt die Erklärung der Krankenkassen, dass
sie bei den Budgetverhandlungen mit den Krankenhäusern die Kosten für die Umwandlung der AiP-Stellen in
Assistenzarztstellen zu berücksichtigen und zu refinanzieren haben.
BDI-Vizepräsident Professor Malte Ludwig wies darauf hin,
dass die Abschaffung des AiP bei den Betroffenen erhebliche
Verunsicherung und Sorgen verursacht habe. Mit der Klarstellung der Kassenverbände ist laut Ludwig nun deutlich
geworden, dass kein derzeitiger AiP einfach vor die Tür
gesetzt werden muss. Die Kliniken sollten alle derzeitigen
Stellenpläne dokumentieren, um den Kassen exakt nachweisen zu können, wie viele neue Assistentenstellen durch
die Übernahme der Ärzte im Praktikum geschaffen werden
mussten. „Sollte es dennoch im Einzelfall Probleme geben“,
erklärte Ludwig, „können sich betroffene BDI-Mitglieder
selbstverständlich immer an unsere Geschäftsstelle wenden. Wir werden sie nach Kräften unterstützen.“
6
BDI aktuell 08/09 – 2004
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 6
entwurf modifiziert und eine
echte Stichtagsregelung eingeführt. Damit müssen auch Studierende, die vor dem Stichtag ihr Studium der Humanmedizin mit Bestehen des
Dritten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung absolviert haben,
ab dem 01.10.2004 keine Tätigkeit mehr als AiP ableisten.
Die Auswirkungen der echten Stichtagsregelung sind
punktuell in arbeits- und tarifrechtlicher Hinsicht umstritten.
Aus Sicht der DKG haben die
am 30.09.2004 in der AiP-Phase befindlichen Ärzte grundsätzlich keinen tariflichen oder gesetzlichen Anspruch darauf, bis
zum Ablauf der ursprünglich
vereinbarten AiP-Phase als Arzt
beschäftigt zu werden oder einen befristeten bzw. unbefristeten Anschlussvertrag als Arzt
zu erhalten. Sofern die AiP’ler
keine Approbation beantragen,
führt dies grundsätzlich nicht zu
einem Fortbestand der AiP-Verhältnisse. Die DKG empfiehlt
den Krankenhausträgern, den
im AiP befindlichen Ärzten ein
Vertragsverhältnis als Arzt ab
dem 01.10.2004 anzubieten. In
den Einzelfällen bei denen keine einvernehmliche Lösung zwischen AiP’ler und Krankenhausträger erzielt wird, verbleibt die
Möglichkeit einer Kündigung.
Dies kann beispielsweise der Fall
sein, wenn der AiP’ler die Beantragung seiner Approbation
nicht betreibt.
Schnell Antrag auf
Approbation stellen
In diesem Zusammenhang ist
darauf hinzuweisen, dass
durch den Wegfall der AiPPhase die Approbation unmittelbar nach Beendigung des
Studiums erteilt werden kann.
Deshalb sollten insbesondere
diejenigen, die jetzt noch in
der AiP-Phase sind, frühstmöglich ihren Antrag auf Erteilung der Approbation einreichen. Ohne Vorlage der
Approbation am 01.10.2004
kann eine Tätigkeit als Arzt
nicht erfolgen. Zudem besteht
die Möglichkeit eines Widerrufs der Teilapprobation.
Lediglich in Einzelfällen, bei
denen die Approbation
zum 01.10.2004 trotz frühzeitiger Beantragung noch
nicht vorliegt, empfiehlt die
DKG entsprechend der gemeinsamen Erklärung bis
zur Erteilung der Approbation das Ausbildungsverhältnis als AiP nicht zu beenden. Sofern alle Seiten ein
Interesse an der Begründung
eines Beschäftigungsverhältnisses als Arzt haben, sieht die
DKG hierin eine akzeptable
und zeitlich begrenzte Übergangslösung.
Refinanzierung der
Mehrkosten
Die Abschaffung der AiPPhase ist mit nennenswerten
Mehrkosten für die Krankenhäuser verbunden. Die in der
Gesetzesbegründung aufgeführten Mehrkosten von rund
300 Millionen € pro Jahr (ca.
29.000 € Vergütungsdifferenz
zwischen AiP und Assistenzarzt) entsprechen den Berechnungen der DKG. Der
Gesetzgeber ist den Forderungen der DKG, entsprechende Refinanzierungstatbestände rechtlich zu verankern,
in vollem Umfang nachgekommen. Folgende gesetzliche Bestimmungen, die im
Rahmen des Gesetzes zur
Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung
realisiert wurden, sind maßgeblich:
§ 6 Abs. 1 Satz 4 Nr. 8
BPflV
„Der Gesamtbetrag darf den
um die maßgebliche Rate veränderten Gesamtbetrag des Vorjahres nur überschreiten, soweit
die folgenden Tatbestände dies
erforderlich machen: >...@ zusätzliche Kosten im Falle der Abschaffung des Arztes im Praktikum“
§ 4 Abs. 14 KHEntgG
„Mehrkosten im Falle der Abschaffung des Arztes im Praktikum werden in den Jahren 2004
bis 2006 außerhalb des Erlösbudgets und der Erlössumme
nach § 6 Abs. 3 durch einen
Zuschlag auf die abgerechnete
Höhe der DRG-Fallpauschalen
und die Zusatzentgelte (§ 3
Abs. 3 Satz 4 Nr. 1) sowie auf
die sonstigen Entgelte nach §
6 Abs. 1 Satz 1 finanziert. Die
Höhe des Zuschlags ist anhand
eines Vomhundertsatzes zu berechnen, der aus dem Verhältnis der Mehrkosten einerseits
sowie der Summe aus Erlösbudget und Erlössumme nach § 6
Abs. 3 andererseits zu ermitteln und von den Vertragsparteien zu vereinbaren ist. Kommt
eine Vereinbarung nicht zustande, entscheidet die Schiedsstelle nach § 13 auf Antrag einer
Vertragspartei […].“
§ 10 Abs. 7 KHEntgG
„In den ab dem 1. Januar 2007
geltenden Basisfallwert sind
Mehrkosten im Falle der Abschaffung des Arztes im Praktikum in Höhe der von den Krankenhäusern im Lande nach § 4
Abs. 14 insgesamt abgerechneten Zuschläge einzurechnen
[…].“
Vor dem Hintergrund der
beschlossenen echten Stichtagsregelung erfolgte durch
das Gesetz zur Änderung der
Bundesärzteordnung und anderer Gesetze eine erneute
Änderung durch Ergänzung §
6 Abs. 1 Satz 4 Nr. 8 BPflV
und § 4 Abs. 14 KHEntgG.
Diese ermöglicht, bereits im
Jahr 2004 anfallende und
noch nicht refinanzierte
Mehrkosten im Jahr 2005 geltend zu machen.
Die gesetzliche Basis, für
die entstehenden Mehrkosten eine Refinanzierung zu
erhalten und zwar außerhalb
der Budgetrestriktionen, ist
somit geschaffen. Dabei sind
die tatsächlich entstehenden
Mehrkosten maßgeblich, die
von den im Gesetz genannten Durchschnittskosten von
ca. 29.000 € pro Jahr in der
Regel abweichen werden.
Krankenhäuser, die zum
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BDI aktuell 08/09 – 2004
7
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 7
01.10.2004 den Ärzten im
Praktikum ein Arbeitsverhältnis als Arzt anbieten, treten
bezüglich der Mehrkosten
gewissermaßen in Vorleistung. Sie sind darauf angewiesen, dass diese Mehrkosten
von den Kostenträgern voll
und umgehend refinanziert
werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die
Krankenhausträger nicht zu
Medizin
Finanzen
einer unvollständigen Umwandlung von AiP-Stellen in
Assistenzarztstellen aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen werden.
Die Partner der gemeinsamen
Erklärung wirken dieser Gefahr
entgegen, in dem die gesetzlichen Refinanzierungstatbestände nochmals klargestellt werden. Die DKG hofft daher, dass
die Umsetzung des geltenden
Rechts in den Budget- und Pflegesatzverhandlungen vor Ort
ohne größere Probleme verläuft.
In Kenntnis der obigen Problematik appelliert die DKG an
die verantwortlichen Akteure,
eine reibungslose Abschaffung
des AiP sicherzustellen. Die
gesetzlichen Regelungen sollten
im Sinne der gemeinsamen Erklärung ausgefüllt werden.
Dr. Martin Walger
Geschäftsführer in der DKG,
Dezernat Personalwesen/Krankenhausorganisation
Dr. Thomas Hurlebaus
Referent in der DKG
Deutsche Krankenhausgesellschaft
Wegelystr. 3
10623 Berlin
Steuertipp
Die Absetzbarkeit von Fortbildungskosten
Seit Inkrafttreten des GKVModernisierungsgesetzes sind
Vertragsärzte gesetzlich dazu
verpflichtet, sich regelmäßig
fachlich fortzubilden und der
Kassenärztlichen Vereinigung
alle fünf Jahre einen entsprechenden Nachweis vorzulegen
(§ 95 d SGB V). Auch Fachärzte am Krankenhaus sind gesetzlich zur Fortbildung verpflichtet; Umfang und Inhalt dieser
Fortbildung werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss
unter Beteiligung der Bundesärztekammer noch bestimmt
(§ 137 SGB V).
1. Bei Einkünften aus
selbstständiger Tätigkeit sind grundsätzlich
Aufwendungen für die
Aus- und Fortbildung als
Betriebsausgaben voll
abzugsfähig.
Über die originären Seminargebühren hinaus sind alle mit
der Fortbildungsveranstaltung
unmittelbar zusammenhängenden Kosten als Betriebsausgaben voll abzugsfähig. Die Kosten für Fortbildungsreisen sind
jedoch nur dann Betriebsausgaben, wenn den Teilnehmern
nicht lediglich berufliche Allgemeinkenntnisse vermittelt werden und wenn die Inhalte der
angebotenen Fortbildung für
die ausgeübte Berufstätigkeit
von besonderer Bedeutung ist
(vgl. BFH IV R 90/73, BStBl II
77, S. 54).
Bei den durch die Landesärztekammern zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen und der
8
BDI aktuell 08/09 – 2004
nunmehr geltenden gesetzlichen
Pflicht zur Fortbildung gemäß §
95 d SGB V dürfte an der besonderen Bedeutung für den ausgeübten Beruf der niedergelassenen Ärzte kein Zweifel seitens
der Finanzverwaltung bestehen.
Die Kosten für die Reise zu
der Fortbildungsveranstaltung
selbst können nur dann als Betriebsausgaben anerkannt werden, wenn die Reise ausschließlich oder weitaus überwiegend
betrieblich oder beruflich veranlasst ist. Aufwendungen für
eine Studienreise z.B. in ein fernöstliches Land sind nur dann abziehbar, wenn ein konkreter
Bezug zur beruflichen Tätigkeit
des jeweiligen Teilnehmers besteht. Dies ist nur dann der Fall,
wenn die Reise durch die besonderen Belange des Berufes
oder der speziellen Tätigkeit
veranlasst ist (vgl. BFH vom
22.01.1993, BStBl II 93, S. 612).
So sind z.B. die Aufwendungen
für die Teilnahme an einem
Fachsymposium auf einem Passagierschiff nur in Höhe der Seminargebühren abzugsfähig
(BFH IV R 57/87; BStBl II 89, S.
19), ebenso wenn ein Urlaubsaufenthalt am Ort der Fortbildungsveranstaltung vorangegangen ist (BFH IV R 27/91; BStBl II
92, S. 898).
Das Halten eines Fachvortrags
indiziert zwar in der Regel die
berufliche Veranlassung einer
Kongressreise, eine solche
Schlussfolgerung ist jedoch
nicht zwingend (vgl. BFH IV R
39/90, BStBl II 97, S. 357; VI R
10/97 BFH/NV 98, S. 157). Erhebliche Bedenken bestanden
z.B. gegen die berufliche Veranlassung des Besuchs eines
Ärztekongresses, wenn dieser
nur 4 1/2 Tage dauert und die
Hin- und Rückreise mit dem
Schiff 16 Tage beansprucht (vgl.
BFH vom 1.04.1971, BStBl II
71, S. 524).
Als Reisekosten bezüglich
der Fortbildungsveranstaltung können abgezogen
werden:
die Fahrtkosten in der
nachgewiesenen Höhe.
Der Nachweis ist durch
Vorlage der Fahrkarten,
Quittung von Reisebüros oder Tankstellen
usw. zu führen;
die Unterkunftskosten
in der nachgewiesenen
Höhe. Die Quittung des
Hotels, Gasthofes usw.
muss auf den Namen
des Steuerpflichtigen
lauten. Die Kosten des
Frühstücks gehören zu
den Aufwendungen für
Verpflegung. Der Gesamtpreis für Unterkunft und Frühstück ist
bei einer Übernachtung
im Inland um Euro 4,50
und bei einer Übernachtung im Ausland um 20
Prozent des für den Unterkunftsort maßgebenden Pauschbetrags für
Verpflegungsmehraufwendungen bei einer
mehrtägigen Geschäftsreise zu kürzen, wenn
die Zahlungsbelege für
die Übernachtungskosten nur einen Gesamtpreis für Unterkunft und
Frühstück ausweisen;
die Mehraufwendung für
Verpflegung aus Anlass
der Geschäftsreise. Die
Mehraufwendungen sind
nur in den Grenzen des §
4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5
EStG, d.h. bei Inlandsreisen nur mit den derzeit
gültigen Pauschbeträgen
abziehbar. Aufwendungen für die Bewirtung und
Unterhaltung von Geschäftsfreunden gehören
nicht zu den Reisekosten;
die Nebenkosten in der
nachgewiesenen und
glaubhaft gemachten
Höhe. Zu den Nebenkosten gehören z.B. Kosten
für die Beförderung und
Aufbewahrung von Gepäck, für eine Flugversicherung, für Telefon, Telegramm, Porto, Garage,
Parkplatz sowie für die
Benutzung von Straßenbahnen und Kraftwagen
am Reiseort.
2. Bei Einkünften aus nicht
selbstständiger Tätigkeit
sind Ausgaben für die
Aus- und Fortbildung
grundsätzlich als Werbekosten absetzbar.
Voraussetzung hierfür ist, dass
die Bildungsmaßnahme hinreichend beruflich veranlasst ist.
Ein beruflicher Veranlassungszusammenhang liegt vor,
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 8
wenn die Bildungsmaßnahme
objektiv im Zusammenhang mit
dem ausgeübten Beruf steht und
der Steuerpflichtige an der Bildungsmaßnahme teilnimmt, um
in seinem Beruf besser voranzukommen, seine beruflichen
Kenntnisse zu erweitern und
seine Stellung im Unternehmen
des Arbeitgebers zu festigen.
Bei der jetzt geltenden Pflicht
zur Fortbildung für angestellte
Ärzte im niedergelassenen wie im
Krankenhausbereich dürfte die
unmittelbare berufliche Veranlassung bei zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen durch die
Landesärztekammer nicht in
Medizin
Medizin
Zweifel gezogen werden. Die
diesbezüglichen Reisekosten sind
analog zu den oben genannten
Grundsätzen steuerlich als Werbungskosten absetzbar. Auch hier
gilt die Grundregel, dass, wenn
die Fortbildungsmaßnahme im
Rahmen einer Reise stattfindet,
z.B. in einem beliebten Touristikort oder auf einem Schiff, darauf
abzustellen ist, ob die Fortbildungsmaßnahme so im Vordergrund gestanden hat, dass der private (Erholungs-)Aspekt keine
oder nur eine untergeordnete
Rolle gespielt hat (vgl. BFH vom
14.07.1988, BStBl II 89, S. 19;
BFH vom 09.03.1990, BStBl II 90,
S. 711; BFH vom 05.09.1990,
BStBl II 90, S. 1059).
Übernimmt der Arbeitgeber
die Kosten für die Fortbildungsveranstaltung, stellt sich die
Frage, ob hier durch den geldwerten Vorteil ein Arbeitslohn
vorliegen könnte.
Liegt die Fortbildungsmaßnahme im ganz überwiegenden Interesse des Arbeitgebers, kann
dieser auf dreierlei Weise steuerfrei gegenüber dem Arbeitnehmer diese Leistung erbringen:
als Sachleistung, indem er
die Fortbildungsmaßnahme
selbst durchführt und finanziert;
durch Abrechnung der
Kosten gegenüber dem
fremden Unternehmen,
das die Fortbildung durchführt;
durch Erstattung der dem
Arbeitnehmer anlässlich
der Fortbildung entstandenen Kosten.
Auch hier dürfte auf Grund
der zwingenden gesetzlichen
Vorgabe kein Zweifel an dem
ganz überwiegenden Interesse
des Arbeitgebers an der Fortbildung seiner angestellten Ärzte bestehen.
Rü
Alten- und Pflegeheime
Komplett-Desinfektion nicht angezeigt
Alten- und Pflegeheime lassen sich aus Kostengründen
oft durch so genannte Fachberater der Desinfektionsmittelhersteller beraten und
Hygienepläne erarbeiten. In
der Regel wird in diesen Plänen ein Übermaß an Desinfektionsmaßnahmen empfohlen, ohne Rücksicht auf
zunehmende Allergisierung
der Bewohner oder Umweltaspekte.
Medizin
Medizin
So empfiehlt die Firma Ecolab
die Desinfektion von Bettgestellen, Nachtschränken, Türgriffen,
Schaltern, Sanitärbereichen, Wäschesammlern, Einfüllöffnungen
und Frontseiten von Waschmaschinen und Trocknern. In allen
diesen Fällen genügt aus hygienischen Gründen eine Reinigung
mit einem umweltfreundlichen
Mittel ohne Zusatz von desinfizierenden Stoffen. Auch das
Waschbecken in Toiletten soll
angeblich desinfizierend gereinigt
werden.
Schmutz und Bakterien in
Toiletten- oder Waschbecken
mit Desinfektionsmitteln zu
verfolgen, ist jedoch hygienischer Unsinn.
Sogar die Fußböden von Alten- und Pflegeheimen sollen
gemäß Firmenempfehlung regelmäßig desinfizierend gesäubert werden. Dies widerspricht
den neuesten Empfehlungen
des Robert Koch-Instituts zur
Reinigung und Flächendesinfektion im Krankenhaus: Auf Allgemeinstationen, und diese
entsprechen ungefähr Altenund Pflegeheimen, soll nur eine
Reinigung des Fußbodens, nicht
aber Desinfektion durchgeführt
werden.
F. Daschner, Freiburg
in: arznei-telegramm, Berlin,7/2004
Tel.: 030 / 79 49 02-0
Fax: 030 / 79 49 02-20
http://www.arznei-telegramm.de
Koronarintervention
Macht Vorbehandlung mit Clopidogrel
Abciximab wirkungslos?
Die periinterventionelle Gabe
von GP-IIb/IIIa-Rezeptor-Antagonisten (GP-RA: Abciximab =
ReoPro®, Tirofiban = Aggrastat®, Eptifibatid = Integrilin®)
bei akuten Koronarsyndromen
zur Verminderung thrombotischer Komplikationen ist
vielerorts üblich geworden. Die
anschließende einmonatige
Gabe von ADP-Rezeptor-Antagonisten (ADP-RA: Ticlopidin,
Clopidogrel = Iscover®, Plavix®) soll nach einer Stent-Implantation die Häufigkeit von
lokalen Thrombosen und
Restenosen vermindern.
Der Arzneimittelbrief, Berlin,
referiert eine Studie von Kastrati A. et al. zur Kombination
beider Anwendungen, die wir
im Folgenden auszugsweise
wiedergeben.
„Da die meisten Studien mit
GP-RA noch ohne die
mittlerweile übliche Vorbehandlung mit ADP-RA durchgeführt
wurden, ist unklar, inwieweit
diese Vorbehandlung, z.B. mit
hochdosiertem Clopidogrel,
den Nutzen der GP-RA beeinflusst. Es wäre sowohl denkbar,
dass durch eine Vorbehandlung
mit Clopidogrel der Effekt von
GP-RA noch größer wird, aber
auch, dass der Effekt der teuren GP-RA kleiner wird, weil
die Hemmung der Thrombozyten durch Clopidogrel bereits
ausreichend ist.
Die nun publizierte ISARREACT-Studie 5 ging dieser
wichtigen Frage nach. (…) In
ISAR-REACT wurden multizentrisch zwischen Mai 2000
und Februar 2003 insgesamt
2.159 Patienten (mittleres Alter 66 Jahre, 76% Männer,
20% Typ-2-Diabetiker) mit
geplanter Koronarintervention eingeschlossen. Patienten
mit akuten Koronarsyndromen, also der eigentlichen Indikation für GP-RA, waren
von der Studie ausgeschlossen.
Alle Patienten erhielten
mindestens zwei Stunden (Median 7,4 h) vor dem Eingriff 600
mg Clopidogrel und 235-500
mg Azetylsalizylsäure p.o. Nach
angiographischer Darstellung
der Stenose erfolgte die 1:1Randomisierung in zwei Therapiearme: Gruppe 1 (n =
1079) erhielt Abciximab- und
Heparin- (70 l.U./kg) Infusionen über 12 h und GrupBDI aktuell 08/09 – 2004
9
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 9
pe 2 (n = 1080) erhielt einen
Plazebo-Bolus, gefolgt von einer Infusion über 12 h, und einmalig einen Heparin-Bolus (140
l.U./kg).
(…)
Fazit: Bei Vorbehandlung
mit einer hohen Dosis Clopi-
Gesundheitswesen
Medizin
dogrel (600 mg) ist die Gabe
von Abciximab nach StentImplantation wirkungslos. Ob
man unter diesen Bedingungen auch bei akuten Koronarsyndromen zukünftig zumindest teilweise auf die teuren GP-IIb/IIIa-Rezeptor-An-
tagonisten verzichten kann,
muss in Folgestudien geklärt
werden.
5
Kastrati, A., et al.: (ISAR-REACT –
Intracoronary Stenting and Antithrombotic
Regimen – Rapid Early Action for Coronary
Treatment): N. Engl. J. Med. 2004; 350: 232
Aus: Der Arzneimittelbrief Berlin
04/2004
Tel.: 030/7452047
Fax: 030/453066
Internet: http://www.derarzneimittelbrief.de
Neue Organisation
Prüfungs- und Beschwerdeausschüsse
werden Behörden
Die Bundesregierung hat mit
Zustimmung des Bundesrats in
einer Rechtsverordnung die
Wirtschaftlichkeitsprüfung für
Ärzte neu organisiert. Die
Wirtschaftlichkeitsprüfung nehmen künftig selbstständige
„Prüfbehörden“ wahr. Die Leitung obliegt den neutralen Vorsitzenden des Prüfungs- und
Beschwerdeausschusses. An
Stelle der bisherigen vertraglichen Prüfvereinbarung
zwischen KVen und Kassen
regelt nun die Rechtsverordnung des Gesundheitsministeriums verbindlich:
1. die Geschäftsführung der
Prüfungs- und Beschwerdeausschüsse, insbesondere
die Bildung und Besetzung
der Prüfgremien;
2. die Aufgaben und die Entschädigung der Vorsitzenden der Ausschüsse;
3. die Pflichten der Mitglieder
der Ausschüsse;
4. die anteilige Übernahme der
voraussichtlich steigenden
Kosten der Prüfungseinrichtungen durch die KVen und
die Krankenkassen.
Die wichtigsten Punkte
dieser Rechtsverordnung:
Der Prüfungs- und der Beschwerdeausschuss sind
jeweils als organisatorisch
selbstständige Einrichtungen
von den KVen und den
Krankenkassenverbänden
einzurichten. Sie sind als
Behörden im verfahrensrechtlichen Sinne beteiligtenfähig.
10
BDI aktuell 08/09 – 2004
(…)
Die Prüfungs- und Beschwerdeausschüsse bestehen aus einem unparteiischen Vorsitzenden und
mindestens jeweils drei –
höchstens jeweils sechs –
Vertretern der KVen und
Krankenkassen.
Der Vorsitzende ist für die
Durchführung der Aufgaben
des Ausschusses verantwortlich. Er führt die laufenden Geschäfte des Ausschusses und bedient sich
hierzu der Geschäftsstelle.
Insbesondere hat der Vorsitzende:
soweit erforderlich, unabhängige Sachverständige mit der Erstellung von Gutachten zu
beauftragen,
in Zusammenarbeit mit
der Geschäftsstelle die
Entscheidung vorzubereiten, einschließlich der Anforderung von Angaben
und Beweismitteln von
den Beteiligten sowie der
Zustellung von Anträgen
und Schriftsätzen an die
Beteiligten.
(…)
Schon die Wahl der Vorsitzenden der Prüfungs- und
Beschwerdeausschüsse kann
zum Diskurs mit den Krankenkassen führen. Wird keine Einigung erzielt, entscheidet die Aufsichtsbehörde.
(…)
Die Prüfungsgremien entscheiden sowohl bei der Honorar- als auch bei der Richtgrößenprüfung mit Mehrheit
ihrer Mitglieder. Die Mitglieder
der Ausschüsse sind gegenüber
den sie entsendenden Organisationen nicht weisungsgebunden. Bei Stimmengleichheit
zwischen den Vertretern der
KVen und denen der Krankenkassen gibt die Stimme des un-
parteiischen Vorsitzenden den
Ausschlag. (…)
Die KVen und die Landesverbände der Krankenkassen haben keinen unmittelbaren Einfluss auf die Arbeit der Geschäftsstelle.
Aus: DgD, 13/2004
Zur Abwechslung...
Ausflüchte
Zum Werke der Barmherzigkeit
Ist stets ein guter Mensch bereit:
Er wird mit Blumen, Obst und Kuchen
Demnächst den kranken Freund besuchen!
Doch weicht die erste zarte Regung
Der Übermacht von Überlegung:
Zeit kostets, Geld und Überwindung...
Die schlechte Straßenbahnverbindung...
’s ist erst die Frage, ob und wann
Man ihn besuchen darf und kann...
Vermutlich ist der Arzt dagegen...
Wie häufig kommt man ungelegen...
Er braucht die Schüssel grad – wie peinlich...
Am liebsten schläft er, höchstwahrscheinlich.
Vielleicht ist arg er überlaufen,
Hat Blumen, Bücher schon in Haufen.
Ich frag doch vorher den Professer...
Die nächste Woche läg mir besser.
Die Luft im Krankenhause haß ich –
Ich glaub, das Ganze unterlaß ich...
Vielleicht kommt demnächst er heraus
Und ich besuch ihn dann zu Haus...Heraus nun kommt der Kranke zwar,
doch leider auf der Totenbahr.
Die Frage bleibt sich schier die gleiche:
Ob er wohl geht mit seiner Leiche?
Eugen Roth
BDI aktuell
Medizin
Wirtschaft
Die Sicht des Praxisberaters
„IGeL nicht nur nützlich, sondern
auch notwendig“
Von Dr. med. Bernhard Kleinken, PVS-Consult, Köln1
Manche Internisten sind
IGeL-Leistungen (IGeL) gegenüber kritisch eingestellt.
Nachfolgend wird dargestellt, warum IGeL nicht nur
nützlich, sondern sogar notwendig sind.
„IGeL sind aus
gesundheitspolitischer
und wirtschaftlicher Sicht
nützlich“
Nicht anders als bei der Rentenversorgung fällt es manchem schwer einzugestehen,
dass die wachsende Kluft zwischen finanziellen Ressourcen
der GKV und den medizinischen Möglichkeiten zu Ausgrenzungen von „verzichtbaren“ medizinischen Leistungen
aus der Leistungspflicht der
GKV führen muss. Dabei war
der Leistungsbereich der GKV
schon immer begrenzt (dazu
unten mehr), nur konnte man
dies früher ausblenden. Kaum
jemand stieß sich daran, wenn
Ärzte auch Nicht-GKV-Leistungen auf den Krankenschein abrechneten. Bei den Ärzten bestand keine wirtschaftliche
Notwendigkeit, Nicht-GKVLeistungen als Privatleistungen
abzurechnen. Die Einnahmen
aus der kassenärztlichen Tätigkeit waren zufrieden stellend
und warum sollte man sich mit
den damals noch an die Omnipotenz der GKV glaubenden
Patienten, mit der KV und
Krankenkassen auseinandersetzen?
In den neunziger Jahren wurden aber bei den Krankenkassen das Geld knapp und die
Erlöse aus der kassenärztlichen Tätigkeit relativ (in mancher Praxis auch absolut) rückläufig. Die KBV entdeckte bei
der Suche nach neuen „Ertragsbringern“ zwangsläufig
IGeL. Zwangsläufig deshalb,
weil die Erlöse aus der Behandlung „originärer“ Privatpatienten nur unwesentlich
steigen können. Der Anteil der
Privatpatienten an der Bevölkerung ist im ambulanten Bereich weitgehend konstant und
Privatpatienten zum Wechsel
in die eigene Praxis zu bewegen kaum möglich. Heute erreichen „IGeL-orientierte“
Ärzte mit IGeL Umsätze wie
in der originären Privatliquidation, „IGeL-Spezialisten“
sogar weit mehr. Da auch in
(absehbarer) Zukunft und
gleich nach welchen Honorierungsmodellen alle Versuche,
den Vertragsärzten zu mehr
Honorargerechtigkeit zu verhelfen, an die finanziellen
Grenzen der GKV stoßen,
werden IGeL keine vorübergehende Erscheinung sein.
„IGeL sind medizinisch
notwendig“
IGeL sind sogar notwendig:
Jeder Arzt möchte seinen Patienten die medizinisch optimale Versorgung zukommen lassen. Im GKV-Bereich ist sein
Leistungsspektrum aber durch
die Vorgaben des Sozialgesetzbuches eingeschränkt.
Es heißt „gesetzliche“ Krankenversicherung, weil das, wofür die GKV leistungspflichtig
ist und was Ärzte zu ihren Lasten erbringen dürfen, gesetzlich geregelt ist. Zum Beispiel
bestimmt das SGB V in den §§
25 ff., dass der Anspruch von
Versicherten auf Früherkennungsuntersuchungen sich nach
Richtlinien des Bundesausschusses bestimmt. Schlussfolgerung daraus ist: Was nicht in
den Richtlinien enthalten ist, ist
keine GKV-Leistung. Der Arzt
darf Früherkennungsleistungen
außerhalb der Richtlinien nicht
„auf Chipkarte“ abrechnen.
Dies wäre nach dem SGB und
dem Bundesmantelvertrag
(BMV) ein erheblicher Verstoß
gegen vertragsärztliche Pflichten, sogar ein Abrechnungsbetrug.
Die Richtlinien sind teils aber
fast 20 Jahre alt und entspre-
chen oft nicht dem Stand der
Medizin. Am Beispiel der Gesundheitsuntersuchung:
Danach sollen Versicherte ab
dem 40. Lebensjahr auf die
Notwendigkeit einer Bestimmung des Augeninnendrucks
hingewiesen werden. Die ist
dann aber nur als IGeL möglich. Eine GKV-Leistung wäre
die Tonometrie nämlich nur
dann, wenn eine Krankheit
oder ein konkreter Krankheitsverdacht vorläge. So will es
nämlich wiederum das SGB V,
das im § 11 bestimmt, dass
GKV-Leistungen nur die Behandlung von Krankheiten, die
Verhütung von Krankheiten
und deren Verschlimmerung
und die Früherkennung von
Krankheiten ist und in den
schon erwähnten §§ 25 ff. die
Früherkennungsuntersuchungen auf die Richtlinien-Inhalte
begrenzt. In keiner der Richtlinien findet sich aber die tonometrische Untersuchung der
Augen als GKV-Leistung. Das
System ist in Anspruch und
Wirklichkeit nicht deckungsgleich.
Krass zeigt sich das auch dann,
wenn Leistungen, die längst
dem Stand der Medizin entsprechen, erst Jahre nach der
„wissenschaftlichen Anerkennung“ in den GKV-Leistungsumfang aufgenommen werden.
Die Darmkrebs-Früherkennung durch Sigmoidoskopie
und Koloskopie war schon
1999 in der Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ der Deutschen
Gesellschaft für Verdauungsund Stoffwechselkrankheiten et
al. empfohlen worden. Verantwortungsvolle Ärzte, die dieses Darmkrebs-Screening als
IGeL anboten, wurden von sog.
Patientenvertretern und Verbraucherschützern jedoch als
„Abzocker“ beschimpft.
Ein anderer Grund für die
medizinische Notwendigkeit
von IGeL ist, dass nach § 87
SGB V nur im EBM enthaltene
Leistungen berechnet werden
dürfen und in Folgeregelungen,
dass der Bundesausschuss Vereinbarungen zur Durchführung
von vertragsärztlichen Leistungen zu treffen hat. So ist das
Ereignis-EKG (event-EKG)
zwar auf den ersten Blick noch
im EBM unter der Nr. 605 subsumierbar, in den Vereinbarungen zur Durchführung
BDI aktuell 08/09 – 2004
11
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 11
von Langzeit-EKG-Untersuchungen (Anlage zum BMV) ist
aber eine kontinuierliche Aufzeichnung verlangt.
„IGeL sind rechtlich
notwendig“
Nach der ärztlichen Berufsordnung schuldet der Arzt
dem Patienten die Durchführung der Behandlung „nach
den Regeln der ärztlichen
Kunst“. Und die „Regeln der
ärztlichen Kunst“ sind nicht
das, was Leistungspflicht der
GKV ist, sondern das, was
nach Leitlinien, Empfehlungen
z.B. der Fachgesellschaften
und Ärztekammern und der
Literatur als „state of the art“
anzusehen ist. Beispiele: In den
Empfehlungen der Deutschen
Medizin
Medizin
Gesellschaft für Gynäkologie
und Geburtshilfe und anderer
zur Diagnostik und Therapie
des Gestationsdiabetes sind als
Untersuchungsmethoden zur
Früherkennung der oGTT
bzw. ein Screening-Test mit
50 g Glucose angeführt. Im
Schadensfall und haftungsrechtlich würde der Arzt daran und nicht an dem UrinStreifentest der MutterschaftsRichtlinie gemessen.
Abgesehen von den bisher
dargestellten „harten Indikationen“ gibt es noch weitere,
„sanfte Indikationen“ für
IGeL, z.B. Wünsche der Patienten in den Bereichen
Schönheit, Wellness oder
Anti-aging. Beispiel: Kosmetisch indizierte Operationen.
Nur sehr selten ist dies eine
GKV-Indikation (s. § 11 SGB
V – keine „Krankheit“). Aus
kollektiver Sicht der GKV ist
dies nicht „notwendig“, wohl
aber aus individueller Sicht
des Patienten. Wer – außer
vielleicht „Betonköpfen der
GKV-Fraktion“ – will sich anmaßen, dem Arzt die Erfüllung des Patientenwunsches
(selbstverständlich unter Vorgehen nach den „Regeln der
ärztlichen Kunst“) zu verwehren? Leider sind aber vor allem in diesem Bereich „sanfter IGeL-Indikationen“ auch
IGeL-Angebote anzutreffen,
die nach den „Regeln der ärztlichen Kunst“ zumindest als
umstritten angesehen werden
müssen und/oder mit unseriösen Methoden mehr „verkauft“ als angeboten werden.
Fazit
IGeL sind aus verschiedenen
Aspekten heraus nützlich und
notwendig. Aufgabe ist, dass
jeder Arzt die für seine Patienten notwendigen und sinnvollen IGeL erkennt, fachgerecht
und seriös umsetzt. Ärztliche
Verbände sollten (und tun es
auch) IGeL fördern und dafür
Sorge tragen, dass das Wachstum der IGeL nicht durch unseriöse Angebote oder marktschreierische „Verkaufsaktivitäten“ gehemmt oder gar gefährdet wird.
1
PVS-Consult
Eupener Straße 157/159
50933 Köln-Braunsfeld
Fax: 0221 / 49 70 523
E-Mail: bkleinken@pvs-rr.de
Fieber bei Kindern
Ist das „Treupeln“ out?
„In vielen Lehrbüchern wird
regelmäßig Fiebersenkung ab
einer bestimmten Höchsttemperatur empfohlen. Dass Fiebersenken nicht gegen Fieberkrämpfe hilft, wissen wir
inzwischen. Gibt es überhaupt
einen vernünftigen Grund für
eine Antipyrese, abgesehen von
der Linderung fieberbedingter
Schmerzen?“
Antwort:
„Sofern pädiatrische Lehrbücher überhaupt etwas ausführlicher auf die Behandlung von
Fieber eingehen, wird Zurückhaltung mit antipyretischen
Medizin
Medizin
Maßnahmen empfohlen. ‚Fieber unter 39°C erfordert bei
sonst gesunden Kindern neben
physikalischen Maßnahmen mit
ausreichender Flüssigkeitszufuhr regelhaft keine medikamentöse antipyretische Behandlung. Über 39°C fördert
eine solche Behandlung das
Wohlbefinden.’ 1,2 Allerdings
wird Fiebersenkung ab 39°C
empfohlen bei Kindern mit
Herz- und Kreislaufkrankheiten, manchen Stoffwechselstörungen sowie einigen neurologischen Krankheiten.1…
Auch Temperaturen von
39,5°C oder 40°C bedürfen,
wenn es den Kindern dabei gut
geht, keiner Antipyrese. Beeinträchtigend und anstrengend,
mit Kältegefühl oder Schüttelfrost einhergehend ist ja vorwiegend der Fieberanstieg. Ist
die Temperatur dann einmal
oben, dann geht es den Patienten oft wieder ganz gut…
Wenn die Indikation für eine
Fiebersenkung gestellt ist, dann
soll man das mit bewährten
Antipyretika machen, die die
Regeltemperatur herabsetzen,
und nicht mit kalten Wickeln
o.ä., die bei unveränderter Regeltemperatur zwangsläufig zu
weiterer Wärmegenerierung,
also zu Frieren und evtl. Schüttelfrost, und somit zu weite-
ren Belastungen des Körpers
führen müssen…
Die antipyretische Polypragmasie vieler Ärzte scheint oft
ein größeres Problem zu sein
als das Fieber bei Kindern.“
Prof. Dr. med. K. E. von Mühlendahl
(Kinderhospital Osnabrück)
D-49082 Osnabrück
Interessenkonflikt: keiner
1
2
Schulte, F.J. in Lentze, M.J. et al. (Hrsg.):
„Pädiatrie“, 2. Aufl. Springer, Berlin 2004
Powell, K. in „Nelson Textbook of Pediatrics“,
16. Aufl. Saunders, Philadelphia, 2000
Aus: arznei-telegramm
Berlin, 7/2004
Tel.: 030 / 79 49 02-0,
Fax: 030 / 79 49 02-20,
http://www.arznei-telegramm.de
Ex-post-Analyse
Radiotherapie nach brusterhaltender Operation
Meta-Analyse Vinh-Hung V,
Verschraegen C. Breast-conserving surgery with or without radiotherapy: Pooled-analysis for
risks of ipsilateral breast tumor
recurrence and mortality. J Natl
Cancer Inst 2004 (21. Januar);
96: 115-21
12
BDI aktuell 08/09 – 2004
Studienziele
In dieser Meta-Analyse wurde untersucht, ob bei Brustkrebspatientinnen nach einer
brusterhaltenden chirurgischen
Therapie eine zusätzliche
Strahlentherapie nicht nur die
ipsilaterale Rezidivrate, sondern
auch das Überleben verbessert.
Schlussfolgerungen
I. Die Resultate dieser MetaAnalyse zeigen, dass die Strah-
lentherapie im Anschluss an
eine brusterhaltende Chirurgie nicht nur die ipsilaterale
Rezidivrate deutlich senkt, sondern auch in den folgenden Jahren zu einer Senkung der Gesamtmortalität führt. Die Strahlentherapie sollte grund-
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 12
sätzlich die brusterhaltende
Chirurgie begleiten und nur in
begründeten Einzelfällen weggelassen werden.
Marcel Zwahlen, CH-Wil
II. Wie viel Behandlung ist
beim Mammakarzinom notwendig? Die Studienverantwortlichen zeigen in dieser
Meta-Analyse, dass das Weglassen der Strahlentherapie zu
Medizin
Medizin
einem dreifach erhöhten Rezidivrisiko und zu einer um 8,6%
erhöhten Mortalität führte.
Dies bestätigt die bestehenden
Behandlungsrichtlinien, wonach
brusterhaltende Chirurgie
grundsätzlich mit Bestrahlung
kombiniert werden soll. Offen
bleibt aber die Frage, ob alle
Patientinnen gleichermaßen
von der Bestrahlung profitie-
ren oder ob es Subgruppen
gibt, bei denen dies eine „Überbehandlung“ ohne wesentliche
Verbesserung der Mortalität
oder der Rezidivrate darstellt.
Dies muss im Einzelfall
weiterhin auf Grund von Tumoreigenschaften, Komorbidität und Lebenserwartung unter Berücksichtigung der Lebensqualität und der Vorstel-
lungen der Patientinnen beantwortet werden.
Dr. Marzio Sabbioni, CH-Bern
in: infomed-screen, 04/2004
Infomed-Verlags-AG
Bergliweg 17, CH-9500 Wil
Telefax: 071-910-0877
E-Mail: sekretariat@infomed.ch
Nesiritid
Was bringen natriuretische Peptide?
Das natriuretische Peptid Nesiritid (Noratak®) wird zur Behandlung der akuten Dekompensation einer Herzinsuffizienz empfohlen.
Chemie/Pharmakologie
Natriuretische Peptide spielen eine wichtige Rolle bei der
Herzinsuffizienz. Beim Menschen sind drei Typen identifiziert: der Typ A (ANP, „atrial
natriuretic peptide“), der Typ
B (BNP, „brain natriuretic peptide“), der erstmals im Schweinehirn entdeckt wurde, sowie
der Typ C (CNP). Nesiritid ist
die rekombinante Form von
BNP, wobei es dieselbe Sequenz von 32 Aminosäuren
aufweist wie das endogene
BNP, das von den Ventrikeln
sezerniert wird und bei Herzinsuffizienz in erhöhter Konzentration vorhanden ist.
Medizin
Medizin
Nesiritid hat, indem es in der
glatten Gefäßmuskulatur die
Konzentration von zyklischem
Guanosin-Monophosphat
(cGMP) erhöht, gefäßerweiternde Eigenschaften, was bei
Herzinsuffizienz mit einer Senkung von Vor- und Nachlast
und einer Zunahme des HerzMinuten-Volumens einhergeht. Ferner bewirkt Nesiritid
eine verstärkte Natrium- und
Wasserausscheidung und
scheint auch die neurohumorale Aktivität (Renin-Angiotensin-System u.a.) zu bremsen,
die bei Herzinsuffizienz verstärkt ist. Hingegen übt Nesiritid keine direkte inotrope
Wirkung aus.1-3
(…)
Kommentar
Mit Nesiritid ist das natriuretische Peptid des Typs B
vom Herzinsuffizienz-Marker
zur therapeutischen Substanz
weitergeschritten. Nesiritid
weist verschiedene, einer
Herzinsuffizienz entgegenwirkende Eigenschaften auf. Bei
kurzfristiger, ein bis zwei
Tage dauernder Behandlung
– so wie Nesiritid geprüft
wurde – dürfte indessen der
Vasodilatation die wichtigste
Rolle zukommen. Nesiritid
muss man deshalb in erster Linie mit Nitraten messen, wobei es noch keine
klinischen Daten gibt, mit
denen ein überzeugender
Vorteil von Nesiritid gegenüber dem bewährten
und viel billigeren Nitroglycerin nachgewiesen
wird. Deshalb gebieten allein
schon ökonomische Überlegungen, wenn immer möglich
zu versuchen, ohne Nesiritid
auszukommen.
Literatur
1 Vichiendilokkul A et al. Ann Pharmacother
2003; 37: 247-58
2 Keating GM, Goa KL. Drugs 2003; 63: 47-70
3 http://www.fda.gov/cder/foi/label/2001/
20920lbl.pdf
4 Burger AJ, Silver MA. Lancet 2003; 362: 998
5 Mills RM et al. J Am Coll Cardiol 1999; 34: 15562
6 Colucci WS et al. N Engl J Med 2000; 343:
246-53
7 Publication Committee fort he VMAC
Investigators. JAMA 2002: 287; 1531-40
Urspeter Masche, CH-Wil
in: pharma-kritik, 2/2004
Infomed-Verlags-AG, Bergliweg 17
CH-9500 Wil
Telefax: 071-910-0877
E-Mail: infomed@infomed.org)
– Kurzauszug eines ausführlichen
Artikels –
STOP-NIDDM Studiendaten zu Diabetes-Folgen kritisch hinterfragt
„Die Acarbose bringt’s nicht“
Einen weiteren Dämpfer zur
Langzeitwirkung von Acarbose beim nicht insulinpflichtigen
Diabetes mellitus (englisches
Akronym NIDDM) landen T.
Kaiser und P. T. Sawicki, die in
Köln ein eigenes „DIeM-Institute for Evidence Based Medicine“ betreiben. Das Institut
führt Auftragsforschung u.a. für
Krankenkassen und die Industrie durch. Die Autoren setzen
sich kritisch mit den Acarbose-
freundlichen Publikationen (1)
und (2) auseinander und kommen zu dem Schluss:
“The data reported from the
STOP-NIDDM trial at different
publication sites are in many
cases conflicting, contradictory
and not supporting the
conclusions. Acarbose has no
proven specific effect on the risk
of diabetes, hypertension and
cardiovascular events. The
effects of reduction of post-
prandial glycaemia on morbidity
in patients with impaired glucose
tolerance and in patients with
diabetes remain unknown.”
(1) Chiasson JL, Josse RG,
Gomis R, Hanefeld M, Karasik
A, Laakso M (2002) “Acarbose
for prevention of type 2
diabetes mellitus: the STOPNIDDM randomised trial”.
Lancet 359:2072–2077"
(2) Chiasson JL, Josse RG,
Gomis R, Hanefeld M, Karasik
A, Laakso M (2003) “Acarbose
treatment and the risk of
cardiovascular disease and
hypertension in patients with
impaired glucose tolerance”.
JAMA 290:486–494
Die Studie von Kaiser und Sawicki kann unter http://
www.di-em.de/data/
diabetologia_2004_47_xx.pdf
aus dem Netz geladen werden.
(red.)
BDI aktuell 08/09 – 2004
13
BDI aktuell
Lebensversicherer alarmiert
Medizin
Wirtschaft
Die Raucher zahlen viel zu wenig
Die Schweizer Rückversicherungsgesellschaft (Swiss Re)
verfügt über ein riesiges Portefeuille an Lebensrückversicherungsverträgen. Dadurch kann
sie umfangreiche medizinstatistische Studien durchführen. In
der „Leben-Tarifierungsstudie
2000“ wurden über einen Beobachtungszeitraum von 40
Jahren verschiedene erhöhte
Sterblichkeitsrisiken untersucht.
Besondere Beachtung wurde
unter anderem der Fragestellung gewidmet, inwieweit sich
das Gesundheitsrisiko Rauchen
auf eine erhöhte Sterblichkeit
auswirkt. Dabei konnte ermittelt werden, dass das erhöhte
Lebensrisiko Rauchen bisher
quantitativ unzureichend hoch
eingeschätzt wurde. Raucher
zeigen ein drastisch erhöhtes
Sterblichkeitsrisiko gegenüber
Nichtrauchern. Ganz besonders unterschätzt wurde in der
Vergangenheit das Risiko des
Rauchens in Kombination mit
hohen systolischen Blutdruckwerten und noch viel drastischer bei gleichzeitigem Alkoholabusus.
(…)
Der Sterblichkeitsquotient
Raucher/Nichtraucher liegt
in der Beobachtungsperiode
1976 bis 1996 bei 1,73.
(…)
Die Höhe des Raucher-/
Nichtraucher-Sterblichkeitsquotienten ist (…) durch die
Anzahl der gerauchten Zigaretten gegeben. So steigt der
Quotient von 1,17 bei weniger
als 10 Zigaretten/Tag, über
1,63 für 11 bis 20 Zigaretten/
Tag auf 2,70 für Raucher von
mehr als 20 Zigaretten/Tag an.
Die natürlichen Todesursachen
(Tumore, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, übrige Krankheiten) waren bei den Rauchern
um rund 100 Prozent erhöht,
Tabelle 1
Sterblichkeit rückversicherter Männer (Europa, Swiss Re-Gruppe)
insgesamt: Nichtraucher/Raucher
Periode
Nichtraucher
Raucher
1976-96
1976-96
Effektive Anzahl
Todesfälle
1.294
645
Erwartete Anzahl
Todesfälle
1.109,1
367,9
Mortality
Ratio*
117%
175%
Tabelle 2
Sterblichkeit rückversicherter Männer (Europa, Swiss Re-Gruppe)
mit Alkoholabusus: Nichtraucher/Raucher
Periode
Nichtraucher
Raucher
*
1976-96
1976-96
Effektive Anzahl
Todesfälle
3
15
Erwartete Anzahl
Todesfälle
2,9
2,0
Mortality
Ratio*
103%
750%
Die Mortality Ratio ist der Quotient aus der effektiven und der erwarteten Anzahl an Todesfällen. Werte über
100 Prozent bedeuten Übersterblichkeit, Werte darunter Untersterblichkeit.
Medizin
Medizin
während gewaltsame Todesursachen (Unfälle, Suizid) auf derselben Höhe wie bei den Nichtrauchern lagen.
(…)
Extremwerte zeigen sich (…)
bei Kombination der erhöhten
Risiken Alkohol und Tabak. In
der Gruppe der Raucher im
(…) Beobachtungszeitraum
1976 bis 1996 lag (…) eine effektive Übersterblichkeit von
750 Prozent vor.
(…)
Resultat dieser Studie ist in
erster Linie die extreme
Übersterblichkeit von Rauchern und damit die krasse
Unterschätzung des Risikofaktors Rauchen, sowohl isoliert, insbesondere aber bei
weiteren zusätzlich bestehenden Gesundheitsrisiken. Für
die Versicherungen ist von
größter Bedeutung, dass Rauchen in Zukunft wesentlich
strenger tarifiert werden
muss, um eine adäquate Einschätzung dieser Risiken zu
erreichen.
Kurzer Auszug eines ausführlichen
Artikels aus: Versicherungsmedizin,
56 (2004) Heft 2
Verlag Versicherungswirtschaft,
Karlsruhe
Anschrift für die Autoren:
Priv.-Doz. Dr. (I) Ursula Wandl
Swiss Re Life & Health Germany
Postfach 1235, Unterföhring
Multiple Sklerose und eine Umsatz-störende Frage
Ist ein frühzeitiger Behandlungsbeginn
mit Betainterferonen zu rechtfertigen?
Dr. Wolfgang Weihe, Sundern-Langscheid
Zusammenfassung
Der Wirkungsmechanismus
der Betainterferone ist nicht
bekannt, die Beeinträchtigung der Lebensqualität erheblich (subkutane bzw. intramuskuläre Injektionen,
entzündliche Reizungen an
14
BDI aktuell 08/09 – 2004
den Einstichstellen, grippeähnliche Nebenwirkungen,
Verzicht auf Schwangerschaften) und die Kosten
stellen eine schwere Belastung für das öffentliche Gesundheitswesen dar. Ihre
Langzeitwirkung muss aufgrund der Meta-Analyse von
Graziella Filippini(1) als frag-
lich eingestuft werden. Wir
befinden uns also in einer unentscheidbaren Situation, in
der man nicht weiß, ob man
etwas (Kostenträchtiges,
Unangenehmes oder Gefährliches) tun oder lassen
soll.
Einem alten scholastischen
Prinzip folgend, ist nicht das zu
begründen, was man lässt, sondern das mit starken Argumenten zu untermauern, was man
tun will. Somit ist eine breite
Anwendung zumindest zum
jetzigen Zeitpunkt nicht zu
rechtfertigen. Alle Anstrengungen sollten darauf gerichtet
werden, verlässliche Kriterien
zu entwickeln, um eine geziel-
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 14
tere Indikationsstellung für die
Betainterferone in der MS-Therapie zu ermöglichen.
Anhaltspunkte liefern z.B. die
Antworten auf folgende Fragen:
Wie häufig sind Exazerbationen?
Handelt es sich dabei um
„echte“ Schübe oder Reaktivierungen?
Wie hoch ist die Herdproduktionsrate im Kernspintomogramm?
Liegen nur „weiße Flecken“ oder auch „schwarze Löcher“ vor?
Steht die Verschlechterung
der klinischen Symptomatik mit körperlichen oder
seelischen Belastungen im
Zusammenhang?
Medizin
Wirtschaft
Bedingt durch die Sensitivität der Kernspintomographie
nimmt der Anteil der gutartig verlaufenden MS-Erkrankungen immer mehr zu, so
wie ein Fischer mit einem
Netz, dessen Maschen immer
enger werden, immer kleinere Fische fängt. Gerade diese Fälle sind am ehesten
durch eine gesunde Lebensführung in den Griff zu bekommen. Eine Änderung der
Lebensweise (Psychotherapie, Wechsel des Arbeitsplatzes usw.) steht also vor medikamentösen Maßnahmen.
Es ist keine Frage, dass klinische Studien teuer sind und
daher eine Finanzierung durch
die Pharmaindustrie notwendig
ist, aber die beteiligten Unter-
nehmen dürfen keinen Einfluss
auf die Auswertung nehmen.
In Zukunft sollten keine Studien mehr veröffentlicht werden,
die dem Sponsor die alleinige
Kontrolle über die Daten oder
ein Zurückhalten der Veröffentlichung ermöglichen. Ein
solches Vorgehen ist nicht als
Angriff auf die Pharmaindustrie zu sehen, denn viele Unternehmen verfügen über hohe
ethische Standards. Es wäre
auch unsinnig, ihnen vorwerfen zu wollen, es sei ihr Ziel,
Medikamente zu entwickeln,
um sie für gutes Geld zu verkaufen. Was wir jedoch brauchen, ist eine unabhängige Ärzteschaft, die kritisch prüft, was
davon den Patienten zugute
kommt und was nicht und ver-
antwortungsvoll mit den ihnen
zur Verfügung stehenden Mitteln umgeht. Um Interessenskonflikte auszuschließen, muss
auch in Deutschland gefordert
werden, dass die Autoren von
therapeutischen Empfehlungen
bzw. Leitlinien angeben, welche finanziellen Abhängigkeiten
zwischen ihnen und der Pharmaindustrie bestehen, wie es
in den USA zum Teil bereits
Pflicht ist.
Auszug aus einem ausführlichen
Artikel von Dr. Wolfgang Weihe
in: KVH aktuell: Pharmakotherapie
Nr. 37, Jan. 2004
1
Filippini G et al. Interferons in
relapsing remitting multiple
sclerosis: a systematic review. Lancet 2003;
361: 545-52
Infliximab
Fistel-Langzeittherapie bei M. Crohn?
Patienten mit fistelndem
M. Crohn, die auf eine
Remissionsinduktion mit
Infliximab (Remicade)
angesprochen haben, erleiden bei Fortsetzung
der Behandlung später
einen Rückfall als unter
Plazebo.
Nach einem Jahr profitiert
nur noch weniger als die
Hälfte der Patienten. Über
ein Jahr hinausgehende
Daten fehlen.
tierte Nutzen sowie das
hohe Gefährdungspotenzial erfordern Anwendungsbeschränkungen auf Ausnahmefälle und Zentren
mit ausreichender Erfahrung sowie den befristeten
Gebrauch.
Schwerwiegende, zum Teil
lebensbedrohliche Schadwirkungen sind häufig. Karzinogenes Potenzial und
immunologische Erkrankungen sind dokumentiert.
Das Risiko ist aber zurzeit
nicht abschätzbar.
Infliximab ist Mittel der
letzten Reserve zur konservativen Behandlung von
therapieresistenten Fisteln
bei M. Crohn. Der begrenzte, auch zeitlich limi-
(R = randomisierte Studie)
1 Stange, E.F. et al.: Z. Gastroenterol. 2003;
41: 19-68
R 2 Present, D.H. et al.: N. Engl. J. Med. 1999;
340: 1398-1405
R 3 Sands, B.E. et al.: N. Engl. J. Med. 2004;
350: 876-85
4 Rasul, I. et al.: Am. J. Gastroenterol. 2004;
99: 82-9
5 Colombel, J.F. et al.: Gastroenterology
2004; 126: 19-31
Fazit aus einem Artikel in:
arznei-telegramm, Berlin, 4/2004
Tel.: 030 / 79 49 02-0
Fax: 030 / 79 49 02-20
http://www.arznei-telegramm.de
Erpressungsgelder als außergewöhnliche Belastung?
Seitensprünge „kosteten“ 191.000 Mark –
doch das Finanzamt winkte ab
Ein außereheliches Verhältnis
zur Hausgehilfin wurde zum
Problem, als deren Freundin
den Freier mit der Drohung
erpresste, die Angelegenheit
dessen Ehefrau mitzuteilen.
Zur Ruhigstellung zahlte der
kontaktfreudige Hausherr
über 191.000 D-Mark an die
Erpresserin, die nach dem Tod
der Ehefrau verklagt und zu
einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt wurde. Auf den
Kosten blieb der Hausherr sitzen, da die Erpresserin offenbar nichts zurückzahlen konnte. Die Idee, das Finanzamt an
den Kosten zu beteiligen war
originell, überzeugte aber weder den Fiskus noch den Bun-
desfinanzhof. Eine steuerliche
Anerkennung der Erpressungsgelder als außergewöhnliche Belastung wurde abgelehnt, da der Hausherr die kritische Situation selbst herbeigeführt hatte und ihrer auch
auf andere Weise als der Auszahlung hätte Herr werden
können.
BFH-Urteil vom 18. März 2004 –
III R 31/02, aus dem Netz zu laden
unter http://
www.bundesfinanzhof.de/www/
entscheidungen/2004.4.28/
3R3102.html
BDI aktuell 08/09 – 2004
15
BDI aktuell
Hormone nach der Menopause erhöhen das kardiovaskuläre Risiko
Medizin
Medizin
HDL-Erhöhung und LDL-Senkung
nützten nichts
Schon wieder eine Studie
mit dem Ergebnis, dass die
Hormonsubstitution nach
der Menopause das kardiovaskuläre Risiko von Frauen
– in diesem Fall Diabetikerinnen – erhöht. Da nützten
auch die viel gepriesene Erhöhung von HDL und Senkung von LDL offenbar
nichts. Eine Ursache der
überwiegend angiografisch
gezeigten Progression der
Koronarsklerose wird u.a. in
erhöhten Entzündungsparametern wie CRP und Fibrinogen vermutet.
Im Folgenden das Abstract der
Publikation von Barbara V. Howard et al., Hyattsville, Md., USA,
mit dem Titel “Postmenopausal
Hormone Therapy Is Associa-
Krankheitskosten 2002
22 Milliarden Euro
für die Psyche
Die Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2002 zeigt u.a. folgende Ergebnisse:
Die Krankheitskosten pro Kopf und Jahr betrugen 2.710 Euro;
der Wert für Frauen lag bei 3.160 Euro, der für Männer bei
2.240 Euro. Die Krankheitskosten stiegen mit zunehmendem
Alter stark an: von durchschnittlich 1.000 Euro bei unter 15Jährigen auf 12.430 Euro bei 85-Jährigen und älteren Personen.
Alle Krankheitskosten im Jahr 2002 summierten sich auf
223,6 Mrd. Euro.
Spitzenreiter bei den Ausgaben waren die Herz-/KreislaufErkrankungen mit insgesamt 35 Milliarden Euro. Auf Platz
Zwei folgen Verdauungsapparat und Zähne, für die zusammen 31,1 Mrd. Euro fällig waren. 25,2 Mrd. Euro verbrauchten die Krankheiten des Muskel-/Skelett-Systems und des
Bindegewebes.
An vierter Stelle folgen bereits psychische und Verhaltensstörungen mit Kosten von 22,4 Mrd. Euro. Der Pro-KopfAufwand pro „Psyche“ dürfte einen Spitzenplatz in der Welt
markieren.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiebaden
ted With Atherosclerosis Progression in Women With Abnormal Glucose Tolerance”. (Circulation 2004 June 28, http://
circ.ahajournals.org/cgi/cont e n t / a b s t r a c t /
01.CIR.0000134955.93951.D5v1)
“Background: Abnormal
glucose tolerance (AGT;
diabetes or impaired glucose
tolerance) is associated with
increased risk of cardiovascular disease, especially in
women.
Cardiovascular
disease rates in women
increase after menopause. The
Women’s Health Initiative
found that postmenopausal
hormone therapy (PHT)
increased the risk of
cardiovascular disease and that
effects in diabetic women did
not differ from those in
women without diabetes. In
this study, we hypothesized
that PHT would have a worse
effect on disease among
women with AGT.
Methods and Results: We
randomly assigned 423
postmenopausal women with
angiographically
defined
atherosclerosis (321 women had
exit angiograms) with (n=140)
or without (n=181) AGT to
receive estrogen, estrogen plus
progestin, or a placebo for
2.8±0.9 years. LDL was lower
and HDL and triglycerides were
higher after PHT in non-AGT
and AGT women, but more
adverse changes occurred in Creactive protein and fibrinogen
in women with AGT (P=0.11
and P=0.02 for interactions).
PHT had no effect on fasting
glucose or insulin concentrations
in women without AGT, but in
women with AGT, fasting
glucose
levels,
insulin
concentration, and insulin
resistance as assessed by the
HOMA (homeostasis model)
calculation decreased slightly
(P=0.28, P=0.25, P=0.14 for
interaction, respectively).
Atherosclerotic progression was
greater in women with AGT.
Atherosclerotic progression in
previously nondiseased segments
was enhanced by PHT to a
greater extent in women with
AGT (P=0.11 for interaction).
Conclusions: PHT is
associated with a worsening
of coronary atherosclerosis
and exacerbation of the
profile of inflammatory
markers in women with AGT.
Therefore, PHT is not
warranted for use in diabetic
women. Further study is
needed to explore the
improvement in insulin
resistance and glycemia that
appears to occur with PHT in
women with AGT.”
Terminale Niereninsuffizienz
Kinder leben mit Nierentransplantat erheblich länger als mit Dialyse
Terminal niereninsuffiziente
Kinder leben mit Transplantat
nicht nur wesentlich besser,
sondern auch erheblich länger.
Diesen, bei Erwachsenen bekannten, Befund liefern die Autoren der Australian and New
Zealand Paediatric Nephrology Association im New England
Journal of Medicine anhand einer Erfassung von 1634 Kindern und Jugendlichen der ver16
BDI aktuell 08/09 – 2004
gangenen 4 Jahrzehnte über
eine mittlere Beobachtungszeit
von 9,7 Jahren. Im Folgenden
ein Zitat aus dem ausführlichen
Artikel, der unter http://
content.nejm.org/cgi/content/
full/350/26/2654 aus dem Netz
geladen werden kann.
Red.
“A total of 1634 children and
adolescents were followed for
a median of 9.7 years.
(…)
Rates of survival also varied
with the type of renalreplacement therapy. Overall
mortality rates were 4.8 (95
percent confidence interval, 4.2
to 5.6) per 100 patient-years
among patients receiving
hemodialysis, 5.9 (95 percent
confidence interval, 4.9 to 7.2)
per 100 patient-years among
those receiving peritoneal
dialysis, and 1.1 (95 percent
confidence interval, 0.9 to 1.3)
per 100 patient-years among
those with a functioning renal
transplant”.
Stephen P. McDonald et al.:
Long-Term Survival of Children with
End-Stage Renal Disease.
NEJM,Volume 350: 2654-2662,
2004
BDI aktuell
Gläserne Patienten und Ärzte
Abrechnungsdaten gehen jetzt
mit Patientennamen an die Kassen
Anders als in der Vergangenheit können die Krankenkassen spätestens ab dem dritten Quartal 2004 die Abrechnungsdaten der Arztpraxen
systematisch kontrollieren.
Bis dahin werden ihnen die
KVen erstmals die Patientennamen samt Diagnosen und
ärztlichen Leistungen über-
mittelt haben – wie es das
Gesundheitsreformgesetz in
§ 295 (2) SGB V vorschreibt.
Die entsprechende Meldepflicht gilt seit 1. Januar 2004.
Die bisher anonymisierte fallbezogene Abrechnung wurde
in eine versichertenbezogene
gewandelt – alle Kassen kennen künftig alle Diagnosen und
ärztlichen Leistungen ihrer
Versicherten.
Die KBV befürchtet, dass
das neue umfassende Wissen
einer Risikoauswahl der Kassen Tür und Tor öffnet. So
könnten Krankenkassen
etwa beim Aushandeln von
Direktverträgen verführt
sein, jene Arztpraxen außen
Renten und Zukunft
„Vertrauen weder in gesetzliche
noch in private Alterssicherung“
Obwohl Deutschlands Bürger
noch nie so unzufrieden mit der
gesetzlichen Alterssicherung
waren wie im vergangenen
Jahrzehnt, wollen sie den Staat
nicht aus seiner Rentenverantwortung entlassen. Das geht
aus einem aktuellen sozio-ökonomischen Panel hervor, erhoben vom Deutschen Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW)
Berlin und von Infratest Sozialforschung. Nur 8.5 Prozent
befürworten ein System, das
stärker auf eigenverantwortliche Vorsorge setzt; 38 Prozent
sehen nach wie vor eher oder
ausschließlich den Staat in der
Pflicht.
(…)
Nach den Ermittlungen vom
DIW Berlin und von Infratest
Sozialforschung sackte die
Zufriedenheit mit der Altersversicherung bei den Bundesbürgern im erwerbsfähigen
Alter 1992 bis 2002 drastisch
ab. Der Anteil der Zufriedenen sank von 37 Prozent auf
25 Prozent. Umgekehrt stieg
die Zahl der Unzufriedenen
von 30 Prozent auf mehr als
40 Prozent. Damit sehen
beim Thema finanzielle Al-
terssicherung annähernd die
Hälfte der (befragten) Bundesbürger schwarz.
Besonders genervt sei die jüngere Generation, so das DIW.
Vor allem die jungen Beitragszahler hätten ihr Vertrauen in
auskömmliche gesetzliche Renten verloren. Ihnen scheine klar
zu sein, in welchem begrenzten Maß sie selbst noch Nutznießer des Systems sein werden, weil ihre heutigen Einzahlungen kaum mehr zu angemessenen Renten im Alter führen werden.
Aus: DgD, 12/2004
vor zu lassen, die vor allem
kostenintensive Patienten
behandeln.
Um solchen Praktiken einen
Riegel vorzuschieben, drängt
die KBV seit Monaten, die Arztnummern mit Pseudonymen zu
versehen.
Am Bonner Dienstsitz des
Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar (SPD) wird
die strittige Angelegenheit tief
gehängt. Noch im Vorfeld des
Reformgesetzes hatten die Datenschützer ausdrücklich gewarnt, gläserne Patienten zu
schaffen, z.B. in einer Entschließung der Konferenz der
Datenschutzbeauftragten des
Bundes und der Länder vom
25. September 2003.
Die Aktivitäten sind mit der
Gesetzesverkündung offenbar entschlafen.
Quelle: DgD, 12/2004
Ambulantes Operieren
„Hessen
Vorreiter“
Nach Überzeugung der Ersatzkassenverbände und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen ist das Bundesland beim
ambulanten Operieren „der
Zeit weit voraus“.
Das ergab die mehrjährige
Auswertung ambulanter operativer Eingriffe zwischen 1999
und 2001. In dieser Zeit wurden in Hessen mehr als 60.000
„qualitätsgesicherte krankenhausersetzende ambulante
Operationen“ dokumentiert.
Ergebnis: Die Komplikationsrate lag im Durchschnitt bei
unter 0,5 Prozent. (…)
Die Gesamtzahl ambulanter
und stationärer Operationen ist
in etwa konstant geblieben. Dr.
Hubert Schindler, Leiter der
VdAK/AEV Landesvertretung
Hessen, schließt daraus, „dass
nur das operiert wird, was medizinisch notwendig ist“.
Aus: DgD, 12/2004
BDI aktuell 08/09 – 2004
17
BDI aktuell
Medizin
Medizin
Check
Methotrexat und Schwangerschaft
Frage:
„Welche Gefahren birgt eine
Therapie mit Methotrexat in
der Schwangerschaft?“
Antwort:
„Insgesamt liegen Berichte zu
rund 60 Schwangerschaften mit
einer ‚antirheumatischen’ Methotrexat (MTX)-Exposition im
1. Trimenon vor (1,2). Mit
knapp 20% liegt die Abortrate
über der erwarteten Spontaninzidenz (10-15%), was nicht
verwundert, da MTX auch zur
Abortinduktion verwendet
wird. Insgesamt wird über sieben fehlgebildete Feten berichtet, davon ähneln vier einem
Aminopterin/Methotrexat-Syndrom. Von diesen waren zwei
in der Frühschwangerschaft
täglich exponiert. Zu den anderen drei Kindern mit Fehlbildungen liegen keine Details vor.
Bezogen auf die Zahl der lebendgeborenen Kinder ergibt
das insgesamt eine deutlich erhöhte Fehlbildungsrate von
17% (Prävalenz 2-3%).
Allerdings ist eine Inzidenzberechnung problematisch, da
möglicherweise nicht alle Fallberichte prospektiv erfasst
wurden und daher auffällige
Schwangerschaftsverläufe
überrepräsentiert sind. Feldkamp (2) postuliert, ausgehend
von den bis dahin publizierten
Fällen, dass mehr als 10 mg/
Woche während der Wochen
6-8 nach Konzeption für eine
teratogene Schädigung Voraussetzung sind. Auch die später
publizierten Entwicklungsstö-
rungen waren überwiegend mit
über 10 mg/Woche exponiert.
Die Einschränkung des sensiblen Zeitraums auf Woche 6-8
ist problematisch, schon wegen der möglicherweise monatelangen Speicherung von
MTX-Derivaten in Hepatozyten und Erythrozyten.
Angesichts der nicht seltenen
versehentlichen Exposition in die
Frühschwangerschaft hinein und
wegen der relativ geringen Zahl
publizierter Auffälligkeiten ist
eher von einem deutlich geringeren Risiko als den o.g. 17%
auszugehen. Die etwa 20 im
Fachbereich Embryonaltoxikologie in Berlin prospektiv registrierten Schwangerschaftsverläufe ergeben keine Hinweise auf
klinisch fassbare teratogene Ef-
fekte. Dies war auch die allgemeine Erfahrung auf einem internationalen Konsensustreffen
teratologischer Zentren Mitte
April dieses Jahres in Prag.
Hieraus sollte man keineswegs
auf eine weitgehende Unbedenklichkeit einer Low-doseMTX-Therapie schließen. Werden Frauen im reproduktionsfähigen Alter mit MTX wegen immunologischer Erkrankungen
behandelt, sollte sicher verhütet
und – und wenn dies nicht zuverlässig erscheint – eine wöchentliche Dosis von 10 mg
möglichst nicht überschritten
werden. Optimal ist eine Frist
von mindestens drei Monaten
zwischen Ende der Therapie und
der Konzeption. Im Falle einer
versehentlichen Hineinbehand-
lung in die Frühschwangerschaft
ist ein Abbruch aus ‚embryopathischer’ Indikation jedoch nicht
zwangsläufig gerechtfertigt. Folsäure sollte mit 5 mg/d bis zum
Ende des ersten Trimenons substituiert werden. Mit hochauflösendem Ultraschall ist die normale fetale Entwicklung zu bestätigen.“
Literatur:
1 Chakravarly, E.F., et al.: J. Rheumatol. 2003,
30, 241
2 Feldkamp, M. und Carey, J.C.: Teratology 1993,
47, 533
Aus: Der Arzneimittelbrief Berlin
06/2004
Tel.: 030/7452047
Fax: 030/453066
Internet:
http://www.der-arzneimittelbrief.de
Hausarztmodell in Sachsen-Anhalt
20 Euro pro Jahr und 30 Minuten Wartezeit
Am 1. Juli haben die AOK Sachsen-Anhalt, der Berufsverband
der Allgemeinmediziner (BDA)
und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt das
erste landesweite Hausarztmodell im Bundesgebiet gestartet.
An dem Modell beteiligen können sich alle 1.600 Hausärzte
des Landes sowie alle AOKVersicherten ab Vollendung des
18. Lebensjahres.
(…)
Im Vertrag ist festgelegt,
dass die Wartezeit für Versicherte, die am Hausarztpro-
gramm der AOK Sachsen-Anhalt teilnehmen, in der Arztpraxis auf 30 Minuten begrenzt ist, wenn zuvor ein
Termin vereinbart wurde.
Der Hausarzt wird in der Regel einen Termin spätestens
für den übernächsten Tag
vergeben. (…) Mit einer Gebühr von 20 Euro pro Jahr,
die einmalig per Überweisung
für den Eintritt in das AOKHausarztprogramm geleistet
wird, wird die Hausarztpraxis künftig zu einer „praxisgebührenfreien Zone“.
(…) Die Versicherten erhalten nach Eingang der Teilnahmeerklärung bei der AOK
Sachsen-Anhalt eine spezielle
Karte – die AOK-HausarztCard, die sie als Teilnehmer am
Hausarztprogramm ausweist
und deren Vorlage sie zur Inanspruchnahme gesonderter
Leistungen der hausarztzentrierten Versorgung berechtigt.
Aus: A+S aktuell, 14/04
Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH
Kaiser-Friedrich-Str. 90
10585 Berlin
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
„Auch Schritt-Innovationen schutzwürdig“
Getäuscht sieht sich der (mittelständische) Bundesverband
der Pharmazeutischen Industrie (BPI) auch durch Ankündigungen von Gesundheitsstaatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder im August vorigen Jahres.
Damals hatte Schröder erklärt,
zum Schutz „innovativer Arzneimittel“ sollten diese „nicht
18
BDI aktuell 08/09 – 2004
in die Festbetragsregelung einbezogen“ werden. Die jetzt
vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen
Festbetragsgruppen für patentgeschützte Arzneimittelgruppen sprechen aber eine andere Sprache.
Selbst im G-BA wird erkannt
– allerdings nicht öffentlich
gesagt –, dass die Ausgrenzung so genannter Schein-Innovationen vor allem jene
Pharmaunternehmen „hart
treffen wird“, die sich mangels Gelder für aufwändigere
Forschung mit solchen
Schritt-Innovationen „jahrelang über Wasser gehalten“
hätten.
Der (großindustrielle) Verband forschender Arzneimittelfirmen (VFA) setzt derweil mit
einer neuen, auf knapp drei Jahre angelegten InformationsKampagne seiner 41 Mitgliedsunternehmen auf die Selbstheilungskräfte, Motto: „Forschung
ist die beste Medizin“.
Aus: DgD, 12/2004
BDI aktuell
2300 Jahre Serratia-marcescens-Blutspur durch die Geschichte
Medizin
Historie
Ein wundersamer Keim verursachte
Pogrome und schuf Kathedralen
Serratia marcescens kennt man als Gelegenheitskeim, z.B. in Stuhlproben. Dass diese
Mikrobe offenbar Ursache einer über 2300-jährigen mörderischen Blutspur durch die
europäische Geschichte ist, wissen nur Wenige. Der Keim führte einerseits zu imposanten Bauwerken, andererseits zu Judenverfolgung und Pogromen. Noch heute wird zum
Bakterium gewallfahrtet.
Der Hamburger Professor Dr.
med. Stefan Winkle publizierte
im Ärzteblatt der Stadt eine
ausführliche, lesenswerte Historie der erstaunlichen „Neben-” wirkungen der Mikrobe.
Wir bringen im Folgenden einige Textabschnitte seines Artikels.
Red.
In den Bereich des Irrationalen gehörte bereits in der
Antike ein Phänomen, das bis
in die jüngste Zeit Angst und
Schrecken verursachte: die
Bildung von blutstropfenähnlichen Bakterienkolonien, die
– wenn sie konfluieren – den
Eindruck von geronnenem
Blut erwecken; sie entstehen
durch einen Mikroorganismus, der auf kohlehydrathaltigen Lebensmitteln (Brot, mit
Milch zubereiteten weißen
Bohnen oder Kartoffeln, Polenta u.a.) bei Zimmertemperatur ein blutrotes Pigment
(Prodigiosin) bildet. Wegen
seiner Wirkung auf die ver-
ängstigte, abergläubische Bevölkerung hat Ehrenberg
1848 – noch vor Beginn der
bakteriologischen Ära – diesen harmlosen Keim in Anlehnung an das lateinische
Wort „Prodigium“ (= Wunder) Monas prodigiosa genannt.2
Meist erschienen derartige
„Blutwunder“, die stets die
Folge einer groben bakteriellen Verunreinigung waren,
unter unhygienischen Verhältnissen, wie sie vor allem
in Kriegs- oder Notzeiten gegeben sind.
Solange dieses Phänomen
„jenseits der rationalen Erfahrbarkeit“ lag, erweckte es in den
wundergläubigen Massen
Angst, die oft zu furchtbaren
Verbrechen missbraucht wurde. Solches geschah, als Alexander der Große 332 v. Chr.
Tyros in Phönikien belagerte.
Die Brote seiner Soldaten wiesen beim Auseinanderbrechen
blutähnliche Flecken auf, was
sie in einen panischen Schrecken versetzte. Alexander
sorgte jedoch dafür, dass diese
Erscheinung von seinen Priestern als Glück verheißend fürs
eigene Heer ausgelegt wurde;
das Blut sei im Innern des Brotes, also bedeute es ein
schlechtes Omen für die Eingeschlossenen, denen es blutig
ergehen werde.3 Das vorausgesagte Blutbad erfüllte sich
auch bald durch Alexanders unmenschliche Grausamkeit.4
(…)
Verhängnisvoll wurde das
unerklärliche Phänomen des
Blutwunders, als seit dem 12.
Jahrhundert in der katholischen Kirche für die Messfeier und die Kommunion der
Laien Hostien verwandt wurden. 7 Diese ungesäuerten
Weizenmehlscheiben, die in
einer Art Waffeleisen hergestellt werden, stellen einen
stärkereichen und säurearmen Nährboden dar, auf dem
das Bacterium prodigiosum
bluttropfenähnliche Kolonien
bilden kann. „Wischte man die
Bluttropfen weg, so erschienen sie nach einigen Tagen
wieder“, kommentierte ein
Chronist das Unbegreifliche.8
Es ist klar, dass in der wundergläubigen Zeit des Mittelalters dieses unheimliche Phänomen zu einer ungeheuren
Erregung führen musste.9
Das erste „Wunder der blutenden Hostie“ ereignete sich
im Jahre 1263 in der Kirche
Santa Christina zu Bolsena.
Ein nach Rom ziehender böhmischer Mönch („Peter von
Prag“) hegte Zweifel an der
Transsubstantiation, d.h. an
der Lehre, dass sich beim
Abendmahl Brot und Wein in
den Leib und das Blut Christi
verwandeln würden.10 Als er
beim Lesen der Messe in Bolsena an der von ihm geweihten Hostie Blutstropfen zu
sehen glaubte, gestand er seine Sünde in der Meinung, die
den Leib Christi symbo-
Serratia marcescens:
Das rote Pigment
des Keimes (rechts unten
ein Agar-Ausstrich) sorgte
für Pogrome und induzierte
den Bau eines Domes.
BDI aktuell 08/09 – 2004
19
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 19
lisierende Hostie hätte unter
den Einfluss seiner blasphemischen Gedanken zu bluten
begonnen.
Ein Dom für das
Bakterium
Da die Lehre von der Transsubstantiation erst vor einem
halben Jahrhundert von der Kirche zum Dogma erhoben worden war, wirkte das „Wunder
von Bolsena“ mit hinreißender
Kraft.11 Die „blutigen“ Hostien
mit dem „blutbefleckten“ Corporale12 wurden in einer feierlichen Prozession nach Orvieto gebracht, wo sich gerade
Papst Urban IV. aufhielt, der
unter dem Eindruck dieses
„Wunders“ die Feier des Fronleichnamfestes (Processione
del Corpus Domini) einführte
und beschloss, in Orvieto einen Dom errichten zu lassen,
der die Reliquien von Bolsena
aufnehmen sollte.13
(…)
Das Dogma der Transsubstantiation bewog die menschliche Einfalt und Intoleranz das
von Zeit zu Zeit auftretende
„Wunder der blutenden Hostie“ im antisemitischen Sinne
zu deuten. In solchen Fällen
hieß es, die Juden hätten aus
Hass gegen das Christentum
Hostien entwendet oder von
christlichen Dieben gekauft, um
sie zu durchstechen. Die Folge
sei dann, dass die „geschändeten“ Hostien wie lebendige
Körper zu bluten begannen.
Die Beschuldigung der Hostienschändung war verknüpft mit
dem alten Vorwurf der Kreuzigung Jesu, die den Juden seit
jeher als eine Kollektivschuld
angelastet wurde. Mit den „blutenden Hostien“ konnte man
den verhetzten Massen drastisch vor Augen führen, dass
die Juden auch noch nach Jahrhunderten den Leib Christi zu
foltern trachteten.14 Oft wurde die Beschuldigung der Hostienschändung im Zusammenhang mit der Anklage des Ritualmordes oder der Brunnenvergiftung erhoben.
(…)
Die naturwissenschaftliche
Deutung dieses Phänomens er20
BDI aktuell 08/09 – 2004
folgte erst (…) 1819. In Legnano, einem italienischen Dörfchen bei Padua versetzte das
„Blutwunder“ abermals die
abergläubische Bevölkerung in
Angst. Im Hause eines Bauern
erschienen auf der Polenta –
einem aus Maismehl bestehenden Nationalgericht der Italiener – blutrote Flecken. Der
Maisbrei wurde unauffällig weggeworfen. Als gleich am nächsten Morgen und diesmal auch
auf anderen Speisen rote Flecken zu sehen waren, zogen
die entsetzten Bewohner des
Gehöftes den Pfarrer zu Rate.
Aber auch die von ihm gelesene „schwarze Messe“ konnte
das Unheil nicht bannen. Durch
die Bauern, die bei dieser Gelegenheit das unheimliche Haus
aufsuchten, um das „Blutwunder“ zu sehen, wurden die farbstoffbildenden Keime verschleppt und so trat nach einigen Tagen auch in anderen
Häusern des Dorfes das Wunder auf.
te klugerweise die roten Speiseteile auch in die Küche des in
der Gegend hoch geschätzten
Pfarrers. Da auch hier die Rotfärbung der Speisen auftrat,
war erwiesen, dass es sich weder um einen Teufelsspuk noch
um eine himmlische Strafe handelte, und das Volk beruhigte
sich wieder. 61 Kurze Zeit
danach traf eine Kommission
von Professoren der Universität Padua ein. Prof. Bizio fasste
die tröpfchenartigen Gebilde,
die wir heute Bakterienkolonien nennen, als stengellose Pilzköpfchen auf.
Zu Ehren seines Physiklehrers Serrati nannte er den
Keim „Serratia“ und versah
ihn wegen seiner weichen
Konsistenz mit dem Epitheton „marcescens“ (weich,
zerfließend). 62 Ehrenberg
nannte 1848, ohne Bizios
Veröffentlichung zu kennen,
dieses Bakterium „Monas
prodigiosa“, nach dem lateinischen Wort prodigium
(Wunder).63 (…)
Das Blutwunder
versetzte ein Dorf
in Aufruhr
Der ganze Ort geriet in Aufruhr und das Volk nahm eine
drohende Haltung gegen den
Bauern ein, in dessen Haus
das Blutwunder zum ersten
Mal auftrat. Um einem Unglück vorzubeugen, beauftragte man den Bezirksarzt
Dr. Sette, durch eine örtliche Besichtigung und Untersuchung diese seltsame Erscheinung zu klären. Dr. Sette erkannte mit einem für das
damals noch beschränkte
Wissen auf diesem Gebiete
ungewöhnlichen Scharfsinn,
dass es sich bei den blutroten
Belägen um übertragbare
Pilzwucherungen handelte.
Um dies zu beweisen, beimpfte er mit der blutstropfenähnlichen Masse verschiedenartige Speisen, auf denen dann
nach einigen Tagen ebenfalls
die blutroten Flecken erschienen. Zuletzt übertrug Dr. Set-
11
12
13
Prof. Dr. med. Stefan Winkle
Schemmannstraße 64
22359 Hamburg
Aus: hamburger ärzteblatt, 4/03
14
2
3
4
Auch der Pfarrer blieb
nicht verschont
10
7
8
9
Ch. G. Ehrenberg. Herr Ehrenberg zeigte
das seit alter Zeit berühmte Prodigium
des Blutes im Brote und auf Speisen als
jetzt in Berlin vorhandene Erscheinung im
frischen Zustand vor und erläutert
dieselbe als bedingt durch ein bisher
unbekanntes Thierchen (Monas
prodigiosa). Berliner Verhandlungen der
Akademie der Wissenschaften. Berlin
1848, S. 349-353.
Curtius Rufus Quintus. De rebus gestis
Alexandri Magni. 4. Buch, 9. Kapitel. Bei
dem Brot der mazedonischen Soldaten
dürfte es sich keineswegs um das im
deutschen Heer übliche, „stark gesäuerte“
Kommissbrot gehandelt haben, sondern
um ein ungesäuertes Fladenbrot, wie man
es in der Levante auch heute noch
vorfindet.
Curtius Rufus (wie Anm. 3) 4. Buch, 20.
Kapitel.
Früher wurde den Gläubigen beim
„heiligen Abendmahl“ gesäuertes
Weizenbrot und Wein gereicht.
Pierre Bouchet, Observationum
medicarum et admirabilium. Paris 1624,
p. 29.
In den Jahren 1004 bzw. 1091 will man im
Bistum Speyer Bluttropfen an Fladenbrot
gesehen haben. Ähnliches wurde 1093 in
der Grafschaft Namur und 1163 in La
61
62
63
Rochelle beobachtet [Bouchet (wie Anm.
8) S. 29 ff.] – J. Haenfler. Unvorgreifliche
Gedancken wegen der in Stennwitz, einem
Dorffe, (das eine Meile von Landsberg
lieget) auff dem Scheunfluhr den 20. Juli
1697 angetroffenen mildiglich-Bluttrieffenden Korn-Aehren. Cuestrin 1697.
Das Abendmahl galt seit jeher als eines
der wichtigsten Sakramente: „Der Kelch,
den wir trinken, ist er nicht eine
Gemeinschaft mit dem Blute Christi, das
Brot, das wir brechen, ist es nicht eine
Gemeinschaft mit dem Leibe Christi?“ (1.
Kor. 10, 16). – Die Lehre von der
Transsubstantiation, wonach sich Brot
und Wein durch das Aussprechen der
Einsetzungsworte während der Messe in
Leib und Blut Christi verwandeln, wurde
auf der 4. Lateransynode von 1215 als
Glaubenssatz festgelegt.
In der aus dem 11. Jahrhundert
stammenden kleinen Kirche der Heiligen
Christine zu Bolsena zeigt man noch heute
den Altar „del miracolo“, wo sich das
Wunder ereignet haben soll.
Bei dem „Corporale“ handelt es sich um
das geweihte Leintuch, das in der
katholischen Kirche während der Messe
unter dem Hostienteller und dem Kelch
liegt.
In der „Capella del Corporale“ des Domes
wird im Altartabernakel das „Reliquario
del Corporale“ aufbewahrt. Alljährlich
zum Fronleichnamsfest und am
Ostersonntag wird der das „Sacro
Corporale“ beinhaltende silberne
Reliquienschrein, auf dem das Wunder in
glänzendem Email dargestellt ist, im Dom
öffentlich gezeigt. Aus diesem Grund ist
Orvieto bis auf den heutigen Tag ein
Wallfahrtsort. Fronleichnam ist Italiens
bedeutendster kirchlicher Feiertag.
Daneben hatte diese Legende auch den
Zweck, dem nicht so recht an das Dogma
der Transsubstantiation glaubenden Volke
ein leibhaftiges Wunder vorzuführen und
fand ihren Nährboden darin, dass die
Juden als Geldgeber und Pfandleiher auch
Kirchengeräte aus edlem Metall belehnten,
bis eine Rabbinersynode (wohl bald nach
dem zweiten Kreuzzuge) beschloss, dass
kein Jude Kruzifixe, Kirchengeräte und
ähnliches kaufen dürfe, weil dies Gefahren
für die übrigen Glaubensgenossen
heraufbeschwören könnte.
V. Sette, Memoria storico-naturale sull’
arossimento straordinario di alcune
sostanze alimentose osservato nella
provincia di Padova l’anno 1819. Venezia
1824. – Ein Jahr nach dem Erscheinen
dieser Publikation (1825) erregte bei
Enkirch-Mosel in einer Mühle blutrotes
feuchtes Mehl Schrecken.
B. Bizio, Lettera di Bartolomeo Bizio al
chiarissimo canonico Angelo Bellani sopra
il fenomeno della polenta porporina. Bibl.
Ital. Milano 30 (1823), S. 275-295. – B.
Bizio. Del fenomeno della polenta
porporina. Opusc. Chimicofis., Venezia 1
(1827), S. 261-298.
Ch. G. Ehrenberg. Herr Ehrenberg machte
fernere Mittheilungen über Monas
prodigiosa oder die Purpurmonade.
Berliner Verhandlungen, Akademie der
Wissenschaften, Berlin 1849, S. 101-116.
BDI aktuell
Arzneimittel – Rezeptprüfung,
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Die beiden Bände bringen zusammen fast 4,5 kg auf die Waage. Entsprechend der publizistischen Einbahnstraße ist die Version Deutsch –
Englisch wesentlich umfangreicher als die der Gegenrichtung. Sie umfasst 160.000 deutschsprachige Stichwörter und 350.000 englische Äquivalenzbegriffe. Die englisch-deutsche Ausgabe bietet 110.000 englische Stichwörter mit 250.000 deutschen Äquivalenzen.
Interessant und vermutlich benutzerfreundlicher ist der Wegfall der Tilde
nach Wortstämmen, für die sich verschiedene Fortsetzungen finden.
Beispiel: Konjunktivaleinblutung. Das Wort Konjunktival wird voll ausgeschrieben und in jeder Zeile wiederholt für die Appendices -fleck,
-injektion, -inokulation etc. Die Methode kostet erheblichen Platz im
Buch, dürfte aber die Begriffe schneller auffindbar machen.
Im Anhang beider Bücher befinden sich 32 Tafeln aus dem SobottaAtlas der Anatomie mit den wichtigsten topografischen Tafeln, die zweisprachig beschriftet sind und das schnellste Suchverfahren ermöglichen
dürften. Der Umfang beider Bücher – speziell der deutsch-englischen
Version – dürfte nur noch sehr wenige und sehr spezielle Stichwortwünsche übrig lassen. Der Preis von 199,— Euro für beide Bücher erscheint
akzeptabel.
(BY)
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die geänderten Vorschriften rund um das Gesundheitswesen.
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ISBN 3-609-51652-6
Die Autoren stellen anhand konkreter Beispiele die Vermarktung der
Praxisleistungen und eine maßgeschneiderte Öffentlichkeitsarbeit vor.
Dabei wird aufgezeigt, wo hierzulande die Grenze zwischen erlaubter
PR und teilweise immer noch verbotener Werbung verläuft.
Eine Nutzung der modernen Kommunikationstechnologien und der EBV
wird dargestellt, die Rechts- und Sicherheitsfragen werden angesprochen, und die Praxisorganisation ist ein weiteres Thema.
(Aus der Verlagsinformation)
BDI aktuell 08/09 – 2004
21
BDI aktuell
Immer ältere Kollegen, immer weniger Nachwuchs
Die Ärztestatistik, die von der Bundesärztekammer
wieder mit neuen Daten unterlegt wurde, zeigt klar
und deutlich: Deutschlands Ärzte werden im Schnitt
immer älter und es gibt immer weniger Nachwuchs.
Durchschnittsalter der Ärzte
Alter
Vertragsärzte
Krankenhausärzte
Diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit Jahren
ab, und verwunderlich ist sie nicht: Angesichts der
Querelen und durch den zunehmenden Druck von
politischer Seite ist der Beruf des Arztes immer
unattraktiver geworden.
55
50
47,6
46,6
50,4
50,1
49,8
49,0
48,5
45
40
38,1
38,7
39,2
39,7
40,2
40,4
Die Folgen spüren inzwischen viele Klinik-Chefs: Sie
haben, insbesondere in ländlichen Regionen und im
Osten Deutschlands, immer größere Probleme, frei
werdende Stellen neu zu besetzen. Auch mancher
Niedergelassene wird seine Praxis – deren Verkaufspreis oft als Teil der Alterssicherung eingeplant war –
nicht mehr los, weil er keinen Nachfolger findet.
40,6
35
30
25
Lange vor dem GMG war diese Entwicklung und der
sich anbahnende Ärztemangel durch Statistiken
belegt. Die Kassen haben dies heftig bestritten, die
Politik hat sich nicht davon abhalten lassen, mit dem
GMG den Ärzten die Freude am Beruf weiter zu
verderben.
20
15
10
5
1993
1995
1997
1999
2001
2002
2003
Jahr
Die Folgen werden alle Deutschen tragen müssen:
Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, dann wird
es bald zu Engpässen bei der medizinischen Versorgung kommen.
BW
Basis: Unter 69-jährige Ärzte
Entwicklung der Zahl der Absolventen
im Fach Humanmedizin
Anteil der unter 35-jährigen Ärzte
an allen berufstätigen Ärzten
Anzahl in
Tausend
12
Anteil in
Prozent
11 555
26,6
10 268
10
24,8
25
9 434 9 318
9 165
22,0
8 955 8 870
19,7
20
18,1
8
17,0
16,5
15
6
10
4
5
2
1993
22
1995
1997
BDI aktuell 08/09 – 2004
1999
2000
2001
2002
Jahr
1993
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2003
Jahr
BDI aktuell
Politik
Online
Per Internet hinein
Interessante Artikel zum Einklicken
Die Schweizer „pharma-kritik“ nennt per Internet auffindbare Arbeiten, die Kolleg/inn/en in Klinik und Praxis
besonders interessieren könnten. Im Folgenden eine Auswahl. Gleichzeitig bitten wir unsere Leser/innen um
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Polymyalgia rheumatica: Clinical presentation is key to
diagnosis and treatment
Mandell BF.: Cleve Clin J Med 2004 (June); 71: 491-5
http://www.ccjm.org/PDFFILES/Mandell604.pdf
Mortality in relation to smoking: 50 years’ observations on
male British doctors
Doll R, Peto R, Boreham J et al.
BMJ 2004 (June 26); 328: 1519
http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/full/328/7455/1519
Pulmonary Embolism After Coronary Artery Bypass Grafting
Goldhaber SZ, Schoepf UJ.
Circulation 2004 (June 8); 109: 2712-5
http://circ.ahajournals.org/cgi/content/full/109/22/2712
Gastrointestinal bleeding after the introduction of COX 2
inhibitors: ecological study
Mamdani M, Juurlink DN, Kopp A et al.
BMJ 2004 (June 12); 328: 1415-6
http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/full/328/7453/1415
Lifestyle modification and blood pressure
Anon.
Bandolier 2004 (March); No 121
http://www.jr2.ox.ac.uk/bandolier/band121/b121-3.html
Pressure Ulcers: Etiology, Treatment and Prevention
Singhal A, Reis ED, Kerstein MD.
Geriatrics Aging 2004 (February); 7: 56-60
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article&page=8_1277.htm
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Doll R, Hill AB.
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http://bmj.bmjjournals.com/cgi/reprint/328/7455/1529
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Pharmacotherapies For Alcohol Dependence
Kenna GA, Swift RM.
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http://www.uspharmacist.com/index.asp?page=ce/3062/default.htm
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http://www.turner-white.com/pdf/hp_feb04_events.pdf
BDI aktuell 08/09 – 2004
23
BDI aktuell
Medizin
Internet
Exkurs ins Hobby
Negative eBay-Bewertung
gerichtlich nicht angreifbar?
Das Amtsgericht Koblenz
hat in seinem Urteil vom 7.
April 2004 (Az.: 142 C 330/
04) entschieden, dass eine
negative Bewertung eines
eBay-Käufers gegenüber einem eBay-Verkäufer weder
strafrechtlich noch zivilrechtlich zu beanstanden ist
und damit nicht in die Rechte des Verkäufers eingreift.
Der beklagte Käufer hatte
beim klagenden Verkäufer über
das Online-Auktionshaus eBay
eine Digitalkamera zu einem
Preis von 159,- EUR ersteigert.
Die ersteigerte Kamera wies
am Gehäuse jedoch kleine Beschädigungen (Kratzer) auf, so
dass der Beklagte sie wieder
zurückgeben wollte. Der klagende Verkäufer wollte sich
damit jedoch nur einverstanden erklären, wenn die Rücksendung im Originalkarton erfolge und er 13 Euro pauschalen Aufwendungsersatz erhielte. Daraufhin behielt der Käu-
Gesundheitswesen
Medizin
fer die Kamera und bat um die
Zusendung der Originalrechnung und der Garantieunterlagen. Der Kläger teilte daraufhin
mit, dass er solche Unterlagen
nicht besitze und auch nicht
zugesichert habe.
Der Beklagte gab daraufhin in
das eBay-Bewertungssystem
die Beurteilung „Beschwerde!
Nie wieder! So etwas habe ich
bei über 500 Punkten nicht erwartet!! Rate ab!!“ ein.
Hiergegen wandte sich der Kläger und beantragte vor Gericht
die Löschung der Bewertung.
Diesem Ansinnen ist das AG
Koblenz jedoch nicht gefolgt.
Das Gericht sah in der Bewertung keinen Fall einer Beleidigung (§ 823 Abs. 2 BGB iVm. §
185 StGB). Das Gericht wies
in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass ein
Verkäufer im eBay-Bewertungssystem einen eigenen
Kommentar zu der Bewertung
eines Käufers abgeben kann.
Da der Kläger diese Möglichkeit genutzt habe, könnten
weitere potenzielle Kunden
den Sachverhalt durchaus zutreffend einschätzen.
Auch ein Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten
Gewerbebetrieb (§§ 823 Abs.
1, 1004 BGB) verneinte das
Gericht. In der negativen Bewertung läge keine unsachliche
Schmähkritik. Zudem sei negative Kritik im Wirtschaftsleben als sozial üblich hinzunehmen.
Letztendlich sei auch ein Verstoß gegen § 6 der eBay-AGB
nicht erkennbar. In diesen AGB
ist zwar festgelegt, dass Bewertungen sachlich gehalten sein
müssen und keine Schmähkritik enthalten dürfen. Auch enthalte die Wertung des Beklagten keine Begründung. Hierauf
kommt es nach Ansicht des AG
Koblenz jedoch auch nicht an.
Bei der eBay-BewertungsPlattform handele es sich ganz
offensichtlich um ein Meinungsforum, was sich aus einer Vielzahl von sonstigen Kommentaren Dritter ergebe. Insofern
dürfe eine Partei auch bloße
subjektive Äußerungen abgeben. Die Grenze sei lediglich
dort erreicht, wo unwahre Angaben gemacht oder falsche
Tatsachen geschildert würden.
Dies sei hier aber nicht der Fall.
www.lexisnexis.de
Anmerkung:
Beim Urteil handelt es sich
um Einschätzung und Urteil eines Amtsrichters als Eingangsund Endinstanz. Bei jedem anderen Amtsrichter könnte das
Urteil anders ausfallen. Welche
amtsrichterliche Sichtweise von
höheren Instanzen – sofern ihnen ein ähnlicher Fall vorgelegt
werden kann – geteilt wird,
steht dahin.
BY
Naive Kunst
Geplantes Comeback für die
Weltapotheke Deutschland
Bundesregierung, Industrie
und Gewerkschaft wollen in
den nächsten Jahren daran
arbeiten, dass der Pharmastandort Deutschland im internationalen Wettbewerb
nicht weiter zurückfällt, sondern wieder zur Spitze aufschließt. Das ist Ziel der jetzt
vorgelegten Aktionspläne einer gemeinsamen „Task
Force“, die auch die Länder
einbinden will.
Zitate aus den Plänen:
Kurzfristige Maßnahmen –
Nationale Ebene:
Die Prüfung und Überwachung von klinischen Studien durch die Ethikkommissionen müssen fachlich
kompetent, effizient und
24
BDI aktuell 08/09 – 2004
zügig erfolgen. Die vorgesehene Rechtsverordnung
soll deshalb so ausgestaltet
sein, dass
o das Votum der nach EURecht vorgesehenen
Ethikkommission auf
jeden Fall innerhalb der
vorgesehenen Fristen
vorgelegt werden kann;
o bei multizentrischen
Studien die Entscheidung über den Antrag nur
von einer („federführenden“) Ethikkommission
getroffen wird, die für die
Prüfeinrichtung des Leiters der Klinischen Prüfung zuständig ist, und
Doppelprüfungen unterbleiben, d.h. die Ein-
beziehung der für die anderen Prüfeinrichtungen
zuständigen („lokalen“)
Ethikkommissionen, soweit sie erforderlich ist,
auf die Prüfung der jeweiligen lokalen Voraussetzungen beschränkt bleibt.
Es soll auf die Länder eingewirkt werden, dass sie
im Rahmen ihrer Verantwortung diese Ziele mit
verfolgen. (Verantwortlich: BMGS)
(…)
Zur Förderung der klinischen Forschung im ambulanten Bereich gilt es
eine Lösung zu erarbeiten,
die sicherstellt, dass prinzipiell von der gesetzlichen
Krankenversicherung Versorgungskosten im ambulanten Bereich im Rahmen
klinischer Studien übernommen werden, wenn es
um den Einsatz zugelassener Arzneimittel bzw. anerkannter Therapien und
Methoden geht und es sich
nicht um zulassungsbezogene Studien handelt. (Verantwortlich: BMGS)
Zur Förderung der personellen Flexibilität und Praxisorientierung der Forschung sollen
das Arbeits- und Dienstrecht
der Universitäten flexibler
ausgestaltet (Wissenschaftstarifvertrag) (Verantwortlich: u.a. Tarifvertragsparteien) und
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 24
Konzepte zur Möglichkeit
des personellen Austauschs zwischen dem universitären und dem industriellen Bereich entwickelt
werden. (Verantwortlich:
BMBF)
Mittelfristige Maßnahmen –
Nationale Ebene:
Es wird geprüft, inwieweit
die Koordinierungszentren
für klinische Studien sich
noch stärker auch im Bereich der Zulassungsstudien
für Arzneimittel engagieren
können. Dabei ist auch zu
überlegen, inwieweit die
elektronische Patientenakte unter strikter Wahrung
des Datenschutzes und nur
mit Zustimmung des Patienten für Studienzwecke
genutzt werden kann. (Verantwortlich: BMBF, BMGS)
Es werden öffentlichkeitswirksame Maßnahmen,
z.B. in Krankenhäusern und
an Universitäten oder anderen Einrichtungen, mit dem
Ziel durchgeführt, die Akzeptanz der klinischen
Forschung zu verbessern.
(Verantwortlich: alle Mitglieder der Task Force)
(…)
der Medizin für Interessierte Kurse zur Betriebswirtschaftslehre angeboten
werden, damit später Absolventen mit entsprechender Businesskompetenz in
der Lage sind, so genannte
„Start up Unternehmen“ zu
leiten. (Verantwortlich:
BMBF)
Bildung von Netzwerken
Es soll sowohl auf der Seite
der pharmazeutischen Industrie als auch auf der Seite
der Biotechnologie-Unternehmen für effiziente gemeinsame Ideenbörsen gesorgt werden, die ein zielgerichtetes Zusammentreffen
von potentiellen Partnern
aus dem Bereich der phar-
mazeutischen Industrie mit
Partnern aus dem Bereich
der Biotechnologie-Unternehmen ermöglichen. (Verantwortlich: Industrie)
Gesetzgebung
Es soll die Gesetzgebung
zur Biomedizin auf Innovationsfreundlichkeit
hin überprüft werden.
(Verantwortlich: BMGS)
Das Verfahren zur Umsetzung der Biopatentrichtlinie in deutsches Recht soll
schnellstmöglich abgeschlossen werden. (Verantwortlich: Gesetzgeber,
Bundesregierung)
Förderung der Biotechnologie-Unternehmen
Es soll die Möglichkeit einer
finanziellen Förderung
bzw. finanzieller Risikoabsicherungen geprüft werden, die die spezifischen Probleme insbesondere auch
von kleinen und mittelständischen Biotechnologie-Unternehmen im
Pharmabereich berücksichtigt. (Verantwortlich: Bundesregierung)
Clusterbildungen sollen gezielt dort gefördert werden,
wo ein größerer Rahmen
und eine fächerübergreifende Arbeit möglich ist sowie
Entwicklungspotenziale gegeben sind. (Verantwortlich:
BMBF, Länder)
(…)
Aus: DgD, 12/2004
Aktionsplan zur
Förderung der
Biotechnologie für den
Pharmasektor
Kurzfristige Maßnahmen –
Nationale Ebene:
Zur Förderung der Biotechnologie im Bereich der Akademia soll/sollen
bei der Forschungsförderung stärker fachübergreifende Elemente, die sich an
bio-medizinischen Projekten orientieren, beachtet
werden; (Verantwortlich:
BMBF)
gegenüber den Ländern darauf hingewirkt werden, dass
die Patentverwertungsagenturen professionalisiert und
ggf. spezialisiert werden;
(Verantwortlich: BMBF)
im Rahmen der universitären Ausbildung gegenüber
den Ländern angeregt werden, dass im Bereich der
Naturwissenschaften und
Auch das noch
Über eine Milliarde Euro für die
Gesundheitskarte „aus dem System nehmen“
Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, will darauf achten, dass die
Kosten der neu konzipierten elektronischen Gesundheitskarte „im System erwirtschaftet
werden“. Mit anderen Worten: Die Krankenkassen sollen die Gelder von ihren Leistungsausgaben abzweigen.
Den Aufwand bezifferte Schröder auf rund eine Milliarde Euro, während die Wirtschaft von
1,2 Milliarden bis 1,4 Milliarden Euro ausgeht. Die Differenz ergibt sich u.a. aus einem
unterschiedlich veranschlagten Umfang der Leistungsmerkmale der Karte, der noch nicht
abschließend bestimmt ist.
Quelle: www.facharzt.de
BDI aktuell 08/09 – 2004
25
BDI aktuell
Gesundheitswesen
Medizin
Richtig kodieren
DRG-Training in Beispielen
Beispiel 1: Idiopathische
thrombozytopenische
Purpura (ITP)
Eine 47-jährige Frau wird vom
Hausarzt zur stationären Abklärung eingewiesen. Die Patientin klagt seit Tagen über
dunklen Stuhlgang und Schwäche. Im Aufnahmelabor findet
sich eine ausgeprägte Anämie
sowie eine schwere Thrombozytopenie, die klinische Untersuchung zeigt neben Zeichen
der Anämie diffuse Petechien.
Eine Ösophagogastroduodenoskopie zeigt eine diffuse
Blutung bei Magenerosionen.
In der Akutsituation ist die
Transfusion von 5 Erythrozytenkonzentraten und zwei
Thrombozytenkonzentraten
erforderlich. Die weitere Abklärung einschließlich Knochenmarksdiagnostik, ergibt
eine idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP).
Unter Gabe von Kortison rasche Besserung und Entlassung nach neun Tagen.
Kommentar:
Die Einweisung erfolgte unter dem Verdacht auf eine
akute gastrointestinale Blutung. Während der Behandlung dieses Symptoms wurde als zugrunde liegende
Erkrankung die idiopathische thrombozytopenische
Purpura (ITP) entdeckt und
behandelt. Damit stellt die
ITP die Hauptdiagnose dar.
Da die akute gastrointesti-
nale Blutung ein eigenständiges medizinisches Problem darstellt, wird sie
ebenfalls als Nebendiagnose verschlüsselt. Hingegen
stellen die Petechien ein typisches Symptom ohne eigenständige medizinische
Bedeutung dar und werden
nicht separat mit R23.3 Spontane Ekchymosen kodiert
(DKR D002c4).
Ohne die Angabe von K29.0
Akute hämorrhagische Gastritis und D62 Akute Blutungsanämie käme der Fall in
Q62B Gerinnungsstörungen
ohne CC mit einem Relativgewicht von 0,748 und einer MVD von 5,9 Tagen.
Bei der Transfusion von Blut
oder seinen Bestandteilen
sind die Mengen während
des gesamten Aufenthaltes
zu addieren und unter dem
Zeitpunkt der ersten Gabe
zu dokumentieren. Für verschiedene Blutprodukte sind
getrennte Summen anzugeben (DKR P005b / P012a4).
Beispiel 2:
Ausgeschlossene
Diagnose
Ein 53-jähriger Mann wird von
seinem Hausarzt eingewiesen,
da bei ihm ein eindeutig pathologisches Belastungs-EKG aufgefallen war. Eine Angina-pectoris-Symptomatik bestand
nicht, der klinische Untersuchungsbefund war unauffällig.
Ruhe-EKG, Labor (ein-
Beispiel 1
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
D69.31
K29.0
D62
1-632
1-440.a
8-800.2
8-800.4
1-424
Q62A
Idiopathische thrombozytopenische Purpura, nicht als transfusionsrefraktär bezeichnet.
Akute hämorrhagische Gastritis
Akute Blutungsanämie
Diagnostische Ösophagogastroduodenoskopie
1-5 Biopsien am oberen Verdauungstrakt
Transfusion Erythrozytenkonzentrat 1-5-TE
Transfusion Thrombozytenkonzentrat 1-5-TE
Biopsie ohne Inzision am Knochenmark
Gerinnungsstörungen mit CC
1,194
10,0 Tage
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
R94.3
Z84.8
Abnorme Ergebnisse von kardiovaskulären Funktionsprüfungen
Sonstige näher bezeichnete Krankheiten oder Zustände in der Familienanamnese
Prozeduren2:
1-275.2
DRG3:
F43C
Transarterielle Linksherzkatheteruntersuchung: Koronarangiographie,
Druckmessung und Ventrikulographie im linken Ventrikel
Invasive kardiologische Diagnostik, außer bei koronarer Herzkrankheit
ohne äußerst schwere oder schwere CC
0,695
4,3 Tage
Prozeduren2:
DRG3:
Relativgewicht:
Mittlere Verweildauer:
Beispiel 2
Relativgewicht (effektiv):
Mittlere Verweildauer:
Beispiel 3
Hauptdiagnose1:
J 44.0
Nebendiagnosen1:
J20.8
B95.6!
Prozeduren2:
DRG3:
Relativgewicht:
Mittlere Verweildauer:
26
BDI aktuell 08/09 – 2004
J96.0
1-710
E65A
Chronisch obstruktive Lungenkrankheit mit akuter Infektion
untere Atemwege
Akute Bronchitis durch sonstige näher bezeichnete Erreger
Staphylococcus aureus als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln
klassifiziert sind
Akute respiratorische Insuffizienz, andernorts nicht klassifiziert
Ganzkörperplethysmographie
Chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung mit äußerst schweren CC
1,205
13,0 Tage
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 26
schließlich Cholesterin und Triglyceriden), 24-Stunden-Blutdruckmessung, Echokardiographie und die Spiegelung des Augenhintergrundes ergaben
Normalbefunde.
Bei positiver Familienanamnese (der Vater war mit 57 Jahren am plötzlichen Herztod
verstorben) wurde eine Koronarangiographie durchgeführt,
eine Koronare Herzkrankheit
konnte ausgeschlossen werden. Gesamtverweildauer 3
Tage.
Kommentar:
Ausgeschlossene Diagnosen
dürfen nicht verschlüsselt
werden. Deshalb kann in
diesem Fall lediglich die pathologische Ergometrie als
Ursache für den Krankenhausaufenthalt angegeben
werden.
Alternativ wäre auch Z03.5
Beobachtung bei Verdacht
auf sonstige kardiovaskuläre Krankheiten als Hauptdiagnose denkbar. Beide
Hauptdiagnosen führen in
die gleiche DRG.
Die Angabe der Familienanamnese als Nebendiagnose ist nur dann gerechtfertigt, wenn ein zusätzlicher
Aufwand damit verbunden
war. Beispielsweise eine
besonders ausführliche Familienanamnese erhoben
wurde oder ein Gespräch
Gesundheitswesen
Medizin
über das besondere Risiko.
In jedem Fall sollte eine entsprechende Dokumentation
in der Krankenakte vorhanden sein.
Grundsätzlich besteht hier
auch ein Problem mit der
stationären Behandlungsindikation. Es sollte in jedem
Fall auch geprüft werden,
ob die Diagnostik nicht auch
als stationsersetzende Maßnahme nach §115b SGB V
erbracht werden kann.
Beispiel 3:
Infektexacerbierte
Chronisch-obstruktive
Lungenerkrankung
(COLD)
Ein 73-jähriger Mann mit bekannter chronischer obstruktiver Lungenerkrankung wird mit
akuter Infektexacerbation aufgenommen. In der initialen Blutgasanalyse findet sich eine mittelgradige respiratorische Partialinsuffizienz, es erfolgt eine
transnasale O2-Gabe. Auslöser
der Verschlechterung ist eine
eitrige Bronchitis mit Nachweis
von Staphylococcus aureus.
Unter entsprechender Therapie rasche Besserung, vor Entlassung (VD 10 Tage) wird eine
Lungenfunktionsprüfung durchgeführt, die Blutgasanalyse hat
sich weitgehend normalisiert.
Kommentar:
Die Verschlüsselung der
COLD ist in der speziellen
Kodierrichtlinie DKR 1003c
näher erklärt. Die infektiöse
Verschlechterung ist mit
J44.0 zu kodieren, sonstige
Exazerbationen mit J44.1-.
Der Kode J44.1- kann aufgrund des FEV1-Wertes an
5. Stelle noch genauer differenziert werden.
Die separate Kodierung der
akuten und chronischen
Form der Erkrankung ist hier
nicht erforderlich (DKR
D006a / 1003c).
Die eitrige Bronchitis stellt
ein eigenes Krankheitsbild
dar und ist deshalb als Nebendiagnose anzugeben
(DKR 1003c).
Ausrufezeichenkodes erklären bestimmte Krankheitszustände näher. Die deutschen
Kodierrichtlinien unterscheiden in obligatorisch anzugebende Ausrufezeichenkodes
und optionale Kodes.
Ausrufezeichenkodes können nie zur Hauptdiagnose
werden (DKR D012a).
Wäre der Erreger bereits im
Text der Diagnose enthalten (z.B. J13 Pneumonie durch
Streptococcus pneumoniae),
ist kein Ausrufezeichenkode
erforderlich.
Eine vollständige Dokumentation aller Nebendiagnosen
ist wichtig. Hier erfüllt die
akute respiratorische Insuffizienz die Kriterien der
Nebendiagnosen (DKR
D003b). Wäre der Kode
J96.0 nicht eingegeben worden, käme der Fall in E65B
Chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung ohne äußerst
schwere CC mir einem Relativgewicht von 0,864.
Auch eine ungenaue Verschlüsselung hat Folgen,
wenn J96.9 respiratorische
Insuffizienz, nicht näher bezeichnet verwendet worden
wäre, würde sich auch E65B
ergeben.
1
2
3
4
ICD 10. Revision Version 2004 GM, gültig ab
01.01.2004
OPS-301 Version 2004, gültig ab 01.01.2004
3M G-DRG Grouper – Version 3.2
Deutsche Kodierrichtlinien Version 2004
Nächste Folge:
Verschiedene
Kodierbeispiele
Dr. med. Martin Zeuner
Ressort stationäre Einrichtungen
Medizinischer Dienst der
Krankenversicherung in Bayern
Putzbrunner Str. 73
81739 München
Dr. med. Michael Kulzer
Oberarzt Kardiologie
DRG – Beauftragter
Städtisches Krankenhaus
München Harlaching
Sanatoriumsplatz 2
81545 München
DRG-Einführung
Das 2. Änderungsgesetz im Anmarsch
Krankenhausabteilungen mit
nachlässig behandelten, aber
sorgfältig nach DRG abgerechneten Patienten können
überleben. Sorgfältig behandelte aber nachlässig abgerechnete Patienten können
ab dem Folgejahr die Schließung der Abteilung bewirken.
Das ist die neue DRG-Realität in den Krankenhäusern,
denen ein zweites Fallpauschalenänderungsgesetz bevorsteht.
Zu dessen Intentionen äußert
sich Georg Baum, Unterabtei-
lungsleiter im Bundesgesundheitsministerium, wie folgt:
„Die Konvergenzphase wird
wie geplant zum 01.01.2005
gestartet. Die Rahmenbedingungen werden aber etwas
modifiziert. Niemand bestreitet, dass der Fallpauschalenkatalog auch nach der zur Zeit
laufenden Revision für 2005
noch nicht die Reife haben
wird, die Voraussetzung ist, um
die ökonomischen Wirkungen,
die sich aus den ursprünglich
vorgesehenen Konvergenzquoten ergeben, greifen zu lassen.
Große Kliniken – größte
Probleme
Deshalb ist vorgesehen, den
Einstiegswinkel abzuflachen.
Mit 15% wird die ursprünglich vorgesehene Quote von
33% mehr als halbiert.
Das hilft insbesondere den
großen Kliniken, die – zugegeben – auch die größten Probleme infolge des aktuellen
Standes des Kataloges haben.
Zugleich wird die Konvergenzphase um 1 Jahr verlängert.
Unverändert bleibt, dass ab
01.01.2005 die Grundlohnrate
als Begrenzung für den Zuwachs des Budgets des einzelnen Krankenhauses wegfällt.
Das ist das Ende der grundlohnbezogenen Budgetierung für das Krankenhaus.
Zusätzliche Leistungen, die die
Krankenhäuser in die Budgetverhandlungen einbringen, sind
ab 01.01.2005 wieder schiedsstellenfähig. Die zusätzlichen
Leistungen werden grundsätzlich mit den Preisen aus dem
Fallpauschalenkatalog beBDI aktuell 08/09 – 2004
27
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 27
wertet. Um zu verhindern, dass
sie nur mit der nun deutlich
abgesenkten Konvergenzquote in die Budgets eingehen,
wird hier eine Sonderregelung
für solche Leistungssteigerungen vorgesehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt
ist die Schaffung einer nachträglichen Korrekturmög-
Personalia
BDI-Vizepräsident Prof. Dr. Malte Ludwig wurde zum
01.07.2004 Chefarzt der neu eingerichteten Abteilung für
Angiologie und Phlebologie der Internen Klinik Dr. Argirov in
Kempfenhausen am Starnberger See. Zuvor war Ludwig leitender Oberarzt an der Medizinischen Universitäts-Poliklinik
Bonn (von 1988 bis 2004).
Red.
Geburtstag
Am 02.08.2004 vollendete Prof. Dr. med. Klaus Henning
Usadel, Frankfurt / Main, ehemaliges Vorstandsmitglied des
BDI, sein 65. Lebensjahr.
Wir gratulieren dem Jubilar herzlich und wünschen noch
viele segensreiche Jahre.
lichkeit für die Vereinbarungen
zum Basisfallwert auf der Landesebene. Dies gibt den Vertragspartnern die Möglichkeit,
statistische Größen, die Grundlagen für die Vereinbarungen
sind, im Lichte tatsächlicher Entwicklungen im nächsten Jahr zu
korrigieren. Damit soll die Konsensfindung erleichtert werden.
Ein zweiter Schwerpunkt des
Referentenentwurfes ist die Modifikation der Ausbildungsfinanzierung. Genauso wie die
medizinischen Leistungen über
die Fallpauschalen sollen ja die
Ausbildungskosten der Krankenhäuser und insbesondere die Kosten für den Betrieb der Schulen
über pauschalierte Werte gesteuert werden. Nachdem sich zeigt,
dass die Selbstverwaltungspartner
nicht in der Lage sind, hier belast-
bare Werte für das Jahr 2005 zu
ermitteln, muss zur Sicherstellung
der Finanzierung der Ausbildung
zunächst auf das hausindividuelle
Verfahren zurückgegangen werden. Vorgesehen ist, dass krankenhausindividuelle Ausbildungskostenbudgets vereinbart werden, die aber im Laufe
der nächsten Jahre an pauschalierte und von den Selbstverwaltungspartnern weiterhin zu vereinbarende Richtwerte anzupassen sind.
Schließlich wird eine Legaldefinition für teilstationäre
Leistungen vorgenommen.
Dies ist wichtig, um die teilstationären von den ambulanten Leistungen in Zukunft besser abgrenzen zu können.“
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Für internistische Facharzt-Praxis Nachfolger mit Voraussetzung für KV-Zulassung
gesucht. Diese Anzeige wendet sich an
qualifizierte Kollegen/Kolleginnen, die ihre
Zeit der ärztlichen Tätigkeit vor allem den
Patienten widmen möchten und dafür angemessen honoriert werden wollen.
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Hausärztlich-internistische Praxis in einer Praxisgemeinschaft (2 Ärztinnen) in
mittelgroßer Stadt Ostbrandenburgs, eingebettet in reizvolle Wald- und Seenlandschaft, aus Altersgründen zu günstigen
Konditionen abzugeben. Die PG befindet
sich in einem Ärztehaus mit behindertengerechtem Zugang, sehr guter Verkehrsanbindung mit Bus, Bahn und PKW, reichlich Parkplätze und Apothekennähe. Sehr
günstige stabile betriebswirtschaftliche Situation.
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Wirtschaftlich sichere, internistisch-hausärztliche Praxis in Cottbus zu optimalen
Konditionen aus Altersgründen ab 1/05
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Ambiente.
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kaufen. Es besteht eine fachärztliche Kooperation seit 25 Jahren. Die Praxis ist
bes. geeignet für Gastroenterologen und
Kardiologen. Neue Räumlichkeiten, langer Mietvertrag, eingespieltes, erfahrenes
Personal.
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Gut geführte Internistisch-Hausärztliche Praxis mit hohem Privatpatientenanteil und damit umsatzstabil am Harzrand, flexibel ab 2004 abzugeben. Sehr
gute apparative Ausstattung (Farbdoppler-Echo, Sono, Gastro, Colo, LZ EKG
etc.). Übergangsgemeinschaft ab sofort
möglich.
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Hausarzt-Internisten-Praxis seit 1975 in
einer Kleinstadt der Oberpfalz zu verkaufen. Alle Schulen und Freizeiteinrichtungen am Ort sowie Autobahnanschluss.
Eine Übergangsgemeinschaft ist erwünscht.
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Große internistische Facharztpraxis im
Raum Stuttgart bietet sichere Einstiegsmöglichkeit in Praxisgemeinschaft für
eine(n) Fachärztin/-arzt für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin / hausärztliche
Versorgung.
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Fachärztliche internistische Praxis mit
günstigem Umsatz/Gewinn-Verhältnis im
Einzugsbereich der KV Frankfurt/Main an
Kardiologen oder Gastroenterologen im
Zuge eines Generationenwechsels abzugeben.
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Internistisch-hausärztliche Praxis in der
Nähe der Stadt Trier Mitte/Ende 2004 aus
Altersgründen abzugeben.
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Große, aber noch ausbaufähige internistische Hausarztpraxis in einer zentral gelegenen Kreisstadt in Thüringen,
mit Bahn- und Autobahnanschluss (A4
und A71) aus Altersgründen flexibel
Ende 2004 oder Anfang 2005 abzugeben. Übergangsgemeinschaftspraxis
wäre ab sofort denkbar.
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Stadt Trier: Internistisch-hausärztliche
Praxis in zentraler Lage zum 01.10.04
oder 01.01.05 aus Altersgründen abzugeben.
Tel.: 0651/45454, Fax: 0651/45646
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mit/ohne Praxis und Scheine im Zentrum der Universitätsstadt Marburg/Lahn
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Rheumatologie zum bald möglichsten
Termin (z.B. Ende des III. Quartals
2004) abzugeben. Möglichkeiten zur Assoziation mit interessierten Kollegen in
der Stadt zur Bildung eines Ärztezentrums oder einer Gemeinschaftspraxis
sind derzeit vorhanden.
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Fachinternist ohne Schwerpunkt in
Kooperation bietet seine Praxis in nds.
Großstadt zum Verkauf an. Besonders
geeignet für Gastroenterologen/Proktologen oder Kardiologen. Seit Jahren umsatzstark und in modernen Räumlichkeiten.
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Internistisch-hausärztliche Praxis, gut geführt, umsatzstabil, in Bremen, Anfang
2005 abzugeben.
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Praxis in niedersächsischer Großstadt ver-
Hausärztlich-internistische mittelgroße
Einzelpraxis, Großraum westliches München, KV-Sitz, Bestlage in Kreisstadt, SBahn, urbanes Umfeld mit infrastruktureller und kultureller Vielfalt, bis Ende 2005
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Die KV Schleswig-Holstein schreibt folgende Vertragsarztsitze aus:
– Kreis Stormarn, Praxis eines Facharztes / einer Fachärztin für Innere Medizin (hausärztlich), Übernahme durch einen Nachfolger, gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.08.2004
– 07/08/04: Kreisregion Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde,
Praxis eines Facharztes / einer Fachärztin für Allgemeinmedizin, Übernahme
durch einen Nachfolger, gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.09.2004
– 09/08/04: Stadt Lübeck, Praxis eines
Facharztes / einer Fachärztin für Innere
Medizin mit hausärztlicher Tätigkeit, Übernahme durch einen Nachfolger, gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.09.2004
Auskünfte: KV Schleswig-Holstein
Bismarckallee 1-3
23795 Bad Segeberg
Tel. 04551/883-327, -259, -291, -346, -378
PRAXISSUCHE
Internist / Kardiologie/Angiologie, Mitte 40, habilitiert, derzeit in ungekündigter
oberärztlicher Position sucht Einstieg in
Gemeinschaftspraxis, Praxisübernahme
oder internistisch-fachärztlichen KV-Sitz im
Großraum Rhein-Main. Invasive Arbeit
wäre wünschenswert, ist jedoch nicht Bedingung.
„Praxissuche 38670“
Internistin sucht fachärztlich-internistische Praxis in Essen oder Umgebung
zur Übernahme oder Einstieg in eine GMPraxis.
„Praxissuche 15188“
Gastroenterologische Praxis möglichst
in Großstadt gesucht.
„Praxissuche 32765“
Internist/Pneumologie (41) sucht Niederlassungsmöglichkeit – gerne auch
Assoziation – im Raum Rhein-Main,
Rhein-Neckar bis Kralsruhe. Erfahrungen
mit Asthma- und COPD-Schulungen,
Heimbeatmung, Betreuung von Transplantationspatienten, Bronchologie, Praxisvertretungen. Kenntnisse in Ultraschall, Echo,
Punktionstechniken. Mind. 5 Jahre pneu-
PRAXISPARTNER
Internist, naturheilkundl./homöopathisch orientiert, ab sofort in Privatpraxis, Topausstattung, gesucht. Spätere
Übernahme möglich. Rhein-Main.
„Praxispartner 76241“
Ausbaufähige Gemeinschaftspraxis
mit Sitz am Krankenhaus am Rand des
Ruhrgebietes sucht für Ende 2004
eine(n) Partner(in); zu diesem Zeitpunkt steigt die Seniorpartnerin aus Altersgründen aus. Schwerpunkte der
Praxis zurzeit: Diabetologie (ca. 250
Diabetiker) und Geriatrie. Gesucht wird
eine hausärztliche Internist(in) für ein
hochmotiviertes Team! Geboten werden kann neben einem hohen Freizeitwert (durch gute Arbeitsteilung) eine
gute Zukunftsperspektive durch Kooperation mit dem Krankenhaus. Falls
diese Informationen Ihr Interesse geweckt haben sollte, hier die
Tel.Nr. zum Glück: 0281/953477
(dienstl.) oder 02064/52057 (privat)
Früher Vogel fängt den Wurm: Fachübergreifende internistische Gemeinschaftspraxis bietet qualifiziertem
Gastroenterologen oder fachärztlichem Internisten mit Gastroschwerpunkt sehr gute Arbeits- und Ertragsmöglichkeiten in einer der schönsten
Regionen Deutschlands (Bodensee/
Mittelzentrum/Ärztehaus). Röntgenzulassung (mindestens Thorax, ggf. Knochen etc.) absolut wünschenswert.
Einstieg ab 2005, spätestens Ende
2006.
„Praxispartner 10784“
Große Schwerpunktpraxis Endoskopie sucht: Partner/in für altersbedingt
ausscheidenden Kollegen, KV-Sitz ist
vorhanden. Internist mit Endoskopie-Erfahrungen, Teilgebiet Gastroenterologie
erwünscht, aber nicht unbedingt erforderlich, geeignet auch für Kollegen/in
mit Wunsch nach Teilzeitarbeit. Bei noch
nicht beendeter WB kann diese hier erworben werden (ein Jahr wird anerkannt).
Gem.Pr. Dr. Friedrichs/Krolls
Emscherstr. 215
47166 Duisburg
Tel.: 0203/555450
E-Mail: olaf@friedrichs.org
Gastroenterologie-Kollege zum Eintritt
und zur Gründung einer gastroenterologischen Fachpraxis gesucht. Einzugsgebiet
ca. 80.000-100.000 Einwohner. Bisher
kein Gastroenterologe.
„Praxispartner 10434“
Internist, Diabetologe, für große diabetologische Schwerpunktpraxis –
zwischen Hannover und Hamburg –
sofort gesucht. Spätere Übernahme
erwünscht.
„Praxispartner 05934“
Suche dringend nette(n) Partner(in)
für wachsende hausärztliche Gemeinschaftspraxis am Niederrhein
mit diabetologisch/geriatrischem
Schwerpunkt. Ende 2004 scheidet die
Seniorpartnerin aus. Neben Teamarbeit sind auch Erholphasen für eine
gute und langjährige Zusammenarbeit
wichtig; durch die Lage auf dem Krankenhausgelände sind interessante Kooperationen in der Zukunft möglich.
Allgemeinmediziner(in)
oder
Internist(in) mit Zusatzbezeichnung
wäre wünschenswert, aber sicherlich
nicht Bedingung.
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Umsatzstarke, seit 18 Jahren bestehende Praxis mit stabiler betriebswirtschaftlicher Situation (jetzt hausärztlich-internistisch) in größerem Ärztehaus in reizvoller, familienfreundlicher bayerisch-mittelschwäbischer
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Gemeinschaftspraxis-Gründung;
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Naturheilverfahren, Diabetologie o.ä.
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Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
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(voraussichtlicher Erscheinungstermin: 23.09.2004);
für BDI aktuell November 2004: 27.09.2004
(voraussichtlicher Erscheinungstermin: 21.10.2004).
BDI aktuell 08/09 – 2004
29
BDI aktuell 08/09 – 2004 Seite 30
Kleinanzeigen
Für eine internistische Gemeinschaftspraxis wird zum 01.01.2005 ein hausärztlicher
Internist gesucht. Möglichkeiten zur Weiterbildung sind geboten. Interessante Untersuchungsbedingungen bestehen bei einer
großen Gemeinschaftspraxis.
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Suche Kollegin für Praxisgemeinschaft
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Dermatologie. Spektrum: komplette Innere Medizin inkl. internistisches Röntgen
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Endoskopie-Kenntnisse erwünscht (aber
nicht zwingend). Teilzeit- und Schichtmodelle möglich.
Tel.: 0201/827200, Fax: 0201/8272010,
E-Mail: praxis@dr-boekstegers.de
STELLENSUCHE
Internist, Hämato-Onkologie, Sozialmed.,
Physikal. Med., Psycho-Onkologie, langjährige Führungspositionen Akut- u. Rehamedizin, breite Berufserfahrung, sucht neuen Wirkungskreis.
„Stellensuche 15198“
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Internist/Gastroenterologie, 48 J., übernimmt Vertretungen in Praxis oder Klinik.
Tel.: 06861/790208 (Dr. Grün)
VERTRETERSUCHE
Suche erf. Praxis-Vertreter/in für intern.rheumatolog. Schwerpunktpraxis zum
häufigeren Einsatz in Urlaubs- und Kongress-Zeiten.
Tel.: (Saarbrücken) 0681/3905075
Terminübersicht Fort- und Weiterbildung 2004
Kurse
Echokardiographie-Grundkurs* / Fortbildungspunkte: 41
Termin:
30.08. - 03.09.2004
Ort:
Pörtschach am Wörthersee
Kursleiter:
Dr. med. F.-J. Beck et al.
Gebühr:
390,00 / 500,00 (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl. – Preis inkl. Kongress-Teilnahme!)
Doppler-Echokardiographie-Refresher / Fortbildungspunkte: 12
Termin:
18.-19.09.2004
Ort:
München
Kursleiter:
PD Dr. med. W. Zwehl
Gebühr:
180,00 / 230,00 (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Intensivkurs Kardiologie/Pneumologie / Fortbildungspunkte: voraussichtlich 16
Termin:
22.-24.10.2004
Ort:
Bad Krotzingen (bei Freiburg i. Brsg.)
Kursleiter:
Prof. Dr. med. G. Bönner
Gebühr:
210,00 / 250,00 (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Echokardiographie-Aufbaukurs* / Fortbildungspunkte: 36
Termin:
13.-16.11.2004
Ort:
Wiesbaden, HSK
Kursleiter:
Dr. med. F.-J.Beck et al.
Gebühr:
340,00 / 420,00 (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Bronchoskopie-Kurs / Fortbildungspunkte: 25
Termin:
25.-27.11.2004
Ort:
Nürnberg
Kursleiter:
Dr. med. M. Wagner
Gebühr:
210,00 / 260,00 (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Ultraschall-Refresherkurs Echokardiographie (Teil 1)
Termin:
11.12.2004
Ort:
Wiesbaden, HSK
Kursleiter:
Dr. med. F.-J. Beck et. al.
Gebühr:
130,00 / 180,00 (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Kongresse
29.08. - 04.09.2004
26.09. - 02.10.2004
25.11. - 04.12.2004
Wartezimmerstühle (10-15 Stück, ca. 1,5
Jahre benutzt) jetzt für 30 € abzugeben. Neupreis 70 €.
Tel.: (Bochum) 0234/18811
Pörtschach am Wörthersee / Fortbildungspunkte: 20
Venedig (2. Seminarkongress) / Fortbildungspunkte: 20
Teneriffa / Puerto de la Cruz / Fortbildungspunkte: 20
Sonstige BDI-Termine
26.08.2004
09.09.2004
VERSCHIEDENES
Kongresse und Fortbildung
09.12.2004
Bezirksgruppe Göttingen – Stammtisch, Göttingen
Bezirksgruppe Ludwigshafen/Rhein – Treffen der Ludwigshafener Internisten,
Ludwigshafen
Bezirksgruppe Ludwigshafen/Rhein – Treffen der Ludwigshafener Internisten,
Ludwigshafen
* nach KBV-Richtlinien
Beachten Sie bitte auch die detaillierten Veranstaltungsankündigungen
auf den folgenden Seiten!
BDI-Veranstaltungen
Bezirksgruppe Göttingen: Stammtisch der Internistinnen
und Internisten
Datum:
26.08.2004, 20.00 Uhr
Ort:
Restaurant Melange, ehemals Alte Boerse
Reinhäuser Landstr. 18, Göttingen
Themen:
Infos vom „Runden Tisch der Berufsverbände“ zu den
anstehenden wichtigen Wahlen zur Vertreterversammlung
und den geplanten Wahllisten.
Sonstige Veranstaltungen
Cuxhavener Internisten: Internistentreffen
Datum:
immer am ersten Donnerstag (werktags) des letzten
Quartalsmonats, regelmäßig um 19.00 Uhr
Hochrestaurant Donners Hotel,
Am Seedeich 2,
27472 Cuxhaven
Kontakt:
Tel.: 04721/5090
Bemerkung: Die Treffen finden statt in Kombination mit einem
Qualitätszirkel für hausärztliche Internisten.
Ort:
Echokardiographie München
KV-Kurse & Refresher seit 15 Jahren
Themen:
Echo KV-Grundkurs
29.09.-02.10.2004
Echo KV-Aufbaukurs
24.-27.11.2004
Klappen-Workshop
25.09.2004
Stress-Echo Kurs
23.10.2004
Rechtes Herz-PHT
Termin n.n.
Information: Tel.:089 / 30 68 25 98 - PD Dr. med. W. Zwehl
Fax:089 / 30 68 39 41
Kongresse und Fortbildung
E-Mail:echokurs@aol.com
www.echokurs.com
1. Deutsche Messe für neue VersorgungsStrukturen in der Medizin
Datum:
19.09.2004, 10.00-15.00 Uhr
Ort:
RuhrCongress Bochum
Projektmesse – Meet the Expert-Seminare (Finanzberatung
/ Juristische Beratung / Krankenkasse / Netzstrukturen /
Praxisberatung / Unternehmensberatung) – 4 Workshops
(zukünftige Aspekte praxisnah fokussiert: e-card / Telematik
/ QM / Zukunft 2020) – Gesundheits Ökonomie-Forum
Gebühren: Eintritt: 20,00 € zzgl.
1 Seminar: 15,00 €
2 Seminare: 25.00 €
3 Seminare: 35.00 €
4 Seminare: 45,00 €
CME:
Die Veranstaltung ist für den Erwerb eines Fortbildungszertifikats durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe anerkannt.
Der Besuch wird mit insgesamt 5 Punkten bewertet.
Veranstalter: Vivo-Consult, Ruhrstadt
www.vivo-consult.de
Dr. Ludwig Kalthoff
E-Mail:
kalthoff@ruhr-internisten.de
Mobil: 0175 - 17 42 549
Sonstiges:
Gastgeber: KV Westfalen-Lippe
Gast: KV Nordrhein und KV Niedersachsen
Herr Aubke, stellv. Vorsitzender der KBV, hat seine
Teilnahme zugesagt.
Förderpreise: Es werden 3 nationale Förderpreise ausgeschrieben für die
Kategorien 1) das erfolgreichste Projekt, 2) das kreativste
Projekt, 3) das am schnellsten realisierbare Projekt.
Weitere Infos:Weitere Einzelheiten und ein Anmeldeformular finden sie
auf unserer Homepage www.bdi.de unter <Fortbildung>,
<Sonstige Termine>.
Doppler-/Duplexsonographie Gefäßdiagnostik; Abschlusskurs
Periphere Arterien und Venen - nach DEGUM- und KBV-Richtlinien
Datum:
25.-26. September 2004
Ort:
Vivantes-Klinikum
im Friedrichshain, Klinik für
Innere Medizin - Angiologie
Zentrum für Gefäßmedizin
Landsberger Allee 49
10249 Berlin
Leitung:
Dr. med. A. Hinrichs, DEGUM-Seminarleiterin
Anmeldung: Tel. 030/4221-1574 oder -1575, FAX 030/85605916
E-Mail AnneHinrichs@t-online.de
1. Deutscher Atherosklerosekongress
Datum:
30.09.-02.10.2004
Ort:
Hotel Westin, Leipzig
Hauptthemen: Globales Risiko und/oder neue Risikofaktoren der Atherosklerose / Prävention und Therapie der Atherosklerose;
Kongresssprache: deutsch/englisch
(Industrieausstellung: ca. 150 qm)
Kongresspräsident: Prof. Dr. J. Thiery
Kongresssekretariat: Katja Duczek, Tel.: 0341 / 9722254
Kongressorganisation: livingcongress, Congress Management International, Frau Wulf, Tel.: 0451 / 7904-333
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Arterioskleroseforschung e.V.
(DGAF) / Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von
Fettstoffwechselstörungen und ihre Folgeerkrankungen
DGFF (Lipid-Liga) e.V.
Gebühren: € 120,-- bei Anmeldung bis zum 15.09.2004
€ 180,-- nach dem 15.09.2004
€ 60,-- Tagesgebühr
€ 100,-- ermäßigte Gebühr für Mitglieder der o.g. Gesellschaften (bis 15.09.2004)
Ermäßigung für Doktoranden und Studenten gegen Nachweis. Weitere Informationen:
www.atherosklerosekongress.de
41. Kongress der Südwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin
Datum:
01.+02.10.2004
Ort:
Graf-Zeppelin-Haus
Olgastr. 20
88045 Friedrichshafen
Hauptthemen: Gastroenterologie: Die Kardia: Reflux, Barrett und kein
Ende… / Kardiologie: Synkopen: Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie / Onkologie: Rektumkarzinom, HNPCC,
Seite 31 BDI aktuell 08/09 – 2004
Palliative Therapieverfahren, Bronchialkarzinom / Innere
Medizin aktuell / Schnittbildverfahren I: Thorax, Herz und
Aorta, Lunge / Schnittbildverfahren II: Abdomen, Retroperitoneum, Gefäße / Patientenautonomie am Lebensende
Seminare für Ärzte / Hands-on-Seminare / Arzt-PatientenSeminare
Auskunft/Anmeldung:: MedCongress GmbH
Postfach 70 01 49
70571 Stuttgart
Tel.: 0711 / 72 07 12 - 0
Fax: 0711 / 72 07 12 - 29
www.medicacongress.de
43. Bayerischer Internistenkongress
Datum:
12.-14.11.2004
Ort:
Ludwig-Maximilians-Universität, Universitätshauptgebäude
München
Leitung:
Prof. Dr. med. Johannes Mann, München
Schwerpunktthemen:
Fr, 12.11.2004, 15:00-18:30 Uhr: Aktuelles aus der Gastroenterologie, Hepatologie und Rheumatologie
Vorsitz: Prof. Dr. med. J. Schölmerich (Med. Klinik und
Poliklinik I, Universität Regensburg)
Sa, 13.11.2004, 09:00-12:30 Uhr: Fortschritte in der
Onkologie und Diabetologie
Vorsitz: Prof. Dr. med. A. Neubauer (Med. Poliklinik
Universität Würzburg)
Sa, 13.11.2004, 14:30-18:00 Uhr: Brennpunkte der Kardiologie und Nephrologie
Vorsitz: Prof. Dr. med. G. Ertl (Med. Klinik Universität Würzburg)
So, 14.11.2004, 09:00-12:30 Uhr: Herzinsuffizienz und
Pneumologie – neue pathophysiologische, diagnostische und
therapeutische Aspekte
Vorsitz: Prof. Dr. med. G. Riegger (Klinik und Poliklinik für
Innere Medizin II, Universität Regensburg)
Seminar-Veranstaltungen: Kardiale Notfallbehandlung in der
Praxis / Lungenfunktionsdiagnostik / Diabetes-Behandlung
Auskunft:
MCN Medizinische Congressorganisation Nürnberg AG
Zerzabelshofstr. 29, 90478 Nürnberg
Tel.: 0911 / 393 16 27, Fax: 0911 / 393 16 55
E-Mail: bik@mcnag.info. Internet: www.mcn-nuernberg.de
179. Tagung der Rheinisch-Westfälischen Gesellschaft
für Innere Medizin e.V. in Kooperation mit dem BDI e.V.
Datum:
19. und 20.11.2004
Ort:
Eurogress Aachen
Monheimsallee 48
52064 Aachen
Kongressvorsitzender: Prof. Dr. W. Berges, Chefarzt der Med. Klinik,
Luisenhospital Aachen, Boxgraben 99, 52064 Aachen
Tel.: 0241/4142200
Fax: 0241/4142215
E-Mail: innere@luisenhospital.de
Kongresssekretariat: Frau Dr. G. Lätzsch, Frau G. Kleutgens, Med.
Klinik, Luisenhospital Aachen, Boxgraben 99, 52064 Aachen
Tel.: 0241/4142200
Fax: 0241/4142215
E-Mail: innere@luisenhospital.de
Thema:
Innere Medizin, Einheit in der Vielfalt
Vorläufiges Programm:
Do, 18.11.2004: Echokardiographischer Kurs / EKG-"Crash-Kurs"
Fr, 19.11.2004: Vorträge zu allen Bereichen der Inneren Medizin / Intensivmedizinisches Seminar / Endoskopisches Videoseminar /
Seminar Diabetisches Fußsyndrom / Berufspolitisches
Seminar / Postervorträge / Festvortrag / Gesellschaftsabend
Sa, 20.11.2004: Aktuelle Probleme der Infektiologie – Virale Erkrankungen
– Malaria-Therapie – MRSA / Neue Entwicklungen in der
Gastroenterologie / Preisverleihungen – Ehrungen / Mitgliederversammlung der Rheinisch-Westfälischen Gesellschaft
für Innere Medizin
Fortbildungspunkte der Ärztekammer Nordrhein; AiP-Anerkennung
Gebühren: EKG-Crash-Kurs, Teilnahmegebühr jeweils 20,-- € (für
Mitglieder frei)
Anmeldung: Bis spätestens 15.08.2004: Frau Dr. Gabi Lätzsch Medizinische Klinik, Luisenhospital, Boxgraben 99, 52064 Aachen
E-Mail: innere@luisenhospital.de
Die Hans und Gertie Fischer-Stiftung schreibt wiederum einen Förderpreis
aus, mit dem innovative Forschungsergebnisse zu Ursache, Behandlung und
Prävention der Arteriosklerose ausgezeichnet werden sollen. Der Preis ist mit
BDI aktuell 08/09 – 2004 Seite 32
5.000,-- € dotiert und soll an jüngere Forscher/Forschergruppen des Landes
Nordrhein-Westfalen im Rahmen der o.g. Jahrestagung vergeben werden.
Einschlägige Arbeiten können in vierfacher Ausfertigung bis zum 15. August
2004, zu Händen des Vorsitzenden der Stiftung,
Herrn Prof. Dr. Kort, Alfredstraße 277, 5133 Essen
eingereicht werden.
10. Dresdner Symposium „Invasive Kardiologie“
Datum:
19.-20.11.2004
Ort:
Hotel Hilton Dresden
Wissenschaftl. Programm:
19.11.04, 14.00-18.00 Uhr: Satellitensymposien I-III (Herzschrittmacher-Innovationen; Herzinsuffizienz; MRT/CT)
20.11.04, 08.30-18.15 Uhr: Sitzungen I-VI (Erkennung des
individuellen Herzinfarktrisikos – Stellenwert bekannter und
neuer Risikofaktoren; Drug eluting stents; Leitlinien Angiologie; Therapie der Mitralinsuffizienz; Plötzl. Herztod;
Vorhofflimmern)
20.11.04, 08.30-13.00 Uhr: Workshop Assistenzpersonal,
Sitzung I+II
Tagungsleitung: S. G. Spitzer
Veranstalter/Anmeldung/Information:
Dres. med. Stefan G. Spitzer, Rolf Dörr, Siegfried Gehlhar,
Brigitta Krosse, PD Reinhardt Sternitzky, Jürgen Stumpf,
Clemens T. Kadalie
Fachübergreifende Gemeinschaftspraxis
Forststr. 3, 01099 Dresden
Tel.: 0351/8064-115
Fax: 0351/8064-110
E-Mail: kerstin.bonin@praxisklinik-dresden.de
CME:
Die Zertifizierung ist beantragt.
MEDICA - 36. Weltforum der Medizin
Internationale Fachmesse mit Kongress
Datum:
24.-27.11.2004
Ort:
Messegelände Düsseldorf
CCD.Süd, -Pavillon, -Ost)
Kongresse und Fortbildung
Gastroskopiekurs Rhein-Ruhr des Berufsverbandes Deutscher
Internisten (BDI) e.V.
Datum:
24.-25.11.2004
Ort:
Messegelände Düsseldorf
CCD.Süd, Raum 12
Leitung:
Prof. Dr. J. Freise, Mülheim a.d.R., Prof. Dr. B. May,
Bochum
Kursgebühr: € 100,-Mitglieder des BDI e.V. zahlen eine ermäßigte Gebühr. Die
ermäßigten Karten können nur an den Kongresskassen
gekauft werden.
MEDICA - Juristica
Datum:
24.11.2004
10.00-13.00 Uhr Teil I
14.30-16.30 Uhr Teil II
Ort:
Messegelände Düsseldorf
CCD.Süd, Raum 10
Leitung:
RA M. Broglie, Wiesbaden; RA H. Wartensleben, Stolberg
Themen:
Rechtsformen ärztlicher/zahnärztlicher Kooperationen /
Wirtschaftlichkeitsprüfungen kassenärztlicher Tätigkeit
Veranstalter/Auskunft/Programmanforderung:
MEDICA Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Medizinischen Diagnostik e.V.
Postfach 70 01 49, 70571 Stuttgart
Tel.: 0711/720712-0
Fax: 0711/720712-29
E-Mail: info@medicacongress.de
Internet: www.medicacongress.de
Anmeldung: Messe Düsseldorf GmbH - Kongressbüro MEDICA Postfach 10 10 06, 40001 Düsseldorf
Fax: 0211/4560-8544
E-Mail: medicakongress@messe-duesseldorf.de
Tel.: 0211/4560-984 (für Rückfragen)
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V.
Intensivkurse Innere Medizin
Vorbereitung auf die Facharztprüfung und Refreshing 2004
Datum:
Ort:
06.09.-10.09.2004
Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Medizinische Klinik II
Friedrichstraße 41, 01067 Dresden
Tel.: 0351/480-1130, Fax: 0351/4801119
Leitung:
Prof. H. Porst
Organisation: Prof. Dr. H. Nüßlein
Datum:
Ort:
06.09.-15.09.2004
Med. Klinik u. Poliklinik II, Univ. Klinik Bonn
Sigmund-Freud-Str. 25, 53105 Bonn
Tel.: 0228/287-6670,
Fax: 0228/287-4983
E-Mail: Gerhard.Bauriedel@ukb.uni-bonn.de
Leitung:
Prof. Dr. B. Lüderitz, Prof. Dr. T. Sauerbruch,
Prof. Dr. H. Vetter, Prof. Dr. E. Erdmann
Organisation: Prof. Dr. G. Bauriedel, Dr. P. Walger, Prof. Dr. R. H. G.
Schwinger, Sekretariat Fr. Seeher
13.09.-17.09.2004
Med. Hochschule Hannover, Zentrum Innere
Medizin, Abt. Rheumatologie/Immunologie
Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover
Tel.: 0511/532-2319, Fax: 0511/532-5841
E-Mail: Intensivkurs.Innere@mh-hannover.de
Leitung:
Prof. Dr. H. Zeidler, Prof. Dr. R. E. Schmidt
Organisation: PD Dr. L. Köhler, Dr. S. Schnarr, PD Dr. T. Witte
Datum:
Ort:
Teil II: 20.09.-24.09.2004
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I
Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg
Ernst-Grube-Straße 40, 06120 Halle
Tel.: 0345/557-2661, Fax: 0345/557-2253
Leitung:
Prof. Dr. W. Fleig, Prof. Dr. B. Osten, Prof. Dr. K. Werdan,
Prof. Dr. H.J. Schmoll
Organisation: Prof. Dr. W. Fleig, Dr. G. Hübner
Datum:
Ort:
20.09.-29.09.2004
Asklepios Klinik Bad Oldesloe, Abt. Innere Medizin
Schützenstr. 55, 23843 Bad Oldesloe
Tel.: 04531/68-1090, Fax: 04531/68-1099
Akademie f. med. Fort- und Weiterbildung
Ärztekammer Schleswig-Holstein, 23795 Bad Segeberg
Tel.: 04551/803195, Fax: 04551/803194
Leitung:
Prof. Dr. G. Hintze, Prof. Dr. U. R. Fölsch, Prof. Dr. J. Steinhoff
Organisation: Prof. Dr. G. Hintze
Datum:
Ort:
Datum:
Ort:
20.09.-24.09.2004
Helios Klinikum Erfurt GmbH, Zentrum für Innere Medizin,
2. Medizinische Klinik, Nordhäuser Str. 74, 99089 Erfurt
Tel.: 0361/781-2470, Fax: 0361/781-2472
Leitung:
Prof. Dr. U. Schmidt, PD Dr. G. Laier-Groeneveld,
Fr. Prof. Dr. I. Aßmann
Organisation: Prof. Dr. U. Schmidt
Datum:
Ort:
27.09.-01.10.2004
Medizinische Klinik III der Universität, Abt. Rheumatologie
Postfach 35 60, 91023 Erlangen
Tel.: 09131/853-2075, Fax: 09131/853-6448
Leitung und Organisation: Prof. Dr. B. Manger, Prof. Dr. H. Nüßlein
Datum:
Ort:
27.09.-01.10.2004
Klinikum rechts der Isar, II. Medizinische Klinik der TUM
Ismaninger Str. 22, 81675 München
Tel.: 089/4140-4074, Fax: 089/4140-4932
E-Mail: Sophie.Zaun@lrz.tum.de
Leitung:
Prof. Dr. R. M. Schmid, Prof. Dr. Ch. Peschel, Prof. Dr. A.
Schömig, Prof., Prof. Dr. D. Schlöndorff, Prof. Dr. M. Reincke
Organisation: PD Dr. Weidenbach, Dr. K. Stock, Fr. S. Zaun
Seite 33 BDI aktuell 08/09 – 2004
Kongresse und Fortbildung
Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltungen
Vereinigung der Bayerischen Internisten e.V.
in Zusammenarbeit mit
Bayerische Landesärztekammer / Bayerische Akademie für Ärztliche Fortbildung
Datum:
Ort:
Thema:
Donnerstag, 30. September 2004, 19.30 Uhr
Bayerische Landesärztekammer, Mühlbaurstr. 16, 81677 München
RHEUMATOLOGIE AKTUELL 2004
PRAXISRELEVANTE FORTSCHRITTE IN DIAGNOSTIK UND THERAPIE
FOCUS: BASISTHERAPIE UND LANGZEITBEHANDLUNG, DIFFERENZIERTE IMMUNOLOGISCHE DIAGNOSTIK,
NEUE THERAPIESTRATEGIEN
Neues zur Basistherapie und Langzeitbehandlung der rheumatoiden Arthritis
Prof. Dr. med. Klaus Krüger
Differenzierte immunologische Diagnostik, neue Erkenntnisse in der
Prof. Dr. med. Thomas Dörner
Pathogenese-Forschung, neue Therapieansätze
Neue therapeutische Strategien und zukünftige Entwicklungen – Prinzip der
Prof. Dr. med. Manfred Schattenkirchner
TNF-alpha-Blocker in der Therapie rheumatischer Krankheiten
Datum:
Ort:
Thema:
Donnerstag, 7. Oktober 2004, 19.30 Uhr
Bayerische Landesärztekammer, Mühlbaurstr. 16, 81677 München
ONKOLOGIE AKTUELL 2004/1
PRAXISRELEVANTE FORTSCHRITTE IN DIAGNOSTIK UND THERAPIE
FOCUS: CHRON. LYMPHATISCHE LEUKÄMIE, PLASMOCYTOM, AUTOLOGE UND
ALLOGENE KNOCHENMARKTRANSPLANTATION
Chronische lymphatische Leukämie – differenzierte Diagnostik und Therapie
Prof. Dr. med. Christian Peschel
Aktuelle Therapie beim Plasmocytom
Dr. med. Christoph von Schilling
Neue Aspekte bei der autologen und allogenen Knochenmarktransplantation
Prof. Dr. med. Hans-Jochen Kolb
Datum:
Ort:
Thema:
Donnerstag, 21. Oktober 2004, 19.30 Uhr
Bayerische Landesärztekammer, Mühlbaurstr. 16, 81677 München
ONKOLOGIE AKTUELL 2004/2
PRAXISRELEVANTE FORTSCHRITTE IN DIAGNOSTIK UND THERAPIE
FOCUS: GASTROINTESTINALE STROMATUMOREN (GIST), CHRON. MYELOGISCHE LEUKÄMIE,
COLOREKTALES KARZINOM
Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) – Differentialdiagnostik und Therapie PD Dr. med. Thomas Licht
Chronische myeloische Leukämie – differenzierte Diagnostik und Therapie
PD Dr. med. Justus Duyster
Aktuelle Therapiestrategien beim colorektalen Karzinom
PD Dr. med. Volker Heinemann
Weitere Veranstaltungen finden Sie unter www.bdi.de, <Fortbildung>, <Sonstige Termine>
Die Veranstaltungen werden für AiP empfohlen: Anerkennung 3 CME-Punkte / BLÄK
Leitung, Auskunft und Anmeldung:
Dr. Wolf von Römer, 1. Vorsitzender der Vereinigung der Bayerischen Internisten e.V.
Schleißheimer Str. 440, 80935 München, Tel.: 089 / 8 54 52 55, Fax: 089 / 3 13 88 68. E-Mail: wr@dr-von-roemer.de
Kostenpflichtige Ganztags-Veranstaltungen:
Datum:
Ort:
Thema:
Programm:
Samstag, 25. September 2004, 09.00 bis 16.00 Uhr
Bayerische Landesärztekammer, Mühlbaurstr. 16, 81677 München
ONKOLOGIE-HÄMATOLOGIE INTENSIV 2004
PRAXISRELEVANTE FORTSCHRITTE IN DIAGNOSTIK UND THERAPIE
abrufbar unter www.bdi.de, <Fortbildung>, <Sonstige Termine>
Gebühr je Veranstaltung:
Auskunft/Anmeldung:
Anerkennung:
90 € für VBI- und BDI-Mitglieder, 140 € für Nicht-Mitglieder
MCN Medizinische Congress-Organisation Nürnberg AG
Zerzabelshofstr. 29, 90478 Nürnberg, Tel.: 0911/3931610, Fax: 0911/3931655
E-Mail: bik@mcnag.info, Internet: www.mcn-nuernberg.de
8 CME-Punkte / BLÄK – Teilnahme nur nach Voranmeldung
BDI aktuell 08/09 – 2004 Seite 34
Kongresse und Fortbildung
Alle BDI-Kurse 2004 auf einen Blick!
Unsere Kurse werden von den jeweils zuständigen Landesärztekammern mit Fortbildungspunkten zertifiziert.
Fortbildungspunkte:
Kurse:
EchokardiographieGrundkurs
41
Datum:
Ort:
30.08.-03.09.04
Pörtschach
am Wörthersee /
Congress
Center
(nach KBV-Richtlinien)
DopplerEchokardiographieRefresher
Preis €
Kursleitung:
Mitgl./Nichtmitgl.:
390,00 / 500,00
(inkl. Kongressteilnahme: 29.08.-04.09.04!)
Dr. med.
F.-J. Beck /
Wiesbaden
18.-19.09.04
München /
Krankenhaus
Schwabing
180,00 / 230,00
PD Dr. med.
W. Zwehl /
München
22.-24.10.04
Bad Krozingen
(bei Freiburg i.
Brsg.) / Kurhaus
210,00 / 250,00
Prof. Dr. med.
G. Bönner /
Bad Krozingen
36
13.-16.11.04
Wiesbaden /
Dr. HorstSchmidt-Kliniken
340,00 / 420,00
Dr. med.
F.-J. Beck /
Wiesbaden
Bronchoskopiekurs
25
25.-27.11.04
Nürnberg /
Klinikum Nord
210,00 / 260,00
Dr. med.
M. Wagner /
Nürnberg
UltraschallRefresherkurs
Echokardiographie Teil I
10
11.12.04
Wiesbaden /
Dr. HorstSchmidt-Kliniken
130,00 / 180,00
Dr. med.
F.-J. Beck /
Wiesbaden
Intensivkurs Kardiologie/Pneumologie
EchokardiographieAufbaukurs
12
Voraussichtlich:
16
(nach KBV-Richtlinien)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------Hiermit melde ich mich verbindlich zu folgenden Kursen an:
____________________________________________
_____________________________________________________________________________________________________________
†
Ärzte im Praktikum (AIP), Turnusärzte bis zum 3. Ausbildungsjahr, Ärztinnen u. Ärzte im Erziehungsurlaub, Ärzte im Ruhestand und arbeitslose Mediziner erhalten bei Belegung der Seminarkongresse und Kurse 30% auf den Rechnungsendbetrag (bitte Bescheinigung
beilegen!).
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V., die ich mit meiner Unterschrift anerkenne.
Akad. Titel: _________ Vor- und Zuname: _________________________________________________________
Anschrift (privat) / Tel.: / Fax: ____________________________________________________________________
Ich bin:
† Mitglied des BDI † Nichtmitglied / Datum:___________ Unterschrift: ________________________
Weitere Informationen / schriftliche Anmeldung: Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Kongressabteilung,
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden, Tel: 0611-1813322, -24, Fax: 0611-1813323, www.bdi.de, E-Mail: info@bdi.de
Seite 35 BDI aktuell 08/09 – 2004
Kongresse und Fortbildung
Pörtschach am Wörthersee
53. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung
Sonntag, 29. August bis Samstag, 04. September 2004
Dieser Kongress wird von der
Landesärztekammer Hessen mit 20
Fortbildungspunkten zertifiziert!
Schwerpunktthemen:
„Arterielle Hypertonie,
Niere, Endokrine
Organe und Intensivmedizin“
Kongressort:
Congress Center Wörthersee
(Hauptvortragssaal)
Wissenschaftliche Programmgestaltung/Leitung:
Prof. Dr. med. B. May, Bochum
Zentrale Kongressthemen: Kardiologie, Primäre u. sekundäre, arterielle Hypertonie, Schilddrüsenerkrankungen Endokrinologie, Schmerz, Intensivmedizin, Gastroenterologie, Pneumologie, besondere gastroenterologische, pneumologische und rheumatologische Fälle, Neurologie, Hepatologie, Stoffwechselkrankheiten, Immunologie, Diabetes, Angiologie, Radiologie, Infektiologie, Rheumatologie, Behandlungsfehler, Berufspolitik.
Anmeldung Pörtschach:
Congress Center
Wörthersee
Fortbildungspunkte
Datum
Uhrzeit
Mitgl./Nichtmitgl.
Euro
Kursleiter
†
EchokardiographieGrundkurs* (gem. KBV-Richtlinien)
41
30.08.-03.09.04
10.00-13.00
16.00-19.00
340,00 / 420,00
†
Reisemedizin
5
30.08.-31.08.04
16.00-18.00
50,00 / 80,00
†
Diabetologie-Workshop
13
01.09.-03.09.04
10.00-13.00
110,00 / 160,00
†
Internistische Notfälle
5
01.09.-02.09.04
16.00-18.00
50,00 / 80,00
Dr. med.
Petra Heizmann/Berlin
13
30.08-01.09.04
16.00-19.00
110,00 / 160,00
PD Dr. med.
W.-D. Strohm/Heilbronn
Dr. med.
F.-J. Beck et al./Wiesbaden
Prof. Dr. med.
G. Hess/Mannheim
PD Dr. med.
Kornelia Konz/Wiesbaden
Gemeindeamt Pörtschach
†
Sonographie-Refresherkurs
†
Tageskarte
Ermäßigte Kongresskarte
†
†
†
†
†
Datum:
40,00 / 60,00
50,00 / 80,00
(gilt nur in Verbindung mit
*gekennzeichneten Kursen/Paketen)
Kongresskarte
Med. Assistenzpersonal
100,00 / 150,00
70,00 / 70,00
(Änderungen vorbehalten)
Reservierung eines Abstraktbandes zum Kongress inkl. CD (Bezahlung erfolgt vor Ort)
Ärzte im Praktikum (AIP), Turnusärzte bis zum 3. Ausbildungsjahr, Ärztinnen u. Ärzte im Erziehungsurlaub, Ärzte im Ruhestand und
arbeitslose Mediziner erhalten bei Belegung der Seminarkongresse und Kurse 30% auf den Rechnungsendbetrag (bitte Bescheinigung beilegen!).
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V., die ich mit meiner Unterschrift anerkenne.
Akad. Titel: _________ Vor- und Zuname: _________________________________________________________
Anschrift (privat) / Tel.: / Fax: ____________________________________________________________________
Ich bin:
† Mitglied des BDI † Nichtmitglied / Datum:___________ Unterschrift: ________________________
Weitere Informationen / schriftliche Anmeldung: Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Kongressabteilung,
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden, Tel: 0611-1813322, -24, Fax: 0611-1813323, www.bdi.de, E-Mail: info@bdi.de
BDI aktuell 08/09 – 2004 Seite 36
Kongresse und Fortbildung
Venedig / Palazzo Albrizzi
2. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung:
Sonntag, 26. September bis Samstag, 02. Oktober 2004
Dieser Kongress wird von der Landesärztekammer Hessen mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert!
Kongressort: Palazzo Albrizzi, Cannaregio 4118, I-30131 Venedig
Wissenschaftl. Programmgestaltung / Leitung: Prof. Dr. med. W. Arnold, Bremen / Prof. Dr. med. O.-A. Müller, München
Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
im Namen der Kongressleitung möchten wir Sie zum 2. Internationalen interdisziplinären Seminarkongress des BDI e.V. in Venedig einladen.
Der 1. Kongress war bereits ein guter Erfolg, allerdings stellte es sich heraus, dass die Kongressräume, die auf einer Insel in der Lagune
lagen, doch schwierig zu erreichen waren. Aus logistischen Gründen haben wir daher den jetzigen Kongress in den Palazzo Albrizzi (in der
Nähe Rialto-Brücke) gelegt, damit ein langwieriges Herumfahren mit dem Vaporetto nicht mehr erforderlich ist.
Wir konnten wiederum für diesen Seminarkongress ausgezeichnete Referenten gewinnen, wobei das Schwerpunktthema „Krankheiten der
Verdauungsorgane und des Stoffwechsels“ sicherlich viele Kollegen und Kolleginnen ansprechen wird. Wie bei früheren interdisziplinären
Seminarkongressen üblich, und auch von unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausdrücklich gewünscht, wird jedoch neben den
Schwerpunktthemen auch eine weitere breite Fortbildung u.a. auf dem Gebiet der Kardiologie, Nephrologie, Psychiatrie etc. angeboten, so
dass Sie ein breites Fortbildungsspektrum erwartet.
Der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. hofft, Sie durch dieses ausgewogene und umfangreiche Fortbildungsprogramm in schwieriger
berufspolitischer Zeit bei der Haltung Ihres Qualitätsstandards in Praxis und/oder Klinikbereich tatkräftig unterstützen zu können.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und wünschen Ihnen auf unserem venezianischen Kongress viel Erfolg und uns allen ein optimales Gelingen.
(Prof. Dr. med. W. Arnold, Bremen)
Zentrale Kongressthemen:
Kardiologie, Hypertonie, Schilddrüsenerkrankungen,
Gastroenterologie, Pathologie, Stoffwechselstörungen,
Nephrologie, Pharmakologie, Andrologie, Pneumologie,
Proktologie, Rheumatolgie, Labormedizin, Endokrinologie, Arzt und Recht, Diabetologie, Psychiatrie,
Schmerz, Natriuretische Peptide als neue diagnostische
Marker in der Kardiologie. Fälle aus der Praxis: Proktologie, Gastroenterologie, Arzt und Recht, Diabetologie,
Pharmakologie.
Anmeldung Venedig:
Fortbildungspunkte
Datum
Uhrzeit
Preis €
Mitgl./Nichtmitgl.
†
†
Echokardiographie- Refresherkurs
10
27.09.-28.09.04
10.00-13.00
80,00 / 110,00
Phytopharmaka-Workshop
10
27.09.-28.09.04
14.15-19.00
110,00 / 160,00
†
Diabetologie-Workshop
15
29.09.-01.10.04
10.00-13.00
110,00 / 160,00
†
†
†
†
†
Sonographie-Refresherkurs
15
29.09.-01.10.04
16.00-19.00
110,00 / 160,00
†
Tageskarte
Datum:
Kongresskarte
Kursleiter
Dr. med.
F.-J. Beck/Wiesbaden
Dr. Dr. med.
B. Uehleke/Berlin
PD Dr. med.
Kornelia Konz/Wiesb.
PD Dr. med.
W.-D. Strohm/Heilbr.
40,00 / 60,00
100,00 / 150,00
Med. Assistenzpersonal
70,00 / 70,00
(Änderungen vorbehalten!)
Reservierung eines Abstraktbandes zum Kongress inkl. CD (Bezahlung erfolgt vor Ort)
Ärzte im Praktikum (AIP), Turnusärzte bis zum 3. Ausbildungsjahr, Ärztinnen u. Ärzte im Erziehungsurlaub, Ärzte im Ruhestand und
arbeitslose Mediziner erhalten bei Belegung der Seminarkongresse und Kurse 30% auf den Rechnungsendbetrag (bitte Bescheinigung beilegen!).
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V., die ich mit meiner Unterschrift anerkenne.
Akad. Titel: _________ Vor- und Zuname: _________________________________________________________
Anschrift (privat) / Tel.: / Fax: ____________________________________________________________________
Ich bin:
† Mitglied des BDI † Nichtmitglied / Datum:___________ Unterschrift: ________________________
Weitere Informationen / schriftliche Anmeldung: Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Kongressabteilung,
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden, Tel: 0611-1813322, -24, Fax: 0611-1813323, www.bdi.de, E-Mail: info@bdi.de
Seite 37 BDI aktuell 08/09 – 2004
Kongresse und Fortbildung
Intensivkurs Kardiologie/Pneumologie
Zwischen Leitlinien und praktischer Erfahrung
Bad Krozingen (bei Freiburg i. Brsg.) Freitag, 22. bis Sonntag, 24. Oktober 2004
Kursort: Kurhaus Bad Krozingen, Kurhausstr. 1, 79189 Bad Krozingen
Kursleitung: Prof. Dr. med. G. Bönner, Bad Krozingen
Dieser Kurs wird von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit voraussichtlich 16 Fortbildungspunkten zertifiziert!
Freitag:
22.10.2004
14.00 Uhr
14.15 Uhr
Begrüßung
Dreidimensionale Echokardiographie. Wie ist der
Stand heute?
(Prof. Dr. med. Annette Geibel-Zehender)
Akt. Indikation für das Kardio-CT und Kardio-MR
(Prof. Dr. med. Bley)
Atriale Tachykardie: Medikation oder Ablation?
(Dr. med. Arentz, Dr. med. Kalusche)
Ventrikuläre Tachykardie: Hilft hier nur AICD?
(Dr. med. Arentz, Dr. med. Kalusche)
23.10.2004
Funktionsdiagnostik pneumologischer Erkrankungen
mit praktischen Beispielen (PD Dr. med.
Wieshammer)
Differentialdiagnostik u. Differentialtherapie
I: Asthma bronchiale (PD Dr. med. Wieshammer)
Differentialdiagnostik u. Differentialtherapie
II: COPD (PD Dr. med. Wieshammer)
15.15 Uhr
16.30 Uhr
17.30 Uhr
Samstag:
09.00 Uhr
10.00 Uhr
11.30 Uhr
14.00 Uhr
14.30 Uhr
15.15 Uhr
16.45 Uhr
17.30 Uhr
Sonntag:
09.30 Uhr
10.15 Uhr
11.30 Uhr
13.00 Uhr
Schlafbezogene Atmungsstörungen b. Herzerkrankungen
(Prof. Dr. med. G. Bönner)
Diagnostische Entscheidungshilfen bei Herzinsuffizienz
(Prof. Dr. med. Ch. Holubarsch)
Therapeutische Strategien bei Herzinsuffizienz
(Prof. Dr. med. G. Bönner)
Resynchronisationstherapie bei Herzinsuffizienz
(Prof. Dr. med. Zehnder)
Chirurgische Herzersatztherapie
(Prof. Dr. med. Beiersdorf)
24.10.2004
Diagnostik u. Risikostratifizierung bei ACS
(Prof. Dr. med. J. Zähringer)
Akutmaßnahmen b. ACS (Prof. Dr. med. F.-J. Neumann)
Therapeutische Langzeitstrategie nach ACS
(Prof. Dr. med. Bönner)
Ende
Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren Kurs B
Während des 27. Internationalen interdisziplinären Seminarkongresses
für ärztliche Fortbildung in Teneriffa, Puerto de la Cruz:
Freitag, 26. November bis Donnerstag, 02. Dezember 2004
Kursort: Hotel Riu Garoé, Doctor Celestino González Pádròn 3, Puerto de la Cruz
Kursleitung: Dr. Dr. med. B. Uehleke, Berlin und Dr. med. Xiaoya Li, Augsburg
Dieser Kurs wird von der Landesärztekammer Hessen mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert!
Zentrale Kursthemen: Œ Ernährungstherapie (Fasten, Vollwertkost und ihre krankheitsbezogenen Varianten, Sonderdiäten) Œ Phytotherapie Œ Ordnungstherapie (Entspannungsverfahren, Stress und Burnout) Œ Ordnungsverfahren
(Gesundheitsbildung- und Beratung, Chronobiologie, Krankenführung und ärztliches Gespräch) Œ Vermittlung und
Erwerb von Kenntnissen (Therapiepläne, Akupunktur mit praktischen Übungen, Elektrotherapie, Neuraltherapie) Œ
Andere Therapieprinzipien (Geschichte der Naturheilverfahren, Colloquien) u.a.
(Änderungen vorbehalten!)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------Anmeldung:
†
Intensivkurs Kardiologie/Pneumologie
Bad Krozingen (22.-24.10.2004)
BDI-Mitgl.: € 210,00 / Nichtmitgl.: € 250,00
†
Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren Kurs B
Teneriffa (26.11.-02.12.2004)
BDI-Mitgl.: € 320,00 / Nichtmitgl.: € 460,00
(Preis inkl. Kongressteilnahme: 26.11.-03.12.04!)
Akad. Titel: _________ Vor- und Zuname: _________________________________________________________
Anschrift (privat) / Tel.: / Fax: ____________________________________________________________________
Ich bin:
† Mitglied des BDI † Nichtmitglied
Datum: ___________ Unterschrift: ________________________
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V., die ich mit meiner Unterschrift anerkenne.
Weitere Informationen / schriftliche Anmeldung: Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Kongressabteilung,
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden, Tel: 0611-1813322, -24, Fax: 0611-1813323, www.bdi.de, E-Mail: info@bdi.de
BDI aktuell 08/09 – 2004 Seite 38
Kongresse und Fortbildung
Teneriffa / Puerto de la Cruz
27. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress
für ärztliche Fortbildung: Donnerstag, 25. November
bis Samstag, 04. Dezember 2004
Dieser Kongress wird von der Landesärztekammer Hessen mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert! Kurse werden zusätzlich zertifiziert!
Wissenschaftl. Programmgestaltung / Leitung: Prof. Dr. med. W. Arnold, Bremen
Kongressort: Hotel Riu Garoé, Doctor Celestino Pádròn 3, E-38400 Puerto de la Cruz
Schwerpunkt: „Rheumatologie, Infektionskrankheiten, Klinische Pharmakologie“
Zentrale Kongressthemen: Kardiologie, Stoffwechsel und Kardiologie, Rheumatologie, Infektiologie, Pharmakologie, Nuklearmedizin,
Schmerztherapie, Gynäkologie, Endokrinologie, Onkologie, EKG-Refresher, Diabetologie, Pathologie, Dermatologie, Ernährung, Allergologie,
Pneumologie, Angiologie, Hepatologie, Orthopädie, Gastroenterologie, Berufspolitik, Arzt und Recht, Diskussionsabend: Phytotherapie kontra Schulmedizin. Wissensüberprüfung am Ende des Kongresses: Test anhand des TED-Systems (freiwillig).
Anmeldung Teneriffa:
Fortbildungspunkte
Datum
Uhrzeit
Mitgl./Nichtmitgl.
Euro
Kursleiter
Dr. med.
Cornelia Jaursch-Hancke/
Wiesbaden
†
Diabetologie
15
29.11.-01.12.04
10.00-13.00
110,00 / 160,00
†
Ernährungsmedizin
in der Hausarztpraxis
10
29.11.-30.11.04
16.00-19.00
kostenlos/
kostenlos
†
†
ˆ
(Neuro-) Psychiatrisches Kolloquium für die Praxis
Internistische Notfälle
8
01.12.-03.12.04
16.00-18.00
80,00 / 110,00
5
02.12.-03.12.04
10.00-12.00
50,00 / 80,00
†
Echokardiographie
10
26.11.04
27.11.04
16.00-19.00
10.00-13.00
80,00 / 110,00
Dr. med.
A. Fischbach/Wiesbaden
†
Lungen- u. Pleura-Sonographie
10
29.11.-30.11.04
10.00-13.00
80,00 / 110,00
Prof. Dr. med.
G. Mathis/Hohenems
†
Sonographie-Abdomen
15
29.11.-01.12.04
16.00-19.00
110,00 / 160,00
†
†
Farbduplexsonographie
10
01.12.-02.12.04
10.00-13.00
80,00 / 110,00
Reisemedizin
5
02.12.04
03.12.04
16.00-18.00
10.00-12.00
50,00 / 80,00
Prof. Dr. med.
G. Hess/Mannheim
†
Orthopädie
(HWS-Rücken-Füße)
5
29.11.-30.11.04
16.00-18.00
50,00 / 80,00
Prof. Dr. med.
E. Schmitt/Wiesbaden
†
Dermatologie
5
01.12.-02.12.04
16.00-18.00
50,00 / 80,00
Prof. Dr. med.
S. Wassilew/Krefeld
†
Zusatzbezeichnung +
Naturheilverfahren Kurs B
20
26.11.-02.12.04
10.00-13.15
16.00-19.15
270,00 / 380,00
Dr. Dr. med.
B. Uehleke/Berlin
Dr. med.
Xiaoya Li/Augsburg
†
Akupunktur und Chinesische
Medizin (mit praktischen Übungen)
Workshop - Phytopharmaka
20
26.-30.11.2004
150,00 / 200,00
Dr. med.
Xiaoya Li/Augsburg
26.11.-02.12.04
150,00 / 200,00
Dr. Dr. med.
B. Uehleke/Berlin
†
†
†
†
†
†
†
Refresher-Sonographie-Combi-Kurse (4 Kurse/Einzelanmeldung möglich!) +
(geeignet auch für Praxispersonal)
(Fälle in der tägl. Praxis)
20
(Ernährungs- und Elektrotherapie etc.)
Tageskarte
Datum:
Ermäßigte Kongresskarte (gilt nur in Verbindung mit + gekennzeichneten Kursen/Paketen)
Kongresskarte
Med. Assistenzpersonal
Dr. med.
H. Walle/Kirkel
Dr. med.
L. Blaha/Straubing
Dr. med.
Petra Heizmann/Berlin
270,00 / 380,00
PD Dr. med.
W.-D. Strohm/Heilbronn
PD Dr. med.
C. Jakobeit/Radevormwald
40,00 / 60,00
50,00 / 80,00
100,00 / 150,00
70,00 / 70,00
(Änderungen vorbehalten!)
Reservierung eines Abstraktbandes zum Kongress inkl. CD (Bezahlung erfolgt vor Ort)
Ärzte im Praktikum (AIP), Turnusärzte bis zum 3. Ausbildungsjahr, Ärztinnen u. Ärzte im Erziehungsurlaub, Ärzte im Ruhestand und arbeitslose Mediziner erhalten bei
Belegung der Seminarkongresse und Kurse 30% auf den Rechnungsendbetrag (bitte Bescheinigung beilegen!).
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V. die ich mit meiner Unterschrift anerkenne.
Akad. Titel: _________ Vor- und Zuname: _________________________________________________________
Anschrift (privat) / Tel.: / Fax: ____________________________________________________________________
Ich bin:
† Mitglied des BDI † Nichtmitglied / Datum:___________ Unterschrift: ________________________
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Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden, Tel: 0611-1813322, -24, Fax: 0611-1813323, www.bdi.de, E-Mail: info@bdi.de
BDI aktuell
Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
des Berufsverbandes Deutscher Internisten e.V. (BDI)
1. Allgemeines
Diese Bedingungen gelten für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des BDI. Mit der Anmeldung erkennt der Teilnehmer die Bedingungen an.
2. Angebot und Vertragsschluss
Die Teilnehmerzahl der Kurse ist begrenzt. Die Kursangebote sind grundsätzlich freibleibend, d.h. sie sind als verbindliche Angebote im Rahmen der
verfügbaren Kursplätze zu verstehen. Anmeldungen zu BDI-Fortbildungsveranstaltungen haben schriftlich zu erfolgen und sind verbindlich. Die
Kursplätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der schriftlichen Anmeldungen vergeben. Bei Überbuchung erfolgt eine Benachrichtigung.
3. Zahlungsbedingungen
Die Zahlung der Kurs- bzw. Kongressgebühren wird mit Rechnungsstellung fällig.
4. Rücktritt
4.1. Rücktritte von bereits gebuchten Kursen/Kongressen müssen per Einschreiben erfolgen. Bitte geben Sie Ihre Bankverbindung an.
4.2. Bei Zugang der Rücktrittsmeldung mindestens 28 Tage vor Veranstaltungsbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 25
erhoben.
4.3. Bei Zugang der Rücktrittsmeldung ab dem 27. Tag vor Veranstaltungsbeginn ist eine Bearbeitungsgebühr von 75 zu zahlen.
4.4. Bei Zugang der Rücktrittsmeldung ab dem 3. Tag vor Veranstaltungsbeginn ist die gesamte Kurs- bzw. Kongressgebühr zu zahlen.
5. Änderungen und Absage eines Kurses durch den Veranstalter
5.1. Die Veranstaltungen finden nur bei Erreichung einer Mindestteilnehmerzahl statt. Der BDI behält sich vor, Referenten auszutauschen,
Veranstaltungen räumlich oder zeitlich zu verlegen oder abzusagen und Änderungen im Programm vorzunehmen. Wird eine Veranstaltung
abgesagt, werden bereits gezahlte Gebühren in voller Höhe erstattet. Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen.
5.2. Sollten innerhalb der Fortbildungen „Qualitätssicherung“, Workshops oder in Paket-Angeboten vertretbare Änderungen der Veranstaltung
erforderlich sein, so besteht kein Anspruch auf anteilige Kostenrückerstattung.
6. Kongresse
6.1. Kongresskarten werden nur zu Kongressen herausgegeben und berechtigen zum Besuch der Seminarvorträge.
6.2. Ärzte im praktischen Jahr (AiP), österreichische Turnusärzte bis zum 3. Ausbildungsjahr, Ärzte im Ruhestand, arbeitslose Mediziner sowie Ärzte
im Erziehungsurlaub erhalten bis auf Widerruf gegen Nachweis 30 % Ermäßigung auf den Rechnungsendbetrag.
6.3. Nur Kongressteilnehmer können an den Sonderkursen teilnehmen, d.h. der Erwerb einer Kongresskarte ist obligatorisch. Die
Kongresskarten sind im Kongressbüro des BDI vor Ort abzuholen. Diese werden nur abgegeben, wenn die Kongressgebühren vorher
bezahlt worden sind. Die Kongresskarten sind nicht übertragbar.
Der Veranstalter
Gesetzliche Fortbildungspflicht ab 1. Juli 2004
in Kraft. Alle erworbenen „Punkte“ gelten bereits ab dem 01.01.2004.
Auch Klinikärzte sind zur Fortbildung nach § 137 des SGB V verpflichtet.
Dies ist Teil der verpflichtenden Qualitätssicherung der Krankenhäuser.
Der Berufsverband Deutscher Internisten e. V. möchte Sie darauf
hinweisen, dass die gesetzliche Fortbildungspflicht für Vertragsärzte durch
Aufnahme des § 95d in das SGB V geregelt ist. Diese tritt zum 01.07.2004
Meine Anschrift:
Herr
Frau
Akad. Titel:______________
Name:_________________________________________________________Vorname:___________________________________________
Anschrift privat*:____________________________________________________________________________________________________
mit Tel./Fax-Nr.
Anschrift dienstl.:____________________________________________________________________________________________________
(*Wird im Fall einer Anmeldung für die Teilnahmebescheinigung benötigt.)
Ich hätte gerne weitere Informationen zu folgenden Veranstaltungen:
Echokardiographie-Grundkurs, Pörtschach, 30.08.-03.09.2004
Echokardiographie-Aufbaukurs *, Wiesbaden, 13.-16.11.2004
Doppler-Echokardiographie-Refresher, München, 18.-19.09.2004
Bronchoskopie-Kurs, Nürnberg, 25.-27.11. 2004
Intensivkurs Kardiologie/Pneumologie Bad Krotzingen, 22.-24.10.2004
Ultraschall-Refresherkurs Echokardiographie (Teil 1), Wiesbaden, 11.12.. 2004
Informationen zu anderen
Kursen:____________________________________________________________________________________________________________
Ich möchte mich gleich zu folgenden Veranstaltungen anmelden:
Kurs:________________________________Kursgebühr:___________________
Termin/Ort:____________________________________
Kurs:________________________________Kursgebühr:___________________
Termin/Ort:____________________________________
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V., die ich mit meiner Unterschrift anerkenne (Änderungen vorbehalten).
Ich bin
Mitglied des BDI e.V.
Ort/Datum____________________________
Nichtmitglied
Unterschrift______________________________
Hinweis: Ein optimaler Nutzen von einer Kursteilnahme ist dann zu erwarten, wenn bereits eine dreijährige klinische Weiterbildungszeit vorliegt.
Bitte ausschneiden und einsenden oder faxen an:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Postfach 1566, 65005 Wiesbaden –
Fax: 0611/ 18133-23
Telefon: 0611/18133-22, -24
–
E-Mail: info@bdi.de
–
Internet: http://www.bdi.de
BDI aktuell 08/09 – 2004
39
BDI aktuell
Apotheker schlagen Alarm
Rezeptpflicht für abschwellende Nasensprays?
In einer Agenturmeldung wies
die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf
die weit verbreitete Abhängigkeit von Schleimhaut-abschwellenden Nasensprays hin. Sie rät
zum allmählichen Ausstieg über
niedrigere Spray-Konzentrationen oder den Einsatz von
Koch- und Meersalzlösungen.
Hier kommt ein lange bekanntes und selten benanntes Problem zum Vorschein:
Alphasympathomimetische
Nasensprays (meist verkauft:
Nasenspray Ratiopharm,
Olynth, Otriven, Nasivin, Nasic) machen abhängig über
einen tückischen Mechanismus: Bei Absetzen schwillt die
Nasenschleimhaut physiologischerweise wieder an.
Da die Atemwegsobstruktion
zu den unangenehmsten Empfindungen zählt, wird in jeweils
erneuter Gabe Abhilfe gesucht.
Häufig verselbstständigt sich
eine Abhängigkeit, die lediglich
auf der Kinetik des Ab- und
Anschwellens mit und ohne
Spray beruht. Eine zugrunde
liegende Erkrankung wird nicht
(mehr) kupiert.
Der Blick auf die Verkaufsstatistik wirkt selbst für Apotheker alarmierend. Wider
alle Rationale liegen die Präparate Nasenspray etc. Ratiopharm und Olynth auf den
Plätzen 9 und 10 der jährlichen
Verkaufsstatistik
Deutschlands (Jahr 2002).
Die Autoren Schwabe und
Paffrath 1 summieren den
Umsatz der alphasympathomimetischen Nasensprays für
das Jahr 2002 auf 247,7 Millionen Tagesdosen. Dividiert
man diese Zahl durch 365,
so errechnen sich 676.000
Patienten in Deutschland, die
tagaus – tagein, jahraus –
jahrein ihre Nasenschleimhäute abschwellen.
Für
allergiebedingte
Schleimhautschwellungen
der Nase sind völlig andere
Therapieprinzipien anzuwenden. Sie wirken nicht so
prompt und werden offenbar vom Laien häufig vernachlässigt. Da er mangels
Rezeptpflicht die Sympathomimetika frei kaufen kann,
behandelt er in Eigenregie
primär auch allergische Rhinitiden. Die vorübergehende Wirkung gibt dem Therapieregime scheinbar
Recht, so dass es fortgesetzt
wird.
Konstitutionelle Verengungen
der Nasenatemwege lassen
sich meist operativ beseitigen
und sind regelmäßig kein Fall
für die Dauertherapie mit Sympathomimetika.
Schwabe und Paffrath schreiben genauso naiv wie zutreffend: „Um einen Missbrauch
(der Substanzen) vorzubeugen,
sollten die Sympathomimetika
zur rhinologischen Anwendung
nur in kleinsten Packungen von
10 ml verschrieben werden.“
Die Sichtweise ist fahrlässig:
Zum einen sind die Präparate
nicht verschreibungspflichtig
und zum anderen gibt es z.B.
Olynth in der 100 ml (!) Packung. Allein das Angebot der
Großflasche zeigt, dass es sich
nicht um einen seriösen Therapieversuch handeln kann.
Es spricht vieles dafür, die
fahrlässige, fachlich kontraindizierte und häufig missbräuchliche freie Anwendung der Nasensprays mit ihrem tückischen
Repetitionsverlangen steuernd
anzugehen und die Substanzen
zum einen unter Rezeptpflicht
zu stellen und zum zweiten nur
in Kleinstpackungen herstellen
zu lassen.
BY
1
Arzneiverordnungsreport 2003,
ISBN 3-540-40188-1
Sozialkosten auf historischer Rekordhöhe
8.300 Euro Sozialausgaben für jeden Einwohner
Mit einem Anteil von 32.5
Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) haben die Sozialausgaben im Jahre 2002
den höchsten Wert in der
Geschichte der Bundesrepublik erreicht. Das geht aus
dem jetzt vom Bundessozialministerium veröffentlichten „Sozialbudget 2002“
hervor.
2001 lag die Quote noch bei
32 Prozent. Mit 685,1 Milliarden Euro stiegen die Sozialleistungen 2002 gegenüber dem
Vorjahr um 3,4 Prozent. Damit erhielt jeder Einwohner
rechnerisch Leistungen in Höhe
von 8.306 Euro (2001: 8.047
Euro). Zehn Jahre zuvor, 1992,
hatte dieser Wert noch bei
5.987 Euro je Bürger gelegen.
Das entsprach einer Quote von
29,9 Prozent. Im Durchschnitt
der vergangenen Jahre sind die
Sozialausgaben um 3,2 Prozent
gestiegen.
40
BDI aktuell 08/09 – 2004
Mit 125,8 Milliarden Euro sind
18,4 Prozent der Leistungen in
die neuen Länder geflossen.
Dort werden zwölf Prozent
der deutschen Wirtschaftsleistung erzeugt. Entsprechend
liegt die Sozialleistungsquote im
Westen bei 30,1 und im Osten
bei 49,5 Prozent. Die Bundes-
vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
nannte den Bericht „ein weiteres eindrucksvolles Dokument
für eine wachstums- sowie beschäftigungsfeindliche momentane Sozialpolitik“. Für 2003 liegen noch keine Daten vor. Experten erwarten aber, dass an-
gesichts des stagnierenden
Wachstums und weiter steigender Sozialausgaben die Quote
für 2003 über dem Wert für
2002 liegen dürfte.
Aus: A+S aktuell, 13/04
Dr. Josef Raabe Verlags-GmbH
Kaiser-Friedrich-Str. 90
10585 Berlin
Die Fundsache
Diese besondere Form der Lebenshilfe gibt die Redaktion der HörZu ihren Lesern mit auf den
schweren Weg ins Büro. Wir vermuten: Der Tipp stammt entweder von der notleidenden
Bleistiftindustrie oder von einem Zahnarzt.
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Seele and Geist
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