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Leitfaden Projektgestaltung (Diplomstudium) Was ist ein

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Leitfaden Projektgestaltung (Diplomstudium)
Was ist ein „gruppendynamisches Praktikum“?
Die wichtigste Voraussetzung für ein Praktikum im Bereich Gruppendynamik ist die
gruppendynamische Konzeption, d. h. das Praktikum wird als "Projekt" konzipiert
– es hat einen Anfang und ein Ende und dient einem bestimmten Zweck (siehe
dazu: Heintel, P. & Krainz, E. (1990): Projektmanagement. Eine Antwort auf die
Hierarchiekrise? Wiesbaden: Gabler Verlag).
Der methodische Zugang zum Projekt sollte weitgehend qualitativ sein - es muss
erkennbar
sein,
dass
gruppendynamische
Fragestellungen
und
Beobachtungsebenen im Vordergrund stehen. Bei jedem Projekt ist daher sowohl
methodisch wie auch praktisch ein gruppendynamischer Zugang nötig; im
Forschungsdesign sollte auch die prozessorientierte Vorgangsweise Platz haben, z
.B. qualitative Interviews, teilnehmende Beobachtungen, Rückkoppelung von
(Zwischen)Ergebnissen etc. Das bedeutet, dass im Vorfeld überlegt werden sollte,
mit welchen Fragestellungen/Ausgangshypothesen bzw. Beobachtungsmethoden
man für eingegrenzte Forschungsfelder an das Projekt herangeht.
Im Vorfeld eines Praktikums sind also mehrere Punkte zu klären:
- Ist Ihr "Auftraggeber" damit einverstanden, dass Sie ein Praktikum bzw. Projekt
machen und unterstützt er das auch?
- Ist es möglich, dass Sie einen gewissen Gestaltungsspielraum haben, damit Sie
neben ihrer "laufenden Tätigkeit" auch qualitative Methoden zum Einsatz bringen
können oder beinhaltet ihr Praktikum ohnehin ein Projekt in dieser Art?
- Mit welchen Fragestellungen bzw. Ausgangshypothesen kann das Praktikumsfeld
bearbeitet werden?
Empfohlener Leitfaden für die praktische Projektgestaltung:
1. Zielformulierung: Was ist die Problematik? (Ausgangssituation), Was soll
durch das Projekt/Praktikum verändert, entwickelt, erreicht werden?
(Zieldefinition), durch welche Maßnahmen kann das Ziel erreicht werden?
2. Projektorganisation: In / mit welcher Organisation(en) soll das Projekt
durchgeführt werden? Wer sind die Auftraggeber, Auftragnehmer? Wer sind die
Zielgruppen? Sonstige „relevante Umwelten“? Empfehlung: Erarbeitung einer
„Systemlandschaft“ (Hilfestellung dazu gibt es in der LV Supervision)
3. Ablauf- und Zeitplan: a. Auftragsklärung, b. Start, c. Einzelmaßnahmen /
Meilensteine, d. Zwischenbilanz, Reformulierung des Zieles, e. weitere Schritte,
f. Abschluss
Hinweise: Jede Tätigkeit, die dem Projekt zugeordnet werden kann, gilt als
Arbeitszeit (z. B. Vor- und Nachbereitungen, Organisation, Recherchetätigkeiten
etc.); empfohlen wird eine begleitende Zeitdokumentation (Stunden schreiben).
Während des Praktikums wird auch nahe gelegt, ein Praxistagebuch zu führen.
Dieses wird nicht veröffentlicht, sondern dient als Unterlage für die Supervision,
der eigenen Reflexion, ggf. als Informationsquelle für den Praxisbericht.
IFF-Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung | Klagenfurt – Wien – Graz
Organisationsentwicklung und Gruppendynamik | Sterneckstraße 15, A-9020 Klagenfurt | T +43 (0)463 2700-6214
MMag. Jonas Claußen | jonas.claussen@aau.at | www.iff.ac.at/oe
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Praxisbericht:
Der schriftliche Praxisbericht sollte beinhalten:
 Deckblatt (Name, Matr.Nr., Studienrichtung, Titel des Praktikums, Einrichtung,
Datum)
 Persönlicher Zugang: Motivation für die Wahl des Praktikums und/oder
Kontaktherstellung zur Institution („Auftragsklärung“)
 Beschreibung der Institution / Organisation (Zweck und Aufgaben, Produkt,
Dienstleistung etc.) mittels „Systemlandschaft“ (strukturelle Analyse)
 Beschreibung der Tätigkeitsfelder, Aufgaben (wo eingesetzt?, was getan?) und
der eingesetzten Arbeitsmethoden
 Beschreibung und Analyse einer typischen Situation (z. B. Fallgeschichte).
 Beschreibung der Zusammenarbeit mit der/dem BetreuerIn (Frequenz,
Beziehung, Konflikte, Zeitdokumentation)
 Reflexion: Was ist gelungen? Was ist schwer gefallen? Wo habe ich persönlich
die Grenzen meiner Möglichkeiten erlebt? Lernfelder
 Formlose Dokumentation der Arbeitsstunden
 Bei Forschungsprojekten ist ein Projektbericht abzugeben, der sich auf die o.
a. Punkte beziehen soll.
 Bei Trainings und Beratungen ist je ein Bericht in Anlehnung an die o. a. Punkte
und in Abstimmung mit den jeweiligen SupervisorInnen, LehrtrainerInnen und
LehrberaterInnen abzugeben.
Der schriftliche Praktikumsbericht sollte 15 bis 20 Seiten umfassen. Bei mehreren
Praktika ist für jedes Praktikum ein Bericht zu schreiben, die Summe aller Berichte
sollte ca. 20 Seiten umfassen.
IFF-Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung | Klagenfurt – Wien – Graz
Organisationsentwicklung und Gruppendynamik | Sterneckstraße 15, A-9020 Klagenfurt | T +43 (0)463 2700-6214
MMag. Jonas Claußen | jonas.claussen@aau.at | www.iff.ac.at/oe
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