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Karl Meli gelang, was zuvor keiner erreichte - Kilchberger Schwinget

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Kilchberger |
Nummer 8 | 3. Juni 2014
Karl Meli gelang, was zuvor keiner erreichte
Als erster Schwinger schaffte es Karli Meli, den Kilchberger Schwinget in den Jahren 1967 und 1973
zweimal zu gewinnen. Als amtierender König Kilchberger Sieger zu werden, das schaffte auch der Winterthurer nicht. Der achte Rang 1962 sollte Signalwirkung für eine einmalige Laufbahn sein.
Mit grosser Spannung wurde bei
der achten Austragung des Kilchberger Schwingets der Gang zwischen dem amtierenden Schwingerkönig Ruedi Hunsperger und seinem Vorgänger, Karl Meli, erwartet.
Seit dem Schlussgang am Eidgenössischen 1966 in Frauenfeld, wo Rekrut Hunsperger sensationell den
Winterthurer bezwang, waren sie
sich nie mehr gegenübergestanden.
Karl Meli bezwang im Anschwingen Ruedi Hunsperger und nahm
damit erfolgreich Revanche für die
ein Jahr zuvor erlittene Niederlage.
Fortan war Meli durch nichts mehr
aufzuhalten.
Nach pausenlosen erfolglosen
Angriffen war es schliesslich ein
Schlungg Melis, der gegen Fritz
Uhlmann zum Erfolg führte. Der
Luzerner Alois Boog wurde anschliessend ebenfalls von Meli besiegt, genauso wie der Berner Peter
Gasser, der einem Hüftschwung
unterlag. Mit vier Siegen konnte
sich der Winterthurer im fünften
Gang ein Unentschieden beim
zweiten Aufeinandertreffen gegen
Ruedi Hunsperger leisten. Dies, obwohl auch in diesem Gang Meli den
Ton angab.
Schlussgang mit Ady Zurfluh
Im Schlussgang konnte auch der
Schwyzer Ady Zurfluh den entfesselten Winterthurer nicht aufhalten. Zurfluh startete mit zwei
Punkteteilungen gegen Ruedi Kobelt und Guido Zurkirchen, ehe er
drei Siege realisierte.
Bei der achten Austragung führte
ein starkes Gewitter zu einem zwischenzeitlichen Unterbruch des
Fests. So konnte erst um 19 Uhr
zum Schlussgang ausgerufen werden. Beim Anlass am 3. September
wurde der Rahmen eines «Familienfestes» wie der Anlass in den Annalen liebevoll genannt wurde, mit
über 12 000 Besuchern gesprengt.
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Berner in Obwaldner Diensten
Die zehnte Durchführung im Jahre
1978 wurde vom Eidgenössischen
Schwingerverband als Jubiläumsfest anerkannt und die Teilnehmerzahl auf 60 Schwinger festgelegt.
Diese Zahl hat noch heute Gültigkeit.
Nebst dem Wetter zeigten sich
auch die Innerschweizer Schwinger
in Jubiläumsstimmung – gelang ihnen doch gleich ein Doppelsieg.
Der Engelberger Hans Kopp siegte
vor Paul Gasser. Kopp, ursprünglich ein Berner, der in der Innerschweiz sesshaft wurde, stellte im
Anschwingen mit Titelverteidiger
Karl Meli. Im Anschluss gewann er
alle Gänge gegen Rico Kümin, Hans
Studer, Jean Leuba und Peter Lengacher. Im Schlussgang traf er erneut auf Peter Lengacher und besiegte ihn mittels Kniestich ein
zweites Mal.
Lengachers Alleingang
Karl Meli (hinten) im Schlussgang 1967 gegen Ady Zurfluh gelang es als einzigem Athleten, den Kilchberger Schwinget zweimal zu gewinnen.
Als erstem Schwinger gelang es
Karl Meli 1973 den Kilchberger
Schwinget ein zweites Mal zu gewinnen. Jedoch gelang es auch ihm
nicht, während seiner Amtszeit als
König in den Jahren 1961 und 1964
den Sieg 1962 einzufahren. Jedoch
im Anschluss an seine Zeit als
Schwingerkönig.
Wieder ein Traumstart
Mit einem Sieg über den Freiburger
Landwirt Ernest Schäfli lenkte Meli
das Fest 1973 in seine Bahnen und
wie bei seinem ersten Triumph gewann er wiederum die ersten vier
Duelle. Den Innerschweizer Paul
Bachmann meisterte Meli genauso
wie Rudolf Lüscher und Hans Kopp
im Ausschwingen. So führte Meli
vor dem Ausstich mit einem halben
Punkt Vorsprung auf seinen Klubkameraden Arnold Ehrensberger.
Im fünften Umgang musste Meli
sein einziges Unentschieden gegen
den Nordwestschweizer Marcel Buser hinnehmen. Da Arnold Ehrensperger im fünften Durchgang Ernest Schläfli verlor, lagen Schläfli
und Christian Eggler nach fünf
Gängen gleichauf an zweiter Stelle.
Der Berner Stadtpolizist erhielt den
Zuschlag, da sich Meli und Schläfli
im Anschwingen bereits duellierten. Meli reihte Eggler mit seinem
bekannten Schlungg auf die Verliererstrasse.
Leise Enttäuschung war beim Publikum spürbar, weil es nicht zum
Duell des amtierenden Schwingkönigs David Roschi mit Meli kam.
Dies, weil der Diemtigtaler mit einer Niederlage gegen Marcel Buser
und einem Gestellten gegen Ruedi
Kobelt schon zu Beginn entscheidend an Terrain einbüsste und nie
mehr um den Festsieg mitreden
konnte. Immerhin kam Roschi mit
einer Aufholjagd am Ende noch auf
Rang drei.
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Peter Lengacher war es, der mit Siegen über Franz Schatt, Max Wolfensberger, Jean Leuba und Karl
Meli die Nordostschweizer fast im
Alleingang stoppte und so den ISVTriumphzug ermöglichte.
Den Tag seines Lebens erwischte
der zweitplatzierte Sarner Paul
Gasser, der im vierten Gang den
amtierenden Schwingerkönig Arnold Ehrensberger besiegte. Ehrensberger erfuhr das gleiche
Schicksal, wie es alle seine Vorgänger auch erlitten: Als amtierender
König war der Kilchberger Sieg
nicht zu erlangen. Karl Meli beendete an jenem 3. September 1978
seine aussergewöhnliche Laufbahn
im Rang elf. Dies 21 Jahre nach seiner ersten Kilchberger Teilnahme
und zwei Festsiegen.
SERIE ZUM HÖHEPUNKT 2014
Der SCHLUSSGANG schaut seit Januar
in jeder Ausgabe auf den Kilchberger
Schwinget, den Höhepunkt der Schwinger in der Saison 2014. Als Abschluss
der Vorschauserie erscheint am Dienstag, 2. September, eine Sonderausgabe zum Kilchberger Schwinget.
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Seele and Geist
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