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"Was hat die Entwicklung von Lehrkompetenz und von - ZHAW

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"Was hat die Entwicklung
von Lehrkompetenz und von Studienstilen
mit
guter Lehre und gutem Studium zu tun?“
3. Tagung Persönlichkeitsbildung - Lehren und Lernen nah am Menschen
Dialogorientierte Lehr- und Lernkultur
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
30. Mai 2013
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
Gliederung
1. Theoretische Annahmen
• Lerntheorie
• Bildungstheorie
2. Besondere Herausforderungen
• Demografischer Wandel
• Bildungspolitische Entscheidungen
3. Ergebnisse aus empirischen Untersuchungen
• BMBF Projekt ProFiLe
• BMBF Projekt USuS
4. „Best practices“ und Empfehlungen für die Hochschuldidaktik
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
1. THEORETISCHE ANNAHMEN
Fachwissen
wissenschaftl. / Methodenwissen
analytisches /
reflexives /
kritisches
Denken
gesellschaftliche
Verantwortung
Kontext der
Hochschule
Hochschule als
Umwelt
selbstständiges
Handeln
Theorie-PraxisTransfer
Studienstrukturen
(Ordnungen / Infrastruktur / soziale Strukturen)
Interaktion Lehrende
Studierende
Lernprozesse
Studierende
Grafische Darstellung in Anlehnung an Dippelhofer-Stiem, B., 1983: Hochschule als Umwelt. AHD bei Beltz
S. 58
2. Besondere Herausforderungen
1. Theoretische Annahmen
• Lerntheorie
• Bildungstheorie
2. Besondere Herausforderungen
• Demografischer Wandel
• Bildungspolitische Entscheidungen
3. Ergebnisse aus empirischen Untersuchungen
• BMBF Projekt ProFiLe
• BMBF Projekt USuS
4. „Best practices“ und Empfehlungen für die Hochschuldidaktik
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
Wolter, A. 2012, Vortrag „Perspektiven für lebenslanges Lernen im Studium“,
Tagung „Studium 2020 – Positionen und Perspektiven, Berlin 27. Januar 2012“
1950 bis 2000
Expansion der Bildungsbeteiligung
1960 bis 1982
Öffnung des Bildungssystems
1950 bis 1989
Ungleich gewachsener Anteil
verschiedener Schichten
____________________________
1982 bis 2012
Rückkehr zur „ständischen“
Kanalisierung der Bildungs- und
Berufswege
Stärke: Platzierungsfunktion
Schwäche: Mobilisierungsfunktion
Gebremste Aufholbewegung der
mittleren und unteren Herkunftsgruppen zwischen 2000 und 2006
(Vester, M., 2009: Sortierung nach Herkunft: Harte und
weiche Mechanismen sozialer Selektion im deutschen
Bildungssystem. ZÖSS Discussion Papers)
3. Ergebnisse Empirie
1. Theoretische Annahmen
• Lerntheorie
• Bildungstheorie
2. Besondere Herausforderungen
• Demografischer Wandel
• Bildungspolitische Entscheidungen
3. Ergebnisse aus empirischen Untersuchungen
• BMBF Projekt ProFiLe
• BMBF Projekt USuS
4. „Best practices“ und Empfehlungen für die Hochschuldidaktik
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
BMBF-PROJEKT PROFILE (2008 – 2011)
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
DILEMMATA IN DER HOCHSCHULLEHRE
Anwesenheit Ja oder Nein?
Viel Stoff in wenig Zeit oder Studierende aktivieren?
Fördern oder selektieren?
Struktur oder Freiraum geben?
Anleiten oder Selbstbestimmung gewähren?
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
ProFiLe - Untersuchungsdesign
Explorative longitudinale Studie über 3 Jahre
8 Teilnehmende im “Master of Higher Education”
Untersuchungsdesign
2. Phase
1. Phase
1. Semester
2. Semester
3. Semester
4. Semester
Datenquellen
Microteaching
Workshops
Episodische
Interviews
Dokumentierter Fortschritt
im Lehrportfolio
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
STRUKTURMODELL LEHRKOMPETENZ
akademische Lehrkompetenz
formales LehrLern- Wissen
Lehr-Lern-Philosophie
Ressourcen
Metakognitive
Strategien
Prozesse
Fachwissen &
-überzeugungen
Fach-spezifische
Ausprägungen
Handlungsstrategien
Kontextwissen
Im Handeln wirksam
In der Vor- und Nachbereitung des Handelns wirksam
Trautwein, Merkt (2012): Zur Lehre befähigt? - Akademische Lehrkompetenz darstellen und einschätzen. In R. Egger & M. Merkt
(Hrsg.), Lernwelt „Universität“: Entwicklung von Lehrkompetenz in der Hochschullehre. VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
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BMBF Projekt USuS
BMBF-Förderung
Laufzeit: 2009 - 2012
Zentrale: Uni Hamburg, ZHW
Kooperation: vier Studiengänge
BA angewandte Sozialwissenschaft
• Präsenzstudiengang
• Onlinestudiengang
BA angewandte Technikwissenschaft
BA Technikwissenschaft
BA Lehramt für berufliche Schulen
Merkt, M.; im Druck: Wer bestimmt den Studienerfolg? Die Perspektive der Studierenden als Gestaltungskriterium für Studienqualität und
Lehrinnovation. In: „Bildungsforschung 2020 – Herausforderungen und Perspektiven“ Tagungsband Berlin,
29. – 30. März 2012. Hrsg. BMBF
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
UNTERSUCHUNGSDESIGN USUS
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
GRUNDDATEN USUS
WiSe 2009: Grundgesamtheit = 1837
Teilnahme (N) = 944
WiSe 2010: Grundgesamtheit = 1559
Teilnahme (N) = 662
WiSe 2011: Grundgesamtheit = 2075
Teilnahme (N) = 613
36 qual. Interviews * 3 Zeitpunkte = 108
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
EINFLUSSGRÖßEN „STUDIENERFOLG“
1. Ressourcen der Studierenden
• Finanzielles Kapital
• Soziales Kapital
• Kulturelles Kapital
2. Didaktik
• Wahrnehmung des Lehrverhalten
• Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden
• Betreuung
3. Struktur der Studiengänge
• Vorgaben der Studienordnungen (z.B. Dreifachstruktur Lehramt)
• Theorie-Praxis-Bezug
• Menge an Pflichtveranstaltungen => Freiräume
4. Hochschule und Studiengang im Kontext
beruflichen Perspektiven, die die Studiengänge & Abschlüsse eröffnen
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
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AUSGEWÄHLTE ERGEBNISSE AUS USUS
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
AUSGEWÄHLTE ERGEBNISSE AUS USUS
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
AUSGEWÄHLTE ERGEBNISSE AUS USUS
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
„STUDIENERFOLG“
Studienstile beeinflussen sowohl das Studier- als auch Lernverhalten und
prägen somit den gesamten Studienverlauf
langfristig erfolgreiche Studierende entwickeln eigene Studienstile in
Auseinandersetzung mit der vorgefundenen Didaktik sowie den
vorgefundenen Studienstrukturen
Die Entwicklung bestimmter eigener Studienpraktiken und Studienstile
- deep level learning
- mit Spaß inhaltsorientiert studieren
- mit Zuversicht in die eigene Lern- und Organisationsfähigkeit
studieren
ist also zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Studieren
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
4. Best Practices & Lehr-Lernkultur
1. Theoretische Annahmen
• Lerntheorie
• Bildungstheorie
2. Besondere Herausforderungen
• Demografischer Wandel
• Bildungspolitische Entscheidungen
3. Ergebnisse aus empirischen Untersuchungen
• BMBF Projekt ProFiLe
• BMBF Projekt USuS
4. „Best practices“ und Empfehlungen für die Lehr-Lernkultur
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
LEHRPREIS HOCHSCHULE MAGDEBURG
AUSWAHLKRITERIEN
1. Engagement
2. gute Praxis
3. besondere Theorie-Praxis-Verbindung
4. Konzept des forschenden Lernens
5. besonders gute Lernerzentrierung mit eLearning –
Unterstützung
6. Partizipation von Studierenden an der Gestaltung von
Lehre
7. Innovation und Transferpotenzial
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
„BEST PRACTICE“ BEISPIEL I
„BEST PRACTICE“ BEISPIEL I
Beispiel I, FB Angewandte Humanwissenschaften
• hohe Erwartungen an Ausbildung und Praxiserfahrung der beteiligten
externen Lehrenden
• Erstsemester => Klienten; höhere Semester => Beratung
• Beruflich relevante Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen und aus
unterschiedlichen Perspektiven;
• Studierende übernehmen Rolle von Experten/innen (Supervision durch
Lehrende)
• zertifizierter Erwerb professioneller Kompetenzen möglich (Qualifizierung
über das Studium hinaus)
• eigenständige kollegiale Zusammenarbeit von Studierenden in
Intervisionsgruppen
• Format zur individuellen Betreuung einer großen Studierendengruppe
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
„BEST PRACTICE“ BEISPIEL II
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
„BEST PRACTICE“ BEISPIEL II
Beispiel II, FB Kommunikation und Medien
• Seminar in englischer Sprache für Studierende aus Magdeburg und
Lettland
• Vergleich der Rahmenbedingungen für journalistisches Arbeiten in
Lettland und Deutschland
• hohe Praxisrelevanz für Studierende in einem sich schnell wandeln- den
Berufsfeld
• Einbindung beruflicher Experten/innen
• Verbindung der Aktualität im Berufsfeld mit der Erarbeitung der
theoretischen Grundlagen
• Kombination verschiedener Lehr-Lern-Formate
• Nutzung der medialen Umgebung sowohl als Lehrinhalt als auch in den
Arbeitsformen
• kooperative Arbeiten von Studierenden einfordern und unterstützen
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
LEHRKOMPETENZ ENTWICKELN
formales LehrLern- Wissen
Ressourcen
Metakognitive
Strategien
Prozesse
• Entwicklung der Lehrkompetenz durch
Reflexion, kollegialen Austausch und TheorieInput
• Kultur des professionellen Austauschs über
Lehre und Lernen
• Differenzierte Weiterbildungsangebote entlang
der Berufsbiografie
• Scholarship of Teaching and Learning
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
EMPFEHLUNGEN LEHR-LERNKULTUR
1. Die vorbehaltlose Unterstützung der Lehre und ihrer
Verbesserung durch die Hochschulleitung
2. eine bestehende Übereinstimmung in der Wertschätzung der
Lehre zwischen Leitung und Lehrpersonal
3. die Beteiligung der Lehrenden bei der Planung und
Implementierung von Programmen zur Verbesserung der Lehre,
sodass diese sie als "ihre" Programme ansehen können
4. Dekan_innen, die aktiv die Bedeutung der Lehre und ihre
Verbesserung unterstützen
5. häufige Interaktionen und die Zusammenarbeit zwischen den
Lehrenden
M. B. Paulsen, M.B.; Feldman, K.A. (1995). Taking teaching seriously: Meeting the challenge of instructional improvement. ASHEERIC Higher Education Report No.2. Washington, D.C.: The George Washington University, Graduate School of Education and
Human Development., zitiert nach: Winteler,A., 2001.
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
EMPFEHLUNGEN LEHR-LERNKULTUR
6. gemeinsam getragene Überzeugungen, was die hohe
Bedeutung der Lehre anbetrifft
7. ein Programm zur Weiterbildung der Dozenten oder ein
Zentrum für Lehren und Lernen
8. ein erweitertes Verständnis des Hochschullehrerberufs
9. Entscheidungen über Festanstellung und Beförderung, die an
rigorose Evaluationen der Lehre geknüpft sind
10. Demonstration effektiver Lehre als Bestandteil des
Berufungsprozesses für neue Dozenten.
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
marianne.merkt@hs-magdeburg.de
Prof. Dr. Marianne Merkt Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung
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