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16.11.2012 | EUR 7,90
MAGAZIN
UNABHÄNGIGE DEUTSCHE UNIVERSITÄTSZEITUNG
FÜR FORSCHER UND WISSENSCHAFTSMANAGER
Gehälter im Wissenschaftsmanagement
Bekommen Sie,
was Sie
verdienen?
Interne Mittelvergabe: Das Modell Duisburg-Essen
Wo Kennzahlen allein
nicht weiterhelfen
Internationalisierung: Bildungsforscher fragen ketzerisch
Wie weltoffen sind deutsche
Hochschulen wirklich?
Außerdem in dieser Ausgabe
Am Plagiate-Pranger: Was
der Fall Schavan für
die Wissenschaft bedeutet
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Gehälter: Was gutes Management wert ist
Editorial
Inhalt
MAGAZIN 12 / 2012
Foto: colourbox
W
er wird da nicht neidisch: Peer
Steinbrück, designierter SPDKanzlerkandidat, hat für 89 Vorträge ein Honorar von insgesamt 1,25
Millionen Euro vor Steuern erhalten. Es
gibt nicht viele in Deutschland, die das
von sich werden sagen können. Nach
Schätzungen des Bundesfinanzministeriums werden Arbeitnehmer in diesem
Jahr ein Brutto-Einkommen von durchschnittlich nicht einmal 30 000 Euro erreichen. Trotzdem: Bloßer Neid führt natürlich nicht weiter. Er ändert jedenfalls
nichts an der Einkommensschere, die sich
in Deutschland offensichtlich auftut.
Die Einkommensschere ist längst nicht
nur in Politik und Wirtschaft zu sehen.
Zu erkennen ist sie auch in Wissenschaft und Forschung. Seit vielen Jahren schon monieren Gewerkschaften und
Wissenschaftsverbände, dass der Lehrund Forschungsbetrieb hochqualifizierte
Nachwuchskräfte mit Niedriglöhnen in
prekären Beschäftigungsverhältnissen
abspeist.
Während die Beschäftigungsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses mittlerweile zu den hochschulund forschungspolitischen Dauerbrennern
gehören, sind die Arbeitsbedingungen im
Wissenschaftsmanagement in den vergangenen Jahren nach und nach aus dem
Blick geraten. Dabei sind die Anforderungen an die Beschäftigten der Wissenschaftsverwaltung im gleichen Zeitraum gestiegen: Managementwissen ist
mittlerweile auf vielen Ebenen der Wissenschaftsverwaltung gefordert – in der
Führungsetage von Hochschulen und
Forschungseinrichtungen ebenso wie in
der Fachbereichs- und Institutsverwaltung.
Die autonome Hochschule will gut geführt sein. Doch ist gutes Management
für die Gehälter zu haben, die der öffentliche Dienst zahlen kann? Lesen Sie mehr
dazu ab Seite 9 in der Titelgeschichte
dieses duz-Magazins. Christine Prußky
Wer gute Arbeit abliefert, will gut bezahlt sein. So ist das auch im
Wissenschaftsmanagement. Doch dort befinden sich Leistung und
Bezahlung bisweilen in einem krassen Missverhältnis. Höchste Zeit,
einmal genauer hinzusehen. Lesen Sie mehr ab Seite 9.
Titel
09 Gutes Management kostet Geld
Anders als in Forschung und Lehre sind die Gehälter im Wissenschaftsmanagement schon seit Jahren kein Thema mehr. Warum
eigentlich?
11 Boni für die Spitzenleute
Woher nehmen, wenn nicht stehlen! Das Wissenschaftsfreiheitsgesetz erlaubt außeruniversitären Forschungsorganisationen, Boni an
ausgewählte Topmanager zu bezahlen. Mit einer Bedingung.
12 „Der monetäre Anreiz hält sie nicht“
Ein Gespräch mit Ruedy Baarfuss, Führungskräfte-Trainer und
Geschäftsführer von Malik-Management, über gute Führung in der
Wissenschaft und die Frage, ob sie mit Geld zu kaufen ist.
15 Führung neu gedacht
Die Universität Mainz hat ihre Führungsstrukturen komplett neu
organisiert. J etzt läuft der Laden, ohne einen Cent mehr an Personalkosten. Ein Wunder? Nein. Eine Frage des Managements.
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3
4
Aktuelles
06 Bund gründet Institut mit Charité
Die Berliner Charité und das MaxDelbrück-Centrum (MDC) vereinen ihre
Forschung. Dazu gründen Bund und
Land ein Institut, das bundesweit Modell
sein soll. MDC-Stiftungsvorstand Walter
Rosenthal lobt es wegen seines wissenschaftlichen Ansatzes.
Foto: Ausserhofer/MDC
Gegründet 1945 als ‚Göttinger Universitätszeitung‘.
Herausgeber:
Dr. Wolfgang Heuser, Tel.: 030 212987-29,
E-Mail: w.heuser@raabe.de
Redaktion:
Leitende Redakteurin: Christine Prußky (py),
Tel.: 030 212987-37, E-Mail: c.prussky@raabe.de
Hans-Christoph Keller (hck), Tel.: 030 212987-36,
E-Mail: hc.keller@raabe.de
Roland Koch (rk), Tel.: 030 212987-34,
E-Mail: r.koch@raabe.de
Benjamin Haerdle (hbj), Tel.: 030 212987-32,
E-Mail: b.haerdle@raabe.de
Redaktionsassistenz: Anne-Katrin Jung (akj),
Tel.: 030 212987-39, E-Mail: a.jung@raabe.de
Adresse der Redaktion:
Kaiser-Friedrich-Straße 90, 10585 Berlin
Tel.: 030 212987-0, Fax: -30
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Internet: www.duz.de
Grundlayout: axeptDESIGN, Berlin
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Ständige Autoren und Mitarbeiter:
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Titelbild: fotolia/contrastwerkstatt
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ISSN-Nr. 1613 – 1290
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Aus der Hochschule
18 „Online-Lehre verbessern“
Die Leuphana-Universität bietet Kurse
zum Nulltarif im Internet an.
19 Wenn die Presse zweimal klingelt
Eine Studie zeigt, warum manche Forscher als Experten groß rauskommen.
20 Mit dem Zweiten sieht man besser
In Duisburg-Esssen beginnt eine neue
Zeit: Das Rektorat will bei der internen
Mittelvergabe nicht mehr nur auf Kennzahlen stieren. Taugt das Vergabemodell
als Blaupause?
Foto: colourbox
68. Jahrgang
Impressum
Hochschulpolitik
24 Kampf um Studiengebühren
Während die Politik von Studiengebühren abrückt, halten Hochschulexperten studentische Beiträge für
einen wesentlichen Bausstein der
Hochschulfinanzierung.
25 Beschrankte Wissenschaft
Wird das Urheberrechtsgesetz in diesem
Jahr nicht mehr geändert, haben
Forscher, Dozenten und Studierende ein
Riesenproblem: Sie stehen ab Januar
mit einem Bein im Gefängnis, wenn sie
Bücher in Auszügen ins Netz heben.
26 Am Plagiate-Pranger
Wie die Plagiatsaffäre Schavan die
Universität Düsseldorf und mit ihr die
Wissenschaft unter Druck setzt.
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Foto: Stefan Klinker/HHU
UNABHÄNGIGE DEUTSCHE UNIVERSITÄTSZEITUNG
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Promotion
Inhalt
Köpfe
30 Wie die Stasi an Westunis spionierte
Der Münsteraner Historiker Thomas
Großbölting ist den Spitzeln auf der
Spur – als erster.
Aus der Lehre
32 Schreibzentren stärker gefordert
Foto: privat
Eine jüngere und internationalere Studierendenschaft verlangt ihren Tribut:
Auch Schreibzentren melden höheren
Betreuungsaufwand.
Aus der Forschung
34 Forscher geben Energie-Spartipps
An der Universität des Saarlandes
erarbeitet ein Wissenschaftler-Team
einen Leitfaden für nachhaltiges
Gebäudemanagement.
35 Weiblich, ausländisch, jung sucht ...
Foto: coloubox
Wie weltoffen sind deutsche Hochschulen wirklich? Bildungsforscher
wollen das in einem großen Gemeinschaftsprojekt herausfinden.
Univers
56 Die ganz normale Wissenschaft
8000 Anschläge zu Sinn und Unsinn
der Fußnote vom Juristen und duzUnivers-Autor Rainer Maria Kiesow.
GEW-Handbuch
Promovieren
mit Perspektive
Ein Ratgeber von und
für DoktorandInnen
GEW-Materialien aus
Hochschule und Forschung,
119
2. aktualisierte und
überarbeitete Auflage
2012, 476 S., 19,90 € (D)
ISBN 978-3-7639-4371-5
ISBN E-Book 978-3-7639-4372-2
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Der Ratgeber enthält umfangreiche Informationen zu relevanten Aspekten des Promovierens:
• Verfassen des Exposés
• Finanzierung der Promotion
• sozialrechtliche Fragestellungen
• Unterstützungsangebote und
strukturierte Promotionsmodelle
• Auslandsaufenthalte
• berufliche Perspektiven angehender DoktorandInnen
Das Handbuch bietet eine reichhaltige Informationsquelle für
Interessierte in Hochschule und
Öffentlichkeit, die sich mit
Promotionsberatung oder
-finanzierung beschäftigen.
Rubriken
Foto: colourbox
38 Personalien
54 Buchtipps
58 Cartoon
42 Der große akademische Stellenmarkt
Hier finden Sie topaktuelle nationale
und internationale Ausschreibungen
für Ihre wissenschaftliche Laufbahn.
MAGAZIN 12 / 2012
wbv.de
W. Bertelsmann Verlag
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5
06 | Aktuelles
Gewerkschaft rät Hochschulen zur Selbstverpflichtung
Valencia Leitende Mitarbeiter in
Uni-Verwaltungen, die ihr Führungspotenzial ausbauen möchten, können
sich noch bis Ende November für
eine Weiterbildung vom 3. bis 8.
März in Valencia anmelden. Die Winter-Schule wird jedes Jahr vom Europäischen Zentrum für strategisches
Management von Universitäten
(ESMU) und dem HochschulmanagerNetzwerk Humane ausgerichtet.
 www.esmu.be/ws-for-senior-administrators.html
Goethe und die Technik
Berlin Das Goethe-Institut und die
neun führenden Technischen Universitäten (TU9) wollen künftig gemeinsam internationalen Nachwuchs aus
Natur- und Ingenieurwissenschaften
gewinnen. Eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben sie Ende
Oktober in Berlin. Die zunächst auf
drei Jahre angelegte Zusammenarbeit
startet in Indien. Dort sollen interessierte Schulabgänger auf ein Studium
in Deutschland vorbereitet werden.
Zulauf bei Privaten
Essen Die privaten Hochschulen
bilden immer mehr Studenten aus.
Derzeit bieten sie 120 000 Studienplätze an. Das ist ein neuer Rekord.
Damit stellen sie sechs Prozent aller
Studienplätze in Deutschland, teilte
der Verband der Privaten Hochschulen Anfang November auf seiner
Mitgliederversammlung in Essen mit.
Heimweh ist stärker
Berlin Rund zwei Drittel der deutschen Wissenschaftler, die als
Postdocs in die USA gegangen sind,
kehren wieder in ihre Heimat zurück.
Das zeigt eine Anfang November
vorgestellte Studie im Auftrag des
Bundesforschungsministeriums. Dafür wurden 1665 Tagungsteilnehmer
des Netzwerks deutscher Forscher
in Nordamerika (Gain) befragt. 12,5
Prozent fanden in Deutschland eine
Stelle als W2- oder W3-Professor,
10,7 Prozent eine Juniorprofessur.
 www.bmbf.de/pubRD/DAAD_
GAIN_Bericht_final_2012_10_29.pdf
So geht Personalentwicklung
Berlin Die Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW) hat Mitte Oktober
den Herrschinger Kodex vorgestellt.
Mit dieser Anleitung für stabilere Arbeitsbedingungen will die GEW den Hochschulen Leitplanken für eine Selbstverpflichtung
geben, mit der sie eine bessere Personalpolitik machen können. Der erste Entwurf für
den Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“
entstand auf der GEW-Wissenschaftskonferenz Anfang September in Herrsching. Damit sollen die Karriere-Perspektiven von
Nachwuchswissenschaftlern stärker in den
Fokus von Hochschulleitungen rücken. So
sollen etwa Doktoranden in der Regel sozialversicherungspflichtige Verträge und
Postdocs möglichst häufig eine TenureTrack-Option bekommen. Befristete Stellen
sollen die Regel, unbefristete die Ausnahme sein. Der GEW-Kodex ist eine Vorlage
für die Hochschulen, um eine campusweite
Selbstverpflichtung für eine gute Personalentwicklung zu erstellen.
hck ■
 www.gew.de
Professionalisierung des Ombudswesens
DFG startet „Qualitätsoffensive“
Bonn Die Weiterbildung der Ombudspersonen steht im Mittelpunkt einer
„Qualitätsoffensive“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Als „wichtigen Schritt zur Professionalisierung des Ombudswesens“ bezeichnete
DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek
die gemeinsam mit dem Zentrum für Wissenschaftsmanagement in Speyer (ZWM)
entwickelte Workshop-Reihe „Konfliktmanagement und Mediation“. Sie startet am
10. Dezember in Bonn und wird im Früh-
jahr an drei weiteren Orten fortgesetzt. Dzwonnek: „Inzwischen vermitteln Ombudspersonen auch zunehmend in Konflikten
und nehmen damit ganz neue Aufgaben
wahr.“ Bereits Anfang November organisierte die DFG eine bundesweite Tagung,
um den Austausch und die Vernetzung der
Ombudspersonen zu fördern.
Mit ihrer „Qualitätsoffensive“ will die
DFG die „Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis“ früher und stärker in der Arbeit aller Wissenschaftler verankern. bar ■
Gesundheitsforschung
Bund gründet Institut mit Charité
Berlin Das Berliner Universitätsklinikum
Charité und das Max-Delbrück-Centrum
für Molekulare Medizin (MDC) werden
ihre Forschung ab 2015 in einem neuen
Institut zusammenführen.
Darauf verständigten sich Bund und Land
Anfang November nach rund einjähriger
Verhandlung. „Mit dem Berliner Institut
für Gesundheitsforschung schaffen wir einen Leuchtturm und schlagen ein neues
Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen
Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf“, erklärte Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan. Das Institut wird zu 90 Prozent vom
Bund finanziert, die restlichen zehn Prozent
kommen vom Land. Insgesamt fließen in
den nächsten fünf Jahren rund 300 Millionen Euro zusätzlich in die Berliner Gesundheitsforschung. Das Gros kommt vom Bund.
„In dem Institut soll erstmals in Deutschland ein fächerübergreifender system-
Foto: Ausserhofer/MDC
Chefs auf die Schulbank
Walter Rosenthal
medizinischer Forschungsansatz verfolgt
werden“, sagte Prof. Dr. Walter Rosenthal,
Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des
MDC, den wissenschaftlichen Wert der Allianz. Das MDC betreibt Grundlagen-, die
Charité klinische Forschung.
hbj ■
duz MAGAZIN 12 / 2012
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07
Campus-Management-Software
Exzellenzinitiative
HIS will auf die Erfolgsspur
Die Millionen
fließen jetzt
Foto: HIS
HISinOne soll als Komplettpaket punkten
sion 4.O wurde um neue Funktionen des
Forschungsmanagements ergänzt, die die
Abwicklung von Forschungsprojekten erleichtern.
Anders als die Software „CampusNet“ des
Hauptkonkurrenten Datenlotsen Informationssysteme GmbH will „HISinOne“ damit
punkten, dass es die Prozesse aller Nutzergruppen und ihrer Ressourcen und Projekte in einer integrierten Komplettlösung
anbietet. Zugleich sei „HISinOne“ kompatibel mit älteren HIS-Systemen und könne
sie Zug um Zug ersetzen. „Das wächst gemeinsam mit den Hochschulen und ihren
Veränderungen in der Organisationsentwicklung“, sagt HIS-Sprecherin Annegret
März. Auch jetzt, nach den ersten vier Jahren, habe aber noch keine der über 50 Anwender-Hochschulen von „HISinOne“ alle
ihre Managementprozesse in das System integriert. März: „Wir sind allerdings sicher,
dass das in den nächsten Jahren stark steigen wird.“ Einen solchen Erfolg könnte die
HIS auch brauchen, nachdem das von ihr
mitentwickelte bundesweite Online-Zulassungsverfahren für NC-Studiengänge bislang floppt. Aber auch damit ist „HISinOne
4.0“ natürlich kompatibel.
bar ■
 www.hisinone.de
Bonn Die Fördergelder der dritten und
letzten Runde der Exzellenzinitiative fließen seit November.
Über die Formen der Mittelverwendung,
aber auch den Umgang mit Mittelkürzungen
diskutierten Ende September die Sprecher
der neu eingerichteten Graduiertenschulen und Exzellenzcluster auf Einladung der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
in Bonn. Dabei gaben Beteiligte aus schon
laufenden Projekten ihre Erfahrungen an
die Exzellenz-Neulinge weiter. In der letzten Runde der Exzellenzinitiative waren
insgesamt 45 Graduiertenschulen und 43
Exzellenzcluster erfolgreich.
bar ■
Erwartungsvolle Exzellenz-Neulinge
Foto: DFG
Hannover Die Einführung integrierter
Campus-Management-Systeme kann Jahre dauern. Mit der vierten Version von
„HISinOne“ will HIS auf die Erfolgsspur.
Vor vier Jahren startete die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) in Hannover ihr Campus-Management-System
„HISinOne“. Es unterstützt nicht nur die
Verwaltungsprozesse entlang eines Studentenlebens von der Bewerbung bis zum
Abschlussexamen, sondern das gesamte
Hochschulmanagement von Personen, Ressourcen und Projekten. Die neueste Ver-
Die Not mit den Prüfungsnoten
Deutschlands Professoren vergeben insgesamt immer bessere Abschluss-Noten. In
und zwischen den Fächern sind die Unterschiede jedoch weiterhin groß.
Berlin Dass die Abschluss-Noten an deutschen Hochschulen
deutlich schwanken und deshalb kaum vergleichbar sind,
bestätigt der dritte Arbeitsbericht des Wissenschaftsrats.
So erreichte 2010 beispielsweise im Diplomstudiengang Biologie mit 98 Prozent fast jeder eine Bewertung mit „gut“ oder
„sehr gut“, während im juristischen Staatsexamen nur ganze
sieben Prozent besser als „befriedigend“ abschneiden. Daran
hat sich in den letzten Jahren wenig geändert, wie der 862
Seiten starke Bericht zur Prüfungsstatistik ausweist, mit dem
sich der Wissenschaftsrat am 12. November in Berlin befasste.
Auch je nach Hochschule weichen die durchschnittlich vergebenen Abschlussnoten um mehr als eine ganze Note voneinander ab. Und die Noten werden immer besser: Bei den
klassischen Universitätsabschlüssen stiegen die mindestens
„guten“ Abschlüsse zwischen 2000 und 2011 um knapp neun
auf 76,7 Prozent.
Wegen der schwierigen Vergleichbarkeit warnt der Wissenschaftsrat deshalb ausdrücklich vor „vorschnellen Rück-
schlüssen“ und undifferenzierten Interpretationen. Knappe allgemeingültige Aussagen ließen sich aus dem umfangreichen
und komplexen Datenmaterial nicht ableiten, das die Benotungspraxis der Abschlussprüfungen für jedes Fach und jede
Hochschule penibel auflistet. Arbeitgebern wird empfohlen,
die Noten von Bewerbern weiterhin in die jeweilige fach- und
hochschulspezifische Praxis einzuordnen.
Trotz solcher Interpretationsprobleme seien die Daten jedoch eine wertvolle „Informationsquelle“ zur Selbstbeobachtung, Qualitätssicherung und Strategieentwicklung für Hochschulpolitik und -management ebenso wie für Fachbereiche
und Studiengänge. Insbesondere die Fachgemeinschaften sieht
der Wissenschaftsrat allerdings gefordert, zu einheitlicheren
Bewertungsmaßstäben zu kommen, um eine weitgehende Vergleichbarkeit der Bachelor-Prüfungsnoten zu erreichen. Nur
dann sei die Mobilität der Studierenden und ihr Übergang in
ein Master-Studium nach dem „Gebot der Fairness und der
Bestenauswahl“ möglich.
bar ■
duz MAGAZIN 12 / 2012
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