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98 Wie viel Auto braucht der Mensch oder wie wenig - Flotte.de

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Test
Wie viel Auto braucht der Mensch
oder wie wenig kann er vertragen?
Kommt man mit dem Volkswagen Up!
als Hauptwagen aus, um wirklich alle
automobilen Aufgaben angemessen
erfüllen zu können? Entspannt in die
City zum Einkaufen zum Beispiel und
danach auf die Langstrecke? Genau
dieser Frage ging Flottenmanagement nach und testete den kleinsten
VW-Anhänger ausgiebig.
Jetzt geht’s Up!
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98
Flottenmanagement 2/2012
isher ist noch fast jedes Nachfolgemodell
ordentlich gewachsen in den Abmessungen – wohin soll das noch führen? Ganz
einfach: in die Erweiterung des Modellprogramms nach unten. So auch bei Volkswagen
geschehen, als man dem Polo im Jahr 1998 den
kleineren Lupo unterordnete. Mit einer Länge
von weniger als 3,53 Metern war der Winzling
ein echtes City-Mobil. Auf den in Lateinamerika
entwickelten und sieben Jahre später in Europa
als Lupo-Ersatz eingeführten Fox trifft denn die
klassische Wachstumsregel zu – mit fast 3,83
Längenmetern legte das reduziert ausgestattete und mit unter 9.000 Euro eingepreiste Stadtfahrzeug deutlich zu. Auch der Radstand wuchs
um fast 15 Zentimeter. Doch jetzt kommt es: Der
neue Up! zeigt es seinem Vorgänger in urbanen
Gefilden und schrumpfte kräftig auf glatte 3,54
Meter, während der Radstand aber nur um rund
vier Zentimeter abnahm. Also dürfen sich die
Interessenten auf eine gehörige Portion Praxistauglichkeit in Form vorzeigbarer Raumverhältnisse einstellen.
In der Tat leidet man im kleinsten Volkswagen
nicht wirklich Platznot; klar, die beiden vorderen
Insassen kommen sich auf den kommoden Sitzen
zwangsläufig etwas näher als in den ausladenden
Karossen der Republik, aber hinten werden selbst
großgewachsene Personen so untergebracht,
dass sie ihre Knie auch ein paar hundert Kilometer gemütlich unterbringen können. Und mit vorne links sitzenden Insassen verträgt sich der Up!
ebenfalls, indem er auf Wunsch einen Tempomat
kredenzt als Zeichen des Langstrecken-Friedens.
In diesem Fall sind 495 Euro (netto) extra zu be-
rappen. Mit dem sogenannten Drive Pack „Plus”
wird der Up! technisch anspruchsvoll; Volkswagen spendierte dem Kleinstwagen eine bis 30
km/h arbeitende Notbrems-Vorrichtung, mit der
drohende Unfälle abgemildert oder je nach Situation sogar komplett verhindert werden können.
Ein im Frontbereich angebrachter Laser misst
permanent den Abstand zum Vordermann, damit
der Bremsassistent im Bedarfsfalle ohne Zutun
des Fahrers verzögern kann. Außerdem gibt es
mit dem Paket einen Parksensor.
Den Antrieb bestellt bisher ein einziger Dreizylinder mit einem Liter Hubraum. Entweder gibt
das Motörchen 60 oder 75 Pferdestärken ab, die
dem weniger als eine Tonne wiegenden Wolfsburger unten herum munteres Fortkommen bescheren. Der Kenner identifiziert den Otto bereits am
surrenden Klangtyp – auf diese Weise erhält der
Cityflitzer einen Hauch Charakter. Die zu Testzwecken einbestellte stärkere Variante entpuppt sich
als quirlige Begleitung nicht nur in der Urbanität. Eine recht kurze Gesamtauslegung lässt den
Niedersachsen an der Ampel zügig starten – auf
der anderen Seite ist man im fünften Gang bei
Richtgeschwindigkeit mit hohen Drehzahlen unterwegs; dennoch bleibt der Testverbrauch (5,9
Liter) mit Schwerpunkt auf Schnellstraßen im
grünen Bereich. Per Werksangabe stößt der kleine Volkswagen 108 Gramm CO2 pro Kilometer aus,
um steuerlich zu glänzen. Die BlueMotion Technology-Ausführung mit widerstandsoptimierten
Reifen, Start-Stopp-Anlage sowie BremsenergieRückgewinnung bringt es gar auf 98 Gramm.
Geplant ist darüber hinaus eine Erdgas-Variante
mit 78 Gramm Emissionsmaximum sowie eine
Test
1. Die Rückleuchten muten leicht
studienhaft an
5. Der Up! schaut lieb aus der Wäsche
und gewinnt so Sympathiepunkte
Volkswagen Up!
2. Mit dem Modellnamen wollen
die Niedersachsen wohl eine starke Aussage verstanden wissen
6. Markantes Nachtdesign lässt den
Up! bei Dunkelheit nicht im Einheitsbrei der Straßenbenutzer verschwinden
3. Instrumenten in Wagenfarbe
verleihen dem Interieur einen
peppigen Touch – etwas Mut bei
der Lackwahl vorausgesetzt
7. Ultrakurze Überhänge unterstreichen die kompakte Bauweise dieses
Volkswagens
4. Durchdachte Verstaumulden
helfen, das Gepäck ordentlich zu
sortieren
8. Kleiner Up! – großer Kofferraum,
bei Bedarf ist der Floh durchaus
schleppfreudig
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb/Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0-100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Dreizylinder-Benziner
999
55 (75) bei 6.200
95 bei 3.000-4.300
EURO 5
5-Gang-Schaltung
171
13,2
4,7 l auf 100 km
745 km
5,9 l auf 100 km
108 g/km
35 Liter
436 kg
251-951 Liter
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP/VK/TK 20 Euro
15/13/15
6
7
8
Elektroversion. Aber der Up! spricht keineswegs
nur das Spar-Zentrum der potenziellen Kundschaft an, sondern setzt ästhetische Akzente.
Vor allem das Heck mit den studienhaft aussehenden Rückleuchten darf mit Fug und Recht
als Publikumsmagnet bezeichnet werden – viele
Passanten drehen ihre Köpfe. Vorn erhalten lieb
dreinschauende Scheinwerfer in angedeuteter
Facettenaugenform das Hingucker-Potenzial;
der Kühlergrill muss zugunsten eines schlichten Schlitzes entfallen. Ultrakurze Überhänge
betonen die Kompaktheit der kleinen LifestyleOfferte. Dazu passt das flippige Interieur mit
Applikationen in Wagenfarbe, die durch Flächen
in schwarz-glänzendem Kunststoff aufgelockert
werden (ausstattungsabhängig).
Witzige Boxen (83 Euro) mit verschiedenen Themen („Travel”, „City” oder „Kid”) greifen den bei
Produkten teurer Exklusivmarken verbreiteten
Gedanken auf, zugeschnittene Koffersysteme
kaufen zu können. Hier enthalten die unkonventionellen, faltbaren Transportbehälter wahlwei-
se zusätzliche Taschen, Teddybären oder einen
Thermobecher. Moderne Kommunikationssysteme untermauern Volkswagens Anspruch an die
Kleinstwagen-Liga – gegen 298 Euro netto gibt
es ein portables Navigationssystem inklusive
Bluetooth-Freisprechanlage. Außerdem können
verschiedene Apps geladen werden zwecks Erweiterung des Funktionenspektrums – darüber
hinaus lassen sich sämtliche BordcomputerDaten auf den oberhalb der Mittelkonsole angebrachten Touchscreen laden. Wer es luxuriös
liebt, bekommt ab 554 Euro Lederpolster plus
Sitzheizung. Dass der kleine VW an die bezahlbare Automobilität appelliert, beweist jedoch sein
moderater Einstiegspreis.
Selbst die kräftigere Version ist mit 8.781 Euro
netto wohlfeil gelistet. An der Sicherheit sparen
die Verantwortlichen hingegen nicht und rüsten
jede Up!-Ausgabe beispielsweise mit Antiblockiersystem, Front-, Kopf- sowie Seitenairbags
und elektronischem Stabilitätsprogramm aus.
Dafür müssen „take up!”-Kunden – so heißt der
Einsteiger – noch kurbeln, um die Scheiben zu
öffnen. Auch eine Möglichkeit, das Leergewicht
herunterzubrechen. Etwas komfortabler lebt
der high-up!-Käufer mit serienmäßiger Klimaanlage (anderenfalls 752 Euro Aufpreis) sowie
Radio samt CD-Player und Multimedia-Buchse.
Außerdem rollt der rund 11.000 Euro netto kostende Topliner mit schicken Leichtmetallrädern
vom Händlerhof, was wiederum optisch punktet.
Deutlich mehr Licht in die Fahrgastzelle bringt
das elektrisch bedienbare Glas-Panoramadach
(739 Euro netto). Wem es dann zu hell wird, der
darf gerne die manuelle Jalousie bemühen.
Garantie
Fahrzeug
2 Jahre
Lack
3 Jahre
Rost 12 Jahre
Sicherheit/Komfort
Kopfairbag
Serie
Klimaanlage
752 Euro (inkl. Radio)
Radioanlage mit CD
298 Euro
Tempomat
495 Euro (ab Move Up! –
mit Notbremsassistent und Parksensor)
Soundsystem
100 Euro
Leichtmetallräder
ab 100 Euro
elektr. Panorama-Glasdach 739 Euro
Lederpolster
ab 554 Euro (abhängig von der Modell-Linie)
vier Türen
399 Euro
Sonderlacke
ab 113 Euro
ESP
Serie
Sitzheizung vorn
210 Euro (nur High Up!)
Kommunikation
Bluetooth-Freisprechanlage 298 Euro (inklusive
Navigationssystem)
Basispreis netto
Volkswagen Up!
75 PS
8.781 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 289,-/372,29/530,34
Betriebskosten Automatik –
20.000/30.000/50.000 km
Full-Service-Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 169,15/192,52/230,72
Full-Service-Leasingrate Automatik –
20.000/30.000/50.000 km
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k. A.
0%
Bewertung
+
• besonders kompakte Abmessungen
• günstige TCO
• hohes Drehzahlniveau bedingt durch kurze Übersetzung
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 2/2012
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