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Beweglich wie ein Gummiband - Archiv - Hamburger Abendblatt

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AHRENSBURGER ZEITUNG / SPORT
Hamburger Abendblatt
TISCHTENNIS
Karin Lentsch
macht Pause
wh Bargfeld − Tschüs, Bargfelder SV. Nach dem 0:8 gegen den
Post SV Rostock Süd steht fest,
dass die Tischtennis-Damen
aus der Oberliga in die Verbandsliga zurückkehren.
Mit doppeltem Ersatz − aus
der zweiten Mannschaft halfen
Martina Lentsch und Christa
Köhn aus − reichte es noch
nicht einmal zu einem Satzgewinn. Auf eigenen Wunsch fehlten Karin Lentsch und Bettina
Ludwig, wobei Lentsch nach
Rang zwei bei den LandesMannschaftsmeisterschaften
der Seniorinnen an der Seite
von Teamgefährtin Kerstin
Ernst eine schöpferische Pause
für geboten hielt. Beim 2:3 gegen die TSB Flensburg im Finale von Großenaspe verpasste
Kerstin Ernst die Sensation mit
einer 19:21-Niederlage gegen
Margrit Trupkovic im dritten
Satz nur denkbar knapp.
Oberliga Nordost, Damen
SV Aufbau Parchim − SC Urania II
8:2
Kaltenkirchener TS − PSV Rostock Süd I 5:8
Oberalster VfW − MTV Itzehoe
2:8
Niendorfer TSV − TSB Flensburg II
3:8
TSB Flensburg II − Oberalster VfW
7:7
Bargfelder SV − PSV Rostock Süd I
0:8
1. PSV Rostock I
19 151: 50 37: 1
2. SC Poppenb. II 19 147: 68 33: 5
3. Kaltenkirch. TS 20 145: 85 31: 9
4. Oberalster VfW 21 127:112 24:18
5. TSB Flensburg II 22 135:117 23:21
6. MTV Itzehoe
19 115:117 19:19
7. SV Friedrichsort 21 106:130 18:24
8. Niendorfer TSV 19 110:120 17:21
9. Aufbau Parchim 20 104:126 17:23
10. Bargfelder SV
20 96:140 12:28
11. PSV Rostock II 19 63:147 4:34
12. SC Urania II
19 62:149 3:35
Oberliga Nordost, Herren
Wellingdorfer TV − SV Siek
TuS Holstein − SV Aufbau Parchim
SC Poppenbüttel − VfL Schwerin
BSG Eutin − SC Wentorf
TuS Holstein − SV Friedrichsort
VfB Lübeck − SV Siek
Oberalster VfW − SV Aufbau Parchim
1. Oberalster VfW 19 170:60
2. TuS Holstein
20 166:100
3. SSV Demmin
19 159:103
4. Wellingdorfer TV 20 147:125
5. SV Siek
20 148:131
6. VfB Lübeck
21 154:130
7. SV Friedrichsort 20 137:118
8. SC Wentorf
20 133:139
9. BSG Eutin
21 137:144
10. SC Poppenbüttel 20 124:149
11. SV Aufb. Parchim 19 67:164
12. VfL Schwerin
21 10:189
LL
9:5
9:4
9:2
9:3
9:4
9:6
9:2
37: 1
32: 8
29: 9
27:13
23:17
23:19
20:20
17:23
17:25
13:27
2:36
0:42
Donnerstag, 29. März 2001
Beweglich wie ein Gummiband
TISCHTENNIS
Pleite im Möbelhaus
Regionalliga: TK Berenbostel − TSV Glinde 9:7
fs Glinde − Die Partie des Regionalliga-Clubs TSV Glinde beim
TK Berenbostel mutete auf den
ersten Blick wie eine ShoppingTour an: die Tischtennisspieler
waren der Bitte des gegnerischen
Hauptsponsors nachgekommen
und trugen die Begegnung in der
Wandelhalle eines Möbelhauses
aus. Rund 400 Passanten und Zuschauer zog die ungewohnte
Tischtennis-Demonstration an.
Nach etwas mehr als einer Stunde verließ allerdings die Hälfte
von ihnen die eigens aufgebauten
Tribünen vorzeitig, weil die Glinder mit 6:0 in Führung lagen. Uneinholbar, wie nicht nur die Gäste
dachten. Pustekuchen: Wie bereits in der Vorwoche, als dem
Stormarner Sextett ein 6:1-Vorsprung nicht reichte, verlor das
Team erneut mit 7:9 und büßte
wichtige Zähler im Kampf um den
Klassenverbleib ein.
„Ich habe keine Erklärung für
diesen plötzlichen Leistungsabfall. An der ungewohnten Atmosphäre hat es nicht gelegen, denn
die war wirklich einzigartig“,
Ungewöhnliches Publikum: Die Maskottchen der 27 Gymnastinnen
schauten gemeinsam von einem Turnkasten aus zu.
Rhythmische Sportgymnastik:
Landesmeisterschaften in Ammersbek
hpvk Ammersbek − Glitzernde
Reifen, bunte Bälle und seidene
Bänder fliegen durch die Luft.
Mädchen bereiten sich mit Spagat und anderen unvorstellbaren
Verrenkungen auf ihre Auftritte
vor. Hier und da werden noch
Haare aufgedreht, Gesichter geschminkt. Dann geht es los: Maximal 90 Sekunden haben die
Sportlerinnen bei den Landesmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik pro Übung
Zeit, ihr Können unter Beweis zu
stellen und sich mit guten Leistungen für die Regionalmeisterschaften Anfang Mai in Bremen
zu qualifizieren.
Dementsprechend zerrte der
Wettkampf an den Nerven: Häufig wollten die Gymnastikgeräte
nicht so, wie die Turnerinnen. Die
Bälle und Reifen sprangen quer
durch die Halle, Seile verknoteten
sich. Tapfer lächelten die kleinen
Gymnastinnen bis zum Ende ihrer Choreographien − danach
flossen zuweilen bittere Tränen.
Judith Albrecht (15) von der
gastgebenden
Wettkampfgemeinschaft Hoisbütteler SV/
Walddörfer SV war eine der wenigen, die nicht unter großem Lampenfieber litt. Für die Bargteheiderin war es bereits die siebte
Teilnahme an den Landesmeis-
terschaften, die sie 1998 und
1999 gewann. Obwohl die Keulen
ihr Lieblingsgerät sind, machte
sie auch mit Ball und Ring eine
gute Figur − und hoffte auf den
ersten Platz. Ihre Trainerin Sylvia
Lopatta (37) wünschte ihren acht
angetretenen Schützlingen vor
allem eines: „Ich hoffe, dass alle
gut durchkommen. Es gibt neue
Regeln, die wir erst seit November kennen. Wir mussten alle
Choreographien deshalb umschmeißen.“ Regeländerungen
werden alle zwei Jahre vorgenommen, diesmal waren sie jedoch ungewöhnlich massiv: Neuerdings müssen die vorgeführten
Übungen als Symbol-Zeichnung
bei den Wettkampfrichtern abgegeben werden. Jeder überflüssige oder doppelt geturnte Schritt
zieht Punktabzüge nach sich.
Das war für die meisten Mädchen aber kein Problem. Sie hatten Spaß an ihrem Sport und begeisterten die Zuschauer. Judith
Albrecht überzeugte auch die Jury, blieb mit Reifen, Ball und Keulen jeweils nahezu fehlerfrei und
sicherte sich mit großem Vorsprung ihren dritten Landesmeistertitel. Trainerin Lopatta: „Vor
allem in Sachen Ausstrahlung hat
Judith große Fortschritte gemacht.“ Ebenfalls in der Senio-
Ahren£burger Zeitung
Nr. 75
sagte Izet Beganovic, der sein
Doppel an der Seite von Stanislaw
Magdon gewann. Allein Spitzenspieler Ping Zhou, dessen Zukunft beim TSV Glinde weiterhin
genauso unsicher ist wie die der
gesamten Mannschaft, vermochte die Negativserie nach der 6:0Führung zu unterbrechen. Nachdem der 37-jährige Chinese eingangs einen Doppelerfolg mit Peter Rückert gefeiert und anschließend Alexander Huuk bezwungen hatte, siegte er auch in seinem zweiten Einzel gegen Sven
Hielscher (jeweils 2:0 Sätze).
Pech hatten Marcin Parol und Peter Rückert: Während beide im
ersten Durchgang ihre Einzelpartien noch souverän gewannen,
verloren sie die zweiten Begegnungen jeweils nur denkbar
knapp mit 20:22 im dritten Satz.
Sollten die Glinder die anstehenden Partien gegen den SC
Wentorf und Kieler TTK gewinnen, kommt es am letzten Spieltag in heimischer Halle zum Abstiegskrimi gegen den TSV GutsMuths Berlin.
Zilz: „Peinliche Posse“
Oberliga: VfB Lübeck − SV Siek 9:6
Die 14 Jahre alte Sabrina Hinrichs überzeugte mit viel Ausstrahlung und
großem Können. Sie wurde Dritte der Jugendklasse.
Fotos: BECKER
renklasse schafften die Zwillinge
Sabrina und Jessica Blunk (19)
die Qualifikation für die Regionalmeisterschaften. Gleiches gilt für
die in der Jugendklasse drittplatzierte Sabrina Hinrichs und die
anderen
Ammersbekerinnen
Kim Soppa, Sarah Albrecht und
Nadine Fluhsig. Einzige Ausnahme: Victoria Formica (12) hatte
bei den Zehn- bis Zwölfjährigen
Glück im Unglück. Sie musste wegen einer Fußverletzung aufge-
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ben, bekommt aber eine zweite
Chance, weil es in der jüngsten
Altersklasse zu technischen Problemen kam und das Turnier wiederholt werden muss.
Unabhängig vom Abschneiden
wurde der Fleiß der Sportlerinnen übrigens fürstlich belohnt:
27 Geschäfte hatten Sachpreise
gespendet. Vom Rucksack über
Schmuck bis hin zum Eis-Gutschein war alles dabei, was das
Herz junger Mädchen begehrt.
Schwarz
E-Blau
E-Rot
E-gelb
wh Siek − Das Wiedersehen der
Tischtennis-Herren des SV Siek
(Oberliga) mit ihrem ehemaligen
Teamgefährten Woijcieck Lisinski war nicht nur wegen der 6:9Niederlage beim VfB Lübeck getrübt. SVS-Sprecher Stefan Zilz
machte dem Ex-Bundesliga-Club
eine „peinliche Posse“ zum Vorwurf, nachdem Lisinski lediglich
gegen Michael Wedig (25:27 im
dritten Satz) angetreten war und
seine anschließende Partie gegen
Marc Tepfer wegen anderweitiger Verpflichtungen dann kampflos hergab. Dank weiterer Punkte
von nochmals Wedig, Carsten
Walter, Thorsten Gutzeit und
Chris Eggert bahnte sich nach einem 0:4-Rückstand schon ein
Teilerfolg an, doch dann verspiel-
te Thomas Hansen-Siedler, Ersatz des verletzten Ulf Laubner,
gegen Philipp Jeschke eine 9:3Führung im dritten Satz (18:21),
während Walter/Gutzeit an der
Nebenplatte deutlich siegten.
Zuvor hatten die Sieker Herren
beim Wellingdorfer TV nach Erfolgen von Walter/Gutzeit, Wedig/
Eggert, Tepfer (2) und Eggert 5:9
verloren. Die Sieker Damen (Landesliga Süd) mussten auswärts
gegen den Tabellendritten MTV
Heide nach einer 5:1-Führung
mit einem 7:7 zufrieden sein, wobei sich Annika Diringer mit 2:1Siegen auf die fabelhafte Einzelbilanz von 17:4 verbesserte. Weitere Zähler steuerten Regina
Behrens (2), Antje Neitz, Christiane Kuhfuß und Diringer/Neitz bei.
L
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Seele and Geist
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