close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Grün im Blick? - Wolfram Unternehmensgruppe

EinbettenHerunterladen
3. bergischer pflegetag
leben, pflegen, arbeiten –
rund um pflege
SAMSTAG, 18. OKTOBER 2014 AB 10 UHR
IN DER HISTORISCHEN STADTHALLE WUPPERTAL
Mit kostenloser Betreuungs- und
beförderungsmöglichkeit für
zu pflegende menschen
grusswort
Das Thema Pflege beschäftigt nicht nur die stationären und ambulanten Anbieter, Beratungsstellen und Angehörige. Es ist im
Zuge des demographischen Wandels längst zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema geworden.
So beschäftigt sich etwa der Arbeitgeber Stadt Wuppertal derzeit intensiv mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und in
diesem Kontext geht es neben der Kindererziehung zunehmend
um die Pflege von Angehörigen, der mit flexiblen Arbeitszeitmodellen Rechnung getragen werden muss. Zwei Drittel aller
pflegebedürftigen Menschen werden heute zuhause betreut.
Auch in der Stadtentwicklung beschäftigen uns Projekte wie Demenz-WGs oder Mehrgenerationenhäuser mit entsprechenden
Angeboten, die möglichst quartiersnah ausgebaut werden sollen,
damit die Menschen ihr gewohntes Umfeld behalten. Ziel ist es,
gemeinsam mit allen Trägern eine gute Mischung aus größeren
Pflegeeinrichtungen, Wohngemeinschaften, kleine Wohngruppen in Heimen und Tagespflegeangeboten in den Stadtteilen zu
realisieren, um die Versorgung der zunehmender Zahl Pflegebedürftiger sicher zu stellen.
Daher danke ich der Barmer GEK, der Alzheimergesellschaft
Wuppertal und Umgebung e.V. und den Fachstellen der Stadt
Wuppertal, dass sie auch in diesem Jahr wieder den Bergischen
Pflegetag organisieren. Ich wünsche den Veranstaltern gute
Resonanz und den Besuchern viele hilfreiche Informationen,
Anregungen und lebendigen Austausch.
Ihr
PETER JUNG
Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal
Ein Pflegefall in der Familie oder im Freundeskreis bedeutet
fast immer: Nichts ist mehr, wie es war. Ein geliebter Mensch ist
plötzlich bei der Bewältigung des Alltags hilflos und abhängig –
eine Lebenssituation, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen
vor große Herausforderungen stellt. Umso wichtiger ist es, in
diesen Zeiten einen leistungsstarken Partner an seiner Seite zu
wissen: Die BARMER GEK Pflegekasse.
Die soziale Pflegeversicherung hat sich zur Unterstützung aller
Betroffenen bewährt. Sie muss jedoch dringend an die sich
verändernden demographischen und strukturellen Bedingungen
der Pflege angepasst werden. Dies sehen wir auch in unserer
Region – mit 27,2% ist mittlerweile mehr als jeder vierte Wuppertaler über 60 Jahre alt.
Wir fordern, dass die vielfältigen Angebotsformen in der Pflege,
wie ambulante, voll- und teilstationäre Pflege gesichert werden.
Die guten Pflegestrukturen in unserer Region können jedoch nur
aufrecht erhalten werden, wenn die familiäre und selbstorganisierte Pflege weiterhin einen hohen Stellenwert behält. Dazu
bedarf es neuer Kooperationsformen für pflegende Angehörige
und private Helfer.
Auch die Nachwuchssicherung in den Pflegeberufen ist wichtig,
um professionelle Pflege- und Betreuungsstrukturen dauerhaft
zu gewährleisten. Dazu benötigen wir wertschätzende und
verbesserte Arbeitsbedingungen wie u.a. ein durchlässigeres
System der Qualifizierung und Weiterqualifizierung, das Aufstiegschancen bietet sowie eine bessere Personalausstattung.
Viele interessante Themen möchten wir mit Ihnen beim 3.
Bergischen Pflegetag erörtern. Ich freue mich auf kompetente
Beiträge unserer Referenten und eine spannende Diskussion.
MARTIN SCHNEIDER
Regionalgeschäftsführer der BARMER GEK Wuppertal
„Leben, Pflegen, Arbeiten“, der Titel des 3. Bergischen Pflegetags, veranschaulicht plakativ die großen Herausforderungen,
vor denen wir als alternde Gesellschaft stehen. Es gilt, Vereinbarkeit zwischen den drei Bereichen konsequent zu ermöglichen,
aus einem Entweder-Oder ein uneingeschränktes Sowohl-alsAuch werden zu lassen.
Konkret: Wir müssen vor Ort, im Nahraum, die Voraussetzungen
schaffen, die es erlauben, in unserem vertrauten sozialen und
räumlichen „Zuhause“ weiter zu leben und alt zu werden. Pflege,
Betreuung, Beratung und sonstige Versorgung müssen zu den
Menschen kommen, nicht umgekehrt. Wir brauchen in den
Städten und Gemeinden eine Quartiersentwicklung, die diesem
Anspruch gerecht wird. Dabei müssen wir auch die pflegenden
Angehörigen stärker in den Blick nehmen, denn sie stoßen oft
an enge Grenzen, wenn sie ihr „Leben und Arbeiten“ mit dem
„Pflegen“ unter einen Hut bringen wollen. Was ist, wenn die
Berufstätigkeit so fordert, dass die Pflege eines Menschen zu
Hause kaum noch leistbar ist? Wenn die Pflegeanforderungen
plötzlich so groß werden, dass der Job leidet? Oder persönliche
Freiheit und Entspannung nicht mehr möglich sind?
Es gibt viele weitere Aufgaben. Etwa die Stärkung von Prävention
oder die zwingende Notwendigkeit, demenzielle Erkrankungen
stärker in den Blick zu nehmen. Das gelingt nur gemeinsam mit
den Betroffenen und allen anderen Beteiligten. Doch jede Kommune muss ihren Weg finden. Ein Weg, der alle Mühe lohnt!
BARBARA STEFFENS
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes NRW
Damit es auch zukünftig gute Pflege für alle Menschen gibt, stellen wir durch zwei Pflegereformen die Weichen neu:
In einem ersten Reformschritt wird der Beitrag zur Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte erhöht. Von den insgesamt 3,6
Mrd. Euro Mehreinnahmen ist ein Drittel für die Einrichtung eines
Pflegevorsorgefonds vorgesehen, um Rücklagen für die Zukunft
aufzubauen.
Für die direkte Verbesserung von Pflegeleistungen stehen 2,4
Mrd. Euro (0,2 Beitragssatzpunkte) zur Verfügung. Unser Ziel ist
es, dass die zusätzlichen Mittel schnell bei denjenigen ankommen, die mehr Unterstützung brauchen: Pflegebedürftige,
ihre Angehörigen und Pflegekräfte sollen profitieren. Deshalb
verbessern wir so schnell wie möglich die Pflegeleistungen und
dynamisieren die Leistungen um vier Prozent, das entspricht 890
Millionen Euro jährlich.
Damit die professionellen Pflegekräfte wieder mehr Zeit für die
Pflegebedürftigen haben, erhöhen wir die Anzahl der Betreuungskräfte auf 45.000. Das schafft auch bessere Arbeitsbedingungen.
Denn der Pflegeberuf muss wieder attraktiver werden.
Wir folgen dem Grundsatz „ambulant vor stationär“, indem die
Mehrzahl der Leistungen für die häusliche Versorgung vorgesehen sind. Es werden grundsätzlich die Betreuungsleistungen
ausgeweitet, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Tages- und
Nachtpflege sowie unterschiedliche Betreuungsformen flexibilisiert und es gibt deutlich höhere Zuschüsse für verbessernde
Maßnahmen des Wohnumfelds, also zum Beispiel für den Einbau
eines Treppenlifts oder für einen Badumbau.
Parallel treffen wir die Vorbereitungen für die zweite Stufe der
Reform, in der ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff einführt wird.
ERWIN RÜDDEL
Pflegepolitischer Sprecher der Unionsfraktionen
im Deutschen Bundestag
agenda
10:00 - 10:05 UHR
Begrüßung durch Martin Schneider
Regionalgeschäftsführer der BARMER GEK Wuppertal
10:05 - 10:20 UHR
Impulsreferat von Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW
10:20 - 10:35 UHR
Impulsreferat von Erwin Rüddel
Pflegepolitischer Sprecher der Unionsfraktionen im Deutschen Bundestag
10:35 - 10:50 UHR
Impulsreferat von Prof. Dr. Kuno Rechkemmer über die „Innere Qualität“
Leiter des CGIFOS Institutes, Stuttgart
10:50 - 12:00 UHR
Gesprächsrunde zur aktuellen Pflegepolitik!
Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW
Erwin Rüddel
Pflegepolitischer Sprecher der Unionsfraktionen im Deutschen Bundestag
Heiner Beckmann
Landesgeschäftsführer der BARMER GEK NRW
Horst Bürgener
Vorsitzender des Arbeitskreises Pflege der Arbeitsgemeinschaft der freien
Wohlfahrtspflege Wuppertal
Ulrich Christofczik
Geschäftsbereichsleiter Pflege, Alten- und Behindertenarbeit der Diakonie
Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
Dr. Albert Evertz
Bereichsleiter Wirtschaft und Statistik im Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.
Uwe Temme
Ressortleiter für Soziales der Stadt Wuppertal
diskutieren eines der aktuellsten Themen unserer sozialen Sicherung.
12:00 - 13:00 UHR
Mittagspause und Ausstellung Rund um Pflege
13:00 UHR
MENDELSSOHN-SAAL – Leben und Pflegen im gewohnten Wohnumfeld – Quartier
Impulsreferat von Gaby Schulten (ORG.BERATUNG Schulten & Weyland) und Wolfgang Paul:
Chancen und Hemmnisse für die Quartiersentwicklung am Beispiel Ölberg.
MAHLER-SAAL – Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
Marianne Krautmacher führt in das Thema ein. Manuela Anacker präsentiert Daten und
Fakten. Erfahrungsbericht pflegender Angehöriger von Birgit Görden und Winfried Knäpper.
HINDEMITH-SAAL – Medizinische Versorgung im Alter und bei Pflegebedürftigkeit
Alt werden, aber selbstbestimmt – wie schaffen wir einen Imagewechsel und verbessern
Versorgung und Prävention?
13:30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL – Leben und Pflegen im gewohnten Wohnumfeld – Quartier
Was benötigen die Menschen im Quartier und was können Pflegeeinrichtungen anbieten?
Rainer Kessler präsentiert die Angebote des Beratungsnetzwerkes Pflege.
MAHLER-SAAL – Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
Margot Dubbel vom Pflegestützpunkt der BARMER GEK stellt Unterstützungsangebote
für pflegende Angehörige vor. Welche unternehmerischen Maßnahmen helfen?
Christine Jentzsch geht auf allgemeine Handlungsmöglichkeiten und betriebliche
Praxisbeispiele ein.
HINDEMITH-SAAL – Medizinische Versorgung im Alter und bei Pflegebedürftigkeit
Monika Wilhelmi referiert über Prävention und die medizinisch-therapeutische Versorgung Demenzerkrankter. Jochen Schmidt berichtet über die Möglichkeiten der Begleitung
von Betroffenen und Angehörigen.
14:00 UHR
MENDELSSOHN-SAAL – Leben und Pflegen im gewohnten Wohnumfeld – Quartier
Heike Löber referiert zu dem Thema: Wie kann eine Kommune die Quartiersentwicklung
unterstützen?
HINDEMITH-SAAL – Medizinische Versorgung im Alter und bei Pflegebedürftigkeit
Arzneimittelsicherheit sind im Pflegefall häufig ein Problemfeld, über welches
Prof. Dr. Annette Welz-Barth einen kurzen Aufriss gibt. Die Kommunikation zwischen
Krankenhaus, Apotheke und Hausarzt und das Handling von Arzneimitteln werden im
Impulsreferat von Prof. Dr. Petra Thürmann thematisiert und zur Diskussion gestellt.
14:40 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
Feedback-Runde der Arbeitsergebnisse.
15:00 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
Kommunalpolitische Runde. Wir entwickeln eine Wuppertaler Pflegevision auf Basis der
vorherigen Modularbeit mit Ihren und unseren Erwartungen an die Politik.
referenten
Pflege verändert den Alltag. Wer eine nahestehende Person pflegt,
weiß das. Von einer 35-Stunden-Woche können Menschen, die sich
zusätzlich zum Beruf noch um die Pflege eines Familienmitglieds kümmern, nur träumen. Jeder Tag birgt neue Herausforderungen und bringt
pflegende Angehörige oft an den Rand ihrer Belastbarkeit.
Diese Thematik hat uns sehr beschäftigt. Wir haben uns Gedanken
gemacht, wie wir helfen können. Die BARMER GEK bietet in Nordhrein Westfalen daher das Kompaktseminar „Mach mal PAUSE – Ein Ausgleich zum Pflegealltag“ an.
Hierüber möchte ich gerne beim Bergischen Pflegetag mit Ihnen
sprechen!
HEINER BECKMANN
Landesgeschäftsführer der BARMER GEK NRW
Alter und Pflege, die Themen, die uns alle zunehmend beschäftigen
werden. Wir benötigen Visionen und Modelle, aber auch verlässliche
Lösungen und Antworten. Zur Formulierung der Wünsche, wie wir im
Alter leben möchten, sind wir als Bürger gefragt, für die Antworten und
Lösungen die Politik, die öffentliche Verwaltung und die Institutionen.
Nur im Dialog mit den Menschen können wir Ängste und Vorbehalte
auflösen und so das Altern auch zukünftig weiterhin lebenswert und
finanzierbar gestalten.
HORST BÜRGENER
Vorsitzender des Arbeitskreises Pflege der Arbeitsgemeinschaft
der freien Wohlfahrtspflege Wuppertal
Die pflegebedürftigen Menschen brauchen eine Pflegepolitik, die nahe
an ihrer Lebenswirklichkeit dran ist. Dazu gehört ein Pflegebegriff, der
über die körperlichen Belange hinausgeht und dazu gehört eine bunte
Versorgungslandschaft, in der die Menschen zuhause, im Heim oder in
der WG im Quartier nach ihrer Façon leben können. Unsere Mitarbeitenden erwarten eine Politik, die es ihnen ermöglicht, nach ihrem beruflichen
Anspruch zu arbeiten.
ULRICH CHRISTOFCZIK
Geschäftsbereichsleiter Pflege, Alten- und Behindertenarbeit
der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
Die ursprünglichen Ziele der PflVers sind auch nach 20 Jahren noch
nicht befriedigend erreicht. Die finanzielle Belastung der Betroffenen
ist weiter hoch. Die Sozialhilfe muss weiterhin erheblich mitfinanzieren.
Die Beitragseinnahmen liegen beständig hinter dem Bedarf. Der neue
Pflegebedürftigkeitsbegriff muss schnellstens eingeführt werden, um
den realen Bedarf zu erfassen. Es fehlt eine durchgreifende Reform.
DR. ALBERT EVERTZ
Bereichsleiter Wirtschaft und Statistik im
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V.
Unverändert bewegt das Thema Pflege die kommunale Familie in der
Bundesrepublik Deutschland. Das Land NRW setzt aktuell auf Ambulantisierungsstrategien und möchte die Versorgungsstrukturen im Sinne
des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ weiterentwickeln. Die Schaffung, vor allem altengerechter Quartiere, steht dabei im Fokus. Aus Sicht
der Stadt Wuppertal ist dies im Grundsatz die richtige Strategie.
UWE TEMME
Ressortleiter für Soziales der Stadt Wuppertal
LEBEN UND PFLEGEN IM GEWOHNTEN WOHNUMFELD –
GUT ALT WERDEN IM QUARTIER
Die große Herausforderung für uns alle. Lösungen sind gefragt!
Horst Bürgener moderiert das Gesamtthema. Wir begrüßen Sie mit einem Impulsreferat, in
dem die ORG.BERATUNG Schulten & Weyland und der Geschäftsführer des Lutherstifts das
Beispiel Quartier Wuppertal-Ölberg/Nordstadt vorstellen. Darauf aufbauend diskutieren wir
mit dem Publikum drei Hauptfragestellungen: Was benötigen die Menschen im Quartier?
Was können ambulante und stationäre Einrichtungen der Pflege für die Menschen im Quartier ausrichten? Und wie kann eine Kommune die Quartiersentwicklung unterstützen?
Das Diskussionsergebnis bringen wir in eine „Wuppertaler Hauptaussage“ ein und überreichen es den Politikern.
Als Beratungsnetzwerk Pflege haben wir es uns zur Aufgabe gemacht,
quartiersbezogene, vernetzte Beratungsangebote anzubieten. Das Leben in der eigenen Häuslichkeit und im gewohnten Lebensumfeld muss
durch verlässliche, ausgewogene Angebote sowie gute Rahmenbedingungen in Politik und Verwaltung weiterhin ermöglicht werden.
Wirtschaftliche Finanzierungsformen sind notwendig, um ein lebenswertes Leben und Wohnen im Quartier sicherzustellen.
RAINER KESSLER
Sprecher des Beratungsnetzwerkes Pflege
Zum Leben gehört nicht nur eine Wohnung, sondern eine kulturelle und
soziale Einbindung und eine Versorgungssicherheit im Bedarfsfall. Von
daher kann man die Regel aufstellen, dass die Förderung des Umbaus
zu altengerechten Wohnungen vor allem dann auf fruchtbaren Boden
fällt, wenn der Stadtteil auch über die Wohnung hinaus als seniorengerecht eingestuft werden kann. Insofern soll hier flankierend das
Angebot an seniorengerechten Dienstleistungen sowie an Netzwerken
der gegenseitigen Unterstützung und des gemeinsamen Lebens im
Stadtteil ausgebaut werden.
WOLFGANG PAUL
Geschäftsführer des Lutherstift Seniorenzentrums Elberfeld
Der „Masterplan Quartier NRW“ weist den Kommunen eine zentrale Rolle in der Umsetzung zu. Die Stadt Wuppertal möchte gemeinsam mit der
örtlichen Gesundheits-, Alters- und Pflegekonferenz ein Umsetzungsverfahren entwickeln. Dabei ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger in
den Quartieren selbst einzubinden, ressortübergreifend zu handeln und
auf inklusive Sozialräume hinzuarbeiten.
HEIKE LÖBER
Stadt Wuppertal, Ressort Soziales, Geschäftsführerin der
Gesundheits-, Alters- und Pflegekonferenz
PFLEGST DU NOCH ODER ARBEITEST DU SCHON? –
VEREINBARKEIT VON PFLEGE UND BERUF
Immer mehr Menschen müssen die eigene Berufstätigkeit mit der Pflege von Angehörigen
vereinbaren. Welche Leistungen für die Pflege von Angehörigen und Betreuung von Demenzerkrankten sind durch die Pflegekassen möglich?
Wie gelingt es den pflegenden Beschäftigten, den Spagat zwischen diesen beiden Anforderungen und Lebensbereichen zu bewältigen?
Wie können Unternehmen pflegende Mitarbeiter/innen unterstützen um zu sicherzustellen,
dass pflegende Beschäftigte gesund und dem Unternehmen als Fachkräfte erhalten bleiben?
Es gibt sie, die Instrumente zur Lösung der Vereinbarkeitsproblematik. Unternehmen lernen
voneinander aus guten Praxisbeispielen aus der Region.
Die Pflege ist weiblich - sagt der Volksmund. Wie so oft beim Volksmund birgt dieser viel Wahrheit. Frauen üben oft den Spagat zwischen
Beruf, Familie und Pflege. Das Eigene bleibt dabei oft auf der Strecke.
Nicht selten ist die Belastung, besonders durch die Pflege von geliebten
Menschen, gekoppelt mit Angst und Sorge vor Verlust von Partnerschaft und Beruf. Eine honorierte Pflegezeit, ohne Angst vor Verlust des
Arbeitsplatzes, sollte so selbstverständlich sein wie die Elternzeit nach
der Geburt eines Kindes.
BIRGIT GÖRDEN
stellvertr. Vorstandsvorsitzende der Alzheimergesellschaft Wuppertal
und Umgebung e.V.
Rund 10 Prozent aller Beschäftigten übernehmen Pflege-und Betreuungsaufgaben im familiären Umfeld. Der Umgang mit dieser Belastung
wird bei der Bindung der personellen Ressourcen für Unternehmen
immer wichtiger. Einige Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter/
innen schon heute bei der Pflege von Angehörigen. Praxisbeispiele aus
Betrieben zeigen, wie es gehen kann.
CHRISTINE JENTZSCH
Kompetenzzentrum Frau und Beruf
Herr Knäpper ist einerseits Einrichtungsleiter einer Pflegeeinrichtung
und andererseits selbst betroffener Angehöriger, der pflegebedürftige
Eltern und Schwiegereltern betreut. Er wird von seinen Erwartungen,
seinen Erfahrungen und dem durch den Arbeitgeber angebotenen Möglichkeiten berichten. Verständnis, Vertrauen, Vielfalt…
WINFRIED KNÄPPER
Einrichtungsleitung städtisches Altenpflegeheim Neviandstraße
Plötzlich pflegebedürftig, wie sorge ich vor, wie geht es weiter?
Im Pflegestützpunkt können diese Fragen an Fachberater/innen gestellt werden. Ratsuchenden werden Informationen über Leistungen
der Pflegekassen, Gesetze und Krankheiten wie Demenz vermittelt.
Für einen individuellen Netzwerkaufbau erhalten Sie Unterstützung
und Entlastung. Unsere Kunden werden psychosozial in Konflikt- und
Problemsituationen begleitet.
MARGOT DUBBEL
Pflegestützpunkt der BARMER GEK in Barmen
Die häusliche Pflege darf nicht zum Armutsrisiko werden. Aus Sicht der
Sozialreferentin des VdK NRW, Manuela Anacker, geht das derzeitige Familienpflegezeitgesetz an der Realität der meisten Menschen vorbei. Es
ist notwendig, die Familienpflegezeit als Rechtsanspruch auszugestalten, durch eine Lohnersatzleistung analog zum Elterngeld zu flankieren
und die Pflegezeit mit einem Rückkehrrecht in die Vollzeittätigkeit zu
verbinden.
MANUELA ANACKER
Referentin der Abteilung Sozialpolitik,
Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen e.V.
„Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ ist auch für die kommunale
Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung zentrales Thema. Der
demographische Wandel erzeugt einen wachsenden Bedarf an privater
Pflegearbeit und professionellen Angeboten, parallel dazu wird sich das
Erwerbspersonenpotential verringern. Gelingende Vereinbarkeit erfordert bedarfsgerechte vernetzte Unterstützungsangebote für erwerbstätige pflegende Angehörige in Arbeitswelt und Altenhilfe.
MARIANNE KRAUTMACHER
Stadt Wuppertal, Fachbereichsleiterin ‚Soziale Planung,
Beratung und Qualitätssicherung‘ im Ressort Soziales
MEDIZINISCHE VERSORGUNG IM ALTER UND BEI PFLEGEBEDÜRFTIGKEIT –
DAHEIM UND IM HEIM
Auch der immer älter werdende Patient in den unterschiedlichen Versorgungsstrukturen
(Krankenhaus, institutionelle Pflegeeinrichtung und im ambulanten Versorgungsbereich) wird
im Rahmen seiner Vielfacherkrankungen oftmals mit immer mehr Medikamenten versorgt.
Hier gilt es, den Überblick zu behalten und im Dschungel zwischen leitliniengerechter Therapie, Arzneimittelnebenwirkungen, potentiell schädlichen Medikamenten und Handling-Problemen den richtigen Weg zu finden und für den einzelnen Patienten das Richtige zu erzielen.
In diesem Zusammenhang werden Impulsreferate zu diesen Themenschwerpunkten stattfinden und vertiefend diskutiert.
Im Bergischen Land ist in den letzten Jahren ein vielschichtiges Angebot
an Versorgungs- und Begleitangeboten für Menschen mit Demenz und
deren Angehörige entstanden. Durch die Vielfalt ist es möglich für (fast)
jeden Menschen mit Demenz und deren Angehörige eine passgenaue
Unterstützung für die jeweilige Phase der Demenz zu finden. Anhand
von Beispielen werden die Bedürfnisse der Menschen und die Angebote
zur Versorgung vorgestellt.
JOCHEN SCHMIDT
Vorsitzender der Alzheimergesellschaft Wuppertal und
Umgebung e.V.
BewohnerInnen in Deutschen Alten- und Pflegeheimen sind hochbetagt, leiden unter zahlreichen Erkrankungen und nehmen durchschnittlich acht verschiedene Arzneimittel täglich ein – das bedeutet Multimedikation und viele potenzielle Risiken. Arzneimitteltherapiesicherheit
bedeutet hier, dass von der Verordnung bis zur Verabreichung und vor
allem bei der Therapieüberwachung alle beteiligten Gesundheitsprofessionen nahtlos kooperieren.
PROF. DR. PETRA THÜRMANN
Philipp Klee-Institut für Klinische Pharmakologie
HELIOS Klinikum Wuppertal, Lehrstuhl für Klinische
Pharmakologie Universität Witten/Herdecke
Für Altersmediziner steht der Patient mit seinen Vielfach-Erkrankungen und auch der vielfältigsten Einnahme von Medikamenten täglich
im Fokus. Hier ist wichtig, dass die für die Gesundheit des einzelnen
Patienten verantwortlichen Bereiche aufeinander abgestimmt agieren.
Dies fängt beim Hausarzt an und geht weiter bei den Kollegen, falls eine
Krankenhausversorgung notwendig ist. Geht dann zur Apotheke und
hinein in die Pflegeeinrichtung. Wie das funktionieren sollte und man
Stolperfallen vermeidet, ist Thema der Vortrags- und Diskussionsrunde.
PROF. DR. ANNETTE WELZ-BARTH
Chefärztin der Klinik für Geriatrie des Petrus-Krankenhauses
Prävention kann eine Demenzerkrankung nicht verhindern, aber den
Krankheitsprozess verzögern. Die sekundäre Prävention zielt darauf,
Störungen und Symptome frühzeitig zu erkennen, dem Fortschreiten
der Erkrankung entgegenzuwirken und Risikofaktoren zu reduzieren.
Dem Hausarzt wird daher eine zentrale Aufgabe zugeschrieben. Er
steht im Kontakt mit dem Patienten und seinem Angehörigen, kann
erste Schritte zur Diagnostik einleiten und Informationen weitergeben,
die therapeutische und präventive Maßnahmen, Beratung und Angebote im Versorgungssystem betreffen. Die Demenz-Servicezentren in
NRW stehen Haus- und Fachärzten beratend zur Seite.
MONIKA WILHELMI
Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin,
Leitung des Demenz-Servicezentrums Region Bergisches Land
Beim Thema Pflege ist die wohnortnahe Apotheke ein wichtiger Ansprechpartner. Viele Apotheken haben sich auf die Versorgung pflegebedürftiger Menschen spezialisiert, auch in Alten- und Pflegeheimen.
Apotheken halten eine breite Palette an Hilfsmitteln für Pflegebedürftige vorrätig. Der Apothekerverband Bergisch-Land bietet den Besuchern
des 3. Bergischen Pflegetags einen kostenlosen Gesundheitscheck an.
MARLENE LANGENBERG-NÜSSER
Vorsitzende des Apothekerverbandes Bergisch Land e.V.
kommunalpolitische
runde
Pflege ist neu zu definieren. Demografie ist kommunale Stadtentwicklung. Gesundheitspolitik ist regionale Wirtschaftspolitik.
Diese drei Säulen sind auch auf kommunaler Ebene die Tragkräfte für
die Frage, wie wir unsere Region und unsere Heimat für die zukünftigen
Aufgaben aufstellen. Wir müssen uns alle den Herausforderungen älterer Arbeitnehmerschaften in unserer Region stellen und die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege verstetigen.
MICHAEL WESSEL
Stellvertr. Fraktionsvorsitzender der CDU- Fraktion im Rat der Stadt
Wuppertal, Gesundheits- und sozialpolitischer Sprecher
In der Region und in den Kommunen werde heute die Weichen dafür
gestellt, wie die Pflegeinfrastruktur in 20 Jahren aussehen wird. Die
Pflege der Zukunft realisiert sich in den Stadtquartieren und Gemeinden. Die Lebensqualität der Pflegebedürftigen entscheidet sich dabei
nicht zuletzt an der Möglichkeit, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch im hohen Alter aufrecht zu erhalten. Dafür müssen wir heute
vor Ort die angemessenen Rahmenbedingungen schaffen.
JOSEF NEUMANN
SPD, Landtagsabgeordneter NRW und Mitglied im Ausschuss für Arbeit,
Gesundheit und Soziales
Wuppertal hat insgesamt ein gutes Pflegeangebot. Herausforderungen sehen wir gerade im Hinblick auf kultursensible Pflege und die
besonderen Anforderungen, die durch immer mehr schwer demenziell
erkrankte Menschen in stationären Pflegeinrichtungen entstehen. Wir
brauchen eine Altenpflegeausbildung, die den wachsenden Anforderungen Rechnung trägt und eine attraktive Bezahlung der Fachkräfte.
Gefragt sind alle Bündnispartner: Krankenkassen, Ausbildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände, Kommunen. Würdevolles Altern muss
selbstverständlich werden.
MARCEL SIMON
Stadtverordneter für die Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Das Thema Pflege ist als Teil des demographischen Wandels eines der
großen Zukunftsthemen, dem die Politik viel mehr Aufmerksamkeit
widmen muss. Es muss darum gehen, den Menschen auch im Alter ein
Leben in Würde, mit guter medizinischer Versorgung und Zuwendung zu
garantieren.
MARCEL HAFKE
FDP, Landtagsabgeordneter NRW
Der Kosten- und Wettbewerbsdruck hat auch die Pflegeeinrichtungen
erreicht. Die Herausforderungen steigen ebenso wie die Qualitätsanforderungen. Gleichzeitig sind bekannte Einsparungs- und Rationalisierungsmöglichkeiten ausgereizt.Bei dieser Sachlage eröffnet das erarbeitete Managementsystem der inneren Qualität neue Lösungen. Ein Mehr
an guter innerer Qualität ist gleichermaßen wichtig für die Mitarbeiter/
Innen, die Leitungsebene der Einrichtungen und die zu Pflegenden. Der
neue Weg zu verbesserter Wirtschaftlichkeit, Arbeitszufriedenheit und
Motivation und damit zur Sicherheit und Zufriedenheit der Bewohner
wird erstmals in Wuppertal vorgestellt.
PROF. DR. KUNO RECHKEMMER
Leiter des CGIFOS Institutes, Stuttgart
Das Leben im gewohnten Umfeld hält den älteren und pflegebedürftigen
Menschen länger mobil. Daher sollte gerade Wuppertal mehr als bemüht
sein, wohnen und pflegen sozusagen im heimischen Quartier verstärkt
zu ermöglichen. Bei der demografischen Entwicklung in unserer Stadt
ist das eine hervorragende kommunalpolitische Herausforderung von
besonderer sozialer Bedeutung. Dabei ist die Hilfestellung des Landes
unerlässlich.
KLAUS H. RICHTER
Vorsitzender des Kuratoriums von Pflege e.V.,
Gut.Gesundheit.Consulting
moderation
Yvonne Peterwerth-Ganns (37) begann ihre journalistische Laufbahn
2003 bei Radio Wuppertal. Dort war sie als Reporterin, Moderatorin
und Chefin vom Dienst tätig. Nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit
ist die Mutter zweier Söhne nun vorwiegend in der Morgensendung
zu hören. Zudem moderiert sie zahlreiche Diskussionsrunden und
Bühnenveranstaltungen.
kontakt
SIE HABEN FACHLICHE ODER ORGANISATORISCHE
FRAGEN ZUM 3. BERGISCHEN PFLEGETAG?
Bitte wenden Sie sich an unsere Pflege-Koordinatorin
ANNA FRANGEN
Koordinatorin Bergischer Pflegetag 2014
BARMER GEK Wuppertal
Friedrichstraße 33, 42105 Wuppertal
Mail: anna.frangen@barmer-gek.de
Telefon: 0202 5821 73-1570
Telefax: 0202 5821 73-1190
SIE SIND HERZLICH EINGELADEN
Bei Interesse bitten wir Sie um eine verbindliche Anmeldung unter:
Pflegestützpunkt bei der BARMER GEK
Geschwister-Scholl-Platz 9-11
42275 Wuppertal
Telefon: 0202 58 21 73 11 11
E-Mail:Wuppertal-Pflegestuetzpunkt@barmer-gek.de
Wir freuen uns auf Sie und verbleiben mit besten Grüßen.
Betreuungs- und Beförderungsangebot
für zu pflegende Menschen
Um auch den Personen, die Angehörige oder anvertraute Menschen mit Pflegebedarf betreuen, den Besuch des 3. Bergischen Pflegetags zu ermöglichen, stellt das CaritasAltenzentrum St. Suibertus während der Veranstaltung Fachpersonal für eine kostenlose
Betreuung zur Verfügung. Ihre Angehörigen und Anvertrauten können sowohl am gemeinsamen Essen teilnehmen als auch ein Angebot von Gedächtnis- und Bewegungstraining
absolvieren, singen, musizieren, lesen und basteln.
Über die Firma Sonnenschein Personenbeförderung besteht zudem eine kostenfreie Beförderungsmöglichkeit für den zuvor genannten Personenkreis. Mit behindertengerechten
Fahrzeugen und Rollstuhlbussen können die Fahrten zu und von der Veranstaltung erfolgen.
Sie möchten gerne eines oder beide Angebote in Anspruch
nehmen? Bitte teilen Sie uns dies bei Ihrer Anmeldung mit.
Wir freuen uns auf Sie!
Gerade Menschen mit fortschreitenden körperlichen Einschränkungen wollen – unabhängig vom Alter – ihr Leben am Wohnort so lange
wie möglich selbstbestimmt nach ihren individuellen Interessen und
Fähigkeiten gestalten.
Erst eine weitestgehend barrierefrei gestaltete Umwelt und die
Möglichkeit zur Mobilität ermöglicht es ihnen, die Dinge des täglichen
Lebens so lange wie möglich ohne fremde Hilfe zu erledigen. Ein Ziel,
an dem wir gerne mitarbeiten.
HARALD BÖNING
Geschäftsführer Sonnenschein Personenbeförderung GmbH
Evangelischer Altenhilfeverbund
Wuppertal und Bergisches Land e.V.
AGFW - Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Wuppertal
Deutsches
Rotes
Kreuz
Jüdischer
Wohlfahrtsverband
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
20
Dateigröße
654 KB
Tags
1/--Seiten
melden