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Ethik im MBA-Unterricht – Unbedingt, aber wie? - WU Executive

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Presseaussendung der WU Executive Academy
Wien, 2. April 2013
Ethik im MBA-Unterricht – Unbedingt, aber wie?
Ethik ist aus der modernen Führungskräfteausbildung nicht mehr wegzudenken.
Darüber sind sich Experten und Business Schools auf der ganzen Welt einig. Wenn
es aber darum geht, wie das Thema Ethik konkret in den MBA-Unterricht
eingebettet werden soll, herrscht weit weniger Einigkeit: Viele theoretische
Ansätze und Ideen, aber erschreckend wenige konkrete Vorschläge, wie
nachhaltiger Ethikunterricht für Führungskräfte aussehen könnte. Einer der
wichtigsten Stakeholder in dieser Frage, die MBA-Teilnehmer, wurden bis dato
noch kaum um ihre Meinung gefragt.
Das soll sich jetzt ändern: Eine von der WU Executive Academy und dem Institut für
Internationales Marketing Management der WU durchgeführte Untersuchung
widmet sich jetzt genau dieser Zielgruppe. Welchen Stellenwert hat Ethik für MBATeilnehmer wirklich und wie soll ihrer Meinung nach Ethik im MBA-Unterricht
thematisiert werden? Eine Analyse der Ergebnisse und wie vieles davon schon
gelebte Realität ist.
30 internationale Führungskräfte des Executive MBA (Global) und des Professional MBA der
WU Executive Academy wurden um ihre Meinung gebeten. Finden Sie im Folgenden eine
Analyse der wichtigsten Ergebnisse.
Praxis vs. Theorie – auf die richtige Mischung kommt es an
Nach Ansicht der Teilnehmer sollte Ethik ein integraler Bestandteil jedes MBA-Programms
sein, den man nicht losgelöst von anderen Fächern in einem oder zwei Tagen lehren kann.
Vielmehr käme es auf die Mischung an: Spezialisierte Vorträge über Ethik, um auf die
unterschiedlichen Vorkenntnisse der Teilnehmer eingehen zu können aber auch fachlich
eingebettete Diskussionen, um so Ethik im jeweiligen wirtschaftlichen Kontext zu betrachten
und zu diskutieren.
Am besten gelänge dies durch praktische Beispiele, etwa die Arbeit an Fallstudien, und den
Einsatz von erfahrenen Praktikern und anerkannten Professoren als Vortragende:
„Idealerweise wird im Ethikunterricht nicht nur theoretisch ihr Stellenwert betont, sondern
auch gezeigt, wie sie sich im Wirtschaftsalltag praktizieren lässt. Den Teilnehmern sollen die
Folgen ihres Handelns und ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und dem
Unternehmen bewusst gemacht werden“, bringt Professional MBA-Teilnehmerin Anna ihre
Vorstellungen klar auf dem Punkt.
Dabei sei es wichtig, auf die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmer, die bereits über
umfangreiche Berufserfahrung verfügen, einzugehen. Denn: „Will man den Ethikunterricht
gewinnbringend gestalten, sollte man am Feinschliff arbeiten und erörtern, wie sich
Fallstricke umschiffen lassen. Allgemeines wie ‚Regierungsbeamte besticht man nicht‘ muss
auf diesem Level niemandem mehr beigebracht werden– vielmehr geht es um das
Kleingedruckte“, so Katie, die ebenfalls den Professional MBA absolviert.
„Ich persönlich lege besonderen Wert darauf, dass Ethik bei uns nicht nur isoliert in einem
Modul behandelt wird. Vielmehr animiere ich alle unsere Vortragenden dazu, dieses
Schlüsselthema in allen Modulen aufzugreifen und fix zu verankern. In der Praxis hat sich
gezeigt, dass es viel spannender ist, Ethik in Bereichen zu behandeln, wo Teilnehmer dieses
Thema nicht unbedingt vermuten würden, etwa im Rahmen von Finance- oder ControllingFächern“, so Prof. Bodo B. Schlegelmilch, Dean der WU Executive Academy.
Wertvoller Austausch mit Experten und Kollegen
Wie wichtig Ethik für Führungskräfte ist, zeigt sich unter anderem daran, dass mit zwei
Ausnahmen bereits alle Befragten ethische Fragestellungen in ihrem Berufsalltag zu
bewältigen hatten. Deshalb sei für einen Großteil der Befragten besonders ein laufender
Austausch über eigene Erfahrungen zum Thema Ethik besonders wichtig. Über seine
Erfahrungen zu berichten, mit Gleichgesinnten im und abseits des Unterrichts darüber zu
diskutieren und sich die Geschichten der anderen anzuhören, erweitere nicht nur den
persönlichen Horizont, es helfe auch dabei, ethische Herausforderungen in der Praxis besser
zu meistern.
Dieser Erfahrungsaustauch könne zudem noch dadurch erhöht werden, indem zusätzlich
Praktiker zu Gastvorträgen eingeladen werden. „Spannend zu sehen, wie andere schwierige
ethische Situationen gemeistert haben. Das motiviert zusätzlich, eigene Probleme
anzupacken und hilft dabei, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen“, sagt
Executive-MBA-Teilnehmer Joseph.
Von der Kultur des anderen lernen
Neben konkreten Konzepten und Tools spielen im Ethikunterricht aber auch die
unterschiedlichen Perspektiven aus anderen Ländern und Kulturen eine entscheidende Rolle,
vor allem bei Programmen mit internationaler Ausrichtung. Durch den Erfahrungs- und
Meinungsaustausch untereinander erhalten die Teilnehmer Einblicke in andere Kultur- und
Wirtschaftskreise und das dort herrschende Ethikverständnis. Dieses Wissen sei angesichts
der kontinuierlich voranschreitenden Globalisierung in Zukunft immer wichtiger:
„In meiner Klasse sind über 15 Nationen vertreten. Wir sprechen viel über Werte wie
Fairness, Aufrichtigkeit und Vertrauen. Sie würden sich wundern, wie unterschiedlich die
Auffassung über ethische Standards mitunter sein kann. Das Wissen darüber und die
Fähigkeit, das nötige Einfühlungsvermögen zu entwickeln, helfen mir in meinem sehr
international ausgerichteten Job sehr“, sagt John, Executive-MBA- Teilnehmer.
Erfahrungen aus erster Hand unbezahlbar
Noch wirkungsvoller als Ethik im Unterricht zu thematisieren sei es, ethisches Handeln
mitzuerleben oder sogar mitzugestalten. Hierfür eigenen sich aus Sicht der Befragten
besonders der Kontakt zu Non-Profit-Organisationen oder die Teilnahme an Sozialprojekten
im Rahmen von Studienreisen:
"Der Besuch einer indischen Schule hat meine Sichtweise in Bezug auf den Zusammenhang
zwischen Wirtschaft und Ethik geschärft. Die Arbeitsmethoden jener Organisationen, die mit
limitierten Ressourcen und einfachen Mitteln dafür sorgen, dass täglich hunderte Schulen mit
Essen versorgt werden, zeigen, dass betriebswirtschaftliche Abläufe auch und gerade in
einem solchen Umfeld eine entscheidende Rolle spielen. Der Aufenthalt in Asien hat mir
verdeutlicht, wie universell das Erlernte angewendet werden kann, und wie wichtig
Weiterbildung nicht nur auf akademischer, sondern auch auf sozialer Ebene ist", sagt Harald,
Executive-MBA-Teilnehmer.
„Vieles kann man nicht erlesen, man muss es selbst erleben. Das Thema Ethik gehört auch
dazu. Deshalb schicken wir unsere MBA-Teilnehmer im Rahmen von Studienreisen um die
ganze Welt: Vormittags finden klassische Unterrichtseinheiten statt. An den Nachmittagen
besuchen die Teilnehmer Unternehmen und Projekte aus der jeweiligen Region und haben
die Möglichkeit, ihre Besonderheiten und die der Märkte, in denen sie agieren, aus erster
Hand kennen zu lernen. Sozialprojekte wie „Essen für Schulkinder in Indien“ oder „Indiens
Mobile Krankenstationen für entlegene Gebiete“ sind daher fixe Bestandteile unserer so
genannten „International Residencies“, ergänzt Prof. Bodo B. Schlegelmilch.
Pressekontakt
WU Executive Academy
Mag. Paul Kospach, MA
Nordbergstrasse 15, 1090 Wien
+43 1 31336 5161
paul.kospach@wu.ac.at
www.executiveacademy.at
WU Executive Academy - Führungskräfteausbildung auf höchstem internationalem
Niveau
Die WU als größte Wirtschaftsuniversität Europas zählt zu den führenden Hochschulen
weltweit und bündelt in der WU Executive Academy ihr Programmportfolio im Bereich
„Executive Education“. Zu diesen zählen MBA und Master of Laws Programme, das
Universitätsstudium Diplom BetriebswirtIn, Universitätslehrgänge, offene und
Unternehmensprogramme. Die WU Executive Academy gehört heute zu den führenden
Weiterbildungsanbietern in Zentral- und Osteuropa.
Die WU Executive Academy ist als einziger österreichischer MBA Anbieter EQUIS akkreditiert.
EQUIS ist das führende Akkreditierungssystem der European Foundationof Management
Development (EFMD). Darüber hinaus wurde die Qualität der MBA-Programme mit dem
AMBA (Associationof MBAs) Gütesiegel ausgezeichnet.
Die WU Executive Academy ist damit eine von nur zwei Wirtschaftshochschulen im
deutschsprachigen Raum, die den hohen Qualitätsanforderungen beider Akkreditierungen
entsprechen.
Aktuelle Erfolge der WU Executive Academy:
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Financial Times European Business School Ranking (2012): # 40
Financial Times Executive MBA Ranking (2012): # 22 in EU, # 6 in DACH
Personal Magazin (2013): Unter den 40 besten Business Schools weltweit
Frankfurter Allgemeine Zeitung MBA Ranking (2005): # 1 Alumni Zufriedenheit in
DACH
Handelsblatt MBA Ranking (2006): Unter den Top 50 MBAs weltweit
Industrie Magazin MBA Ranking (2012): # 1 bei österreichischen Führungskräften
ZiarulFinanciar MBA Ranking (2008 - 2012): Unter den Top 3 MBAs in Rumänien
Durchschnittlich 900 Graduate Students und ca. 1.200 Führungskräfte, Fachleute und HighPotentials aus über 75 Ländern werden jedes Jahr in den Programmen aus- und
weitergebildet. Studienreisen und Lehrgänge finden derzeit in über 15 Ländern und auf drei
Kontinenten statt.
Die Vortragenden setzen sich aus international renommierten ProfessorInnen und TopManagerInnen zusammen. Das berufsbegleitende Format der Programme garantiert
effizientes, interdisziplinäres und nachhaltiges Lernen parallel zum beruflichen Alltag.
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