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Johanes 3, 1 – 8 Ich wär so gern ganz anders! – Aber wie

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Johanes 3, 1 – 8
Ich wär so gern ganz anders! – Aber wie?
Pfingsten - Predigt 1 der Reihe „Neues Leben wagen“
Zwischen 16 und 25 war ich für zwei Tanten so etwas wie Hausmeister und
Bauarbeiter für ihre Häuser und Bauer ihrer Ländereien.
Einmal musste der Plattenboden auf einem Balkon eines Hauses saniert werden, das
sie vermietet hatten. Ich organisierte den Dachdecker und Plattenleger. Beim
Lokaltermin sagte der Dachdecker: „Die Füße des Balkongeländers muss am Boden
neu befestigt werden. Sie sind durchgerostet.“
Es handelte sich um einen großen Balkon mit einem umlaufenden Geländer im
ersten Obergeschoss an einem Haus, das an einem Berghang lag.
Meine Tante fragte, ob ich es machen würde und ich sagte ja. Da ich nicht
schweißen konnte und keinen Handwerker extra kommen lassen wollte, überlegte ich
mir eine Konstruktion: Ich würde in den Betonboden des Balkons Eisen zementieren
und das Geländer an diese Eisen schrauben.
Gedacht – getan und es funktionierte. Ich strich alles und der Dachdecker kam und
machte den Asphalt und dann kam der Plattenleger und der Balkon war neu.
Äußerlich war alles ok. Aber manchmal stand plötzlich die Frage in mir auf: Wird die
Konstruktion halten? Wird sie halten wenn sich jemand gegen das Geländer lehnt?
Wird sie halten wenn jemand dagegen fällt? Was ist, wenn ein Sturm kommt – ein
Orkan?
Immer, wenn ich dort war, ging ich auf die Seite des Balkons und schaute von
weitem hoch und überlegte: Wird die Konstruktion halten?
Zum Glück ist in den vergangenen fünfunddreißig Jahren das Ganze irgendwann
noch einmal neu gemacht worden, so dass ich dann diese Sorge los war.
Aber für mich ist diese selbstgemachte Konstruktion zum Bild geworden und ich
frage mich: Ist das nicht die Geschichte eines jeden? Wir bauen alle an der
Konstruktion unseres Lebens. Und ab und zu, in einer schlaflosen Nacht oder in
einer Lebenskrise, steht die Frage in uns auf: Hält die Konstruktion deines Lebens?
Und dann spürst du vielleicht: Es müsste alles anders werden. Und du seufzt: Ich wär
so gern ganz anders! Aber wie? Einfach weil du weißt: Deine Lebenskonstruktion ist
nicht in Ordnung. Es ist nichts ok.
Und das ist das Erste was ich euch in der Predigt über das Thema „Ich wär so gern
ganz anders, aber wie?“ zeigen möchte:
1. Es ist nichts ok.
Als Pastor kommt es vor, dass ich jemanden frage: „Ist alles ok?“ – „Alles ok!“ ist
dann die Antwort. Und doch kommt es dann manchmal vor, dass ein Eingeständnis
nachgeschoben wird: „Ok? Ok ist eigentlich nichts. Es müsste sich eigentlich viel
verändern!“ Und oft schon habe ich den Satz mit einem tiefen, ratlosen Seufzer
gehört: „Ich wär‘ so gern ganz anders – aber wie?“
Ich weiß nicht wo bei dir der Schwachpunkt deiner Lebenskonstruktion ist. Aber das
ist auch nicht nötig. Du weißt es selber. Und manche wissen: Es müsste vieles
anders sein! Vielleicht denkst auch du: „Ich wär so gern ganz anders! Aber wie?“
Manche haben sich in solchen Situationen schon vorgenommen: Ich will mich
verändern. Aber: Glaubst du wirklich, dass du dich ändern kannst? Ein Mensch kann
sich aus sich selber nicht ändern. Die Bibel sagt das in schonungsloser Klarheit:
„Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken? So wenig
könnt auch ihr Gutes tun, die ihr ans Böse gewöhnt seid.“ (Jeremia 13,23)
Ich erzähle euch heute von einem Mann, Nikodemus, der „bei Nacht zu Jesus kam
und sprach …: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn
niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.“ (Johannes 3,2)
Wir haben eine Antenne dafür, was gut und was von Gott ist.
Unsere Welt ist voller moralischer Vorsätze: Der Obama ist für Frieden. Der Putin ist
für Frieden. Der Papst ist für Frieden. Und doch können sie das Potential an Streit,
Krieg und Gewalt nicht ändern.
Der Mensch ist ganz offensichtlich zu Gottes Ebenbildlichkeit geschaffen: Liebe,
Barmherzigkeit, Gerechtigkeit oder Wahrheit sind irgendwie in uns eingepflanzt. Wir
sind dafür empfänglich. Wir reagieren positiv auf Liebe und sind traurig, wenn sie uns
fehlt oder entzogen wird.
Und doch haben wir das irgendwie auch alles verloren. Liebe, Barmherzigkeit,
Gerechtigkeit, Wahrheit fehlen uns von Natur aus. Stattdessen sind wir oft voller
Stolz, Eigensinn, sinnlicher Lust, Gier oder einfach voll schlechter Gedanken.
Und wir merken: Der Egoist kann nicht plötzlich selbstlos sein. Er kann vielleicht ein
bisschen Liebe heucheln aber er bleibt so selbstsüchtig wie er ist. Es ist eine
erschütternde Wahrheit, die die Bibel zeigt: Nichts ist ok.
Das ist das Erste, was wir begreifen müssen. Das ist ja nicht meine Idee. Ich sage
euch was Gottes Wort sagt.
Aber das ist zum Glück nicht alles, was die Bibel sagt. Die Bibel sagt zweitens:
2. Gott macht in Jesus einen Neuanfang möglich
Ich bin Pastor aus Leidenschaft. In letzter Zeit gibt es ab und zu Leute, die sich
interessieren und überlegen, ob sie auch Pastorin oder Pastor werden. Und das freut
mich total. Weil das eine tolle Aufgabe ist, ganz im Dienst Gottes zu stehen.
Umso mehr macht es mich ratlos, wenn ich merke: Viele meinen, Christsein sei
langweilig oder Kirche sei überflüssig. Ich weiß nicht, ob es an der Kirche oder an
den Gemeinden liegt, die oft so verknöchert rüberkommen.
Aber was ich weiß, ist: Es ist eine total spannende Sache, wenn die Bibel sagt:
Gott liebt diese Welt so sehr, dass er selbst in diese Welt hineingegangen ist mit dem
Menschen Jesus. Jesus hat vor 2000 Jahren in Palästina gelebt und durch Gottes
Gnade gezeigt, wie ein wahrer Mensch Gottes ist. Jesus hat gezeigt, was Gott in uns
angelegt hat: Liebe, Barmherzigkeit, Frieden, Gerechtigkeit etc.
Und Gott hat das in Jesus gemacht, damit die Welt (und wir – ich und du) nicht
verloren gehen in der Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit, sondern zu einer
Lebenskonstruktion finden, die wirklich trägt – hier und bis in alle Ewigkeit.
Einmal kommt ein Mann zu Jesus. Es beschäftigt ihn die Frage: „Wie komme ich aus
dem Teufelskreis schlechter Wesenszüge heraus, die immer wieder zu Streit und zu
Problemen führen?“ Die Frage ist uns oft peinlich. Wir scheuen uns, offen darüber zu
reden. Darum kommt dieser Mann in der Nacht zu Jesus (Johannes 3,1)
Der Mann heißt Nikodemus. Er stellt Jesus Fragen zum Leben. Vielleicht spürt er,
meine Lebenskonstruktion hält den Stürmen, in denen ich stehe, nicht stand. Es
muss sich etwas ändern – vielleicht alles - aber wie?
Jesus antwortet ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von
neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Johannes 3,3)
Untereichen wir „neu“, denn das meint hier: „von oben“, „von Gott“.
Jesus sagt: Dein Leben braucht eine reale und richtige Verwandlung deines Wesens,
deiner Seele, deines Herzens. So wie Gott verheißen hat: „Ich will euch ein neues
Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem
Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“ (Hesekiel 36, 26)
Dieser Augenblick der Erneuerung nennen wir „Wiedergeburt“. Wir können sie nict in
allem begreifen (Johannes 3, 8), aber sie lässt sich mit einem Bild erklären:
Stellen wir uns ein ungeborenes Kind vor in den letzten Schwangerschaftswochen.
Alle Sinne, Organe und Glieder sind voll funktionstüchtig: Ohren, die hören können.
Augen, die sehen können. Arme, Beine, Herz, Lunge und alles funktioniert. Und doch
kann es mit dem alledem von der Umwelt noch nichts erkennen und begreifen.
Doch in dem Moment der Geburt verändert sich das alles. Das ist etwas Kolossales,
wenn Leben entsteht! Wer von euch hat schon eine Geburt erlebt? Ich hab fünf erlebt
und ich war jedes Mal total gerührt, wenn ich Zeuge war, wie Gott in so ein
Fleischpaket seinen Geist des Lebens eingehaucht hat.
Genauso ist der Mensch vor der Erneuerung durch Gottes Geist unfähig, Gott oder
Gottes Wesen wahrzunehmen. Er ist tot. Erst wenn Gott die große Verwandlung
bewirkt hat, wird uns ein Erkennen geschenkt, dass wir die Welt mit Gottes Augen
sehen, hören wie Gott hört, fühlen und denken und handelt wie Gott.
Die Bibel sagt auf die Frage „Ich wär so gern ganz anders – aber wie?“; Gott
ermöglicht dir in Jesus einen Neuanfang. Dieser Neuanfang ist eine totale
Verwandlung deines Wesens, so radikal, wie die Differenz zwischen einem
ungeborenen und einem geborenen Kind ist.
Aber: was ist Sinn und Ziel dieser Verwandlung? Das ist mein dritter Punkt:
3. Es geht um ein ganz neues Leben aus Gott
Ich möchte euch das an ein paar Geschichten zeigen. So wie Nikodemus kamen oft
Leute zu Jesus, die wissen wollten: „Was muss ich tun, dass das Fundament meines
Lebenshauses hält?“ Vielleicht hatten sie Probleme mit ihrer Gesundheit oder ihren
Kindern. Plötzlich war die Frage da: Was muss ich tun, dass das, auf was ich baue,
trägt - im Leben und im Sterben?
Einmal kam also einer zu Jesus und fragte: „Was muss ich tun, dass mein Leben ok
ist?“ (Lukas 18,18) Sie tauschen sich aus über Fragen des Glaubens und Lebens.
Am Ende ist klar: Jesus geht es um mehr als um äußere Religiosität. Jesus sagt: „Es
fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du
einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!“ (Lukas 18, 22)
Jesus geht es um Liebe zu Gott, die mich bereit macht, ihm alles zu geben: Zeit,
Kraft, Besitz. Dazu ist jener Mensch nicht bereit. Und es heißt: „Als er das aber hörte,
wurde er traurig; denn er war sehr reich.“ (Lukas 18,23)
In solchen Situationen bin ich oft versucht, den Leuten Zugeständnisse zu machen.
Es fällt mir schwer, die emotionale Spannung auszuhalten.
Auch Jesus ist betroffen, aber er bleibt bei der Sache. Er heißt: „Als aber Jesus sah,
dass er traurig geworden war, sprach er: Wie schwer kommen die Reichen in das
Reich Gottes! Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass
ein Reicher in das Reich Gottes komme.“ (Lukas 18,24f)
Ist das nicht auch heute die Situation vieler Menschen in Gemeinden? Sie gehören
äußerlich dazu, aber nicht innerlich. Sie haben ein gewisses Bibelwissen. Sie gehen
zur Kirche. Ab und zu, manche regelmäßig. Aber was ihnen fehlt ist die Liebe Gottes,
die mich mit Armen teilen lässt.
Jesu Freunde Andreas, Johannes, Petrus und wie sie alle heißen, erleben wie dieser
Mensch geht und wie Jesus über ihn geredet hat. Sie sind frustriert fragen Jesus
ratlos, vielleicht auch ärgerlich: „Wer kann dann selig werden?“ (Lukas 18, 26)
Worauf Jesus antwortet: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott
möglich.“ (Lukas 18, 27)
Dieses Unverständnis für die Notwendigkeit von Gottes Wirken in uns, hat auch
Nikodemus, der Jesus ratlos ansieht und fragt: „Wie kann ein Mensch geboren
werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und
geboren werden?“ (Johannes 3,4) Und worauf Jesus dann erwiedert: Es sei denn,
dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich
Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist
geboren ist, das ist Geist.“ (Johannes 3,5f)
Jesus spricht von einer ganz grundlegenden Veränderung. Aber: Wie sieht das aus,
wenn wir vom Geist geboren werden? - Ich will es euch zeigen an einer anderen
Geschichte:
Jesus war unterwegs und kam nach Jericho. Dort lebte ein Mann namens Zachäus.
Zachäus war Oberzöllner.
Vor vier Jahren sind wir einmal auf dem Landweg in die Türkei gefahren. Da muss
man durch Exjugoslawien. Das heißt praktisch: Fünf Länder, fünfmal Grenze, fünfmal
Zoll bis du endlich nach Griechenland kommst. Und an den Zollstationen lagen
Willkür und Korruption greifbar in der Luft.
Zu so einem Schlag von Zollbeamten gehörte Zachhäus. Der Zoll machte ihn reich.
Aber die Leute hassten ihn dafür. Jedem war klar: Ein Zöllner ist das Letzte.
Zachäus muss in eine Krise geraten sein. Denn er interessierte sich plötzlich für
Religion. Er wollte Jesus sehen. Vielleicht war er verliebt oder seine Frau hat ihn vor
die Tür gesetzt. Zachäus unternimmt richtige Anstrengungen, um Jesus zu sehen.
Am Ende fällt Jesus dieser Kerl auf, so dass er sagt: „Zachäus, steig eilend herunter;
denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.“ (Lukas 19,5b)
Zachäus ließ sich das nicht zweimal sagen und Jesus nahm ihn mit nach Hause.
Wir wissen nicht, was sie gesprochen haben. Sicher hat Jesus Zachäus von Gottes
großer Liebe erzählt.
Aber vor allem hat Zachäus kapiert: Dieser Jesus redet nicht nur. Er lebt diese Liebe
Gottes selber. Er hat sich von mir einladen lassen. Ein Heiliger bei einem Betrüger.
Irgndwie ist der Funke von Jesus auf Zachäus übergesprungen, so dass er plötzlich
zu Jesus sagt: „Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und
wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.“ (Lukas 19,8)
Da ist aus einem Egoist ein barmherziger Mensch geworden, der ein Herz für Arme
hat, ungeheuer! Plötzlich kann er wie Jesus denken, fühlen und handeln. Ist das
nicht wunderbar?
Das ist das Kennzeichen und Ziel dieser inneren Erneuerung von der Jesus spricht:
Dass wir Jesu Gesinnung annehmen (Philipper 2, 5). Dass wir Gottes große Liebe
als Menschen verkörpern.
Wenn Jesus sagt: „Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist,
so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ (Johannes 3,5) geht es tatsächlich
um ein ganz neues Leben.
Diese Veränderung ist so wichtig, dass wir sie als Flamme in unserem KirchenZeichen ausdrücken.
Von dem einen heißt es: „Er ging traurig davon.“ (Lukas 18,xx)
Von dem anderen heißt es: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren“ (Lukas 19,9)
Wie sieht es mit dir aus? Ist dein Leben durch Gottes Geist erneuert? Bist du
wiedergeboren?
Wenn nicht – willst du diese Erneuerung erfahren?
Für die, die das möchte will ich noch sagen, wie das geht:
(Schluss)
Kürzlich kam wieder einmal ein Bericht über die Flüchtlingsboote, die auf dem
Mittelmeer von Afrika nach Italien fahren. Diese Flüchtlingsboote – wir kennen die
Bilder – sind oft völlig überladen und viele sterben. Wenn sie starten hängen sich
Leute an die Boote, obwohl sie längst überfüllt sind und obwohl klar ist, dass das
Boot so nie sicher ankommen wird. Und dann macht sich dieses Boot auf den Weg
und an allem was irgendwie Halt gibt hängen Leute.
Wenn die Boote dann nach Tagen in Italien landen, ist von denen, die draußen
irgendwo gehangen haben, keiner mehr da. Furchtbar! Sie sind verloren gegangen!
Die Botschaft von Jesus ist so ein Rettungsbot. Damit kannst du rauskommen aus
dem Land der Verlorenheit. Im Gegensatz zu diesen Flüchtlingsbooten ist das Boot
Jesu sicher und hat Platz für alle, die einsteigen wollen.
Aber es gibt so viele, die nicht richtig drin sind. Die hängen nur außen dran.
Vielleicht sind sie einmal getauft worden, oder konfirmiert oder gefirmt worden, aber
sie glauben auch sonst alles, was daher kommt im Laufe des Lebens: Der Sport ist
so wichtig wie die Kirche oder der Hauskreis.
Ich begleite gerade zwei Menschen auf ihrem allerletzten Lebensweg. Sie stehen
unmittelbar vor der Ewigkeit. Und wenn ich an den Betten stehe, wir mir klar: Das
einzige was zählt, ist ob dein Lebenshaus Ewigkeitswert hat. Ob du mit dem
Schöpfer und Herrn deines Lebens im Reinen bist.
Glaubst du, dass wenn du einmal vor der Ewigkeit stehst, wichtig ist, ob du auf
diesem oder jenem Fest warst? Aber es wird entscheidend sein, ob du Zeit für Gott
und ein Leben mit ihm hattest. Denn dann weißt du, was dich auf der anderen Seite
erwartet. Und darum möchte ich dir sagen:
1. Schließe dich verbindlich einer Gemeinde an, das heißt: Besuche den
Gottesdienst und geh in einen Hauskreis, wo du mit einer vertrauten Gruppe von
Menschen über christliches Leben sprechen kannst. Verstehst du:
Um getauft oder in die Gemeinde aufgenommen zu werden, musst du nicht, diese
innere Erneuerung erfahren haben. Voraussetzung ist, dass du dir das wünschst und
dich danach ausstreckst.
2. Bitte Gott, dass er dir seinen heiligen Geist schenkt. Das heißt dass er dein
Denken, Fühlen und Handeln im Sinn Jesu verändert.
Wenn du so unterwegs bist, wirst du in einer bestimmten - wenn auch nicht
kalkulierbaren Zeit - Gottes Geist erfahren. Du wirst ein neuer Mensch. Das beginnt
im Herzen und ist wie eine neue Geburt. Denn es gilt, was die Bibel über Jesus sagt:
„Wie viele ihn aufnahmen, denen gab er macht, Gottes Kinder zu werden.“
(Johannes 1,12)
In diesem Sinn wünsche ich euch ein frohes Pfingsgfest!
Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den
Oberen der Juden.
Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein
Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei
denn Gott mit ihm.
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn,
dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
d.h.: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird (ebenso V. 5).
Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?
Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand
geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist
Geist.
Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden.
Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher
er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
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