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GEZahlt wird nicht ! - Widerstand ist Recht

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Einblick
Im Gespräch mit Martina Bell
Inklusion leben
Referentin beim Landesverband der Lebenshilfe
Alle Bildungsangebote der vhs sind grundsätzlich offen für alle Menschen. Die Angebote, die mit Unterstützung des Sozialministeriums
und in Zusammenarbeit mit Partnern der Behindertenhilfe konzipiert wurden, sind speziell auch für Menschen mit
Lernschwierigkeiten geeignet. Sie sind zu erkennen an
unserem Logo. Das gemeinsame Lernen von Menschen mit
und ohne Behinderung beschränkt sich nicht nur auf den
„Stoff“, der gegenseitige Austausch und die gemeinsame Unternehmung stehen bei diesen Angeboten im Vordergrund. Für Menschen
ohne Behinderung sind inklusive Kurse ein Angebot zur Entschleunigung des hektischen Alltags, sie regen auch zum Kennenlernen anderer Perspektiven und Stärken an.
Im Gespräch
mit Rainer Gemeinhardt
Foto: Inklusion© Zerbor – Fotolia
Unter dem Projekttitel „Inklusion im Sozialraum leben“ entwickelt die vhs stuttgart seit
Anfang 2014 inklusive Bildungsangebote.
Verantwortlich für die Bildungspartnerschaft mit der vhs stuttgart im
bhz Stuttgart e.V.
Welche Erfahrungen haben Sie mit Inklusion gemacht?
In meiner jetzigen Funktion ist für mich vor allem die Inklusion im
Arbeitsleben ein Thema. Hier wird deutlich, dass das Interesse an
Inklusion bei Menschen mit Behinderung und bei Unternehmen zunimmt. Immer wieder erlebe ich dabei aber auch: Wunsch und Wirklichkeit stimmen nicht immer überein. Inklusion verlangt hier nachhaltiges Interesse, intensive Abstimmung und die Bereitschaft zur
Veränderung aller Beteiligten.
Zurzeit mache ich sehr positive Erfahrungen mit der vhs stuttgart,
mit der das bhz eine Bildungspartnerschaft eingegangen ist. Die vhs
stuttgart hat sich auf den Weg gemacht, inklusiv zu werden und
dabei schon einiges erreicht. Das ist sehr erfreulich.
Was ist aus Ihrer Perspektive zur Umsetzung von Inklusion
wichtig?
Inklusion ist Aufgabe aller, nicht etwa nur der Einrichtungen der
Behindertenhilfe. Denn die Gesellschaft muss bereit sein, sich so zu
verändern, dass Menschen mit Behinderung teilhaben können. Die
größte Barriere für die Teilhabe befindet sich in den Köpfen der Menschen. Wir müssen lernen, Menschen mit Behinderung nicht als defizitär, sondern als individuell zu sehen und Teilhabeformen individuell
zu gestalten.
Ganz praktisch gesehen müssen dazu natürlich Barrieren abgebaut
werden. Dazu gehört neben Treppen und Bordsteinen, Toiletten und
anderer Infrastruktur vor allem die Kommunikation. Viele Menschen
Kurzbiografie
Rainer Gemeinhardt
Der studierte Diplompädagoge
hat seine ersten Erfahrungen mit
Inklusion bereits im Jahr 1986
gemacht, als er einen Schachkurs für Menschen mit und
ohne Behinderung an der Münchner Volkshochschule gab.
Sein Arbeitsschwerpunkt liegt bei Personal- und Organisationsentwicklung. Seit drei Jahren arbeitet er als Leiter der
der beruflichen Bildung im bhz Stuttgart e.V.
IV
werden ausgeschlossen, weil unsere Sprache nicht einfach genug ist,
um von allen verstanden zu werden. Dazu ist die sogenannte leichte
Sprache entwickelt worden, die von Menschen mit geistiger Behinderung besser verstanden wird. Kosten für Teilhabe – auch für Bildung
– sind ebenfalls für viele eine Barriere.
Dann ist es wichtig, die Betroffenen von Anfang an mit einzubeziehen, frühzeitig in Dialog zu treten und herauszufinden, wo bislang
die Barrieren sind und welche Wünsche, Interessen und Bedürfnisse
es gibt und wo Assistenzbedarf besteht.
Wie beurteilen denn die Menschen selbst, mit denen Sie in Ihrer
Einrichtung in den Arbeitsstätten und Wohngruppen zu tun haben,
die Inklusion?
Bei unseren Werkstattbeschäftigten, Bildungsteilnehmern und Bewohnern ist die Haltung gegenüber Inklusion keineswegs einheitlich
und nicht immer nur zustimmend. Aber viele begrüßen die Inklusion
und wünschen sich eine Erweiterung ihrer Möglichkeiten und sind
interessiert, nicht nur in den speziellen Einrichtungen der Behindertenhilfe zu arbeiten, zu lernen und zu wohnen, sondern in „normalen“ Firmen zu arbeiten oder in „normalen“ Wohnungen zu wohnen,
wie andere auch. Daneben gibt es Menschen, die negative Erfahrungen mit inklusiven Bemühungen gemacht haben. Manche sind beim
Versuch gescheitert, in Unternehmen oder Einrichtungen des ersten
Arbeitsmarktes Fuß zu fassen. Die Erfahrung, den Anforderungen
nicht gerecht zu werden, greift das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl an. Dann kommt es zum Wunsch nach einer behütenden
Werkstatt mit gut angepassten Rahmenbedingungen. Ähnliche Erfahrungen gibt es auch beim Wohnen oder der inklusiven Schule. Deswegen unterstützten Einrichtungen der Behindertenhilfe wie das bhz
Teilhabebemühungen von Menschen mit Behinderung durch Hilfen
wie das Jobcoaching am Arbeitsplatz oder die Inklusionsassistenz für
andere Lebensbereiche.
Gibt es aus Ihrer Sicht Grenzen bei der Inklusion?
Die gibt es aus heutiger Sicht ganz klar. Nicht jeder kann alles. Nicht
jeder – ob behindert oder nicht – kann Medizin studieren oder bei
den Berliner Philharmonikern mitspielen. Denn wir nehmen an vielen
Stellen Hürden in Kauf, weil wir uns einen bestimmten Standard
wünschen. Dadurch haben viele Menschen keinen Zugang zu einigen
gesellschaftlichen oder beruflichen Bereichen.
Momentan wissen noch zu wenig Verantwortliche, was echte Teilhabe
wirklich bedeutet und wie sie zu ermöglichen ist. Aber vielerorts registrieren wir eine Veränderung. Das Bewusstsein für Inklusion und
die Auseinandersetzung damit nehmen zu.
Was ist aus Ihrer Sicht als Dozentin wichtig bei der Umsetzung
von inklusiven Angeboten?
Prinzipiell kommt es darauf an, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen
in ihrer Differenziertheit wahrzunehmen. Wenn dies gelingt, dann ist
es auch möglich, Lernangebote zu machen, von denen alle profitieren können. Ob mit oder ohne Behinderung.
Inklusive Kursangebote im Überblick:
Inklusive Freude am Tanzen
Genießen Sie stressfreies Lernen nach Ihrem eigenen Tempo und in
persönlicher Atmosphäre! Dürfen wir also bitten?
142-30410
Mi 17.09.–22.10.14 jew. 18.30–20.00, 5-mal
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
Was muss in einer großen Institution passieren, um Inklusion
umsetzen zu können?
Ich halte es für sinnvoll, sich als Institution damit auseinanderzusetzen, wie man den Begriff Inklusion verstehen will. Dazu gehört
ein Verständnis von Behinderung, das nicht nur auf die Person bezogen ist, sondern auch darauf, dass z.B. Strukturen behindernd wirken
können. Ist man selbst von Behinderung betroffen, „vergisst“ man
im Alltag die eigene Behinderung. Sie rückt erst dann wieder in den
Vordergrund, wenn man auf behindernde Strukturen trifft. Man sollte
sich überlegen, wie positive Erfahrungen möglich sind.
Der besondere Smartphone-Kurs – voneinander lernen
Welche Inklusionsangebote würden Sie sich noch wünschen?
Generell finde ich es wichtig, dass es bei den Angeboten darum geht,
echte Wahlmöglichkeiten zu schaffen. Es sollte nicht so sein, dass
die Teilnahme an entsprechende Voraussetzungen geknüpft ist. Man
sollte aufgrund inhaltlicher Kriterien wählen können.
Die aktive Arbeit im Garten wirkt anregend auf Körper und Geist, ermöglicht es zur Ruhe zu kommen und sich auf Wesentliches zu konzentrieren.
Wie können Ihrer Meinung nach Menschen ohne Behinderung davon profitieren, an inklusiven vhs-Kursen teilzunehmen?
Das erste Kriterium sollte vielleicht sein, dass das Kursangebot attraktiv ist und aufgrund seines Inhaltes Menschen mit oder ohne
Behinderung anspricht. Ansonsten ist es natürlich die Ausgestaltung
des Kurses: ein Wechsel zwischen Input und Pausen. Man kann sich
mehr Zeit nehmen, etwas zu lernen.
Ist die Teilhabe behinderter Menschen an allen gesellschaftlichen Bereichen möglich?
Meines Erachtens geht es bei Inklusion darum, eine Sensibilität dafür
zu entwickeln, wo es Exklusionsprozesse gibt sowie ob und wie diese
überwunden werden können. Denn nicht jeder Exklusionsprozess
muss überwunden werden. Zweitens geht es darum, durch inklusive
Prozesse echte Wahlmöglichkeiten zu schaffen.
Wie speichere ich Nummern auf meinem Smartphone? Wie höre ich
meine Mailbox ab? Wie schreibe ich eine SMS? Wie kann ich mir Apps
herunterladen? Bitte Smartphone zum Unterricht mitbringen.
142-07745K
Di 07.10.–21.10.14 jew. 18.00–19.30, 3-mal
Samariterstift Feuerbach, Kitzbühelerweg 7, 70469 Stuttgart
Gärtnern in Achtsamkeit mit sich und der Natur
142-58020
Fr 10.10.–14.11.14 jew. 13.30–15.30, 6-mal
Ökostation, Wilhelm-Blos-Str. 129, 70191 Stuttgart
(Sitz-) Yoga inklusiv in Zuffenhausen
Für alle, die Yoga sanft, ausgleichend und kräftigend auf dem Stuhl
üben möchten. Yoga-Anfänger herzlich willkommen!
142-47200
Fr 21.11.–12.12.14 jew. 10.00–11.30, 4-mal
Treffpunkt Zuffenhausen, Burgunderstr. 32, 70435 Stuttgart
Gemeinsam kochen – voneinander lernen
Wir kochen gemeinsam einfache Rezepte und lassen uns das leckere
Ergebnis anschließend in Ruhe gut schmecken.
142-53210
Di 02.12.14 17.00–20.00
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
Kurzbiografie Martina Bell
Die studierte Ergotherapeutin
und Sozialarbeiterin M.A. hat im
Frühjahrssemester 2014 einen
Kurs für Kursleitende „Inklusion
– praktisch?“ an der vhs stuttgart gehalten. Das Thema
Inklusion beschäftigt sie jedoch bereits seit längerer Zeit.
Unter anderem ist sie Gründungsmitglied des 2007 ins Leben gerufenen Vereins VILLA inklusives Kinder- und Jugendkulturhaus e.V. Als Referentin beim Landesverband
der Lebenshilfe gibt sie regelmäßig Seminare für Menschen
mit geistiger Behinderung. Im Rahmen eines Lehrauftrags
an der Hochschule Esslingen kümmert sie sich um den
Wahlbereich „Menschen mit Behinderung“.
Singen kann jeder!
Dieses Seminar gibt einen umfangreichen und interessanten Einstieg
in die Grundlagen des Gesangs.
142-27195
Sa 13.12.14 10.00–15.00, So 14.12.14 10.00–13.00
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
Führung durch die volkshochschule
Sie möchten einen Kurs an der vhs besuchen? Sie sind sich unsicher,
ob Sie sich zurechtfinden? Sie können sich das Haus gerne vorher anschauen.
142-00941
Di 16.09.14 17.30–19.00
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
Alle Kurse mit ausführlichen Informationen finden Sie im Gesamtprogramm der vhs stuttgart auf die jeweiligen Themengebiete verteilt, im
Web oder rufen Sie uns an: Katrin Wahner, Telefon 0711 1873-717.
V
Vorhang auf
100 Jahre Erster Weltkrieg
„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und
die Zukunft gestalten“ (August Bebel 1840–1913)
Während in Deutschland der Zweite Weltkrieg nahezu traumatisch
erlebt wurde, galt weltweit und in fast allen Ländern Europas der
Erste Weltkrieg („La Grande Guerre“) als der bedeutendere, da er den
Wendepunkt zur industriellen, modernen und entpersonalisierten
Kriegsführung darstellte. 100 Jahre nach Kriegsbeginn 1914 rückt
nun auch in Deutschland die Aufarbeitung des Ersten Weltkriegs in
das Zentrum des Interesses.
Die vhs stuttgart hat in ihrem Herbstprogramm eine kleine Auswahl
an Veranstaltungen zusammengestellt. Die Intention bei der Themenauswahl war, eine Brücke zu bilden zwischen der Vergangenheit und
der Gegenwart und der Idee, die Welt von heute über die Welt von
gestern besser zu verstehen.
Aufbruch ins Ungewisse – Der Beginn des Ersten Weltkrieges
vor 100 Jahren. Foto: akg-images
Podiumsdiskussion:
Krieg in Europa – der Erste Weltkrieg und die Krise in der
Ukraine. Wiederholt sich die Geschichte?
In Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg, der Landeszentrale für politische Bildung, der Stuttgarter Zeitung und der vhs stuttgart
„Die Konflikte um die Ukraine erinnern an die Zeit vor dem Ersten
Weltkrieg“, sagt Vizekanzler Sigmar Gabriel auf einer Gedenkveranstaltung und warnt vor einem neuen Krieg in Europa. Diese Aussage
war vor den Wahlen im Mai 2014 Teil einer politischen Debatte, die
die Angst vor einem neuen großen Krieg geschürt hat. Was ist an
dieser Aussage richtig? Gibt es Ähnlichkeiten? Ist Geschichte überhaupt übertragbar? Oder lässt sich mit Blick auf historische Ereignisse aktuelle Politik gut rechtfertigen?
Auf dem Podium stellen sich diesen und weiteren Fragen die Experten für Politik, Osteuropa und Geschichte Knut Krohn (Stuttgarter
Zeitung) und Dr. Christoph Dowe (Haus der Geschichte).
Moderation: Dr. Martin Kilgus (SWR)
142-04490K
So 28.09.14 11.00–13.00
Haus der Geschichte Baden-Württemberg,
Konrad-Adenauer-Str 16, 70174 Stuttgart
Eintritt frei
Weitere Veranstaltungen im Überblick:
Tagesfahrt:
Straßburg – europäische Metropole
Friedensprojekt Europa – ein Besuch europäischer Einrichtungen
In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und
dem Europe Direct Informationszentrum Stuttgart
Europa ist unsere Zukunft und über die europäische Zukunft wird
nicht zuletzt in Straßburg entschieden. Die Stadt ist Sitz des Europäischen Parlaments, Sitz des Europarats und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Geplant ist ein Besuch des EU-Parlaments, ein Gespräch mit Evelyne Gebhardt, MdEP, Besuch des Centre
d‘informations sur les institutions Européennes sowie eine Führung
durch die Straßburger Altstadt.
VI
Im August 1914 bricht der 1. Weltkrieg aus. Er erschüttert die Menschen in ihren festen Überzeugungen und läutet das Ende der alten
Welt ein. Alfredo Casella, Claude Debussy und Maurice Ravel verarbeiten ihre Erlebnisse musikalisch auf vielfältigste Weise. An diesem Abend kommen Werke für zwei Pianisten auf dem historischen
Pleyel Doppelflügel (1898) zu Gehör, die von Zeitzeugnissen szenisch umrahmt werden. Das Duo Jost Costa und Johann-Michael
Schneider nehmen Sie mit auf eine musikalisch-szenische Zeitreise,
zwischen Scherben und der Sehnsucht nach einer heilen, friedlichen Welt.
Mitwirkende:
Duo Jost Costa:
Yseult Jost,
Domingos Costa, Klavier
Johann Michael Schneider, Schauspiel
Eine Veranstaltung im Rahmen der Französischen Wochen und in
Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Stuttgart.
142-27380K
So 12.10.14 19.00–20.30
Haus der Musik im Fruchtkasten, Schillerplatz 1, 70173 Stuttgart
EUR 12.00/EUR 7.00 ermäßigt
Abendkasse vor Ort: 14.00/7.00 ermäßigt
Stadtrundgang:
Auf Suche nach Spuren des Ersten Weltkriegs durch Stuttgart
Welche Spuren hat der Erste Weltkrieg in Stuttgart hinterlassen? Wo
fielen Bomben? Welche Denkmale erinnern an den Ersten Weltkrieg?
Und welche Wege musste man zurücklegen, um ein Pfund Brot zu
bekommen? Gemeinsam mit der Ausstellungskuratorin Dr. Franziska
Dunkel werfen Sie einen kurzen Blick auf Stuttgart im Luftkrieg in
der Ausstellung „Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die
Sinne“ und begeben sich anschließend auf Spurensuche in Stuttgarts
Stadtmitte.
142-08420K
Franziska Dunkel, Haus der Geschichte
Treffpunkt: Haus der Geschichte, Foyer, Konrad-Adenauer-Straße 16
Sa 08.11.14 14.00–16.00
EUR 9.00 (inkl. Kurzführung in der Ausstellung), keine Ermäßigung
möglich
Im Gespräch mit Yseult Jost und Domingos Costa
Was ist charakteristisch für die Musik, die während des 1. Weltkrieges entstand?
Jost: Die Musik ist sehr vielfältig. Nicht jedes Werk beschäftigt sich
unmittelbar mit dem Krieg.
Costa: Die Komponisten bedienten sich auch der Kraft der Musik,
um der Hölle des Alltags zu entfliehen. In diesem Programm werden
Sie beides finden: Sehnsucht nach Frieden neben der Realität der
Verwüstung.
Wieso haben Sie dieses Thema als Schwerpunkt für einen szenischen Konzertabend gewählt?
Jost: Es ist sehr bemerkenswert, dass zwei so bedeutende Komponisten wie Debussy und Casella diese besondere Besetzung des Kla-
vierduos (vierhändig) gewählt haben, um Werke zu komponieren,
die sich mit dem 1. Weltkrieg auseinandersetzen. So wird Geschichte lebendig.
Wie modern sind die Werke heute noch? Welche Botschaft steckt
in ihnen?
Jost: Jedes Werk ist ein eigenständiges Meisterwerk. Sie berühren
die Zuhörer heute genauso wie vor 100 Jahren.
Costa: Jeder wird beim Zuhören selbst eine Botschaft entdecken.
Für mich ist es eine sehnsuchtsvolle, die nach Frieden Ausschau
hält.
Jost: Als Französin ist es für mich etwas ganz Besonderes, dieses
Programm 100 Jahre nach dem Beginn des 1. Weltkrieges in
Deutschland und einem versöhnten Europa zu spielen.
„Furia del Mondo“ –
Die Wut der Welt
Semesterauftakt mit Cesare De Marchi
(Lesung mit Musik)
Der Roman des italienischen, seit mehreren Jahren in Stuttgart
lebenden Schriftstellers Cesare De Marchi spielt in Baden-Württemberg und in Italien des 18. Jahrhunderts. In seinem preisgekrönten
Roman setzt sich der erfolgreiche Intellektuelle mit Themen auseinander, wie Begabung, Liebe, Glaube, Schutzlosigkeit eines Einsamen in der um ihn herum wütenden Welt. Es geht aber auch um die
Zuversicht eines besseren Loses und um die Geborgenheit, die man
unverhofft findet.
Im Gespräch mit dem Schriftsteller wird sein Roman vorgestellt,
einige Fragmente werden vorgelesen. Die Lesung wird von dem
Komponisten und Konzertpianisten Vladimir Romanov begleitet.
Moderatorin ist Elena Konson.
In Kooperation mit der Dante-Gesellschaft und NeckArs.
142-24200K
Elena Konson
Mi 24.09.14 18.30–20.00
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
gebührenfrei
Kuratorenvortrag:
Von Friedenssehnsucht und Weltkriegselend
Um 1900 war die württembergische Hauptstadt das Zentrum des
deutschen Pazifismus. Ausstellungskuratorin Dr. Franziska Dunkel erzählt von der Frühgeschichte der Stuttgarter Friedensbewegung.
Beim anschließenden Rundgang durch die Kabinettausstellung „Das
Friedensfest in Kriegszeiten“ sehen Sie Besinnliches und Erschreckendes zum Thema Weihnachten 1914–1918.
142-04500
Franziska Dunkel, Haus der Geschichte
Do 11.12.14 18.00–20.00
Treffpunkt: Haus der Geschichte, Foyer, Konrad-Adenauer-Str. 16
EUR 10.00 (inkl. Museumseintritt)
142-04520K
Jonas Gasthauer, Landeszentrale für politische Bildung
Stefanie Woite-Wehle, Europe direct, Stuttgart
Mi 22.10.14 7.00–ca 19.00
Abfahrt: TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
EUR 55.00/EUR 30.00 ermäßigt
„La Grande Guerre en
Musique“ – Konzert
Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen
„100 Jahre Erster Weltkrieg“ finden Sie im Programm auf den
Seiten 82–83 und Seite 88.
Kurzbiografie
Kurzbiografie
Sensible Klangkultur, raffinierte
Virtuosität und eine Vorliebe für
außergewöhnliche Konzertprogramme zeichnen das 2006 von
den Pianisten Yseult Jost (Frankreich) und Domingos
Costa (Portugal) gegründete Duo aus.
Als neugierige und leidenschaftliche Musiker haben sie
Veranstaltungen konzipiert, in denen Musik und Tanz,
Musik und Dichtung oder Musik und Malerei aufeinandertreffen. Das Ziel des Duos ist es, unbekannte Werke neu
zu entdecken.
Cesare De Marchi wurde 1949 in
Genua geboren, studierte Philosophie in Mailand; seit 1995
lebt er in Baden-Württemberg.
Von 1999 bis 2003 besprach Cesare De Marchi italienische und deutsche Bücher für den Bayerischen Rundfunk.
Von Februar 2003 bis Dezember 2012 war er Präsident der
Dante-Gesellschaft Stuttgart.
Als Erzähler veröffentlichte er mehrere Romane und Erzählungen. De Marchi hat sich auch als Essayist und
Übersetzer einen Namen gemacht.
VII
Vorhang auf
Im Gespräch mit Rüdiger Flöge
Der Kurator über die Ausstellung The Darkroom Projekt
Was fasziniert Sie beim Blick in die Dunkelkammer?
Es gibt in der Fotografie kaum etwas Eindrucksvolleres, als das Ergebnis der Aufnahme nach der Filmentwicklung und der Vergrößerungsarbeit in den Händen zu halten. Es ist ungemein faszinierend,
wenn sich das Bild in der Entwicklerschale im schwachen Licht der
Dunkelkammer auf dem Fotopapier langsam aufbaut. Ein geradezu
magischer Moment, den man auch nach vielen Jahren in der Dunkelkammer immer wieder aufs Neue genießt.
Wer sollte die Ausstellung nicht verpassen?
Die Ausstellung umfasst 50 Werke von den 1950er Jahren bis heute
und gibt einen guten Überblick über die italienische SchwarzweißFotokunst. Ich habe beim Kuratieren darauf geachtet, dass viele
Gebiete der Fotografie vertreten sind, beispielsweise sozialkritsche
Fotografíe, Porträts, Aktfotografie oder auch Architektur- und Landschaftsfotografie.
Foto: Ottavio Celestino „Passage“,
Collins Avenue, Miami 2007
Kunst und Fotokunst im
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Kurzbiografie
vhs-photogalerie (3. und 4. OG)
The Darkroom Projekt
Foto: Odino Vignali: „Accra“,
James Town, Ghana, 2010
Rüdiger Flöge ist Fachbereichsleiter und Leiter der vhs-photogalerie seit Anfang 1999. Jedes
Jahr sind in der vhs-photogalerie fünf Ausstellungen zu sehen. Rüdiger Flöge konzentriert sich vor allem auf aktuelle deutsche, aber auch internationale Fotografie mit bekannten sowie auch jungen
Fotokünstlern. Aber immer mal wieder sind auch große
arrivierte Fotografen im Ausstellungsprogramm. Aufgrund
seines Ausstellungsprogramms und seiner kuratorischen
Tätigkeit wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen.
In seiner 2012/2013 entstandenen Serie „Die Stützen der Gesellschaft“ erforscht Josh von Staudach die experimentellen Möglichkeiten der Panoramafotografie. Was er fotografiert, sind die Fundamente der Baustellen von Einkaufszentren bei Nacht. Was man
sieht, ist ein filigranes, abstrakt anmutendes Geflecht vertikaler
Strahlen und horizontaler Flächen, das sich in malerischer Transparenz aufzulösen scheint.
Aus den Fotografien spricht die Faszination für das Prozesshafte
und das Potenzial der Veränderung, das diesen Nicht-Orten zu eigen
ist. Aber ebenso hinterfragt die gläserne und fragile Optik der Fundamente von zukünftigen Einkaufszentren subtil das Wertesystem
unserer Gesellschaft. Wer oder was sind eigentlich die Stützen unserer Gesellschaft? Und wie stabil sind sie wirklich?
Vernissage
Do 27.11.14, 19.30
Ausstellung
Fr 28.11.14–So 22.02.15
vhs Kunstgalerie (Foyer Robert-Bosch-Saal, 1. und 2. OG)
Die nn-akademie zeigt: noch nichts
Andreas Mayer-Brennenstuhl/Christiane ten Hoevel
Vernissage
Mi 08.10.14 19.30
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
Die Noch-Nicht-Akademie sieht ihr Wirkungsfeld in allem, was noch nicht ist.
Eine bildhafte Darstellung dieses weiten
Feldes thematisiert notwendigerweise
noch nichts, wir bemühen uns, bei dieser Ausstellung einen ersten Eindruck
von „noch nichts“ zu vermitteln.
Ausstellung
Do 09.10.14–So 16.11.14
Foto: Luciano Corvaglia:
„Nudo Numero Uno“
VIII
Foto: Josh von Staudach
vhs-photogalerie (3. und 4. OG)
Josh von Staudach: Die Stützen der Gesellschaft
Der offene Charakter des Hauses bietet Raum für drei Galerien:
Fotografie (vhs-photogalerie), gesellschaftspolitische Themen
(Rotebühlgalerie) sowie Werke von Künstlerinnen und Künstlern,
die an der vhs unterrichten (vhs Kunstgalerie).
Eine Idee des italienischen „Fine Art“-Laboranten und Fotografen
Luciano Corvaglia beabsichtigt, die Aufmerksamkeit sowohl der
Amateure als auch der Profis auf die Prozesse in der Dunkelkammer
zu wecken und vor allem der jungen Generation oder denjenigen,
denen es noch nicht möglich war, die Magie der analogen schwarzweiß Entwicklung näherzubringen.
Nach den Erfolgen in Italien und einer Einladung in Arles bietet die
vhs-photogalerie den Rahmen für die erste große Realisierung dieser Initiative in Deutschland. Rüdiger Flöge, Leiter der vhs-photogalerie und Kurator der Ausstellung, hat die 50 ausgestellten Werke
von 18 italienischen Fotokünstlern mit dem Ziel ausgewählt, ein
originelles und vielseitiges Spektrum der italienischen analogen
Schwarzweiß-Fotografie der letzten Jahre zu vermitteln.
Vermissen Sie im digitalen Zeitalter die analoge Fotografie?
Digitale Fotografie und analoge sind keine Gegner, sie können sich
ergänzen. Für viele Bereiche ist die Digitalfotografie eine große
Erleichterung und Verbesserung, z.B. für die journalistische Arbeit.
In der künstlerischen Fotografie hat die analoge Fotografie durchaus noch ihre Berechtigung. Und da Filmmaterial nun mal Geld kostet, ist man auch disziplinierter beim Druck auf den Auslöser. Man
überlegt vorher, ob es sich um ein lohnendes Motiv handelt und wie
man es gestaltet. Die Bilder können dadurch besser werden.
Vernissage
Do 25.09.14, 19.00
Ausstellung
Fr 26.09.14–So 01.02.15
IX
Nachgefragt
Sie fordern ein starkes Europa. Wie sieht das aus?
Es ist imstande, sich gegenüber den anderen nachrückenden Mächten
auf den Märkten durchzusetzen. Es geht aber auch um unsere Überzeugungen: in Freiheit zu leben, in Offenheit, mit Pressefreiheit,
Rechtsstaatlichkeit. Ich sehe keinen Grund, das aufzugeben, nur weil
andere das anders behandeln.
Erlebt Europa nicht gerade eine Renaissance als Magnet, als Modell
für die Nachbarn?
Das ist schon in Ordnung. In Teilen Asiens ist das aber anders. Da
herrscht die Überzeugung vor: Mit euch werden wir schon fertig!
Sie beklagen Demokratiedefizite in der EU. War die Entscheidung
des Bundesverfassungsgerichts, die Drei-Prozent-Hürde für die Europawahl zu kippen, hilfreich? Radikale werden jetzt stärker.
Ich habe nie einen Zweifel daran gelassen, dass ich ein Anhänger der
Fünf-Prozent-Hürde in Deutschland bin, ich hätte mir das auch für
das europäische Parlament gewünscht.
Sollte der Spitzenkandidat des Wahlsiegers auch nächster EU-Kommissions-Präsident werden?
Welchen Sinn hat denn eine Wahl, wenn der Wahlsieger dann nicht
in die Verantwortung geht?
Roman Herzog fordert:
„Europa muss neu erfunden werden.“
Foto: Roman Herzog Institut
Gesellschaft im
Gespräch
Vortragsreihe „ZukunftBilden –
In welcher Zukunft wollen wir leben?“
In der Vortragsreihe „ZukunftBilden“ greifen wir bewegende
Zukunftsfragen unserer Gesellschaft auf und erörtern sie mit
namhaften Expertinnen und Experten.
Gesprächspartner: Dr. Wolfgang Niess (SWR)
Zwei sehr unterschiedliche Referenten sind in diesem Semester
bei uns zu Gast. Wir freuen uns sehr, am Mittwoch, 08.10.14,
den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog begrüßen zu
dürfen, der in seinem neuen Buch fordert, „Europa neu zu erfinden“. Am Mittwoch, 05.11.14 erzählt die Künstlerin und
Sonderbotschafterin des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der
Wissenschaften 2012/2013, Motsi Mabuse, von ihren Erfahrungen beim Thema Integration.
Dr. Roman Herzog
Der Alt-Bundespräsident, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wurde, hat
Anfang dieses Jahres sein neues Buch „Europa neu erfinden – Vom
Überstaat zur Bürgerdemokratie“ veröffentlicht. Darin fordert er, „Europa neu zu erfinden“. Der Chefredakteur der Münchner Abendzeitung, Matthias Maus, hat Roman Herzog zu diesem Thema interviewt.
Ausschnitte aus dem am 21. Mai 2014 erschienenen Artikel möchten
wir Ihnen hier zusammenfassen:
Herr Bundespräsident (…), Sie fordern, Europa neu zu erfinden.
(…) Was verbirgt sich dahinter?
Wir wissen spätestens seit der Eurokrise, dass in Europa einiges richtig schief läuft. Es geht darum, sich nach der Überwindung dieser
Krise noch einmal grundsätzlich Gedanken zu machen über die Aufgaben der europäischen Institutionen.
Sie beklagen eine Normenflut und fordern Reduzierung von 40 bis
50 Prozent der Verordnungen. Das hört sich ehrgeizig und utopisch
an...
Das kann sein. Die Entstehung dieser Normenmasse ist ja ein irrationaler Vorgang. Die Summierung ist gefährlich. (...) Mein Vorschlag:
Im Lauf von zehn Jahren jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von
Vorschriften beseitigen und sehen, was passiert. Im Allgemeinen
wird überhaupt nichts passieren. Das kennen wir auch von unserer
deutschen Normenflut.
Sie bemängeln in Ihrem Buch die Einmischung in zu viele kleine
Dinge. Andererseits sagen Sie, die nationalen Regierungen haben
die Macht über die großen Entscheidungen nicht an Europa abgegeben. Das ist eine doppelte Kritik an Mikromanagement und
Machtlosigkeit. Sollten die Nationalstaaten mehr Befugnisse an
Europa abgeben?
Da gibt es unterschiedliche Bereiche. Europa muss sich, um seinen
Wohlstand und seine Werte zu erhalten, gegenüber den neu entstehenden Machtblöcken – in Asien, in Nordamerika, in Südamerika – zur
Wehr setzen. Dazu braucht es mehr außenpolitische Kompetenzen.
X
142-02840
Mi 08.10.14 20.00–21.30
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
EUR 8.00, Schüler und Studenten frei
Kurzbiografie Dr. Roman Herzog
Roman Herzog wurde 1934 in Landshut geboren. 1978 bis
1983 war er Kultus- und anschließend Innenminister Baden-Württembergs. Von 1983 bis 1994 war er Richter am
Bundesverfassungsgericht und ab 1987 auch dessen Präsident. Von 1994 bis 1999 war Roman Herzog Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Große Beachtung
fand in dieser Zeit unter anderem seine Rede am 26. April
1997 in Berlin, in der er sagte: „Durch Deutschland muss
ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von liebgewordenen Besitzständen.“ Seine Nachfolger im Amt des
Bundespräsidenten griffen diese Rede auf, so dass die jährliche Berliner Rede zu einer jungen Tradition wurde.
Motsi Mabuse
Die Südafrikanerin Motsi Mabuse ist Künstlerin und Sonderbotschafterin des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaften. Sie
plädiert für Toleranz und Offenheit und wendet diesen Grundsatz
besonders bei ihren jungen Tanzschülerinnen und -schülern an.
Das Interview mit Motsi Mabuse wurde von Stipendiaten der Deutschlandstiftung Integration am 03.12.2013 geführt. Bei diesem Projekt
wurden prominente Deutsche nach ihren Erfahrungen mit dem Thema
Integration befragt.
Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema „Integration“ gemacht?
Ich unterrichte viele Kinder verschiedenster Herkunft und versuche
ihnen beizubringen, dass man offen auf andere zugehen sollte. Die
Kinder lernen, sich gegenseitig zu schätzen.
Wurden Ihnen aufgrund Ihrer Herkunft Steine in den Weg gelegt?
Ich bin in Südafrika geboren und unter einer Regierung aufgewachsen, welche die Apartheid befürwortet und gelebt hat. In dieser Zeit
habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, dass Menschen lernen, achtungsvoll miteinander umzugehen und sich gegenseitig zu respektieren.
Ein bedeutender Schritt für Sie war wohl der Umzug in ein neues
Leben nach Deutschland. Was hat sich für Sie verändert?
Alles hat sich verändert. Ich war 18, als ich nach Deutschland kam
und auf einmal ohne meine Familie war. In einem neuen Land, in
einer neuen Kultur, mit einer anderen Sprache und anderen Menschen.
142-02860
Mi 05.11.14 20.00 – 21.30
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
EUR 8.00, Schüler und Studenten frei
Kurzbiografie Motsi Mabuse
Motsi, die eigentlich Motshegetsi Mabuse heißt, entdeckte
schon als Kind ihre Leidenschaft für das Tanzen. Mit elf
Jahren nahm sie in Südafrika zum ersten Mal Tanzunterricht. Mit 18 Jahren zog sie alleine nach Deutschland und
lernte bei den „British Open“ in Blackpool den deutschen
Tänzer Timo Kulczak kennen, mit dem sie seit 2003 verheiratet ist. Einem größeren Publikum ist Motsi Mabuse durch
die RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ bekannt, wo sie seit 2011
in der Jury sitzt. 2014 wurde Motsi Mabuse zur Integrationsbotschafterin für Südafrika ernannt.
Motsi Mabuse spricht
über Integration und
was Afrikaner und Deutsche
voneinander lernen können.
Foto: MSC Promotion GmbH
XI
Schnappschuss
Making Of – Imagefilm für den Fachbereich
Tanz und Rhythmus
Die Idee eines Imagefilms
Zweiter Drehtag
Erster Drehtag
Ob Zeitgenössischer Tanz, Hip-Hop oder internationale Tanzfestivals,
die volkshochschule stuttgart bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsangebot im Bereich Tanz und Rhythmus. Um zu zeigen, dass
Tanzkurse alles andere als eingestaubt sowie abwechslungsreich und
voller Dynamik sind, entstand die Idee, einen Imagefilm zu produzieren.
Nach langem Brainstorming wurden viele Ideen gesammelt und
schließlich ein Gesamtkonzept erstellt. Als nächster Schritt wurde
eine professionelle Agentur beauftragt, Meetings abgehalten und ein
Drehplan festgelegt. Alles war bestens vorbereitet, und der Start zum
Imagefilmdreh konnte beginnen…
Erster Drehtag:
Der Startschuss zum Film, September 2013
Vierter Drehtag:
On stage, Oktober, 2013
Die Vielfalt der Tanzstile, Dezember 2014
Interviews allein reichen für einen Tanz-Imagefilm natürlich nicht
aus. Die Tänzer/innen sollen hautnah beim Training und bei Auftritten begleitet werden. Beim Rotebühltag anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, tritt die Hip-Hop-Gruppe der vhs
stuttgart vor einem großen Publikum auf und zeigt ihr Können.
Die Kamera ist live dabei und zeichnet ihren Auftritt auf. Nicht nur
das Publikum ist begeistert, auch das Kamerateam kann viele tolle
Tanzaufnahmen einfangen.
Beim letzten Drehtag zeigt die Hip-Hop-Tänzerin und vhs-Dozentin
Deborah Joos, was sie ihren Kursteilnehmern beibringen will. Sie
spricht über den Tanz, das Lebensgefühl und führt unterschiedliche
Stile des Hip-Hop vor.
Von Lampenfieber ist keine Spur, als würde sie jeden Tag vor der
Kamera stehen. Auch diesmal hat wieder alles gut geklappt. Das Filmteam ist begeistert, es hat jede Menge Bild- und Tonmaterial gesammelt. Jetzt muss das Ganze noch gesichtet, bearbeitet und geschnitten werden.
Dritter Drehtag:
Drehtag Nummer drei. Diesmal soll das Kursgeschehen eingefangen
werden. Das Kamerateam begleitet einen Hip-Hop-Kurs und die Teilnehmer/innen berichten anschließend über ihre Erfahrungen in den
Tanzkursen der vhs stuttgart. Auch diesmal muss wieder alles gut
durchorganisiert sein. Der Raum ist gebucht, die Kursteilnehmenden
sind informiert, die Technik ist aufgebaut und für Verpflegung ist
auch gesorgt: Der Drehtag kann beginnen. Trotz Lampenfieber der
Teilnehmer/innen und einiger technischer Stolpersteine kann das
Filmteam gute Szenen einfangen, und alle Beteiligten haben viel
Spaß beim Filmdreh.
Der Film ist fertig
Fotos: SL Media/Uwe Leiber
Vierter Drehtag
Zweiter Drehtag:
Tanzen macht glücklich! November 2013
Alle Beteiligten fiebern dem ersten Drehtag entgegen und sind gespannt was sie erwartet. Schließlich kommt es nicht oft vor, einen
Dreh hautnah mitzuerleben oder daran beteiligt zu sein. Am Set muss
alles bestens vorbereitet sein, stimmt das Licht, steht nichts im Bild,
hört sich der Ton gut an, sind die Interviewfragen gut vorbereitet?
Es gibt jede Menge zu beachten.
Zu Beginn der Dreharbeiten wird der Tänzer und Choreograf Alberto
Jiménez (Joséal) zu seiner langjährigen Arbeit als Dozent an der vhs
stuttgart interviewt. Aller Anfang ist schwer, schließlich ist keiner
ein echter Filmprofi. Trotzdem war es ein erfolgreicher erster Drehtag!
Dritter Drehtag
Der Film ist im Kasten!
Schon gewusst...
Sie möchten auch außerhalb des Übungssaals das Tanzbein
schwingen?
Neben unserem Kursangebot im Bereich Tanz und Rhythmus bietet unser Programm verschiedene Gelegenheiten dazu!
Unsere Tanz-Highlights im Herbstsemester 2014:
Milonga mit Live-Musik im TREFFPUNKT Rotebühlplatz (Tango)
142-30005
12.10.2014, 18.00–21.00 Uhr,
EUR 7.00
Tanzabend im Rudolfs, Standard- und Lateintänze
142-30001
29.11.2014, 19.00–23.30 Uhr,
EUR 6.00
Februar 2014
Tanzabend im Rudolfs, Standard- und Lateintänze
Fünf Monate ist es her, dass das erste Treffen zum Film stattgefunden
hat. Seit Februar 2014 ist der Imagefilm im Kasten und kann veröffentlicht werden. Alle Beteiligten waren mit voller Begeisterung und
Elan an dem Projekt beteiligt und freuen sich sehr über das entstandene Ergebnis.
Sehen Sie selbst unter www.vhs-stuttgart.de.
29.11.2014, 19.00–23.30 Uhr,
EUR 6.00
Ein herzliches Dankeschön an alle Darsteller/innen, Beteiligten und
das Team von SL Media.
142-30002
Milonga mit Live-Musik im TREFFPUNKT Rotebühlplatz (Tango)
142-30006
12.10.2014, 18.00–21.00 Uhr,
EUR 7.00
vhs-Tanzfest: Wir bitten zum Tanz
142-30000
07.02.2014, 20.00–24.00 Uhr
EUR 7.00
XII
XIII
Highlight
SÜDAFRIKA –
20 JAHRE DEMOKRATIE
Ausstellung: „Our Land...Our Life...Our Future“
über die wachsende ländliche Armut in Südafrika
Die Fotoausstellung und die Debatte, die sie anstoßen will, finden
vor dem Hintergrund wachsender ländlicher Armut in Südafrika statt.
In den Bildern kommen die Anliegen, Enttäuschungen und Hoffnungen der armen Landbevölkerung in dem noch immer von der Apartheid gezeichneten Land zum Ausdruck. Die Wirklichkeit ländlichen
Lebens und Armut im neuen Südafrika wird vorwiegend aus der Sicht
der am stärksten betroffenen schwarzen Frauen vermittelt.
In Kooperation mit der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika
(KASA), die diese Wanderausstellung organisiert.
Die fünf thematischen Einheiten der Ausstellung:
Für ein Leben in Würde
Frauen tragen die Last
Ein von der Apartheid gezeichnetes Land
Die tiefen Gräben der Ungleichheit
Aufwachsen auf dem Land
Die Fokussierung unseres Semesterthemas liegt auch im Herbstsemester auf
einem Land der BRICS Staaten, Südafrika.
20 Jahre nach dem Ende der Apartheid haben wir uns bei der Programmkonzeption von dem Zitat Nelson Mandelas „Bildung ist die mächtigste Waffe,
um die Welt zu verändern“ leiten lassen.
Neben kulturellen, wirtschaftspolitischen und gesellschaftlichen Aspekten
liegt unser Augenmerk auf EduDance, einer in Südafrika entwickelten Methode, die in dynamischer Weise Bildungsinhalte vermittelt. Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften und Lebenspraktisches werden mit Bewegung und
Tanz weitergegeben.
Tauchen Sie mit uns in das Land am südlichsten Rand des afrikanischen Kontinents mit all seinen Facetten ein.
Rotebühlgalerie
10.10.2014–05.02.2015, Mo–Sa 8–23 Uhr, So 9–18 Uhr
TREFFPUNKT Rotebühlplatz, EG
Vortrag und Essen: „Global Dinner“ –
Niemand isst für sich allein
„Safari in Südafrika“,
Multimedia-Reportage,
Fotos und Vortrag:
Karl-Jürgen Vierfuß,
Di 21.10., 19.00,
142-11105
Wenn sich die Gäste an diesem Abend zu ihrem gemeinsamen Dinner
niederlassen werden, wird so mancher überrascht sein. Für die Mehrheit bedeutet das nämlich einen Platz auf dem Boden und einen
Schöpflöffel Reis in eine Metallschüssel. Nur wenige werden in den
Genuss eines guten Weines und eines erlesenen Menüs kommen.
Knapp 1 Milliarde Menschen leiden an Hunger und Unterernährung,
während in den Industrienationen Nahrung im Überfluss zur Verfügung steht. Allein in Deutschland landen fast 80 Kilogramm Nahrungsmittel pro Einwohner in der Tonne. An diesem Abend wollen wir
uns mit diesem Gegensatz beschäftigen und konkrete Lösungsansätze aufzeigen. Die Global Marshall Plan Initiative versteht sich als
integrative Plattform für eine Welt in Balance. Bestehend aus einem
Netzwerk mit mehr als 5.000 Unterstützern aus allen Ebenen der
Gesellschaft, versammelt sie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
hinter Kernforderungen zu einer gerechteren Globalisierung.
In Zusammenarbeit mit der Global Marshall Plan Initiative Stuttgart.
142-56520K
Dr. Jannis Maaß, Ursula Seybold
Do 16.10.14 19.00–21.00
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
EUR 5.00, Anmeldung auch an der Abendkasse möglich
Vortrag und Gespräch: „Die Zeit der Helden ist vorbei.
Wenn Befreier zu Herren werden“, mit dem Autor und
Journalisten Tom Schimmeck.
Tom Schimmeck ist in den großen Redaktionen der deutschen Medienlandschaft zuhause. Er war einer der Mitbegründer der taz und
Politredakteur u.a. beim Spiegel. 1989 verließ er das Blatt und ging
als freier Autor nach Johannesburg, Südafrika. Drei Jahre lang berichtete er von dort für Geo, Merian, Stern, die Süddeutsche Zeitung
und Die Zeit über die Zeit nach der Freilassung Nelson Mandelas 1990
und das Ende der Apartheid in Südafrika auf dem Weg zu einer freien
Gesellschaft. Seit 2002 arbeitet er vor allem für den öffentlichen
Rundfunk. 2007 erhielt er den Otto-Brenner-Preis, 2008 den ErnstSchneider-Preis und 2009 den Deutschen Sozialpreis. Im Dezember
2012 erschien sein Artikel „Mandelas neureiche Enkel“ in der Frankfurter Rundschau, Schimmeck zeichnet darin ein Bild einer schwarzen Elite, die scheinbar vergessen hat, für welche Ideale ihre Väter
noch kämpften. In seinem Vortrag berichtet er über die aktuelle Situation nach dem Tod Mandelas und den Wahlen im Mai 2014.
142-04630
Di 18.11.2014
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
EUR 8.00, Anmeldung auch an der Abendkasse möglich
XIV
XV
Rotebühlgalerie:
„Our Land...Our Life...Our Future“
Woman with pigs
Foto: KASA – Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
Highlight
Workshop: EduDance
Let’s Dance and Learn!
Tanz und Bewegung kann Sprache, Naturwissenschaften und überhaupt fast jeden Unterrichtsgegenstand vermitteln. EduDance ist ein
aus Südafrika stammender Lernweg in der Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen, der ohne Zweifel Spaß macht und gleichzeitig die Kreativität anregt. EduDance ist leicht zugänglich, macht und regt die
Kreativität der Lernenden an. Gleichzeitig werden Selbstvertrauen
und Selbstwertgefühl gestärkt. Da Tanz eine nonverbale Form der
Kommunikation und des Ausdrucks ist, kann er in einer mehrsprachigen Gesellschaft mit verschiedenen Kulturen zur Wissensvermittlung
genutzt werden. Sein Mittel ist Bewegung, die allen Menschen gemeinsam ist.
Im Gespräch mit David Thatanelo April
Die vhs stuttgart bietet in diesem Semester
einen Workshop EduDance für Pädagogen/
innen an. Dazu konnte die vhs stuttgart
den südafrikanischen Choreografen, Tänzer
und Kulturwissenschaftler David Thatanelo
April nach Stuttgart holen:
Herr April, erklären Sie uns in Ihren
Worten, was EduDance ist?
EduDance, also übersetzt Bildung/Erziehung durch Tanz, vereint in dynamischer, integrativer Weise Inhalte
und Themen von Sprachen, natur- und sozialwissenschaftlichen Fächern wie auch soziales Verhalten und Lebenspraktisches mit kreativer Bewegung und Tanz. Basis ist die motorische Bewegung, wann
immer möglich mit Rhythmus. Darüber hinaus können alle Sinne
einbezogen werden. Die Ermunterung zur Kreativität, zum Er-Finden
verschiedenster Möglichkeiten und die Würdigung der von den Lernenden gefundenen oder entwickelten Resultaten motivieren und
begeistern, sie fördern das Selbst- und das Lernvertrauen. Jedes,
auch das kleinste Ergebnis, kann weiterentwickelt werden. Jedem
Lernenden wird Wertschätzung entgegengebracht.
142-30980
David Thatanelo April
Sa 18.10.14 10.00–16.30
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
EUR 105.00
Im Gespräch mit David Thatanelo April:
Südafrika nach Mandela. Auf dem Weg zur Freiheit.
142-04610
David Thatanelo April
Fr 17.10.14 18.30–20.00
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28, Stuttgart
EUR 8.00
vhs-Filmreihe: „Mit den Augen der anderen“ – Südafrika
Im Rahmen des Semesterthemas Südafrika widmet sich die vhs-Filmreihe „Mit den Augen der anderen“ diesem vielschichtigen Land.
Tsotsi
Südafrika/Großbritannien 2005, Regie: Gavin Hood, OmU, 94 Min.
In einem Ghetto am Rand von Johannesburg lebt der 19-jährige Tsotsi (Presley Chweneyagae) in den Tag hinein. Der Anführer einer kleinen Gangsterbande ist der coole und für seine Brutalität gefürchtete
Held des Viertels. In einem noblen Vorort schießt er auf eine Frau,
stiehlt deren Auto und flüchtet mit Höchstgeschwindigkeit, als er
plötzlich auf dem Rücksitz ein Baby bemerkt. Er könnte das schreiende Kind allein in dem Wrack zurück lassen, doch etwas in ihm
sperrt sich dagegen. Also steckt er es in eine Papiertüte und nimmt
es mit in seine Welt...
2006 erhielt der Film den Oscar als bester fremdsprachiger Film.
Mittwoch, 25.11. 2014
Wie kann man z.B. Mathematik und Tanz verbinden?
Das zu beantworten würde den Rahmen eines Interviews sprengen
– v.a. ist es immer etwas schwierig, Motorisches, den Körper Einbeziehendes, alleine über Sprache zu erklären. Aber denken Sie einfach
daran, wie Sie sich am besten eine Telefonnummer einprägen – Sie
teilen die lange Nummer in „Päckchen“ von Zweier- oder Dreiergruppen und sagen die in einem Rhythmus auf. Und alles Rhythmische ist
unter Mitwirken von Bewegung viel leichter zugänglich. Vieles im
Bereich von Mathematik hängt mit Rhythmen zusammen.
Alle Filme mit ausführlichen Beschreibungen finden Sie im Kapitel
„Kultur und Gestalten“ ab Seite 142.
Fehlt es den Menschen heutzutage an Körperbewusstsein?
Wenn ich das jetzt mal auf die Menschen in Mitteleuropa eingrenze
und dort auf die, welche viele Jahre lang erfahren haben, dass Lernen bedeutet, still zu sitzen und ausschließlich auf den Kopf angewiesen zu sein – schon möglich. Seit Längerem stellen Pädagogen
fest, dass Kinder relativ einfache Aufgaben nicht bewältigen, welche
mit Bewegungsabläufen zusammenhängen, welche Geschicklichkeit,
Koordination, Balance verlangen. Und das auf der spontanen, praktischen Ebene, nicht hinsichtlich ihrer Bewusstheit.
142-26001
Ich könnte mir vorstellen, dass es ein großer Unterschied ist, EduDance in Südafrika und in Europa zu unterrichten. Gibt es Unterschiede, und wenn ja, wie sehen diese aus?
Im vorindustriellen Südafrika gehörte Tanz zum täglichen Leben.
Tanz diente als Mittler für Bildung vom Kleinkindalter an. Im europäischen Kontext muss man natürlich ausprobieren, welche Unterrichtsfächer sich für die Anwendung von EduDance eignen und wo
die Anknüpfungspunkte liegen. Wesentliche Faktoren von EduDance
– bessere Kommunikation, Schulung der „Social Skills“ und die Möglichkeit, Spaß in den Unterricht zu bringen – sind global.
XVI
Der Workshop im TREFFPUNKT Rotebühlplatz:
EduDance – Tanzend lehren und lernen
Global Dinner – Niemand isst für sich allein
Foto: Publik Forum
Junge aus der MultimediaReportage „Safari in Südafrika“
Foto: Karl-Jürgen Vierfuß
Weitere Veranstaltungen im Überblick:
Vortrag und Diskussion mit dem Generalsekretär der
Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft
(SAFRI) Andreas Wenzel
Sa 18.10.14 10.00–16.30
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
Eintritt frei
Kursleiterin
derder
vhs stuttgart
Der Film Tsotsi läuft
im Rahmen
und Augen
Tanzpädagogin
Heidi Rehse,
Filmreihe „Mit den
der anderen“
Foto: privat
Foto: StudioCanal Deutschland
Afro Tanz aus Südafrika: „Freedom is coming“
142-30853
Sylvia Mograbi
So 25.01.15 14.30–17.30
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28 70173 Stuttgart
EUR 49.00
Schon gewusst...
Das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden Sie ab Mitte
September in unserem Programmflyer
„Südafrika – 20 Jahre Demokratie“
XVII
Fokus
Weitere Themen der Samstags-Uni:
Vortragsreihen in der vhs
Vom Mittelständler zum Weltmarktführer –
die Geheimnisse der Hidden Champions
Bildung, die fasziniert und Wissen schafft
Als eine der bedeutendsten Kultur- und Bildungseinrichtungen Stuttgarts bietet der TREFFPUNKT Rotebühlplatz seinen zahlreichen Besuchern Tag
für Tag ein abwechslungsreiches Programm. So haben sich insbesondere die wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Vortragsreihen seit
vielen Jahren als fester Bestandteil des vhs-Programms etabliert.
Nah dran – Kultur im Gespräch
Samstags-Uni
Stuttgart glänzt durch ein reiches kulturelles Leben. In der
neuen Reihe „Nah dran – Kultur im Gespräch“ erfahren Sie Neuigkeiten und Hintergründe zu den aktuellen Spielplänen und
lernen die Macher des Kulturlebens persönlich kennen. Erleben
Sie Künstler, Intendanten, Regisseure und Choreografen der
Stadt im Gespräch. Andreas G. Winter, kulturpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Gemeindrat und Leiter des
Freien Musikzentrums, führt durch die Abende.
Die „Samstags-Uni“ hat sich zum Ziel gesetzt, verstärkt Wissenschaft in die Bürgerschaft hineinzutragen. Dabei wendet sich
die Vortragsreihe sowohl an ein akademisch vorgebildetes Publikum, als auch an diejenigen, die bisher weniger Berührungen mit einer Hochschule oder einer akademischen Ausbildung
hatten. Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der
Universität Stuttgart, mit der Stadt Stuttgart und weiteren
Stuttgarter Hochschulen statt.
142-00542
Prof. Dr. Andreas Otterbach
Hochschule der Medien
Sa 22.11.2014 13.00
Rathaus der Landeshauptstadt Stuttgart, Großer Sitzungssaal
gebührenfrei
Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie
im Programm unter „Samstags-Uni“ auf Seite 61.
Film im Dialog: Unrecht braucht Zeugen
Andreas Winter im Gespräch
mit Dan Ettinger
Der Dirigent, der ab der Spielzeit 2015/16 Chefdirigent der Stuttgarter Philharmoniker und Generalmusikdirektor der Stadt Stuttgart sein
wird, leitet bereits in dieser Saison das erste große Konzert. Drei
Tage davor sind wir dabei, werfen einen Blick in den Arbeitsalltag
des Orchesters und erleben Dan Ettinger bei der Probe und im Gespräch.
142-03950
Dan Ettinger
Mi 01.10.14 19.30–21.30
Gustav Siegle Haus, Leonhardsplatz 28, 70182 Stuttgart
Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.
Computer – super oder doch nicht?
Supercomputer berechnen das Klima der Zukunft. Sie knacken die
Codes von Merkels Handy. Gleich in mehreren Bereichen sind Supercomputer, die jahrzehntelang im Dunkel von Forschungsabteilungen
gestanden haben, medial in den Blickpunkt geraten. Den einen gelten sie als Schlüsseltechnologie für Zukunftsprognosen und als Werkzeug für Verbesserungen in allen Lebensbereichen. Den anderen erscheinen sie als die Verwirklichung des Albtraums vom gläsernen
Menschen. Was sie wirklich können und tun, wissen nur wenige.
Prof. Michael M. Resch beschäftigt sich seit Langem mit Supercomputern und ist als Direktor des ersten deutschen nationalen Supercomputerzentrums verantwortlich für eines dieser Systeme. Sein
Vortrag zeigt, welche Möglichkeiten und Risiken mit dem Einsatz
solcher Systeme verbunden sind.
142-00544
Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Dr.h.c. Michael M. Resch
University of Stuttgart, High Performance Computing Center
Sa 24.01.15 13.00
Rathaus der Landeshauptstadt Stuttgart, Großer Sitzungssaal
gebührenfrei
Kurzbiografie
Dan Ettinger, geboren in Israel,
zählt zu den gefragten und talentiertesten Dirigenten der jüngeren Generation. Er entdeckte
als Kind seine Liebe zur klassischen Musik und lernte
Klavier. Später spielte er auch Kontrabass und studierte
Gesang. Als lyrischer Bariton verkörperte er die wichtigsten Partien seines Fachs. Dank seiner Vielseitigkeit und
autodidaktischen Fähigkeiten wand er sich dem Dirigieren
zu. Seit der Spielzeit 2009/2010 ist er u.a. Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheim.
Weitere Termine und Themen der Reihe „Nah dran – Kultur im
Gespräch“ finden Sie im Programm „Gesellschaft und Politik“,
ab Seite 63.
XVIII
Kurzbiografie
Prof. Michael Resch ist seit 2003
Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS)
und damit der „Chef“ eines der
schnellsten zivilen Rechensysteme Europas, den Supercomputer „Hermit“. Zudem leitet er das Institut für
Höchstleistungsrechnen sowie seit 2011 das Informationszentrums der Universität Stuttgart (IZUS). Geboren 1964
in Graz, Österreich, studierte er Technische Mathematik in
Graz. Bis 2001 arbeitete er u.a. als wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie als Abteilungs- und Bereichsleiter am Rechenzentrum der Universität Stuttgart bzw. am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart.
Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis (DMFP) schärft das
Bewusstsein für die Bedeutung der universellen Menschenrechte: Anlässlich des „Internationalen Tages der Menschenrechte“ würdigt der Wettbewerb deutschsprachige
bzw. deutsch untertitelte Kino- und Fernsehproduktionen,
die sich mit der historischen Idee der Menschenrechte, deren Umsetzung, Verletzung und Schutz im In- und Ausland
auseinandersetzen. Denn engagierte Berichterstattung,
sachkundige Dokumentation und mutige Kritik in den Produktionen sind notwendige Voraussetzungen dafür, dass
Regierungen und nichtstaatliche Akteure ihrer Verpflichtung
zur Achtung und zum Schutz der Menschenrechte nachkommen.
Daneben ist es entscheidend, die Bedeutung der Menschenrechte in unserem Alltag bewusst zu machen. Der DMFP, die
vhs stuttgart und das Ev. Medienhaus präsentieren die
Preisträgerfilme und bieten danach Gespräche mit den Filmemachern an. 2014/2015 ist der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis in neun Städten in Deutschland und der
Schweiz zu Gast – u.a. in Stuttgart.
Der DMFP wird von derzeit 18 Organisationen und Institutionen der Menschenrechts-, Bildungs-, Medien- und Kulturarbeit getragen und seit 1998 im zweijährigen
Rhythmus in Nürnberg verliehen.
142-00460
Mi 21.01.15 19.00
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28
EUR 4.50
Fragen an die Wissenschaft
Die Veranstaltungsreihe will in Kooperation mit der Stuttgarter
Zeitung, der Universität Stuttgart, dem Staatlichen Museum für
Naturkunde Stuttgart und der Hochschule der Medien Stuttgart
aktuelle Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Form
aufgreifen und diskutieren. Der Dialog der Wissenschaft mit
dem Publikum soll hier ebenso gefördert werden wie die Freude
am wissenschaftlichen Denken und Forschen.
Nanobiomaterialien – kleine
Strukturen mit großer Wirkung
Für Prothesen, Implantate etc. verwendet die Medizintechnik heute
vorwiegend harte synthetische Materialien wie Metalle, Keramiken
oder Kunststoffe sowie Hybridmaterialien aus diesen Komponenten.
Der menschliche Körper ist jedoch aus weichen, hydrogel-artigen
Strukturen (Bindegewebe, Blutgefäße, Knorpel, Haut) aufgebaut, die
zu 70% aus Wasser bestehen. Um solche biokompatiblen Hydrogele
mit definierten Funktionen (z.B. als künstliche Haut) gezielt herstellen zu können, ist ein grundlegendes Verständnis notwendig. Aber
nicht nur in der Medizintechnik bieten diese Nanobiomaterialien
neue Chancen, auch in der miniaturisierten Diagnostik von Umwelt-,
Lebensmittel- und Medizinanalytik eröffnen sie neue Möglichkeiten.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die gesamte Prozesskette von
der Entwicklung, über die Herstellung bis zu den Anwendungen.
142-00540
Prof. Dr. Sabine Laschat
Universität Stuttgart, Institut für Organische Chemie,
Prof. Dr. Günter Tovar,
Universität Stuttgart, Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik
und Plasmatechnologie,
Di 27.01.15 19.00–20.30
TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28
Eintritt frei
Weitere Themen im Kurzüberblick:
Digital Society
142-00510
Prof. Dr. Albrecht Schmidt
Universität Stuttgart
Di 07.10.14 19.00–20.30
3-dimensionales Drucken
142-00520
Prof. Dr.-Ing. Klaus Thaler
Hochschule der Medien Stuttgart
Di 04.11.14 19.00–20.30
Warum brauchen wir Pilze?
Helfer, Schädlinge, Leckerbissen
142-00530
Dr. Martin Nebel
Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart
Di 02.12.14 19.00–20.30
Ausführliche Informationen zu den Themen finden Sie im Programm unter „Fragen an die Wissenschaft“ ab Seite 61.
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