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235 wie sie sich für den Nachweis von Kontraktionswellen bei

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Aigen.
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wie sie sich für den Nachweis von Kontraktionswellen bei Beggiatoa brauch­
bar gezeigt hatte. Die stereoskopische Betrachtung zeitlich differenter
Filmbildchen hat sich sogar einer weiteren Analyse fähig erwiesen, die auf
variationsstatistischen Überlegungen basiert. Das Verfahren wird entwickelt
und beschrieben. Mit seiner Hilfe konnte an Oscillatoria sancta (var. caldariorum?) die durchschnittliche Länge einer „Welle" zu 6,5 Zellen, die
Schwingungsdauer zu 1,9 sek. bestimmt werden. Die Beziehung zwischen
der Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Wellen im Faden und der Bewegungs­
geschwindigkeit des Fadens selbst ist noch nicht geklärt. Dagegen zeigt
sich, daß die Verkürzungs- und Verlängerungszeit der einzelnen Zellen dif­
ferieren.
Nach kurzer Begriffsanalyse sind theoretisch volumkonstante „Trans­
formationswellen" und voluminkonstante „Variationswellen" als Bewegungs­
ursache denkbar. Auf verschiedene Weise läßt sich zeigen, daß die Durch­
messerschwankungen der Zellen sehr klein sind, so daß es sich nur um letztere
Art von Longitudinalwellen handeln kann.
Nach dieser Feststellung ist als nächste Aufgabe die Klärung der Me­
chanik des Kontraktionsvorganges zu betrachten. Nur die Bedeutung der Mem­
branen dafür wird in der Arbeit behandelt. Sie bestehen aus pektinähnlichen
Hemizellulosen, wie mikrochem. und Verdauungsstudien ergeben. Sie sind
ferner durch Dehnung akzidentell doppelbrechend. Dazu ist in den Quersepten Zellulose eingelagert (Nachweis durch Chlorzinkjodreaktion bei Be­
obachtung im polarisierten Licht sowie Lösungseigenschaften und Stärke
der Doppelbrechung). Daher sind die Quersepten optisch anisotrop. Der
Schleim ist nur eingetrocknet doppelbrechend. Die Zellwanddehnung bleibt
auch nach dem Zelltode bestehen, solange der Quellungsdruck des Plasmas
auf der Wand lastet. Nach Verdauung mit Pepsin-HCl ist die Doppelbrechung
der Längswände geschwunden.
Die scheinbare Schwingungsdauer der Variationswellen läßt sich auch
bei Diagonalstellung unter Einschalten von Gips-Rot I im Polarisations­
mikroskop ermitteln. Es haben sich Werte ergeben, die mit denen aus den
Filmaufnahmen gut übereinstimmen.
H, Ullrich (Leipzig).
Persidsky, B. M., T h e d e v e l o p m e n t o f t h e a u x o s p o r e s i n
t h e g r o u p o f t h e C e n t r i c a e ( B a c i l l a r i a c a e ) . Moskau
(Selbstverl. d. Autors) 1929. 1—15; 1 Taf. (Englisch.)
Während die geschlechtliche Entwicklung in der Ordnung der Pennales
als hinreichend geklärt gelten kann, herrscht bekanntlich bei den Centrales
diesbezüglich eine große Unsicherheit; auch die neueren Untersuchungen
von P. S c h m i d t brachten nach Verf .s Ansicht noch keine Lösung der
prinzipiell wichtigen Frage über den Zeitpunkt der Reduktionsteilung inner­
halb des Entwicklungszyklus. (Die Beobachtungen H o f k e r s scheinen
Verf. unbekannt zu sein. D. Ref.) Verf. bezweifelt sogar, daß die R. T.
überhaupt bei der Bildung von Mikrospuren auftritt.
Auf Grund seiner zytologischen Untersuchungen an Chaetoceras boreale
und Ch. densum kommt er zu der Überzeugung, daß bei den Centrales die
M i k r o s p u r e n n u r S c h w ä r m e r s i n d , daß dagegen der P r o ­
z e ß d e r A u x o s p o r e n b i l d u n g auch bei dieser Ordnung a l s
G e s c h l e c h t s p r o z e ß a u f z u f a s s e n i s t . Die Bilder, die Verf.
als Beweis für das Auftreten der R. T. bei der Auxosporenbildung gibt, sind
allerdings nicht eindeutig. Insbesondere sind Synapsis und Diakinese nicht
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Gesundheitswesen
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