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Evangelische Theologie und Religionswissen

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// Fachschaftsrat Evangelische Theologie //
Evangelische Theologie und Religionswissenschaft studieren – aber wie und wofür?
Dies Academicus des Fachbereiches Ev. Theologie im Wintersemester 2013/14
„Wissenschaft ist die gemeinsame Anstrengung von Menschen, das Verhältnis aller Menschen zur natürlichen
und sozialen Welt zum Zwecke der vernünftigen Einrichtung der Menschheit unter die Form universaler Rationalität zu bringen. Anders gewendet: Wissenschaft wird als solidarische Bemühung von Menschen in methodisch ausgewiesener und zielbewußter Erkenntnisarbeit gegen die Irrationalität der natürlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse unternommen, damit die Erde als der einheitlich gemeinsame Lebensraum einer
brüderlichen Menschheit in Frieden bewohnt und mit Vernunft genutzt wird.“
(Peter Fischer-Appelt/Johannes Berger: Kreuznacher Hochschulkonzept. Reformziele der Bundesassistentenkonferenz
(Schriften der BAK 1). 2. Aufl. Bonn 1968. In: Peter Fischer-Appelt: Die Universität als Kunstwerk. Beiträge aus sechs
Jahrzenten. Hamburg 2012. S. 25.)
Auf seiner Sitzung im Juni 2013 hat der
Fachbereichsvorstand der Ev. Theologie auf
Initiative des Fachschaftsrats einen Antrag auf
Veranstaltung eines fachbereichsinternen Dies
Academicus im WiSe 13/14 positiv befasst. An
diesem Tag, dem 15.1.2014, werden Mitglieder
aller Statusgruppen (Studierende, Technischesund
Verwaltungspersonal,
akademischer
Mittelbau und Professor_innen) Zeit haben, um
sich einen Tag lang darüber zu verständigen,
wie Forschung, Lehre und Lernen an unserem
Fachbereich aussehen sollen.
Im April 2012 fand an der Universität
Hamburg ein Dies Academicus statt, der sich mit
uniweiten Problematiken und nötigen Veränderungen im Rahmen der Studienreform auseinandergesetzt hat. Es wurden weitreichende
Forderungen erarbeitet, wie bspw. die Abschaffung der Modulfristen und die Abkehr vom
Bereich der „Allgemeinen berufsqualifizierenden
Kompetenzen“(ABK), hin zu mehr Wissenschaftlichkeit im Studium. Diese begonnene Arbeit
wurde bei einem weiteren Dies im April diesen
Jahres noch intensiviert.
Die „Reform der Reform“, also die grundlegende
Umgestaltung des Bachelor-/Master-Systems mit
seiner Wirtschaftsorientierung, Verschulung und
seinen Restriktionen ist im vollen Gange. Auf den
Dies Academici wurden weitreichende Beschlüsse
dazu gefasst, wie ein wissenschaftliches und
gesellschaftlich verantwortliches Studium aussehen soll. Es muss darauf gedrängt werden, dass
diese nun auch im Hamburgischen Hochschul-
gesetz (HmbHG) und in den Rahmenprüfungsordnungen (RPO) wiederzufinden sind.
Dies stellt auch uns am Fachbereich Ev. Theo-logie
– der vom BA-/MA-Chaos weitgehend weitgehend
verschont geblieben ist und auch durch die enge
Verbindung zur Landeskirche eine besondere Rolle
innerhalb der Universität hat – vor die Aufgabe,
uns gemeinsam Gedanken darüber zu machen, wie
und wofür wir an unserem Fachbereich lehren und
lernen wollen und was dafür notwendig ist, sowie
die Frage zu stellen, wie eine weitere
Demokratisierung der Universität aussehen könnte.
Mit dem Einrichten in der Unterfinanzierung
innerhalb der Universität werden eigene
Ansprüche zurückgeschraubt und eine Kultur des
Misstrauens befördert, in welcher jeder Bereich
versucht dem anderen gegenüber noch einen
„Vorteil“ herauszuholen. Die Schuldenbremse
erweist sich auf allen Ebenen als Entwicklungsbremse. Dem gegenüber gilt es, eine positive
Bestimmung von Forschung, Lehre und Bildung zu
entwickeln, für die dann auch solidarisch
eingetreten wird. Dafür soll ein Dies Academicus
ein erster Schritt sein und einen größeren Prozess
ins Rollen bringen. Diskutiert mit und kommt alle
zum
Dies Academicus des Fachbereichs,
am 15.1.2014 in der Sedanstr. 19.
Alle Statusgruppen sind willkommen!
Die Lehrveranstaltungen an diesem Tag werden voraussichtlich ausfallen.
V.i.S.d.P.: Oliver Vornfeld c/o Fachschaftsrat Evangelische Theologie der Universität Hamburg, Sedanstr. 19, 20146 Hamburg
// Fachschaftsrat Evangelische Theologie //
Mögliche Inhalte und möglicher Ablauf des fachbereichsinternen Dies Academicus
Unser Dies Academicus soll sich auch in
seinem Ablauf am letzten universitätsweiten
Dies Academicus orientieren: Es soll sowohl
inhaltliche Impulse durch kurze Inputs und
Statements geben, als auch Raum für Diskussionen und Gruppenarbeitsphasen. Die Themen der Arbeitsgruppen könnten sich an den
drei unten genannten Schwerpunkten orientieren. Für Referent_innen wird sich sowohl
am eigenen Fachbereich als auch an anderen
Fachbereichen (bspw. der Erziehungswissenschaft) oder auch an anderen Universitäten
oder gesellschaftlichen Institutionen (etwa in
der Kirche) umgeschaut werden.
Mögliche Schwerpunktbereiche eines fachbereichsinternen Dies Academicus könnten
sein:
1. Reflexion über Lehr-/ und Lernformen am
Fachbereich: Anknüpfend an die Empfehlungen des letzten universitätsweiten Dies
Academicus kann eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Lehr- und Lernformen als Anregung zu Überlegungen über
alternative Studienformen genutzt werden, wie
etwa projektbezogenes Studieren. In der
bestehenden BA-Struktur (Religionswissenschaft) gilt der Rahmen der RPO, für die
Theologie gelten die Vorgaben des kirchlichen Examens. Hier können die Spielräume für
alternative Lehr-/Lern-Konzepte diskutiert
werden. Aber auch Lehramtsstudierende
sollten mit einbezogen werden.
2. Überlegungen zum Selbstverständnis theologischer und religionswissenschaftlicher
Arbeit: Welche Bedeutung haben die eigenen
Fächer (die verschiedenen theologischen
Disziplinen und die Religionswissenschaft) für
Uni, Wissenschaft und Gesellschaft? Welche
Ambitionen folgen daraus, wie lässt sich ein
engagiertes
Studium
unter
diesen
Gesichtspunkten gestalten? In was für einem
Verhältnis steht die Wissenschaft zur Gesellschaft? Welche Strukturen sind förderlich bzw.
hinderlich, Prozesse der Selbstreflexion
anzustoßen und in das Studium einfließen zu
lassen?
3. Zur engeren Verzahnung von Theologie und
Religionswissenschaft:
Ein
produktives
Miteinander von Theologie und Religionswissenschaft ist notwendig, um sowohl alle
vorhandenen Ressourcen auszuschöpfen als
auch im wissenschaftlichen Prozess gegenseitig voneinander zu profitieren. Deswegen ist
die Frage zu diskutieren, inwiefern Theologie
und Religionswissenschaft noch besser
zusammenarbeiten können. Wie könnte sich
das auch in Lehr- und Studienelementen
widerspiegeln? In einem nächsten Schritt
könnte auch das Verhältnis zu anderen
wissenschaftlichen Fächern (bspw. Philosophie, Soziologie, Naturwissenschaften, …)
diskutiert werden.
Für Ideen und Anregungen zum Dies Academicus sind wir immer offen. Schickt einfach
eine Mail an: fsr.theologie@googlemail.de
V.i.S.d.P.: Oliver Vornfeld c/o Fachschaftsrat Evangelische Theologie der Universität Hamburg, Sedanstr. 19, 20146 Hamburg
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Bildung
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