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140219-ZH Oberländer Pro und Contra.pdf - BDP

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l
2 STANDPUNKT
ZO/AvU
MITTWOCH, 19. FEBRUAR 2014
PRO UND KONTRA: BENUTZEN SIE DIE NEUEN SELF-SCANNING-MÖGLICHKEITEN DER GROSSVERTEILER?
Technische Entwicklung
ist nicht aufzuhalten
D
as Ziel des Self-Scanning ist
klar: zufriedenere Kundinnen
und Kunden – weil sie vor der
Kasse nicht mehr gefühlte zwei Stun­
den Schlange stehen müssen. Dass jetzt
Migros und Coop dieses System testen
und einsetzen, ist eigentlich nur eine
logische Folge des technischen Fort­
­
schritts. Es ist ein Einkaufserlebnis
der besonderen Art und eine effiziente
Dienstleistung, welche die Kunden­
zufriedenheit klar steigert.
An der Kasse wartet eine entspannt
lächelnde Kassiererin. Statt ihr die
Ware mühsam aufs Band zu legen, die
sie dann scannen müsste, übergibt man
ihr einfach das Scan-Gerät. Auswerten,
bezahlen und tschüss – so einfach ist
das. Ich persönlich nutze es in erster
­Linie, wenn ich nur einige wenige Ar­
tikel kaufe. Für den wöchentlichen
«Kofferraum voll»-Grosseinkauf ist es
aus meiner Sicht eher ungeeignet.
Kritische Stimmen warnen, dass
Kassiererinnen schon bald durch kos­
tengünstige Terminals ersetzt werden
sollen. Das ist nicht
auszuschliessen.
Aber: Das SelfScanning-System
braucht für die Ein­
führung, die Wartung
und die Kunden­
betreuung auch wie­
der Personal. Klar
PRO
ist: Die technische
Cornelia
Entwicklung
lässt
Keller,
Gossau
sich in keinem Be­
reich aufhalten – und
das ist grundsätzlich gut so.
Ich habe aber meine Zweifel, ob es
überhaupt möglich ist, dass beim SelfScanning die technische Aufrüstung
am Ende kundenfreundlich und an­
gestelltengerecht ist. Dies, auch wenn
die Verantwortlichen nicht müde wer­
den, zu beteuern, dass es keinen Per­
sonalabbau geben wird. Das Motto der
Grossverteiler lautet also weiterhin:
«Der Kunde ist König!» Auch wenn er
jetzt ein wenig dafür arbeiten soll …
Cornelia Keller ist BDP-Kantonsrätin.
Wie viele Kassiererinnen
werden eingespart?
D
em Prospekt eines Grossvertei­
lers habe ich entnommen: Für
das Self-Scanning muss man
eine Cumulus-Karte haben und bar­
geldlos bezahlen. Einkaufsdaten, Perso­
nendaten und Stichprobendaten werden
gespeichert. Der persönliche Kontakt
zur Kassiererin fällt weg, und die Ver­
antwortung wird auf den Kunden abge­
schoben. Dafür soll es schneller gehen.
Doch wie schnell geht es wirklich?
Zwar gibt es kein Anstehen an der
Kasse, doch vielleicht an der Ausgabe­
station, an der Rückgabestation, an der
Zahlstation und/oder beim Serviceper­
sonal, an das ich mich in gewissen F
­ ällen
wenden muss. Was ist, wenn vor Ort
gar kein Servicepersonal steht? Was ist,
wenn ich nicht merke, dass der Scanner
etwas nicht erfasst hat? Und wenn aus­
gerechnet dann mein Einkauf durch
das Servicepersonal überprüft wird?
Der Kunde muss sich nämlich in unre­
gelmässigen Abständen einer Überprü­
fung unterziehen – nach dem Zufalls­
prinzip. Gemäss den Allgemeinen Ge­
schäftsbedingungen
«ist der Kunde ver­
antwortlich für die
vollständige
Erfas­
sung aller Artikel,
die sich in seinem
Einkaufswagen und
seiner Einkaufstasche
befinden», auch wenn
KONTRA
«eine dritte Person
Andreas
Erdin,
einen Artikel unbe­
Wetzikon
merkt in den Ein­
kaufswagen
gelegt
hat». In solchen Fällen können recht­
liche Schritte gegen den Kunden einge­
leitet werden. Fazit: Es kann sogar un­
verschuldet länger statt kürzer gehen.
Mit all dem kann ich leben, doch be­
vor ich mich auf das Self-Scanning ein­
lasse, müssten die Grossverteiler auch
noch die politische Frage beantworten:
Wie viele Kassiererinnen sollen damit
eingespart werden? Auf jeden Fall muss
es weiterhin möglich sein, das Scanning
einer Kassiererin zu überlassen.
Andreas Erdin ist GLP-Kantonsrat.
Herausgeberin
Zürcher Oberland Medien AG
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Pfäffikon und Uster mit den Gemeinden Bäretswil,
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Alles Käse
I
KLARTEXT
EVA KÜNZLE
ÜBER FAMILIENESSEN
Eva Künzle ist Redaktorin
des Ressorts Bezirk Uster.
ch liebe Essen. Und ich liebe meine
Familie. Aber beides zu kombi­
nieren, zehrt an meinen Nerven und
­verursacht Kopfweh.
In meiner Patchworkfamilie gibt es
einige Spezialwünsche: Meine Mutter
kann neuerdings weder Gluten noch
Eier essen. Meine Schwester macht
einen weiten Bogen um Lebensmittel,
die den Hüftspeck beziehungsweise
das Hüftgold fördern – ein Begriff,
den ich klar bevorzuge. Meine Halb­
schwester ist Vegetarierin und unser
Vater überzeugter Karnivore.
Ein gemeinsames Familienessen ge­
staltet sich also nicht gerade einfach.
Neulich fiel beispielsweise ein Essen
mit meiner Schwester und deren
Freund nach langem Hin und Her ins
Wasser. Ich wollte meine neue PastaMaschine einweihen und mit ihnen
die frischen Linguini geniessen.
G
ibt es Gemüse dazu?», war die
Frage meiner Schwester und
der Todesstoss für die selbst gemachte
­Bolognese. Ich entschied mich deshalb
für ein leichtes asiatisches Reisgericht
mit Hühnchen – und natürlich Gemüse.
Der Freund hatte aber keine Lust auf
Poulet – und ich dann keine Lust mehr
auf ein gemeinsames Essen. Zum
Leitung gemeinsame Mantelredaktion:
Benjamin Geiger, «Der Landbote», Winterthur
Glück haben wir mittlerweile doch
noch ein annehmbares Familienessen
gefunden: Raclette-Spezial. Meine
Mutter isst glücklich ihre glutenfreien
Kartoffeln, während meine Schwester
am Rohkostgemüse knabbert und sich
am Ofen wärmt. Der Speck auf dem
Grill sättigt den Fleischfresser.
D
ie roten Pickel am nächsten Tag –
das Resultat des Käses, den mir
mein Hautarzt verboten hat – nehme
ich mit einem stoischen Lächeln in
Kauf. Nicht zuletzt, da ich noch Kopf­
weh habe vom Weisswein – meinem
Spezialwunsch fürs Familienessen.
Mantelredaktion Zürcher Regionalzeitungen
Adresse: Redaktion «Der Landbote», Winterthur
E-Mail: redaktion@landbote.ch; Telefon: 052 266 99 01
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