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2001 in gekürzter Form: 2008 Wie bewerbe ich mich richtig?

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Schulpraktikum
Wie bewerbe ich mich
richtig?
Autor: Andreas Denz
2001
in gekürzter Form: 2008
Einführung Berufsvorbereitung
1.
Einführung
• Neigungstest
• Selbsteinschätzung nach Persönlichkeitskriterien
• Fremdeinschätzung nach Persönlichkeitskriterien
• Welchen Beruf möchtest du gerne ausüben?
• Hast du eine konkrete Vorstellung von deinem Berufsziel?
• Woher bekomme ich Informationen ?
• Wie bereite ich mich vor ?
2.
Die Bewerbung
• Bestandteile der Bewerbung
• Die äußere Form der Bewerbung
• Anschreiben
• Lebenslauf
• Fehlzeiten
• Bescheinigungen
• Foto
3.
Das Vorstellungsgespräch
• Fakten sammeln
• Bestätigung
• Terminierung
• Der zukünftige Arbeitgeber
• Motivation
• Standardfragen
• Äußeres Erscheinungsbild
• Ersteindruck
• Sitzordnung
• Körperhaltung
• Fragetechnik
• Notizen
• Zusammenfassung
1.
Einführung
• Neigungstest
1. In welchen Schulfächern erzielst du regelmäßig überdurchschnittliche Leistungen?
2. Wo liegen deine Stärken, Neigungen, Begabungen?
3. Was sind deine 3 kurzfristigen Ziele?
4. Nenne die 6 wichtigsten Argumente für erfolgreiche Arbeit.
5. Nenne deine 3 Stärken und deine 3 Schwächen.
6. Was heißt Teamarbeit für dich? ( Geschwister oder Einzelkind?)
7. Was liest du zur Zeit ( an Büchern, Zeitschriften, etc.)?
8. Welche Hobbys hast du? Reist du gerne?
9. In welchen Vereinen bist du derzeit aktives Mitglied?
10. Wie verhältst du dich in Stresssituationen?
• Selbsteinschätzung nach Persönlichkeitskriterien
schwach ausgeprägt
stark ausgeprägt
niedrig
hoch
-3
sachlich nüchtern
selbstbewusst
tatkräftig , aktiv
entschlossen
temperamentvoll
anpassungsfähig
zuverlässig
aufgeschlossen
schlagfertig
kreativ
zielstrebig
begeisterungsfähig
vielseitig
ehrgeizig
belastbar
geltungsbedürftig
impulsiv
kontaktfreudig
tolerant
sensibel
ausgeglichen
kompromissbereit
optimistisch
mutig
sympathisch
ungeduldig
lernbereit
hilfsbereit
fähig, andere zu
beeinflussen
autoritär
kritikfähig
unsicher
aggressiv
-2
-1
0
1
2
3
• Fremdeinschätzung nach Persönlichkeitskriterien
schwach ausgeprägt
stark ausgeprägt
niedrig
hoch
-3
sachlich nüchtern
selbstbewußt
tatkräftig , aktiv
entschlossen
temperamentvoll
anpassungsfähig
zuverlässig
aufgeschlossen
schlagfertig
kreativ
zielstrebig
begeisterungsfähig
vielseitig
ehrgeizig
belastbar
geltungsbedürftig
impulsiv
kontaktfreudig
tolerant
sensibel
ausgeglichen
kompromissbereit
optimistisch
mutig
sympathisch
ungeduldig
lernbereit
hilfsbereit
fähig, andere zu
beeinflussen
autoritär
kritikfähig
unsicher
aggressiv
-2
-1
0
1
2
3
• Welchen Beruf möchtest du gerne ausüben?
Erstelle eine Hitliste der Berufe, die du gerne erlernen bzw. ausüben möchtest:
1.
2.
3.
4.
5.
• Hast du eine konkrete Vorstellung von
deinem Berufsziel?
Beschreibe den Beruf und die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder
deines Berufswunsches
• Woher bekomme ich Informationen?
• Arbeitsamt
• Berufsinformationszentrum
• Internet
• Universitäten
• Eltern, Verwandte, Lehrer
2.Die Bewerbung
Deine Bewerbungsunterlagen sind deine Visitenkarten. Sie sind das erste, was dein
künftiger Arbeitgeber von dir sieht. Stell dir vor, du würdest 100
Bewerbungsmappen auf deinen Tisch bekommen, müsstest in 2 Stunden 90 davon
zurückschicken und 10 Bewerber zu einem Gespräch einladen. Es verbleiben dir
dabei ca. 1,2 Minuten für eine Mappe. Ich möchte damit sagen, zunächst ist es
einmal wichtig, dass deine Bewerbung nicht durch die äußere Form dazu führt,
abgelehnt zu werden.
Also nicht eine Annahme, sondern keine Ablehnung ist das erste Ziel.
Im Klartext bedeutet das, dass kein Personalverantwortlicher sich die Zeit nehmen
kann, die gesamten Unterlagen eines Bewerbers durchzulesen. Dies gilt um so
mehr für kleine Firmen, bei denen sich der Chef selbst die Zeit nehmen muss.
Hinzu kommt noch, dass er dies oft in der Freizeit tun muss. Deine Unterlagen
werden überflogen und wenn die Eckdaten „OK" sind, also keine Anzeichen für eine
sofortige Rücksendung auftauchen, bleibst du im Rennen.
• Bestandteile der Bewerbung
Deine Bewerbungsunterlagen sollten immer vollständig sein. Nachsendungen
hinterlassen einen unsorgfältigen Eindruck, es sei denn, es liegt nicht an dir.
Deine Bewerbung sollte folgende Unterlagen in einer ordentlichen Mappe enthalten:
1. Anschreiben
2. Passfoto (möglichst ein gutes Farbfoto)
3. Lebenslauf (bitte mit dem aktuellen Datum unterschreiben)
4. Schul(abschluss)zeugnisse
5. Bescheinigungen über sonstige Tätigkeiten, Praktika, die sich in der
Chronologie des Lebenslaufes befinden
6. Bescheinigungen über alle Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
7. Zeugnisse über besondere Fähigkeiten, sofern sie deine berufliche
Qualifikation unterstreichen
Folgende Unterlagen sind nicht zwingend notwendig. Sie runden aber deinen Willen zu
qualifizierten Fähigkeiten ab:
8. Besondere Führerscheine (Personenbeförderung, Gabelstapler )
9. Polizeiliches Führungszeugnis
10. Nothilfeausbildungen
• Die äußere Form der Bewerbung
Nimm für deine Bewerbung möglichst
eine neue Mappe ohne Eselsohren.
Achte darauf, dass die Mappe einen
transparenten Deckel hat und auch
geöffnet auf dem Tisch liegen bleibt.
Oftmals schlägt die Mappe von selbst zu,
sodass es lästig ist, sie immer geöffnet
zu halten.
Farbe, Hersteller oder Art der Mappe sind
nebensächlich. Ordentlich, sauber und
nicht irgendwie „billig" ist wichtiger. Ein
Fleck, wo auch immer und wie klein auch immer, ist unmöglich. Bedenke, deine
„Visitenkarte" liegt neben vielen anderen. Die Mappe sollte die Maße DIN A 4
haben.
Abweichende Formate mögen zwar auffallender sein, aber erfüllen nicht immer
ihren Zweck. Oftmals sind Bewerber geneigt, in außergewöhnlicher Form ihre
Bewerbungen darzustellen. Das nimmt zuweilen skurrile Formen an. Vor allem im
kreativen Arbeitsfeld kommt es zu manchen Stilblüten.
Hier mögen die Meinungen auseinander gehen. Bedenke aber immer, die
Entscheidung für einen neuen Mitarbeiter ist eine ernste Sache und nicht leicht zu
revidieren. Im persönlichen Gespräch kannst du viel besser deine Kreativität
vermitteln.
Nimm ein sauberes, neues Kuvert und adressiere es korrekt. Schreibe ggf. die
Bezugsperson bzw. die Abteilung zwischen Firma und Straße (z.H. Herrn
Müller/Personalabteilung) und frankiere deine Bewerbung ausreichend.
Vergiss nicht deinen Absender.
• Anschreiben
Es sollte höchstens eine halbe Seite Text enthalten und gut gegliedert sein. Denke
bitte daran, dass der Leser meistens nur einige Sekunden Zeit dafür hat und
entscheiden muss. Langatmiges Ausschweifen ermüdet den Leser schnell und hat
eher Nachteile als Vorteile.
Ob du das Anschreiben von Hand oder mit einem modernen Computer schreiben,
hängt sehr von der jeweiligen Position ab. Bewirbst du dich für eine
„Schreibtischtätigkeit", ist die Erwartung an die Form des Anschreibens sicherlich
höher. Ansonsten ist ein Anschreiben in einer guten Handschrift kein Nachteil.
Schreibe oben links deutlich deine vollständige Adresse mit einer Telefonnummer
unter der du erreichbar bist bzw. eine Nachricht an dich weitergegeben werden
kann. Führe die Firmenanschrift korrekt auf:
Firma Rechtsform
Heinz Müller GmbH
Abteilung
Personalabteilung
Bezugsperson
z.H. Herrn Schlagrahm
Straße oder Postfach
Postleitzahl und Ort
Am Welsberg 22
40211 Düsseldorf
Wenn dir einige Daten fehlen, erkundige dich bitte.
Beziehe dich ggf. auf die Empfehlung. Führe im ersten Satz kurz auf, warum du in
dieser Firma / in diesem Tätigkeitsfeld ein Praktikum machen möchtest. Das ist
wichtig. Jeder Personalchef fragt sich: „Warum will er/sie sich bei uns bewerben?"
Dafür sollte es gute und nachvollziehbare Gründe geben. Schreibe in einem Satz,
warum du aufgrund deiner besonderen Erfahrungen / deiner Eigenschaften für
diese Stelle der geeignete Kandidat bist. Übertreibe nicht.
Bitte um einen Gesprächstermin, damit sich der Leser von deiner Qualifikation
selbst ein Bild machen kann. Unterschreibe das Anschreiben und setze deinen
Namen leserlich darunter.
Füge „Anlagen: Bewerbungsunterlagen" hinzu.
• Lebenslauf
Der Lebenslauf ist ein wichtiges Element deiner Bewerbung. Er dient dem Leser zur
Orientierung und sollte für jeden nachvollziehbar sein. Der tabellarische Lebenslauf
ist heute selbstverständlich geworden.
Ordne deinen Lebenslauf folgendermaßen:
Persönliche Daten
Name, Adresse, Geburtstag/-ort, Eltern, Geschwister,
Nationalität
Schulausbildung
Grundschulen, weiterführende Schulen, Abschlüsse
Berufsausbildung
Berufspraxis
Zusatzqualifikationen, wie z.B.:
Computerkenntnisse
Persönliche Vorlieben
Gib bei allen Ausbildungsmaßnahmen die Art des Abschlusses an, z.B. „mit
Abschluss des Abiturs, Gesellenbriefes, 10ten Klasse,
Einzelhandelskaufmann/frau".
Befinden sich größere Lücken in deinem Lebenslauf (1/2 Jahr oder mehr), so gib
den Grund dafür an.
Solltest du persönliche Hürden wie eine Krankheit, Behinderung, Vorstrafen haben,
so weise darauf hin und bitte den Leser darum, ihn in einem persönlichen Gespräch
davon zu überzeugen, dass dies für deinen neuen Arbeitgeber kein Grund zur
Sorge sein muss. Offenheit führt hier weiter.
Hast du bisher Zusatzqualifikationen erworben( PC Kenntnisse, Sprachkenntnisse,
etc.), so gib diese an und belege es möglichst mit einem Zeugnis, zumindest aber
mit einer Bestätigung.
• Bescheinigungen
Lass dir alle Arten der Aus- und Weiterbildung, die du in deinem Schulleben
absolviert hast, bescheinigen, möglichst mit einer Bewertung.
Manche Fähigkeiten, die du aus privaten Gründen erworben hast, sind ggf. auch für
einen neuen Arbeitgeber von Interesse. Hier soll nicht nur immer der „Erste-HilfeLehrgang" genannt werden, sondern auch so manche Fremdsprache oder der
Umgang mit besonderen technischen Dingen, Menschen oder Tieren.
• Foto
Ein Foto gehört heute selbstverständlich zu den Bewerbungsunterlagen.
Es sollte aktuell sein und als Farbfoto macht es einen noch besseren Eindruck. Das
Format sollte ca. 40 mm x 60 mm sein.
Achte darauf, dass das Bild von einem Fotografen gemacht wurde. Benutze keine
Automatenfotos. Das stellt die Ernsthaftigkeit deiner Bewerbung in Frage. Ein
freundlicher Gesichtsausdruck ist wohl selbstverständlich.
Schreibe auf die Rückseite des Bildes deinen Namen und deine Adresse (die Bilder
fallen schon mal heraus und dann weiß niemand mehr, zu wem sie gehören).
Benutze dafür einen wasserfesten Filzstift,
keinen Kugelschreiber oder Tintenfüller.
Klebe das Bild oben rechts auf deinen
Lebenslauf.
• Das Vorstellungsgespräch
Das Vorstellungsgespräch ist die wichtigste
Aktion bei jeder Bewerbung.
Je besser du diese Situation vorbereitest, desto erfolgreicher wirst du dich
präsentieren.
Nimm dir besonders viel Zeit und lies aufmerksam dieses Kapitel. 50% des Erfolges
einer Bewerbung hängen vom persönlichen Gespräch ab. Und dabei sind die
ersten 3 Minuten meist die wichtigsten. Also, gut vorbereitet in die Schlacht...
Fakten sammeln
Bevor du zu einem Vorstellungsgespräch gehst, trägst du alle notwendigen Fakten
zusammen. Folgende Punkte sind wichtig:
• Ggf. weitere, bzw. vergessene Unterlagen zu meiner Bewerbung.
• Alle persönlichen Informationen, um sofort antworten zu können.
• Informationen über den künftigen Arbeitgeber:
− Wie geht es dem Unternehmen,
− was macht es,
− welche Erfolge hatte es in den letzten Monaten,
− wo sind Probleme,
− was stand ggf. über das Unternehmen in der Zeitung?
• Papier und Schreibgerät für Notizen.
• Was mache ich, wenn ich abgelehnt werde?
• Was könnte mich im Vergleich zu möglichen Mitbewerbern auszeichnen?
Bestätigung
Sobald du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, bestätige diesen
Termin telefonisch oder schriftlich. Sorge in jedem Fall dafür, dass diese
Bestätigung auch die einladende Person erreicht.
Das betreffende Unternehmen ist somit in der Lage, die Termine bestmöglich zu
koordinieren. Beide Seiten können sich sorgfältig auf das Gespräch vorbereiten.
Diese Vorgehensweise zeigt die Ernsthaftigkeit deinerseits und ist ein Beispiel für
die Sorgfalt, die du Terminen gegenüber walten lässt.
Und: Sei pünktlich! Komme lieber etwas früher, damit du noch Zeit hast, dir das
Umfeld des Unternehmens anzusehen.
Terminierung
Wenn es möglich ist, so nimm Einfluss auf die Tageszeit des
Vorstellungsgespräches. Berücksichtige deine persönlichen Leistungszeiten.
Grundsätzlich kann man sagen, dass die Gespräche morgens mit der höchsten
Aufmerksamkeit geführt werden. Zur fortgeschrittenen Tageszeit, vor allem nach
dem Mittagessen und am späten Nachmittag, lässt die Konzentration erheblich
nach. Sorge dafür, dass du dich an dem Tag der Bewerbung nicht unnötig mit
weiteren ungewöhnlichen Situationen belasten.
Der zukünftige Arbeitgeber
Es ist ein Irrtum zu glauben, dein Gesprächspartner will dich reinlegen, unter Stress
setzten oder sonstwie „fertig machen". Was er aber bestimmt möchte, ist soweit wie
möglich deine wirklichen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen zu ergründen. Und
das ist für beide Seiten in Ordnung.
Viel schlimmer wäre es, stellte sich erst nach der Einstellung heraus, dass das
Arbeitsfeld, die Fähigkeiten des Bewerbers oder sonstiges nicht zusammenpassten.
Also, versetze dich zu Hause doch einmal in die Position des Stellenanbieters. Übe
die unbekannte Situation in einem Rollenspiel. Spiele vorher mit einem vertrauten
Menschen einige Gespräche durch. Mache dazu ggf. eine Tonbandaufnahme.
Analysiere den Gesprächsverlauf und wiederhole den Vorgang bis du zufrieden
bist. Übung und Routine nehmen dir deine Ängste.
Bauen dir keine Rezepte, wie du auf bestimmte Fragen reagieren solltest. Lege dir
zwar Fakten vorher bereit, reagiere aber immer spontan. Einmal durchatmen und
dann antworten.
Noch ein Tipp: Stellt sich im Gespräch heraus, dass deine Fähigkeiten nicht zur
ausgeschriebenen Stelle passen, frage ruhig nach anderen, passenden Positionen
im Unternehmen.
Motivation
Ich habe schon immer bei Vorstellungsgesprächen versagt.
Ich bin der Größte und werde das schon meistern, da bin ich sicher.
Was ist der Unterschied? Ist doch klar, wirst du sagen: Die zweite Antwort motiviert.
Richtig. Und wende dies planmäßig an.
Also, ein Vorstellungsgespräch ist ein Kennenlernen zweier gleichberechtigter
Partner. Du stellst deine Fähigkeiten für eine bestimmte Zeit zur Verfügung, mit der
der Unternehmer sein Unternehmensziel verfolgt. Das Unternehmen stellt dafür die
entsprechenden Werkzeuge bereit, damit du dich entfalten kannst. Dafür gibt es
vom Unternehmen Geld. Ein Geschäft also. Sei dir sich darüber im Klaren, dass
das Unternehmen keine karitative Einrichtung ist, sondern durch deine
Arbeitsleistung auch einen Vorteil erhält.
Werde dir vorher über deine Fähigkeiten bewusst. Sagen dir laut und deutlich, wie
wertvoll du bist. Gehe notfalls in den Wald und schreie deine Stärken heraus. Sage
es dir viele Male: „Ich bin ein Sieger, ich werde ein gutes Gespräch führen." Auch
wenn du den Praktikumsplatz nicht gleich erhältst, kann es dennoch ein nützliches
Gespräch gewesen sein.
Lege die Verantwortung für den Erfolg des Vorstellungsgespräches nicht in fremde
Hände. Dein Selbstbewusstsein allein ist deine Motivation.
Körperhaltung
Die Körperhaltung gibt den Zustand der Seele wieder. Einen offenen und für neue
Eindrücke empfänglichen Menschen erkennt man an seiner offenen Körperhaltung.
Er sitzt aufrecht, weder die Beine noch die Arme sind verschränkt. Mache den Test,
atme tief durch, stehe aufrecht mit geöffneten Armen vor einem Menschen. Du
spürst es selbst, du bist offener für neue Eindrücke.
Sehe deinem Gegenüber fest in die Augen ohne ihn dabei zu fixieren.
Werden dir unangenehme Fragen gestellt, so sage das ruhig. Man sieht es dir
ohnehin an. Werden die Fragen peinlich oder gehen sie zu weit, so sage dies.
Achte darauf, dass du während des Gespräches nicht in eine „TV-Lage" rutscht und
wie ein schräges Brett deinem Gesprächspartner gegenüber "hängst".
Vielfach verfällt man in eine saloppe Körperhaltung. Dies gilt vor allem dann, wenn
das Gespräch längere Zeit dauert. Achtung, dies könnte auf schnell schwindende
Aufmerksamkeit hindeuten.
• Ersteindruck
Jetzt kommen die wichtigsten 3 Minuten der gesamten Bewerbungsprozedur. Der
erste Eindruck. Hier werden leichtfertig Chancen verspielt und falsche Eindrücke
hinterlassen.
Die Begrüßung
Sage laut und deutlich deinen Namen und wozu du hier bist. Reiche deine Hand zu
einem Händedruck, der weder die Knochen zerbricht, noch das Gefühl eines
warmen Spültuches hinterlässt.
Hänge ggf. deinen Mantel an die Garderobe und warten, bis du aufgefordert wirst,
Platz zu nehmen. Setzte dich bequem, aber seriös hin und legen Notizblock und
Schreibgerät auf den Tisch. Benutze nicht den billigsten Block und Stift.
Vergewissern dich, wer dein Gesprächspartner ist. Überlasse danach die
Gesprächseröffnung deinem Gegenüber.
Sitzordnung
Wenn es dir möglich ist, so nimm Einfluss auf die Sitzordnung. Frage z.B., ob die
Sitzordnung frei ist oder dein Gesprächspartner einen bestimmten Sitz bevorzugt.
Oft liegen bereits Unterlagen auf dem Tisch, die auf eine feste Sitzordnung deuten.
Dann belasse es dabei.
Hast du Einfluss darauf, so setze dich möglichst mit dem Rücken zum Licht. Es ist
dir dabei möglich, jedwede Reaktion deines Gegenübers genauestens zu
beobachten. Im Gegensatz dazu fällt dies dem Gesprächspartner schwerer.
Bedenken Sie dabei, dass die echteren Reaktionen die des Körpers, und nicht die
der Sprache sind. Oftmals kommt es bei den Fragen nicht auf die Worte der Antwort
an, sondern auf alle anderen Sinneseindrücke, d.h. auf die nonverbale Antwort.
Halten eine gewisse räumliche Distanz ein. Es gibt auch am Konferenztisch einen
Intimbereich, der gegenseitig berücksichtigt werden sollte. Die Distanz sollte wie in
einem privaten Gespräch so gewählt werden, dass man sich gut in die Augen
sehen kann.
Äußeres Erscheinungsbild
Es sollte eigentlich nicht der Erwähnung bedürfen. Und trotzdem, erstens aus
meinen gemachten Erfahrungen heraus und zweitens muss es ja irgend jemand
mal aussprechen:
Duschen sollte man täglich, mindestens aber am Tage des Vorstellungsgespräches.
Ist es Sommer, tut ein Deo seinen Dienst. Und es gibt welche, die funktionieren den
ganzen Tag, wirklich. Selbst wenn du glaubst, dass du nicht riechst, muss das nicht
stimmen. Es kann nämlich sein, dass sich nur niemand traut, es dir zu sagen.
Ähnliches gilt für die Zähne.
Bitte esse am Vortag nicht unbedingt eine „Knoblauchbombe“.
Hände und Fingernägel sind auch ein Thema. Wenn du dich nicht gerade als
Waldarbeiter bewirbst, achte besonders auf gepflegte Fingernägel.
Duftwolken verfehlen bei Vorstellungsgesprächen meist ihre Wirkung und lassen
gar vermuten, hier soll abgelenkt werden. Übertreibe nicht. Du sollst nicht deine
Wirkung auf das andere Geschlecht verkaufen, sondern deine Fähigkeiten im
Praktikum.
Kleidung
Es ist klar, dass sich Handwerker, Kaufmann, Berater oder Abteilungsleiter
verschieden kleiden. Achte auf die entsprechende Kleidung
Hier geht es nicht um richtig oder falsch, sondern nur darum, ob deine Kleidung der
Situation angemessen ist oder nicht. Bedenke, bei der Bewerbung präsentierst du
dich!
Also, wenn du in deinem künftigen Arbeitsfeld Kundenkontakt hast, so solltest du
eine adäquate Kleidung tragen. Lieber etwas konservativer als zu modern.
Du hast wahrscheinlich nur einmal die Möglichkeit, einen Eindruck deines äußeren
Erscheinungsbildes bei einem Vorstellungsgespräch zu hinterlassen. Das Gleiche
gilt häufig auch im Berufsleben.
Standardfragen
Es ist mitunter erschreckend, wie unvorbereitet viele Bewerber die Standardfragen
treffen. Aus diesem Grunde liste ich hier die wichtigsten Fragen auf. Du solltest dich
vorher mit allen Fragen vertraut machen und eine ehrliche Antwort dazu geben
können.
− Warum glaubst du, für die Stelle die/der Richtige zu sein?
− In welchen Fällen hast du regelmäßig überdurchschnittlichen Erfolg?
− Warum hast du in ... eine so schlechte Note?
− Was machst du in deiner Freizeit?
− Was machst du im Falle eines Misserfolges?
− Wo liegen deine Begabungen?
− Was liest du gerade?
− Was sind deine Schwächen?
− Was könntest du zum Erfolg des Unternehmens Besonderes beitragen?
− Was weist du über das Unternehmen?
− Was hat das Unternehmen Spektakuläres in letzter Zeit gemacht?
− Warum bewirbst du dich gerade bei diesem Unternehmen?
− Was macht dich so sicher, dass dieses Unternehmen der richtige Partner
für dich ist?
Fragetechnik
Die Fragetechnik ist eine einfache Art, ein Gespräch zu „führen". Durch deine
Fragen kannst du das Gespräch in jede beliebige Richtung lenken.
Sicherlich lässt dein Gesprächspartner dir nicht die Freiheit, das
Vorstellungsgespräch ausufern zu lassen. Schließlich ist er ein Profi. Trotzdem
solltest du zumindest in Teilen des Gespräches die Führung übernehmen und die
für dich wichtigen Fragen stellen.
Notizen
Wie bereits zuvor im Absatz „Gesprächsvorbereitung" erwähnt, solltest du auf das
Vorstellungsgespräch sehr gut vorbereitet sein und mit einer Liste von Fragen
erscheinen.
Notiere unbedingt alle für dich wichtigen Antworten deines Gegenübers. Dies kann
natürlich auch in Stichworten bzw. nur in kurzen Daten erfolgen.
Zusammenfassung
Am Ende des Vorstellungsgespräches ist es professionell, die wichtigsten neuen
Erfahrungen nochmals zusammenzufassen. Sage ehrlich, dass du jetzt erst recht
von der neuen Aufgabe begeistert bist bzw. die neuen Eindrücke erst einmal
einordnen und verdauen musst.
Es ist sehr ärgerlich, wenn ein Bewerber dem Personalchef das Gefühl gibt, von der
neuen Aufgabe begeistert zu sein und dennoch eine Woche später absagt. Unter
Umständen hat das Unternehmen dann bereits andere Bewerber abgewiesen.
Fasse die weitere Vorgehensweise nach dem Gespräch nochmals zusammen und
stimme diese mit deinem Gesprächspartner ab.
Frage: „Wann höre ich von Ihnen?" Biete an, für weitere Fragen bereit zu stehen.
So kann es nicht zu Missverständnissen kommen, was den Ausgang des
Gespräches und die weitere Vorgehensweise betrifft.
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Seele and Geist
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