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In Toastbrot steckt so viel Alkohol wie in Leichtbier - FDP Stadt Zürich

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16
Züriberg
Nr. 4
23. Januar 2014
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KONSUMENTENTIPP
In Toastbrot steckt so viel Alkohol wie in Leichtbier
Betrinken kann man sich
mit Toastbrot zwar nicht.
Aber Toastbrot enthält
einiges an Alkohol, wie
Untersuchungen der Zürcher
Lebensmittelkontrolle zeigen. Der Anteil ist unter
Umständen so hoch wie
bei leichtem Bier.
Menschen. Schimmelpilze der Gattung Aspergillus (Gruppe der Giesskannenschimmel)
beispielsweise
kommen zwar sehr selten auf Broten
vor. Doch dafür können sie zum Beispiel gerne auf Erdnüssen und Feigen vorkommen, und dabei sogenannte Aflatoxine (Schimmelpilzgifte)
bilden, die zu den stärksten krebserzeugenden Substanzen überhaupt gehören.
Hans-Peter Neukom
Schimmel = verdorben
Liebhaber von Weissbrot haben
manchmal ein schlechtes Gewissen,
weil sie nicht zum gesünderen Vollkornbrot greifen. Dabei ahnen sie
noch nicht einmal, dass ihr sündiges
Weissbrot sogar Alkohol (Ethanol)
enthält, und dies nicht zu knapp: Bis
2,8 Gewichtsprozent Alkohol – ähnlich viel wie in einem Leichtbier. Das
jedenfalls fanden die Zürcher Lebensmittelchemiker in 2 von 15
Toastbrotproben aus dem Handel.
Die übrigen Proben lagen mit 0,1 bis
1,5 Gewichtsprozent deutlich darunter. Das ist übrigens ganz legal: Alkohol darf und wird Spezialbroten wie
dem Toastbrot als naturnahes Konservierungsmittel zugesetzt. Dies ist
vor allem bei Toastbroten von Bedeutung, weil diese besonders anfällig
auf Schimmel sind.
Dies liegt zum einen daran, dass
diese Brote nur bei niedrigen Temperaturen vorgebacken sind und zudem
oft länger gelagert werden als andere
Brote. Zum anderen sind die luftdichten Verpackungen schuld, die das
Toastbrot lange feucht halten.
Streng mit Schimmel
Schimmelbefall auf Lebensmitteln
aber ist nicht harmlos, sondern kann
schwere Gesundheitsschäden hervorrufen. Diese reichen von lästigen Allergien über Krebsbildungen bis zu
lebensbedrohlichen Atemwegerkrankungen bei immungeschwächten
Schimmel bedeutet:
«Weg damit!»
Aus diesem Grund ist die Lebensmittelkontrolle gegenüber Schimmelbefall besonders streng: «Brot, das bereits sichtbaren Schimmelbefall aufweist, gehört in den Abfall», sagt der
Zürcher Kantonschemiker Rolf Etter
und erklärt: «Gemäss schweizerischem Lebensmittelgesetz gelten Lebensmittel, die sichtbar von Schimmel befallen sind, als verdorben und
sind nicht mehr zum Konsum zugelassen.»
Um die Haltbarkeit von Toastbroten zu verlängern, erlaubt die Zusatzstoffverordnung die Zugabe von
höchstens 1,2 Gewichtsprozent Alkohol als Konservierungsmittel zu Spezialbroten. Bei den beiden Toastbroten mit einem Alkoholgehalt von gegen drei Gewichtsprozenten war
denn auch Alkohol in der Zutatenliste
deklariert.
Toastbrot ist jugendfrei
Alle anderen Proben wiesen keinen
Alkohol, hingegen aber Sauerteig als
Rezepturbestandteil aus. Aus dem
Sauerteig gelangen bei der Herstellung geringe Mengen an Alkohol ins
Toastbrot. Unter Berücksichtigung,
dass bereits während der Teigreifung
durch Hefegärung natürlicherweise
Alkohol im Brot entsteht, ist bei diesen beiden Proben nicht von einer
Überschreitung
des
erlaubten
Höchstwertes auszugehen, hält der
Zürcher Kantonschemiker und sein
Team in seinem Bericht fest. Die
Brot im Plastikbeutel schimmelt leicht. Oft wird der Schimmelpilz mit
Foto: Christian von Faber Castell
Alkohol längere Zeit in Schach gehalten.
Konzentrationen beziehen sich auf
Toastbrot im frischen, ungetoasteten
Zustand. Demnach ist ein fertiger,
normaler Toast jugendfrei: Mit dem
Toasten der Brote sinkt der Alkoholgehalt durchs Verdampfen, um rund
neun Zehntel auf 0,2 Gewichtsprozente. Damit liegt dann die Alkohol-
«Verschimmeltes Brot, Käse oder
Konfitüre und andere Lebensmittel gehören in den Abfallkübel»,
sagt der Kantonschemiker Rolf
Etter und ergänzt: Selbst grosszügiges Entfernen des Schimmelbelags bringt keine Sicherheit.»
Diese Strenge hat gute Gründe: Das, was man als oberflächigen Schimmelbelag sieht, sind
nämlich nur die sporentragenden
Fruchtkörper
des
jeweiligen
Schimmelpilzes, vergleichbar mit
den oberirdischen Fruchtkörpern
von Morcheln oder Steinpilzen.
Der eigentliche Pilz besteht dagegen aus einem Geflecht feiner
Pilzfäden, dem sogenannten Myzel. Im Fall vieler Schimmelpilze
können diese mikroskopisch feinen und von blossem Auge unsichtbaren Pilzfäden bereits das
ganze Lebensmittel durchwachsen haben, bevor irgendwo an
der Oberfläche der typische pelzige Schimmelpilzbelag auftritt.
Auch Erhitzen und Kochen genügt nicht, weil die meisten dieser Schimmelpilzgifte bis weit
über 100 Grad stabil sind. So
werden insbesondere die gefährlichen krebserzeugenden Aflatoxine in verschimmeltem Mais oder
Reis durch Kochen nicht unschädlich gemacht.
Tipp: Eine einmal geöffnete
Packung mit Toastbrot besser im
Kühlschrank lagern. So verlängert man die Haltbarkeit des
Toastbrots gleich um mehrere
Tage. (hpn.)
konzentration in einem gesundheitlich unbedenklichen Bereich, wie sie
auch für viele Fruchtsäfte durchaus
typisch ist.
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FDP geht in den Schlussspurt
Letzten Samstag hat sich
die FDP Stadt Zürich mit
Wählerinnen und Wählern
auf dem Lindenhof zu
einem Fest getroffen.
Gemeinsam mit Wählerinnen und
Wählern haben die Mitglieder der
Partei und die Kandidierenden für
den Schlussspurt im Wahlkampf für
die Erneuerungswahlen des Stadtparlament und des Stadtrats vom 9.
Februar mobilisiert. Die Besucherinnen und Besucher hatten Gelegenheit, mit den beiden Stadtratskandi-
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daten der FDP, Andres Türler und Filippo Leutenegger, dem Kandidaten
für das Bezirksgerichtspräsidium,
Beat Gut, und zahlreichen Gemeinderatskandidaten aus verschiedenen
Stadtzürcher Kreisen zu diskutieren.
Dabei konnten bisherige und auch
neue Kandidaten näher kennengelernt werden. Im Vorfeld wurde mit
zwei Flashmobs die Innenstadt musikalisch vereinnahmt. Junge Hornisten der Hochschulen Zürich, Basel
und Essen haben die Passanten vom
Balkon des Hotel Storchen, dem
Weinplatz und im Rennweg zum Stehenbleiben animiert. (pd.)
Musik und Kandidaten: Die FDP lud zum Wahlkampffest ein.
Foto: zvg.
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